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	<title>Geschichte &#8211; Raumfahrer.net</title>
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	<description>Das Portal für Astronomie- und Raumfahrtbegeisterte</description>
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	<title>Geschichte &#8211; Raumfahrer.net</title>
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		<title>Algol: Was hinter dem „Dämonenstern“ steckt</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/algol-was-hinter-dem-daemonenstern-steckt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Anna-Janina Stöhr]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 17 Oct 2026 06:31:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Astrophilie]]></category>
		<category><![CDATA[Beobachtung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Nachthimmel wird seit jeher von unbeschreiblichen und mysteriösen Himmelsphänomenen durchzogen. Im zweiten Teil dieser Halloween-Serie steht Algol im Vordergrund, mitsamt seiner Mythologie. Beitrag von Anna-Janina Stöhr, Quellen: Wikimedia, Sky&#38;Telescope, The Planets, Ebsco, 17. Oktober 2026. Während wir uns unaufhaltsam der unheimlichsten Nacht des Jahres nähern, wird der Blick in den Nachtimmel langsam dunkler, die [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Der Nachthimmel wird seit jeher von unbeschreiblichen und mysteriösen Himmelsphänomenen durchzogen. Im zweiten Teil dieser Halloween-Serie steht Algol im Vordergrund, mitsamt seiner Mythologie.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Beitrag von Anna-Janina Stöhr, Quellen: Wikimedia, Sky&amp;Telescope, The Planets, Ebsco, 17. Oktober 2026.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Während wir uns unaufhaltsam der unheimlichsten Nacht des Jahres nähern, wird der Blick in den Nachtimmel langsam dunkler, die Nächte werden wieder länger als die Tage. Hinter den Nebelschwaden, in den unendlichen Tiefen des so dunkel scheinenden Alls, finden sich unzählige Phänomene: Gase, die sich zu den verschiedensten Gestalten formen, tote und doch lebendige Sterne, Vampirismus und sogar blinkende Dämonen. In dieser Mini-Reihe schauen wir uns ein paar der merkwürdigen Ereignisse genauer an. Unsere erste Geschichte handelte von Sternen, die sich Vampir-ähnlich auf ihre Nachbarn stürzen. Heute bleiben wir bei Sternennachbarn und schauen uns den dämonischen Algol genauer an.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Ein mysteröses Lichtschauspiel am Nachthimmel</strong></p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/09/Perseus_IAU.png" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Das Sternbild Perseus mit Algol. Bild: IAU and Sky &amp; Telescope magazine (Roger Sinnott &amp; Rick Fienberg)." data-rl_caption="" title="Das Sternbild Perseus mit Algol. Bild: IAU and Sky &amp; Telescope magazine (Roger Sinnott &amp; Rick Fienberg)." data-wpel-link="internal"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="319" height="300" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/09/Perseus_IAU-300.png" alt="Das Sternbild Perseus mit Algol. Bild: IAU and Sky &amp; Telescope magazine (Roger Sinnott &amp; Rick Fienberg)." class="wp-image-154474" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/09/Perseus_IAU-300.png 319w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/09/Perseus_IAU-300-300x282.png 300w" sizes="(max-width: 319px) 100vw, 319px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Das Sternbild Perseus mit Algol. Bild: <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Perseus_IAU.svg" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">IAU and Sky &amp; Telescope magazine (Roger Sinnott &amp; Rick Fienberg).