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	<title>WRLageZ &#8211; Raumfahrer.net</title>
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	<description>Das Portal für Astronomie- und Raumfahrtbegeisterte</description>
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	<title>WRLageZ &#8211; Raumfahrer.net</title>
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	<item>
		<title>Fähigkeitsaufbau im Bereich Weltraumüberwachung: Bundeswehr erhält Teleskopsystem</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/faehigkeitsaufbau-im-bereich-weltraumueberwachung-bundeswehr-erhaelt-teleskopsystem/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 28 Aug 2024 18:20:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Kürzlich unterzeichnete das Beschaffungsamt der Bundeswehr einen Vertrag zur Herstellung und Lieferung eines Teleskopsystems zur Weltraumüberwachung, bestehend aus zwei Teleskopen, einschließlich der benötigten infrastrukturellen Realisierung. Finanziert wurde die Beschaffung des marktverfügbaren Systems aus dem Sondervermögen der Bundeswehr. Eine Pressemitteilung des Bundesamts für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr. Quelle: Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Kürzlich unterzeichnete das Beschaffungsamt der Bundeswehr einen Vertrag zur Herstellung und Lieferung eines Teleskopsystems zur Weltraumüberwachung, bestehend aus zwei Teleskopen, einschließlich der benötigten infrastrukturellen Realisierung. Finanziert wurde die Beschaffung des marktverfügbaren Systems aus dem Sondervermögen der Bundeswehr. Eine Pressemitteilung des Bundesamts für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr 28. August 2024.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Koblenz 28. August 2024 &#8211; Die neuen Teleskope sind ein Teilprojekt des künftigen Systems zur Weltraumüberwachung (SysWRÜbw) und ermöglichen die eigene Beobachtung und Verfolgung von Objekten im Weltraum. Der Erfassungsbereich erstreckt sich vom sogenannten „Low Earth Orbit“ (LEO) in Höhen von rund 400 Kilometern bis zu 36.000 Kilometern im sogenannten „Geostationary Orbit“ (GEO). Die gesammelten Daten werden in das Weltraumlagezentrum (<a href="https://www.raumfahrer.net/tag/wrlagez/" data-wpel-link="internal">WRLageZ</a>) in Uedem eingespeist und dort zusammen mit anderen Daten zu einer Gesamtlage des erdnahen Weltraums verarbeitet.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full has-lightbox"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2024/09/mockup-2x6m-dome-2k.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Das Bild (digital gestaltet) soll visualisieren, wie das Teleskopsystem in etwa aussehen wird. (Bild: Firma Baader)" data-rl_caption="" title="Das Bild (digital gestaltet) soll visualisieren, wie das Teleskopsystem in etwa aussehen wird. (Bild: Firma Baader)" data-wpel-link="internal"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="600" height="371" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2024/09/mockup-2x6m-dome-60.jpg" alt="Das Bild (digital gestaltet) soll visualisieren, wie das Teleskopsystem in etwa aussehen wird. (Bild: Firma Baader)" class="wp-image-144280" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2024/09/mockup-2x6m-dome-60.jpg 600w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2024/09/mockup-2x6m-dome-60-300x186.jpg 300w" sizes="(max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Das Bild (digital gestaltet) soll visualisieren, wie das Teleskopsystem in etwa aussehen wird. (Bild: Firma Baader)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Das WRLageZ bewertet beispielsweise Risiken durch <a href="https://www.raumfahrer.net/tag/weltraumschrott/" data-wpel-link="internal">Weltraumschrott</a>, der Satelliten treffen und beschädigen könnte, mögliche Wiedereintritte von Weltraumobjekten, wodurch sich Risiken für Menschen und Infrastruktur auf der Erde ergeben könnten, sowie die Einflüsse des Weltraumwetters, ausgelöst durch die Aktivitäten der Sonne. Dazu werden Objekte im erdnahen Weltraum überwacht und bei Bedarf aufgeklärt, um einen verlässlichen und eindeutigen nationalen Objektkatalog zu erstellen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Warnungen des Weltraumlagezentraums versetzen Bundes- und Landesbehörden ebenso wie Satellitenbetreiber in die Lage, auf Weltraumereignisse zu reagieren. Damit baut die Bundeswehr ihre Weltraumaktivitäten und -fähigkeiten weiter mit dem Ziel der Realisierung einer möglichst vollumfänglichen Weltraumüberwachung aus.