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	<title>Wasserkreislauf &#8211; Raumfahrer.net</title>
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	<title>Wasserkreislauf &#8211; Raumfahrer.net</title>
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		<title>GFZ: „Die Satellitenmission GRACE-C ist ein Schlüsselprojekt“</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 13 Jun 2024 20:54:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Beim ersten deutsch-amerikanischen Raumfahrtdialog in Berlin haben die GRACE-Satellitenmissionen eine zentrale Rolle gespielt. Das Kürzel GRACE steht für Gravity and Climate Recovery Experiment, eine zunächst experimentelle Weltraum-Mission, die aus Messungen der Schwerkraft wichtige Klimainformationen gewinnen sollte. Eine Pressemitteilung des Helmholtz-Zentrum Potsdam – Deutsches GeoForschungsZentrum GFZ. Quelle: GFZ 13. Juni 2024. 13. Juni 2024 &#8211; Mittlerweile [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Beim ersten deutsch-amerikanischen Raumfahrtdialog in Berlin haben die GRACE-Satellitenmissionen eine zentrale Rolle gespielt. Das Kürzel GRACE steht für Gravity and Climate Recovery Experiment, eine zunächst experimentelle Weltraum-Mission, die aus Messungen der Schwerkraft wichtige Klimainformationen gewinnen sollte. Eine Pressemitteilung des Helmholtz-Zentrum Potsdam – Deutsches GeoForschungsZentrum GFZ.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Quelle: GFZ 13. Juni 2024.</p>



<p>13. Juni 2024 &#8211; Mittlerweile planen die US-Weltraumbehörde NASA, die Deutsche Raumfahrtagentur im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), das Max-Planck-Institut für Gravitationsphysik (Albert-Einstein-Institut), und das Deutsche GeoForschungsZentrum GFZ die dritte Generation, weil die Messungen völlig neue Einblicke in das System Erde und vor allem in den globalen Wasserkreislauf ermöglicht haben.</p>



<p><strong>Hochrangige Delegation aus den USA besucht Deutschland</strong><br>Auf Einladung der Koordinatorin der Bundesregierung für die Luft- und Raumfahrt, Dr. Anna Christmann, war eine hochrangige US-Delegation anlässlich der Internationalen Luft- und Raumfahrtausstellung ILA (5.-9. Juni) ins Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) nach Berlin gekommen. Der geschäftsführende Sekretär des Nationalen Weltraumrates der USA, Chirag Parikh, führte die Delegation an. In einem eigenen Panel stellten Forschende des Jet Propulsion Laboratory der NASA und des GFZ den Teilnehmenden des Raumfahrtdialogs das Messprinzip und die wissenschaftlichen Erfolge der Missionen <a href="https://www.raumfahrer.net/tag/grace/" data-wpel-link="internal">GRACE</a> (2002 bis 2017) und <a href="https://www.raumfahrer.net/tag/grace-fo/" data-wpel-link="internal">GRACE Follow-On</a> (seit 2018 im All) vor. <a href="https://www.raumfahrer.net/tag/grace-c/" data-wpel-link="internal">GRACE-C</a> soll voraussichtlich 2028 starten, das C steht für Continuity.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full has-lightbox"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/DeutschamerikanischeRaumfahrttageimBMWKBMWK.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Deutsch-amerikanische Raumfahrttage im BMWK. (Foto: BMWK)" data-rl_caption="" title="Deutsch-amerikanische Raumfahrttage im BMWK. (Foto: BMWK)" data-wpel-link="internal"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="600" height="400" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/DeutschamerikanischeRaumfahrttageimBMWKBMWK60.jpg" alt="Deutsch-amerikanische Raumfahrttage im BMWK. (Foto: BMWK)" class="wp-image-141180" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/DeutschamerikanischeRaumfahrttageimBMWKBMWK60.jpg 600w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/DeutschamerikanischeRaumfahrttageimBMWKBMWK60-300x200.jpg 300w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/DeutschamerikanischeRaumfahrttageimBMWKBMWK60-272x182.jpg 272w" sizes="(max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Deutsch-amerikanische Raumfahrttage im BMWK. (Foto: BMWK)</figcaption></figure>



<p><strong>Wie Wassermassen vom Weltall aus gemessen werden</strong><br>GRACE misst Massenveränderungen auf und in der Erde, indem es deren Effekt auf ein Satelliten-Duo aufzeichnet, das mit 220 Kilometer Abstand (das entspricht in etwa der Entfernung von Berlin und Jena) hintereinander unseren Planeten in rund 500 Kilometer Höhe umkreist. Wird ein Satellit schneller, weil er als erstes auf ein massereiches Objekt zufliegt, vergrößert sich der Abstand um Bruchteile einer Haaresbreite. Mittels Mikrowellen und seit GRACE Follow-On auch per Laser-Interferometrie können diese Abstandsänderungen gemessen werden. Hinzu kommen GPS-Empfänger an Bord sowie Beschleunigungsmesser, um einerseits die Position der Satelliten zu bestimmen und andererseits Bremseffekte zu erkennen, die etwa durch Reibung an atmosphärischen Teilchen entstehen.</p>



<p>Aus all diesen Daten errechnen die Forschenden monatliche Karten der globalen Änderungen der Erdanziehungskraft und der dazugehörigen Massenveränderungen. Diese beinhalten Variationen im Grundwasser, der Bodenfeuchte, von Oberflächengewässern oder Schnee- und Eisbedeckung. Mit Hilfe von komplementären Beobachtungen oder Modelldaten lassen sich so aus GRACE-Daten einzigartig beispielsweise Grundwasserveränderungen global und auf monatlicher Basis ableiten.</p>



<p><strong>Lange Zeitreihen sind essenziell</strong><br>Die Messungen seit mehr als 22 Jahren zeigen zum Beispiel für Grönland einen dramatischen Verlust an Eismasse: mehr als 250 Milliarden Tonnen jedes Jahr. Aber auch Deutschland hat in den vergangenen zwei Jahrzehnten Wassermasse verloren. Trotz des nassen Jahres 2023 fehlen nach den schweren Dürrejahren seit 2018 immer noch rund 10 Milliarden Tonnen im Gesamtwasserspeicher.</p>



<p>Für die Raumfahrtkoordinatorin der Bundesregierung ist GRACE-C „ein Schlüsselprojekt“. Anna Christmann sagte: „Wir brauchen Langzeitstudien, um das Klima zu verstehen. Die Datensammlung zum globalen Wasserhaushalt der Erde, die durch die GRACE-Satelliten seit über 20 Jahren erzeugt wird, ist daher von enormer Bedeutung. GRACE-C ist deshalb auch ein wichtiges Schlüsselprojekt der neuen Raumfahrtstrategie der Bundesregierung, da es in den Handlungsfeldern Klimaschutz und internationale Zusammenarbeit große Beiträge zur Umsetzung der Ziele leistet. Die Mission ist ein absolutes Leuchtturmprojekt.“</p>



<p>Auch Susanne Buiter, wissenschaftliche Vorständin des GFZ, betonte die Bedeutung der langen Zeitreihen: Ziel sei es, mit dem Start von GRACE-C voraussichtlich im Jahr 2028 dann eine Klimaperiode von insgesamt 30 Jahren erfassen zu können. Sie lenkte den Blick noch einmal auf das revolutionäre Messprinzip und dessen Geschichte, die auch mit dem ersten Satelliten des GFZ verbunden sei. GFZ-1 war 1995 von der russischen Raumstation „Mir“ aus ins All gebracht worden und kreiste fünf Jahre lang so tief um die Erde, dass die Auswirkungen des Schwerefelds deutlich messbar seine Bahn beeinflussten. „Dass wir aus Schwerefelddaten einmal die Folgen der Erderwärmung und insbesondere Veränderungen im globalen Wasserkreislauf wie Dürren, Grundwasservariationen oder Eismassenverluste so genau würden bestimmen können, war damals kaum zu glauben. Und heute blicken wir auf mehr als zwei Jahrzehnte mit monatlichen Schwerefeldkarten zurück“, sagte Susanne Buiter.</p>



<p>Dr. Jens Brandenburg, Parlamentarischer Staatssekretär im BMBF, hob bei der gemeinsamen Pressekonferenz hervor, dass die Forschung weltweit von den gewonnenen Daten profitiere: „GRACE und GRACE-FO gehören zu den am häufigsten zitierten Missionen in den Berichten des Weltklimarates IPCC. Tausende von wissenschaftlichen Publikationen basieren auf den Daten der beiden Satelliten-Duos. Dies unterstreicht die herausragende internationale Vernetzung der deutschen Erdsystemforschung und die hohe Bedeutung der GRACE-Missionen. So können durch den Klimawandel bedingte Veränderungen dokumentiert und mit mehrjährigem Vorlauf Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung geplant werden.“</p>



<p>Dr. Walther Pelzer, Vorstand der Deutschen Raumfahrtagentur im DLR, lenkte den Blick auf die deutsch-amerikanische Kooperation. Die Partnerschaft zwischen dem Jet Propulsion Laboratory der NASA und den deutschen Partnern „ist ein Zeichen für die Qualität der Raumfahrtindustrie und -wissenschaft in Deutschland“, so Pelzer.</p>



<p><strong>Hintergrund zu GRACE-C</strong><br>Der deutsche Beitrag wird mit Mitteln des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) und des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) unter Beteiligung des Deutschen GeoForschungsZentrums (GFZ) in Potsdam und des Max-Planck-Instituts für Gravitationsphysik (Albert-Einstein-Institut) in Hannover umgesetzt. Gebaut werden die beiden Satelliten im Auftrag des NASA Jet Propulsion Laboratory (JPL) bei Airbus in Friedrichshafen.</p>



<p>Herzstück der GRACE-C-Mission ist dabei die präzise Messung von winzigen Abstandsabweichungen zwischen den beiden Satelliten auf ihrem Weg um unsere Erde. Bei GRACE-C wird diese Entfernung mittels Laser-Interferometrie bestimmt. Wichtige Teile des Instruments kommen dabei von der SpaceTech GmbH in Immenstaad (STI), unterstützt vom Albert-Einstein-Institut in Hannover im Auftrag der Deutschen Raumfahrtagentur im DLR.</p>



<p>Das GeoForschungsZentrum (GFZ) in Potsdam wird für den Aufbau und die Durchführung der wissenschaftlichen Auswertungen im sogenannten Science Data System (SDS) auf deutscher Seite zuständig sein. In der Betriebsphase nach dem Start der beiden Satelliten wird das GFZ für den operationellen Betrieb, also die permanente Überwachung und Steuerung der Instrumente und der Satelliten von GRACE-C, verantwortlich sein. Wie bereits bei GRACE und GRACE-FO werden auch die beiden GRACE-C Satelliten, im Auftrag des GFZ, nach dem Start durch das Deutsche Raumfahrtkontrollzentrum im DLR (GSOC) in Oberpfaffenhofen gesteuert.</p>



