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	<title>Sternenhimmel &#8211; Raumfahrer.net</title>
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	<description>Das Portal für Astronomie- und Raumfahrtbegeisterte</description>
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	<title>Sternenhimmel &#8211; Raumfahrer.net</title>
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		<title>Zombiesterne: Wenn tote Sterne weiterleben</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/zombiesterne-wenn-tote-sterne-weiterleben/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Anna-Janina Stöhr]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 31 Oct 2026 15:44:49 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Astrophilie]]></category>
		<category><![CDATA[Beobachtung]]></category>
		<category><![CDATA[Sterne]]></category>
		<category><![CDATA[Sternenhimmel]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Nachthimmel wird seit jeher von unbeschreiblichen und mysteriösen Himmelsphänomenen durchzogen. Der vierte Teil dieser Halloween-Serie untersucht Sterne, die gleichzeitig tot und doch noch am Leben sind. Beitrag von Anna-Janina Stöhr, Quellen: Saechsische, Britannica, ESA, Universetoday, Scientificamerica, Sci News, Eyewitness News, Informationsdienst Wissenschaft, Arxiv, Raumfahrer.net, 31. Oktober 2026. Während wir uns unaufhaltsam der unheimlichsten Nacht [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Der Nachthimmel wird seit jeher von unbeschreiblichen und mysteriösen Himmelsphänomenen durchzogen. Der vierte Teil dieser Halloween-Serie untersucht Sterne, die gleichzeitig tot und doch noch am Leben sind.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Beitrag von Anna-Janina Stöhr, Quellen: Saechsische, Britannica, ESA, Universetoday, Scientificamerica, Sci News, Eyewitness News, Informationsdienst Wissenschaft, Arxiv, Raumfahrer.net, 31. Oktober 2026.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Während wir uns unaufhaltsam der unheimlichsten Nacht des Jahres nähern, wird der Blick in den Nachthimmel langsam dunkler, die Nächte werden wieder länger als die Tage. Hinter den Nebelschwaden, in den unendlichen Tiefen des so dunkel scheinenden Alls, finden sich unzählige Phänomene: Gase, die sich zu den verschiedensten Gestalten formen, tote und doch lebendige Sterne, Vampirismus und sogar blinkende Dämonen. In dieser Mini-Reihe schauen wir uns ein paar der merkwürdigen Ereignisse genauer an. Teil 4 dreht sich um Sterne, die eigentlich tot sind – und trotzdem noch Lebenszeichen von sich geben.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Die lebhafte Welt der Zombies</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Zombie beschreibt einen scheinbar Toten, der &#8222;wiederbelebt&#8220; als Untoter weiterexistiert. Die Etymologie des Wortes ist nicht vollständig geklärt, doch vermutlich leitet es sich vom zentralafrikanischen Wort „nzùmbe“ ab (eine Art Totengeist).<sup data-fn="d2c7f788-5b06-4d63-8f94-39b650f035d3" class="fn"><a id="d2c7f788-5b06-4d63-8f94-39b650f035d3-link" href="#d2c7f788-5b06-4d63-8f94-39b650f035d3">1</a></sup> Auch lassen sich Ursprünge in der afro-haitianischen Religion Voodoo finden; dort bezeichnet &#8222;Zombi&#8220; einen Toten, der angeblich wieder zum Leben erweckt und von einer anderen Person kontrolliert wird; oder einen seiner Selbstbestimmung beraubten und kontrollierten Menschen. Er soll dann beispielsweise Verbrechen begehen oder schwere Arbeit verrichten. Die Wissenschaft vermutet, dass es sich bei solchen Fällen um lebende Menschen handelte, die durch starke Drogen beeinflusst wurden, zum Beispiel durch Giftstoffe aus Kröten und Kugelfischen.<sup data-fn="85cd7090-b4fe-47ff-9b93-3a2c15a579c4" class="fn"><a id="85cd7090-b4fe-47ff-9b93-3a2c15a579c4-link" href="#85cd7090-b4fe-47ff-9b93-3a2c15a579c4">2</a></sup></p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/09/Stellar_Evolution_en.png" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Diagramm der Lebenszklen Sterne verschiedener Masse. Weiße Zwerge: Sterne mit etwa 0,4 bis 8 Sonnenmassen verbrauchen zunächst den Wasserstoff in ihrem Kern. Nachdem auch das Helium verbrannt ist, bleibt ein dichter Kern aus Kohlenstoff und Sauerstoff zurück. Die äußeren Schichten werden abgestoßen und bilden einen sogenannten planetarischen Nebel. Der verbleibende Kern wird zu einem Weißen Zwerg, der durch den Druck entarteter Elektronen stabilisiert wird. Bild: Danielle Futselaar/IAU OAE." data-rl_caption="" title="Diagramm der Lebenszklen Sterne verschiedener Masse. Weiße Zwerge: Sterne mit etwa 0,4 bis 8 Sonnenmassen verbrauchen zunächst den Wasserstoff in ihrem Kern. Nachdem auch das Helium verbrannt ist, bleibt ein dichter Kern aus Kohlenstoff und Sauerstoff zurück. Die äußeren Schichten werden abgestoßen und bilden einen sogenannten planetarischen Nebel. Der verbleibende Kern wird zu einem Weißen Zwerg, der durch den Druck entarteter Elektronen stabilisiert wird. Bild: Danielle Futselaar/IAU OAE." data-wpel-link="internal"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="422" height="300" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/09/Stellar_Evolution_en-300.png" alt="Diagramm der Lebenszklen Sterne verschiedener Masse. Weiße Zwerge: Sterne mit etwa 0,4 bis 8 Sonnenmassen verbrauchen zunächst den Wasserstoff in ihrem Kern. Nachdem auch das Helium verbrannt ist, bleibt ein dichter Kern aus Kohlenstoff und Sauerstoff zurück. Die äußeren Schichten werden abgestoßen und bilden einen sogenannten planetarischen Nebel. Der verbleibende Kern wird zu einem Weißen Zwerg, der durch den Druck entarteter Elektronen stabilisiert wird. Bild: Danielle Futselaar/IAU OAE." class="wp-image-154424" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/09/Stellar_Evolution_en-300.png 422w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/09/Stellar_Evolution_en-300-300x213.png 300w" sizes="(max-width: 422px) 100vw, 422px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Diagramm der Lebenszyklen Sterne verschiedener Masse. Zum Vergrößern bitte anklichen. Weiße Zwerge: Sterne mit etwa 0,4 bis 8 Sonnenmassen verbrauchen zunächst den Wasserstoff in ihrem Kern. Nachdem auch das Helium verbrannt ist, bleibt ein dichter Kern aus Kohlenstoff und Sauerstoff zurück. Die äußeren Schichten werden abgestoßen und bilden einen sogenannten planetarischen Nebel. Der verbleibende Kern wird zu einem Weißen Zwerg. Bild: <a href="https://astro4edu.org/resources/diagram/nE461I80fc87/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Danielle Futselaar/IAU OAE.</a></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Doch zurück zur Astrophysik. Hier wiederum wird der Begriff &#8222;Zombiestern&#8220; gelegentlich in der populärwissenschaftlichen Literatur als Spitzname genutzt, um einen Stern zu beschreiben, der auch nach seinem &#8222;Tod&#8220; noch vereinzelt aktiv wird. Eine einheitliche Definition oder Klassifizierung gibt es hier jedoch nicht. Doch wie kommt es zu dem Phänomen?</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lebenszeichen nach dem Tod</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Hauptsächlich stehen hier <a href="https://www.raumfahrer.net/weisse-zwerge/" data-wpel-link="internal">Weiße Zwerge </a>im Fokus, also die heißen, dichten Kerne von Sternen, die an ihrem Lebensende ihre äußeren Schichten abgestoßen haben. Ein Weißer Stern ist an sich bereits relativ tot, denn er erzeugt keine Energie mehr durch Kernfusion, sondern kühlt langsam ab.<sup data-fn="95e72933-08b5-49e5-8081-98a136b1ff9c" class="fn"><a id="95e72933-08b5-49e5-8081-98a136b1ff9c-link" href="#95e72933-08b5-49e5-8081-98a136b1ff9c">3</a></sup> Trotzdem können sie noch interessante Ereignisse einleiten.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/09/bugstosswelle.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="Kosmische Bugwellen: Diese Aufnahme des NASA-Spitzer-Weltraumteleskops zeigt sogenannte Bow Shocks, die entstehen, wenn massereiche Sterne mit hoher Geschwindigkeit durch das All rasen. Dabei schieben sie Materie vor sich her und erzeugen heiße, im Infrarotlicht leuchtende Staub- und Gasstrukturen. Rot zeigt das Infrarotlicht, Grün den Staub und Blau die Sterne. Die verantwortlichen Sterne haben etwa 8 bis 30 Sonnenmassen. Bild: Stuart Rankin" data-rl_caption="" title="Kosmische Bugwellen: Diese Aufnahme des NASA-Spitzer-Weltraumteleskops zeigt sogenannte Bow Shocks, die entstehen, wenn massereiche Sterne mit hoher Geschwindigkeit durch das All rasen. Dabei schieben sie Materie vor sich her und erzeugen heiße, im Infrarotlicht leuchtende Staub- und Gasstrukturen. Rot zeigt das Infrarotlicht, Grün den Staub und Blau die Sterne. Die verantwortlichen Sterne haben etwa 8 bis 30 Sonnenmassen. Bild: Stuart Rankin" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="300" height="300" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/09/bugstosswelle-300.jpg" alt="Kosmische Bugwellen: Diese Aufnahme des NASA-Spitzer-Weltraumteleskops zeigt sogenannte Bow Shocks, die entstehen, wenn massereiche Sterne mit hoher Geschwindigkeit durch das All rasen. Dabei schieben sie Materie vor sich her und erzeugen heiße, im Infrarotlicht leuchtende Staub- und Gasstrukturen. Rot zeigt das Infrarotlicht, Grün den Staub und Blau die Sterne. Die verantwortlichen Sterne haben etwa 8 bis 30 Sonnenmassen. Bild: Stuart Rankin" class="wp-image-154426" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/09/bugstosswelle-300.jpg 300w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/09/bugstosswelle-300-150x150.jpg 150w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/09/bugstosswelle-300-120x120.jpg 120w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Beispiel einer Bugwelle bei einem anderen Stern (G050.35). Aufnahme des NASA-Spitzer-Weltraumteleskops. Rot zeigt das Infrarotlicht, Grün den Staub und Blau die Sterne. Bild: <a href="https://www.flickr.com/photos/24354425@N03/23909501910/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Stuart Rankin</a>.</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Ein besonders ungewöhnliches Beispiel für &#8222;Lebendigkeit nach dem Tod&#8220; liefert RXJ0528+2838: Der stark magnetisierte Weiße Zwerg ist Teil eines engen Doppelsternsystems und trotz seines &#8222;Tods&#8220; von einer sogenannten Bugstoßwelle umgeben (eine bogenförmige Struktur aus aufgeheiztem und komprimiertem Gas). Sie entsteht dort, wo ein Ausfluss geladener Teilchen auf das interstellare Medium trifft. Das Bemerkenswerte hierbei ist, dass RXJ0528+2838 keine Akkretionsscheibe besitzt, die diesen Ausfluss auf herkömmliche Weise erklären könnte. Die Beobachtungen sprechen daher für eine bislang nicht verstandene Energiequelle, möglicherweise im starken Magnetfeld des Weißen Zwergs. Die Forschenden kamen außerdem zu dem Schluss, dass der Ausfluss bereits mindestens etwa 1.000 Jahre bestehen könnte.<sup data-fn="66edfd24-255c-4ebc-a8e6-7693e446d81c" class="fn"><a id="66edfd24-255c-4ebc-a8e6-7693e446d81c-link" href="#66edfd24-255c-4ebc-a8e6-7693e446d81c">4</a></sup></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Aktive Überreste nach einer Supernova</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Weiße Zwerge können noch auf eine weitere Art für zombiehaftes Verhalten sorgen – nach einer bestimmten Art von Supernova. Befindet sich ein Zwerg in einem Doppelsternsystem, kann er Materie von seinem Begleitstern ansammeln. Wird er dadurch zu schwer, können im Inneren Bedingungen entstehen, unter denen eine unkontrollierte Kernfusion zündet und normalerweise den gesamten Stern zerreißt, sodass nichts mehr übrig bleibt. Das nennt sich dann eine Typ-Ia-Supernova. Bei einer besonderen Art, der sogenannten Typ-Iax-Supernova, kann das jedoch anders ablaufen. Im Innern des Zwergs beginnt die thermonukleare Reaktion, allerdings nicht überall gleichzeitig. Die Verbrennungsfront breitet sich relativ langsam und unterhalb der Schallgeschwindigkeit durch den Stern aus. Daher kommt es nicht zu einer vollständigen Detonation.<sup data-fn="916de14d-313d-470d-ab0d-0691554136a3" class="fn"><a id="916de14d-313d-470d-ab0d-0691554136a3-link" href="#916de14d-313d-470d-ab0d-0691554136a3">5</a></sup></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Explosion schleudert zwar einen großen Teil des Materials der Sternhülle ins All, aber ein Teil des ursprünglichen Sterns bleibt als Überrest gravitativ gebunden. Der Zweg hat also eine Art „stellaren Tod“ durch eine Supernova hinter sich, existiert aber trotzdem weiter und gibt vereinzelt noch Lebenszeichen von sich.<sup data-fn="cc18a0ff-160f-4384-8682-e66bf320a7b0" class="fn"><a id="cc18a0ff-160f-4384-8682-e66bf320a7b0-link" href="#cc18a0ff-160f-4384-8682-e66bf320a7b0">6</a></sup><sup data-fn="fadd5410-5c4a-4082-8845-db3b60bfb081" class="fn"><a id="fadd5410-5c4a-4082-8845-db3b60bfb081-link" href="#fadd5410-5c4a-4082-8845-db3b60bfb081">7</a></sup> (Hierbei handelt es sich um eine relativ vereinfachte Darstellung. Die genaue Explosionsphysik von Typ-Iax-Supernovae ist komplex und nicht für alle Ereignisse abschließend geklärt).</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><img decoding="async" width="322" height="300" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/08/Pa_30_cropped_300.jpg" alt="Aufnahme des 2,4-Meter-Teleskops am Kitt Peak des Supernova-Überrests Pa 30, der mit SN 1181 in Verbindung steht. Bild: Walter Scott Houston" class="wp-image-154189" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/08/Pa_30_cropped_300.jpg 322w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/08/Pa_30_cropped_300-300x280.jpg 300w" sizes="(max-width: 322px) 100vw, 322px" /><figcaption class="wp-element-caption">Der Überrest von SN 1181 mit dem Zombiestern IRAS 00500+6713, Aufnahme des 2,4-Meter-Teleskops am Kitt Peak. Bild: <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Pa_30_cropped_(SII)_cleaned_up.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Walter Scott Houston.</a></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">So auch der Überrest von SN 1181. Die Supernova wurde im Jahr 1181 von chinesischen und japanischen Astronomen beobachtet und hinterließ den Nebel Pa 30. Im Zentrum befindet sich ein Weißer Zwerg, der die Explosion – vermutlich eine seltene Typ-Iax-Supernova – teilweise überstanden hat. Beobachtungen zeigen, dass von seiner Oberfläche ein extrem schneller Sternwind ausgeht. Besonders rätselhaft ist dabei, dass dieser Wind offenbar nicht direkt nach der Explosion einsetzte, sondern erst Jahrhunderte später. Aktuelle Modelle legen nahe, dass bei der unvollständigen Explosion zurückgebliebenes Material unter Umständen wieder auf den Weißen Zwerg gefallen sein und dort eine verzögerte erneute Zündung ausgelöst haben könnte. Das ist jedoch noch eine Hypothese und nicht endgültig geklärt.<sup data-fn="2bd1b7df-0e85-4c5a-919d-2005bdc9f326" class="fn"><a id="2bd1b7df-0e85-4c5a-919d-2005bdc9f326-link" href="#2bd1b7df-0e85-4c5a-919d-2005bdc9f326">8</a></sup><sup data-fn="1a922926-d881-42a5-9e91-cf77779151b2" class="fn"><a id="1a922926-d881-42a5-9e91-cf77779151b2-link" href="#1a922926-d881-42a5-9e91-cf77779151b2">9</a></sup></p>



<p class="wp-block-paragraph">Zombiesterne sind daher noch ein nicht vollständig erforschtes Phänomen und werfen noch einige spannende Fragen für die Wissenschaft auf!</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=20772.msg594027#msg594027" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Astrophilie: Über die Romantik des Weltraums</a></li>
</ul>


<ol class="wp-block-footnotes"><li id="d2c7f788-5b06-4d63-8f94-39b650f035d3"><a href="https://www.saechsische.de/anzeigen/mythen-und-sagen-der-zombie-mythos-S3NF2QISJGO7BCXG6UAKDX57JY.html" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">https://www.saechsische.de/anzeigen/mythen-und-sagen-der-zombie-mythos-S3NF2QISJGO7BCXG6UAKDX57JY.html</a> <a href="#d2c7f788-5b06-4d63-8f94-39b650f035d3-link" aria-label="Zur Fußnotenreferenz 1 navigieren"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" />︎</a></li><li id="85cd7090-b4fe-47ff-9b93-3a2c15a579c4"><a href="https://www.britannica.com/topic/zombi" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">https://www.britannica.com/topic/zombi</a> <a href="#85cd7090-b4fe-47ff-9b93-3a2c15a579c4-link" aria-label="Zur Fußnotenreferenz 2 navigieren"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" />︎</a></li><li id="95e72933-08b5-49e5-8081-98a136b1ff9c"><a href="https://esahubble.org/wordbank/white-dwarf/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">https://esahubble.org/wordbank/white-dwarf/</a> <a href="#95e72933-08b5-49e5-8081-98a136b1ff9c-link" aria-label="Zur Fußnotenreferenz 3 navigieren"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" />︎</a></li><li id="66edfd24-255c-4ebc-a8e6-7693e446d81c">https://www.universetoday.com/articles/a-zombie-star-blows-a-magnetic-wind <a href="#66edfd24-255c-4ebc-a8e6-7693e446d81c-link" aria-label="Zur Fußnotenreferenz 4 navigieren"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" />︎</a></li><li id="916de14d-313d-470d-ab0d-0691554136a3">https://www.scientificamerican.com/article/zombie-stars-shine-on-after-mystery-detonations/ <a href="#916de14d-313d-470d-ab0d-0691554136a3-link" aria-label="Zur Fußnotenreferenz 5 navigieren"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" />︎</a></li><li id="cc18a0ff-160f-4384-8682-e66bf320a7b0"><a href="https://arxiv.org/abs/2006.15049" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">https://arxiv.org/abs/2006.15049</a> <a href="#cc18a0ff-160f-4384-8682-e66bf320a7b0-link" aria-label="Zur Fußnotenreferenz 6 navigieren"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" />︎</a></li><li id="fadd5410-5c4a-4082-8845-db3b60bfb081"><a href="https://www.sci.news/astronomy/article00963.html" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">https://www.sci.news/astronomy/article00963.html</a> <a href="#fadd5410-5c4a-4082-8845-db3b60bfb081-link" aria-label="Zur Fußnotenreferenz 7 navigieren"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" />︎</a></li><li id="2bd1b7df-0e85-4c5a-919d-2005bdc9f326"><a href="https://abc7ny.com/post/astronomers-have-found-leftover-zombie-star/15182704/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">https://abc7ny.com/post/astronomers-have-found-leftover-zombie-star/15182704/</a> <a href="#2bd1b7df-0e85-4c5a-919d-2005bdc9f326-link" aria-label="Zur Fußnotenreferenz 8 navigieren"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" />︎</a></li><li id="1a922926-d881-42a5-9e91-cf77779151b2"><a href="https://idw-online.de/de/news841764" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">https://idw-online.de/de/news841764</a> <a href="#1a922926-d881-42a5-9e91-cf77779151b2-link" aria-label="Zur Fußnotenreferenz 9 navigieren"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" />︎</a></li></ol><p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/zombiesterne-wenn-tote-sterne-weiterleben/" data-wpel-link="internal">Zombiesterne: Wenn tote Sterne weiterleben</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>AstroGeo Podcast: Spiralnebel &#8211; ein Universum voller Welteninseln?</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/astrogeo-podcast-spiralnebel-ein-universum-voller-welteninseln/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Karl Urban]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 29 Oct 2026 15:58:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[AstroGeo Podcast]]></category>
		<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Sternenhimmel]]></category>
		<category><![CDATA[Adrian van Maanen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Was steckt hinter dem Andromedanebel? Die „Weltensinsel-Theorie“ aus dem 18. Jahrhundert besagt: Dieser neblige Fleck ist kein Loch in der Himmelskugel, sondern eine eigenständige Galaxie. Doch es sollte über 150 Jahre dauern, bevor sie bestätigt wurde. </p>
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<h4 class="wp-block-heading"><br>Was steckt hinter dem Andromedanebel? Die „Weltensinsel-Theorie“ aus dem 18. Jahrhundert besagt: Dieser neblige Fleck ist kein Loch in der Himmelskugel, sondern eine eigenständige Galaxie. Doch es sollte über 150 Jahre dauern, bevor sie bestätigt wurde.</h4>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full is-resized"><img decoding="async" width="600" height="460" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/10/ag148-rn.jpg" alt="Die Aufnahme zeigt die Whirlpool-Galaxie M51 mit einem hellen Zentrum und Spiralarmen. Ein großer Teil des Bildes ist sternenübersäht." class="wp-image-154970" style="aspect-ratio:1.3043478789320124;width:336px;height:auto" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/10/ag148-rn.jpg 600w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/10/ag148-rn-300x230.jpg 300w" sizes="(max-width: 600px) 100vw, 600px" /><figcaption class="wp-element-caption">Quelle: ESA/Hubble and Digitized Sky Survey; Mahdi Zamani (ESA/Hubble)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Das Mount-Wilson-Observatorium nordöstlich von Los Angeles ist ein Ort, an dem astronomische Geschichte geschrieben wurde: Unter anderem nutzte dort Edwin Hubble das damals größte optische Teleskop der Welt – mit einem Spiegeldurchmesser von 2,54 Metern – um einen ganz besonderen Stern im Andromedanebel zu beobachten. Die Helligkeit dieses Sterns schwankte in schöner Regelmäßigkeit, und Edwin Hubble war klar: Bei diesem Stern handelt es sich um einen sogenannten Cepheiden. Dank dieser dieser schwankenden Helligkeit fand Hubble heraus, wie weit der Andromedanebel von der Erde entfernt ist. Sein Ergebnis: 285.000 Parsec, rund 930.000 Lichtjahre also. Als beobachtender Astronom hielt sich Hubble mit einer Interpretation dieses Ergebnisses zurück, aber seine Kolleginnen und Kollegen verstanden sofort, was das bedeutete: Hubbles Beobachtungen bestätigten die sogenannte „Welteninsel-Theorie“.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Gibt es jenseits der Milchstraße noch andere Galaxien?</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Es war der Philosoph Immanuel Kant, der erstmals die Vermutung zu Papier brauchte: Ja, es gibt sie. Zu Kants Lebzeiten war die Astronomie weit davon entfernt, einzelne Sterne im Andromedanebel auflösen zu können, oder überhaupt nur mit den damaligen Fernrohren und Teleskopen die Spiralstruktur des Nebels sichtbar zu machen. Dennoch schrieb Kant in seiner Veröffentlichung „Allgemeine Naturgeschichte und Theorie des Himmels“, dass es sich bei den nebligen Fleckchen am Himmel weder um Löcher in der Himmelskugel noch um riesige Sterne handele – sondern um „Milchstraßen“, eigenständige Galaxien weit jenseits unserer Heimatgalaxie. </p>



<p class="wp-block-paragraph">In dieser Folge des AstroGeo-Podcasts erzählt Franzi die Geschichte der Entdeckung der Galaxien – und was diese mit dem Kinderspiel „Ich sehe was, was du nicht siehst“ zu tun hat. Denn von einer Handvoll nebliger Flecken am Himmel zu einem Universum gefüllt mit Abermilliarden von Galaxien war es ein jahrhundertelanger Weg, den Astronominnen und Astronomen dank wachsender Spiegeldurchmesser ihrer Teleskope gehen konnten – und der letztendlich mit einer Entfernungsmessung endete, nämlich der Entfernung von „Cepheiden in Spiralnebeln“, die Edwin Hubble am Mount-Wilson-Observatorium bestimmte.</p>



<iframe loading="lazy" title="Podlove Web Player: AstroGeo - Geschichten aus Astronomie und Geologie - Extragalaktische Nebel: Ein Universum voller Welteninseln?" height="200" width="100%" src="https://astrogeo.de/wp-content/plugins/podlove-web-player/web-player/share.html?config=https%3A%2F%2Fastrogeo.de%2Fwp-json%2Fpodlove-web-player%2Fshortcode%2Fconfig%2Fdefault%2Ftheme%2Fdefault&#038;episode=https%3A%2F%2Fastrogeo.de%2Fwp-json%2Fpodlove-web-player%2Fshortcode%2Fpublisher%2F5109" frameborder="0" scrolling="no" tabindex="0"></iframe>



<p class="wp-block-paragraph">Im AstroGeo Podcast erzählen sich die Wissenschaftsjournalisten Franziska Konitzer und Karl Urban regelmäßig eine Geschichte, die ihnen entweder die Steine unseres kosmischen Vorgartens eingeflüstert – oder die sie in den Tiefen und Untiefen des Universums aufgestöbert haben. Der Podcast ist auch auf <a href="https://podcasts.apple.com/de/podcast/astrogeo-geschichten-aus-astronomie-und-geologie/id525300156" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Apple Podcasts</a> oder <a href="https://open.spotify.com/show/0a0X8ogJx046skJBbow9AC" target="_blank" rel="noreferrer noopener follow" data-wpel-link="external">Spotify</a> zu finden.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=628.msg580770#msg580770" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal"></a><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=19493.msg588130#msg588130" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">AstroGeo Podcast</a></li>
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			</item>
		<item>
		<title>Wenn Nebel Gesichter bekommen: Hexen, Geister und Spinnen im All</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/wenn-nebel-gesichter-bekommen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Anna-Janina Stöhr]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 24 Oct 2026 10:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Astrophilie]]></category>
		<category><![CDATA[Beobachtung]]></category>
		<category><![CDATA[Sternenhimmel]]></category>
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		<category><![CDATA[NGC 6369]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Nachthimmel wird seit jeher von unbeschreiblichen und mysteriösen Himmelsphänomenen durchzogen. Im dritten Teil dieser Halloween-Serie geht es um Nebel, die sich zu unheimlichen Formen gebildet haben. Beitrag von Anna-Janina Stöhr, Quellen: Wikimedia, NASA, Galactic Hunter, Lowell Observatory, Swinburne, M.W. Feast, Sky &#38; Telescope, David Darling, 24. Oktober 2026. Während wir uns unaufhaltsam der unheimlichsten [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Der Nachthimmel wird seit jeher von unbeschreiblichen und mysteriösen Himmelsphänomenen durchzogen. Im dritten Teil dieser Halloween-Serie geht es um Nebel, die sich zu unheimlichen Formen gebildet haben.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Beitrag von Anna-Janina Stöhr, Quellen: Wikimedia, NASA, Galactic Hunter, Lowell Observatory, Swinburne, M.W. Feast, Sky &amp; Telescope, David Darling, 24. Oktober 2026.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Während wir uns unaufhaltsam der unheimlichsten Nacht des Jahres nähern, wird der Blick in den Nachthimmel langsam dunkler, die Nächte werden wieder länger als die Tage. Hinter den Nebelschwaden, in den unendlichen Tiefen des so dunkel scheinenden Alls, finden sich unzählige Phänomene: Gase, die sich zu den verschiedensten Gestalten formen, tote und doch lebendige Sterne, Vampirismus und sogar blinkende Dämonen. In dieser Mini-Reihe schauen wir uns ein paar der merkwürdigen Ereignisse genauer an. Nach einem Besuch bei den Vampirsternen und dem Dämonenstern Algol geht es heute zu ein paar Nebeln mit gruseligen Geschichten.</p>