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die notwendige Infrastruktur wird erstmals bereits über den Beschaffungsvertrag mit abgedeckt. Der Bau der zwei etwa acht Meter hohen Türme am Standort Meßstetten wird voraussichtlich Ende 2025 abgeschlossen sein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Anschluss werden die Teleskope installiert und über eine Remote-Steuerung aus dem WRLageZ in Betrieb genommen und zunächst getestet, um das System dann voraussichtlich 2026 komplett an das Weltraumkommando der Bundeswehr zur Nutzung zu übergeben.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=3958.msg565961#msg565961" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Militärische Raketen- und Raumfahrtneuigkeiten</a></li>
</ul>
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			</item>
		<item>
		<title>GESTRA: Vollständige Betriebsdemonstration geglückt</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/gestra-vollstaendige-betriebsdemonstration-geglueckt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 19 Dec 2023 14:12:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Deutsches Radarsystem erfasst kleine Objekte im erdnahen Orbit. Eine Pressemitteilung des Fraunhofer-Instituts für Hochfrequenzphysik und Radartechnik FHR. Quelle: Fraunhofer FHR 19. Dezember 2023. 19. Dezember 2023 &#8211; Für Deutschland &#8211; und damit auch für Europa &#8211; bricht im Jahr 2024 eine neue Ära in der Weltraumbeobachtung an: Das im Auftrag der Deutschen Raumfahrtagentur im Deutschen [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Deutsches Radarsystem erfasst kleine Objekte im erdnahen Orbit. Eine Pressemitteilung des Fraunhofer-Instituts für Hochfrequenzphysik und Radartechnik FHR.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: Fraunhofer FHR 19. Dezember 2023.</p>



<p class="wp-block-paragraph">19. Dezember 2023 &#8211; Für Deutschland &#8211; und damit auch für Europa &#8211; bricht im Jahr 2024 eine neue Ära in der Weltraumbeobachtung an: Das im Auftrag der Deutschen Raumfahrtagentur im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) durch das Fraunhofer Institut für Hochfrequenzphysik und Radartechnik FHR entwickelte und gebaute Radarsystem GESTRA (German Experimental Space Surveillance and Tracking Radar) hat nach einer intensiven und erfolgreichen Test- und Verifikationsphase im Dezember 2023 mit der finalen Überprüfung begonnen. Damit ist dieses weltweit einzigartige System zur Weltraumüberwachung in seine mehrmonatige Abnahme gestartet.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/GESTRATrackingDetektionDLRwrlagez.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Ausgesuchte Messergebnisse der Funktionsdemonstration von GESTRA. Links: Im Suchmodus konnten mehr als 200 Objekte pro Stunde detektiert. Rechts: Im Tracking-Modus können Objekte gezielt auf ihrer Bahn verfolgt werden. (Bild: Raumfahrtagentur im DLR, Weltraumlagezentrum)" data-rl_caption="" title="Ausgesuchte Messergebnisse der Funktionsdemonstration von GESTRA. Links: Im Suchmodus konnten mehr als 200 Objekte pro Stunde detektiert. Rechts: Im Tracking-Modus können Objekte gezielt auf ihrer Bahn verfolgt werden. (Bild: Raumfahrtagentur im DLR, Weltraumlagezentrum)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="600" height="327" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/GESTRATrackingDetektionDLRwrlagez60.jpg" alt="Ausgesuchte Messergebnisse der Funktionsdemonstration von GESTRA. Links: Im Suchmodus konnten mehr als 200 Objekte pro Stunde detektiert. Rechts: Im Tracking-Modus können Objekte gezielt auf ihrer Bahn verfolgt werden. (Bild: Raumfahrtagentur im DLR, Weltraumlagezentrum)" class="wp-image-134972" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/GESTRATrackingDetektionDLRwrlagez60.jpg 600w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/GESTRATrackingDetektionDLRwrlagez60-300x164.jpg 300w" sizes="(max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Ausgesuchte