</a></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Unser dramatischer Hauptdarsteller Algol ist eigentlich ein Dreifachsystem mit einem bedeckungsveränderlichen Doppelstern im Sternbild des Perseus, das aus Beta Persei (β Per) Aa1, Aa2 und Ab besteht. Das sieht auf den ersten Blick aus wie ein gewöhnlicher Stern – bis er anfängt, seine Helligkeit zu ändern, als würde er &#8222;blinken&#8220;! Diese Eigenart verursachte Misstrauen und Argwohn; die Menschen begannen, ihn als Unheilsgestirn, Dämonen- oder Teufelsstern zu bezeichnen. Auch mit der Gorgonin Medusa wurde er in Verbindung gebracht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Doch wieso sieht es überhaupt so aus, als würde Algol blinken? Das Besondere an diesem Dreisternsystem ist, dass der sehr heiße und helle blaue Stern Beta Persei Aa1 und der zweite Stern Beta Persei Aa2 (der größer, aber kühler, weniger hell und gelblich ist) aus unserer Perspektive von der Erde aus in einem regelmäßigen Abstand voreinander vorbeiziehen. Das führt zu kleinen &#8222;Eklipsen&#8220; und Änderungen in der Helligkeit des Sternensystems. Algol verdunkelt sich im Verlauf von nur wenigen Stunden, bevor er wieder heller wird. Das passiert in einem präzisen Rhythmus von allen 2,87 Tagen. Zu Beginn strahlt Algol hier mit einer Scheinbaren Helligkeit von 2.1<sup>m</sup> (fast so hell wie der Polarstern) und verdunkelt sich bis auf 3.4<sup>m</sup> (so hell wie die Andromeda-Galaxie)<sup data-fn="5bf0f7b2-8d56-4e9b-9d0b-f95cb44c148f" class="fn"><a id="5bf0f7b2-8d56-4e9b-9d0b-f95cb44c148f-link" href="#5bf0f7b2-8d56-4e9b-9d0b-f95cb44c148f">1</a></sup>. Der dritte im Bunde, Beta Ab, spielt bei diesem Helligkeitstanz keine Rolle. Algol wird bei diesem Prozess nicht komplett verdunkelt, doch der Unterschied ist auch mit bloßem Auge sehr deutlich erkennbar. Das folgende Gif visualisiert die Bewegung der zweit Hauptsterne:</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><img decoding="async" width="840" height="480" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/09/Algol-type_variable_binary_star_animation_6.gif" alt="Animation der Bewegungen der zwei Hauptsterne von Algol. Gif von: Merikanto" class="wp-image-154434"/><figcaption class="wp-element-caption">Animation der Bewegungen der zwei Hauptsterne von Algol. Gif von: Merikanto.</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Das Auge der Medusa? Der Kopf des Satans?</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Für unsereins sind veränderliche Sterne gut erforscht und erklärbar. Für die Sternenbetrachter in der Vergangenheit warf Algol jedoch wie erwähnt große Rätsel und auch Unbehagen auf. Sie blickten in den Nachthimmel und sahen eine mysteriöse, drastische Veränderung eines Sterns mit seiner unheimlichen Verdunklung. Entsprechend gab man ihm passende Namen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"> Der Begriff Algol kommt aus dem Arabischen <em>raʾs al-ghūl</em>, was &#8222;Kopf des Ghuls&#8220; bedeutet. Die Legende von Ghulen selbst enspringt ebenfalls der arabischen Mythologie. Traditionell wird ein Ghul dort als bösartiges Wesen beschrieben, das in der Nähe von Friedhöfen und verlassenen Orten lebt und sich vom Fleisch lebender oder toter Menschen ernährt. Die Ursprünge des Ghuls reichen sogar bis zu alten mesopotamischen Mythen zurück. Dort gab es ähnliche Dämonen, die sogenannten Gallu, die Menschen in die Unterwelt zogen. Später verbreitete sich die Vorstellung in verschiedenen Kulturen und wurde besonders bei den Beduinen weiterentwickelt.<sup data-fn="b774f451-1563-41f7-af38-4b498d355ce8" class="fn"><a id="b774f451-1563-41f7-af38-4b498d355ce8-link" href="#b774f451-1563-41f7-af38-4b498d355ce8">2</a></sup></p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/09/algol-mit-medusa.