<p class="has-text-align-center wp-block-paragraph"><strong>Der Hexenkopfnebel – Von einer alten Magierin beobachtet?</strong></p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/08/hexenkopfnebel-gross.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Der Hexenkopfnebel mit seiner markanten Form, Bild von Thedarksideobservatory und OpenClipart" data-rl_caption="" title="Der Hexenkopfnebel mit seiner markanten Form, Bild von Thedarksideobservatory und OpenClipart" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="412" height="300" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/08/hexenkopfnebel-klein.jpg" alt="Der Hexenkopfnebel mit seiner markanten Form, Bild von Thedarksideobservatory und OpenClipart" class="wp-image-154022" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/08/hexenkopfnebel-klein.jpg 412w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/08/hexenkopfnebel-klein-300x218.jpg 300w" sizes="(max-width: 412px) 100vw, 412px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Der Hexenkopfnebel mit seiner markanten Form, Bild von <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:The_Witch_Head_Nebula_%28IC_2118%29.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Thedarksideobservatory </a>und <a href="https://freesvg.org/line-art-vector-image-of-witch-on-broom" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">OpenClipart</a>.</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">IC 2118 ist ein Reflexionsnebel im Sternbild Eridanus, der den Beinamen &#8222;Hexenkopfnebel&#8220; trägt. Wird das Himmelsobjekt entsprechend gedreht, lässt sich mit etwas Fantasie das Seitenprofil einer alten Frau erkennen, das an die übertriebenen klassischen Darstellungen von Hexen erinnert<sup data-fn="d3703f49-2d85-440d-8563-d995a987eaad" class="fn"><a id="d3703f49-2d85-440d-8563-d995a987eaad-link" href="#d3703f49-2d85-440d-8563-d995a987eaad">1</a></sup>. Der Nebel wurde 1891 mittels Astrofotografie von dem deutschen Astronomen Max Wolf entdeckt.<sup data-fn="22efa3a6-44f2-4dea-933a-0b9680e5b7f5" class="fn"><a id="22efa3a6-44f2-4dea-933a-0b9680e5b7f5-link" href="#22efa3a6-44f2-4dea-933a-0b9680e5b7f5">2</a></sup> Taufpate war jedoch der amerikanische Astronom Frank Ross, der 1927 den Spitznamen “Witch Head Nebula” hinzufügte.<sup data-fn="6d2005cc-c0e4-4adb-97c0-6a1e10d9dab5" class="fn"><a id="6d2005cc-c0e4-4adb-97c0-6a1e10d9dab5-link" href="#6d2005cc-c0e4-4adb-97c0-6a1e10d9dab5">3</a></sup></p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei einem Reflexionsnebel handelt es sich um eine Wolke aus Staub, die das Licht eines nahegelegenen Sterns streut bzw. reflektiert. Dabei wird vor allem blaues Licht stärker gestreut als rotes Licht. Deshalb erscheinen Reflexionsnebel meistens bläulich. Ein weiteres bekanntes Beispiel sind die Plejaden (Siebengestirn): Die bläuliche Nebelwolke um die Sterne ist ein Reflexionsnebel.<sup data-fn="ef31941a-50fd-4824-a27c-12d816d263af" class="fn"><a id="ef31941a-50fd-4824-a27c-12d816d263af-link" href="#ef31941a-50fd-4824-a27c-12d816d263af">4</a></sup> Unsere Hexe wird von Rigel angestrahlt, einem blauen Überriese, was noch weiter zur bläulichen Färbung beiträgt.<sup data-fn="da38a2d8-0b99-42b1-9e2c-38ab1c057c4a" class="fn"><a id="da38a2d8-0b99-42b1-9e2c-38ab1c057c4a-link" href="#da38a2d8-0b99-42b1-9e2c-38ab1c057c4a">5</a></sup></p>



<p class="has-text-align-center wp-block-paragraph"><strong>Spinnennebel: Die Tarantula und Schwarze Witwe spinnen ihr Netz durchs All</strong></p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/08/spinnennebel-gross.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="Oben der Tarantelnebel, unten der Schwarze-Witwennebel. Bild: NASA, ESA, CSA, STScI, Webb ERO Production Team und NASA/JPL-Caltech/Univ. of Wisc." data-rl_caption="" title="Oben der Tarantelnebel, unten der Schwarze-Witwennebel. Bild: NASA, ESA, CSA, STScI, Webb ERO Production Team und NASA/JPL-Caltech/Univ. of Wisc." data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="315" height="300" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/08/spinnennebel-klein.jpg" alt="Oben der Tarantelnebel, unten der Schwarze-Witwennebel. Bild: NASA, ESA, CSA, STScI, Webb ERO Production Team und NASA/JPL-Caltech/Univ. of Wisc." class="wp-image-154026" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/08/spinnennebel-klein.jpg 315w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/08/spinnennebel-klein-300x286.jpg 300w" sizes="(max-width: 315px) 100vw, 315px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Oben der Tarantelnebel, unten der Schwarze-Witwennebel. Bild: <a href="https://science.nasa.gov/asset/webb/tarantula-nebula-nircam-image/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">NASA, ESA, CSA, STScI, Webb ERO Production Team</a> und <a href="https://www.jpl.nasa.gov/images/pia03544-black-widow-nebula-hiding-in-the-dust/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">NASA/JPL-Caltech/Univ. of Wisc.</a></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Für Halloween dürfen Spinnen nicht fehlen, und auch durch den Kosmos krabbeln ein paar gigantische Arachniden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Spinnennebel ist der Tarantelnebel (30 Doradus bzw. NGC 2070) in der Großen Magellanschen Wolke. Er gehört zu den größten und aktivsten Sternentstehungsgebieten in unserer kosmischen Nachbarschaft und erstreckt sich über rund 1.000 Lichtjahre<sup data-fn="48a8a085-9fbc-48e1-82f1-f3dd7f577d55" class="fn"><a id="48a8a085-9fbc-48e1-82f1-f3dd7f577d55-link" href="#48a8a085-9fbc-48e1-82f1-f3dd7f577d55">6</a></sup>. Seinen Namen erhielt der Nebel, weil Astrofotografien seine weit verzweigten Gas- und Staubfilamente zeigen, die an die langen Beine einer Tarantel erinnern sollen<sup data-fn="2aad4b5e-4800-486e-b2b5-93c2c2782883" class="fn"><a id="2aad4b5e-4800-486e-b2b5-93c2c2782883-link" href="#2aad4b5e-4800-486e-b2b5-93c2c2782883">7</a></sup>. Im Zentrum des Nebels befindet sich der Sternhaufen R136 mit einigen der massereichsten und heißesten bekannten Sterne. Deren intensive Strahlung und starke Sternwinde sind mitverantwortlich dafür, die charakteristischen Filamente zu formen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Besser zu erkennen ist die klassische Spinnenform im Black-Widow-Nebula. Der Emissionsnebel liegt im Sternbild Zirkel und im sichtbaren Licht ist er kaum zu erkennen, weil Staub in der Milchstraße das Licht absorbiert. Im Zentrum entstehen massereiche junge Sterne. Sie stoßen Strahlung und Teilchen aus, wodurch zwei große Gasblasen in entgegengesetzte Richtungen aufgeblasen werden. Dabei wird das Material, aus dem die Sterne entstanden sind, nach und nach abgetragen und verdrängt.<sup data-fn="57356b63-a683-4b08-9812-667009064d26" class="fn"><a id="57356b63-a683-4b08-9812-667009064d26-link" href="#57356b63-a683-4b08-9812-667009064d26">8</a></sup></p>



<p class="has-text-align-center wp-block-paragraph"><strong>Skull and Crossbones-Nebel</strong></p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/08/totenkopfnebel-gross.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="Der Totenkopfnebel und seine zwei leuchtenden Augen. Bild; European Southern Observatory (ESO)." data-rl_caption="" title="Der Totenkopfnebel und seine zwei leuchtenden Augen. Bild; European Southern Observatory (ESO)." data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="300" height="300" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/08/totenkopfnebel-klein.jpg" alt="Der Totenkopfnebel und seine zwei leuchtenden Augen. Bild; European Southern Observatory (ESO)." class="wp-image-154024" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/08/totenkopfnebel-klein.jpg 300w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/08/totenkopfnebel-klein-150x150.jpg 150w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/08/totenkopfnebel-klein-120x120.jpg 120w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Der Totenkopfnebel und seine zwei leuchtenden Augen. Bild: <a href="https://www.eso.org/public/images/eso0544a/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">European Southern Observatory (ESO)</a>.</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">In den bunten Lichtern von NGC 2467 erkennen einige Beobachter einen unheimlichen Schädel mit leuchtenden, bösartigen Augen. Entsprechend entstand der Zusatzname &#8222;Skull and Crossbones&#8220;, also auf Deutsch &#8222;Totenkopf mit gekreuzten Knochen&#8220;. Andere Beobachter sehen jedoch durch die Farben und Form das Gesicht eines Mandrills, eines Pavians mit grellem rot-blauen Gesicht. Geht man jedoch zur hier passenderen Deutung des gruseligen Schädels, so sieht man im linken Auge einen hellleuchtenden Stern und im größeren rechten Auge eine Wasserstoffgas-Wolke, die von dem Sternhaufen Haffner 19 aufgeladen wird.<sup data-fn="c92362a6-7eb4-4790-b799-1f45719acded" class="fn"><a id="c92362a6-7eb4-4790-b799-1f45719acded-link" href="#c92362a6-7eb4-4790-b799-1f45719acded">9</a></sup></p>



<p class="wp-block-paragraph">Unser Totenkopf ist eine aktive Sternentstehungsregion mit mehreren jungen Sternhaufen. Diese senden eine Menge energiereicher Strahlung an ihre Umgebung ab, was wiederum den Wasserstoff um sie herum zum Leuchten anregt. Dabei werden Elektronen aus den Wasserstoffatomen herausgelöst – dieser Vorgang heißt Ionisation. Wenn die Elektronen später wieder zu den Atomen zurückkehren, geben sie Energie in Form von Licht ab. Dadurch beginnt das Gas des Nebels zu leuchten. Emissionsnebel &#8222;leuchten&#8220; daher von sich selbst aus bzw. erzeugen einen großen Teil ihres sichtbaren Lichts selbst, während Reflexionssnebel wie der Hexenkopf nur Licht reflektieren.<sup data-fn="b205c09d-b25c-42af-86ca-e3338f4d348d" class="fn"><a id="b205c09d-b25c-42af-86ca-e3338f4d348d-link" href="#b205c09d-b25c-42af-86ca-e3338f4d348d">10</a></sup></p>



<p class="has-text-align-center wp-block-paragraph"><strong>Geisterparade: Der kleine und große Geist sowie der Geisterkopf!</strong></p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/08/geistercollage.jpg" data-rel="lightbox-image-4" data-magnific_type="image" data-rl_title="Oben der Little Ghost Nebula, unten der Ghost Nebula. Bilder: ©ESA, NASA and The Hubble Heritage Team (STScI/AURA) und Adam Block/Mount Lemmon SkyCenter/University of Arizona." data-rl_caption="" title="Oben der Little Ghost Nebula, unten der Ghost Nebula. Bilder: ©ESA, NASA and The Hubble Heritage Team (STScI/AURA) und Adam Block/Mount Lemmon SkyCenter/University of Arizona." data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="307" height="300" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/08/geistercollage1.jpg" alt="Oben der Little Ghost Nebula, unten der Ghost Nebula. Bilder: ©ESA, NASA and The Hubble Heritage Team (STScI/AURA) und Adam Block/Mount Lemmon SkyCenter/University of Arizona." class="wp-image-154032" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/08/geistercollage1.jpg 307w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/08/geistercollage1-300x293.jpg 300w" sizes="(max-width: 307px) 100vw, 307px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Oben der Little Ghost Nebula, unten der Ghost Nebula. Bilder: <a href="https://www.esa.int/media/ngc-6369-a-cosmic-ghost" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">©ESA, NASA and The Hubble Heritage Team (STScI/AURA)</a> und<a href="https://www.raumfahrer.net/inhalte/" data-type="page" data-id="72502" data-wpel-link="internal"> Adam Block/Mount Lemmon SkyCenter/University of Arizona.</a></figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image alignright size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/08/38006414474_501f270b50_o.jpg" data-rel="lightbox-image-5" data-magnific_type="image" data-rl_title="Der Geisterkopfnebel, ebenfalls mit zwei glühenden, weißen Augen. Bild: NASA, ESA &amp; Mohammad Heydari-Malayeri (Observatoire de Paris, France)." data-rl_caption="" title="Der Geisterkopfnebel, ebenfalls mit zwei glühenden, weißen Augen. Bild: NASA, ESA &amp; Mohammad Heydari-Malayeri (Observatoire de Paris, France)." data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="300" height="300" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/08/38006414474_501f270b50_o1.jpg" alt="Der Geisterkopfnebel, ebenfalls mit zwei glühenden, weißen Augen. Bild: NASA, ESA &amp; Mohammad Heydari-Malayeri (Observatoire de Paris, France)." class="wp-image-154030" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/08/38006414474_501f270b50_o1.jpg 300w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/08/38006414474_501f270b50_o1-150x150.jpg 150w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/08/38006414474_501f270b50_o1-120x120.jpg 120w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Der Geisterkopfnebel, ebenfalls mit zwei glühenden, weißen Augen. Bild: <a href="https://www.flickr.com/photos/nasahubble/38006414474" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">NASA, ESA &amp; Mohammad Heydari-Malayeri (Observatoire de Paris, France)</a>.</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Auch ein paar Gespenster wandern durch die unendlichen Weiten des Kosmos. Der Little Ghost Nebula (NGC 6369) im Sternbild Schlangenträger ist ein planetarischer Nebel – die leuchtende Gashülle eines sonnenähnlichen Sterns, der am Ende seines Lebens seine äußeren Schichten abgestoßen hat. Seinen Beinamen „Little Ghost“ (Kleiner Geist) erhielt der Nebel, weil er im Teleskop wie eine kleine, blasse und geisterhafte Wolke wirkt, die den schwachen Zentralstern umhüllt. Ultraviolette Strahlung dieses heißen Sternrests bringt das ausgestoßene Gas zum Leuchten.<sup data-fn="34fd8e07-ad41-476b-90d0-a36741c002b8" class="fn"><a href="#34fd8e07-ad41-476b-90d0-a36741c002b8" id="34fd8e07-ad41-476b-90d0-a36741c002b8-link">11</a></sup></p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Geisternebel, offiziell IC 63, ist eine leuchtende Gas- und Staubwolke im Sternbild Kassiopeia. Seine ungewöhnliche, geisterhafte Form entsteht durch die extreme Energie nahegelegener Sterne. Besonders helle Sterne in solchen Nebeln senden große Mengen an Strahlung aus. Diese Strahlung trifft auf riesige Wolken aus Wasserstoffgas und Staub. Die Strahlung trägt dabei nach und nach Material aus diesen Wolken ab. Dadurch werden die Gas- und Staubwolken geformt und regelrecht „skulptiert“. Es entstehen lange, geschwungene Strukturen, die wie Schleier oder Figuren aussehen.<sup data-fn="d52ead80-2320-4e17-8ca9-759d99318a4c" class="fn"><a id="d52ead80-2320-4e17-8ca9-759d99318a4c-link" href="#d52ead80-2320-4e17-8ca9-759d99318a4c">12</a></sup></p>



<p class="wp-block-paragraph">Noch deutlich bildlicher ist der Geisterkopfnebel NGC 2080, eine Region, in der gerade neue Sterne entstehen. Sie liegt in der Großen Magellanschen Wolke. Die intensive Strahlung und der Sternwind dieser Sterne haben das umgebende Gas regelrecht ausgehöhlt, sodass eine schalen- bzw. schüsselförmige Struktur entstanden ist. Die „Augen“ des Geistes sind besonders gut sichtbar:</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im linken Auge befindet sich ein einzelner massereicher Stern mit intensiver Strahlung und Sternwind, was eine Blase geformt hat. Das rechte Auge ist komplizierter aufgebaut, weil dort mehr Staub vorhanden ist. Es enthält mehrere verborgene massereiche Sterne.<sup data-fn="cc1f66b2-7548-4dbb-8f86-d56ad7e6bbd1" class="fn"><a id="cc1f66b2-7548-4dbb-8f86-d56ad7e6bbd1-link" href="#cc1f66b2-7548-4dbb-8f86-d56ad7e6bbd1">13</a></sup></p>



<p class="wp-block-paragraph">Der nächste und letzte Teil der Halloween-Serie untersucht das Phänomen sogenannter Zombiesterne genauer – tot und doch zugleich lebendig!</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=20772.msg593737#msg593737" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Astrophilie: Über die Romantik des Weltraums</a></li>
</ul>


<ol class="wp-block-footnotes"><li id="d3703f49-2d85-440d-8563-d995a987eaad"><a href="https://www.nasa.gov/image-article/witch-head-nebula/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">https://www.nasa.gov/image-article/witch-head-nebula/</a> <a href="#d3703f49-2d85-440d-8563-d995a987eaad-link" aria-label="Zur Fußnotenreferenz 1 navigieren"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" />︎</a></li><li id="22efa3a6-44f2-4dea-933a-0b9680e5b7f5"><a href="https://www.galactic-hunter.com/post/ic2218" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">https://www.galactic-hunter.com/post/ic2218</a> <a href="#22efa3a6-44f2-4dea-933a-0b9680e5b7f5-link" aria-label="Zur Fußnotenreferenz 2 navigieren"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" />︎</a></li><li id="6d2005cc-c0e4-4adb-97c0-6a1e10d9dab5"><a href="https://lowell.edu/witch-head-nebula/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">https://lowell.edu/witch-head-nebula/</a> <a href="#6d2005cc-c0e4-4adb-97c0-6a1e10d9dab5-link" aria-label="Zur Fußnotenreferenz 3 navigieren"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" />︎</a></li><li id="ef31941a-50fd-4824-a27c-12d816d263af"><a href="https://astronomy.swin.edu.au/cosmos/r/Reflection+Nebula" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">https://astronomy.swin.edu.au/cosmos/r/Reflection+Nebula</a> <a href="#ef31941a-50fd-4824-a27c-12d816d263af-link" aria-label="Zur Fußnotenreferenz 4 navigieren"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" />︎</a></li><li id="da38a2d8-0b99-42b1-9e2c-38ab1c057c4a"><a href="https://lowell.edu/witch-head-nebula/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">https://lowell.edu/witch-head-nebula/</a> <a href="#da38a2d8-0b99-42b1-9e2c-38ab1c057c4a-link" aria-label="Zur Fußnotenreferenz 5 navigieren"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" />︎</a></li><li id="48a8a085-9fbc-48e1-82f1-f3dd7f577d55"><a href="https://science.nasa.gov/mission/hubble/science/explore-the-night-sky/hubble-caldwell-catalog/caldwell-103/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">https://science.nasa.gov/mission/hubble/science/explore-the-night-sky/hubble-caldwell-catalog/caldwell-103/</a> <a href="#48a8a085-9fbc-48e1-82f1-f3dd7f577d55-link" aria-label="Zur Fußnotenreferenz 6 navigieren"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" />︎</a></li><li id="2aad4b5e-4800-486e-b2b5-93c2c2782883">Feast, M. W. (1961): <em>A Study of the 30 Doradus Region of the Large Magellanic Cloud</em>. <em>Monthly Notices of the Royal Astronomical Society</em>, 122, 1–16. <a href="#2aad4b5e-4800-486e-b2b5-93c2c2782883-link" aria-label="Zur Fußnotenreferenz 7 navigieren"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" />︎</a></li><li id="57356b63-a683-4b08-9812-667009064d26"><a href="https://www.daviddarling.info/encyclopedia/B/Black_Widow_Nebula.html" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">https://www.daviddarling.info/encyclopedia/B/Black_Widow_Nebula.html</a> <a href="#57356b63-a683-4b08-9812-667009064d26-link" aria-label="Zur Fußnotenreferenz 8 navigieren"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" />︎</a></li><li id="c92362a6-7eb4-4790-b799-1f45719acded"><a href="https://skyandtelescope.org/online-gallery/ngc-2467-the-skull-and-crossbones-nebula/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">https://skyandtelescope.org/online-gallery/ngc-2467-the-skull-and-crossbones-nebula/</a> <a href="#c92362a6-7eb4-4790-b799-1f45719acded-link" aria-label="Zur Fußnotenreferenz 9 navigieren"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" />︎</a></li><li id="b205c09d-b25c-42af-86ca-e3338f4d348d"><a href="https://science.nasa.gov/mission/hubble/science/universe-uncovered/hubble-nebulae/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">https://science.nasa.gov/mission/hubble/science/universe-uncovered/hubble-nebulae/</a> <a href="#b205c09d-b25c-42af-86ca-e3338f4d348d-link" aria-label="Zur Fußnotenreferenz 10 navigieren"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" />︎</a></li><li id="34fd8e07-ad41-476b-90d0-a36741c002b8"><a href="https://apod.nasa.gov/apod/ap120114.html?" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">https://apod.nasa.gov/apod/ap120114.html?</a> <a href="#34fd8e07-ad41-476b-90d0-a36741c002b8-link" aria-label="Zur Fußnotenreferenz 11 navigieren"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" />︎</a></li><li id="d52ead80-2320-4e17-8ca9-759d99318a4c"><a href="https://www.nasa.gov/image-article/ghost-nebula/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">https://www.nasa.gov/image-article/ghost-nebula/</a> <a href="#d52ead80-2320-4e17-8ca9-759d99318a4c-link" aria-label="Zur Fußnotenreferenz 12 navigieren"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" />︎</a></li><li id="cc1f66b2-7548-4dbb-8f86-d56ad7e6bbd1"><a href="https://apod.nasa.gov/apod/ap120114.html?" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">https://science.nasa.gov/asset/hubble/the-ghost-head-nebula-ngc-2080/</a> <a href="#cc1f66b2-7548-4dbb-8f86-d56ad7e6bbd1-link" aria-label="Zur Fußnotenreferenz 13 navigieren"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" />︎</a></li></ol><p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/wenn-nebel-gesichter-bekommen/" data-wpel-link="internal">Wenn Nebel Gesichter bekommen: Hexen, Geister und Spinnen im All</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Algol: Was hinter dem „Dämonenstern“ steckt</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/algol-was-hinter-dem-daemonenstern-steckt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Anna-Janina Stöhr]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 17 Oct 2026 06:31:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Astrophilie]]></category>
		<category><![CDATA[Beobachtung]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
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		<category><![CDATA[Algol]]></category>
		<category><![CDATA[Astronomiegeschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Beta Persei A]]></category>
		<category><![CDATA[Doppelstern]]></category>
		<category><![CDATA[Doppelsternsystem]]></category>
		<category><![CDATA[Mythologie]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Nachthimmel wird seit jeher von unbeschreiblichen und mysteriösen Himmelsphänomenen durchzogen. Im zweiten Teil dieser Halloween-Serie steht Algol im Vordergrund, mitsamt seiner Mythologie. Beitrag von Anna-Janina Stöhr, Quellen: Wikimedia, Sky&#38;Telescope, The Planets, Ebsco, 17. Oktober 2026. Während wir uns unaufhaltsam der unheimlichsten Nacht des Jahres nähern, wird der Blick in den Nachtimmel langsam dunkler, die [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Der Nachthimmel wird seit jeher von unbeschreiblichen und mysteriösen Himmelsphänomenen durchzogen. Im zweiten Teil dieser Halloween-Serie steht Algol im Vordergrund, mitsamt seiner Mythologie.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Beitrag von Anna-Janina Stöhr, Quellen: Wikimedia, Sky&amp;Telescope, The Planets, Ebsco, 17. Oktober 2026.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Während wir uns unaufhaltsam der unheimlichsten Nacht des Jahres nähern, wird der Blick in den Nachtimmel langsam dunkler, die Nächte werden wieder länger als die Tage. Hinter den Nebelschwaden, in den unendlichen Tiefen des so dunkel scheinenden Alls, finden sich unzählige Phänomene: Gase, die sich zu den verschiedensten Gestalten formen, tote und doch lebendige Sterne, Vampirismus und sogar blinkende Dämonen. In dieser Mini-Reihe schauen wir uns ein paar der merkwürdigen Ereignisse genauer an. Unsere erste Geschichte handelte von Sternen, die sich Vampir-ähnlich auf ihre Nachbarn stürzen. Heute bleiben wir bei Sternennachbarn und schauen uns den dämonischen Algol genauer an.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Ein mysteröses Lichtschauspiel am Nachthimmel</strong></p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/09/Perseus_IAU.png" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Das Sternbild Perseus mit Algol. Bild: IAU and Sky &amp; Telescope magazine (Roger Sinnott &amp; Rick Fienberg)." data-rl_caption="" title="Das Sternbild Perseus mit Algol. Bild: IAU and Sky &amp; Telescope magazine (Roger Sinnott &amp; Rick Fienberg)." data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="319" height="300" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/09/Perseus_IAU-300.png" alt="Das Sternbild Perseus mit Algol. Bild: IAU and Sky &amp; Telescope magazine (Roger Sinnott &amp; Rick Fienberg)." class="wp-image-154474" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/09/Perseus_IAU-300.png 319w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/09/Perseus_IAU-300-300x282.png 300w" sizes="(max-width: 319px) 100vw, 319px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Das Sternbild Perseus mit Algol. Bild: <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Perseus_IAU.svg" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">IAU and Sky &amp; Telescope magazine (Roger Sinnott &amp; Rick Fienberg).</a></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Unser dramatischer Hauptdarsteller Algol ist eigentlich ein Dreifachsystem mit einem bedeckungsveränderlichen Doppelstern im Sternbild des Perseus, das aus Beta Persei (β Per) Aa1, Aa2 und Ab besteht. Das sieht auf den ersten Blick aus wie ein gewöhnlicher Stern – bis er anfängt, seine Helligkeit zu ändern, als würde er &#8222;blinken&#8220;! Diese Eigenart verursachte Misstrauen und Argwohn; die Menschen begannen, ihn als Unheilsgestirn, Dämonen- oder Teufelsstern zu bezeichnen. Auch mit der Gorgonin Medusa wurde er in Verbindung gebracht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Doch wieso sieht es überhaupt so aus, als würde Algol blinken? Das Besondere an diesem Dreisternsystem ist, dass der sehr heiße und helle blaue Stern Beta Persei Aa1 und der zweite Stern Beta Persei Aa2 (der größer, aber kühler, weniger hell und gelblich ist) aus unserer Perspektive von der Erde aus in einem regelmäßigen Abstand voreinander vorbeiziehen. Das führt zu kleinen &#8222;Eklipsen&#8220; und Änderungen in der Helligkeit des Sternensystems. Algol verdunkelt sich im Verlauf von nur wenigen Stunden, bevor er wieder heller wird. Das passiert in einem präzisen Rhythmus von allen 2,87 Tagen. Zu Beginn strahlt Algol hier mit einer Scheinbaren Helligkeit von 2.1<sup>m</sup> (fast so hell wie der Polarstern) und verdunkelt sich bis auf 3.4<sup>m</sup> (so hell wie die Andromeda-Galaxie)<sup data-fn="5bf0f7b2-8d56-4e9b-9d0b-f95cb44c148f" class="fn"><a id="5bf0f7b2-8d56-4e9b-9d0b-f95cb44c148f-link" href="#5bf0f7b2-8d56-4e9b-9d0b-f95cb44c148f">1</a></sup>. Der dritte im Bunde, Beta Ab, spielt bei diesem Helligkeitstanz keine Rolle. Algol wird bei diesem Prozess nicht komplett verdunkelt, doch der Unterschied ist auch mit bloßem Auge sehr deutlich erkennbar. Das folgende Gif visualisiert die Bewegung der zweit Hauptsterne:</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><img decoding="async" width="840" height="480" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/09/Algol-type_variable_binary_star_animation_6.gif" alt="Animation der Bewegungen der zwei Hauptsterne von Algol. Gif von: Merikanto" class="wp-image-154434"/><figcaption class="wp-element-caption">Animation der Bewegungen der zwei Hauptsterne von Algol. Gif von: Merikanto.</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Das Auge der Medusa? Der Kopf des Satans?</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Für unsereins sind veränderliche Sterne gut erforscht und erklärbar. Für die Sternenbetrachter in der Vergangenheit warf Algol jedoch wie erwähnt große Rätsel und auch Unbehagen auf. Sie blickten in den Nachthimmel und sahen eine mysteriöse, drastische Veränderung eines Sterns mit seiner unheimlichen Verdunklung. Entsprechend gab man ihm passende Namen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"> Der Begriff Algol kommt aus dem Arabischen <em>raʾs al-ghūl</em>, was &#8222;Kopf des Ghuls&#8220; bedeutet. Die Legende von Ghulen selbst enspringt ebenfalls der arabischen Mythologie. Traditionell wird ein Ghul dort als bösartiges Wesen beschrieben, das in der Nähe von Friedhöfen und verlassenen Orten lebt und sich vom Fleisch lebender oder toter Menschen ernährt. Die Ursprünge des Ghuls reichen sogar bis zu alten mesopotamischen Mythen zurück. Dort gab es ähnliche Dämonen, die sogenannten Gallu, die Menschen in die Unterwelt zogen. Später verbreitete sich die Vorstellung in verschiedenen Kulturen und wurde besonders bei den Beduinen weiterentwickelt.<sup data-fn="b774f451-1563-41f7-af38-4b498d355ce8" class="fn"><a id="b774f451-1563-41f7-af38-4b498d355ce8-link" href="#b774f451-1563-41f7-af38-4b498d355ce8">2</a></sup></p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/09/algol-mit-medusa.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="Eine Zeichnung von Perseus im Nachthimmel, posierend mit dem agetrennten Kopf der Medusa. Bild: Internet Archive Book Images." data-rl_caption="" title="Eine Zeichnung von Perseus im Nachthimmel, posierend mit dem agetrennten Kopf der Medusa. Bild: Internet Archive Book Images." data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="318" height="300" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/09/algol-mit-medusa-300.jpg" alt="Eine Zeichnung von Perseus im Nachthimmel, posierend mit dem agetrennten Kopf der Medusa. Bild: Ianternet Archive Book Images." class="wp-image-154472" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/09/algol-mit-medusa-300.jpg 318w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/09/algol-mit-medusa-300-300x283.jpg 300w" sizes="(max-width: 318px) 100vw, 318px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Eine Zeichnung von Perseus im Nachthimmel, posierend mit dem agetrennten Kopf der Medusa. Bild: <a href="https://www.flickr.com/photos/126377022@N07/14597264847" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Internet Archive Book Images.</a></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Auch in anderen Kulturen wurde Algol ein dämonisches Wesen zugeschrieben. Im Hebräischen wurde er <em>rōsh ha sāṭān</em>, also &#8222;Der Kopf Satans&#8220; genannt. In der chinesischen Astronomie gilt er als der unglücklichste aller Sterne am Nachthimmel. In der griechisch-römischen Sternbildtradition wiederum sahen die Beobachter in dem blinkenden Stern den abgetrennten Kopf der Medusa mit ihrem aufblitzenden bösartigen Auge, da sich Algol im Sternbild ihres Gegenparts Perseus befindet.<sup data-fn="f49ed51a-73c7-4572-9160-b9ce9e1561c8" class="fn"><a id="f49ed51a-73c7-4572-9160-b9ce9e1561c8-link" href="#f49ed51a-73c7-4572-9160-b9ce9e1561c8">3</a></sup></p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Legende nach erhielt ebendieser von König Polydektes den Auftrag, den Kopf der Medusa zu bringen. Medusa ist eine der drei Gorgonen, Schwester von Stheno und Euryale. Die Gorgonen werden als furchterregende Wesen mit Schlangen als Haaren beschrieben. Jeder, der Medusa direkt in die Augen schaut, wird zu Stein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit Hilfe der Götter Athena und Hermes bekommt Perseus magische Gegenstände, darunter geflügelte Sandalen, einen Helm, der ihn unsichtbar macht, und einen speziellen Beutel. Da Perseus nicht direkt in ihre Augen schauen darf, benutzt er die Spiegelung von Medusas Gesicht in seinem Schild. So kann er sich ihr nähern und ihr den Kopf abschlagen, mit dem er dann anscheinend entsprechend am Nachthimmel in der Hand triumphierend posiert.<sup data-fn="06861211-14a6-4694-85e2-ffa17e91fb37" class="fn"><a id="06861211-14a6-4694-85e2-ffa17e91fb37-link" href="#06861211-14a6-4694-85e2-ffa17e91fb37">4</a></sup> Anscheinend sind die Augen der Medusa jedoch immer noch aktiv, also Obacht bei der Sternenbeobachtung!</p>



