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	<title>Zugbewegungen &#8211; Raumfahrer.net</title>
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	<title>Zugbewegungen &#8211; Raumfahrer.net</title>
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		<title>Die nächste Generation von Icarus</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 18 Jul 2023 18:10:09 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[ISS]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
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		<category><![CDATA[Max Planck Institute of Animal Behavior]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Forschende testen neue Generation von Mini-Satelliten für das globale Tierbeobachtungssystem. Eine Information des Max-Planck-Instituts für Verhaltensbiologie. Quelle: Max-Planck-Institut für Verhaltensbiologie 11. Juli 2023. 11. Juli 2023 &#8211; Letzten Monat hat das Icarus-Team mit dem Test eines zukünftigen Icarus-Empfängers im All begonnen (International Cooperation for Animal Research Using Space &#8211; Icarus). Schon bald wollen die Forschenden [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Forschende testen neue Generation von Mini-Satelliten für das globale Tierbeobachtungssystem. Eine Information des Max-Planck-Instituts für Verhaltensbiologie.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: <a href="https://www.ab.mpg.de/542927/news_publication_20616053_transferred?c=2724" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Max-Planck-Institut für Verhaltensbiologie</a> 11. Juli 2023.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ICARUSCubeSatsTiereMPIfVerhaltensbiologieJavierLazaro.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Der ICARUS-Empfänger wird mithilfe eines winzigen CubeSats im Weltraum Tiere überall auf der Erde beobachten. (Bild: Javier Lázaro / Max-Planck-Institut für Verhaltensbiologie)" data-rl_caption="" title="Der ICARUS-Empfänger wird mithilfe eines winzigen CubeSats im Weltraum Tiere überall auf der Erde beobachten. (Bild: Javier Lázaro / Max-Planck-Institut für Verhaltensbiologie)" data-wpel-link="internal"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="260" height="200" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ICARUSCubeSatsTiereMPIfVerhaltensbiologieJavierLazaro26.jpg" alt="Der ICARUS-Empfänger wird mithilfe eines winzigen CubeSats im Weltraum Tiere überall auf der Erde beobachten. (Bild: Javier Lázaro / Max-Planck-Institut für Verhaltensbiologie)" class="wp-image-128924"/></a><figcaption class="wp-element-caption">Der ICARUS-Empfänger wird mithilfe eines winzigen CubeSats im Weltraum Tiere überall auf der Erde beobachten. (Bild: Javier Lázaro / Max-Planck-Institut für Verhaltensbiologie)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">11. Juli 2023 &#8211; Letzten Monat hat das Icarus-Team mit dem Test eines zukünftigen Icarus-Empfängers im All begonnen (International Cooperation for Animal Research Using Space &#8211; Icarus). Schon bald wollen die Forschenden die kontinuierliche Beobachtung von Tieren aus dem Weltraum mit Minisatelliten (CubeSats) fortsetzen. Die neuen Icarus-Satellitensender werden mit Sensoren ausgestattet, die Bewegungs- und Umweltdaten erfassen. Zum ersten Mal kann Icarus dann Vögel, Fledermäuse, Meeresschildkröten und Landsäugetiere überall auf der Erde erfassen. Wenn die Testphase abgeschlossen ist, soll Icarus seinen Betrieb im Oktober 2024 wieder aufnehmen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit Icarus wollen Forschende weltweit die Bewegungen von Tieren untersuchen und die Bedingungen messen, in denen diese leben. Das System folgt dem &#8222;Internet der Dinge&#8220;- Konzept zur Beobachtung von Wildtieren aus dem Weltraum aus. Leichte, an Tieren angebrachte Sensoren übermitteln Daten über die Bewegungen und das Verhalten ihrer Träger an einen Empfänger im Weltraum, der diese Daten zur Erde sendet. Ziel ist ein &#8222;Internet der Tiere&#8220; zu etablieren, das Auskunft darüber gibt, wie sich Ökosysteme und das Klima verändern und wie die Tiere auf diese Veränderungen reagieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Seit 2020 erfasst eine Antenne auf dem russischen Modul der Internationalen Raumstation ISS das Verhalten und die Wanderungen von Tausenden von Tieren auf der ganzen Welt, sogar an schwer zugänglichen Orten wie über Ozeanen, in Wüsten und in Regenwäldern. Als im März 2022 der russische Krieg gegen die Ukraine begann, musste die Partnerschaft zwischen der deutschen und der russischen Raumfahrtbehörde jedoch