<p><strong>Weitere Informationen zu den GRACE-Satellitenmissionen stellen wir Ihnen über unser neues Informationsportal bereit: </strong><br><a href="https://www.globalwaterstorage.info/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">www.globalwaterstorage.info</a></p>



<p>Insbesondere werden hier die relevanten Informationen zur globalen Wasserverfügbarkeit gebündelt, deren Grundlage die Daten der GFZ/NASA-Satellitenmissionen GRACE und GRACE-FO sind.<br>In anschaulich dargestellten Artikeln und Blogbeiträgen beschreiben die Wissenschaftler:innen viel Wissenswertes rund um das einzigartige Messprinzip, und stellen wichtige Forschungsergebnisse über ausgewählte Karten, Grafiken oder Animationen dar.</p>



<p><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=20186.msg562831#msg562831" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">GRACE-C</a></li>
</ul>
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			</item>
		<item>
		<title>DLR: GRACE-C – deutsch-amerikanische Umweltmission geht in die Verlängerung</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/dlr-grace-c-deutsch-amerikanische-umweltmission-geht-in-die-verlaengerung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 19 Mar 2024 18:58:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Neues Satellitenpaar soll mit Messungen der Masseveränderungen die Folgen des Klimawandels aufspüren. Eine Pressemitteilung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR). Quelle: DLR 19. März 2024. 19. März 2024 &#8211; Der Mittelmeerraum Europas trocknet seit Jahren aus. In einigen Regionen Spaniens – wie in der Metropole Barcelona – herrscht Alarmzustand, weil der Grundwasserspiegel teilweise [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Neues Satellitenpaar soll mit Messungen der Masseveränderungen die Folgen des Klimawandels aufspüren. Eine Pressemitteilung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR).</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Quelle: DLR 19. März 2024.</p>



<p>19. März 2024 &#8211; Der Mittelmeerraum Europas trocknet seit Jahren aus. In einigen Regionen Spaniens – wie in der Metropole Barcelona – herrscht Alarmzustand, weil der Grundwasserspiegel teilweise um drei Meter pro Jahr fällt. Und auch auf dem gesamten Kontinent ist er seit dem Rekord-Dürrejahr 2018 konstant niedrig, auch wenn Extremwetterereignisse mit Überschwemmungen in jüngster Zeit einen anderen Eindruck vermitteln. So hat Deutschland innerhalb der vergangenen 20 Jahre mehr als 15 Milliarden Tonnen Wasser verloren. Um solche Daten zu gewinnen und mit ihnen ein genaues Bild von den Grundwasserspiegeln wie auch des globalen Wasserhaushalts zu bekommen, muss man aus dem All unter die Erdoberfläche „schauen“. Hierbei helfen gemeinsam mit anderen Messmethoden seit über zwei Jahrzehnten die Daten eines ganz besonderen Satellitenpärchens: Am 17. März 2002 starteten mit „Tom“ und „Jerry“ die ersten beiden Satelliten im „Gravity Recovery and Climate Experiment“ – kurz GRACE-Mission – der US-amerikanischen Weltraumbehörde NASA und des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR).</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/DasGRACEPrinzipDLRCCBYNCND30.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Das GRACE-Prinzip Die Idee hinter dem GRACE-Prinzip ist eigentlich ganz einfach: Im übertragenen Sinne wiegen wir mit GRACE, wie Eisschilde und auch die Kontinente von Monat zu Monat ab- oder zunehmen. Dafür erfasst das Satellitenpärchen die Massen alleine anhand ihrer Schwerkraftwirkung. Dafür fliegen die beiden Satelliten jeweils in einem mittleren Abstand von nur rund 220 Kilometern hintereinander her. Je stärker diese Gewichtskraft ist, desto mehr wird der voranfliegende Satellit beim Überflug von ihr angezogen. Dadurch beschleunigt er und entfernt sich vom anderen Satelliten. Je schwächer diese Kraft ist, desto weniger wird der voranfliegende Satellit beschleunigt. So nähert er sich wieder dem hinteren an. Relative Distanz und Geschwindigkeit der beiden werden dabei mithilfe der Laser ständig ganz exakt gemessen. Dabei wird eine Genauigkeit von 200 bis 300 Picometern erreicht, was in etwa der Größe eines Atoms entspricht. (Bild: DLR (CC BY-NC-ND 3.0))" data-rl_caption="" title="Das GRACE-Prinzip Die Idee hinter dem GRACE-Prinzip ist eigentlich ganz einfach: Im übertragenen Sinne wiegen wir mit GRACE, wie Eisschilde und auch die Kontinente von Monat zu Monat ab- oder zunehmen. Dafür erfasst das Satellitenpärchen die Massen alleine anhand ihrer Schwerkraftwirkung. Dafür fliegen die beiden Satelliten jeweils in einem mittleren Abstand von nur rund 220 Kilometern hintereinander her. Je stärker diese Gewichtskraft ist, desto mehr wird der voranfliegende Satellit beim Überflug von ihr angezogen. Dadurch beschleunigt er und entfernt sich vom anderen Satelliten. Je schwächer diese Kraft ist, desto weniger wird der voranfliegende Satellit beschleunigt. So nähert er sich wieder dem hinteren an. Relative Distanz und Geschwindigkeit der beiden werden dabei mithilfe der Laser ständig ganz exakt gemessen. Dabei wird eine Genauigkeit von 200 bis 300 Picometern erreicht, was in etwa der Größe eines Atoms entspricht. (Bild: DLR (CC BY-NC-ND 3.0))" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="600" height="355" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/DasGRACEPrinzipDLRCCBYNCND3060.jpg" alt="Das GRACE-Prinzip Die Idee hinter dem GRACE-Prinzip ist eigentlich ganz einfach: Im übertragenen Sinne wiegen wir mit GRACE, wie Eisschilde und auch die Kontinente von Monat zu Monat ab- oder zunehmen. Dafür erfasst das Satellitenpärchen die Massen alleine anhand ihrer Schwerkraftwirkung. Dafür fliegen die beiden Satelliten jeweils in einem mittleren Abstand von nur rund 220 Kilometern hintereinander her. Je stärker diese Gewichtskraft ist, desto mehr wird der voranfliegende Satellit beim Überflug von ihr angezogen. Dadurch beschleunigt er und entfernt sich vom anderen Satelliten. Je schwächer diese Kraft ist, desto weniger wird der voranfliegende Satellit beschleunigt. So nähert er sich wieder dem hinteren an. Relative Distanz und Geschwindigkeit der beiden werden dabei mithilfe der Laser ständig ganz exakt gemessen. Dabei wird eine Genauigkeit von 200 bis 300 Picometern erreicht, was in etwa der Größe eines Atoms entspricht. (Bild: DLR (CC BY-NC-ND 3.0))" class="wp-image-137622" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/DasGRACEPrinzipDLRCCBYNCND3060.jpg 600w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/DasGRACEPrinzipDLRCCBYNCND3060-300x178.jpg 300w" sizes="(max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Das GRACE-Prinzip. Die Idee hinter dem GRACE-Prinzip ist eigentlich ganz einfach: Im übertragenen Sinne wiegen wir mit GRACE, wie Eisschilde und auch die Kontinente von Monat zu Monat ab- oder zunehmen. Dafür erfasst das Satellitenpärchen die Massen alleine anhand ihrer Schwerkraftwirkung. Dafür fliegen die beiden Satelliten jeweils in einem mittleren Abstand von nur rund 220 Kilometern hintereinander her. Je stärker diese Gewichtskraft ist, desto mehr wird der voranfliegende Satellit beim Überflug von ihr angezogen. Dadurch beschleunigt er und entfernt sich vom anderen Satelliten. Je schwächer diese Kraft ist, desto weniger wird der voranfliegende Satellit beschleunigt. So nähert er sich wieder dem hinteren an. Relative Distanz und Geschwindigkeit der beiden werden dabei mithilfe der Laser ständig ganz exakt gemessen. Dabei wird eine Genauigkeit von 200 bis 300 Picometern erreicht, was in etwa der Größe eines Atoms entspricht. (Bild: DLR (CC BY-NC-ND 3.0))</figcaption></figure>



<p>22 Jahre später haben die Deutsche Raumfahrtagentur im DLR und die NASA mit GRACE-C diese sehr erfolgreiche Mission nach GRACE Follow-On (GRACE-FO) zum zweiten Mal verlängert. Das „C“ steht dabei für „Continuity“, womit die Konstanz in den Messreihen dieser Umweltmissionen gewürdigt wird. Von deutscher Seite als wissenschaftliche Beteiligte dabei sind das GeoForschungsZentrum (GFZ) in Potsdam und das Max-Planck-Institut für Gravitationsphysik (Albert-Einstein-Institut; AEI) in Hannover. Gebaut werden die Satelliten bei Airbus in Friedrichshafen. Wichtige Teile des Instruments kommen dabei von der SpaceTech GmbH in Immenstaad (STI). Der Start für das neue Satellitenpaar von GRACE-C ist für das Jahr 2028 mit einer Falcon-9-Rakete des US-Raumfahrtunternehmens SpaceX vorgesehen. Im Anschluss soll das Deutsche Raumfahrtkontrollzentrum (GSOC) beim DLR in Oberpfaffenhofen die Missionskontrolle übernehmen.</p>



