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	<title>Wirtanen &#8211; Raumfahrer.net</title>
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	<description>Das Portal für Astronomie- und Raumfahrtbegeisterte</description>
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	<title>Wirtanen &#8211; Raumfahrer.net</title>
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		<title>Neues Ziel für Rosetta</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/neues-ziel-fuer-rosetta/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 31 Jan 2003 16:28:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Raumsonden]]></category>
		<category><![CDATA[Rosetta]]></category>
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		<category><![CDATA[ESA]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Europa bleibt auf Kometenjagd. Nach der anfänglichen Enttäuschung über den Startstopp der Ariane-Trägerrakete sieht man bei der ESA die Startverschiebung der Mission Rosetta inzwischen als eine in überschaubarer Zeit zu realisierende Herausforderung. Ein Beitrag von meiklampmann. Quelle: ESA. Ein neues Ziel für Rosetta soll, so ESA-Wissenschaftsdirektor David Southwood, bis Mai gefunden sein. Rosetta ist tot [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Europa bleibt auf Kometenjagd. Nach der anfänglichen Enttäuschung über den Startstopp der Ariane-Trägerrakete sieht man bei der ESA die Startverschiebung der Mission Rosetta inzwischen als eine in überschaubarer Zeit zu realisierende Herausforderung.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von meiklampmann. Quelle: ESA.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein neues Ziel für Rosetta soll, so ESA-Wissenschaftsdirektor David Southwood, bis Mai gefunden sein.  Rosetta ist tot &#8211; es lebe Rosetta. Das ist die aktuelle Quintessenz eines der ehrgeizigsten und teuersten Weltraumvorhaben der Europäer. Mit Rosetta soll eine Raumsonde zum ersten Mal auf eine Umlaufbahn um einen Kometen gebracht und ein Lander auf ihm abgesetzt werden. Dabei geht es um die Urmaterie des Sonnensystems und die Frage, ob Kometen das Leben einst auf die Erde gebracht haben. Die 700 Millionen Euro teure Rosetta-Mission der Europäischen Raumfahrtagentur ESA ist so einzigartig und bedeutsam wie die erste bemannte Mondlandung. Es steht deshalb außer Frage: Nach der schweren Ariane-Panne im Dezember wäre ein Start im Januar zu risikoreich gewesen. Doch nur ein pünktlicher Start bis zum Monatsende hätte Rosetta zu dem bisher vorgesehenen Kometen Wirtanen gebracht. Dieses Ziel, für das die Wissenschaftler über ein Jahrzehnt gearbeitet haben, ist damit unerreichbar geworden. Der Stopp bedeutet also lediglich ein &#8222;Aus&#8220; für Wirtanen, nicht jedoch für die anspruchsvolle Mission.  </p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Rosetta-Team ist gegenwärtig auf der Suche nach einem neuen Ziel für die Kometensonde. Als Starttermin wird ein Zeitraum zwischen 2004 bis 2006 anvisiert. Kriterien für die Auswahl sind der zu erwartende wissenschaftliche Ertrag, die Risiken für die Raumsonde (Flugroute) sowie die zusätzlichen Geldmittel. Beim nächsten Meeting des Science Programme Committee der ESA am 25./26. Februar 2003 will die Europäische Raumfahrtagentur die Liste geeigneter Ziel-Kometen vorstellen und entsprechende Vorschläge unterbreiten.  </p>



<p class="wp-block-paragraph">Bereits Ende Mai sollen Auswahl und Ausarbeitung der neuen Rosetta-Mission abgeschlossen sein. Die Kosten für die Startverschiebung werden auf etwa 50 bis 100 Millionen Euro geschätzt.  </p>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Über ein Jahrzehnt haben wir bei der Entwicklung und beim Bau von Rosetta so manche Hürde genommen&#8220;, berichtete Gerhard Schwehm, Projektwissenschaftler für Rosetta. &#8222;Diese neue Herausforderung werden mit der gleichen Energie sowie mit dem gleichen Enthusiasmus angehen und sie so zum Erfolg führen.&#8220;  Bis zum neuen Starttermin wird die Sonde nun &#8222;in die Garage gefahren&#8220; und sicher verwahrt. Dazu müssen die Batterien entnommen, der Treibstoff abgelassen und die Harpunen des Landers demontiert werden. &#8222;Dieselbe Sorgfalt, die wir beim Bau der Sonde aufgewandt haben, werden wir nun investieren, um Rosetta sicher zu verwahren, damit sie im allerbesten Zustand ist, wenn es soweit ist&#8220;, erklärte Rosetta-Projektmanager John Ellwood.  </p>