<p class="wp-block-paragraph">Neben Gorgonen- oder Teufelsköpfen finden sich mit etwas Fantasie noch weitere unheimliche Formen am Firmament. Der nächste Teil der Serie wird sich um Nebel drehen, in denen sich dunkle Gestalten wiederfinden.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=20772.msg593476#msg593476" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Astrophilie: Über die Romantik des Weltraums</a></li>
</ul>


<ol class="wp-block-footnotes"><li id="5bf0f7b2-8d56-4e9b-9d0b-f95cb44c148f"><a href="https://skyandtelescope.org/astronomy-news/meet-algol-the-demon-star/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">https://skyandtelescope.org/astronomy-news/meet-algol-the-demon-star/</a> <a href="#5bf0f7b2-8d56-4e9b-9d0b-f95cb44c148f-link" aria-label="Zur Fußnotenreferenz 1 navigieren"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" />︎</a></li><li id="b774f451-1563-41f7-af38-4b498d355ce8"><a href="https://www.ebsco.com/research-starters/literature-and-writing/ghoul-mythical-creature" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">https://www.ebsco.com/research-starters/literature-and-writing/ghoul-mythical-creature</a> <a href="#b774f451-1563-41f7-af38-4b498d355ce8-link" aria-label="Zur Fußnotenreferenz 2 navigieren"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" />︎</a></li><li id="f49ed51a-73c7-4572-9160-b9ce9e1561c8"><a href="https://theplanets.org/stars/the-algol-star/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">https://theplanets.org/stars/the-algol-star/</a> <a href="#f49ed51a-73c7-4572-9160-b9ce9e1561c8-link" aria-label="Zur Fußnotenreferenz 3 navigieren"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" />︎</a></li><li id="06861211-14a6-4694-85e2-ffa17e91fb37"><a href="https://www.ebsco.com/research-starters/religion-and-philosophy/perseus-and-medusa" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">https://www.ebsco.com/research-starters/religion-and-philosophy/perseus-and-medusa</a> <a href="#06861211-14a6-4694-85e2-ffa17e91fb37-link" aria-label="Zur Fußnotenreferenz 4 navigieren"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" />︎</a></li></ol>


<p class="wp-block-paragraph"></p>
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		<title>Vampirsterne: Der Tanz der Materie im Doppelsternsystem</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/vampirstern/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Anna-Janina Stöhr]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 10 Oct 2026 22:01:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Astrophilie]]></category>
		<category><![CDATA[Beobachtung]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Sterne]]></category>
		<category><![CDATA[Sternenhimmel]]></category>
		<category><![CDATA[Astronomiegeschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Blaue Nachzügler]]></category>
		<category><![CDATA[Blue Straggler]]></category>
		<category><![CDATA[Japan]]></category>
		<category><![CDATA[SN 1006]]></category>
		<category><![CDATA[Supernova]]></category>
		<category><![CDATA[Vampirstern]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Nachthimmel wird seit jeher von unbeschreiblichen und mysteriösen Himmelsphänomenen durchzogen. Im ersten Teil dieser Halloween-Serie treten die Vampirsterne auf die Bühne und präsentieren ihren Tanz der Materie. Beitrag von Anna-Janina Stöhr, Quellen: Wikimedia, LEIFIPhysik, R. Di Stefano, SwissEduc, 10. Oktober 2026. Während wir uns unaufhaltsam der unheimlichsten Nacht des Jahres nähern, wird der Blick [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Der Nachthimmel wird seit jeher von unbeschreiblichen und mysteriösen Himmelsphänomenen durchzogen. Im ersten Teil dieser Halloween-Serie treten die Vampirsterne auf die Bühne und präsentieren ihren Tanz der Materie.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Beitrag von Anna-Janina Stöhr, Quellen: Wikimedia, LEIFIPhysik, R. Di Stefano, SwissEduc, 10. Oktober 2026.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Während wir uns unaufhaltsam der unheimlichsten Nacht des Jahres nähern, wird der Blick in den Nachthimmel langsam dunkler, die Nächte werden wieder länger als die Tage. Hinter den Nebelschwaden, in den unendlichen Tiefen des so dunkel scheinenden Alls, finden sich unzählige Phänomene: Gase, die sich zu den verschiedensten Gestalten formen, tote und doch lebendige Sterne, Vampirismus und sogar blinkende Dämonen. In dieser Mini-Reihe schauen wir uns ein paar der merkwürdigen Ereignisse genauer an. Teil 1 wirft einen näheren Blick auf die sogenannten Vampirsterne.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Blutsaugende Nachtgestalten in der tiefen Dunkelheit des Universums?</strong></p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/08/vampirsterne-gross.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Künstlerische Darstellung Stellarer Vampirismus, Bild von ESO/M. Kornmesser/S.E. de Mink" data-rl_caption="" title="Künstlerische Darstellung Stellarer Vampirismus, Bild von ESO/M. Kornmesser/S.E. de Mink" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="422" height="300" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/08/vampirsterne-klein.jpg" alt="Künstlerische Darstellung Stellarer Vampirismus, Bild von ESO/M. Kornmesser/S.E. de Mink" class="wp-image-153949" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/08/vampirsterne-klein.jpg 422w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/08/vampirsterne-klein-300x213.jpg 300w" sizes="(max-width: 422px) 100vw, 422px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Künstlerische Darstellung von stellarem Vampirismus, Bild von <a href="https://www.eso.org/public/images/eso1230a/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">ESO/M. Kornmesser/S.E. de Mink</a>.</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Vampire gibt es nicht nur in Gruselgeschichten, sondern auch im All. Doch worum genau handelt es sich bei stellarem Vampirismus? Blut gibt es schließlich nicht zu erbeuten. Ein solcher Dracula befindet sich in einem binären Sternensystem (auch Doppelsternsystem genannt), also zwei Sterne, die durch die Schwerkraft aneinander gebunden sind und um einen gemeinsamen Mittelpunkt kreisen. Der Vampir &#8222;saugt&#8220; hierbei seinen Begleiter aus und entzieht ihm Materie. Dadurch erhält er zusätzliche Masse und Wasserstoff, wodurch sich seine Entwicklung beziehungsweise seine Erscheinung teilweise &#8222;verjüngt&#8220;. Sein Opfer hingegen verliert entsprechend seine äußeren Schichten, was seinen heißen Kern freilegt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Stellarer Vampirismus bezeichnet lediglich das Prinzip, dass ein Stern Masse und Material des anderen ansaugt. Hier gibt es verschiedene Möglichkeiten, wann es zu so einem Fall kommt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Blaue Nachzügler, die sich von ihrem Nachbarn ernähren</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Besonders bekannt sind dabei die sogenannten Blauen Nachzügler (auf Englisch &#8222;Blue Stragglers&#8220;). Sie sind ein faszinierendes Beispiel dafür, wie kompliziert und überraschend die Entwicklung von Sternen sein kann.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein wissenschaftliches Paper von Rosanne Di Stefano, Astrophysikerin am Harvard-Smithsonian Center for Astrophysics von 2011<sup data-fn="40f46bf2-500e-4bf2-ae72-43b2bab6764b" class="fn"><a href="#40f46bf2-500e-4bf2-ae72-43b2bab6764b" id="40f46bf2-500e-4bf2-ae72-43b2bab6764b-link">1</a></sup> untersucht die physikalischen Prozesse, durch die enge Doppelsternsysteme zu sogenannten Vampirsternen beziehungsweise Blue-Straggler-Systemen werden. Ausgangspunkt ist ein Doppelstern, in dem der ursprünglich massereichere Stern seine Entwicklung schneller durchläuft und sich zu einem Unter- oder Roten Riesen ausdehnt. Erreicht seine äußere Hülle den Roche-Lobe-Radius, fließt Materie nicht mehr über Sternwinde, sondern direkt durch den inneren Lagrange-Punkt auf den masseärmeren Begleiter. Je nach Massenverhältnis erfolgt dieser Massentransfer entweder stabil über Millionen Jahre oder instabil in einer Phase, in der beide Sterne kurzzeitig von einer gemeinsamen Hülle umgeben sind. In beiden Fällen verliert der Opferstern nahezu seine gesamte Wasserstoffhülle, während der vampirische Begleiter Masse, Drehimpuls und chemisch verarbeitetes Material aufnimmt. Dadurch wächst dieser zu einem Blue Straggler heran, der aufgrund seiner höheren Masse, Temperatur und Leuchtkraft deutlich jünger erscheint, als es seinem tatsächlichen Alter entspricht. Der ausgezehrte Opferstern bleibt als freigelegter Heliumkern zurück und entwickelt sich zu einem heißen, massearmen Prä-Weißen Zwerg, der schließlich zu einem Weißen Zwerg abkühlt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Extrem hell, extrem heiß und extrem selten</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Während das Di-Stefano-Paper vor allem masseärmere Doppelsternsysteme beschreibt, in denen Blaue Nachzügler entstehen, wird der Begriff häufig auch für extrem massereiche O-Sterne verwendet, die ihren Begleiter durch Massentransfer aussaugen. Das zugrunde liegende physikalische Prinzip ist jedoch in beiden Fällen dasselbe.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/08/spektralklassen1.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="Die Sterne aufgereiht entsprechend ihrer Spektralklasse, O B A F G K M" data-rl_caption="" title="Die Sterne aufgereiht entsprechend ihrer Spektralklasse, O B A F G K M" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="878" height="300" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/08/spektralklassen1.jpg" alt="Die Sterne aufgereiht entsprechend ihrer Spektralklasse, O B A F G K M" class="wp-image-153951" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/08/spektralklassen1.jpg 878w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/08/spektralklassen1-300x103.jpg 300w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/08/spektralklassen1-768x262.jpg 768w" sizes="(max-width: 878px) 100vw, 878px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Die Sterne entsprechend ihrer Spektralklasse angeordnet, O  B A F G K M, Bild von <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Morgan-Keenan_spectral_classification.svg" data-type="link" data-id="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Morgan-Keenan_spectral_classification.svg" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Rursus</a>.</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Bei O-Typen kann Massentransfer dazu führen, dass ein ohnehin massereicher Stern noch mehr Materie aufnimmt und dadurch außergewöhnlich hell und heiß erscheint.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Klassifizierung als O-Typ bezieht sich auf die Spektralanalyse, die Sterne in Spektralklassen teilt. Hierbei gibt es sieben Grundtypen O, B, A, F, G, K und M, zu denen die überwiegende Mehrheit aller Sterne gehört. Um sich das leichter merken zu können, wurde die Eselsbrücke &#8222;Oh be a fine girl/guy, kiss me&#8220; gebaut. Im deutschen gibt es auch den Merkspruch: &#8222;Offenbar benutzen Astronomen furchtbar gerne komische Merksätze&#8220;.<br>Durch das analysierte Spektrum und die Absorptionslinien werden Rückschlüsse auf Eigenschaften des Sterns geführt. Für die O-Typen bedeutet das: Sie strahlen blau, haben eine Temperatur von ≥ 30 000 Kelvin und ihre charakteristische Absorptionslinie ist ionisiertes Helium (He II).<sup data-fn="424c115d-dd78-417b-a8ed-926662235df3" class="fn"><a href="#424c115d-dd78-417b-a8ed-926662235df3" id="424c115d-dd78-417b-a8ed-926662235df3-link">2</a></sup></p>



<p class="wp-block-paragraph">Zudem sind O-Sterne extrem massereich. Die schwersten bekannten Vertreter erreichen Anfangsmassen von über 200 Sonnenmassen. Bei solch gigantischen Sternen und einer solch extremen Hitze wird jedoch auch entsprechend viel Kernbrennstoff verbraucht. Das wiederum führt zu einer sehr kurzen Lebensdauer, sodass nur 0.00004 % aller Hauptreihensterne unserer Milchstraße zum Spektraltyp O gehören.<sup data-fn="eb5f7dbf-dfc6-4d24-85d3-8b5a9d7d480e" class="fn"><a id="eb5f7dbf-dfc6-4d24-85d3-8b5a9d7d480e-link" href="#eb5f7dbf-dfc6-4d24-85d3-8b5a9d7d480e">3</a></sup></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Die trügerische Erscheinung eines verjüngten Sterns</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Vampirsterne sind ein faszinierendes Beispiel dafür, dass Sterne nicht immer allein durchs Universum reisen. Ihre Entwicklung kann entscheidend davon abhängen, ob sie einen Begleiter haben und wie sich dieses Doppelsternsystem über Milliarden Jahre verändert. Ein Stern kann dabei Materie und sogar Drehimpuls von seinem Partner aufnehmen und dadurch seine Geschichte gewissermaßen verschleiern. Hinter dem scheinbar jungen Licht eines solchen Sterns kann sich deshalb eine uralte Vergangenheit verbergen – und manchmal sogar der Überrest eines Sterns, den er einst „ausgesaugt“ hat.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der nächste Teil der Halloween-Serie bleibt beim Thema Doppelsterne und betrachtet den sogenannten Dämonenstern Algol etwas genauer.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=20772.msg593443#msg593443" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Astrophilie: Über die Romantik des Weltraums</a></li>
</ul>


<ol class="wp-block-footnotes"><li id="40f46bf2-500e-4bf2-ae72-43b2bab6764b"><a href="https://ui.adsabs.harvard.edu/abs/2011AJ....141..142D/abstract" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">https://ui.adsabs.harvard.edu/abs/2011AJ&#8230;.141..142D/abstract</a> <a href="#40f46bf2-500e-4bf2-ae72-43b2bab6764b-link" aria-label="Zur Fußnotenreferenz 1 navigieren"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" />︎</a></li><li id="424c115d-dd78-417b-a8ed-926662235df3"><a href="https://www.leifiphysik.de/astronomie/fixsterne/grundwissen/spektralklassen" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">https://www.leifiphysik.de/astronomie/fixsterne/grundwissen/spektralklassen</a> <a href="#424c115d-dd78-417b-a8ed-926662235df3-link" aria-label="Zur Fußnotenreferenz 2 navigieren"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" />︎</a></li><li id="eb5f7dbf-dfc6-4d24-85d3-8b5a9d7d480e"><a href="https://www.swisseduc.ch/astronomie/spektrographie/spektralklasse-o-de.html" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">https://www.swisseduc.ch/astronomie/spektrographie/spektralklasse-o-de.html</a> <a href="#eb5f7dbf-dfc6-4d24-85d3-8b5a9d7d480e-link" aria-label="Zur Fußnotenreferenz 3 navigieren"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" />︎</a></li></ol>


<p class="wp-block-paragraph"></p>
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		<title>AstroGeo Podcast: Cepheiden, das Lineal für den Kosmos</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/astrogeo-podcast-cepheiden-das-lineal-fuer-den-kosmos/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Karl Urban]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 15 Sep 2026 10:53:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[AstroGeo Podcast]]></category>
		<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
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		<category><![CDATA[Veränderliche Sterne]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Polarstern zeigt uns nicht nur, wo Norden ist, sondern er ist auch ein veränderlicher Stern. Die Helligkeitsschwankungen solcher Cepheiden-Sterne haben zu Beginn des 20. Jahrhunderts die Sonne an den Rand der Milchstraße verbannt. </p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/astrogeo-podcast-cepheiden-das-lineal-fuer-den-kosmos/" data-wpel-link="internal">AstroGeo Podcast: Cepheiden, das Lineal für den Kosmos</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading"><br>Der Polarstern zeigt uns nicht nur, wo Norden ist, sondern er ist auch ein veränderlicher Stern. Die Helligkeitsschwankungen solcher Cepheiden-Sterne haben zu Beginn des 20. Jahrhunderts die Sonne an den Rand der Milchstraße verbannt.</h4>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full is-resized"><img decoding="async" width="600" height="463" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/09/ag146_rn.jpg" alt="Auf einer Weitwinkelaufnahme ist eine dichte Ansammlung leuchtender Sterne zu sehen, die irregulär geformt ist. Einzelne der Sterne scheinen einen bläulichen Kranz zu haben." class="wp-image-154415" style="aspect-ratio:1.295902475285867;width:405px;height:auto" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/09/ag146_rn.jpg 600w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/09/ag146_rn-300x232.jpg 300w" sizes="(max-width: 600px) 100vw, 600px" /><figcaption class="wp-element-caption">Mit dem bloßen Auge erscheint die Kleine Magellansche Wolke nur als nebliger Fleck am Südhimmel (Quelle: ESO/Digitized Sky Survey 2/Davide De Martin ).</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Im Jahr 1912 sah das Universum noch völlig anders aus als heute – zumindest laut den Vorstellungen der Astronominnen und Astronomen jener Zeit. Das Sonnensystem samt Sonne und Erde befand sich, wenn schon nicht völlig, dann doch sehr nahe dem Mittelpunkt des Universums. Besagtes Universum bestand aus einer einzigen Galaxie – nämlich unserer Heimatgalaxie, der Milchstraße. Darüber hinaus war es winzig klein: ein paar tausend Lichtjahre sollte es durchmessen, mehr nicht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Doch in jenem Universum begannen irdische Forschende damit, die Sterne, die sie beobachten konnten, systematisch zu erfassen: Sie verzeichneten ihre Positionen am Nachthimmel und vermaßen ihre Helligkeiten. Dabei ist die Helligkeit mancher Sterne nicht immer gleich: Einige waren – und sind es immer noch – veränderliche Sterne, deren scheinbare Helligkeit sich ändert, mal zu- und dann wieder abnimmt. Die Astronomin Henrietta Swan Leavitt interessierte sich für eine besondere Klasse dieser veränderlichen Sterne, die heutzutage als Cepheiden bekannt sind, benannt nach dem namensgebenden Stern Delta Cephei.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In den Beobachtungsdaten von Sternen in der Kleinen Magellanschen Wolke am Südhimmel fand Leavitt etwa zwei Dutzend Cepheiden – und dabei fiel ihr eine Besonderheit auf, die für Jahrzehnte unerklärbar bleiben sollte, die sich aber sofort als unheimlich nützlich erweisen sollte: Je heller einer dieser Sterne insgesamt war, desto länger war seine Periode, also der Zyklus einer Helligkeitveränderung. Leavitt beschrieb ihren Fund in einem Fachartikel, der im Jahr 1912 erschienen ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In dieser Folge des AstroGeo-Podcasts erzählt Franzi die Geschichte der Cepheiden, der Perioden-Leuchtkraft-Beziehung, und warum sich ein Astronom namens Harlow Shapley als eine Art moderner Kopernikus sah. Die von Henrietta Swan Leavitt gefundene Perioden-Leuchtkraft-Beziehung sollte unser Verständnis vom kleinen Universum, das aus einer einzigen Welteninsel besteht, und in dem die Sonne im Mittelpunkt steht, revolutionieren – oder sogar völlig über den Haufen werfen. Denn Leavitt hatte erstmals eine sogenannte Standardkerze gefunden, ein Lineal für den Kosmos. Damit gab es eine Möglichkeit, die Entfernung zu weit entfernten Himmelskörpern zu ermitteln und so Maß zu nehmen im Universum.</p>



<iframe loading="lazy" title="Podlove Web Player: AstroGeo - Geschichten aus Astronomie und Geologie - Kosmisches Lineal: Wie Cepheiden zu Standardkerzen wurden" width="100%" height="200" src="https://astrogeo.de/wp-content/plugins/podlove-web-player/web-player/share.html?config=https%3A%2F%2Fastrogeo.de%2Fwp-json%2Fpodlove-web-player%2Fshortcode%2Fconfig%2Fdefault%2Ftheme%2Fdefault&#038;episode=https%3A%2F%2Fastrogeo.de%2Fwp-json%2Fpodlove-web-player%2Fshortcode%2Fpublisher%2F4888" frameborder="0" scrolling="no" tabindex="0"></iframe>



<p class="wp-block-paragraph">Im AstroGeo Podcast erzählen sich die Wissenschaftsjournalisten Franziska Konitzer und Karl Urban regelmäßig eine Geschichte, die ihnen entweder die Steine unseres kosmischen Vorgartens eingeflüstert – oder die sie in den Tiefen und Untiefen des Universums aufgestöbert haben. Der Podcast ist auch auf <a href="https://podcasts.apple.com/de/podcast/astrogeo-geschichten-aus-astronomie-und-geologie/id525300156" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Apple Podcasts</a> oder <a href="https://open.spotify.com/show/0a0X8ogJx046skJBbow9AC" target="_blank" rel="noreferrer noopener follow" data-wpel-link="external">Spotify</a> zu finden.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=628.msg580770#msg580770" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal"></a><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=19493.msg588130#msg588130" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">AstroGeo Podcast</a></li>



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		<item>
		<title>„Jenseits der Grenze“: Eine Million Satelliten und Spiegel im Weltraum stellen eine ernsthafte Bedrohung für den Nachthimmel dar</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/jenseits-der-grenze-eine-million-satelliten-und-spiegel-im-weltraum-stellen-eine-ernsthafte-bedrohung-fuer-den-nachthimmel-dar/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 02 Jul 2026 20:54:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Sternenhimmel]]></category>
		<category><![CDATA[Teleskope]]></category>
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		<category><![CDATA[Vera C. Rubin Observatory]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Eine neue Studie der Europäischen Südsternwarte (ESO) hat ergeben, dass die aktuellen Pläne, über 1,7 Millionen Satelliten in die Umlaufbahn zu bringen – darunter auch extrem helle –, „verheerende Folgen für die Astronomie“ hätten. Der Studie zufolge sollten nicht mehr als 100 000 schwache Satelliten, die mit bloßem Auge nicht sichtbar sind, die Erde umkreisen, [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/jenseits-der-grenze-eine-million-satelliten-und-spiegel-im-weltraum-stellen-eine-ernsthafte-bedrohung-fuer-den-nachthimmel-dar/" data-wpel-link="internal">„Jenseits der Grenze“: Eine Million Satelliten und Spiegel im Weltraum stellen eine ernsthafte Bedrohung für den Nachthimmel dar</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Eine neue Studie der Europäischen Südsternwarte (ESO) hat ergeben, dass die aktuellen Pläne, über 1,7 Millionen Satelliten in die Umlaufbahn zu bringen – darunter auch extrem helle –, „verheerende Folgen für die Astronomie“ hätten. Der Studie zufolge sollten nicht mehr als 100 000 schwache Satelliten, die mit bloßem Auge nicht sichtbar sind, die Erde umkreisen, um unsere Fähigkeit zur Beobachtung des Nachthimmels mit modernen Teleskopen zu gewährleisten. Die Studie ist die erste, die berechnet, inwieweit große und helle Satellitenkonstellationen – die auch Bedenken hinsichtlich ihrer Auswirkungen auf Gesundheit und Umwelt hervorgerufen haben – astronomische Beobachtungen beeinträchtigen würden, indem sie den Nachthimmel heller machen.<br>Eine Pressemitteilung der Europäischen Südsternwarte ESO.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: <a href="https://www.eso.org/public/news/eso2607/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">ESO Pressrelease eso 2607</a>, 1. Juli 2026</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/1-eso2607a.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="400" height="266" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/1-eso2607a-400x266-1.jpg" alt="" class="wp-image-153420" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/1-eso2607a-400x266-1.jpg 400w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/1-eso2607a-400x266-1-300x200.jpg 300w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/1-eso2607a-400x266-1-272x182.jpg 272w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><em>Dieses Bild zeigt Satelliten, die innerhalb von nur einer Stunde den Nachthimmel über dem nördlichen Teil der Atacama-Wüste in Chile durchqueren. Es handelt sich um eine Bilderserie aus einem Zeitraffervideo, das am 15. Oktober 2025 etwa zwei Stunden nach Sonnenuntergang aufgenommen wurde. Einige der Streifen stammen von Flugzeugen und lassen sich leicht an ihren blinkenden farbigen Lichtern erkennen, doch die meisten Spuren sind auf Satelliten zurückzuführen.<br>Im Vordergrund sehen wir die Kuppel des Extremely Large Telescope (ELT) der ESO, des weltweit größten optischen/Infrarot-Teleskops, das derzeit auf dem Cerro Armazones im Bau ist. Dahinter sind die Laser des Very Large Telescope (VLT) der ESO am Paranal-Observatorium zu sehen, das 22 km vom ELT entfernt liegt.<br>Bildnachweis: F. Kamphues, ESO/M. Kornmesser</em></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Seit 2019 ist die Zahl der die Erde umkreisenden Satelliten rasant gestiegen und liegt heute bei über 14 000 [1] – wobei die Starlink-Telekommunikationssatelliten von SpaceX den größten Anteil ausmachen. Auch die Zahl der geplanten Satellitenprojekte hat zugenommen, ebenso wie deren potenzielle Auswirkungen. „Bislang haben wir das noch bewältigt, aber es wird immer schlimmer“, betont Olivier Hainaut, der an der Ausarbeitung von Empfehlungen zur Minderung der Auswirkungen von Satellitenkonstellationen auf die Astronomie mitgewirkt hat. Zwar hätten Unternehmen wie SpaceX Maßnahmen ergriffen, um die Helligkeit ihrer Satelliten zu verringern, doch gingen die aktuellen Satellitenvorhaben „über die Grenze“ dessen hinaus, was die Astronomie verkraften könne, sagt er. Hainaut, seit über 30 Jahren Astronom bei der ESO, ist Autor der begutachteten Studie über die Auswirkungen von Satellitenkonstellationen, die zur Veröffentlichung in „Astronomy &amp; Astrophysics“ angenommen wurde.</p>