eingestellt werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nun soll die Erfolgsgeschichte von Icarus fortgeschrieben werden: Während sich die erste Antenne und Computer des Projekts auf der Internationalen Raumstation befanden, ist die gesamte Technik beim neuen Icarus als Empfängersystem auf einem sehr kleinen Satelliten untergebracht, einem so genannten CubeSat. Mitte Juni startete ein solcher CubeSat von Kalifornien aus ins All, ausgestattet mit einem nachrichtentechnischen Empfängersystem, mit der das Icarus-Team in den nächsten Monaten entscheidende Tests für ein zukünftiges System durchführen wird. Im Oktober 2024 soll dann die zweite Icarus-Generation gestartet werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Kleiner und leistungsfähiger</strong><br>Der neue Icarus Empfänger bringt einige erhebliche Verbesserungen für die Forschung mit sich. Es benötigt weniger Energie als das alte System bei gleichzeitig höherer Leistungsfähigkeit und es überträgt Daten schneller und erfasst die gesamte Erdoberfläche. Das bedeutet, dass Tiere überall auf der Erde wertvolle Informationen über ihre eigene Gesundheit und die Gesundheit ihrer Umgebung übermitteln können. „Das neue System wird uns einen noch viel genaueren Blick auf das Leben auf der Erde liefern als zuvor&#8220;, sagt Martin Wikelski, der das Projekt am Max-Planck-Institut für Verhaltensbiologie leitet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das neue Icarus-System, gefördert von der Max-Planck-Gesellschaft, ist in einem Würfel mit einer Kantenlänge von zehn Zentimetern untergebracht und besitzt ein Gewicht von etwa zwei Kilogramm. Der gesamte CubeSat besteht aus 16 dieser zehn Zentimeter großen Würfel, auch als 16U bezeichnet. Während die alte Icarus-Antenne drei Meter lang und der Computer auf der ISS noch so groß wie ein PC war, ist die neue faltbare Antenne lediglich zwanzig Zentimeter lang und der Computer daumengroß. Im Vergleich zu seinem Vorgänger verbraucht der Icarus Empfänger nur ein Zehntel der Energie, kann aber viermal mehr Sender an den Tieren gleichzeitig auslesen. Forschende können dadurch Daten schneller herunterladen, Sender neu programmieren und Daten effizienter erfassen. &#8222;Wir haben den technologischen Fortschritt in den letzten Jahren genutzt, um unseren Betrieb zu verbessern. Jetzt können die Forschenden über das Icarus-satellitenbetriebene Empfängersystem viel effizienter mit den Sendern der Tiere kommunizieren&#8220;, sagt Wikelski, Direktor am Max-Planck-Institut für Verhaltensbiologie in Radolfzell und Professor an der Universität Konstanz.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Neue Ära der Kleinsatelliten: schneller, billiger, leistungsfähiger</strong><br>CubeSats sind kleine Satelliten, die eine unterschiedlich Anzahl von Zehn-Zentimeter-Würfeln, so genannten „U“, kombinieren, in Größenordnungen von 1U bis 16U. Sie bieten eine relativ einfache und schnelle Lösung, eine technische Ausrüstung im Weltraum zu betreiben. Der Icarus-Würfel auf dem CubeSat, auch als ´Icarus-Nutzlast´bezeichnet, wird von Talos gebaut, einem in München ansässigen Unternehmen, das satellitengestützte Ortungstechnologie für Forschung, Landwirtschaft und Logistik entwickelt. Dieser Icarus Empfänger soll als sog. „Nutzlast“ auf einem CubeSat des Müncher Startups OroraTech im Oktober 2024 ins All fliegen. Möglich gemacht hat dies die Universität der Bundeswehr München, die mit ihrem SeRANIS-Forschungsprogramm eine 8U-große wissenschaftliche Nutzlast zum Satelliten beisteuert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Teil dieser Nutzlast wird Icarus sein. &#8222;Nach fast zehn Jahren der technologischen Zusammenarbeit in Icarus freuen wir uns, nun auch die erste Icarus CubeSat-Nutzlast wieder mit der Universität der Bundeswehr ins All zu bringen&#8220;, erklärt Wikelski. &#8222;Wir werden vom Wissen und von der Erfahrung der Raumfahrtingenieure stark profitieren.&#8220; „Icarus war schon immer ein Vorzeigeprogramm zum Schutz von Wildtieren durch den Einsatz modernster Kommunikationstechnologie.“ sagt Andreas Knopp, Leiter des Seranis-Programms, Professor für Weltraumkommunikation und langjähriger Icarus-Unterstützer. „Wir freuen uns und fühlen uns geehrt, unsere beispielhafte Forschungskooperation durch die Bereitstellung einer Mitfluggelegenheit für eine Icarus-Nutzlast der nächsten Generation fortsetzen zu können&#8220;. Die von der Universität der Bundeswehr betriebene Nutzlast ist Teil der Seranis-Mission, einer der aktuell bedeutendsten deutschen Technologiemissionen. Seranis wird durch das dtec.bw Zentrum für Digitalisierung und Technologieforschung der Bundeswehr im Rahmen des deutschen Konjunkturprogramms zur Überwindung der Covid-19-Krise sowie mit Mitteln der Europäischen Union finanziert.