<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Beobachtung &#8211; Raumfahrer.net</title>
	<atom:link href="https://www.raumfahrer.net/category/astronomie/beobachtung/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://www.raumfahrer.net</link>
	<description>Das Portal für Astronomie- und Raumfahrtbegeisterte</description>
	<lastBuildDate>Fri, 17 Apr 2026 17:25:11 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=6.9.4</generator>

<image>
	<url>https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/cropped-R-Logo-neu-o-512-32x32.png</url>
	<title>Beobachtung &#8211; Raumfahrer.net</title>
	<link>https://www.raumfahrer.net</link>
	<width>32</width>
	<height>32</height>
</image> 
	<item>
		<title>ESA-Raumsonde Vigil soll vor Sonnenstürmen warnen</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/esa-raumsonde-vigil-soll-vor-sonnenstuermen-warnen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 14 Apr 2026 18:16:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Beobachtung]]></category>
		<category><![CDATA[Erde]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumsonden]]></category>
		<category><![CDATA[Sonne]]></category>
		<category><![CDATA[Vigil]]></category>
		<category><![CDATA[ESA]]></category>
		<category><![CDATA[Lagrange-Punkt]]></category>
		<category><![CDATA[MPS]]></category>
		<category><![CDATA[Raumsonde]]></category>
		<category><![CDATA[Sonnensturm]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.raumfahrer.net/?p=152118</guid>

					<description><![CDATA[<p>Die ESA-Sonde Vigil soll die Vorwarnzeit vor gefährlichen Sonnenstürmen deutlich verlängern. Am MPS entsteht eines der Instrumente der Mission. Eine Nachricht des Max-Planck-Instituts für Sonnensystemforschung MPS. Quelle: MPS/Aktuelles/Nachrichten/ESA-Raumsonde Vigil soll vor Sonnenstürmen warnen, 28. November 2025 Von der Erdoberfläche oder aus Erdnähe im All schauen mehrere Teleskope und Raumsonden unentwegt auf die Sonne. Wenn sich [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/esa-raumsonde-vigil-soll-vor-sonnenstuermen-warnen/" data-wpel-link="internal">ESA-Raumsonde Vigil soll vor Sonnenstürmen warnen</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Die ESA-Sonde Vigil soll die Vorwarnzeit vor gefährlichen Sonnenstürmen deutlich verlängern. Am MPS entsteht eines der Instrumente der Mission. Eine Nachricht des Max-Planck-Instituts für Sonnensystemforschung MPS.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Quelle: <a href="https://www.mps.mpg.de/esa-raumsonde-vigil-soll-vor-sonnenstuermen-warnen?c=2728" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">MPS/Aktuelles/Nachrichten/ESA-Raumsonde Vigil soll vor Sonnenstürmen warnen</a>, 28. November 2025</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/04/1-Vigil-Sonne-Erde.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Die Raumsonde Vigil wird aus seitlicher Perspektive auf die Sonne schauen und von dort vor gefährlichem Weltraumwetter warnen. Copyright: ESA" data-rl_caption="" title="Die Raumsonde Vigil wird aus seitlicher Perspektive auf die Sonne schauen und von dort vor gefährlichem Weltraumwetter warnen. Copyright: ESA" data-wpel-link="internal"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="700" height="370" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/04/1-Vigil-Sonne-Erde-700x370-1.jpg" alt="" class="wp-image-152111" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/04/1-Vigil-Sonne-Erde-700x370-1.jpg 700w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/04/1-Vigil-Sonne-Erde-700x370-1-300x159.jpg 300w" sizes="(max-width: 700px) 100vw, 700px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><em>Die Raumsonde Vigil wird aus seitlicher Perspektive auf die Sonne schauen und von dort vor gefährlichem Weltraumwetter warnen.<br><mark>Copyright: ESA</mark></em></figcaption></figure>



<ul class="wp-block-list">
<li>Die ESA-Ministerratskonferenz hat den weiteren Fahrplan für die Weltraummission Vigil beschlossen. Die Raumsonde soll ab 2031 gefährliches Weltraumwetter vorhersagen.</li>



<li>Vigil schaut aus bisher ungenutzter Beobachtungsposition auf die Sonne. Die Vorwarnzeit vor Sonnenstürmen verlängert sich so um bis zu fünf Tage.</li>



<li>Der Photospheric Magnetic Field Imager (PMI) von Vigil wird unter Leitung des Max-Planck-Instituts für Sonnensystemforschung entwickelt und gebaut. Arbeiten an dem Instrument haben bereits begonnen.</li>



<li>PMI liefert beinahe ununterbrochen und in Echtzeit detaillierte Karten des Magnetfeldes an der sichtbaren Sonnenoberfläche. Das ist auch für wissenschaftliche Zwecke wertvoll.</li>
</ul>



<p>Von der Erdoberfläche oder aus Erdnähe im All schauen mehrere Teleskope und Raumsonden unentwegt auf die Sonne. Wenn sich dort eine möglicherweise gefährliche Sonneneruption zusammenbraut, merken sie es als erste – jedoch mit einer recht kurzen Vorwarnzeit von höchstens drei Tagen. Denn ebenso wie die Planeten rotiert auch die Sonne um die eigene Achse. Die Regionen, die das künftige Weltraumwetter auf der Erde bestimmen, drehen sich erst nach und nach in unser Sichtfeld; die ersten Anzeichen eines gefährlichen Sonnensturms bleiben uns so verborgen. Ein effektiveres Vorwarnsystem benötigt deshalb in erster Linie einen Perspektivenwechsel.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><a href="https://streaming-eu.mpg.de/de/institute/mps/PMI_De.mp4" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external"><img decoding="async" width="400" height="225" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/04/2-Vigil_MPS-400x225-1.jpg" alt="" class="wp-image-152113" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/04/2-Vigil_MPS-400x225-1.jpg 400w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/04/2-Vigil_MPS-400x225-1-300x169.jpg 300w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><em><mark>Copyright: MPS / Science Office</mark></em></figcaption></figure>



<p><em>Die Sonne im Blick mit dem Photospheric Magnetic Field Imager der Raumsonde Vigil<br>Die Raumsonde Vigil wird aus einzigartiger Beobachtungsperspektive vor gefährlichem Weltraumwetter warnen. Mit an Bord: der Photospheric Magnetic Field Imager vom Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung.</em></p>



<div class="wp-block-uagb-separator uagb-block-253b4d08"><div class="wp-block-uagb-separator__inner" style="--my-background-image:"></div></div>



<p>Diesen soll die ESA-Sonde Vigil ermöglichen. Ihr Start ist für 2031 geplant. In einem Abstand von etwa 150 Millionen Kilometern wird die Sonde der Erde auf ihrer Umlaufbahn um die Sonne folgen. Vigil schaut so auf die Seite der Sonne, die sich der Erde erst vier bis fünf Tage später zuwendet. Der anvisierte Beobachtungsposten zählt zu den so genannten Lagrange-Punkten. Dies sind insgesamt fünf Positionen im Sonne-Erde-System, an denen eine Raumsonde im Gleichtakt mit der Erde um die Sonne kreisen kann. Der Punkt L5 wurde in der Weltraumforschung bisher noch nicht genutzt.</p>



<div class="wp-block-uagb-separator uagb-block-06f92ee7"><div class="wp-block-uagb-separator__inner" style="--my-background-image:"></div></div>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/04/3-Lagrange-Punkte.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="Vigil wird die Sonne vom Lagrange-Punkt L5 beobachten. Die Sonde folgt der Erde auf ihrer Umlaufbahn um die Sonne und hat so Regionen der Sonne im Blick, bevor sie von der Erde aus sichtbar sind. Der Lagrange-Punkt L1 ist Arbeitsplatz des altgedienten Sonnenobservatoriums Solar and Heliospheric Observatory (SOHO); vom Langrange-Punkt L2 aus blickt das James-Webb-Teleskop (JWT) ins All. Copyright: MPS" data-rl_caption="" title="Vigil wird die Sonne vom Lagrange-Punkt L5 beobachten. Die Sonde folgt der Erde auf ihrer Umlaufbahn um die Sonne und hat so Regionen der Sonne im Blick, bevor sie von der Erde aus sichtbar sind. Der Lagrange-Punkt L1 ist Arbeitsplatz des altgedienten Sonnenobservatoriums Solar and Heliospheric Observatory (SOHO); vom Langrange-Punkt L2 aus blickt das James-Webb-Teleskop (JWT) ins All. Copyright: MPS" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="267" height="225" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/04/3-Lagrange-Punkte-267x225-1.jpg" alt="" class="wp-image-152114"/></a><figcaption class="wp-element-caption"><em><mark>Copyright: MPS</mark></em></figcaption></figure>



<p><em>Vigil wird die Sonne vom Lagrange-Punkt L5 beobachten. Die Sonde folgt der Erde auf ihrer Umlaufbahn um die Sonne und hat so Regionen der Sonne im Blick, bevor sie von der Erde aus sichtbar sind. Der Lagrange-Punkt L1 ist Arbeitsplatz des altgedienten Sonnenobservatoriums Solar and Heliospheric Observatory (SOHO); vom Langrange-Punkt L2 aus blickt das James-Webb-Teleskop (JWT) ins All.</em></p>



<div class="wp-block-uagb-separator uagb-block-f720a250"><div class="wp-block-uagb-separator__inner" style="--my-background-image:"></div></div>



<p><strong>Ein Instrument und sein Vorgänger</strong><br>Vier Messinstrumente werden an Bord von Vigil in verschiedene Schichten der Sonne schauen: von der Oberfläche über die innere bis in die äußere Atmosphäre. Zudem misst die Sonde mit zwei Instrumenten den Sonnenwind, der die Raumsonde an Ort und Stelle umströmt. Vigils Photospheric Magnetic Field Imager (PMI), der derzeit am Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung (MPS) entsteht, hat die Oberfläche der Sonne im Blick und bestimmt Stärke und Richtung des dortigen Magnetfeldes. Wenn sich das Magnetfeld stellenweise umstrukturiert und Energie freisetzt, kann das eine Sonneneruption auslösen.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p><em>Erste Anzeichen für eine drohende Sonneneruption zeigen sich oftmals schon an der Oberfläche der Sonne. Solche Hinweise wird Vigil dank PMI früher als andere Sonnenspäher erkennen.</em><br><strong>Sami K. Solanki, MPS-Direktor und wissenschaftlicher Leiter des PMI-Teams</strong></p>
</blockquote>



<p>Vorbild für PMI ist das Instrument PHI (Photospheric and Helioseismic Imager), das seit 2020 an Bord der ESA-Raumsonde Solar Orbiter um die Sonne kreist. Auch PHI wurde unter Leitung des MPS entwickelt und gebaut. „Die Erfahrung, die wir in den vergangenen Jahren beim Bau von PHI gesammelt haben, sind für unseren Beitrag zu Vigil sehr wertvoll“, so PMI-Projektmanager Jan Staub vom MPS. Eine exakte Kopie von PHI ist das neue Instrument jedoch nicht. Anders als PHI soll PMI beinahe in Echtzeit und im Dauerbetrieb die Grundlage für Weltraumwettervorhersagen liefern.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p><em>Der Einsatz für Weltraumwettervorhersagen stellt höchste Anforderungen an die Verlässlichkeit unseres Instruments.</em><br><strong>Jan Staub, PMI-Projektmanager</strong></p>
</blockquote>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/04/4-Sonne-Falschfarben.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="Diese Falschfarben-Aufnahmen der Sonne zeigen, wie der Blick von PMI auf die Sonnenoberfläche aussehen wird. Das Instrument liefert Messungen der Intensität des Sonnenlichts (linkes Bild), der Stärke des Magnetfeldes (zweites Bild von links), der Richtung des Magnetfeldes (drittes und viertes Bild von links) und der Strömungsgeschwindigkeit des Sonnenplasmas an der Oberfläche in Blickrichtung (rechtes Bild). Copyright: NASA/SDO/MPS" data-rl_caption="" title="Diese Falschfarben-Aufnahmen der Sonne zeigen, wie der Blick von PMI auf die Sonnenoberfläche aussehen wird. Das Instrument liefert Messungen der Intensität des Sonnenlichts (linkes Bild), der Stärke des Magnetfeldes (zweites Bild von links), der Richtung des Magnetfeldes (drittes und viertes Bild von links) und der Strömungsgeschwindigkeit des Sonnenplasmas an der Oberfläche in Blickrichtung (rechtes Bild). Copyright: NASA/SDO/MPS" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="700" height="140" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/04/4-Sonne-Falschfarben-700x140-1.jpg" alt="" class="wp-image-152116" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/04/4-Sonne-Falschfarben-700x140-1.jpg 700w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/04/4-Sonne-Falschfarben-700x140-1-300x60.jpg 300w" sizes="(max-width: 700px) 100vw, 700px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><em>Diese Falschfarben-Aufnahmen der Sonne zeigen, wie der Blick von PMI auf die Sonnenoberfläche aussehen wird. Das Instrument liefert Messungen der Intensität des Sonnenlichts (linkes Bild), der Stärke des Magnetfeldes (zweites Bild von links), der Richtung des Magnetfeldes (drittes und viertes Bild von links) und der Strömungsgeschwindigkeit des Sonnenplasmas an der Oberfläche in Blickrichtung (rechtes Bild).<br><mark>Copyright: NASA/SDO/MPS</mark></em></figcaption></figure>



<p><strong>Wissenschaftliche Anwendungen</strong><br>Der ununterbrochene Datenstrom aus einzigartiger Perspektive ist nicht nur zur Vorhersage von Sonnenstürmen, sondern auch unter Forschenden gefragt. Besonders in Zusammenarbeit mit anderen Raumsonden ergeben sich neue Möglichkeiten:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Ansichten der Sonnenrückseite</strong>:<br>Durch Methoden der Helioseismologie könnte Vigil seinen Wissensvorsprung noch weiter vergrößern. Schallwellen durchlaufen die Sonne und verbinden so ihre erdabgewandte und ihre erdzugewandte Seite. <a href="https://www.aanda.org/articles/aa/full_html/2023/06/aa46030-23/aa46030-23.html" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Da sich solche Wellen unter dem Einfluss starker Magnetfelder schneller ausbreiten, ist es möglich, durch Beobachtungen der Schallwellen an der erdzugewandten Sonnenoberfläche auf Regionen hoher magnetischer Aktivität auf der Rückseite der Sonne zu schließen.</a> Große und komplexe aktive Regionen sind oftmals potentielle Ausgangsorte zukünftiger Sonneneruptionen. „Vigils Perspektive vom Lagrange-Punkt L5 wird es uns erlauben, aktive Regionen auf der Rückseite der Sonne mit verbesserter Genauigkeit und Verlässlichkeit aufzuspüren“, so Laurent Gizon, Geschäftsführender Direktor des MPS.</li>



<li><strong>Magnetfeldmessungen</strong>: <br>Das Magnetfeld der Sonne ist Motor vieler Prozesse auf unserem Stern – und Schlüssel zu seinem Verständnis. Doch bisher lässt sich nur die Magnetfeldkomponente in Blickrichtung eindeutig und routinemäßig messen. Für Abhilfe kann ein Stereo-Blick auf die Sonne aus zwei Perspektiven sorgen. <a href="https://www.mps.mpg.de/doppelblick-auf-das-magnetfeld-der-sonne?c=2728" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">So lässt sich auch die Magnetfeldkomponente senkrecht zur Blickrichtung zweifelsfrei bestimmen, wie Forschende des MPS bereits zeigen konnten.</a> Dafür werteten sie gleichzeitig aufgenommene Daten der ESA-Raumsonde Solar Orbiter und der erdnahen NASA-Raumsonde Solar Dynamics Observatory (SDO) aus. Durch Vigil werden solche Daten erstmals ständig zur Verfügung stehen.</li>



<li><strong>Helligkeit von Sonnenfackeln</strong>: <br>Um die Gesamthelligkeit der Sonne und ihre Schwankungen einzuschätzen, sind neben den dunklen Sonnenflecken auch Sonnenfackeln von maßgeblicher Bedeutung. Das sind besonders helle Gebiete auf der Sonnenoberfläche mit hohen magnetischen Feldstärken. Entscheidende Eigenschaften von Sonnenfackeln lassen sich nur unzureichend messen, wenn sie von der Erde aus betrachtet am Rand der Sonne liegen. „Mit einer Seitenansicht auf diese Regionen können wir die Magnetfelder der Fackeln besser bestimmen und mehr über ihre Helligkeit erfahren“, erklärt Kinga Albert vom MPS, <a href="https://arxiv.org/pdf/2510.00320" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">die entsprechende Studien mit Daten der ESA-Raumsonde Solar Orbiter und SDO durchgeführt hat.</a></li>
</ul>



<p><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=18450.msg586346#msg586346" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">ESA Sonnenmission Vigil (früher Lagrange)</a></li>
</ul>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/esa-raumsonde-vigil-soll-vor-sonnenstuermen-warnen/" data-wpel-link="internal">ESA-Raumsonde Vigil soll vor Sonnenstürmen warnen</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		<enclosure url="https://streaming-eu.mpg.de/de/institute/mps/PMI_De.mp4" length="25361321" type="video/mp4" />

			</item>
		<item>
		<title>Wir engagieren uns für gerechte und nachhaltige Nutzung des Weltraums – zum Wohle der Astronomie und der Menschheit</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/wir-engagieren-uns-fuer-eine-gerechte-und-nachhaltige-nutzung-des-weltraums-zum-wohle-der-astronomie-und-der-menschheit/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 29 Mar 2026 13:34:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Astrophilie]]></category>
		<category><![CDATA[Beobachtung]]></category>
		<category><![CDATA[ELT]]></category>
		<category><![CDATA[Kometen]]></category>
		<category><![CDATA[Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Satelliten]]></category>
		<category><![CDATA[Sternenhimmel]]></category>
		<category><![CDATA[Teleskope]]></category>
		<category><![CDATA[VLT]]></category>
		<category><![CDATA[Weltraummüll]]></category>
		<category><![CDATA[Astronomen]]></category>
		<category><![CDATA[COPUOS]]></category>
		<category><![CDATA[ESO]]></category>
		<category><![CDATA[Lichtverschmutzung]]></category>
		<category><![CDATA[Megakonstellation]]></category>
		<category><![CDATA[Nachthimmel]]></category>
		<category><![CDATA[Paranal]]></category>
		<category><![CDATA[Starlink]]></category>
		<category><![CDATA[Weltraumschrott]]></category>
		<category><![CDATA[Weltraumvertrag]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.raumfahrer.net/?p=151418</guid>

					<description><![CDATA[<p>Der Blick in den Nachthimmel und der Anblick eines endlosen Sternenmeers ist ein Erlebnis, das immer weniger Menschen noch erleben dürfen. Der Himmel wird aufgrund der zunehmenden Lichtverschmutzung von Tag zu Tag heller und lauter, was nicht zuletzt auf die wachsende Zahl von Satelliten zurückzuführen ist, die ins All geschossen werden. Während der Weltraumvertrag der [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/wir-engagieren-uns-fuer-eine-gerechte-und-nachhaltige-nutzung-des-weltraums-zum-wohle-der-astronomie-und-der-menschheit/" data-wpel-link="internal">Wir engagieren uns für gerechte und nachhaltige Nutzung des Weltraums – zum Wohle der Astronomie und der Menschheit</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Der Blick in den Nachthimmel und der Anblick eines endlosen Sternenmeers ist ein Erlebnis, das immer weniger Menschen noch erleben dürfen. Der Himmel wird aufgrund der zunehmenden Lichtverschmutzung von Tag zu Tag heller und lauter, was nicht zuletzt auf die wachsende Zahl von Satelliten zurückzuführen ist, die ins All geschossen werden. Während der Weltraumvertrag der Vereinten Nationen besagt, dass „<a href="https://www.unoosa.org/oosa/en/ourwork/spacelaw/treaties/introouterspacetreaty.html" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">die Erforschung und Nutzung des Weltraums zum Nutzen und im Interesse aller Länder erfolgen und der gesamten Menschheit zustehen soll</a>“, ist nicht jeder davon überzeugt, dass der Weltraum tatsächlich zum Wohle der Menschheit genutzt wird. Eine dieser Personen ist Betty Kioko, Referentin für institutionelle Angelegenheiten bei der ESO. In diesem Beitrag sprechen wir mit Betty über ihr Engagement für den Schutz des dunklen und ruhigen Himmels auf gerechte und nachhaltige Weise. Eine Blogbeitrag der Europäischen Südsternwarte ESO.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Quelle: <a href="https://www.eso.org/public/blog/betty-kioko/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">ESO / Blog / Betty Kioko</a>, 27. März 2026</p>



<p>Nicht alle Mitarbeiter der ESO sind Astronomen oder Ingenieure. Betty absolvierte gerade ihren Masterstudiengang in Rechtswissenschaften in Manchester, Großbritannien, und hatte nicht vor, bei einer astronomischen Organisation zu arbeiten. Doch dann schrieb ihr Professor eine Praktikumsstelle im Bereich Vertragsrecht am <a href="https://www.skao.int/en" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Square-Kilometer-Array-Observatorium</a> aus. „Mein einziges Verständnis von Astronomie beschränkte sich damals auf die schönen Bilder, die man hin und wieder zu sehen bekommt.“</p>



<p>Heute, fast sieben Jahre später, koordiniert Betty die institutionellen Angelegenheiten der ESO. In dieser Funktion ist sie für die Zusammenarbeit der ESO mit ihren Mitgliedstaaten und externen Partnern verantwortlich. „Zu meinen Aufgaben gehören also die Politikgestaltung und die Interessenvertretung gegenüber unseren Mitgliedsregierungen und relevanten Institutionen wie der EU-Kommission, um sicherzustellen, dass die Interessen der Astronomie angemessen vertreten werden.“</p>



<p><strong>Zu viele Satelliten im niedrigen Erdorbit?</strong></p>



<p>In den letzten Jahren hat die Zahl der Satelliten, die in die erdnahe Umlaufbahn gebracht wurden, enorm zugenommen, was bei Astronomen Alarmglocken läuten lässt: Da Satelliten das Sonnenlicht reflektieren, verursachen sie Störsignale bei astronomischen Beobachtungen. Darüber hinaus führt ihre kumulative Wirkung zu einem insgesamt helleren Nachthimmel, was die Fähigkeit der Astronomen beeinträchtigt, das Licht schwacher Objekte zu erfassen – ganz zu schweigen von den <a href="https://www.youtube.com/watch?v=Lvw8J4nwpC0" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Auswirkungen der Lichtverschmutzung</a> auf die <a href="https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC5805938/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Tierwelt</a>, das <a href="https://www.nature.com/articles/s41550-020-01238-3" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">kulturelle Erbe</a> und die <a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/39199494/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">menschliche Gesundheit</a> (aber wir beschränken uns in diesem Beitrag auf unser Fachgebiet).</p>



<p>Die zunehmende Helligkeit ist nicht das einzige Problem: Der Himmel wird auch „lauter“. Satelliten kommunizieren über Funkwellen, die die schwachen Funksignale aus den Tiefen des Kosmos stören können, die wir derzeit mit Radioteleskopen auf der Erde empfangen. Daher ist es notwendig, das Bewusstsein dafür zu schärfen, wie sie zu einem Problem werden können. „Wenn niemand den Entscheidungsträgern sagt, welche Auswirkungen dies auf die Astronomie hat, werden sie einfach weiterhin Lizenzen an Satellitenunternehmen vergeben, weil diese ein gutes wirtschaftliches Geschäftsmodell haben und positive Auswirkungen auf die Internetkonnektivität“, argumentiert Betty.</p>



<p>Zudem sind nicht nur aktive Satelliten ein Problem. Wenn eine Satellitenmission endet, verbleibt ihr „Wrack“ in der Regel in der Umlaufbahn, wo es mit anderem Weltraumschrott kollidieren oder schließlich auf die Erde stürzen kann. Beim Wiedereintritt in die Atmosphäre verglüht der Satellit zwar, jedoch nicht immer vollständig. Dies kann dazu führen, dass Teile des Satelliten auf die Erdoberfläche fallen! „Aus Sicht der Nachhaltigkeit im Weltraum, meinem anderen Interessengebiet, ist eine der größten Sorgen der unkontrollierte Wiedereintritt von Satelliten in die Erdatmosphäre, nachdem sie einmal in der Umlaufbahn waren. Deshalb sehen wir zunehmend dokumentierte Vorfälle, bei denen Dinge einfach vom Himmel fallen, und machen uns auch Sorgen über Kollisionen in der Umlaufbahn.“</p>



<p>Diese Entwicklungen zeigen, warum es für die ESO entscheidend ist, mit Regierungen und anderen relevanten Stellen zusammenzuarbeiten, um Diskussionen über die Folgen einer unüberlegten Satellitennutzung anzuregen, falls diese weiterhin Lizenzen für Satelliten-Megakonstellationen ohne klare Vorschriften erteilen.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><a href="https://www.youtube.com/watch?v=Tm3qWstOjJs" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external"><img decoding="async" width="800" height="450" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/03/Paranals-Vistor-Comet-800x450-1.jpg" alt="" class="wp-image-151414" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/03/Paranals-Vistor-Comet-800x450-1.jpg 800w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/03/Paranals-Vistor-Comet-800x450-1-300x169.jpg 300w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/03/Paranals-Vistor-Comet-800x450-1-768x432.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><em>Dieser Zeitraffer wurde Anfang 2025 am Paranal-Observatorium der ESO in Chile aufgenommen. Nach Sonnenuntergang öffnen die vier Teleskope im Vordergrund ihre Kuppeln, um mit der Beobachtung des Nachthimmels zu beginnen. Im Hintergrund ist der Komet G/2024 G3 hinter einem dichten Vorhang aus Satelliten zu sehen.<br><mark>Bildnachweis: B. Häußler/ESO</mark></em></figcaption></figure>



<p>Diese Satelliten können der Menschheit zugutekommen, indem sie beispielsweise abgelegene Gebiete mit Internetzugang versorgen. Doch wie Betty erklärt: „Wir brauchen nicht so viele Satelliten, wie die Unternehmen einsetzen wollen. Wir könnten genau das Gleiche erreichen, was wir jetzt tun, mit weitaus weniger Satelliten, aber wie so vieles im Kapitalismus ist dies zu einem weiteren Weg für die Reichen geworden, noch reicher zu werden.“ Sie trifft den Nagel auf den Kopf: In den letzten Jahren ist die <a href="https://planet4589.org/space/stats/active.html" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Zahl der in die Umlaufbahn gestarteten Satelliten enorm gestiegen</a>. Im Jahr 2020 befanden sich etwa 2000 aktive Satelliten in der Umlaufbahn; ab 2026 sind es 15 000, und weit über 30 000, wenn wir auch ausgediente Satelliten und anderen Weltraumschrott mitzählen.</p>