<p class="wp-block-paragraph">SpaceX plant, eine weitere Million Satelliten für weltraumgestützte Rechenzentren in die Umlaufbahn zu bringen, was das Erscheinungsbild des Himmels erheblich verändern würde. Die neue Studie zeigt, dass während eines Großteils jeder Nacht Hunderte von Satelliten sichtbar wären und zu bestimmten Zeiten sogar bis zu mehreren Tausend – ähnlich der Anzahl der Sterne, die unter guten Bedingungen mit bloßem Auge zu sehen sind. Andere geplante Satellitenkonstellationen wie „Cinnamon“ von E-Space und die chinesischen „CTC-1“ und „CTC-2“ würden weitere Hunderttausende Satelliten in die Umlaufbahn bringen und das Problem noch verschärfen.</p>



<div class="wp-block-uagb-separator uagb-block-5368b384"><div class="wp-block-uagb-separator__inner" style="--my-background-image:"></div></div>



<figure class="wp-block-image alignright size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/2-eso2607b.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="400" height="400" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/2-eso2607b-400x400-1.jpg" alt="" class="wp-image-153422" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/2-eso2607b-400x400-1.jpg 400w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/2-eso2607b-400x400-1-300x300.jpg 300w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/2-eso2607b-400x400-1-150x150.jpg 150w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/2-eso2607b-400x400-1-120x120.jpg 120w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><em>Dieses Diagramm zeigt die Anzahl der Satelliten, die über dem Very Large Telescope (VLT) der ESO sichtbar wären, sollte SpaceX seine geplante Konstellation aus 1 Million Satelliten starten.<br>Die Berechnungen wurden etwa zwei Stunden nach Sonnenuntergang durchgeführt, also weit in den wirklich dunklen Teil der Nacht hinein. Die grauen Punkte stellen Satelliten dar, die sich im Erdschatten befinden und daher unsichtbar sind, während die farbigen Punkte beleuchtete Satelliten sind. Die orangefarbenen Punkte – fast 2000 an der Zahl – entsprechen Satelliten, die heller sind als die 7. Magnitude – die schwächste Helligkeit, die an extrem dunklen Orten mit bloßem Auge sichtbar ist. Die roten Punkte – mehr als 200 – sind Satelliten, die heller sind als die 5. Magnitude, was den schwächsten Objekten entspricht, die an einem vorstädtischen Standort mit bloßem Auge sichtbar sind.<br>Bildnachweis: ESO/O. Hainaut</em></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Das US-Start-up „Reflect Orbital“ hat sich zum Ziel gesetzt, eine Konstellation sehr großer, spiegelartiger Satelliten ins All zu bringen, um nachts Sonnenlicht bereitzustellen – mit reflektierten Strahlen, die sich über mindestens fünf Kilometer auf der Erdoberfläche erstrecken. Das Unternehmen beabsichtigt, noch in diesem Jahr einen Prototyp-Satelliten in die Umlaufbahn zu bringen, und plant, die Anzahl der Satelliten bis 2035 auf 50.000 zu erhöhen. Diese Satelliten wären die hellsten, die jemals in der Umlaufbahn waren, was schädliche Folgen für den dunklen Nachthimmel auf der Erde hätte. Hainauts Berechnungen zeigen, dass die gesamte Konstellation den Nachthimmel mit Hunderten von sehr hell sichtbaren Satelliten füllen würde. Von innerhalb eines reflektierten Lichtstrahls aus betrachtet, würde der Satellit, der das Sonnenlicht liefert, viermal heller erscheinen als der Vollmond. Selbst wenn kein Satellit seinen Lichtstrahl direkt auf einen Beobachter richtet, wäre jeder einzelne so hell wie der Planet Venus, der „Morgenstern“. Von einer lichtverschmutzten Stadt wie München aus wären diese Hunderte von Satelliten die einzigen „Sterne“, die am Nachthimmel zu sehen wären.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Vorschläge würden in Kombination mit anderen in der Studie berücksichtigten Plänen den Nachthimmel dramatisch aufhellen und die Fähigkeit der Menschheit beeinträchtigen, schwache kosmische Objekte zu beobachten, darunter weit entfernte Galaxien, einige erdähnliche Planeten um andere Sterne und sogar Asteroiden, die potenziell eine Gefahr für die Erde darstellen.</p>



<div class="wp-block-uagb-separator uagb-block-0b54661e"><div class="wp-block-uagb-separator__inner" style="--my-background-image:"></div></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Helle Spuren und hellere Himmel</strong></p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/3-eso2607c.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="400" height="200" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/3-eso2607c-400x200-1.jpg" alt="" class="wp-image-153424" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/3-eso2607c-400x200-1.jpg 400w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/3-eso2607c-400x200-1-300x150.jpg 300w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><em>Dieses Bild veranschaulicht, wie das von den Weltraumspiegeln von Reflect Orbital gestreute Sonnenlicht die Gesamthelligkeit des Himmels über dem Very Large Telescope (VLT) der ESO erhöhen würde.<br>Das linke Bild wurde in einer mondlosen Nacht am 16. Mai 2026 mit einer All-Sky-Kamera aufgenommen. Norden ist oben, Westen ist rechts. Die Kuppeln, in denen sich die vier 8-Meter-Teleskope des VLT befinden, sind oben rechts zu sehen.<br>Das Bild rechts ist eine Simulation, die zeigt, um wie viel heller der Himmel mit der vollständigen Konstellation von 50.000 Spiegeln von Reflect Orbital wäre. Auch wenn die Spiegel nicht direkt auf das Observatorium ausgerichtet sind, streuen sie das Licht dennoch seitlich ab, das dann von der Atmosphäre weiter gestreut wird. Infolgedessen wäre der Himmel bis zu drei- bis viermal heller.<br>Bildnachweis: ESO/O. Hainaut</em></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Hainaut erklärt: „Von der Sonne beleuchtete Satelliten sind viel heller als ferne Galaxien. Wenn ein Satellit unser Beobachtungsfeld durchquert, hinterlässt er einen hellen Streifen auf unserem Bild und überdeckt damit alles, was sich dahinter befindet.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Um die Auswirkungen dieses und anderer Effekte von Satellitenkonstellationen auf astronomische Beobachtungen zu berechnen, simulierte Hainaut die Positionen, Bewegungen und Helligkeiten aller bestehenden und geplanten Satellitenkonstellationen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für die Mega-Satellitenkonstellation von SpaceX stellte er fest, dass auf jedem Bild, das zwei Stunden nach Einbruch der Nacht mit dem Very Large Telescope (VLT) der ESO am Paranal-Observatorium in Chile aufgenommen wird, Dutzende von Spuren zu sehen wären, was zu Sichtfeldverlusten von bis zu 28 % führen würde [2]. Dies setzt voraus, dass die Satelliten so schwach leuchten, dass sie unter guten Bedingungen mit bloßem Auge nicht zu erkennen sind. Sind sie nur geringfügig heller, wären einige Instrumente noch stärker beeinträchtigt: So könnten beispielsweise bei einer Kamera wie der des Vera-C.-Rubin-Observatoriums der US-amerikanischen National Science Foundation die meisten Bilder jede Nacht für mehrere Stunden unbrauchbar werden [3].</p>



<div class="wp-block-uagb-separator uagb-block-4bc025c7"><div class="wp-block-uagb-separator__inner" style="--my-background-image:"></div></div>



<figure class="wp-block-image alignright size-full"><a href="https://youtu.be/LJNwAKSL17s" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external"><img decoding="async" width="400" height="225" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/4-eso2607-video-400x225-1.jpg" alt="" class="wp-image-153426" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/4-eso2607-video-400x225-1.jpg 400w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/4-eso2607-video-400x225-1-300x169.jpg 300w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><em>Derzeit befinden sich mehr als 14.000 Satelliten in der Umlaufbahn, doch neue Vorhaben von SpaceX, Reflect Orbital und anderen Unternehmen könnten diese Zahl auf über 1,7 Millionen Satelliten ansteigen lassen. In diesem Video berichten zwei ESO-Experten über die verheerenden Folgen, die dies für die Astronomie hätte, und welche technischen und rechtlichen Möglichkeiten es gibt, diesen Schaden zu begrenzen. (in englischer Sprache)<br>Copyright: ESO</em></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">In den Simulationen von Hainaut wurde davon ausgegangen, dass kein Satellit von Reflect Orbital seinen Strahl direkt auf ein Observatorium oder in dessen Nähe richten würde. Dennoch könnte die Lichtspur eines einzigen Spiegelsatelliten eine Beobachtung mit einer Kamera wie der des Rubin-Observatoriums beeinträchtigen. Wenn sich die gesamte Flotte der Reflect-Orbital-Satelliten in der Umlaufbahn befindet, wäre jedes Bild einer solchen Kamera verloren, sobald die Satelliten von der Sonne beleuchtet werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es sind jedoch nicht nur die sich kreuzenden Bahnen der Satelliten, die unsere Beobachtungsmöglichkeiten einschränken: Ihr Licht kann den gesamten Himmel verschmutzen. Satelliten, die zu schwach sind, um direkt gesehen zu werden, erzeugen einen Schleier aus „diffusem“ Licht, während das Licht hellerer Satelliten beim Durchqueren der Atmosphäre in alle Richtungen „gestreut“ wird. Beide Effekte erhöhen die Gesamthelligkeit des Nachthimmels. Diese Studie ist die erste, die die Auswirkungen von Satellitenkonstellationen auf die Helligkeit des Nachthimmels untersucht und damit das volle Ausmaß der Lichtverschmutzung durch Satelliten aufzeigt.</p>



<div class="wp-block-uagb-separator uagb-block-c560cb59"><div class="wp-block-uagb-separator__inner" style="--my-background-image:"></div></div>



<figure class="wp-block-image alignright size-full"><a href="https://youtu.be/jpPuDCc3YpU" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external"><img decoding="async" width="400" height="225" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/5-eso-2607-video-400x225-1.jpg" alt="" class="wp-image-153427" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/5-eso-2607-video-400x225-1.jpg 400w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/5-eso-2607-video-400x225-1-300x169.jpg 300w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><em>Dieser Zeitraffer zeigt Satelliten, die innerhalb von nur einer Stunde den Nachthimmel über dem nördlichen Teil der Atacama-Wüste in Chile durchqueren. Das Video wurde am 15. Oktober 2025, etwa zwei Stunden nach Sonnenuntergang, aufgenommen. Einige der Spuren stammen von Flugzeugen und lassen sich leicht an ihren blinkenden farbigen Lichtern erkennen, doch die meisten Spuren sind auf Satelliten zurückzuführen.<br>Im Vordergrund sehen wir die Kuppel des Extremely Large Telescope (ELT) der ESO, des weltweit größten optischen/Infrarot-Teleskops, das derzeit auf dem Cerro Armazones im Bau ist. Dahinter sind die Laser des Very Large Telescope (VLT) der ESO am Paranal-Observatorium zu sehen, das 22 km vom ELT entfernt liegt.<br>Copyright: F. Kamphues, ESO/M. Kornmesser</em></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Sehr helle Konstellationen wie „Reflect Orbital“ hätten einen besonders starken Einfluss auf die Helligkeit des Nachthimmels. Bei einer vollständigen Konstellation von 50.000 „Reflect Orbital“-Satelliten wäre der Himmel insgesamt bis zu drei- bis viermal heller.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Begrenzung der Satellitenzahl zum Schutz des Nachthimmels</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Hainaut kommt zu dem Schluss, dass die geplanten 1,7 Millionen neuen Satelliten drastische Folgen für die bodengestützte Astronomie hätten. Diese Auswirkungen lassen sich nur vermeiden, indem die Gesamtzahl der bestehenden und künftigen Satelliten auf 100.000 begrenzt wird – Satelliten, die so schwach leuchten, dass sie von einem dunklen Standort aus mit bloßem Auge nicht zu erkennen sind. „Das ist keine feste Zahl, bei der 99.999 gut und 100.001 schlecht wäre: Natürlich würde ich 50.000 vorziehen“, sagt Hainaut. „Aber 100.000 verursachen Verluste in etwa in der Größenordnung anderer technischer Verluste, wie zum Beispiel Geräteausfälle.“ Er fügt jedoch hinzu, dass die Satelliten schwächer als die visuelle Helligkeitsklasse 7 [4] sein müssen; sollten einige von ihnen zu hell sein – also über dem Mindestschwellenwert für die Sichtbarkeit mit bloßem Auge liegen –, müsste die Gesamtzahl deutlich niedriger sein.</p>



<div class="wp-block-uagb-separator uagb-block-a9d8ebb8"><div class="wp-block-uagb-separator__inner" style="--my-background-image:"></div></div>



<figure class="wp-block-image alignright size-full"><a href="https://youtu.be/Fa0IWI7kF_o" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external"><img decoding="async" width="400" height="225" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/6-eso-2607-video-400x225-1.jpg" alt="" class="wp-image-153428" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/6-eso-2607-video-400x225-1.jpg 400w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/6-eso-2607-video-400x225-1-300x169.jpg 300w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><em>Dieser Zeitraffer zeigt Satelliten über dem Paranal-Observatorium der ESO in Chile. Er wurde am 24. Oktober 2025 aufgenommen und umfasst einen Zeitraum von vier Stunden nach Sonnenuntergang. Die helle Lichtquelle am Himmel ist der Mond, der zum Zeitpunkt der Aufnahme zu 7 % beleuchtet war.<br>Das Video zeigt die Kuppeln der riesigen Hauptteleskope und der kleineren Hilfsteleskope, aus denen sich das Very Large Telescope (VLT) der ESO zusammensetzt. Bei den gelben Strahlen handelt es sich um Laser der adaptiven Optik, mit denen atmosphärische Turbulenzen gemessen und korrigiert werden.<br>Copyright: F. Kamphues/ESO</em></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">SpaceX und Reflect Orbital, die für die extremsten neuen Vorschläge verantwortlich sind, haben jeweils bei der US-amerikanischen Federal Communications Commission (FCC) einen Antrag auf Startgenehmigung gestellt. Diese neue Studie diente der ESO in Zusammenarbeit mit der britischen Royal Astronomical Society und der Internationalen Astronomischen Union als Grundlage für eine Stellungnahme zu diesen Vorschlägen gegenüber der FCC.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Die FCC hat über 1.800 Stellungnahmen zu Reflect Orbital und fast 1.500 Stellungnahmen zum Antrag von SpaceX erhalten“, erklärt Betty Kioko, Referentin für institutionelle Angelegenheiten bei der ESO, die für die Koordinierung der Stellungnahme der ESO zu den Vorschlägen verantwortlich ist. „Der Ball liegt nun bei der FCC, und wir warten ab, wie sie über beide Anträge entscheiden wird. Für die optische Astronomie stellt dies eine existenzielle Bedrohung dar, und wir hoffen, dass die Regulierungsbehörden diese Ansicht teilen.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Die Astronomie schafft einen enormen Mehrwert für die Menschheit – unter wissenschaftlichen, technischen, wirtschaftlichen und pädagogischen Gesichtspunkten – und hilft uns, unseren Platz im Universum zu verstehen“, sagt ESO-Generaldirektor Xavier Barcons. „Die große Anzahl geplanter Satelliten in der erdnahen Umlaufbahn stellt diese Fähigkeit auf die Probe und unterstreicht die Notwendigkeit, künftige Satellitenstarts zu begrenzen und dass Astronomen, Ingenieure, Satellitenbetreiber und andere Interessengruppen zusammenarbeiten müssen, um strenge Maßnahmen zur Schadensminderung zu ergreifen.“</p>



<div class="wp-block-uagb-separator uagb-block-2b774b14"><div class="wp-block-uagb-separator__inner" style="--my-background-image:"></div></div>



<figure class="wp-block-image alignright size-full"><a href="https://youtu.be/xACJHF62p6Q" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external"><img decoding="async" width="400" height="225" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/7-eso-2607-video-400x225-1.jpg" alt="" class="wp-image-153429" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/7-eso-2607-video-400x225-1.jpg 400w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/7-eso-2607-video-400x225-1-300x169.jpg 300w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><em>Dieser Zeitraffer zeigt Satelliten über dem Paranal-Observatorium der ESO in Chile. Er wurde am 19. Mai 2026 aufgenommen und erstreckt sich über einen Zeitraum von 5 Stunden.<br>Das Video zeigt die Kuppeln der Hauptteleskope sowie eines kleineren Hilfsteleskops, die Teil des Very Large Telescope (VLT) der ESO sind.<br>Copyright: B. Häußler/ESO</em></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">„Der Start von Tausenden von Satelliten hat Auswirkungen: wirtschaftliche, ökologische und astronomische“, fügt Hainaut hinzu. Lichtverschmutzung durch sehr helle Satellitenkonstellationen kann die Gesundheit und das Funktionieren des Lebens auf der Erde beeinträchtigen, indem sie die biologischen Uhren und Ökosysteme stört. Große Konstellationen haben zudem direkte Auswirkungen auf die Luftqualität – sowohl durch die zahlreichen Starts, die für den Einsatz und die Wartung Tausender Satelliten erforderlich sind, als auch durch die Luftverschmutzung, die entsteht, wenn die Satelliten am Ende ihrer Lebensdauer beim Wiedereintritt in die Atmosphäre verglühen. „Mein Fachgebiet ist die Astronomie, daher quantifiziere ich die Auswirkungen auf die Astronomie“, erklärt Hainaut, „ich hoffe, dass andere die übrigen Auswirkungen in ihrem jeweiligen Fachgebiet bewerten werden.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Hainaut fasst zusammen: „Die erdnahe Umlaufbahn ist eine himmlische Küste, die für das moderne Leben von unschätzbarem Wert ist – von der globalen Vernetzung bis hin zu unserem ungehinderten Zugang zum Universum. Wir müssen jedoch die Auswirkungen von Mega-Konstellationen in den Griff bekommen – von der Lichtverschmutzung, die die Astronomie beeinträchtigt, bis hin zu den atmosphärischen Auswirkungen des Wiedereintritts von Satelliten –, um sicherzustellen, dass diese Ressource für künftige Generationen unberührt und zugänglich bleibt.“</p>



<div class="wp-block-uagb-separator uagb-block-c2dd427b"><div class="wp-block-uagb-separator__inner" style="--my-background-image:"></div></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Notes</strong></p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full"><a href="https://youtu.be/Tm3qWstOjJs" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external"><img decoding="async" width="400" height="225" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/8-eso-2607-video-400x225-1.jpg" alt="" class="wp-image-153430" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/8-eso-2607-video-400x225-1.jpg 400w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/8-eso-2607-video-400x225-1-300x169.jpg 300w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><em>Die Sonne geht über dem ESO-Observatorium Paranal unter, und der Himmel verwandelt sich von blassblau über rot zu schwarz. Die vier 1,8-Meter-Hilfsteleskope des Very Large Telescope der ESO öffnen ihre Kuppeln, um den Nachthimmel zu beobachten, als würden sie seinen neuen Besucher willkommen heißen: den Kometen C/2024 G3. Dieser „gefiederte“ Komet zog Anfang 2025 über den Himmel der chilenischen Atacama-Wüste und hinterließ dabei unglaubliche Bilder. Im Laufe der Nacht bewegt sich der Komet zusammen mit den Sternen zum Horizont, doch nicht alle Objekte am Nachthimmel folgen diesem Weg. Wie Regentropfen erinnern uns die schnellen weißen Streifen, die den Nachthimmel überschwemmen, an eine zunehmende Quelle der Lichtverschmutzung: Satellitenkonstellationen.<br>Copyright: B. Häußler/ESO</em></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">[1] Die Zahl der derzeit im Orbit befindlichen Satelliten steigt auf 32.000, wenn man ausgediente Satelliten und Weltraummüll mit einbezieht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">[2] Das für die Simulation herangezogene Instrument ist FORS2, das Arbeitspferd des VLT, das repräsentativ für herkömmliche Kameras an großen Teleskopen ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">[3] Bei Kameras wie der des Rubin-Observatoriums, die über eine hochdichte, komplexe Elektronik verfügen, verursacht eine Satellitenspur, die hell genug ist, um den Detektor zu übersteuern, nicht nur einen breiten Streifen auf einem astronomischen Bild, sondern auch eine Reihe von Geisterspuren, die die Verluste vervielfachen und potenziell ein gesamtes Bild verfälschen können.</p>



<p class="wp-block-paragraph">[4] Ein Satellit unterhalb der visuellen Magnitude 7 stellt sicher, dass er den Detektor von Kameras wie der des Rubin-Observatoriums nicht übersteuert. Das bedeutet zufällig auch, dass die Satelliten zu schwach wären, um mit bloßem Auge gesehen zu werden, selbst unter makellos dunklem Himmel.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Weitere Informationen</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Forschungsergebnisse wurden in einem Artikel von Olivier Hainaut (Europäische Südsternwarte, Deutschland) vorgestellt, der in der Fachzeitschrift „Astronomy &amp; Astrophysics“ erscheinen wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Europäische Südsternwarte (ESO) ermöglicht es Wissenschaftlern weltweit, die Geheimnisse des Universums zum Wohle aller zu erforschen. Wir planen, bauen und betreiben erstklassige Observatorien auf der Erde – die Astronomen nutzen, um spannende Fragen zu ergründen und die Faszination der Astronomie zu verbreiten – und fördern die internationale Zusammenarbeit in der Astronomie. Die ESO wurde 1962 als zwischenstaatliche Organisation gegründet und wird heute von 16 Mitgliedstaaten (Österreich, Belgien, Tschechien, Dänemark, Frankreich, Finnland, Deutschland, Irland, Italien, den Niederlanden, Polen, Portugal, Spanien, Schweden, der Schweiz und dem Vereinigten Königreich) sowie vom Gastland Chile und von Australien als strategischem Partner unterstützt. Der Hauptsitz der ESO sowie ihr Besucherzentrum und Planetarium, die „ESO Supernova“, befinden sich in der Nähe von München in Deutschland, während unsere Teleskope in der chilenischen Atacama-Wüste stehen, einem wunderbaren Ort mit einzigartigen Bedingungen für die Beobachtung des Himmels. Die ESO betreibt drei Beobachtungsstandorte: La Silla, Paranal und Chajnantor. Am Paranal betreibt die ESO das Very Large Telescope und dessen Interferometer sowie Durchmusterungsteleskope wie VISTA. Ebenfalls am Paranal wird die ESO den südlichen Teil des Cherenkov Telescope Array Observatory beherbergen und betreiben, das weltweit größte und empfindlichste Gammastrahlen-Observatorium. Gemeinsam mit internationalen Partnern betreibt die ESO auf dem Chajnantor das ALMA, eine Anlage, die den Himmel im Millimeter- und Submillimeterbereich beobachtet. Auf dem Cerro Armazones in der Nähe von Paranal bauen wir „das größte Auge der Welt am Himmel“ – das Extremely Large Telescope der ESO. Von unseren Büros in Santiago de Chile aus unterstützen wir unsere Aktivitäten im Land und pflegen den Austausch mit chilenischen Partnern und der Gesellschaft.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=17396.msg589080#msg589080" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Beeinträchtigung von astronomischen Teleskopen durch Megakonstellationen</a></li>
</ul>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/jenseits-der-grenze-eine-million-satelliten-und-spiegel-im-weltraum-stellen-eine-ernsthafte-bedrohung-fuer-den-nachthimmel-dar/" data-wpel-link="internal">„Jenseits der Grenze“: Eine Million Satelliten und Spiegel im Weltraum stellen eine ernsthafte Bedrohung für den Nachthimmel dar</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>SN 1006: Wie japanische Chroniken eine Supernova bewahrten</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/sn-1006-wie-japanische-chroniken-eine-supernova-bewahrten/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Anna-Janina Stöhr]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 30 Jun 2026 19:08:54 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Astrophilie]]></category>
		<category><![CDATA[Beobachtung]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Sterne]]></category>
		<category><![CDATA[Sternenhimmel]]></category>
		<category><![CDATA[Astronomiegeschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Japan]]></category>
		<category><![CDATA[SN 1006]]></category>
		<category><![CDATA[Supernova]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.raumfahrer.net/?p=153270</guid>

					<description><![CDATA[<p>Eine gigantische Supernova sorgte vor über tausend Jahren für Aufruhr in weiten Teilen der Welt. Tagebücher und Aufzeichnungen gewähren uns einen Einblick in die Reaktionen der Menschen. Die Niederschriften japanischer Gelehrter helfen bis heute bei der Forschung und Datierung des besonderen Himmelphänomens. Beitrag von Anna-Janina Stöhr, Quellen: Wikimedia, NASA, Harvard, Raumfahrer.net. 28. Juni 2026. Die [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Eine gigantische Supernova sorgte vor über tausend Jahren für Aufruhr in weiten Teilen der Welt. Tagebücher und Aufzeichnungen gewähren uns einen Einblick in die Reaktionen der Menschen. Die Niederschriften japanischer Gelehrter helfen bis heute bei der Forschung und Datierung des besonderen Himmelphänomens.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Beitrag von Anna-Janina Stöhr, Quellen: Wikimedia, NASA, Harvard, Raumfahrer.net. 28. Juni 2026.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Die Supernova 1006 – das hellste Sternereignis der Geschichte der Menschheit?</strong></p>



