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	<title>Yamal &#8211; Raumfahrer.net</title>
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	<description>Das Portal für Astronomie- und Raumfahrtbegeisterte</description>
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	<title>Yamal &#8211; Raumfahrer.net</title>
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	<item>
		<title>Comsat Yamal-601 im GEO in Dienst gestellt</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/comsat-yamal-601-im-geo-in-dienst-gestellt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 14 Aug 2019 14:11:28 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der russische Kommunikationssatellit Yamal-601 brauchte länger als ursprünglich geplant, um den Geostationären Orbit zu erreichen. Nach seinem Transport in den Weltraum traten Probleme an Bord des Satelliten auf, die ein alternatives Vorgehen beim Transfer des Satelliten in den Geostationären Orbit erforderlich machten. Ein Beitrag von Axel Nantes. Quelle: Chrunitschew, Gazprom Space Systems, ILS, TASS, Thales [&#8230;]</p>
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]]></description>
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<h4 class="wp-block-heading">Der russische Kommunikationssatellit Yamal-601 brauchte länger als ursprünglich geplant, um den Geostationären Orbit zu erreichen. Nach seinem Transport in den Weltraum traten Probleme an Bord des Satelliten auf, die ein alternatives Vorgehen beim Transfer des Satelliten in den Geostationären Orbit erforderlich machten.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Axel Nantes. Quelle: Chrunitschew, Gazprom Space Systems, ILS, TASS, Thales Alenia Space, Roskosmos.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/14082019161128_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/14082019161128_small_1.jpg" alt="Roskosmos / Tsenki" width="260"/></a><figcaption>
Proton-M-Start am 30. Mai 2019 
<br>
(Bild: Roskosmos / Tsenki)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Der Start der Proton-Rakete aus der Phase 3-Serie mit der Baunummer 93569 und Yamal-601 an Bord wurde unter der Ägide des internationalen Vermarkters von Proton-Raketen International Launch Service (ILS) abgewickelt. Als Startzeitpunkt für den ersten erfolgreichen Proton-Flug im Jahr 2019 und den 419. insgesamt nennt Chrunitschew 20:42 Uhr Moskauer Zeit am 30. Mai 2019, das ist 17:42 Uhr Weltzeit (UTC). Exakter Startzeitpunkt war 17:41:59,970 Uhr UTC. Der Flug begann von der Rampe 200/39 des in Kasachstan gelegenen russischen Startzentrums Baikonur. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Abtrennung der Orbitaleinheit bestehend aus Breeze-M-Oberstufe und Yamal-601 von der dritten Stufe der Proton-M erfolgte rund 9 Minuten und 42 Sekunden nach dem Abheben. Anschließend war es Aufgabe der wie die Proton-M-Rakete von Chrunitschew in Russland gebauten Oberstufe mit der Seriennummer 99564, erst für die Einnahme einer stabilen Parkbahn zu sorgen und dann das Erreichen des vorgesehenen Zielorbits sicherzustellen. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/14082019161128_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/14082019161128_small_2.jpg" alt="Thales Alenia Space" width="260"/></a><figcaption>
Yamal-601 mit testweise ausgekplapptem Antennenreflektor 
<br>
(Bild: Thales Alenia Space)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Der Trennprozess des Satelliten von der Oberstufe fand rund 9 Stunden und 13 Minuten nach dem Abheben um 5:55 Uhr Moskauer Zeit am 31. Mai 2019 statt. Die Oberstufe führte zur Kollisionsvermeidung nach dem Aussetzen zwei weitere Brennphasen aus, um ihre Bahn wieder abzusenken. Sie befindet sich aktuell auf einer 18,1 Grad gegen den Erdäquator geneigten Bahn mit einer Erdferne von rund 34.499 km und einem niedrigsten Bahnpunkt von etwa 5.885 km. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Apogäum &#8211; der erdfernste Bahnpunkt &#8211; des vom Satelliten erreichten Geotransferorbits (GTO) lag nach Daten der US-amerikanischen Weltraumüberwachung  bei 35.726 km, das Perigäum, der der Erde nächstliegende Bahnpunkt bei 6.423 km über der Erde. Die Neigung dieser Bahn gegen den Erdäquator lag bei 17,8 Grad. Im Rahmen der Registrierung des Satelliten beim Büro der Vereinten Nationen für Weltraumfragen (United Nations Office for Outer Space Affairs, UNOOSA) wurden ein Apogäum von 35.683,5 km, ein Perigäum von 6.451,6 km und eine Bahnneigung von 17,4 Grad festgehalten. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/14082019161128_big_3.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/14082019161128_small_3.jpg" alt="Thales Alenia Space / Alizée Palomba" width="260"/></a><figcaption>
Yamal-601 in Antennentestkammer 
<br>
(Bild: Thales Alenia Space / Alizée Palomba)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Als abgetrennte Satellitenmasse nennen Chrunitschew und ILS eine von über 5 Tonnen. Thales Alenia Space, der Hersteller des auf dem Satellitenbus Spacebus  4000C4 basierenden, in Cannes in Frankreich fertiggestellten Raumfahrzeugs, nannte nach dem Start eine Satellitenmasse von 5,4 Tonnen (5.402,6 kg). Es sollte mit mehreren Brennphasen eines größeren an Bord befindlichen Raketentriebwerks, seines Apogäumsmotors vom Typ S400, seine Bahn um die Erde soweit anpassen, dass es eine Position im Geostationären Orbit (GEO) beziehen kann. Dabei traten unerwartete Probleme auf. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die russische Nachrichtenagentur TASS meldete mit Datum vom 5. Juni 2019, dass der Apogäumsmotor von Yamal-601 nach einer Abweichung des Schubvektors im Verlauf seiner ersten geplanten Brennphase abgeschaltet wurde. Man untersuche nun, ob im weiteren Verlauf nur &#8222;Lageregelungstriebwerke&#8220; oder auch der Apogäumsmotor für Erreichen des GEO verwendet werden sollen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Während der Brennphase hatte der Satellit seine geplante Ausrichtung verloren, was sehr wahrscheinlich durch den abweichenden Schubvektor verursacht worden war. Ein unerwünschter Schubvektor wiederum könnte beispielsweise durch eine durchgebrannte Düse oder Brennkammer des Apogäumsmotors ausgelöst worden sein. Offizielle Mitteilungen dazu liegen nicht vor. Wegen des Ausrichtungsfehlers versetzte sich der Satellit wie für solche Fälle vorgesehen in einen sogenannten Sicherheitsmodus mit einer definierten Ausrichtung zur Sonne, um die Energieversorgung des Satelliten auf jeden Fall sicherzustellen. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/14082019161128_big_4.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/14082019161128_small_4.jpg" alt="Gazprom Space Systems" width="260"/></a><figcaption> Yamal-601 mit teilentfalteten Solarzellenauslegern während der Bahnanhebungsmanöver &#8211; Illustration  </figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Laut Thales Alenia Space war ein erstes Manöver im Rahmen einer &#8222;in orbit raising backup strategy&#8220; erfolgreich, berichtete das Unternehmen mit Datum vom 6. Juni 2019. Nach dem rund zwei Stunden dauernden Manöver seien alle Parameter an Bord des Satelliten normal gewesen. Das nun vorgesehene Flugprofil sehe eine mehrfache Wiederholung derartiger Manöver vor. Man rechne damit, die endgültige Position im GEO bei 49 Grad Ost Ende Juni 2019 zu erreichen. Die Auslegungsbetriebsdauer des Satelliten von 15 Jahren werde durch das angepasste Flugprofil nicht beeinflusst, so Thales Alenia Space weiter. Welche Triebwerke im Rahmen des angepassten Flugprofils eingesetzt wurden, teilte Thales Alenia Space zunächst nicht mit. Der vorgesehene Betreiber von Yamal-601, das russische Unternehmen Gazprom Space Systems, berichtete am gleichen Tag, dass für das am 6. Juni 2019 um 12.27 Uhr Moskauer Zeit begonnene Manöver Triebwerke mit niedrigem Schub zum Einsatz kamen. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/14082019161128_big_5.jpg" data-rel="lightbox-image-4" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/14082019161128_small_5.jpg" alt="Gazprom Space Systems" width="260"/></a><figcaption> Yamal-601 mit ausgefalteten Antennen und Solarzellenauslegern in Betriebsposition &#8211; Illustration  <br> (Bilder: Gazprom Space Systems) </figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Am 10. Juni 2019 wurde Yamal-601 auf einer Bahn mit einem Apogäum von 35.790,9 km, einem Perigäum von 12.231 km und einer Neigung gegen den Erdäquator von rund 10,2 Grad beobachtet. Am 17. Juni 2019 befand sich der Satellit auf einem Orbit mit einem Apogäum von rund 35.704 km, einem Perigäum von etwa 27.878 km und einer Bahnneigung von annähernd 1,78 Grad. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Gazprom Space Systems meldete schließlich mit Datum vom 26. Juni 2019, dass das angepasste Bahnanhebungsprogramm unter Nutzung kleinerer Triebwerke erfolgreich umgesetzt werden konnte. Am 24. Juni 2019 habe Yamal-601 eine Position bei 48,8 Grad Ost im GEO eingenommen. Dort seien die Solarzellenausleger (vollständig) entfaltet und die Antennen der Kommunikationsnutzlast ausgeklappt worden. Außerdem habe der Satellit eine Lage im Raum mit stabiler Ausrichtung in Richtung Erde eingenommen. Tests der Satellitensysteme bestätigten die Funktionsbereitschaft des Raumflugkörpers. Anschließend erfolgte die Übergabe der Kontrolle des Satelliten durch Thales Alenia Space an das Raumflugkontrollzentrum von Gazprom Space Systems in Schelkowo, wo Hersteller und Betreiber des Satelliten gemeinsame eine weitere Testphase einleiteten. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Zunächst an einer Testposition im GEO stationiert standen für den Satelliten ausführliche Tests der maximal 7,3 Kilowatt leistenden Kommunikationsnutzlast an. Diese endeten am 19. Juli 2019 mit der vollständigen Übertragung der Überwachung und Steuerung des Satelliten von Thales Alenia Space an Gazprom Space Systems. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Den Regelbetrieb bestreitet der Satellit an einer Position von 49 Grad Ost im GEO. Der neue Satellit ist unter anderem als Ersatz und Nachfolger für Yamal-202, der seit dem 24. November 2003 um die Erde kreist, gedacht. Ein Umzug von zuvor via Yamal-202 ausgestrahlten Diensten auf den neuen Satelliten ist zwischenzeitlich erfolgt. Damit hat Gazprom Space Systems auch weiterhin die Möglichkeit zur Bereitstellung von Funkverbindungen zur Übertragung von Telefongesprächen und Daten im C-Band für Nutzer in Teilen Russlands einschließlich Kaliningrad, dem Ural und Westsibiriens, der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten, in Teilen Europas sowie des Nahen Ostens und Südostasiens. Im K<sub>a</sub>-Band kann der Satellit außerdem Nutzern auf russischem Territorium Kommunikationsdienste und Zugriff auf das Internet mit hoher Geschwindigkeit zur Verfügung stellen. Der maximale Datendurchsatz des Satelliten soll dabei rund 30 Gigabit pro Sekunde erreichen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Yamal-601 (Russisch: Ямал-601) ist katalogisiert mit der NORAD-Nr. 44.307 und als COSPAR-Objekt 2019-031A Die Breeze-M-Oberstufe ist katalogisiert mit der NORAD-Nr. 44.308 und als COSPAR-Objekt 2019-031B. Der Abwurftank der Breeze-M ist katalogisiert mit der NORAD-Nr. 44.309 und als COSPAR-Objekt 2019-031C.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Angosat 1 &#8211; ein Abenteuer</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/angosat-1-ein-abenteuer/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 03 Jan 2018 10:35:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Am 26. Dezember 2017 brachte eine dreistufige Rakete vom Typ Zenit-3SLBF endlich den Kommunikationssatelliten Angosat 1 ins All. Der Start erfolgte um 19:00 Uhr UTC (20:00 Uhr MEZ, 22:00 Uhr Moskauer Zeit) von der Startanlage 45/1 des Kosmodroms Baikonur in Kasachstan. Im Weltraum angekommen wurde es noch einmal spannend. Ein Beitrag von Axel Nantes. Quelle: [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Am 26. Dezember 2017 brachte eine dreistufige Rakete vom Typ Zenit-3SLBF endlich den Kommunikationssatelliten Angosat 1 ins All. Der Start erfolgte um 19:00 Uhr UTC (20:00 Uhr MEZ, 22:00 Uhr Moskauer Zeit) von der Startanlage 45/1 des Kosmodroms Baikonur in Kasachstan. Im Weltraum angekommen wurde es noch einmal spannend.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Axel Nantes. Quelle: AIF, Energia, GGPEN, MTTI, RIAN, Roskosmos, TASS, Vesti.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large is-resized advgb-dyn-445ef3d6"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/03012018113506_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/03012018113506_small_1.jpg" alt="Roskosmos" width="260"/></a><figcaption>
Zenit-3SLBF mit Angosat 1 auf der Startrampe &#8230; 
<br>
</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Angosat 1 mit einer Startmasse von rund 1.647 Kilogramm wurde von einer Zenit-3SLBF mit einer um einen Donut-Tank ergänzten Oberstufenvariante der Fregat, der Fregat-SB, in den Weltraum gebracht. Die erste Stufe mit RD-171M-Triebwerk der von Juschnoje in der Ukraine gebauten und aus einem Flüssigkeitsbooster für die sowjetische Schwerlastrakete Energia entwickelten Trägerrakete mit der Seriennummer 70103403 SLБ80.5 und dem Triebwerksblock А164 in der ersten Stufe wurde kurz vor dem Abheben (exakter Abhebezeitpunkt 19:00:03.435 Uhr UTC) gezündet und brannte nach rund zweieinhalb Minuten aus. </p>