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="Eine Zeichnung von Perseus im Nachthimmel, posierend mit dem agetrennten Kopf der Medusa. Bild: Internet Archive Book Images." data-rl_caption="" title="Eine Zeichnung von Perseus im Nachthimmel, posierend mit dem agetrennten Kopf der Medusa. Bild: Internet Archive Book Images." data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="318" height="300" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/09/algol-mit-medusa-300.jpg" alt="Eine Zeichnung von Perseus im Nachthimmel, posierend mit dem agetrennten Kopf der Medusa. Bild: Ianternet Archive Book Images." class="wp-image-154472" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/09/algol-mit-medusa-300.jpg 318w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/09/algol-mit-medusa-300-300x283.jpg 300w" sizes="(max-width: 318px) 100vw, 318px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Eine Zeichnung von Perseus im Nachthimmel, posierend mit dem agetrennten Kopf der Medusa. Bild: <a href="https://www.flickr.com/photos/126377022@N07/14597264847" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Internet Archive Book Images.</a></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Auch in anderen Kulturen wurde Algol ein dämonisches Wesen zugeschrieben. Im Hebräischen wurde er <em>rōsh ha sāṭān</em>, also &#8222;Der Kopf Satans&#8220; genannt. In der chinesischen Astronomie gilt er als der unglücklichste aller Sterne am Nachthimmel. In der griechisch-römischen Sternbildtradition wiederum sahen die Beobachter in dem blinkenden Stern den abgetrennten Kopf der Medusa mit ihrem aufblitzenden bösartigen Auge, da sich Algol im Sternbild ihres Gegenparts Perseus befindet.<sup data-fn="f49ed51a-73c7-4572-9160-b9ce9e1561c8" class="fn"><a id="f49ed51a-73c7-4572-9160-b9ce9e1561c8-link" href="#f49ed51a-73c7-4572-9160-b9ce9e1561c8">3</a></sup></p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Legende nach erhielt ebendieser von König Polydektes den Auftrag, den Kopf der Medusa zu bringen. Medusa ist eine der drei Gorgonen, Schwester von Stheno und Euryale. Die Gorgonen werden als furchterregende Wesen mit Schlangen als Haaren beschrieben. Jeder, der Medusa direkt in die Augen schaut, wird zu Stein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit Hilfe der Götter Athena und Hermes bekommt Perseus magische Gegenstände, darunter geflügelte Sandalen, einen Helm, der ihn unsichtbar macht, und einen speziellen Beutel. Da Perseus nicht direkt in ihre Augen schauen darf, benutzt er die Spiegelung von Medusas Gesicht in seinem Schild. So kann er sich ihr nähern und ihr den Kopf abschlagen, mit dem er dann anscheinend entsprechend am Nachthimmel in der Hand triumphierend posiert.<sup data-fn="06861211-14a6-4694-85e2-ffa17e91fb37" class="fn"><a id="06861211-14a6-4694-85e2-ffa17e91fb37-link" href="#06861211-14a6-4694-85e2-ffa17e91fb37">4</a></sup> Anscheinend sind die Augen der Medusa jedoch immer noch aktiv, also Obacht bei der Sternenbeobachtung!</p>



<p class="wp-block-paragraph">Neben Gorgonen- oder Teufelsköpfen finden sich mit etwas Fantasie noch weitere unheimliche Formen am Firmament. Der nächste Teil der Serie wird sich um Nebel drehen, in denen sich dunkle Gestalten wiederfinden.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=20772.msg593476#msg593476" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Astrophilie: Über die Romantik des Weltraums</a></li>
</ul>


<ol class="wp-block-footnotes"><li id="5bf0f7b2-8d56-4e9b-9d0b-f95cb44c148f"><a href="https://skyandtelescope.org/astronomy-news/meet-algol-the-demon-star/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">https://skyandtelescope.org/astronomy-news/meet-algol-the-demon-star/</a> <a href="#5bf0f7b2-8d56-4e9b-9d0b-f95cb44c148f-link" aria-label="Zur Fußnotenreferenz 1 navigieren"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" />︎</a></li><li id="b774f451-1563-41f7-af38-4b498d355ce8"><a href="https://www.ebsco.com/research-starters/literature-and-writing/ghoul-mythical-creature" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">https://www.ebsco.com/research-starters/literature-and-writing/ghoul-mythical-creature</a> <a href="#b774f451-1563-41f7-af38-4b498d355ce8-link" aria-label="Zur Fußnotenreferenz 2 navigieren"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" />︎</a></li><li id="f49ed51a-73c7-4572-9160-b9ce9e1561c8"><a href="https://theplanets.org/stars/the-algol-star/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">https://theplanets.org/stars/the-algol-star/</a> <a