<p>Betty hat auch ein persönliches Interesse daran, eine nachhaltige und faire Nutzung des Weltraums zu fördern, was ihre Motivation antreibt, für bessere Vorschriften zu kämpfen, was sie zu einem festen Bestandteil ihrer Arbeit gemacht hat. „Ich verbringe viel Zeit damit, über soziale Gerechtigkeit im Allgemeinen nachzudenken, und ich betrachte Aspekte dieser Diskussionen als eine Frage der sozialen Gerechtigkeit“, fügt sie hinzu.</p>



<p><strong>Die Bemühungen der ESO zum Schutz des Nachthimmels</strong></p>



<p>Obwohl Betty erst vor einem Jahr zur ESO kam, kann sie bereits einige Erfolge im Kampf der Organisation für einen dunkleren und ruhigeren Himmel vorweisen. So wurde die ESO beispielsweise im <a href="https://www.eso.org/public/unitedkingdom/announcements/ann25010/?lang" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Dezember 2025 offizieller Partner des Zentrums für den Schutz des dunklen und ruhigen Himmels</a> der Internationalen Astronomischen Union (<a href="https://cps.iau.org/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">IAU CPS</a>), vor allem Dank Bettys Arbeit. Diese Partnerschaft ermöglicht es der ESO, enger mit den wichtigen Akteuren zusammenzuarbeiten, die ein Interesse an Störungen durch Satellitenkonstellationen haben, wie Astronomen, Satellitenbetreiber, aber auch politische Entscheidungsträger, und so die Bemühungen der weltweiten astronomischen Gemeinschaft zum Schutz des dunklen und ruhigen Himmels zu bündeln. Seit Januar ist Betty stellvertretende Direktorin des CPS Policy Hub, der internationale Bemühungen zur Erforschung und Entwicklung von Vorschriften koordiniert, die den Nachthimmel vor Störungen durch Satellitenkonstellationen schützen.</p>



<p>Eine weitere große Verantwortung ist Bettys Rolle als Vertreterin der ESO im Ausschuss der Vereinten Nationen für die friedliche Nutzung des Weltraums (<a href="https://www.unoosa.org/oosa/en/ourwork/copuos/index.html" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">COPUOS</a>), einem Gremium der UNO, das sich mit Fragen der friedlichen Nutzung des Weltraums befasst. Seit 2008 hat die ESO den Status eines ständigen Beobachters, was bedeutet, dass sie sich bei politischen Entscheidungsträgern für die Astronomie einsetzen kann, jedoch kein Stimmrecht besitzt. „Dadurch können wir erkennen, was auf uns zukommt, mit Regierungen und anderen Genehmigungsbehörden in Kontakt treten und sicherstellen, dass astronomische Belange klar vertreten sind, wenn Entscheidungen über die Nutzung des Weltraums getroffen werden.“</p>



<p>Ein wichtiger Meilenstein war die 59. Sitzung des Wissenschafts- und Technikunterausschusses des COPUOS, bei der der Schutz des dunklen und ruhigen Himmels erstmals als offizieller Tagesordnungspunkt von den Vereinten Nationen behandelt wurde. Seit Februar <a href="https://www.unoosa.org/res/oosadoc/data/documents/2025/aac_105c_12025crp/aac_105c_12025crp_22rev_2_0_html/AC105_C1_2025_CRP22Rev02E.pdf" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">2025 ist dies offiziell ein fünfjähriger Tagesordnungspunkt</a>, in dem die Notwendigkeit „koordinierter Maßnahmen und der Zusammenarbeit von Regierungen, Satellitenbetreibern oder -herstellern sowie Astronomen aus aller Welt“ betont wird, da dies nicht nur Astronomen betrifft, sondern auch „Amateurastronomen und die allgemeine Verbindung zwischen der Menschheit und dem Nachthimmel, einschließlich indigener Gemeinschaften“, wie sie in ihrem Papier darlegen.</p>



<p>Die Teilnahme an solchen Kooperationen stärkt den Einfluss der ESO auf höchster Ebene und trägt dazu bei, das Bewusstsein für eine faire und regulierte Nutzung des Weltraums zu schärfen – ein Anliegen, das hoffentlich bei den politischen Entscheidungsträgern Gehör findet. Auf diese Weise hofft Betty, „dass die Länder nationale Zulassungsvorschriften einführen, die Satellitenunternehmen dazu verpflichten, die Auswirkungen ihrer Satelliten auf den Nachthimmel bereits in frühen Entwurfsphasen zu berücksichtigen.“</p>



<p><strong>Das Recht entwickelt sich langsamer als das Leben</strong></p>



<p>Ein großes Problem ist laut Betty, dass „sich die Gesetzgebung nur sehr langsam weiterentwickelt, Regierungen wirklich träge und bürokratisch sind und viele konkurrierende Interessen bestehen“, sodass es schwierig ist, schnelle Fortschritte zu erzielen.</p>



<p>Erst kürzlich haben Space X und Reflect Orbital der US-amerikanischen Federal Communications Commission Vorschläge unterbreitet, die die Anzahl der die Erde umkreisenden Satelliten um das 100-Fache erhöhen würden. Space X plant den Start von einer Million Satelliten, die als Rechenzentren dienen sollen. Abgesehen von <a href="https://bigthink.com/starts-with-a-bang/5-biggest-obstacles-ai-data-centers-space/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">den grundlegenden wissenschaftlichen Einschränkungen</a> eines solchen Projekts wären die Folgen für die Astronomie verheerend. Wenn diese Satelliten so hell sind wie derzeit angenommen, wären zu Beginn und am Ende der Nacht etwa 5000 bis 10 000 von ihnen mit bloßem Auge sichtbar – weit mehr als die sichtbaren natürlichen Sterne. Im Durchschnitt würde jedes mit dem Very Large Telescope (VLT) der ESO aufgenommene Bild aufgrund der vielen Spuren, die diese Satelliten hinterlassen, 10 % unbrauchbare Daten enthalten.</p>



<p>Reflect Orbital hingegen plant, 50.000 Satelliten zu starten, um nachts Sonnenlicht auf die Erde zu reflektieren, was für die Astronomie ebenfalls katastrophale Folgen hätte. Innerhalb ihres Strahls wären die Satelliten viermal heller als der Vollmond. Aber selbst wenn sie niemals auf astronomische Observatorien ausgerichtet wären, würden sie außerhalb ihres Strahls immer noch so hell wie die Venus erscheinen. Schon 5.000 dieser Satelliten würden die Helligkeit des Himmels um 20–30 % erhöhen, und ihre gesamte Konstellation würde den Himmel drei- bis viermal heller machen. Dies würde das Paranal-Observatorium der ESO – <a href="https://www.eso.org/public/images/eso2501b/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">das unter den großen Observatorien den dunkelsten Himmel bietet</a> – in einen Standort am Stadtrand verwandeln.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/03/starlinkgen2_earth.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Visualisierung der 30.000 geplanten Satelliten der Starlink-Generation-2-Konstellation im Jahr 2022. Die verschiedenen Teilkonstellationen sind in unterschiedlichen Farben dargestellt. Quelle: ESO" data-rl_caption="" title="Visualisierung der 30.000 geplanten Satelliten der Starlink-Generation-2-Konstellation im Jahr 2022. Die verschiedenen Teilkonstellationen sind in unterschiedlichen Farben dargestellt. Quelle: ESO" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="800" height="778" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/03/starlinkgen2_earth-800x778-1.jpg" alt="" class="wp-image-151416" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/03/starlinkgen2_earth-800x778-1.jpg 800w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/03/starlinkgen2_earth-800x778-1-300x292.jpg 300w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/03/starlinkgen2_earth-800x778-1-768x747.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><em>Darstellung von 30000 Starlink Satelliten<br><mark>Bildnachweis: ESO</mark></em></figcaption></figure>



<p>Während die Gesetzgebung langsam aber sicher aufholt, betont Betty, wie wichtig es ist, auch direkt mit den Satellitenherstellern zusammenzuarbeiten. Auf diese Weise erhalten diese von Anfang an Input und Wissen darüber, wie sie ihre Satelliten vor der Fertigung gestalten müssen, insbesondere um deren Reflektionsvermögen zu verringern.</p>



<p>„Wir pflegen gute technische Beziehungen zu Satellitenherstellern“, die Breitband-Satelliten-Internetdienste anbieten wollen, „und diese haben positives Interesse an der Umsetzung von Maßnahmen zur Schadensminderung gezeigt.“</p>



<p>Auf diese Weise spielt Betty, anstatt technische Probleme selbst anzugehen, eine entscheidende Rolle hinter den Kulissen, indem sie ihren Kollegen hilft, ihre Arbeit in angemessene rechtliche und politische Begriffe zu fassen. Bildlich erklärt sie: „Für Wissenschaftler ist eins plus eins zwei. Für einen Anwalt ist eins plus eins oft: Es kommt darauf an“, und verdeutlicht damit die Kluft zwischen diesen Welten. So arbeitet sie in ihrem Alltag mit Kollegen zusammen, die, wie sie es beschreibt, „sehr logisch denken und mit Zahlen arbeiten oder Dinge bauen, die entweder funktionieren oder nicht funktionieren“. Im Laufe der Jahre hat sie umfangreiche Erfahrung darin gesammelt, mit diesen gegensätzlichen Denkweisen umzugehen, und ein Verständnis dafür entwickelt, wie man sie miteinander in Einklang bringen kann. Wie sie reflektiert: „Die Arbeit in diesem Umfeld war für mich eine Lektion darin, eine Sprache zu finden, um rechtliche und politische Themen einem Publikum zu vermitteln, das nicht aus dem Rechts- oder Politikbereich stammt.“</p>



<p>Insgesamt gibt es laut Betty zwei entscheidende Wege, sich für den Schutz des dunklen und ruhigen Nachthimmels im Zusammenhang mit Satellitenkonstellationen einzusetzen: „die Zusammenarbeit mit den Betreibern und die direkte Zusammenarbeit mit den Ländern.“ Sie fährt fort: „Ich glaube, wenn wir uns nur auf rechtliche oder nur auf technische Aspekte beschränken, reicht das nicht aus. Wir brauchen einen Ansatz, der es ermöglicht, das Technische und das Rechtliche miteinander zu verbinden. Und genau das ist für mich sozusagen mein Sweet Spot.“</p>



<p><strong>Einsatz für eine bessere Zukunft</strong></p>



<p>Auf die Frage, was die größte Bedrohung für den Nachthimmel sei, betonte Betty sofort, dass es die unkoordinierte Nutzung des Nachthimmels sei. Das damit verbundene Grundproblem sei jedoch ihrer Meinung nach, dass „wir in einer Welt leben, in der die Menschen einander nicht vertrauen. Die Menschen vertrauen einander nicht, dass sie dieselben Satellitenkonstellationen nutzen.“ Dies führt zu dem grundlegenden Problem, dass wir mehr Satelliten haben, als wir tatsächlich brauchen, „weil wir in einem grundlegend kaputten System leben, in dem Vertrauen einfach nicht existiert.“</p>



<p>Trotz der Komplexität der Situation verliert Betty nicht die Hoffnung. Mit Blick auf die Zukunft hat sie eine klare Vorstellung davon, was sie sich wünscht: „Ich hoffe, dass sich die geopolitische Lage weltweit verbessert, denn ich glaube, dass sich das direkt positiv auf unsere Arbeit auswirken wird.“ Insbesondere die Astronomie nährt ihre Hoffnung und ihr Vertrauen, dass sich diese zersplitterte Gesellschaft ändern kann.</p>



<p>Die Zusammenarbeit in der Astronomie hat von Natur aus verbindende Wirkung, wie sie aus eigener Erfahrung erkannt hat. „Die ESO hat mit vielen Unternehmen aus der Industrie, zahlreichen Institutionen und verschiedenen Konsortien zusammengearbeitet – das ist nichts, was eine einzelne Person alleine erreichen könnte – und das gefällt mir sehr gut. Mir gefällt die Vorstellung, dass die Menschen einander brauchen. Das bringt das Beste in uns zum Vorschein, denn wir müssen an einem Strang ziehen, um diese Dinge zu erreichen – das ist mit ein Grund, warum ich bei der Astronomie geblieben bin, als ich dazu kam.“</p>



<p>Diese Idee wird besonders deutlich bei Projekten wie dem Extremely Large Telescope (<a href="https://elt.eso.org/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">ELT</a>) der ESO: „ Wenn man das ELT sieht, die vielen verschiedenen Teile, die zusammenpassen, die vielen verschiedenen Menschen, die diese Teile herstellen mussten, um das Projekt zu verwirklichen, und die miteinander kommunizieren. Ich denke, das repräsentiert in vielerlei Hinsicht das Beste am Menschen, und eigentlich ist es wahrscheinlich auch das, was mir Hoffnung gibt: dass es tatsächlich möglich ist, dass Menschen an einem Strang ziehen und Dinge erreichen. Wir müssen nicht immer zutiefst destruktiv sein und einfach nur Dinge kaputtmachen.“</p>



<p><strong>Links</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://www.youtube.com/watch?v=Lvw8J4nwpC0" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Video zum Thema Lichtverschmutzung auf dem ESO-Kanal „Chasing Starlight“</a></li>



<li><a href="https://www.eso.org/public/italy/blog/rescuing-the-stars/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Die Sterne retten</a></li>



<li><a href="https://www.eso.org/public/about-eso/dark-skies-preservation/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Die ESO-Seite zum Thema dunkler und ruhiger Himmel</a></li>



<li><a href="https://cps.iau.org/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">IAU-Zentrum für den Schutz des dunklen und ruhigen Himmels</a></li>
</ul>



<p><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=17396.msg585370#msg585370" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Beeinträchtigung von astronomischen Teleskopen durch Megakonstellationen</a></li>
</ul>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/wir-engagieren-uns-fuer-eine-gerechte-und-nachhaltige-nutzung-des-weltraums-zum-wohle-der-astronomie-und-der-menschheit/" data-wpel-link="internal">Wir engagieren uns für gerechte und nachhaltige Nutzung des Weltraums – zum Wohle der Astronomie und der Menschheit</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Meteor, Meteorit und Meteoroid: Leuchtphänomen am Abendhimmel</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/meteor-meteorit-und-meteoroid-leuchtphaenomen-am-abendhimmel/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 10 Mar 2026 19:18:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Kometen]]></category>
		<category><![CDATA[Sternenhimmel]]></category>
		<category><![CDATA[DLR]]></category>
		<category><![CDATA[Erdatmosphäre]]></category>
		<category><![CDATA[Feuerball]]></category>
		<category><![CDATA[Meteor]]></category>
		<category><![CDATA[Meteorit]]></category>
		<category><![CDATA[Meteoroid]]></category>
		<category><![CDATA[Sternschnuppen]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.raumfahrer.net/?p=151133</guid>

					<description><![CDATA[<p>Am Abend des 8. März 2026 wurde kurz vor 19 Uhr in vielen Regionen in Deutschland eine Feuerkugel gesichtet. Meteoroide verglühen meistens in der Atmosphäre, gelegentlich erreichen Bruchstücke die Erdoberfläche. Dann spricht man von Meteoriten. Funde von Meteoriten haben einen hohen wissenschaftlichen Wert. Eine Pressemitteilung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt DLR. Quelle: DLR [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/meteor-meteorit-und-meteoroid-leuchtphaenomen-am-abendhimmel/" data-wpel-link="internal">Meteor, Meteorit und Meteoroid: Leuchtphänomen am Abendhimmel</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Am Abend des 8. März 2026 wurde kurz vor 19 Uhr in vielen Regionen in Deutschland eine Feuerkugel gesichtet. Meteoroide verglühen meistens in der Atmosphäre, gelegentlich erreichen Bruchstücke die Erdoberfläche. Dann spricht man von Meteoriten. Funde von Meteoriten haben einen hohen wissenschaftlichen Wert. Eine Pressemitteilung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt DLR.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Quelle: <a href="https://www.dlr.de/de/aktuelles/nachrichten/2026/meteor-meteorit-meteorid-leuchtphaenomen-am-abendhimmel" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external"> DLR / Pressemitteilungen</a>, 9. März 2026</p>



<p>Das Leuchtphänomen, das am Sonntag, 8. März 2026, kurz vor 19 Uhr Mitteleuropäische Zeit im Nordwesten und Westen Deutschlands am Nachthimmel gesichtet wurde, war ein Meteor. Planetengeologe Ulrich Köhler vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) erläutert das Phänomen: „Ein Meteor ist die Leuchtspur eines kleinen Gesteinskörpers, der mit hoher Geschwindigkeit in die Erdatmosphäre eindringt. Durch die hohe Geschwindigkeit von bis zu 230.000 Kilometer pro Stunde heizen sich diese kleinen Gesteinskörper, die auch Meteoroide genannt werden, stark auf. Meistens verglühen sie in der Atmosphäre.“</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/03/image-1920-9996038fcfaf3d87c5a1593b5d512d83.jpeg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Lichtstreifen am Nachthimmel (Symbolbild) Ein Meteoroid kann einen Meteor auslösen und dann als Meteorit auf die Erde fallen: Die Wissenschaft beschäftigt sich schon lange mit Leuchterscheinungen in der Atmosphäre und nennt sie Meteore. Sie entstehen, wenn kleinste Teilchen – sogenannte Meteoroide – mit der Atmosphäre kollidieren und durch die Reibungshitze verglühen. Dabei werden Moleküle entlang der Flugbahn des Meteoroiden ionisiert und zum Leuchten angeregt – für Sekundenbruchteile ist eine helle Spur am Himmel sichtbar. Verglüht ein größerer Meteoroid nicht vollständig in der Atmosphäre und erreicht als Festkörper die Erdoberfläche, wird er Meteorit genannt. Credit: ESO/M. Zamani" data-rl_caption="" title="Lichtstreifen am Nachthimmel (Symbolbild) Ein Meteoroid kann einen Meteor auslösen und dann als Meteorit auf die Erde fallen: Die Wissenschaft beschäftigt sich schon lange mit Leuchterscheinungen in der Atmosphäre und nennt sie Meteore. Sie entstehen, wenn kleinste Teilchen – sogenannte Meteoroide – mit der Atmosphäre kollidieren und durch die Reibungshitze verglühen. Dabei werden Moleküle entlang der Flugbahn des Meteoroiden ionisiert und zum Leuchten angeregt – für Sekundenbruchteile ist eine helle Spur am Himmel sichtbar. Verglüht ein größerer Meteoroid nicht vollständig in der Atmosphäre und erreicht als Festkörper die Erdoberfläche, wird er Meteorit genannt. Credit: ESO/M. Zamani" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="400" height="225" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/03/image-1920-9996038fcfaf3d87c5a1593b5d512d83-400x225-1.jpg" alt="" class="wp-image-151131" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/03/image-1920-9996038fcfaf3d87c5a1593b5d512d83-400x225-1.jpg 400w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/03/image-1920-9996038fcfaf3d87c5a1593b5d512d83-400x225-1-300x169.jpg 300w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><em><mark>Lichtstreifen am Nachthimmel (Symbolbild)</mark><br>Ein Meteoroid kann einen Meteor auslösen und dann als Meteorit auf die Erde fallen: Die Wissenschaft beschäftigt sich schon lange mit Leuchterscheinungen in der Atmosphäre und nennt sie Meteore. Sie entstehen, wenn kleinste Teilchen – sogenannte Meteoroide – mit der Atmosphäre kollidieren und durch die Reibungshitze verglühen. Dabei werden Moleküle entlang der Flugbahn des Meteoroiden ionisiert und zum Leuchten angeregt – für Sekundenbruchteile ist eine helle Spur am Himmel sichtbar. Verglüht ein größerer Meteoroid nicht vollständig in der Atmosphäre und erreicht als Festkörper die Erdoberfläche, wird er Meteorit genannt.<br><mark>Credit: <a href="https://mahdizamani.com/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">ESO/M. Zamani</a></mark></em></figcaption></figure>



<p>Die Leuchtspur wird bei kleinen Meteoren als Sternschnuppe bezeichnet. Sie entsteht, weil die Luft des Eindringkanals zu einem hell glühenden Plasma erhitzt wird. Meteoroide verglühen in der Hochatmosphäre in 110 bis 60 Kilometern Höhe. Bei größeren Objekten – etwa ab Basketballgröße – verglühen die Meteoroide nicht vollständig. Das Leuchtphänomen ist dann auch stärker und man spricht von Feuerkugeln oder Boliden. Das ist das, was am Abend des 8. März 2026 beobachtet wurde. Der Meteoroid zerplatzt, weil die Luft vor ihm zusammengepresst wird und Druck ausübt. Der Knall ist auf der Erde zu hören. Die Feuerkugel endet in etwa 50 Kilometer Höhe und Fragmente des zerborstenen Meteoroiden fallen als Meteorite mit Geschwindigkeiten von 150 bis 200 Kilometer pro Stunde oder mehr auf die Erde. Ab einem Durchmesser von einem Meter sprechen die Astronomen von Asteroiden.</p>



<p><strong>Wie oft passiert das?</strong><br>Ulrich Köhler vom DLR-Institut für Weltraumforschung in Berlin erklärt: „Meteoroiden in Form von Sternschnuppen sehen wir im Jahr sehr oft, beispielsweise beim Meteorschwarm der Perseiden im Hochsommer. Dann können bis zu zwei Sternschnuppen pro Minute auftreten. Täglich dringen mehr als zehn Tonnen Meteoroiden in die Atmosphäre ein. Fast alles davon verglüht in der Hochatmosphäre. Von größeren Meteoroiden fallen nur sehr selten Meteoriten auf die Erdoberfläche. Die meisten Meteorite, die auf die Erde fallen, stürzen unbemerkt in die Ozeane der Erde. Ein- bis zweimal im Jahrzehnt fallen Bruchstücke von Meteoroiden – Meteorite – zu Boden, auch auf das deutsche Bundesgebiet. Nicht immer können diese Meteorite geborgen werden. Nach dem Zerplatzen und dem Ende der Feuerkugel fallen die Bruchstücke in einem sogenannten Dunkelflug aus rund 50 Kilometer Höhe auf Parabelbahnen zur Erde. Manchmal gelingt es, den Punkt einzugrenzen, an dem die Fragmente auf die Erde fallen.“</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full"><a href="https://www.youtube.com/shorts/iAwzG5F3Tyc?t=82&amp;feature=share&amp;cbrd=1&amp;ucbcb=1" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external"><img decoding="async" width="225" height="400" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/03/Video-DLR.jpg" alt="" class="wp-image-151134" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/03/Video-DLR.jpg 225w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/03/Video-DLR-169x300.jpg 169w" sizes="(max-width: 225px) 100vw, 225px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><em><mark>Video: Meteoriteneinschlag auf der Erde – Proben aus dem Sonnensystem</mark><br>Was ist ein Meteor und was sind Meteoriten? Was geschieht bei ihrem Eintritt in die Erdatmosphäre? Womit muss man rechnen, wenn ein Meteoriteneinschlag auf der Erde auftritt? Welche Informationen liefern Meteoriten der Forschung? Ulrich Köhler vom DLR-Institut für Weltraumforschung liefert Informationen zum Thema Meteoriteneinschlag auf der Erde.<br><mark>Credit: © <a href="https://www.dlr.de/de/service/impressum" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">DLR. Alle Rechte vorbehalten</a></mark></em></figcaption></figure>



<p><strong>Woher kommen Meteoroiden, Meteore und Meteoriten?</strong><br>Ulrich Köhler: „Bei Meteoriten handelt es sich um Bruchstücke von Asteroiden. Das sind Himmelskörper, die bei der Entstehung der Planeten des Sonnensystems übriggeblieben sind. Sie umkreisen die Sonne zwischen den Bahnen von Mars und Jupiter. Werden sie auf ihrer Bahn um die Sonne durch Schwerkrafteinflüsse gestört oder ihre Bahn ändert sich durch Kollisionen untereinander, können sie ins innere Sonnensystem vordringen. Kreuzt sich ihre Bahn dann mit der der Erde, kann es passieren, dass sie in die Erdatmosphäre eindringen und einen Meteor oder – wenn es größere Körper sind – eine Feuerkugel bilden. Fragmente können als Meteorite die Erdoberfläche erreichen. Meteorite sind oft viereinhalb Milliarden Jahre alt. Es gibt zahlreiche Sammlungen von Meteoriten in den Museen der Welt. In Deutschland befindet sich die größte Meteoritensammlung im Museum für Naturkunde Berlin.“</p>



<p><strong>Woran erkenne ich einen Meteoriten?</strong><br>Ulrich Köhler: „Einen Meteoriten zweifelsfrei zu identifizieren, ist nicht ganz einfach. Ein erster Hinweis für einen Meteoriten ist, wenn das Fundstück eine hohe Dichte aufweist, also für seine Größe ungewöhnlich schwer, kompakt und massiv zu sein scheint. Ist das der Fall, kann man als nächstes mit einem Magneten untersuchen, ob der Stein den Magneten anzieht. Meteoriten haben meist eine matte Oberfläche, glänzen selten wie Metall. Die Kruste von Meteoriten ist meist schwarz oder braun. Sie zeigt Anzeichen von erstarrter Schmelze, die durch den Flug durch die Atmosphäre entsteht. Meteoroiden erhitzen sich so stark, dass die Oberfläche anschmilzt.“</p>



<p><strong>Sind Meteorite gefährlich?</strong><br>Ulrich Köhler: „Meteorite sind weder giftig noch geht von ihnen radioaktive Strahlung aus.“</p>



<p><strong>Wie sollte ich mich verhalten, wenn ich einen Meteoriten finde? Darf ich ihn anfassen?</strong><br>Ulrich Köhler: „Sollte es sich tatsächlich um einen ‚frisch‘ gefallenen Meteoriten handeln, fassen Sie ihn bitte nicht an. Die Säure des Schweißes auf unserer Haut kann zu chemischen Reaktionen mit den Stoffen auf der unmittelbaren Oberfläche des ‚frischen‘ Meteoriten führen und so das wissenschaftliche Ergebnis der Untersuchung des Meteoriten beeinflussen. Meteoriten sind von hohem wissenschaftlichem Wert, wie sie Einblicke in die früheste Zeit unseres Sonnensystems ermöglichen. Beim vermeintlichen Fund eines Meteoriten kontaktiert man am besten eine Forschungseinrichtung wie das DLR. Übrigens, wer einen Meteoriten findet, darf ihn behalten.“</p>



<p><strong>Weiterführende Links</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://www.dlr.de/de/wr/aktuelles/meldeadresse-meteoriten" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Meldeadresse für Meteoriten-Fundstücke</a></li>



<li><a href="https://www.dlr.de/de/wr" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">DLR-Institut für Weltraumforschung</a></li>
</ul>