<p>„Ohne Wasser kein Leben. Das macht Wasser gemeinsam mit sauberer Luft zur wichtigsten Ressource, die wir auf der Erde haben. Doch die Grundwasserspiegel auf der ganzen Welt verändern sich stetig. Hierbei geht es nicht um Kleinigkeiten. Mit den GRACE-Satelliten erfassen wir seit mehr als 20 Jahren jede Veränderung dieser Massentransporte global so präzise, dass Forschende zum Beispiel den Wasserhaushalt der Erde mit zuvor unerreichter Genauigkeit und Konstanz messen konnten. Die Mission GRACE-C wird diese unschätzbar wertvolle Datensammlung fortsetzen, die zu den Grundlagen für die Berichte des Weltklimarates gehört“, betont Dr. Walther Pelzer, Vorstandsmitglied des DLR und Generaldirektor der Deutschen Raumfahrtagentur im DLR in Bonn. „Gemeinsam mit der NASA gehen wir nun den GRACE-Weg in der Erdbeobachtung weiter und stärken damit unsere internationalen Kooperationen in der Raumfahrt. Die USA und Deutschland arbeiten seit langem eng bei der Klima- und Umweltforschung aus dem All zusammen. Das Vertrauen, das unsere US-amerikanischen Partner bei diesen Missionen mit der Beauftragung des Satellitenbaus und der Lieferung von wichtigen Teilen des GRACE-C-Instrumentes sowie der Missionskontrolle in deutsches Raumfahrt-Know-How setzen, ist auch ein Zeichen für die Leistungsfähigkeit des Raumfahrtstandorts Deutschland“, unterstreicht Dr. Walther Pelzer.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/EisverlustinGroenlandNASA.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="Eisverlust in Grönland. Seit 20 Jahren beobachten die GRACE- und die Nachfolgemission GRACE-FO der NASA und des DLR die Veränderungen im Schwerefeld der Erde. Mit diesen Daten haben die Wissenschaftler der Dachorganisation dänischer Arktisforschungsinstitute herausgefunden, dass die grönländische Eisdecke rund 4,7 Billionen Tonnen Eis verloren und so rund 1,2 Zentimeter zum weltweiten Meeresspiegelanstieg beigetragen hat. Das Eis schmelze deutlich schneller als erwartet. Seit Beginn der Messungen im April 2002 habe der grönländische Eisschild 4.700 Kubikkilometer Schmelzwasser verloren. Damit ließe sich die gesamte Fläche der USA einen halben Meter unter Wasser setzen. Der durchschnittliche Jahresverlust liegt bei 277 Gigatonnen. (Schwarz -5 Meter, Dunkelrot -4 Meter, Rot -3 Meter, Orange -2 Meter, Gelb -1 Meter Verlust relativ zum Wasseräquivalent 2002). Auch diese Messungen werden die GRACE-C-Satelliten voraussichtlich ab dem Jahr 2028 fortsetzen. (Bild: NASA)" data-rl_caption="" title="Eisverlust in Grönland. Seit 20 Jahren beobachten die GRACE- und die Nachfolgemission GRACE-FO der NASA und des DLR die Veränderungen im Schwerefeld der Erde. Mit diesen Daten haben die Wissenschaftler der Dachorganisation dänischer Arktisforschungsinstitute herausgefunden, dass die grönländische Eisdecke rund 4,7 Billionen Tonnen Eis verloren und so rund 1,2 Zentimeter zum weltweiten Meeresspiegelanstieg beigetragen hat. Das Eis schmelze deutlich schneller als erwartet. Seit Beginn der Messungen im April 2002 habe der grönländische Eisschild 4.700 Kubikkilometer Schmelzwasser verloren. Damit ließe sich die gesamte Fläche der USA einen halben Meter unter Wasser setzen. Der durchschnittliche Jahresverlust liegt bei 277 Gigatonnen. (Schwarz -5 Meter, Dunkelrot -4 Meter, Rot -3 Meter, Orange -2 Meter, Gelb -1 Meter Verlust relativ zum Wasseräquivalent 2002). Auch diese Messungen werden die GRACE-C-Satelliten voraussichtlich ab dem Jahr 2028 fortsetzen. (Bild: NASA)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="260" height="200" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/EisverlustinGroenlandNASA26.jpg" alt="Eisverlust in Grönland Seit 20 Jahren beobachten die GRACE- und die Nachfolgemission GRACE-FO der NASA und des DLR die Veränderungen im Schwerefeld der Erde. Mit diesen Daten haben die Wissenschaftler der Dachorganisation dänischer Arktisforschungsinstitute herausgefunden, dass die grönländische Eisdecke rund 4,7 Billionen Tonnen Eis verloren und so rund 1,2 Zentimeter zum weltweiten Meeresspiegelanstieg beigetragen hat. Das Eis schmelze deutlich schneller als erwartet. Seit Beginn der Messungen im April 2002 habe der grönländische Eisschild 4.700 Kubikkilometer Schmelzwasser verloren. Damit ließe sich die gesamte Fläche der USA einen halben Meter unter Wasser setzen. Der durchschnittliche Jahresverlust liegt bei 277 Gigatonnen. (Schwarz -5 Meter, Dunkelrot -4 Meter, Rot -3 Meter, Orange -2 Meter, Gelb -1 Meter Verlust relativ zum Wasseräquivalent 2002). Auch diese Messungen werden die GRACE-C-Satelliten voraussichtlich ab dem Jahr 2028 fortsetzen. (Bild: NASA)" class="wp-image-137624"/></a><figcaption class="wp-element-caption">Eisverlust in Grönland. Seit 20 Jahren beobachten die GRACE- und die Nachfolgemission GRACE-FO der NASA und des DLR die Veränderungen im Schwerefeld der Erde. Mit diesen Daten haben die Wissenschaftler der Dachorganisation dänischer Arktisforschungsinstitute herausgefunden, dass die grönländische Eisdecke rund 4,7 Billionen Tonnen Eis verloren und so rund 1,2 Zentimeter zum weltweiten Meeresspiegelanstieg beigetragen hat. Das Eis schmelze deutlich schneller als erwartet. Seit Beginn der Messungen im April 2002 habe der grönländische Eisschild 4.700 Kubikkilometer Schmelzwasser verloren. Damit ließe sich die gesamte Fläche der USA einen halben Meter unter Wasser setzen. Der durchschnittliche Jahresverlust liegt bei 277 Gigatonnen. (Schwarz -5 Meter, Dunkelrot -4 Meter, Rot -3 Meter, Orange -2 Meter, Gelb -1 Meter Verlust relativ zum Wasseräquivalent 2002). Auch diese Messungen werden die GRACE-C-Satelliten voraussichtlich ab dem Jahr 2028 fortsetzen. (Bild: NASA)</figcaption></figure>



<p>„GRACE-C ist ein internationales Gemeinschaftsprojekt zur Beobachtung und Erforschung einer der wertvollsten Ressourcen unseres Planeten“, sagt Dr. Nicola Fox, Stellvertretende NASA-Administratorin zuständig für Wissenschaft in Washington. „Von unseren Küsten bis zu unseren Küchentischen gibt es keinen Aspekt unseres Planeten, der nicht von Veränderungen im Wasserkreislauf betroffen ist. Die Partnerschaft zwischen der NASA und dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt wird eine entscheidende Rolle bei der Vorbereitung auf die Herausforderungen von heute und morgen spielen“, so Nicola Fox weiter.</p>



<p><strong>GRACE-C – NASA verlässt sich auf deutsche Raumfahrtexpertise</strong><br>Gebaut werden die beiden Satelliten im Auftrag des NASA Jet Propulsion Laboratory (JPL) bei Airbus in Friedrichshafen. Herzstück der GRACE-C-Mission ist dabei die präzise Messung von winzigen Abstandsabweichungen zwischen den beiden Satelliten auf ihrem Weg um unsere Erde. Bei GRACE-C wird diese Entfernung mittels Laser-Interferometrie bestimmt. Ein wichtiger Teil dieses Laser Ranging Interferometer (LRI)-Systems – die sogenannte optische Bank und der Retroreflektor – kommt dabei von der Firma SpaceTech GmbH in Immenstaad am Bodensee. Deren Ingenieurinnen und Ingenieure werden dabei vom Max-Planck-Institut für Gravitationsphysik (Albert-Einstein-Institut; AEI) in Hannover unterstützt. Das AEI berät technisch und bezahlt die Beschaffung von LRI-Komponenten sowie von Test-Equipment, die wiederum von STI beauftragt werden. Das AEI überwacht auch die technischen Funktionen des LRI in der Betriebsphase.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/DasGewichtvonWasserNASAJPLCaltech.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="Das Gewicht von Wasser Die Beobachtungen von GRACE unterscheiden sich so sehr von anderen Arten von Hydrologiedaten, dass die Forscher innovative Techniken entwickeln mussten, bevor sie den neuen Datensatz verwenden und ihn mit anderen Beobachtungen und Modellen kombinieren konnten. Innerhalb von ein oder zwei Jahren nach dem Start lieferte der GRACE-Datensatz jedoch neue Erkenntnisse darüber, wie sich der Wasserkreislauf verändert, insbesondere an Orten, die von der Oberfläche aus kaum zu überwachen sind. Auch heute noch entwickeln Forscher weiterhin neue Techniken zur Verarbeitung und Analyse der Daten, um Informationen zu erhalten, die nicht von anderen Sensoren gemessen werden. Die Karte zeigt, wo das Schwerefeld der Erde vom berechneten Modell abweicht. Rote und gelbe Farben zeigen die Bereiche an, an denen es größer ist, dunkelblaue Farben kennzeichnen die Bereiche, bei denen es geringer ist als in der Simulation. Auch diese Messungen werden die GRACE-C-Satelliten voraussichtlich ab dem Jahr 2028 fortsetzen. (Bild: NASA/JPL-Caltech)" data-rl_caption="" title="Das Gewicht von Wasser Die Beobachtungen von GRACE unterscheiden sich so sehr von anderen Arten von Hydrologiedaten, dass die Forscher innovative Techniken entwickeln mussten, bevor sie den neuen Datensatz verwenden und ihn mit anderen Beobachtungen und Modellen kombinieren konnten. Innerhalb von ein oder zwei Jahren nach dem Start lieferte der GRACE-Datensatz jedoch neue Erkenntnisse darüber, wie sich der Wasserkreislauf verändert, insbesondere an Orten, die von der Oberfläche aus kaum zu überwachen sind. Auch heute noch entwickeln Forscher weiterhin neue Techniken zur Verarbeitung und Analyse der Daten, um Informationen zu erhalten, die nicht von anderen Sensoren gemessen werden. Die Karte zeigt, wo das Schwerefeld der Erde vom berechneten Modell abweicht. Rote und gelbe Farben zeigen die Bereiche an, an denen es größer ist, dunkelblaue Farben kennzeichnen die Bereiche, bei denen es geringer ist als in der Simulation. Auch diese Messungen werden die GRACE-C-Satelliten voraussichtlich ab dem Jahr 2028 fortsetzen. (Bild: NASA/JPL-Caltech)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="260" height="200" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/DasGewichtvonWasserNASAJPLCaltech26.jpg" alt="Das Gewicht von Wasser Die Beobachtungen von GRACE unterscheiden sich so sehr von anderen Arten von Hydrologiedaten, dass die Forscher innovative Techniken entwickeln mussten, bevor sie den neuen Datensatz verwenden und ihn mit anderen Beobachtungen und Modellen kombinieren konnten. Innerhalb von ein oder zwei Jahren nach dem Start lieferte der GRACE-Datensatz jedoch neue Erkenntnisse darüber, wie sich der Wasserkreislauf verändert, insbesondere an Orten, die von der Oberfläche aus kaum zu überwachen sind. Auch heute noch entwickeln Forscher weiterhin neue Techniken zur Verarbeitung und Analyse der Daten, um Informationen zu erhalten, die nicht von anderen Sensoren gemessen werden. Die Karte zeigt, wo das Schwerefeld der Erde vom berechneten Modell abweicht. Rote und gelbe Farben zeigen die Bereiche an, an denen es größer ist, dunkelblaue Farben kennzeichnen die Bereiche, bei denen es geringer ist als in der Simulation. Auch diese Messungen werden die GRACE-C-Satelliten voraussichtlich ab dem Jahr 2028 fortsetzen. (Bild: NASA/JPL-Caltech)" class="wp-image-137620"/></a><figcaption class="wp-element-caption">Das Gewicht von Wasser. Die Beobachtungen von GRACE unterscheiden sich so sehr von anderen Arten von Hydrologiedaten, dass die Forscher innovative Techniken entwickeln mussten, bevor sie den neuen Datensatz verwenden und ihn mit anderen Beobachtungen und Modellen kombinieren konnten. Innerhalb von ein oder zwei Jahren nach dem Start lieferte der GRACE-Datensatz jedoch neue Erkenntnisse darüber, wie sich der Wasserkreislauf verändert, insbesondere an Orten, die von der Oberfläche aus kaum zu überwachen sind. Auch heute noch entwickeln Forscher weiterhin neue Techniken zur Verarbeitung und Analyse der Daten, um Informationen zu erhalten, die nicht von anderen Sensoren gemessen werden. Die Karte zeigt, wo das Schwerefeld der Erde vom berechneten Modell abweicht. Rote und gelbe Farben zeigen die Bereiche an, an denen es größer ist, dunkelblaue Farben kennzeichnen die Bereiche, bei denen es geringer ist als in der Simulation. Auch diese Messungen werden die GRACE-C-Satelliten voraussichtlich ab dem Jahr 2028 fortsetzen. (Bild: NASA/JPL-Caltech)</figcaption></figure>



