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	<title>Zenit &#8211; Raumfahrer.net</title>
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	<description>Das Portal für Astronomie- und Raumfahrtbegeisterte</description>
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	<title>Zenit &#8211; Raumfahrer.net</title>
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	<item>
		<title>Lexikon: Zenit / Nadir / Horizont</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/lexikon-zenit-nadir-horizont/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thomas Geuking]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 31 Mar 2020 22:42:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Lexikon]]></category>
		<category><![CDATA[Grundlagen]]></category>
		<category><![CDATA[Horizont]]></category>
		<category><![CDATA[Nadir]]></category>
		<category><![CDATA[Zenit]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Autor: Star-Light. Der Zenit Der Zenit ist der Punkt einer fiktiven Himmelskugel, der sich senkrecht über dem Beobachter befindet, also einen Winkel von 90° zum Horizont besitzt. Der Nadir Der Nadir ist der tiefste Punkt einer fiktiven Himmelskugel, der sich senkrecht unter dem Beobachter befindet, also einen Winkel von -90° zum Horizont. besitzt. Der Horizont [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Autor: Star-Light.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Der Zenit</h4>



<p>Der Zenit ist der Punkt einer fiktiven Himmelskugel, der sich senkrecht über dem Beobachter befindet, also einen Winkel von 90° zum Horizont besitzt.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Der Nadir</h4>



<p>Der Nadir ist der tiefste Punkt einer fiktiven Himmelskugel, der sich senkrecht unter dem Beobachter befindet, also einen Winkel von -90° zum Horizont. besitzt.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Der Horizont</h4>



<p>Der&nbsp;mathematische Horizont ist eine Ebene&nbsp;rechtwinklig&nbsp;zur&nbsp;Zenit- oder Lotrichtung (Nadir).</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/04/Zenith-Nadir-Horizon.jpg" alt="" /><figcaption>Zenit / Nadir / Horizont<br>Quelle: Wikimedia Commons<br>(Bearbeitet: Thomas Geuking)</figcaption></figure></div>



<h4 class="wp-block-heading"></h4>
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			</item>
		<item>
		<title>Russland: Spektr-R alias RadioAstron hat Probleme</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/russland-spektr-r-alias-radioastron-hat-probleme/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 12 Jan 2019 18:15:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumsonden]]></category>
		<category><![CDATA[Anomalie]]></category>
		<category><![CDATA[Lawotschkin]]></category>
		<category><![CDATA[RadioAstron]]></category>
		<category><![CDATA[Russland]]></category>
		<category><![CDATA[Spektr-R]]></category>
		<category><![CDATA[Zenit]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das russische Radio-Weltraumteleskop Spektr-R ist in Schwierigkeiten. Im Augenblick ist es zwar noch in der Lage, wissenschaftliche Daten zur Erde zu senden, auf Kommandos von der Erde scheint es aber nicht mehr zu reagieren. Ein Beitrag von Axel Nantes. Quelle: dxnews.com, Lawotschkin, TASS, tech2.org, RN, urdupoint.com. Sollte Spektr-R nicht mehr kontrolliert werden können, wäre das [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Das russische Radio-Weltraumteleskop Spektr-R ist in Schwierigkeiten. Im Augenblick ist es zwar noch in der Lage, wissenschaftliche Daten zur Erde zu senden, auf Kommandos von der Erde scheint es aber nicht mehr zu reagieren.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Ein Beitrag von Axel Nantes. Quelle: dxnews.com, Lawotschkin, TASS, tech2.org, RN, urdupoint.com.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/spektrr02rosc500.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Spektr-R im All - Illustration" data-rl_caption="" title="Spektr-R im All - Illustration" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/spektrr02rosc260.jpg" alt=""/></a><figcaption>Spektr-R im All &#8211; Illustration<br>(Bild: Roskosmos)</figcaption></figure></div>



<p>Sollte Spektr-R nicht mehr kontrolliert werden können, wäre das einerseits ein herber Verlust für die Radioastronomie. Andererseits hat das Raumfahrzeug seine Auslegungsbetriebsdauer bereits deutlich überschritten und viele hervorragende Ergebnisse geliefert.</p>



<p>Spektr-R befindet sich seit seinem Start auf einer Zenit-3F-Rakete mit Fregat-SB-Oberstufe am 18. Juli 2011 im All. Die Auslegungsbetriebsdauer des auf dem russischen Navigator-Bus aufgebauten Raumfahrzeugs betrug fünf Jahre.</p>



<p>Überwacht wird Spektr-R über die Bodenstationen Schtscholkowo nordöstlich von Moskau (IP-14, auch Bear Lakes genannt) und Ussurijsk (NIP 15) nördlich von Wladiwostok, die Steuerung erfolgt durch die Main Operations Control Group (MOCG) beim Raumfahrzeug-Hersteller NPO S. A. Lawotschkin in Chimki.</p>



<p>Am 10. Januar 2019 blieb während einer routinemäßigen Kommunikationssitzung eine vom Raumfahrzeug erwartete Reaktion aus. Über Antennen in Schtscholkowo und Ussurijsk wurden zwischenzeitlich mindestens drei notfallmäßige Verbindungsversuche unternommen, den Spezialisten von Lawotschkin gelang es jedoch nicht, eine Reaktion von Spektr-R auszulösen.</p>



<p>Die russische Nachrichtenagentur TASS spricht in einer Meldung vom 12. Januar 2019 von einem Problem im Servicemodul des Satelliten, das seit dem 10. Januar 2019 verhindere, dass an den Satelliten geschickte Befehle ausgeführt werden.</p>



<p>Tech2.org brachte am 12. Januar 2019 eine Meldung, der zufolge ein Teil der Kommunikationssysteme von Spektr-R funktioniere, ein anderer Teil nicht. Die Quelle zitiert außerdem den Astrophysiker und wissenschaftlichen Leiter von Spektr-R Nikolai Semjonowitsch Kardaschow, der äußerte, ähnliche Fehler seien bereits vorgekommen und es bestehe die Möglichkeit, dass noch einmal alles ins Funktionieren komme.</p>



<p>Sollte sich Spektr-R nicht mehr ansprechen lassen, sei das das Ende für das Projekt, wird Kardaschow auf urdupoint.com zitiert. Dort heißt es auch, am 12. Januar 2019 soll es einen weiteren Versuch geben, den Astronomiesatelliten wieder unter Kontrolle zu bekommen.</p>



<p><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=1161.msg442073#msg442073" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Spektr-R RadioAstron</a></li></ul>
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Angola angelt im Trüben &#8211; Aus für Angosat 1</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/angola-angelt-im-trueben-aus-fuer-angosat-1/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 02 May 2018 16:43:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Satelliten]]></category>
		<category><![CDATA[Angola]]></category>
		<category><![CDATA[Angosat 1]]></category>
		<category><![CDATA[Anomalie]]></category>
		<category><![CDATA[Ausfall]]></category>
		<category><![CDATA[Energia]]></category>
		<category><![CDATA[GEO]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunikationssatellit]]></category>
		<category><![CDATA[RKK Energia]]></category>
		<category><![CDATA[Zenit]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Angola wollte einen ersten eigenen Kommunikationssatelliten. Unbedingt. Dass man Angosat 1 bald in Betrieb nehmen würde, wurde mantraartig wiederholt. Sogar dann noch, als auch Fachbeobachtern längst klar war, dass mit dem Ende 2017 gestarteten Raumfahrzeug einiges nicht stimmt. Ein Beitrag von Axel Nantes. Quelle: Energia, Jornal de Angola, Raumfahrer.net, Roskosmos. Unter der Überschrift „Die Arbeiten [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Angola wollte einen ersten eigenen Kommunikationssatelliten. Unbedingt. Dass man Angosat 1 bald in Betrieb nehmen würde, wurde mantraartig wiederholt. Sogar dann noch, als auch Fachbeobachtern längst klar war, dass mit dem Ende 2017 gestarteten Raumfahrzeug einiges nicht stimmt.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Ein Beitrag von Axel Nantes. Quelle: Energia, Jornal de Angola, Raumfahrer.net, Roskosmos.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/02052018184307_small_1.jpg" alt="GGPEN" width="260"/><figcaption>
Angosat 1 &#8211; Illustration 
<br>
(Bild: GGPEN)
</figcaption></figure></div>



<p>Unter der Überschrift „Die Arbeiten am Projekt Angosat werden fortgesetzt“ meldete der Hersteller von Angosat 1, das Unternehmen Energia aus Koroljow vor den Toren Moskaus, schließlich mit Datum vom 23. April 2018, Vertragsparteien aus Angola und aus Russland hätten sich auf den Bau von Angosat 2 geeinigt, welcher eine verbesserte Variante von Angosat 1 sei. Gleichlautend äußerte sich auch die russische Raumfahrtbehörde Roskosmos am selben Tag. </p>



<p>Energia wurde in Angola von seinem leitenden Entwickler für automatisierte Raumfahrtsysteme Igor Frolow vertreten. Außerdem nahmen neben verschiedenen Botschaftsangehörigen der russische Botschafter in Angola, Wladimir Tararow, der für internationale Zusammenarbeit zuständige stellvertretende Generaldirektor von Roskosmos, Sergej Saweljew, und ein Vertreter einer militärischen russischen Industrie-Kommission, Oleg Frolow, an den Gesprächen teil. </p>



<p>Auf angolanischer Seite lagen die Verhandlungen in den Händen des Ministers für Telekommunikation und Informationstechnik, José Carvalho da Rosha, und des Leiters des Büros für das Management des nationalen Raumfahrtprogramms Angolas (Gabinete de Gestão do Programa Espacial Nacional, GGPEN) João Rui Zolana. </p>



<p>In den Meldungen von Energia und Roskosmos wird Zolana mit den Worten zitiert, die am 23. April 2018 getroffene Vereinbarung erlaube es, die Arbeit an Angosat 2 morgen zu beginnen. Außerdem soll Zolana seinen Stolz über das von russischen Experten in Angola eingerichtete Kontrollzentrum geäußert haben. Den Leiter des Kontrollzentrums Amaru Joao zitieren die beiden Meldungen mit der Äußerung, dass man seit der Installation von Software durch Spezialisten aus Russland keinen Zweifel daran habe, das es sich um das Beste handele, was in diesem Bereich existiere. </p>



<p>Allein mit der Nutzbarkeit des Kontrollzentrums ist das so eine Sache: Es gibt aktuell keinen Satelliten, den man von dem Zentrum aus überwachen und bedienen könnte. Mit Angosat 2 ändert sich das vielleicht. Energia jedenfalls beteuerte seine Absichten, alle vertraglichen Verpflichtungen im Zusammenhang mit dem Aufbau eines Satellitenkommunikations- und Übertragungssystems für Angola zu erfüllen. </p>



<p>Laut Energia und Roskosmos will die russische Seite in dem Zeitraum, in dem an dem Ersatzsatelliten für Angosat 1 gearbeitet werde, Angola Satellitenübertragungskapazitäten im C- und im K<sub>u</sub>-Band zur Verfügung stellen. 
<br>
Im Onlinemagazin „Jornal de Angola“ wird zu den Gesprächen in Angola unter der Überschrift „Russland räumt Versagen von Angosat 1 ein“ berichtet, für den Bau von Angosat 2, den man im Jahr 2020 starten wolle, würden Angola keine Kosten in Rechnung gestellt, obwohl der Satellit mit einer Auslegungsbetriebsdauer von 18 Jahren teurer sei als Angosat 1. Auch die Stellung der Ersatzkapazitäten erfolge ohne Berechnung. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/02052018184307_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/02052018184307_small_2.jpg" alt="Roskosmos" width="260"/></a><figcaption>
Angosat 1 in der VK 600/300 Kammer in Pereswet 
<br>
(Bild: Roskosmos)
</figcaption></figure></div>



<p>Weiter meldete das Journal, dass am 15. Mai 2018 mitgeteilt werden soll, welche konkreten Gründe zum Abbruch der Kommunikation mit Angosat 1 geführt haben. Mit der abgebrochenen Kommunikation beschäftige sich eine Untersuchungskommission. Gleichzeitig habe man weiter versucht, wieder Kontrolle über den Satelliten zu bekommen, was aber daran gescheitert sei, dass eine Kommunikation mit dem Satelliten nicht möglich war. </p>



<p>Unter Bezugnahme auf Igor Frolow schrieb das Journal, man werde eine Entscheidung über die Nutzung von Angosat 1 Angola überlassen, falls es doch gelänge, den Satelliten wieder unter Kontrolle zu bekommen. Würde Angola dann für die Fortsetzung des Angosat-2-Programms optieren, könnte Angosat 1 für Ausbildung und Tests verwendet werden. Der Autor von Raumfahrer.net rechnet nicht, dass derartiges noch im Bereich des wahrscheinlichen ist. </p>



<p>Noch wesentlich merkwürdiger ist die Angabe des „Jornal de Angola“, Igor Frolow habe gesagt, man habe vorher nie derartige Probleme mit einem Satelliten gehabt. Der Autor verweist diesbezüglich auf die zahlreichen Schwierigkeiten mit von Energia wie Angosat 1 auf Basis des Satellitenbus USP (Universal Satellite Platform, auch als Jamal-Bus bezeichnet) aufgebauten Raumfahrzeugen und entsprechende vollständig ausgefallene, von Energia gebaute Satelliten. </p>



<p>Mögliche Schwierigkeiten seien, so Frolow laut „Jornal de Angola“, bereits am Boden vorhersehbar, sie würden unverzüglich bewältigt. Die einzige Beteiligung seines Unternehmens an einem fehlgeschlagenen Programm sei eine, die mit dem Tod dreier Astronauten endete (gemeint ist hier wohl die Sojus-11-Tragödie). Aktuell würden laut Frolow nur Russland und China Satelliten starten. Das wäre aber nur richtig, bezöge man sich ausschließlich auf bemannte Raumfahrzeuge. Und einen konkreten Bezug zu Angosat 1 kann der Autor nicht erkennen. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/02052018184307_small_3.jpg" alt="Energia" width="260"/><figcaption>
Angosat 1 beim Hersteller 
<br>
(Bild: Energia)
</figcaption></figure></div>



<p>Den einen oder anderen mag die von Widersprüchen und Wunschdenken durchsetzte Öffentlichkeits- und Pressearbeit erstaunen. Der Autor glaubt, dass es wohl ohne weiteres möglich gewesen wäre, gegenüber der interessierten Öffentlichkeit, und vielleicht auch gegenüber beteiligten Organisationen, mit fallbezogenen, konkreten, zutreffenden und verbindlichen Informationen aufzutreten. </p>



<p>Vorstellbar erscheint dem Autor auch, dass ein Plus an zusätzlicher Information durch unmittelbar beteiligte Stellen ins Kraut schießende Spekulationen und Phantastereien von vorne herein reduzieren könnte. Bedauerlich ist die offensichtliche Tatsache, dass allzu oft unüberprüfbares, gar unrichtiges verbreitet wird. Dessen hemmungslose Publikation liegt womöglich im Trend, möglichst zahlreiche Text-Häppchen anzubieten, ohne noch auf ihren Inhalt Wert zu legen. </p>



