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	<title>Weltraumausstieg &#8211; Raumfahrer.net</title>
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	<description>Das Portal für Astronomie- und Raumfahrtbegeisterte</description>
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	<title>Weltraumausstieg &#8211; Raumfahrer.net</title>
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		<title>Sojus-TMA 04M gelandet</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/sojus-tma-04m-gelandet/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 17 Sep 2012 15:17:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[ISS]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ein Teil der Langzeitbesatzung der Internationalen Raumstation ist heute früh planmäßig zur Erde zurückgekehrt. Ein Beitrag von Günther Glatzel. Quelle: Roskosmos, NASA. Die Landung der Kommandokapsel des Sojus-Raumschiffes erfolgte gegen 4.52 Uhr MESZ in der kasachischen Steppe nordöstlich von Arkalyk. An Bord befanden sich Gennadi Padalka, Joseph Acaba und Sergej Rewin. Sie haben insgesamt 125 [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Ein Teil der Langzeitbesatzung der Internationalen Raumstation ist heute früh planmäßig zur Erde zurückgekehrt.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Ein Beitrag von Günther Glatzel. Quelle: Roskosmos, NASA.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/17092012171741_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/17092012171741_small_1.jpg" alt="NASA" width="260"/></a><figcaption>
Bremstriebwerke zünden kurz vor dem Aufsetzen. 
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p>Die Landung der Kommandokapsel des Sojus-Raumschiffes erfolgte gegen 4.52 Uhr MESZ in der kasachischen Steppe nordöstlich von Arkalyk. An Bord befanden sich Gennadi Padalka, Joseph Acaba und Sergej Rewin. Sie haben insgesamt 125 Tage im All zugebracht, den größten Teil der Zeit an Bord der ISS gearbeitet. </p>



<p>Mit dem Ablegen des Raumschiffes gegen 1.09 Uhr heute Nacht endete auch die ISS-Expedition 32. Gestern hatte Padalka das Kommando über die Station an Sunita Williams übergeben, die damit die zweite Frau in dieser Position ist. Expedition 33 wird nun bis Ende Oktober andauern, bis das nächste bemannte Raumschiff zur ISS startet. </p>



<p>Dessen Start wurde soeben wegen eines technischen Problems um einige Tage verschoben und soll im Zeitraum vom 23. bis zum 25. Oktober über die Bühne gehen. </p>



<p>Im Verlaufe der Dienstzeit der drei gelandeten Raumfahrer wurden drei Ausstiege absolviert, wobei allerdings nur Gennadi Padalka von diesem Team direkt daran beteiligt war. Während der Außenbordarbeiten wurden ein Kranarm verlegt, eine Schalteinheit ausgetauscht, ein neues Stromkabel verlegt, Meteoritenschutzplatten installiert, eine Kamera gewechselt und eine Experimentenbox geborgen. </p>



<p>Neue Fracht kam mit einem Progress-Frachter, einem HTV sowie erstmals einem Dragon-Raumschiff zur Station. Ein ATV hatte bereits im März an deren Heck angelegt. Mit diesem wurden nicht nur Experimente, Treibstoff und Verbrauchsgüter zur ISS geliefert sondern auch deren Bahn auf derzeit durchschnittlich 416 km angehoben. </p>



<p>Von der Besatzung betreut bzw. ausgeführt wurden viele der mehr als 200 laufenden wissenschaftlichen Untersuchungen. Ein Teil davon läuft allerdings weitgehend automatisch an der Außenseite oder im Inneren der Station ab. Ein weiterer Teil bedarf zeitweilig der Betreuung. Bei Experimenten mit biologisch-medizinischem Inhalt sind hingegen die Raumfahrer Hauptakteure und Untersuchungsgegenstand gleichermaßen. Ein kontinuierliches Testprogramm absolvierte auch das siebente Besatzungsmitglied, Robonaut 2. </p>



<p><strong>Diskutieren Sie mit:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=10713.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Sojus-TMA 04M</a></li><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=10844.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">ISS-Expedition 32</a></li></ul>
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			</item>
		<item>
		<title>Sieben Aktive auf der ISS</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/sieben-aktive-auf-der-iss/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 24 Aug 2012 18:37:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[InSound]]></category>
		<category><![CDATA[ISS]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Pirs]]></category>
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		<category><![CDATA[Swesda Modul]]></category>
		<category><![CDATA[Weltraumausstieg]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>In dieser geschäftigen Woche waren wieder einmal alle sieben Bewohner der ISS tätig und widmeten sich ihren Forschungs- und Routineaufgaben. Ein Beitrag von Günther Glatzel. Quelle: NASA, Roskosmos, Raumcon. Vertont von Peter Rittinger. Höhepunkt war gleich am Montag der Ausstieg von Gennadi Padalka und Juri Malentschenko. Die beiden erfahrenen Kosmonauten sollten verschiedene Arbeiten an der [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">In dieser geschäftigen Woche waren wieder einmal alle sieben Bewohner der ISS tätig und widmeten sich ihren Forschungs- und Routineaufgaben.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Ein Beitrag von Günther Glatzel. Quelle: NASA, Roskosmos, Raumcon. Vertont von Peter Rittinger.</p>



<figure class="wp-block-audio"><audio controls src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ismobil-2012-08-28-37132.mp3"></audio></figure>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/24082012203733_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img fetchpriority="high" decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/24082012203733_small_1.jpg" alt="Roskosmos" width="350" height="232"/></a><figcaption>
Kosmonaut bei der Arbeit 
<br>
(Bild: Roskosmos)
</figcaption></figure></div>



<p>Höhepunkt war gleich am Montag der Ausstieg von Gennadi Padalka und Juri Malentschenko. Die beiden erfahrenen Kosmonauten sollten verschiedene Arbeiten an der Außenseite der Station ausführen. Zunächst kam es wegen einer Undichtigkeit im Inneren zu etwa einer Stunde Verzögerung. Der Ausstieg (Wuichod w otkruitui Kosmos) begann mit Arbeiten zur Verlegung des mechanischen Kranarms Strela 2 vom Kopplungs- und Schleusenmodul Pirs zum Vielzweckmodul Sarja. Dazu wurde der bereits vor einigen Monaten nach Poisk verlegte Strela 1 verwendet. </p>



<p>Die Choreografie des Austauschs sah zunächst Gennadi Padalka an den Bedienelementen von Strela 2 und Juri Malentschenko an dessen Spitze. Gennadi fuhr den Kranarm aus und hiefte Juri damit zu Strela 1 an Poisk. Hier angekommen, fuhr er diesen Kranarm aus, während Gennadi Nummer 2 wieder einfuhr und anschließend mit Juris Hilfe demontierte. Danach wurde Strela 2 an der Spitze von Strela 1 befestigt und zum Zielpunkt geschwenkt. Hier beschäftigten sich beide Raumfahrer mit dessen Montage, nachdem Strela 1 wieder eingefahren und gesichert war. </p>



<p>Danach wurde ein passiver, kugelförmiger Kleinsatellit zur Bahnverfolgung durch &#8222;Werfen&#8220; ausgesetzt. Diesem Vorgang folgte die Installation von 5 Meteoritenschutzpaneelen an der Außenseite des Servicemoduls Swesda. Damit waren die geplanten Aufgaben absolviert. Zusätzlich wurden Halterungen an einer Leiter angebracht und ein Container des Experiments BioRisk demontiert und in einem Transportbehälter verstaut. Dieser wurde anschließend mit ins Innere der Station genommen. Er enthält biologische Proben, die monatelang der harten Umgebung außerhalb der Station ausgesetzt waren. Sie werden nach ihrer Rückkehr auf die Erde genauer untersucht. </p>



<p>Vergebens versuchten beide Raumfahrer, einen weiteren Behälter mit Materialproben an der Außenseite von Pirs zu schließen, um diesen anschließend ebenfalls zu bergen. Der Experimententräger zeigte sich allerdings widerspenstig und so wurde diese Zusatzaufgabe abgebrochen. Der Ausstieg endete nach 5 Stunden und 51 Minuten. </p>



<p>Während dieser Zeit führte fernab der Station der unbemannte Frachter Progress-M 15M ein letztes Bremsmanöver aus und beendete am Abend feurig seine Existenz beim Wiedereintritt in die Erdatmosphäre. Er war am 20. April mit 2,4 t Fracht gestartet und hatte 2 Tage später an der ISS angekoppelt. Nach dem Entladen der Fracht und der üblichen Müllentsorgung koppelte er am 22. Juli ab und sollte eigentlich zwei Tage später zur Erprobung eines weiterentwickelten Rendezvoussystems wieder ankoppeln. Im ersten Versuch schaltete sich das System allerdings aufgrund einer geringfügigen Temperaturabweichung ab. Im zweiten Versuch gelang die Wiederankopplung am 29. Juli. Danach wurde der Frachter erneut abgekoppelt und flog noch rund 3 Wochen autonom in einer ähnlichen Bahn. Vom Boden aus wurden Untersuchungen der Auswirkungen von Triebwerkszündungen auf die umgebende obere Atmosphäre vorgenommen. </p>



<p>An den Folgetagen standen neben Routineaufgaben verschiedene wissenschaftliche Untersuchungen oder Vorbereitungen dazu auf dem Arbeitsprogramm der Besatzung. So wurde das Videosystem im Aquatic Habitat, einem japanischen Frischwasseraquarium erprobt. Im Aquarium sollen zunächst Fische der Gattung Oryzias latipes (Medaka) gehalten werden. Diese sind halb durchsichtig, so dass man Knochen- und Muskelschwund sowie die Arbeit verschiedener Organe direkt von außen beobachten kann. Auch die Auswirkungen erhöhter Strahlung und entwicklungsbiologische Veränderungen (Modifikationen und Mutationen) möchte man studieren. Dazu ist es hilfreich, dass Medakas eine hohe Vermehrungsrate aufweisen. Im Aquarium können Fische etwa 90 Tage lang gehalten werden, bis ein Austausch des Wassers sowie eine Wartung erforderlich wird. </p>



<p>Des Weiteren wurden die am Montag verwendeten Orlan-MS-Raumanzüge gereinigt und getrocknet, Trinkwasser aufgefüllt, die Dosimeter zur Ablesung entnommen, in einer Handschuhbox ein Brennversuch an festen Materialien vorgenommen, die Luftqualität mit verschiedenen Systemen festgestellt sowie regelmäßige psychologische Tests durchgeführt (WinSCAT), mit denen die Entwicklung von Merkfähigkeit, Erinnerungs-, Abstraktions- und Denkvermögen während längerer Raumflüge überprüft werden. </p>



<p>Zum Programm gehörten auch Untersuchungen am Herz-Kreislauf-System (Integrated Cardiovascular/Kardiomed) und die Messung der Sauerstoffaufnahme bei Belastung. Außerdem wurden Vorbereitungen für den US-Ausstieg am 30. August getroffen, ein Lehrfilm zur Trennung von Flüssigkeiten und Gasen in der Schwerelosigkeit gedreht (Fisika Obrasowanije), ein kanadisches Experiment mit Kolloiden gestartet (BCAT), Dosimeter im Strahlungsmessexperiment Matrjoschka neu positioniert und morgentliche Reaktionstests durchgeführt. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/24082012203733_small_2.jpg" alt="NASA-TV" width="386" height="236"/><figcaption>
Robonaut 2 an seinem Schaltpult 
<br>
(Bild: NASA-TV)
</figcaption></figure></div>



<p>Am Mittwoch wurde zudem das vergangene Woche abgebrochene Bahnanhebungsmanöver vollendet. Dazu wurden jeweils zwei Triebwerke des ATV 3 <i>Edoardo Amaldi</i> während zweier Brennphasen aktiviert und damit die Geschwindigkeit des gesamten Komplexes um 5,8 m/s erhöht. Damit stieg die Station auf eine höhere Bahn mit durchschnittlich 416 km (Perigäum: 406 km, Apogäum: 427 km). </p>



<p>Am gleichen Tag durfte auch Robonaut 2 sein Testprogramm fortsetzen. Dazu wurde er in eine bestimmte Arbeitsposition gebracht und ein Schaltbrett vor ihm platziert. Aktiviert vom Boden aus bediente er diesmal auch einige Drehknöpfe, während er bei vorangegangenen Arbeitsphasen ja Taster und Kippschalter betätigt hatte. Am Donnerstag arbeitete er dann wieder mit Schalttafel 1. Die Tests sollen am kommenden Montag fortgesetzt werden. </p>



<p>Ansonsten geht es Sunita Williams und den fünf Männern an Bord der Internationalen Raumstation gut. In der nächsten Woche wird wieder ein Außenbordeinsatz den Arbeitsplan bestimmen. Diesmal sollen Akihiko Hoshide und Sunita Williams vor allem einen Schaltkasten für das elektrische Bordsystem der Station austauschen und Kabel an der Außenseite der Station verlegen. Diese Verlegung geschieht wie das Umsetzen der Kranarme in Vorbereitung der Ankunft des russischen Forschungsmoduls Naúka nach gegenwärtiger Planung im Dezember 2013. Zuvor wird die bisher verwendete Schleuse Pirs abgetrennt. Ersatz ist mit Poisk bereits vor Ort. </p>



<p><strong>Diskutieren Sie mit:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=10844.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">ISS-Expedition 32</a></li><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=3794.msg233835#msg233835" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">ISS &#8211; Bahnmanöver und Bahnerhalt ab 22.08.2012</a></li><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=7699.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">ISS &#8211; Robonaut</a></li></ul>
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			</item>
		<item>
		<title>ISS-Besatzung wieder in voller Stärke</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/iss-besatzung-wieder-in-voller-staerke/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 17 Jul 2012 09:33:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[ISS]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Frachtraumschiff]]></category>
		<category><![CDATA[Rasswjet Modul]]></category>
		<category><![CDATA[Sojus-TMA]]></category>
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		<category><![CDATA[Weltraumausstieg]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Nach der Ankopplung des Raumschiffes Sojus-TMA 05M am Forschungsmodul Rasswjet ist die ISS-Expedition 32 komplett auf der Station. Ein Beitrag von Günther Glatzel. Quelle: Roskosmos, NASA. Die Kopplung erfolgte gegen 6.51 Uhr MESZ, an Bord des Raumschiffes befanden sich Juri Malentschenko, Sunita Williams und Akihiko Hoshide. Sie werden in den kommenden Monaten mit Gennadi Padalka, [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Nach der Ankopplung des Raumschiffes Sojus-TMA 05M am Forschungsmodul Rasswjet ist die ISS-Expedition 32 komplett auf der Station.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Ein Beitrag von Günther Glatzel. Quelle: Roskosmos, NASA.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/17072012113337_small_1.jpg" alt="NASA" width="359" height="224"/><figcaption>
Sojus-TMA 05M im Anflug 
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p>Die Kopplung erfolgte gegen 6.51 Uhr MESZ, an Bord des Raumschiffes befanden sich Juri Malentschenko, Sunita Williams und Akihiko Hoshide. Sie werden in den kommenden Monaten mit Gennadi Padalka, Josph Acaba und Sergej Rewin an Bord der Internationalen Raumstation leben und arbeiten. </p>



<p>Auf dem Programm stehen umfangreiche Experimentierserien, Wartungsarbeiten, das Be- und Entladen von Frachtraumschiffen sowie zwei Außenbordeinsätze. Beim ersten, Mitte August, sollen Padalka und Malentschenko zusätzliche Mikrometeoritenschilde am Modul Swesda anbringen und den zweiten Teleskoparm von Pirs zu Poisk verlegen. Pirs wird kurz vor der Ankunft des Forschungsmoduls Naúka Platz für dieses neue Labor an der Unterseite von Swesda machen müssen. Die Teleskoparme sollen aber weiterhin verwendet werden. Falls noch Zeit ist, sollen Experimente eingesammelt und ein kleiner Subsatellit ausgesetzt werden. </p>



<p>Der zweite Ausstieg soll von Williams und Hoshide Ende August ausgeführt werden. Dabei soll eine von 4 Schalteinheiten für die Stromversorgung der Station gewechselt werden. Außerdem müssen Kabel zum zukünftigen Andockplatz von Naúka verlegt werden. Falls noch Zeit bleibt, soll das Kopplungsmodul PMA 2, an dem bis 2011 Space Shuttles regelmäßig angedockt hatten, mit einem thermalen Schutz versehen werden. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/17072012113337_small_2.jpg" alt="NASA-TV" width="364" height="200"/><figcaption>
Raumfahrer zu Beginn der Telekonferenz mit dem russischen Kontrollzentrum 
<br>
(Bild: NASA-TV)
</figcaption></figure></div>



<p>Experimente an Bord der Station betreffen die Forschungsgebiete Astronomie, Atmosphärenforschung, Biologie, Materialwissenschaft, Medizin, Meteorologie, Physik und Technik. Außerdem werden mehrere Bildungsprojekte durchgeführt. Insgesamt stehen 201 Untersuchungen auf den Arbeitsplänen, davon sind 123 neu. Dazu gehört auch ein mit Kounotouri 3 zur Station gelangendes Frischwasseraquarium, in dem Knochen- und Muskelabbau bei Fischen detailliert untersucht werden können. </p>



<p>Knapp 2 Stunden nach der Kopplung und dem Test der Dichtigkeit der Kopplungsstelle wurden die Luken zwischen Station und Raumschiff geöffnet. Danach konnten Alteingesessene und Neulinge mit Bodenstationen und Verwandten sprechen. </p>



<p><strong>Diskutieren Sie mit:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=11062.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Sojus-TMA 05M</a></li><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=10844.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">ISS-Expedition 32</a></li></ul>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/iss-besatzung-wieder-in-voller-staerke/" data-wpel-link="internal">ISS-Besatzung wieder in voller Stärke</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>ISS-Besatzung absolviert Außenbordeinsatz</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/iss-besatzung-absolviert-aussenbordeinsatz/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 12 Jul 2011 22:23:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[InSound]]></category>
		<category><![CDATA[ISS]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
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		<category><![CDATA[Spektrometer]]></category>
		<category><![CDATA[Weltraumausstieg]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ron Garan und Mike Fossum, beide Mitglieder der 28. Langzeitbesatzung der Internationalen Raumstation, verließen für 6 ½ Stunde die Station, um eine Reihe von Aufgaben zu erfüllen. Ein Beitrag von Thomas Pallmann. Quelle: Nasa. Vertont von Peter Rittinger. Die vier Astronauten des Space Shuttle Atlantis wurden gestern um 09:56 Uhr MESZ mit dem Lied „More“ [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/iss-besatzung-absolviert-aussenbordeinsatz/" data-wpel-link="internal">ISS-Besatzung absolviert Außenbordeinsatz</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Ron Garan und Mike Fossum, beide Mitglieder der 28. Langzeitbesatzung der Internationalen Raumstation, verließen für 6 ½ Stunde die Station, um eine Reihe von Aufgaben zu erfüllen.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Ein Beitrag von Thomas Pallmann. Quelle: Nasa. Vertont von Peter Rittinger.</p>



<figure class="wp-block-audio"><audio controls src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ismobil-2011-07-15-48769.mp3"></audio></figure>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/13072011002308_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/13072011002308_small_1.jpg" alt="Nasa" width="260"/></a><figcaption>
Ron Garan mit dem defekten Pumpenmodul 
<br>
(Bild: Nasa)
</figcaption></figure></div>



<p>Die vier Astronauten des Space Shuttle Atlantis wurden gestern um 09:56 Uhr MESZ mit dem Lied „More“ von Matthew West geweckt. Das Lied wurde für Missionsspezialist Rex Walheim gespielt.</p>



<p>Nach dem Weckruf begann die Crew zusammen mit der restlichen Besatzung der ISS, Ron Garan und Mike Fossum auf den bevorstehenden Einsatz vorzubereiten. Kommandant Chris Ferguson und ISS-Flugingenieur Satoshi Furukawa halfen den beiden in ihre Anzüge und stellten dessen einwandfreie Funktion sicher.</p>



<p>Für diesen Einsatz entschieden sich die Spezialisten am Boden das sogenannte ISLE-Protokoll durchzuführen, um so den Stickstoffgehalt im Blut zu senken. Dies ist wichtig für die Astronauten, um der gefährlichen Taucherkrankheit vorzubeugen, bei der aufgrund des geringeren Drucks im Anzug der im Blut gelöste Stickstoff Blasen bildet und so zu Embolien führen kann. Das ISLE-Protokoll, was für In Suit Light Excerise steht, wurde bereits während der letzten Shuttlemission STS-134 erfolgreich getestet. Vorteil von ISLE gegenüber der sonst üblichen Campout-Prozedur ist die kürzere Vorbereitungszeit für die Astronauten.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/13072011002308_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/13072011002308_small_2.jpg" alt="Nasa" width="260"/></a><figcaption>
Ein letztes Mal in der Ladebucht 
<br>
(Bild: Nasa)
</figcaption></figure></div>



<p>Um 15:22 Uhr MESZ stellten Garan und Fossum dann ihre Anzüge auf Batteriemodus um und starteten damit offiziell den einzigen Außenbordeinsatz der STS-135 Mission. Für die erste Aufgabe des Tages begaben sich die beiden zum defekten Pumpenmodul. Dort angekommen installierte Fossum zwei Notfalladapter, sogenannte COLTS, am Modul. Diese Adapter ermöglichen den Astronauten das Modul in der Ladebucht auch dann sicher zu installieren, wenn die normalen Bolzen am Pumpenmodul nicht mehr zu benutzen sind.</p>



<p>Ron Garan installierte unterdessen am Roboterarm der Raumstation eine Fußhalterung und bestieg diese dann. Anschließend lösten die beiden die Halterungen, die das Pumpenmodul mit der externen Lagerplattform Nummer 2 verbanden. Garan griff dann nach dem Modul, hielt es die ganze Zeit über fest, während der Roboterarm ihn zur Ladebucht des Orbiters manövrierte. Dort angekommen installierte er, zusammen mit Mike Fossum, das Pumpenmodul auf der Lightweight Multipurpose Support Structure Carrier (LMC) am Ende der Ladebucht. Insgesamt dauerte diese Prozedur knapp eine Stunde.</p>