<p><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=747.msg584629#msg584629" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Meteoriten &amp; Co &#8211; Boten aus dem Weltall.</a></li>
</ul>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/meteor-meteorit-und-meteoroid-leuchtphaenomen-am-abendhimmel/" data-wpel-link="internal">Meteor, Meteorit und Meteoroid: Leuchtphänomen am Abendhimmel</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>ESA analysiert Meteoriteneinschlag vom 8. März 2026 über Europa</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/esa-analysiert-meteoriteneinschlag-vom-8-maerz-2026-ueber-europa/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 09 Mar 2026 11:43:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Beobachtung]]></category>
		<category><![CDATA[Erde]]></category>
		<category><![CDATA[Kometen]]></category>
		<category><![CDATA[Sonnensystem]]></category>
		<category><![CDATA[AllSky7]]></category>
		<category><![CDATA[ESA]]></category>
		<category><![CDATA[Feuerball]]></category>
		<category><![CDATA[Meteorit]]></category>
		<category><![CDATA[Meteoriteneinschlag]]></category>
		<category><![CDATA[Meteoritenfall]]></category>
		<category><![CDATA[Space Safety Program]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.raumfahrer.net/?p=151100</guid>

					<description><![CDATA[<p>Am Sonntag, dem 8. März 2026, um ca. 18:55 Uhr MEZ wurde von vielen Menschen in Belgien, Frankreich, Deutschland, Luxemburg und den Niederlanden ein sehr heller Feuerball beobachtet, der sich von Südwesten nach Nordosten bewegte. Eine Pressemitteilung der Europäischen Weltraumagentur ESA. Quelle: ESA / Space Safety / Planetary Defence, 9. März 2026 Der Feuerball leuchtete [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/esa-analysiert-meteoriteneinschlag-vom-8-maerz-2026-ueber-europa/" data-wpel-link="internal">ESA analysiert Meteoriteneinschlag vom 8. März 2026 über Europa</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Am Sonntag, dem 8. März 2026, um ca. 18:55 Uhr MEZ wurde von vielen Menschen in Belgien, Frankreich, Deutschland, Luxemburg und den Niederlanden ein sehr heller Feuerball beobachtet, der sich von Südwesten nach Nordosten bewegte. Eine Pressemitteilung der Europäischen Weltraumagentur ESA.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Quelle: <a href="https://www.esa.int/Space_Safety/Planetary_Defence/ESA_analysing_fireball_over_Europe_on_8_March_2026" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">ESA / Space Safety / Planetary Defence</a>, 9. März 2026</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/03/1-2603_011_AR_EN.mp4" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="500" height="282" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/03/1-2603_011_AR_EN-500x282-1.jpg" alt="" class="wp-image-151101" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/03/1-2603_011_AR_EN-500x282-1.jpg 500w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/03/1-2603_011_AR_EN-500x282-1-300x169.jpg 300w" sizes="(max-width: 500px) 100vw, 500px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><em>Kometeneinschlag über Europa, 8. März 2026<br><mark>Credit: ALLSKY7 / Bernd Klemt – AMS76 Herkenrath/DE</mark></em></figcaption></figure>



<p>Der Feuerball leuchtete etwa sechs Sekunden lang und hinterließ eine sichtbare Spur am Himmel, bevor er in Stücke zerbrach. Das Ereignis wurde von vielen speziellen Meteoritenkameras, wie denen des europäischen <a href="https://www.allsky7.net/#archive" target="_blank" rel="noreferrer noopener follow" data-wpel-link="external">AllSky7 fireball network</a>, sowie von Mobiltelefonen und anderen Kameras aufgezeichnet. Einige Beobachter berichten, dass das Ereignis vom Boden aus hörbar war. Mindestens ein Haus in der deutschen Stadt Koblenz-Güls soll von kleinen Teilen der entstandenen Meteoriten getroffen worden sein. Es gibt keine Berichte über Verletzte.</p>



<p><strong>ESA-Analyse des Ereignisses</strong><br>Das <a href="https://www.esa.int/Space_Safety/Planetary_Defence" target="_blank" rel="noreferrer noopener follow" data-wpel-link="external">Planetary Defence</a> Team im Rahmen des Space Safety Programms der ESA nutzt alle verfügbaren Daten, um die Größe des Objekts zu schätzen. Derzeit geht man davon aus, dass es einen Durchmesser von einigen Metern hatte. Objekte dieser Größenordnung treffen alle paar Wochen bis alle paar Jahre auf die Erde.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/03/2-Asteroid_danger_explained_pillars.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Infografik: Erläuterung der Gefahr durch Asteroiden Credit: ESA; Licence: CC BY-SA 3.0 IGO or ESA Standard Licence" data-rl_caption="" title="Infografik: Erläuterung der Gefahr durch Asteroiden Credit: ESA; Licence: CC BY-SA 3.0 IGO or ESA Standard Licence" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="500" height="354" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/03/2-Asteroid_danger_explained_pillars-500x354-1.jpg" alt="" class="wp-image-151098" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/03/2-Asteroid_danger_explained_pillars-500x354-1.jpg 500w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/03/2-Asteroid_danger_explained_pillars-500x354-1-300x212.jpg 300w" sizes="(max-width: 500px) 100vw, 500px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><em>Infografik: Erläuterung der Gefahr durch Asteroiden<br><mark>Credit: ESA; Licence: CC BY-SA 3.0 IGO or ESA Standard Licence</mark></em></figcaption></figure>



<p>Der Zeitpunkt und die Richtung des Einschlags deuten darauf hin, dass das Objekt wahrscheinlich für keine der groß angelegten Teleskop-Himmelsdurchmusterungen sichtbar war, die den Nachthimmel nach solchen Objekten absuchen. Das ist nicht ungewöhnlich: Bis heute gab es <a href="https://neo.ssa.esa.int/past-impactors" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">nur 11 erfolgreiche Entdeckungen</a> von natürlichen Weltraumobjekten vor ihrem Eintritt in die Atmosphäre. Kleine Objekte, die sich der Erde aus helleren Tagesbereichen des Himmels nähern (selbst in der Dämmerung, wie in diesem Fall), werden in den meisten Fällen übersehen.</p>



<p>Das Planetary Defence Team der ESA arbeitet daran, die Erkennungsrate dieser Objekte vor dem Aufprall durch Aktivitäten wie das <a href="https://www.esa.int/Space_Safety/Planetary_Defence/Flyeye_ESA_s_bug-eyed_asteroid_hunters" target="_blank" rel="noreferrer noopener follow" data-wpel-link="external">Flyeye asteroid survey telescope</a>-Projekt zu verbessern. Weitere Updates werden bereitgestellt, sobald neue Informationen verfügbar sind.</p>



<p><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=747.msg584595#msg584595" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Meteoriten &amp; Co &#8211; Boten aus dem Weltall.</a></li>
</ul>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/esa-analysiert-meteoriteneinschlag-vom-8-maerz-2026-ueber-europa/" data-wpel-link="internal">ESA analysiert Meteoriteneinschlag vom 8. März 2026 über Europa</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		<enclosure url="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/03/1-2603_011_AR_EN.mp4" length="2565432" type="video/mp4" />

			</item>
		<item>
		<title>Hubble &#038; Euclid zoomen in das kosmische Auge</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/hubble-euclid-zoomen-in-das-kosmische-auge-hinein/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 03 Mar 2026 18:27:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Extrasolar]]></category>
		<category><![CDATA[Hubble]]></category>
		<category><![CDATA[Sterne]]></category>
		<category><![CDATA[Sternenhimmel]]></category>
		<category><![CDATA[Teleskope]]></category>
		<category><![CDATA[ESA]]></category>
		<category><![CDATA[EUCLID]]></category>
		<category><![CDATA[Katzenaugennebel]]></category>
		<category><![CDATA[NGC 6543]]></category>
		<category><![CDATA[planetarischer Nebel]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.raumfahrer.net/?p=150965</guid>

					<description><![CDATA[<p>Für das aktuelle ESA/Hubble-Bild des Monats hat sich das Hubble-Weltraumteleskop der NASA/ESA mit dem Euclid-Teleskop der ESA zusammengetan, um einen neuen Blick auf die visuell komplexesten Überreste eines sterbenden Sterns zu ermöglichen: den Katzenaugennebel, auch bekannt als NGC 6543. Eine Pressemitteilung der Europäischen Weltraumagentur ESA. Quelle: ESA/Science&#38;Exploration/SpaceScience, 3. März 2026 Dieser außergewöhnliche planetarische Nebel im [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/hubble-euclid-zoomen-in-das-kosmische-auge-hinein/" data-wpel-link="internal">Hubble &amp; Euclid zoomen in das kosmische Auge</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Für das aktuelle ESA/Hubble-Bild des Monats hat sich das Hubble-Weltraumteleskop der NASA/ESA mit dem Euclid-Teleskop der ESA zusammengetan, um einen neuen Blick auf die visuell komplexesten Überreste eines sterbenden Sterns zu ermöglichen: den Katzenaugennebel, auch bekannt als NGC 6543. Eine Pressemitteilung der Europäischen Weltraumagentur ESA.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Quelle: <a href="https://www.esa.int/Science_Exploration/Space_Science/Hubble_Euclid_zoom_into_cosmic_eye" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">ESA/Science&amp;Exploration/SpaceScience</a>, 3. März 2026</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/03/1-Hubble_Euclid_zoom_into_Cat_s_Eye_Nebula_pillars.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Hubble &amp; Euclid: Zoom in den Katzenaugennebel Credit: ESA/Hubble &amp; NASA, ESA Euclid/Euclid Consortium/NASA/Q1-2025, J.-C. Cuillandre &amp; E. Bertin (CEA Paris-Saclay), Z. Tsvetanov; Licence: CC BY-SA 3.0 IGO or ESA Standard Licence" data-rl_caption="" title="Hubble &amp; Euclid: Zoom in den Katzenaugennebel Credit: ESA/Hubble &amp; NASA, ESA Euclid/Euclid Consortium/NASA/Q1-2025, J.-C. Cuillandre &amp; E. Bertin (CEA Paris-Saclay), Z. Tsvetanov; Licence: CC BY-SA 3.0 IGO or ESA Standard Licence" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="600" height="250" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/03/1-Hubble_Euclid_zoom_into_Cat_s_Eye_Nebula_pillars-600x250-1.jpg" alt="" class="wp-image-150958" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/03/1-Hubble_Euclid_zoom_into_Cat_s_Eye_Nebula_pillars-600x250-1.jpg 600w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/03/1-Hubble_Euclid_zoom_into_Cat_s_Eye_Nebula_pillars-600x250-1-300x125.jpg 300w" sizes="(max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><em>Hubble &amp; Euclid: Zoom in den Katzenaugennebel<br><mark>Credit: ESA/Hubble &amp; NASA, ESA Euclid/Euclid Consortium/NASA/Q1-2025, J.-C. Cuillandre &amp; E. Bertin (CEA Paris-Saclay), Z. Tsvetanov; Licence: CC BY-SA 3.0 IGO or ESA Standard Licence</mark></em></figcaption></figure>



<p>Dieser außergewöhnliche planetarische Nebel im Sternbild Draco fasziniert Astronomen seit Jahrzehnten mit seiner komplexen und vielschichtigen Struktur. Beobachtungen mit der Gaia-Mission der ESA haben ergeben, dass der Nebel eine Entfernung von etwa 4300 Lichtjahren hat.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/03/2-Euclid_s_wide_view_of_the_Cat_s_Eye_Nebula_pillars.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="Euclid´s Weitwinkelansicht des Katzenaugennebel Credit: ESA/Hubble &amp; NASA, ESA Euclid/Euclid Consortium/NASA/Q1-2025, J.-C. Cuillandre &amp; E. Bertin (CEA Paris-Saclay), Z. Tsvetanov; Licence: CC BY-SA 3.0 IGO or ESA Standard Licence" data-rl_caption="" title="Euclid´s Weitwinkelansicht des Katzenaugennebel Credit: ESA/Hubble &amp; NASA, ESA Euclid/Euclid Consortium/NASA/Q1-2025, J.-C. Cuillandre &amp; E. Bertin (CEA Paris-Saclay), Z. Tsvetanov; Licence: CC BY-SA 3.0 IGO or ESA Standard Licence" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="400" height="220" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/03/2-Euclid_s_wide_view_of_the_Cat_s_Eye_Nebula_pillars-400x220-1.jpg" alt="" class="wp-image-150960" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/03/2-Euclid_s_wide_view_of_the_Cat_s_Eye_Nebula_pillars-400x220-1.jpg 400w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/03/2-Euclid_s_wide_view_of_the_Cat_s_Eye_Nebula_pillars-400x220-1-300x165.jpg 300w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><em>Euclids Weitwinkelansicht des Katzenaugennebel<br><mark>Credit: ESA/Hubble &amp; NASA, ESA Euclid/Euclid Consortium/NASA/Q1-2025, J.-C. Cuillandre &amp; E. Bertin (CEA Paris-Saclay), Z. Tsvetanov; Licence: CC BY-SA 3.0 IGO or ESA Standard Licence</mark></em></figcaption></figure>



<p>Planetarische Nebel, die aufgrund ihrer runden Form, wie sie durch frühe Teleskope zu sehen war, so genannt werden, sind in Wirklichkeit expandierendes Gas, das von Sternen in ihrer letzten Evolutionsphase ausgestoßen wird. Diese Tatsache wurde erstmals 1864 am Katzenaugennebel entdeckt – die Untersuchung seines Lichtspektrums zeigt die für Gas charakteristische Emission einzelner Moleküle, wodurch planetarische Nebel von Sternen und Galaxien unterschieden werden können.</p>



<p>Hier wird der Nebel durch die kombinierten Augen des Hubble-Weltraumteleskops der NASA/ESA und des Euclid-Teleskops der ESA gezeigt, wodurch die bemerkenswerte Komplexität des Sterbens von Sternen hervorgehoben wird.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/03/3-Hubble_s_new_view_of_the_Cat_s_Eye_Nebula_pillars.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="Hubbles neue Ansicht des Katzenaugennebels Credit: ESA/Hubble &amp; NASA, Z. Tsvetanov; Licence: CC BY-SA 3.0 IGO or ESA Standard Licence" data-rl_caption="" title="Hubbles neue Ansicht des Katzenaugennebels Credit: ESA/Hubble &amp; NASA, Z. Tsvetanov; Licence: CC BY-SA 3.0 IGO or ESA Standard Licence" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="385" height="400" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/03/3-Hubble_s_new_view_of_the_Cat_s_Eye_Nebula_pillars-385x400-1.jpg" alt="" class="wp-image-150963" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/03/3-Hubble_s_new_view_of_the_Cat_s_Eye_Nebula_pillars-385x400-1.jpg 385w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/03/3-Hubble_s_new_view_of_the_Cat_s_Eye_Nebula_pillars-385x400-1-289x300.jpg 289w" sizes="(max-width: 385px) 100vw, 385px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><em>Hubbles neue Ansicht des Katzenaugennebels<br><mark>Credit: ESA/Hubble &amp; NASA, Z. Tsvetanov; Licence: CC BY-SA 3.0 IGO or ESA Standard Licence</mark></em></figcaption></figure>



<p>Obwohl Euclid in erster Linie für die Kartierung des fernen Universums konzipiert wurde, erfasst es im Rahmen seiner Deep-Imaging-Durchmusterungen auch den Katzenaugennebel. Auf Euclids Weitwinkelbild im nahen Infrarot und im sichtbaren Licht liegen die Bögen und Filamente des hellen Zentrumsbereichs des Nebels inmitten eines Halos aus bunten Gasfragmenten, die vom Stern wegfliegen.<br>Dieser Ring wurde in einem früheren Stadium aus dem Stern ausgestoßen, bevor sich der Hauptnebel im Zentrum bildete. Der gesamte Nebel hebt sich vor einem Hintergrund voller entfernter Galaxien ab und zeigt, wie lokale astrophysikalische Schönheit und die entferntesten Bereiche des Kosmos in modernen astronomischen Untersuchungen gemeinsam betrachtet werden können.</p>



<p>Die Kombination der fokussierten Sicht des Hubble-Teleskops mit den Deep-Field-Beobachtungen von Euclid hebt nicht nur die exquisite Struktur des Nebels hervor, sondern stellt ihn auch in den größeren Kontext des Universums, das beide Weltraumteleskope erforschen. Zusammen bieten diese Missionen einen reichhaltigen und sich ergänzenden Blick auf NGC 6543 und enthüllen das empfindliche Zusammenspiel zwischen den Prozessen am Ende des Lebens von Sternen und dem riesigen umgebenden Weltraum.</p>



<p><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=631.msg584474#msg584474" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Planetarische Nebel</a></li>
</ul>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/hubble-euclid-zoomen-in-das-kosmische-auge-hinein/" data-wpel-link="internal">Hubble &amp; Euclid zoomen in das kosmische Auge</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Verborgene chemische Vorgänge im Zentrum der Milchstraße werden vom größten jemals aufgenommenes Bild seiner Art enthüllt</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/verborgene-chemische-vorgaenge-im-zentrum-der-milchstrasse-wird-vom-groessten-jemals-aufgenommenes-bild-seiner-art-enthuellt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 25 Feb 2026 23:04:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[ALMA]]></category>
		<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Beobachtung]]></category>
		<category><![CDATA[Sterne]]></category>
		<category><![CDATA[ACES]]></category>
		<category><![CDATA[CMZ]]></category>
		<category><![CDATA[ESO]]></category>
		<category><![CDATA[galaktisches Zentrum]]></category>
		<category><![CDATA[Milchstraße]]></category>
		<category><![CDATA[supermassives schwarzes Loch]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.raumfahrer.net/?p=150871</guid>

					<description><![CDATA[<p>Astronomen und Astronominnen haben die zentrale Region unserer Milchstraße in einem beeindruckenden neuen Bild festgehalten und dabei ein komplexes Netzwerk aus Filamenten kosmischen Gases in bisher unerreichter Detailgenauigkeit sichtbar gemacht. Die mit dem Atacama Large Millimeter/submillimeter Array (ALMA) gewonnenen umfangreichen Daten ermöglichen es Astronomen und Astronominnen, das Leben von Sternen in der extremsten Region unserer [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/verborgene-chemische-vorgaenge-im-zentrum-der-milchstrasse-wird-vom-groessten-jemals-aufgenommenes-bild-seiner-art-enthuellt/" data-wpel-link="internal">Verborgene chemische Vorgänge im Zentrum der Milchstraße werden vom größten jemals aufgenommenes Bild seiner Art enthüllt</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Astronomen und Astronominnen haben die zentrale Region unserer Milchstraße in einem beeindruckenden neuen Bild festgehalten und dabei ein komplexes Netzwerk aus Filamenten kosmischen Gases in bisher unerreichter Detailgenauigkeit sichtbar gemacht. Die mit dem Atacama Large Millimeter/submillimeter Array (ALMA) gewonnenen umfangreichen Daten ermöglichen es Astronomen und Astronominnen, das Leben von Sternen in der extremsten Region unserer Heimatgalaxie neben dem supermassereichen Schwarzen Loch in ihrem Zentrum zu untersuchen. Eine Pressemitteilung der Europäischen Südsternwarte ESO.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Quelle: <a href="https://www.eso.org/public/news/eso2603/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">ESO / Release eso2603 </a>, 25. Februar 2026</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/02/1-eso2603a.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="ALMA-Ansicht des molekularen Gases im Zentrum der Milchstraße Herkunftsnachweis: ALMA(ESO/NAOJ/NRAO)/S. Longmore et al. Background: ESO/D. Minniti et al." data-rl_caption="" title="ALMA-Ansicht des molekularen Gases im Zentrum der Milchstraße Herkunftsnachweis: ALMA(ESO/NAOJ/NRAO)/S. Longmore et al. Background: ESO/D. Minniti et al." data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="500" height="300" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/02/1-eso2603a-500x300-1.jpg" alt="" class="wp-image-150863" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/02/1-eso2603a-500x300-1.jpg 500w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/02/1-eso2603a-500x300-1-300x180.jpg 300w" sizes="(max-width: 500px) 100vw, 500px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><em>ALMA-Ansicht des molekularen Gases im Zentrum der Milchstraße<br><mark>Herkunftsnachweis: ALMA(ESO/NAOJ/NRAO)/S. Longmore et al. Background: ESO/D. Minniti et al.</mark></em></figcaption></figure>



<p>„Es ist ein Ort der Extreme, für unsere Augen unsichtbar, aber jetzt in außergewöhnlicher Detailgenauigkeit sichtbar gemacht“, sagt Ashley Barnes, Astronom bei der Europäischen Südsternwarte (ESO) in Deutschland, der zu dem Team gehört, das die neuen Daten erhoben hat. Die Beobachtungen liefern einen einzigartigen Einblick in das kalte Gas – den Rohstoff, aus dem Sterne entstehen – innerhalb der sogenannten zentralen Molekülzone (engl. Central Molecular Zone, kurz CMZ) unserer Galaxie. Es ist das erste Mal, dass das kalte Gas in dieser gesamten Region so detailliert untersucht wurde.</p>



<p>Die Region, die auf dem neuen Bild zu sehen ist, erstreckt sich über mehr als 650 Lichtjahre. Sie beherbergt dichte Gas- und Staubwolken, die das supermassereiche Schwarze Loch im Zentrum unserer Galaxie umgeben. „Es ist der einzige galaktische Kern, der nah genug an der Erde liegt, dass wir ihn so detailliert untersuchen können“, sagt Barnes. Der Datensatz zeigt die CMZ wie nie zuvor, von Gasstrukturen mit einem Durchmesser von Dutzenden von Lichtjahren bis hin zu kleinen Gaswolken um einzelne Sterne.</p>



<p>Das Gas, das <a href="https://sites.google.com/view/aces-cmz/home" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">ACES</a> – kurz für <a href="https://www.eso.org/public/teles-instr/alma/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">ALMA</a> CMZ Exploration Survey – speziell untersucht, ist kaltes molekulares Gas. Die Durchmusterung entschlüsselt die komplexe Chemie der CMZ und hat Dutzende verschiedener Moleküle entdeckt, von einfachen wie Siliziummonoxid bis hin zu komplexeren organischen wie Methanol, Aceton oder Ethanol.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/02/2-eso2603b.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="Verschiedene Moleküle im Zentrum der Milchstraße beobachtet von ALMA Herkunftsnachweis: ALMA(ESO/NAOJ/NRAO)/S. Longmore et al." data-rl_caption="" title="Verschiedene Moleküle im Zentrum der Milchstraße beobachtet von ALMA Herkunftsnachweis: ALMA(ESO/NAOJ/NRAO)/S. Longmore et al." data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="278" height="500" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/02/2-eso2603b-278x500-1.jpg" alt="" class="wp-image-150865" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/02/2-eso2603b-278x500-1.jpg 278w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/02/2-eso2603b-278x500-1-167x300.jpg 167w" sizes="(max-width: 278px) 100vw, 278px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><em>Verschiedene Moleküle im Zentrum der Milchstraße beobachtet von ALMA<br><mark>Herkunftsnachweis: ALMA(ESO/NAOJ/NRAO)/S. Longmore et al.</mark></em></figcaption></figure>



<p>Kaltes molekulares Gas strömt entlang von Filamenten, die Materieklumpen speisen, aus denen Sterne entstehen können. In den Außenbereichen der Milchstraße wissen wir, wie dieser Prozess abläuft, aber im zentralen Bereich sind solche Ereignisse viel extremer. „Die CMZ beherbergt einige der massereichsten Sterne unserer Heimatgalaxie, von denen viele ein kurzes Leben haben und früh sterben, ihr Leben in gewaltigen Supernova-Explosionen oder sogar Hypernovae beenden“, erklärt ACES-Leiter Steve Longmore, Professor für Astrophysik an der Liverpool John Moores University in Großbritannien. Mit ACES hoffen Astronom*innen, besser zu verstehen, wie diese Phänomene die Entstehung von Sternen beeinflussen und ob unsere Theorien zur Sternentstehung auch in extremen Umgebungen gelten. „Indem wir untersuchen, wie Sterne in der CMZ entstehen, können wir auch ein klareres Bild davon gewinnen, wie Galaxien gewachsen sind und sich entwickelt haben“, fügt Longmore hinzu. „Wir glauben, dass diese Region viele Gemeinsamkeiten mit Galaxien im frühen Universum hat, wo Sterne in chaotischen, extremen Umgebungen entstanden sind.“ Um diesen neuen Datensatz zu sammeln, nutzten die Astronom*innen <a href="https://www.eso.org/public/teles-instr/alma/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">ALMA</a>, das von der ESO und ihren Partnern in der chilenischen Atacama-Wüste betrieben wird. Tatsächlich ist dies das erste Mal, dass ein so großes Gebiet mit dieser Anlage gescannt wurde, was dieses Bild zum größten ALMA-Bild aller Zeiten macht. Am Himmel gesehen ist das Mosaik – das durch das Zusammenfügen vieler einzelner Beobachtungen wie Puzzleteile entstanden ist – so groß wie drei nebeneinander liegende Vollmonde.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/02/3-eso2603c.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="Verschiedene Moleküle im Zentrum der Milchstraße beobachtet von ALMA Herkunftsnachweis: ALMA(ESO/NAOJ/NRAO)/S. Longmore et al." data-rl_caption="" title="Verschiedene Moleküle im Zentrum der Milchstraße beobachtet von ALMA Herkunftsnachweis: ALMA(ESO/NAOJ/NRAO)/S. Longmore et al." data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="500" height="300" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/02/3-eso2603c-500x300-1.jpg" alt="" class="wp-image-150867" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/02/3-eso2603c-500x300-1.jpg 500w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/02/3-eso2603c-500x300-1-300x180.jpg 300w" sizes="(max-width: 500px) 100vw, 500px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><em>Position der zentralen Molekülzone in der Milchstraße<br><mark>Herkunftsnachweis: ALMA(ESO/NAOJ/NRAO)/S. Longmore et al. Stars in inset: ESO/D. Minniti et al. Milky Way: ESO/S. Guisard</mark></em></figcaption></figure>



<p>„Wir hatten bei der Planung der Untersuchung ein hohes Maß an Detailgenauigkeit erwartet, waren aber dennoch überrascht von der Komplexität und Vielfalt, die sich im endgültigen Mosaik zeigten“, ergänzt Katharina Immer, ALMA-Astronomin bei der ESO, die ebenfalls an dem Projekt beteiligt ist. Die <a href="https://almascience.eso.org/alma-data/lp/aces" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Daten von ACES</a> werden in fünf Fachartikeln vorgestellt, die zur Veröffentlichung in den Monthly Notices of the Royal Astronomical Society angenommen wurden, ein sechster Artikel befindet sich in der letzten Überprüfungsphase.<br>„Das <a href="https://www.eso.org/public/teles-instr/alma/wsu/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">bevorstehende ALMA Wideband Sensitivity Upgrade</a> wird uns zusammen mit dem <a href="https://elt.eso.org/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Extremely Large Telescope</a> der ESO bald ermöglichen, noch tiefer in diese Region vorzudringen – feinere Strukturen aufzulösen, komplexere chemische Vorgänge nachzuvollziehen und die Wechselwirkungen zwischen Sternen, Gas und Schwarzen Löchern mit beispielloser Klarheit zu erforschen“, schließt Barnes. „In vielerlei Hinsicht ist dies erst der Anfang.“</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full"><a href="https://youtu.be/I7PEFiQxAdA" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external"><img decoding="async" width="500" height="281" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/02/4-CHAOS-at-the-centre-of-the-Milky-Way-500x281-1.jpg" alt="" class="wp-image-150869" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/02/4-CHAOS-at-the-centre-of-the-Milky-Way-500x281-1.jpg 500w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/02/4-CHAOS-at-the-centre-of-the-Milky-Way-500x281-1-300x169.jpg 300w" sizes="(max-width: 500px) 100vw, 500px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">VIDEO: <em>Die verborgene Chemie im Herzen unserer Galaxis | Wunder des Universums<br><mark>Herkunftsnachweis: ALMA(ESO/NAOJ/NRAO)/S. Longmore et al. Background: ESO/D. Minniti et al.; Music: Mylonite – Champ magnétique (Intro), Mylonite – Breath of my soul; Script: J. C. Muñoz; Editing: M. Martins</mark></em></figcaption></figure>