<p>Was da insbesondere an die Öffentlichkeit in Angola gerichtet berichtet wird, reiht sich ein in eine ganze Reihe auffälliger Meldungen, die es jedenfalls dem Autor dieser Zeilen hier schwer machen, an Missinterpretationen oder Nachlässigkeiten beim Übersetzen zu glauben. </p>



<p>Die russische Nachrichtenagentur RIA Nowosti beispielsweise hatte am 21. März 2018 geschrieben, in der ersten Märzhälfte habe ein Test des Antriebssystems von Angosat 1 stattgefunden. Man sei nun in der Lage, den Satelliten die geplante Position im Geostationären Orbit (GEO) einnehmen zu lassen. Den (angeblichen) Antriebstest im März meldete auch das Konsulat Angolas in New York in einer im Internet mittlerweile nicht mehr aufrufbaren Meldung unter der Überschrift „Angosat 1 erreicht die Zone der Funksichtbarkeit im April diesen Jahres“. Der Autor kann sich allenfalls Tests am Boden vorstellen, um zum Beispiel Kommandosequenzen für das Antriebssystem zu überprüfen, welche man an den Satelliten senden könnte, falls sich letzterer noch einmal empfangsbereit zeigt. </p>



<p>Am 4. April 2018 gaben eine Anzahl russischer Nachrichtenagenturen an, dass am gleichen Tag erfolglos versucht worden sei, von Russland aus eine Verbindung zu Angosat 1 herzustellen. Unter Bezug auf Roskosmos ergänzten die Agenturen, man wolle bis Ende des Frühjahrs weiter versuchen, Verbindung zu Angosat 1 zu bekommen. Am 15. April 2018 meldeten einige russische Agenturen dann den Totalverlust von Angosat 1. </p>



<p>Angosat 1 kreist seit seinem Start auf einer Rakete vom Typ Zenit-3SLBF mit Fregat-SB-Oberstufe am 26. Dezember 2017 um die Erde. Nach zahlreichen Agenturmeldungen über einen recht bald nach dem Aussetzen erfolgten Kontaktverlust und Berichten über danach noch einmal vom Satelliten empfangene Daten hatte Energia dann am 15. Januar 2018 endlich bekannt gegeben, man denke, ein mögliches Problem beim Betrieb von den Komponenten des Stromversorgungssystems von Angosat 1 identifiziert zu haben &#8211; <a href="https://www.raumfahrer.net/angosat-1-das-abenteuer-geht-weiter/" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net berichtete</a>. </p>



<p>Die Bahn von Angosat 1 hat einen der Erde nächsten Bahnpunkt von rund 35.982 Kilometern über der Erde, einen erdfernsten Bahnpunkt von rund 36.108 Kilometern über der Erde und eine Neigung gegen den Erdäquator von 0,3 Grad. Bis dato gab es seit dem Aussetzten von der Raketenoberstufe keinerlei erkennbare aktive Bahnveränderungen des mit elektrischen Triebwerken vom  Typ SPT-70  ausgestatteten, etwas oberhalb des GEOs frei driftenden Raumfahrzeugs. Stationieren wollte man Angosat 1 an einer Position zwischen 12 und 15 Grad Ost im GEO (im Durchschnitt rund 35.786 Kilometer über der Erde). Der Satellit ist katalogisiert mit der NORAD-Nr. 43.087 und als COSPAR-Objekt 2017-086A. </p>



<p><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=14712.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Angosat 1 auf Zenit</a> </li></ul>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/angola-angelt-im-trueben-aus-fuer-angosat-1/" data-wpel-link="internal">Angola angelt im Trüben &#8211; Aus für Angosat 1</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Angosat 1 &#8211; ein Abenteuer</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/angosat-1-ein-abenteuer/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 03 Jan 2018 10:35:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Angola]]></category>
		<category><![CDATA[Angosat 1]]></category>
		<category><![CDATA[Anomalie]]></category>
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		<category><![CDATA[RKK Energia]]></category>
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		<category><![CDATA[Totalverlust]]></category>
		<category><![CDATA[Yamal]]></category>
		<category><![CDATA[Zenit]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Am 26. Dezember 2017 brachte eine dreistufige Rakete vom Typ Zenit-3SLBF endlich den Kommunikationssatelliten Angosat 1 ins All. Der Start erfolgte um 19:00 Uhr UTC (20:00 Uhr MEZ, 22:00 Uhr Moskauer Zeit) von der Startanlage 45/1 des Kosmodroms Baikonur in Kasachstan. Im Weltraum angekommen wurde es noch einmal spannend. Ein Beitrag von Axel Nantes. Quelle: [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/angosat-1-ein-abenteuer/" data-wpel-link="internal">Angosat 1 &#8211; ein Abenteuer</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Am 26. Dezember 2017 brachte eine dreistufige Rakete vom Typ Zenit-3SLBF endlich den Kommunikationssatelliten Angosat 1 ins All. Der Start erfolgte um 19:00 Uhr UTC (20:00 Uhr MEZ, 22:00 Uhr Moskauer Zeit) von der Startanlage 45/1 des Kosmodroms Baikonur in Kasachstan. Im Weltraum angekommen wurde es noch einmal spannend.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Ein Beitrag von Axel Nantes. Quelle: AIF, Energia, GGPEN, MTTI, RIAN, Roskosmos, TASS, Vesti.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large is-resized advgb-dyn-445ef3d6"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/03012018113506_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/03012018113506_small_1.jpg" alt="Roskosmos" width="260"/></a><figcaption>
Zenit-3SLBF mit Angosat 1 auf der Startrampe &#8230; 
<br>
</figcaption></figure>



<p>Angosat 1 mit einer Startmasse von rund 1.647 Kilogramm wurde von einer Zenit-3SLBF mit einer um einen Donut-Tank ergänzten Oberstufenvariante der Fregat, der Fregat-SB, in den Weltraum gebracht. Die erste Stufe mit RD-171M-Triebwerk der von Juschnoje in der Ukraine gebauten und aus einem Flüssigkeitsbooster für die sowjetische Schwerlastrakete Energia entwickelten Trägerrakete mit der Seriennummer 70103403 SLБ80.5 und dem Triebwerksblock А164 in der ersten Stufe wurde kurz vor dem Abheben (exakter Abhebezeitpunkt 19:00:03.435 Uhr UTC) gezündet und brannte nach rund zweieinhalb Minuten aus. </p>



<figure class="wp-block-image alignright size-large is-resized advgb-dyn-b8cdebd0"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/03012018113506_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/03012018113506_small_2.jpg" alt="Roskosmos" width="260"/></a><figcaption>
&#8230; und gerade abgehoben.
<br>
(Bilder: Roskosmos)
</figcaption></figure>



<p>Anschließend trug die zweite Stufe mit einem RD-120-Triebwerk und einer Lenktriebwerkseinheit vom Typ RD-8 die Fregat-SB und die Nutzlast weiter in die Höhe. Während des Betriebs der zweiten Stufe – fünf Minuten und 22 Sekunden nach dem Abheben &#8211; wurde die Nutzlastverkleidung abgeworfen. Rund acht Minuten und 37 Sekunden nach dem Start war auch die zweite Stufe ausgebrannt und abgetrennt, anschließend war es Aufgabe der Fregat-SB-Oberstufe mit drei Brennphasen ihres S5.92-Haupttriebwerks die Nutzlast in den vorgesehenen Zielorbit zu bringen. </p>



<p>Der neue Erdtrabant für das Ministerium für Telekommunikation und Informationstechnik Angolas (Ministério das Telecomunicações e Tecnologias de Informação, MTTI) ist nach Informationen der russischen Raumfahrtbehörde Roskosmos im richtigen Orbit angekommen, nachdem er sich von der Raketenoberstufe um 6:54 Uhr Moskauer Zeit am 27. Dezember 2017 nach acht Stunden und 55 Minuten Gesamtflugzeit getrennt hatte. </p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large is-resized advgb-dyn-b2a118a6"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/03012018113506_big_3.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/03012018113506_small_3.jpg" alt="Roskosmos" width="260"/></a><figcaption>
Angosat 1 auf Fregat-SB-Oberstufe &#8230; 
<br>
</figcaption></figure>



<p>Die endgültige Orbitzirkularisierung soll Angosat 1 mit eigenem Antrieb vornehmen. Der von Energia in Russland basierend auf einem USP für Universal Satellite Platform genannten Bus gebaute, dreiachsstabilisierte Satellit soll im Geostationären Orbit bei 14 Grad Ost positioniert werden. Dort will man das Raumfahrzeug mit einer Kommunikationsnutzlast von  Airbus Defence and Space aus dem französischen Toulouse einsetzen, um die Republik Angola und den übrigen Afrikanischen Kontinent mit Bild- und Datendiensten zu versorgen. Um dies zu ermöglichen, gibt es an Bord 16 C-Band- und 6 K<sub>u</sub>-Band-Transponder. Zur Versorgung der Kommunikationsnutzlast mit einer Masse von 262,4 kg, der elektrischen Triebwerke (8x SPT-70 von Fakel bzw. Fackel) und der übrigen Satellitensysteme gibt es zwei Solarzellenausleger, die zusammen maximal rund sieben Kilowatt elektrischer Leistung bereitstellen können. Die Lebenserwartung von Angosat 1 liegt nach Angaben seiner Erbauer bei mindestens 15 Jahren.  </p>



<figure class="wp-block-image alignright size-large is-resized advgb-dyn-8ab2153d"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/03012018113506_big_4.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/03012018113506_small_4.jpg" alt="Roskosmos" width="260"/></a><figcaption>
&#8230; und vor der Unterbringung unter der Nutzlastverkleidung.
<br>
(Bilder: Roskosmos)
</figcaption></figure>



<p>Der Bus des Raumfahrzeugs trägt auch den alternativen Namen Yamal bzw. Jamal. Die Halbinsel Jamal im Norden Russlands ist maßgebliche Wirkungsstätte des russischen Konzerns Gazprom, wo sein größtes Projekt auf dem Gebiet der Gasförderung in Russland läuft. Ein Tochterunternehmen von Gazprom, Gazprom Space Systems (früher auch Gazcom genannt), ist Betreiber einer Satellitenserie mit der Bezeichnung Jamal. Im Rahmen dieser Satellitenserie wurde der gleichnamige Bus zum ersten Mal im Weltraum verwendet. Bei der Inbetriebnahme und dem Einsatz dieser Satelliten traten eine Reihe von Anomalien auf, die letztlich dazu führten, das eine geplante Verwendung einer Anzahl weiterer auf dem Jamal-Bus aufgebauter Satelliten durch Gazprom Space Systems nicht zu Stande kam. Der Betreiber kündigte im Januar 2009 eine Bestellung von zwei Jamal-300-Satelliten bei Energia und entschied sich in der Folge für Produkte anderer Hersteller. </p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large is-resized advgb-dyn-fd175e39"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/03012018113506_big_5.jpg" data-rel="lightbox-image-4" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/03012018113506_small_5.jpg" alt="Roskosmos" width="260"/></a><figcaption>
Zenit-3SLBF mit Angosat 1 in der Integrationshalle &#8230; 
<br>
</figcaption></figure>



<p>Wegen der frustrierenden <a href="https://www.raumfahrer.net/gazproms-komsats-mit-gelegentlichen-problemen/" data-wpel-link="internal">Betriebserfahrungen</a> mit Jamal-Bus-basierten Raumfahrzeugen und einem von Roskosmos und Energie bestätigten Kontaktverlust mit Angosat 1 nach der Abtrennung von der Zenit-SB-Oberstufe gab es Befürchtungen, der neue Satellit teile das Schicksal eines Vorgängers. Jamal 101, der nach seinem unmittelbaren Ausfall nicht mehr so genannt wurde, konnte 1999 nach dem Start nicht in Betrieb genommen werden. Angeblich wurde nie ein Signal des Erdtrabanten empfangen. </p>



<p>Zu den Problemen mit Angosat 1 wurde eine Reihe von Meldungen veröffentlicht, die es nicht ohne weiteres ermöglichen, sich ein klares Bild von den Abläufen und Zusammenhängen zu machen. </p>



<figure class="wp-block-image alignright size-large is-resized advgb-dyn-221a66a6"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/03012018113506_big_6.jpg" data-rel="lightbox-image-5" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/03012018113506_small_6.jpg" alt="Roskosmos" width="260"/></a><figcaption>
&#8230; und auf dem Weg zur Startrampe.
<br>
(Bilder: Roskosmos)
</figcaption></figure>



<p>Die russische Nachrichtenagentur RIA Nowosti meldet am 27. Dezember 2017, nach der Trennung der Oberstufe mit dem Satelliten von der Zenit und der ersten Erdumrundung seien Telemetriedaten von der Fregat-Oberstufe eingegangen. Der Datenstrom sei später abgebrochen. Außerdem wurde mitgeteilt, dass sich der neue Satellit nicht einsetzen lassen werde, wenn der Satellit seine Solarzellenausleger nicht entfalte und der Bordrechner nicht neu starte. Die TASS berichtet am selben Tag, der Kontakt mit Angolsat 1 sei während des Entfaltens der Solarzellenausleger abgerissen. </p>



<p>Der Satellitenhersteller Energia gab am 27. Dezember 2017 dann zu Protokoll, der Satellit habe nach einer definierten Zeit den geplanten Orbit erreicht und eine Verbindung aufgebaut. Nach einer Weile seien aber keine Telemetriedaten mehr angekommen. Man sei dabei, die bisher erhaltenen Telemetriedaten zu analysieren, um festzustellen, ob man die Notfallsituation beseitigen könne. Vergleichbare Fälle seien Vorkommnisse mit Foton-M 2014, STEREO 9 der NASA 2016, KazSat 2017 usw&#8230; </p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large is-resized advgb-dyn-3cc26306"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/03012018113506_big_7.jpg" data-rel="lightbox-image-6" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/03012018113506_small_7.jpg" alt="Roskosmos" width="260"/></a><figcaption>
Angosat 1 in der VK 600/300 Kammer in Pereswet 
<br>
(Bild: Roskosmos)
</figcaption></figure>



<p>Am 28. Dezember 2017 veröffentlichte die russische Wochenzeitung Argumente und Fakten im Internet eine Meldung, der zufolge im Bus des Satelliten ein Kurzschluss aufgetreten sei. Ebenfalls am 28. Dezember 2017 meldete die TASS, es bestünde wieder Kontakt zu Angosat 1. Am gleichen Tag berichtete Energia, man empfange wieder Telemetriedaten. Diese sprächen dafür, dass alle System an Bord von Angosat 1 arbeiten wie vorgesehen. Roskosmos veröffentlichte am 29. Dezember 2017 eine Mitteilung, die die Angaben von Energia vom Vortrag wiederholt. </p>