<p class="wp-block-paragraph">Zwar ist das Rendezvous zwischen Rosetta und Wirtanen geplatzt, aber in Kürze wird ein neuer Schweifstern gefunden sein, dessen Name den europäischen Kometenforschern bald ebenso geläufig sein wird wie Wirtanen.</p>
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			</item>
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		<title>Rosetta &#8211; ein Kometenritt zur Lösung planetarer Rätsel</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/rosetta-ein-kometenritt-zur-loesung-planetarer-raetsel/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 07 Jan 2003 21:10:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Raumsonden]]></category>
		<category><![CDATA[Rosetta]]></category>
		<category><![CDATA[Ariane 5]]></category>
		<category><![CDATA[Asteroiden]]></category>
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		<category><![CDATA[Wirtanen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die ESA-Raumsonde Rosetta steht kurz vor dem Start &#8211; und sie hat einen weiten Weg vor sich. Ein Beitrag von Karl Urban. Quelle: ESA. Die ESA-Mission Rosetta sieht erstmals die Landung auf einem Kometen vor, einem jener eisigen Himmelskörper, die durch das Sonnensystem wandern und bei der Annäherung an unser Zentralgestirn einen charakteristischen Schweif entfalten. [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Die ESA-Raumsonde <i>Rosetta</i> steht kurz vor dem Start &#8211; und sie hat einen weiten Weg vor sich.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Karl Urban. Quelle: ESA.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/07012003221015_small_1.jpg" alt="None" width="260"/><figcaption>
  Die ESA-Sonde Rosetta wird zwei Kometen besuchen &#8211; an das Projekt sind große Hoffnungen gesetzt.  
<br>
(Bild: ESA)  
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die ESA-Mission Rosetta sieht erstmals die Landung auf einem Kometen vor,  einem jener eisigen Himmelskörper, die durch das Sonnensystem wandern und  bei der Annäherung an unser Zentralgestirn einen charakteristischen  Schweif entfalten. Nach der jetzigen Planung soll Rosetta im Januar 2003  mit einer Trägerrakete des Typs Ariane-5 von Kourou in Französisch-Guayana  aus gestartet werden und den Zielkometen Wirtanen im Jahr 2011 erreichen.  Über das genaue Startdatum wird am Dienstag, den 14. Januar entschieden. Die Kometensonde wurde nach dem berühmten  Stein von Rosette benannt, der vor nahezu 200 Jahren die Entschlüsselung  der ägyptischen Hieroglyphen ermöglicht hat. In Anlehnung daran hoffen die  Wissenschaftler, daß Rosetta helfen wird, die Geheimnisse des  Sonnensystems zu enträtseln.    </p>



<p class="wp-block-paragraph">Für die Wissenschaftler sind Kometen deshalb interessant, weil ihre  Zusammensetzung Aufschluß über den Zustand des Sonnensystems gibt, als es  noch sehr jung und &#8222;unfertig&#8220; war. In den seither vergangenen 4,6  Milliarden Jahren haben sich Kometen nur wenig verändert. Rosetta soll bei  der Umrundung des Kometen Wirtanen und nach der Landung auf seinem Kern  Informationen sammeln, die für das Verständnis des Ursprungs und der  Entwicklung unseres Sonnensystems von entscheidender Bedeutung sind. Die  Sonde soll auch die Frage beantworten helfen, ob Kometen zu den Anfängen  des Lebens auf der Erde beigetragen haben. Kometen sind Träger komplexer  organischer Moleküle, die möglicherweise bei Einschlägen auf die Erde  gelangt sind und so vielleicht eine Rolle bei der Entstehung von  Lebensformen gespielt haben.     <br>Denkbar wäre auch, daß von Kometen transportierte &#8222;flüchtige&#8220; Elemente  einen bedeutenden Beitrag zur Bildung der Atmosphäre und Ozeane der Erde  leisteten.    </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/07012003221015_small_2.jpg" alt="None" width="260"/><figcaption>
  Rosetta wird vor dem Start vollständig überprüft, damit in der teuren Sonde keine Fehlfunktionen bei den extremen Bedingungen des Alls auftreten.  