<p><strong>Weitere Informationen</strong><br>Die hier vorgestellten Forschungsergebnisse sind als Serie von Fachartikeln erschienen, die die ACES-Daten beschreiben und in der Zeitschrift Monthly Notices of the Royal Astronomical Society veröffentlicht werden:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Fachartikel I &#8211; ALMA Central molecular zone Exploration Survey (ACES) I: Overview paper (doi: xxx)</li>



<li>Fachartikel II &#8211; ALMA Central molecular zone Exploration Survey (ACES) II: Continuum imaging (doi: xxx)</li>



<li>Fachartikel III &#8211; ALMA Central molecular zone Exploration Survey (ACES) III: Molecular line data reduction and HNCO &amp; HCO+ data (doi: xxx)</li>



<li>Fachartikel IV &#8211; ALMA Central molecular zone Exploration Survey (ACES) IV: Data of the two intermediate-width spectral windows (doi: xxx)</li>



<li>Fachartikel V &#8211; ALMA Central molecular zone Exploration Survey (ACES) V: CS(2-1), SO 2_3-1_2, CH3CHO 5_(1,4)-4_(1,3), HC3N(11-10) and H40A lines data (doi: xxx)</li>



<li>Fachartikel VI &#8211; ALMA Central molecular zone Exploration Survey (ACES) VI: ALMA Large Program Reveals a Highly Filamentary Central Molecular Zone (wird noch geringfügig überarbeitet, [ArXiV URL])<br>Die Daten selbst werden über das ALMA Science Portal unter <a href="https://almascience.eso.org/alma-data/lp/aces" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">https://almascience.org/alma-data/lp/aces</a> verfügbar gemacht.</li>
</ul>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><a href="https://youtu.be/QUOgeGZvPV8" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external"><img decoding="async" width="500" height="281" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/02/5-A-new-view-of-the-Milky-Way-centre-500x281-1.jpg" alt="" class="wp-image-150870" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/02/5-A-new-view-of-the-Milky-Way-centre-500x281-1.jpg 500w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/02/5-A-new-view-of-the-Milky-Way-centre-500x281-1-300x169.jpg 300w" sizes="(max-width: 500px) 100vw, 500px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><em>VIDEO: Zoom auf das Gas im Zentrum der Milchstraße<br><mark>Herkunftsnachweis: ESO/L. Calçada/N. Risinger (skysurvey.org)/Digitized Sky Survey 2/ALMA (ESO/NAOJ/NRAO)/S. Longmore et al. Music: Azul Cobalto.</mark></em></figcaption></figure>



<p>Das internationale ACES-Team besteht aus über 160 Wissenschaftler*innen (Masterstudierende bis Ruheständler*innen) an über 70 Forschungseinrichtungen in Europa, Nord- und Südamerika, Asien und Australien. Das Projekt wurde von Steven Longmore (Liverpool John Moores University, UK), zusammen mit Ashley Barnes (Europäische Südsternwarte, Deutschland), Cara Battersby (University of Connecticut, USA [Connecticut]), John Bally (University of Colorado Boulder, USA), Laura Colzi (Centro de Astrobiología, Madrid, Spanien [CdA]), Adam Ginsburg (University of Florida, USA [Florida]), Jonathan Henshaw (Max-Planck-Institut für Astronomie, Heidelberg, Deutschland), Paul Ho (Academia Sinica Institute of Astronomy and Astrophysics, Taiwan), Izaskun Jiménez-Serra (CdA), J. M. Diederik Kruijssen (COOL Research DAO), Elisabeth Mills (University of Kansas, USA), Maya Petkova (Chalmers University of Technology, Schweden), Mattia Sormani (Dipartimento di Scienza Applicata e Tecnologia (DiSAT), University of Insubria, Italy &amp; Institut für Theoretische Astrophysik (ITA), Universität Heidelberg, Deutschland), Robin Tress (École Polytechnique Fédérale de Lausanne, Switzerland &amp; ITA, Universität Heidelberg, Deutschland), Daniel Walker (UK ALMA Regional Centre Node, University of Manchester, UK) und Jennifer Wallace (Connecticut) initiiert und geleitet.</p>



<p>Innerhalb von ACES wurde die ALMA-Datenreduktion von Adam Ginsburg, Daniel Walker und Ashley Barnes koordiniert. Beteiligt waren Nazar Budaiev (Florida), Laura Colzi (CdA), Savannah Gramze (Florida), Pei-Ying Hsieh (National Astronomical Observatory of Japan, Mitaka, Tokyo, Japan), Desmond Jeff (Florida), Xing Lu (Shanghai Astronomical Observatory, Chinese Academy of Sciences, China), Jaime Pineda (Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik, Deutschland), Marc Pound (University of Maryland, USA) und Álvaro Sánchez-Monge (Institut de Ciències de l’Espai, CSIC, Bellaterra, Spanien; Institut d’Estudis Espacials de Catalunya, Castelldefels, Spanien) sowie mehr als 30 weitere Teammitglieder.</p>



<p>Das Atacama Large Millimeter/submillimeter Array (ALMA) ist eine internationale astronomische Einrichtung, die gemeinsam von der ESO, der US-amerikanischen National Science Foundation (NSF) der USA und den japanischen National Institutes of Natural Sciences (NINS) in Kooperation mit der Republik Chile betrieben wird. Getragen wird ALMA von der ESO im Namen ihrer Mitgliedsländer, von der NSF in Zusammenarbeit mit dem kanadischen National Research Council (NRC), dem National Science and Technology Council (NSTC) in Taiwan und NINS in Kooperation mit der Academia Sinica (AS) in Taiwan sowie dem Korea Astronomy and Space Science Institute (KASI). Bei Entwicklung, Aufbau und Betrieb ist die ESO federführend für den europäischen Beitrag, das National Radio Astronomy Observatory (NRAO), das seinerseits von Associated Universities, Inc. (AUI) betrieben wird, für den nordamerikanischen Beitrag und das National Astronomical Observatory of Japan (NAOJ) für den ostasiatischen Beitrag. Dem Joint ALMA Observatory (JAO) obliegt die übergreifende Projektleitung für den Aufbau, die Inbetriebnahme und den Beobachtungsbetrieb von ALMA.</p>



<p>Die Europäische Südsternwarte (ESO) befähigt Wissenschaftler*innen weltweit, die Geheimnisse des Universums zum Nutzen aller zu entdecken. Wir entwerfen, bauen und betreiben Observatorien von Weltrang. Astronom*innen nutzen sie, um spannende Fragen zu beantworten und die Faszination der Astronomie zu wecken. Außerdem fördern wir die internationale Zusammenarbeit in der Astronomie. Die ESO wurde 1962 als zwischenstaatliche Organisation gegründet. Heute wird sie von 16 Mitgliedsländern (Belgien, Dänemark, Deutschland, Finnland, Frankreich, Großbritannien, Irland, Italien, Niederlande, Österreich, Polen, Portugal, Schweden, Schweiz, Spanien, und Tschechien) sowie dem Gastland Chile und Australien als strategischem Partner unterstützt. Der Hauptsitz der ESO sowie das Besucherzentrum und Planetarium, die ESO Supernova, befinden sich in der Nähe von München in Deutschland. Die Teleskope der ESO stehen in der chilenischen Atacama-Wüste, einem wunderbaren Ort mit einzigartigen Bedingungen für die Himmelsbeobachtung. Die ESO betreibt drei Beobachtungsstandorte: La Silla, Paranal und Chajnantor. Auf dem Paranal stehen das Very Large Telescope (VLT) mit dem zugehörigen Very Large Telescope Interferometer (VLTI) sowie Durchmusterungsteleskope wie VISTA. Ebenfalls am Paranal wird die ESO das südliche Feld des Cherenkov Telescope Array (CTAO) betreiben, das größte und empfindlichste Gammastrahlen-Observatorium der Welt. Zusammen mit internationalen Partnern betreibt die ESO auf dem Hochplateau von Chajnantor das Atacama Large Millimeter/submillimeter Array (ALMA) zur Beobachtung des Himmels im Millimeter- und Submillimeterbereich. Auf dem Cerro Armazones, nahe dem Paranal, errichten wir derzeit das Extremely Large Telescope (ELT). Es wird das größte optische Teleskop der Welt sein und wird oft als „das weltweit größte Auge am Himmel“ bezeichnet. Von unseren Büros in Santiago de Chile aus unterstützen wir unsere Aktivitäten im Land. Außerdem arbeiten wir mit chilenischen Partnern und der Gesellschaft zusammen.</p>



<p>Die Übersetzungen von englischsprachigen ESO-Pressemitteilungen sind ein Service des<a href="https://www.eso.org/public/outreach/partnerships/eson/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external"> ESO Science Outreach Network (ESON)</a>, eines internationalen Netzwerks für astronomische Öffentlichkeitsarbeit, in dem Wissenschaftler und Wissenschaftskommunikatoren aus allen ESO-Mitgliedsländern (und einigen weiteren Staaten) vertreten sind. Deutscher Knoten des Netzwerks ist das <a href="https://www.haus-der-astronomie.de/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Haus der Astronomie in Heidelberg</a>.</p>



<p><strong>Links</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://www.eso.org/public/archives/releases/sciencepapers/eso2603/eso2603a.pdf" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">ACES-Übersichtsartikel</a></li>



<li><a href="https://www.eso.org/public/images/archive/category/alma/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Fotos von ALMA</a></li>



<li><a href="https://www.eso.org/public/teles-instr/alma/wsu/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">ALMA Wideband Sensitivity Upgrade</a></li>



<li>Erfahren Sie mehr über das Extremely Large Telescope der ESO auf unserer <a href="https://elt.eso.org/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">eigens eingerichteten Internetseite</a> und in unserer <a href="https://www.eso.org/public/archives/brochures/pdfsm/brochure_0079.pdf" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Pressemappe</a></li>



<li>Für die Medien: <a href="https://www.eso.org/public/outreach/pressmedia/#epodpress_form" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Abonnieren Sie unsere Pressemitteilungen unter Sperrfrist in Ihrer Sprache</a></li>



<li>Für Wissenschaftler*innen: <a href="https://www.eso.org/public/news/pitch-your-research/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Erzählen Sie uns Ihre Geschichte zu Ihren Forschungsergebnissen!</a></li>
</ul>



<p><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=1164.msg584331#msg584331" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">ESO-Projekt *ALMA*</a></li>
</ul>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/verborgene-chemische-vorgaenge-im-zentrum-der-milchstrasse-wird-vom-groessten-jemals-aufgenommenes-bild-seiner-art-enthuellt/" data-wpel-link="internal">Verborgene chemische Vorgänge im Zentrum der Milchstraße werden vom größten jemals aufgenommenes Bild seiner Art enthüllt</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>AES Andes gibt Einstellung des nahe an Paranal geplanten Industrieprojekts INNA bekannt</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/aes-andes-gibt-einstellung-des-nahe-an-paranal-geplanten-industrieprojekts-inna-bekannt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 04 Feb 2026 19:13:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Beobachtung]]></category>
		<category><![CDATA[ELT]]></category>
		<category><![CDATA[Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[Sternenhimmel]]></category>
		<category><![CDATA[Teleskope]]></category>
		<category><![CDATA[VLT]]></category>
		<category><![CDATA[Atacama]]></category>
		<category><![CDATA[CTAO-Süd]]></category>
		<category><![CDATA[ESO]]></category>
		<category><![CDATA[Lichtverschmutzung]]></category>
		<category><![CDATA[Paranal]]></category>
		<category><![CDATA[VLTI]]></category>
		<category><![CDATA[XavierBarcons]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.raumfahrer.net/?p=150450</guid>

					<description><![CDATA[<p>AES Andes hat angekündigt, sich aus dem Megaprojekt INNA zurückzuziehen, das in der Nähe des Paranal-Observatoriums der Europäischen Südsternwarte (ESO) geplant war. Die ESO begrüßt diese Ankündigung und geht davon aus, dass das Projekt bald aus dem chilenischen Umweltprüfungsverfahren (SEA) zurückgezogen wird, wodurch offiziell bestätigt würde, dass INNA nicht weiterverfolgt wird.Eine Pressemitteilung der Europäischen Südsternwarte [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/aes-andes-gibt-einstellung-des-nahe-an-paranal-geplanten-industrieprojekts-inna-bekannt/" data-wpel-link="internal">AES Andes gibt Einstellung des nahe an Paranal geplanten Industrieprojekts INNA bekannt</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">AES Andes hat angekündigt, sich aus dem Megaprojekt INNA zurückzuziehen, das in der Nähe des Paranal-Observatoriums der Europäischen Südsternwarte (ESO) geplant war. Die ESO begrüßt diese Ankündigung und geht davon aus, dass das Projekt bald aus dem chilenischen Umweltprüfungsverfahren (SEA) zurückgezogen wird, wodurch offiziell bestätigt würde, dass INNA nicht weiterverfolgt wird.<br>Eine Pressemitteilung der Europäischen Südsternwarte ESO.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Quelle: <a href="https://www.eso.org/public/news/eso2602/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external"> ESO/Press Release 2602</a>, 2. Fedruar 2026</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/02/DSC7159-CC.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Der Cerro Paranal mit Ansicht der Milchstraße Bildquelle A. Ghizzi Panizza/ESO" data-rl_caption="" title="Der Cerro Paranal mit Ansicht der Milchstraße Bildquelle A. Ghizzi Panizza/ESO" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="400" height="267" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/02/DSC7159-CC-400x267-1.jpg" alt="" class="wp-image-150448" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/02/DSC7159-CC-400x267-1.jpg 400w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/02/DSC7159-CC-400x267-1-300x200.jpg 300w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/02/DSC7159-CC-400x267-1-272x182.jpg 272w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><em>Der Cerro Paranal mit Ansicht der Milchstraße</em><br><em><mark>Bildquelle <a href="https://albertoghizzipanizza.com/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">A. Ghizzi Panizza</a>/ESO</mark></em></figcaption></figure>



<p>„Wenn die Absage bestätigt ist, werden wir erleichtert sein, dass der INNA-Industriekomplex nicht in der Nähe von Paranal gebaut wird“, sagte ESO-Generaldirektor Xavier Barcons. „Aufgrund seines geplanten Standorts würde das Projekt eine große Gefahr für den dunkelsten und klarsten Himmel der Erde und für die Leistungsfähigkeit der modernsten astronomischen Einrichtungen weltweit darstellen.“</p>



<p>AES Andes, eine Tochtergesellschaft des US-Unternehmens AES Corporation, <a href="https://www.aesandes.com/en/press-release/aes-andes-focus-renewables-and-storage-discontinues-green-hydrogen-development" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">gab am Freitag, dem 23. Januar, bekannt</a>, dass sie beschlossen habe, INNA, ein Projekt für grünen Wasserstoff und grünes Ammoniak, einzustellen, um sich stattdessen auf ihr Portfolio an erneuerbaren Energien zu konzentrieren. Eine <a href="https://www.eso.org/public/news/eso2506/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">detaillierte technische Analyse der ESO im letzten Jahr</a> ergab, dass INNA den dunklen Himmel über Paranal und die Funktionsfähigkeit der dortigen Anlagen schwerwiegend und irreversibel beeinträchtigen würde. Die größten Auswirkungen, von denen Einrichtungen wie das Very Large Telescope (<a href="https://www.eso.org/public/teles-instr/paranal-observatory/vlt/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">VLT</a>), das VLT Interferometer (<a href="https://www.eso.org/public/teles-instr/paranal-observatory/vlt/vlti/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">VLTI</a>), das Extremely Large Telescope (<a href="https://elt.eso.org/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">ELT</a>) und <a href="https://www.eso.org/public/teles-instr/paranal-observatory/ctao/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">CTAO</a>-South betroffen wären, würden durch Lichtverschmutzung, Mikrovibrationen, Staub und eine Zunahme der Luftturbulenzen in der Region verursacht werden.</p>



<p>Der Fall INNA und der <a href="https://www.eso.org/public/images/INNA-map-EN/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">vorgeschlagene Standort</a> verdeutlichen die dringende Notwendigkeit, klare Schutzmaßnahmen in der Umgebung von astronomischen Observatorien zu ergreifen. Solche Maßnahmen sind unerlässlich, damit astronomische Observatorien ihren Betrieb fortsetzen können, insbesondere in einer Region, die aufgrund der außergewöhnlichen Dunkelheit des Himmels über Nordchile weithin als weltweit bester Standort für optische Astronomieanlagen gilt. „Wir werden weiterhin eng mit lokalen, regionalen und nationalen Behörden zusammenarbeiten, um den dunklen Himmel über Nordchile zu schützen, ein unersetzliches Naturerbe, das für unser Verständnis des Universums von entscheidender Bedeutung ist und Weltklasse-Astronomie zum Nutzen Chiles und der globalen wissenschaftlichen Gemeinschaft ermöglicht“, sagt Itziar de Gregorio-Monsalvo, Vertreterin der ESO in Chile.</p>



<p>„Es war unglaublich beruhigend zu sehen, dass sich so viele Menschen in Chile und auf der ganzen Welt im Rahmen des INNA-Projekts intensiv für den Schutz des dunklen und ruhigen Himmels einsetzen und sich aktiv dafür stark machen“, sagt Barcons. „Wir sind aufrichtig dankbar für dieses Engagement und diese Solidarität. Es gibt uns Zuversicht, dass wir durch unsere Zusammenarbeit den dunklen und ruhigen Himmel in Chile und anderswo weiterhin schützen können – für die astronomische Forschung und für die Menschheit.“ Seitdem das Projekt im Dezember 2024 bei der SEA eingereicht wurde, haben sich Mitglieder der Astronomiegemeinschaft in Chile, in den ESO-Mitgliedstaaten und darüber hinaus, politische Entscheidungsträger und Behörden auf internationaler, nationaler, regionaler und lokaler Ebene sowie unzählige Mitglieder der Öffentlichkeit für dieses gemeinsame Ziel ausgesprochen.</p>



<p>Die ESO wird ihre Bemühungen weiter intensivieren, um sicherzustellen, dass der unberührte Himmel über Paranal auch weiterhin das weltweit beste Fenster zur Beobachtung des Universums bleibt. Sie engagiert sich außerdem im umfassenderen <a href="https://www.eso.org/public/announcements/ann25010/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Kampf gegen Lichtverschmutzung und Störungen durch Satelliten</a> und trägt so dazu bei, das natürliche Erbe eines dunklen und ruhigen Himmels auf der ganzen Welt für zukünftige Generationen zu sichern.</p>



<p><strong>Weitere Informationen</strong></p>



<p>Die Europäische Südsternwarte (ESO) ermöglicht Wissenschaftlern weltweit, die Geheimnisse des Universums zum Wohle aller zu erforschen. Wir entwerfen, bauen und betreiben erstklassige Observatorien am Boden, die Astronomen nutzen, um spannende Fragen zu beantworten und die Faszination der Astronomie zu verbreiten, und fördern die internationale Zusammenarbeit in der Astronomie. Die ESO wurde 1962 als zwischenstaatliche Organisation gegründet und wird heute von 16 Mitgliedstaaten (Belgien, Dänemark, Deutschland, Finnland, Frankreich, Irland, Italien, Niederlande, Österreich, Polen, Portugal, Schweden, Schweiz, Spanien, Tschechien und Vereinigtes Königreich) sowie dem Gastland Chile und Australien als strategischem Partner unterstützt. Der Hauptsitz der ESO sowie ihr Besucherzentrum und Planetarium, die ESO Supernova, befinden sich in der Nähe von München in Deutschland, während unsere Teleskope in der chilenischen Atacama-Wüste stehen, einem wunderbaren Ort mit einzigartigen Bedingungen für die Beobachtung des Himmels. Die ESO betreibt drei Beobachtungsstandorte: La Silla, Paranal und Chajnantor. In Paranal betreibt die ESO das Very Large Telescope und dessen Very Large Telescope Interferometer sowie Durchmusterungsteleskope wie VISTA. Ebenfalls in Paranal wird die ESO den südlichen Teil des Cherenkov Telescope Array Observatory beherbergen und betreiben, das weltweit größte und empfindlichste Gammastrahlen-Observatorium. Zusammen mit internationalen Partnern betreibt die ESO auf Chajnantor das ALMA, eine Anlage, die den Himmel im Millimeter- und Submillimeterbereich beobachtet. Auf dem Cerro Armazones in der Nähe von Paranal bauen wir derzeit das „größte Auge der Welt auf den Himmel“ – das Extremely Large Telescope der ESO. Von unseren Büros in Santiago de Chile aus unterstützen wir unsere Aktivitäten im Land und pflegen den Kontakt zu chilenischen Partnern und der Gesellschaft.</p>



<p><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=15786.msg583526#msg583526" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">ESO</a></li>
</ul>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/aes-andes-gibt-einstellung-des-nahe-an-paranal-geplanten-industrieprojekts-inna-bekannt/" data-wpel-link="internal">AES Andes gibt Einstellung des nahe an Paranal geplanten Industrieprojekts INNA bekannt</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Astrophilie: Der Asteroid Eros</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/astrophilie-der-asteroid-eros/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Anna-Janina Stöhr]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 11 Jan 2026 14:56:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Astrophilie]]></category>
		<category><![CDATA[Beobachtung]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Raumsonden]]></category>
		<category><![CDATA[Sonnensystem]]></category>
		<category><![CDATA[Top-Meldungen]]></category>
		<category><![CDATA[433 Eros]]></category>
		<category><![CDATA[Asteroid]]></category>
		<category><![CDATA[Asteroidengürtel]]></category>
		<category><![CDATA[IAU]]></category>
		<category><![CDATA[LINEAR]]></category>
		<category><![CDATA[Near Earth-Asteroiden]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.raumfahrer.net/?p=150011</guid>

					<description><![CDATA[<p>Astrophilie beschreibt die besondere Faszination für den Nachthimmel und die Objekte des Universums. In dieser Serie werfen wir einen Blick auf kosmische Phänomene, die durch ihre Form, Struktur oder Symbolik die Romantik des Weltraums hervorheben. Im Fokus des fünften Teils der Serie: Eros, der Asteroid der Liebe. Beitrag von Anna-Janina Stöhr, Quellen: Britannica, NASA, H. [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/astrophilie-der-asteroid-eros/" data-wpel-link="internal">Astrophilie: Der Asteroid Eros</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Astrophilie beschreibt die besondere Faszination für den Nachthimmel und die Objekte des Universums. In dieser Serie werfen wir einen Blick auf kosmische Phänomene, die durch ihre Form, Struktur oder Symbolik die Romantik des Weltraums hervorheben. Im Fokus des fünften Teils der Serie: Eros, der Asteroid der Liebe.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Beitrag von Anna-Janina Stöhr, Quellen: Britannica, NASA, H. J. Perrotin, BBC Sky At Night Magazine 06. Januar 2026.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/01/Eros_orbit_2018.png" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Der Orbit von Eros in 2018, dargestellt von Tomruen." data-rl_caption="" title="Der Orbit von Eros in 2018, dargestellt von Tomruen." data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/01/Eros_orbit_20181.png" alt=""/></a><figcaption class="wp-element-caption">Darstellung des Orbits von Eros in 2018. Der Asteroid kommt der Erde sehr nahe, stellt aber keine Gefahr dar. Credit: <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Eros_orbit_2018.png" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Tomruen</a></figcaption></figure>



<p>Der deutsche Stenograf und Astronom Gustav Witt entdeckte am 13. August 1898 an der Berliner Urania-Sternwarte den Asteroiden 433 Eros. Benannt nach dem griechischen Gott der Liebe, war Eros eine kleine Sensation: Es war die erste Entdeckung eines erdnahen Asteroiden. Das bedeutet, 433 Eros befindet sich nicht im Asteroiden-Hauptgürtel zwischen Mars und Jupiter, sondern seine Bahn verläuft teilweise bis tief innerhalb der Marsbahn. Der Asteroid kann sich der Erde auf eine Entfernung von bis zu 22 Millionen Kilometern nähern<sup data-fn="35656b30-06e3-4010-b450-6c9f0fa46b25" class="fn"><a id="35656b30-06e3-4010-b450-6c9f0fa46b25-link" href="#35656b30-06e3-4010-b450-6c9f0fa46b25">1</a></sup>.</p>



<p>Der Astronom entdeckte 433 Eros rein zufällig bei einer zweistündigen Fotografie des Asteroiden 185 Eunike. Auf dem Bild war zusätzlich eine 0,4 mm lange Spur eines Objekts mit ungewöhnlich hoher scheinbarer Bewegung am Himmel sichtbar, was sich als 433 Eros herausstellte<sup data-fn="16e0a9ef-64d9-480b-8dc2-169945f0b596" class="fn"><a id="16e0a9ef-64d9-480b-8dc2-169945f0b596-link" href="#16e0a9ef-64d9-480b-8dc2-169945f0b596">2</a></sup>. In derselben Nacht fotografierte auch der französische Astronom Auguste Charlois am Observatoire de Nice den Asteroiden. Er hatte ihn sogar bereits etwa eine Stunde vor Witt fotografiert, die Entdeckung wurde aber erst später bekanntgegeben, da er die Fotoplatte nicht gleich analysierte<sup data-fn="2780098e-9bd9-4888-84a3-8ec0e62ef61d" class="fn"><a id="2780098e-9bd9-4888-84a3-8ec0e62ef61d-link" href="#2780098e-9bd9-4888-84a3-8ec0e62ef61d">3</a></sup>.</p>



<p>Zur Zeit der Entdeckung war es bereits etabliert, neue Himmelskörper nach Figuren der römischen oder griechischen Mythologie zu benennen. Dies begann mit der Entdeckung des Zwergplaneten und Asteroiden 1 Ceres durch Giuseppe Piazzi im Jahr 1801. Eros ist der griechische Gott der begehrlichen Liebe, sein Pendant in der römischen Mythologie ist Amor oder auch Cupido. Der Zusatz 433 folgt den offiziellen Regeln der Benennung von Asteroiden und Kometen der Internationalen Astronomischen Union (IAU), die die Reihenfolge der Entdeckungen festhält. Als erster entdeckter Asteroid trägt Ceres somit die Nummer 1, Eros wurde somit als Objekt Nummer 433 entdeckt<sup data-fn="81bc4d48-ee47-4362-a32b-6769d53d7c00" class="fn"><a id="81bc4d48-ee47-4362-a32b-6769d53d7c00-link" href="#81bc4d48-ee47-4362-a32b-6769d53d7c00">4</a></sup>. Personen, die heutzutage einen Asteroiden entdecken, dürfen Vorschläge für dessen Namen bei der IAU einreichen. Kometen werden heutzutage immer nach der Person benannt, die sie entdeckt haben.</p>



