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	<title>World Settlement Footprint &#8211; Raumfahrer.net</title>
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	<title>World Settlement Footprint &#8211; Raumfahrer.net</title>
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		<title>DLR: Wo sind Menschen in Afrika durch Naturkatastrophen bedroht?</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/dlr-wo-sind-menschen-in-afrika-durch-naturkatastrophen-bedroht/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 11 May 2022 09:12:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astrobiologie/Leben]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>In Zusammenarbeit mit der Weltbank wurden alle afrikanischen Siedlungen mit mehr als 10.000 Einwohnern aus dem All erfasst. Die Erdbeobachtungsdaten helfen, kritische Entwicklungen zu erkennen und Städte besser auf Naturgefahren vorzubereiten. Das Deutsche Fernerkundungsdatenzentrum (DFD) verknüpft seine World Settlement Footprint (WSF) Produkte mit anderen Datenbanken. Methoden des Maschinellen Lernens helfen bei der Verarbeitung der riesigen [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">In Zusammenarbeit mit der Weltbank wurden alle afrikanischen Siedlungen mit mehr als 10.000 Einwohnern aus dem All erfasst. Die Erdbeobachtungsdaten helfen, kritische Entwicklungen zu erkennen und Städte besser auf Naturgefahren vorzubereiten. Das Deutsche Fernerkundungsdatenzentrum (DFD) verknüpft seine World Settlement Footprint (WSF) Produkte mit anderen Datenbanken. Methoden des Maschinellen Lernens helfen bei der Verarbeitung der riesigen Datenmengen. Eine Pressemitteilung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR).</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: DLR 10. Mai 2022.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/gefahrdurchhangrutscheDLRCCBYNCND30.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/gefahrdurchhangrutscheDLRCCBYNCND3026.jpg" alt=""/></a><figcaption>Gefahr durch Hangrutsche. (Bild: DLR (CC BY-NC-ND 3.0))</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">10. Mai 2022 &#8211; Viele Menschen in Afrika sind durch Naturkatastrophen gefährdet – insbesondere in Städten, die schnell und unkontrolliert wachsen. Dort leben die Bewohnerinnen und Bewohner auf engstem Raum und die Infrastruktur ist häufig unzureichend. Daher wirken sich die Folgen von Überschwemmungen, Stürmen oder Erdbeben hier besonders verheerend aus. Aber wo wachsen die Städte gerade rasant? Sind neue Siedlungsflächen in gefährdeten Gebieten entstanden? Und wie viele Menschen sind in diesem Fall bedroht? Bisher gab es oft keine ausreichenden Antworten auf diese Fragen. Deswegen hat das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in einem gemeinsamen Projekt mit der Weltbank Erdbeobachtungsaufnahmen vom gesamten Kontinent ausgewertet und sie mit weiteren Datenquellen kombiniert. Ziel war es, für Planer und Politiker vor Ort aktuelle und verlässliche Zahlen zur Situation und Entwicklung in den Städten zu liefern. So können kritische Veränderungen frühzeitig erkannt werden.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/entwicklunggrossraumkumasiDLRCCBYNCND30.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/entwicklunggrossraumkumasiDLRCCBYNCND3026.jpg" alt=""/></a><figcaption>Entwicklung im Großraum Kumasi (Ghana). (Bild: DLR (CC BY-NC-ND 3.0))</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Städte mit funktionierenden Infrastrukturen sind für Afrikas Zukunft wichtig. Das gilt zum Beispiel für Kumasi in Ghana mit 3,3 Millionen Einwohnern. Oder für Matola in Mosambik mit 1,7 Millionen Einwohnern. Beide breiten sich schnell aus, wozu aber kaum Daten vorlagen. „Das Defizit an aktuellen und räumlich detaillierten Informationen war bislang das größte Problem, um die Gefährdung der Bevölkerung durch Naturgefahren abzuschätzen. Gerade in weniger entwickelten Ländern kommt regelmäßigen Kartierungen auf Basis offener und freier Satellitendaten daher bei der Anpassung an Extremereignisse eine zentrale Rolle zu. Die neuen Daten werden nicht nur Fachleuten, sondern einer breiten Öffentlichkeit zugänglich sein“, erklärt Dr. Anke Pagels-Kerp, Bereichsvorständin Raumfahrt im DLR.