<figure class="wp-block-image alignright size-large is-resized advgb-dyn-b8cdebd0"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/03012018113506_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/03012018113506_small_2.jpg" alt="Roskosmos" width="260"/></a><figcaption>
&#8230; und gerade abgehoben.
<br>
(Bilder: Roskosmos)
</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Anschließend trug die zweite Stufe mit einem RD-120-Triebwerk und einer Lenktriebwerkseinheit vom Typ RD-8 die Fregat-SB und die Nutzlast weiter in die Höhe. Während des Betriebs der zweiten Stufe – fünf Minuten und 22 Sekunden nach dem Abheben &#8211; wurde die Nutzlastverkleidung abgeworfen. Rund acht Minuten und 37 Sekunden nach dem Start war auch die zweite Stufe ausgebrannt und abgetrennt, anschließend war es Aufgabe der Fregat-SB-Oberstufe mit drei Brennphasen ihres S5.92-Haupttriebwerks die Nutzlast in den vorgesehenen Zielorbit zu bringen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Der neue Erdtrabant für das Ministerium für Telekommunikation und Informationstechnik Angolas (Ministério das Telecomunicações e Tecnologias de Informação, MTTI) ist nach Informationen der russischen Raumfahrtbehörde Roskosmos im richtigen Orbit angekommen, nachdem er sich von der Raketenoberstufe um 6:54 Uhr Moskauer Zeit am 27. Dezember 2017 nach acht Stunden und 55 Minuten Gesamtflugzeit getrennt hatte. </p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large is-resized advgb-dyn-b2a118a6"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/03012018113506_big_3.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/03012018113506_small_3.jpg" alt="Roskosmos" width="260"/></a><figcaption>
Angosat 1 auf Fregat-SB-Oberstufe &#8230; 
<br>
</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Die endgültige Orbitzirkularisierung soll Angosat 1 mit eigenem Antrieb vornehmen. Der von Energia in Russland basierend auf einem USP für Universal Satellite Platform genannten Bus gebaute, dreiachsstabilisierte Satellit soll im Geostationären Orbit bei 14 Grad Ost positioniert werden. Dort will man das Raumfahrzeug mit einer Kommunikationsnutzlast von  Airbus Defence and Space aus dem französischen Toulouse einsetzen, um die Republik Angola und den übrigen Afrikanischen Kontinent mit Bild- und Datendiensten zu versorgen. Um dies zu ermöglichen, gibt es an Bord 16 C-Band- und 6 K<sub>u</sub>-Band-Transponder. Zur Versorgung der Kommunikationsnutzlast mit einer Masse von 262,4 kg, der elektrischen Triebwerke (8x SPT-70 von Fakel bzw. Fackel) und der übrigen Satellitensysteme gibt es zwei Solarzellenausleger, die zusammen maximal rund sieben Kilowatt elektrischer Leistung bereitstellen können. Die Lebenserwartung von Angosat 1 liegt nach Angaben seiner Erbauer bei mindestens 15 Jahren.  </p>