<p>Nach Abschluss der Arbeiten am Pumpenmodul wechselten die beiden die Position und Mike Fossum betrat die Fußhalterung am Roboterarm. Ron Garan löste die Schrauben an der Robotic Refuel Mission (RRM) und übergab dieses an Fossum. Bevor die beiden sich wieder zur Raumstation begaben, sagte Fossum zu Garan „Schau dich noch einmal um. Du bist die letzte EVA-Person in der Ladebucht eines Shuttles“.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/13072011002308_big_3.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/13072011002308_small_3.jpg" alt="Nasa" width="260"/></a><figcaption>
Mike Fossum mit RRM in der Hand 
<br>
(Bild: Nasa)
</figcaption></figure></div>



<p>Ziel der beiden Astronauten war der kanadische Roboter DEXTRE am amerikanischen Labor Destiny, um dort das RRM zu installieren. Während der kommenden Jahre wird DEXTRE, der vom Boden aus gesteuert wird, mithilfe der RRM verschiedenste Methoden zur Betankung und Reparatur von Satelliten in der Umlaufbahn demonstrieren. Sollten diese Tests erfolgreich verlaufen, so könnte man in der Zukunft eine Art Werkstatt im All einrichten und so z. B. die Mission von alten Telekommunikationssatelliten verlängern oder havarierte Satelliten retten.</p>



<p>Damit waren die beiden großen Aufgaben des Tages erfolgreich abgeschlossen und die Astronauten konnten sich den kleineren Tätigkeiten widmen. Ron Garan begab sich zum Express Logistics Carrier 2 (ELC-2), um dort das Materialexperiment MISSE-8 zu öffnen. MISSE-8 wurde bereits von der STS-134 Besatzung im Mai an der ELC-2 angebracht. Damals entschied man sich allerdings das Experiment nicht zu öffnen, da man davon ausging, dass die Schutzabdeckungen des Alpha-Magnet-Spektrometers, welches ebenfalls während der Mission installiert wurde, noch ausgasen würden und so das Materialexperiment verfälschen könnte.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/13072011002308_big_4.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/13072011002308_small_4.jpg" alt="Nasa" width="260"/></a><figcaption>
Zurück an der Luftschleuse Quest 
<br>
(Bild: Nasa)
</figcaption></figure></div>



<p>Mike Fossum begab sich unterdessen auf die russische Seite der Raumstation, um dort am neuen Greifpunkt für den Stationsarm ein Erdungskabel neu zu justieren. Anschließend installierten beide Astronauten noch eine Abdeckung am Pressurized Mating Adapter Nummer 3 (PMA-3). Die Abdeckung soll die Temperatur im Inneren des Adapters senken, um so die Dichtungsringe im Adapter vor zu großer Sonneneinstrahlung zu schützen.</p>



<p>Die Installation der Abdeckung am PMA-3 war dann auch die letzte Arbeit, die die beiden Astronauten absolvierten. Um 21:53 Uhr MESZ endete dann offiziell der Außenbordeinsatz mit einer Gesamtzeit von 6 Stunden und 31 Minuten. Es wird der einzige geplante Einsatz mit amerikanischen Anzügen für fast ein Jahr bleiben. Für Mike Fossum war es sein siebter Einsatz, während Ron Garan seinen vierten Einsatz absolvierte.</p>



<p>Während der Außenbordeinsatz außerhalb der Station durchgeführt wurde, widmete sich der Rest der Besatzung wieder dem Transfer von Ausrüstung. Im Gegensatz zum gestrigen Tag, bei dem hauptsächlich Ausrüstung vom Zwischendeck des Shuttles transferiert wurde, richtete sich heute der Fokus auf das Multi Purpose Logistics Modul. Insgesamt schaffte die Crew heute 30 Mannstunden an Ausrüstung zu transferieren. Sie liegt damit klar vor ihrem Zeitplan.</p>



<p>Gegen Ende des Tages wurde die Besatzung noch informiert, dass die Überprüfung des Hitzeschildes vom Damage Assessment Team (DAT) abgeschlossen ist und der Schild offiziell für den Wiedereintritt freigegeben wurde.</p>



<p>Die Besatzung soll heute um 08:26 Uhr MESZ geweckt werden und ihren sechsten Flugtag beginnen. Neben einigen Interviews wird der Tag von Transferarbeiten dominiert werden.</p>



<p><strong>Raumcon:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=10034.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">STS-135 &#8211; Mission und Landung</a></li><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=9885.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">STS-135 &#8211; Countdown und Start</a></li></ul>
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			</item>
		<item>
		<title>STS 134: Letzter Außenbordeinsatz abgeschlossen</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/sts-134-letzter-aussenbordeinsatz-abgeschlossen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 27 May 2011 13:25:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[InSound]]></category>
		<category><![CDATA[ISS]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Spaceshuttle]]></category>
		<category><![CDATA[DEXTRE]]></category>
		<category><![CDATA[Endeavour]]></category>
		<category><![CDATA[OBSS]]></category>
		<category><![CDATA[Shuttle]]></category>
		<category><![CDATA[Weltraumausstieg]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Mike Fincke und Greg Chamitoff verließen für 7 Stunden und 24 Minuten die Raumstation und vollführten den letzten Außenbordeinsatz der STS-134-Mission. Mit diesem Einsatz endete auch die Ära der von Shuttlebesatzungen durchgeführten Außenbordeinsätze. Ein Beitrag von Thomas Pallmann. Quelle: Nasa. Vertont von Peter Rittinger. Die Besatzung wurde um 01:58 Uhr MESZ mit einer modifizierten Version [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Mike Fincke und Greg Chamitoff verließen für 7 Stunden und 24 Minuten die Raumstation und vollführten den letzten Außenbordeinsatz der STS-134-Mission. Mit diesem Einsatz endete auch die Ära der von Shuttlebesatzungen durchgeführten Außenbordeinsätze.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Ein Beitrag von Thomas Pallmann. Quelle: Nasa. Vertont von Peter Rittinger.</p>



<figure class="wp-block-audio"><audio controls src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ismobil-2011-05-28-42852.mp3"></audio></figure>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/27052011152501_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/27052011152501_small_1.jpg" alt="Nasa" width="260"/></a><figcaption>
Das OBSS auf dem Weg zur neuen Heimat 
<br>
(Bild: Nasa)
</figcaption></figure></div>



<p>Die Besatzung wurde um 01:58 Uhr MESZ mit einer modifizierten Version des Liedes „Fun, Fun, Fun“ geweckt, welches im Original von den Beach Boys gespielt wurde. Die heutige Version enthielt einen shuttlebasierten Text. Das Lied wurde der gesamten Besatzung gewidmet. </p>



<p>Die Besatzung begann direkt nach dem Weckruf mit den Vorbereitungen auf den letzten Außenbordeinsatz der Mission. Bevor Mike Fincke und Greg Chamitoff mit den Arbeiten beginnen konnten, musste das Orbiter Boom Sensor System vom Roboterarm des Space Shuttles and den Stationsarm übergeben werden. Anschließend konnten Fincke und Chamitoff um 06:15 Uhr MESZ mit ihren Arbeiten beginnen. </p>



<p>Der Fokus während des heutigen Ausstiegs lag hauptsächlich auf dem Orbiter Boom Sensor System, das auf der Trägerstruktur der Raumstation verbleiben soll. Um 07:42 Uhr MESZ war es OBSS sicher festgemacht und markierte nach 13 Jahren Konstruktion die Fertigstellung des amerikanischen Segments der Internationalen Raumstation.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/27052011152501_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/27052011152501_small_2.jpg" alt="Nasa" width="260"/></a><figcaption>
Fincke und Chamitoff bei der Arbeit 
<br>
(Bild: Nasa)
</figcaption></figure></div>



<p>Fincke und Chamitoff begannen anschließend damit, das OBSS für seine Nutzung mit dem Roboterarm der Raumstation umzurüsten. Hierzu verlegten sie einige Kabel, um am knapp 15 Meter langen Ausleger eine sogenannte Power &amp; Data Grapple Fixture (PDGF) anzubringen. Zuvor mussten sie jedoch erst die nun nicht mehr benötigte End Effector Grapple Fixture (EFGF), mit dem der Roboterarm des Space Shuttles die Funktionen des OBSS steuert, entfernen. Die beiden Systeme sind nicht kompatibel miteinander, was den Austausch notwendig machte. Das EFGF sollte ursprünglich mit der Endeavour zurückkehren, doch das Team am Boden entschied, das System erst während der nächsten Shuttlemission zurückzubringen. </p>



<p>Im Gegensatz zur STS-123-Mission, bei der das OBSS schon einmal an der Raumstation verblieb, legte man bei den heutigen Arbeiten keinen Wert darauf, die Sensorsysteme des OBSS am Leben zu erhalten, da diese nun nicht mehr benötigt werden. Mit Abschluss der Arbeiten am Orbiter Boom Sensor System, wurde das System in Enhanced ISS Boom Assembly umbenannt, da es nun exklusiv von der Raumstation genutzt wird. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/27052011152501_big_3.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/27052011152501_small_3.jpg" alt="Nasa" width="260"/></a><figcaption>
Ein letzter Blick auf die Endeavour 
<br>
(Bild: Nasa)
</figcaption></figure></div>



<p>Gegen Ende des Einsatzes trennten sich Fincke und Chamitoff noch einmal. Fincke begab sich zum Express Logistics Carrier 3 (ELC 3), um dort Schrauben an einem Ersatzarm des Roboters DEXTRE zu lösen. Dies soll es zukünftigen Besatzungen der Raumstation einfacher machen, an das Ersatzteil ranzukommen, falls es nötig ist. Chamitoff kontrollierte derweil einen Haltegurt, mit der eine Werkzeugplattform an der Raumstation festgemacht wurde. Anschließend machte Greg Chamitoff noch ein finales Foto, um den Abschluss der Konstruktionsarbeiten am amerikanischen Segment zu feiern.</p>



<p>Um 13:39 Uhr MESZ endete nach 7 Stunden und 24 Minuten der letzte Außenbordeinsatz der STS-134-Mission. Während des Einsatzes überschritten die Astronauten die 1.000-Stunden-Marke, die Zeit, die außenbords zu Aufbau und Wartung der Raumstation aufgewandt wurde. Dies wird allerdings nicht der einzige Meilenstein sein, der während des Flugtages gebrochen wird. Mike Fincke wird die Nummer-1-Position unter den amerikanischen Astronauten einnehmen, was die Aufenthaltsdauer im All betrifft. Er wird Peggy Whitson verdrängen, die mit 376 Tagen und 17 Stunden den derzeitigen Rekord innehält. </p>



<p>Die Besatzung der Endeavour wird sich nun langsam darauf vorbereiten, die Internationale Raumstation zu verlassen und die letzte Mission der Raumfähre zu beenden. </p>



<p>Das Space Shuttle Endeavour befindet sich derzeit in einer Höhe von ca. 340 Kilometern. Die Crew soll um 01:56 Uhr MESZ für ihren 13. Flugtag geweckt werden. Auf dem Zeitplan stehen neben diversen Wartungsarbeiten auch einige Interviews. </p>



<p><strong>Raumcon:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=9655.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">STS 134 &#8211; Countdown und Start</a></li><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=9832.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">STS 134 &#8211; Mission und Landung </a></li></ul>
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			</item>
		<item>
		<title>STS 134: Dritter Außenbordeinsatz beendet</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/sts-134-dritter-aussenbordeinsatz-beendet/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 25 May 2011 14:10:49 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[InSound]]></category>
		<category><![CDATA[ISS]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Spaceshuttle]]></category>
		<category><![CDATA[Endeavour]]></category>
		<category><![CDATA[Hitzeschild]]></category>
		<category><![CDATA[Luftschleuse]]></category>
		<category><![CDATA[Raumanzug]]></category>
		<category><![CDATA[Roboterarm]]></category>
		<category><![CDATA[Weltraumausstieg]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Andrew Feustel und Mike Fincke arbeiteten erneut für 6 Stunden und 54 Minuten an der Außenseite der Raumstation und installierten, unter anderem, einen Haltegriff für den Roboterarm der Raumstation am russischen Segment. Ein Beitrag von Thomas Pallmann. Quelle: Nasa. Vertont von Peter Rittinger. Die Besatzung wurde um 01:56 Uhr MESZ mit dem Lied „Real World“ [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/sts-134-dritter-aussenbordeinsatz-beendet/" data-wpel-link="internal">STS 134: Dritter Außenbordeinsatz beendet</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Andrew Feustel und Mike Fincke arbeiteten erneut für 6 Stunden und 54 Minuten an der Außenseite der Raumstation und installierten, unter anderem, einen Haltegriff für den Roboterarm der Raumstation am russischen Segment.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Ein Beitrag von Thomas Pallmann. Quelle: Nasa. Vertont von Peter Rittinger.</p>



<figure class="wp-block-audio"><audio controls src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ismobil-2011-05-26-35255.mp3"></audio></figure>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/25052011161049_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/25052011161049_small_1.jpg" alt="Nasa" width="260"/></a><figcaption>
Feustel und Fincke im Einsatz 
<br>
(Bild: Nasa)
</figcaption></figure></div>



<p>Die Besatzung wurde um 01:56 Uhr MESZ mit dem Lied „Real World“ von Matchbox 20 geweckt. Das Lied wurde Shuttlepilot Gregory Johnson gewidmet. </p>



<p>Nach zwei eher ruhigen Tagen, in denen die Crew wieder Kraft schöpfen konnte und kleinere Wartungsarbeiten im Inneren der Station durchgeführt hat, stand für heute der dritte Außenbordeinsatz der Mission auf dem Programm. Im Gegensatz zu den ersten beiden Einsätzen veränderte das Planungsteam am Boden die Vorbereitungen auf den heutigen Einsatz. Anstelle des sogenannten „Campouts“, bei dem die Astronauten über Nacht in der Luftschleuse schlafen und so den Stickstoffgehalt im Blut senken, wurde das sogenannte ISLE-Verfahren angewandt. ISLE, was für In-Suit Light Exercise steht, erlaubt den Astronauten ganz normal in der Station zu schlafen und hat so den Vorteil, dass bei einem eventuellen Fehlalarm an Bord die Prozedur, wie es beim Campout der Fall ist, nicht unterbrochen werden muss. </p>



<p>Um den Stickstoffgehalt des Blutes mit dem neuen Verfahren zu senken, atmen die Astronauten für eine Stunde puren Sauerstoff unter reduziertem Luftdruck und legen anschließend ihre Raumanzüge an. In den Anzügen vollführen sie dann für 50 Minuten leichte Übungen, um den Kreislauf anzukurbeln. Unterstützt wurden die beiden dabei wieder von Shuttlekommandant Mark Kelly und Missionsspezialist Greg Chamitoff. Um 07:43 Uhr MESZ begann dann offiziell der dritte Außenbordeinsatz der Mission. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/25052011161049_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/25052011161049_small_2.jpg" alt="Nasa" width="260"/></a><figcaption>
Auf dem Weg zur Arbeit 
<br>
(Bild: Nasa)
</figcaption></figure></div>



<p>Für die erste Aufgabe des Tages begaben sich die beiden Astronauten zum russischen Sarja-Modul und installierten dort eine Haltevorrichtung für den Roboterarm der Raumstation. Diese Power &amp; Data Grapple Fixture (PDGF) genannte Vorrichtung ermöglicht es dem Roboterarm in Zukunft, auch auf die russische Seite der Raumstation zu wechseln, um dort Arbeiten zu erledigen. </p>



<p>Feustel und Fincke beendeten anschließend die Installation einer Funkantenne, die bereits während des ersten Außenbordeinsatzes der Mission begonnen wurde. Anschließend installierten sie einige Kabel am russischen Segment, um so die Redundanz des Stromsystems zu erhöhen. </p>



<p>Als nächstes dokumentierten die Astronauten den Zustand der Steuerdüsen am russischen Segment und schossen zahlreiche Fotos. Zum Abschluss des Außenbordeinsatzes nahm sich Drew Feustel eine Infrarotkamera aus der Luftschleuse und dokumentierte ein Experiment des US Air Force Research Lab, bei dem ein neues System zur Wärmeableitung getestet wird. Mike Fincke installierte unterdessen eine Schutzabdeckung an einem Gas Tank. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/25052011161049_big_3.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/25052011161049_small_3.jpg" alt="Nasa" width="260"/></a><figcaption>
Ein Blick zum russischen Segment 
<br>
(Bild: Nasa)
</figcaption></figure></div>



<p>Um 14:37 Uhr MESZ war dann der dritte Außenbordeinsatz beendet. Dies war Andrew Feustels letzter Außenbordeinsatz bei dieser Mission. In seiner Karriere verbrachte er insgesamt 42 Stunden und 18 Minuten, verteilt auf sechs Einsätze, in einem Raumanzug im All. Für Mike Fincke war es der achte Einsatz. Er wird zusammen mit Greg Chamitoff am Freitag den letzten Ausstieg der Mission durchführen. </p>



<p>Am Boden entschied sich derweil das Mission Management Team gegen einen möglichen Extra-Tag für die Endeavour. Hauptgrund für die Entscheidung war der Einwand des Astronautenbüros, dass die Mission schon von Grund auf sehr lang und stressig für die Crew ist und ohne einen wichtigen Grund nicht verlängert werden sollte. </p>



<p>Das Space Shuttle Endeavour befindet sich derzeit in einer Höhe von ca. 340 Kilometern. Die Besatzung soll um 01:56 Uhr MESZ für ihren 11. Flugtag geweckt werde. Neben einer routinemäßigen Inspektion des Hitzeschildes, wird die Besatzung auch die traditionelle gemeinsame Pressekonferenz mit der Besatzung der Internationalen Raumstation durchführen. </p>



<p><strong>Raumcon:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=9655.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">STS 134 &#8211; Countdown und Start</a></li><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=9832.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">STS 134 &#8211; Mission und Landung </a></li></ul>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/sts-134-dritter-aussenbordeinsatz-beendet/" data-wpel-link="internal">STS 134: Dritter Außenbordeinsatz beendet</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		<enclosure url="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ismobil-2011-05-26-35255.mp3" length="5792058" type="audio/mpeg" />

			</item>
		<item>
		<title>STS 134: Zweiter Außenbordeinsatz beendet</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/sts-134-zweiter-aussenbordeinsatz-beendet/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 22 May 2011 17:09:22 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[InSound]]></category>
		<category><![CDATA[ISS]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Spaceshuttle]]></category>
		<category><![CDATA[Kommando]]></category>
		<category><![CDATA[Kühlsystem]]></category>
		<category><![CDATA[Weltraumausstieg]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=34073</guid>

					<description><![CDATA[<p>Andrew Feustel und Michael Fincke verließen für über 8 Stunden die Internationale Raumstation und führten diverse Wartungsarbeiten durch. Ein Beitrag von Thomas Pallmann. Quelle: Nasa. Vertont von Peter Rittinger. Die Astronauten wurden um 03:27 Uhr MESZ mit dem Lied „Il Mio Penserio“ vorgetragen von Ligabue geweckt. Das Lied wurde Missionsspezialist Roberto Vittori gewidmet. Direkt nach [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/sts-134-zweiter-aussenbordeinsatz-beendet/" data-wpel-link="internal">STS 134: Zweiter Außenbordeinsatz beendet</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Andrew Feustel und Michael Fincke verließen für über 8 Stunden die Internationale Raumstation und führten diverse Wartungsarbeiten durch.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Ein Beitrag von Thomas Pallmann. Quelle: Nasa. Vertont von Peter Rittinger.</p>



<figure class="wp-block-audio"><audio controls src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ismobil-2011-05-23-36204.mp3"></audio></figure>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/22052011190922_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/22052011190922_small_1.jpg" alt="Nasa" width="260"/></a><figcaption>
Der zweite Ausstieg beginnt 
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p>Die Astronauten wurden um 03:27 Uhr MESZ mit dem Lied „Il Mio Penserio“ vorgetragen von Ligabue geweckt. Das Lied wurde Missionsspezialist Roberto Vittori gewidmet.</p>



<p>Direkt nach dem Weckruf begannen für Feustel und Fincke die Vorbereitungen auf den Außenbordeinsatz. Unterstützt wurden sie dabei von Shuttlekommandant Mark Kelly und Missionsspezialist Greg Chamitoff, der zusammen mit Feustel den ersten Außenbordeinsatz der Mission durchführte. Um 08:05 Uhr MESZ waren dann alle Vorbereitungen abgeschlossen und der zweite Außenbordeinsatz der Mission konnte beginnen. </p>



<p>Die erste Aufgabe des Tages führte die beiden Astronauten zum P3/P4-Trägersegment der Raumstation, wo sie die Leitungen des Kühlsystems der Raumstation neu anordneten. Die Arbeiten am Leitungssystem wurden bewusst an den Anfang des Einsatzes gelegt, da die Möglichkeit bestand, dass Ammoniak aus den Leitungen austreten und die Anzüge der Astronauten kontaminieren kann. Die Länge des Einsatzes hätte dann alles Ammoniak, das sich auf den Raumanzügen absetzt, verdampfen lassen.</p>



<p>Nach erledigter Arbeit am P3/P4-Segment, trennten sich die beiden Astronauten. Andrew Feustel begab sich zum P5/P6-Segment, um dort einige Schnellverschlüsse an einem Paneel umzulegen. In der Zwischenzeit arbeitete Mike Fincke am P1-Segment, um dort die sogenannte Ammonia Tank Assembly (ATA) mit Ammoniak aufzufüllen. Die Arbeiten an diesen Systemen stellten eine permanente Verbindung zwischen dem Ersatztank am P1-Segment mit dem Kühlsystem am P6-Segment her, welches in der Vergangenheit Undichtigkeiten aufwies. </p>



<p>Anschließend begab sich Finke zum linken Solar Alpha Rotary Joint (SARJ), wo er anfing vier Schutzabdeckungen zu entfernen. Nach Abschluss der Arbeiten am P5/P6-Segment unterstützte Feustel ihn dabei. Beim Lösen der Schrauben von den Schutzabdeckungen kam es zu kleineren Problemen. Die Schrauben wollten sich zuerst mit den normalen Einstellungen am sogenannten Pistol Grip Tool nicht lösen. Nach Rücksprache mit dem Boden nutzte Fincke dann eine höhere Krafteinstellung, was erfolgreich war. Beim Lösen der Schrauben sprangen diese allerdings unerwartet aus ihren Verankerungen. Mike Fincke war in der Lage drei von vier Schrauben aufzufangen. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/22052011190922_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/22052011190922_small_2.jpg" alt="Nasa" width="260"/></a><figcaption>
Ein Blick ins SARJ 
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p>Nachdem die Schutzabdeckungen entfernt waren, begann Fincke mit dem Schmieren des Drehlagers. Das Schmieren der Drehlager soll das SARJ vor exzessiver Abnutzung zu schützen. Nach den Problemen mit dem SARJ auf der rechten Seite der Station und den Abnutzungserscheinungen, die während der STS-120-Mission gefunden wurden, empfahlen die Ingenieure am Boden die Drehlager an beiden SARJ etwa alle fünf Jahre zu schmieren. Da nur die Hälfte der Schutzabdeckungen entfernt wurde, bearbeitete Fincke nur eine Seite des Drehlagers. Die Astronauten widmeten sich danach weiteren Aufgaben, während die Bodenkontrolle in Houston das SARJ um 180 Grad drehte.</p>