<figure class="wp-block-image alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/06/2940666879_14f245c5c4_k.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Falschfarbenaufnahme von Chandra des Supernova-Überrests SN 1006 im Röntgenlicht: Blau zeigt hochenergetische Teilchen, Rot und Grün mehrere Millionen Grad heißes Gas, das bei der Explosion des Sterns entstand. Credit: NASA/CXC/Rutgers/J.Hughes et al." data-rl_caption="" title="Falschfarbenaufnahme von Chandra des Supernova-Überrests SN 1006 im Röntgenlicht: Blau zeigt hochenergetische Teilchen, Rot und Grün mehrere Millionen Grad heißes Gas, das bei der Explosion des Sterns entstand. Credit: NASA/CXC/Rutgers/J.Hughes et al." data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/06/2940666879_14f245c5c4_k1.jpg" alt=""/></a><figcaption class="wp-element-caption">Falschfarbenaufnahme von Chandra des Supernova-Überrests SN 1006 im Röntgenlicht: Blau zeigt hochenergetische Teilchen, Rot und Grün mehrere Millionen Grad heißes Gas, das bei der Explosion des Sterns entstand. Bild: NASA/CXC/Rutgers/J.Hughes et al.</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Den Menschen des 11. Jahrhunderts muss sich ein beeindruckendes Schauspiel geboten haben. Ab dem 1. Mai 1006 war am Himmel ein extrem leuchtendes Objekt zu sehen, strahlender als die Venus und über mehrere Wochen hinweg auch tagsüber sichtbar. Heute ist das Phänomen als SN 1006 bekannt und gilt als das vermutlichst hellste natürliche Himmelsobjekt, das in der überlieferten Menschheitsgeschichte zu sehen war. Die Supernova war nicht weltweit sichtbar, doch Astronomen sowie die allgemeine Bevölkerung aus China, Japan, Europa und der arabischen Welt berichteten zu unserem Glück über das Phänomen<sup data-fn="feec3cbd-ceb8-4f11-bc7a-24eb0aee2120" class="fn"><a id="feec3cbd-ceb8-4f11-bc7a-24eb0aee2120-link" href="#feec3cbd-ceb8-4f11-bc7a-24eb0aee2120">1</a></sup>. Heutzutage wissen wir, dass es sich um den Tod eines alten Sterns handelte, 7000 Lichtjahre von der Erde entfernt. Dieser war wahrscheinlich ein Weißer Zwerg, dessen Masse die Stabilitätsgrenze überschritten hatte<sup data-fn="5a79f22b-b3f3-4248-8cd3-45609874552a" class="fn"><a id="5a79f22b-b3f3-4248-8cd3-45609874552a-link" href="#5a79f22b-b3f3-4248-8cd3-45609874552a">2</a></sup>.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Astronomie in vergangenen Zeiten</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Vor 1000 Jahren waren Physik und Ursache hinter dem plötzlich auftretenden hellen Fleck am Himmel natürlich nicht bekannt. Die Menschen verfügten weder über das Vorwissen noch über unsere modernen Messgeräte und Teleskope. Wie wurde dann mit dem merkwürdigen Stern umgegangen? Glücklicherweise gewähren uns Quellen einen Blick zurück in die Zeit, beispielsweise in die Heian-Periode Japans.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Land verfügte zu dieser Zeit noch nicht über eine so ausgeprägte astronomische Tradition wie sie in China existierte, doch ungewöhnliche Erscheinungen am Himmel wurden aufmerksam registriert. Die Überlieferung der Supernova beschränkt sich nicht auf eine einzelne Chronik, sondern verteilt sich auf mehrere Hofchroniken und Tagebücher, die teilweise erst Jahrzehnte oder sogar Jahrhunderte später niedergeschrieben wurden. Selbstverständlich protokollierten auch die anderen Kulturen die Erscheinung, dieser Artikel bezieht sich jedoch ausschließlich auf japanische Quellen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Gaststerne, Tagebücher und hitzige Diskussionen</strong></p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/06/Teika3.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="Portrait von Fujiwara no Sadaie / Teika, Quelle Wikimedia" data-rl_caption="" title="Portrait von Fujiwara no Sadaie / Teika, Quelle Wikimedia" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/06/Teika31.jpg" alt=""/></a><figcaption class="wp-element-caption">Portrait von Fujiwara no Sadaie. Bild: Wikimedia<br></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Die wohl wichtigste japanische Beschreibung der Supernova findet sich im Meigetsuki (&#8222;Aufzeichnung des klaren Mondes&#8220;) des Dichters Fujiwara no Sadaie (1162–1241). Dort überlieferte er eine Liste historischer &#8222;Gaststerne&#8220;, also Sterne, die plötzlich an einem Ort erscheinen und nach einiger Zeit wieder verschwinden, und beschrieb die Erscheinung vom Mai 1006. Er berichtet von einem „großen Gaststern“, der „dem Mars ähnelte“, außergewöhnlich hell war und stark funkelte. Der Stern erschien nach Einbruch der Dunkelheit und blieb über mehrere Nächte sichtbar. Seine Position wird „direkt südlich innerhalb der Sternengruppe Kikan (騎官, chinesisch Ch&#8217;i Kuan)“ angegeben, einer traditionellen ostasiatischen Sternengruppe, deren Name sich etwa mit „Reiteroffiziere“ übersetzen lässt. Gleichzeitig erwähnt Sadaie eine abweichende Deutung älterer Astronomen: Einige vertraten die Ansicht, dass kein neuer Stern erschienen sei, sondern sich lediglich die Struktur des Sterns Kishin Shōgun (騎陣將軍, „General der Reiterformation“) verändert habe.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Diskussion wird in einer weiteren Quelle näher aufgegriffen. Das Tagebuch Gyokuyō („Jadeblätter“) führte der Hofadlige Fujiwara no Kanezane (1149–1207), also mehrere Jahrzehnte nach dem Erscheinen der Supernova. Darin beschreibt er ein Gespräch mit dem stellvertretenden Hofastronomen Abe Yasuchika, der eine Geschichte seines Großvaters Abe Ariyuki überliefert. Während der Regierungszeit Kaiser Sanjōs (1011–1016) kam es zwischen Ariyuki und einem anderen Gelehrten, Morohira, zu einer wissenschaftlichen Auseinandersetzung über einen ungewöhnlichen Gaststern. Ariyuki war überzeugt, dass tatsächlich ein neuer Stern erschienen war. Morohira widersprach jedoch und argumentierte, dass kein neuer Stern existiere; vielmehr seien lediglich alle Sterne des Kishin Shōgun ungewöhnlich deutlich sichtbar geworden. Nach heutiger Auffassung besteht allerdings Uneinigkeit darüber, ob Morohira wohl stattdessen die Sternengruppe Kikan gemeint haben könnte. In den Quellen wird von Kishin Shōgun so gesprochen, dass er nach heutigem Verständnis nur ein einzelner Stern war. Bemerkenswert ist außerdem die Notiz Kanezanes, dass man erwartete, ein solches Ereignis könne innerhalb weniger Tage wichtige politische Folgen für das Reich ankündigen.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/06/1920px-Imperial_Encyclopaedia_-_Officialdom_-_pic0014_-_騎官二十七星車騎三星騎陣將軍一星圖.svg_.png" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="Diagramm der 27 Sterne der Reiteroffiziere, der 3 Sterne der Wagenreiter und des Generals der Reiterformation. Gujin Tushu Jicheng, Quelle: Chen Menglei Wikimedia" data-rl_caption="" title="Diagramm der 27 Sterne der Reiteroffiziere, der 3 Sterne der Wagenreiter und des Generals der Reiterformation. Gujin Tushu Jicheng, Quelle: Chen Menglei Wikimedia" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/06/1920px-Imperial_Encyclopaedia_-_.png" alt=""/></a><figcaption class="wp-element-caption">Diagramm der 27 Sterne der Reiteroffiziere, der 3 Sterne der Wagenreiter und des Generals der Reiterformation. Bild: Chen Menglei Wikimedia<br></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Weitere japanische Chroniken erlauben einen Einblick in den Umgang des damaligen Kaiserhofes mit dem Ereignis. Das Tagebuch Gonki des Hofbeamten und Kalligrafs Fujiwara no Yukinari (971–1027), das nahezu zeitgleich mit der Supernova entstand, berichtet, dass zwischen Juli und August des Jahres 1006 wiederholt Meldungen über den Gaststern aus verschiedenen Provinzen am Hof verlesen wurden. Andere Werke wie das Hōjōji Sesseiki, das Hyakureishō, das Nihonkiryaku und das Ichidai Yōki ergänzen diese Informationen. Sie berichten unter anderem, dass der Hof &#8222;Wahrsager&#8220; oder Astrologen mit einer Deutung des Himmelszeichens beauftragte, Opfergaben in zahlreichen Schreinen darbringen ließ und ein General sogar um eine Amnestie bat, um auf das außergewöhnliche Ereignis zu reagieren. Das Ichidai Yōki beschreibt den Gaststern außerdem als weiß-blau in seiner Erscheinung.<sup data-fn="f7bb6308-b03f-456f-82e0-18af9313f21b" class="fn"><a href="#f7bb6308-b03f-456f-82e0-18af9313f21b" id="f7bb6308-b03f-456f-82e0-18af9313f21b-link">3</a></sup><sup data-fn="19deeeb4-75b4-48c1-b76e-2ecec6bd5153" class="fn"><a href="#19deeeb4-75b4-48c1-b76e-2ecec6bd5153" id="19deeeb4-75b4-48c1-b76e-2ecec6bd5153-link">4</a></sup></p>



<p class="wp-block-paragraph">Heute besitzen die japanischen Aufzeichnungen einen wissenschaftlichen Wert, der weit über ihren ursprünglichen Zweck hinausgeht. Wissenschaftler*innen vergleichen die historischen Berichte aus Japan mit chinesischen, arabischen und europäischen Quellen, um den zeitlichen Verlauf der Supernova zu rekonstruieren. Durch die Kombination dieser Zeugnisse lässt sich abschätzen, wann das Licht der Explosion erstmals sichtbar wurde, wie lange sie beobachtet werden konnte und welche Helligkeit sie erreichte. Damit tragen mittelalterliche japanische Chroniken noch immer zur modernen Erforschung von SN 1006 bei. Sie zeigen, wie historische Dokumente und moderne Astronomie zusammenwirken können, um ein Ereignis zu verstehen, das sich vor mehr als tausend Jahren ereignete. Zudem eröffnen sie ein spannendes Fenster in eine längst vergangene Epoche der Astronomie.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=20772.msg588981#msg588981" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Astrophilie: Über die Romantik des Weltraums</a></li>
</ul>


<ol class="wp-block-footnotes"><li id="feec3cbd-ceb8-4f11-bc7a-24eb0aee2120">https://www.nasa.gov/universe/supernova-remnant-sn-1006/ <a href="#feec3cbd-ceb8-4f11-bc7a-24eb0aee2120-link" aria-label="Zur Fußnotenreferenz 1 navigieren"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" />︎</a></li><li id="5a79f22b-b3f3-4248-8cd3-45609874552a">https://www.raumfahrer.net/reste-einer-sehr-alten-supernova/ <a href="#5a79f22b-b3f3-4248-8cd3-45609874552a-link" aria-label="Zur Fußnotenreferenz 2 navigieren"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" />︎</a></li><li id="f7bb6308-b03f-456f-82e0-18af9313f21b">https://ui.adsabs.harvard.edu/abs/1965AJ…..70..748G/abstract <a href="#f7bb6308-b03f-456f-82e0-18af9313f21b-link" aria-label="Zur Fußnotenreferenz 3 navigieren"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" />︎</a></li><li id="19deeeb4-75b4-48c1-b76e-2ecec6bd5153">Shigeru, Kanda. 1935. Nihon tenmon shiryō. Tokyo: Koseisha <a href="#19deeeb4-75b4-48c1-b76e-2ecec6bd5153-link" aria-label="Zur Fußnotenreferenz 4 navigieren"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" />︎</a></li></ol><p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/sn-1006-wie-japanische-chroniken-eine-supernova-bewahrten/" data-wpel-link="internal">SN 1006: Wie japanische Chroniken eine Supernova bewahrten</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Wir engagieren uns für gerechte und nachhaltige Nutzung des Weltraums – zum Wohle der Astronomie und der Menschheit</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/wir-engagieren-uns-fuer-eine-gerechte-und-nachhaltige-nutzung-des-weltraums-zum-wohle-der-astronomie-und-der-menschheit/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 29 Mar 2026 13:34:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
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		<guid isPermaLink="false">https://www.raumfahrer.net/?p=151418</guid>

					<description><![CDATA[<p>Der Blick in den Nachthimmel und der Anblick eines endlosen Sternenmeers ist ein Erlebnis, das immer weniger Menschen noch erleben dürfen. Der Himmel wird aufgrund der zunehmenden Lichtverschmutzung von Tag zu Tag heller und lauter, was nicht zuletzt auf die wachsende Zahl von Satelliten zurückzuführen ist, die ins All geschossen werden. Während der Weltraumvertrag der [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Der Blick in den Nachthimmel und der Anblick eines endlosen Sternenmeers ist ein Erlebnis, das immer weniger Menschen noch erleben dürfen. Der Himmel wird aufgrund der zunehmenden Lichtverschmutzung von Tag zu Tag heller und lauter, was nicht zuletzt auf die wachsende Zahl von Satelliten zurückzuführen ist, die ins All geschossen werden. Während der Weltraumvertrag der Vereinten Nationen besagt, dass „<a href="https://www.unoosa.org/unoosa/en/ourwork/spacelaw/treaties/introouterspacetreaty.html" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">die Erforschung und Nutzung des Weltraums zum Nutzen und im Interesse aller Länder erfolgen und der gesamten Menschheit zustehen soll</a>“, ist nicht jeder davon überzeugt, dass der Weltraum tatsächlich zum Wohle der Menschheit genutzt wird. Eine dieser Personen ist Betty Kioko, Referentin für institutionelle Angelegenheiten bei der ESO. In diesem Beitrag sprechen wir mit Betty über ihr Engagement für den Schutz des dunklen und ruhigen Himmels auf gerechte und nachhaltige Weise. Eine Blogbeitrag der Europäischen Südsternwarte ESO.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: <a href="https://www.eso.org/public/blog/betty-kioko/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">ESO / Blog / Betty Kioko</a>, 27. März 2026</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nicht alle Mitarbeiter der ESO sind Astronomen oder Ingenieure. Betty absolvierte gerade ihren Masterstudiengang in Rechtswissenschaften in Manchester, Großbritannien, und hatte nicht vor, bei einer astronomischen Organisation zu arbeiten. Doch dann schrieb ihr Professor eine Praktikumsstelle im Bereich Vertragsrecht am <a href="https://www.skao.int/en" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Square-Kilometer-Array-Observatorium</a> aus. „Mein einziges Verständnis von Astronomie beschränkte sich damals auf die schönen Bilder, die man hin und wieder zu sehen bekommt.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Heute, fast sieben Jahre später, koordiniert Betty die institutionellen Angelegenheiten der ESO. In dieser Funktion ist sie für die Zusammenarbeit der ESO mit ihren Mitgliedstaaten und externen Partnern verantwortlich. „Zu meinen Aufgaben gehören also die Politikgestaltung und die Interessenvertretung gegenüber unseren Mitgliedsregierungen und relevanten Institutionen wie der EU-Kommission, um sicherzustellen, dass die Interessen der Astronomie angemessen vertreten werden.“</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Zu viele Satelliten im niedrigen Erdorbit?</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">In den letzten Jahren hat die Zahl der Satelliten, die in die erdnahe Umlaufbahn gebracht wurden, enorm zugenommen, was bei Astronomen Alarmglocken läuten lässt: Da Satelliten das Sonnenlicht reflektieren, verursachen sie Störsignale bei astronomischen Beobachtungen. Darüber hinaus führt ihre kumulative Wirkung zu einem insgesamt helleren Nachthimmel, was die Fähigkeit der Astronomen beeinträchtigt, das Licht schwacher Objekte zu erfassen – ganz zu schweigen von den <a href="https://www.youtube.com/watch?v=Lvw8J4nwpC0" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Auswirkungen der Lichtverschmutzung</a> auf die <a href="https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC5805938/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Tierwelt</a>, das <a href="https://www.nature.com/articles/s41550-020-01238-3" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">kulturelle Erbe</a> und die <a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/39199494/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">menschliche Gesundheit</a> (aber wir beschränken uns in diesem Beitrag auf unser Fachgebiet).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die zunehmende Helligkeit ist nicht das einzige Problem: Der Himmel wird auch „lauter“. Satelliten kommunizieren über Funkwellen, die die schwachen Funksignale aus den Tiefen des Kosmos stören können, die wir derzeit mit Radioteleskopen auf der Erde empfangen. Daher ist es notwendig, das Bewusstsein dafür zu schärfen, wie sie zu einem Problem werden können. „Wenn niemand den Entscheidungsträgern sagt, welche Auswirkungen dies auf die Astronomie hat, werden sie einfach weiterhin Lizenzen an Satellitenunternehmen vergeben, weil diese ein gutes wirtschaftliches Geschäftsmodell haben und positive Auswirkungen auf die Internetkonnektivität“, argumentiert Betty.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zudem sind nicht nur aktive Satelliten ein Problem. Wenn eine Satellitenmission endet, verbleibt ihr „Wrack“ in der Regel in der Umlaufbahn, wo es mit anderem Weltraumschrott kollidieren oder schließlich auf die Erde stürzen kann. Beim Wiedereintritt in die Atmosphäre verglüht der Satellit zwar, jedoch nicht immer vollständig. Dies kann dazu führen, dass Teile des Satelliten auf die Erdoberfläche fallen! „Aus Sicht der Nachhaltigkeit im Weltraum, meinem anderen Interessengebiet, ist eine der größten Sorgen der unkontrollierte Wiedereintritt von Satelliten in die Erdatmosphäre, nachdem sie einmal in der Umlaufbahn waren. Deshalb sehen wir zunehmend dokumentierte Vorfälle, bei denen Dinge einfach vom Himmel fallen, und machen uns auch Sorgen über Kollisionen in der Umlaufbahn.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Entwicklungen zeigen, warum es für die ESO entscheidend ist, mit Regierungen und anderen relevanten Stellen zusammenzuarbeiten, um Diskussionen über die Folgen einer unüberlegten Satellitennutzung anzuregen, falls diese weiterhin Lizenzen für Satelliten-Megakonstellationen ohne klare Vorschriften erteilen.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><a href="https://www.youtube.com/watch?v=Tm3qWstOjJs" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external"><img decoding="async" width="800" height="450" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/03/Paranals-Vistor-Comet-800x450-1.jpg" alt="" class="wp-image-151414" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/03/Paranals-Vistor-Comet-800x450-1.jpg 800w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/03/Paranals-Vistor-Comet-800x450-1-300x169.jpg 300w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/03/Paranals-Vistor-Comet-800x450-1-768x432.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><em>Dieser Zeitraffer wurde Anfang 2025 am Paranal-Observatorium der ESO in Chile aufgenommen. Nach Sonnenuntergang öffnen die vier Teleskope im Vordergrund ihre Kuppeln, um mit der Beobachtung des Nachthimmels zu beginnen. Im Hintergrund ist der Komet G/2024 G3 hinter einem dichten Vorhang aus Satelliten zu sehen.<br><mark>Bildnachweis: B. Häußler/ESO</mark></em></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Satelliten können der Menschheit zugutekommen, indem sie beispielsweise abgelegene Gebiete mit Internetzugang versorgen. Doch wie Betty erklärt: „Wir brauchen nicht so viele Satelliten, wie die Unternehmen einsetzen wollen. Wir könnten genau das Gleiche erreichen, was wir jetzt tun, mit weitaus weniger Satelliten, aber wie so vieles im Kapitalismus ist dies zu einem weiteren Weg für die Reichen geworden, noch reicher zu werden.“ Sie trifft den Nagel auf den Kopf: In den letzten Jahren ist die <a href="https://planet4589.org/space/stats/active.html" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Zahl der in die Umlaufbahn gestarteten Satelliten enorm gestiegen</a>. Im Jahr 2020 befanden sich etwa 2000 aktive Satelliten in der Umlaufbahn; ab 2026 sind es 15 000, und weit über 30 000, wenn wir auch ausgediente Satelliten und anderen Weltraumschrott mitzählen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Betty hat auch ein persönliches Interesse daran, eine nachhaltige und faire Nutzung des Weltraums zu fördern, was ihre Motivation antreibt, für bessere Vorschriften zu kämpfen, was sie zu einem festen Bestandteil ihrer Arbeit gemacht hat. „Ich verbringe viel Zeit damit, über soziale Gerechtigkeit im Allgemeinen nachzudenken, und ich betrachte Aspekte dieser Diskussionen als eine Frage der sozialen Gerechtigkeit“, fügt sie hinzu.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Die Bemühungen der ESO zum Schutz des Nachthimmels</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Obwohl Betty erst vor einem Jahr zur ESO kam, kann sie bereits einige Erfolge im Kampf der Organisation für einen dunkleren und ruhigeren Himmel vorweisen. So wurde die ESO beispielsweise im <a href="https://www.eso.org/public/unitedkingdom/announcements/ann25010/?lang" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Dezember 2025 offizieller Partner des Zentrums für den Schutz des dunklen und ruhigen Himmels</a> der Internationalen Astronomischen Union (<a href="https://cps.iau.org/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">IAU CPS</a>), vor allem Dank Bettys Arbeit. Diese Partnerschaft ermöglicht es der ESO, enger mit den wichtigen Akteuren zusammenzuarbeiten, die ein Interesse an Störungen durch Satellitenkonstellationen haben, wie Astronomen, Satellitenbetreiber, aber auch politische Entscheidungsträger, und so die Bemühungen der weltweiten astronomischen Gemeinschaft zum Schutz des dunklen und ruhigen Himmels zu bündeln. Seit Januar ist Betty stellvertretende Direktorin des CPS Policy Hub, der internationale Bemühungen zur Erforschung und Entwicklung von Vorschriften koordiniert, die den Nachthimmel vor Störungen durch Satellitenkonstellationen schützen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine weitere große Verantwortung ist Bettys Rolle als Vertreterin der ESO im Ausschuss der Vereinten Nationen für die friedliche Nutzung des Weltraums (<a href="https://www.unoosa.org/unoosa/en/ourwork/copuos/index.html" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">COPUOS</a>), einem Gremium der UNO, das sich mit Fragen der friedlichen Nutzung des Weltraums befasst. Seit 2008 hat die ESO den Status eines ständigen Beobachters, was bedeutet, dass sie sich bei politischen Entscheidungsträgern für die Astronomie einsetzen kann, jedoch kein Stimmrecht besitzt. „Dadurch können wir erkennen, was auf uns zukommt, mit Regierungen und anderen Genehmigungsbehörden in Kontakt treten und sicherstellen, dass astronomische Belange klar vertreten sind, wenn Entscheidungen über die Nutzung des Weltraums getroffen werden.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein wichtiger Meilenstein war die 59. Sitzung des Wissenschafts- und Technikunterausschusses des COPUOS, bei der der Schutz des dunklen und ruhigen Himmels erstmals als offizieller Tagesordnungspunkt von den Vereinten Nationen behandelt wurde. Seit Februar <a href="https://www.unoosa.org/res/oosadoc/data/documents/2025/aac_105c_12025crp/aac_105c_12025crp_22rev_2_0_html/AC105_C1_2025_CRP22Rev02E.pdf" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">2025 ist dies offiziell ein fünfjähriger Tagesordnungspunkt</a>, in dem die Notwendigkeit „koordinierter Maßnahmen und der Zusammenarbeit von Regierungen, Satellitenbetreibern oder -herstellern sowie Astronomen aus aller Welt“ betont wird, da dies nicht nur Astronomen betrifft, sondern auch „Amateurastronomen und die allgemeine Verbindung zwischen der Menschheit und dem Nachthimmel, einschließlich indigener Gemeinschaften“, wie sie in ihrem Papier darlegen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Teilnahme an solchen Kooperationen stärkt den Einfluss der ESO auf höchster Ebene und trägt dazu bei, das Bewusstsein für eine faire und regulierte Nutzung des Weltraums zu schärfen – ein Anliegen, das hoffentlich bei den politischen Entscheidungsträgern Gehör findet. Auf diese Weise hofft Betty, „dass die Länder nationale Zulassungsvorschriften einführen, die Satellitenunternehmen dazu verpflichten, die Auswirkungen ihrer Satelliten auf den Nachthimmel bereits in frühen Entwurfsphasen zu berücksichtigen.“</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Das Recht entwickelt sich langsamer als das Leben</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein großes Problem ist laut Betty, dass „sich die Gesetzgebung nur sehr langsam weiterentwickelt, Regierungen wirklich träge und bürokratisch sind und viele konkurrierende Interessen bestehen“, sodass es schwierig ist, schnelle Fortschritte zu erzielen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Erst kürzlich haben Space X und Reflect Orbital der US-amerikanischen Federal Communications Commission Vorschläge unterbreitet, die die Anzahl der die Erde umkreisenden Satelliten um das 100-Fache erhöhen würden. Space X plant den Start von einer Million Satelliten, die als Rechenzentren dienen sollen. Abgesehen von <a href="https://bigthink.com/starts-with-a-bang/5-biggest-obstacles-ai-data-centers-space/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">den grundlegenden wissenschaftlichen Einschränkungen</a> eines solchen Projekts wären die Folgen für die Astronomie verheerend. Wenn diese Satelliten so hell sind wie derzeit angenommen, wären zu Beginn und am Ende der Nacht etwa 5000 bis 10 000 von ihnen mit bloßem Auge sichtbar – weit mehr als die sichtbaren natürlichen Sterne. Im Durchschnitt würde jedes mit dem Very Large Telescope (VLT) der ESO aufgenommene Bild aufgrund der vielen Spuren, die diese Satelliten hinterlassen, 10 % unbrauchbare Daten enthalten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Reflect Orbital hingegen plant, 50.000 Satelliten zu starten, um nachts Sonnenlicht auf die Erde zu reflektieren, was für die Astronomie ebenfalls katastrophale Folgen hätte. Innerhalb ihres Strahls wären die Satelliten viermal heller als der Vollmond. Aber selbst wenn sie niemals auf astronomische Observatorien ausgerichtet wären, würden sie außerhalb ihres Strahls immer noch so hell wie die Venus erscheinen. Schon 5.000 dieser Satelliten würden die Helligkeit des Himmels um 20–30 % erhöhen, und ihre gesamte Konstellation würde den Himmel drei- bis viermal heller machen. Dies würde das Paranal-Observatorium der ESO – <a href="https://www.eso.org/public/images/eso2501b/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">das unter den großen Observatorien den dunkelsten Himmel bietet</a> – in einen Standort am Stadtrand verwandeln.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/03/starlinkgen2_earth.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Visualisierung der 30.000 geplanten Satelliten der Starlink-Generation-2-Konstellation im Jahr 2022. Die verschiedenen Teilkonstellationen sind in unterschiedlichen Farben dargestellt. Quelle: ESO" data-rl_caption="" title="Visualisierung der 30.000 geplanten Satelliten der Starlink-Generation-2-Konstellation im Jahr 2022. Die verschiedenen Teilkonstellationen sind in unterschiedlichen Farben dargestellt. Quelle: ESO" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="800" height="778" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/03/starlinkgen2_earth-800x778-1.jpg" alt="" class="wp-image-151416" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/03/starlinkgen2_earth-800x778-1.jpg 800w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/03/starlinkgen2_earth-800x778-1-300x292.jpg 300w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/03/starlinkgen2_earth-800x778-1-768x747.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><em>Darstellung von 30000 Starlink Satelliten<br><mark>Bildnachweis: ESO</mark></em></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Während die Gesetzgebung langsam aber sicher aufholt, betont Betty, wie wichtig es ist, auch direkt mit den Satellitenherstellern zusammenzuarbeiten. Auf diese Weise erhalten diese von Anfang an Input und Wissen darüber, wie sie ihre Satelliten vor der Fertigung gestalten müssen, insbesondere um deren Reflektionsvermögen zu verringern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Wir pflegen gute technische Beziehungen zu Satellitenherstellern“, die Breitband-Satelliten-Internetdienste anbieten wollen, „und diese haben positives Interesse an der Umsetzung von Maßnahmen zur Schadensminderung gezeigt.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auf diese Weise spielt Betty, anstatt technische Probleme selbst anzugehen, eine entscheidende Rolle hinter den Kulissen, indem sie ihren Kollegen hilft, ihre Arbeit in angemessene rechtliche und politische Begriffe zu fassen. Bildlich erklärt sie: „Für Wissenschaftler ist eins plus eins zwei. Für einen Anwalt ist eins plus eins oft: Es kommt darauf an“, und verdeutlicht damit die Kluft zwischen diesen Welten. So arbeitet sie in ihrem Alltag mit Kollegen zusammen, die, wie sie es beschreibt, „sehr logisch denken und mit Zahlen arbeiten oder Dinge bauen, die entweder funktionieren oder nicht funktionieren“. Im Laufe der Jahre hat sie umfangreiche Erfahrung darin gesammelt, mit diesen gegensätzlichen Denkweisen umzugehen, und ein Verständnis dafür entwickelt, wie man sie miteinander in Einklang bringen kann. Wie sie reflektiert: „Die Arbeit in diesem Umfeld war für mich eine Lektion darin, eine Sprache zu finden, um rechtliche und politische Themen einem Publikum zu vermitteln, das nicht aus dem Rechts- oder Politikbereich stammt.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Insgesamt gibt es laut Betty zwei entscheidende Wege, sich für den Schutz des dunklen und ruhigen Nachthimmels im Zusammenhang mit Satellitenkonstellationen einzusetzen: „die Zusammenarbeit mit den Betreibern und die direkte Zusammenarbeit mit den Ländern.“ Sie fährt fort: „Ich glaube, wenn wir uns nur auf rechtliche oder nur auf technische Aspekte beschränken, reicht das nicht aus. Wir brauchen einen Ansatz, der es ermöglicht, das Technische und das Rechtliche miteinander zu verbinden. Und genau das ist für mich sozusagen mein Sweet Spot.“</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Einsatz für eine bessere Zukunft</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Auf die Frage, was die größte Bedrohung für den Nachthimmel sei, betonte Betty sofort, dass es die unkoordinierte Nutzung des Nachthimmels sei. Das damit verbundene Grundproblem sei jedoch ihrer Meinung nach, dass „wir in einer Welt leben, in der die Menschen einander nicht vertrauen. Die Menschen vertrauen einander nicht, dass sie dieselben Satellitenkonstellationen nutzen.“ Dies führt zu dem grundlegenden Problem, dass wir mehr Satelliten haben, als wir tatsächlich brauchen, „weil wir in einem grundlegend kaputten System leben, in dem Vertrauen einfach nicht existiert.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Trotz der Komplexität der Situation verliert Betty nicht die Hoffnung. Mit Blick auf die Zukunft hat sie eine klare Vorstellung davon, was sie sich wünscht: „Ich hoffe, dass sich die geopolitische Lage weltweit verbessert, denn ich glaube, dass sich das direkt positiv auf unsere Arbeit auswirken wird.“ Insbesondere die Astronomie nährt ihre Hoffnung und ihr Vertrauen, dass sich diese zersplitterte Gesellschaft ändern kann.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Zusammenarbeit in der Astronomie hat von Natur aus verbindende Wirkung, wie sie aus eigener Erfahrung erkannt hat. „Die ESO hat mit vielen Unternehmen aus der Industrie, zahlreichen Institutionen und verschiedenen Konsortien zusammengearbeitet – das ist nichts, was eine einzelne Person alleine erreichen könnte – und das gefällt mir sehr gut. Mir gefällt die Vorstellung, dass die Menschen einander brauchen. Das bringt das Beste in uns zum Vorschein, denn wir müssen an einem Strang ziehen, um diese Dinge zu erreichen – das ist mit ein Grund, warum ich bei der Astronomie geblieben bin, als ich dazu kam.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Idee wird besonders deutlich bei Projekten wie dem Extremely Large Telescope (<a href="https://elt.eso.org/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">ELT</a>) der ESO: „ Wenn man das ELT sieht, die vielen verschiedenen Teile, die zusammenpassen, die vielen verschiedenen Menschen, die diese Teile herstellen mussten, um das Projekt zu verwirklichen, und die miteinander kommunizieren. Ich denke, das repräsentiert in vielerlei Hinsicht das Beste am Menschen, und eigentlich ist es wahrscheinlich auch das, was mir Hoffnung gibt: dass es tatsächlich möglich ist, dass Menschen an einem Strang ziehen und Dinge erreichen. Wir müssen nicht immer zutiefst destruktiv sein und einfach nur Dinge kaputtmachen.“</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Links</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://www.youtube.com/watch?v=Lvw8J4nwpC0" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Video zum Thema Lichtverschmutzung auf dem ESO-Kanal „Chasing Starlight“</a></li>