<figure class="wp-block-image alignright size-large is-resized advgb-dyn-8ab2153d"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/03012018113506_big_4.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/03012018113506_small_4.jpg" alt="Roskosmos" width="260"/></a><figcaption>
&#8230; und vor der Unterbringung unter der Nutzlastverkleidung.
<br>
(Bilder: Roskosmos)
</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Der Bus des Raumfahrzeugs trägt auch den alternativen Namen Yamal bzw. Jamal. Die Halbinsel Jamal im Norden Russlands ist maßgebliche Wirkungsstätte des russischen Konzerns Gazprom, wo sein größtes Projekt auf dem Gebiet der Gasförderung in Russland läuft. Ein Tochterunternehmen von Gazprom, Gazprom Space Systems (früher auch Gazcom genannt), ist Betreiber einer Satellitenserie mit der Bezeichnung Jamal. Im Rahmen dieser Satellitenserie wurde der gleichnamige Bus zum ersten Mal im Weltraum verwendet. Bei der Inbetriebnahme und dem Einsatz dieser Satelliten traten eine Reihe von Anomalien auf, die letztlich dazu führten, das eine geplante Verwendung einer Anzahl weiterer auf dem Jamal-Bus aufgebauter Satelliten durch Gazprom Space Systems nicht zu Stande kam. Der Betreiber kündigte im Januar 2009 eine Bestellung von zwei Jamal-300-Satelliten bei Energia und entschied sich in der Folge für Produkte anderer Hersteller. </p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large is-resized advgb-dyn-fd175e39"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/03012018113506_big_5.jpg" data-rel="lightbox-image-4" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/03012018113506_small_5.jpg" alt="Roskosmos" width="260"/></a><figcaption>
Zenit-3SLBF mit Angosat 1 in der Integrationshalle &#8230; 
<br>
</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Wegen der frustrierenden <a href="https://www.raumfahrer.net/gazproms-komsats-mit-gelegentlichen-problemen/" data-wpel-link="internal">Betriebserfahrungen</a> mit Jamal-Bus-basierten Raumfahrzeugen und einem von Roskosmos und Energie bestätigten Kontaktverlust mit Angosat 1 nach der Abtrennung von der Zenit-SB-Oberstufe gab es Befürchtungen, der neue Satellit teile das Schicksal eines Vorgängers. Jamal 101, der nach seinem unmittelbaren Ausfall nicht mehr so genannt wurde, konnte 1999 nach dem Start nicht in Betrieb genommen werden. Angeblich wurde nie ein Signal des Erdtrabanten empfangen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Zu den Problemen mit Angosat 1 wurde eine Reihe von Meldungen veröffentlicht, die es nicht ohne weiteres ermöglichen, sich ein klares Bild von den Abläufen und Zusammenhängen zu machen. </p>



<figure class="wp-block-image alignright size-large is-resized advgb-dyn-221a66a6"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/03012018113506_big_6.jpg" data-rel="lightbox-image-5" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/03012018113506_small_6.jpg" alt="Roskosmos" width="260"/></a><figcaption>
&#8230; und auf dem Weg zur Startrampe.
<br>
(Bilder: Roskosmos)
</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Die russische Nachrichtenagentur RIA Nowosti meldet am 27. Dezember 2017, nach der Trennung der Oberstufe mit dem Satelliten von der Zenit und der ersten Erdumrundung seien Telemetriedaten von der Fregat-Oberstufe eingegangen. Der Datenstrom sei später abgebrochen. Außerdem wurde mitgeteilt, dass sich der neue Satellit nicht einsetzen lassen werde, wenn der Satellit seine Solarzellenausleger nicht entfalte und der Bordrechner nicht neu starte. Die TASS berichtet am selben Tag, der Kontakt mit Angolsat 1 sei während des Entfaltens der Solarzellenausleger abgerissen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Satellitenhersteller Energia gab am 27. Dezember 2017 dann zu Protokoll, der Satellit habe nach einer definierten Zeit den geplanten Orbit erreicht und eine Verbindung aufgebaut. Nach einer Weile seien aber keine Telemetriedaten mehr angekommen. Man sei dabei, die bisher erhaltenen Telemetriedaten zu analysieren, um festzustellen, ob man die Notfallsituation beseitigen könne. Vergleichbare Fälle seien Vorkommnisse mit Foton-M 2014, STEREO 9 der NASA 2016, KazSat 2017 usw&#8230; </p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large is-resized advgb-dyn-3cc26306"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/03012018113506_big_7.jpg" data-rel="lightbox-image-6" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/03012018113506_small_7.jpg" alt="Roskosmos" width="260"/></a><figcaption>
Angosat 1 in der VK 600/300 Kammer in Pereswet 
<br>
(Bild: Roskosmos)
</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Am 28. Dezember 2017 veröffentlichte die russische Wochenzeitung Argumente und Fakten im Internet eine Meldung, der zufolge im Bus des Satelliten ein Kurzschluss aufgetreten sei. Ebenfalls am 28. Dezember 2017 meldete die TASS, es bestünde wieder Kontakt zu Angosat 1. Am gleichen Tag berichtete Energia, man empfange wieder Telemetriedaten. Diese sprächen dafür, dass alle System an Bord von Angosat 1 arbeiten wie vorgesehen. Roskosmos veröffentlichte am 29. Dezember 2017 eine Mitteilung, die die Angaben von Energia vom Vortrag wiederholt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Büro für das Management des nationalen Raumfahrtprogramms Angolas (Gabinete de Gestão do Programa Espacial Nacional, GGPEN) berichtet am 29. Dezember 2017, der Satellit habe nach dem Aussetzen im All begonnen, Verbindungen zu Bodenstationen in Luanda in Angola und in Russland aufzubauen. Dabei seien zunächst Telemetriedaten zur Erde gesendet worden. Es folgte eine Stabilisierung der Lage des Satelliten in einer bestimmten Ausrichtung in Bezug auf Erde und Sonne, und anschließend das Entfalten der beiden Solarzellenausleger. Wegen eines Ausgasens, Verunreinigungen und  einer gewissen Untätigkeit des Bordrechners seien anschließend für eine gewisse Zeit keine Telemetriedaten gesendet worden. Um 15:00 Uhr angolanischer Ortszeit am 28. Dezember 2017 habe der Satellit die Telemetriedatenausstrahlung wieder aufgenommen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Internet-Zeitung Vesti der Allrussischen staatlichen Fernseh- und Radiogesellschaft berichtete am 30. Dezember 2017, Angosat 1 habe die vorgesehene Position im Geostationären Orbit erreicht. (Wikipedia in Russisch gibt an, es werde vom Start an zwei Monate dauern, bis Angosat 1 seine Einsatzposition erreicht habe.) Nach dem Start des Satelliten seien laut Vesti wegen Inkonsistenzen zwischen russischen und französischen Vorschriften Probleme aufgetreten, man habe aber nun Verbindung mit dem Satelliten. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Bisher zu wenig weit entfernt von dem Einsatzbereich der Satelliten im Geostationären Orbit hat sich offenbar die Oberstufe. Die Fregat-SB ist derzeit auf einer 35.882 x 36.777 km Bahn unterwegs. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Vereinbarung über Bau und Start von Angosat 1 hatte Angola mit Roskosmos im Jahre 2009 getroffen. Im November 2013 wurde die Konstruktion des Satelliten aufgenommen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei der Beauftragung des Satelliten war für 2016 ein Start auf einer Zenit-Rakete von der Seeplattform Odyssey zusammen mit einem anderen Kommunikationssatelliten namens Energia 100 anvisiert worden. Nach dem finanziellen Zusammenbruch des entsprechenden Startanbieters Sea Launch wurde ein Start von Angosat 1 auf einer Rakete vom Typ Angara 5 mit DM-03-Oberstufe vom Kosmodrom Plesetsk aus in Betracht gezogen. Mängel bei Produktionsreife und Verfügbarkeit der Angara 5 erforderten eine wiederholte Suche einer geeigneten Trägerrakete. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die ursprünglich für den Astrophysik-Satelliten Spektrum-RG gedachte Zenit-Rakete lagerte in Baikonur. Die Fertigstellung von Spektrum-RG unterliegt verschiedenen Verzögerungen, außerdem ist ein Wechsel zur Proton als Startrakete angedacht – deshalb bot die im Eigentum von Roskosmos befindliche, in Baikonur eingelagerte Zenit eine Möglichkeit – sofern wegen abgelaufener Garantiezeiten notwendige Überarbeitungen der Rakete erfolgen würden. Die entsprechenden Arbeiten wurden ausgeführt, und die üblichen Startvorbereitungen konnten begonnen werden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Angosat 1 ist katalogisiert mit der NORAD-Nr. 43.087 und als COSPAR-Objekt 2017-086A. Die Fregat-SB-Oberstufe ist katalogisiert mit der NORAD-Nr. 43.088 als COSPAR-Objekt 2017-086B. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=14712.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Angosat 1 auf Zenit</a> </li></ul>
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]]></content:encoded>
					