<p>Andrew Feustel begab sich wieder zur Ammonia Tank Assembly (ATA), um dort die Leitungen zu entlüfteten. Mike Ficke installierte derweil zwei Träger für Haltestangen am S1-Segment der Raumstation. Die Haltestangen werden notwenig, falls in Zukunft einmal die Radiatoren der Station ausgetauscht werden müssen. Feustels nächste Aufgabe war die Installation einer Schutzabdeckung am Roboter DEXTRE und das Schmieren des Greifmechanismus am Roboter. </p>



<p>Anschließend begaben sich beide Astronauten wieder zum SARJ und schmierten dort den zweiten Teil des Drehlagers. Aufgrund der fortgeschrittenen Zeit entschied man sich, nur drei der insgesamt vier Schutzabdeckungen zu installieren und die vierte ins Innere der Station mitzunehmen. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/22052011190922_big_3.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/22052011190922_small_3.jpg" alt="Nasa" width="260"/></a><figcaption>
Arbeiten an DEXTRE 
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p>Der zweite Außenbordeinsatz der Mission endete um 16:12 Uhr MESZ. Es war der sechstlängste Außenbordeinsatz der Geschichte. Andrew Feustel verbrachte nun, verteilt über fünf Einsätze, insgesamt über 35 Stunden in einem Raumanzug im All. Mike Fincke absolvierte seinen siebenten Außenbordeinsatz mit einer Gesamtzeit von über 34 Stunden. </p>



<p>Gegen Ende des Tages vollführte die Besatzung der Internationalen Raumstation noch die traditionelle Kommandoübergabe. Neuer Kommandant der Internationalen Raumstation ist nun Andrej Borisjenko, der das Kommando von Dmitri Kondratjew erbt. </p>



<p>Am Boden konnte derweil das Mission Management Team (MMT) vermelden, dass der Hitzeschild der Endeavour für den Wiedereintritt freigegeben wurde. Damit steht einer erfolgreichen Rückkehr der Besatzung am 1. Juni nichts mehr im Wege. </p>



<p>Die Besatzung soll um 03:56 Uhr MESZ für ihren achten Flugtag geweckt werden. Neben einigen Interviews wird die Besatzung ein wenig Freizeit genießen können, um sich von den anstrengenden letzten Tagen zu erholen. </p>



<p><strong>Raumcon:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=9655.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">STS 134 &#8211; Countdown und Start</a></li><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=9832.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">STS 134 &#8211; Mission und Landung </a></li></ul>
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			</item>
		<item>
		<title>STS 134: Erster Außenbordeinsatz erfolgreich</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/sts-134-erster-aussenbordeinsatz-erfolgreich/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 20 May 2011 21:02:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[ISS]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Spaceshuttle]]></category>
		<category><![CDATA[Endeavour]]></category>
		<category><![CDATA[Experimente]]></category>
		<category><![CDATA[Labormodul]]></category>
		<category><![CDATA[Quest]]></category>
		<category><![CDATA[Shuttle]]></category>
		<category><![CDATA[Weltraumausstieg]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Andrew Feustel und Greg Chamitoff verließen für 6 Stunden und 19 Minuten die Internationale Raumstation und absolvierten eine Vielzahl von Aufgaben. Ein Beitrag von Thomas Pallmann. Quelle: NASA. Die Crew der Endeavour wurde für ihren fünften Flugtag um 04:30 Uhr MESZ mit dem Lied „We All Do What We Can Do“ geweckt. Das Lied wurde [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Andrew Feustel und Greg Chamitoff verließen für 6 Stunden und 19 Minuten die Internationale Raumstation und absolvierten eine Vielzahl von Aufgaben.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Ein Beitrag von Thomas Pallmann. Quelle: NASA.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/20052011230233_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/20052011230233_small_1.jpg" alt="Nasa" width="260"/></a><figcaption>
Arbeiten in der Ladebucht 
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p>Die Crew der Endeavour wurde für ihren fünften Flugtag um 04:30 Uhr MESZ mit dem Lied „We All Do What We Can Do“ geweckt. Das Lied wurde von Dan Keenan, einem Ingenieur der am Hitzeschild des Orbiters arbeitet, und Kenny McLaughlin, der an der Startrampe des Space Shuttles tätig ist, geschrieben und dem Missionsspezialisten Mike Fincke gewidmet. </p>



<p>Direkt nach der Morgenroutine begann die Besatzung damit, Andrew Feustel und Greg Chamitoff auf den bevorstehenden Einsatz vorzubereiten. Shuttlekommandant Mark Kelly assistierte den beiden Astronauten dabei, ihre Anzüge und Ausrüstung anzulegen. Um 09:10 begann offiziell der erste von ingesamt vier Außenbordeinsätzen. </p>



<p>Für die erste Aufgabe des Tages begaben sich die beiden Astronauten zum Express Logistics Carrier 2 (ELC-2), um dort zwei Materialexperimente, MISSE 7A und MISSE 7B, zu entfernen und diese in der Ladebucht des Space Shuttle zu verstauen. Dort werden sie zur Erde zurückkehren und von Wissenschaftlern ausgewertet. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/20052011230233_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/20052011230233_small_2.jpg" alt="Nasa" width="260"/></a><figcaption>
Leitungsarbeiten an der Trägerstruktur 
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p>Andrew Feustels nächste Aufgabe führte ihn erneut zu ELC-2. Dort installierte er das neue Materialexperiment MISSE 8. Chamitoff installierte derweil ein neues Licht an einem der CETA-Karren. Da er bei der Installation ein wenig Probleme hatte und Hilfe von Feustel benötigte, entschied man sich am Boden die Installation von Schutzabdeckungen am Steuerbord Solar Alpha Rotary Joint (SARJ), die nach dem normalen Zeitplan von Greg Chamitoff angebracht werden sollten, von Andrew Feustel ausführen zu lassen. </p>



<p>Während die Arbeiten am SARJ durchgeführt wurden, begab sich Chamitoff zur Luftschleuse Quest, füllte seinen Sauerstoffvorrat wieder auf und traf sich anschließend mit Feustel am P3-Trägersegment der Raumstation. Dort installierten die beiden eine Überbrückung am Ammoniaksystem der Raumstation. </p>



<p>Die beiden Astronauten bewegten sich dann zum amerikanischen Labor, um dort eine Antenne zu installieren. Allerdings fiel zu diesem Zeitpunkt der Sensor zur Kohlendioxidmessung in Greg Chamitoff Raumanzug aus. Nach den geltenden Flugregeln muss damit die Dauer des Außenbordeinsatzes verkürzt werden, um sicherzustellen, dass kein Risiko für den Astronauten besteht, eine Kohlendioxidvergiftung zu erleiden. Das Team entschied sich daher, die Installation der Antenne auf einen kommenden Einsatz zu verschieben. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/20052011230233_big_3.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/20052011230233_small_3.jpg" alt="Nasa" width="260"/></a><figcaption>
Die verbliebene Schadstelle 
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p>Die letzte Aufgabe des Tages trennte die beiden Astronauten, um verschiedenste Verbindungen an den P3/P4- und P1/P2-Trägersegmenten zu schließen. Anschließend begaben sich die beiden Astronauten wieder in die Luftschleuse Quest und beendeten um 15:29 Uhr MESZ den Einsatz. Es war der 156. Außenbordeinsatz zum Aufbau der Raumstation. Für Andrew Feustel war es der vierte Einsatz seiner Karriere, während Greg Chamitoff seine Premiere feierte. </p>



<p>Am Boden entschied sich derweil das Mission Management Team für eine detaillierte Inspektion einer Schadstelle an der Unterseite des Orbiters. Dies soll dem Damage Assessment Team (DAT) am Boden ein besseres Bild von der Beschädigung ermöglichen. Dem Team geht es vor allem darum, ein dreidimensionales Bild zu bekommen, um so besser mit den zur Verfügung stehenden Computermodellen mögliche Szenarien beim Wiedereintritt simulieren zu können. Die detaillierte Inspektion wird morgen mithilfe des Orbiter Boom Sensor System durchgeführt. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/20052011230233_big_4.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/20052011230233_small_4.jpg" alt="Nasa" width="260"/></a><figcaption>
Die detailiierte Inspektion im Überblick 
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p>Außerdem entschieden die Manager nach eingehender Rücksprache mit ihren russischen Kollegen die Möglichkeit, mithilfe der Sojus-Kapsel Fotos von der Raumstation zu machen, wahrzunehmen. Der Plan sieht vor, dass sich die Kapsel nach dem Abdocken in eine Warteposition begibt. Von dort aus wird dann der italienische Astronaut Paolo Nespoli Fotos der Raumstation anfertigen. Um ein möglichst komplettes Bild der Station zu bekommen, wird man die Station um 130 Grad drehen und erhält so eine Seitenansicht der Station. Die Besatzung der Sojus beginnt dann anschließend ganz normal mit ihren Vorbereitungen für die Landung in Kasachstan. </p>



<p>Das Space Shuttle Endeavour befindet sich derzeit in einer Höhe von ca. 340 Kilometern. Die Besatzung soll um 03:26 Uhr MESZ geweckt werden. Auf dem Zeitplan steht unter anderem die detaillierte Inspektion des Hitzeschildes der Endeavour. </p>



<p><strong>Raumcon:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=9655.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">STS 134 &#8211; Countdown und Start</a></li><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=9832.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">STS-134 &#8211; Mission und Landung </a></li></ul>
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			</item>
		<item>
		<title>STS-133: Zweiter Außenbordeinsatz beendet</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/sts-133-zweiter-aussenbordeinsatz-beendet/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 03 Mar 2011 10:01:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[InSound]]></category>
		<category><![CDATA[ISS]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Spaceshuttle]]></category>
		<category><![CDATA[Columbus]]></category>
		<category><![CDATA[DEXTRE]]></category>
		<category><![CDATA[Discovery]]></category>
		<category><![CDATA[Kamera]]></category>
		<category><![CDATA[Roboterarm]]></category>
		<category><![CDATA[Shuttle]]></category>
		<category><![CDATA[Weltraumausstieg]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Steve Bowen und Alvin Drew verließen erneut für 6 Stunden und 14 Minuten die Raumstation und absolvierten den letzten Außenbordeinsatz der STS-133-Mission. Ein Beitrag von Thomas Pallmann. Quelle: NASA. Vertont von Peter Rittinger. Die Besatzung wurde um 11:23 Uhr MEZ mit dem Lied „The Speed of Sound“ von Coldplay geweckt. Das Lied wurde Shuttlepilot Eric [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Steve Bowen und Alvin Drew verließen erneut für 6 Stunden und 14 Minuten die Raumstation und absolvierten den letzten Außenbordeinsatz der STS-133-Mission.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Ein Beitrag von Thomas Pallmann. Quelle: NASA. Vertont von Peter Rittinger.</p>



<figure class="wp-block-audio"><audio controls src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ismobil-2011-03-04-48403.mp3"></audio></figure>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/03032011110138_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/03032011110138_small_1.jpg" alt="Nasa" width="260"/></a><figcaption>
Der defekte Dichtungsring 
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p>Die Besatzung wurde um 11:23 Uhr MEZ mit dem Lied „The Speed of Sound“ von Coldplay geweckt. Das Lied wurde Shuttlepilot Eric Boe gewidmet. </p>



<p>Die Vorbereitungen auf den letzten Außenbordeinsatz der Mission verzögerten sich ein wenig, als bei Steve Bowen ein Problem mit einem Dichtungsring in seinem Luftreinigungssystem gefunden wurde. Doch das Problem konnte schnell behoben werden und Bowen zusammen mit Drew um 16:42 Uhr MEZ die Arbeit beginnen. </p>



<p>Für die ersten Aufgaben des Tages trennten sich die beiden Astronauten. Bowen begab sich zum Roboterarm der Raumstation und begann dort seine Arbeitsplattform aufzubauen. Mit dem Arm, der von Missionsspezialist Michael Barratt und ISS-Kommandant Scott Kelly gesteuert wurde, begab er sich dann zum europäischen Weltraumlabor Columbus, entfernte von dort eine Plattform und brachte diese zur Ladebucht des Space Shuttles, wo er sie verstaute. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/03032011110138_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/03032011110138_small_2.jpg" alt="Nasa" width="260"/></a><figcaption>
Bowen in Discoverys Ladebucht 
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p>Alvin Drew begab sich unterdessen zum defekten Pumpenmodul, um dort mithilfe eines Entlüftungswerkzeugs, dass er während des ersten Außenbordeinsatzes schon vorbereitet hatte, das restliche Ammoniak, welches zur Kühlung der Raumstation genutzt wird, abzupumpen. Anschließend verstaute er das Werkzeug wieder und begab sich dann zum Express Logistics Carrier 4 (ELC-4), wo er seine nächste Aufgabe erledigte und einige Wärmedämmungen abmontierte. </p>



<p>Bowens zweite Aufgabe führte ihn zum Dextre-Roboter, wo er eine Schwenkvorrichtung für ein Kameralicht installierte und ebenfalls eine Dämmung entfernte. Anschließend widmete er sich dem Roboterarm der Raumstation, installierte eine Schutzabdeckung für eine der Kameralinsen und verrückte dann eine Fußhalterung sowie einen Adapter für russische Nutzlasten. </p>



<p>Während Bowen mit Dextre beschäftigt war, widmete sich Alvin Drew einem der Handkarren der Raumstation, mit dessen Hilfe sich Astronauten besser auf der Trägerstruktur bewegen können, und installierte dort eine Lampe. Außerdem korrigierte er eine verrutschte Sonnenblende an einer der Außenkameras, an der während des ersten Außenbordeinsatzes gearbeitet worden war. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/03032011110138_big_3.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/03032011110138_small_3.jpg" alt="Nasa" width="260"/></a><figcaption>
Die Astronauten bei der Arbeit 
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p>Gegen Ende des Außenbordeinsatzes löste sich dann die Box mit den Helmkameras und Lichtern von Alvin Drews Helm. Steve Bowen versuchte erfolglos diese wieder anzubringen. So entschied man, die Box mit einem Haltegurt am Anzug von Drew zu befestigen und diese dann zurück in die Luftschleuse zu bringen. </p>



<p>Um 22:56 Uhr MEZ endete der Außenbordeinsatz. Es war der 155. zu Aufbau und Wartung der Internationalen Raumstation. Insgesamt verbrachten die verschiedensten Raumfahrer bisher 973 Stunden und 53 Minuten außerhalb der Raumstation. Es war auch der letzte Außenbordeinsatz, der von einer Besatzung des Space Shuttle Discovery durchgeführt wurde. Mit seinem insgesamt siebten Ausstieg konnte sich Steve Bowen auf Platz sechs der Bestenliste für amerikanische Außenbordeinsätze vorschieben. Er verbrachte im Laufe seiner Karriere 47 Stunden und 18 Minuten in einem Raumanzug außerhalb der Station. </p>



<p><strong>Raumcon:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=9498.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">STS 133 &#8211; Countdown und Start II</a></li><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=9580.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">STS 133 &#8211; Mission und Landung</a></li></ul>



<p></p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/sts-133-zweiter-aussenbordeinsatz-beendet/" data-wpel-link="internal">STS-133: Zweiter Außenbordeinsatz beendet</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
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			</item>
		<item>
		<title>ISS-Besatzung mit umfangreichem Arbeitsprogramm</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/iss-besatzung-mit-umfangreichem-arbeitsprogramm/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 12 Feb 2011 16:21:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Besatzungen]]></category>
		<category><![CDATA[ISS]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Bahnanhebung]]></category>
		<category><![CDATA[Columbus]]></category>
		<category><![CDATA[HTV]]></category>
		<category><![CDATA[Pirs]]></category>
		<category><![CDATA[Roboterarm]]></category>
		<category><![CDATA[Sojus-TMA]]></category>
		<category><![CDATA[SolO]]></category>
		<category><![CDATA[Weltraumausstieg]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=33908</guid>

					<description><![CDATA[<p>Die Langzeitbesatzung arbeitete in dieser Woche erneut mit beiden Roboterarmen, bereitete den russischen Ausstieg Nr. 28 vor, entlud das HTV 2 und arbeitete in Sojus-TMA 01M. Weiter erfolgte eine Bahnanhebung, Progress-M 07M wurde beladen und die Zeitpläne während der STS-133-Mission besprochen. (Newsbild: Catherine Coleman im Kibo-Modul) Ein Beitrag von Ralf Möllenbeck. Quelle: NASA, Raumfahrer.net, DLR. [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/iss-besatzung-mit-umfangreichem-arbeitsprogramm/" data-wpel-link="internal">ISS-Besatzung mit umfangreichem Arbeitsprogramm</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Die Langzeitbesatzung arbeitete in dieser Woche erneut mit beiden Roboterarmen, bereitete den russischen Ausstieg Nr. 28 vor, entlud das HTV 2 und arbeitete in Sojus-TMA 01M. Weiter erfolgte eine Bahnanhebung, Progress-M 07M wurde beladen und die Zeitpläne während der STS-133-Mission besprochen. (Newsbild: Catherine Coleman im Kibo-Modul)</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Ein Beitrag von Ralf Möllenbeck. Quelle: NASA, Raumfahrer.net, DLR.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/12022011172156_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/12022011172156_small_1.jpg" alt="NASA-TV" width="260"/></a><figcaption>
Die EP wird in das HTV 2 zurück transferiert 
<br>
(Bild: NASA-TV)
</figcaption></figure></div>



<p>Am Wochenanfang fanden erneut Robotikarbeiten an der ISS statt. Die leere Transportpalette (Exposed Pallet = EP) wurde zum HTV 2 zurück transferiert. Scott Kelly, Paolo Nespoli und Catherine Coleman lösten dafür mit dem japanischen Roboterarm die EP von der japanischen Außenplattform JEF und übergaben diese an den Stationsarm Canadarm2. Mit diesem wurde die EP in den drucklosen Transportraum vom HTV 2 geschoben und befestigt. Der Stationsarm wurde anschließend in die Parkposition zum Umsetzen von HTV 2 am 18. Februar gefahren. Für diese, in der nächsten Woche stattfindende Robotiktätigkeit, rekalibrierte Paolo Nespoli eine entsprechende Kamera. Der Pressurized Logistics Carrier (PLC), also der unter Druck stehende Frachtraum von <i>Kounotori 2</i>, wie das HTV von japanischer Seite genannt wird, wurde von der Besatzung fast vollständig entladen und alle Frachtteile zur ISS transportiert. 
<br>
Im russischen Segment der ISS starteten Oleg Skripotschka und Dmitri Kondratjew mit den Vorbereitungen zu ihrem zweiten Weltraumausstieg. Ziel dieses am 16. Februar stattfindenden Außeneinsatzes ist es, den Mikrosatelliten „Kedr“ auszusetzen, das radiometrisches System RK-21-8 und das Molnija-Gamma-Experiment an einer URM-D-Arbeitsplattform anzubauen und anzuschließen. Weiterhin sollen zwei Materialproben-Paneele vom Sarja-Modul geborgen und eine russische Fußhalterung vom Swesda-Modul gezielt ins All entsorgt werden. Die beiden russischen Raumfahrer besprachen dafür den zeitlichen Ablauf mit den Spezialisten am Boden und bereiteten ihre Ausrüstung im Schleusenmodul Pirs vor. Zwischenzeitlich stellte Paolo Nespoli US-Equipment für den russischen Außeneinsatz zusammen. In der zweiten Wochenhälfte bereiteten Oleg Skripotschka und Dmitri Kondratjew ihre Orlan-MK-Raumanzüge für den Ausstieg vor. Sie arbeiteten an den erneuerbaren Elementen der Anzüge, führten Dichtigkeits- und Kommunikationstests durch und prüften die Schnittstellen im Schleusenmodul Pirs. Alexander Kaleri bereitete Progress-M 09M für die Zeit während der Außenmission vor. Dazu wurden dessen Luke geschlossen, das ist nötig, um Pirs während der Außenbordarbeit als Luftschleuse nutzen zu können. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/12022011172156_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/12022011172156_small_2.jpg" alt="NASA" width="260"/></a><figcaption>
Scott Kelly arbeitet am Combustion Integrated Rack
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p>Kommandant Scott Kelly verwendete ein Teil seiner Zeit zur Einrichtung des Combustion Integrated Racks, einem Experimentenschrank zur Erforschung von Verbrennungsvorgängen in der Schwerelosigkeit. Es ist damit möglich, flüssige, tröpfchen- oder gasförmige Kraftstoffe zu verbrennen und die Abgase wissenschaftlich auszuwerten. Zusätzlich kann in der Verbrennungskammer ein fast vollständiges Vakuum oder ein Überdruck für den Versuchsablauf erzeugt werden. Scott Kelly ersetzte eine Verteilerflasche, einen Befestigungsarm, zwei Nadeln für die Kraftstoffzufuhr und einige kleinere Bauteile, diese entnahm er dem Ersatzteilfundus der Station. Nachdem alles von Verbrennungsrückständen gereinigt war, konnten die Frontklappe sowie die oberen und unteren Türen verschlossen werden. Damit wurde die Bereitschaft des      Combustion Integrated Racks für eine nächste Forschungsreihe hergestellt.</p>