href="#f49ed51a-73c7-4572-9160-b9ce9e1561c8-link" aria-label="Zur Fußnotenreferenz 3 navigieren"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" />︎</a></li><li id="06861211-14a6-4694-85e2-ffa17e91fb37"><a href="https://www.ebsco.com/research-starters/religion-and-philosophy/perseus-and-medusa" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">https://www.ebsco.com/research-starters/religion-and-philosophy/perseus-and-medusa</a> <a href="#06861211-14a6-4694-85e2-ffa17e91fb37-link" aria-label="Zur Fußnotenreferenz 4 navigieren"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" />︎</a></li></ol>


<p class="wp-block-paragraph"></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Vampirsterne: Der Tanz der Materie im Doppelsternsystem</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/vampirstern/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Anna-Janina Stöhr]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 10 Oct 2026 22:01:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
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		<category><![CDATA[Astronomiegeschichte]]></category>
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		<category><![CDATA[Japan]]></category>
		<category><![CDATA[SN 1006]]></category>
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		<category><![CDATA[Vampirstern]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Nachthimmel wird seit jeher von unbeschreiblichen und mysteriösen Himmelsphänomenen durchzogen. Im ersten Teil dieser Halloween-Serie treten die Vampirsterne auf die Bühne und präsentieren ihren Tanz der Materie. Beitrag von Anna-Janina Stöhr, Quellen: Wikimedia, LEIFIPhysik, R. Di Stefano, SwissEduc, 10. Oktober 2026. Während wir uns unaufhaltsam der unheimlichsten Nacht des Jahres nähern, wird der Blick [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Der Nachthimmel wird seit jeher von unbeschreiblichen und mysteriösen Himmelsphänomenen durchzogen. Im ersten Teil dieser Halloween-Serie treten die Vampirsterne auf die Bühne und präsentieren ihren Tanz der Materie.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Beitrag von Anna-Janina Stöhr, Quellen: Wikimedia, LEIFIPhysik, R. Di Stefano, SwissEduc, 10. Oktober 2026.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Während wir uns unaufhaltsam der unheimlichsten Nacht des Jahres nähern, wird der Blick in den Nachthimmel langsam dunkler, die Nächte werden wieder länger als die Tage. Hinter den Nebelschwaden, in den unendlichen Tiefen des so dunkel scheinenden Alls, finden sich unzählige Phänomene: Gase, die sich zu den verschiedensten Gestalten formen, tote und doch lebendige Sterne, Vampirismus und sogar blinkende Dämonen. In dieser Mini-Reihe schauen wir uns ein paar der merkwürdigen Ereignisse genauer an. Teil 1 wirft einen näheren Blick auf die sogenannten Vampirsterne.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Blutsaugende Nachtgestalten in der tiefen Dunkelheit des Universums?</strong></p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/08/vampirsterne-gross.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Künstlerische Darstellung Stellarer Vampirismus, Bild von ESO/M. Kornmesser/S.E. de Mink" data-rl_caption="" title="Künstlerische Darstellung Stellarer Vampirismus, Bild von ESO/M. Kornmesser/S.E. de Mink" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="422" height="300" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/08/vampirsterne-klein.jpg" alt="Künstlerische Darstellung Stellarer Vampirismus, Bild von ESO/M. Kornmesser/S.E. de Mink" class="wp-image-153949" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/08/vampirsterne-klein.jpg 422w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/08/vampirsterne-klein-300x213.jpg 300w" sizes="(max-width: 422px) 100vw, 422px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Künstlerische Darstellung von stellarem Vampirismus, Bild von <a href="https://www.eso.org/public/images/eso1230a/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">ESO/M. Kornmesser/S.E. de Mink</a>.