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Satelliten liefern aktuelles Bildmaterial in hoher Auflösung</strong><br>Im Rahmen des Projekts „Satellite-based Monitoring Service of Urbanization in Africa“ (Satellitengestützter Dienst zur Beobachtung der Urbanisierung in Afrika) hat das DLR-Team Satellitendaten durch Methoden des Maschinellen Lernens mit Hochleistungscomputern verarbeitet. Die riesigen Datenmengen stammen vor allem von den europäischen Sentinel-Satelliten und dem US-amerikanischen Landsat-Programm. Diese Erdbeobachtungsmissionen sammeln täglich Petabytes an hochaufgelöstem, kostenfreiem Bildmaterial. Das DLR hat Verfahren entwickelt, um aus Hunderttausenden Satellitenaufnahmen die passenden Informationen zu gewinnen. „Mit den Ergebnissen kennen wir nun die Dynamik der Siedlungsentwicklung in ganz Afrika über die letzten drei Jahrzehnte. In Kombination mit Gebäudeinformationen konnten wir sogar die Bevölkerungsverteilung für jedes einzelne Gebäude auf dem Kontinent modellieren“, erklärt Dr. Thomas Esch vom Deutschen Fernerkundungsdatenzentrum (DFD) in Oberpfaffenhofen.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/neuegebaeudemaradiDLRCCBYNCND30.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/neuegebaeudemaradiDLRCCBYNCND3026.jpg" alt=""/></a><figcaption>Neue Gebäude in Maradi (Niger). (Bild: DLR (CC BY-NC-ND 3.0))</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Monatliche Updates zeigen Entwicklungen</strong><br>Zum DLR-Material gehören detaillierte Karten aller Städte und Siedlungen. Sie zeigen unter anderem die Verteilung von bebauten Arealen und Freiflächen. Außerdem wird die jährliche Ausdehnung aller Siedlungsgebiete seit 1985 dargestellt. Eine 3D-Siedlungsstruktur dient als Grundlage für die Berechnung der Siedlungsdichte. Für mehr als 100 afrikanische Städte liegen außerdem Studien zum Wachstumsmuster und zur Zersiedelung vor. In Regionen wie Maradi (Niger) sind zum Beispiel innerhalb eines Jahres zahlreiche Gebäude um den traditionellen Stadtkern herum entstanden. Solche oft ungeplanten Veränderungen sind durch Satellitendaten nachvollziehbar. „Auf Grundlage dieser Informationen sind Städte besser in der Lage, die heutige Exposition gefährdeter Gemeinden zu charakterisieren, ihr aktuelles Katastrophenrisiko zu bewerten und Trends genauer vorherzusagen. Diese Daten können zu besseren kommunalen Dienstleistungen beitragen, den künftigen Infrastrukturbedarf umreißen und einen evidenzbasierten Ansatz zur Risikominderung unterstützen, zum Beispiel durch rechtzeitige Anpassung der Infrastruktur an neue Bedingungen“, erklärt Niels B. Holm-Nielsen von der Weltbank.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ModellmglGefaehrdungszonenDLRCCBYNCND30.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ModellmglGefaehrdungszonenDLRCCBYNCND3026.jpg" alt=""/></a><figcaption>Modell möglicher Gefährdungszonen. (Bild: DLR (CC BY-NC-ND 3.0))</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>„Der Datenschatz des DLR ist einzigartig“</strong><br>„Bei den anspruchsvollen Analysen profitieren wir von unserer Erfahrung bei der Erstellung nutzerorientierter Informationsprodukte. Der Datenschatz des DLR ist einzigartig“, sagt Thomas Esch. Alle aktuellen Produkte des World Settlement Footprint (WSF) sind in die Analysen eingeflossen. Dazu zählen der WSF 2015, WSF 2019, WSF evolution, WSF imperviousness, WSF 3D und WSF population. Die Produkte der WSF Kartierungen werden seit vielen Jahren vom DLR weiterentwickelt und von internationalen Institutionen wie der Weltbank oder den Vereinten Nationen genutzt. Die Daten charakterisieren die Siedlungsstruktur, zeigen Entwicklungen, bilden Höhe, Dichte und Volumen der Bebauung ab und beschreiben die Verteilung der Bevölkerung.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Datenbank mit fast 20.000 afrikanischen Städten und Siedlungen</strong><br>Mittlerweile hat das DLR zentrale Merkmale zu allen Siedlungen in Afrika mit mehr als 10.000 Einwohnern in einer Datenbank erfasst. Dieses Register beinhaltet aktuell 9.472 Städte sowie 10.159 weitere Siedlungen, die in naher Zukunft über 10.000 Einwohner anwachsen werden. Durch eine Kombination verschiedener Datenquellen können die DLR-Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sogar die Einwohnerzahl für jedes einzelne Gebäude abschätzen. Außerdem enthält die Datenbank flächendeckende Angaben zur Intensität von Naturgefahren, wie Überschwemmungen, Erdrutschen und Erdbeben auf dem afrikanischen Kontinent.