<p>Oleg Skripotschka hatte die Aufgabe, in der Rückkehrkapsel von Sojus-TMA 01M die Software der Neptun-Konsole zu erneuern. Anschließend führte er einen Test der neuen Software und der vier am 2. Februar installierten Mikro-Ampermetern der Schalttafeln durch. Diese neuen Mikro-Ampermeter stellen eine Backup-Funktion zur Verfügung, um das Raumfahrzeug beim Wiedereintritt zu kontrollieren. Beim Anflug von Sojus-TMA 01M im Oktober 2010 hatte es ein Problem mit einem Analog-Digitalwandler gegeben, so dass damals einige Werte auf der Neptun-Konsole der Rückkehrkapsel nicht angezeigt werden konnten. Die am Mittwoch erfolgte Bahnanhebung der Station durch die Triebwerke von Progress-M 07M erhöhte die durchschnittliche Umlaufbahn um 0,9 km auf 352,3 Kilometer, die Brenndauer betrug 263 Sekunden. Weiterhin verbrachte Alexander Kaleri etwas Zeit damit, den erwähnten Progress-Transporter mit Müll und nicht mehr benötigter Ausrüstung zu beladen. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/12022011172156_big_3.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/12022011172156_small_3.jpg" alt="NASA" width="260"/></a><figcaption>
Catherine Coleman arbeitet im Schleusen-Modul Quest 
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(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p>Paolo Nespoli und Catherine Coleman führten in dieser Woche eine Abstimmungskonferenz zu STS 133 mit den Spezialisten der Bodenstation durch. Dabei wurde der Frachttransfer während der Dockingphase und die anstehenden US-Weltraumausstiege besprochen. Weiterhin hatten beide die Aufgabe, die auf der Station befindlichen amerikanischen Raumanzüge EMU (Extravehicular Mobility Unit) zu warten. Dabei wurden die Batterien der EMU&#8217;s geladen und CO<sub>2</sub>-Filter ausgewechselt. Ebenso fand eine Reinigung der Schläuche des Anzugkühlsystems statt, um es von Bakterien und anderen schädlichen Rückständen zu befreien. Zwei der EMU&#8217;s sollen bei den Ausstiegen während der Discovery-Mission verwendet werden. Zusätzlich wurden  Ausrüstungsgegenstände und Außenbordwerkzeuge für die kommenden Ausstiege der Shuttle-Besatzung im Schleusenmodul Quest gesichtet und vorbereitet. 
<br>
In dieser Woche begann Paolo Nespoli mit seiner ersten SOLO-Reihe (Sodium Loading in Microgravity). SOLO ist eine vom DLR-Institut für die Raumfahrtmedizin in Köln geführte Studie zur Erforschung des Knochenschwundes in der Schwerelosigkeit. Dabei untersuchen Mediziner das Zusammenspiel von Knochen- und Muskelstoffwechsel mit den Faktoren Ernährung, Salz- und Flüssigkeitshaushalt von Raumfahrern. Genutzt wird dafür das Cardiolab als Teil des European Physiology Modules (EPM) im Columbus-Labor und SLAMMD (Space Linear Acceleration Mass Measurement Device), ein Gerät zur Masseermittlung von Menschen im All. Paolo Nespoli absolviert nun die erste von zwei sechstägigen SOLO-Diäten. Dabei muss er von Tag 1 bis 5 speziell angefertigte Mahlzeiten zu sich nehmen, der sechste Tag ist Diät-frei. Bei der ersten Diätreihe enthalten die Mahlzeiten einen normalen Salzgehalt, die zweite Reihe hingegen beinhaltet geringe Salzmengen. Dadurch lassen sich Vergleichswerte ermitteln, einem hohen Salzgehalt im Essen werden die negative Eigenschaft nachgesagt, im All die Abnahme der Knochendichte zu beschleunigen. Die neuen Erkenntnisse könnten direkten Einfluss auf weitere und längere Raumflüge haben. </p>



<p>Mittlere Bahnhöhe der ISS am 12.02.2011:</p>



<p>352,2 km bei einem Höhenverlust von 47 Metern in den letzten 24 Stunden </p>



<p><strong>Zukünftige Ereignisse: </strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li>16. Februar, russischer Weltraumausstieg 28 von Oleg Skripotschka und Dmitri Kondratjew</li><li>18. Februar, Umsetzen des HTV 2 „Kounotori“ nach Harmony-Zenit</li><li>20. Februar, Progress-M 07M verlässt die ISS</li><li>23. Februar, ATV-2 „Johannes Kepler“ erreicht die ISS</li></ul>



<p><strong>Raumcon:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=9222.msg174515#msg174515" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">**ISS** Expedition 26 seit dem 8. Februar</a></li></ul>
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Vorbereitungen und neue Experimente auf der ISS</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/vorbereitungen-und-neue-experimente-auf-der-iss/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 07 Nov 2010 17:50:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[InSound]]></category>
		<category><![CDATA[ISS]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Andockport]]></category>
		<category><![CDATA[Discovery]]></category>
		<category><![CDATA[Poisk]]></category>
		<category><![CDATA[Progress]]></category>
		<category><![CDATA[Raumanzug]]></category>
		<category><![CDATA[Weltraumausstieg]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Vorbereitungen auf die geplante Ankunft der Discovery und Aktivitäten zum russischen Weltraumausstieg Mitte November standen auf dem Plan der Langzeitbesatzung 25. Eine Feierstunde am zehnten Jahrestag der ISS, Fehleranalysen, Forschung und das Entladen von Progress-M 08M gehörten ebenfalls zum Programm in dieser Woche. Ein Beitrag von Ralf Möllenbeck. Quelle: NASA, Raumfahrer.net, Roscosmos. Vertont von [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Die Vorbereitungen auf die geplante Ankunft der Discovery und Aktivitäten zum russischen Weltraumausstieg Mitte November standen auf dem Plan der Langzeitbesatzung 25. Eine Feierstunde am zehnten Jahrestag der ISS, Fehleranalysen, Forschung und das Entladen von Progress-M 08M  gehörten ebenfalls zum Programm in dieser Woche.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Ein Beitrag von Ralf Möllenbeck. Quelle: NASA, Raumfahrer.net, Roscosmos. Vertont von Peter Rittinger.</p>



<figure class="wp-block-audio"><audio controls src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ismobil-2010-11-10-52765.mp3"></audio></figure>



<p>Mit Spannung verfolgte die Besatzung der ISS die Startkampagne der Discovery für STS 133. Leider wurde diese am Freitag durch ein Leck an einer Leitung zur Entlüftung von Wasserstoff unterbrochen und wird frühestens Ende November wieder aufgenommen. Einen Teil ihrer Zeit widmeten die amerikanischen Besatzungsmitglieder den Arbeiten für die bis dahin noch geplante Ankunft der Discovery. Kommandant Doug Wheelock und Scott Kelly arbeiteten an den Raumanzügen, welche die Discovery-Astronauten Tim Kopra und Alvin Drew bei ihren Außeneinsätzen tragen sollten. Es wurden Batterien geladen und die Isolierung an einem Anzug repariert. Bei den vorhergegangenen amerikanischen Ausstiegen 15, 16 und 17 gab es in den ISS-Raumanzügen unerwünschte Luftgeräusche, wenn Sauerstoff strömte. Shannon Walker nahm sich dieses Problems an. In Cupola wurde das Equipment für die Robotic-Aktivitäten des Stationsarms vorbereitet und Oleg Skripotschka transportierte Gegenstände nach Progress-M 07M, welche im vorderen Andockstutzen (PMA-2) von Harmony gelagert wurden. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/07112010185040_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/07112010185040_small_1.jpg" alt="NASA" width="260"/></a><figcaption>
Beide Orlan-Raumanzüge im Schleusenmodul Pirs 
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(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p>Fjodor Jurtschichin und Oleg Skripotschka machten sich mit den Prozeduren und dem Zeitablauf ihres Weltraumausstieges am 15. November vertraut. Sie stellten außerdem die Werkzeuge für ihren sechsstündigen Außeneinsatz zusammen und transportierten einige Wissenschaftsnutzlasten aus dem Schleusenmodul Pirs (SO 1) in das Docking- und Schleusenmodul Poisk (MIM 2), um sie dort zwischenzeitlich zu stauen. </p>



<p>Am 12. November wird es einen Testlauf geben. Dabei werden die Orlan-MK-Raumanzüge angelegt, um Beweglichkeitstests, Dichtigkeits- und Kommunikationsprüfungen durchzuführen. Fjodor Jurtschichin wird dabei den Orlan Nr. 5 mit den roten Streifen und der Telemetrie-Einheit 7 tragen, Oleg Skripotschka benutzt den Orlan Nr. 4 mit den blauen Streifen und der Telemetrie-Einheit 6. Per Funk unterstützt von der Bodenstation, wechselten sie einige Komponenten ihrer Orlan-MK-Raumanzüge, wie LP-9 LiOH-Kanister, Haupt- und Reserve-BK-3M-Sauerstofftanks, Feuchtigkeitssammler, Trinkwasserfilter, einen Filter der Entgasungspumpe und 825M3-Batterien aus beziehungsweise arbeiteten daran. Sie bereiteten die persönliche Kleidung, welche im Raumanzug getragen werden soll, vor. Das sind die KVO-Kühlanzüge, der ShL-10S-Kopfhörer, BK-10-Thermounterwäsche und Baumwollsocken. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/07112010185040_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/07112010185040_small_2.jpg" alt="NASA-TV" width="260"/></a><figcaption>
Die Besatzung der ISS spricht mit  NASA Administrator Charles Bolden 
<br>
(Bild: NASA-TV)
</figcaption></figure></div>



<p>Am 2. November war der zehnte Jahrestag der bemannten Nutzung der ISS <a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/10-jahre-bemannte-raumstation-iss/" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">(wir berichteten)</a>. Daher gab es an diesem Tag eine Live-Schaltung zur ISS und NASA-Administrator Charles Bolden sprach mit der sechsköpfigen Besatzung. Auch die russische Weltraumagentur Roskosmos würdigte den feierlichen Tag, neben den anderen internationalen Partnern, mit einigen Sonderbeiträgen in Text und Film. </p>



<p>Bei dem Anflug von Sojus-TMA 01M im Oktober hatte es ein Problem mit einem Analog-Digitalwandler gegeben, so dass damals einige Werte auf der Neptun-Konsole der Rückkehrkapsel nicht angezeigt werden konnten. Um diesen Fehler zu analysieren, wurden mit Progress-M 08M ein Datenkabel und eine Diagnose-CD angeliefert. Alexander Kaleri prüfte damit die Datenprotokolldateien des Bedienfeldes, um die Ergebnisse den Fachleuten am Boden zu übersenden. Erste Erkenntnisse sprechen von einem Hardwareproblem, welches verhindert, dass der Wandler angesprochen wird. Das Universal-Trainingsgerät ARED (Advanced Resistive Exercise Device) macht diese Woche auch einige Probleme. Nur durch den Austausch eines Übungsseiles, von Scott Kelly durchgeführt, konnte das Trainingsgerät wieder genutzt werden. </p>



<p>Die russischen Besatzungsmitglieder der Internationalen Raumstation führen ein neues Experiment durch, das Wissenschaftlern helfen soll, neue Materialien und Elektronikgeräte zu entwickeln. Das Experiment, Coulomb Crystal genannt, ist eine Studie von geladenen Partikeln und deren Dynamik in einem Magnetfeld. Da es auf der Erde problematisch durchzuführen ist, wurde es mit Progress-M 08M zur ISS gebracht, um in der Mikrogravitation zu experimentieren. Die Ergebnisse sollen eine weitere praktische Anwendung in der Mikroelektronik, den Nanotechnologien und der Produktion von neuen Lichtquellen haben. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/07112010185040_big_3.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/07112010185040_small_3.jpg" alt="NASA" width="260"/></a><figcaption>
Scott J. Kelly und Oleg Skripotschka mit SPHINX im Unity-Knoten 
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p>Ebenfalls mit Progress-M 08M gelangte ein europäischen Experiment mit dem Namen SPHINX zur ISS. Es wurde von Oleg Skripotschka zum Columbus-Labormodul transportiert und dort von Scott Kelly in den vorgewärmten KUBIK-6-Brutkasten eingebaut. Kameraüberwacht wurde es gestartet und soll erforschen, wie sich Innenwandzellen von Venen der menschlichen Nabelschnur in der Mikrogravitation verhalten. Damit sollen bessere Kenntnisse über Endothel-Zellen für klinische Anwendungen gewonnen werden. </p>



<p>Der Entladevorgang von Progress-M 08M wurde während der gesamten Woche fortgesetzt. Neben den schon erwähnten Experimenten mussten auch eine ganze Menge anderer Güter entladen und in das stationseigene Inventar-Management-System (IMS) eingebucht werden. Shannon Walker konzentrierte sich auf eine Kontrolle der Bestände im Kleidungslager der Mannschaft. </p>



<p>Fjodor Jurtschichin, Kommandant von Sojus-TMA 19, begann damit, sich auf die Rückkehr zur Erde am Ende dieses Monats vorzubereiten. Er benutzte dafür die russische Tschibis-Anzughose, bei der ein Unterdruck auf den unteren Teil des Körpers einwirkt. Dadurch werden die Muskeln in den Beinen für die Rückkehr in die Schwerkraft vorbereitet. Doug Wheelock und Shannon Walker, ebenfalls zur Besatzung von Sojus-TMA 19 gehörend, werden in den nächsten Tagen in die Vorbereitung der Rückkehr zur Erde einsteigen. Ab Mitte November müssen alle drei Rückkehrer verstärkt Vitamine und Salz zu sich nehmen und ihr Trainingsprogramm intensivieren. </p>



<p>Mittlere Bahnhöhe der ISS am 06.11.2010:</p>



<p>352,0 km bei einem Höhenverlust von 156 Metern in den letzten 24 Stunden. </p>



<p><strong>Zukünftige Ereignisse: </strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li>12. November, Trainingseinheit zum russischen Weltraumausstieg</li><li>15. November, russischen Weltraumausstieg mit Fjodor Jurtschichin und Oleg Skripotschka</li><li>30. November, Rückkehr von Sojus-TMA 19 zur Erde</li></ul>



<p><strong>Raumcon:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=3793.msg163103#msg163103" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">ISS Hauptthema ab dem 3. November</a></li></ul>



<p></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Expedition 23</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/expedition-23/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 04 Nov 2010 23:23:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[ISS]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
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		<category><![CDATA[Sojus-TMA]]></category>
		<category><![CDATA[Spaceshuttle]]></category>
		<category><![CDATA[Weltraumausstieg]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Mission der ISS-Expedition 23 Autor: Ralf Möllenbeck &#38; Günther Glatzel &#38; Thomas Weyrauch. Mit dem Abkoppeln von Sojus-TMA 16 endete offiziell die Mission der Expedition 22 und die ca. zweieinhalbmonatige Mission der Expedition 23 begann zunächst in der Besetzung Oleg Kotow, Timothy Creamer und Sōichi Noguchi. In den ersten Tagen folgten hauptsächlich die Vorbereitungsarbeiten [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Die Mission der ISS-Expedition 23</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Autor: <a href="mailto:">Ralf Möllenbeck</a> &amp; <a href="mailto:">Günther Glatzel</a> &amp; <a href="mailto:">Thomas Weyrauch</a>.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ec-23.png" alt="" width="329" height="181"/><figcaption>Beginn:  18. März 2010<br>Ende:  2. Juni 2010<br>Dauer:  76 Tage<br>EVA:  0<br><br>Besatzungsmitglieder</figcaption></figure></div>



<p>Mit dem Abkoppeln von <em>Sojus-TMA 16</em> endete offiziell die Mission der Expedition 22 und die ca. zweieinhalbmonatige Mission der Expedition 23 begann zunächst in der Besetzung Oleg Kotow, Timothy Creamer und Sōichi Noguchi. In den ersten Tagen folgten hauptsächlich die Vorbereitungsarbeiten für die Ankunft der nächsten beiden bemannten Raumfahrzeuge <em>Sojus-TMA 18</em> und <em>Discovery</em>. Allerdings standen auch alltägliche Aufgaben wie Wartung der Systeme, Fitnessübungen und Betreuung der Forschungsexperimente auf dem Plan.</p>



<p>Schwierigkeiten machte die erneut defekte Abwasseraufbereitungsanlage der Station. Wegen eines Temperaturproblems am Katalysator war sie ausgefallen. Spezialisten am Boden arbeiteten daran, das Problem zu beheben und das Water Processor Assembly (WPA) genannte System wieder in Funktion zu bringen. Da aber ausreichend Wasservorräte auf der <em>ISS</em> vorhanden waren, konnte man mit entsprechender Sorgfalt vorgehen.</p>



<p>Am 24. März fand wie geplant eine weitere Bahnanhebung durch den unbemannten Frachttransporter <em>Progress-M 04</em> statt, welcher am hinteren Port des Servicemoduls <em>Swesda</em> angekoppelt war. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ec-23-crew_big.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ec-23-crew.jpg" alt="" width="323" height="258"/></a><figcaption>v.l. Michail Kornijenko, Tracy Caldwell-Dyson, Alexander Skworzow, Oleg Kotow, Timothy Creamer, Sōichi Noguchi<br>Bilder: NASA</figcaption></figure></div>



<p>Die acht Kopplungs- und Orientierungstriebwerke des Transportraumschiffes wurden um 9:15 Uhr UTC aktiviert, arbeiteten sieben Minuten und fünf Sekunden und verbrauchten dabei 142 kg Treibstoff. Das Manöver hob die ISS um 1,7 km auf eine mittlere Bahnhöhe von 348 km an. Damit wurde die Umlaufbahn der ISS für die beiden nächsten ankommenden Raumfahrzeuge optimiert.</p>



<p>Am 27. März sah das wöchentliche Programm der Besatzung auch die gründliche Stationsreinigung, einschließlich der Module <em>Columbus</em> und <em>Kibo</em>, mit einer Dauer von drei Stunden vor. Diese schloss die Beseitigung von Nahrungsmittelabfällen, die Reinigung mit dem Staubsauger, die feuchte Reinigung des Esstisches im Servicemodul und anderer oft berührter Oberflächen ein. Weiterhin wurden die Schlafstationen mit einer Standardreinigungslösung behandelt und die Lüftungsschlitze von Bildschirmen und Anlagen gesäubert, um Überhitzungen zu vermeiden.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/iss023-crew-pressekonferenz01.jpg" alt="" width="301" height="189"/><figcaption>Die Expedition 23 steht komplett für Fragen zur Verfügung.<br>(Bild: NASA)</figcaption></figure></div>



<p>Das Raumschiff <em>Sojus-TMA 18</em> startete am 2. April, 5:05 Uhr UTC mit Alexander Skworzow, Tracy Caldwell-Dyson und Michail Kornijenko an Bord vom Kosmodrom Baikonur aus. Es koppelte am 4. April an der <em>Internationalen Raumstation</em> an, seine Besatzung bildete den zweiten Teil der <em>ISS</em>-Expedition 23. Damit hatte die Station wieder eine sechsköpfige Stammcrew, erstmals mit drei russischen Kosmonauten. Forschungen konzentrierten sich auf die Bereiche Lebenswissenschaften (Biologie, Medizin), Physik, Erderkundung und Technologieerprobung.</p>



<p>Wenige Tage später, am 5. April startete die US-Raumfähre <em>Discovery</em> in Cape Canaveral und koppelte am 7. April gegen 7:44 Uhr UTC über der Nachtseite der Erde am Bug der <em>Internationalen Raumstation</em> an. Gesteuert wurde die Raumfähre dabei vom Kommandanten Alan Poindexter. Die <em>Discovery</em> mit siebenköpfiger Besatzung trug im Laderaum etwa 14,1 Tonnen Fracht. Dazu gehörten das Logistikmodul <em>Leonardo</em>, in dessen Innerem sich Express Rack 7 mit dem vierten Crew-Quartier, der Forschungs- und Trainingskomplex Muscle Atrophy Research and Exercise System (MARES), die Gefriereinheit Minus Eighty Laboratory Freezer 3 (MELFI 3) und die Montageeinheit für Beobachtungsgeräte Window Observational Research Facility (WORF) befanden sowie eine Außenplattform mit einem Kühlmitteltank. Im Mitteldeck wurden außerdem zahlreiche empfindliche Proben für Experimente transportiert, u. a. für Mouse Immunology, Space Tissue Loss, NLP-Vaccine-8, BRIC-16, APEX Cambium, ESA ECCO, JAXA 2D Nano Template, JAXA Myo Lab, JAXA Neuro Rad und SLEEP.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/sts131-kopplung04.jpg" alt="" width="265" height="221"/><figcaption>Kopplungspartner auf der Nachtseite<br>(Bild: NASA)</figcaption></figure></div>



<p>Neben dem Frachttransfer gehörten drei Außenbordeinsätze zu den wichtigsten Aufgaben der STS-131-Crew. In deren Verlauf wurde ein leerer Kühlmitteltank (Ammonia Tank Assembly) auf der Steuerbordseite der 108 Meter langen Gitterstruktur durch einen neuen aus der Ladebucht der Discovery ausgetauscht, ein defektes Gyroskop im Gitterelement <em>S0</em> gewechselt, sowie eine Arbeitsplattform und Werkzeuge an der Außenseite von <em>Quest</em> installiert. Allerdings bestanden zunächst Probleme mit einem klemmenden Ventil für einen Stickstofftank (Nitrogen Tank Assembly) eines externen Kühlsystems der <em>ISS</em>. Der gasförmige Stickstoff soll das flüssige Kühlmittel unter Druck setzen, was zunächst nicht gelang.</p>



<p>Insgesamt wechselten während der Mission STS 131 7,6 Tonnen Nutzlast von der Raumfähre in oder an die Station. Die Stationsbesatzung übernahm einen Großteil der Transportarbeiten und unterstützte die Shuttle-Crew bei ihren weiteren Aktivitäten. Die <em>Discovery</em> koppelte am 17. April ab und landete einige Tage später auf der Erde.</p>



<p>Am 22. April verließ auch das Frachtraumschiff <em>Progress-M 03M</em> die <em>ISS</em>, verblieb aber noch einige Tage für Plasmaexperimente in einer Erdumlaufbahn. Am Folgetag wurden die Treibwerke von <em>Progress-M 04M</em> für 20 Minuten und 46 Sekunden gezündet, was zu einer Anhebung der <em>ISS</em>-Bahn um 5,2 km führte.</p>



