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	<title>Walter Schirra &#8211; Raumfahrer.net</title>
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	<description>Das Portal für Astronomie- und Raumfahrtbegeisterte</description>
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	<title>Walter Schirra &#8211; Raumfahrer.net</title>
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		<title>Mercury-Astronaut Walter Schirra gestorben</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/mercury-astronaut-walter-schirra-gestorben/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 05 May 2007 15:26:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[InSound]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Astronaut]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der ehemalige US-Astronaut Walter Schirra ist am Mittwoch, dem 2. Mai 2007, in San Diego (USA) einem Krebsleiden erlegen. Ein Beitrag von Kirsten Müller. Quelle: NASA, SpaceFacts. Vertont von Karl Urban. Schirra, einer der legendären ersten sieben Mercury-Astronauten, war der einzige Astronaut, der sowohl eine Mercury-, eine Gemini- und eine Apollo-Mission flog. Am 3. Oktober [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Der ehemalige US-Astronaut Walter Schirra ist am Mittwoch, dem 2. Mai 2007, in San Diego (USA) einem Krebsleiden erlegen.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/redakteure/" data-wpel-link="internal">Kirsten Müller</a>. Quelle: NASA, SpaceFacts. Vertont von Karl Urban.</p>



<figure class="wp-block-audio"><audio controls src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ismobil-2007-05-05-74243.mp3"></audio></figure>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/WalterSchirraMercuryNASA260.jpg" alt="NASA" width="260"/><figcaption>
Walter Schirra als 
<i>Mercury</i>
-Astronaut 
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Schirra, einer der legendären ersten sieben Mercury-Astronauten, war der einzige Astronaut, der sowohl eine Mercury-, eine Gemini- und eine Apollo-Mission flog. Am 3. Oktober 1962 umkreiste er mit der Mercury-Kapsel Sigma 7 in einem neunstündigen Flug sechsmal die Erde. Einige Tage nach einer perfekten Wasserung sagte ihm der NASA-Administrator James Webb: „Niemand ist besser geflogen als du.“ </p>



<p class="wp-block-paragraph">Als Kommandant der Mission Gemini 6 kehrte er drei Jahre später zurück in den Weltraum. Zusammen mit seinem Kollegen Thomas Stafford flog er am 15. Dezember 1965 das erste Rendezvous im Weltraum. Gemini 6 näherte sich der Gemini 7-Kapsel mit Frank Borman und James Lovell, die sich bereits im Weltraum befand, auf bis zu 30 cm. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit seiner dritten Mission, Apollo 7, läutete er das amerikanische Mondlandeprogramm ein. Im Januar 1967 hatte das Apollo-Programm durch das Feuer in der Apollo-1-Kapsel, bei dem während des Trainings alle drei Astronauten ums Leben kamen, einen Rückschlag erlitten. Vor allem deshalb waren im Oktober 1968 alle Augen auf Schirra und seine Kollegen Walter Cunningham und Donn Eisele gerichtet. Während der Mission wurden die Apollo-Kapsel getestet und Rendezvous-Manöver mit der Saturn 1B-Oberstufe trainiert. Am meisten machte den drei Astronauten aber eine schwere Erkältung zu schaffen. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><img fetchpriority="high" decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/05052007172610_small_2.jpg" alt="NASA" width="516" height="387"/><figcaption>
Die 
<i>Apollo 7</i>
-Crew: Donn Eisele, Commander Walter Schirra und Walter Cunningham (v.l.n.r.) 
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Mit einer Weltraumerfahrung von 12 Tagen, 7 Stunden und 12 Minuten im Flugbuch verließ Schirra 1969 die NASA und beendete seinen Dienst bei der US-Marine mit dem Rang des Captains. Über den Weltraum sagte er 1981: „Es ist eine feindselige Umgebung, die dich umbringt. Die Außentemperatur beträgt zwischen –450 und +300 Grad [Fahrenheit]. Du sitzt in einer fliegenden Thermosflasche.“ </p>