<p><strong>GRACE-C – Wassermassen und Kontinente werden aus dem All gewogen</strong><br>Doch wie messen die Satelliten mit diesem besonderem Lasersystem eigentlich die Verschiebung der Massen? Die Idee hinter dem GRACE-Prinzip ist eigentlich ganz einfach: Das Satellitenpärchen erfasst die Massen alleine anhand ihrer Schwerkraftwirkung. Dafür fliegen die beiden Satelliten jeweils in einem mittleren Abstand von nur rund 220 Kilometern hintereinander her. Relative Distanzabweichungen und Geschwindigkeit der beiden werden dabei mithilfe der Laser ständig ganz exakt gemessen. Dabei wird eine Genauigkeit von 200 bis 300 Picometern erreicht, was in etwa der Größe eines Atoms entspricht.</p>



<p>„Gestein und Wasser – egal ob in fester oder flüssiger Form – beeinflussen dabei mit ihren Massen die Flugbahn der Satelliten im All. Je stärker diese Gewichtskraft ist, desto mehr wird der voranfliegende Satellit beim Überflug von ihr angezogen. Dadurch beschleunigt er und entfernt sich vom anderen Satelliten. Je schwächer diese Kraft ist, desto weniger wird der voranfliegende Satellit beschleunigt. So nähert er sich wieder dem hinteren an. Diese minimale Veränderung im gegenseitigen Abstand wird kontinuierlich über jeden Umlauf um die Erde gemessen. Im übertragenen Sinne wiegen wir mit GRACE, wie Eisschilde und auch die Kontinente von Monat zu Monat ab- oder zunehmen“, erklärt Dr. Sebastian Fischer, GRACE-C-Programmleiter in der Deutschen Raumfahrtagentur im DLR. Doch das Wiegen geschieht nicht nur im All. Erst anhand von komplizierten Rechenverfahren am Boden werden die minimalen Bewegungen der Satelliten im Erdorbit in Schwerefeldwerte übersetzt und mit anderen Daten kombiniert. Dies ermöglicht unter anderem die Messung von Änderungen im Grundwasserspiegel mit einer Genauigkeit von einem Zentimeter auf 400 Kilometer Durchmesser – und das alle 30 Tage für die gesamte Erde. Hierbei spielt das GeoForschungsZentrum (GFZ) in Potsdam eine wichtige Rolle: Es wird für den Aufbau des sogenannten Science Data Systems (SDS) auf deutscher Seite zuständig sein. In der Betriebsphase ist das GFZ dann für den wissenschaftlichen Betrieb von GRACE-C zuständig.</p>



<p><strong>GRACE-C – deutsch-amerikanische Mission unter DLR-Kontrolle</strong><br>Nach dem Start der beiden GRACE-C-Satelliten an Bord einer Falcon-9-Rakete des US-Raumfahrtunternehmens SpaceX voraussichtlich im Jahr 2028 werden sie in rund 500 Kilometern Höhe ausgesetzt. Rund eine Minute später soll die erste Kontaktaufnahme mit einer Bodenstation stattfinden. Wie bereits bei GRACE und GRACE-FO werden auch die beiden GRACE-C Satelliten nach dem Start durch das Deutsche Raumfahrtkontrollzentrum im DLR (GOSC) in Oberpfaffenhofen gesteuert.</p>



<p><strong>GRACE – erfolgreiche Missionsreihe zur Beobachtung unserer Umwelt</strong><br>GRACE war eine gemeinsame Mission der US-Raumfahrtbehörde NASA und des DLR, die bis zum Jahr 2017 betrieben wurde und damit dreimal länger als ursprünglich geplant aktiv war. Die wissenschaftliche Datenauswertung erfolgte durch die University of Texas und durch das GeoForschungsZentrum Potsdam (GFZ). Der Betrieb oblag dem Deutschen Raumfahrtkontrollzentrum beim DLR in Oberpfaffenhofen und wurde vom DLR (aktuell der Deutschen Raumfahrtagentur im DLR) mit Mitteln des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) und dem GFZ finanziert. Das NASA JPL managte die Mission im Auftrag des NASA Science Mission Directorate in Washington. Die GRACE-„Zwillinge“ wurden von Airbus in Friedrichshafen im Auftrag der NASA gebaut. Dort entstanden, wiederum NASA-finanziert, auch die Nachfolger der Mission GRACE-FO, die seit ihrem Start am 22. Mai 2018 die Gravitationsmessungen fortsetzen. Auch die GRACE-C-Mission, die im Jahr 2028 starten soll, wird in Friedrichshafen gebaut. Der deutsche Beitrag wird von der Deutschen Raumfahrtagentur mit mit Mitteln des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) und Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) umgesetzt. Dies wird durch Beiträge der Helmholtz-Gemeinschaft (HGF) und der Max-Planck-Gesellschaft (MPG) auf deutscher Seite unterstützt. Das GeoForschungsZentrum Potsdam (GFZ) wird dabei für die wissenschaftliche Auswertung der Missionsdaten und das Max-Planck-Institut für Gravitationsphysik (Albert-Einstein-Institut) gemeinsam mit der Firma SpaceTech GmbH in Immenstaad für die Entwicklung und den Bau der laserbasierten Abstandsmessung zwischen dem GRACE-Satellitenpaar zuständig sein.</p>


<p><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=20186.msg560526#msg560526" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">GRACE-C </a></li>
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			</item>
		<item>
		<title>GRACE-C-Auftrag für zwei Satelliten geht an Airbus</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/grace-c-auftrag-fuer-zwei-satelliten-geht-an-airbus/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 19 Mar 2024 16:18:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Erde]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Airbus arbeitet weiter mit der NASA zusammen, um den Klimawandel vom Weltraum aus zu überwachen. Mission zur Messungen des Schwerefelds der Erde wird fortgesetzt. Eine Pressemitteilung von Airbus Defence and Space. Quelle: Airbus Defence and Space 19. März 2024. Friedrichshafen, 19. März 2024 – Airbus hat vom Jet Propulsion Laboratory JPL (Pasadena, Kalifornien) der NASA [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Airbus arbeitet weiter mit der NASA zusammen, um den Klimawandel vom Weltraum aus zu überwachen. Mission zur Messungen des Schwerefelds der Erde wird fortgesetzt. Eine Pressemitteilung von Airbus Defence and Space.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Quelle: Airbus Defence and Space 19. März 2024.</p>



<p>Friedrichshafen, 19. März 2024 – Airbus hat vom Jet Propulsion Laboratory JPL (Pasadena, Kalifornien) der NASA den Zuschlag für die Entwicklung und den Bau der GRACE-C-Zwillingssatelliten erhalten. Diese neue Mission der NASA und der Deutschen Raumfahrt-Agentur im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) wird die mehr als 20-jährige Partnerschaft zwischen den USA und Deutschland fortsetzen und damit die ununterbrochenen Messung des Schwerefelds der Erde gewährleisten. 2002 begann die Kooperation mit GRACE und wurde mit dem 2018 gestarteten GRACE Follow-On fortgeführt.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><img decoding="async" width="600" height="338" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/GRACECwirdGRACEuGRACEFOabloesenAirbus60.jpg" alt="GRACE-C Mission wird GRACE und GRACE-FO bei der Messung des Erdschwerefeldes ablösen. (Grafik: Airbus)" class="wp-image-137657" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/GRACECwirdGRACEuGRACEFOabloesenAirbus60.jpg 600w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/GRACECwirdGRACEuGRACEFOabloesenAirbus60-300x169.jpg 300w" sizes="(max-width: 600px) 100vw, 600px" /><figcaption class="wp-element-caption">GRACE-C Mission wird GRACE und GRACE-FO bei der Messung des Erdschwerefeldes ablösen. (Grafik: Airbus)</figcaption></figure>



<p>Während ihrer fünfjährigen nominellen Missionsdauer wird die GRACE-C-Mission (Gravity Recovery And Climate Experiment-Continuity) die Messreihe fortsetzen, mit der beobachtet wird, wie sich das Grundwasser, die Ozeane, die Eisschilde und das Land der Erde von Monat zu Monat verändern, indem Veränderungen im Schwerefeld des Planeten gemessen werden.</p>



<p>Alain Fauré, Leiter von Space Systems bei Airbus, sagte: &#8222;Es ist erstaunlich, dass zwei Satelliten, die mehr als 200 km voneinander entfernt sind, uns sagen können, wie schnell unsere Eisschilde schmelzen, ohne auf die Erde zu schauen. Bei der Umweltüberwachung ist Kontinuität ein Schlüsselelement. Die wertvollen Daten, die die bisherigen GRACE-Missionen geliefert haben, sind ein Beweis für ihren Erfolg, und es ist eine großartige Nachricht, dass Airbus weiterhin Teil dieser internationalen Mission ist, die die Instrumente zur Messung der Entwicklung unseres Klimas liefert.”</p>