<p>Das supraleitende Submillimeterwellen-Signalgeber-Experiment, auf Englisch als SMILES für Superconducting Submillimeter-Wave Limb-Emission Sounder abgekürzt, ist eines der an der japanischen Außenplattform JEF (für <em>Japanese Exposed Facility</em>) angebrachten Erderkundungsexperimente. SMILES diente seit Beginn des Regelbetriebs des Instruments am 7. November 2009 der Messung der weltweiten Verteilung von beim Ozonabbau eine Rolle spielenden Spurengasen in der Stratosphäre. Im 640-GHz-Band hat SMILES in Höhen zwischen 10 und 60 Kilometern nach Substanzen wie O<sub>3</sub>, HCl, ClO, HO<sub>2</sub>, H<sub>2</sub>O<sub>2</sub>, HOCl, BrO, HNO<sub>3</sub> und SO<sub>2</sub> gesucht. Die Anlage mit einer Masse von 329 kg benutzte einen Cryostaten, um Teile des Systems auf sehr niedrigen Temperaturen halten zu können. Unterschiedliche Komponenten des Empfängers für die Submillimeterwellen wurden auf drei verschiedenen Temperaturniveaus von 4, 20 und 100 Kelvin betrieben. Zum Zwecke der Abschirmung gegen von der <em>ISS</em> ausgehende elektromagnetische Strahlung hatte man die Seitenwände von SMILES entsprechend ausgeführt.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/iss023-smiles-an-jef.jpg" alt="" width="291" height="188"/><figcaption>SMILES an japanischer Außenplattform<br>(Bild: NASA)</figcaption></figure></div>



<p>SMILES wurde am 10. September 2009 an Bord des japanischen Transportschiffs <em>HTV 1</em> in den Weltraum gebracht, das am 17. September 2009 die <em>ISS</em> erreichte. Sieben Tage später kam der japanische Roboterarm <em>JEM-RMS</em> (Japanese Experiment Module &#8211; Remote Manipulator System) zum Einsatz, um SMILES an der JEF anzusetzen. Nach 222 Tagen in Funktion endete der Beobachtungsbetrieb von SMILES am 21. April 2010.</p>



<p>Für die Langzeitbesatzung 23 standen in dieser Zeit viele Routinearbeiten aber auch einige Umbauten auf dem gut gefüllten Zeitplan. Es wurden Experimente betreut, die wöchentliche Grundreinigung der Station erledigt, Meetings mit der Bodenstation abgehalten und die turnusmäßige Feuerlöschübung durchgeführt. Diese Übung muss jede Besatzung immer wieder trainieren, um im Falle eines Brandes oder einer Rauchentwicklung schnell reagieren zu können. Ein Feuer, entstehender Rauch oder das Freiwerden von schädlichen Gasen gehört in der Raumstation mit zu den gefährlichsten Szenarien, das im schlimmsten Fall eine Evakuierung der Station erfordern würde.</p>



<p>In Vorbereitung auf die Ankunft des unbemannten Transportschiffes <em>Progress-M 05M</em> machten sich Kommandant Oleg Kotow und Flugingenieur Alexander Skworzow erneut mit dem russischen System TORU vertraut. Mit TORU ist es möglich, den Anflug von Progress-Raumschiffen zu verfolgen und bei Problemen mit dessen automatischem KURS-Annäherungssystem per Handsteuerung anzudocken. Am 28. April startete der Frachter <em>Progress-M 05M</em> zur Station und koppelte zwei Tage später an. Unter den 2.588 kg Fracht befanden sich 870 kg Treibstoffe, 50 kg Sauerstoff und 100 kg Wasser in Behältern des Versorgers. 1.318 kg Nutzlast, darunter Nahrungsmittel, Ausrüstungen, Verbrauchsmaterialien, Borddokumentationen und persönliche Pakete für die Besatzung.</p>



<p>Auch für die nächste amerikanische Mission (STS 132) wurden vorbereitende Tätigkeiten durchgeführt. T. J. Creamer begann damit, die amerikanischen Weltraumanzüge (EMU) in der Luftschleuse <em>Quest</em> zu warten und deren Batterien zu laden. Weiterhin wurde eine der beiden Bedienstationen (Robotic-Workstation) des Manipulatorarmes (<em>SSRMS</em>) im <em>Destiny</em>-Modul ausgebaut, nach <em>Cupola</em> transferiert und dort wieder eingebaut. Die erste Nutzung dieser Robotic-Workstation soll im Mai während STS 132 erfolgen, um das neue russische Modul <em>Rasswjet</em> (<em>MIM 1</em>) an der <em>ISS</em> anzusetzen.</p>



<p>Das Laufband COLBERT wurde Ende April aus dem Knotenmodul <em>Harmony</em> ins Knotenmodul <em>Tranquility</em> verlegt. Der Ein- und Ausbau dauerte mehrere Tage und wurde hauptsächlich von Alexander Skworzow, Tracy Caldwell-Dyson und Sōichi Noguchi ausgeführt. Leider konnte das Laufband zunächst nicht wieder in Betrieb genommen werden, da die abschließende Fotodokumentation zu kleine Abstände zu den benachbarten Modulteilen zeigte. Die Mindestabstände von einem ¾ Zoll wurden an der Spitze und dem Boden des Gestells unterschritten. Problemlos konnte dagegen die dritte neue Schlafkabine (Crew Quarter) im Knotenmodul <em>Harmony</em> in Betrieb genommen werden. Diese wurde während der letzten Mission STS 131 von der <em>Discovery</em> geliefert und war dann von der Start-Konfiguration in die On-Orbit-Konfiguration gebracht worden. Als &#8222;Erstbewohner&#8220; bezog Michail Kornijenko diese permanente Schlafstation.</p>



<p>Außerdem konnte die Crew der <em>ISS</em> etwas Freizeit genießen, ging weiteren Fitnessübungen nach und nutzte die Gelegenheit, um einige Erdbeobachtungs- und Fotodokumentationen zu erstellen. Erfasst wurde u.a. Johannesburg in Südafrika, welches der Besatzung als Ziel für Fotos vorgeschlagen worden war. Währenddessen wurde vermeldet, dass ein verklemmtes Ventil am Stickstofftank (NTA) des Kühlsystems der Station wieder funktionierte. Dies wurde durch das „Cold Soaking“, ein Verfahren aus Abkühlung und Druckerhöhung im Ventil, unter Nutzung des Winkels der derzeitigen Bahn der <em>ISS</em> erreicht. Der Stickstoff wird für den Druckaufbau im Ammoniakkreislauf verwendet, der für die Kühlung der Station sorgt.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/iss023-matrjoschka-kibo-skworzow-noguchi.jpg" alt="" width="283" height="236"/><figcaption>Matrjoschka in Kibo<br>(Bild: NASA)</figcaption></figure></div>



<p>Viele Experimente und Forschungsreihen bedurften auch im Mai einer fortlaufenden Betreuung durch die Besatzung. Tracy Caldwell-Dyson widmete sich mehrere Stunden einem Experiment zur Erzeugung von sterilem Wasser, welches den Anforderungen zur medizinischen Nutzung während Langzeitmissionen im Weltall genügt. Alexander Skworzow, Michail Kornijenko, T. J. Creamer und Sōichi Noguchi transportierten das Experiment Matrjoschka vom russischen Segment der Station in das US-basierte, um es im japanischen Labormodul <em>Kibo</em> auf seinen vierten Einsatz vorzubereiten. Matrjoschka ist eine körperrumpfähnliche Vorrichtung, welche mit Strahlungssensoren (Dosimetern) ausgestattet ist, um eine mit dem Menschen vergleichbare Strahlenbelastung zu messen. Das Matrjoschka-Kibo-Experiment ergänzte die bisherigen Forschungsergebnisse der „Strahlenmesspuppe“.</p>



<p>Alexander Skworzow, der am 6. Mai seinen 44. Geburtstag feierte, arbeitete am Rusalka-Experiment, einem Testverfahren, um die Methan- und Kohlenstoffdioxidkonzentrationen in der Erdatmosphäre aus der Erdumlaufbahn zu messen. Kommandant Oleg Kotow verbrachte etwas Zeit mit dem russischen Sonokard-Experiment, das physiologische Funktionen eines Besatzungsmitgliedes während des Schlafes registriert. Bei Sonokard handelt es sich um eine Studie zur Untersuchung der gewonnenen Gesundheitsdaten. Dabei wird ermittelt, ob diese Daten als Basis dienen könnten, die Anpassungsfähigkeit des menschlichen Körpers bei Langzeitflügen zu bewerten und vorauszusagen.</p>



<p>Anfang Mai wurde die „Roboterhand“ <em>Dextre</em> mit dem Stationsarm (<em>SSRMS</em>) zur mobilen Plattform, auch <em>Mobile Base System</em> (MBS) genannt, transportiert. Auf dieser mobilen Plattform, welche auf dem Ausleger (Integrated Truss Structure) läuft, ist <em>Dextre</em> nun bereit für die weitere Ausrüstung seiner Komponenten. Währenddessen gingen Oleg Kotow und T. J. Creamer die Prozeduren zum Fotografieren ankommender Raumfähren während einer 360-Grad-Drehung um die Querachse durch. Diese Drehung (Rendezvous Pitch Maneuver) dient der fotografischen Kontrolle des Hitzeschildes einer Raumfähre.</p>



<p>Sōichi Noguchi beendete den Einbau der Bedienstation (Robotic-Workstation) des Stationsarmes in <em>Cupola</em>. Er löste das Problem mit einem zu kurzen Kabel, indem er einen Handgriff demontierte. Es wurde ein mit <em>Progress-M 05M</em> angeliefertes Datenkabel eingebaut. Außerdem brachte er eine Fußhalterung in <em>Cupola</em> an. Diese soll dem Bediener des Stationsarmes einen sicheren Halt vor der Robotic-Workstation geben.</p>



<p>Auf der <em>ISS</em> befinden sich drei amerikanische Raumanzüge (EMU). Diese wurden von Sōichi Noguchi, T. J. Creamer und Tracy Caldwell-Dyson in der US-Luftschleuse <em>Quest</em> für die Ankunft der Raumfähre <em>Atlantis</em> (STS 132) vorbereitet. Die Anzüge wurden in der Größe angepasst, die Batterien aufgeladen und Wasservorräte vorbereitet. Dabei werden die drei Stationsanzüge nicht unmittelbar zum Einsatz kommen, dienen aber als Ersatz, falls es mit den Shuttle-eigenen Anzügen Probleme geben sollte.</p>



<p>Positive Nachrichten gab es auch von dem nach <em>Tranquility</em> verlegtem Laufband T2/COLBERT. Es zeigte nach seinem ersten Einbau zu geringe Abstände zu den benachbarten Modulteilen. Nun wurde COLBERT neu ausgerichtet und wieder befestigt. Danach konnte es erneut für das tägliche Training der Besatzung freigegeben werden.</p>



<p>Der vor dem Ablegen mit Abfällen beladene Frachter <em>Progress-M 04M</em> verließ am 10. Mai die Raumstation. Zwei Tage später koppelte <em>Sojus-TMA 17</em> mit seiner Besatzung von <em>Sarja</em>-Nadir ab und nach 27-minütigem Flug am Heck der Station wieder an. Damit wurde der Kopplungsstutzen an der Unterseite von <em>Sarja</em> frei für das neue russische Modul <em>Rasswjet</em>.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/iss023-rasswjet02.jpg" alt="" width="316" height="263"/><figcaption><em>Rasswjet</em> an der Unterseite der Station. Zu sehen sind auch die Luftschleuse und der zusammengeklappte Mikrometeotitenschild sowie die orangefarbenen Befestigungen für die Shuttle-Ladebucht.<br>(Bild: NASA)</figcaption></figure></div>



<p>Dies traf mit der Raumfähre <em>Altantis</em> am 16. Mai ein und wurde am 18. Mai angekoppelt. Außerdem brachte die Raumfähre tonnenweise Nachschub, darunter 614 kg Materialien für wissenschaftliche Experimente sowie 6 neue Batterien für die Außenseite der Station. Diese wurden im Verlaufe zweier Ausstiege in die Gitterstruktur eingebaut, nachdem die älteren Batterien gelöst und entfernt worden waren. Zusätzlich installiert wurde eine Satellitenantenne mit einem speziellen Ausleger. Sie fungiert als Ersatzsystem für ein bereits auf <em>Z1</em> montiertes, baugleiches Modell, das seit Jahren im Einsatz ist und der schnellen Daten-, Sprach- und Videokommunikation dient. Während der insgesamt drei Außenbordeinsätze wurden auch Arbeiten am Kühlsystem vorgenommen, eine Werkzeughalterung am Manipulatorsystem <em>Dextre</em> montiert und aufgeräumt. Beim zweiten Ausstieg kam es zu einem Ausfall des primären Kommando- und Steuerungscomputers im US-Teil, der aber durch ein Backupsystem kompensiert werden konnte.</p>



<p>Das neue russische Modul <em>Rasswjet</em> dient als Raum für Forschungen und zur Lagerung verschiedener Materialien. Beim Start war es mit 1,4 t Fracht für die NASA gefüllt und trägt an der Außenseite eine Luftschleuse für Experimente, die 2012 am MLM <em>Naúka</em> montiert werden soll, zwei Mikrometeoritenschutzschilde für <em>Swesda</em> und Ersatzteile für den geplanten ESA-Roboterarm ERA, der an der Außenseite von <em>Naúka</em> stationiert sein wird.</p>



<p>Der Innenraum von <em>Rasswjet</em> wurde anschließend weitgehend für seine zukünftige Nutzung vorbereitet. Neben seiner Funktion als vierter russischer Andockstutzen und der Nutzung als Lagerraum, enthält <em>Rasswjet</em> mehrere Forschungseinrichtungen. In einer Druckabteilung mit acht Arbeitsstationen sind eine Handschuhbox für empfindliche Experimente, zwei Inkubatoren zur Durchführung von Hoch- und Niedrigtemperatur-Experimenten sowie eine spezielle Plattform enthalten. Diese Plattform ist schwingungsdämpfend gelagert, um Versuchsreihen vor Vibrationen der Station zu schützen. Es ist geplant, in diesen wissenschaftlichen Forschungseinrichtungen eine Anzahl von Experimenten aus den Bereichen Biotechnologie, Biowissenschaften, Fluidphysik und Bildungsforschung durchzuführen. Vier dieser acht Arbeitsstationen sind bisher nicht belegt, aber mit mechanischen Adaptern ausgestattet, um weitere wissenschaftliche Nutzlasten in den beweglichen Racks und Borden zu installieren.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/iss023-rasswjet-handschuhbox01.jpg" alt="" width="287" height="239"/><figcaption>Neue Handschuhbox für neues Modul.<br>(Bild: NASA)</figcaption></figure></div>



<p>In der letzten Maiwoche widmeten Sōichi Noguchi, T. J. Creamer und Kommandant Oleg Kotow einen Großteil ihrer Zeit den Vorbereitungen auf ihren Rückflug zur Erde. Die Raumfahrer gingen mit der russischen Bodenstation die Prozeduren für ihre Rückkehr durch, verpackten persönliche Sachen und säuberten ihre Schlafstationen. Oleg Kotow verstaute ca. 100 Kilogramm Fracht im Sojus-Landemodul und befüllte das Orbitalmodul mit einigen nicht mehr benötigten Gegenständen. Die drei Rückkehrer probierten auch ihre „Kentavr anti-G“-Kleidung an. Diese spezielle Kleidung, bestehend aus Shorts, Gamaschen, Unterhose, Trikot und Socken, wird unter den Sokol-Fluganzügen getragen. Sie soll den Langzeitraumfahrern die Wiederanpassung an die Schwerkraft der Erde erleichtern. Weiterhin wurden die Rückkehrer angewiesen, drei Natriumchlorid-Tabletten mit 300 ml Flüssigkeit zum Frühstück und Mittagessen einzunehmen. Zwei zusätzliche Tabletten werden zu einer Mahlzeit an Bord der Sojus kurz vor dem Verlassen der Umlaufbahn eingenommen.</p>



<p>Am 26. Mai wurde die Bahn der <em>ISS</em> durch ein Bremsmanöver mit den Triebwerken des Frachters <em>Progress-M 05M</em> um 1,5 Kilometer abgesenkt. Damit erreichte man eine Optimierung der Flugbahn für die planmäßige Rückkehr der Besatzung des Raumschiffes <em>Sojus-TMA 17</em> zur Erde. Damit war auch die Arbeit der <em>ISS</em>-Expedition 23 beendet. Die offizielle Kommandoübergabe von Oleg Kotow an Alexander Skworzow erfolgte am 31. Mai, die Rükkehr zur Erde am 2. Juni 2010.</p>



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		<title>Expedition 22</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/expedition-22/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 28 Oct 2010 22:22:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[ISS]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Mission der ISS-Expedition 22 Autor: Günther Glatzel &#38; Thomas Weyrauch. Nach der Rückkehr der Besatzung von Sojus-TMA 15 zur Erde bestand die Stammbesatzung für rund drei Wochen nur aus Jeffrey Williams und Maxim Surajew. Beide waren mit Wartungs- und Überwachungsarbeiten (Luft- und Oberflächenqualität, Lebenserhaltungssysteme, Thermoregulierung, Trainingsgeräte, sanitäre Anlagen, Inventarisierung, Filter- und Alarmsysteme) sowie der [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Die Mission der ISS-Expedition 22</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Autor: <a href="https://www.raumfahrer.net/verein-raumfahrer-net-e-v/ehemalige/" data-wpel-link="internal">Günther Glatzel</a> &amp; <a href="https://www.raumfahrer.net/redakteure/" data-wpel-link="internal">Thomas Weyrauch</a>.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/iss022-pflanzen01.jpg" alt="" width="305" height="263"/><figcaption>Maxim mit Pflanzen aus dem LADA-Gewächshaus. (Bild: NASA)</figcaption></figure></div>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ec-22.png" alt="" width="265" height="264"/><figcaption>Beginn:  1. Dezember 2009<br>Ende:  18. März 2010<br>Dauer:  97 Tage<br>EVA:  1<br>Besatzungsmitglieder</figcaption></figure></div>



<p>Nach der Rückkehr der Besatzung von <em>Sojus-TMA 15</em> zur Erde bestand die Stammbesatzung für rund drei Wochen nur aus Jeffrey Williams und Maxim Surajew. Beide waren mit Wartungs- und Überwachungsarbeiten (Luft- und Oberflächenqualität, Lebenserhaltungssysteme, Thermoregulierung, Trainingsgeräte, sanitäre Anlagen, Inventarisierung, Filter- und Alarmsysteme) sowie der Betreuung einiger Experimente beschäftigt. Dazu gehörten medizinische Untersuchungen wie der Psychomotoric Vigilance Self Test, die Überwachung körperlicher Funktionen im Schlaf (Sonokard), der Einfluss der Ernährung auf den Knochenstoffwechsel (Nutrition), Wechsel von Aktivität und Ruhe in Schlaf- und Wachphasen (SLEEP), die Erfassung der Herzaktivität bei verschiedenen Tätigkeiten (48-Stunden-EKG im Rahmen von Integrated Cardiovascular) sowie die Messung der äußeren Atemfunktionen (Dichanije). Gegenstand biologischer Experimente waren die Entwicklung von japanischen Salatpflanzen in der Schwerelosigkeit (Mizuna-Salat im LADA-Gewächshaus), das Wachstum von Cambium-Pflanzenzellen (Advanced Plant Experiments on Orbit) und die bildliche Erfassung von Algenblüten in den Weltmeeren (Seiner).</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ec-22-crew_big.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ec-22-crew.jpg" alt="" width="281" height="225"/></a><figcaption>v.l. Timothy Creamer, Jeffrey Williams, Maxim Surajew, Oleg Kotow, Sōichi Noguchi<br>Bilder: NASA</figcaption></figure></div>



<p>Sowohl im amerikanischen als auch im russischen Segment wurden Vibrationsmessungen durchgeführt (SAMS II bzw. Izgib). Das Experiment Rusalka betraf die Sonnen- und Atmosphärenforschung. Hierbei werden Spektren der oberen Atmosphäre während eines Sonnenuntergangs erfasst. Dabei können die Anteile an Kohlenstoffdioxid und Methan erfasst werden.</p>



<p>Die drei kleinen, autonomen Innnenraumsatelliten SPHERES kamen ebenfalls zum Einsatz. Studenten hatten deren Bewegungssteuerung programmiert. So musste das Schwappen einer Flüssigkeit im Inneren eines der Satelliten so gut wie möglich ausgelichen werden, ein Satellit automatisch einem anderen, von Jeff Williams gesteuerten, ausweichen und drei Satelliten einander finden und einen Formationsflug anstreben. Der Test war das Finale eines Wettbewerbs im Rahmen des ZERO Robotics Pilot Program der NASA.</p>



<p>Zur Abklärung von Problemen mit einem der Anstellmotoren für die Solarzellenpaneele auf der Backbordseite der Station (2A Beta Gimbal Assembly) wurden etwa 200 Fotos angefertigt und zur Erde übermittelt. Allerdings wurden keine Auffälligkeiten gefunden. Aufgrund einer längeren Abschattungsphase vermutete man die Ursache für höhere Reibungswiderstände in einer vorübergehend verminderten Elastizität des Schmiermittels.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/poisk-serviceteil-abkopplung03.jpg" alt="" width="288" height="240"/><figcaption>Das Serviceteil legt ab, <em>Poisks</em> Andockstutzen wird frei. (Bild: NASA-TV)</figcaption></figure></div>



<p>In der Nacht des 8. Dezember (0.16 Uhr UTC) wurde das Serviceteil des Spezial-Transporters <em>Progress-M MIM 2</em> abgesprengt und später zum Verglühen in die Erdatmosphäre gesteuert. Damit wurde an der ISS der fünfte verwendbare Kopplungsstutzen freigelegt. <em>Progress-M MIM 2</em> war am 10. November 2009 von Baikonur aus gestartet und hatte zwei Tage später am Zenit-Kopplungsstutzen von <em>Swesda</em> angelegt. Damit wurde nach einer längeren Pause der Ausbau des russischen Teils der Internationalen Raumstation wieder aufgenommen. <em>Poisk</em>, so der Name des Moduls, ist ein Ersatz für <em>Pirs</em> und wird ebenso wie dieses als Kopplungs-, Ausstiegs- und Experimentiereinheit verwendet. Allerdings ist <em>Poisk</em> mit 4,6 Metern Länge und einem Durchmesser von 2,3 m ein eher kleines Modul.</p>