<p class="wp-block-paragraph">Schirras Interesse an der Fliegerei begann schon in seiner frühen Jugend. Im Alter von 13 Jahren flog er das erste Mal mit seinem Vater mit, der als Kampfpilot im 1. Weltkrieg gedient hatte, und konnte schon fliegen, bevor er auf die US Naval Academy in Annapolis, MD ging. Während des Korea-Krieges flog er 90 Combat-Missionen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">1984 zog er nach Rancho Santa Fe bei San Diego, wo er als unabhängiger Berater sein eigenes Büro eröffnete und sich in seiner Freizeit dem Segelsport widmete. Er hinterlässt seine Frau Jo und seine beiden Kinder Suzanne und Walter Schirra III. Von den sieben Mercury-Astronauten sind jetzt nur noch zwei am Leben, John H. Glenn und M. Scott Carpenter.  
</p>
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		<title>Astronauten-Veteran rügt NASA</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/astronauten-veteran-ruegt-nasa/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 18 May 2003 12:37:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Columbia]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Spaceshuttle]]></category>
		<category><![CDATA[Anomalie]]></category>
		<category><![CDATA[NASA]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfähre]]></category>
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		<category><![CDATA[STS-107]]></category>
		<category><![CDATA[Walter Schirra]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die NASA, noch immer beschäftigt mit der Aufklärung der Columbia-Katastrophe und sichtlich bemüht um das Aufbessern des eigenen, schwer angeschlagenen Images, wird nun auch offen aus den eigenen Reihen kritisiert. Ein Beitrag von Felix Korsch. Quelle: PE.com . &#8222;Ich glaube, die haben den Blick für die Sicherheit verloren&#8220;. An diese Anschuldigungen hat sich die NASA [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Die NASA, noch immer beschäftigt mit der Aufklärung der <em>Columbia</em>-Katastrophe und sichtlich bemüht um das Aufbessern des eigenen, schwer angeschlagenen Images, wird nun auch offen aus den eigenen Reihen kritisiert.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Felix Korsch. Quelle: PE.com .</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/schirralovellsts1107hangarnasa.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/schirralovellsts1107hangarnasa260.jpg" alt=""/></a><figcaption>Wally Schirra (2. v. re.) und Jim Lovell (re.) inspizieren Wrackteil des Orbiters Columbia (Bild: NASA)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Ich glaube, die haben den Blick für die Sicherheit verloren&#8220;. An diese Anschuldigungen hat sich die NASA längst gewöhnen müssen und man könnte das Gefühl bekommen, man hätte sich dem gegenüber ein dickes Fell zugelegt. Aber bei dem zitierten entschlossenen NASA-Kritiker handelt es sich ausgerechnet um einen Astronauten der ersten Stunde: Walter M. Schirra, genannt &#8222;Wally&#8220;, der während seines gestrigen Besuchs des Palm Springs Air Museum kein gutes Haar an der US-Raumfahrt-Behörde ließ. &#8222;Wir haben einen Begriff in der Luftfahrt&#8220;, sagte Schirra gegenüber 250 interessierten Gästen. &#8222;Es heißt <em>&#8218;go fever&#8216;</em> &#8211; Aufbruchstimmung. Man senkt seine Standards herab, wenn man dieser Stimmung verfällt. Ich bin besorgt, dass es dies war, was bei der <em>Columbia-</em>Mission geschah.&#8220;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Walter Schirra war einer jener Pioniere, welche die bemannte US-Raumfahrt eröffneten. Er gehörte zu der Gruppe der ersten sieben US-Astronauten. Insgesamt verbrachte er 295 Stunden im All. Darüber hinaus ist er der einzige Raumfahrer, der mit allen drei US-Systemen in den Weltraum vorstieß: er hat Flugerfahrung mit <em>Mercury</em>, <em>Gemini</em> und <em>Apollo</em>. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/gt6schirra65h1754nasa2k.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/gt6schirra65h1754nasa26.jpg" alt=""/></a><figcaption>Wally Schirra in der Besatzungskabine von Gemini 6. (Bild: NASA)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Einzig das Shuttle fehlt Schirra auf seiner Liste. Obwohl der ehemalige Navy-Captain heute kein offizielles Amt mehr inne hat, misst die Fachwelt seinen Ausführungen trotzdem ein gewisses Gewicht zu. Eugene Kranz, früherer NASA-Flugdirektor, beschrieb das Raumfahrt-Urgestein in seinem bekannten Buch <em>Failure is not an Option</em> als besonders gewissenhaft, wenn es um Fragen der Sicherheit geht. Und nun wettert eben dieser Schirra gegen die NASA selbst.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Laut Schirra sei die Katastrophe am 1. Februar nur eine zwingende Folge einer Vielzahl von Versäumnissen seitens der NASA gewesen. &#8222;Ich habe nie gedacht, dass das Shuttle sicher ist. Wir haben einen Hitzeschild, der ganz gut arbeitete. Aber die Kacheln sind sehr fragil.&#8220; Laut ihm sind die Hitzeschutz-Kacheln also die Hauptursache der Katastrophe. Nostalgisch erinnert er sich an die Tage zurück, in denen die Astronauten noch Piloten in kleinen Blechbüchsen waren: &#8222;Damals sagten die Astronauten jedes Fluges der nächstfolgenden Crew, wie der Flug verlief, um diese darauf vorzubereiten. Die Crews heute sind aber nicht so direkt mit dem <em>Shuttle</em>-Programm verbunden.&#8220;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auf die Frage nach dem Fortgang des <em>Shuttle</em>-Programms bemerkte er, dass es natürlich weitergeht. &#8222;Es muss einfach weitergehen. Wenn wir jetzt ein neues Gerät bauen, wird es womöglich erst in 10 Jahren fertig sein. Die Raumstation ist dann längst Geschichte.&#8220; Doch der Tod der sieben Raumfahrer ist in seinen Augen vollkommen sinnlos gewesen: &#8222;Die <em>Columbia</em> flog hoch, um wissenschaftliche Experimente durchzuführen. Wozu haben wir dann die Raumstation? Man hätte die <em>Columbia</em> modifizieren müssen, damit es an die Raumstation andockt, anstatt mit all diesen Experimenten herumzufliegen&#8230; Der <em>Shuttle</em> sollte auch als solcher, also als Zubringer genutzt werden.&#8220;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Weiterhin zog er ernüchterne Parallelen zu früheren Katastrophen: &#8222;Es hört sich nicht nur wie ein Echo von <em>Challenger</em> an, sondern auch wie eines von <em>Apollo 1</em>.&#8220; Beide Katastrophen kosteten jeweils sieben bzw. drei Menschen das Leben. Schirra war seinerzeit selbst als Backup für <em>Apollo 1</em> eingeteilt &#8211; eine Mission, die durch ein Feuer noch auf dem Starttisch auf tragische Art und Weise endete.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im benannten Buch von Eugene Kranz findet sich eine weitere interessante Anekdote über Schirra. Dieser habe zur Zeit seiner Raumflüge die strenge, von der NASA auferlegte Weltraumdiät, bestehend aus gefrier-getrocknetem Hühnchen, mehrfach umgangen. Heute kann Schirra darüber nur noch lachen: &#8222;das ist die typische NASA-Gangart. Sie verstehen nicht, wie wir die Spiele spielen.&#8220;</p>
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