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/analysefuerkigaliDLRCCBYNCND30.gif" data-rel="lightbox-image-4" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/analysefuerkigaliDLRCCBYNCND30260.gif" alt=""/></a><figcaption>Analyse für Kigali (Ruanda). (Bild: DLR (CC BY-NC-ND 3.0))</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Aufträge an Ortsansässige zur Überprüfung der Berechnungen</strong><br>Um sicherzustellen, dass die berechneten Daten stimmen, hat die Weltbank Kleinaufträge an die Einwohnerinnen und Einwohner verschiedener afrikanischer Städte vergeben. „Verlässliche Vergleiche sind wichtig, um Algorithmen erfolgreich zu trainieren und um die daraus resultierenden Geoinformationen objektiv zu validieren“, sagt Thomas Esch. Die Beteiligten konnten ihr Wissen über die Umgebung einbringen und wurden für die Situation in ihren Städten sensibilisiert. Zugleich hat die Mitarbeit im Projekt zur Sicherung des monatlichen Einkommens während der Corona-Zeit beigetragen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Zum Projekt</strong><br>Das Projekt „Satellite-based Monitoring Service of Urbanization in Africa“ wird über das ACP-EU Natural Disaster Risk Reduction Program der EU finanziert. Die Koordination hat die Global Facility for Disaster Reduction and Recovery (GFDRR) bei der Weltbank übernommen. Die hier verwendeten WSF-Elemente sind vom DLR in enger Zusammenarbeit mit der Europäischen Weltraumorganisation ESA und dem Google Earth Engine Team entwickelt worden. Die Datensätze zu den Gebäudeumrissen werden durch Ecopia.AI/Maxar Technologies und Google bereitgestellt. Die Think-Hazard Initiative steuert die Informationen zur Intensität von Naturgefahren bei.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Unterstützt wurde das DLR-Projektteam von der Forschungsgruppe des DFD, die auf die Entwicklung von Umwelt- und Kriseninformationssystemen spezialisiert ist. Die DLR-Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler haben gemeinsam eine webbasierte Anwendung entwickelt, über die Weltbank-Mitarbeitende und Planer vor Ort auf alle Daten, Indikatoren und Analysen zugreifen können.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Weltbank und das DLR werden ihre Zusammenarbeit fortsetzen. Die Produkte WSF 2015, WSF 2019 und WSF evolution sind über den EOC Geoservice zum Download kostenfrei nutzbar. Die WSF-Daten wurden seitens der Weltbank bereits erfolgreich für weitere Fragestellungen mit hoher gesellschaftlicher Relevanz eingesetzt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=916.msg532062#msg532062" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Planet Erde</a></li></ul>
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			</item>
		<item>
		<title>ESA: Menschlicher Fußabdruck aus dem Weltraum ausgemessen</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/esa-menschlicher-fussabdruck-aus-dem-weltraum-ausgemessen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 12 Nov 2021 18:43:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Nach Angaben der UN-Abteilung für Wirtschaft und Soziales wird die Weltbevölkerung im Jahr 2050 voraussichtlich 9,7 Milliarden Menschen erreichen. In städtischen Gebieten leben bereits 55 % der Weltbevölkerung, und diese Zahl wird bis 2050 voraussichtlich auf 68 % ansteigen. Die rasche und ungeplante Verstädterung kann in Verbindung mit den Herausforderungen des Klimawandels zu einer Zunahme [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Nach Angaben der UN-Abteilung für Wirtschaft und Soziales wird die Weltbevölkerung im Jahr 2050 voraussichtlich 9,7 Milliarden Menschen erreichen. In städtischen Gebieten leben bereits 55 % der Weltbevölkerung, und diese Zahl wird bis 2050 voraussichtlich auf 68 % ansteigen. Die rasche und ungeplante Verstädterung kann in Verbindung mit den Herausforderungen des Klimawandels zu einer Zunahme der Luftverschmutzung, einer höheren Anfälligkeit für Katastrophen sowie zu Problemen im Zusammenhang mit der Bewirtschaftung von Ressourcen wie Wasser, Rohstoffen und Energie führen. Eine Information der Europäischen Weltraumorganisation (ESA).</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: ESA.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/BarcelonaSpaindlresa.