<p><strong>Ein besonderer Valentinstag für 433 Eros</strong></p>



<figure class="wp-block-image alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/01/433_Eros_Ibero.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="Skulptur des Asteroiden 433 Eros, von Norma Pavón de Roel. Aufbewahrt an der Universidad Iberoamericana. Credit: Baldic23" data-rl_caption="" title="Skulptur des Asteroiden 433 Eros, von Norma Pavón de Roel. Aufbewahrt an der Universidad Iberoamericana. Credit: Baldic23" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/01/433_Eros_Ibero1.jpg" alt=""/></a><figcaption class="wp-element-caption">Skulptur von 433 Eros, erstellt von Norma Pavón de Roel. Aufbewahrt an der Universidad Iberoamericana. Credit: <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:433_Eros_Ibero.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Baldic23</a></figcaption></figure>



<p>Hier endet die Geschichte des kartoffelförmigen, etwa 34 km × 11 km × 11 km großen Objekts jedoch nicht. Im Jahr 2000 schrieb die NASA durch ihn Raumfahrtgeschichte: Die Sonde NEAR Shoemaker wurde das erste Raumfahrzeug, das einen Asteroiden umkreiste – und das zufällig am Valentinstag! Ein Jahr später wurde die Mission noch bedeutungsträchtiger, da die Sonde auch auf 433 Eros landete. Dies stellte die erste erfolgreiche Landung auf einem Asteroiden dar. Zu diesem Zeitpunkt befand sich 433 Eros 315 Millionen Kilometer von der Erde entfernt<sup data-fn="5f6130d6-152f-4e4d-a84c-784869eef64e" class="fn"><a href="#5f6130d6-152f-4e4d-a84c-784869eef64e" id="5f6130d6-152f-4e4d-a84c-784869eef64e-link">5</a></sup>.</p>



<p><strong>Die erste detaillierte Untersuchung einer Asteroiden-Oberfläche</strong></p>



<p>Die Raumsonde war mit mehreren wissenschaftlichen Instrumenten ausgestattet, darunter ein nahinfrarotes Spektrometer zur Bestimmung der chemischen Zusammensetzung, eine Multispektralkamera und ein Teleskop mit CCD-Sensor zur Vermessung sowie ein Magnetometer zur Suche nach einem Magnetfeld. Mithilfe dieser Geräte fand NEAR Shoemaker heraus, dass 433 Eros ein unregelmäßig geformter Asteroid mit einer Rotationsperiode von 5,27 Stunden, ohne Monde und ohne messbarem Magnetfeld ist. Die Sonde kartierte über 70 % der Oberfläche, machte rund 160.000 hochauflösende Aufnahmen und zeigte eine von Geröll, Rillen und Einschlägen geprägte Oberfläche mit nur sehr wenigen größeren Kratern, was auf ein geologisch vergleichsweise junges Alter hindeutet. Zudem wurden hohe Anteile von Silizium, Magnesium, Eisen sowie radioaktiven Elementen gemessen, eine dichte Regolithschicht nachgewiesen und über Funkexperimente Masse und Dichte bestimmt, die der der irdischen Erdkruste ähnelt<sup data-fn="fdbd1498-1740-4cab-9127-ae961eae7a2c" class="fn"><a id="fdbd1498-1740-4cab-9127-ae961eae7a2c-link" href="#fdbd1498-1740-4cab-9127-ae961eae7a2c">6</a></sup>. Die Aufnahmen sind teilweise auf der <a href="https://science.nasa.gov/science-org-term/photojournal-mission-near-shoemaker/" data-type="link" data-id="https://science.nasa.gov/science-org-term/photojournal-mission-near-shoemaker/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Photojournal-Seite der NASA</a> zu finden.</p>



<div class="wp-block-group is-layout-constrained wp-block-group-is-layout-constrained"><div class="wp-block-group__inner-container">
<p><strong>Die Liebe zum Universum</strong></p>



<p>Wer sich für Himmelsobjekte begeistert oder auch einfach gerne in den Nachthimmel schaut, trägt oft eine besondere Form der Faszination in sich. Vielleicht schwingt sogar etwas <strong>Astrophilie </strong>mit, also die Liebe zu Sternen und dem Weltall im Allgemeinen. Der Begriff setzt sich aus dem altgriechischen ἄστρον (ástron, “Stern”) und dem Suffix „-philia“ (Liebe) zusammen. Wer genau ihn prägte, ist unklar. Laut <a href="https://www.oed.com/dictionary/astrophile_n?tl=true" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Oxford English Dictionary</a> tauchte er erstmals 1631 in einem Text des britischen Astrologen John Booker auf.</p>



<p>Diese kleine Definition bildet den Kern unserer Reihe: die Neugier und Anziehungskraft, die Menschen seit jeher mit dem Universum verbinden.</p>
</div></div>



<p><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=20772.msg582769#msg582769" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Astrophilie: Über die Romantik des Weltraums </a></li>
</ul>


<ol class="wp-block-footnotes"><li id="35656b30-06e3-4010-b450-6c9f0fa46b25">https://www.britannica.com/topic/Eros-asteroid <a href="#35656b30-06e3-4010-b450-6c9f0fa46b25-link" aria-label="Zur Fußnotenreferenz 1 navigieren"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" />︎</a></li><li id="16e0a9ef-64d9-480b-8dc2-169945f0b596">https://science.nasa.gov/solar-system/asteroids/433-eros/ <a href="#16e0a9ef-64d9-480b-8dc2-169945f0b596-link" aria-label="Zur Fußnotenreferenz 2 navigieren"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" />︎</a></li><li id="2780098e-9bd9-4888-84a3-8ec0e62ef61d">H. J. Perrotin: <em>Photographische Aufnahmen kleiner Planeten.</em> In: <em>Astronomische Nachrichten.</em> Band 147, Nr. 3514, 1898, Sp. 175–176 <a href="#2780098e-9bd9-4888-84a3-8ec0e62ef61d-link" aria-label="Zur Fußnotenreferenz 3 navigieren"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" />︎</a></li><li id="81bc4d48-ee47-4362-a32b-6769d53d7c00">https://en.wikipedia.org/wiki/List_of_minor_planets:_1%E2%80%931000 <a href="#81bc4d48-ee47-4362-a32b-6769d53d7c00-link" aria-label="Zur Fußnotenreferenz 4 navigieren"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" />︎</a></li><li id="5f6130d6-152f-4e4d-a84c-784869eef64e">https://science.nasa.gov/solar-system/asteroids/433-eros/ <a href="#5f6130d6-152f-4e4d-a84c-784869eef64e-link" aria-label="Zur Fußnotenreferenz 5 navigieren"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" />︎</a></li><li id="fdbd1498-1740-4cab-9127-ae961eae7a2c">https://www.skyatnightmagazine.com/space-science/433-eros-asteroid <a href="#fdbd1498-1740-4cab-9127-ae961eae7a2c-link" aria-label="Zur Fußnotenreferenz 6 navigieren"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" />︎</a></li></ol>


<p></p>



<p></p>



<p></p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/astrophilie-der-asteroid-eros/" data-wpel-link="internal">Astrophilie: Der Asteroid Eros</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Astrophilie: Das Sternenpaar Altair &#038; Wega</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/astrophilie-das-sternenpaar-altair-wega/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Anna-Janina Stöhr]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 23 Dec 2025 14:01:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Astrophilie]]></category>
		<category><![CDATA[Beobachtung]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Sterne]]></category>
		<category><![CDATA[Sternenhimmel]]></category>
		<category><![CDATA[Top-Meldungen]]></category>
		<category><![CDATA[Altair]]></category>
		<category><![CDATA[China]]></category>
		<category><![CDATA[Vega]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.raumfahrer.net/?p=149783</guid>

					<description><![CDATA[<p>Astrophilie beschreibt die besondere Faszination für den Nachthimmel und die Objekte des Universums. In dieser Serie werfen wir einen Blick auf kosmische Phänomene, die durch ihre Form, Struktur oder Symbolik die Romantik des Weltraums hervorheben. Im Fokus des vierten Teils der Serie: Die Sterne Altair und Wega. Beitrag von Anna-Janina Stöhr, Quellen: ChinaCulture, Cornell University, [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/astrophilie-das-sternenpaar-altair-wega/" data-wpel-link="internal">Astrophilie: Das Sternenpaar Altair &amp; Wega</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Astrophilie beschreibt die besondere Faszination für den Nachthimmel und die Objekte des Universums. In dieser Serie werfen wir einen Blick auf kosmische Phänomene, die durch ihre Form, Struktur oder Symbolik die Romantik des Weltraums hervorheben. Im Fokus des vierten Teils der Serie: Die Sterne Altair und Wega.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Beitrag von Anna-Janina Stöhr, Quellen: ChinaCulture, Cornell University, Harvard University Press, Astronomy &amp; Astrophysics, 23. Dezember 2025.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/12/Niulang_and_Zhinv_Long_Corridor_Large.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Niulang und Zhinu auf der Brücke der Elstern, Darstellung im Sommer-Palast in Beijing. Credit: shizhao" data-rl_caption="" title="Niulang und Zhinu auf der Brücke der Elstern, Darstellung im Sommer-Palast in Beijing. Credit: shizhao" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/12/Niulang_and_Zhinv_Long_Corridor.jpg" alt=""/></a><figcaption class="wp-element-caption">Niulang und Zhinu auf der Brücke der Elstern, Darstellung im Sommer-Palast in Beijing. Credit: <a href="https://zh.wikipedia.org/zh-hant/%E7%BB%87%E5%A5%B3#/media/File:Niulang_and_Zhinv_(Long_Corridor).JPG" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">shizhao</a></figcaption></figure>



<p>Für die Liebe braucht es immer zwei Menschen und auch am Himmel scheint es ein legendäres Liebespaar zu geben: Altair und Wega, die in verschiedenen Kulturen, besonders in China, als Sternenliebende gelten. <br>In diesem Teil der Astrophilie-Reihe werden die Geschichte der zwei sowie ein paar astronomische Fakten zu den Sternen erzählt. </p>



<p><strong>Die Geschichte der ewigen Liebenden: Altair &amp; Wega</strong></p>



<p>Zunächst müssen wir die beiden Protagonisten kennenlernen. Altair ist der hellste Stern im Sternbild Aquila (Adler); Wega (auch Vega) ist der Hauptstern des Sternbildes Leier (Lyra). Zusammen mit dem Stern Deneb bilden sie auch das bekannte Sommerdreieck. In der chinesischen Volkssage “Kuhhirte und Weberin” werden die beiden Sterne personifiziert als Zhinu (織女), die Weberin (Vega), und Niulang (牛郎), der Kuhhirte (Altair). Die Geschichte ist bereits über 2000 Jahre alt und entwickelte sich langsam während der Han-Dynastie (206 v. Chr. – 220 n. Chr.)<sup data-fn="14586c62-c4c0-4c6d-81cb-427029bf1e9a" class="fn"><a href="#14586c62-c4c0-4c6d-81cb-427029bf1e9a" id="14586c62-c4c0-4c6d-81cb-427029bf1e9a-link">1</a></sup>. Wie für solche Volkssagen üblich, gibt es entsprechend nicht &#8222;die eine&#8220; offizielle Version und die verschiedensten Überlieferungen variieren in Details. Grundsätzlich lasen die Menschen damals jedoch das folgende aus dem Sternenhimmel: </p>



<figure class="wp-block-image alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/12/Magpie_bridge_v1.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="Die Elsterbrücke (Magpie Bridge), die die Sterne verbindet. Credit: OperaJoeGreen" data-rl_caption="" title="Die Elsterbrücke (Magpie Bridge), die die Sterne verbindet. Credit: OperaJoeGreen" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/12/Magpie_bridge_v11.jpg" alt=""/></a><figcaption class="wp-element-caption">Die Elsterbrücke (Magpie Bridge), die die Sterne verbindet. Credit: <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/File:Magpie_bridge.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">OperaJoeGreen</a></figcaption></figure>



<p>Der Kuhhirte Niulang begegnete eines Tages sieben Feenschwestern, die in einem See badeten. Mit Hilfe seines schelmischen Ochsen stahl er ihre Kleider. Die jüngste und schönste Schwester, Zhinu, sollte daraufhin die Kleidung der Feen wieder zurückholen. Da Niulang sie somit jedoch nackt gesehen hatte, stimmten die zwei einer Heirat zu. Sie lebten glücklich zusammen und bekamen zwei Kinder.<br>Doch die Himmelsgöttin (oder in manchen Versionen Zhinus Mutter) erfuhr, dass die Fee einen sterblichen Mann geheiratet hatte, und befahl Zhinu, zurück in den Himmel zu kehren, wo sie wieder ihrer Aufgabe des Wolkenwebens nachgehen musste.<br>Niulang war verzweifelt. Sein sprechender Ochse riet ihm, ihn zu töten, die Haut anzuziehen und so in den Himmel zu gelangen. Niulang folgte dem Rat, nahm die Kinder mit und suchte seine Frau im Himmel.<br>Die Göttin entdeckte dies und war wütend. Mit ihrer Haarnadel zog sie einen breiten Fluss am Himmel (die Milchstraße) um die Liebenden für immer zu trennen. Zhinu sitzt nun auf einer Seite des Himmelsflusses und webt traurig, während Niulang sie von der anderen Seite aus beobachtet und sich um ihre Kinder kümmert.<br>Doch einmal im Jahr haben die Elstern Mitleid mit ihnen, und zwar am siebten Tag des siebten Monats des Mondkalenders: Sie bilden über der Milchstraße eine Brücke aus Flügeln, sodass Niulang und Zhinu für eine Nacht vereint sein können. Zur Feier der Liebenden wird in China jährlich das Qixi Fest veranstaltet<sup data-fn="103084c1-e06f-4133-a4d8-609d94da66aa" class="fn"><a href="#103084c1-e06f-4133-a4d8-609d94da66aa" id="103084c1-e06f-4133-a4d8-609d94da66aa-link">2</a></sup>.</p>



<p><strong>Die Protagonisten im Überblick</strong></p>



<p>Doch wer genau steckt hinter den beiden Liebenden, und was ist an diesen Sternen so besonders?</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Vega liegt nördlich (bzw. „auf der einen Seite“) der Milchstraße, Altair liegt südlich („auf der anderen Seite“) davon. Um den siebten Tag des siebten Mondmonats stehen Altair und Vega besonders hoch, die Milchstraße wirkt schmaler zwischen ihnen und die Sterne erscheinen visuell auffällig nah beieinander. Entsprechend entstand die Legende, dass die Elstern eine Brücke für die zwei gebaut haben.</li>



<li>Vega ist ein schnell rotierender Stern, etwa 25 Lichtjahre von der Erde entfernt. Interferometrische Messungen zeigen, dass Vega ein sogenannter Rapid Rotator ist, der fast am Rotationsabbruchlimit rotiert und stark abgeplattet ist<sup data-fn="d28ff4e4-c7f0-4782-8693-e226297b3584" class="fn"><a id="d28ff4e4-c7f0-4782-8693-e226297b3584-link" href="#d28ff4e4-c7f0-4782-8693-e226297b3584">3</a></sup>.</li>



<li>Vega hat eine Staub-/Trümmerscheibe um sich herum. Diese wurde erstmals als Infrarot-Überschuss entdeckt<sup data-fn="62f885a9-ee12-4efc-985d-ebe6368ba173" class="fn"><a id="62f885a9-ee12-4efc-985d-ebe6368ba173-link" href="#62f885a9-ee12-4efc-985d-ebe6368ba173">4</a></sup>.</li>



<li>Altair rotiert ebenso als Rapid Rotator extrem schnell, mit äquatorialer Rotationsgeschwindigkeit von etwa 250–290 km/s, und ist etwa 17 Lichtjahre von der Erde entfernt<sup data-fn="17957ccd-a5e5-41c3-b458-4fd9312dbe29" class="fn"><a href="#17957ccd-a5e5-41c3-b458-4fd9312dbe29" id="17957ccd-a5e5-41c3-b458-4fd9312dbe29-link">5</a></sup>. Dadurch ist er ebenfalls abgeplattet.</li>



<li>Altair ist ein Delta Scuti-Stern, das heißt, er zeigt schwache Helligkeitsschwankungen durch innere Pulsation<sup data-fn="d3ba835e-b60f-4e4a-a585-ddbc2f16da27" class="fn"><a href="#d3ba835e-b60f-4e4a-a585-ddbc2f16da27" id="d3ba835e-b60f-4e4a-a585-ddbc2f16da27-link">6</a></sup>. </li>



<li>In der chinesischen Raumfahrt wird der Mythos der zwei Sternenliebenden als Namensgeber für ein Relais-Satellitensystem zur Kommunikation genutzt: <a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=20095.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Elsterbrücke, oder auch Queqiao</a> (鹊桥).</li>
</ul>



<p>Der nächste Teil der Astrophilie-Serie wird sich mit dem Asteroiden Eros beschäftigen.</p>



<div class="wp-block-group is-layout-constrained wp-block-group-is-layout-constrained"><div class="wp-block-group__inner-container">
<p><strong>Die Liebe zum Universum</strong></p>



<p>Wer sich für Himmelsobjekte begeistert oder auch einfach gerne in den Nachthimmel schaut, trägt oft eine besondere Form der Faszination in sich. Vielleicht schwingt sogar etwas <strong>Astrophilie </strong>mit, also die Liebe zu Sternen und dem Weltall im Allgemeinen. Der Begriff setzt sich aus dem altgriechischen ἄστρον (ástron, “Stern”) und dem Suffix „-philia“ (Liebe) zusammen. Wer genau ihn prägte, ist unklar. Laut <a href="https://www.oed.com/dictionary/astrophile_n?tl=true" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Oxford English Dictionary</a> tauchte er erstmals 1631 in einem Text des britischen Astrologen John Booker auf.</p>



<p>Diese kleine Definition bildet den Kern unserer Reihe: die Neugier und Anziehungskraft, die Menschen seit jeher mit dem Universum verbinden.</p>
</div></div>



<p><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=20772.msg582360#msg582360" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Astrophilie: Über die Romantik des Weltraums </a></li>
</ul>


<ol class="wp-block-footnotes"><li id="14586c62-c4c0-4c6d-81cb-427029bf1e9a">Mark Edward Lewis,<strong><em> The Early Chinese Empires: Qin and Han</em></strong>, Harvard University Press. <a href="#14586c62-c4c0-4c6d-81cb-427029bf1e9a-link" aria-label="Zur Fußnotenreferenz 1 navigieren"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" />︎</a></li><li id="103084c1-e06f-4133-a4d8-609d94da66aa">https://en.chinaculture.org/focus/focus/2010qixi/2010-08/16/content_391106.html <a href="#103084c1-e06f-4133-a4d8-609d94da66aa-link" aria-label="Zur Fußnotenreferenz 2 navigieren"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" />︎</a></li><li id="d28ff4e4-c7f0-4782-8693-e226297b3584">https://arxiv.org/abs/astro-ph/0603327 <a href="#d28ff4e4-c7f0-4782-8693-e226297b3584-link" aria-label="Zur Fußnotenreferenz 3 navigieren"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" />︎</a></li><li id="62f885a9-ee12-4efc-985d-ebe6368ba173">https://www.aanda.org/articles/aa/full_html/2010/10/aa14574-10/aa14574-10.html <a href="#62f885a9-ee12-4efc-985d-ebe6368ba173-link" aria-label="Zur Fußnotenreferenz 4 navigieren"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" />︎</a></li><li id="17957ccd-a5e5-41c3-b458-4fd9312dbe29">https://www.aanda.org/articles/aa/full_html/2024/07/aa49833-24/aa49833-24.html <a href="#17957ccd-a5e5-41c3-b458-4fd9312dbe29-link" aria-label="Zur Fußnotenreferenz 5 navigieren"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" />︎</a></li><li id="d3ba835e-b60f-4e4a-a585-ddbc2f16da27">https://www.aanda.org/articles/aa/full_html/2024/07/aa49833-24/aa49833-24.html <a href="#d3ba835e-b60f-4e4a-a585-ddbc2f16da27-link" aria-label="Zur Fußnotenreferenz 6 navigieren"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" />︎</a></li></ol>


<p></p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/astrophilie-das-sternenpaar-altair-wega/" data-wpel-link="internal">Astrophilie: Das Sternenpaar Altair &amp; Wega</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Das SPHEREx-Observatorium erstellt ihre erste, eine einzigartige kosmische Karte.</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/das-spherex-observatorium-der-nasa-erstellt-erste-kosmische-karte-die-ihresgleichen-sucht/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 20 Dec 2025 19:32:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Kosmologie]]></category>
		<category><![CDATA[SPHEREx]]></category>
		<category><![CDATA[Sterne]]></category>
		<category><![CDATA[Sternenhimmel]]></category>
		<category><![CDATA[Top-Meldungen]]></category>
		<category><![CDATA[Infrarot]]></category>
		<category><![CDATA[Infrarot Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Jet Propulsion Laboratory]]></category>
		<category><![CDATA[NASA-Budget]]></category>
		<category><![CDATA[Universum]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.raumfahrer.net/?p=149873</guid>

					<description><![CDATA[<p>Das im März gestartete Weltraumteleskop SPHEREx der NASA hat seine erste Infrarotkarte des gesamten Himmels in 102 Farben fertiggestellt.Eine Pressemitteilung der National Aeronautics and Space Administration NASA. Quelle: NASA / Jet Propulsion Laboratory, 18. Dezember 2025 Diese 102 Infrarotwellenlängen des Lichts sind für das menschliche Auge zwar nicht sichtbar, aber ein großer Anteil der Strahlung [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/das-spherex-observatorium-der-nasa-erstellt-erste-kosmische-karte-die-ihresgleichen-sucht/" data-wpel-link="internal">Das SPHEREx-Observatorium erstellt ihre erste, eine einzigartige kosmische Karte.</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Das im März gestartete Weltraumteleskop SPHEREx der NASA hat seine erste Infrarotkarte des gesamten Himmels in 102 Farben fertiggestellt.<br>Eine Pressemitteilung der National Aeronautics and Space Administration NASA.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Quelle: <a href="https://www.nasa.gov/missions/spherex/nasas-spherex-observatory-completes-first-cosmic-map-like-no-other/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">NASA / Jet Propulsion Laboratory</a>, 18. Dezember 2025</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe loading="lazy" title="SPHEREx First All-Sky Map — Panorama" width="1200" height="675" src="https://www.youtube.com/embed/kzTH_MXwRBs?list=PLTiv_XWHnOZrfLibq-Y1t8T0V3DnSYNph" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe>
</div><figcaption class="wp-element-caption"><em>Dieser Panoramablick auf die erste Vollhimmelskarte von SPHEREx zeigt, wie der Himmel für das Teleskop aussieht. Er wechselt zwischen Beobachtungen der Farben, die von heißem Wasserstoffgas (blau) und kosmischem Staub (rot) ausgestrahlt werden, und denen, die hauptsächlich von Sternen ausgestrahlt werden.<br><mark>Quelle: NASA/JPL-Caltech</mark></em></figcaption></figure>



<p>Diese 102 Infrarotwellenlängen des Lichts sind für das menschliche Auge zwar nicht sichtbar, aber ein großer Anteil der Strahlung im Kosmos liegt in diesen Bereichen. Die Beobachtung des gesamten Himmels auf diese Weise ermöglicht es Wissenschaftlern, wichtige Fragen zu beantworten, darunter auch, wie ein dramatisches Ereignis, das sich in der ersten Milliardstel Billionstel Billionstel Sekunde nach dem Urknall ereignete, die 3D-Verteilung von Hunderten Millionen Galaxien in unserem Universum beeinflusst hat. Darüber hinaus werden Wissenschaftler die Daten nutzen, um zu untersuchen, wie sich Galaxien im Laufe der fast 14 Milliarden Jahre alten Geschichte des Universums verändert haben, und um mehr über die Verteilung der wichtigsten Bestandteile für Leben in unserer eigenen Galaxie zu erfahren.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/12/1-e1a-spherex-all-sky-stars-and-gas-dust.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Das SPHEREx-Projekt der NASA hat den gesamten Himmel in 102 Infrarotfarben kartografiert, die für das menschliche Auge unsichtbar sind, aber dazu verwendet werden können, verschiedene Merkmale des Kosmos sichtbar zu machen. Dieses Bild zeigt eine Auswahl von Farben, die hauptsächlich von Sternen (blau, grün und weiß), heißem Wasserstoffgas (blau) und kosmischem Staub (rot) ausgestrahlt werden. Quelle: NASA/JPL-Caltech" data-rl_caption="" title="Das SPHEREx-Projekt der NASA hat den gesamten Himmel in 102 Infrarotfarben kartografiert, die für das menschliche Auge unsichtbar sind, aber dazu verwendet werden können, verschiedene Merkmale des Kosmos sichtbar zu machen. Dieses Bild zeigt eine Auswahl von Farben, die hauptsächlich von Sternen (blau, grün und weiß), heißem Wasserstoffgas (blau) und kosmischem Staub (rot) ausgestrahlt werden. Quelle: NASA/JPL-Caltech" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="400" height="225" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/12/1-e1a-spherex-all-sky-stars-and-gas-dust-400x225-1.jpg" alt="" class="wp-image-149867" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/12/1-e1a-spherex-all-sky-stars-and-gas-dust-400x225-1.jpg 400w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/12/1-e1a-spherex-all-sky-stars-and-gas-dust-400x225-1-300x169.jpg 300w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Das SPHEREx-Projekt der NASA hat den gesamten Himmel in 102 Infrarotfarben kartografiert, die für das menschliche Auge unsichtbar sind, aber dazu verwendet werden können, verschiedene Merkmale des Kosmos sichtbar zu machen. Dieses Bild zeigt eine Auswahl von Farben, die hauptsächlich von Sternen (blau, grün und weiß), heißem Wasserstoffgas (blau) und kosmischem Staub (rot) ausgestrahlt werden.<br><mark>Quelle: NASA/JPL-Caltech</mark></figcaption></figure>



<p>„Es ist unglaublich, wie viele Informationen <a href="https://science.nasa.gov/mission/spherex/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">SPHEREx</a> in nur sechs Monaten gesammelt hat – Informationen, die besonders wertvoll sind, wenn sie zusammen mit den Daten unserer anderen Missionen genutzt werden, um unser Universum besser zu verstehen“, sagte Shawn Domagal-Goldman, Direktor der Astrophysik-Abteilung im NASA-Hauptquartier in Washington. „Wir verfügen im Wesentlichen über 102 neue Karten des gesamten Himmels, jede in einer anderen Wellenlänge und mit einzigartigen Informationen über die Objekte, die sie zeigt. Ich denke, jeder Astronom wird hier etwas Wertvolles finden, da die Missionen der NASA es der Welt ermöglichen, grundlegende Fragen darüber zu beantworten, wie das Universum entstanden ist und wie es sich verändert hat, um schließlich einen Lebensraum für uns zu schaffen.“</p>