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Kommunikation mit Tieren rund um den Globus</strong><br>Der Icarus-CubeSat wird sich wie die ISS und viele andere Satelliten in einer erdnahen Umlaufbahn befinden. In vergleichsweise geringer Entfernung von der Erde kann der CubeSat die Erde mehrmals am Tag umrunden und so jeden Punkt der Erdoberfläche überfliegen. Im Gegensatz dazu deckt die ISS die arktischen und polaren Regionen jenseits von Südschweden im Norden und der Südspitze von Chile im Süden nicht ab. Mit seiner Umlaufbahn kann der Icarus – CubeSat mit seinem Empfängersystem Daten von Tieren sammeln, egal wo sich diese befinden – sei es in Wüsten, auf polaren Eisfeldern, über Ozeanen oder in der Luft. Wikelski: &#8222;Mit der vollständigen globalen Abdeckung verbessern wir die globale Beobachtung der Artenvielfalt. So können wir jetzt auch die Polarregionen beobachten, die durch den Klimawandel am meisten gefährdet sind.&#8220;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Icarus-Empfängersystem im All liest die Daten einmal täglich aus. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler erhalten auf diese Weise regelmäßig Informationen über das Verhalten von Tieren auf der Erde. In Zukunft soll das Icarus-CubeSat-System durch ein Netz von Satelliten erweitert werden. Dadurch wird sich die Zahl der täglichen Auslesungen nochmals deutlich erhöhen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Derzeit laufen die Planungen für eine zweite Icarus CubeSat-Nutzlast im Jahr 2025 und eine dritte für 2026. Ziel ist es, genügend Satelliten zu haben, um Daten nahezu in Echtzeit übertragen zu können &#8211; ein Ergebnis, das wichtige Auswirkungen auf den Naturschutz hätte. &#8222;Echtzeitdaten werden den Verantwortlichen für den Naturschutz weltweit die Möglichkeit geben, die biologische Vielfalt viel effizienter zu schützen&#8220;, sagt Wikelski.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zu den Zukunftsplänen gehören auch verbesserte Sender. Gegenwärtig zeichnen die nur wenige Gramm schweren Geräte den GPS-Standort eines Tieres, seine Bewegungen und seine Umgebung auf, zum Beispiel Temperatur, Feuchtigkeit und Luftdruck. Zu den neuen Funktionen gehört die Zwei-Wege-Kommunikation, so dass die Sender von den Forschenden bei Bedarf umprogrammiert werden können. Außerdem kann eine Analyse-Software mithilfe künstlicher Intelligenz auf der Grundlage des Verhaltens des Tieres entscheiden, welche Daten erfasst werden sollen. Auch die Größe und das Gewicht der Sender werden auf etwa die Hälfte der derzeitigen Werte schrumpfen: &#8222;Wir haben das letzte Jahr damit verbracht, das Design der Sender zu optimieren und Fortschritte in der künstlichen Intelligenz einzubauen. Das jetzige System ist ein Quantensprung: mit ihm können uns die Tiere nun ihre Geschichten über ihr Leben erzählen&#8220;, so Martin Wikelski.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Abgedruckt mit Genehmigung des <a href="https://www.ab.mpg.de/aktuelles" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Max-Planck-Instituts für Verhaltensbiologie</a>.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=7116.msg551698#msg551698" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">CubeSats</a></li>
</ul>
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			</item>
		<item>
		<title>ICARUS am 10. März 2020 in Betrieb genommen</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/icarus-am-10-maerz-2020-in-betrieb-genommen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 10 Mar 2020 16:55:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[ISS]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumstationen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Tierwanderungen aus dem All beobachten: ISS-Experiment ICARUS geht an den Start. Eine Pressemitteilung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR). Quelle: DLR. Zweiter Versuch: ICARUS (International Cooperation for Animal Research Using Space), das deutsch-russische Beobachtungssystem für Tierwanderungen, das auf der Internationalen Raumstation ISS installiert ist, ist am 10. März 2020 in Betrieb gegangen. Der [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Tierwanderungen aus dem All beobachten: ISS-Experiment ICARUS geht an den Start. Eine Pressemitteilung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR). </h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: DLR.