<br>
(Bild: ESA)  
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Rosetta ist eine der anspruchsvollsten Missionen, die je unternommen  worden sind&#8220;, meint Professor David Southwood, der Wissenschaftsdirektor  der ESA. &#8222;Niemand hat bisher ein ähnliches Vorhaben gewagt, das wegen  seiner wissenschaftlichen Bedeutung, aber auch wegen seiner komplexen und  spektakulären Raumflugmanöver einzigartig ist&#8220;. Vor der Ankunft bei  Wirtanen im Jahr 2011 wird Rosetta die Sonne fast vier Mal auf weiten  Schleifen im inneren Sonnensystem umkreisen, wobei sie zum Teil extremen  Temperaturen ausgesetzt sein wird. Bei der Annäherung an den Kometen  Wirtanen werden die Wissenschaftler die Sonde behutsam abbremsen und auf  eine niedrige Bahn um den Kometen lenken, von wo aus ein Landegerät sanft  auf dem Kern des Kometen abgesetzt werden soll. Dies ist mit der Landung  auf einer kleinen kosmischen Kugel vergleichbar, deren &#8222;Geographie&#8220; &#8211;  zumindest jetzt noch &#8211; nahezu unbekannt ist. </p>



<p class="wp-block-paragraph">   <br> <strong>Mühseliger achtjähriger Anflug</strong> <br> Rosetta ist eine 3 Tonnen schwere, rund 3 m hohe kastenförmige Sonde mit  zwei 14 m langen Solarzellenauslegern. Die Sonde besteht aus einem Orbiter  und einem Landegerät. Das Landegerät hat einen Durchmesser von rund 1 m  und ist 80 cm hoch. Während der Reise zum Kometen Wirtanen ist es seitlich  am Rosetta-Orbiter befestigt. Rosetta führt insgesamt 21 Instrumente mit,  davon 10 auf dem Landegerät. Sie bleiben während des achtjährigen Anflugs  fast ständig abgeschaltet.     <br> Warum dauert der Anflug so lange? Um zum Kometen Wirtanen zu gelangen, muß  die Sonde weit in den Weltraum hinausfliegen, bis sie etwa dieselbe  Entfernung wie Jupiter von der Sonne erreicht. Keine Trägerrakete der Welt  könnte sie auf direktem Wege dorthin befördern. Deshalb muß die ESA-Sonde  dreimal durch Vorbeiflüge an Planeten Schwung holen: einmal am Mars im  Jahr 2005 und zweimal an der Erde in den Jahren 2005 und 2007. Auf ihrem  Flug wird Rosetta zwei Asteroiden besuchen: Otawara (2006) und Siwa  (2008). Während dieser Begegnungen werden die Wissenschaftler die  Bordinstrumente zu Eichzwecken und für wissenschaftliche Untersuchungen einschalten.    <br> Lange Reisen durch den Weltraum bringen viele Beschwernisse wie z.B.  extreme Temperaturschwankungen mit sich. Rosetta wird aus den milden  Umgebungsbedingungen des erdnahen Weltraums in die dunklen, eiskalten  Regionen jenseits des Asteroidengürtels eintauchen. Um sich zu  vergewissern, daß die Sonde diesen schweren thermischen Belastungen  standhält, haben die Ingenieure sie vor dem Start harten Tests  unterworfen. So haben sie ihre Außenflächen beispielsweise auf über 150° C  erhitzt und sie dann rasch wieder auf -180° C abgekühlt.      <br> Vor dem Rendezvous mit dem Kometen im Jahr 2011 wird die Sonde voll  reaktiviert. Rosetta wird den Kometen &#8211; ein nur 1,2 km breites Objekt &#8211;  dann ständig umrunden, während er sich mit einer Geschwindigkeit von 135  000 km/h durch das innere Sonnensystem bewegt. Im Zeitpunkt des Rendezvous  &#8211; in etwa 675 Millionen km Entfernung von der Sonne &#8211; dürfte Wirtanen noch  wenig Oberflächenaktivität aufweisen, d.h. die charakteristische Koma (die  Gashülle des Kometen) und der Schweif dürften sich wegen der großen  Entfernung von der Sonne noch nicht gebildet haben. Der Kometenschweif  entsteht ja aus Staubkörnern und gefrorenen Gasen an der Oberfläche des  Kometenkerns, die unter dem Einfluß der Sonnenwärme verdampfen. Sechs  Monate lang wird Rosetta die Oberfläche des Kometenkerns genau kartieren,  worauf ein Landeplatz ausgewählt wird. Im Juli 2012 wird das Landegerät  automatisch aus einer Höhe von nur 1 km abgeworfen. Das Aufsetzen wird bei  Gehgeschwindigkeit &#8211; weniger als 1 m/s &#8211; erfolgen. Unmittelbar danach wird  das Landegerät eine Harpune in den Boden schießen, um ein Zurückprallen in  den Weltraum zu verhindern, da die Schwerkraft des Kometenkerns nicht  ausreichen würde, um das Landegerät festzuhalten. Die wissenschaftlichen  Untersuchungen und Beobachtungen auf der Oberfläche des Kometenkerns  sollen mindestens 65 Stunden dauern, können sich eventuell aber über  mehrere Monate erstrecken.     <br> Während und nach dem Betrieb des Landegeräts wird der Rosetta-Orbiter den  Kometen weiter umkreisen und beobachten. Rosetta wird damit das erste  Raumfluggerät sein, das aus nächster Nähe die an einem Kometen  eintretenden Veränderungen erfaßt, wenn dieser sich der Sonne nähert und  seine Koma und seinen Schweif bildet. Die Mission wird nach einem  zehneinhalb Jahre währenden Abenteuer im Juli 2013 enden, wenn der Komet  seinen sonnennächsten Punkt erreicht</p>



<p class="wp-block-paragraph"><br> <strong>Untersuchung eines Kometen vor Ort</strong> <br> Rosetta soll den Kometen gründlichst unter die Lupe nehmen. Zu diesem  Zweck ist der Rosetta-Orbiter mit mehreren Kameras und Spektrometern  unterschiedlicher Wellenlängenbereiche &#8211; Infrarot, Ultraviolett, Mikro-  und Radiowellen &#8211; sowie einer Reihe von Sensoren ausgestattet. Diese  Instrumente werden unter anderem hochauflösende Aufnahmen sowie  Informationen über die Form, Dichte, Temperatur und chemische  Zusammensetzung des Kometenkerns liefern. Sie werden auch die Gase und  Staubkörner in der sogenannten &#8222;Koma&#8220;, die sich bei der Annäherung an die  Sonne bildet, analysieren und die Wechselwirkung mit dem Sonnenwind  untersuchen.    </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/07012003221015_small_3.jpg" alt="None" width="260"/><figcaption>
  Rosetta soll eine kleine Lande-Sonde auf dem Kometen absetzen &#8211; ein bis heute einmaliges Unterfangen mit einem extra dafür gebauten Vehikel.  