<p>Das Büro für das Management des nationalen Raumfahrtprogramms Angolas (Gabinete de Gestão do Programa Espacial Nacional, GGPEN) berichtet am 29. Dezember 2017, der Satellit habe nach dem Aussetzen im All begonnen, Verbindungen zu Bodenstationen in Luanda in Angola und in Russland aufzubauen. Dabei seien zunächst Telemetriedaten zur Erde gesendet worden. Es folgte eine Stabilisierung der Lage des Satelliten in einer bestimmten Ausrichtung in Bezug auf Erde und Sonne, und anschließend das Entfalten der beiden Solarzellenausleger. Wegen eines Ausgasens, Verunreinigungen und  einer gewissen Untätigkeit des Bordrechners seien anschließend für eine gewisse Zeit keine Telemetriedaten gesendet worden. Um 15:00 Uhr angolanischer Ortszeit am 28. Dezember 2017 habe der Satellit die Telemetriedatenausstrahlung wieder aufgenommen. </p>



<p>Die Internet-Zeitung Vesti der Allrussischen staatlichen Fernseh- und Radiogesellschaft berichtete am 30. Dezember 2017, Angosat 1 habe die vorgesehene Position im Geostationären Orbit erreicht. (Wikipedia in Russisch gibt an, es werde vom Start an zwei Monate dauern, bis Angosat 1 seine Einsatzposition erreicht habe.) Nach dem Start des Satelliten seien laut Vesti wegen Inkonsistenzen zwischen russischen und französischen Vorschriften Probleme aufgetreten, man habe aber nun Verbindung mit dem Satelliten. </p>



<p>Bisher zu wenig weit entfernt von dem Einsatzbereich der Satelliten im Geostationären Orbit hat sich offenbar die Oberstufe. Die Fregat-SB ist derzeit auf einer 35.882 x 36.777 km Bahn unterwegs. </p>



<p>Die Vereinbarung über Bau und Start von Angosat 1 hatte Angola mit Roskosmos im Jahre 2009 getroffen. Im November 2013 wurde die Konstruktion des Satelliten aufgenommen. </p>



<p>Bei der Beauftragung des Satelliten war für 2016 ein Start auf einer Zenit-Rakete von der Seeplattform Odyssey zusammen mit einem anderen Kommunikationssatelliten namens Energia 100 anvisiert worden. Nach dem finanziellen Zusammenbruch des entsprechenden Startanbieters Sea Launch wurde ein Start von Angosat 1 auf einer Rakete vom Typ Angara 5 mit DM-03-Oberstufe vom Kosmodrom Plesetsk aus in Betracht gezogen. Mängel bei Produktionsreife und Verfügbarkeit der Angara 5 erforderten eine wiederholte Suche einer geeigneten Trägerrakete. </p>



<p>Die ursprünglich für den Astrophysik-Satelliten Spektrum-RG gedachte Zenit-Rakete lagerte in Baikonur. Die Fertigstellung von Spektrum-RG unterliegt verschiedenen Verzögerungen, außerdem ist ein Wechsel zur Proton als Startrakete angedacht – deshalb bot die im Eigentum von Roskosmos befindliche, in Baikonur eingelagerte Zenit eine Möglichkeit – sofern wegen abgelaufener Garantiezeiten notwendige Überarbeitungen der Rakete erfolgen würden. Die entsprechenden Arbeiten wurden ausgeführt, und die üblichen Startvorbereitungen konnten begonnen werden. </p>



<p>Angosat 1 ist katalogisiert mit der NORAD-Nr. 43.087 und als COSPAR-Objekt 2017-086A. Die Fregat-SB-Oberstufe ist katalogisiert mit der NORAD-Nr. 43.088 als COSPAR-Objekt 2017-086B. </p>



<p><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=14712.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Angosat 1 auf Zenit</a> </li></ul>
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Die Trägerraketen des Typs ZENIT (Stand 2016)</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/die-traegerraketen-des-typs-zenit-stand-2016/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 21 Mar 2016 07:45:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raketen]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raketenstart]]></category>
		<category><![CDATA[Russland]]></category>
		<category><![CDATA[Trägerrakete]]></category>
		<category><![CDATA[Zenit]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://h117294.web171.dogado.net/?p=1328</guid>

					<description><![CDATA[<p>Völlig überraschend für den Westen wurde in der Sowjetunion im Jahre 1985 mit den Testflügen einer neuartigen, leistungsstarken Trägerrakete begonnen. Ein Beitrag von Uwe Rätsch und Andreas Reichardt. Wie seinerzeit üblich, veröffentlichte die Sowjetunion keine Typenbezeichnung des neuen Trägers, sodass die Rakete im Westen zunächst unter der Codebezeichnung SL-16 bekannt wurde (SL steht dabei für [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Völlig überraschend für den Westen wurde in der Sowjetunion im Jahre  1985 mit den Testflügen einer neuartigen, leistungsstarken Trägerrakete  begonnen.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size"> Ein Beitrag von Uwe Rätsch und Andreas Reichardt. </p>



<p>Wie seinerzeit üblich, veröffentlichte die Sowjetunion keine Typenbezeichnung des neuen Trägers, sodass die Rakete im Westen zunächst unter der Codebezeichnung SL-16 bekannt wurde (SL steht dabei für soviet launcher und bedeutet soviel wie sowjetischer Raumfahrtträger). Erst einige Jahre später wurde der Name der Rakete – ZENIT – öffentlich  gemacht. </p>



<p>Bereits Anfang der 1970er Jahre hatte es Überlegungen gegeben, die bewährten Trägerraketen der R-7-Reihe durch Nachfolgemodelle zu  ersetzen. Man beabsichtigte dabei, Trägerraketen für leichte, mittlere und schwere Nutzlasten zu schaffen, die sämtlich über eine einheitliche Erststufe verfügen sollten und unterschiedlich durch zusätzliche Booster bzw. Oberstufen ergänzt werden sollten. Für die neue Raketenfamilie hatte man die Codebezeichnungen 11K55, 11K77 und 11K37 vorgesehen. Die sowjetische Militärführung war aber nur an der Rakete für mittelschwere Nutzlasten 11K77 interessiert, und nur diese Variante wurde letztendlich unter der Typenbezeichnung Zenit im Konstruktionsbüro Jushnoje, welches in der ukrainischen Stadt Dnepropetrowsk beheimatet ist, verwirklicht. </p>



<p>Die Entwicklungsarbeiten an der Zenit begannen im März 1976. Dabei war man bestrebt, die neueste Technik zu verwenden, und man führte bei der Fertigung zahlreiche innovative Neuerungen ein. Die Rakete wurde so  konzipiert, dass der Countdown auf der Startanlage weitgehend automatisch ablaufen konnte. Eine wichtige Forderung bei der Konstruktion war die Transportfähigkeit mittels Eisenbahn, was der Länge und dem Durchmesser der einzelnen Stufen gewisse Grenzen setzte. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/01/MIK112EnergijaBooster21800.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/01/MIK112EnergijaBooster2260.jpg" alt="Energija-Booster ohne Triebwerke.
(Bild: Uwe Rätsch)"/></a><figcaption> Energija-Booster ohne Triebwerke. <br>(Bild: Uwe Rätsch)</figcaption></figure></div>



<p>Als besonders schwierig stellte sich die Entwicklung des Erststufentriebwerkes RD-171 heraus, das über vier schwenkbare Brennkammern verfügt. Mit einem Bodenschub von immerhin 7.257 kN ist es noch leistungsstärker als das Erststufentriebwerk F-1 der amerikanischen Mondrakete Saturn V. Die Schwierigkeiten bei der Entwicklung des RD-171 verzögerten das gesamte Zenit-Programm, sodass erst am 13. April 1985 der erste Start der neuen Trägerrakete erfolgen konnte – rund fünf Jahre später, als die ursprünglichen Planungen es vorgesehen hatten. </p>



<p>Neben ihrer eigentlichen Aufgabe als Trägerrakete für mittelschwere  Nutzlasten diente die Zenit auch noch einem weiteren Zweck: Die Erststufe der Rakete wurde in abgewandelter Form als Booster der superschweren Trägerrakete Energija verwendet. Jeweils vier dieser Booster gruppierten sich dabei um den zentralen Mittelblock der Energija. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/01/Startrampe45L21800.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/01/Startrampe45L2260.jpg" alt="Zenit-Startrampe 45L in Baikonur.
(Bild: Uwe Rätsch)"/></a><figcaption> Zenit-Startrampe 45L in Baikonur. <br>(Bild: Uwe Rätsch)</figcaption></figure></div>



<p>Das für die Zenit-Rakete zuständige Unternehmen Jushnoje liegt, wie bereits erwähnt, auf dem Gebiet der Ukraine, somit für Russland im Ausland, wodurch nach der Auflösung der Sowjetunion der Einsatz und die  Vermarktung der Rakete schwierig wurden. Nach dem Ende der Zenit-Fertigung war durch die Verwendung der Tanks und der Struktur der Zenit-Erststufe für die amerikanische Trägerrakete Antares zumindest eine teilweise Weiternutzung der hervorragenden Technologien und Fertigungsanlagen von Jushnoje gegeben. Bis Ende 2015 wurden acht  Erststufen nach den USA geliefert, eine weitere komplette Stufe befindet sich derzeit noch im Herstellerwerk. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/01/TStartrampe45P21800.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/01/TStartrampe45P2260.jpg" alt="Von der Startrampe 45P blieben nach der Explosion einer Zenit-Rakete am 4. Oktober 1990 nur Trümmer übrig.
(Bild: Uwe Rätsch)"/></a><figcaption> Von der Startrampe 45P blieben nach der<br> Explosion einer Zenit-Rakete am <br>4. Oktober 1990 nur Trümmer übrig. <br>(Bild: Uwe Rätsch)</figcaption></figure></div>



<p><strong>Startrampen für die Zenit</strong><br>Auf dem östlichen Flügel des sowjetischen Kosmodroms Baikonur wurden in den 1980er Jahren auf Platz 45 zwei Startrampen für die Zenit errichtet. Zunächst ging im Jahre 1985 die Rampe 45L in Betrieb, gefolgt von der Rampe 45P im Jahre 1990. Der Buchstabe hinter der Platzbezeichnung weist dabei auf den linken Startplatz (L für lewuij) bzw. auf den rechten Startplatz (P für prawuij) hin. </p>



<p>Während die Startrampe 45L auch heute noch in Betrieb ist, wurde die  Rampe 45P nach nur einem erfolgreichen Start bei der am 4. Oktober 1990  erfolgten Explosion einer Zenit-Rakete während des zweiten Starts von  dieser Startrampe völlig zerstört. Ein Wiederaufbau der zerstörten  Startrampe stand danach nie zur Debatte. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/01/WartungsturmPad45P221800.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/01/WartungsturmPad45P22260.jpg" alt="Der Wartungsturm der Startrampe 45P blieb unvollendet.
(Bild: Uwe Rätsch)"/></a><figcaption> Der Wartungsturm der Startrampe 45P<br> blieb unvollendet. <br>(Bild: Uwe Rätsch)</figcaption></figure></div>



<p>Eine dritte Zenit-Startrampe war auf dem nördlichen russischen Startgelände Plessezk im Bau, allerdings wurden die Arbeiten daran nach dem Ende der Sowjetunion eingestellt. Auf dem geplanten Zenit-Startplatz wurde später eine Startrampe für die neue russische Trägerrakete Angara errichtet. </p>



<p>Als weitere Zenit-Startanlage dient eine ausgediente schwimmende  Ölförderplattform mit dem Namen „Odyssey“, die vom internationalen  Konsortium Sea Launch betrieben wird. Die Starts von der Plattform erfolgen rund 2.200 km südlich der Hawaii-Inseln, etwa bei 154 Grad westlicher Länge in der Nähe des Äquators. Der äquatornahe Start brachte eine signifikante Steigerung der Nutzlastkapazität der nunmehr dreistufigen Zenit-Trägerrakete mit sich. </p>



<p><strong>Zenit-Versionen </strong><br>Zunächst kam ab 1985 das Modell Zenit-2 zum Einsatz. Die Ziffer „Zwei“ weist dabei auf die Anzahl der Raketenstufen hin. Analog dazu wird mitunter für die Booster der Trägerrakete Energija die Bezeichnung Zenit-1 gebraucht. Im Prinzip handelt es sich hierbei um die Erststufe einer Zenit-Rakete, von denen jeweils vier Stück seitlich an der Energija-Erststufe befestigt waren. </p>



<p>Für das Konsortium Sea Launch wurde ab 1999 die Version Zenit-3SL eingesetzt. Sie startet von der Plattform „Odyssey“ und verfügt über eine zusätzliche Drittstufe, den Block DM-SL. Mit geringfügigen Modifikationen wurde diese Rakete seit 2008 auch von Baikonur aus gestartet, und in dieser Konfiguration Zenit-3SLB genannt. </p>



<p>Anstelle des Block DM-SLB wurde bei bisher drei Einsätzen der Rakete von Baikonur aus die Oberstufe Fregat-SB verwendet, wobei die Rakete in dieser Konfiguration Zenit-3F (auch Zenit-3SLBF) genannt wird. Bei einem  weiteren Flug dieser Rakete war die Fregat-SB integraler Bestandteil der aus zwei Marssonden bestehenden Nutzlast, sodass man von offizieller Seite von zwei Raketenstufen sprach, weshalb diese Version die Bezeichnung Zenit-2FG bekam. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/01/00812A21800.jpg" data-rel="lightbox-image-4" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/01/00812A2260.jpg" alt="Im MIK-45 von Baikonur lag im September 2000 diese Zenit-2.
(Bild: Uwe Rätsch)"/></a><figcaption> Im MIK-45 von Baikonur lag im <br>September 2000 diese Zenit-2. <br>(Bild: Uwe Rätsch)</figcaption></figure></div>



<p>Abweichend von den hier genannten offiziellen Bezeichnungen sind auch  die Werksbezeichnungen der Zenit im Umlauf, bei denen die Ziffer nach  dem Raketennamen im Gegensatz zu der sonst gängigen Praxis nicht auf die  Anzahl der Stufen hinweist. Im Folgenden werden die offiziellen  Bezeichnungen (erste Angabe) den Werksbezeichnungen (zweite Angabe)  gegenübergestellt: </p>



<ul class="wp-block-list"><li>Zenit-2 / 11K77</li><li>Zenit-2M / 11K77M</li><li>Zenit-2FG / Zenit-2SB41</li><li>Zenit-3SL / Zenit-2S</li><li>Zenit-3SLB / Zenit-2SB60</li><li>Zenit-3F / Zenit-2SB80</li></ul>



<p><strong>Zenit-2 (11K77) / Zenit-2M (11K77M) </strong><br>Bei der Zenit-2 handelt es sich um eine zweistufige Trägerrakete für  mittelschwere Nutzlasten. Beide Raketenstufen haben einen einheitlichen  Durchmesser von 3,90 Metern, ebenso die Nutzlastverkleidung, die  wahlweise mit 11,15 Meter oder 13,65 Meter Baulänge verfügbar ist. In der ersten Stufe wird ein Triebwerk des Typs RD-171 (11D520) verwendet,  welches über vier schwenkbare Brennkammern verfügt und nach dem Hauptstromverfahren arbeitet. Aufgrund der schwenkbaren Brennkammern kann auf zusätzliche Vernierdüsen zur Steuerung verzichtet werden. </p>