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/03/icarusstoercheMPGMaxCineCZiegler.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/03/icarusstoercheMPGMaxCineCZiegler26.jpg" alt="Zugvögel wie Störche legen auf ihren Reisen hunderte von Kilometern zurück. (Bild: MPG/MaxCine/C. Ziegler)"/></a><figcaption>Zugvögel wie Störche legen auf ihren Reisen hunderte von Kilometern zurück. (Bild: MPG/MaxCine/C. Ziegler)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Zweiter Versuch: <a href="https://www.dlr.de/de/forschung-und-transfer/projekte-und-missionen/horizons/icarus" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">ICARUS</a> (<strong>I</strong>nternational <strong>C</strong>ooperation for <strong>A</strong>nimal <strong>R</strong>esearch <strong>U</strong>sing <strong>S</strong>pace), das deutsch-russische Beobachtungssystem für Tierwanderungen, das auf der Internationalen Raumstation ISS installiert ist, ist am 10. März 2020 in Betrieb gegangen. Der ursprünglich für Juli 2019 geplante Start war aufgrund eines technischen Defekts verschoben worden. Mit dem Kooperationsprojekt der russischen Raumfahrtbehörde Roskosmos und des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) wollen Wissenschaftler die Zugrouten verschiedener Tierarten bei ihren Wanderungen erforschen. Auf das Einschalten des Systems folgt eine mehrmonatige Testphase, in der die Sender sowie die Systemkomponenten am Boden und an Bord der ISS geprüft werden. Nach Abschluss aller Tests wird ICARUS den Nutzern voraussichtlich im Herbst 2020 zur Verfügung stehen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Miniatursender liefern Daten ins All</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Mit ICARUS wollen die Wissenschaftler die Zugbewegungen von Vögeln beobachten sowie die Wanderrouten von Säugetieren oder Insekten verfolgen. Die Informationen sollen in erster Linie für die  Verhaltensforschung und den Tierschutz genutzt werden, aber auch Auskunft geben über die mögliche Verbreitung von Pflanzensamen oder  Krankheitskeimen. Die wissenschaftliche Leitung für das Experiment liegt bei Prof. Martin Wikelski vom <a href="https://www.ab.mpg.de/3747/wikelski" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Max-Planck-Institut für Verhaltensbiologie</a> in Konstanz.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/03/icarusminisenderMPGMaxCineJStierle.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/03/icarusminisenderMPGMaxCineJStierle26.jpg" alt="Miniatursender für das Experiment ICARUS. (Bild: MPG/MaxCine/J. Stierle)"/></a><figcaption>Miniatursender für das Experiment ICARUS. (Bild: MPG/MaxCine/J. Stierle)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Um die gewünschten Daten zu erhalten, rüsten die Forscher unterschiedliche Tierarten mit Miniatursendern, sogenannten Tags, aus. &#8222;Die Tags zeichnen die Position des Tieres und seine Bewegungen zusammen mit Umgebungsdaten, wie etwa Temperatur und Luftdruck, auf&#8220;, erläutert Johannes Weppler, ICARUS-Projektleiter im DLR Raumfahrtmanagement. &#8222;Die Daten werden dann zunächst lokal gespeichert, bevor sie ins All gesendet werden.&#8220; Ein integriertes Computerprogramm im Sender gleicht die Umlaufbahn der ISS mit den eigenen Positionsdaten ab. Sobald die Raumstation in Funkreichweite ist, wird das Sende- und Empfangsmodul des Tags aktiviert, welches dann Kontakt zur ICARUS-Antenne an der  Außenseite der ISS aufnimmt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Onboard-Computer verarbeitet die Daten und leitet sie an das russische ISS-Kontrollzentrum in Moskau weiter. Von dort werden die Daten an die deutschen und russischen Wissenschaftler verteilt. Nach einer ersten Auswertung werden die Informationen in einer Online-Datenbank, der Movebank, gespeichert. Auf diese Daten können dann auch Wissenschaftler weltweit zugreifen und eigene Analysen erstellen. Koordiniert werden sie dabei vom Max-Planck-Institut für  Verhaltensbiologie in Deutschland und dem Institut für Geographie der Russischen Akademie der Wissenschaften.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Der Testbetrieb dauert mehrere Monate</h2>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/03/icarusflughundeMPGMaxCineCZiegler.