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	<title>Yucatan &#8211; Raumfahrer.net</title>
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	<description>Das Portal für Astronomie- und Raumfahrtbegeisterte</description>
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	<title>Yucatan &#8211; Raumfahrer.net</title>
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	<item>
		<title>Globale Feuersbrunst nach Asteroiden-Einschlag</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/globale-feuersbrunst-nach-asteroiden-einschlag/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 30 Aug 2004 21:55:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Chicxulub]]></category>
		<category><![CDATA[Einschlagskrater]]></category>
		<category><![CDATA[Studie]]></category>
		<category><![CDATA[Universität]]></category>
		<category><![CDATA[Yucatan]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Vor rund 65 Millionen Jahren ist ein etwa zehn Kilometer großer Asteroid im Gebiet der heutigen Yucatan-Halbinsel eingeschlagen. Zu diesem Einschlag gibt es nun neue Erkenntnisse. Ein Beitrag von Roger Spinner. Quelle: Spaceref. Früheren Untersuchungen zu Folge ist vor rund 65 Millionen Jahren, dem Übergang von der Kreidezeit zum Tertiär, ein etwa zehn Kilometer großer [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Vor rund 65 Millionen Jahren ist ein etwa zehn Kilometer großer Asteroid im Gebiet der heutigen Yucatan-Halbinsel eingeschlagen. Zu diesem Einschlag gibt es nun neue Erkenntnisse.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Roger Spinner. Quelle: Spaceref.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Früheren Untersuchungen zu Folge ist vor rund 65 Millionen Jahren, dem Übergang von der Kreidezeit zum Tertiär, ein etwa zehn Kilometer großer Asteroid oder Komet im Gebiet der heutigen Yucatan-Halbinsel eingeschlagen. Dieser kosmische Zusammenstoß verursachte einen Krater von etwa 180 Kilometer Durchmesser und 40 Kilometern Tiefe. Man vermutet, dass diesem Einschlag bis zu 75 Prozent der damaligen Tier- und Pflanzenwelt (darunter die Dinosaurier) zum Opfer fielen. Der dabei entstandene <i>Chicxulub-Krater</i> ist noch heute mittels Radar und seismischen Messungen sichtbar. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img fetchpriority="high" decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/30082004235559_small_1.jpg" alt="None" width="363" height="292"/><figcaption> Dreidimensionale Darstellung des Chicxulub-Kraters <br>  (Foto: Nasa) </figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Neben der enormen Druckwelle und Hitze, die bei einem solchen Einschlag entstehen, werden auch tausende von Kubikkilometern Gestein und Sedimente in die obere Atmosphäre geschleudert und können sich dabei über den halben Erdball verteilen. Dabei kann nach gängiger Theorie durch ein Abblocken der einfallenden Sonnenstrahlen das Klima des ganzen Planeten für Jahrzehnte beeinflusst werden.  </p>



<p>Einschläge dieser Größenordnung bringen aber noch ganz andere Gefahren mit sich. Die größeren Gesteinsbrocken, die in die Atmosphäre geschleudert werden, fallen nach und nach wieder auf die Erde zurück und heizen dabei örtlich die Luft derart auf, dass sich die Vegetation in diesen Gebieten spontan entzünden kann. Dies kann im schlimmsten Fall weltweite Feuersbrünste hervorrufen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Jahre 2002 erforschte ein Team von Wissenschaftlern um Dr. Daniel Durda vom Southwest Research Institute® (SwRI®) den Einschlagskrater <i>Chicxulub</i>und den Umfang sowie die Verteilung der damals ausgelösten Feuer. Dabei stellte es fest, dass die Feuer über den ganzen Planeten hinweg auftraten und sich über mehrere Kontinente hinweg erstreckt haben mussten. Dennoch war der Einschlag geringfügig zu klein, um eine globale Feuerkatastrophe auszulösen.
<br>
Nun, wie groß müsste denn ein Einschlag sein, was ist die Grenzgröße, um eine Globale Feuersbrunst zu entfachen?