Messergebnisse der Funktionsdemonstration von GESTRA. Links: Im Suchmodus konnten mehr als 200 Objekte pro Stunde detektiert werden. Rechts: Im Tracking-Modus können Objekte gezielt auf ihrer Bahn verfolgt werden. (Bild: Raumfahrtagentur im DLR, Weltraumlagezentrum)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Gemeinsam mit Experten des Fraunhofer FHR führte die Deutsche Raumfahrtagentur im DLR als Teil des Weltraumlagezentrums den Test durch. Während der Demonstration wurden verschiedene Radarmodi erfolgreich überprüft, konkret zwei verschiedene Such-Modi, der Spotlight-Mode und der Tracking-Mode. Die erfassten Sichtungen konnten mit vorhandenen Katalogdaten von Objekten im erdnahen Orbit korreliert werden. Im Schnitt wurden pro Stunde mehr als 200 Objekte aufgespürt, darunter auch kleine Objekte („Cubesats“) in mehreren hundert Kilometern Entfernung. Gesichtet wurden neben zahlreichen Starlink-Satelliten auch die Orbiter Oneweb-0240 (Höhe circa 1200 Kilometer), NOAA 16-DEB (Höhe circa 825 Kilometer), Sentinel 6 (Höhe circa 1300 Kilometer) sowie den Kleinsatellit CUTE1.7 (20x20x10 Zentimeter; Höhe circa 600 Kilometer). Damit erfüllt GESTRA bereits ohne volle Auslastung die gestellten Anforderungen.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/VorderseiteAntenneGESTRAdlr.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="Vorderseite der phasengesteuerten Antenne von GESTRA. (Bild: DLR)" data-rl_caption="" title="Vorderseite der phasengesteuerten Antenne von GESTRA. (Bild: DLR)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="600" height="400" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/VorderseiteAntenneGESTRAdlr60.jpg" alt="Vorderseite der phasengesteuerten Antenne von GESTRA. (Bild: DLR)" class="wp-image-134977" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/VorderseiteAntenneGESTRAdlr60.jpg 600w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/VorderseiteAntenneGESTRAdlr60-300x200.jpg 300w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/VorderseiteAntenneGESTRAdlr60-272x182.jpg 272w" sizes="(max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Vorderseite der phasengesteuerten Antenne von GESTRA. (Bild: DLR)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Kombination aus Flexibilität und digitaler Technik macht GESTRA einzigartig</strong><br>Das komplexe Radarsystem umfasst eine Sende- und eine Empfangsantenne, die bei voller Bestückung mit je 256 Einzelelementen versehen sind und deren Radarwellen phasengesteuert werden können (sogenannte „Phased-Array“). Jedes Element der Sendeantenne wird durch einen extrem leistungsfähigen Verstärker angesteuert, so dass die circa vier Meter große Sendeantenne insgesamt eine immense Gesamtleistung vorweisen kann. Die Elemente der Empfangsantenne werden einzeln digital ausgelesen und können mittels spezieller Prozessoreinheiten in Echtzeit zusammengefasst werden. Auf diese Weise ändern die beiden Antennen innerhalb weniger Millisekunden ihre Blickrichtung. Darüber hinaus kann die Antenne mit einem Drehstand mechanisch ausgerichtet werden. Eine eigene Wasserkühlung für jedes einzelne Antennenelement trägt zudem zu einer besonders hohen Radarleistung bei. Dies erhöht die Empfindlichkeit des Systems zusätzlich. Damit ist GESTRA bei der Beobachtung von Weltraummüll nicht nur sehr dynamisch, sondern auch überaus sensitiv. Sender und Empfänger sind in zwei getrennten Containern untergebracht, was den flexiblen Einsatz an unterschiedlichen Orten erlaubt. Diese Kombination aus Mobilität, digitaler Technik und Leistungsfähigkeit macht GESTRA einzigartig. Die Anlage ist auf der Schmidtenhöhe bei Koblenz aufgestellt.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/LuftaufnahmeGESTRASchmidtenhoeheFHRJFiege.