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/BarcelonaSpaindlresa26.jpg" alt=""/></a><figcaption>Barcelona, Spanien. (Bild: DLR/ESA)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">12. November 2021 &#8211; Um das Verständnis der aktuellen Trends in der globalen Urbanisierung zu verbessern, entwickeln die ESA und das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Zusammenarbeit mit dem Google Earth Engine-Team den World Settlement Footprint &#8211; den weltweit umfassendsten Datensatz über die menschliche Besiedlung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die World Settlement Footprint Suite besteht aus mehreren verschiedenen Produkten, von denen zwei in dieser Woche während der Klimakonferenz der Vereinten Nationen (COP26) anlässlich des Cities, Regions &amp; Built Environment Day öffentlich vorgestellt wurden: World Settlement Footprint 2019 (<a href="https://geoservice.dlr.de/web/maps/eoc:wsf2019" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">WSF 2019</a>) und World Settlement Footprint Evolution (<a href="https://geoservice.dlr.de/web/maps/eoc:wsfevolution" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">WSF Evolution</a>). Diese Produkte wurden in mehreren Millionen Stunden Rechenzeit mit Google Earth Engine, der Plattform von Google für die Analyse von Geodaten, erstellt.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/DubaiUAEdlresa.gif" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/DubaiUAEdlresa260.gif" alt=""/></a><figcaption>Dubai, United Arab Emirates. (Animation: DLR/ESA)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">WSF 2019, das Informationen über globale menschliche Siedlungen mit beispielloser Detailgenauigkeit und Präzision liefert, enthält Daten der Copernicus <a href="https://www.esa.int/Applications/Observing_the_Earth/Copernicus/Sentinel-1" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Sentinel-1</a>&#8211; und <a href="https://www.esa.int/Applications/Observing_the_Earth/Copernicus/Sentinel-2" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Sentinel-2</a>-Missionen, während WSF Evolution durch die Verarbeitung von sieben Millionen Bildern des US-Satelliten Landsat, die zwischen 1985 und 2015 aufgenommen wurden, erstellt wurde und das weltweite Wachstum menschlicher Siedlungen Jahr für Jahr veranschaulicht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese beispiellose Sammlung globaler Produkte zur menschlichen Besiedlung fördert unser Verständnis der Urbanisierung auf globaler Ebene.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/LasVegasUSAdlresa.gif" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/LasVegasUSAdlresa260.gif" alt=""/></a><figcaption>Las Vegas, USA. (Animation: DLR/ESA)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die neuen Produkte des World Settlement Footprint werden für nationale statistische Ämter, lokale Behörden, die Zivilgesellschaft sowie internationale Organisationen, die an der Umsetzung des <a href="https://sdgs.un.org/goals/goal11" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Ziels 11 der Agenda 2030</a> für nachhaltige Entwicklung und der <a href="https://habitat3.org/the-new-urban-agenda/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Neuen Urbanen Agenda</a> beteiligt sind, von großem Nutzen sein. Der WSF-Datensatz hat sich als Schlüsselressource für die Analyse der Urbanisierung in Entwicklungsländern erwiesen, wo oft keine oder nur unzureichende Informationen verfügbar sind.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mattia Marconcini, der den World Settlement Footprint des DLR leitet, erklärt: „Zu wissen, wo Menschen leben, wird als einfach erachtet, da frei zugängliche Webdienste auf ihren Plattformen detaillierte Umrisse anbieten. Wenn man sich auf Länder mit niedrigem oder mittlerem Einkommen konzentriert, insbesondere auf ländliche und vorstädtische Gebiete, wird sofort deutlich, dass für weite Teile der Welt keine Informationen über das Gesamtausmaß menschlicher Siedlungen verfügbar sind. Hier kommt der World Settlement Footprint ins Spiel.”</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Der World Settlement Footprint Evolution zeigt uns, wie sehr sich unsere Städte in den letzten 30 Jahren entwickelt haben. Die Verfügbarkeit von Satellitendaten ermöglicht es uns, eine Wissensbasis darüber aufzubauen, was dringend erforderlich ist, um die Ziele der nachhaltigen Stadtentwicklung zu erreichen und fundierte politische Entscheidungen zu treffen.”</p>