<p>In der zweiten Stufe kommt ein Triebwerk des Typs RD-120 (11D123) sowie zusätzlich vier schwenkbare Steuerdüsen vom Typ RD-8 (11D513) zum Einsatz. Die Triebwerke werden alle mit der Treibstoffkombination Kerosin und flüssiger Sauerstoff betrieben. Während die Haupttriebwerke vom russischen Unternehmen NPO Energomash geliefert werden, stammen die  Steuerdüsen RD-8 ebenso wie die Rakete selbst von der ukrainischen Firma Jushnoje. Während des Aufstiegs der Rakete kommt ein adaptives Lenksystem zum Einsatz, das im Fluge auftretende Störfaktoren ausgleichen kann und den Einschuss in unterschiedliche Orbits ermöglicht. </p>



<p>Im Jahre 1985 wurde in Baikonur mit der Flugerprobung der Zenit-2 begonnen. Da man mit der Rakete technologisches Neuland betrat, ging man  dabei recht umsichtig vor. Von 1985 bis 1987 wurden zunächst elf  Versuchsstarts durchgeführt, von denen zwei komplette Fehlschläge waren. Nur sieben Starts verliefen völlig ohne Probleme. Dennoch wurde die  Zenit-2 danach für einsatzbereit erklärt und in die Bewaffnung der  sowjetischen Streitkräfte übernommen; verfrüht, wie sich noch herausstellen sollte. </p>



<p>Hauptnutzlast der Zenit-2 waren von Anfang an Funkaufklärungssatelliten des Typs Zelina-2 (11F644), die in einem 850 Kilometer hohen Orbit mit 71 Grad Inklination ausgesetzt wurden. In den Jahren 1990 bis 1992 gab es beim Start derartiger Satelliten drei totale Fehlschläge in Folge, was der Zenit-2 zunächst einen ziemlich schlechten Ruf einbrachte. Nachdem die Fehlerquellen beseitigt waren, funktionierte die Rakete dann aber recht zuverlässig. </p>



<p>1997 ging allerdings ein weiterer Zelina-Satellit aufgrund des Versagens der Rakete beim Start verloren, und im September 1998 missglückte ein Start einer leicht modifizierten Zenit-2 (Variante 11K77.05) mit einem Dispenser für zwölf Globalstar-Satelliten, woraufhin die anderen beiden noch georderten Flüge von Globalstar-Satelliten mit dieser Rakete annulliert wurden. Für die internationale Vermarktung der Zenit-2 stellte dieser Fehlschlag einen herben Rückschlag dar. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/01/EnergijaBoosterimMIK1122b1800.jpg" data-rel="lightbox-image-5" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/01/EnergijaBoosterimMIK1122b260.jpg" alt="Aus den im MIK-112 eingelagerten Energija-Boostern hat man bereits die Triebwerke entnommen, damit sie nach der Überarbeitung als Erststufentriebwerke der Zenit verwendet werden können
(Bild: Uwe Rätsch)"/></a><figcaption> Aus den im MIK-112 eingelagerten<br> Energija-Boostern hat  man bereits die <br>Triebwerke entnommen, damit sie nach der<br> Überarbeitung  als Erststufentriebwerke der<br> Zenit verwendet werden können <br>(Bild: Uwe Rätsch)</figcaption></figure></div>



<p>Um die Globalstar-Starts in kurzer Zeit ausführen zu können, wurden für  die Erststufe der Version 11K77.05 Triebwerke der in Baikonur eingelagerten Energija-Booster verwendet, die man den Boostern entnahm  und in die erste Stufe der Zenit einbaute. Man versprach sich danach weitere lukrative Startaufträge, doch diese Hoffnung erfüllte sich nicht, was sicher auch am Fehlschlag der Globalstar-Mission lag. Modifikationen an der Zweitstufe der Version 11K77.05 ergaben sich durch das seitliche Ausstoßen der Globalstar-Satelliten aus dem Dispenser, weshalb ein Abbremsen der Stufe nach dem Abtrennen der Nutzlast unnötig war und man auf das Bremstriebwerk verzichten konnte. </p>



<p>Neben dem Start von Erdsatelliten war ursprünglich auch geplant, bemannte Raumschiffe mit der Zenit-2 in den Weltraum zu bringen, woraus aber letztendlich nichts wurde. Noch heute zeugen die mobilen Wartungstürme (einer davon unvollendet), die unweit der beiden  Startrampen von Baikonur geparkt sind, von den bemannten Ambitionen mit der Zenit-Rakete. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/01/WartungsturmPad45L221800.jpg" data-rel="lightbox-image-6" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/01/WartungsturmPad45L22260.jpg" alt="Im Hintergrund der Startrampe 45L wurde der für bemannte Flüge vorgesehene Wartungsturm geparkt. Da es keine bemannten Zenit-Starts gab, wurde er nie genutzt.
(Bild: Uwe Rätsch)"/></a><figcaption> Im Hintergrund der Startrampe 45L wurde der<br> für bemannte  Flüge vorgesehene <br>Wartungsturm geparkt. Da es keine bemannten<br> Zenit-Starts gab, wurde er nie genutzt. <br>(Bild: Uwe Rätsch)</figcaption></figure></div>



<p>Insgesamt wurden in Baikonur 37 Raketen des Typs Zenit-2 gestartet.  Darunter waren sieben totale Fehlschläge und mehrere Starts, die man nur  als Teilerfolg werten konnte. Die letzte Rakete dieser Serie startete im Juni 2007 unter der Bezeichnung Zenit-2M. Bei ihr wurden bereits einige kleine Modifikationen umgesetzt. Unter anderem kam in der Erststufe ein modifiziertes Triebwerk mit der Bezeichnung RD-171M zum Einsatz. Die Rakete war ein Überbleibsel des Globalstar-Startauftrages, die nach der Annullierung des Vertrages im Herstellerwerk modernisiert und anschließend zurück nach Baikonur gebracht wurde. </p>



<p><strong>Zenit-3SL (Zenit-2S + DM-SL)</strong><br>Zur internationalen Vermarktung der Zenit-Rakete wurde von den  Unternehmen Boeing (USA, Anteil 40 %), RKK Energija (Russland, Anteil 25  %), dem Konstruktionsbüro Jushnoje/Juschmash (Ukraine, Anteil 15 %)  sowie Aker Kvaerner (Norwegen, Anteil 20 %) im Jahre 1995 das Konsortium  Sea Launch gegründet. Ziel des Konsortiums war es, mit modifizierten  Zenit-Raketen von einer umgebauten Ölförderplattform, welche den Namen „Odyssey“ bekam, Satelliten auf einen geostationären Transferorbit (GTO)  zu befördern. Den geostationären Orbit sollten die Satelliten dann mit eigenem Antrieb erreichen. </p>



<p>Für das Unternehmen Sea Launch wurde bis Ende der 1990er Jahre die  dreistufige Rakete Zenit-3SL entwickelt. Die ersten beiden Stufen sind bis auf kleinere Modifikationen mit denen der Zenit-2 identisch. Bei ihnen werden auch die Triebwerke der Zenit-2 verwendet. Ab dem Jahr 2003  wurde das Erststufentriebwerk zum Modell RD-171M modifiziert.  </p>



<p>Die erste Rakete mit dem neuen Triebwerk flog am 15. Februar 2006. Die dritte Stufe wird als Block DM-SL bezeichnet. Sie wurde vom Block DM, der vierten Stufe der Proton-Rakete, abgeleitet und von der RKK Energija  hergestellt. Der Block DM-SL verfügt über ein Triebwerk RD-58Z, das ebenfalls von Energija gefertigt wird, einen Vakuumschub von 79,38 kN erzeugen kann und bei einer Gesamtbrenndauer von 700 Sekunden mehrmals zündbar ist. Das Triebwerk der dritten Stufe verwendet, ebenso wie die beiden unteren Stufen, die Treibstoffkombination Kerosin und flüssigen Sauerstoff. Das Fairing der Zenit-3SL stammt vom Boeing-Konzern und ist bei einer Länge von 11,39 Metern und einem Durchmesser von 4,15 Metern etwas voluminöser als diejenige des Basismodells. </p>



<p>Von der Zenit-3SL wurden insgesamt 38 Raketen gefertigt (Seriennummern SL1 bis SL38), davon wurde das Exemplar SL32 im Jahre 2011 zur Version  Zenit-2SB60 umgebaut. Bis zur Einstellung der Aktivitäten des Sea-Launch-Konsortiums im Jahre 2014 starteten von der „Odyssey“-Plattform 36 Zenit-3SL-Raketen, drei davon endeten als Fehlschlag. Nutzlast war jeweils ein Nachrichtensatellit, welcher von der dritten Stufe in einem geostationären Transferorbit ausgesetzt  wurde. Die letzte gefertigte Rakete mit der Seriennummer SL38 wurde nach der Insolvenz von Sea Launch bei der Herstellerfirma Jushnoje eingelagert und wird wohl nicht mehr zum Einsatz kommen. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/01/amos4zenit13rosc.jpg" data-rel="lightbox-image-7" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/01/amos4zenit13rosc260.jpg" alt="Zenit-3SLB mit dem israelischen Kommunikationssatellit Amos 4 auf dem Launchpad 45L.
(Bild: Roskosmos)"/></a><figcaption> Zenit-3SLB mit dem israelischen<br> Kommunikationssatellit Amos 4 auf dem <br>Launchpad 45L. <br>(Bild: Roskosmos)</figcaption></figure></div>



<p><strong>Zenit-3SLB (Zenit-2SB60 + DM-SLB) </strong><br>Ab dem Jahre 2008 ging für das Sea-Launch-Tochterunternehmen Land Launch die Modifikation Zenit-3SLB an den Start. Anstelle der Hochseeplattform „Odyssey“ wird für die Startaktivitäten von Land Launch die Startrampe 45L von Baikonur genutzt. Durch den weiter nördlich gelegenen Startort verminderte sich die Nutzlastkapazität des Trägers erheblich, dafür waren aber die Startvorbereitungen der Rakete wesentlich einfacher und kostengünstiger zu bewerkstelligen. </p>



<p>Die drei Stufen der Zenit-3SLB entsprechen weitgehend denen der  Zenit-3SL, nur bei der verwendeten Nutzlastverkleidung gibt es  Unterschiede; statt der Boeing-Nutzlastverkleidung wird bei der Zenit-3SLB eine von einer Proton-Nutzlastverkleidung (Modell 17S72) abgeleitete Verkleidung der Firma NPO Lawotschkin mit 10,40 Meter Länge und 4,10 Meter Durchmesser (Herstellerbezeichnung 465GK) verwendet. </p>



<p>Die Zenit-3SLB-Raketen trugen die Seriennummern SLB60.1 bis SLB60.6, wobei das Exemplar SLB60.4 ursprünglich als Variante SB80 (Seriennummer  SLB80.2) geplant war, aber noch während des Fertigungsprozesses in das Modell SB60 umgebaut wurde. </p>



<p>In den Jahren 2008 bis 2013 wurden alle sechs gebauten Zenit-3SLB erfolgreich gestartet. Beim ersten Start transportierte die dritte Stufe den Nachrichtensatellit Amos 3 direkt in einen geostationären Orbit, bei den anderen fünf Flügen gelangte jeweils ein Nachrichtensatellit zunächst auf eine geostationäre Transferbahn, von der aus der Satellit mit eigenem Antrieb in den geostationären Orbit einsteuerte. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/01/2441631332eleL2rosc.jpg" data-rel="lightbox-image-8" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/01/2441631332eleL2rosc260.jpg" alt="Zenit-3F für Elektrol-L 2 wird auf den Start vorbereitet.
(Bild: Roskosmos)"/></a><figcaption> Zenit-3F für Elektrol-L 2 wird auf den Start<br> vorbereitet. <br>(Bild: Roskosmos)</figcaption></figure></div>



<p><strong>Zenit-3F (Zenit-2SB80 + Fregat-SB) <br></strong>Von 2011 bis 2015 wurden in Baikonur drei Exemplare der Modifikation Zenit-3F (auch Zenit-3SLBF genannt) gestartet. Anstelle des Blocks DM-SLB der Zenit-3SLB kommt als Drittstufe bei der Zenit-3F die Fregat-SB zum Einsatz, die von der Fregat-Oberstufe der Sojus-Trägerrakete abgeleitet wurde, im Gegensatz zu dieser aber einen zusätzlichen ringförmigen Treibstofftank besitzt, wodurch gegenüber dem Basismodell eine wesentlich längere Brenndauer gegeben ist.  </p>



<p>Die Fregat-SB besitzt ein vom russischen Konstruktionsbüro Chimmash (ex  Isajew) hergestelltes Triebwerk mit der Bezeichnung S5.92, welches mit der Treibstoffkombination UDMH / Stickstofftetroxid arbeitet und bei einer Gesamtbrenndauer von bis zu 1.635 Sekunden einen Vakuumschub von 20,01 kN erzeugen kann. Bei der Zenit-3F wird eine von der Proton-Rakete  abgeleitete Nutzlastverkleidung von NPO Lawotschkin mit der Werksbezeichnung AMG verwendet, die auch die Fregat-Oberstufe umhüllt und an die jeweilige Mission speziell angepasst wird. Sie ist 10,70 Meter lang und hat einen Durchmesser von 4,10 Meter. </p>



<p>Hergestellt wurden bei Jushnoje die Exemplare SLB80.1 bis SLB80.6, wobei die Rakete SLB80.2 noch vor der Fertigstellung zur Version SB60  (Seriennummer SLB60.4) umgebaut wurde. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/01/zenitphogrerectionrosc.jpg" data-rel="lightbox-image-9" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/01/zenitphogrerectionrosc260.jpg" alt="Die einzige gebaute Zenit-2FG wird auf dem Launchpad aufgerichtet. Sie sollte die Sonden Fobos-Grunt und Yinghuo Richtung Mars transportieren, was leider fehlschlug.
(Bild: Roskosmos)"/></a><figcaption> Die einzige gebaute Zenit-2FG wird auf dem<br> Launchpad  aufgerichtet. Sie sollte die Sonden<br> Fobos-Grunt und Yinghuo Richtung  Mars<br> transportieren, was leider fehlschlug. <br>(Bild: Roskosmos)</figcaption></figure></div>



<p>Mit der Zenit-3F gelangten bisher die meteorologischen Satelliten Elektro-L1 und Elektro-L2 sowie der Forschungssatellit Spektr-R in den Orbit. Vermarktet wird die Zenit-3F nicht vom Unternehmen Land Launch, sondern vom Hersteller der Rakete, dem KB Jushnoje. </p>



<p>Derzeit sind noch zwei Exemplare dieser Zenit-Version mit den  Seriennummern SLB80.5 und SLB80.6 vorhanden, die in den Jahren 2016/2017 zum Start der Forschungssatelliten Spektr-RG und Lybid verwendet werden sollen. Allerdings ist die Finanzierung noch nicht gesichert, sodass es fraglich ist, ob man die beiden letzten Raketen des einzigen noch verfügbaren Zenit-Modells überhaupt wird starten können. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/01/1320297321rosc.jpg" data-rel="lightbox-image-10" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/01/1320297321rosc260.jpg" alt="Fobos-Grunt verschwindet unter der Nutzlastverkleidung der Zenit-2FG
(Bild: Roskosmos)"/></a><figcaption> Fobos-Grunt verschwindet unter der<br> Nutzlastverkleidung der Zenit-2FG <br>(Bild: Roskosmos)</figcaption></figure></div>