<p>SPHEREx (kurz für Spectro-Photometer for the History of the Universe, Epoch of Reionization, and Ices Explorer) umkreist die Erde etwa 14½ Mal pro Tag und bewegt sich dabei von Norden nach Süden über die Pole hinweg. Jeden Tag nimmt er etwa 3.600 Bilder entlang eines kreisförmigen Streifens des Himmels auf, und im Laufe der Tage, während sich der Planet um die Sonne bewegt, verschiebt sich auch das Sichtfeld von SPHEREx. Nach sechs Monaten hat das Observatorium den Weltraum in alle Richtungen beobachtet und den gesamten Himmel in 360 Grad erfasst.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/12/2-e1b-pia26600-fig-a-docx.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="Dieses SPHEREx-Bild zeigt eine Auswahl der Infrarotfarben, die hauptsächlich von Sternen und Galaxien ausgestrahlt werden. Das Weltraumteleskop beobachtet Hunderte Millionen weit entfernter Galaxien am Himmel. Seine Multiwellenlängenansicht wird Astronomen dabei helfen, die Entfernung zu diesen Galaxien zu messen. Quelle: NASA/JPL-Caltech" data-rl_caption="" title="Dieses SPHEREx-Bild zeigt eine Auswahl der Infrarotfarben, die hauptsächlich von Sternen und Galaxien ausgestrahlt werden. Das Weltraumteleskop beobachtet Hunderte Millionen weit entfernter Galaxien am Himmel. Seine Multiwellenlängenansicht wird Astronomen dabei helfen, die Entfernung zu diesen Galaxien zu messen. Quelle: NASA/JPL-Caltech" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="400" height="225" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/12/2-e1b-pia26600-fig-a-docx-400x225-1.jpg" alt="" class="wp-image-149869" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/12/2-e1b-pia26600-fig-a-docx-400x225-1.jpg 400w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/12/2-e1b-pia26600-fig-a-docx-400x225-1-300x169.jpg 300w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Dieses SPHEREx-Bild zeigt eine Auswahl der Infrarotfarben, die hauptsächlich von Sternen und Galaxien ausgestrahlt werden. Das Weltraumteleskop beobachtet Hunderte Millionen weit entfernter Galaxien am Himmel. Seine Multiwellenlängenansicht wird Astronomen dabei helfen, die Entfernung zu diesen Galaxien zu messen.<br><mark>Quelle: NASA/JPL-Caltech</mark></figcaption></figure>



<p>Die Mission, die vom Jet Propulsion Laboratory der NASA in Südkalifornien geleitet wird, <a href="https://www.jpl.nasa.gov/news/nasas-spherex-space-telescope-begins-capturing-entire-sky/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">begann im Mai mit der Kartierung</a> des Himmels und stellte im Dezember ihr erstes Mosaik des gesamten Himmels fertig. Während ihrer zweijährigen Hauptmission wird sie drei weitere Scans des gesamten Himmels durchführen, und durch die Zusammenführung dieser Karten wird die Empfindlichkeit der Messungen erhöht. Der gesamte Datensatz steht Wissenschaftlern und der Öffentlichkeit <a href="https://www.jpl.nasa.gov/news/how-nasas-spherex-mission-will-share-its-all-sky-map-with-the-world/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">frei zur Verfügung</a>.<br>„SPHEREx ist eine mittelgroße astrophysikalische Mission, die große wissenschaftliche Erkenntnisse liefert“, sagte JPL-Direktor Dave Gallagher. „Es ist ein phänomenales Beispiel dafür, wie wir mutige Ideen in die Realität umsetzen und damit ein enormes Potenzial für Entdeckungen erschließen.“</p>



<p><strong>Superleistungsstarkes Teleskop</strong></p>



<p>Jede der 102 von SPHEREx erfassten Farben steht für eine Wellenlänge des Infrarotlichts, und jede Wellenlänge liefert einzigartige Informationen über die Galaxien, Sterne, Planetenentstehungsgebiete und andere kosmische Merkmale darin. Beispielsweise strahlen dichte Staubwolken in unserer Galaxie, in denen Sterne und Planeten entstehen, in bestimmten Wellenlängen hell, während sie in anderen Wellenlängen kein Licht abgeben (und daher völlig unsichtbar sind). Der Prozess der Aufspaltung des Lichts einer Quelle in seine einzelnen Wellenlängen wird als Spektroskopie bezeichnet.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/12/3-e1c-pia26600-fig-b.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="Auf diesem SPHEREx-Bild sind die Infrarotfarben zu sehen, die hauptsächlich von Staub (rot) und heißem Gas (blau) ausgestrahlt werden, den wichtigsten Bestandteilen für die Entstehung neuer Sterne und Planeten. Obwohl diese Materiewolken einen großen Teil des Himmels bedecken, sind sie in den meisten Wellenlängen des Lichts, einschließlich derjenigen, die das menschliche Auge wahrnehmen kann, unsichtbar. Quelle: NASA/JPL-Caltech" data-rl_caption="" title="Auf diesem SPHEREx-Bild sind die Infrarotfarben zu sehen, die hauptsächlich von Staub (rot) und heißem Gas (blau) ausgestrahlt werden, den wichtigsten Bestandteilen für die Entstehung neuer Sterne und Planeten. Obwohl diese Materiewolken einen großen Teil des Himmels bedecken, sind sie in den meisten Wellenlängen des Lichts, einschließlich derjenigen, die das menschliche Auge wahrnehmen kann, unsichtbar. Quelle: NASA/JPL-Caltech" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="400" height="225" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/12/3-e1c-pia26600-fig-b-400x225-1.jpg" alt="" class="wp-image-149871" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/12/3-e1c-pia26600-fig-b-400x225-1.jpg 400w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/12/3-e1c-pia26600-fig-b-400x225-1-300x169.jpg 300w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Auf diesem SPHEREx-Bild sind die Infrarotfarben zu sehen, die hauptsächlich von Staub (rot) und heißem Gas (blau) ausgestrahlt werden, den wichtigsten Bestandteilen für die Entstehung neuer Sterne und Planeten. Obwohl diese Materiewolken einen großen Teil des Himmels bedecken, sind sie in den meisten Wellenlängen des Lichts, einschließlich derjenigen, die das menschliche Auge wahrnehmen kann, unsichtbar.<br><mark>Quelle: NASA/JPL-Caltech</mark></figcaption></figure>



<p>Zwar haben auch einige frühere Missionen den gesamten Himmel kartiert, wie beispielsweise der <a href="https://www.jpl.nasa.gov/missions/wide-field-infrared-survey-explorer-wise/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Wide-field Infrared Survey Explorer</a> der NASA, aber keine davon hat dies in annähernd so vielen Farben getan wie SPHEREx. Im Gegensatz dazu kann das <a href="https://science.nasa.gov/mission/webb/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">James-Webb-Weltraumteleskop</a> der NASA Spektroskopie mit deutlich mehr Wellenlängen des Lichts durchführen als SPHEREx, hat jedoch ein tausendmal kleineres Sichtfeld. Die Kombination aus Farben und einem so großen Sichtfeld macht SPHEREx so leistungsstark.<br>„Die Superkraft von SPHEREx besteht darin, dass es etwa alle sechs Monate den gesamten Himmel in 102 Farben erfasst. Das ist eine erstaunliche Menge an Informationen, die in kurzer Zeit gesammelt werden“, sagte Beth Fabinsky, SPHEREx-Projektmanagerin am JPL. „Ich denke, das macht uns zum Fangschreckenkrebs unter den Teleskopen, denn wir verfügen über ein erstaunliches mehrfarbiges visuelles Erkennungssystem und können außerdem einen sehr weiten Bereich unserer Umgebung sehen.“</p>



<p>Um diese Leistung zu vollbringen, verwendet SPHEREx sechs Detektoren, die jeweils mit einem speziell entwickelten Filter mit einem Farbverlauf von 17 Farben ausgestattet sind. Das bedeutet, dass jedes mit diesen sechs Detektoren aufgenommene Bild 102 Farben (sechs mal 17) enthält. Es bedeutet auch, dass jede von SPHEREx erstellte Vollhimmelskarte eigentlich aus 102 Karten in jeweils unterschiedlichen Farben besteht.<br>Das Observatorium wird diese Farben nutzen, um die Entfernung zu Hunderten von Millionen Galaxien zu messen. Obwohl die Positionen der meisten dieser Galaxien bereits von anderen Observatorien in zwei Dimensionen kartiert wurden, wird die Karte von SPHEREx in 3D erstellt, sodass Wissenschaftler subtile Unterschiede in der Anordnung und Verteilung der Galaxien im Universum messen können.</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe loading="lazy" title="SPHEREx First All-Sky Map — Spectrum" width="1200" height="675" src="https://www.youtube.com/embed/BFPHN4yOy2Y?list=PLTiv_XWHnOZrfLibq-Y1t8T0V3DnSYNph" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe>
</div><figcaption class="wp-element-caption"><em>Jedes Einzelbild dieses Films zeigt den gesamten Himmel in einer anderen Infrarotwellenlänge, die durch den Farbbalken in der oberen rechten Ecke angezeigt wird. Die vom SPHEREx-Observatorium der NASA aufgenommenen Karten veranschaulichen, wie die Betrachtung des Universums in verschiedenen Wellenlängen des Lichts einzigartige kosmische Merkmale offenbaren kann.<br><mark>Quelle: NASA/JPL-Caltech</mark></em></figcaption></figure>



<p>Diese Messungen werden Einblicke in ein Ereignis liefern, das sich in der ersten Milliardstel Milliardstel Milliardstel Sekunde nach dem Urknall ereignet hat. In diesem Moment, der als Inflation bezeichnet wird, dehnte sich das Universum um das Billionenfache aus. Seitdem hat sich nichts Vergleichbares im Universum ereignet, und Wissenschaftler möchten dieses Phänomen besser verstehen. Der Ansatz der SPHEREx-Mission ist ein Weg, um diese Bemühungen zu unterstützen.</p>



<p><strong>Weitere Informationen zu SPHEREx</strong></p>



<p>Die SPHEREx-Mission wird vom JPL für die Astrophysikabteilung der NASA innerhalb der Wissenschaftsdirektion in Washington geleitet. Das Teleskop und der Raumfahrzeugbus wurden von BAE Systems gebaut. Die wissenschaftliche Analyse der SPHEREx-Daten wird von einem Team von Wissenschaftlern aus 10 Institutionen in den USA, Südkorea und Taiwan durchgeführt. Die Daten werden am <a href="https://www.ipac.caltech.edu/project/spherex" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">IPAC</a> am Caltech in Pasadena verarbeitet und archiviert, das das JPL für die NASA verwaltet. Der Hauptforscher der Mission ist am Caltech tätig und hat eine gemeinsame Anstellung am JPL. Der SPHEREx-Datensatz ist öffentlich zugänglich.<br>Weitere Informationen über die SPHEREx-Mission finden Sie unter: <a href="https://science.nasa.gov/mission/spherex/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">https://science.nasa.gov/mission/spherex/</a></p>



<p><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=20374.msg582292#msg582292" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">SPHEREx-Weltraumteleskop auf Falcon 9</a></li>
</ul>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/das-spherex-observatorium-der-nasa-erstellt-erste-kosmische-karte-die-ihresgleichen-sucht/" data-wpel-link="internal">Das SPHEREx-Observatorium erstellt ihre erste, eine einzigartige kosmische Karte.</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Astrophilie: Die Venus zwischen Feuer und Wolken</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/astrophilie-die-venus-zwischen-feuer-und-wolken/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Anna-Janina Stöhr]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 18 Dec 2025 18:22:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Astrophilie]]></category>
		<category><![CDATA[Beobachtung]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Sonnensystem]]></category>
		<category><![CDATA[Top-Meldungen]]></category>
		<category><![CDATA[Venus]]></category>
		<category><![CDATA[Beobachtungsobjekt]]></category>
		<category><![CDATA[Planet]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.raumfahrer.net/?p=149755</guid>

					<description><![CDATA[<p>Astrophilie beschreibt die besondere Faszination für den Nachthimmel und die Objekte des Universums. In dieser Serie werfen wir einen Blick auf kosmische Phänomene, die durch ihre Form, Struktur oder Symbolik die Romantik des Weltraums hervorheben. Im Fokus des dritten Teils der Serie: Die Venus, der Planet der Liebe. Beitrag von Anna-Janina Stöhr, Quellen: NASA, Brittanica, [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/astrophilie-die-venus-zwischen-feuer-und-wolken/" data-wpel-link="internal">Astrophilie: Die Venus zwischen Feuer und Wolken</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Astrophilie beschreibt die besondere Faszination für den Nachthimmel und die Objekte des Universums. In dieser Serie werfen wir einen Blick auf kosmische Phänomene, die durch ihre Form, Struktur oder Symbolik die Romantik des Weltraums hervorheben. Im Fokus des dritten Teils der Serie: <a href="https://www.raumfahrer.net/lexikon-planet-venus/" data-wpel-link="internal">Die Venus, der Planet der Liebe.</a></h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Beitrag von Anna-Janina Stöhr, Quellen: NASA, Brittanica, International Astronomical Union, Frontiers 18. Dezember 2025.</p>



<p><strong>Die Venus: Wo Liebe und Schönheit im Kosmos aufeinandertreffen</strong></p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/12/50517022233_e62f371f4a_o.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Credit: Kevin Gill. Aufgenommene Bilder der Venus, die von Akatsuki am 24. August und 4. September 2016 gemacht wurden. Verarbeitet mit Infrarot- und Ultraviolettfiltern (IR1, IR2, UV1 [283 nm, 365 nm])." data-rl_caption="" title="Credit: Kevin Gill. Aufgenommene Bilder der Venus, die von Akatsuki am 24. August und 4. September 2016 gemacht wurden. Verarbeitet mit Infrarot- und Ultraviolettfiltern (IR1, IR2, UV1 [283 nm, 365 nm])." data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/12/50517022233_e62f371f4a_o1.jpg" alt="" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Aufgenommene Bilder der Venus, die von Akatsuki am 24. August und 4. September 2016 gemacht wurden. Verarbeitet mit Infrarot- und Ultraviolettfiltern (IR1, IR2, UV1 [283 nm, 365 nm]).<br>Credit: <a href="https://www.flickr.com/photos/53460575@N03/50517022233/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Kevin Gill</a>. </figcaption></figure>



<p>Die meisten Menschen wissen, dass der zweite Planet unseres Sonnensystems nach der römischen Göttin der Liebe benannt ist. Doch warum haben unsere Vorfahren ausgerechnet dieses Objekt als Verkörperung der Liebe gewählt? Besonders mit den neuzeitlichen Theorien, dass Venus ein vulkanisch aktiver Höllenplanet mit giftigen Schwefelsäurewolken sein könnte, wirkt er nicht allzu lieblich. </p>



<p>Die romantische Verbindung beruht wohl nicht auf wissenschaftlichen Fakten, sondern eher auf dem Anblick des Planeten selbst. Venus ist das dritthellste Objekt an unserem Himmel nach Sonne und Mond. Als „Morgenstern“ und „Abendstern“ ist sie das erste sichtbare und letzte verschwindende Licht des Himmels – eingehüllt in die rot-rosa Farbtöne von Dämmerung und Sonnenaufgang.</p>



<p><strong>Eine besondere Namensgebung</strong></p>



<p>Ursprünglich war der Planet Venus der Stern der babylonischen Göttin Ishtar, bevor ihre Rolle auf die griechische Aphrodite übertragen wurde. Die römische Venus übernahm die Geschichten und Attribute der Aphrodite, darunter Liebe, Schönheit und weibliche Anziehungskraft. Durch diese mythologische Entwicklung erhielt auch der Planet seinen Namen: Was zunächst der Morgen- und Abendstern der Ishtar war, wurde zu „Venus“, einem Himmelskörper, dessen Leuchten seit der Antike mit Liebe, Schönheit und der Präsenz der Göttin am Himmel verbunden wird<sup data-fn="737a972f-1dce-4265-a317-3c69a997c062" class="fn"><a id="737a972f-1dce-4265-a317-3c69a997c062-link" href="#737a972f-1dce-4265-a317-3c69a997c062">1</a></sup>.</p>



<p>Venus ist der einzige Planet, der nach einer weiblichen Gottheit benannt wurde. Zudem hatte die International Astronomical Union (IAU) beschlossen, ein weibliches Namensschema für die Oberflächenmerkmale der Venus einzuführen. Das sollte dazu beitragen, die Leistungen von Frauen in Wissenschaft, Kultur und Geschichte sichtbar zu machen<sup data-fn="48ddbf5a-b024-4d18-81f9-92a9db27beef" class="fn"><a id="48ddbf5a-b024-4d18-81f9-92a9db27beef-link" href="#48ddbf5a-b024-4d18-81f9-92a9db27beef">2</a></sup>.<br>Auch einige Deutsche befinden sich unter den Namensgebern der großen Krater auf der Venus, unter anderem: Dorothea Christiane Erxleben († 1762, erste promovierte deutsche Ärztin), Anne Frank († 1945), Regina Josepha von Siebold († 1849, Geburtshelferin, erste deutsche Trägerin der Ehrendoktorwürde), Maria Gertrude Goeppert-Mayer († 1972, Physikerin, Nobelpreis für das Schalenmodell des Atomkerns), Clara Josephine Schumann († 1896 Pianistin &amp; Komponistin) und Käthe Kollwitz († 1945 Grafikerin, Malerin und Bildhauerin)<sup data-fn="e06b6c7a-31c0-4926-bd77-570c54241b35" class="fn"><a id="e06b6c7a-31c0-4926-bd77-570c54241b35-link" href="#e06b6c7a-31c0-4926-bd77-570c54241b35">3</a></sup>.</p>



<p><strong>Ein Paradies aus tödlichen Säurewolken und sengender Hitze</strong></p>



<figure class="wp-block-image alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/12/37985431085_e298509f5d_o.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="Credit: NASA/JPL (PIA00106). Die Venus-Oberfläche - hier eine perspektivische Ansicht, berechnet auf Basis von Daten aus der Umlaufbahn der Magellan-Sonde. Zu sehen ist der etwa 5000 Meter hohe Vulkan Maat Mons." data-rl_caption="" title="Credit: NASA/JPL (PIA00106). Die Venus-Oberfläche - hier eine perspektivische Ansicht, berechnet auf Basis von Daten aus der Umlaufbahn der Magellan-Sonde. Zu sehen ist der etwa 5000 Meter hohe Vulkan Maat Mons." data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/12/37985431085_e298509f5d_o1.jpg" alt="" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Die Venus-Oberfläche &#8211; hier eine perspektivische Ansicht, berechnet auf Basis von Daten aus der Umlaufbahn der Magellan-Sonde. Zu sehen ist der etwa 5000 Meter hohe Vulkan Maat Mons, von <a href="https://www.flickr.com/photos/143220073@N04/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">DLR_next</a>, <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/2.0/deed.de" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">CC BY-NC-SA 2.0</a><br>Credit: <a href="https://www.flickr.com/photos/143220073@N04/37985431085" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">NASA/JPL (PIA00106).</a></figcaption></figure>



<p>Lange Zeit rätselte die Menschheit, welch schönes Wunderland oder gar blühendes Dschungelparadies wohl auf dem Erdnachbarn zu finden ist. Mit den Fortschritten der Astronomie wurde im 20. Jahrhundert jedoch offenbart, welch lebensfeindliches Terrain sich hinter dem leuchtenden Juwel verbirgt. </p>



<p>Die Venus birgt einige interessanten Eigenschaften:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Ein Tag auf der Venus dauert länger als ein Venusjahr. Die Rotation dauert 243,025 Erdtage, der Umlauf um die Sonne 224,7 Erdtage.</li>



<li>Als einziger Planet in unserem Sonnensystem rotiert die Venus im Uhrzeigersinn. Dadurch geht dort die Sonne im Westen auf und im Osten unter, also gegensätzlich wie bei uns auf der Erde. Theorien zufolge könnte der Planet von einem großen Objekt getroffen worden sein und dadurch die Rotation geändert haben.</li>



<li>Die oberen Wolkenbänder rasen mit bis zu 360 km/h, wodurch die Atmosphäre die Oberfläche in etwa 4–5 Erdtagen umkreist<sup data-fn="df77be15-4d05-4023-91de-f830604ca877" class="fn"><a id="df77be15-4d05-4023-91de-f830604ca877-link" href="#df77be15-4d05-4023-91de-f830604ca877">4</a></sup>.</li>



<li>Die Venuswolken bestehen hauptsächlich aus Schwefelsäuretröpfchen, aber kürzlich wurden Spuren von Phosphin (PH₃) in den Wolken entdeckt, was auf potenzielle unbekannte chemische Prozesse oder sogar biochemische Prozesse hindeuten könnte – ohne dass Leben bewiesen ist<sup data-fn="107407b3-acfe-4471-beb7-fc6b85311854" class="fn"><a id="107407b3-acfe-4471-beb7-fc6b85311854-link" href="#107407b3-acfe-4471-beb7-fc6b85311854">5</a></sup>.</li>



<li>Der Oberflächendruck ist ~92 bar, die Temperatur: ~465 °C konstant. Somit ist die Venus der heißeste Planet in unserem Sonnensystem<sup data-fn="c98ae11e-def4-4677-b8aa-febd38bcb186" class="fn"><a href="#c98ae11e-def4-4677-b8aa-febd38bcb186" id="c98ae11e-def4-4677-b8aa-febd38bcb186-link">6</a></sup>. </li>



<li>Die Venus ist vermutlich so heiß aufgrund eines galoppierenden Treibhauseffekts. Das ist ein selbstverstärkender Prozess, bei dem steigende Temperaturen immer mehr Wasser verdampfen lassen, der zusätzliche Wasserdampf als starkes Treibhausgas wirkt und dadurch eine unaufhaltsame weitere Erwärmung auslöst. Laut dieser Theorie hatte die frühe Venus einen großen Ozean, was auch die kleinen Mengen an Wasserdampf in der Atmosphäre der Venus heute erklären würde<sup data-fn="fbca81e2-f887-4ef7-a71c-739220c8f1c3" class="fn"><a id="fbca81e2-f887-4ef7-a71c-739220c8f1c3-link" href="#fbca81e2-f887-4ef7-a71c-739220c8f1c3">7</a></sup>.</li>



<li>Es gibt starke Hinweise darauf, dass der Planet geologisch aktiv ist und auch heute noch vulkanische Prozesse stattfinden könnten, da sich vulkanische Oberflächenstrukturen im Laufe weniger Monate verändert haben und heiße Stellen sowie mögliche frische Lavaströme beobachtet wurden.</li>



<li>Besonders sind auch die &#8222;Pancake-Dome-Vulkane“ oder auch Pfannkuchenkuppeln – flache, tellerartige Vulkanformen, die 10 bis 100 Mal breiter sind als ähnliche Vulkane auf der Erde und vermutlich durch extrem zähflüssige Lava entstanden sind, die sich nicht hoch auftürmen konnte wie bei irdischen Vulkanen<sup data-fn="a5d7f9b5-8dd6-431a-981f-b3400e1efc85" class="fn"><a href="#a5d7f9b5-8dd6-431a-981f-b3400e1efc85" id="a5d7f9b5-8dd6-431a-981f-b3400e1efc85-link">8</a></sup>.</li>
</ul>



<p><strong>Den Liebesplaneten selbst beobachten</strong></p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/12/42826517552_f79f403ff1_o1.png" alt="" /><figcaption class="wp-element-caption">Aufnahme vom Juni 2018.<br>Credit: <a href="https://www.flickr.com/photos/26208889@N05/42826517552" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">tonynetone</a>. </figcaption></figure>



<p>Wer die Venus noch nie bewusst beobachtet hat: Es lohnt sich! Sie ist so hell, dass man sie gelegentlich sogar am Tag sehen kann. Dadurch, dass alle sie einfach so sehen können, gibt es keine einzelne Person, der die Entdeckung zugeschrieben wird; die erste dokumentierte Beobachtung durch ein Teleskop machte wahrscheinlich Galileo Galilei um 1610<sup data-fn="d1d264db-a3fe-4eae-bc3b-e56f988147fe" class="fn"><a id="d1d264db-a3fe-4eae-bc3b-e56f988147fe-link" href="#d1d264db-a3fe-4eae-bc3b-e56f988147fe">9</a></sup>.</p>



<p>Am einfachsten ist die Beobachtung jedoch, wenn sie in der Nähe des Mondes steht oder kurz vor Sonnenaufgang. Je nach Jahreszeit und Position ist sie etwa ein bis drei Stunden vor Sonnenaufgang sichtbar. Es genügt also, rund 30 Minuten vorher nach draußen zu gehen. Die Venus erscheint dann als hellstes Objekt am Himmel nach dem Mond.<br>Sie lässt sich leichter verfolgen, richtet man seinen Blick anfangs auf einen Fixpunkt wie ein Gebäude oder einen Baum. Venus steht immer in der Nähe der Sonne. Durch ihre Umlaufbahn ist die Venus jedoch nicht das ganze Jahr über sichtbar. Am einfachsten findet man sie sonst mithilfe einer App.</p>



<p>Nach der Reise zum Liebesplaneten wird als nächstes Teil 4 der Serie die Geschichte der Sternenliebenden Altair und Wega erzählen.</p>



<div class="wp-block-group is-layout-constrained wp-block-group-is-layout-constrained"><div class="wp-block-group__inner-container">
<p><strong>Die Liebe zum Universum</strong></p>



<p>Wer sich für Himmelsobjekte begeistert oder auch einfach gerne in den Nachthimmel schaut, trägt oft eine besondere Form der Faszination in sich. Vielleicht schwingt sogar etwas <strong>Astrophilie </strong>mit, also die Liebe zu Sternen und dem Weltall im Allgemeinen. Der Begriff setzt sich aus dem altgriechischen ἄστρον (ástron, “Stern”) und dem Suffix „-philia“ (Liebe) zusammen. Wer genau ihn prägte, ist unklar. Laut <a href="https://www.oed.com/dictionary/astrophile_n?tl=true" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Oxford English Dictionary</a> tauchte er erstmals 1631 in einem Text des britischen Astrologen John Booker auf.</p>



<p>Diese kleine Definition bildet den Kern unserer Reihe: die Neugier und Anziehungskraft, die Menschen seit jeher mit dem Universum verbinden.</p>
</div></div>



<p><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li>, <a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=20772.msg582212#msg582212" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Astrophilie: Über die Romantik des Weltraums </a></li>
</ul>