		
		
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		<item>
		<title>Express-AM 33 fällt zeitweise aus, Yamal 401 hilft</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/express-am-33-faellt-zeitweise-aus-yamal-401-hilft/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thomas Weyrauch]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 08 Feb 2015 18:47:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Anomalie]]></category>
		<category><![CDATA[Gazprom]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunikationssatellit]]></category>
		<category><![CDATA[Thales Alenia Space]]></category>
		<category><![CDATA[Yamal]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=40845</guid>

					<description><![CDATA[<p>Der Regelbetrieb des russischen geostationären Kommunikationssatelliten Express-AM 33 war wegen eines zeitweiligen Kontrollverlusts unterbrochen. Zwischenzeitlich half der jüngste Kommunikationssatellit von Gazprom Space Systems, Yamal 401, aus. Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: minsvyaz.ru, Reschetnjow, RSCC, TASS. Express-AM 33, Startmasse laut Hersteller 2.579 Kilogramm, wird von der Russischen föderalen Satellitenkommunikationsgesellschaft (Russian Satellite Communications Company, RSCC) unter [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Der Regelbetrieb des russischen geostationären Kommunikationssatelliten Express-AM 33 war wegen eines zeitweiligen Kontrollverlusts unterbrochen. Zwischenzeitlich half der jüngste Kommunikationssatellit von Gazprom Space Systems, Yamal 401, aus.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: minsvyaz.ru, Reschetnjow, RSCC, TASS.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/08022015194706_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/08022015194706_small_1.jpg" alt="Reschetnjow" width="260"/></a><figcaption>
Arbeit an Express-AM 33 beim Hersteller 
<br>
(Bild: Reschetnjow)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Express-AM 33, Startmasse laut Hersteller 2.579 Kilogramm, wird von der Russischen föderalen Satellitenkommunikationsgesellschaft (Russian Satellite Communications Company, RSCC) unter anderem eingesetzt, um rund 13,5 Millionen Menschen in den Regionen Irkutsk, Kemerowo, Krasnojarsk, Nowosibirsk und Tomsk sowie den autonomen Republiken Altai, Burjatien, Chakassien und Tuwa mit analogen Fernsehprogrammen zu versorgen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Genau das konnte der seit dem 28. Januar 2008 um die Erde kreisende, seit dem 14. April 2008 im Regelbetrieb befindliche, normalerweise dreiachsstabilisierte bei 96,5 Grad Ost im Geostationären Orbit positionierte Satellit nach einer Anomalie, die gegen 22:35 Uhr Moskauer Zeit (20:35 Uhr MEZ) am 3. Februar 2015 aufgetreten war, nicht mehr.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Quellen aus Russland sprechen davon, dass die Verbindungen mit dem Raumfahrzeug zur Steuerung des Satelliten abgerissen waren, und das Raumfahrzeug seine für einen nützlichen Einsatz erforderliche Ausrichtung zur Erde nicht mehr inne hatte. Konsequenterweise waren auch die sonst ausgestrahlten Nutzsignale des Satelliten am Boden nicht mehr zu empfangen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Telemetriedaten von Express-AM 33, dem eine Auslegungsbetriebsdauer zwischen 10 und 12 Jahren zugeschrieben wird, waren vom Kontrollzentrum nur in periodischen Abständen zu erfassen.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/08022015194706_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/08022015194706_small_2.jpg" alt="Reschetnjow" width="260"/></a><figcaption>
Express-AM 33 in einer Testkammer 
<br>
(Bild: Reschetnjow)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Einige Minuten nach dem Ausfall wurde über ein Notfallsystem für eine Umschaltung der Versorgung auf Yamal 401 gesorgt. Letzterer befindet sich seit dem 15. Dezember 2014 im Weltraum und ist im Geostationären Orbit an einer Position von 89,9 Grad Ost positioniert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Notfallschaltung stellte nach Angaben des russischen Ministeriums für Tele- und Massenkommunikation sicher, dass die Mehrheit der betroffenen Empfänger innerhalb einer Stunde nach dem Ausfall wieder auf die üblicherweise genutzten Programme zugreifen konnten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Am 4. Februar 2015 meldete das bereits genannte Ministerium, es sei geplant, 90 Prozent der betroffenen Empfänger innerhalb eines Tages wieder mit allen zuvor ausgestrahlten Programmen bedienen zu können. Antennenanlagen in abgelegenen Gebieten wolle man innerhalb eines Zeitraums von zwei Wochen auf die geänderte Empfangssituation ausrichten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Weitere Unterbrechungen der in den Ausleuchtzonen von Express-AM 33 empfangbaren Telekommunikationsdienste wurden am 4. Februar nicht ausgeschlossen. Am 5. Februar 2015 informierte das russische Ministerium für Tele- und Massenkommunikation dann darüber, dass sich Express-AM 33 wieder im Regelbetrieb befinde, und alle Dienste vollständig funktionsfähig seien.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Pressstelle des Satellitenbetreibers RSCC berichtete am Abend des 4. Februar 2015, dass man Express-AM 33 zusammen mit dem Hersteller des Satelliten gegen 15:00 Uhr Moskauer Zeit (13:00 Uhr MEZ) am 4. Februar 2015 wieder in den Regelbetrieb versetzt habe.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Express-AM 33 ist wie Yamal 401 ein Erzeugnis des russischen Raumfahrtkonzerns Reschetnjow Informational Satellite Systems mit Sitz in Schelesnogorsk nordöstlich von Krasnojarsk. Gemeinsam ist den Satelliten darüber hinaus, dass beide unter anderem eine vom französisch-italienischen Raumfahrtkonzern Thales Alenia Space (TAS) zugelieferte Kommunikationsnutzlast besitzen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Yamal 401 betreffend ist bekannt, dass nicht nur seine Kommunikationsnutzlast von TAS kommt, sondern auch Bordsysteme für Telemetrie, Bahnverfolgung und Kommandoverarbeitung, Avionik und Kontrollsysteme in der Stromversorgung. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Reschetnjow berichtete am 23. Januar 2015, dass Tests mit Yamal 401 erfolgreich abgeschlossen wurden und sich das neue Raumfahrzeug unter Kontrolle des Kunden befinde. Dieser (Gazprom Space Systems) verwende Yamal 401 mit Unterstützung von Reschetnjow im Testbetrieb, die endgültige Übergabe des Satalliten sei für einen späteren Zeitpunkt im Frühjahr 2015 vorgesehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Express-AM 33 ist katalogisiert mit der NORAD-Nr. 32.478 und als COSPAR-Objekt 2008-003A, Yamal 401 mit der NORAD-Nr. 40.345 und als COSPAR-Objekt 2014-082A. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Verwandte Meldungen bei Raumfahrer.net:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/russland-start-marathon-in-2-dezemberhaelfte-2014/" data-wpel-link="internal">Russland: Start-Marathon in 2. Dezemberhälfte 2014</a> 2. Januar 2015</li><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/proton-express-am-33-gestartet/" data-wpel-link="internal">PROTON &#8211; Express-AM 33 gestarte</a> 28. Januar 2008</li></ul>
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		<item>
		<title>Russland: Start-Marathon in 2. Dezemberhälfte 2014</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/russland-start-marathon-in-2-dezemberhaelfte-2014/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thomas Weyrauch]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 02 Jan 2015 07:48:55 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raketen]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Proton]]></category>
		<category><![CDATA[Russland]]></category>
		<category><![CDATA[Sojus-2.1b]]></category>
		<category><![CDATA[Strela]]></category>
		<category><![CDATA[Yamal]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=40545</guid>