<p>GRACE-C besteht aus zwei identischen Satelliten, die im Abstand von etwa 200 km auf einer Umlaufbahn in 500 km Höhe mit einer Neigung von 89 Grad fliegen. Jeder Satellit wird etwa 3 x 2 x 1 Meter groß sein und rund 600 kg wiegen. Der Start soll frühestens Ende 2028 von den USA aus erfolgen.</p>



<p>Wie ihre Vorgänger ist auch die GRACE-C-Mission darauf ausgelegt, kleine Abstandsänderungen zwischen den Satelliten aufgrund von Schwerkraftschwankungen mit einer bisher unerreichten Genauigkeit bis auf den Mikrometer genau zu messen. Während die beiden Satelliten die Erde umkreisen, werden Bereiche mit etwas stärkerer Schwerkraft (größere Massenkonzentration) die Position der Sonde und damit den Abstand zwischen den Satelliten beeinflussen. Das äußerst präzise Mikrowellen-Entfernungsmesssystem wird diese Veränderungen aufspüren und die Kartierung des Schwerefelds der Erde mit unübertroffener Genauigkeit ermöglichen.</p>



<p>Anhand der Veränderungen in diesen Schwerkraftkarten &#8211; oder der Verfolgung der Massenkonzentration &#8211; können die Wissenschaftler im Laufe der Monate oder Jahren den globalen Wasserhaushalt, einschließlich Grundwasserspiegel und Eisschilde, und den Einfluss des Klimawandels beurteilen. Außerdem wird es Einblicke in die Tiefen- und Oberflächenströmungen in den Ozeanen und in den Beitrag der Ozeanhöhen liefern.</p>



<p>GRACE-C ist ein Umbau der beiden GRACE Follow-On Satelliten mit modernster Avionik und dem gemeinsamen US-amerikanisch-deutschen Laser Ranging Interferometer (LRI), das bereits auf GRACE Follow-On als experimentelle Nutzlast geflogen ist und nun das Hauptinstrument für die Entfernungsmessung darstellt.</p>



<p>Die Mission basiert auf einer ressortübergreifenden Partnerschaft zwischen NASA und DLR. Die deutschen Beiträge werden durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz sowie das Bundesministerium für Bildung und Forschung finanziert. Die optische Bank des LRI-Instruments wird von der SpaceTech GmbH in enger Zusammenarbeit mit dem Max-Planck-Institut für Gravitationsforschung (Albert-Einstein-Institut) gebaut.</p>



<p>Airbus Defence and Space in Friedrichshafen wird die Satelliten entwerfen, bauen und zum Startplatz liefern, einschließlich der Unterstützung der NASA/JPL in der Start- und frühen Orbitphase (LEOP). Die Mission wird vom Deutschen Raumfahrtkontrollzentrum (GSOC) des DLR betrieben.</p>



<p><strong>GRACE-C &#8211; eine erfolgreiche Serie von Missionen zur Beobachtung der Erdumwelt geht weiter</strong><br>GRACE-C ist eine gemeinsame Mission der US-Raumfahrtbehörde NASA und der Deutschen Raumfahrt-Agentur im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR). Der deutsche Beitrag wird mit Mitteln des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) und des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) realisiert. Dies wird durch Beiträge anderer Projektpartner auf deutscher Seite unterstützt. Das GeoForschungsZentrum Potsdam (GFZ) wird für die wissenschaftliche Auswertung der Missionsdaten verantwortlich sein und das Max-Planck-Institut für Gravitationsphysik (Albert-Einstein-Institut) zusammen mit der Firma SpaceTech GmbH in Immenstaad für den Bau des Lasersystems zur Messung der Entfernung zwischen den GRACE-C-Sonden.</p>


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<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=20186.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">GRACE-C </a></li>
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		<item>
		<title>TU Wien: Katastrophen werden vorhersagbar – mit Weltraumdaten</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/tu-wien-katastrophen-werden-vorhersagbar-mit-weltraumdaten/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 05 Mar 2024 19:06:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Erde]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Viele Menschen werden unvorbereitet von Überflutungen oder Hangrutschungen getroffen. Ein ESA-Projekt mit Beteiligung der TU Wien macht den Wasserkreislauf nun berechenbar. Eine Presseaussendung der Technischen Universität Wien. Quelle: Technische Universität Wien 5. März 2024. 5. März 2024 &#8211; Der Klimawandel verändert den Wasserkreislauf – aber wie? Leider lässt sich das nicht in eine einfache, global [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Viele Menschen werden unvorbereitet von Überflutungen oder Hangrutschungen getroffen. Ein ESA-Projekt mit Beteiligung der TU Wien macht den Wasserkreislauf nun berechenbar. Eine Presseaussendung der Technischen Universität Wien.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Quelle: Technische Universität Wien 5. März 2024.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/INFOGRAPHIC1LandscapeDigitalTwinEarthHydrology.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Ein &quot;digitaler Zwilling&quot; der Erde erlaubt, treffsichere Vorhersagen zu errechnen. (Grafik: TU Wien)" data-rl_caption="" title="Ein &quot;digitaler Zwilling&quot; der Erde erlaubt, treffsichere Vorhersagen zu errechnen. (Grafik: TU Wien)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="260" height="200" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/INFOGRAPHIC1LandscapeDigitalTwinEarthHydrology26.jpg" alt="Ein &quot;digitaler Zwilling&quot; der Erde erlaubt, treffsichere Vorhersagen zu errechnen. (Grafik: TU Wien)" class="wp-image-137448"/></a><figcaption class="wp-element-caption">Ein &#8222;digitaler Zwilling&#8220; der Erde erlaubt, treffsichere Vorhersagen zu errechnen. (Grafik: TU Wien)</figcaption></figure>



<p>5. März 2024 &#8211; Der <a href="https://www.raumfahrer.net/tag/klimawandel/" data-wpel-link="internal">Klimawandel</a> verändert den <a href="https://www.raumfahrer.net/tag/wasserkreislauf/" data-type="link" data-id="https://www.raumfahrer.net/tag/wasserkreislauf/" data-wpel-link="internal">Wasserkreislauf</a> – aber wie? Leider lässt sich das nicht in eine einfache, global gültige Formel pressen. Der Wasserkreislauf ist ein komplexes System, regional können sich ganz unterschiedliche Veränderungen zeigen: In manchen Regionen wird es trockener, in anderen steigt die Regenmenge, Extremwetterereignisse ändern und verschieben sich.</p>



<p>Um dieses komplexe System besser vorhersagbar zu machen, entwickelte ein internationales Pilotprojekt, finanziert von der Europäischen Weltraumbehörde ESA und geleitet vom italienischen National Research Council, nun einen „digitalen Zwilling“ der Hydrosphäre: Der Wasserkreislauf und die relevanten mit ihm verbundenen Phänomene werden physikalisch korrekt am Computer nachgebildet. So lässt sich simulieren, wie eine ganz bestimmte Region auf hydrologische Veränderungen reagiert. Damit sollen nicht nur Katastrophen wie Überschwemmungen sondern auch schleichende Veränderungen im Wasserhaushalt, die z.B. durch höhere Temperaturen verursacht werden, räumlich detaillierter vorhergesagt werden als bisher.</p>



<p>Entscheidend dafür sind Satellitendaten. Ein Team der TU Wien sorgte dafür, dass speziell Radarsatellitendaten über den Wasserkreislauf nun in hervorragender räumlicher Auflösung zur Verfügung stehen – ein wesentliches Schlüsselelement für die Zuverlässigkeit des Vorhersagesystems.</p>



<p><strong>Ein „digitaler Zwilling“ der Erde</strong><br>Das Konzept des „digitalen Zwillings“ spielt in der Industrie schon lange eine wichtige Rolle: Ein kompliziertes System, zum Beispiel eine Produktionsanlage, wird physikalisch exakt am Computer nachgebildet. Man kann diesem System dann am Computer beliebige Bedingungen vorgeben, und es wird sich genauso verhalten wie auch in der Wirklichkeit. Ähnlich wie beim Flugsimulator, in dem man neuartige Flugmanöver am Computer ausprobieren kann, lässt sich so gefahrlos vorhersagen, was in einer speziellen Situation geschehen wird.</p>



<p>„Genau so ein digitaler Zwilling entsteht nun für das globale Wassersystem“, erklärt Dr. Mariette Vreugdenhil vom Department für Geodäsie und Geoinformation der TU Wien, die den Anteil der TU Wien an dem ESA Projekt geleitet hat. Wenn für große Gebiete, im Idealfall den ganzen Globus, räumlich hochaufgelöste Daten für die Validierung und laufende Verbesserung von Computersimulationen zur Verfügung stehen, dann lässt sich mit höherer Treffsicherheit sagen, welche Effekte sich unter bestimmten Bedingungen zeigen werden – bis hin zu Überflutungen oder Hangrutschungen an einem ganz bestimmten Ort.</p>



<p><strong>Auf die Auflösung kommt es an</strong><br>Von besonders großer Bedeutung sind dabei Daten über die Bodenfeuchte. Daran forscht man an der TU Wien schon seit Jahren: Man nutzt Messergebnisse von Radarsatelliten, die den Erdboden rund um die Uhr untersuchen. Daraus kann man wichtige Informationen über die Eigenschaften des Bodens herausrechnen und letztlich vorhersagen, ob der Boden in einer bestimmten Gegend angesichts kommender Regenfälle noch weiteres Wasser aufnehmen kann oder nicht.</p>



<p>Entscheidend dafür ist allerdings, dass man die räumlichen Gegebenheiten mit sehr hoher Auflösung kennt. „Hohe Auflösung heißt bei uns etwa: Ein Pixel pro Kilometer“, sagt Prof. Wolfgang Wagner, der Leiter des Forschungsbereichs Fernerkundung der TU Wien. „Man verwendet dafür heute oft künstliche Intelligenz. Die trainiert man mit unterschiedlichen Datensätzen und hofft dann, auf diese Weise die Auflösung zu verbessern. Das ergibt zwar schöne Bilder, aber ob die etwas mit der Wirklichkeit zu tun haben, ist oft eine andere Frage.“ Um die Interpretation der Satellitendaten auf ihre Richtigkeit hin besser überprüfen zu können, hat man sich an der TU Wien für eine andere Strategie entschieden: „Wir verfolgen einen rigorosen Ansatz. Unser Modell arbeitet mit physikalischen Formeln, von denen wir wissen, dass sie stimmen.“ Machine Learning kommt unterstützend zum Einsatz, etwa für die Kalibrierung der Parameter, aber die Berechnung der Daten lässt sich klar nachvollziehen und erklären. So kann man sicherstellen, dass die Berechnung eines hochauflösenden Datensatzes auf bekannten Naturgesetzen beruht und es nicht etwa zu einer AI-Halluzination ohne faktische Basis kommt, wie das bei künstlicher Intelligenz auch manchmal zu beobachten ist.</p>