<br>
(Bild: ESA)  
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die 10 Instrumente auf dem Landegerät werden die Zusammensetzung und  Struktur der Kometenoberfläche sowie Material unterhalb der Oberfläche  analysieren. Eine Bohrvorrichtung wird Bodenproben bis in 30 cm Tiefe  entnehmen und den Analysegeräten zuführen. Andere Instrumente werden  Eigenschaften wie die oberflächennahe Festigkeit, Dichte, Porosität,  Eisphasen und thermische Eigenschaften messen. Mikroskopische  Untersuchungen von Einzelkörnern werden Auskunft über die Textur geben.    </p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit den Instrumenten auf dem Landegerät soll auch beobachtet werden, wie  sich der Komet während des Tag/Nacht-Zyklus und bei der Annäherung an die  Sonne verändert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">     <br> <strong>Bodenbetrieb</strong> <br> Die Daten des Landegeräts werden an den Orbiter weitergeleitet, der sie  zwischenspeichert und beim nächsten Kontakt mit der Bodenstation zur Erde  überträgt. Die ESA hat in New Norcia nahe Perth in Westaustralien eine  neue Antenne für interplanetare Missionen errichtet, die die  Hauptverbindung zwischen der Kometensonde und dem Missionskontrollzentrum  ESOC der ESA in Darmstadt (Deutschland) wahrnimmt. Mit dieser 35 m  durchmessenden Parabolantenne können Funksignale bis in 1 Million km  Entfernung von der Erde gesandt werden. Die sich mit Lichtgeschwindigkeit  fortbewegenden Funksignale legen die Entfernung zwischen der Sonde und der  Erde in maximal 50 Minuten zurück.     <br> Das Rosetta-Wissenschaftsbetriebszentrum, das für die Sammlung und  Verteilung der wissenschaftlichen Daten verantwortlich ist, ist auf das  ESOC und die ESA-Niederlassung ESTEC in Noordwijk (Niederlande)  aufgeteilt. Das Kontrollzentrum für das Landegerät befindet sich beim DLR  in Köln (Deutschland), während das Wissenschaftszentrum für das Landegerät  beim CNES in Toulouse (Frankreich) angesiedelt ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><br> <strong>Bau von Rosetta</strong> <br> Die Mission Rosetta wurde 1993 ausgewählt. Die Raumsonde wurde von Astrium  Deutschland als Hauptauftragnehmer unter Beteiligung von über 50  Auftragnehmern aus 14 europäischen Ländern, Kanada und den Vereinigten  Staaten &#8211; darunter Astrium UK (Plattform der Sonde), Astrium Frankreich  (Avionik) und Alenia Spazio (Zusammenbau, Integration und Erprobung) &#8211;  gebaut.     <br> Die Instrumente für den Rosetta-Orbiter wurden von wissenschaftlichen  Konsortien aus Instituten in Europa und den USA bereitgestellt. Ein  europäisches Konsortium unter der Federführung des Deutschen Zentrums für  Luft- und Raumfahrt (DLR) steuerte das Landegerät bei. Rosetta kostet die  ESA 701 Millionen Euro zum Preisstand von 2000. In diesem Betrag sind der  Start, die Entwicklungsarbeiten ab 1996 und der Missionsbetrieb bis 2013  eingeschlossen. Das Landegerät und die Instrumente, die sogenannte  &#8222;Nutzlast&#8220;, sind nicht eingerechnet, da sie von den Mitgliedstaaten über  wissenschaftliche Institute finanziert werden.</p>