					<description><![CDATA[<p>In der zweite Hälfte des Monats Dezember 2014 gelang Russland eine ganze Reihe von erfolgreichen Satellitenstarts. Das All erreichten neue Raumfahrzeuge für Aufklärung, Erdbeobachtung, Kommunikation und Spionage. Zusätzlich konnte der Erststart eines neuen Raketentyps mit Erfolg absolviert werden. Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: Airbus Defense and Space, Chrunitschew, ILS, NPO Masch, Reschetnjow, Raumfahrer.net, RIAN, [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">In der zweite Hälfte des Monats Dezember 2014 gelang Russland eine ganze Reihe von erfolgreichen Satellitenstarts. Das All erreichten neue Raumfahrzeuge für Aufklärung, Erdbeobachtung, Kommunikation und Spionage. Zusätzlich konnte der Erststart eines neuen Raketentyps mit Erfolg absolviert werden.<br><br></h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: Airbus Defense and Space, Chrunitschew, ILS, NPO Masch, Reschetnjow, Raumfahrer.net, RIAN, Roskosmos, RT, TAS, ZSKB Progress.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/02012015084855_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/02012015084855_small_1.jpg" alt="Roskosmos" width="260"/></a><figcaption>
Proton-M-Start am 15.12.2014 
<br>
(Bild: Roskosmos)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Proton-M mit Yamal 401</strong>
<br>
Am 15. Dezember 2014 startete von der Rampe 81/24 des russischen, auf kasachischem Boden gelegenen Raumfahrtzentrums Baikonur eine Proton-M-Rakete mit Breeze-M-Oberstufe, um den russischen Kommunikationssatelliten Yamal 401 für Gazprom Space Systems in den Weltraum zu bringen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach einer Flugzeit von rund 9 Stunden und eineinhalb Minuten wurde der Satellit erfolgreich auf der vorgesehenen Erdumlaufbahn ausgesetzt. Die Mission war die zweite einer von ILS vermarkteten Proton im Jahre 2014 und die 86. einer von ILS vermarkteten Proton insgesamt. Bezogen auf alle jemals gestarteten Proton-Raketen war es die 400. Mission dieses Raketentyps.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Als exakter Startzeitpunkt wird 03:16 Uhr und 00 Sekunden Moskauer Zeit genannt (01:16 Uhr und 00 Sekunden MEZ). Die Abtrennung der Orbitaleinheit bestehend aus Breeze-M-Oberstufe und Yamal 401 von der dritten Stufe der Proton-M erfolgte rund 9 Minuten und 42 Sekunden später um 03:25 Uhr Moskauer Zeit. Anschließend war es Aufgabe der wie die Proton-Rakete von Chrunitschew gebauten Oberstufe, mit insgesamt vier Brennphasen erst für die Einnahme einer stabilen Parkbahn zu sorgen, und dann das Erreichen des vorgesehenen Zielorbits in rund 35.669 km über der Erde sicherzustellen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Trennprozess des Satelliten von der Oberstufe fand um 12:17 Uhr Moskauer Zeit am 15. Dezember 2014 statt (10:17 Uhr MEZ) und verlief nach Angaben der russischen Raumfahrtbehörde Roskosmos sauber und auf der vorgesehenen Bahn. Für den ausgesetzten Satelliten meldete der Raketenhersteller Chrunitschew folgende Orbitparameter in Ist geschätzt / Soll / Abweichung:</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/02012015084855_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/02012015084855_small_2.jpg" alt="Roskosmos" width="260"/></a><figcaption>
Yamal 401 auf Breeze-M-Oberstufe 
<br>
(Bild: Roskosmos)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Periode &#8211; Zeit für einen Erdumlauf [h:m:s]23:41:26,8 / 23:49:29,0 / 0:8:2,1</p>



<p class="wp-block-paragraph">Große Halbachse des erreichten Orbits [km]                      41.877,49 / 42.035,16 / 157,68</p>



<p class="wp-block-paragraph">Exzentrizität</p>



<p class="wp-block-paragraph">0,0032353 / 0,0002719/  0,0029635</p>



<p class="wp-block-paragraph">Inklination &#8211; Neigung der Bahn gegen den Erdäquator0° 3&#8242; 25&#8243; / 0° 0&#8242; 8&#8243; / 0° 3&#8242; 17 &#8222;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Perigäum &#8211; erdnächster Bahnpunkt [km]