<p><strong>Von der Po-Region in die ganze Welt</strong><br>Begonnen hat man damit, die Po-Ebene in Italien abzubilden – eine besonders komplexe Region, wie Projektleiter Luca Brocca erklärt: „Wir haben die Alpen, wir haben Schnee, der schwer zu simulieren ist, besonders in unregelmäßigem und komplexem Gelände wie den Bergen. Dann gibt es das Tal mit all den menschlichen Aktivitäten – Industrie, Bewässerung.“ Aufbauend darauf bildete man den gesamten Mittelmeerraum ab.</p>



<p>Das Modell soll letztendlich auf den ganzen Erdball ausgedehnt werden. Außerdem soll es noch weiter verbessert und verfeinert werden. Wünschenswert wäre am Ende eine multidimensionale Abbildung der Hydrosphäre, in der ausgewählte Prozesse mit einer räumlichen Auflösung in der Größenordnung von zehn Metern erfasst werden können. Das Ziel des Projekts ist ein Computermodell, das rechtzeitig auf Gefahren hinweisen kann und auch dazu dient, die Auswirkungen verschiedener menschlicher Eingriffe auf lokaler Ebene zu erklären, sodass man nachhaltige Entscheidungen treffen kann.</p>



<p>&#8222;Diese gemeinsamen Bemühungen von Wissenschaft, Raumfahrtbehörden und Entscheidungsträgern versprechen eine Zukunft, in der ein digitaler Zwilling der Erde für die Hydrologie unschätzbare Erkenntnisse für ein nachhaltiges Wassermanagement und die Widerstandsfähigkeit gegen Katastrophen liefern&#8220;, sagt Luca Brocca.</p>



<p><strong>Originalpublikation</strong><br>L. Brocca et al., A Digital Twin of the terresrial water cycle: a glimpse into the future through high-resolution Earth observations; Front Sci. 5. March 2024.<br><a href="https://www.frontiersin.org/journals/science/articles/10.3389/fsci.2023.1190191/full" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">https://www.frontiersin.org/journals/science/articles/10.3389/fsci.2023.1190191/full</a><br>pdf: <a href="https://public-pages-files-2025.frontiersin.org/journals/science/articles/10.3389/fsci.2023.1190191/pdf" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">https://www.frontiersin.org/journals/science/articles/10.3389/fsci.2023.1190191/pdf</a></p>




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		<title>HCU: Mit geodätischen Messformen Änderungen im Wasserkreislauf der Erde erforschen</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/hcu-mit-eodaetischen-messformen-aenderungen-im-wasserkreislauf-der-erde-erforschen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 01 Mar 2022 18:02:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Erde]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
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		<category><![CDATA[HCU]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Prof. Annette Eicker und Viviana Wöhnke erforschen mit neuen geodätischen Messformen Änderungen im Wasserkreislauf der Erde. Das Projekt ist Teil des Sonderforschungsbereichs „TerraQ“. Eine Pressemitteilung der HafenCity Universität Hamburg. Quelle: HafenCity Universität Hamburg. 1. März 2022 &#8211; Die langfristige Vision von „TerraQ“ ist die Entwicklung innovativer geodätischer Messkonzepte auf der Grundlage der Quantenphysik und der [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Prof. Annette Eicker und Viviana Wöhnke erforschen mit neuen geodätischen Messformen Änderungen im Wasserkreislauf der Erde. Das Projekt ist Teil des Sonderforschungsbereichs „TerraQ“. Eine Pressemitteilung der HafenCity Universität Hamburg.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Quelle: HafenCity Universität Hamburg.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/Terraqlogo15.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/Terraqlogo26.jpg" alt=""/></a><figcaption>Logo des Sonderforschungsbereichs „TerraQ“.</figcaption></figure></div>



<p>1. März 2022 &#8211; Die langfristige Vision von „TerraQ“ ist die Entwicklung innovativer geodätischer Messkonzepte auf der Grundlage der Quantenphysik und der allgemeinen Relativitätstheorie, die einzigartige Perspektiven für die Satellitengeodäsie und die gravimetrische Erdbeobachtung eröffnet.</p>



<p>„TerraQ“ zeichnet sich durch die interdisziplinäre Arbeit von Geodät:innen und Quantenphysiker:innen aus und vereint Fachwissen aus den Ingenieurwissenschaften mit physikalischer Grundlagenforschung. Die neu entwickelten Messverfahren werden die Beobachtung klimabedingter Änderungen der Wasserverteilung mit verbesserter räumlicher und zeitlicher Genauigkeit ermöglichen und damit einen wichtigen Beitrag zur Erforschung des Klimawandels leisten.</p>



<p><strong>Leibniz-Universität Hannover leitet Forschungsprojekt</strong><br>Der Sonderforschungsbereich wird an der Leibniz-Universität Hannover federführend geleitet. Beteiligt sind neben der HCU das Deutsche GeoForschungszentrum (GFZ) Potsdam, das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), das Zentrum für angewandte Raumfahrttechnologie und Mikrogravitation (ZARM), die Physikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB) und die TU Graz.</p>



<p><strong>Was ist ein Sonderforschungsbereich?</strong><br>Die von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) finanzierten Sonderforschungsbereiche (SFB) sind langfristig angelegte Forschungsverbünde von Hochschulen, in denen Wissenschaftler:innen im Rahmen eines fächerübergreifenden Forschungsprogramms zusammenarbeiten.</p>



<p><strong>HCU-Teilprojekt im Rahmen des Sonderforschungsbereichs</strong><br>Das SFB-Teilprojekt „C05 – Modellierung von Massenvariationen mit hoher räumlicher und zeitlicher Auflösung“ ist eine Kooperation von HCU, Leibniz-Universität Hannover und GFZ Potsdam und wird an der HCU von Prof. Dr.-Ing. Annette Eicker (Geodäsie und Ausgleichungsrechnung) und Viviana Wöhnke betreut. Beobachtungen der zeitlichen Variationen des Erdschwerefeldes mittels Satellitengravimetrie, terrestrischer Gravimetrie und durch GNSS-Stationsbewegungen erlauben einen Einblick in die regionalen Variationen und Veränderungen von Wasserspeichern auf jeweils unterschiedlichen räumlichen und zeitlichen Skalen.</p>



<p>Ziel dieses Projekts ist die Entwicklung von Schwerefeldmodellen mit größtmöglicher räumlicher und zeitlicher Auflösung durch die Kombination der verschiedenen Beobachtungsverfahren. Aufgrund der unterschiedlichen räumlichen und zeitlichen Sensitivität der Messsysteme stellt eine solche Datenkombination eine der großen Herausforderungen der Geodäsie dar.</p>



<p><strong>Herausforderung: „Kombination von Satellitendaten und bodengestützten Messungen“</strong><br>Prof. Dr.-Ing. Annette Eicker: „Es ist eine spannende Erfahrung, die technische Entwicklung der Instrumente so hautnah mitzubekommen und deren Daten direkt in geowissenschaftlichen Anwendungen zu testen. Insbesondere die Kombination der Satellitendaten der Mission „GRACE“ mit den bodengestützten Messnetzen ganz neu entwickelter Quantengravimeter wird eine interessante Herausforderung unseres Projektes.“</p>



<p><strong>HCU-Doktorandin Viviana Wöhnke erforscht Teilprojekt in ihrer Promotion</strong><br>Viviana Wöhnke ist seit Herbst 2021 Doktorandin im Teilprojekt an der HCU. Durch ihre Arbeit als studentische Hilfskraft und die thematische Nähe ihrer Masterarbeit zum Projekt, hat sie von Anfang an viel Vorwissen in das Projekt einbringen können. In ihrer Promotion geht es um die Kombination von Satellitengravimetrie (GRACE), terrestrischer Gravimetrie und GNSS-Beobachtungen zur Bestimmung von regional hochaufgelösten Wasserspeicheränderungen.</p>



<p>Viviana Wöhnke: „Neben der Datenanalyse und Programmierung gefällt mir insbesondere auch die interdisziplinäre Zusammenarbeit mit Wissenschaftler:innen aus verschiedenen Forschungsbereichen wie der Hydrologie und Geophysik. Dadurch findet die Arbeit nicht nur am eigenen Schreibtisch statt, sondern es ergeben sich durch das breitgefächerte Forschungsprojekt viele weitere spannende Einblicke.“</p>
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		<title>Satellitendaten: Ausmaß der Dürresommer 2018 und 2019</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/satellitendaten-ausmass-der-duerresommer-2018-und-2019/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 10 Jul 2020 16:48:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Erde]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
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		<category><![CDATA[Wasserkreislauf]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Messungen der Satelliten-Mission GRACE-FO belegen einen Rückgang der Wasserspeicher in Mitteleuropa um bis zu 94 Prozent im Vergleich zu den mittleren (normalen) saisonalen Schwankungen. Eine Pressemitteilung des Helmholtz-Zentrum Potsdam &#8211; Deutsches GeoForschungsZentrum GFZ. Quelle: GFZ. Die im Mai 2018 gestarteten GRACE-FO-Satelliten (Gravity Recovery and Climate Experiment-Follow-On) sind in der Lage, das Defizit der in Mitteleuropa [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Messungen der Satelliten-Mission GRACE-FO belegen einen Rückgang der Wasserspeicher in Mitteleuropa um bis zu 94 Prozent im Vergleich zu den mittleren (normalen) saisonalen Schwankungen. Eine Pressemitteilung des Helmholtz-Zentrum Potsdam &#8211; Deutsches GeoForschungsZentrum GFZ.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Quelle: GFZ.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/csm10805FilmhausBerlinGFZ.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="GRACE-FO Mission vor dem Schwerefeld der Erde." data-rl_caption="" title="GRACE-FO Mission vor dem Schwerefeld der Erde." data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/csm10805FilmhausBerlinGFZ26.jpg" alt=""/></a><figcaption>Illustration der beiden Satelliten der GRACE-FO Mission vor dem Schwerefeld der Erde.<br>(Bild: Filmhaus Berlin / GFZ)</figcaption></figure></div>