<p><strong>Zenit-2FG (Zenit-2SB41)</strong><br>Bei der Zenit-2FG handelt es sich um eine Sonderausführung der Zenit-3F.  Sie wird von russischer Seite als Zweistufenrakete betrachtet, da die auf der zweiten Stufe aufgesetzte Oberstufe Fregat-SB integraler Bestandteil der Nutzlast war, die primär aus der russische Marssonde Fobos-Grunt bestand, mit der außerdem die chinesische Sonde Yinghuo huckepack mit zum Mars fliegen sollte. </p>



<p>Die Mission startete am 8. November 2011 und war der erste und einzige  Einsatz einer Zenit-Rakete für eine interplanetare Raumsondenmission. Der Einschuss in den Erdorbit erfolgte mittels der zweiten Raketenstufe, mit der Fregat-SB sollten die Raumsonden anschließend auf die für den Flug zum Mars notwendige Geschwindigkeit beschleunigt werden. Wegen eines Softwarefehlers konnte das Triebwerk der Oberstufe jedoch nicht zünden, woraufhin die Kombination aus Marssonden und Fregat-SB in einem erdnahen Orbit verblieb und rund zwei Monate nach dem Start beim  Wiedereintritt verglühte. </p>



<p>Die Version Zenit-2FG war ein Einzelstück (Seriennummer SLB41.1), sodass es keine weiteren Starts dieses Modells geben wird. </p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/die-traegerraketen-des-typs-zenit-stand-2016/" data-wpel-link="internal">Die Trägerraketen des Typs ZENIT (Stand 2016)</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
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		<title>Raumfahrt-Statistik 2013</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/raumfahrt-statistik-2013/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 31 Dec 2013 14:49:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Lexikon]]></category>
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		<category><![CDATA[Zenit]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Bei 78 erfolgreichen Starts gelangten im zurück liegenden Jahr insgesamt 203 Satelliten in Erdumlaufbahnen. Je zwei Raumfahrzeuge machten sich auf den Weg zum Mond bzw. zum Nachbarplaneten Mars, ein Weltraumteleskop ist unterwegs zum Lagrangepunkt 2 des Sonne-Erde-Systems. Ein Beitrag von Günther Glatzel. Quelle: Raumfahrer.net. Insgesamt wurden 78 Raketen erfolgreich mit ihren Nutzlasten, und dies waren [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Bei 78 erfolgreichen Starts gelangten im zurück liegenden Jahr insgesamt 203 Satelliten in Erdumlaufbahnen. Je zwei Raumfahrzeuge machten sich auf den Weg zum Mond bzw. zum Nachbarplaneten Mars, ein Weltraumteleskop ist unterwegs zum Lagrangepunkt 2 des Sonne-Erde-Systems.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Ein Beitrag von Günther Glatzel. Quelle: Raumfahrer.net.</p>



<p>Insgesamt wurden 78 Raketen erfolgreich mit ihren Nutzlasten, und dies waren bis zu 33 in einem Ritt, gestartet. Es gab aber auch vier Fehlschläge. Russland hat 33 Raketen gestartet, aber auch zwei Fehlstarts mit dem jeweiligen Totalverlust der Nutzlast zu verzeichnen. Dabei gelangten 30 russische Nutzlasten neben einer Vielzahl weiterer Satelliten für andere Staaten und Organisationen in Erdumlaufbahnen. 
<br>
Die USA haben 19 erfolgreiche Starts zu verzeichnen und stellen mit 85 Satelliten bzw. Raumsonden sowie 4 Beteiligungen an weiteren Projekten das Gros der Nutzlasten. Danach folgt China mit 14 erfolgreichen Starts und 17 eigenen Nutzlasten bei einem Fehlschlag. 5 Raketenstarts hat Europa ohne Russland (Arianespace) zu verzeichnen, jeweils drei Indien und Japan sowie einen Südkorea. Ein iranischer Satellit erreichte hingegen keine Erdumlaufbahn. </p>



<p>Die Nutzlasten sind neben Kommunikations- und Erdbeobachtungssatelliten für zivile oder militärische Zwecke auch unbemannte Frachter und bemannte Raumschiffe, die zum größten Teil die Internationale Raumstation anflogen und eine Vielzahl an Kleinsatelliten von 127 Gramm bis einige Kilogramm, die bei mehreren Missionen en masse ins All transportiert wurden. So trug am 20. November eine Minotaur 1 30 Nutzlasten in erdnahe Umlaufbahnen, einen Tag später eine Dnjepr 34 Satelliten und am 3. Dezember eine Atlas 5 immerhin 13. </p>



<p>Die ISS wurde insgesamt von 12 Raumschiffen angeflogen, 4 davon waren bemannte Sojus. Hinzu kamen 4 Progress-Frachter sowie jeweils ein ATV, HTV, Dragon und Cygnus. Das chinesische Raumschiff Shenzhou 10 hingegen flog die Mini-Station Tiangong 1 an. Demnach starteten 2013 15 Menschen ins All. </p>



<p>Die weiteren Nutzlasten wurden für Großbritannien (7 + 2 Beteiligungen), die ESA (7), Deutschland (6), Indien (5), Japan (5), Kanada (4 + 1 Beteiligung), Südkorea (3 + 2 Beteiligungen), die Niederlande (3), Argentinien (2 + 2 Beteiligungen), Spanien(2), Dänemark (2), Vietnam (2), Equador (2), Luxemburg (2), Peru (2), Eutelsat (2) und Inmarsat (2) ins All transportiert. Mit jeweils einem Satelliten bzw. der Beteiligung an einem Projekt gehen Estland, Aserbaischan, Österreich und die ASRA (1+1), Mexiko, die Türkei, Israel, die Vereinigten Arabischen Emirate, Polen, Italien, Norwegen, Südafrika, Bolivien, Pakistan, die Ukraine, Singapur sowie Australien und Quatar in die Annalen der Raumfahrtgeschichte ein. </p>



<p>Der leichteste Raumflugkörper dürfte dabei mit 127 g der peruanische Sub-sub-Satellit Pocket-PUCP sein, der aus PUCP-Sat 1 ausgestoßen wurde, nachdem dieser seinerseits aus Unisat 5 entlassen worden war. Die schwerste Nutzlast dürfte mit etwa 17 t der US-amerikanische Aufklärungssatellit NROL 65 gewesen sein. </p>



<p>163 Nutzlasten gelangten in niedrige Erdumlaufbahnen (LEO = Low Earth Orbit), 26 in die Geostationäre Bahn (GEO), &#8230; </p>



<p>Insgesamt kamen 25 verschiedene Raketentypen zum Einsatz, wobei einige schwer unterscheidbare Untertypen verwendet wurden. Die Sojus-Varianten, die auf der R7 aufbauen starteten 15 Mal, chinesische Langer Marsch (2,3 oder 4) 14 Mal, einmal mit vorzeitiger Triebwerksabschaltung der Oberstufe, die Proton hatte 10 Einsätze, einer davon endete in einer Explosion. Die Atlas 5 bringt es auf 8 Starts, Rokot/Strela auf 5, Ariane 5 auf 4, Delta 4, PSLV und Falcon 9 auf jeweils 3. Zwei Starts absolvierten Antares, H-2, Dnjepr und Zenit, wobei letztere einen Fehlschlag verzeichnete. Mit jeweils einem erfolgreichen Start schreiben sich Minotaur 1, Pegasus, Minotaur 5, Naro, Kuaizhou, Vega, Epsilon und die Sojus 2.1W in die Startliste ein. Die Safir 1 absolvierte einen (Fehl-)Start, bei dem die Nutzlast nicht in eine Erdumlaufbahn gelangte. </p>
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		<title>Zenit fliegt statt ins All ins Meer</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/zenit-fliegt-statt-ins-all-ins-meer/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 01 Feb 2013 16:34:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Anomalie]]></category>
		<category><![CDATA[Fehlstart]]></category>
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		<category><![CDATA[Intelsat 27]]></category>
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		<category><![CDATA[Zenit]]></category>
		<category><![CDATA[Zenit-3SL]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Heute früh endete ein Startversuch mittels einer Zenit-Trägerrakete mit einem Absturz. Bereits kurz nach dem Abheben wich die Rakete offenbar weit von ihrem vorprogrammierten Kurs ab. Ein Beitrag von Günther Glatzel. Quelle: RIA Nowosti, Raumcon. Daraufhin wurden das Triebwerk abgeschaltet. Dies geschah etwa 25 Sekunden nach dem Abheben. Danach wurde die Übertragung des Starts abgebrochen. [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/zenit-fliegt-statt-ins-all-ins-meer/" data-wpel-link="internal">Zenit fliegt statt ins All ins Meer</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Heute früh endete ein Startversuch mittels einer Zenit-Trägerrakete mit einem Absturz. Bereits kurz nach dem Abheben wich die Rakete offenbar weit von ihrem vorprogrammierten Kurs ab.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/verein-raumfahrer-net-e-v/ehemalige/" data-wpel-link="internal">Günther Glatzel.</a> Quelle: RIA Nowosti, Raumcon.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large is-resized advgb-dyn-5521c017"><img fetchpriority="high" decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/01022013173445_small_1.jpg" alt="Sea Launch" width="350" height="258"/><figcaption>
Zenit mit Intelsat 27 auf der schwimmenden Startplattform 
<br>
(Bild: Sea Launch)
</figcaption></figure>



<p>Daraufhin wurden das Triebwerk abgeschaltet. Dies geschah etwa 25 Sekunden nach dem Abheben. Danach wurde die Übertragung des Starts abgebrochen. </p>



<p>Bisher wurde nur wenig über die Ursache des Versagens bekannt. Wahrscheinlich aber hat es mit der Steuerung zu tun. Vermutet wird ein Defekt im Gyroskop-System. Dieses liefert Basisinformationen für die Lage der Rakete. Wenn diese Informationen fehlerhaft sind, dann sind auch die auf deren Basis berechneten Korrekturen falsch und verschlimmern die Situation nur. </p>



<p>Offenbar hatte man dies bereits kurz nach dem Start erkannt und das Triebwerk der Rakete deaktiviert. Infrage käme aber auch ein automatisches Abschaltsystem, welches in Aktion trat, als erkannt wurde, dass die Fehler nicht mehr korrigierbar waren. </p>



<p>Die Zenit hätte eigentlich den Kommunikationssatelliten Intelsat 27 in einen Geo-Transferorbit bringen sollen. Dieser verfügte über je 20 Transponder im C- bzw. K<sub>u</sub>-Band sowie über die Möglichkeit 20 UHF-Kanäle nutzen zu können. Geplant war ein etwa 15-jähriger Betrieb bei 55,5 Grad West im Geostationären Orbit. Dort sollte er die in die Jahre gekommenen Satelliten Galaxy 11 und Intelsat 805 ersetzen.  <br> Zwar waren sowohl Satellit als auch Start versichert, allerdings ist das Auftragsbuch von Sea Launch aufgrund früherer Fehlschläge gegenwärtig praktisch leer. Es existieren lediglich ein paar Optionen und Reservebuchungen. Der neuerliche Totalverlust ist nicht geeignet, das Vertrauen potenzieller Kunden in die Sea-Launch-AG zu stärken. </p>



<p><strong>Diskutieren Sie mit:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=11430.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Zenit-3SL (Sea Launch) mit Intelsat 27</a></li></ul>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/zenit-fliegt-statt-ins-all-ins-meer/" data-wpel-link="internal">Zenit fliegt statt ins All ins Meer</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>IS-19: Startanomalie aufgeklärt</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/is-19-startanomalie-aufgeklaert/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thomas Weyrauch]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 28 Dec 2012 10:18:24 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raketen]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Anomalie]]></category>
		<category><![CDATA[Intelsat]]></category>
		<category><![CDATA[Intelsat 19]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunikationssatellit]]></category>
		<category><![CDATA[Raketenstart]]></category>
		<category><![CDATA[Sea Launch]]></category>
		<category><![CDATA[SS/L]]></category>
		<category><![CDATA[Zenit]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=35273</guid>

					<description><![CDATA[<p>Der Startanbieter Sea Launch AG und der Satellitenhersteller Space Systems/Loral (SSL) gaben am 19. Dezember 2012 den Abschluss der Untersuchung der Anomalie beim Start des Kommunikationssatelliten Intelsat 19 (IS-19) bekannt. Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: Intelsat, Sea Launch, SS/L. Nach dem Abheben der Trägerrakete des Typ Zenit-3SL mit dem von SS/L auf Basis des [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/is-19-startanomalie-aufgeklaert/" data-wpel-link="internal">IS-19: Startanomalie aufgeklärt</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Der Startanbieter Sea Launch AG und der Satellitenhersteller Space Systems/Loral (SSL) gaben am 19. Dezember 2012 den Abschluss der Untersuchung der Anomalie beim Start des Kommunikationssatelliten Intelsat 19 (IS-19) bekannt.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: Intelsat, Sea Launch, SS/L.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/intelsat19bssl.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/intelsat19bssl260.jpg" alt="Space Systems/Loral (SS/L)" width="260"/></a><figcaption>
Intelsat 19 im All &#8211; Illustration 
<br>
(Bild: Space Systems/Loral (SS/L))
</figcaption></figure></div>



<p>Nach dem Abheben der Trägerrakete des Typ Zenit-3SL mit dem von SS/L auf Basis des Satellitenbusses 1300E konstruierten Intelsat 19 an der Spitze trat am 1. Juni 2012 unter der Nutzlastverkleidung eine Anomalie auf. </p>



<p>Messdaten von der Aufstiegsphase hätten nach dem Abwurf der Nutzlastverkleidung von den zu diesem Zeitpunkt noch zusammengefalteten Solarzellenauslegern auf eine gewisse Spannung hinweisen müssen. Für einen der beiden beiden Ausleger war diese Spannung deutlich niedriger als erwartet. </p>



<p>Als der Satellit schließlich von der Raketenoberstufe ausgesetzt war, entfaltete sich zunächst nur einer der beiden Solarzellenausleger. Da die verfügbare elektrische Energie für eine Missionsfortsetzung ausreichte, entschied man sich, Intelsat 19 wie vorgesehen von seiner Transferbahn Richtung Geostationären Orbit zu schicken. </p>



<p>Nach vier Brennphasen seines Apogäumsmotors erreichte Intelsat 19 am 11. Juni 2012 die vorgesehene Kreisbahn. Am 12. Juni 2012 gelang es schließlich, auch den zweiten Solarzellenausleger zu entfalten. Aufgrund seiner Beschädigungen liefert dieser Ausleger jedoch nur etwa die Hälfte der erwarteten elektrischen Leistung. </p>