<p class="wp-block-paragraph">35.363,87 / 35.645,60 / 281,73</p>



<p class="wp-block-paragraph">Apogäum &#8211; erdfernster Bahnpunkt [km]                      35.634,84 / 35.668,46 / 33,62</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Hauptauftragnehmer für den Bau des Satelliten, der russische Raumfahrtkonzern Reschetnjow Informational Satellite Systems mit Sitz in Schelesnogorsk nordöstlich von Krasnojarsk, bestätigte das Entfalten der beiden Solarzellenausleger des Satelliten, die erforderliche korrekte Ausrichtung des dreiachsstabilisierten Raumfahrzeugs zur Sonne und die planmäßige Arbeit aller Bordsysteme.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Yamal 401 ist ein auf dem Satellitenbus Express 2000A basierendes Raumfahrzeug. Als künftiger Betreiber des bei 90 Grad Ost im Geostationären Orbit einzusetzenden Erdtrabanten mit einer Startmasse von rund 2.976 kg fungiert Gazprom Space Systems, ein Unternehmen, am dem das russische und weltgrößte Erdgasförderunternehmens Gazprom mit Sitz in Moskau beteiligt ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aufgabe von Yamal 401 ist der Ersatz von Yamal 201, der seit dem 24. November 2004 um die Erde kreist. Die Ausstrahlungen des neuen Satelliten sollen im russischen Mutterland und angrenzenden Gebieten empfangen werden können. Dafür wurde der Erdtrabant mit einer zwischen 10 (Gazprom) und 11 kW (Reschetnjow) leistenden Kommunikationsnutzlast von Thales                       Alenia Space (TAS) mit 53 Transpondern ausgerüstet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">17 der Transponder sind für das C-Band (Bandbreite 72 MHz) und besitzen eine Leistung von je 100 Watt, 36 170 Watt starke Transponder sind für das Ku-Band &#8211; davon 18 mit einer Bandbreite von 72 MHz und 18 mit einer Bandbreite von 36 MHz. Der Gesamtstrombedarf der Kommunikationsnutzlast liegt bei 10,7 Kilowatt. Als  Auslegungsbetriebsdauer des Satelliten werden 15 Jahre genannt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Yamal 401 ist katalogisiert mit der NORAD-Nr. 40.345 und als COSPAR-Objekt 2014-082A.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/02012015084855_big_3.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/02012015084855_small_3.jpg" alt="Roskosmos" width="260"/></a><figcaption>
Strela-1-Start am 19.12.2014 
<br>
(Bild: Roskosmos)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Strela-1 mit Kondor-E 2</strong>
<br>
Am 19. Dezember 2014 brachte eine ehemalige Interkontentalrakete, eine sogenannte Konversionsrakete vom Typ Strela-1, den Erdbeobachtungssatelliten Kondor-E 2 ins All. Das russische Militär bezeichnet die zu Grunde liegende Waffe als RS-18, die NATO als SS-19 Stiletto. Den Satelliten hatte die Regierung des Staates Südafrika vor dem Start für eine Summe von rund einer Milliarde Rand, umgerechnet etwas 89,5 Millionen US-Dollar, seinem russischen Hersteller NPO Maschinostrojenija (kurz NPO Masch, ex. OKB-52 Tschelomei und ZKBM) aus Reutow im Osten Moskaus abgekauft.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Auftrag für den Bau des Satelliten an NPO Masch datiert nach Informationen aus Südafrika auf den 19. Mai 2006. Das Projekt erfuhrt verschiedentliche Verzögerungen. In Südafrika betrachte es man als nachteilig, dass man mangels einer geeigneten Bodenstation keinen direkten Zugriff auf die mittels des Satelliten gewonnenen Daten haben würde. Mittlerweile ist die Realisierung einer entsprechenden Bodenstation auf südafrikanischem Gebiet beschlossen worden oder sogar bereits umgesetzt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Trägerrakete mit dem von Südafrika vermutlich als Spionagesatelliten vorgesehenen Raumfahrzeug unter der Nutzlastverkleidungsvariante SHS-2 hob um 05:43 Uhr MEZ (07:43 Moskauer Zeit) in Baikonur ab. Als Startstelle fungierte dabei der Raketensilo 59 des Bereichs 175 des Kosmodroms Baikonur. Ein Anlauf für einen Start am Vortag um 07:55 Uhr Moskauer Zeit hatte man wegen einer missglückten Umschaltung des Satelliten auf Eigenstromversorgung abbrechen müssen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Angaben der russischen Raumfahrtbehörde Roskosmos konnte die Rakete den Satelliten am 19. Dezember 2014 wie vorgesehen aussetzen. Danach sei der Satellit unter Kontrolle durch den nicht namentlich genannten Kunden genommen worden. Die erreichte Bahn hat nach Angaben der Weltraumüberwachung des US-Militärs ein Perigäum von 499 und ein Apogäum von 502 Kilometern über der Erde. Die Neigung der Bahn gegen den Erdäquator liegt 74,75 Grad.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/02012015084855_big_4.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/02012015084855_small_4.jpg" alt="NPO Masch" width="260"/></a><figcaption>
Kondor-E und Gitternetzantenne 
<br>
(Bild: NPO Masch)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Das neue Raumfahrzeug soll nach Angaben russischer und westlicher Beobachter und solchen aus Südafrika dem Militär Südafrikas tageszeit- und wetterunabhängige Erdbeobachtungsmöglichkeiten bieten. Um dies zu ermöglichen, ist Kondor-E 2 vermutlich mit einer Radaranlage mit synthetischer Apertur (SAR) ausgerüstet, deren entfaltbare Antenne bei Reschetnjow entwickelt wurde. Der Durchmesser der entfalteten Antenne beträgt rund 6 Meter. Die Auflösung der im S-Band mit einer Wellenlänge von 9,5 Zentimetern arbeitenden Radaranlage liegt bei einer Flughöhe von rund 500 Kilometern über der Erde im Bereich zwischen einem und drei Metern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Masse des auf einen nominal 5 Jahr dauernden Einsatz ausgelegten Radarsatelliten liegt bei etwa 1.150 Kilogramm. Die Beobachtungsnutzlast hat daran nach Angaben aus dem Jahre 2007 einen Anteil von rund 350 Kilogramm. Das Raumfahrzeug entstand nach Angaben aus Südafrika im Rahmen eines Programms namens &#8222;Project Flute&#8220; bzw. &#8222;Consolidated Project Flute&#8220;.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Spionagesatellit ist katalogisiert mit der NOARD-Nr. 40.353 und als COSPAR-Objekt 2014-084A.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/02012015084855_big_5.jpg" data-rel="lightbox-image-4" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/02012015084855_small_5.jpg" alt="Chrunitschew" width="260"/></a><figcaption>
Angara-A5-Start am 23.12.2014 
<br>
(Bild: Chrunitschew)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Jungfernflug Angara A5</strong>
<br>
Am 23. Dezember 2014 fand der erste Testflug einer russischen von Chrunitschew gebauten <a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/angara/" data-wpel-link="internal">Angara</a>-Rakete in der Version A5 mit dem Erzeugniscode 14A127 und einer Oberstufe des Typs Breeze-M &#8211; Erzeugniscode 14S43 &#8211; statt. Nach Informationen aus Russland war die Mission, welche mit dem Abheben von der Rampe 35/1 des Kosmodroms Plessezk im Norden Russlands um 08:57 und 25 Sekunden Moskauer Zeit (06:57:25 MEZ) begann, ein Erfolg. Die Startmasse betrug nach Angaben des Raketenherstellers rund 768 Tonnen. Als Baunummer der Rakete wird die Nummer 71751 genannt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die mit einem Triebwerk vom Typ RD-191 von Energomasch ausgerüstete Zentralstufe namens URM-1, was etwa Universelles Raketen Modul 1 bedeutet, und die darauf aufgesetzte zweite Stufe URM-2 mit RD-0124A-Triebwerk kamen schon beim Jungfernflug der Angara 1.2 am 9. Juli 2014 zum Einsatz. Eigentlich ungeflogen waren auch die seitlich angebrachten vier Flüssigkeitsbooster, die ihre Bewährungsprobe nunmehr bestanden, nicht. Sie sind nichts anderes als für ihren Einsatzzweck angepasste URM-1-Module.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Varianten der Zentralstufe kamen mit einer schubreduzierten Triebwerksversion RD-151 versehen außerdem bei drei Flügen der südkoreanischen KSLV-1 alias Naro-1 zum Einsatz. Aus unterschiedlichen Gründen gelang nur <a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/naro-1-im-dritten-anlauf-erfolgreich/" data-wpel-link="internal">der dritte Flug</a> am 30. Januar 2013 vollständig. In der Stufe liegende Ursachen für die gescheiterten Flüge blieben zwischen beteiligten Institutionen und Unternehmen aus Südkorea und Russland strittig.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/02012015084855_big_6.jpg" data-rel="lightbox-image-5" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/02012015084855_small_6.jpg" alt="Chrunitschew" width="260"/></a><figcaption>
URM-1-Struktur im Vibrationstest 
<br>