<p>Die im Mai 2018 gestarteten GRACE-FO-Satelliten (Gravity Recovery and Climate Experiment-Follow-On) sind in der Lage, das Defizit der in Mitteleuropa gespeicherten Wassermassen während der Sommerdürren in 2018 und 2019 zu quantifizieren. Bezogen auf die langfristige mittlere Klimavariabilität betrugen die Wassermassendefizite 112 Gigatonnen im Jahr 2018 und sogar 145 Gigatonnen im Jahr 2019. Das berichtet ein Forschungsteam vom Deutschen GeoForschungsZentrum GFZ und der Universität Potsdam um Eva Börgens.</p>



<p>Die Defizite 2018 und 2019 liegen damit bei 73 Prozent und 94 Prozent der mittleren Schwankung der saisonalen Wasserspeicherung. Anders ausgedrückt: Man bräuchte, verglichen mit dem Durchschnittswert in etwa die doppelte Wasserzunahme über den Winter, um dieses Defizit auszugleichen. Die Veränderungen seien so gravierend, dass eine Erholung innerhalb eines Jahres nicht zu erwarten sei. Die Wasserknappheit in den Jahren 2018 und 2019 sei damit die größte in der gesamten GRACE- und GRACE-FO-Messkampagne von fast 20 Jahren. Die Ergebnisse wurden im Fachjournal Geophysical Research Letters veröffentlicht.</p>



<p>Das GRACE-FO-Satellitenpaar erfasst die Bewegung des Wassers auf der Erde auf der Grundlage von dadurch ausgelösten Variationen des Erdschwerefeldes. Diese Variationen lassen sich aus einer hochpräzisen Abstandsmessung mithilfe von Mikrowellensignalen ermitteln, die die beiden hintereinander fliegenden Satelliten aussenden. GRACE-FO ist das Nachfolgeprojekt von GRACE. Die beiden GRACE-Satelliten hatten ihre Mission 2017 nach 15 Jahren Betrieb beendet.</p>



<p>Insgesamt zeigen die Daten keinen Versatz zwischen den beiden Missionen, was die erfolgreiche Fortführung von GRACE durch GRACE-FO und damit die Zuverlässigkeit der Beobachtung der Extremereignisse in Mitteleuropa bestätigt. Dies erlaubt laut der Forschenden eine gemeinsame Bewertung der vier mitteleuropäischen Dürreperioden in den Jahren 2003, 2015, 2018 und 2019: Im Vergleich zu 2003 und 2015 waren 2018 und 2019 deutlich trockener. 2019 war der Wassermangel so groß, dass eine Erholung der Wasservorräte innerhalb eines Jahres nicht zu erwarten ist, zumal der Winter 2019/2020 nur eine sehr leichte Erholung brachte.</p>



<p>Um einen Vergleich zwischen GRACE und GRACE-FO Dürrebeobachtungen und anderen Teilen des Wasserhaushaltes, wie Bodenfeuchte oder Oberflächengewässer, ziehen zu können, wurden die Daten in Dürreindizes umgewandelt. Im Gegensatz zu anderen Datenquellen erlauben die Daten von GRACE-FO und GRACE die Erfassung der gesamten Wasserspeicherung in Seen, Flüssen, Böden und Grundwasser. Messungen an Oberflächengewässer wie dem Bodensee können hingegen stark von lokalen oder regionalen Einflüssen beeinflusst werden.</p>



<p>„Die Studie zeigt, wie wichtig die lange Zeitreihe der Beobachtungen der GRACE- beziehungsweise GRACE-FO-Mission ist, um aktuelle klimatische Ereignisse einordnen zu können“, sagt Studienleiterin Eva Börgens. „Ob die Dürrejahre 2015, 2018 und 2019 erste Anzeichen eines längerfristigen Wandels in Mitteleuropa sind oder nur statistische Ausreißer wird man erst in der Zukunft sagen können. Allerdings lassen erste Daten aus 2020 eine weiter andauernde Trockenheit erwarten.“</p>



<p><strong>Originalstudie</strong><br>Boergens, E., Güntner, A., Dobslaw, H., Dahle, C., 2020. Quantifying the Central European Droughts in 2018 and 2019 with GRACE-Follow-On. Geophysical Research Letters. <a href="https://agupubs.onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1029/2020GL087285" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">DOI: 10.1029/2020GL087285</a></p>



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<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=14572.msg483775#msg483775" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">2x GRACE-FO und 5x Iridium NEXT auf Falcon 9 ♺</a></li></ul>
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		<title>Lexikon: Satellitenmission Aqua</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/lexikon-satellitenmission-aqua/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thomas Geuking]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 01 Apr 2020 21:35:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Lexikon]]></category>
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		<category><![CDATA[NASA]]></category>
		<category><![CDATA[Vandenberg Air Force Base]]></category>
		<category><![CDATA[Wasserkreislauf]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Aqua-Erdbeobachtungsmission Autor: Star-Light, Quelle: NASA . Aqua, lateinisch für Wasser, ist eine geowissenschaftliche Satellitenmission der NASA, benannt nach der großen Menge an Informationen über den Wasserkreislauf der Erde, einschließlich Verdunstung aus den Ozeanen, Wasserdampf in der Atmosphäre, Wolken, Niederschlag, Bodenfeuchtigkeit, Meereis, Landeis und Schneebedeckung auf dem Land und Eis, die diese Mission sammeln wird. Weitere [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/lexikon-satellitenmission-aqua/" data-wpel-link="internal">Lexikon: Satellitenmission Aqua</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Aqua-Erdbeobachtungsmission</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Autor: Star-Light, Quelle: NASA .</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/04/Aqua_sea_ice_image.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/04/Aqua_sea_ice_imagek.jpg" alt=""/></a><figcaption>Satellit <em>Aqua</em><br>Quelle: NASA</figcaption></figure></div>



<p>Aqua, lateinisch für Wasser, ist eine geowissenschaftliche Satellitenmission der NASA, benannt nach der großen Menge an Informationen über den Wasserkreislauf der Erde, einschließlich Verdunstung aus den Ozeanen, Wasserdampf in der Atmosphäre, Wolken, Niederschlag, Bodenfeuchtigkeit, Meereis, Landeis und Schneebedeckung auf dem Land und Eis, die diese Mission sammeln wird. Weitere Variablen, die ebenfalls von Aqua gemessen werden, sind Strahlungsenergieflüsse, Aerosole, Vegetationsbedeckung auf dem Land, Phytoplankton und gelöste organische Substanz in den Ozeanen sowie Luft-, Land- und Wassertemperaturen. Die Aqua-Mission ist Teil des internationalen Erdbeobachtungssystems (EOS) der NASA.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/04/Aqua_line_drawing.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/04/Aqua_line_drawingk.jpg" alt=""/></a><figcaption>Instrumente von Aqua</figcaption></figure></div>



<p>Aqua wurde am 4. Mai 2002 gestartet und hat sechs Erdbeobachtungsinstrumente an Bord, die eine Vielzahl globaler Daten sammeln sollen. Aqua wurde ursprünglich für eine Einsatzdauer von sechs Jahren entwickelt, hat dieses  Ziel aber inzwischen weit übertroffen. Der Satellit überträgt weiterhin durchschnittlich 98 GByte Daten pro Tag von vier seiner sechs Instrumente, AIRS, AMSU, CERES und MODIS, und Daten reduzierter Qualität von einem fünften Instrument, AMSR-E. Das sechste Aqua-Instrument, HSB, sammelte etwa neun Monate lang Daten von hoher Qualität, fiel jedoch im Februar 2003 aus. Aqua war das erste Mitglied einer Gruppe von Satelliten, die als A-Train bezeichnet wird.</p>



<p>Hier eine schematische Darstellung des Satelliten mit seinen Instrumenten (Quelle NASA). Bei den sechs Instrumenten handelt es sich um den Atmospheric Infrared Sounder (AIRS), die Advanced Microwave Sounding Unit (AMSU-A), den Humidity Sounder for Brazil (HSB), das Advanced Microwave Scanning Radiometer for EOS (AMSR-E), das Moderate-Resolution Imaging Spectroradiometer (MODIS), und das Clouds and the Earth&#8217;s Radiant Energy System (CERES).</p>



<h5 class="wp-block-heading"><strong>Daten zu Aqua:</strong></h5>



<p><strong>Rakete</strong>: Zweistufiges Delta II 7920-10L<br><strong>Ort:</strong> SLC-2W, Western Range, Luftwaffenstützpunkt Vandenberg, Kalifornien<br><strong>Startdatum:</strong> 4. Mai 2002 um 2:55 Uhr PDT </p>



<p><strong>Gewicht (beim Start): </strong>2.934 kg (6.468 Pfund)<br><strong>elektrische</strong> <strong>Leistung:</strong> 4.860 Watt am Ende der Lebensdauer<br><strong>Größe (entfaltet):</strong> 4,8 m (15,8 ft) x 16,7 m (54,8 ft) x 8 m (26,4 ft)<br><strong>ursprünglich geplante Missionsdauer: </strong>6 Jahre</p>



<p>Mehr Informationen dazu finden Sie auf der <a href="https://aqua.nasa.gov/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Missionsseite</a> der NASA und in der <a href="https://science.nasa.gov/mission/aqua/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Übersicht</a> aller NASA Missionen.</p>
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		<item>
		<title>Wasserdampfüberschuss in der Marsatmosphäre</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/wasserdampfueberschuss-in-der-marsatmosphaere/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 05 Oct 2011 21:24:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[ExoMars]]></category>
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		<category><![CDATA[Mars Aktuell]]></category>
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		<category><![CDATA[Wasserdampf]]></category>
		<category><![CDATA[Wasserkreislauf]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=34472</guid>

					<description><![CDATA[<p>Eine Analyse der von der Raumsonde Mars Express gesammelten Daten hat ergeben, dass die obere Atmosphäre des Mars mit Wasserdampf übersättigt ist. Über diese für das Verständnis des dortigen Wasserkreislaufes wichtige Entdeckung wurde heute auf dem derzeit in Frankreich stattfindenden EPSC-DPS Joint Meeting 2011 berichtet. Ein Beitrag von Ralph-Mirko Richter. Quelle: EPSC-DPS 2011, ESA, Science. [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/wasserdampfueberschuss-in-der-marsatmosphaere/" data-wpel-link="internal">Wasserdampfüberschuss in der Marsatmosphäre</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Eine Analyse der von der Raumsonde Mars Express gesammelten Daten hat ergeben, dass die obere Atmosphäre des Mars mit Wasserdampf übersättigt ist. Über diese für das Verständnis des dortigen Wasserkreislaufes wichtige Entdeckung wurde heute auf dem derzeit in Frankreich stattfindenden EPSC-DPS Joint Meeting 2011 berichtet.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/verein-raumfahrer-net-e-v/ehemalige/" data-wpel-link="internal">Ralph-Mirko Richter.</a> Quelle: EPSC-DPS 2011, ESA, Science.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/05102011232438_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/05102011232438_small_1.jpg" alt="NASA, Hubble Heritage Team (STScI/AURA)" width="296" height="294"/></a><figcaption>
Diese Aufnahme des Hubble Space Teleskops vom 26. Juni 2001 zeigt den Mars in einer Entfernung von rund 43 Millionen Kilometern. Im Bereich der nördlichen Polarkappe und über Teilen der südlichen Hemisphäre sind teilweise dichte Wolken aus Wassereiskristallen in der Marsatmosphäre erkennbar. 
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(Bild: NASA, Hubble Heritage Team (STScI/AURA))
</figcaption></figure></div>