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="Luftaufnahme von GESTRA auf der Schmidtenhöhe in Koblenz. (Bild: Fraunhofer FHR / Jens Fiege)" data-rl_caption="" title="Luftaufnahme von GESTRA auf der Schmidtenhöhe in Koblenz. (Bild: Fraunhofer FHR / Jens Fiege)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="600" height="400" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/LuftaufnahmeGESTRASchmidtenhoeheFHRJFiege60.jpg" alt="Luftaufnahme von GESTRA auf der Schmidtenhöhe in Koblenz. (Bild: Fraunhofer FHR / Jens Fiege)" class="wp-image-134974" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/LuftaufnahmeGESTRASchmidtenhoeheFHRJFiege60.jpg 600w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/LuftaufnahmeGESTRASchmidtenhoeheFHRJFiege60-300x200.jpg 300w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/LuftaufnahmeGESTRASchmidtenhoeheFHRJFiege60-272x182.jpg 272w" sizes="(max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Luftaufnahme von GESTRA auf der Schmidtenhöhe in Koblenz. (Bild: Fraunhofer FHR / Jens Fiege)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Modernste Radartechnik für mehr Sicherheit im Weltraum</strong><br>Mit GESTRA steht dem ressortgemeinsame Weltraumlagezentrum im Jahr 2024 eines der weltweit modernsten Radarsysteme zur Weltraumbeobachtung zur Verfügung. Das deutsche Weltraumlagezentrum in Uedem hat schwerpunktmäßig die Aufgabe ein Lagebild für den Weltraum zu erstellen und zu bewerten sowie nationale Raumfahrtsysteme vor der Kollision mit Weltraummüll zu schützen. Nach Inbetriebnahme von GESTRA werden Mitarbeiter der Deutschen Raumfahrtagentur im DLR das System aus dem Weltraumlagezentrum heraus steuern. Denn dort laufen alle Messdaten zusammen, um daraus die Bahnen der erfassten Objekte zu bestimmen. Ebenfalls sollen diese Daten von Forschungseinrichtungen in ganz Deutschland angefragt werden können. Auch auf europäischer Ebene wird das Potenzial von GESTRA im Projekt „EUSST“ (EU Space Surveillance and Tracking) eingebracht. Die Maßnahmen zur Integration des Sensors in EUSST werden Anfang 2024 beginnen und im ersten Halbjahr abgeschlossen sein. Im niedrigen Erdorbit ist GESTRA nicht nur in der Lage, Weltraumschrott zu erfassen, sondern auch offensive Kleinsatelliten anderer Staaten aufzuspüren und deren Bahn zu verfolgen. GESTRA erfüllt vollständig die Anforderungen ziviler und militärischer Weltraumüberwachung und ist somit als prototypisches Weltraumüberwachungsradar ein unverzichtbarer Baustein für eine hoch leistungsfähige, international vernetzte Weltraum-Sicherheitsarchitektur.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Weltraumschrott als Gefahr für die Raumfahrt</strong><br>Im erdnahen Weltraum ziehen mehrere tausend Satelliten ihre Bahnen. In diesem Bereich befinden sich aber auch zigtausend Teile Weltraumschrott: Insgesamt handelt es sich dabei um mehr als 10.000 Tonnen Material. Der größte Teil davon befindet sich auf niedrigen Orbits in Höhen von bis zu 2000 Kilometern, im sogenannten „Low Earth Orbit“ (LEO). Eine Kollision mit genutzter Infrastruktur im Weltraum ist damit sehr wahrscheinlich. Auch die Internationale Raumstation ISS ist auf ihrem Orbit in rund 400 Kilometern Höhe davon betroffen. Um Kollisionen so weit wie möglich zu vermeiden, werden kontinuierlich verlässliche Daten zur Weltraumlage benötigt, die von Radarsystemen wie GESTRA bereitgestellt werden können. Entwickelt wurde GESTRA vom Fraunhofer-Institut für Hochfrequenzphysik und Radartechnik FHR in Wachtberg. Die Finanzierung erfolgte durch die Deutsche Raumfahrtagentur im DLR mit Mitteln des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK). Betrieben wird das Radarsystem zukünftig vom ressortgemeinsamen Weltraumlagezentrum in Uedem, welches vom BMWK und vom Bundesministerium der Verteidigung (BMVg) finanziert wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=19685.msg557074#msg557074" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Fraunhofer FHR</a></li>
</ul>
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Erfolgreiche Messungen: Weltraumüberwachungsradar GESTRA detektiert Weltraumobjekte zuverlässig</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/erfolgreiche-messungen-weltraumueberwachungsradar-gestra-detektiert-weltraumobjekte-zuverlaessig/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 07 Sep 2022 10:42:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Beobachtung]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
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		<guid isPermaLink="false">https://www.raumfahrer.net/?p=115031</guid>