(Bild: Chrunitschew)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Als ebenfalls grundsätzlich funktionsfähig war bereits vor dem Jungfernflug der Angara A5 auch die dabei verwendete Oberstufe vom Typ Breeze-M zu betrachten, welche eine Einsatzhistorie auf Proton-M-Trägerraketen mit einer Anzahl von Erfolgen, aber auch einer Zahl von bemerkenswerten Fehlschlägen aufweist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Oberstufe mit Nutzlast, zusammen Orbitaleinheit genannt, wurden nach nicht ganz 12,5 Flugminuten von der Angara A5 abgetrennt. Mit vier Brennphasen hatte die Oberstufe anschließend eine auf sie aufgesetzte Musternutzlast mit einer Masse von 2.042 Kilogramm und den alternativen Bezeichnungen GMM, IPM und NVP PM in den geplanten Zielorbit zu transportieren. Nach rund 9 Stunden Gesamtflugzeit wurde laut Chrunitschew der anvisierte Zielorbit zum vorgesehenen Zeitpunkt erreicht. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine Abtrennung der Musternutzlast war laut Chrunitschew nicht vorgesehen. Einige Zeit nach dem Erreichen des Zielorbits rund 35.800 Kilometer über der Erde erfolgten zwei weitere Brennphasen der Breeze-M, die zum Ziel hatten, die vollständige Orbitaleinheit in einen Friedhofsorbit einzuschießen, wo sie keine unmittelbare Gefahr für andere Raumfahrzeuge darstellt. Nach Daten russischer Bahnverfolgungsstationen gelangte die Orbitaleinheit schließlich auf eine Bahn mit einem Perigäum von 35.841 und einem Apogäum von 38.680 Kilometern über der Erde, die mit 0,3 Grad kaum gegen den Erdäquator geneigt ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Angara A5 ist als potentieller Nachfolger des &#8222;Arbeitspferds&#8220; Proton vorgesehen und zeichnet sich, wen man die Breeze-M-Oberstufe außen vor lässt, durch die Verwendung erheblich weniger schädlicher Treibstoffe aus. In den drei Raketenstufen der Proton wird als Treibstoff unsymmetrisches Dimethlyhydrazin (UDMH) und als Oxidator &#8211; als Sauerstofflieferant &#8211; Distickstofftretoxid, N<sub>2</sub>O<sub>4</sub>) verwendet. Bei der Angara dient Kerosin als Brennstoff, als Oxidator kommt flüssiger Sauerstoff zum Einsatz. 
<br>
Die mit der Oberstufe weiterhin verbundene Demonstrationsnutzlast ist mit der Oberstufe katalogisiert mit der NORAD-Nr. 40.355 und als COSPAR-Objekt 2014-085A.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Sojus 2.1b mit Lotos-S 2</strong>
<br>
Vom im wesentlichen militärischen Missionen vorbehaltenem Kosmodrom Plessezk startete am 25. Dezember 2014 eine Rakete des Typs Sojus 2.1b mit dem militärischen Funkaufklärer Lotos-S 2. Der Flug mit dem von Roskosmos und der staatlichen russichen Nachrichtenagentur RIA Nowosti wenig präzise als Kommunikationssatelliten bezeichneten Raumfahrzeug und der Rakete mit der Baunummer 78031199 begann um 4:01 Uhr MEZ bzw. 6:01 Uhr Moskauer Zeit auf der Rampe 43/4 in Plessezk.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ausgesetzt wurde Lotos-S 2 nach rund 10 Minuten Flug auf einer elliptischen Erdumlaufbahn mit einem Perigäum von rund 250 Kilometern und einem Apogäum von rund 895 Kilometern. Geneigt ist die erreichte Bahn um 67,15 Grad gegen den Erdäquator. Für eine Erdumrundung benötigte der Satellit mit dem Erzeugniscode 14F145 dort nicht ganz 96 Minuten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Angaben von RIA Nowosti übernahm das Bahnverfolgungs- und Satellitenkontrollzentrum German Titow alias Golizyno 2 in Krasnoznamensk westlich von Moskau am 25. Dezember 2014 um 06:16 Uhr Moskauer Zeit die Kontrolle des Satelliten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit eigenen Triebwerken sorgte Lotos-S 2 später für die Zirkularisierung seines Erdorbits. Nach dem Manöver wurde der Satellit auf einer Bahn mit einem Perigäum von 903 und einem Apoäum von 925 Kilometern über der Erde und unveränderter Bahnneigung beobachtet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ausgerüstet ist der Satellit, der auf einem Satellitenbus von ZSKB Progress basiert, und unter Ägide des Konstruktionsbüros Arsenal aus Sankt Petersburg integriert wurde, mit einer Reihe von Antennen und Empfängern für elektromagnetische Signale, die Einrichtungen und Einheiten anderer Staaten zur eigenen Nutzung oder unbeabsichtigt ausstrahlen. Dabei geht es insbesondere auch um elektromagnetische Strahlung, die keine konkreten Kommunikationssignale enthält, aber möglicherweise Rückschlüsse auf den Sender und gegebenenfalls zugehöriger Waffensysteme ermöglicht. Man spricht in diesem Zusammenhang von Elektronischer Aufklärung (Electronic Intelligence, ELINT).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Lotos-S 2 ist katalogisiert mit der NORAD-Nr. 40.358 und als COSPAR-Objekt 2014-086A.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/02012015084855_big_7.jpg" data-rel="lightbox-image-6" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/02012015084855_small_7.jpg" alt="Roskosmos" width="260"/></a><figcaption>
Sojus-Start am 26.12.2014 
<br>
(Bild: Roskosmos)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Sojus 2.1b mit Resurs-P 2</strong>
<br>
Am 26. Dezember 2014 gab Roskomos den erfolgreichen Start des Fernerkundungs- und Erdbeobachtungssatelliten Resurs-P 2 bekannt. Gestartet wurde um 19:55 Uhr MEZ bzw. 21:55 Moskauer Zeit des gleichen Tags von der Rampe 31/6 des Kosmodroms Baikonur. Der Satellit war ebenso wie seine Trägerrakete von ZSKB Progress bzw. RKZ Progress gebaut worden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die letzte Stufe der Trägerrakete vom Typ Sojus 2.1b setzte den Satelliten mit dem Erzeugniscode 47KS nach rund 10 Minuten Flug auf einem elliptischen Erdorbit aus (Perigäum ~ 200 km, Apogäum ~ 450 km, Inklination 97,29 Grad). Mit an Bord befindlichen Triebwerken hatte das Raumfahrzeug dann seine Bahn in eine annähernd kreisförmige zu ändern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Angaben von ZSKB Progress erreichte Resurs-P 2 am 31. Dezember 2014 seinen Arbeitsorbit und kreist jetzt auf einer 467&#215;500-Kilometer-Bahn, welche 97,3 Grad gegen den Äquator geneigt ist, um die Erde. Für einen Umlauf benötigt er dort annähernd 94 Minuten. Temperaturen, Drücke in                      druckbeaufschlagten Baugruppen und Versorgungsspannungen befanden sich laut ZSKB Progress innerhalb der vorgesehenen Grenzen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Satellit mit einer Auslegungsbetriebsdauer von fünf Jahren und einer Startmasse von 6.570 Kilogramm ist dazu gedacht, mit einer Reihe von Abtastern Bilder von der Erdoberfläche und deren Bewuchs zu erfassen.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/02012015084855_big_8.jpg" data-rel="lightbox-image-7" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/02012015084855_small_8.jpg" alt="ZSKB Progress" width="260"/></a><figcaption>
Resurs-P 2 auf 3. Raketenstufe 
<br>
(Bild: ZSKB Progress)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Hauptinstrument ist eine Geoton-2 (Panchromatic and multispectral radiometer 2) genannte Konstruktion. Sie ermögliche die Bilderfassung in sechs unterschiedlichen Spektalbereichen mit Wellenlängen von 0,45 bis 0,9 Mikrometern sowie einem zusätzlichen sogenannten Hyperspektralbereich mit 96 Kanälen im Bereich zwischen 0,4 und 1,1 Mikrometern. Die erzielbare Bodenauflösung bei vorgesehener Flughöhe beträgt panchromatisch etwa einen Meter, multispektral vier Meter, hyperspektral 30 Meter.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Unterschied zu seinem Schwestersatelliten Resurs-P 1, der seit dem 25. Juni 2013 um die Erde kreist, ist Resurs-P 2 zusätzlich mit einem Detektorsystem für hochenergetische Teilchen namens Nulkon bzw. Coronas-Nucleon mit einer Masse von 300 Kilogramm ausgerüstet. Entwickelt hat das Instrument die Abteilung für Kosmische Strahlung und Physik des Weltraums Skobeltsyn der staatlichen Universität Moskau.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Außerdem zusätzlich an Bord ist eine AIS-Nutzlast von RKS aus Moskau. AIS steht für Automatic Identification System, dementsprechend kann Resurs-P 2 Signale von Seeschiffen mit entsprechender Senderausstattung empfangen und weiterleiten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Resurs-P 2 ist katalogisiert mit der NORAD-Nr. 40.360 und als COSPAR-Objekt 2014-087A.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/02012015084855_big_9.jpg" data-rel="lightbox-image-8" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/02012015084855_small_9.jpg" alt="Roskosmos" width="260"/></a><figcaption>
Proton-M-Start am 27.12.2014 
<br>
(Bild: Roskosmos)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Proton-M mit Astra 2G</strong>
<br>
Eine Proton-M-Rakete mit Breeze-M-Oberstufe und dem Kommunikationssatelliten Astra 2G an Bord hob am 28. Dezember 2014 um 00:37 und 49 Sekunden Moskauer Zeit (22:37 Uhr MEZ am 27. Dezember) von der Rampe 200/39 des Kosmodroms Baikonur ab. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Orbitaleinheit aus der Oberstufe und dem beim Start rund 6 Tonnen (6.022 kg) schweren Kommunikationssatelliten für den europäischen Kommunikationssatellitenbetreiber Société Européenne des Satellites (SES) wurde nach 11 Flugminuten und 16 Sekunden von der Proton-M-Rakete abgetrennt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach fünf Brennphasen der Oberstufe konnte der dreiachsstabilisierte Astra 2G am 28. Dezember 2014 nach einer Gesamtflugzeit von 9 Stunden und 12 Minuten in der vorgesehenen Übergangsbahn, einem sogenannten Geotransferorbit (GTO), ausgesetzt werden. Geplant war eine 4.164 x 35.736 km Übergangsbahn mit einer Bahnneigung gegen den Erdäquator von 23 Grad. Für den ausgesetzten Satelliten meldete der Raketenhersteller Chrunitschew folgende Orbitparameter in Ist geschätzt / Soll / Abweichung:</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/02012015084855_big_10.jpg" data-rel="lightbox-image-9" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/02012015084855_small_10.jpg" alt="Roskosmos" width="260"/></a><figcaption>
Proton-M mit Astra 2G kurz vor dem Start 
<br>
(Bild: Roskosmos)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Periode &#8211; Zeit für einen Erdumlauf [h:m:s]11:48:5,7 / 11:48:34,3 / 0:0:28,6</p>