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/03/icarusflughundeMPGMaxCineCZiegler26.jpg" alt="Flughunde schwärmen zur Nahrungssuche aus. (Bild: MPG/MaxCine/C. Ziegler)"/></a><figcaption>Flughunde schwärmen zur Nahrungssuche aus. (Bild: MPG/MaxCine/C. Ziegler)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Anfangs wird das ICARUS-System im Testbetrieb nur mit einer Bodenstation der Firma SpaceTech GmbH in Immenstaad am Bodensee kommunizieren. Die Station simuliert die Signale von Tiersendern. Nach und nach werden dann mobile Tags, später auch Sender an Tieren, hinzugeschaltet werden. Ingenieure aus Deutschland und vom russischen Partner RKK Energia messen dabei das Hintergrundrauschen im Frequenzbereich von ICARUS. So können sie mögliche Störquellen identifizieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein zweites Ziel des Testbetriebs ist die Messung der Signalstärke und  der Übertragungszeit der ICARUS-Antenne, wenn sie Kommandos an die Tags sendet, um diese neu zu programmieren. Nach zwei bis drei Monaten wird der Testbetrieb auch auf das Gebiet der Russischen Föderation ausgeweitet werden. Auf diese Weise wird das Gesamtsystem feinjustiert, um eine möglichst große Leistungsfähigkeit und Zuverlässigkeit zu gewährleisten. Gegen Ende der viermonatigen Testphase werden erste, auch wissenschaftlich nutzbare Daten erwartet.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Zweite Chance dank Kosmonauten an Bord der ISS</h2>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/03/icarusprogms13issOSkripotschkaRosc.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/03/icarusprogms13issOSkripotschkaRosc26.jpg" alt="Progress-MS-13-Frachter am russischen Segment der ISS. (Bild: Oleg Skripotschka/Roscosmos)"/></a><figcaption>Progress-MS-13-Frachter am russischen Segment der ISS. (Bild: Oleg Skripotschka/Roscosmos)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Ursprünglich war die Inbetriebnahme von ICARUS bereits für den Sommer 2019 geplant. Ein technischer Defekt im Onboard-Computer des ICARUS-Systems verhinderte dies jedoch. Dank der Kosmonauten an Bord der ISS konnte der defekte Computer ausgebaut werden. Mit einem unbemannten Sojus-Flug im September 2019 kehrte dieser dann zur Erde zurück.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Anschließend analysierten die deutschen und russischen Experten die  Fehlerquelle und bereiteten gleichzeitig einen Ersatzcomputer für den Start zur ISS vor. Im Dezember 2019 schließlich hob der neue Computer mit dem russischen Frachter Progress MS-13 vom Kosmodrom in Baikonur ab und erreichte kurze Zeit später die ISS. Dort wurde er von den Kosmonauten installiert und kurz vor Weihnachten erstmals kurz eingeschaltet. Da hier alles nominal verlief, wird die Inbetriebnahme nun wieder aufgenommen.</p>



<h4><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></h4>



<ul>
<li><strong><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=3785.msg474324#msg474324" rel="noreferrer noopener" aria-label="(öffnet in neuem Tab)" target="_blank" data-wpel-link="internal">ISS: Forschung &amp; Forschungseinrichtungen</a></strong></li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Seidenstraße und Satelliten</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/seidenstrasse-und-satelliten/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 23 Mar 2019 08:52:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[EGNOS]]></category>
		<category><![CDATA[Galileo]]></category>
		<category><![CDATA[GNSS]]></category>
		<category><![CDATA[GPS]]></category>
		<category><![CDATA[Konferenz]]></category>
		<category><![CDATA[Verkehr]]></category>
		<category><![CDATA[Zugbewegungen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Kongresse in Wien zeigen die Zukunft der Bahn. Eine Information des österreichischen Bundesministeriums für Verkehr, Innovation und Technologie (BMVIT). Wiedergabe mit freundlicher Genehmigung der BMVIT Infothek. Quelle: Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie (BMVIT) / BMVIT Infothek. Was haben irdische Mobilität und Weltraumforschung gemein? Sieht man von den revolutionären Gefährten wie den Mond- und Mars-Rovern [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Kongresse in Wien zeigen die Zukunft der Bahn. Eine Information des österreichischen  Bundesministeriums für Verkehr, Innovation und Technologie (BMVIT). Wiedergabe mit freundlicher Genehmigung der BMVIT Infothek.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie (BMVIT) / BMVIT Infothek.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Was haben irdische Mobilität und Weltraumforschung gemein? Sieht man von den revolutionären Gefährten wie den Mond- und Mars-Rovern ab, ist es vor allem die moderne Satellitentechnik, die unser Mobilitäts- und Transsportsystem auf der Erde grundlegend verbessern soll. 