<p class="wp-block-paragraph">Marc Paganini der ESA sagte: „Die Verfügbarkeit kontinuierlicher qualitativ hochwertiger Datenströme und kostenloser Satellitenbeobachtungen wie die Sentinels des europäischen Copernicus-Programms und die Landsat-Missionen in Kombination mit dem Aufkommen automatisierter Methoden für die Verarbeitung großer Datenmengen und die Datenanalyse sowie die Demokratisierung der Rechenkosten bieten beispiellose Möglichkeiten, die Veränderungen und Trends in der Stadtentwicklung weltweit effizient zu überwachen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der World Settlement Footprint ist ein großartiges Beispiel dafür, wie wir die Datenrevolution zum Nutzen aller Länder und Städte mobilisieren können, um niemanden zurückzulassen, was eines der Leitmotive der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung ist.”</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die neuen WSF-Produkte wurden von einer Reihe von Nutzern, die bereits einen vorläufigen Zugang zu ihnen erhalten haben, positiv aufgenommen. Zu diesen Nutzern gehören die Weltbank, die Asiatische Entwicklungsbank, UN-Habitat und das Internationale Komitee des Roten Kreuzes.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/BangkokThailanddlresa.gif" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/BangkokThailanddlresa260.gif" alt=""/></a><figcaption>Bangkok, Thailand. (Animation: DLR/ESA)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Robert Ndugwa, Leiter der Daten- und Analyseabteilung von UN-Habitat und Verantwortlicher für die globalen Städtestatistiken der UN-Habitat, kommentierte: „Der World Settlement Footprint Evolution hat eine skalierbare Analyse und Berechnung von räumlichen Urbanisierungstrends nicht nur für einzelne Städte und Stadtgebiete, sondern auch auf nationaler und globaler Ebene ermöglicht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wir müssen den Aufbau nachhaltiger Städte und menschlicher Siedlungen vorantreiben, und dies hängt davon ab, wie gut wir diese Bereiche messen und wie gut wir das Wachstum all dieser Städte in der Zukunft vorhersagen können. Ich glaube, dass die Erdbeobachtung und die raumbezogenen Technologien uns die nötigen Werkzeuge geben, um diese Entwicklung voranzutreiben.”</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sameh Wahba, Weltbank-Direktor der Global Practice &#8222;Urban, Disaster Risk Management, Resilience and Land&#8220;, fügte hinzu: „Big Data werden in großem Umfang genutzt, um aktuelle Entwicklungstrends, wichtige Herausforderungen und zukünftige Urbanisierungsszenarien in verschiedenen Regionen zu verstehen und zu analysieren. Die Partnerschaft mit der ESA, dem DLR und anderen Organisationen hat es uns in den letzten Jahren ermöglicht, die Grenzen unseres Wissens zu erweitern und evidenzbasierte Daten für unsere Entscheidungsfindung zu nutzen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Mithilfe des World Settlement Footprint Evolution hat unser Team das Hochwasserrisiko wachsender Städte auf der ganzen Welt, wie beispielsweise Bangkok, Thailand, verfolgt. Die Daten deuten auf einen besorgniserregenden Trend hin, den wir beobachten: Neue und ungeplante Siedlungen in überschwemmungsgefährdeten Gebieten haben erheblich zugenommen, insbesondere in Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen. Die hochauflösenden Daten ermöglichen es uns, gemeinsam mit unseren Partnern auf der ganzen Welt zu ermitteln, wie sich dieses Risiko entwickelt, und die Ursachen für das risikoreiche Städtewachstum zu identifizieren.”</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der <a href="https://geoservice.dlr.de/web/maps/eoc:wsf2019" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">World Settlement Footprint 2019</a> und der <a href="https://geoservice.dlr.de/web/maps/eoc:wsfevolution" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">World Settlement Footprint Evolution</a> können auf dem <a href="https://geoservice.dlr.de/web/maps" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">DLR Earth Observation Center</a> erkundet werden. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=916.msg522327#msg522327" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Planet Erde</a></li></ul>
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