</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Vampire gibt es nicht nur in Gruselgeschichten, sondern auch im All. Doch worum genau handelt es sich bei stellarem Vampirismus? Blut gibt es schließlich nicht zu erbeuten. Ein solcher Dracula befindet sich in einem binären Sternensystem (auch Doppelsternsystem genannt), also zwei Sterne, die durch die Schwerkraft aneinander gebunden sind und um einen gemeinsamen Mittelpunkt kreisen. Der Vampir &#8222;saugt&#8220; hierbei seinen Begleiter aus und entzieht ihm Materie. Dadurch erhält er zusätzliche Masse und Wasserstoff, wodurch sich seine Entwicklung beziehungsweise seine Erscheinung teilweise &#8222;verjüngt&#8220;. Sein Opfer hingegen verliert entsprechend seine äußeren Schichten, was seinen heißen Kern freilegt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Stellarer Vampirismus bezeichnet lediglich das Prinzip, dass ein Stern Masse und Material des anderen ansaugt. Hier gibt es verschiedene Möglichkeiten, wann es zu so einem Fall kommt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Blaue Nachzügler, die sich von ihrem Nachbarn ernähren</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Besonders bekannt sind dabei die sogenannten Blauen Nachzügler (auf Englisch &#8222;Blue Stragglers&#8220;). Sie sind ein faszinierendes Beispiel dafür, wie kompliziert und überraschend die Entwicklung von Sternen sein kann.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein wissenschaftliches Paper von Rosanne Di Stefano, Astrophysikerin am Harvard-Smithsonian Center for Astrophysics von 2011<sup data-fn="40f46bf2-500e-4bf2-ae72-43b2bab6764b" class="fn"><a href="#40f46bf2-500e-4bf2-ae72-43b2bab6764b" id="40f46bf2-500e-4bf2-ae72-43b2bab6764b-link">1</a></sup> untersucht die physikalischen Prozesse, durch die enge Doppelsternsysteme zu sogenannten Vampirsternen beziehungsweise Blue-Straggler-Systemen werden. Ausgangspunkt ist ein Doppelstern, in dem der ursprünglich massereichere Stern seine Entwicklung schneller durchläuft und sich zu einem Unter- oder Roten Riesen ausdehnt. Erreicht seine äußere Hülle den Roche-Lobe-Radius, fließt Materie nicht mehr über Sternwinde, sondern direkt durch den inneren Lagrange-Punkt auf den masseärmeren Begleiter. Je nach Massenverhältnis erfolgt dieser Massentransfer entweder stabil über Millionen Jahre oder instabil in einer Phase, in der beide Sterne kurzzeitig von einer gemeinsamen Hülle umgeben sind. In beiden Fällen verliert der Opferstern nahezu seine gesamte Wasserstoffhülle, während der vampirische Begleiter Masse, Drehimpuls und chemisch verarbeitetes Material aufnimmt. Dadurch wächst dieser zu einem Blue Straggler heran, der aufgrund seiner höheren Masse, Temperatur und Leuchtkraft deutlich jünger erscheint, als es seinem tatsächlichen Alter entspricht. Der ausgezehrte Opferstern bleibt als freigelegter Heliumkern zurück und entwickelt sich zu einem heißen, massearmen Prä-Weißen Zwerg, der schließlich zu einem Weißen Zwerg abkühlt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Extrem hell, extrem heiß und extrem selten</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Während das Di-Stefano-Paper vor allem masseärmere Doppelsternsysteme beschreibt, in denen Blaue Nachzügler entstehen, wird der Begriff häufig auch für extrem massereiche O-Sterne verwendet, die ihren Begleiter durch Massentransfer aussaugen. Das zugrunde liegende physikalische Prinzip ist jedoch in beiden Fällen dasselbe.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/08/spektralklassen1.