<br>
Fernsehen, Telekommunikation oder Wettervorhersagen sind ohne Satelliten absolut undenkbar geworden. Sehr viel präzisere und schnellere Informationen brauchen Anwendungen zum Automatisierten Fahren, aber auch Leitsysteme im Flugbetrieb. Wie sieht es damit auf der Schiene aus? Wie können Satellitensignale dort für einen optimalen Fluß und verbesserten Service sorgen? Auch im Bahnsektor sollen mit diesen neuen Möglichkeiten Unfälle, Verspätungen und Umwege vermieden werden können.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Palais Wertheim in Wien wurde bei der Konferenz Space for Innovation in Rail nun der optimale Einsatz von globalen Navigationssatellitensystemen (englisch: global navigation satellite system oder kurz GNSS) im Bahnbereich, insbesondere bei Schienenfahrzeugen und bei Verkehrsmanagementsystemen und –diensten diskutiert. Die Veranstaltung stand unter der Schirmherrschaft des Bundesministeriums für Verkehr, Innovation und Technologie (BMVIT) und wurde gemeinsam von der Agentur für das Europäische GNSS (GSA), dem Unternehmen Shift2rail (S2R JU) und der Eisenbahnagentur der Europäischen Union (ERA) organisiert und bot die Gelegenheit, sich über die Digitalisierung im Eisenbahnsektor auszutauschen und den Einsatz speziell des europäischen Galileo-Systems für die Schiene in den Mittelpunkt zu stellen. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/23032019095220_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/23032019095220_small_1.jpg" alt="BMVIT" width="456" height="238"/></a><figcaption>
Galileo Satellit im Fokus bei SpaceInRail. 
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(Bild: BMVIT)
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<p class="wp-block-paragraph"><strong>Galileo für die Schiene</strong>
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An der hochkarätig besetzten Konferenz nahmen Vertreter der Europäischen Kommission, Matthias Petschke, Direktor für die EU Navigationssysteme Galileo, und Elisabeth Werner, Direktorin für Landverkehr, sowie der Exekutivdirektor der Europäischen Agentur für globale Satellitennavigationssystem GSA, Carlo Des Dorides, sowie der Exekutivdirektor der Europäischen Technologie-Initiative Shift2Rail und jener der Europäischen Eisenbahnagentur, Carlo Borghini und Josef Doppelbauer, teil. </p>



<p class="wp-block-paragraph">In den letzten Jahren haben die europäischen Bahnunternehmen – einschließlich Industrie, Dienstleistern sowie Forschung und Entwicklung – eine Reihe von Innovationen zur Steigerung der Kosteneffizienz, zur Verbesserung des Services für Fahrgäste und zur Verbesserung der Sicherheit des Schienenverkehrs entwickelt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">„Weltraumtechnologien und -anwendungen sind für Österreich und seine Gesellschaft genauso wichtig wie bahnbrechend,“ sagte Verkehrsminister Norbert Hofer im Vorfeld der Konferenz. Mit der fast vollständigen, bereits aber jetzt schon voll einsatzfähigen Flotte an Galileo-Satelliten soll es möglich sein, auch den Schienenverkehr effizienter und sicherer zu gestalten. Das zeigten auch erste Ergebnisse einiger Projekte, an denen die ÖBB beteiligt ist, und in denen der möglichst beste Einsatz von Galileo-Systemen getestet wird. „Es ist ein zentrales Ziel des Ministeriums, den Einsatz von weltraumgestützten Lösungen zur Verbesserung unseres täglichen Lebens weiter zu stärken“, so Hofer weiter. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/23032019095220_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/23032019095220_small_2.jpg" alt="ESA" width="456" height="230"/></a><figcaption>
Visualaisierung von Galileo-Satelliten. 