<ol class="wp-block-footnotes"><li id="737a972f-1dce-4265-a317-3c69a997c062"> https://www.britannica.com/topic/Venus-goddess <a href="#737a972f-1dce-4265-a317-3c69a997c062-link" aria-label="Zur Fußnotenreferenz 1 navigieren"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" />︎</a></li><li id="48ddbf5a-b024-4d18-81f9-92a9db27beef"> https://pubs.usgs.gov/of/1994/0235/report.pdf <a href="#48ddbf5a-b024-4d18-81f9-92a9db27beef-link" aria-label="Zur Fußnotenreferenz 2 navigieren"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" />︎</a></li><li id="e06b6c7a-31c0-4926-bd77-570c54241b35"> https://en.wikipedia.org/wiki/List_of_craters_on_Venus <a href="#e06b6c7a-31c0-4926-bd77-570c54241b35-link" aria-label="Zur Fußnotenreferenz 3 navigieren"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" />︎</a></li><li id="df77be15-4d05-4023-91de-f830604ca877"> https://solarsystem.nasa.gov/planets/venus/overview/ <a href="#df77be15-4d05-4023-91de-f830604ca877-link" aria-label="Zur Fußnotenreferenz 4 navigieren"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" />︎</a></li><li id="107407b3-acfe-4471-beb7-fc6b85311854"> https://www.researchgate.net/publication/379747499_Source_of_phosphine_on_Venus-An_unsolved_problem/fulltext/6617f71d66ba7e2359becd86/Source-of-phosphine-on-Venus-An-unsolved-problem.pdf <a href="#107407b3-acfe-4471-beb7-fc6b85311854-link" aria-label="Zur Fußnotenreferenz 5 navigieren"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" />︎</a></li><li id="c98ae11e-def4-4677-b8aa-febd38bcb186"> https://solarsystem.nasa.gov/planets/venus/overview/ <a href="#c98ae11e-def4-4677-b8aa-febd38bcb186-link" aria-label="Zur Fußnotenreferenz 6 navigieren"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" />︎</a></li><li id="fbca81e2-f887-4ef7-a71c-739220c8f1c3">https://www.fr.de/wissen/treibhauseffekts-venus-erde-erwaermung-klimawandel-wandel-triste-hoelle-effekte-galoppierenden-92739566.html <a href="#fbca81e2-f887-4ef7-a71c-739220c8f1c3-link" aria-label="Zur Fußnotenreferenz 7 navigieren"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" />︎</a></li><li id="a5d7f9b5-8dd6-431a-981f-b3400e1efc85">https://www.lpi.usra.edu/resources/stereo_atlas/HTDOCS/VPAN.HTM <a href="#a5d7f9b5-8dd6-431a-981f-b3400e1efc85-link" aria-label="Zur Fußnotenreferenz 8 navigieren"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" />︎</a></li><li id="d1d264db-a3fe-4eae-bc3b-e56f988147fe">https://coolcosmos.ipac.caltech.edu/ask/40-Who-discovered-Venus-? <a href="#d1d264db-a3fe-4eae-bc3b-e56f988147fe-link" aria-label="Zur Fußnotenreferenz 9 navigieren"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" />︎</a></li></ol>


<p></p>



<p></p>



<p></p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/astrophilie-die-venus-zwischen-feuer-und-wolken/" data-wpel-link="internal">Astrophilie: Die Venus zwischen Feuer und Wolken</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Astrophilie: Die Verschmelzung der Antennengalaxien</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/astrophilie-die-verschmelzung-der-antennengalaxien/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Anna-Janina Stöhr]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 10 Dec 2025 21:07:09 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Astrophilie]]></category>
		<category><![CDATA[Beobachtung]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Top-Meldungen]]></category>
		<category><![CDATA[Antennengalaxien]]></category>
		<category><![CDATA[NGC 4038]]></category>
		<category><![CDATA[NGC 4039]]></category>
		<category><![CDATA[Spiralgalaxie]]></category>
		<category><![CDATA[Starburst-Galaxie]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.raumfahrer.net/?p=149598</guid>

					<description><![CDATA[<p>Astrophilie beschreibt die besondere Faszination für den Nachthimmel und die Objekte des Universums. In dieser Serie werfen wir einen Blick auf kosmische Phänomene, die durch ihre Form, Struktur oder Symbolik die Romantik des Weltraums hervorheben. Im Fokus des zweiten Teils der Serie: Die herzförmigen Antennengalaxien. Beitrag von Anna-Janina Stöhr, Quellen: Wikimedia, NASA, ESA. Oxford Academic, [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/astrophilie-die-verschmelzung-der-antennengalaxien/" data-wpel-link="internal">Astrophilie: Die Verschmelzung der Antennengalaxien</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Astrophilie beschreibt die besondere Faszination für den Nachthimmel und die Objekte des Universums. In dieser Serie werfen wir einen Blick auf kosmische Phänomene, die durch ihre Form, Struktur oder Symbolik die Romantik des Weltraums hervorheben. Im Fokus des zweiten Teils der Serie: Die herzförmigen Antennengalaxien.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Beitrag von Anna-Janina Stöhr, Quellen: Wikimedia, NASA, ESA. Oxford Academic, Astronomy Astrophysics, ALMA,10. Dezember 2025.</p>



<p><strong>Die Antennengalaxien: Ein herzförmiger Tanz</strong></p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/12/NGC4038_Large_01.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Credit: W4sm astro. Aufnahme aus dem HayHouse Farm Observatory, Louisa (Virginia), US. Alle Infos zur Ausrüstung auf astrobin.com." data-rl_caption="" title="Credit: W4sm astro. Aufnahme aus dem HayHouse Farm Observatory, Louisa (Virginia), US. Alle Infos zur Ausrüstung auf astrobin.com." data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/12/NGC4038_Large_01_378x300.jpg" alt=""/></a><figcaption class="wp-element-caption">Credit: <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:NGC4038_Large_01.jpg" target="_blank" rel="noreferrer noopener follow" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="external">W4sm astro</a>. Aufnahme aus dem HayHouse Farm Observatory, Louisa (Virginia), US. <a href="https://app.astrobin.com/u/w4sm?i=yt758q#gallery" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Alle Infos zur Ausrüstung auf astrobin.com.</a></figcaption></figure>



<p>Ein besonders spektakulärer Anblick in den Tiefen des Weltalls ist die Kollision der Galaxien NGC 4038 und NGC 4039, den sogenannten Antennengalaxien. Diese zwei ehemals separaten Spiralgalaxien befinden sich im Sternbild Rabe, mitten in einem Verschmelzungsprozess.</p>



<p>Ihre Schwerkraft verformt sie zu langen, leuchtenden Bögen aus Sternen und Gas, den „Antennen“.&nbsp; Aus der richtigen Perspektive bilden die beiden Galaxien die Form eines leuchtenden Herzens. Dieser Prozess begann vor wenigen hundert Millionen Jahren. Dadurch sind die Antennen eines der nächsten und auch jüngsten Beispiele für Galaxien, die miteinander <a href="https://www.nasa.gov/image-article/antennae-galaxies/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">kollidieren</a>. Durch die Verschmelzung bilden sich Millionen von neuen Sternen, die sich hauptsächlich in Sternhaufen <a href="https://www.esa.int/Science_Exploration/Space_Science/Antennae_galaxies_fertile_marriage" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">befinden</a>.&nbsp;Die gravitativen Kräfte der Galaxien ziehen Gas und Staub gewaltsam durcheinander, sodass die Gaswolken stark komprimiert werden. Durch diese Kompression erreichen die Wolken eine höhere Dichte, beginnen unter ihrer eigenen Schwerkraft zu kollabieren und bilden dabei neue Sterne. Zusätzlich stoßen während der Kollision auch einzelne Gaswolken zusammen, was den Druck weiter erhöht und besonders viele massive, junge Sterne entstehen <a href="https://academic.oup.com/mnras/article/463/4/3637/2646545" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">lässt</a>.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/12/potw1345a.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="Credit: NASA/ESA Hubble Space Telescope. Das Bild basiert auf Beobachtungen im Infrarotlicht, aufgenommen mit Hubbles Wide Field Camera 3 (WFC3), kombiniert mit einigen früher veröffentlichten Daten der Advanced Camera for Surveys (ACS)." data-rl_caption="" title="Credit: NASA/ESA Hubble Space Telescope. Das Bild basiert auf Beobachtungen im Infrarotlicht, aufgenommen mit Hubbles Wide Field Camera 3 (WFC3), kombiniert mit einigen früher veröffentlichten Daten der Advanced Camera for Surveys (ACS)." data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/12/potw1345a_302x300.jpg" alt=""/></a><figcaption class="wp-element-caption">Credit: <a href="https://esahubble.org/images/potw1345a/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">NASA/ESA Hubble Space Telescope</a>. Das Bild basiert auf Beobachtungen im Infrarotlicht, aufgenommen mit Hubbles Wide Field Camera 3 (WFC3), kombiniert mit einigen früher veröffentlichten Daten der Advanced Camera for Surveys (ACS).</figcaption></figure>



<p>Auf diesem Bild ist die turbulente Verschmelzung besser zu sehen. Leuchtende, pinke und rote Gaswolken umgeben helle blaue Regionen, in denen massenhaft junge Sterne entstehen, teilweise verdeckt von dunklen Staubbändern. Die Sternentstehungsrate ist so hoch, dass das System als Starburst-Galaxie gilt. Das beschreibt einen Zustand, bei dem eine Galaxie in einer relativ kurzen Phase extrem intensiver Sternentstehung durchläuft, so stark, dass sie ihren verfügbaren Gasvorrat wesentlich schneller verbrauchen würde als eine normale <a href="https://www.aanda.org/articles/aa/full_html/2020/03/aa37384-19/aa37384-19.html" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Galaxie</a>. Diese Phase kann jedoch nicht ewig anhalten. Schließlich werden die Kerne der beiden Galaxien verschmelzen und sich zu einer einzigen großen elliptischen Galaxie <a href="https://www.almaobservatory.org/en/press-releases/alma-opens-its-eyes/attachment/eso_alma_earlyscience_a-2-2/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">vereinen</a>.</p>



<p>Wie die NASA im Hubble Heritage Project erklärt, könnte der kosmische Tanz der Antennengalaxien eine Vorschau auf das Schicksal unserer Milchstraße sein, wenn sie eines Tages mit der Andromeda-Galaxie kollidiert – glücklicherweise erst in einigen Milliarden Jahren.</p>



<p>Nachdem die Reise in Teil 1 zu zwei romantischen Nebeln ging und in Teil 2 die Kollision zweier Galaxien betrachtet wurde, wird es in Teil 3 der Serie mit einem der schönsten Planeten weitergehen.</p>



<div class="wp-block-group is-layout-constrained wp-block-group-is-layout-constrained"><div class="wp-block-group__inner-container">
<p><strong>Die Liebe zum Universum</strong></p>



<p>Wer sich für Himmelsobjekte begeistert oder auch einfach gerne in den Nachthimmel schaut, trägt oft eine besondere Form der Faszination in sich. Vielleicht schwingt sogar etwas <strong>Astrophilie </strong>mit, also die Liebe zu Sternen und dem Weltall im Allgemeinen. Der Begriff setzt sich aus dem altgriechischen ἄστρον (ástron, “Stern”) und dem Suffix „-philia“ (Liebe) zusammen. Wer genau ihn prägte, ist unklar. Laut <a href="https://www.oed.com/dictionary/astrophile_n?tl=true" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Oxford English Dictionary</a> tauchte er erstmals 1631 in einem Text des britischen Astrologen John Booker auf.</p>



<p>Diese kleine Definition bildet den Kern unserer Reihe: die Neugier und Anziehungskraft, die Menschen seit jeher mit dem Universum verbinden.</p>
</div></div>



<p><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=20772.msg582028#msg582028" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Astrophilie: Über die Romantik des Weltraums </a></li>
</ul>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/astrophilie-die-verschmelzung-der-antennengalaxien/" data-wpel-link="internal">Astrophilie: Die Verschmelzung der Antennengalaxien</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>NASA stellt Nancy Grace Roman Weltraumteleskop fertig</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/nasa-stellt-nancy-grace-roman-weltraumteleskop-fertig/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 07 Dec 2025 08:52:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Extrasolar]]></category>
		<category><![CDATA[Nancy Grace Roman Space Teleskop]]></category>
		<category><![CDATA[Sternenhimmel]]></category>
		<category><![CDATA[Teleskope]]></category>
		<category><![CDATA[Top-Meldungen]]></category>
		<category><![CDATA[Coronograph]]></category>
		<category><![CDATA[Goddard Space Flight Center]]></category>
		<category><![CDATA[Hubble-Weltraumteleskop]]></category>
		<category><![CDATA[Infrarot Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Kennedy Space Center]]></category>
		<category><![CDATA[KSC]]></category>
		<category><![CDATA[Nancy Grace Roman Space Telescope]]></category>
		<category><![CDATA[NASA]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.raumfahrer.net/?p=149538</guid>

					<description><![CDATA[<p>Das nächste große Teleskop der NASA ist nun vollständig montiert. Am 25. November fügten Techniker die inneren und äußeren Teile des Nancy Grace Roman Space Telescope im größten Reinraum des Goddard Space Flight Center der Behörde in Greenbelt, Maryland, zusammen.Eine Pressemitteilung der National Aeronautics and Space Administration NASA. Quelle: NASA / Missions, 4. Dezember 2025 [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/nasa-stellt-nancy-grace-roman-weltraumteleskop-fertig/" data-wpel-link="internal">NASA stellt Nancy Grace Roman Weltraumteleskop fertig</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Das nächste große Teleskop der NASA ist nun vollständig montiert. Am 25. November fügten Techniker die inneren und äußeren Teile des Nancy Grace Roman Space Telescope im größten Reinraum des Goddard Space Flight Center der Behörde in Greenbelt, Maryland, zusammen.<br>Eine Pressemitteilung der National Aeronautics and Space Administration NASA.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Quelle: <a href="https://www.nasa.gov/missions/roman-space-telescope/nasa-completes-nancy-grace-roman-space-telescope-construction/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">NASA / Missions</a>, 4. Dezember 2025</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/12/NASAs-Nyce-Grace-Roman-Space-Teleskop-is-fully-assembled.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Das Nancy Grace Roman Space Telescope der NASA ist nun vollständig montiert, nachdem am 25. November im Goddard Space Flight Center der Behörde in Greenbelt, Maryland, die beiden Hauptsegmente integriert wurden. Der Start der Mission ist für Mai 2027 geplant, aber das Team ist auf dem besten Weg, bereits im Herbst 2026 starten zu können. Quelle: NASA/Jolearra Tshiteya" data-rl_caption="" title="Das Nancy Grace Roman Space Telescope der NASA ist nun vollständig montiert, nachdem am 25. November im Goddard Space Flight Center der Behörde in Greenbelt, Maryland, die beiden Hauptsegmente integriert wurden. Der Start der Mission ist für Mai 2027 geplant, aber das Team ist auf dem besten Weg, bereits im Herbst 2026 starten zu können. Quelle: NASA/Jolearra Tshiteya" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="400" height="267" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/12/NASAs-Nyce-Grace-Roman-Space-Teleskop-is-fully-assembled-400x267-1.jpg" alt="" class="wp-image-149534" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/12/NASAs-Nyce-Grace-Roman-Space-Teleskop-is-fully-assembled-400x267-1.jpg 400w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/12/NASAs-Nyce-Grace-Roman-Space-Teleskop-is-fully-assembled-400x267-1-300x200.jpg 300w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/12/NASAs-Nyce-Grace-Roman-Space-Teleskop-is-fully-assembled-400x267-1-272x182.jpg 272w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Das Nancy Grace Roman Space Telescope der NASA ist nun vollständig montiert, nachdem am 25. November im Goddard Space Flight Center der Behörde in Greenbelt, Maryland, die beiden Hauptsegmente integriert wurden. Der Start der Mission ist für Mai 2027 geplant, aber das Team ist auf dem besten Weg, bereits im Herbst 2026 starten zu können.<br>Quelle: NASA/Jolearra Tshiteya</figcaption></figure>



<p>„Die Fertigstellung des Roman-Observatoriums ist ein entscheidender Moment für die Behörde“, sagte Amit Kshatriya, stellvertretender Administrator der NASA. „Transformative Wissenschaft hängt von disziplinierter Technik ab, und dieses Team hat Stück für Stück, Test für Test ein Observatorium geschaffen, das unser Verständnis des Universums erweitern wird. Während Roman nach der Integration in die letzte Testphase eintritt, konzentrieren wir uns darauf, präzise zu arbeiten und im Namen der globalen wissenschaftlichen Gemeinschaft einen erfolgreichen Start vorzubereiten.“<br>Nach den abschließenden Tests wird Roman zum Startplatz im Kennedy Space Center der NASA in Florida gebracht, wo im Sommer 2026 die Startvorbereitungen getroffen werden. Der Start von Roman ist für Mai 2027 geplant, aber das Team ist auf dem besten Weg, bereits im Herbst 2026 starten zu können. Eine SpaceX Falcon Heavy-Rakete wird das Observatorium zu seinem endgültigen Ziel eine Million Meilen von der Erde entfernt bringen.<br>„Mit der Fertigstellung von Roman stehen wir kurz vor einer unvorstellbaren wissenschaftlichen Entdeckung“, sagte Julie McEnery, leitende Projektwissenschaftlerin für Roman bei der NASA Goddard. „In den ersten fünf Jahren der Mission sollen mehr als 100.000 ferne Welten, Hunderte Millionen Sterne und Milliarden Galaxien entdeckt werden. Nach dem Start von Roman werden wir sehr schnell eine enorme Menge an neuen Informationen über das Universum erhalten.“</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/12/NASAs-Nyce-Grace-Roman-Space-Teleskop-Infografik.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="Das Nancy Grace Roman Space Telescope der NASA wird während seiner fünfjährigen Hauptmission weite Teile des Himmels untersuchen. Wissenschaftler erwarten, dass es in dieser Zeit eine unglaubliche Anzahl neuer Objekte entdecken wird, darunter Sterne, Galaxien, Schwarze Löcher und Planeten außerhalb unseres Sonnensystems, sogenannte Exoplaneten. Diese Infografik gibt einen Vorgeschmack auf einige der Entdeckungen, die Wissenschaftler aus der Datenflut von Roman erwarten. Quelle: Goddard Space Flight Center der NASA" data-rl_caption="" title="Das Nancy Grace Roman Space Telescope der NASA wird während seiner fünfjährigen Hauptmission weite Teile des Himmels untersuchen. Wissenschaftler erwarten, dass es in dieser Zeit eine unglaubliche Anzahl neuer Objekte entdecken wird, darunter Sterne, Galaxien, Schwarze Löcher und Planeten außerhalb unseres Sonnensystems, sogenannte Exoplaneten. Diese Infografik gibt einen Vorgeschmack auf einige der Entdeckungen, die Wissenschaftler aus der Datenflut von Roman erwarten. Quelle: Goddard Space Flight Center der NASA" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="400" height="225" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/12/NASAs-Nyce-Grace-Roman-Space-Teleskop-Infografik-400x225-1.jpg" alt="" class="wp-image-149536" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/12/NASAs-Nyce-Grace-Roman-Space-Teleskop-Infografik-400x225-1.jpg 400w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/12/NASAs-Nyce-Grace-Roman-Space-Teleskop-Infografik-400x225-1-300x169.jpg 300w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Das Nancy Grace Roman Space Telescope der NASA wird während seiner fünfjährigen Hauptmission weite Teile des Himmels untersuchen. Wissenschaftler erwarten, dass es in dieser Zeit eine unglaubliche Anzahl neuer Objekte entdecken wird, darunter Sterne, Galaxien, Schwarze Löcher und Planeten außerhalb unseres Sonnensystems, sogenannte Exoplaneten. Diese Infografik gibt einen Vorgeschmack auf einige der Entdeckungen, die Wissenschaftler aus der Datenflut von Roman erwarten.<br>Quelle: Goddard Space Flight Center der NASA</figcaption></figure>



<p>Durch die Beobachtung aus dem Weltraum wird Roman sehr empfindlich für Infrarotlicht – Licht mit einer längeren Wellenlänge, als unsere Augen sehen können – aus weit entfernten Bereichen des Kosmos. Die Kombination seiner scharfen Infrarotsicht mit einem weitreichenden Blick auf den Weltraum ermöglicht es Astronomen, unzählige kosmische Themen zu erforschen, von dunkler Materie und dunkler Energie bis hin zu fernen Welten und einsamen Schwarzen Löchern, und Forschungen durchzuführen, die mit anderen Teleskopen Hunderte von Jahren dauern würden.<br>„In unserer Lebenszeit ist ein großes Rätsel über den Kosmos aufgetaucht: Warum scheint sich die Expansion des Universums zu beschleunigen? Es gibt etwas Grundlegendes über Raum und Zeit, das wir noch nicht verstehen, und Roman wurde gebaut, um herauszufinden, was es ist“, sagte Nicky Fox, stellvertretender Administrator der Wissenschaftsdirektion der NASA-Zentrale in Washington. „Mit Roman als vollständigem Observatorium, das die Mission auf Kurs für einen möglicherweise frühen Start hält, sind wir dem Verständnis des Universums einen großen Schritt näher gekommen wie nie zuvor. Ich könnte nicht stolzer auf die Teams sein, die uns bis hierher gebracht haben.“</p>



<p><strong>Doppelte Sicht</strong></p>



<p>Roman ist mit zwei Instrumenten ausgestattet: dem Weitwinkelinstrument und dem Coronagraph-Instrument zur Demonstration der Technologie.<br>Der Coronagraph wird neue Technologien zur direkten Abbildung von Planeten um andere Sterne demonstrieren. Er wird das grelle Licht entfernter Sterne blockieren und es Wissenschaftlern erleichtern, das schwache Licht von Planeten in ihrer Umlaufbahn zu sehen. Der Coronagraph soll Welten und staubige Scheiben um nahegelegene Sterne im sichtbaren Licht fotografieren, um uns zu helfen, riesige Welten zu sehen, die älter, kälter und in näheren Umlaufbahnen sind als die heißen, jungen Super-Jupiter, die bisher hauptsächlich durch direkte Bildgebung entdeckt wurden.<br>„Die Frage ‚Sind wir allein?‘ ist eine große Frage, und es ist eine ebenso große Aufgabe, Instrumente zu entwickeln, die uns helfen können, sie zu beantworten“, sagte Feng Zhao, Manager des Roman Coronagraph Instrument am Jet Propulsion Laboratory der NASA in Südkalifornien. „Der Roman Coronagraph wird uns diesem Ziel einen Schritt näher bringen. Es ist unglaublich, dass wir die Möglichkeit haben, diese Hardware im Weltraum mit einem so leistungsstarken Observatorium wie Roman zu testen.“<br>Das Coronagraph-Team wird eine Reihe von vorab geplanten Beobachtungen über einen Zeitraum von drei Monaten durchführen, die sich über die ersten anderthalb Jahre der Mission erstrecken. Danach kann die Mission auf Grundlage von Beiträgen der wissenschaftlichen Gemeinschaft zusätzliche Beobachtungen durchführen.<br>Das Wide Field Instrument ist eine 288-Megapixel-Kamera, die den Kosmos von unserem Sonnensystem bis zum Rand des beobachtbaren Universums enthüllen wird. Mit diesem Instrument wird jedes Roman-Bild einen Ausschnitt des Himmels erfassen, der größer ist als die scheinbare Größe eines Vollmondes. Die Mission wird Daten hunderte Male schneller sammeln als das Hubble-Weltraumteleskop der NASA und im Laufe ihrer fünfjährigen Hauptmission bis zu 20.000 Terabyte (20 Petabyte) an Daten sammeln.<br>„Die schiere Menge an Daten, die Roman liefern wird, ist überwältigend und der Schlüssel zu einer Vielzahl spannender Untersuchungen“, sagte Dominic Benford, Programmwissenschaftler für Roman im NASA-Hauptquartier.</p>



<div class="wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-28f84493 wp-block-columns-is-layout-flex">
<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow">
<p><strong>Dreifache Studie</strong></p>



<p>Mit dem Wide Field Instrument wird Roman drei Kernuntersuchungen durchführen, die 75 % der Hauptmission ausmachen werden. Die High-Latitude Wide-Area Survey wird die Möglichkeiten der Bildgebung und Spektroskopie kombinieren, um mehr als eine Milliarde Galaxien zu enthüllen, die über einen weiten Bereich von Raum und Zeit verstreut sind. Astronomen werden die Entwicklung des Universums nachverfolgen, um dunkle Materie zu erforschen – unsichtbare Materie, die nur durch ihre Auswirkungen auf die Schwerkraft von uns sichtbarer Materie nachweisbar ist – und die Entstehung von Galaxien und Galaxienhaufen im Laufe der Zeit nachverfolgen.</p>



<p>Die High-Latitude Time-Domain Survey wird unser dynamisches Universum untersuchen, indem sie denselben Bereich des Kosmos wiederholt beobachtet. Durch die Zusammenführung dieser Beobachtungen zu Filmen können Wissenschaftler untersuchen, wie sich Himmelsobjekte und -phänomene über Zeiträume von Tagen bis Jahren verändern. Dies wird Astronomen dabei helfen, die dunkle Energie zu erforschen – den mysteriösen kosmischen Druck, von dem man annimmt, dass er die Expansion des Universums beschleunigt – und könnte sogar völlig neue Phänomene aufdecken, nach denen wir bisher noch nicht gesucht haben.</p>
</div>



<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow">
<figure class="wp-block-video"><video controls src="https://www.nasa.gov/wp-content/uploads/2025/12/vertical-1080-roman-integration-.mp4"></video></figure>
</div>
</div>



<p></p>



<p>Romans Galactic Bulge Time-Domain Survey wird nach innen blicken, um einen der tiefsten Einblicke aller Zeiten in das Herz unserer Milchstraße zu ermöglichen. Astronomen werden Hunderte Millionen Sterne beobachten, um nach Mikrolinseneffekten zu suchen – Gravitationsverstärkungen des Lichts eines Hintergrundsterns, die durch die Schwerkraft eines dazwischenliegenden Objekts verursacht werden. Während Astronomen bisher hauptsächlich Welten entdeckt haben, die sich eng an Sterne schmiegen, können Romans Mikrolinsenbeobachtungen Planeten in der bewohnbaren Zone ihres Sterns und weiter entfernt finden, darunter Welten wie alle Planeten unseres Sonnensystems mit Ausnahme von Merkur. Mikrolinsen werden auch vagabundierende Planeten – Welten, die ohne Bindung an einen Stern durch die Galaxie streifen – und isolierte Schwarze Löcher aufdecken. Der gleiche Datensatz wird 100.000 Welten offenbaren, die vor ihren Muttersternen vorbeiziehen oder diese passieren.<br>Die restlichen 25 % der fünfjährigen Hauptmission von Roman werden anderen Beobachtungen gewidmet sein, die unter Mitwirkung der breiteren wissenschaftlichen Gemeinschaft festgelegt werden. Das erste dieser Programme mit dem Namen „Galactic Plane Survey” (Galaktische Ebenenuntersuchung) wurde bereits ausgewählt.<br>Da die Beobachtungen von Roman ein so breites Spektrum an wissenschaftlichen Erkenntnissen ermöglichen, wird die Mission ein General Investigator Program umfassen, das Astronomen dabei unterstützen soll, wissenschaftliche Entdeckungen anhand der Daten von Roman zu machen. Im Rahmen des Engagements der NASA für Gold Standard Science wird die NASA alle Daten von Roman ohne ausschließliche Nutzungsdauer öffentlich zugänglich machen. Dadurch wird sichergestellt, dass mehrere Wissenschaftler und Teams die Daten gleichzeitig nutzen können, was wichtig ist, da jede Beobachtung von Roman eine Fülle von wissenschaftlichen Fragestellungen behandelt.</p>