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Rosetta und Integral vor dem Start</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/lexikon-planet-erde-3-30/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 08 Jun 2002 15:24:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Integral]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Zwei unterschiedliche Weltraummissionen befinden sich in der letzten Vorbereitungsphase im Forschungs- und Technologie-Zentrum ESTEC der ESA in Noordwijk, Holland. Ein Beitrag von Karl Urban, bearbeitet von Star-Light. Quelle: ESA. Im Rahmen der Rosetta-Mission soll eine Sonde ein Rendezvous mit dem Kometen Wirtanen durchführen und dabei die Ursprünge unseres Sonnensystems erforschen. Die Sonde Integral hingegen soll [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Zwei unterschiedliche Weltraummissionen befinden sich in der letzten Vorbereitungsphase im Forschungs- und Technologie-Zentrum <em>ESTEC</em> der ESA in Noordwijk, Holland.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Karl Urban, bearbeitet von Star-Light. Quelle: ESA.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/06/Rosetta_s_instruments_white_background_pillars.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/06/Rosetta_s_instruments_white_background_pillars_sm.jpg" alt="Rosetta: Übersicht der Instrumente (Grafik: ESA)"/></a><figcaption>Rosetta: Übersicht der Instrumente<br>(Grafik: ESA)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Im Rahmen der <em>Rosetta</em>-Mission soll eine Sonde ein Rendezvous mit dem Kometen <em>Wirtanen</em> durchführen und dabei die Ursprünge unseres Sonnensystems erforschen. Die Sonde <em>Integral</em> hingegen soll eines der gewaltigsten Phänomene des Universums, Gammastrahlenausbrüche, erforschen. Beide Missionen nähern sich ihrem Starttermin.<br>Die Medien werden am Dienstag, den 18. Juni, ins ESTEC eingeladen, um mehr über diese Missionen zu erfahren. Prof. David Southwood, der Wissenschaftsdirektor der ESA, sowie ESA-Projektleiter und -wissenschaftler werden zusammen mit Vertretern der Industrie Präsentationen geben und für Interviews zur Verfügung stehen. Außerdem sind Besichtigungen der Raumfahrzeuge in ihrer Testumgebung vorgesehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Ziel der Mission Rosetta ist ein Rendezvous mit dem Kometen Wirtanen im Jahr 2011. Die Rosetta-Sonde soll im Januar 2003 mit einer Ariane-5 von Kourou, Französisch Guayana, aus gestartet werden. Sie wird auf ihrer achtjährigen Reise zu dem Kometen an zwei Asteroiden vorbeifliegen und schließlich fast zwei Jahre lang (2011-2013) den Kern des Kometen und seine Umgebung eingehend erforschen.<br>Rosetta wird auch ein Landegerät mitführen und auf der Oberfläche des Kometen absetzen. Seine wissenschaftliche Aufgabe besteht darin, die Zusammensetzung und Beschaffenheit des Kerns vor Ort zu untersuchen. Damit wird die Mission eine bisher beispiellose Analyse von Kometenmaterial ermöglichen und viele neue Erkenntnisse über die Entstehung des Sonnensystems vermitteln.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/06/integPosterBHesa.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/06/integPosterBHesa260.jpg" alt="Integral im All - Illustration. (Bild: ESA)"/></a><figcaption>Integral im All &#8211; Illustration. (Bild: ESA)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Integral, das Internationale Gammastrahlen-Astrophysiklabor der ESA, soll Quellen von Gammastrahlung, der energiereichsten Strahlung aus dem Weltraum, aufspüren und untersuchen. Der Satellit soll am 17. Oktober 2002 mit einer russischen Proton-Rakete von Baikonur aus gestartet werden und einige der größten Geheimnisse in der Astronomie entschlüsseln helfen.<br>Integral ist das empfindlichste Gammastrahlen-Observatorium, das je gestartet wurde. Es soll die von den heftigsten Erscheinungen im Weltraum ausgehende Strahlung erfassen und Aufschluß über Prozesse geben, die das Universum bewohnbar gemacht haben.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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