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="Die Sterne aufgereiht entsprechend ihrer Spektralklasse, O B A F G K M" data-rl_caption="" title="Die Sterne aufgereiht entsprechend ihrer Spektralklasse, O B A F G K M" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="878" height="300" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/08/spektralklassen1.jpg" alt="Die Sterne aufgereiht entsprechend ihrer Spektralklasse, O B A F G K M" class="wp-image-153951" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/08/spektralklassen1.jpg 878w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/08/spektralklassen1-300x103.jpg 300w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/08/spektralklassen1-768x262.jpg 768w" sizes="(max-width: 878px) 100vw, 878px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Die Sterne entsprechend ihrer Spektralklasse angeordnet, O  B A F G K M, Bild von <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Morgan-Keenan_spectral_classification.svg" data-type="link" data-id="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Morgan-Keenan_spectral_classification.svg" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Rursus</a>.</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Bei O-Typen kann Massentransfer dazu führen, dass ein ohnehin massereicher Stern noch mehr Materie aufnimmt und dadurch außergewöhnlich hell und heiß erscheint.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Klassifizierung als O-Typ bezieht sich auf die Spektralanalyse, die Sterne in Spektralklassen teilt. Hierbei gibt es sieben Grundtypen O, B, A, F, G, K und M, zu denen die überwiegende Mehrheit aller Sterne gehört. Um sich das leichter merken zu können, wurde die Eselsbrücke &#8222;Oh be a fine girl/guy, kiss me&#8220; gebaut. Im deutschen gibt es auch den Merkspruch: &#8222;Offenbar benutzen Astronomen furchtbar gerne komische Merksätze&#8220;.<br>Durch das analysierte Spektrum und die Absorptionslinien werden Rückschlüsse auf Eigenschaften des Sterns geführt. Für die O-Typen bedeutet das: Sie strahlen blau, haben eine Temperatur von ≥ 30 000 Kelvin und ihre charakteristische Absorptionslinie ist ionisiertes Helium (He II).<sup data-fn="424c115d-dd78-417b-a8ed-926662235df3" class="fn"><a href="#424c115d-dd78-417b-a8ed-926662235df3" id="424c115d-dd78-417b-a8ed-926662235df3-link">2</a></sup></p>



<p class="wp-block-paragraph">Zudem sind O-Sterne extrem massereich. Die schwersten bekannten Vertreter erreichen Anfangsmassen von über 200 Sonnenmassen. Bei solch gigantischen Sternen und einer solch extremen Hitze wird jedoch auch entsprechend viel Kernbrennstoff verbraucht. Das wiederum führt zu einer sehr kurzen Lebensdauer, sodass nur 0.00004 % aller Hauptreihensterne unserer Milchstraße zum Spektraltyp O gehören.<sup data-fn="eb5f7dbf-dfc6-4d24-85d3-8b5a9d7d480e" class="fn"><a id="eb5f7dbf-dfc6-4d24-85d3-8b5a9d7d480e-link" href="#eb5f7dbf-dfc6-4d24-85d3-8b5a9d7d480e">3</a></sup></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Die trügerische Erscheinung eines verjüngten Sterns</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Vampirsterne sind ein faszinierendes Beispiel dafür, dass Sterne nicht immer allein durchs Universum reisen. Ihre Entwicklung kann entscheidend davon abhängen, ob sie einen Begleiter haben und wie sich dieses Doppelsternsystem über Milliarden Jahre verändert. Ein Stern kann dabei Materie und sogar Drehimpuls von seinem Partner aufnehmen und dadurch seine Geschichte gewissermaßen verschleiern. Hinter dem scheinbar jungen Licht eines solchen Sterns kann sich deshalb eine uralte Vergangenheit verbergen – und manchmal sogar der Überrest eines Sterns, den er einst „ausgesaugt“ hat.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der nächste Teil der Halloween-Serie bleibt beim Thema Doppelsterne und betrachtet den sogenannten Dämonenstern Algol etwas genauer.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=20772.msg593443#msg593443" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Astrophilie: Über die Romantik des Weltraums</a></li>
</ul>