<p>Sea Launch und SS/L bildeten nach dem Start von Intelsat 19 eine als Independent Oversight Board, abgekürzt IOB, bezeichnete Untersuchungsgruppe. Die Arbeitsgruppe aus drei besonders erfahrenen Experten, die von Ingenieuren beider Unternehmen unterstützt wurde, kam zu dem Schluss, dass das seltene Zusammentreffen bestimmter Faktoren bei der Produktion der Solarzellenausleger für die Anomalie verantwortlich ist. Welche Besonderheiten bei der Herstellung konkret zu der Anomalie führten, wurde nicht mitgeteilt. </p>



<p>Gesichert ist, dass das elektrische System und die Struktur eines Solarzellenausleger beschädigt sind. Einigkeit herrscht nach Angaben von Sea Launch offenbar darüber, dass Konstruktion und Flug der Trägerrakte Zenit-3SL nicht Auslöser der Beschädigungen sind, und die Rakete keinen Anteil an dem Auftreten der Anomalie hatte. Unerwartete Interaktionen zwischen der Rakete und ihrer Nutzlast wurden nicht ermittelt. </p>



<p>Intelsat 19 befindet sich seit dem 13. August 2012 im kommerziellen Einsatz. Die Tests des Satelliten im Orbit waren im Juli 2012 abgeschlossen worden. Anschließend war eine Drift des Satelliten initiiert worden, die ihn schließlich zu seiner Einsatzposition bei 166 Grad Ost im Geostationären Orbit führte. </p>



<p>Intelsat 19 alias IS-19 ist katalogisiert mit der NORAD-Nr. 38.356 und als COSPAR-Objekt 2012-030A. </p>



<p><strong>Diskutieren Sie in unserem Forum mit:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=10824.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Zenit-3SL (Sea Launch) mit Intelsat-19</a></li></ul>
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		<item>
		<title>EUTELSAT 70B vom Pazifik aus gestartet</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/eutelsat-70b-vom-pazifik-aus-gestartet/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thomas Weyrauch]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 04 Dec 2012 17:18:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Astrium]]></category>
		<category><![CDATA[Eurostar E3000]]></category>
		<category><![CDATA[Eutelsat]]></category>
		<category><![CDATA[EUTELSAT 70B]]></category>
		<category><![CDATA[EUTELSAT W5A]]></category>
		<category><![CDATA[GEO]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunikationssatellit]]></category>
		<category><![CDATA[Raketenstart]]></category>
		<category><![CDATA[Sealaunch]]></category>
		<category><![CDATA[Zenit]]></category>
		<category><![CDATA[Zenit-3SL]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Von der wieder einmal am Äquator positionierten schwimmenden Startplattform Odyssey hat SEA LAUNCH erneut einen Kommunikationssatelliten für Eutelsat gestartet. Am gestrigen 3. Dezember 2012 gelangte EUTELSAT 70B an Bord einer Zenit-3SL-Rakete in den Weltraum. Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: Astrium, Eutelsat, SEA LAUNCH. Das dreistufige Projektil mit EUTELSAT 70B an der Spitze hob am [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Von der wieder einmal am Äquator positionierten schwimmenden Startplattform Odyssey hat SEA LAUNCH erneut einen Kommunikationssatelliten für Eutelsat gestartet. Am gestrigen 3. Dezember 2012 gelangte EUTELSAT 70B an Bord einer Zenit-3SL-Rakete in den Weltraum.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: Astrium, Eutelsat, SEA LAUNCH.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/04122012181802_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/04122012181802_small_1.jpg" alt="SEA LAUNCH" width="260"/></a><figcaption>
Start der Zenit-3SL mit EUTELSAT 70B 
<br>
(Bild: SEA LAUNCH)
</figcaption></figure></div>



<p>Das dreistufige Projektil mit EUTELSAT 70B an der Spitze hob am 3. Dezember 2012 um 21:43:59 Uhr MEZ am Anfang des 54 Minuten breiten Startfensters von der bei 154 Grad westlicher Länge in internationalen Gewässern im Pazifik stationierten Startplattform ab. Nachdem die ersten beiden Stufen der in der Ukraine von Juschnoje gebauten Trägerrakete ihre Arbeit getan hatten, kam die Block DM-SL genannte Oberstufe zum Einsatz, deren Aufgabe es war, EUTELSAT 70B mit zwei, von einer längeren Freiflugphase unterbrochenen Brennphasen in einen geosynchronen Transferorbit zu bringen. Rund eine Stunde und sechs Minuten nach dem Start setzte die Oberstufe den Kommunikationssatelliten mit einer Startmasse von rund 5.250 Kilogramm um 22:50:01 Uhr MEZ wie vorgesehen aus. SEA LAUNCH nennt als Masse des ausgesetzten Satelliten 5.210 kg.</p>



<p>Kurz nach dem Aussetzen von EUTELSAT 70B empfing eine Bodenstation im südafrikanischen Hartebeesthoek in der Nähe von Pretoria zum ersten Mal Signale von dem neuen Erdtrabanten, die dafür sprechen, dass er seine Reise ins All gut überstanden hat. Innerhalb von zwei Stunden nach dem Start erfolgte auf ein Kommando von einer Eutelsat-Bodenstation im französischen Rambouillet hin die zunächst teilweise Entfaltung der beiden Solarzellenausleger des Satelliten.</p>



<p>Der von EADS Astrium gebaute Satellit hat nun die Möglichkeit, unter Einsatz eigener Triebwerke in den Geostationären Orbit zu gelangen. Geplant ist, dass er dort zunächst intensiv getestet wird. Mit Januar 2013 soll der Satellit dann an seiner endgültigen Position den kommerziellen Betrieb aufnehmen.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/04122012181802_small_2.jpg" alt="Astrium" width="260"/><figcaption>
EUTELSAT 70B im All &#8211; Illustration 
<br>
(Bild: Astrium)
</figcaption></figure></div>



<p>Mit EUTELSAT 70B, der auf Astriums Satellitenplattform Eurostar E3000 basiert, möchte sein in Paris ansässiger Betreiber Eutelsat den seit 2002 bei 70,5 Grad Ost eingesetzten Eutelsat 70A, früher bekannt als EUTELSAT W5, ablösen. Die 48 K<sub>u</sub>-Band-Transponder des neuen Satelliten will Eutelsat künftig zur Versorgung von Empfängern in Afrika, Asien, Australien, Europa mit Datenübertragungs- und Behördendiensten, Breitband- und GSM-Verbindungen sowie Transportkanälen für professionelle Video-Anwendungen verwenden.
<br>
Die Auslegungsbetriebsdauer von EUTELSAT 70B beträgt mindestens fünfzehn Jahre. Am Ende seines Einsatzes werden die beiden Solarzellenausleger des Satelliten laut Plan noch etwa 12 Kilowatt elektrische Leistung bereitstellen können.</p>



<p>EUTELSAT 70B, den Eutelsat als EUTELSAT W5A bestellt hatte, ist katalogisiert mit der NORAD-Nr. 39.020 bzw. als COSPAR-Objekt 2012-069A.</p>



<p><strong>Diskutieren Sie in unserem Forum mit:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=11378.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Zenit-3SL (Sea Launch) mit EUTELSAT-70B (ex EUTELSAT-W5A)</a></li></ul>
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		<title>Intelsat modernisiert kontinuierlich seine Flotte</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/intelsat-modernisiert-kontinuierlich-seine-flotte/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 20 Aug 2012 17:12:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raketen]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Satelliten]]></category>
		<category><![CDATA[Apogäumsmotor]]></category>
		<category><![CDATA[Boeing]]></category>
		<category><![CDATA[Intelsat]]></category>
		<category><![CDATA[Intelsat 21]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunikationssatellit]]></category>
		<category><![CDATA[Odyssey]]></category>
		<category><![CDATA[Raketenstart]]></category>
		<category><![CDATA[Seeplattform]]></category>
		<category><![CDATA[Transponder]]></category>
		<category><![CDATA[Zenit]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Gestern wurde Intelsat 21 an der Spitze einer Zenit 3 erfolgreich ins All transportiert und ist damit der vierte von fünf geplanten neuen Kommunikationssatelliten der Firma in diesem Jahr. Ein Beitrag von Günther Glatzel. Quelle: Skyrocket, Raumcon, SeaLaunch. Der Start erfolgte am 19. August, gegen 8.55 Uhr MESZ von der schwimmenden Startplattform &#8222;Odyssey&#8220; aus, die [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/intelsat-modernisiert-kontinuierlich-seine-flotte/" data-wpel-link="internal">Intelsat modernisiert kontinuierlich seine Flotte</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Gestern wurde Intelsat 21 an der Spitze einer Zenit 3 erfolgreich ins All transportiert und ist damit der vierte von fünf geplanten neuen Kommunikationssatelliten der Firma in diesem Jahr.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Ein Beitrag von Günther Glatzel. Quelle: Skyrocket, Raumcon, SeaLaunch.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-large is-resized advgb-dyn-ce3f8583"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/20082012191245_small_1.jpg" alt="SeaLaunch" width="260"/><figcaption>
Zenit 3SL beim Start 
<br>
(Bild: SeaLaunch)
</figcaption></figure>



<p>Der Start erfolgte am 19. August, gegen 8.55 Uhr MESZ von der schwimmenden Startplattform &#8222;Odyssey&#8220; aus, die in unmittelbarer Äquatornähe beste Bedingungen für einen Start in den Geostationären Orbit bot. 30 Minuten nach dem Start wurde der Satellit von der letzten Stufe der Trägerrakete abgetrennt und sendete kurze Zeit später seine ersten Signale zur Bodenstation. </p>



<p>Ausgrüstet ist das beim Start knapp 6 t schwere, durch Boeing Satellite Systems gebaute Raumfahrzeug mit 24 C- und 36 K<sub>u</sub>-Band-Transpondern für Radio, Fernsehen und Datendienste. Intelsat 21 soll mindestens 15 Jahre lang funktionieren und bei 58 Grad westlicher Länge im Geostationären Orbit stationiert werden. Hier soll er Intelsat 9 ablösen, der vor gut 12 Jahren ins All gelangte.  <br>Gegenwärtig bewegt sich Intelsat 21 auf einer Bahn zwischen 271 und 35.583 Kilometern Höhe bei einer Bahnneigung von etwa 0,1 Grad gegen den Äquator. Den etwa kreisförmigen Zielorbit in 35.780 km Höhe erreicht er in den nächsten Tagen mit Hilfe eines eigenen Antriebs. </p>



<p>Intelsat 21 ist bereits der vierte Satellit des Kommunikationsdiensteanbieters in diesem Jahr. Im März gelangte Intelsat 22 an der Spitze einer Proton-Trägerrakete ins All, im Juni Intelsat 19 mit einer Zenit 3 und Anfang August Intelsat 20 mit einer Ariane 5. Noch für 2012 auf dem Plan steht Intelsat 23, der erneut mit einer Proton von Baikonur aus gestartet werden soll. Auftragnehmer für den Bau der Satelliten waren die Orbital Sciences Corporation, Space Systems Loral und Boeing (alle USA). </p>



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<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=11192.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Zenit-3SL (Sea Launch) mit Intelsat 21</a></li></ul>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/intelsat-modernisiert-kontinuierlich-seine-flotte/" data-wpel-link="internal">Intelsat modernisiert kontinuierlich seine Flotte</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
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		<item>
		<title>Zenit-3SL transportiert Intelsat 19 ins All</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/zenit-3sl-transportiert-intelsat-19-ins-all/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thomas Weyrauch]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 01 Jun 2012 13:06:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Satelliten]]></category>
		<category><![CDATA[Anomalie]]></category>
		<category><![CDATA[Intelsat]]></category>
		<category><![CDATA[Intelsat 19]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunikationssatellit]]></category>
		<category><![CDATA[LS-1300]]></category>
		<category><![CDATA[Odyssey]]></category>
		<category><![CDATA[Raketenstart]]></category>
		<category><![CDATA[Sealaunch]]></category>
		<category><![CDATA[Solarzellenausleger]]></category>
		<category><![CDATA[SS/L]]></category>
		<category><![CDATA[SSL]]></category>
		<category><![CDATA[Zenit]]></category>
		<category><![CDATA[Zenit-3SL]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Am 1. Juni 2012 brachte eine dreistufige Rakete vom Typ Zenit-3SL den Kommunikationssatelliten Intelsat 19 ins All. Der Start erfolgte um 7.23 Uhr MESZ von Sealaunchs Startplattform &#8222;Odyssey&#8220; im Pazifik aus. Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: Intelsat, Sealauch, Space Systems/Loral. Intelsat 19 mit einer Startmasse von rund 5.600 Kilogramm wurde von einer Zenit-3SL mit [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/zenit-3sl-transportiert-intelsat-19-ins-all/" data-wpel-link="internal">Zenit-3SL transportiert Intelsat 19 ins All</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Am 1. Juni 2012 brachte eine dreistufige Rakete vom Typ Zenit-3SL den Kommunikationssatelliten Intelsat 19 ins All. Der Start erfolgte um 7.23 Uhr MESZ von Sealaunchs Startplattform &#8222;Odyssey&#8220; im Pazifik aus.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: Intelsat, Sealauch, Space Systems/Loral.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large is-resized advgb-dyn-7ed69e47"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/01062012150625_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/01062012150625_small_1.jpg" alt="Space Systems/Loral (SS/L)" width="260"/></a><figcaption>
Ausbalancierter Intelsat 19 im Test beim Hersteller 
<br>
(Bild: Space Systems/Loral (SS/L))
</figcaption></figure>



<p>Intelsat 19 mit einer Startmasse von rund 5.600 Kilogramm wurde von einer Zenit-3SL mit einer auf einer Entwicklung im Rahmen des sowjetischen Mondprogramms aufbauenden Oberstufe vom Typ Block-DM-SL in den Weltraum gebracht. Die erste Stufe mit RD-171-Triebwerk der von Juschnoje in der Ukraine gebauten und aus einem Flüssigkeitsbooster für die sowjetische Schwerlastrakete Energia entwickelten Trägerrakete wurde kurz vor dem Abheben gezündet und brannte nach rund zweieinhalb Minuten aus. Anschließend trug die zweite Stufe mit einem RD-120-Triebwerk und einer Lenktriebwerkseinheit vom Typ RD-8 den Block-DM-SL und die Nutzlast weiter in die Höhe. Während des Betriebs der zweiten Stufe wurde die Nutzlastverkleidung abgeworfen. Rund achteinhalb Minuten nach dem Start war auch die zweite Stufe ausgebrannt und abgetrennt. </p>



<p>Anschließend war es Aufgabe des Block-DM-SL, mit zwei Brennphasen seines RD-58M-Triebwerks, das wie die der Startstufen Kerosin mit flüssigem Sauerstoff verbrannte, die Nutzlast in den vorgesehenen Zielorbit zu bringen. Der neue Erdtrabant für den in Luxemburg ansässigen Kommunikationssatellitenbetreiber Intelsat ist nach dessen Informationen im richtigen Transferorbit angekommen, nachdem er sich von der Raketenoberstufe um 8.23 Uhr MESZ getrennt hatte. Laut Intelsat gelang es, direkt nach dem Aussetzen des Raumfahrzeugs erste Daten von ihm zu empfangen. </p>