<br>
Dies ist der Inhalt einer neuen, am 20. August 2004 veröffentlichten Studie von Dr. Durda und Dr. David Kring, Professor am<i> Lunar and Planetary Laboratory</i> der Universität von Arizona. Die beiden Forscher erläutern darin eine Theorie zur Bestimmung der Grenzgrösse von Einschlägen, die eine globale Feuersbrunst auslösen können. Ihre Forschung zeigt, dass Einschläge mit Kratern von mindestens 85 Kilometern Durchmesser großflächige und kontinentale Feuer verursachen können, während Einschläge mit Kratern von mehr als 135 Kilometern Durchmesser ein globales Feuer zur Folge haben.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/30082004235559_small_2.jpg" alt="None" width="416" height="311"/><figcaption> Die extrem erhitzte Atmosphäre führt zu weltweiten Waldbränden <br> (Foto:SwRI) </figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Um die Grenzgrößen zu bestimmen, die für ein globales Entfachen der verschiedenen Arten von Vegetationen erforderlich sind, verwendeten Durda und Kring zwei unterschiedliche Formeln, mit deren Hilfe sie die globale Verteilung der Gesteinsbrocken, sowie die Menge an kinetischer Energie, mit welcher sie beim Wiedereintritt in die Atmosphäre einwirken müssen, errechnen konnten. Die Verteilung der Brandherde hängt dabei von der Flugbahn der Gesteinsbrocken, der Position des Einschlages im Verhältnis zur geographischen Verteilung bewaldeter Kontinente sowie der Masse des Gesteins ab, das in die Atmosphäre ausgestoßen wurde. Durda und Kring überprüften auch die verschiedenen Temperaturen und die Dauer, die nötig sind, um grünes oder verrottetes Holz sowie Laub und andere Vegetationsbestandteile spontan anzuzünden. Sie untersuchten auch die Entzündung von Holz durch den Einfluss einer direkten Zündquelle, wie zum Beispiel Blitze, die in der staubgeladenen Luft nach Einschlägen oder Vulkanausbrüchen stark vertreten sind.
<br>
 Es ist nunmehr wahrscheinlich, dass der <i>Chicxulub</i>-Einschlag der bis heute einzige bekannte Einschlag ist, der groß genug war, die Wälder gleich mehrerer Kontinente zu entfachen. Andere Einschläge, wie etwa der <i>Manicouagan</i> Einschlag in Kanada oder der <i>Popigai</i> Einschlag in Russland, hatten „nur“ kontinentale Feuer zur Folge.</p>
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		<title>Einschlag eines Asteroiden löste globale Brände aus</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/lexikon-planet-erde-3-86/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 05 Sep 2002 21:35:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Artensterben]]></category>
		<category><![CDATA[Asteroid]]></category>
		<category><![CDATA[Einschlag]]></category>
		<category><![CDATA[Yucatan]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Einschlag eines größeren Asteroiden auf der Erde kann globale Brände auslösen. Der so genannte &#8222;Artenschnitt&#8220; vor rund 65 Millionen Jahren, den unter anderem auch die Dinosaurier nicht überlebt haben, ist amerikanischen Forschern zufolge auch auf diese Folgeerscheinung des Einschlags eines Asteroiden auf der mexikanischen Halbinsel Yucatan zurückzuführen. Autor: Michael Stein, Quelle: NSAS/Univ. Arizona Space [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Der Einschlag eines größeren Asteroiden auf der Erde kann globale Brände auslösen. Der so genannte &#8222;Artenschnitt&#8220; vor rund 65 Millionen Jahren, den unter anderem auch die Dinosaurier nicht überlebt haben, ist amerikanischen Forschern zufolge auch auf diese Folgeerscheinung des Einschlags eines Asteroiden auf der mexikanischen Halbinsel Yucatan zurückzuführen.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Autor: Michael Stein, Quelle: NSAS/Univ. Arizona Space Imagery Center.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/06/n020905_01.jpg" alt=""/><figcaption>Ausdehnung der durch Asteroideneinschlag ausgelösten Brände 12 Stunden nach dem Ereignis.