<p class="wp-block-paragraph">Große Halbachse des erreichten Orbits [km]



<p class="wp-block-paragraph">26.316,08 / 26.327,9 / 11,82</p>



<p class="wp-block-paragraph">Exzentrizität0,6007782 / 0,5995909 / 0,0011872</p>



<p class="wp-block-paragraph">Inklination &#8211; Neigung der Bahn gegen den Erdäquator</p>



<p class="wp-block-paragraph">22° 58&#8242; 41&#8243; / 23° 0&#8242; 0&#8243; / 0° 1&#8242; 19&#8243;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Perigäum &#8211; erdnächster Bahnpunkt [km]4.127,82 / 4.163,79 / 35,97</p>



<p class="wp-block-paragraph">Apogäum &#8211; erdfernster Bahnpunkt [km]



<p class="wp-block-paragraph">35.748,08 / 35.735,37 / 12,34</p>



<p class="wp-block-paragraph">Seine Position im Geostationären Orbit muss der Satellit mit eigenem Antrieb erreichen. Dafür wurde er mit einem entsprechenden Apogäumsmotor ausgestattet. Außerdem sind eine Anzahl von 10 Newton starken Zweistofftriebwerken von Astrium an Bord.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der von Airbus Defense and Space, ehemals Astrium, nach einer Bestellung von Ende 2009 gebaute Kommunikationssatellit basiert auf dem Bus Eurostar E3000. Seine für die Verwendung durch zivile und militärische Nutzer ausgelegte Kommunikationsnutzlast umfasst 4 K<sub>a</sub>-Band- , 62 K<sub>u</sub>-Band- und eine nicht genannte Anzahl X-Band-Transponder. Ene Anzahl K<sub>a</sub>&#8211; und X-Band-Transponder sind für das Luxemburgische Militär und das anderer NATO-Staaten gedacht.
<br>
Zur Energieversorgung der Satellitensysteme gibt es zwei Solarzellenausleger, die dem Raumfahrzeug mit einer Auslegungsbetriebsdauer von 15 Jahren eine Spannweite von rund 40 Metern geben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">SES will Astra 2G im Bereich zwischen 28,2 und 28,5 Grad Ost im Geostationären Orbit betreiben. K<sub>a</sub>-Band-Transponder sollen Nutzern Verbindungen zwischen Europa und Westafrika ermöglichen. Mit Hilfe der K<sub>u</sub>-Band-Transponder will man die Dirketaustrahlung von Fernsehprogrammen insbesondere für Zuschauer in Großbritannien und Irland realisieren.
<br>
Die militärische K<sub>a</sub>/X-Band-Nutzlast dient unter anderem dazu, Luxemeburg das Recht zur Nutzung der Orbitalposition bei 28,2 Grad Ost auch künftig zu sichern. Dafür muss die Nutzlast drei Monate lang bei 28,2 Grad Ost verfügbar sein. Ohne deren Einsatz würde das entsprechende Nutzungsrecht für Luxemburg im Januar 2015 enden.
<br>
Über Astra 2G ist zusätzlich die Verbreitung des Breitband-Internetdienstes Astra2Connect geplant, über den Kunden in Europa High-Speed-Internetverbindungen nutzen können.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch SATMED, eine Organisation, die sich der Optimierung des Gesundheitswesens in Entwicklungsländern widmet, soll künftig vom Einsatz von Astra 2G profitieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Während seiner ersten Tage im All erfolgen Steuerung und Kontrolle des Satellien von Astriums Kontrollzentrum im französischen Toulouse aus. Von SES wird Astra 2G durch das SCF für Satellite Control Facility genannten Kontrollzentrum im luxemburgischen Betzdorf überwacht und gesteuert werden. Dort wurde ein Kontrolraum mit iSTUDIO, einem Broadcast-Monitoring-System vom Technologieunternehmen Barco, und webbasierter Steuerungssoftware &#8211; also solcher, bei der die mittels eines Webbrowser Software über ein Netzwerk oder das Internet benutzt wird -, ausgestattet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Astra 2G war der vierundzwanzigste SES-Satellit, der an Bord einer von ILS vermarkteten Proton-Rakete in den Weltraum transportiert worden ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Astra 2G ist katalogisiert mit der NORAD-Nr. 40.364 und als COSPAR-Objekt 2014-089A.</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/russland-start-marathon-in-2-dezemberhaelfte-2014/" data-wpel-link="internal">Russland: Start-Marathon in 2. Dezemberhälfte 2014</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Gazproms Komsats mit gelegentlichen Problemen</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/gazproms-komsats-mit-gelegentlichen-problemen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 06 Jun 2009 09:19:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Anomalie]]></category>
		<category><![CDATA[Gazprom]]></category>
		<category><![CDATA[Geostationär]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunikationssatellit]]></category>
		<category><![CDATA[RKK Energia]]></category>
		<category><![CDATA[Russland]]></category>
		<category><![CDATA[Satellit]]></category>
		<category><![CDATA[Softwareprobleme]]></category>
		<category><![CDATA[Yamal]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=32404</guid>

					<description><![CDATA[<p>Von Gazprom Space Systems betriebene, von Energia gebaute russische geostationäre Kommunikationsatelliten des Typs Yamal haben, möglicherweise wegen Softwarefehlern, hin und wieder Probleme mit ihrer Ausrichtung im Raum. Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: sat-index.co.uk, gascom.ru. Die jüngste Störung erfuhr Yamal-202 am 3. Juni 2009 um 12:30 Uhr MESZ, als ein Softwarefehler im Navigationssystem des Satelliten [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Von Gazprom Space Systems betriebene, von Energia gebaute russische geostationäre Kommunikationsatelliten des Typs Yamal haben, möglicherweise wegen Softwarefehlern, hin und wieder Probleme mit ihrer Ausrichtung im Raum.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/redakteure/" data-wpel-link="internal">Thomas Weyrauch</a>. Quelle: sat-index.co.uk, gascom.ru.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die jüngste Störung erfuhr Yamal-202 am 3. Juni 2009 um 12:30 Uhr MESZ, als ein Softwarefehler im Navigationssystem des Satelliten zu einem Orientierungsverlust führte. Um 21:00 Uhr MESZ am selben Tag wurde die richtige Ausrichtung des Satelliten wieder erreicht. Ein vollständiger Kontrollverlust sei laut Gazprom nicht aufgetreten.  <br>Der Schwestersatellit Yamal-201 aus dem Proton-Doppelstart vom 24. November 2003 hatte am 5. April 2007 eine sechs Stunden dauernde Betriebsunterbrechung, und Yamal-202 hatte Ende September 2006 einen vierundzwanzigstündigen Ausfall. Beide Ereignisse werden auf Softwareprobleme zurückgeführt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Beim Proton-Doppelstart der beiden Vorgängersatelliten am 6. September 1999 erreichte nur Yamal-102 seinen Zielorbit funktionsfähig, Yamal-101 gelang das nicht. Er wurde nicht in Betrieb genommen, technische Details dazu wurden bisher nicht veröffentlicht. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/06062009111915_small_1.jpg" alt="www.roscosmos.ru" width="260"/><figcaption>
Yamal-Satellit aus der 100-er Serie am Boden 
<br>
(Bild: www.roscosmos.ru)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Energia hat auch die beiden Satelliten Yamal-301 und Yamal-302 gebaut, die nach Angaben von Gazprom Space Systems bereits im Jahre 2008 ins All gebracht werden sollten. Obwohl Gazprom Space Systems den entsprechenden Betrag bezahlt habe und die Kommunikationsnutzlasten für die Satelliten an Energia geliefert wurden, sehe Energia lt. Gazprom Space Systems auch 2009 keinen Start der Satelliten vor. </p>



<p class="wp-block-paragraph">ISS–Reschetnjew, ehemals NPO PM, soll daher auf Basis des Express-1000-Busses Yamal-300К aufbauen, welcher 2010 in den Weltraum gebracht werden soll. Zwei weitere Satelliten sind in Westeuropa bestellt: Yamal-401 und Yamal-402 werden auf dem Spacebus-4000-C3 von Thales Alenia Space basieren, und sollen im Jahr 2011 gestartet werden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Yamal-401 soll 4.900 Kilogramm Startgewicht auf die Waage bringen und mit 36 Ku-Band- sowie 17 C-Band-Transpondern ausgestattet sein. Die Positionierung im geostationären Orbit erfolgt bei 90 Grad Ost. Yamal-402 wird beim Start 4.800 Kilogramm wiegen und mit 46 Ku-Band-Transpondern ausgerüstet sein. Sein Ziel im geostationären Orbit ist 55 Grad Ost. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die bereits im All befindlichen Yamal-Satelliten sind wie folgt katalogisiert:     </p>



<ul class="wp-block-list"><li>Yamal-101 mit der NORAD-Nr. 25896 bzw. als Objekt 1999-047A</li><li>Yamal-102 alias Yamal-100 mit der NORAD-Nr. 25897 bzw. als Objekt 1999-047B </li><li>Yamal-201 alias Yamal-200 Nr.2 mit der NORAD-Nr. 28094 bzw. als Objekt 2003-053B</li><li>Yamal-202 alias Yamal-200 Nr.1 mit der NORAD-Nr. 28089 bzw. als Objekt 2003-053A</li></ul>
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