<figure class="wp-block-image alignright size-large is-resized advgb-dyn-c3b1ff05"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/01062012150625_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/01062012150625_small_2.jpg" alt="Space Systems/Loral (SS/L)" width="260"/></a><figcaption>
Intelsat 19 im All &#8211; Illustration 
<br>
(Bild: Space Systems/Loral (SS/L))
</figcaption></figure>



<p>Die Orbitzirkularisierung wird Intelsat 19 mit einem eigenen Triebwerk des Typs R-4D-11 vornehmen. Der von Space Systems/Loral (SS/L) aus Palo Alto in den USA basierend auf der Plattform 1300E gebaute, dreiachsstabilisierte Satellit soll im Geostationären Orbit bei 166 Grad Ost positioniert werden. Dort wird er nach Angaben von Intelsat Nachfolger des von ebenfalls von SS/L hergestellten und am 4. November 1998 gestarteten Intelsat 8 alias PanAmSat 8 (PAS-8). Intelsat will den neuen Satelliten verwenden, um mit seinen 24 C-Band- und 34 K<sub>u</sub>-Band-Transpondern den Westen Nordamerikas, Australien, Neuseeland und zahlreiche Inseln im Pazifik sowie Südostasien und Japan mit Bild- und Datendiensten zu versorgen. Die Lebenserwartung von Intelsat 19 liegt bei mindestens 18 Jahren. Am Ende der Auslegungsbetriebsdauer des Satelliten sollen seine beiden Solarzellenausleger eine elektrische Leistung von noch mindestens 15 Kilowatt bereitstellen können. 
<br>
Intelsat 19 alias IS-19 ist katalogisiert mit der NORAD-Nr. 38.356 und als COSPAR-Objekt 2012-030A. </p>



<p><strong>Update:</strong> <br>Intelsat gab noch mit Datum vom 1. Juni 2012 bekannt, dass bisher nur einer der beiden Solarzellenausleger von Intelsat 19 entfaltet werden konnte. Warum der zweite Ausleger sich nicht so verhielt, wie es vorgesehen war, werde derzeit in Zusammenarbeit mit dem Hersteller des Satelliten untersucht. Intelsat 19 befindet sich laut Intelsat weiterhin auf seiner Transferbahn und in sicherem Zustand.</p>



<p>Ein dauerhafter Verzicht auf die Nutzbarkeit eines der beiden Solarzellenausleger würde erhebliche Einbußen bei der Leistungsfähigkeit des Satelliten bedeuten, seinen Betrieb verkomplizieren und die mögliche Einsatzzeit reduzieren.</p>



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<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=10824.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Zenit-3SL (Sea Launch) mit Intelsat-19</a></li></ul>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/zenit-3sl-transportiert-intelsat-19-ins-all/" data-wpel-link="internal">Zenit-3SL transportiert Intelsat 19 ins All</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Marssonde Fobos-Grunt im All / auf Erdbahn gefangen</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/marssonde-fobos-grunt-im-all-auf-erdbahn-gefangen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 08 Nov 2011 20:53:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Baikonur]]></category>
		<category><![CDATA[Computer]]></category>
		<category><![CDATA[Mars]]></category>
		<category><![CDATA[Solarzellen]]></category>
		<category><![CDATA[Triebwerksausfall]]></category>
		<category><![CDATA[Zenit]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=34535</guid>

					<description><![CDATA[<p>Planmäßig um 21:16 Uhr MEZ hob die Trägerrakete Zenit-2SB mit der russischen Marssonde Fobos-Grunt und dem chinesischen Subsatelliten Yinghuo 1 in Baikonur ab. Jetzt befindet sich die Raumsonde im Parkorbit um die Erde. Ein Beitrag von Stefan Heykes und Thomas Weyrauch. Quelle: IKI, Lawotschkin, Novosti Kosmonavtiki, phobos.cosmos.ru, RIAN, Roskosmos, Tsenki. Nach mehr als einem Jahrzehnt [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/marssonde-fobos-grunt-im-all-auf-erdbahn-gefangen/" data-wpel-link="internal">Marssonde Fobos-Grunt im All / auf Erdbahn gefangen</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Planmäßig um 21:16 Uhr MEZ hob die Trägerrakete Zenit-2SB mit der russischen Marssonde Fobos-Grunt und dem chinesischen Subsatelliten Yinghuo 1 in Baikonur ab. Jetzt befindet sich die Raumsonde im Parkorbit um die Erde.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Ein Beitrag von Stefan Heykes und Thomas Weyrauch. Quelle: IKI, Lawotschkin, Novosti Kosmonavtiki, phobos.cosmos.ru, RIAN, Roskosmos, Tsenki.</p>



<p>Nach mehr als einem Jahrzehnt Entwicklung und monatelangen Startvorbereitungen war es heute endlich soweit: Eine Trägerrakete vom Typ Zenit-2SB schickte Fobos-Grunt auf die Reise. Der Start der Zenit war insgesamt der fünfte in diesem Jahr, davon bereits der dritte mit einer russischen Nutzlast. Dies ist besonders hervorzuheben, da die Zenit als ukrainisches Modell eigentlich eine von der Regierung ungeliebte Trägerrakete ist und nur relativ selten eingesetzt wurde. Inzwischen scheint sie jedoch wieder ihren angestammten Platz zwischen der kleineren Sojus und der größeren Proton zu finden und in den kommenden Jahren auch zu behalten. </p>



<p>9 Minuten nach dem Start hatte die zweistufige Zenit-Rakete ihre Aufgabe erfüllt und wurde von der Nutzlast im ersten Parkorbit von 207 bis 347 km Höhe bei einer Bahnneigung von 51,4° abgetrennt. Diese wird von nun an autonom den Flug zum Mars antreten. Zuerst werden die Solarzellen von Fobos-Grunt ausgeklappt, so dass die Marschkonfiguration erreicht wird. Im Laufe der Nacht sind zwei Brennphasen der Raumsonde geplant. Beide werden über Südamerika stattfinden, dort werden auch viele Hobbyastronomen versuchen, Fobos-Grunt im Betrieb zu fotografieren oder Filmen. </p>



<p>Die erste Brennphase soll um 22:55 Uhr MEZ (zweieinhalb Stunden nach dem Erreichen des Parkorbits) durchgeführt werden, dies entspricht 1,7 Erdumrundungen. Jetzt wird bis 00:05 Uhr MEZ der gesamte Treibstoff des Zusatztanks SBB verfeuert, der dann kurz vor Afrika abgetrennt wird. Dadurch erreicht Fobos-Grunt eine Umlaufbahn von 250 bis 4.150 km Höhe. Eine weitere Erdumkreisung später, um 02:02 Uhr MEZ wird das Haupttriebwerk S5.92 zum zweiten Mal gezündet (bis 02:20 Uhr MEZ) und Fobos-Grunt auf Fluchtkurs bringen. Zum Abschied fliegt Fobos-Grunt eine Schleife über Mitteleuropa bis zur Krim, bevor sie in den Tiefen des Weltraums entschwindet. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/08112011215312_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/08112011215312_small_1.jpg" alt="Roskosmos via DLR" width="260"/></a><figcaption>
Fobos-Grunt mit Antriebseinheit (unten) in Marsnähe &#8211; Illustration 
<br>
(Bild: Roskosmos via DLR)
</figcaption></figure></div>



<p>Wenn dies gelingt, wäre Fobos-Grunt bereits die russische Raumsonde, die ihre Mission am besten erfüllt hat &#8211; ihr einziger nicht-sowjetischer Vorgänger Mars-96 strandete 1996 aufgrund eines Versagens der Trägerrakete bereits in der Erdumlaufbahn. Somit stellt Fobos-Grunt den absoluten Wiederbeginn der russischen Raumsondenprojekte dar. Die Sonde wurde fast komplett neu entwickelt und soll als Basis für eine ganze Reihe von geplanten Missionen herhalten. Besonders wichtig sind hier das Hauptantriebsmodul MDU. Es wurde von der Oberstufe Fregat abgeleitet, aber zum Einen nutzt es viele Systeme wie Steuerung, Lageregelung, Energieversorgung der Raumsonde mit und zum Anderen verfügt es über ein deutlich erweitertes System zur Thermalregulierung. Durch diese Maßnahmen wird die Einsatzzeit von 24 Stunden auf rund 1 Jahr ausgedehnt. Dadurch ist es möglich, dass das MDU auch die Einbremsung in den Marsorbit, bei anderen Missionen auch den Flug zu anderen Himmelskörpern (Mond, Venus, Mars) übernimmt. </p>



<p><strong>Update:</strong>
<br>
Fobos-Grunt ist nach dem Start in ernste Schwierigkeiten geraten. Möglicherweise sind Probleme mit der MDU genannten Antriebseinheit der Marssonde oder mit der Software zu ihrer Steuerung, oder mit beidem, aufgetreten. </p>



<p>Nach Start und Aussetzen gelang es nicht, das Raumfahrzeug an der an sich erwarteten Position zu erfassen und Kontakt zu ihm herzustellen. Roskosmos, die russische Raumfahrtagentur, berichtete, dass es nach einer Nacht angespannter Suche gelang, die Sonde zu finden. Ihre Position ist ein deutliches Zeichen dafür, dass ihre Antriebseinheit keine der beiden im Erdorbit vorgesehenen Brennphasen durchgeführt hat. </p>



<p>Verschiedene Quellen melden, dass sich die Sonde in einem Parkorbit befindet. Rund zweieinhalb Stunden nach dem Start war eine erste Brennphase zur Umwandlung des Orbits in eine elliptische Bahn vorgesehen, und weitere 126 Minuten später hätte die Antriebseinheit die Sonde auf eine Bahn Richtung Mars schicken sollen. </p>



<p>Russische Spezialisten vermuten, dass es wegen einer nicht erfolgten korrekten Ausrichtung der Sonde nicht zu den beabsichtigten Brennphasen der MDU kam. Sonnen- und Sternensensoren sollten der Sonde bei ihrer Ausrichtung helfen, zuerst an der Sonne, dann an einem hellen Leitstern. Eine Orientierung an letzterem mit einem BOKZ-MF genannten Sensor erfolgte wahrscheinlich nicht, weshalb auch keine Triebwerkszündung initiiert wurde. </p>



<p>Sofern sich die Ursache dafür als durch ein Softwareupdate für die Rechenanlagen zur Steuerung der Sonde behebbar erweist, besteht eine gewisse Chance dafür, dass Fobos-Grunt schließlich doch noch Richtung Mars aufbrechen kann. Für die erforderlichen Softwarearbeiten, das Senden der Software an die Sonde und die Einrichtung der Software auf den Computersystemen des Raumfahrzeugs hat man drei Tag Zeit, glaubt man nach Angaben der russischen Nachrichtenagentur RIA Nowosti bei Roskosmos. </p>



<p>Wenn es nicht möglich ist, Fobos-Grunt auf eine Bahn in Richtung Mars zu schicken, werden die Speicherbatterien an Bord der Sonde irgendwann erschöpft sein. Auf einer Bahn um die Erde ist es offensichtlich nicht möglich, die auf elektrische Energie angewiesenen Sondensysteme längere Zeit zu versorgen. Die Anlagen zur Energieerzeugung wurden auf einen Betrieb auf einer interplanetaren Bahn und während der Mission am roten Planeten ausgelegt, nicht für einen Einsatz auf einer niedrigen Erdumlaufbahn. </p>



<p><strong>Update Nr. 2:</strong>
<br>
Roskosmos berichtete zwischenzeitlich, dass man mittlerweile davon überzeugt ist, für erforderliche Fehlerbereinigungen rund zwei Wochen Zeit zu haben. Die Energieversorgungslage soll sich nach Angaben von Beobachtern des russischen Raumfahrtprogramms entspannt haben, da beide Solarzellenausleger von Fobus-Grunt entfaltet seien und arbeiten würden, und die Lageregelung der Sonde funktioniere. RIA Nowosti meldete, nach Angaben eines russischen Ballistik-Experten werde sich die Sonde rund vier Wochen auf ihrem niedrigen Erdorbit halten können, bevor ihr der Wiedereintritt in die Erdatmosphäre und damit ihre Zerstörung droht. </p>



<p><strong>Update Nr. 3 10. November 2011:</strong>
<br>
Laut Informationen aus gewöhnlich gut informierten Kreisen in Russland sprechen Telemetriedaten, die von der zweiten Stufe der Trägerrakete empfangen wurden,    für eine planmäßige und störungsfreie Abtrennung der Sonde nach dem Start. Von der Sonde sollen während ihres ersten Erdumlaufs Telemetriedaten gekommen sein, die ein erfolgreiches Entfalten der Solarzellenausleger und eine zuverlässige Orientierung der Sonde an der Sonne bestätigen. Nach dem zweiten Umlauf habe die Sonde geschwiegen, und sich auf einer nicht veränderten Bahn befunden. Danach gelang es angeblich nicht mehr, irgendwelche Telemetriedaten von der Sonde zu empfangen. In der vergangenen Nacht habe man versucht, die Rechneranlage an Bord von Fobus-Grunt neu zu starten, was aber nicht gelang. Ein neuer Versuch soll heute Nacht erfolgen.</p>



<p>Fobos-Grunt ist katalogisiert mit der NORAD-Nr. 37.872 bzw. als COSPAR-Objekt 2011-065A.</p>



<p><strong>Raumcon:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=4187" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal"> Fobos-Grunt / Yinghuo-1 </a></li><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=10236" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Phobos-Grunt auf Zenit-2M</a></li></ul>
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Fobos-Grunt bereit zum Start</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/fobos-grunt-bereit-zum-start/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 05 Nov 2011 15:43:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Baikonur]]></category>
		<category><![CDATA[Nutzlastverkleidung]]></category>
		<category><![CDATA[Raumsonde]]></category>
		<category><![CDATA[Zenit]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Startvorbereitungen für die russische Raumsonde Fobos-Grunt sind beendet, die fertig integrierte Trägerrakete ist bereit für den Transport zur Startrampe. Heute Abend wird die Zenit in Baikonur abheben und Fobos-Grunt sowie den chinesischen Subsatelliten Yinghuo 1 auf die Reise schicken. Ein Beitrag von Stefan Heykes. Quelle: Lawotschkin, Roskosmos, IKI. Inzwischen wurde die Raumsonde komplett betankt [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Die Startvorbereitungen für die russische Raumsonde Fobos-Grunt sind beendet, die fertig integrierte Trägerrakete ist bereit für den Transport zur Startrampe. Heute Abend wird die Zenit in Baikonur abheben und Fobos-Grunt sowie den chinesischen Subsatelliten Yinghuo 1 auf die Reise schicken.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Ein Beitrag von Stefan Heykes. Quelle: Lawotschkin, Roskosmos, IKI.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/05112011164308_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/05112011164308_small_1.jpg" alt="IKI" width="272" height="136"/></a><figcaption>
Bodenspur von Fobos-Grunt nach dem Start 
<br>
(Bild: IKI)
</figcaption></figure></div>