<p>Bis zur Ankunft des Raumschiffs <em>Sojus-TMA 17</em> mit der zweiten &#8222;Hälfte&#8220; der Expedition 22 wurde intensiv weitergearbeitet. Regelmäßige Kontrollen und Wartungsarbeiten wurden an allen Lebenserhaltungssystemen durchgeführt. Turnusmäßig kontrolliert wurden auch Luft-, Wasser- und Oberflächenqualität. Dazu wurden Abdeckungen und Paneele an verschiedenen Stellen kurzzeitig entfernt und Abstriche der normalerweise verdeckten Oberflächen genommen. Diese wurden dann sowohl auf chemische Filme als auch auf biologische Kontaminationen durch Bakterien oder Pilze untersucht. Begleitet wurden die Arbeiten von Filterreinigungen, Untersuchung der Luft auf Konzentration potenziell gefährlicher Chemikalien, die Überprüfung von Dichtungen an Luken und Absperrventilen sowie Schnelltrennern für Kabelverbindungen und Schläuche. Auch ein Notfalltraining wurde absolviert in dessen Verlauf die Sokol-Rettungsanzüge, Feuerlöscher, Atemmasken und Anleitungen für Notfälle überprüft wurden.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/iss022-ceo-palminseln-dubai.jpg" alt="" width="298" height="257"/><figcaption>Dubais künstliche Inseln aus dem All. (Bild: NASA)</figcaption></figure></div>



<p>Medizinische Forschung betraf Maßnahmen gegen Knochen- und Muskelschwund, wie die Einnahme spezieller Medikamente (Bisphosphonates), tägliches Training mit verschiedenen Apparaturen, Messung von Körpermasse, Wadenumfang und Kondition, Strahlungsmessungen innen und außen sowie an einem dem menschlichen Körper nachempfundenen Torso (ALTEA-DOSI, Matrjoschka-R), Lärmmessungen an verschiedenen Stellen der Station, ein Hörtest, eine kardiologische Studie zur bioelektrischen Aktivität des Herzens in Ruhephasen (Puls und EKG), Untersuchungen zum Biorhythmus (mobiles 24-Stunden-EKG) sowie psychologische Studien. So wurde per Fragebogen die Qualität der Zusammenarbeit zwischen den Besatzungsmitgliedern und der Bodenstation erfasst (Interactions/Wsaimodeistwije). Bei Pilot-M/Neuro wurden Surajews Augenbewegungen und Reaktionsfähigkeit gemessen, die während verschiedener Tests am Computer auftraten. Dazu gehörten auch die Spiele Minesweeper und Tetris. Über einen längeren Zeitraum lassen sich dadurch Veränderungen in Wahrnehmung und Reaktion sowie Stresszustände einschätzen. Im Rahmen von Tipologija wurden außerdem Hirnströme gemessen. Mit ähnlichem Equipment absolvierte Williams eine Serie WinSCAT (Spaceflight Cognitive Assessment Tool for Windows). Dabei wurde ein Fragebogen ausgefüllt, bei dem es auf Konzentration, Aufmerksamkeit, Gedächtnisleistungen, räumliches Vorstellungsvermögen und mathematische Fähigkeiten ankommt. Der Test wurde im Abstand von 30 Tagen wiederholt.</p>



<p>Objekte von Erdbeobachtungen waren im Rahmen von Crew Earth Observation (CEO) u. a. eine Reihe von Inseln (Malediven, Seychellen, St. Helena, Togo, Grenada, Trinidad, Tobago, Mauritius, Jamaika) und Großstädten (Neu Delhi, Tripolis, Bangkok, Santiago de Chile, Havanna) sowie im Rahmen von Uragan der Kollea-Gletscher und der Panamakanal.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/iss022-surajew-amateurfunk-tu-kursk.jpg" alt=""/><figcaption>Maxim Surajew &#8222;amateurfunkt&#8220; mit Studenten und Mitarbeitern der TU Kursk. (Bild: NASA)</figcaption></figure></div>



<p>Öffentlichkeitswirksam wurde die Besatzung durch eine Reihe von Amateurfunkkontakten, überwiegend mit Schülern in den USA, in Russland und Italien sowie durch Live-TV-Übertragungen für Bildungszwecke. Weitere wissenschaftliche Untersuchungen betrafen das Verhalten von Colloiden in der Schwerelosigkeit (BCAT 5), optische Diagnosegeräte zur Untersuchung des Einflusses von Vibrationen auf die Diffusion in Flüssigkeiten in einer Handschuhbox (Selectable Optical Diagnostics Instrument) sowie Veränderungen im Erbgut von Pflanzenzellen durch Schwerelosigkeit und Strahlung (Transgeneic Arabidopsis Gene Expression System im Advanced Biological Research System). Dazu wurden genetisch veränderte Zellen verwendet, die u. a. einen grün fluoriszierenden Marker enthielten. Dessen Menge und Aktivität ließ sich über eine Kamera überwachen.</p>



<p>Am 17. Dezember wurde der Stellmotor zur Ausrichtung des Solarzellenpaneels 2A reaktiviert und am folgenden Tag ein Belastungstest durchgeführt. Dazu waren die Gelenke zur Drehung der Gitterelemente <em>P4/5/6</em> sowie <em>S4/5/6</em> (Solar Alpha Rotary Joints) und vier der acht Gelenke zur Ausrichung der einzelnen Solarzellenpaneele in Nullstellung arretiert. Die Schwingungen bei den insgesamt 5 Antriebsimpulsen mit den Stationstriebwerken wurden mit verschiedenen Messkomplexen erfasst. Dazu gehören interne und externe Drahtlos-Sensorennetze, MAMS und SAMS zur Messung von minimalen Beschleunigungen unterschiedlicher Frequenz und das Structural Dynamic Measurement System (SDMS). Außerdem wurden Fotos angefertigt. Eine Weile beschäftigt war man auch mit der Aktualisierung bzw. Umstellung einiger Computer und mit einer PC-Problemanalyse (JAXA System Laptop Terminal 1).</p>



<p>Der 23. Dezember war Kopplungstag. Das zwei Tage zuvor gestartete Raumschiff <em>Sojus-TMA 17</em> legte an <em>Sarja</em>-Nadir an, 6 Minuten vor der geplanten Zeit. Zuvor waren Fenster verschlossen, Solarzellenpaneele arretiert, Handbücher für Notfallprozeduren aktualisiert und bestimmte Gerätschaften abgeschaltet worden. So können die Stöße beim Andocken empfindliche Experimente stören. Umgekehrt können aber auch Funksysteme auf der ISS den automatischen Datenaustausch zwischen den Kopplungspartnern behindern. Nach der obligatorischen Sicherheitseinweisung von Timothy Creamer, Oleg Kotow und Soichi Noguchi wurden verschiedene Systeme aktiviert, Umweltmessungen durchgeführt und empfindliche Güter entladen.</p>



<p>An den folgenden Tagen war man mit Übergabeaktivitäten, medizinischen Erstuntersuchungen, Wartungsarbeiten und Eingewöhnen beschäftigt. Zudem gab es auch Gründe zum Feiern und Schlemmen: Weihnachten und der Jahreswechsel.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/iss022-noguchi-sodi.jpg" alt="" width="327" height="282"/><figcaption>Soichi Noguchi arbeitet an der Reparatur des Selectable Optical Diagnostics Instrument. (Bild: NASA)</figcaption></figure></div>



<p>Zu den regulären Wartungsaufgaben gehörten neben den oben bereits genannten auch die Untersuchung der Wasserqualität (Brauchwasser und Trinkwasser getrennt), die Leerung von Kondenswasserbehältern, Batteriewechsel bzw. -aufladung, Trockenhaltung und Überprüfung der individuellen Schutzanzüge, Überprüfung von Messgeräten für Luftreinheit, Feuer-, Dekompressions- oder Rauchalarm, regelmäßiges Neubooten von Computern, Reinigung der Toiletten, Austausch von Luftfiltern, Einspielen von Software-Updates, Überprüfung von Ventilatoren zur Verteilung der Luft und von Luftstromsensoren sowie das Nachfüllen von Wasser in den Elektrolyseur des Sauerstoffgenerators Elektron. Außerdem gab es für die Besatzungsmitglieder regelmäßige private Familienkonferenzen, vertrauliche medizinische Gespräche, wöchentliche Planungskonferenzen und Medienkontakte per Video. Dazu zählten auch Grußbotschaften vom russischen Raumfahrtmuseum in Moskau anlässlich der 50sten Jahrestage des Raumfluges von Sputnik 5 mit den Hündinnen Bjelka und Strelka sowie der Gründung des sowjetischen Kosmonautencorps.</p>



<p>Vor allem aber blieb mehr Zeit für wissenschaftliche Forschungen. Dazu gehörten neben der Fortführung vieler Experimente auch die Messung der Menge roter Blutkörperchen (Hemakrit), die während eines längeren Aufenthalts im Weltall beständig zurückgeht, die langfristige Untersuchung von Veränderungen der Haut sowie der Schleimhäute in Ohr, Nase und Mundraum (BIMS), die Beobachtung und fotografische Erfassung von Auswirkungen industrieller Standorte auf die Erdatmosphäre (EKON), Beobachtung von Gletschern und Eisbergen (Uragan), Mustererkennung in der Schwerelosigkeit (BISE), das Verhalten von überhitzten oder unterkühlten Flüssigkeiten in der Mikrogravitation (Device for the Study of Critical Liquids &amp; Crystallisation), die Messung des pH-Wertes vom morgendlichen Urin der Raumfahrer (Pro K), die Erfassung der Lungenfunktion (Pulmonary Function) sowie &#8222;Dewey&#8217;s Forest&#8220;. Hierbei handelt es sich um ein für Bildungszwecke von Schülern zusammengestelltes Pflanzenarrangement. Dieses wird tiefgefroren ins All gebracht und zu einem bestimmten Zeitpunkt &#8222;zum Leben erweckt&#8220;. Dann entwickeln sich die Pflanzen, sehr zur Freude der jungen Forscher am Boden und der Raumfahrer in der Station. Der &#8222;Wald&#8220; bestand in alter Gartentradition aus indischen Scheinerdbeeren, Nelken, Antitussivum und Pfefferminze. Der Name &#8222;Dewey&#8217;s Forest&#8220; geht auf den Science-Fiction-Film &#8222;Silent Running&#8220; (deutscher Titel: &#8222;Lautlos im Weltraum&#8220;; USA, 1971) zurück, in dem ein Roboter namens Dewey den letzten irdischen Wald in einem riesigen Gewächshaus, welches den Saturn umläuft, betreut.</p>



<p>Zu Beginn des Jahres haben Jeffrey Williams, Soichi Noguchi und Timothy Creamer im Inneren der Station einen Manipulator zusammengebaut und für den Außeneinsatz vorbereitet, mit dem besonders feinfühlige Arbeiten vorgenommen werden können. Allerdings ist auch der <em>Small Fine Arm</em> nur vergleichsweise &#8222;fine&#8220;. Es wurde am 10. März durch eine im japanischen Labormodul <em>Kibo</em> befindliche Schleuse nach außen gebracht.</p>



<p>Am 11. Januar wurde die externe Lagerplattform <em>ESP 3</em> (External Stowage Platform) mittels Stationsmanipulator <em>Canadarm2</em> vom oberen Teil des Gittersegments <em>P3</em> auf der Backbordseite (<strong>P</strong>ortside) entfernt und auf dem mobilen Transporter zur Steuerbordseite gefahren. Hier wurde <em>ESP 3</em> am nächsten Tag an der Unterseite des Gittersegments <em>S3</em> (<strong>S</strong>tarboard) installiert. Damit stehen später für Experimente je zwei Montagepunkte an der Ober- und an der Unterseite zur Verfügung. Die Lagerplattform trug zu diesem Zeitpunkt eine Ersatzantenne, ein Pumpenmodul und verschiedene robotische Austauschkomponenten.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/iss022-kotow-ausstieg1.jpg" alt=""/><figcaption>Kotow bei Außenbordarbeiten (Bild: NASA)</figcaption></figure></div>



<p>Oleg Kotow und Maxim Surajew bereiteten sich derweil intensiv auf ihren Ausstieg vor. Das neue russische Mini-Forschungsmodul <em>Poisk</em> dient auch als Ausstiegsschleuse und Andockstelle. Zuvor mussten aber noch einige Vorbereitungen getroffen werden. Zu denen gehörte das Anbringen einer Antenne für das Annäherungssystem Kurs sowie eines optischen Kopplungsziels. Dies wurde von Oleg Kotow und Maxim Surajew am 14. Januar 2010 bei einem fünfeinhalbstündigen Außenbordeinsatz erledigt. Der Ausstieg begann mit dem Öffnen der Ausstiegsluke im Modul <em>Pirs</em> gegen 10:10 Uhr UTC und endete nach 5 Stunden und 28 Minuten. Außerdem wurden mehrere zusätzliche Handläufe installiert und planmäßig ein außen angebrachter Experimentcontainer (Biorisk) geborgen, mit dem die Auswirkungen kosmischer Strahlung auf biologische Substanzen und Organismen untersucht wurden. Die Proben wurden zur genaueren Untersuchung zur Erde zurückgebracht. Für Oleg Kotow war dies der dritte Ausstieg seiner Laufbahn, für Surajew der erste. Beide trugen die neuen Orlan-MK-Raumanzüge.</p>



<p>Am 21. Januar 2010 koppelten Surajew und Williams ihr Raumschiff <em>Sojus-TMA 16</em> vom Heck der Station ab und 21 Minuten später erstmals am neuen russischen Modul <em>Poisk</em> wieder an. Um 10:24 Uhr UTC war der mechanische Kontakt zwischen <em>Sojus-TMA 16</em> und der <em>Internationalen Raumstation</em> wiederhergestellt, nachdem das Zubringerraumschiff um 10:03 Uhr UTC vom Stationsmodul <em>Swesda</em> abgedockt hatte.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/iss022-sojus-tma-16-umkopplung.jpg" alt="" width="299" height="258"/><figcaption><em>Sojus-TMA 16</em> wechselt die Anlegestelle. <br>(Bild: NASA)</figcaption></figure></div>



<p>Seit dem 22. Januar können die Bewohner der <em>Internationalen Raumstation</em> das Internet (fast) direkt nutzen. Dabei greifen Sie im Verlaufe von Zeiten, in denen via K<sub>u</sub>-Band-Antenne eine schnelle Datenverbindung zwischen Station und Erde besteht, per Remoteverbindung auf einen Rechner in einer NASA-Einrichtung zu, der ans Internet angebunden ist. Sie sehen also auf ihrem Computerbildschirm den Inhalt des Desktops des ferngesteuerten Rechners und können hier auch Eingaben machen. Hauptzweck der neuen Kommunikationsmöglichkeit ist der verbesserte Kontakt der ISS-Besatzung mit Bekannten, Verwandten und Interessierten weltweit. Timothy Creamer machte davon sogleich Gebrauch, indem er einen Eintrag in Twitter selbst vornahm. Bisher wurden die Botschaften per Mail zum Boden übermittelt und dann von Mitarbeitern der NASA bzw. von Roskosmos oder Jaxa veröffentlicht. Weiterhin zur Verfügung stehen den Raumfahrern Dienste wie eMail, IP-Telefonie und Videokonferenzen. Letztere gibt es vor allem bei besonderen Anlässen. Sonstige private, dienstliche oder medizinisch-beratende Kontakte finden überwiegend via Audio statt.</p>



<p>Am 22. Januar 2010 wurden zwei Triebwerke des Servicemoduls <em>Swesda</em> an der <em>Internationalen Raumstation</em> testweise in Betrieb genommen. Die beiden als KD 1 und KD 2 bezeichneten Motoren am Ende der Station waren um 10:06 Uhr UTC gezündet worden. Während der 54 Sekunden dauernden Brennphase wurden rund 125 Kilogramm Treibstoff verbraucht und die Bahn um 1,75 Kilometer angehoben. Der eigentliche Reboost fand am 24. Januar statt. Um 9.01 Uhr UTC, wurden die Triebwerke gezündet und waren zweieinhalb Minuten in Funktion. Die Operation steigerte die Geschwindigkeit der <em>ISS</em> um 2,85 Meter pro Sekunde und hob die Bahn der Station um rund 5 Kilometer an.</p>



<p>Der Kopplungsadapter <em>PMA 3</em> wurde zuvor am 23. Januar 2010 planmäßig von der Backbordseite des Moduls <em>Unity</em> zum oberen Port auf <em>Harmony</em> umgesetzt. Dies geschah mit dem Hauptmanipulatorsystem der ISS, dem <em>Canadarm2</em>. Das Umsetzen begann gegen 9:15 Uhr UTC und dauerte etwa 2 Stunden und 16 Minuten. Notwendig wurde der Transport, um den linken Kopplungsstutzen an <em>Unity</em> für das Andocken des letzten Verbindungsknotens des US-basierten Teils der Station freizumachen. An dieses Modul namens <em>Tranquility</em> wurde <em>PMA 3</em> am 16. Februar erneut umgesetzt.</p>



<p>Wie erst Ende Januar bekannt wurde, hatte Maxim Surajew in den davorliegenden Wochen Pflanzen der Weizensorte Superkarlik ungenehmigt herangezogen. Sie gediehen im Unterschied zu einem früheren Versuch an Bord der russischen Raumstation <em>Mir</em> gut, woraus man folgerte, dass das unzureichende Wachstum damals an der äthylenreichen Bordatmosphäre der alten Station gelegen haben könnte.</p>



<p>Am 3. Februar 2010 startete das automatische Versorgungsschiff <em>Progress-M 04M</em> von Baikonur aus zur <em>Internationalen Raumstation</em> und koppelte 2 Tage später um 4.26 Uhr UTC automatisch an deren Heck an. Unter den 2.686 Kilogramm Fracht an Bord des Versorgers befanden sich 250 kg Treibstoffe für die ISS, 21 kg Luft, 28 kg Sauerstoff, 45 kg Wasser, 27 kg für ein Wärmeregulierungssystem, 6 kg Material für Instandhaltungen, 32 kg Hygieneausrüstung, 133 kg Nahrungsmittel, 96 kg medizinisches Gerät, 17 kg Ausrüstung für das Modul <em>Sarja</em>, 4 kg Material für das Modul <em>Poisk</em>, 29 kg Borddokumentationen und persönliche Pakete für die Besatzung sowie 496 kg Lebensmittel, Verbrauchsgüter und Ersatzteile für die NASA-Angehörigen auf der ISS. Bei diesem Flug waren auf Wunsch der Raumfahrer übrigens keine Zwiebeln und kein Knoblauch dabei, davon hatte man noch ausreichend auf der Station. Stattdessen wurden 5,5 kg Äpfel, 4 kg Orangen, 3 kg Grapefruits und 2,5 kg Essiggurken verladen und anschließend von den Raumfahrern genossen.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/iss022-blick-aus-cupola.jpg" alt="" width="291" height="193"/><figcaption>Blick aus der der Erde zugewandten Kuppel der Station (Bild: NASA)</figcaption></figure></div>



<p>Am 10. Februar (4.06 Uhr UTC) machte die 2 Tage zuvor gestartete US-Raumfähre <em>Endeavour</em> am Bug der Station fest. Während des neuntägigen gemeinsamen Fluges wurden das neue Stationsmodul <em>Tranquility</em> an der Backbordseite von <em>Unity</em> angekoppelt, die zuvor längsseits installierte <em>Cupola</em> an die Unterseite von <em>Tranquility</em> und <em>PMA 3</em> an dessen nach Backbord zeigende Spitze umgesetzt, die seit Monaten kränkelnde Wasseraufbereitungsanlage repariert, mehrere Tonnen Versorgungsgüter und Ausrüstungen in die Station transportriert und im Verlaufe dreier Außenbordeinsätze vom Schleusenmodul <em>Quest</em> aus die neuen Module an Energie-, Daten- und Kühlkreislauf der Station angeschlossen Schutzabdeckungen entfernt sowie Außenplattformen und Handgriffe verlegt bzw. installiert.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/iss022-williams-water-rs.jpg" alt="" width="319" height="275"/><figcaption>Jeffrey Williams arbeitet an der Reparatur des Wasseraufbereitungssystems. (Bild: NASA)</figcaption></figure></div>



<p>Im Inneren der Station wurden nicht nur neue Gerätschaften installiert sondern auch zunächst an vorläufigen Positionen untergebrachte Systeme in <em>Tranquility</em> bzw. <em>Cupola</em> verlegt. Dazu gehörten Einrichtungen des Lebenserhaltungssystems, eine Toilette, Trainingsgeräte wie das zweite Laufband und insbesondere auch eine Steuereinheit für das aus Kanada stammenden Hauptmanipulatorsystem der <em>ISS</em>, <em>Canadarm2</em>. Diese grundlegende Umkonfiguration beschäftigte die Stammbesatzung auch nach dem Abflug der <em>Endeavour</em> am 20. Februar noch einige Zeit weiter. Zwei Tage zuvor wurde die <em>ISS</em>-Bahn mit Hilfe der Shuttle-Triebwerke um etwa 2 Kilometer angehoben. Eine weitere Bahnanhebung, diesmal um 6,5 Kilometer besorgte das am Heck der Station angekoppelte Frachtschiff <em>Progress-M 04M</em> durch eine rund 26 Minuten dauernde Antriebsphase einige Stunden nach dem Ablegen der Raumfähre.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/iss022-kotow-poisk-aseptik-handschuhbox.jpg" alt="" width="312" height="269"/><figcaption>Kotow arbeitet mit Aseptik im Miniforschungsmodul <em>Poisk</em> (Bild: NASA)</figcaption></figure></div>



<p>Die folgenden Wochen waren erneut mit Installations-, Wartungs- und Forschungsarbeiten angefüllt. Große Aufmerksamkeit widmete man dabei der Reinhaltung von Luft und Wasser. So wurden häufig in verschiedenen Bereichen der Station Luftproben genommen und untersucht oder konserviert (Ecosfera, Biodegradatsija, Air Quality Monitoring). Auch wurden Abstriche von normalerweise abgedeckten Oberflächen gemacht bzw. spezielle Messungen vorgenommen. BAR-Expert befasst sich beispielsweise damit. Gemessen werden Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Luftstrom und Oberflächenveränderungen wie Mikrorisse. In eine ähnliche Richtung zielen Untersuchungen im Rahmen von Mycological Evaluation of Crew Exposure to ISS Ambient Air (Pilzkonzentration in der Luft), Biodegradazija (biologisch verursachte Korrosion) und Aseptik (Wirkungsdauer einer Oberflächensterilisation). Das Trinkwasser unterliegt ohnehin einer täglichen Kontrolle. Zudem sorgen mehrere automatisch arbeitende Geräte für eine laufende Gefahrenüberwachung.</p>