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(Bild: ESA)
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<p class="wp-block-paragraph"><strong>Alle Infos ständig in Echtzeit</strong>
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Auch EGNOS, das European Geostationary Navigation Overlay Service (EGNOS) ist als europäisches Erweiterungssystem zur Satellitennavigation erfolgreich im Einsatz. Es steigert regional begrenzt auf Europa die Positionsgenauigkeit von GNSS und ist voll kompatibel zu GPS, dem amerikanischen WAAS, dem japanischen MSAS und dem indischen GAGAN, die ihre Korrekturdaten ebenfalls über Satelliten verteilen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Das zivile europäische Navigationssystem Galileo steht für höhere Präzision, eine bessere Zuverlässigkeit der Positionsinformation und höhere Signalverfügbarkeit und spielt damit auch bei Eisenbahntechnik, besonders bei sicherheitsrelevanten Anwendungen, wie der Positionsermittlung von Zügen für Gleisfreimeldeanlagen eine immer wichtigere Rolle. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Von der optimalen Nutzung der Strecke, des rollenden Materials und vom Einsatz der Zugbesatzungen bis hin zur automatisierten Wartung der Infrastruktur ergeben sich zahlreiche weitere denkbare Vorteile. Neben dieser Art der Verkehrskontrolle kann das Positioning im Netz von großem Nutzen für weitere Anwendungen der Passagiere sein: Erweiterte Kundenservices, beispielsweise mit den ständigen Information der Passagiere über Ankunftszeit von Zügen in Echtzeit, vor und während der Reise, erweiterte Ticket-, Reservierungs- und Zahlungssysteme, auch angepasst an die Bedürfnisse behinderter und mobilitätseingschränkter Menschen bis hin zum Gepäck- und Frachtmanagement. Allesamt äußerst sinnvolle Ergänzungen für den Bahnbetrieb. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Die neue Seidenstraße</strong>
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Bei einem weiteren Kongress in Wien ging es um die Fragen, wie das Verkehrssystem der Zukunft aussehen muss, damit es zugleich eine wachsende Industrie unterstützt und wie unsere Mobilität und vor allem der Gütertransport nachhaltig gestaltet werden kann? Ein riesiges Infrastrukturprojekt steht dazu seit einiger Zeit in den Startlöchern: Der Ausbau der russischen Breitspurbahn Transsib bis Wien. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Wie viel das kostet und wann es soweit sein kann wurde beim International Railway Congress 2019 in Wien diskutiert. Dieser war der Start einer Kongressreihe, die mindestens über die nächsten drei Jahre stattfinden soll. Über 500 Gäste haben sich zwei Tage lang, vorrangig zu den Chancen und Potentialen des multinationalen Eisenbahnprojekts Breitspurbahn als umweltschonendes globales Tor für den weltweiten Warenverkehr, ausgetauscht. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/10/MoeglicheKorridoreBreitspurbahnKosiceWienBreitspurPlanungsgesellschaft.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/10/MoeglicheKorridoreBreitspurbahnKosiceWienBreitspurPlanungsgesellschaft600.jpg" alt="Breitspur Planungsgesellschaft " width="456" height="212"/></a><figcaption>
Mögliche Korridore für eine Breitspurbahn zwischen Košice und Wien. 
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(Bild: Breitspur Planungsgesellschaft )
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<p class="wp-block-paragraph">Dahin ist man nun wieder einen Schritt weiter gekommen: Am Rande des Kongresses wurden eine Absichtserklärung zwischen den Verkehrsministerien aus Russland, der Slowakei und Österreich zur Realisierung der Güterzugstrecke Košice – Bratislava – Wien mit einer Spurweite von 1520 mm unterzeichnet. En weiterer Schritt bei den Vorbereitungen für einen Staatsvertrag dazu zwischen den Ländern. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit der soll der stark wachsende Güterverkehr zwischen China und Europa zum Teil auf die Bahn verlagert werden. Derzeit endet die Transsibirische Eisenbahn mit der größeren Spurweite im Osten der Slowakei. Österreichs Regierung will diese Breitspurbahn bis in den Raum Wien verlängern. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Umweltfreundlich zwischen den Kontinenten</strong>