<div class="wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-28f84493 wp-block-columns-is-layout-flex">
<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow">
<p>&#8222;Romans Namensvetterin – Dr. Nancy Grace Roman, die erste Chefastronomin der NASA – machte es sich zur persönlichen Aufgabe, kosmische Ausblicke für alle zugänglich zu machen, indem sie den Weg für Weltraumteleskope ebnete.<br>Die Mission wird enorme Mengen an astronomischen Bildern liefern, die es Wissenschaftlern ermöglichen werden, in den kommenden Jahrzehnten bahnbrechende Entdeckungen zu machen, und damit das Vermächtnis von Dr. Roman bei der Förderung wissenschaftlicher Instrumente für die breite Öffentlichkeit würdigen“, sagte Jackie Townsend, Romans stellvertretende Projektleiterin bei der NASA Goddard. „Ich stelle mir gerne vor, dass Dr. Roman sehr stolz auf das nach ihr benannte Teleskop wäre und gespannt darauf, welche Geheimnisse es in den kommenden Jahren lüften wird.“</p>
</div>



<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow">
<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe loading="lazy" title="A New Portrait of the Cosmos is Coming" width="1200" height="675" src="https://www.youtube.com/embed/6J1qTOHBZ4s?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe>
</div><figcaption class="wp-element-caption"><em>Das neu zusammengesetzte Nancy Grace Roman Space Telescope der NASA wird mit seinen tiefen, scharfen und weitreichenden Infrarotaufnahmen des Weltraums unser Verständnis des Universums revolutionieren. Die Mission wird praktisch jeden Bereich der Astronomie verändern und uns dem Verständnis der Geheimnisse der dunklen Energie, der dunklen Materie und der Verbreitung von Planeten wie der Erde in unserer Galaxie näherbringen. Roman soll planmäßig im Mai 2027 starten, wobei die Teams daran arbeiten, den Start bereits im Herbst 2026 zu realisieren.<br>Bildquelle: Goddard Space Flight Center der NASA</em></figcaption></figure>
</div>
</div>



<p>Das Nancy Grace Roman Space Telescope wird vom Goddard Space Flight Center der NASA in Greenbelt, Maryland, verwaltet, unter Beteiligung des Jet Propulsion Laboratory der NASA in Südkalifornien, des Caltech/IPAC in Pasadena, Kalifornien, des Space Telescope Science Institute in Baltimore und eines Wissenschaftsteams, das sich aus Wissenschaftlern verschiedener Forschungseinrichtungen zusammensetzt. Die wichtigsten Industriepartner sind BAE Systems Inc. in Boulder, Colorado, L3Harris Technologies in Rochester, New York, und Teledyne Scientific &amp; Imaging in Thousand Oaks, Kalifornien.</p>



<p><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=11094.msg581823#msg581823" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Roman Space Telescope, früher WFIRST &#8211; Wide-Field Infrared Survey Telescope </a></li>
</ul>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/nasa-stellt-nancy-grace-roman-weltraumteleskop-fertig/" data-wpel-link="internal">NASA stellt Nancy Grace Roman Weltraumteleskop fertig</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		<enclosure url="https://www.nasa.gov/wp-content/uploads/2025/12/vertical-1080-roman-integration-.mp4" length="53811907" type="video/mp4" />

			</item>
		<item>
		<title>Astrophilie: Über die Romantik des Weltraums</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/astrophilie-uber-die-romantik-des-weltraums/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Anna-Janina Stöhr]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 26 Nov 2025 16:24:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Astrophilie]]></category>
		<category><![CDATA[Beobachtung]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Top-Meldungen]]></category>
		<category><![CDATA[Caldwell 49]]></category>
		<category><![CDATA[Einhorn]]></category>
		<category><![CDATA[Emissionsnebel]]></category>
		<category><![CDATA[Herznebel]]></category>
		<category><![CDATA[IC 1805]]></category>
		<category><![CDATA[IC1805]]></category>
		<category><![CDATA[Kassiopeia]]></category>
		<category><![CDATA[Melotte 15]]></category>
		<category><![CDATA[Nebulae]]></category>
		<category><![CDATA[NGC 2244]]></category>
		<category><![CDATA[Rosettennebel]]></category>
		<category><![CDATA[Seelennebel]]></category>
		<category><![CDATA[Valentinsnebel]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.raumfahrer.net/?p=149292</guid>

					<description><![CDATA[<p>Astrophilie beschreibt die besondere Faszination für den Nachthimmel und die Objekte des Universums. In dieser Serie werfen wir einen Blick auf kosmische Phänomene, die durch ihre Form, Struktur oder Symbolik die Romantik des Weltraums hervorheben. Beitrag von Anna-Janina Stöhr, Quellen: Wikimedia, NASA, Spektrum, Telescope Live &#38; BBC Sky at Night Magazine, Grub Street Project. 26. [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/astrophilie-uber-die-romantik-des-weltraums/" data-wpel-link="internal">Astrophilie: Über die Romantik des Weltraums</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Astrophilie beschreibt die besondere Faszination für den Nachthimmel und die Objekte des Universums. In dieser Serie werfen wir einen Blick auf kosmische Phänomene, die durch ihre Form, Struktur oder Symbolik die Romantik des Weltraums hervorheben.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Beitrag von Anna-Janina Stöhr, Quellen: Wikimedia, NASA, Spektrum, Telescope Live &amp; BBC Sky at Night Magazine, Grub Street Project. 26. November 2025.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/11/8484400878_5976218661_o.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Der Herznebel (auch bekannt als IC1805) ist ein riesiger Nebelbereich, der etwa 7500 Lichtjahre entfernt im Sternbild Kassiopeia liegt. Der offene Sternhaufen in der Mitte des Herzens wird Melotte 15 genannt, und der helle Fleck des Nebels unten rechts ist auch als NGC 896 bekannt. Bild: Don J. McCrady" data-rl_caption="" title="Der Herznebel (auch bekannt als IC1805) ist ein riesiger Nebelbereich, der etwa 7500 Lichtjahre entfernt im Sternbild Kassiopeia liegt. Der offene Sternhaufen in der Mitte des Herzens wird Melotte 15 genannt, und der helle Fleck des Nebels unten rechts ist auch als NGC 896 bekannt. Bild: Don J. McCrady" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/11/Herznebel_300x311.jpg" alt=""/></a><figcaption class="wp-element-caption">Der Herznebel (auch bekannt als IC1805) ist ein riesiger Nebelbereich, der etwa 7500 Lichtjahre entfernt im Sternbild Kassiopeia liegt. Der offene Sternhaufen in der Mitte des Herzens wird Melotte 15 genannt, und der helle Fleck des Nebels unten rechts ist auch als NGC 896 bekannt.<br>Bild: Don J. McCrady</figcaption></figure>



<p><strong>Die Liebe zum Universum</strong></p>



<p>Wer sich für Himmelsobjekte begeistert oder auch einfach gerne in den Nachthimmel schaut, trägt oft eine besondere Form der Faszination in sich. Vielleicht schwingt sogar etwas <strong>Astrophilie </strong>mit, also die Liebe zu Sternen und dem Weltall im Allgemeinen. Der Begriff setzt sich aus dem altgriechischen ἄστρον (ástron, “Stern”) und dem Suffix „-philia“ (Liebe) zusammen. Wer genau ihn prägte, ist unklar. Laut <a href="https://www.oed.com/dictionary/astrophile_n?tl=true" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Oxford English Dictionary</a> tauchte er erstmals 1631 in einem Text des britischen Astrologen John Booker auf.</p>



<p>Diese kleine Definition bildet den Kern unserer Reihe: die Neugier und Anziehungskraft, die Menschen seit jeher mit dem Universum verbinden.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/11/ic1805_bicolor_stars10_v1_annotated2-ic_1805_-_heart_nebula_-_oct_2019_-_bicolor_v1_-_annotated_w_cg_7s.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="IC 1805 - Heart Nebula - Oct 2019 - Bicolor v1 - Annotated w/CG7S Bild: Martin Junius" data-rl_caption="" title="IC 1805 - Heart Nebula - Oct 2019 - Bicolor v1 - Annotated w/CG7S Bild: Martin Junius" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/11/ic1805_bicolor_stars10_v1_annotated2-ic_1805_-_heart_nebula_-_oct_2019_-_bicolor_v1_-_annotated_w_cg_7s_464x300x.jpg" alt=""/></a><figcaption class="wp-element-caption">Aufnahme eines privaten Astrofotografen aus Köln im Oktober 2019 mit einem Teleskop der IAS – Internationale Amateursternwarte e.V. – Hakos-Sternwarte, Namibia. Der Durchmesser des Herznebels liegt bei etwa 165 Lichtjahren.<br>Bild: Martin Junius</figcaption></figure>



<p>In den kommenden Wochen erscheinen hier einzelne Beiträge, die jeweils ein romantisch oder symbolisch aufgeladenes Himmelsobjekt in den Fokus rücken. Jede Folge widmet sich nur einem Thema: einem bestimmten Nebel, einer Galaxie, einem Asteroiden, einem Planeten oder einer mythologischen Verbindung. So entsteht nach und nach eine Serie über die romantischen Seiten des Universums.</p>



<p><strong>Leuchtend, voller Sternenstaub und in endlos vielen Formen</strong></p>



<p>Wer schon einmal den Nachthimmel bewundert hat, kennt die Schönheit der Sterne. Doch tiefer im All verbergen sich Gebilde, die noch weit beeindruckender sind. Nebel gehören zu den schönsten Erscheinungen dieser Art und zwei von ihnen bringen eine besonders romantische Symbolik mit sich: der Herznebel (Valentinsnebel) und der Rosettennebel.</p>



<p><strong>Der Herznebel oder auch Valentinsnebel</strong></p>



<p>Der <a href="https://turm.physik.tu-darmstadt.de/wordpress/2019/10/heart-nebula/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Herznebel</a>, auch bekannt als IC 1805, ist ein Emissionsnebel rund 7500 Lichtjahre entfernt im Sternbild Kassiopeia. Ein Emissionsnebel bedeutet, dass das Gas selbst leuchtet, statt lediglich das Licht anderer Sterne zu reflektieren – so wie es Reflexionsnebel tun.</p>



<p>Seine markante Herzform entsteht durch komplexe Strukturen aus ionisiertem Gas und Staub, die durch die stellaren Winde und Strahlung des offenen Sternhaufens <a href="https://apod.nasa.gov/apod/ap141018.html" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Melotte 15</a> geformt werden. Diese Region aktiver Sternentstehung wird von jungen, heißen Sternen erleuchtet. Besonders poetisch: Direkt neben dem Herznebel befindet sich der sogenannte Seelennebel, häufig zusammen fotografiert als „Heart &amp; Soul Nebulae“.</p>



<p><strong>Der Rosettennebel</strong></p>



<figure class="wp-block-image alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/11/Rosette_Nebula_NGC_2237_-_C49.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Rosette_Nebula_NGC_2237_-_C49.png#metadata Bild: Francescodib" data-rl_caption="" title="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Rosette_Nebula_NGC_2237_-_C49.png#metadata Bild: Francescodib" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/11/Rosette_Nebula_NGC_2237_-_C49_323x300.png" alt=""/></a><figcaption class="wp-element-caption"><em>A</em>ufnahme eines privaten Astrofotografen, in Süditalien entstanden. Der Nebel hat einen Durchmesser von etwa 100 Lichtjahren und wird auf etwa 10.000 Sonnenmassen geschätzt.<br>Bild: Francescodib</figcaption></figure>



<p>Ein weiterer schöner Anblick im Universum ist der <a href="https://science.nasa.gov/asset/hubble/rosette-nebula-context-image/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Rosettennebel</a>, auch bekannt als Caldwell 49. Dieser große, kreisförmige H-II-Bereich (also ein Emissionsnebel aus ionisiertem atomarem Wasserstoff) befindet sich im Sternbild Einhorn, etwa 5000 Lichtjahre von der Erde entfernt.</p>



<p>Im Zentrum des Rosettennebels liegt der offene <a href="https://www.spektrum.de/alias/wunder-des-weltalls/der-rosettennebel-ngc-2237/2122059" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Sternhaufen NGC 2244</a>. Die jungen und heißen Sterne darin ionisieren das umliegende Gas und bringen es zum Leuchten. Während manche in seiner Form eine wunderschöne Rose erkennen, sehen andere einen menschlichen Schädel – nicht ganz so romantisch, also bleiben wir lieber bei der Blumen-Interpretation.</p>



<p>Doch neben Nebeln warten noch viele weitere romantisch wirkende Objekte im All, von Asteroiden und Planeten bis zu mythologischen Liebesgeschichten. Weiter geht es in Teil 2 der Serie.</p>



<p><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=20772.msg581248#msg581248" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal"> Astrophilie: Über die Romantik des Weltraums </a></li>
</ul>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/astrophilie-uber-die-romantik-des-weltraums/" data-wpel-link="internal">Astrophilie: Über die Romantik des Weltraums</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>ESA bestimmt die Flugbahn von 3I/ATLAS anhand von Daten vom Mars</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/esa-bestimmt-anhand-von-daten-vom-mars-die-flugbahn-von-3i-atlas/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 15 Nov 2025 15:42:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Beobachtung]]></category>
		<category><![CDATA[Extrasolar]]></category>
		<category><![CDATA[3I/ATLAS]]></category>
		<category><![CDATA[Comet Interceptor]]></category>
		<category><![CDATA[ESA]]></category>
		<category><![CDATA[ExoMars Trace Gas Orbiter]]></category>
		<category><![CDATA[Interstellarer Komet]]></category>
		<category><![CDATA[JUICE]]></category>
		<category><![CDATA[TGO]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.raumfahrer.net/?p=149084</guid>

					<description><![CDATA[<p>Seit der Entdeckung des Kometen 3I/ATLAS, dem dritten bekannten interstellaren Objekt, am 1. Juli 2025 haben Astronomen weltweit daran gearbeitet, seine Flugbahn vorherzusagen. Dank der innovativen Nutzung von Beobachtungsdaten unseres Raumfahrzeugs ExoMars Trace Gas Orbiter (TGO), das den Mars umkreist, konnte die ESA die Vorhersage der Position des Kometen nun um den Faktor 10 verbessern.Eine [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/esa-bestimmt-anhand-von-daten-vom-mars-die-flugbahn-von-3i-atlas/" data-wpel-link="internal">ESA bestimmt die Flugbahn von 3I/ATLAS anhand von Daten vom Mars</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Seit der Entdeckung des <a href="https://www.esa.int/Science_Exploration/Space_Science/Comet_3I_ATLAS_frequently_asked_questions" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Kometen 3I/ATLAS</a>, dem dritten bekannten interstellaren Objekt, am 1. Juli 2025 haben Astronomen weltweit daran gearbeitet, seine Flugbahn vorherzusagen. Dank der innovativen Nutzung von Beobachtungsdaten unseres Raumfahrzeugs <a href="https://www.esa.int/Science_Exploration/Human_and_Robotic_Exploration/Exploration/ExoMars" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">ExoMars</a> Trace Gas Orbiter (TGO), das den Mars umkreist, konnte die ESA die Vorhersage der Position des Kometen nun um den Faktor 10 verbessern.<br>Eine Pressemitteilung der europäischen Weltraumagentur ESA.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Quelle: <a href="https://www.esa.int/Space_Safety/Planetary_Defence/ESA_pinpoints_3I_ATLAS_s_path_with_data_from_Mars" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">ESA/SpaceSafety/PlanetaryDefence</a>, 14. November 2025</p>



<p>Durch die Möglichkeit, Daten vom Mars für eine ungewöhnliche Beobachtung zu nutzen, haben wir mehr über die Bahn des interstellaren Kometen durch unser Sonnensystem erfahren. Dies war ein wertvoller Testfall für die planetare Verteidigung, auch wenn 3I/ATLAS keine Gefahr darstellt.</p>



<p><strong>Neuer Blickwinkel vom Mars ermöglicht höhere Präzision</strong></p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full is-resized"><img decoding="async" width="866" height="866" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/11/ESA_observes_interstellar_comet_3I_ATLAS_pillars.gif" alt="" class="wp-image-149083" style="width:508px;height:auto"/><figcaption class="wp-element-caption">Die ESA beobachtet am 2. Juli 2025 den interstellaren Kometen 3I/ATLAS von der Erde aus.<br>Credit: ESA / Las Cumbres Observatory;<br>Acknowledgements: M. Devogele, T. Santana-Ros, M. Micheli, F. Ocaña, L. Conversi;<br>Licence: ESA Standard Licence</figcaption></figure>



<p>Bis September stützte man sich bei der Ermittlung der Position und Flugbahn von 3I/ATLAS auf bodengestützte Teleskope. Dann richtete die ExoMars-Sonde TGO der ESA zwischen dem 1. und 7. Oktober ihren Blick von ihrer Umlaufbahn um den Mars aus auf den interstellaren Kometen. Der Komet passierte den Mars relativ nah und näherte sich ihm während seiner nächsten Annäherung am 3. Oktober auf etwa 29 Millionen Kilometer (<a href="https://www.esa.int/Science_Exploration/Space_Science/ESA_s_ExoMars_and_Mars_Express_observe_comet_3I_ATLAS" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">mehr zu den Beobachtungen</a>).<br>Die Marssonde kam 3I/ATLAS etwa zehnmal näher als Teleskope auf der Erde und beobachtete den Kometen aus einem neuen Blickwinkel. Die Triangulation ihrer Daten mit Daten von der Erde trug dazu bei, die Vorhersage der Flugbahn des Kometen wesentlich genauer zu machen.<br>Während die Wissenschaftler ursprünglich nur eine moderate Verbesserung erwartet hatten, war das Ergebnis eine beeindruckende Verzehnfachung der Genauigkeit, wodurch die Unsicherheit hinsichtlich der Position des Objekts verringert wurde.<br>Da 3I/ATLAS mit einer Geschwindigkeit von bis zu 250 000 km/h schnell durch unser Sonnensystem fliegt, wird es bald im interstellaren Raum verschwinden und nie wieder zurückkehren. Die verbesserte Flugbahn ermöglicht es Astronomen, ihre Instrumente sicher auszurichten und detailliertere wissenschaftliche Untersuchungen des dritten jemals entdeckten interstellaren Objekts durchzuführen.</p>



<p><strong>Von Mars-Daten zu genauen Vorhersagen</strong></p>



<p>Es war eine Herausforderung, die Daten des Mars-Orbiters zu nutzen, um die Bahn eines interstellaren Kometen durch den Weltraum zu verfeinern. Das <a href="https://www.cassis.unibe.ch/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">CaSSIS</a>-Instrument wurde entwickelt, um auf die nahegelegene Marsoberfläche zu zeigen und diese in hoher Auflösung zu betrachten. Dieses Mal wurde die Kamera auf den Himmel über dem Mars gerichtet, um den winzigen, weit entfernten Kometen 3I/ATLAS vor dem Hintergrund des Sternenhimmels einzufangen.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full is-resized"><img decoding="async" width="512" height="280" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/11/ExoMars_Trace_Gas_Orbiter_observes_comet_3I_ATLAS_GIF_pillars.gif" alt="" class="wp-image-149085" style="width:510px;height:auto"/><figcaption class="wp-element-caption">ExoMars Trace Gas Orbiter observes comet 3I/ATLAS<br>Credit: ESA/TGO/CaSSIS; Licence: CC BY-SA 3.0 IGO or ESA Standard Licence</figcaption></figure>



<p>Die Astronomen des <a href="https://www.esa.int/Space_Safety/Planetary_Defence" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Planetenschutzteams</a> im <a href="https://www.esa.int/Space_Safety/Planetary_Defence/Near-Earth_Object_Coordination_Centre" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Koordinationszentrum für erdnahe Objekte</a> der ESA, die für die Bestimmung der Flugbahnen von Asteroiden und Kometen zuständig sind, mussten die besondere Position des Raumfahrzeugs berücksichtigen.<br>Normalerweise werden Flugbahnbeobachtungen von festen Observatorien auf der Erde aus durchgeführt, gelegentlich auch von einem Raumfahrzeug in der erdnahen Umlaufbahn, wie dem <a href="https://www.esa.int/ESA_Multimedia/Images/2025/08/Hubble_sizes_up_rare_interstellar_comet" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Hubble-Weltraumteleskop</a> der NASA/ESA oder dem <a href="https://www.esa.int/ESA_Multimedia/Images/2025/08/Webb_observations_of_interstellar_comet_3I_ATLAS" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">James-Webb-Weltraumteleskop</a> der NASA/ESA/CSA. Die Astronomen sind darin geübt, ihren Standort zu berücksichtigen, wenn sie die zukünftigen Positionen von Objekten bestimmen, die als Ephemeriden bezeichnet werden.<br>Dieses Mal hing die Ephemeride von 3I/ATLAS und insbesondere die Genauigkeit der Vorhersage davon ab, dass die genaue Position von ExoMars TGO berücksichtigt wurde: auf dem Mars und in einer schnellen Umlaufbahn um ihn herum. Dies erforderte die Zusammenarbeit mehrerer ESA-Teams und Partner, von Flugdynamik- bis hin zu Wissenschafts- und Instrumententeams. Herausforderungen und Feinheiten, die normalerweise vernachlässigbar sind, mussten angegangen werden, um die Toleranzen so weit wie möglich zu reduzieren und die höchstmögliche Genauigkeit zu erreichen.<br>Die daraus <a href="https://minorplanetcenter.net/mpec/K25/K25VD2.html" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">resultierenden Daten</a> über den Kometen 3I/ATLAS sind die ersten astrometrischen Messungen eines Raumfahrzeugs, das einen anderen Planeten umkreist, die offiziell eingereicht und in die Datenbank des <a href="https://www.minorplanetcenter.net/iau/mpc.html" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Minor Planet Center</a> (MPC) aufgenommen wurden. Die Datenbank fungiert als zentrale Clearingstelle für Asteroiden- und Kometenbeobachtungen und bündelt die von verschiedenen Teleskopen, Radarstationen und Raumfahrzeugen gesammelten Daten.</p>



<p><strong>Ein Testfall für eine planetare Verteidigung</strong></p>



<p>Auch wenn 3I/ATLAS keine Gefahr darstellt, war dies eine wertvolle Übung für die Planetenabwehr. Die ESA überwacht regelmäßig erdnahe Asteroiden und Kometen und berechnet deren Umlaufbahnen, um bei Bedarf Warnungen ausgeben zu können. Wie diese „Generalprobe” mit 3I/ATLAS zeigt, kann es sinnvoll sein, Daten von der Erde mit Beobachtungen von einem zweiten Standort im Weltraum zu triangulieren. Ein Raumfahrzeug kann sich möglicherweise auch näher an einem Objekt befinden, was einen zusätzlichen Mehrwert darstellt.<br>Das Üben mit Raumfahrzeugdaten außerhalb der Erdumlaufbahn schärft wichtige Fähigkeiten und zeigt den Wert der Nutzung von Ressourcen, die nicht für die Asteroidenerkennung ausgelegt sind, und erhöht die Bereitschaft im Falle einer Bedrohung.</p>



<p><strong>Wie geht es weiter?</strong></p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/11/Bahn-von-3I-ATLAS.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Die Mars- und Jupiter-Missionen der ESA beobachten den Kometen 3I/ATLAS Credit: ESA; Acknowledgements: ATG Europe; Licence: CC BY-SA 3.0 IGO or ESA Standard Licence" data-rl_caption="" title="Die Mars- und Jupiter-Missionen der ESA beobachten den Kometen 3I/ATLAS Credit: ESA; Acknowledgements: ATG Europe; Licence: CC BY-SA 3.0 IGO or ESA Standard Licence" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="400" height="285" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/11/Bahn-von-3I-ATLAS-400x285-1.jpg" alt="" class="wp-image-149081" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/11/Bahn-von-3I-ATLAS-400x285-1.jpg 400w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/11/Bahn-von-3I-ATLAS-400x285-1-300x214.jpg 300w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Die Mars- und Jupiter-Missionen der ESA beobachten den Kometen 3I/ATLAS<br>Credit: ESA; Acknowledgements: ATG Europe;<br>Licence: CC BY-SA 3.0 IGO or ESA Standard Licence</figcaption></figure>



<p>Der Komet wird derzeit mit unserem Jupiter Icy Moons Explorer (<a href="https://www.esa.int/Science_Exploration/Space_Science/Juice" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Juice</a>) beobachtet. Obwohl Juice weiter von 3I/ATLAS entfernt ist als die Mars-Orbiter im letzten Monat, beobachtet er den Kometen kurz nach seiner größten Annäherung an die Sonne, wenn er sich in einem aktiveren Zustand befindet. Wir rechnen erst im Februar 2026 mit Daten aus den Beobachtungen von Juice – warum das so ist, erfahren Sie in <a href="https://www.esa.int/Science_Exploration/Space_Science/Comet_3I_ATLAS_frequently_asked_questions" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">unseren FAQs</a>.<br>Wir sollten uns nicht nur darauf verlassen, dass Raumfahrzeuge hoffentlich in der Nähe von schwer zu beobachtenden Objekten sind, die eine Gefahr darstellen könnten. Daher bereitet die ESA die <a href="https://www.esa.int/Space_Safety/Planetary_Defence/NEOMIR_finding_risky_asteroids_outshone_by_the_Sun" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Neomir</a>-Mission vor, um den bekannten blinden Fleck zu decken, den die Sonne für Asteroidenbeobachtungen verursacht, da ihr helles Leuchten das schwache Schimmern eines Asteroiden oder Kometen überstrahlt. Neomir wird sich zwischen Sonne und Erde befinden, um erdnahe Objekte, die aus Richtung Sonne kommen, mindestens drei Wochen vor einem möglichen Einschlag auf der Erde zu erkennen.<br>Eisige Wanderer wie 3I/ATLAS bieten eine seltene, greifbare Verbindung zur weiteren Galaxie. Ein tatsächlicher Besuch würde die Menschheit in weitaus größerem Maße mit dem Universum verbinden. Die ESA bereitet die <a href="https://www.esa.int/Science_Exploration/Space_Science/Comet_Interceptor" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Mission Comet Interceptor</a> vor, um mehr über einen Kometen zu erfahren – mit etwas Glück könnte es sich dabei um einen interstellaren Kometen handeln.</p>



<p><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=15819.msg580921#msg580921" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Interstellare Objekte</a></li>
</ul>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/esa-bestimmt-anhand-von-daten-vom-mars-die-flugbahn-von-3i-atlas/" data-wpel-link="internal">ESA bestimmt die Flugbahn von 3I/ATLAS anhand von Daten vom Mars</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
	</channel>
</rss>