<p>Seitdem im Jahr 1963 erstmals Spuren von Wasserdampf in der Atmosphäre unseres äußeren Nachbarplaneten nachgewiesen werden konnten, war dessen nähere Untersuchung immer eines der Ziele der in den letzten Jahrzehnten zum Mars entsandten Forschungsmissionen. Dabei zeigte sich, dass der Wasserkreislauf des Mars von der im Wechsel erfolgenden Sublimation und Resublimation von Wassereis angetrieben wird, welches an den beiden Marspolen abgelagert ist. Allerdings waren die meisten der bisherigen Marssonden darauf ausgelegt, die Oberfläche unseres Nachbarplaneten zu erforschen. Die von der europäischen Weltraumagentur ESA betriebene Raumsonde <i>Mars Express</i> hat dagegen gleich drei Instrumente an Bord, welche sich zur Beobachtung der Marsatmosphäre eignen. Mit diesen Instrumenten &#8211; es handelt sich um die Spektrometer <a class="a" rel="noopener noreferrer follow" href="https://www.dlr.de/de/forschung-und-transfer/projekte-und-missionen/mars-express" target="_blank" data-wpel-link="external">OMEGA, SPICAM und PFS</a> &#8211; konnten bisher über einen Zeitraum von mehr als sieben Jahren Daten gesammelt werden. </p>



<p>SPICAM kann bei seinem Messungen die Absorptionslinien von verschiedenen in der Marsatmosphäre vertretenen Gasen im UV- und im Infrarotbereich erfassen. Im sogenannten Okkultationsmodus kann dabei auch deren vertikale Verteilung ermittelt werden. Ein Okkultationsmodus ist dann möglich, wenn der Mars von der Raumsonde aus gesehen dicht an der Sonne vorbeizieht. Bei so einer Okkultation passiert das Sonnenlicht bevor es die Instrumentenöffnung erreicht die Marsatmosphäre. Dabei werden je nach den darin enthaltenen Gasen bestimmte Wellenlängen des Lichtes absorbiert. Durch die Analyse der im Okkultationsmodus empfangenen Lichtspektren können somit vertikale Atmosphärenprofile erstellt werden. Auf diese Weise sind Aussagen über die in der Atmosphäre befindlichen Gase und deren jeweiligen Mengenanteile in unterschiedlichen Höhen möglich.<br><br>Dabei zeigte sich, dass die vertikale Verteilung des Wasserdampfes während des Frühlings und Sommers auf der nördlichen Hemisphäre deutlich von den zuvor erstellten theoretischen Modellen abweicht. Laut der SPICAM-Messungen ist die Marsatmosphäre in Höhen zwischen 25 und 50 Kilometern stark mit Wasserdampf übersättigt. Sie enthält in diesen Höhen mehr als zehnmal so viel Wasserdampf, wie sie eigentlich unter den dort vorherrschenden Bedingungen aufnehmen kann.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/11/WasserZylkusMars.jpg" alt="" class="wp-image-53636" width="410" height="293" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/11/WasserZylkusMars.jpg 410w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/11/WasserZylkusMars-300x214.jpg 300w" sizes="(max-width: 410px) 100vw, 410px" /><figcaption>Während des Frühlings und Sommers werden die zum Großteil aus Wassereis bestehenden Polarkappen von der Sonne erwärmt und das Eis sublimiert schrittweise zu Wasserdampf. Diese Wasserdampfmoleküle werden durch atmosphärische Strömungen in höhere Schichten befördert. Hier lagern sie sich an Aerosolen ab und kondensieren zu Wolken. Durch zu wenig Aerosole erfolgt eine Übersättigung mit Wasserdampf, welcher dann durch Sonnenstrahlung aufgespalten wird. Die freigesetzten Atome von Wasserstoff und Sauerstoff entweichen in das Weltall und der Mars verliert erneut etwas mehr Wasser.
(Bild: ESA, AOES Medialab)</figcaption></figure></div>



<p><strong>Wie kommt es zu dieser Übersättigung?</strong><br><br>Wasserdampf ist ein sehr dynamisches Spurengas, dessen Anteil in der Marsatmosphäre bei durchschnittlich lediglich etwa 210 ppm liegt. Die Marsatmosphäre enthält somit etwa 10.000-mal weniger Wasserdampf als die Erdatmosphäre. Trotz dieser geringen Menge ist der Wasserdampf einer der Atmosphärenbestandteile, welcher auf dem Mars den größten jahreszeitlich bedingten Schwankungen unterliegt. Während des Frühlings und Sommers auf der nördlichen Hemisphäre wird aufgrund der dabei auftretenden Temperaturveränderungen und des durch eine Sublimation der nordpolaren Wassereisvorräte ausgelösten Anstieges des Luftdrucks eine globale Luftzirkulation in Gang gesetzt. Diese hat zur Folge, dass in den äquatorialen Breiten Luft in die Höhe steigt und dabei auch den darin enthaltenen Wasserdampf in die Höhe befördert.</p>



<p>Unter irdischen Bedingungen kondensiert Wasserdampf an den in der Luft schwebenden Staubpartikeln oder Aerosolen. Sobald die Lufttemperaturen und der Druck einen gewissen Wert unterschreiten bilden sich zudem Wassereiskristalle und der Anteil des Wasserdampfes nimmt dabei schnell ab. Gleiches sollte auch in der dünnen Marsatmosphäre geschehen. Als ein Indiz hierfür wurden bisher immer die Wolkengürtel aus Wassereiskristallen angesehen, welche sich speziell in den äquatorialen Breiten des Mars ausdehnen.</p>



<p>Deshalb waren die Wissenschaftler davon ausgegangen, dass der Wasserdampfgehalt in der Marsatmosphäre durch diesen Kondensationsprozess begrenzt und dabei zudem stark temperaturabhängig ist. Je kälter die Atmosphäre des Mars in einer bestimmten Höhe ist, desto weniger Wasserdampf sollte sich dort konzentrieren. Die Auswertungen der SPICAM-Daten zeigen jetzt jedoch, dass der Kondensationsprozess in Höhen zwischen 25 und 50 Kilometern offensichtlich nicht effizient genug ist, um den Wasserdampf in dem erwarteten Umfang zu binden. Vielmehr ist die dortige Atmosphäre mit Wasserdampf übersättigt.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/11/atmosphaerenverlust_mars_big.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/11/atmosphaerenverlust_mars_petit.jpg" alt="" class="wp-image-53641" width="299" height="225"/></a><figcaption>Da der Mars im Gegensatz zur Erde über kein nennenswertes Magnetfeld verfügt kann die von der Sonne ausgehende Strahlung &#8211; der Sonnenwind &#8211; tief in die Marsatmosphäre vordringen. Die Sonnenwindionen können dabei die in der Atmosphäre enthaltenen Moleküle in ihre atomaren Bestandteile aufspalten. Diese Aufspaltung beschleunigt das Entweichen in den Weltraum.
(Bild: ASPERA-Kooperation)</figcaption></figure></div>



<p>Als Ursache hierfür kommt nach Ansicht der Marsforscher zum Beispiel ein Mangel an Aerosolen in diesen Höhen in Frage, welche den Dampf an sich binden können. Ein weiterer Grund könnte der in diesen Höhen herrschende geringe Luftdruck der Marsatmosphäre sein, welcher den Kondensationsprozess und die Bildung von Eiskristallen behindert. Auf jeden Fall hat die Wasserdampfübersättigung nach Meinung der Wissenschaftler grundlegende Auswirkungen auf die Mechanismen, welche den Wasserkreislauf und das Wettergeschehen in der Atmosphäre unseres Nachbarplaneten kontrollieren. So wurde der äquatoriale Gürtel aus Wassereiswolken bisher immer als eine Art Barriere angesehen, welche den Austausch von Wasser zwischen der nördlichen und der südlichen Planetenhemisphäre effizient unterbindet und so auch über einen prägenden Einfluss auf das globale Klima verfügt. Aufgrund der in einem unzureichenden Umfang erfolgenden Kondensation und der dadurch bedingten Übersättigung der Hochatmosphäre mit Wasserdampf verfügt dieser Gürtel aber anscheinend über eine geringere Bedeutung als bislang angenommen.</p>



<p>Zudem ergibt sich noch ein weiterer möglicher Effekt. Da sich aufgrund der Übersättigung wesentlich mehr Wasserdampf in der Hochatmosphäre des Mars befindet als bisher erwartet, ist es möglich, dass eventuell deutlich mehr Wasser in den Weltraum entweicht als bisher angenommen. Die in der oberen Atmosphäre befindlichen Wassermoleküle würden dabei zuerst durch die einfallende Sonnenstrahlung in ihre einzelnen Bestandteile &#8211; zwei Wasserstoffatome und ein Sauerstoffatom &#8211; aufgespalten werden. Diese einzelnen Atome würden sich anschließend aufgrund ihres gegenüber den Wassermolekülen geringeren Gewichtes deutlich schneller in das den Mars umgebende Weltall verflüchtigen.</p>



<p>Die hier kurz vorgestellten Ergebnisse der Analysen von L. Maltagliati et al. wurden bereits am 30. September 2011 in der Fachzeitschrift Science publiziert und heute auf dem <a href="https://www.raumfahrer.net/der-epsc-dps-kongress-2011-in-nantes/" data-wpel-link="internal">EPSC-DPS Joint Meeting 2011</a>, einem gerade in Nantes/Frankreich stattfindenden Wissenschaftskongress, präsentiert.</p>



<p><strong>Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=694.510" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Planet Mars</a></li><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=4079.225" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Mars Express</a></li></ul>



<p><strong>EPSC-DPS Joint Meeting 2011:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://meetingorganizer.copernicus.org/EPSC-DPS2011/EPSC-DPS2011-1127.pdf" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Observation of water vapor and supersaturation&#8230;</a>&nbsp;(engl.)</li></ul>



<p><strong>Science:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://www.science.org/doi/10.1126/science.1207957" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Abstract des Fachartikels</a>&nbsp;(engl.)</li></ul>
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