<br>(Grafik: NSAS/Univ. Arizona Space Imagery Center)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Bereits seit einigen Jahren gibt es verschiedene starke Indizien für die Annahme, dass der Einschlag eines großen Asteroiden für das globale Artensterben beim Übergang von der Kreidezeit zum Tertiär verantwortlich ist. Mittlerweile sind sich die Geologen auch sicher, den Einschlagsort gefunden zu haben: Demnach wäre ein im Durchmesser mehr als 10&nbsp;Kilometer messender Gesteinsbrocken mit der ungeheuren Geschwindigkeit von über 25&nbsp;Kilometern pro Sekunde an der Spitze der mexikanischen Halbinsel Yucatan in ein damals dort vorhandenes flaches Meer eingeschlagen. Durch die enorme kinetische Energie des Asteroiden drang er mehrere Kilometer tief in die Erdkruste ein, was zur Verdampfung und dem Aufschmelzen riesiger Mengen an Karbonat- und Sulfat-Gestein führte.<br><br>Die Folgen für die Erde waren verheerend: Zunächst raste eine gigantische Flutwelle um den Planeten und richtete große Verwüstungen in den Küstenregionen rund um den Globus an. Viel schwerwiegender waren aber die mehrere hundert Millionen Tonnen an Kohlendioxid, Schwefeldioxid, Staub, Gesteinsbrocken und -trümmer sowie Wasserdampf, die durch den Einschlag in die Atmosphäre geschleudert wurden. Alleine dadurch wurde die Sonneneinstrahlung für längere Zeit erheblich reduziert, was gravierende Folgen für das globale Klima und natürlich auch für die Pflanzenwelt des Planeten hatte. In dieser Zeit starben mehr als die Hälfte sämtlicher damals vorhandenen Tier- und Pflanzenarten an Land und im Wasser aus.<br></p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/06/n020905_02.jpg" alt=""/><figcaption>Grafische Darstellung der Magnetfeldanomalien im Inneren des &#8222;Chicxulub&#8220;-Kraterrings.<br>(Grafik: U. Meyer, GFZ Potsdam)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Amerikanische Wissenschaftler haben nun Nachweise in Form von theoretischen Modellen und empirischen Untersuchungsergebnissen für ihre Vermutung geliefert, dass bei einem derartig gigantischen Treffer das Ökosystem der Erde auch durch unmittelbar nach dem Einschlag entstehende globale Brände stark gestört wird. Im Falle des so genannten Chicxulub-Einschlags vor 65&nbsp;Millionen Jahren haben diese Brände weite Teile des Planeten ergriffen und Unmengen an Rauch- und Rußwolken erzeugt, die den Planeten verdunkelten. Dadurch wurde die Vegetation großräumig zerstört, was außer der Vernichtung von Lebensräumen für Tiere wahrscheinlich auch den Zusammenbruch kompletter Nahrungsketten im kontinentalen Maßstab bedeutete.<br><br>Den empirischen Nachweis lieferten Wissenschaftler der <em>University of Chicago</em>, die an den verschiedensten Orten der Erde Russ-Spuren in den steinernen Überresten der Katastrophe fanden. Außerdem stellte ein anderes Wissenschaftlerteam für die Zeit nach dem Einschlag ein stark erhöhtes Aufkommen von Farnsporen in Sedimentschichten fest. Dies deckt sich mit heutigen Beobachtungen, wonach Farne zu den ersten Pionieren bei der Besiedlung niedergebrannter Waldflächen gehören.<br><br>Die globalen Brände wurden vor allem durch enorme Strahlungswärme verursacht. Das beim Einschlag bis über den Rand der Erdatmosphäre hinausgeschleuderte Material regnete teilweise tausende von Kilometer entfernt wieder auf die Erde zurück und erzeugte beim Wiedereintritt in die Erdatmosphäre aufgrund der schieren Menge enorme Wärmemengen, die teilweise in Richtung Boden gestrahlt wurden und dort die Temperatur auf mehrere hundert Grad (!) aufheizten, wodurch die Vegetation großflächig in Brand geriet. Neuen Modellen zufolge begannen die Brände rund um die Einschlagsstelle und an einem ihr gegenüberliegenden Punkt auf der Erdoberfläche, wo das herausgeschleuderte Material konzentriert herab regnete. Mit der Drehung der Erde unter den herabstürzenden Gesteins- und Erdmengen hinweg pflanzten sich die Brände dann westwärts fort, bis sie Stunden und Tage später große Teile Nord- und Südamerikas, Afrikas und Asiens erfasst hatten &#8211; Dantes &#8222;Inferno&#8220; hatte Gestalt angenommen.</p>



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