<li><a href="https://www.eso.org/public/italy/blog/rescuing-the-stars/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Die Sterne retten</a></li>



<li><a href="https://www.eso.org/public/about-eso/dark-skies-preservation/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Die ESO-Seite zum Thema dunkler und ruhiger Himmel</a></li>



<li><a href="https://cps.iau.org/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">IAU-Zentrum für den Schutz des dunklen und ruhigen Himmels</a></li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=17396.msg585370#msg585370" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Beeinträchtigung von astronomischen Teleskopen durch Megakonstellationen</a></li>
</ul>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/wir-engagieren-uns-fuer-eine-gerechte-und-nachhaltige-nutzung-des-weltraums-zum-wohle-der-astronomie-und-der-menschheit/" data-wpel-link="internal">Wir engagieren uns für gerechte und nachhaltige Nutzung des Weltraums – zum Wohle der Astronomie und der Menschheit</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Meteor, Meteorit und Meteoroid: Leuchtphänomen am Abendhimmel</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/meteor-meteorit-und-meteoroid-leuchtphaenomen-am-abendhimmel/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 10 Mar 2026 19:18:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Kometen]]></category>
		<category><![CDATA[Sternenhimmel]]></category>
		<category><![CDATA[DLR]]></category>
		<category><![CDATA[Erdatmosphäre]]></category>
		<category><![CDATA[Feuerball]]></category>
		<category><![CDATA[Meteor]]></category>
		<category><![CDATA[Meteorit]]></category>
		<category><![CDATA[Meteoroid]]></category>
		<category><![CDATA[Sternschnuppen]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.raumfahrer.net/?p=151133</guid>

					<description><![CDATA[<p>Am Abend des 8. März 2026 wurde kurz vor 19 Uhr in vielen Regionen in Deutschland eine Feuerkugel gesichtet. Meteoroide verglühen meistens in der Atmosphäre, gelegentlich erreichen Bruchstücke die Erdoberfläche. Dann spricht man von Meteoriten. Funde von Meteoriten haben einen hohen wissenschaftlichen Wert. Eine Pressemitteilung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt DLR. Quelle: DLR [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/meteor-meteorit-und-meteoroid-leuchtphaenomen-am-abendhimmel/" data-wpel-link="internal">Meteor, Meteorit und Meteoroid: Leuchtphänomen am Abendhimmel</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Am Abend des 8. März 2026 wurde kurz vor 19 Uhr in vielen Regionen in Deutschland eine Feuerkugel gesichtet. Meteoroide verglühen meistens in der Atmosphäre, gelegentlich erreichen Bruchstücke die Erdoberfläche. Dann spricht man von Meteoriten. Funde von Meteoriten haben einen hohen wissenschaftlichen Wert. Eine Pressemitteilung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt DLR.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: <a href="https://www.dlr.de/de/aktuelles/nachrichten/2026/meteor-meteorit-meteorid-leuchtphaenomen-am-abendhimmel" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external"> DLR / Pressemitteilungen</a>, 9. März 2026</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Leuchtphänomen, das am Sonntag, 8. März 2026, kurz vor 19 Uhr Mitteleuropäische Zeit im Nordwesten und Westen Deutschlands am Nachthimmel gesichtet wurde, war ein Meteor. Planetengeologe Ulrich Köhler vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) erläutert das Phänomen: „Ein Meteor ist die Leuchtspur eines kleinen Gesteinskörpers, der mit hoher Geschwindigkeit in die Erdatmosphäre eindringt. Durch die hohe Geschwindigkeit von bis zu 230.000 Kilometer pro Stunde heizen sich diese kleinen Gesteinskörper, die auch Meteoroide genannt werden, stark auf. Meistens verglühen sie in der Atmosphäre.“</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/03/image-1920-9996038fcfaf3d87c5a1593b5d512d83.jpeg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Lichtstreifen am Nachthimmel (Symbolbild) Ein Meteoroid kann einen Meteor auslösen und dann als Meteorit auf die Erde fallen: Die Wissenschaft beschäftigt sich schon lange mit Leuchterscheinungen in der Atmosphäre und nennt sie Meteore. Sie entstehen, wenn kleinste Teilchen – sogenannte Meteoroide – mit der Atmosphäre kollidieren und durch die Reibungshitze verglühen. Dabei werden Moleküle entlang der Flugbahn des Meteoroiden ionisiert und zum Leuchten angeregt – für Sekundenbruchteile ist eine helle Spur am Himmel sichtbar. Verglüht ein größerer Meteoroid nicht vollständig in der Atmosphäre und erreicht als Festkörper die Erdoberfläche, wird er Meteorit genannt. Credit: ESO/M. Zamani" data-rl_caption="" title="Lichtstreifen am Nachthimmel (Symbolbild) Ein Meteoroid kann einen Meteor auslösen und dann als Meteorit auf die Erde fallen: Die Wissenschaft beschäftigt sich schon lange mit Leuchterscheinungen in der Atmosphäre und nennt sie Meteore. Sie entstehen, wenn kleinste Teilchen – sogenannte Meteoroide – mit der Atmosphäre kollidieren und durch die Reibungshitze verglühen. Dabei werden Moleküle entlang der Flugbahn des Meteoroiden ionisiert und zum Leuchten angeregt – für Sekundenbruchteile ist eine helle Spur am Himmel sichtbar. Verglüht ein größerer Meteoroid nicht vollständig in der Atmosphäre und erreicht als Festkörper die Erdoberfläche, wird er Meteorit genannt. Credit: ESO/M. Zamani" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="400" height="225" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/03/image-1920-9996038fcfaf3d87c5a1593b5d512d83-400x225-1.jpg" alt="" class="wp-image-151131" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/03/image-1920-9996038fcfaf3d87c5a1593b5d512d83-400x225-1.jpg 400w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/03/image-1920-9996038fcfaf3d87c5a1593b5d512d83-400x225-1-300x169.jpg 300w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><em><mark>Lichtstreifen am Nachthimmel (Symbolbild)</mark><br>Ein Meteoroid kann einen Meteor auslösen und dann als Meteorit auf die Erde fallen: Die Wissenschaft beschäftigt sich schon lange mit Leuchterscheinungen in der Atmosphäre und nennt sie Meteore. Sie entstehen, wenn kleinste Teilchen – sogenannte Meteoroide – mit der Atmosphäre kollidieren und durch die Reibungshitze verglühen. Dabei werden Moleküle entlang der Flugbahn des Meteoroiden ionisiert und zum Leuchten angeregt – für Sekundenbruchteile ist eine helle Spur am Himmel sichtbar. Verglüht ein größerer Meteoroid nicht vollständig in der Atmosphäre und erreicht als Festkörper die Erdoberfläche, wird er Meteorit genannt.<br><mark>Credit: <a href="https://mahdizamani.com/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">ESO/M. Zamani</a></mark></em></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Die Leuchtspur wird bei kleinen Meteoren als Sternschnuppe bezeichnet. Sie entsteht, weil die Luft des Eindringkanals zu einem hell glühenden Plasma erhitzt wird. Meteoroide verglühen in der Hochatmosphäre in 110 bis 60 Kilometern Höhe. Bei größeren Objekten – etwa ab Basketballgröße – verglühen die Meteoroide nicht vollständig. Das Leuchtphänomen ist dann auch stärker und man spricht von Feuerkugeln oder Boliden. Das ist das, was am Abend des 8. März 2026 beobachtet wurde. Der Meteoroid zerplatzt, weil die Luft vor ihm zusammengepresst wird und Druck ausübt. Der Knall ist auf der Erde zu hören. Die Feuerkugel endet in etwa 50 Kilometer Höhe und Fragmente des zerborstenen Meteoroiden fallen als Meteorite mit Geschwindigkeiten von 150 bis 200 Kilometer pro Stunde oder mehr auf die Erde. Ab einem Durchmesser von einem Meter sprechen die Astronomen von Asteroiden.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Wie oft passiert das?</strong><br>Ulrich Köhler vom DLR-Institut für Weltraumforschung in Berlin erklärt: „Meteoroiden in Form von Sternschnuppen sehen wir im Jahr sehr oft, beispielsweise beim Meteorschwarm der Perseiden im Hochsommer. Dann können bis zu zwei Sternschnuppen pro Minute auftreten. Täglich dringen mehr als zehn Tonnen Meteoroiden in die Atmosphäre ein. Fast alles davon verglüht in der Hochatmosphäre. Von größeren Meteoroiden fallen nur sehr selten Meteoriten auf die Erdoberfläche. Die meisten Meteorite, die auf die Erde fallen, stürzen unbemerkt in die Ozeane der Erde. Ein- bis zweimal im Jahrzehnt fallen Bruchstücke von Meteoroiden – Meteorite – zu Boden, auch auf das deutsche Bundesgebiet. Nicht immer können diese Meteorite geborgen werden. Nach dem Zerplatzen und dem Ende der Feuerkugel fallen die Bruchstücke in einem sogenannten Dunkelflug aus rund 50 Kilometer Höhe auf Parabelbahnen zur Erde. Manchmal gelingt es, den Punkt einzugrenzen, an dem die Fragmente auf die Erde fallen.“</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full"><a href="https://www.youtube.com/shorts/iAwzG5F3Tyc?t=82&amp;feature=share&amp;cbrd=1&amp;ucbcb=1" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external"><img decoding="async" width="225" height="400" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/03/Video-DLR.jpg" alt="" class="wp-image-151134" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/03/Video-DLR.jpg 225w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/03/Video-DLR-169x300.jpg 169w" sizes="(max-width: 225px) 100vw, 225px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><em><mark>Video: Meteoriteneinschlag auf der Erde – Proben aus dem Sonnensystem</mark><br>Was ist ein Meteor und was sind Meteoriten? Was geschieht bei ihrem Eintritt in die Erdatmosphäre? Womit muss man rechnen, wenn ein Meteoriteneinschlag auf der Erde auftritt? Welche Informationen liefern Meteoriten der Forschung? Ulrich Köhler vom DLR-Institut für Weltraumforschung liefert Informationen zum Thema Meteoriteneinschlag auf der Erde.<br><mark>Credit: © <a href="https://www.dlr.de/de/service/impressum" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">DLR. Alle Rechte vorbehalten</a></mark></em></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Woher kommen Meteoroiden, Meteore und Meteoriten?</strong><br>Ulrich Köhler: „Bei Meteoriten handelt es sich um Bruchstücke von Asteroiden. Das sind Himmelskörper, die bei der Entstehung der Planeten des Sonnensystems übriggeblieben sind. Sie umkreisen die Sonne zwischen den Bahnen von Mars und Jupiter. Werden sie auf ihrer Bahn um die Sonne durch Schwerkrafteinflüsse gestört oder ihre Bahn ändert sich durch Kollisionen untereinander, können sie ins innere Sonnensystem vordringen. Kreuzt sich ihre Bahn dann mit der der Erde, kann es passieren, dass sie in die Erdatmosphäre eindringen und einen Meteor oder – wenn es größere Körper sind – eine Feuerkugel bilden. Fragmente können als Meteorite die Erdoberfläche erreichen. Meteorite sind oft viereinhalb Milliarden Jahre alt. Es gibt zahlreiche Sammlungen von Meteoriten in den Museen der Welt. In Deutschland befindet sich die größte Meteoritensammlung im Museum für Naturkunde Berlin.“</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Woran erkenne ich einen Meteoriten?</strong><br>Ulrich Köhler: „Einen Meteoriten zweifelsfrei zu identifizieren, ist nicht ganz einfach. Ein erster Hinweis für einen Meteoriten ist, wenn das Fundstück eine hohe Dichte aufweist, also für seine Größe ungewöhnlich schwer, kompakt und massiv zu sein scheint. Ist das der Fall, kann man als nächstes mit einem Magneten untersuchen, ob der Stein den Magneten anzieht. Meteoriten haben meist eine matte Oberfläche, glänzen selten wie Metall. Die Kruste von Meteoriten ist meist schwarz oder braun. Sie zeigt Anzeichen von erstarrter Schmelze, die durch den Flug durch die Atmosphäre entsteht. Meteoroiden erhitzen sich so stark, dass die Oberfläche anschmilzt.“</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Sind Meteorite gefährlich?</strong><br>Ulrich Köhler: „Meteorite sind weder giftig noch geht von ihnen radioaktive Strahlung aus.“</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Wie sollte ich mich verhalten, wenn ich einen Meteoriten finde? Darf ich ihn anfassen?</strong><br>Ulrich Köhler: „Sollte es sich tatsächlich um einen ‚frisch‘ gefallenen Meteoriten handeln, fassen Sie ihn bitte nicht an. Die Säure des Schweißes auf unserer Haut kann zu chemischen Reaktionen mit den Stoffen auf der unmittelbaren Oberfläche des ‚frischen‘ Meteoriten führen und so das wissenschaftliche Ergebnis der Untersuchung des Meteoriten beeinflussen. Meteoriten sind von hohem wissenschaftlichem Wert, wie sie Einblicke in die früheste Zeit unseres Sonnensystems ermöglichen. Beim vermeintlichen Fund eines Meteoriten kontaktiert man am besten eine Forschungseinrichtung wie das DLR. Übrigens, wer einen Meteoriten findet, darf ihn behalten.“</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Weiterführende Links</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://www.dlr.de/de/wr/aktuelles/meldeadresse-meteoriten" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Meldeadresse für Meteoriten-Fundstücke</a></li>



<li><a href="https://www.dlr.de/de/wr" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">DLR-Institut für Weltraumforschung</a></li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=747.msg584629#msg584629" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Meteoriten &amp; Co &#8211; Boten aus dem Weltall.</a></li>
</ul>
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			</item>
		<item>
		<title>Hubble &#038; Euclid zoomen in das kosmische Auge</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/hubble-euclid-zoomen-in-das-kosmische-auge-hinein/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 03 Mar 2026 18:27:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Extrasolar]]></category>
		<category><![CDATA[Hubble]]></category>
		<category><![CDATA[Sterne]]></category>
		<category><![CDATA[Sternenhimmel]]></category>
		<category><![CDATA[Teleskope]]></category>
		<category><![CDATA[ESA]]></category>
		<category><![CDATA[EUCLID]]></category>
		<category><![CDATA[Katzenaugennebel]]></category>
		<category><![CDATA[NGC 6543]]></category>
		<category><![CDATA[planetarischer Nebel]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Für das aktuelle ESA/Hubble-Bild des Monats hat sich das Hubble-Weltraumteleskop der NASA/ESA mit dem Euclid-Teleskop der ESA zusammengetan, um einen neuen Blick auf die visuell komplexesten Überreste eines sterbenden Sterns zu ermöglichen: den Katzenaugennebel, auch bekannt als NGC 6543. Eine Pressemitteilung der Europäischen Weltraumagentur ESA. Quelle: ESA/Science&#38;Exploration/SpaceScience, 3. März 2026 Dieser außergewöhnliche planetarische Nebel im [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Für das aktuelle ESA/Hubble-Bild des Monats hat sich das Hubble-Weltraumteleskop der NASA/ESA mit dem Euclid-Teleskop der ESA zusammengetan, um einen neuen Blick auf die visuell komplexesten Überreste eines sterbenden Sterns zu ermöglichen: den Katzenaugennebel, auch bekannt als NGC 6543. Eine Pressemitteilung der Europäischen Weltraumagentur ESA.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: <a href="https://www.esa.int/Science_Exploration/Space_Science/Hubble_Euclid_zoom_into_cosmic_eye" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">ESA/Science&amp;Exploration/SpaceScience</a>, 3. März 2026</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/03/1-Hubble_Euclid_zoom_into_Cat_s_Eye_Nebula_pillars.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Hubble &amp; Euclid: Zoom in den Katzenaugennebel Credit: ESA/Hubble &amp; NASA, ESA Euclid/Euclid Consortium/NASA/Q1-2025, J.-C. Cuillandre &amp; E. Bertin (CEA Paris-Saclay), Z. Tsvetanov; Licence: CC BY-SA 3.0 IGO or ESA Standard Licence" data-rl_caption="" title="Hubble &amp; Euclid: Zoom in den Katzenaugennebel Credit: ESA/Hubble &amp; NASA, ESA Euclid/Euclid Consortium/NASA/Q1-2025, J.-C. Cuillandre &amp; E. Bertin (CEA Paris-Saclay), Z. Tsvetanov; Licence: CC BY-SA 3.0 IGO or ESA Standard Licence" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="600" height="250" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/03/1-Hubble_Euclid_zoom_into_Cat_s_Eye_Nebula_pillars-600x250-1.jpg" alt="" class="wp-image-150958" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/03/1-Hubble_Euclid_zoom_into_Cat_s_Eye_Nebula_pillars-600x250-1.jpg 600w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/03/1-Hubble_Euclid_zoom_into_Cat_s_Eye_Nebula_pillars-600x250-1-300x125.jpg 300w" sizes="(max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><em>Hubble &amp; Euclid: Zoom in den Katzenaugennebel<br><mark>Credit: ESA/Hubble &amp; NASA, ESA Euclid/Euclid Consortium/NASA/Q1-2025, J.-C. Cuillandre &amp; E. Bertin (CEA Paris-Saclay), Z. Tsvetanov; Licence: CC BY-SA 3.0 IGO or ESA Standard Licence</mark></em></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Dieser außergewöhnliche planetarische Nebel im Sternbild Draco fasziniert Astronomen seit Jahrzehnten mit seiner komplexen und vielschichtigen Struktur. Beobachtungen mit der Gaia-Mission der ESA haben ergeben, dass der Nebel eine Entfernung von etwa 4300 Lichtjahren hat.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/03/2-Euclid_s_wide_view_of_the_Cat_s_Eye_Nebula_pillars.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="Euclid´s Weitwinkelansicht des Katzenaugennebel Credit: ESA/Hubble &amp; NASA, ESA Euclid/Euclid Consortium/NASA/Q1-2025, J.-C. Cuillandre &amp; E. Bertin (CEA Paris-Saclay), Z. Tsvetanov; Licence: CC BY-SA 3.0 IGO or ESA Standard Licence" data-rl_caption="" title="Euclid´s Weitwinkelansicht des Katzenaugennebel Credit: ESA/Hubble &amp; NASA, ESA Euclid/Euclid Consortium/NASA/Q1-2025, J.-C. Cuillandre &amp; E. Bertin (CEA Paris-Saclay), Z. Tsvetanov; Licence: CC BY-SA 3.0 IGO or ESA Standard Licence" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="400" height="220" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/03/2-Euclid_s_wide_view_of_the_Cat_s_Eye_Nebula_pillars-400x220-1.jpg" alt="" class="wp-image-150960" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/03/2-Euclid_s_wide_view_of_the_Cat_s_Eye_Nebula_pillars-400x220-1.jpg 400w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/03/2-Euclid_s_wide_view_of_the_Cat_s_Eye_Nebula_pillars-400x220-1-300x165.jpg 300w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><em>Euclids Weitwinkelansicht des Katzenaugennebel<br><mark>Credit: ESA/Hubble &amp; NASA, ESA Euclid/Euclid Consortium/NASA/Q1-2025, J.-C. Cuillandre &amp; E. Bertin (CEA Paris-Saclay), Z. Tsvetanov; Licence: CC BY-SA 3.0 IGO or ESA Standard Licence</mark></em></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Planetarische Nebel, die aufgrund ihrer runden Form, wie sie durch frühe Teleskope zu sehen war, so genannt werden, sind in Wirklichkeit expandierendes Gas, das von Sternen in ihrer letzten Evolutionsphase ausgestoßen wird. Diese Tatsache wurde erstmals 1864 am Katzenaugennebel entdeckt – die Untersuchung seines Lichtspektrums zeigt die für Gas charakteristische Emission einzelner Moleküle, wodurch planetarische Nebel von Sternen und Galaxien unterschieden werden können.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Hier wird der Nebel durch die kombinierten Augen des Hubble-Weltraumteleskops der NASA/ESA und des Euclid-Teleskops der ESA gezeigt, wodurch die bemerkenswerte Komplexität des Sterbens von Sternen hervorgehoben wird.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/03/3-Hubble_s_new_view_of_the_Cat_s_Eye_Nebula_pillars.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="Hubbles neue Ansicht des Katzenaugennebels Credit: ESA/Hubble &amp; NASA, Z. Tsvetanov; Licence: CC BY-SA 3.0 IGO or ESA Standard Licence" data-rl_caption="" title="Hubbles neue Ansicht des Katzenaugennebels Credit: ESA/Hubble &amp; NASA, Z. Tsvetanov; Licence: CC BY-SA 3.0 IGO or ESA Standard Licence" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="385" height="400" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/03/3-Hubble_s_new_view_of_the_Cat_s_Eye_Nebula_pillars-385x400-1.jpg" alt="" class="wp-image-150963" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/03/3-Hubble_s_new_view_of_the_Cat_s_Eye_Nebula_pillars-385x400-1.jpg 385w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/03/3-Hubble_s_new_view_of_the_Cat_s_Eye_Nebula_pillars-385x400-1-289x300.jpg 289w" sizes="(max-width: 385px) 100vw, 385px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><em>Hubbles neue Ansicht des Katzenaugennebels<br><mark>Credit: ESA/Hubble &amp; NASA, Z. Tsvetanov; Licence: CC BY-SA 3.0 IGO or ESA Standard Licence</mark></em></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Obwohl Euclid in erster Linie für die Kartierung des fernen Universums konzipiert wurde, erfasst es im Rahmen seiner Deep-Imaging-Durchmusterungen auch den Katzenaugennebel. Auf Euclids Weitwinkelbild im nahen Infrarot und im sichtbaren Licht liegen die Bögen und Filamente des hellen Zentrumsbereichs des Nebels inmitten eines Halos aus bunten Gasfragmenten, die vom Stern wegfliegen.<br>Dieser Ring wurde in einem früheren Stadium aus dem Stern ausgestoßen, bevor sich der Hauptnebel im Zentrum bildete. Der gesamte Nebel hebt sich vor einem Hintergrund voller entfernter Galaxien ab und zeigt, wie lokale astrophysikalische Schönheit und die entferntesten Bereiche des Kosmos in modernen astronomischen Untersuchungen gemeinsam betrachtet werden können.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Kombination der fokussierten Sicht des Hubble-Teleskops mit den Deep-Field-Beobachtungen von Euclid hebt nicht nur die exquisite Struktur des Nebels hervor, sondern stellt ihn auch in den größeren Kontext des Universums, das beide Weltraumteleskope erforschen. Zusammen bieten diese Missionen einen reichhaltigen und sich ergänzenden Blick auf NGC 6543 und enthüllen das empfindliche Zusammenspiel zwischen den Prozessen am Ende des Lebens von Sternen und dem riesigen umgebenden Weltraum.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=631.msg584474#msg584474" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Planetarische Nebel</a></li>
</ul>
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		<title>AES Andes gibt Einstellung des nahe an Paranal geplanten Industrieprojekts INNA bekannt</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/aes-andes-gibt-einstellung-des-nahe-an-paranal-geplanten-industrieprojekts-inna-bekannt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 04 Feb 2026 19:13:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Beobachtung]]></category>
		<category><![CDATA[ELT]]></category>
		<category><![CDATA[Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[Sternenhimmel]]></category>
		<category><![CDATA[Teleskope]]></category>
		<category><![CDATA[VLT]]></category>
		<category><![CDATA[Atacama]]></category>
		<category><![CDATA[CTAO-Süd]]></category>
		<category><![CDATA[ESO]]></category>
		<category><![CDATA[Lichtverschmutzung]]></category>
		<category><![CDATA[Paranal]]></category>
		<category><![CDATA[VLTI]]></category>
		<category><![CDATA[XavierBarcons]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.raumfahrer.net/?p=150450</guid>