					<description><![CDATA[<p>Das vom Fraunhofer FHR im Auftrag der Deutschen Raumfahrtagentur im DLR entwickelte Weltraumüberwachungsradar GESTRA (German Experimental Space Surveillance and Tracking Radar) liefert vielversprechende Ergebnisse. Eine Pressemitteilung des Fraunhofer-Instituts für Hochfrequenzphysik und Radartechnik FHR. Quelle: Fraunhofer FHR 7. September 2022. 7. September 2022 &#8211; Im Rahmen einer Messereihe wurden mehrere Experimente mit dem vom Weltraumlagezentrum der [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Das vom Fraunhofer FHR im Auftrag der Deutschen Raumfahrtagentur im DLR entwickelte Weltraumüberwachungsradar GESTRA (German Experimental Space Surveillance and Tracking Radar) liefert vielversprechende Ergebnisse. Eine Pressemitteilung des Fraunhofer-Instituts für Hochfrequenzphysik und Radartechnik FHR.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: Fraunhofer FHR 7. September 2022.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/FraunhoferFHRGESTRAinKoblenzFraunhoferFHRJensFiege.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Die Sende- und Empfangseinheit des Weltraumüberwachungsradars GESTRA in Koblenz. (Bild: Fraunhofer FHR / Jens Fiege)" data-rl_caption="" title="Die Sende- und Empfangseinheit des Weltraumüberwachungsradars GESTRA in Koblenz. (Bild: Fraunhofer FHR / Jens Fiege)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/FraunhoferFHRGESTRAinKoblenzFraunhoferFHRJensFiege26.jpg" alt=""/></a><figcaption>Die Sende- und Empfangseinheit des Weltraumüberwachungsradars GESTRA in Koblenz. (Bild: Fraunhofer FHR / Jens Fiege)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">7. September 2022 &#8211; Im Rahmen einer Messereihe wurden mehrere Experimente mit dem vom Weltraumlagezentrum der Bundeswehr (WRLageZ) betriebenen System am GESTRA-Standort auf der Koblenzer Schmidtenhöhe durchgeführt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das im Testbetrieb befindliche Weltraumüberwachungsradar GESTRA wird zurzeit für den operativen Betrieb vorbereitet. Kürzlich erfolgte Messungen des erdnahen Weltraums zeigten vielversprechende Ergebnisse. Das Ziel, die zuverlässige Detektion von verschiedenen Objekten im Weltraum, wurde in allen experimentellen Messungen erreicht.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/FraunhoferFHRRDMapGESTRAFraunhoferFHR.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="Gleichzeitige Detektion von zwei Zielen mit dem GESTRA-Weltraumüberwachungsradar. Dargestellt sind gemessener Abstand und Zielgeschwindigkeit. (Bild: Fraunhofer FHR)" data-rl_caption="" title="Gleichzeitige Detektion von zwei Zielen mit dem GESTRA-Weltraumüberwachungsradar. Dargestellt sind gemessener Abstand und Zielgeschwindigkeit. (Bild: Fraunhofer FHR)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/FraunhoferFHRRDMapGESTRAFraunhoferFHR26.jpg" alt=""/></a><figcaption>Gleichzeitige Detektion von zwei Zielen mit dem GESTRA-Weltraumüberwachungsradar. Dargestellt sind gemessener Abstand und Zielgeschwindigkeit. (Bild: Fraunhofer FHR)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Alle für die Detektion vorgegeben Objekte wie ausgediente Satelliten, Raketenendstufen oder anderer Weltraumschrott wurden wie erwartet gemessen und durch den Vergleich von Doppelgeschwindigkeit und Range im realen Weltraumkatalog verifiziert. Dabei wurden auch Leistungsparameter wie das Signal-Rausch-Verhältnis ermittelt. Die erzielten Ergebnisse lagen dabei in der mathematisch erwarteten Größenordnung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Doch GESTRA lieferte sogar darüberhinausgehende Ergebnisse. Auch weitere Objekte, die sich in dem beobachteten Weltraumbereich befanden, wurden vom GESTRA Radar detektiert und mit Hilfe des WRLageZ identifiziert. Diese „Zufallsfunde&#8220; sind eine wichtige Eigenschaft von Weltraumüberwachungsradaren und unterstreichen noch einmal die Bedeutung von GESTRA für mehr Sicherheit im Orbit. Nach dem erfolgreichen Verlauf der ersten Messreihen stehen weitere Messungen an, in denen noch mehr Systemfeatures des GESTRA Radars mit einbezogen werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=16551.msg537721#msg537721" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Bundeswehr Weltraumlageerfassung mit Radar</a></li></ul>
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