<p>Fortgeführte Forschungen waren Untersuchungen zu Gesundheit sowie körperlichen und geistigen Veränderungen der Raumfahrer (Pulmonary Function, Health Status, Pro K, SLEEP, BIMS, Reaction Self Test, BISE, Nutrition, Bisphosphonates, Pilot-M/Neuro, Biorhythm, Wsaimodeistwije/Interactions, WinSCAT, Hörtests, Lärmmessungen, Dichanije, Integrated Cardiovaskular, Sonokard, Tipologija), Beschleunigungsmessung (MAMS, SAMS, Izgib), Proteinkristallisation (Commercial Generic Bioprocessing Apparatus 5 &amp; 6), Pflanzenwachstum (APEX Cambium, Dewey&#8217;s Forest, Rastenija 2), Atmosphärenuntersuchungen (Rusalka), Erdbeobachtung (Crew Earth Observation, Uragan) und Strahlungsmessung (Matrjoschka-R). An verschiedenen Lokationen an der Außenseite der Station lief eine Vielzahl von Materialexperimenten sowie Strahlungsmessungen weiter (z. B. Exposure-R, MAXI).</p>



<p>Es gab aber auch eine ganze Reihe neuer oder wiederaufgelegter Studien. So wurde im Rahmen von TROPI 2 das Wachstum von Kressepflanzen bei verschieden starken Andruckkräften untersucht. Die Container mit den Pflanzen befanden sich dazu in einer Zentrifuge, deren Rotationsdauer den Andruck bestimmt. Dazu wurde das European Modular Cultivation System genutzt. In diesem können Multigenerationenexperimente unter kontrollierten Bedingungen durchgeführt werden. Sie beinhaltet zwei Zentrifugen mit je 4 Containern für biologische Proben inklusive aller notwendigen Steuerungstechnik. So lassen sich Beleuchtung (0-100 W/m²), Luftzusammensetzung (O<sub>2</sub>, N<sub>2</sub>, CO<sub>2</sub>), Temperatur (18 &#8211; 40 °C), Luftfeuchtigkeit (50 &#8211; 95%) und Beschleunigung (0 &#8211; 20 m/s²) einstellen. Über Kameras lassen sich Veränderungen an den Pflanzen sehr genau beobachten (Auflösungsvermögen besser als 0,1 mm). Nachts kann die Beobachtung über eine Infrarot-Beleuchtung ebenfalls sichergestellt werden.</p>



<p>Neu für die Expedition 22 waren auch Untersuchungen zum Einsatz von Medikamenten gegen ungewollte körperliche Veränderungen (Pille-MKS), Augenspiegelungen zur Messung der Durchblutung der Netzhaut (PanOptic), die Herstellung von Nanomaterialproben aus Titanoxid in der Measurement Experiment Unit in Kibo (Sedimentation der Kristalle mit wabenförmiger Struktur), Messung von Blutdruck und Volumen unter erhöhter Salzzufuhr (CARD), Studium verschiedener Parameter des Herz-Lungen-Systems über EKG, Widerstandskardiogramm, Phonokardiogramm, Pneumotachogramm und Photopletismogramm (Pnevmokard), Untersuchungen zu Veränderungen des Immunsystems (Integrated Immune), die Messung von Veränderungen im Organvolumen (KardioMed) sowie die Feststellung von Veränderungen in der Motorik, die aus einer veränderten optischen Wahrnehmung resultieren (3D Space).</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/iss022-kibo-small-fine-arm.jpg" alt="" width="338" height="291"/><figcaption>Der <em>Small Fine Arm</em> am japanischen Manipulator. Passt! (Bild: NASA)</figcaption></figure></div>



<p>Ende Februar wurde vor allem von Soichi Noguchi viel Zeit dafür aufgewendet, den <em>Small Fine Arm</em>, eine Erweiterung des japanischen Manipulators, vorzubereiten, die Schleuse in <em>Kibo</em> zu testen, den Arm auszuschleusen, an Versorgungs- und Datenleitungen anzuschließen und die korrekte Funktion zu überprüfen. Mit dem SFA sollen in Zukunft auch filigrane Arbeiten auf der japanischen Experimentierplattform durchgeführt werden können.</p>



<p>Am 21. Februar kam es zu einer größeren Computerfehlfunktion. Verursacht durch ein fehlerhaftes Kommando aus Oberpfaffenhofen an den Vital Telemetry Telecommand Computer im ESA-Labormodul <em>Columbus</em> wurden Daten für das interne Steuerungssystem falsch formatiert. Daraufhin wechselten der Command &amp; Control Multiplexer/Demultiplexer Computer und sein Backup in einen Ruhemodus. Dabei kam es auch bei weiteren Steuerungsrechnern im amerikanischen und im russischen Segment zu Fehlern. In der Folgezeit wurde das Problem analysiert und die Computer wieder in Funktion gebracht. Außerdem wurden Prozeduren erarbeitet, die eine ähnliche Fehlerkette verhindern sollen.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/iss022-creamer-kibo-laptop.jpg" alt="" width="318" height="274"/><figcaption>T.J. Creamer am Rechner in <em>Kibo</em> (Bild: NASA)</figcaption></figure></div>



<p>Weitere Probleme hatte man überwiegend mit Computertechnik in allen Teilen der Station sowie mit verschiedenen Messkomplexen (Selectable Optical Diagnostics Instrument &#8211; Diffusion Soret Coefficient, BioLab, ALTEA). Oft waren längere Analysen und mehrere Reparaturversuche notwendig. Die Raumfahrer fungierten hierbei als universelle Mechaniker, Elektroniker und Informatiker.</p>



<p>Gegen Ende der Mission wurden die Ergebnisse von Experimenten verpackt, ganz frische Proben zur schnellen Untersuchung auf der Erde genommen, zusätzliche körperliche Belastungen vorgenommen (z. B. Training mit Unterdruckhose), Systeme des Rückkehrraumschiffs getestet und persönliche Sachen geordnet. Eine langjährige Tradition auf russischer Seite ist das Stempeln von Weltraumpost. Dazu existiert ein spezielles Postsiegel, mit dem diesmal etwa 60 Briefe versehen wurden. Erstmals hatte dies 1977 Georgi Gretschko an Bord der Raumstation Salut 6 vorgenommen.</p>



<p>Die offizielle Übergabe des Stationskommandos von Jeffrey Williams an Oleg Kotow wurde am 17. März vorgenommen. Einen Tag später kehrten die Raumfahrer Jeffrey Williams und Maxim Surajew mit ihrem Raumschiff <em>Sojus-TMA 16</em> und etwa 150 kg Fracht zur Erde zurück. Damit endete die Mission der ISS-Expedition 22, eine neue begann.</p>



<p></p>
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			</item>
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		<title>Vielfältige Arbeiten auf der ISS</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/vielfaeltige-arbeiten-auf-der-iss/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 24 Oct 2010 12:08:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[ISS]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Bahnanhebung]]></category>
		<category><![CDATA[Labormodul]]></category>
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		<category><![CDATA[Raumanzug]]></category>
		<category><![CDATA[Shuttle]]></category>
		<category><![CDATA[Weltraumausstieg]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Umbauarbeiten, eine Bahnanhebung und vorbereitende Tätigkeiten für die nächsten russischen Weltraumausstiege standen auf dem Plan. Weiter werden in den nächsten Wochen zwei Raumfahrzeuge an der ISS erwartet, für die Ankunft von Progress-M 08M und das Space-Shuttle Discovery gab es einige Vorbereitungen. Der russische Transporter Progress-M 05M wird in der nächsten Woche die Station verlassen und [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Umbauarbeiten, eine Bahnanhebung und vorbereitende Tätigkeiten für die nächsten russischen Weltraumausstiege standen auf dem Plan. Weiter werden in den nächsten Wochen zwei Raumfahrzeuge an der ISS erwartet, für die Ankunft von Progress-M 08M und das Space-Shuttle Discovery gab es einige Vorbereitungen. Der russische Transporter Progress-M 05M wird in der nächsten Woche die Station verlassen und neue Forschungsaktivitäten liefen an.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Ein Beitrag von Ralf Möllenbeck. Quelle: NASA, Raumfahrer.net, Roscosmos.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/24102010140810_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/24102010140810_small_1.jpg" alt="NASA-TV" width="260"/></a><figcaption>
Der Gefrierschrank MELFI 2 wird in Destiny umgesetzt 
<br>
(Bild: NASA-TV)
</figcaption></figure></div>



<p>Zu Beginn dieser Woche wurde der für Laborzwecke geeignete Gefrierschrank MELFI 2 (Minus Eighty Laboratory Freezer) im Labormodul Destiny umgesetzt. Er wurde von seiner jetzigen Position S2 nach S1 verschoben und erneut an den Kühlkreislauf angeschlossen. Nötig wurde dies, da im Wochenverlauf die Handschuhbox MSG (Microgravity Science Glovebox) aus dem Labormodul Columbus nach Destiny gebracht und an der Position S2 eingebaut wurde. Der in der letzten Woche installierte neue Sabatier-Reaktor zur Wassererzeugung wurde mehreren Testläufen unterzogen. Bei einem ersten fünfstündigen Probelauf konnte bereits ein Liter Wasser gewonnen werden. Ziel ist es, zukünftig 2.000 Liter pro Jahr zu erzeugen. </p>



<p>Am Dienstag, dem 20. Oktober, gab es ab 21:41 Uhr MESZ ein weiteres Bahnanhebungsmanöver. Dabei wurden die acht Manövriertriebwerke von Progress-M 07M eingesetzt, um die ISS um 890 Meter auf eine durchschnittliche Umlaufbahn von 353,3 km Höhe anzuheben. Die berechnete Brenndauer betrug 3 Minuten und 49 Sekunden und die Geschwindigkeit der ISS erhöhte sich mit dem Manöver um 0,55 Meter pro Sekunde. Das Bahnanhebungsmanöver, auch Reboost genannt, optimiert die Umlaufbahn für das ankommende Frachtraumschiff Progress-M 08M und die Space-Shuttle-Mission STS 133 im November. Ein weiterer Reboost soll am 18. November erfolgen, in Vorbereitung auf die Landung von Sojus-TMA 19. </p>



<p>Für den russischen Weltraumausstieg 26 im November führte Fjodor Jurtschichin einige Vorbereitungen durch. Um die Software der russischen Orlan-MK-Raumanzüge mit den Nummern 4 bis 6 auf dem neusten Stand zu halten, wurde eine überarbeitete Version installiertr. Es sollen auch wieder die amerikanischen Videosysteme an den Helmen der Orlans zum Einsatz kommen. Dafür wurden von russischer Seite verschiedene Distanzstücke entwickelt, um die US-Kameras und Lampen montieren zu können. Fjodor Jurtschichin, unterstützt von Scott Kelly, testete den Anbau des U.S. EHIP (EMU Helmet Interchangeable Portable) genannten Videosystems, welches aus dem US-Segment herübergeschafft wurde. Die russischen Anzüge sind zur Zeit im Schleusenmodul Pirs und dem Docking- und Forschungsmodul Rasswjet gestaut. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/24102010140810_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/24102010140810_small_2.jpg" alt="NASA" width="260"/></a><figcaption>
Dextre wurde am Labormodul Destiny befestigt 
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p>Für die Ankunft von Progress-M 08M am 30. Oktober testeten Alexander Kaleri und Oleg Skripotschka das TORU-Andockkontrollsystem im Swesda-Modul. TORU ermöglicht es, den Anflug von Progress zu verfolgen und bei Problemen mit dessen automatischem KURS-Annäherungssystem per Handsteuerung anzudocken. Das Frachtraumschiff soll am 27. Oktober in Baikonur starten. Es wird 2,5 Tonnen Versorgungsmaterial transportieren und ist damit ein wichtiges Element zum Unterhalt der Internationalen Raumstation. Die Zeit von Progress-M 05M an der ISS neigt sich, nach nun fast fünf Monaten, seinem Ende entgegen. Der Transporter wird am kommenden Montag, dem 25. Oktober, um 16:25 Uhr MESZ mit Müll und nicht mehr benötigten Gegenständen beladen von der Station ablegen. Seine Luken wurden mittlerweile geschlossen und die Dichtigkeitstests erfolgreich durchgeführt. </p>



<p>Für die Ankunft von STS 133 Discovery wurde Anfang dieser Woche die kanadische „Roboterhand“ Dextre umgesetzt. Die Bodenmannschaft befestigte diese Erweiterung des Stationsarmes Canadarm2 auf einen Kopplungspunkt mit Strom- und Datenverbindung am Labormodul Destiny. Der Stationsarm wurde im Anschluss an einen Haltepunkt am Harmony-Modul bewegt und dort angekoppelt. Den Mobilen Transporter (MT) ließen die Techniker am Boden, auf dem Schienensystem der Gitterstruktur zu einem neuen Arbeitsplatz fahren. Damit sind die Vorbereitungen außerhalb der Station für die Arbeiten während STS 133 abgeschlossen. Zur besseren Überwachung der Robotikarbeiten im nächsten Monat wurden einige zusätzliche Kabel an den beiden Steuerkonsolen des Stationsarms (RWS DCP = Robotics Workstation Display &amp; Control Panel) im Labormodul Destiny und in Cupola verlegt. </p>



<p>Die amerikanischen Stationsmitglieder führten in dieser Woche mehrere Abstimmungskonferenzen zu STS 133 mit der Shuttle-Mannschaft und der Bodenstation durch. Dabei wurde der Frachttransfer während der Dockingphase und die beiden anstehenden US-Weltraumausstiege besprochen. Weiterhin wurden die auf der Station befindlichen amerikanischen Raumanzüge gewartet, die Batterien geladen und CO<sub>2</sub>-Filter ausgewechselt. Im Schleusenmodul Quest ist die Sichtung und Vorbereitung der Ausrüstungsgegenstände und Außenbordwerkzeuge für die kommenden Ausstiege der Shuttle-Besatzung fortgesetzt worden. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/24102010140810_big_3.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/24102010140810_small_3.jpg" alt="NASA" width="260"/></a><figcaption>
Shannon Walker arbeitet in Kibo an HydroTropi 
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p>Shannon Walker widmete sich in dieser Woche täglich einem neuen Experiment im japanischen Labormodul Kibo. Bei dem japanischen Botanik-Experiment mit der Bezeichnung HydroTropi sollen die Wurzeln und deren Wachstumsrichtung, hier bei einer Gurkenpflanze, in der Schwerelosigkeit erforscht werden. Die Ergebnisse dieser Forschungsreihe soll der Landwirtschaft auf der Erde zugute kommen, indem man besser versteht, wie das Pflanzenwachstum auf molekularer Ebene funktioniert. </p>



<p>Alexander Kaleri und Oleg Skripotschka hatten ihre erste Teilnahme am Tipologi-Experiment. Hier geht es darum, das psycho-physikalische Befinden der Teilnehmer zu erforschen, unter Stress Handlungen auszuführen und zu kommunizieren. Per Elektroenzephalografie (EEG) werden Gehirnströme gemessen und aufgezeichnet. Auf der russischen Seite wurden die Experimente Pilot-M, Matroschka-R und Pille-MKS, auf amerikanischer Seite die Experimente und Forschungsreihen SLEEP, RST/Reaction Self Test, PASSAGES (JAXA) und 2D NANO Template (JAXA) betreut und durchgeführt. </p>



<p>Mittlere Bahnhöhe der ISS am 23.10.2010:</p>



<p>353,1 km bei einem Höhenverlust von 97 Metern in den letzten 24 Stunden </p>



<p><strong>Zukünftige Ereignisse: </strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li>25. Oktober, Ablegen von Progress-M 05M</li><li>30. Oktober, Ankunft von Progress-M 08M</li><li>03. November, Ankunft von STS-133 Discovery</li></ul>



<p><strong>Raumcon:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=3793.msg161915#msg161915" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">ISS Hauptthema ab dem 23. Oktober</a></li></ul>
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		<title>Expedition 25</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/expedition-25/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 11 Oct 2010 22:25:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[ISS]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumstationen]]></category>
		<category><![CDATA[Bahnanhebung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Mission der ISS-Expedition 25 Autor: Ralf Möllenbeck. Mit der Abreise von Sojus-TMA 18 am 25. September 2010 begann für die drei verbliebenen Raumfahrer Kommandant Doug Wheelock, Fjodor Jurtschichin und Shannon Walker die erste von zwei Wochen als Drei-Personen-Mannschaft. Zu dritt führten sie die täglichen Routine- und Wartungsarbeiten aus, um die Station in einem guten [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Die Mission der ISS-Expedition 25</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Autor: <a href="https://www.raumfahrer.net/verein-raumfahrer-net-e-v/ehemalige/" data-wpel-link="internal">Ralf Möllenbeck</a>.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ec-25.png" alt="" width="238" height="238"/><figcaption>Beginn:  25. September 2010<br>Ende:  26. November 2010 (geplant)<br>Dauer:  61 Tage, 23 Stunden, 21 Sekunden<br><br>Besatzungsmitglieder</figcaption></figure></div>



<p>Mit der Abreise von Sojus-TMA 18 am 25. September 2010 begann für die drei verbliebenen Raumfahrer Kommandant Doug Wheelock, Fjodor Jurtschichin und Shannon Walker die erste von zwei Wochen als Drei-Personen-Mannschaft. Zu dritt führten sie die täglichen Routine- und Wartungsarbeiten aus, um die Station in einem guten Zustand zu halten. Hauptaugenmerk wurde auf den Umbau des Wasseraufbereitungssystems (WRS) und die Wartung des Laufbandes T2/COLBERT im Tranquility-Knotenmodul gelegt. Es wurden etliche Experimente durch- und weitergeführt.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/Sojus_TMA-01M.jpg" alt="" width="276" height="230"/><figcaption>Sojus-TMA 01M beim Anflug auf die ISS<br>(Bild: NASA)</figcaption></figure></div>



<p>Nach dem am 8. Oktober 2010 erfolgtem Sojus-Start und dem zwei Tage und 50 Minuten dauerndem Flug, konnte der feste Kontakt mit der ISS am 10. Oktober 2010 um 2:06 Uhr MESZ mit dem Schließen der Andockklammern zwischen den Raumfahrzeugen vollzogen werden. Die Dichtigkeitsprüfung an dem Kopplungsstutzen verlief erfolgreich und so wurden gegen 05:09 Uhr MESZ die Luken geöffnet. Herzlich begrüßt schwebten die drei Neuankömmlinge in die Raumstation und erhielten im Anschluss sofort die vorgeschriebene Sicherheitsunterweisung durch Stationskommandant Doug Wheelock. Damit ist die Langzeitbesatzung 25 vollständig und nahm ihre gemeinsame Arbeit auf.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ec-25-crew_big.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ec-25-crew.jpg" alt=""/></a><figcaption>v.l.: Oleg Skripotschka, Alexander Kaleri, Scott Kelly, Douglas Wheelock, Shannon Walker, Fjodor Jurtschichin<br><br>Bilder: NASA</figcaption></figure></div>



<p>Die Raumstation ist der Unabhängigkeit von der Ressource Wasser ein Stück näher gekommen. Es wurde eine Wassererzeugungsstation im Tranquility-Modul eingebaut und erfolgreich in Betrieb genommen. Dieses Sabatier-Device genannte Gerät, nach dem Nobelpreisträger von 1912 Paul Sabatier, ist ein neues System und wurde noch nie im All getestet. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ISS_EXP_25_Sabatier_Device.jpg" alt="" width="270" height="225"/><figcaption>Kommandant Doug Wheelock arbeitet am neuen Sabatier-Device<br>(Bild: NASA)</figcaption></figure></div>



<p>Es nutzt das Kohlendioxid der Kohlendioxidfilteranlage und den Wasserstoff der Sauerstofferzeugungsanlage um daraus Wasser und Methan zu erzeugen. Während das Wasser im Wasserwiederaufbereitungssystem (WRS) der Weiterverwendung zugeführt wird, kann das Methan kontrolliert ins All abgelassen werden. Alle vier Systeme, Sauerstofferzeugung, Wasserwiederaufbereitung, Kohlendioxidfilter und der neue Sabatier-Reaktor, befinden sich im Tranquility-Modul und machen es damit zum zentralen Element der amerikanischen Selbstversorgung. Ziel ist es zukünftig 2000 Liter Wasser pro Jahr zu erzeugen.</p>



<p>Der für Laborzwecke geeignete Gefrierschrank MELFI2 (Minus Eighty Laboratory Freezer) im Labormodul Destiny wurde umgesetzt. Er wurde von seiner jetzigen Position S2 nach S1 verschoben und erneut an den Kühlkreislauf angeschlossen. Nötig wurde dies, da im Wochenverlauf die Handschuhbox MSG (Microgravity Science Glovebox) aus dem Labormodul Columbus nach Destiny gebracht und an der Position S2 eingebaut wurde. Dieser Umbau schaffte in Columbus den nötigen Platz, um dort das europäische Trainingssystem zur Eindämmung von Muskelschwund MARES zu installieren. MARES wurde bei STS-131, mit dem Space-Shuttle Discovery, im April 2010 zur ISS transportiert.</p>



<p>Am 25. Oktober 2010 verließ das russische Transportraumschiff Progress-M 05M nach fast sechsmonatiger Kopplungsdauer die internationale Raumstation. Die Besatzung der ISS hatte die Woche zuvor Müll, etliche nicht mehr benötigte Gegenstände und Flüssigkeiten in dem Frachter verstaut. Nach drei Wochen Flugdauer und einigen geophysikalischen Experimenten in sicherer Entfernung von der Station, ist Progress-M 05M am 15. November in der Erdatmosphäre verglüht.</p>



<p>Die mittlere Umlaufbahn der ISS wurde am 26. Oktober 2010 außerplanmäßig angehoben. Grund dafür war ein Trümmerteil des Satelliten UARS mit der Bezeichnung #81621. Dabei wurden die acht Manövriertriebwerke von Progress M-07M eingesetzt, um die ISS um 0,7 km auf eine durchschnittliche Umlaufbahn von 353,6 km anzuheben. Die Geschwindigkeit erhöhte sich durch das dreiminütige DAM (Debris Avoidance Maneuver) genannte Manöver um 0,4 m/s und brachte die ISS aus dem Bereich einer, wenn auch unwahrscheinlichen, Kollision. Nach diesem Ausweichmanöver, passierte das Trümmerteil die Bahn der ISS in 1,5 Kilometern Entfernung.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/Progress_M_08M.jpg" alt="" width="264" height="224"/><figcaption>Progress-M Versorgungsraumschiff bei der Kopplung an Pirs<br>(Bild: NASA)</figcaption></figure></div>