					<description><![CDATA[<p>AES Andes hat angekündigt, sich aus dem Megaprojekt INNA zurückzuziehen, das in der Nähe des Paranal-Observatoriums der Europäischen Südsternwarte (ESO) geplant war. Die ESO begrüßt diese Ankündigung und geht davon aus, dass das Projekt bald aus dem chilenischen Umweltprüfungsverfahren (SEA) zurückgezogen wird, wodurch offiziell bestätigt würde, dass INNA nicht weiterverfolgt wird.Eine Pressemitteilung der Europäischen Südsternwarte [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">AES Andes hat angekündigt, sich aus dem Megaprojekt INNA zurückzuziehen, das in der Nähe des Paranal-Observatoriums der Europäischen Südsternwarte (ESO) geplant war. Die ESO begrüßt diese Ankündigung und geht davon aus, dass das Projekt bald aus dem chilenischen Umweltprüfungsverfahren (SEA) zurückgezogen wird, wodurch offiziell bestätigt würde, dass INNA nicht weiterverfolgt wird.<br>Eine Pressemitteilung der Europäischen Südsternwarte ESO.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: <a href="https://www.eso.org/public/news/eso2602/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external"> ESO/Press Release 2602</a>, 2. Fedruar 2026</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/02/DSC7159-CC.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Der Cerro Paranal mit Ansicht der Milchstraße Bildquelle A. Ghizzi Panizza/ESO" data-rl_caption="" title="Der Cerro Paranal mit Ansicht der Milchstraße Bildquelle A. Ghizzi Panizza/ESO" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="400" height="267" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/02/DSC7159-CC-400x267-1.jpg" alt="" class="wp-image-150448" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/02/DSC7159-CC-400x267-1.jpg 400w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/02/DSC7159-CC-400x267-1-300x200.jpg 300w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/02/DSC7159-CC-400x267-1-272x182.jpg 272w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><em>Der Cerro Paranal mit Ansicht der Milchstraße</em><br><em><mark>Bildquelle <a href="https://albertoghizzipanizza.com/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">A. Ghizzi Panizza</a>/ESO</mark></em></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">„Wenn die Absage bestätigt ist, werden wir erleichtert sein, dass der INNA-Industriekomplex nicht in der Nähe von Paranal gebaut wird“, sagte ESO-Generaldirektor Xavier Barcons. „Aufgrund seines geplanten Standorts würde das Projekt eine große Gefahr für den dunkelsten und klarsten Himmel der Erde und für die Leistungsfähigkeit der modernsten astronomischen Einrichtungen weltweit darstellen.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">AES Andes, eine Tochtergesellschaft des US-Unternehmens AES Corporation, <a href="https://www.aesandes.com/en/press-release/aes-andes-focus-renewables-and-storage-discontinues-green-hydrogen-development" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">gab am Freitag, dem 23. Januar, bekannt</a>, dass sie beschlossen habe, INNA, ein Projekt für grünen Wasserstoff und grünes Ammoniak, einzustellen, um sich stattdessen auf ihr Portfolio an erneuerbaren Energien zu konzentrieren. Eine <a href="https://www.eso.org/public/news/eso2506/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">detaillierte technische Analyse der ESO im letzten Jahr</a> ergab, dass INNA den dunklen Himmel über Paranal und die Funktionsfähigkeit der dortigen Anlagen schwerwiegend und irreversibel beeinträchtigen würde. Die größten Auswirkungen, von denen Einrichtungen wie das Very Large Telescope (<a href="https://www.eso.org/public/teles-instr/paranal-observatory/vlt/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">VLT</a>), das VLT Interferometer (<a href="https://www.eso.org/public/teles-instr/paranal-observatory/vlt/vlti/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">VLTI</a>), das Extremely Large Telescope (<a href="https://elt.eso.org/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">ELT</a>) und <a href="https://www.eso.org/public/teles-instr/paranal-observatory/ctao/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">CTAO</a>-South betroffen wären, würden durch Lichtverschmutzung, Mikrovibrationen, Staub und eine Zunahme der Luftturbulenzen in der Region verursacht werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Fall INNA und der <a href="https://www.eso.org/public/images/INNA-map-EN/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">vorgeschlagene Standort</a> verdeutlichen die dringende Notwendigkeit, klare Schutzmaßnahmen in der Umgebung von astronomischen Observatorien zu ergreifen. Solche Maßnahmen sind unerlässlich, damit astronomische Observatorien ihren Betrieb fortsetzen können, insbesondere in einer Region, die aufgrund der außergewöhnlichen Dunkelheit des Himmels über Nordchile weithin als weltweit bester Standort für optische Astronomieanlagen gilt. „Wir werden weiterhin eng mit lokalen, regionalen und nationalen Behörden zusammenarbeiten, um den dunklen Himmel über Nordchile zu schützen, ein unersetzliches Naturerbe, das für unser Verständnis des Universums von entscheidender Bedeutung ist und Weltklasse-Astronomie zum Nutzen Chiles und der globalen wissenschaftlichen Gemeinschaft ermöglicht“, sagt Itziar de Gregorio-Monsalvo, Vertreterin der ESO in Chile.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Es war unglaublich beruhigend zu sehen, dass sich so viele Menschen in Chile und auf der ganzen Welt im Rahmen des INNA-Projekts intensiv für den Schutz des dunklen und ruhigen Himmels einsetzen und sich aktiv dafür stark machen“, sagt Barcons. „Wir sind aufrichtig dankbar für dieses Engagement und diese Solidarität. Es gibt uns Zuversicht, dass wir durch unsere Zusammenarbeit den dunklen und ruhigen Himmel in Chile und anderswo weiterhin schützen können – für die astronomische Forschung und für die Menschheit.“ Seitdem das Projekt im Dezember 2024 bei der SEA eingereicht wurde, haben sich Mitglieder der Astronomiegemeinschaft in Chile, in den ESO-Mitgliedstaaten und darüber hinaus, politische Entscheidungsträger und Behörden auf internationaler, nationaler, regionaler und lokaler Ebene sowie unzählige Mitglieder der Öffentlichkeit für dieses gemeinsame Ziel ausgesprochen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die ESO wird ihre Bemühungen weiter intensivieren, um sicherzustellen, dass der unberührte Himmel über Paranal auch weiterhin das weltweit beste Fenster zur Beobachtung des Universums bleibt. Sie engagiert sich außerdem im umfassenderen <a href="https://www.eso.org/public/announcements/ann25010/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Kampf gegen Lichtverschmutzung und Störungen durch Satelliten</a> und trägt so dazu bei, das natürliche Erbe eines dunklen und ruhigen Himmels auf der ganzen Welt für zukünftige Generationen zu sichern.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Weitere Informationen</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Europäische Südsternwarte (ESO) ermöglicht Wissenschaftlern weltweit, die Geheimnisse des Universums zum Wohle aller zu erforschen. Wir entwerfen, bauen und betreiben erstklassige Observatorien am Boden, die Astronomen nutzen, um spannende Fragen zu beantworten und die Faszination der Astronomie zu verbreiten, und fördern die internationale Zusammenarbeit in der Astronomie. Die ESO wurde 1962 als zwischenstaatliche Organisation gegründet und wird heute von 16 Mitgliedstaaten (Belgien, Dänemark, Deutschland, Finnland, Frankreich, Irland, Italien, Niederlande, Österreich, Polen, Portugal, Schweden, Schweiz, Spanien, Tschechien und Vereinigtes Königreich) sowie dem Gastland Chile und Australien als strategischem Partner unterstützt. Der Hauptsitz der ESO sowie ihr Besucherzentrum und Planetarium, die ESO Supernova, befinden sich in der Nähe von München in Deutschland, während unsere Teleskope in der chilenischen Atacama-Wüste stehen, einem wunderbaren Ort mit einzigartigen Bedingungen für die Beobachtung des Himmels. Die ESO betreibt drei Beobachtungsstandorte: La Silla, Paranal und Chajnantor. In Paranal betreibt die ESO das Very Large Telescope und dessen Very Large Telescope Interferometer sowie Durchmusterungsteleskope wie VISTA. Ebenfalls in Paranal wird die ESO den südlichen Teil des Cherenkov Telescope Array Observatory beherbergen und betreiben, das weltweit größte und empfindlichste Gammastrahlen-Observatorium. Zusammen mit internationalen Partnern betreibt die ESO auf Chajnantor das ALMA, eine Anlage, die den Himmel im Millimeter- und Submillimeterbereich beobachtet. Auf dem Cerro Armazones in der Nähe von Paranal bauen wir derzeit das „größte Auge der Welt auf den Himmel“ – das Extremely Large Telescope der ESO. Von unseren Büros in Santiago de Chile aus unterstützen wir unsere Aktivitäten im Land und pflegen den Kontakt zu chilenischen Partnern und der Gesellschaft.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=15786.msg583526#msg583526" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">ESO</a></li>
</ul>
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		<item>
		<title>Astrophilie: Das Sternenpaar Altair &#038; Wega</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/astrophilie-das-sternenpaar-altair-wega/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Anna-Janina Stöhr]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 23 Dec 2025 14:01:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Astrophilie]]></category>
		<category><![CDATA[Beobachtung]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Sterne]]></category>
		<category><![CDATA[Sternenhimmel]]></category>
		<category><![CDATA[Top-Meldungen]]></category>
		<category><![CDATA[Altair]]></category>
		<category><![CDATA[China]]></category>
		<category><![CDATA[Vega]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Astrophilie beschreibt die besondere Faszination für den Nachthimmel und die Objekte des Universums. In dieser Serie werfen wir einen Blick auf kosmische Phänomene, die durch ihre Form, Struktur oder Symbolik die Romantik des Weltraums hervorheben. Im Fokus des vierten Teils der Serie: Die Sterne Altair und Wega. Beitrag von Anna-Janina Stöhr, Quellen: ChinaCulture, Cornell University, [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Astrophilie beschreibt die besondere Faszination für den Nachthimmel und die Objekte des Universums. In dieser Serie werfen wir einen Blick auf kosmische Phänomene, die durch ihre Form, Struktur oder Symbolik die Romantik des Weltraums hervorheben. Im Fokus des vierten Teils der Serie: Die Sterne Altair und Wega.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Beitrag von Anna-Janina Stöhr, Quellen: ChinaCulture, Cornell University, Harvard University Press, Astronomy &amp; Astrophysics, 23. Dezember 2025.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/12/Niulang_and_Zhinv_Long_Corridor_Large.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Niulang und Zhinu auf der Brücke der Elstern, Darstellung im Sommer-Palast in Beijing. Credit: shizhao" data-rl_caption="" title="Niulang und Zhinu auf der Brücke der Elstern, Darstellung im Sommer-Palast in Beijing. Credit: shizhao" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/12/Niulang_and_Zhinv_Long_Corridor.jpg" alt=""/></a><figcaption class="wp-element-caption">Niulang und Zhinu auf der Brücke der Elstern, Darstellung im Sommer-Palast in Beijing. Credit: <a href="https://zh.wikipedia.org/zh-hant/%E7%BB%87%E5%A5%B3#/media/File:Niulang_and_Zhinv_(Long_Corridor).JPG" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">shizhao</a></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Für die Liebe braucht es immer zwei Menschen und auch am Himmel scheint es ein legendäres Liebespaar zu geben: Altair und Wega, die in verschiedenen Kulturen, besonders in China, als Sternenliebende gelten. <br>In diesem Teil der Astrophilie-Reihe werden die Geschichte der zwei sowie ein paar astronomische Fakten zu den Sternen erzählt. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Die Geschichte der ewigen Liebenden: Altair &amp; Wega</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Zunächst müssen wir die beiden Protagonisten kennenlernen. Altair ist der hellste Stern im Sternbild Aquila (Adler); Wega (auch Vega) ist der Hauptstern des Sternbildes Leier (Lyra). Zusammen mit dem Stern Deneb bilden sie auch das bekannte Sommerdreieck. In der chinesischen Volkssage “Kuhhirte und Weberin” werden die beiden Sterne personifiziert als Zhinu (織女), die Weberin (Vega), und Niulang (牛郎), der Kuhhirte (Altair). Die Geschichte ist bereits über 2000 Jahre alt und entwickelte sich langsam während der Han-Dynastie (206 v. Chr. – 220 n. Chr.)<sup data-fn="14586c62-c4c0-4c6d-81cb-427029bf1e9a" class="fn"><a href="#14586c62-c4c0-4c6d-81cb-427029bf1e9a" id="14586c62-c4c0-4c6d-81cb-427029bf1e9a-link">1</a></sup>. Wie für solche Volkssagen üblich, gibt es entsprechend nicht &#8222;die eine&#8220; offizielle Version und die verschiedensten Überlieferungen variieren in Details. Grundsätzlich lasen die Menschen damals jedoch das folgende aus dem Sternenhimmel: </p>



<figure class="wp-block-image alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/12/Magpie_bridge_v1.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="Die Elsterbrücke (Magpie Bridge), die die Sterne verbindet. Credit: OperaJoeGreen" data-rl_caption="" title="Die Elsterbrücke (Magpie Bridge), die die Sterne verbindet. Credit: OperaJoeGreen" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/12/Magpie_bridge_v11.jpg" alt=""/></a><figcaption class="wp-element-caption">Die Elsterbrücke (Magpie Bridge), die die Sterne verbindet. Credit: <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/File:Magpie_bridge.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">OperaJoeGreen</a></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Der Kuhhirte Niulang begegnete eines Tages sieben Feenschwestern, die in einem See badeten. Mit Hilfe seines schelmischen Ochsen stahl er ihre Kleider. Die jüngste und schönste Schwester, Zhinu, sollte daraufhin die Kleidung der Feen wieder zurückholen. Da Niulang sie somit jedoch nackt gesehen hatte, stimmten die zwei einer Heirat zu. Sie lebten glücklich zusammen und bekamen zwei Kinder.<br>Doch die Himmelsgöttin (oder in manchen Versionen Zhinus Mutter) erfuhr, dass die Fee einen sterblichen Mann geheiratet hatte, und befahl Zhinu, zurück in den Himmel zu kehren, wo sie wieder ihrer Aufgabe des Wolkenwebens nachgehen musste.<br>Niulang war verzweifelt. Sein sprechender Ochse riet ihm, ihn zu töten, die Haut anzuziehen und so in den Himmel zu gelangen. Niulang folgte dem Rat, nahm die Kinder mit und suchte seine Frau im Himmel.<br>Die Göttin entdeckte dies und war wütend. Mit ihrer Haarnadel zog sie einen breiten Fluss am Himmel (die Milchstraße) um die Liebenden für immer zu trennen. Zhinu sitzt nun auf einer Seite des Himmelsflusses und webt traurig, während Niulang sie von der anderen Seite aus beobachtet und sich um ihre Kinder kümmert.<br>Doch einmal im Jahr haben die Elstern Mitleid mit ihnen, und zwar am siebten Tag des siebten Monats des Mondkalenders: Sie bilden über der Milchstraße eine Brücke aus Flügeln, sodass Niulang und Zhinu für eine Nacht vereint sein können. Zur Feier der Liebenden wird in China jährlich das Qixi Fest veranstaltet<sup data-fn="103084c1-e06f-4133-a4d8-609d94da66aa" class="fn"><a href="#103084c1-e06f-4133-a4d8-609d94da66aa" id="103084c1-e06f-4133-a4d8-609d94da66aa-link">2</a></sup>.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Die Protagonisten im Überblick</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Doch wer genau steckt hinter den beiden Liebenden, und was ist an diesen Sternen so besonders?</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Vega liegt nördlich (bzw. „auf der einen Seite“) der Milchstraße, Altair liegt südlich („auf der anderen Seite“) davon. Um den siebten Tag des siebten Mondmonats stehen Altair und Vega besonders hoch, die Milchstraße wirkt schmaler zwischen ihnen und die Sterne erscheinen visuell auffällig nah beieinander. Entsprechend entstand die Legende, dass die Elstern eine Brücke für die zwei gebaut haben.</li>



<li>Vega ist ein schnell rotierender Stern, etwa 25 Lichtjahre von der Erde entfernt. Interferometrische Messungen zeigen, dass Vega ein sogenannter Rapid Rotator ist, der fast am Rotationsabbruchlimit rotiert und stark abgeplattet ist<sup data-fn="d28ff4e4-c7f0-4782-8693-e226297b3584" class="fn"><a id="d28ff4e4-c7f0-4782-8693-e226297b3584-link" href="#d28ff4e4-c7f0-4782-8693-e226297b3584">3</a></sup>.</li>



<li>Vega hat eine Staub-/Trümmerscheibe um sich herum. Diese wurde erstmals als Infrarot-Überschuss entdeckt<sup data-fn="62f885a9-ee12-4efc-985d-ebe6368ba173" class="fn"><a id="62f885a9-ee12-4efc-985d-ebe6368ba173-link" href="#62f885a9-ee12-4efc-985d-ebe6368ba173">4</a></sup>.</li>



<li>Altair rotiert ebenso als Rapid Rotator extrem schnell, mit äquatorialer Rotationsgeschwindigkeit von etwa 250–290 km/s, und ist etwa 17 Lichtjahre von der Erde entfernt<sup data-fn="17957ccd-a5e5-41c3-b458-4fd9312dbe29" class="fn"><a href="#17957ccd-a5e5-41c3-b458-4fd9312dbe29" id="17957ccd-a5e5-41c3-b458-4fd9312dbe29-link">5</a></sup>. Dadurch ist er ebenfalls abgeplattet.</li>



<li>Altair ist ein Delta Scuti-Stern, das heißt, er zeigt schwache Helligkeitsschwankungen durch innere Pulsation<sup data-fn="d3ba835e-b60f-4e4a-a585-ddbc2f16da27" class="fn"><a href="#d3ba835e-b60f-4e4a-a585-ddbc2f16da27" id="d3ba835e-b60f-4e4a-a585-ddbc2f16da27-link">6</a></sup>. </li>



<li>In der chinesischen Raumfahrt wird der Mythos der zwei Sternenliebenden als Namensgeber für ein Relais-Satellitensystem zur Kommunikation genutzt: <a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=20095.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Elsterbrücke, oder auch Queqiao</a> (鹊桥).</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Der nächste Teil der Astrophilie-Serie wird sich mit dem Asteroiden Eros beschäftigen.</p>



<div class="wp-block-group is-layout-constrained wp-block-group-is-layout-constrained"><div class="wp-block-group__inner-container">
<p class="wp-block-paragraph"><strong>Die Liebe zum Universum</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Wer sich für Himmelsobjekte begeistert oder auch einfach gerne in den Nachthimmel schaut, trägt oft eine besondere Form der Faszination in sich. Vielleicht schwingt sogar etwas <strong>Astrophilie </strong>mit, also die Liebe zu Sternen und dem Weltall im Allgemeinen. Der Begriff setzt sich aus dem altgriechischen ἄστρον (ástron, “Stern”) und dem Suffix „-philia“ (Liebe) zusammen. Wer genau ihn prägte, ist unklar. Laut <a href="https://www.oed.com/dictionary/astrophile_n?tl=true" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Oxford English Dictionary</a> tauchte er erstmals 1631 in einem Text des britischen Astrologen John Booker auf.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese kleine Definition bildet den Kern unserer Reihe: die Neugier und Anziehungskraft, die Menschen seit jeher mit dem Universum verbinden.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=20772.msg582360#msg582360" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Astrophilie: Über die Romantik des Weltraums </a></li>
</ul>


<ol class="wp-block-footnotes"><li id="14586c62-c4c0-4c6d-81cb-427029bf1e9a">Mark Edward Lewis,<strong><em> The Early Chinese Empires: Qin and Han</em></strong>, Harvard University Press. <a href="#14586c62-c4c0-4c6d-81cb-427029bf1e9a-link" aria-label="Zur Fußnotenreferenz 1 navigieren"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" />︎</a></li><li id="103084c1-e06f-4133-a4d8-609d94da66aa">https://en.chinaculture.org/focus/focus/2010qixi/2010-08/16/content_391106.html <a href="#103084c1-e06f-4133-a4d8-609d94da66aa-link" aria-label="Zur Fußnotenreferenz 2 navigieren"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" />︎</a></li><li id="d28ff4e4-c7f0-4782-8693-e226297b3584">https://arxiv.org/abs/astro-ph/0603327 <a href="#d28ff4e4-c7f0-4782-8693-e226297b3584-link" aria-label="Zur Fußnotenreferenz 3 navigieren"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" />︎</a></li><li id="62f885a9-ee12-4efc-985d-ebe6368ba173">https://www.aanda.org/articles/aa/full_html/2010/10/aa14574-10/aa14574-10.html <a href="#62f885a9-ee12-4efc-985d-ebe6368ba173-link" aria-label="Zur Fußnotenreferenz 4 navigieren"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" />︎</a></li><li id="17957ccd-a5e5-41c3-b458-4fd9312dbe29">https://www.aanda.org/articles/aa/full_html/2024/07/aa49833-24/aa49833-24.html <a href="#17957ccd-a5e5-41c3-b458-4fd9312dbe29-link" aria-label="Zur Fußnotenreferenz 5 navigieren"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" />︎</a></li><li id="d3ba835e-b60f-4e4a-a585-ddbc2f16da27">https://www.aanda.org/articles/aa/full_html/2024/07/aa49833-24/aa49833-24.html <a href="#d3ba835e-b60f-4e4a-a585-ddbc2f16da27-link" aria-label="Zur Fußnotenreferenz 6 navigieren"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" />︎</a></li></ol>


<p class="wp-block-paragraph"></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Das SPHEREx-Observatorium erstellt ihre erste, eine einzigartige kosmische Karte.</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/das-spherex-observatorium-der-nasa-erstellt-erste-kosmische-karte-die-ihresgleichen-sucht/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 20 Dec 2025 19:32:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Kosmologie]]></category>
		<category><![CDATA[SPHEREx]]></category>
		<category><![CDATA[Sterne]]></category>
		<category><![CDATA[Sternenhimmel]]></category>
		<category><![CDATA[Top-Meldungen]]></category>
		<category><![CDATA[Infrarot]]></category>
		<category><![CDATA[Infrarot Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Jet Propulsion Laboratory]]></category>
		<category><![CDATA[NASA-Budget]]></category>
		<category><![CDATA[Universum]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.raumfahrer.net/?p=149873</guid>