<p>Inzwischen wurde die Raumsonde komplett betankt und getestet. Danach wurde die Raumsonde am 2. November in der Nutzlastverkleidung verpackt. Per Bahn ging es dann vom Vorbereitungskomplex für Nutzlasten hinüber zum Integrationsgebäude Komplex 42 in Baikonur. Dort wurde der Nutzlastkopf mit der ebenfalls vorbereiteten Trägerrakete Zenit-2SB (auch als Zenit-2M bezeichnet) verbunden. Die zuständige staatliche Kommission hat nun den Transport der fertig integrierten Zenit zur Startrampe 45 des Kosmodroms Baikonur auf morgen, den 6. November, 6:00 Uhr MEZ festgelegt. Damit hat diese Mission fast alle bürokratischen Hürden überstanden. Lediglich die finale Startgenehmigung wird kurz vor dem Start noch erteilt werden. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/05112011164308_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/05112011164308_small_2.jpg" alt="IKI" width="272" height="258"/></a><figcaption>
Sichtbarkeit der 1. Zündung 
<br>
(Bild: IKI)
</figcaption></figure></div>



<p>Heute Abend um 21:16:03 Uhr MEZ wird die Zenit das RD-171M-Triebwerk der ersten Stufe zünden und abheben. Bereits um 21:27:27 Uhr MEZ, also nach 9 Minuten Flugzeit, hat die Zenit ihre Aufgabe erfüllt und Fobos-Grunt wird von der zweiten Stufe der Trägerrakete abgetrennt. Fobos-Grunt wird nun 1,7-mal die Erde in der so erreichten niedrigen Umlaufbahn umkreisen. Dann wird über Südamerika zum ersten Mal das Haupttriebwerk S5.92 von Fobos-Grunt gezündet werden. Bei dieser Zündung wird der gesamte Treibstoff des Abwurftanks SBB verbraucht. Dadurch wird ein hochelliptischer Erdorbit erreicht. Kurz nach der Zündung wird mitten über dem Atlantik der SBB abgetrennt werden. </p>



<p>Nach einer weiteren Erdumkreisung wird das S5.92 zum zweiten Mal zünden und damit dann die Fluchtbahn erreichen. Auf der Erdkarte betrachtet wird Fobos-Grunt nun noch eine Schleife über Mitteleuropa fliegen, bevor sie Richtung Westen abdreht und sich von der Erde entfernt. Dieser Überflug ist gegen 3 Uhr MEZ am Morgen des 9. November auch von Deutschland aus sichtbar, allerdings wird man wohl ein gutes Teleskop benötigen, um die kleine Raumsonde erkennen zu können. Anders sieht es hingegen in Südamerika aus, die beiden Triebwerkszündungen sollten dort sichtbar sein, vor allem auch da sie in relativ geringer Höhe stattfinden. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/05112011164308_big_3.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/05112011164308_small_3.jpg" alt="IKI" width="269" height="280"/></a><figcaption>
Sichtbarkeit der 2. Zündung 
<br>
(Bild: IKI)
</figcaption></figure></div>



<p><strong>Liveübertragung</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://spacelivecast.de/myportal/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Spacelivecast Startübertragung ab 20:30 Uhr    </a></li></ul>



<p><strong>Verwandte Artikel</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/fobos-grunt-russlands-interplanetare-wiedergeburt/" data-wpel-link="internal">Fobos-Grunt &#8211; Russlands interplanetare Wiedergeburt    </a></li><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/zenit/" data-wpel-link="internal">Zenit-Rakete</a></li></ul>



<p><strong>Raumcon</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=4187" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Fobos-Grunt / Yinghuo-1</a></li><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=10236" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Phobos-Grunt auf Zenit-2M</a></li></ul>



<p></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Fobos-Grunt &#8211; Russlands interplanetare Wiedergeburt</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/fobos-grunt-russlands-interplanetare-wiedergeburt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 31 Oct 2011 21:23:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[InSound]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Baikonur]]></category>
		<category><![CDATA[Haupttriebwerk]]></category>
		<category><![CDATA[Marsmond]]></category>
		<category><![CDATA[Raumsonde]]></category>
		<category><![CDATA[Zenit]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Zum ersten Mal seit dem Fehlschlag Mars 96 vor 15 Jahren wird Russland wieder eine Raumsonde starten. Das Ziel ist der Marsmond Phobos, von dem Proben zur Erde zurückgebracht werden sollen. Dabei wird als Passagier der chinesische Marsorbiter Yinghuo 1 mitgeführt. Ein Beitrag von Stefan Heykes. Quelle: Lawotschkin, Roskosmos, IKI. Vertont von Peter Rittinger. Der [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Zum ersten Mal seit dem Fehlschlag Mars 96 vor 15 Jahren wird Russland wieder eine Raumsonde starten. Das Ziel ist der Marsmond Phobos, von dem Proben zur Erde zurückgebracht werden sollen. Dabei wird als Passagier der chinesische Marsorbiter Yinghuo 1 mitgeführt.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Ein Beitrag von Stefan Heykes. Quelle: Lawotschkin, Roskosmos, IKI. Vertont von Peter Rittinger.</p>



<figure class="wp-block-audio"><audio controls src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ismobil-2011-11-07-85480.mp3"></audio></figure>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/31102011222327_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/31102011222327_small_1.jpg" alt="Roskosmos" width="260"/></a><figcaption>
Aufbau von Fobos-Grunt 
<br>
(Bild: Roskosmos)
</figcaption></figure></div>



<p>Der Start dieser Sonde soll am Abend des 8. November (21:16 Uhr MEZ) von Baikonur aus durchgeführt werden. Die Trägerrakete Zenit-2M wird den insgesamt gut 13 Tonnen schweren Komplex in einen niedrigen Erdorbit schießen. Von dort aus wird Fobos-Grunt mit dem eigenen Hauptantriebssystem (MDU) in die Marstransferbahn fliegen. Die MDU basiert auf der Fregat-SB, die bereits zweimal in diesem Jahr als Oberstufe einer Zenit-3F eingesetzt wurde. Sie besteht aus zwei Teilen, dem abwerfbaren Zusatztank SBB sowie der eigentlichen Stufe. Von der normalen Fregat unterscheidet sich die MDU dadurch, dass ihr eigenständige Steuerungselektronik und Energieversorgung fehlen. Dies wird von der Raumsonde übernommen. Dadurch kann sowohl Geld als auch Masse eingespart werden, außerdem kann die MDU so auch noch am Mars eingesetzt werden. Die Fregat hat hingegen nur eine Einsatzdauer von 24 Stunden. Möglich wird dies dadurch, dass der Fregat-Hersteller NPO Lawotschkin auch die Raumsonde Fobos-Grunt entwickelt hat. </p>



<p>Der Treibstoff des SBB wird während der ersten Zündung verbraucht, durch die Fobos-Grunt in einen hochelliptischen Parkorbit einschwenkt. Beim Durchgang durch den erdnächsten Punkt, das Perigäum, wird das Haupttriebwerk S5.92 erneut zünden und mit Treibstoff aus den Haupttanks die Raumsonde Richtung Mars schießen. Im Oktober 2012 wird Fobos-Grunt dann den Mars erreichen. In den Marsorbit wird die MDU mittels des übrigen Treibstoffes einbremsen. Anschließend hat sie ihre Aufgabe erfüllt und wird abgetrennt. Nun kann auch der Subsatellit Yinghuo 1 ausgesetzt werden und autonom seine Aufgaben erfüllen. </p>



<p>Die kommenden Monate wird Fobos-Grunt aus dem Orbit heraus den Mars und seinen Mond Phobos untersuchen und sich dabei Phobos annähern. Die Landung ist für Februar 2013 geplant. Bereits kurz danach soll die 270 kg schwere Rückkehrrakete mit 200 bis 400 Gramm Bodenmaterial zur Erde zurückstarten. Die Landung wird für August 2014 geplant. Danach soll der Lander von Fobos-Grunt weiter mit seinen vielfältigen Bordinstrumenten (zum Teil auch mit deutscher Beteiligung) Phobos untersuchen. Die Landekapsel enthält übrigens auch eine Vielzahl von Bakterien, deren Reaktion auf die Strahlenbelastung eines Marsfluges man nach der Landung erforschen will. Die Landekapsel wird eine harte Landung mit einer Aufprallgeschwindigkeit von rund 30 m/s in der Steppe Kasachstans durchführen. Das Landegebiet entspricht dabei etwa dem der bemannten Sojus-Kapseln. </p>



<p>Derzeit gehen die Startvorbereitungen von Fobos-Grunt in die Endphase. Es sind bereits alle Teile der Raumsonde betankt und im Wesentlichen getestet. Es fehlen noch die Verbindung mit der Trägerrakete und abschließende Tests des Gesamtsystems. Sobald diese durchgeführt sind wird die Rakete zum Startplatz gefahren und aufgerichtet werden. </p>



<p><strong>Raumcon:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=4187" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Fobos-Grunt / Yinghuo-1</a></li><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=10236" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Phobos-Grunt auf Zenit-2M </a></li></ul>
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			</item>
		<item>
		<title>Zenit bringt Wettersatelliten in den Orbit</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/zenit-bringt-wettersatelliten-in-den-orbit/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 20 Jan 2011 19:43:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Fregat]]></category>
		<category><![CDATA[Friedhofsorbit]]></category>
		<category><![CDATA[GEO]]></category>
		<category><![CDATA[Zenit]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Bei dem ersten Start im Jahr 2011 brachte eine russische Zenit den Wettersatelliten Elektro-L in den Orbit. Ein Beitrag von Simon Plasger und Stefan Heykes. Quelle: SpaceflightNow. Um 13:29 Uhr MEZ hob die Rakete vom Typ Zenit-2SB mit der Oberstufe Fregat-SB von der russischen Startbasis Baikonur ab. Nach wenigen Sekunden durchflog sie die tiefhängende Wolkendecke, [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/zenit-bringt-wettersatelliten-in-den-orbit/" data-wpel-link="internal">Zenit bringt Wettersatelliten in den Orbit</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Bei dem ersten Start im Jahr 2011 brachte eine russische Zenit den Wettersatelliten Elektro-L in den Orbit.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Ein Beitrag von Simon Plasger und Stefan Heykes. Quelle: SpaceflightNow.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/20012011204329_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/20012011204329_small_1.jpg" alt="TV-Tsenki" width="260"/></a><figcaption>
Die Zenit-Rakete beim Start 
<br>
(Bild: TV-Tsenki)
</figcaption></figure></div>



<p>Um 13:29 Uhr MEZ hob die Rakete vom Typ Zenit-2SB mit der Oberstufe Fregat-SB von der russischen Startbasis Baikonur ab. Nach wenigen Sekunden durchflog sie die tiefhängende Wolkendecke, womit sie aus dem Blickfeld der Kameras verschwand. </p>



<p>Nach zehn Minuten gab die zweite Stufe der Rakete die Oberstufe Fregat-SB frei. An ihrer Spitze befand sich weiterhin die Nutzlast. Die Kombination setzte den Start dann alleine fort und flog mit insgesamt drei Schubmanövern den Geostationären Orbit an. Das Aussetzen fand um 22:28 Uhr MEZ statt. Danach wird ein viertes Manöver die Fregat-SB in einen niedrigeren Friedhofsorbit bringen, damit keine Position im Geostationären Orbit durch Weltraummüll blockiert wird. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/20012011204329_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/20012011204329_small_2.jpg" alt="NPO lavochkin" width="260"/></a><figcaption>
Der Satellit Elektro-L im Orbit (künstlerische Darstellung) 
<br>
(Bild: NPO Lawotschkin)
</figcaption></figure></div>



<p>Die Nutzlast, Elektro-L, soll 10 Jahre lang Wetterdaten im sichtbaren und infraroten Bereich messen. Ein besonderes Augenmerk wird dabei auf die Sturmsysteme im Bereich Asien, Mittlerer Osten und Indischer Ozean gelegt. Dieses Gebiet kann der Satellit aufgrund seiner Position bei 76° Ost sehr gut beobachten. </p>



<p>Die 1.700 kg große Masse wird fast zu einem Viertel (450 kg) von wissenschaftlichen Instrumenten und Kommunikationsanlagen ausgelastet.  </p>



<p>Der Satellit wird einen weltweiten Verbund von Wettersatelliten unterstützen. Dieses Projekt beinhaltet bereits Satelliten aus den USA, China, Indien und der ESA. Für den nächsten Zenit-Start ist ein Weltraumteleskop namens Spektr R vorgesehen. Der Flug soll im Mai stattfinden. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/20012011204329_big_3.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/20012011204329_small_3.jpg" alt="Lavochkin" width="260"/></a><figcaption>
Die Fregat-SB. Unten der toroidale Abwurftank, oben die ballförmigen Tankerweiterungen der Fregat-SB. Beide besitzt die kleine Fregat nicht 
<br>
(Bild: Lawotschkin)
</figcaption></figure></div>



<p>Dieser Start war der Erstflug der neuen Variante Zenit-2SB/Fregat-SB. Die Zenit selbst wurde im Vergleich zum Vorgänger lediglich leicht modifiziert, um die andere Oberstufe aufnehmen zu können. Bislang flog die dreistufige Zenit immer mit der Oberstufe Block-DM, die auf das sowjetische Mondprogramm der 1960er Jahre zurückgeht. Die Fregat entstand hingegen aus dem Marssondenprogramm Fobos 1 &amp; 2 sowie Mars 96 und wurde seit 1993 entwickelt. Die ursprüngliche Fregat ist seit dem Jahr 2000 auf der Sojus im Einsatz. Da es sich bei der Zenit allerdings um eine deutlich stärkere Trägerrakete handelt, war eine Vergrößerung der Fregat nötig. Diese neue Version Fregat-SB verfügt über einen toroidalen Tank, dessen Abwurf nach der ersten Brennphase erfolgt ist, sowie über vergrößerte Tanks in der eigentlichen Stufe. </p>



<p>Diese Version der Zenit ist auch unter den Bezeichnungen Zenit-3SLBF und Zenit-3F bekannt. Bei dieser Benennung verzichtet man auf die explizite Nennung der Oberstufe und markiert sie nur durch das F, bei der Bezeichnung 3SLBF verweist man darauf, dass die ersten beiden Stufen (Zenit-2SB) nahezu identisch mit der Version Zenit-3SLB sind. In den kommenden Jahren wird diese Version von großer Bedeutung sein, da sie unter anderem im Herbst die nächste Marssonde Fobos-Grunt starten soll. Auch für weitere Planetenmissionen wird diese Version eingesetzt werden. Der erfolgreiche Start heute ist damit die Grundlage für Russland, um die Ambitionen in der Planetenerforschung umsetzen zu können. </p>



<p><strong>UPDATE: </strong>Die Oberstufe Fregat hat den Satelliten erfolgreich in seinem geplanten Orbit ausgesetzt. Dies teilte die russische Raumfahrbehörde Roskosmos soeben mit. Damit hat die Rakete ihre Arbeit getan. Sie wird allerdings in einiger Zeit noch in einen Friedhofsorbit einbremsen, um Weltraumschrott zu vermeiden. 
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<strong>Raumcon:</strong></p>



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