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Tatsächlich könnten auf mehr als 8.000 km Schienennetz die asiatischen Wachstumsmärkte und Zentraleuropa enger miteinander verbunden werden. Mit einer Verlängerung der Transsib-Breitspurbahn über 400km von Košice in der Ostslowakei nach Wien wäre dieser traditionsreiche Verkehrskorridor auch ausnahmslos ohne Spurwechsel zwischen Ostasien und Österreich zu befahren. Pläne für die Verlängerung dieser Bahnstrecke bis in den Großraum Wien existieren schon länger. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Breitspurverlängerung samt Bau eines Terminals auf österreichischem Boden hätte enorme wirtschaftliche Chancen. Laut Studie würde die Verlängerung der Breitspurbahn vom Terminal in Košice nach Wien von der Bauphase bis zum Vollbetrieb 127.000 heimische Jobs schaffen und sichern. Zu Spitzenzeiten könnten durch Bau, Betrieb und Betriebsansiedelungen in Terminal-Nähe 9.000 Arbeitsplätze entstehen. Des Weiteren wäre eine Gesamtwertschöpfung von 15,5 Milliarden Euro bis 2054 für Österreich zu erwarten. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein möglicher Baustart für die Verlängerung der Breitspurbahn wäre im Jahr 2023. Die Neubaustrecke könnte dann zehn Jahre später im Jahr 2033 in Betrieb gehen. Das internationale Projekt würde den Containertransport nach Mitteleuropa nicht nur ökologischer gestalten, sondern ihn auch deutlich beschleunigen. Die Gütercontainer ließen sich per Schiene auf der Transsib in 10-15 Tagen in den Großraum Wien bewegen, während sie per Schiff nach Europa etwa 30 Tage benötigen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Andreas Reichhardt, Generalsekretär des BMVIT, sieht das Memorandum nach einem ersten Seidenstraßen-Abkommen im letzten Jahr bereits als nächsten großen Erfolg im Infrastrukturbereich: „Mit dem Memorandum of Understanding zwischen Russland, der Slowakei und Österreich haben wir wieder einen großen Schritt für die Verlängerung der 1520-Bahn in die Twin-City-Region machen können.“ </p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Chef der ÖBB Holding, Mag. Andreas Matthä, konstatiert in seinem Statement zum Abschluss des Kongresses: „Die Schiene ist Bindeglied zwischen Gesellschaften und Nationen. Sie bringt Menschen und Güter in Bewegung und schafft gute Verbindungen – auch für die Neue Seidenstraßen-Initiative. Um die internationale Zusammenarbeit hier zu vertiefen und die Verbindung zwischen Österreich und Russland weiter auf Schiene zu bringen, ist der International Railway Congress wohl der beste Ausgangspunkt. Es würde mich daher sehr freuen, wenn dieser Congress auch in den kommenden Jahren zu einem Fixpunkt des Austausches der internationalen Eisenbahngemeinde in Wien werden würde.“ </p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch Oleg Belozerov, Generaldirektor der Russian Railways RZD, betont, dass „dieses Projekt die Arbeit der Eisenbahnen auf ein neues Niveau heben wird.“ Es würden neue Technologien ausprobiert, um die Grenzübergänge zu beschleunigen und Rechtsfragen zu vereinheitlichen. „Wir müssen unsere Aufmerksamkeit darauf richten, dass dies so schnell wie möglich geschieht“, so Belozerov. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Neue Seidenstraße ist aber auch ein chinesische Megaprojekt. China möchte die alte Seidenstraße beleben und über Infrastruktur­projekte neue Handelsrouten nach Europa, Asien und Afrika schaffen. Die ehrgeizige Initiative läuft in China offziell unter dem Titel One Belt, One Road (ein Band, eine Straße) und verspricht die Ankurbelung der Wirtschaft aller beteiligten Länder. Seit 2013 versucht das Reich der Mitte damit seine Verkehrsinfrastruktur mit Europa, Afrika und den übrigen Ländern Asiens neu und besser als je zuvor zu vernetzen – der Staat will dabei offen sein für Länder, die sich in Form von Kooperationen beteiligen wollen. Acht Billionen US-Dollar (umgerechnet 6,5 Billionen Euro) sollen investiert werden. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>INFObox: </strong>
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Österreich ist Bahnland Nummer 1 in der EU. Nicht zuletzt durch den ÖBB-Rahmenplan, der bis 2023 Investitionsmittel des Infrastrukturministeriums in Höhe von 12,9 Mrd vorsieht. Die Implementierung von GNSS-Anwendungen im Infrastruktur- und Fahrgastbereich sollen die Bahn zusätzlich verbessern. Auch dafür investiert das BMVIT als Weltraumministerium jährlich rund 70 Millionen Euro in den Weltraumsektor. Unter Einrechnung der EU-Flagschiffprogramme Copernicus, Galileo/EGNOS und H2020 liegt Österreichs Beitrag bei etwa 100 Millionen Euro pro Jahr. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



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