<p>Am 30. Oktober 2010 erreichte das nächste Versorgungsraumschiff, Progress-M 08M, die Internationale Raumstation. Da es bei der automatischen Annäherung 200 Meter vor der Station zu Abweichungen in der Ausrichtung des Schiffes kam, entschied sich die russische Bodenstation zu einer manuellen Ankopplung. Der russische Flugingenieur Alexander Kaleri, unterstützt von Oleg Skripotschka, nutzten dafür das TORU-Andockkontrollsystem im Swesda-Modul und der Frachter legte am Kopplungs- und Ausstiegsmodul Pirs an. Progress-M 08M, in der ISS-Versorgung auch 40P genannt, hatte mehr als 2,5 Tonnen Fracht geladen. Diese setzte sich zusammen aus 1.130 Kilogramm Trockenfracht (Ersatzteile, Lebensmittel, Ausrüstungsteile), 870 Kilogramm Treibstoff für die ISS, 250 Kilogramm eigener Treibstoff für Bahnanhebungen der ISS, 272 Kilogramm Wasser und 50 Kilogramm Sauerstoff. Mit an Bord waren ebenfalls Komponenten für das Molnija-Gamma-Experiment, ein Coulomb-Crystal-Experiment und Bauteile einer Sendeanlage zur Übermittlung von Hochgeschwindigkeitsdaten. Neben den normalen Essensrationen sind frisches Obst und Gemüse wie Zitronen, Äpfel, Zwiebeln, Tomaten und ein Kilogramm Knoblauch an Bord des Frachters. Die Kopplungsdauer an der Station beträgt fast drei Monate.</p>



<p>Am 2. November 2010 war das zehnjährige Jubiläum der ständigen Besetzung des menschlichen Außenposten im All. Genau vor zehn Jahren ging die erste Langzeitbesatzung mit den Raumfahrern Sergei Krikaljow, William Shepherd und Juri Gidsenko an Bord der damals noch recht kleinen Raumstation. Seitdem wuchs die Station auf eine beachtliche Größe von mehr als 400 Tonnen bei einer Länge von fast 110 Metern und einer Breite von knapp 75 Metern an. An die 200 Raumfahrer vielfältiger Nationalitäten, darunter auch etliche Frauen, lebten, forschten und arbeiteten in dieser Zeit auf der ISS. Der von der Raumstation MIR aufgestellte Rekord mit 3644 Tagen ständiger menschlichen Präsenz im All wurde im Oktober 2010 durch die dauerhafte Besetzung der ISS gebrochen. An diesem Jahrestag gab es eine Live-Schaltung zur ISS und NASA-Administrator Charles Bolden sprach mit der sechsköpfigen Besatzung. Auch die russische Weltraumagentur Roskosmos würdigte den feierlichen Tag, neben den anderen internationalen Partnern, mit einigen Sonderbeiträgen in Text und Film.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ISS_EXP_25_02_11_10.jpg#" alt="" width="273" height="222"/><figcaption>Die Besatzung der ISS spricht mit NASA Administrator Charles Bolden<br>(Bild: NASA-TV)</figcaption></figure></div>



<p>In der ersten Novemberwoche verfolgte die Besatzung der ISS mit Spannung die Startkampagne der Discovery für STS 133. Leider wurde diese am 05. November 2010 durch ein Leck an einer Leitung zur Entlüftung von Wasserstoff und einem Riss in der Schaumstoffisolierung des externen Tanks unterbrochen und für mindestens drei Wochen gestoppt. Einen Teil ihrer Zeit widmeten die amerikanischen Besatzungsmitglieder den Arbeiten für die bis dahin noch geplante Ankunft der Discovery. Kommandant Doug Wheelock und Scott Kelly arbeiteten an den Raumanzügen, welche die Discovery-Astronauten Tim Kopra und Alvin Drew bei ihren Außeneinsätzen tragen sollten. Es wurden Batterien geladen und die Isolierung an einem Anzug repariert. Bei den vorhergegangenen amerikanischen Ausstiegen 15, 16 und 17 gab es in den ISS-Raumanzügen unerwünschte Luftgeräusche, wenn Sauerstoff strömte. Shannon Walker nahm sich dieses Problems an. In Cupola wurde das Equipment für die Robotic-Aktivitäten des Stationsarms vorbereitet und Oleg Skripotschka transportierte Gegenstände nach Progress-M 07M, welche im vorderen Andockstutzen (PMA-2) von Harmony gelagert wurden.</p>



<p>Bei dem Anflug von Sojus-TMA 01M im Oktober 2010 hatte es ein Problem mit einem Analog-Digitalwandler gegeben, so dass damals einige Werte auf der Neptun-Konsole der Rückkehrkapsel nicht angezeigt werden konnten. Um diesen Fehler zu analysieren, wurden mit Progress-M 08M ein Datenkabel und eine Diagnose-CD angeliefert. Alexander Kaleri prüfte damit die Datenprotokolldateien des Bedienfeldes, um die Ergebnisse den Fachleuten am Boden zu übersenden. Erste Erkenntnisse sprechen von einem Hardwareproblem, welches verhindert, dass der Wandler angesprochen wird. Alexander Kaleri führte einige Tage später dazu weitere Untersuchungen in Sojus-TMA 01M durch. Zunächst kontrollierte er Sicherungen in ihrem Sicherungskasten und überprüfte mit einem Multimeter-Messgerät die Spannungen zwischen den Anschlüssen im Stromverteiler. Die Ergebnisse wurden im Anschluss zur Erde übertragen.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ISS_SPHINX_07_11_10.jpg" alt="" width="286" height="243"/><figcaption>Scott J. Kelly und Oleg Skripotschka mit SPHINX im Unity-Knoten<br>(Bild: NASA)</figcaption></figure></div>



<p>Die russischen Besatzungsmitglieder der Internationalen Raumstation führen ein neues Experiment durch, das Wissenschaftlern helfen soll, neue Materialien und Elektronikgeräte zu entwickeln. Das Experiment, Coulomb Crystal genannt, ist eine Studie von geladenen Partikeln und deren Dynamik in einem Magnetfeld. Da es auf der Erde problematisch durchzuführen ist, wurde es mit Progress-M 08M zur ISS gebracht, um in der Mikrogravitation zu experimentieren. Die Ergebnisse sollen eine weitere praktische Anwendung in der Mikroelektronik, den Nanotechnologien und der Produktion von neuen Lichtquellen haben. Ebenfalls mit Progress-M 08M gelangte ein europäischen Experiment mit dem Namen SPHINX zur ISS. Es wurde von Oleg Skripotschka zum Columbus-Labormodul transportiert und dort von Scott Kelly in den vorgewärmten KUBIK-6-Brutkasten eingebaut. Kameraüberwacht wurde es gestartet und soll erforschen, wie sich Innenwandzellen von Venen der menschlichen Nabelschnur in der Mikrogravitation verhalten. Damit sollen bessere Kenntnisse über Endothel-Zellen für klinische Anwendungen gewonnen werden.</p>



<p>Fjodor Jurtschichin, Kommandant von Sojus-TMA 19, begann damit, sich auf die Rückkehr zur Erde am 26. November 2010 vorzubereiten. Er benutzte dafür die russische Tschibis-Anzughose, bei der ein Unterdruck auf den unteren Teil des Körpers einwirkt. Dadurch werden die Muskeln in den Beinen für die Rückkehr in die Schwerkraft trainiert und der Kreislauf gestärkt. Doug Wheelock und Shannon Walker, ebenfalls zur Besatzung von Sojus-TMA 19 gehörend, begannen einige Tage darauf ebenfalls sich körperlich auf die Rückkehr zur Erde vorzubereiten. Ab Mitte November 2010 müssen alle drei Rückkehrer verstärkt Vitamine und Salz zu sich nehmen und ihr Trainingsprogramm intensivieren.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ISS_Scott_Kelly_SPHERES.jpg" alt="" width="281" height="239"/><figcaption>SPHERES-Experimentalsatelliten in Aktion<br>(Bild: NASA)</figcaption></figure></div>



<p>Scott Kelly und Shannon Walker führten eine weitere Versuchsreihe mit SPHERES durch. Dabei geht es um eine Studie mit drei bowlingkugelgroßen Experimentalsatelliten, um Techniken zu studieren, die zu Verbesserungen bei automatischen Anlegemanövern, Satellitenreparaturen, dem Zusammenbau von Raumfahrzeugen und Notfallreparaturen geeignet sind. Diese drei freischwebenden Satelliten können synchronisiert Abstand halten, sich aufeinander zubewegen und im Raum orientieren.</p>



<p>Zu dieser Zeit traten einige kleinere Probleme auf der ISS auf. Doug Wheelock beschäftigte sich mit der Ventilation auf der Steuerbordseite des Harmony-Knotens. Da die Schlafkabine 5 nur noch vermindert belüftet wurde, musste der Luftkanal vom Restsystem isoliert und gereinigt werden. Am Universal-Trainingsgerät ARED (Advanced Resistive Exercise Device) wurden Beschädigungen festgestellt. Nur durch den Austausch eines Übungsseiles, von Scott Kelly durchgeführt, konnte das Trainingsgerät wieder genutzt werden. Ein weiterer Problemfall trat am Laufband TVIS im russischen Swesda-Modul auf, als die Besatzung beim Training ungewöhnliche Geräusche bemerkte. Doug Wheelock und Alexander Kaleri führten eine Geräuschmessung im unbemannten Zustand durch, indem sie ein Mikrofon an dem Gerät befestigten, es laufen ließen und Aufnahmen für die Analyse am Boden anfertigten.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ISS_VeteransDay_Kelly_Wheelock.jpg" alt="" width="324" height="231"/><figcaption>Kommandant Doug Wheelock und Scott Kelly sprechen zu allen Angehörigen der US-Streitkräfte<br>(Bild: NASA-TV)</figcaption></figure></div>



<p>Zum Veterans Day in den USA, welcher am 11. November 2010 begangen wurde, sendeten Doug Wheelock und Scott Kelly, beide Angehörige der US-Streitkräfte, ihre Anerkennungsgrüße für alle amerikanischen Frauen und Männer des Militärs zur Erde. Wheelock und Kelly zeigten, während sie sprachen, eine Tapferkeitsmedaille, die dem Armeesergeanten Lester R. Stone verliehen wurde. Dieser verlor bei der Erfüllung seiner Pflicht in Vietnam am 3. März 1969 sein Leben.</p>



<p>In Vorbereitung auf den russische Weltraumausstieg 26 von Fjodor Jurtschichin und Oleg Skripotschka wurden die Luken von Progress-M 08M geschlossen und der Raumfrachter zum Abdocken bereit gemacht. Das ist nötig um das Docking- und Schleusenmodul Pirs während der Außenbordarbeit (russ. Wuichod v otkruitui Kosmos = Ausstieg in den offenen Weltraum) als Luftschleuse nutzen zu können. Progress-M 08M müsste die ISS zeitiger als geplant verlassen, sollte es nicht gelingen, Pirs nach dem Ausstieg wieder unter Druck zu setzen. Ein Zugang zum Raumfrachter wäre dann nicht mehr möglich und seine Mission somit erfüllt.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ISS_EVA_15_11_10.jpg" alt="" width="322" height="255"/><figcaption>Oleg Skripotschka arbeitet am russischen Segment<br>(Bild: NASA-TV)</figcaption></figure></div>



<p>Der russische Weltraumausstieg erfolgt an 15. November 2010. Er startete um 15:54 Uhr MEZ mit dem Öffnen der Luke des Docking- und Schleusenmodul Pirs, eine halbe Stunde später als geplant. Fjodor Jurtschichin trug den Raumanzug Orlan-MK mit der Nummer 5 und den roten Streifen, Oleg Skripotschka benutzte den Orlan-MK mit der Nummer 4 und den blauen Streifen. Erneut kam ein amerikanisches Videosystem an dem Helm von Oleg Skripotschka zum Einsatz. Für das U.S. EHIP (EMU Helmet Interchangeable Portable) genannte Videosystem wurden von russischer Seite extra verschiedene Distanzstücke entwickelt, um die US-Kameras und Lampen montieren zu können.</p>



<p>Ziele der Außenmission waren, eine Arbeitsstation an der Steuerbord-Seite des Swesda-Moduls anzubringen, die Thermalisolierung der Öffnungen des russischen Sauerstoffgenerators Elektron zu reinigen und an Rasswjet eine Fernsehkamera von einem Ende zum anderen umzusetzen. Diese Kamera konnte leider nicht wieder montiert werden und ist für weitere Untersuchungen in die ISS eingeschleust worden. Weiter wurde das Kontur-Experiment (Rokviss) gereinigt und geborgen, die Experimental-Hardware von EXPOSE-R und Plasma-Pulse-Injector demontiert und ein neues Materialexperiment an Rasswjet montiert. Außerdem nahm man Oberflächenproben von Swesda und Pirs. Nach 6 Stunden und 28 Minuten endete um 22:23 Uhr MEZ dieser recht anspruchsvolle Außeneinsatz mit dem Einschleusen. Es war der fünfte Weltraumaustieg für Fjodor Jurtschichin, Oleg Skripotschka hingegen befand sich das erste Mal im freien Raum.</p>



<p>Eine weitere Besonderheit bei russischen Ausstiegen ist, dass alle Luken des Transfertunnels vom Swesda-Modul geschlossen werden müssen. In dem Fall, dass das Schleusenmodul Pirs aus einem technischen Grund nicht wieder unter Druck gesetzt werden kann, würde dieser Transfertunnel als Notluftschleuse dienen. Daher begaben sich Scott Kelly und Alexander Kaleri während des Ausstiegs am 15. November 2010 in ihr Rückkehrraumschiff Sojus-TMA 01M bzw. das angrenzende Modul Poisk um dort weiterzuarbeiten, so wurde zum Beispiel das russische Experiment TEKh-15/Dakon-M Izgib eingesetzt, um Strukturdynamik-Daten während des Ausstieges zu ermitteln. Kommandant Doug Wheelock und Shannon Walker hingegen konnten im amerikanischen Segment der Station verbleiben, da sie von dort Zugang zu ihrem Rückkehrraumschiff Sojus-TMA 19 hatten.</p>



<p>Nach dem russischen Außeneinsatz gab es einige Arbeiten, die noch weiterführend zu erledigen waren. Fjodor Jurtschichin und Oleg Skripotschka öffneten die Luken des Transfertunnels vom Swesda-Modul, stellten die Systemkonfigurationen im Swesda-Modul wie vor dem Ausstieg her, installierten eine Luftleitung an der Pirs-Luke, präparierten ihre Orlan-MK-Raumanzüge zum Trocknen und absolvierten ihren zweiten biochemischen Urintest MO-9 &#8222;Urolux&#8220; an diesem Tag. Auch am Tag darauf fanden dazu etliche Aktivitäten statt. Zum einen wurde Progress-M 08M wieder in die Stationsstruktur eingebunden und zum anderen nahmen Fjodor Jurtschichin und Oleg Skripotschka die Nachbereitung ihres Außeneinsatzes vor. Bei Progress-M 08M wurden die Luken geöffnet, Lüftungsschläuche gelegt und die Systeme deaktiviert. Die beiden Kosmonauten verstauten ihre Orlan-MK-Raumanzüge, bauten deren Akku-Packs zum Laden aus, sichteten Werkzeuge und führten Nachbesprechungen mit dem Bodenpersonal durch. Medi-Packs, welche zeitweilig im Schleusenmodul Pirs befestigt waren, wurden ins Swesda-Modul transportiert.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ISS_SLAMMD_2005.jpg" alt="" width="311" height="259"/><figcaption>Space Linear Acceleration Mass Measurement Device (SLAMMD) im Destiny-Labor<br>(Bild: NASA)</figcaption></figure></div>



<p>Shannon Walker bereitete eine weitere Messreihe mit einem Gerät zur Masseermittlung von Menschen im All vor. Dieses SLAMMD (Space Linear Acceleration Mass Measurement Device) genannte Gerät arbeitet nach dem zweiten Newtonschen Gesetz, wobei hier mit dieser Apparatur die Masse durch lineare Beschleunigung ermittelt wird. Zwei Federn wirken dabei mit einer definierten Kraft per Hebel auf einen Menschen, die daraus resultierende Beschleunigung wird ermittelt und damit die Masse der Person bestimmt. Dadurch können Rückschlüsse auf das Gewicht von Personen während eines Langzeitaufenthaltes im All gezogen werden.</p>



<p>Die gemeinsame Arbeit der Langzeitbesatzung 25 neigte sich ihrem Ende entgegen. Die Vorbereitungen auf die Rückkehr von Doug Wheelock, Fjodor Jurtschichin und Shannon Walker beinhalteten eine Übung der Rückkehrprozeduren in Sojus-TMA 19, das Verladen der Rückkehrfracht in die Landekapsel, das Verstauen von nicht mehr benötigten Gegenständen im Orbitalmodul und die Einlagerung von Themalschutzkleidung im Rückkehrmodul. Diese wird für eine Notfalllandung unter winterlichen Bedingungen mitgeführt. Weiter stand eine Sitzprobe in Sojus-TMA 19 auf dem Aufgabenzettel. Diese ist nötig, um die Spezialsitze, welche den Stoß bei der Landung abfedern, richtig einzustellen. Raumfahrer können bei einem Langzeitaufenthalt im All an Masse verlieren und werden in der Regel durch die fehlende Schwerkraft einige Zentimeter größer. Die Kazbek-UM-Schalensitze haben zwei Einstellmöglichkeiten, aufgerichtet und liegend. Sie werden individuell für jeden Raumfahrer eingestellt, damit die Stoß-Absorber im aufgerichteten Schalensitz bei der Landung ordnungsgemäß funktionieren.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ISS_Komandouebergabe_EXP25.jpg" alt="" width="315" height="240"/><figcaption>Doug Wheelock übergibt die ISS an den neuen Kommandanten Scott Kelly<br>(Bild: NASA-TV)</figcaption></figure></div>



<p>Es wurden etliche Übergabeprozeduren an die drei auf der ISS verbleibenden Besatzungsmitglieder durchgeführt. So hat man die verschobenen Robotik-Operationen mit Canadarm2 für die Discovery-Mission gemeinsam besprochen und simuliert, Fototrainings für die Kontrolle des Hitzeschutzschildes der Discovery durchgeführt und die neuen Rollen für Notfälle und alle Verantwortlichkeiten erörtert. Die Betreuung und Durchführung von Forschungsreihen und etlichen laufenden Experimenten gehörten ebenso zu den Übergabeaktivitäten. Für den russischen Teil der ISS erfolgte eine gesonderte Formalität, Fjodor Jurtschichin und Alexander Kaleri signierten zwei Übergabeprotokolle für die russischen Module und den Inhalt der Progress-Transporter. Ein Exemplar des Protokolls verbleibt auf der Station, das zweite fliegt morgen mit der Sojus-Rückkehreinheit zur Erde zurück. Am 24. November 2010 gegen 22:25 Uhr MEZ erfolgte die Übertragung des Kommandos und der Verantwortung vom alten Kommandanten der ISS Doug Wheelock an seinen Nachfolger Scott Kelly. Dieser „Change of Command Ceremony“ genannten Feierlichkeit gingen einige Arbeitsübergaben der letzten Tage voraus, um Scott Kelly seinen Start als Kommandant der ISS und als Leiter der morgen beginnenden Langzeitbesatzung 26 zu erleichtern.</p>



<p>Am Morgen des 25. November um 06:03 Uhr MEZ erfolgte erneut eine Bahnanhebung durch den am Heck des Swesda-Moduls koppelnden Progress-Transporter. Wie das russische Flugleitzentrum (ZUP) berichtete, wurden die acht Lageregelungs- und Annäherungstriebwerke von Progress-M 07M für 7 Minuten und 38 Sekunden gezündet und hoben die mittlere Umlaufbahn der ISS um 1,7 Kilometer auf insgesamt 351,6 Kilometer an. Diese Optimierung der Flughöhe für die Ankunft von Sojus-TMA 20 und das Space-Shuttle Discovery im Dezember lief weitestgehend ohne die Hilfe der sechs Mitglieder der Langzeitbesatzung 25 ab. Die entsprechenden Befehle kamen von der Erde und wurden automatisch ausgeführt.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/TMA_19_Landung.jpg" alt=""/><figcaption>Erschöpft aber wohlauf, Doug Wheelock, Fjodor Jurtschichin und Shannon Walker<br>(Bild: NASA)</figcaption></figure></div>



<p>Am Abend des 25. November 2010 verabschiedeten sich die drei Rückkehrer von ihren auf der ISS verbleibenden Kollegen und schlossen gegen 22:50 Uhr MEZ die Luken des Raumfahrzeuges. Die Abkopplung erfolgte am nächsten Tag um 2:23 Uhr MEZ und Sojus-TMA 19 mit Kommandant Fjodor Jurtschichin an den Kontrollen entfernte sich vom Kopplungs- und Forschungsmodul Rasswjet. Damit endete offiziell die ISS-Expedition 25. Nach knapp zweieinhalb Stunden Flug und einigen Bahnmanövern wurden die Bremstriebwerke für einige Minuten aktiviert, um die endgültige Rückkehr zur Erde einzuleiten. Die Landekapsel von Sojus-TMA 19 ging planmäßig, nur 1,5 Kilometer von der berechneten Landestelle entfernt, in der kasachischen Steppe nieder. Nach der erfolgreichen Landung von Fjodor Jurtschichin, Doug Wheelock und Shannon Walker um 5:46 Uhr MEZ im vorhergesehenen Landegebiet, 80 Kilometer nördlich der Stadt Arqalyq in Kasachstan, wurden erste medizinische Werte geprüft. Alle drei Besatzungsmitglieder überstanden Rückkehr und Landung in gesundheitlich gutem Zustand. Sie wurden nach der Bergung zuerst nach Qostanai/Kasachstan gebracht, um dann entweder in das russische Kosmonauten-Ausbildungszentrum nahe Moskau oder in die USA weiterzureisen.</p>



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