					<description><![CDATA[<p>Das im März gestartete Weltraumteleskop SPHEREx der NASA hat seine erste Infrarotkarte des gesamten Himmels in 102 Farben fertiggestellt.Eine Pressemitteilung der National Aeronautics and Space Administration NASA. Quelle: NASA / Jet Propulsion Laboratory, 18. Dezember 2025 Diese 102 Infrarotwellenlängen des Lichts sind für das menschliche Auge zwar nicht sichtbar, aber ein großer Anteil der Strahlung [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Das im März gestartete Weltraumteleskop SPHEREx der NASA hat seine erste Infrarotkarte des gesamten Himmels in 102 Farben fertiggestellt.<br>Eine Pressemitteilung der National Aeronautics and Space Administration NASA.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: <a href="https://www.nasa.gov/missions/spherex/nasas-spherex-observatory-completes-first-cosmic-map-like-no-other/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">NASA / Jet Propulsion Laboratory</a>, 18. Dezember 2025</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe loading="lazy" title="SPHEREx First All-Sky Map — Panorama" width="1200" height="675" src="https://www.youtube.com/embed/kzTH_MXwRBs?list=PLTiv_XWHnOZrfLibq-Y1t8T0V3DnSYNph" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe>
</div><figcaption class="wp-element-caption"><em>Dieser Panoramablick auf die erste Vollhimmelskarte von SPHEREx zeigt, wie der Himmel für das Teleskop aussieht. Er wechselt zwischen Beobachtungen der Farben, die von heißem Wasserstoffgas (blau) und kosmischem Staub (rot) ausgestrahlt werden, und denen, die hauptsächlich von Sternen ausgestrahlt werden.<br><mark>Quelle: NASA/JPL-Caltech</mark></em></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Diese 102 Infrarotwellenlängen des Lichts sind für das menschliche Auge zwar nicht sichtbar, aber ein großer Anteil der Strahlung im Kosmos liegt in diesen Bereichen. Die Beobachtung des gesamten Himmels auf diese Weise ermöglicht es Wissenschaftlern, wichtige Fragen zu beantworten, darunter auch, wie ein dramatisches Ereignis, das sich in der ersten Milliardstel Billionstel Billionstel Sekunde nach dem Urknall ereignete, die 3D-Verteilung von Hunderten Millionen Galaxien in unserem Universum beeinflusst hat. Darüber hinaus werden Wissenschaftler die Daten nutzen, um zu untersuchen, wie sich Galaxien im Laufe der fast 14 Milliarden Jahre alten Geschichte des Universums verändert haben, und um mehr über die Verteilung der wichtigsten Bestandteile für Leben in unserer eigenen Galaxie zu erfahren.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/12/1-e1a-spherex-all-sky-stars-and-gas-dust.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Das SPHEREx-Projekt der NASA hat den gesamten Himmel in 102 Infrarotfarben kartografiert, die für das menschliche Auge unsichtbar sind, aber dazu verwendet werden können, verschiedene Merkmale des Kosmos sichtbar zu machen. Dieses Bild zeigt eine Auswahl von Farben, die hauptsächlich von Sternen (blau, grün und weiß), heißem Wasserstoffgas (blau) und kosmischem Staub (rot) ausgestrahlt werden. Quelle: NASA/JPL-Caltech" data-rl_caption="" title="Das SPHEREx-Projekt der NASA hat den gesamten Himmel in 102 Infrarotfarben kartografiert, die für das menschliche Auge unsichtbar sind, aber dazu verwendet werden können, verschiedene Merkmale des Kosmos sichtbar zu machen. Dieses Bild zeigt eine Auswahl von Farben, die hauptsächlich von Sternen (blau, grün und weiß), heißem Wasserstoffgas (blau) und kosmischem Staub (rot) ausgestrahlt werden. Quelle: NASA/JPL-Caltech" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="400" height="225" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/12/1-e1a-spherex-all-sky-stars-and-gas-dust-400x225-1.jpg" alt="" class="wp-image-149867" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/12/1-e1a-spherex-all-sky-stars-and-gas-dust-400x225-1.jpg 400w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/12/1-e1a-spherex-all-sky-stars-and-gas-dust-400x225-1-300x169.jpg 300w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Das SPHEREx-Projekt der NASA hat den gesamten Himmel in 102 Infrarotfarben kartografiert, die für das menschliche Auge unsichtbar sind, aber dazu verwendet werden können, verschiedene Merkmale des Kosmos sichtbar zu machen. Dieses Bild zeigt eine Auswahl von Farben, die hauptsächlich von Sternen (blau, grün und weiß), heißem Wasserstoffgas (blau) und kosmischem Staub (rot) ausgestrahlt werden.<br><mark>Quelle: NASA/JPL-Caltech</mark></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">„Es ist unglaublich, wie viele Informationen <a href="https://science.nasa.gov/mission/spherex/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">SPHEREx</a> in nur sechs Monaten gesammelt hat – Informationen, die besonders wertvoll sind, wenn sie zusammen mit den Daten unserer anderen Missionen genutzt werden, um unser Universum besser zu verstehen“, sagte Shawn Domagal-Goldman, Direktor der Astrophysik-Abteilung im NASA-Hauptquartier in Washington. „Wir verfügen im Wesentlichen über 102 neue Karten des gesamten Himmels, jede in einer anderen Wellenlänge und mit einzigartigen Informationen über die Objekte, die sie zeigt. Ich denke, jeder Astronom wird hier etwas Wertvolles finden, da die Missionen der NASA es der Welt ermöglichen, grundlegende Fragen darüber zu beantworten, wie das Universum entstanden ist und wie es sich verändert hat, um schließlich einen Lebensraum für uns zu schaffen.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">SPHEREx (kurz für Spectro-Photometer for the History of the Universe, Epoch of Reionization, and Ices Explorer) umkreist die Erde etwa 14½ Mal pro Tag und bewegt sich dabei von Norden nach Süden über die Pole hinweg. Jeden Tag nimmt er etwa 3.600 Bilder entlang eines kreisförmigen Streifens des Himmels auf, und im Laufe der Tage, während sich der Planet um die Sonne bewegt, verschiebt sich auch das Sichtfeld von SPHEREx. Nach sechs Monaten hat das Observatorium den Weltraum in alle Richtungen beobachtet und den gesamten Himmel in 360 Grad erfasst.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/12/2-e1b-pia26600-fig-a-docx.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="Dieses SPHEREx-Bild zeigt eine Auswahl der Infrarotfarben, die hauptsächlich von Sternen und Galaxien ausgestrahlt werden. Das Weltraumteleskop beobachtet Hunderte Millionen weit entfernter Galaxien am Himmel. Seine Multiwellenlängenansicht wird Astronomen dabei helfen, die Entfernung zu diesen Galaxien zu messen. Quelle: NASA/JPL-Caltech" data-rl_caption="" title="Dieses SPHEREx-Bild zeigt eine Auswahl der Infrarotfarben, die hauptsächlich von Sternen und Galaxien ausgestrahlt werden. Das Weltraumteleskop beobachtet Hunderte Millionen weit entfernter Galaxien am Himmel. Seine Multiwellenlängenansicht wird Astronomen dabei helfen, die Entfernung zu diesen Galaxien zu messen. Quelle: NASA/JPL-Caltech" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="400" height="225" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/12/2-e1b-pia26600-fig-a-docx-400x225-1.jpg" alt="" class="wp-image-149869" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/12/2-e1b-pia26600-fig-a-docx-400x225-1.jpg 400w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/12/2-e1b-pia26600-fig-a-docx-400x225-1-300x169.jpg 300w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Dieses SPHEREx-Bild zeigt eine Auswahl der Infrarotfarben, die hauptsächlich von Sternen und Galaxien ausgestrahlt werden. Das Weltraumteleskop beobachtet Hunderte Millionen weit entfernter Galaxien am Himmel. Seine Multiwellenlängenansicht wird Astronomen dabei helfen, die Entfernung zu diesen Galaxien zu messen.<br><mark>Quelle: NASA/JPL-Caltech</mark></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Die Mission, die vom Jet Propulsion Laboratory der NASA in Südkalifornien geleitet wird, <a href="https://www.jpl.nasa.gov/news/nasas-spherex-space-telescope-begins-capturing-entire-sky/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">begann im Mai mit der Kartierung</a> des Himmels und stellte im Dezember ihr erstes Mosaik des gesamten Himmels fertig. Während ihrer zweijährigen Hauptmission wird sie drei weitere Scans des gesamten Himmels durchführen, und durch die Zusammenführung dieser Karten wird die Empfindlichkeit der Messungen erhöht. Der gesamte Datensatz steht Wissenschaftlern und der Öffentlichkeit <a href="https://www.jpl.nasa.gov/news/how-nasas-spherex-mission-will-share-its-all-sky-map-with-the-world/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">frei zur Verfügung</a>.<br>„SPHEREx ist eine mittelgroße astrophysikalische Mission, die große wissenschaftliche Erkenntnisse liefert“, sagte JPL-Direktor Dave Gallagher. „Es ist ein phänomenales Beispiel dafür, wie wir mutige Ideen in die Realität umsetzen und damit ein enormes Potenzial für Entdeckungen erschließen.“</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Superleistungsstarkes Teleskop</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Jede der 102 von SPHEREx erfassten Farben steht für eine Wellenlänge des Infrarotlichts, und jede Wellenlänge liefert einzigartige Informationen über die Galaxien, Sterne, Planetenentstehungsgebiete und andere kosmische Merkmale darin. Beispielsweise strahlen dichte Staubwolken in unserer Galaxie, in denen Sterne und Planeten entstehen, in bestimmten Wellenlängen hell, während sie in anderen Wellenlängen kein Licht abgeben (und daher völlig unsichtbar sind). Der Prozess der Aufspaltung des Lichts einer Quelle in seine einzelnen Wellenlängen wird als Spektroskopie bezeichnet.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/12/3-e1c-pia26600-fig-b.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="Auf diesem SPHEREx-Bild sind die Infrarotfarben zu sehen, die hauptsächlich von Staub (rot) und heißem Gas (blau) ausgestrahlt werden, den wichtigsten Bestandteilen für die Entstehung neuer Sterne und Planeten. Obwohl diese Materiewolken einen großen Teil des Himmels bedecken, sind sie in den meisten Wellenlängen des Lichts, einschließlich derjenigen, die das menschliche Auge wahrnehmen kann, unsichtbar. Quelle: NASA/JPL-Caltech" data-rl_caption="" title="Auf diesem SPHEREx-Bild sind die Infrarotfarben zu sehen, die hauptsächlich von Staub (rot) und heißem Gas (blau) ausgestrahlt werden, den wichtigsten Bestandteilen für die Entstehung neuer Sterne und Planeten. Obwohl diese Materiewolken einen großen Teil des Himmels bedecken, sind sie in den meisten Wellenlängen des Lichts, einschließlich derjenigen, die das menschliche Auge wahrnehmen kann, unsichtbar. Quelle: NASA/JPL-Caltech" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="400" height="225" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/12/3-e1c-pia26600-fig-b-400x225-1.jpg" alt="" class="wp-image-149871" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/12/3-e1c-pia26600-fig-b-400x225-1.jpg 400w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/12/3-e1c-pia26600-fig-b-400x225-1-300x169.jpg 300w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Auf diesem SPHEREx-Bild sind die Infrarotfarben zu sehen, die hauptsächlich von Staub (rot) und heißem Gas (blau) ausgestrahlt werden, den wichtigsten Bestandteilen für die Entstehung neuer Sterne und Planeten. Obwohl diese Materiewolken einen großen Teil des Himmels bedecken, sind sie in den meisten Wellenlängen des Lichts, einschließlich derjenigen, die das menschliche Auge wahrnehmen kann, unsichtbar.<br><mark>Quelle: NASA/JPL-Caltech</mark></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Zwar haben auch einige frühere Missionen den gesamten Himmel kartiert, wie beispielsweise der <a href="https://www.jpl.nasa.gov/missions/wide-field-infrared-survey-explorer-wise/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Wide-field Infrared Survey Explorer</a> der NASA, aber keine davon hat dies in annähernd so vielen Farben getan wie SPHEREx. Im Gegensatz dazu kann das <a href="https://science.nasa.gov/mission/webb/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">James-Webb-Weltraumteleskop</a> der NASA Spektroskopie mit deutlich mehr Wellenlängen des Lichts durchführen als SPHEREx, hat jedoch ein tausendmal kleineres Sichtfeld. Die Kombination aus Farben und einem so großen Sichtfeld macht SPHEREx so leistungsstark.<br>„Die Superkraft von SPHEREx besteht darin, dass es etwa alle sechs Monate den gesamten Himmel in 102 Farben erfasst. Das ist eine erstaunliche Menge an Informationen, die in kurzer Zeit gesammelt werden“, sagte Beth Fabinsky, SPHEREx-Projektmanagerin am JPL. „Ich denke, das macht uns zum Fangschreckenkrebs unter den Teleskopen, denn wir verfügen über ein erstaunliches mehrfarbiges visuelles Erkennungssystem und können außerdem einen sehr weiten Bereich unserer Umgebung sehen.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Um diese Leistung zu vollbringen, verwendet SPHEREx sechs Detektoren, die jeweils mit einem speziell entwickelten Filter mit einem Farbverlauf von 17 Farben ausgestattet sind. Das bedeutet, dass jedes mit diesen sechs Detektoren aufgenommene Bild 102 Farben (sechs mal 17) enthält. Es bedeutet auch, dass jede von SPHEREx erstellte Vollhimmelskarte eigentlich aus 102 Karten in jeweils unterschiedlichen Farben besteht.<br>Das Observatorium wird diese Farben nutzen, um die Entfernung zu Hunderten von Millionen Galaxien zu messen. Obwohl die Positionen der meisten dieser Galaxien bereits von anderen Observatorien in zwei Dimensionen kartiert wurden, wird die Karte von SPHEREx in 3D erstellt, sodass Wissenschaftler subtile Unterschiede in der Anordnung und Verteilung der Galaxien im Universum messen können.</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe loading="lazy" title="SPHEREx First All-Sky Map — Spectrum" width="1200" height="675" src="https://www.youtube.com/embed/BFPHN4yOy2Y?list=PLTiv_XWHnOZrfLibq-Y1t8T0V3DnSYNph" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe>
</div><figcaption class="wp-element-caption"><em>Jedes Einzelbild dieses Films zeigt den gesamten Himmel in einer anderen Infrarotwellenlänge, die durch den Farbbalken in der oberen rechten Ecke angezeigt wird. Die vom SPHEREx-Observatorium der NASA aufgenommenen Karten veranschaulichen, wie die Betrachtung des Universums in verschiedenen Wellenlängen des Lichts einzigartige kosmische Merkmale offenbaren kann.<br><mark>Quelle: NASA/JPL-Caltech</mark></em></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Messungen werden Einblicke in ein Ereignis liefern, das sich in der ersten Milliardstel Milliardstel Milliardstel Sekunde nach dem Urknall ereignet hat. In diesem Moment, der als Inflation bezeichnet wird, dehnte sich das Universum um das Billionenfache aus. Seitdem hat sich nichts Vergleichbares im Universum ereignet, und Wissenschaftler möchten dieses Phänomen besser verstehen. Der Ansatz der SPHEREx-Mission ist ein Weg, um diese Bemühungen zu unterstützen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Weitere Informationen zu SPHEREx</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die SPHEREx-Mission wird vom JPL für die Astrophysikabteilung der NASA innerhalb der Wissenschaftsdirektion in Washington geleitet. Das Teleskop und der Raumfahrzeugbus wurden von BAE Systems gebaut. Die wissenschaftliche Analyse der SPHEREx-Daten wird von einem Team von Wissenschaftlern aus 10 Institutionen in den USA, Südkorea und Taiwan durchgeführt. Die Daten werden am <a href="https://www.ipac.caltech.edu/project/spherex" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">IPAC</a> am Caltech in Pasadena verarbeitet und archiviert, das das JPL für die NASA verwaltet. Der Hauptforscher der Mission ist am Caltech tätig und hat eine gemeinsame Anstellung am JPL. Der SPHEREx-Datensatz ist öffentlich zugänglich.<br>Weitere Informationen über die SPHEREx-Mission finden Sie unter: <a href="https://science.nasa.gov/mission/spherex/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">https://science.nasa.gov/mission/spherex/</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=20374.msg582292#msg582292" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">SPHEREx-Weltraumteleskop auf Falcon 9</a></li>
</ul>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/das-spherex-observatorium-der-nasa-erstellt-erste-kosmische-karte-die-ihresgleichen-sucht/" data-wpel-link="internal">Das SPHEREx-Observatorium erstellt ihre erste, eine einzigartige kosmische Karte.</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>NASA stellt Nancy Grace Roman Weltraumteleskop fertig</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/nasa-stellt-nancy-grace-roman-weltraumteleskop-fertig/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 07 Dec 2025 08:52:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Extrasolar]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das nächste große Teleskop der NASA ist nun vollständig montiert. Am 25. November fügten Techniker die inneren und äußeren Teile des Nancy Grace Roman Space Telescope im größten Reinraum des Goddard Space Flight Center der Behörde in Greenbelt, Maryland, zusammen.Eine Pressemitteilung der National Aeronautics and Space Administration NASA. Quelle: NASA / Missions, 4. Dezember 2025 [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Das nächste große Teleskop der NASA ist nun vollständig montiert. Am 25. November fügten Techniker die inneren und äußeren Teile des Nancy Grace Roman Space Telescope im größten Reinraum des Goddard Space Flight Center der Behörde in Greenbelt, Maryland, zusammen.<br>Eine Pressemitteilung der National Aeronautics and Space Administration NASA.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: <a href="https://www.nasa.gov/missions/roman-space-telescope/nasa-completes-nancy-grace-roman-space-telescope-construction/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">NASA / Missions</a>, 4. Dezember 2025</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/12/NASAs-Nyce-Grace-Roman-Space-Teleskop-is-fully-assembled.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Das Nancy Grace Roman Space Telescope der NASA ist nun vollständig montiert, nachdem am 25. November im Goddard Space Flight Center der Behörde in Greenbelt, Maryland, die beiden Hauptsegmente integriert wurden. Der Start der Mission ist für Mai 2027 geplant, aber das Team ist auf dem besten Weg, bereits im Herbst 2026 starten zu können. Quelle: NASA/Jolearra Tshiteya" data-rl_caption="" title="Das Nancy Grace Roman Space Telescope der NASA ist nun vollständig montiert, nachdem am 25. November im Goddard Space Flight Center der Behörde in Greenbelt, Maryland, die beiden Hauptsegmente integriert wurden. Der Start der Mission ist für Mai 2027 geplant, aber das Team ist auf dem besten Weg, bereits im Herbst 2026 starten zu können. Quelle: NASA/Jolearra Tshiteya" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="400" height="267" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/12/NASAs-Nyce-Grace-Roman-Space-Teleskop-is-fully-assembled-400x267-1.jpg" alt="" class="wp-image-149534" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/12/NASAs-Nyce-Grace-Roman-Space-Teleskop-is-fully-assembled-400x267-1.jpg 400w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/12/NASAs-Nyce-Grace-Roman-Space-Teleskop-is-fully-assembled-400x267-1-300x200.jpg 300w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/12/NASAs-Nyce-Grace-Roman-Space-Teleskop-is-fully-assembled-400x267-1-272x182.jpg 272w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Das Nancy Grace Roman Space Telescope der NASA ist nun vollständig montiert, nachdem am 25. November im Goddard Space Flight Center der Behörde in Greenbelt, Maryland, die beiden Hauptsegmente integriert wurden. Der Start der Mission ist für Mai 2027 geplant, aber das Team ist auf dem besten Weg, bereits im Herbst 2026 starten zu können.<br>Quelle: NASA/Jolearra Tshiteya</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">„Die Fertigstellung des Roman-Observatoriums ist ein entscheidender Moment für die Behörde“, sagte Amit Kshatriya, stellvertretender Administrator der NASA. „Transformative Wissenschaft hängt von disziplinierter Technik ab, und dieses Team hat Stück für Stück, Test für Test ein Observatorium geschaffen, das unser Verständnis des Universums erweitern wird. Während Roman nach der Integration in die letzte Testphase eintritt, konzentrieren wir uns darauf, präzise zu arbeiten und im Namen der globalen wissenschaftlichen Gemeinschaft einen erfolgreichen Start vorzubereiten.“<br>Nach den abschließenden Tests wird Roman zum Startplatz im Kennedy Space Center der NASA in Florida gebracht, wo im Sommer 2026 die Startvorbereitungen getroffen werden. Der Start von Roman ist für Mai 2027 geplant, aber das Team ist auf dem besten Weg, bereits im Herbst 2026 starten zu können. Eine SpaceX Falcon Heavy-Rakete wird das Observatorium zu seinem endgültigen Ziel eine Million Meilen von der Erde entfernt bringen.<br>„Mit der Fertigstellung von Roman stehen wir kurz vor einer unvorstellbaren wissenschaftlichen Entdeckung“, sagte Julie McEnery, leitende Projektwissenschaftlerin für Roman bei der NASA Goddard. „In den ersten fünf Jahren der Mission sollen mehr als 100.000 ferne Welten, Hunderte Millionen Sterne und Milliarden Galaxien entdeckt werden. Nach dem Start von Roman werden wir sehr schnell eine enorme Menge an neuen Informationen über das Universum erhalten.“</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/12/NASAs-Nyce-Grace-Roman-Space-Teleskop-Infografik.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="Das Nancy Grace Roman Space Telescope der NASA wird während seiner fünfjährigen Hauptmission weite Teile des Himmels untersuchen. Wissenschaftler erwarten, dass es in dieser Zeit eine unglaubliche Anzahl neuer Objekte entdecken wird, darunter Sterne, Galaxien, Schwarze Löcher und Planeten außerhalb unseres Sonnensystems, sogenannte Exoplaneten. Diese Infografik gibt einen Vorgeschmack auf einige der Entdeckungen, die Wissenschaftler aus der Datenflut von Roman erwarten. Quelle: Goddard Space Flight Center der NASA" data-rl_caption="" title="Das Nancy Grace Roman Space Telescope der NASA wird während seiner fünfjährigen Hauptmission weite Teile des Himmels untersuchen. Wissenschaftler erwarten, dass es in dieser Zeit eine unglaubliche Anzahl neuer Objekte entdecken wird, darunter Sterne, Galaxien, Schwarze Löcher und Planeten außerhalb unseres Sonnensystems, sogenannte Exoplaneten. Diese Infografik gibt einen Vorgeschmack auf einige der Entdeckungen, die Wissenschaftler aus der Datenflut von Roman erwarten. Quelle: Goddard Space Flight Center der NASA" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="400" height="225" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/12/NASAs-Nyce-Grace-Roman-Space-Teleskop-Infografik-400x225-1.jpg" alt="" class="wp-image-149536" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/12/NASAs-Nyce-Grace-Roman-Space-Teleskop-Infografik-400x225-1.jpg 400w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/12/NASAs-Nyce-Grace-Roman-Space-Teleskop-Infografik-400x225-1-300x169.jpg 300w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Das Nancy Grace Roman Space Telescope der NASA wird während seiner fünfjährigen Hauptmission weite Teile des Himmels untersuchen. Wissenschaftler erwarten, dass es in dieser Zeit eine unglaubliche Anzahl neuer Objekte entdecken wird, darunter Sterne, Galaxien, Schwarze Löcher und Planeten außerhalb unseres Sonnensystems, sogenannte Exoplaneten. Diese Infografik gibt einen Vorgeschmack auf einige der Entdeckungen, die Wissenschaftler aus der Datenflut von Roman erwarten.<br>Quelle: Goddard Space Flight Center der NASA</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Durch die Beobachtung aus dem Weltraum wird Roman sehr empfindlich für Infrarotlicht – Licht mit einer längeren Wellenlänge, als unsere Augen sehen können – aus weit entfernten Bereichen des Kosmos. Die Kombination seiner scharfen Infrarotsicht mit einem weitreichenden Blick auf den Weltraum ermöglicht es Astronomen, unzählige kosmische Themen zu erforschen, von dunkler Materie und dunkler Energie bis hin zu fernen Welten und einsamen Schwarzen Löchern, und Forschungen durchzuführen, die mit anderen Teleskopen Hunderte von Jahren dauern würden.<br>„In unserer Lebenszeit ist ein großes Rätsel über den Kosmos aufgetaucht: Warum scheint sich die Expansion des Universums zu beschleunigen? Es gibt etwas Grundlegendes über Raum und Zeit, das wir noch nicht verstehen, und Roman wurde gebaut, um herauszufinden, was es ist“, sagte Nicky Fox, stellvertretender Administrator der Wissenschaftsdirektion der NASA-Zentrale in Washington. „Mit Roman als vollständigem Observatorium, das die Mission auf Kurs für einen möglicherweise frühen Start hält, sind wir dem Verständnis des Universums einen großen Schritt näher gekommen wie nie zuvor. Ich könnte nicht stolzer auf die Teams sein, die uns bis hierher gebracht haben.“</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Doppelte Sicht</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Roman ist mit zwei Instrumenten ausgestattet: dem Weitwinkelinstrument und dem Coronagraph-Instrument zur Demonstration der Technologie.<br>Der Coronagraph wird neue Technologien zur direkten Abbildung von Planeten um andere Sterne demonstrieren. Er wird das grelle Licht entfernter Sterne blockieren und es Wissenschaftlern erleichtern, das schwache Licht von Planeten in ihrer Umlaufbahn zu sehen. Der Coronagraph soll Welten und staubige Scheiben um nahegelegene Sterne im sichtbaren Licht fotografieren, um uns zu helfen, riesige Welten zu sehen, die älter, kälter und in näheren Umlaufbahnen sind als die heißen, jungen Super-Jupiter, die bisher hauptsächlich durch direkte Bildgebung entdeckt wurden.<br>„Die Frage ‚Sind wir allein?‘ ist eine große Frage, und es ist eine ebenso große Aufgabe, Instrumente zu entwickeln, die uns helfen können, sie zu beantworten“, sagte Feng Zhao, Manager des Roman Coronagraph Instrument am Jet Propulsion Laboratory der NASA in Südkalifornien. „Der Roman Coronagraph wird uns diesem Ziel einen Schritt näher bringen. Es ist unglaublich, dass wir die Möglichkeit haben, diese Hardware im Weltraum mit einem so leistungsstarken Observatorium wie Roman zu testen.“<br>Das Coronagraph-Team wird eine Reihe von vorab geplanten Beobachtungen über einen Zeitraum von drei Monaten durchführen, die sich über die ersten anderthalb Jahre der Mission erstrecken. Danach kann die Mission auf Grundlage von Beiträgen der wissenschaftlichen Gemeinschaft zusätzliche Beobachtungen durchführen.<br>Das Wide Field Instrument ist eine 288-Megapixel-Kamera, die den Kosmos von unserem Sonnensystem bis zum Rand des beobachtbaren Universums enthüllen wird. Mit diesem Instrument wird jedes Roman-Bild einen Ausschnitt des Himmels erfassen, der größer ist als die scheinbare Größe eines Vollmondes. Die Mission wird Daten hunderte Male schneller sammeln als das Hubble-Weltraumteleskop der NASA und im Laufe ihrer fünfjährigen Hauptmission bis zu 20.000 Terabyte (20 Petabyte) an Daten sammeln.<br>„Die schiere Menge an Daten, die Roman liefern wird, ist überwältigend und der Schlüssel zu einer Vielzahl spannender Untersuchungen“, sagte Dominic Benford, Programmwissenschaftler für Roman im NASA-Hauptquartier.</p>



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<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph"><strong>Dreifache Studie</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit dem Wide Field Instrument wird Roman drei Kernuntersuchungen durchführen, die 75 % der Hauptmission ausmachen werden. Die High-Latitude Wide-Area Survey wird die Möglichkeiten der Bildgebung und Spektroskopie kombinieren, um mehr als eine Milliarde Galaxien zu enthüllen, die über einen weiten Bereich von Raum und Zeit verstreut sind. Astronomen werden die Entwicklung des Universums nachverfolgen, um dunkle Materie zu erforschen – unsichtbare Materie, die nur durch ihre Auswirkungen auf die Schwerkraft von uns sichtbarer Materie nachweisbar ist – und die Entstehung von Galaxien und Galaxienhaufen im Laufe der Zeit nachverfolgen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die High-Latitude Time-Domain Survey wird unser dynamisches Universum untersuchen, indem sie denselben Bereich des Kosmos wiederholt beobachtet. Durch die Zusammenführung dieser Beobachtungen zu Filmen können Wissenschaftler untersuchen, wie sich Himmelsobjekte und -phänomene über Zeiträume von Tagen bis Jahren verändern. Dies wird Astronomen dabei helfen, die dunkle Energie zu erforschen – den mysteriösen kosmischen Druck, von dem man annimmt, dass er die Expansion des Universums beschleunigt – und könnte sogar völlig neue Phänomene aufdecken, nach denen wir bisher noch nicht gesucht haben.</p>
</div>



<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow">
<figure class="wp-block-video"><video controls src="https://www.nasa.gov/wp-content/uploads/2025/12/vertical-1080-roman-integration-.mp4"></video></figure>
</div>
</div>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph">Romans Galactic Bulge Time-Domain Survey wird nach innen blicken, um einen der tiefsten Einblicke aller Zeiten in das Herz unserer Milchstraße zu ermöglichen. Astronomen werden Hunderte Millionen Sterne beobachten, um nach Mikrolinseneffekten zu suchen – Gravitationsverstärkungen des Lichts eines Hintergrundsterns, die durch die Schwerkraft eines dazwischenliegenden Objekts verursacht werden. Während Astronomen bisher hauptsächlich Welten entdeckt haben, die sich eng an Sterne schmiegen, können Romans Mikrolinsenbeobachtungen Planeten in der bewohnbaren Zone ihres Sterns und weiter entfernt finden, darunter Welten wie alle Planeten unseres Sonnensystems mit Ausnahme von Merkur. Mikrolinsen werden auch vagabundierende Planeten – Welten, die ohne Bindung an einen Stern durch die Galaxie streifen – und isolierte Schwarze Löcher aufdecken. Der gleiche Datensatz wird 100.000 Welten offenbaren, die vor ihren Muttersternen vorbeiziehen oder diese passieren.<br>Die restlichen 25 % der fünfjährigen Hauptmission von Roman werden anderen Beobachtungen gewidmet sein, die unter Mitwirkung der breiteren wissenschaftlichen Gemeinschaft festgelegt werden. Das erste dieser Programme mit dem Namen „Galactic Plane Survey” (Galaktische Ebenenuntersuchung) wurde bereits ausgewählt.<br>Da die Beobachtungen von Roman ein so breites Spektrum an wissenschaftlichen Erkenntnissen ermöglichen, wird die Mission ein General Investigator Program umfassen, das Astronomen dabei unterstützen soll, wissenschaftliche Entdeckungen anhand der Daten von Roman zu machen. Im Rahmen des Engagements der NASA für Gold Standard Science wird die NASA alle Daten von Roman ohne ausschließliche Nutzungsdauer öffentlich zugänglich machen. Dadurch wird sichergestellt, dass mehrere Wissenschaftler und Teams die Daten gleichzeitig nutzen können, was wichtig ist, da jede Beobachtung von Roman eine Fülle von wissenschaftlichen Fragestellungen behandelt.</p>



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<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Romans Namensvetterin – Dr. Nancy Grace Roman, die erste Chefastronomin der NASA – machte es sich zur persönlichen Aufgabe, kosmische Ausblicke für alle zugänglich zu machen, indem sie den Weg für Weltraumteleskope ebnete.<br>Die Mission wird enorme Mengen an astronomischen Bildern liefern, die es Wissenschaftlern ermöglichen werden, in den kommenden Jahrzehnten bahnbrechende Entdeckungen zu machen, und damit das Vermächtnis von Dr. Roman bei der Förderung wissenschaftlicher Instrumente für die breite Öffentlichkeit würdigen“, sagte Jackie Townsend, Romans stellvertretende Projektleiterin bei der NASA Goddard. „Ich stelle mir gerne vor, dass Dr. Roman sehr stolz auf das nach ihr benannte Teleskop wäre und gespannt darauf, welche Geheimnisse es in den kommenden Jahren lüften wird.“</p>
</div>



<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow">
<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe loading="lazy" title="A New Portrait of the Cosmos is Coming" width="1200" height="675" src="https://www.youtube.com/embed/6J1qTOHBZ4s?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe>
</div><figcaption class="wp-element-caption"><em>Das neu zusammengesetzte Nancy Grace Roman Space Telescope der NASA wird mit seinen tiefen, scharfen und weitreichenden Infrarotaufnahmen des Weltraums unser Verständnis des Universums revolutionieren. Die Mission wird praktisch jeden Bereich der Astronomie verändern und uns dem Verständnis der Geheimnisse der dunklen Energie, der dunklen Materie und der Verbreitung von Planeten wie der Erde in unserer Galaxie näherbringen. Roman soll planmäßig im Mai 2027 starten, wobei die Teams daran arbeiten, den Start bereits im Herbst 2026 zu realisieren.<br>Bildquelle: Goddard Space Flight Center der NASA</em></figcaption></figure>
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<p class="wp-block-paragraph">Das Nancy Grace Roman Space Telescope wird vom Goddard Space Flight Center der NASA in Greenbelt, Maryland, verwaltet, unter Beteiligung des Jet Propulsion Laboratory der NASA in Südkalifornien, des Caltech/IPAC in Pasadena, Kalifornien, des Space Telescope Science Institute in Baltimore und eines Wissenschaftsteams, das sich aus Wissenschaftlern verschiedener Forschungseinrichtungen zusammensetzt. Die wichtigsten Industriepartner sind BAE Systems Inc. in Boulder, Colorado, L3Harris Technologies in Rochester, New York, und Teledyne Scientific &amp; Imaging in Thousand Oaks, Kalifornien.</p>



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<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=11094.msg581823#msg581823" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Roman Space Telescope, früher WFIRST &#8211; Wide-Field Infrared Survey Telescope </a></li>
</ul>
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