<ol class="wp-block-footnotes"><li id="40f46bf2-500e-4bf2-ae72-43b2bab6764b"><a href="https://ui.adsabs.harvard.edu/abs/2011AJ....141..142D/abstract" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">https://ui.adsabs.harvard.edu/abs/2011AJ&#8230;.141..142D/abstract</a> <a href="#40f46bf2-500e-4bf2-ae72-43b2bab6764b-link" aria-label="Zur Fußnotenreferenz 1 navigieren"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" />︎</a></li><li id="424c115d-dd78-417b-a8ed-926662235df3"><a href="https://www.leifiphysik.de/astronomie/fixsterne/grundwissen/spektralklassen" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">https://www.leifiphysik.de/astronomie/fixsterne/grundwissen/spektralklassen</a> <a href="#424c115d-dd78-417b-a8ed-926662235df3-link" aria-label="Zur Fußnotenreferenz 2 navigieren"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" />︎</a></li><li id="eb5f7dbf-dfc6-4d24-85d3-8b5a9d7d480e"><a href="https://www.swisseduc.ch/astronomie/spektrographie/spektralklasse-o-de.html" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">https://www.swisseduc.ch/astronomie/spektrographie/spektralklasse-o-de.html</a> <a href="#eb5f7dbf-dfc6-4d24-85d3-8b5a9d7d480e-link" aria-label="Zur Fußnotenreferenz 3 navigieren"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" />︎</a></li></ol>


<p class="wp-block-paragraph"></p>
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		<title>AstroGeo Podcast: Fingerabdruck der Sonne &#8211; wie Helium entdeckt wurde</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/astrogeo-podcast-fingerabdruck-der-sonne-wie-helium-entdeckt-wurde/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Karl Urban]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 13 Jul 2026 16:08:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[AstroGeo Podcast]]></category>
		<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Helium ist das einzige Element, das zuerst im Weltraum entdeckt wurde, bevor auch der Nachweis auf der Erde gelang – eine Podcast-Geschichte über unerschrockene Astronomen, eine Sonnenfinsternis sowie eine waghalsige Flucht per Heißluftballon. </p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading"><br>Helium ist das einzige Element, das zuerst im Weltraum entdeckt wurde, bevor auch der Nachweis auf der Erde gelang – eine Geschichte über unerschrockene Astronomen, eine Sonnenfinsternis sowie eine waghalsige Flucht per Heißluftballon.</h4>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large is-resized"><img decoding="async" width="1024" height="575" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/sonne-spektrum-absorptionslinien-fraunhofer_sl-1024x575.jpg" alt="Vertikale Streifen in den Farben des Regenbogens sind von vertikalen dunklen Linien durchzogen." class="wp-image-153523" style="aspect-ratio:1.7808958519088813;width:383px;height:auto" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/sonne-spektrum-absorptionslinien-fraunhofer_sl-1024x575.jpg 1024w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/sonne-spektrum-absorptionslinien-fraunhofer_sl-300x168.jpg 300w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/sonne-spektrum-absorptionslinien-fraunhofer_sl-768x431.jpg 768w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/sonne-spektrum-absorptionslinien-fraunhofer_sl-1536x862.jpg 1536w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/07/sonne-spektrum-absorptionslinien-fraunhofer_sl.jpg 1900w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Das Spektrum der Sonne in aller Pracht des Regenbogens: Die dunklen Linien sind Absorptionslinien und stammen von chemischen Elementen in der Sonnenatmosphäre. Im 19. Jahrhundert stießen Astronomen in diesem Spektrum auf ein bis dato unbekanntes Element: Helium (Quelle: NOAO/AURA/NSF).</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Nachdem Astronominnen und Astronomen angefangen hatten, sich mithilfe von Teleskopen ein genaueres Bild von Sonne, Mond und Sternen zu machen, stand ihnen im 19. Jahrhundert eine weitere Revolution bevor: die Spektroskopie. Dabei wird das Licht eines Himmelskörpers nicht direkt ins Auge gelenkt, sondern durch ein Spektroskop. Das weiße Sonnenlicht wird so beispielsweise in alle Farben des Regenbogens aufgeteilt, von rot über orange und gelb bis hin zu grün und blau-violett.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Doch in diesem Regenbogenspektrum tauchten hunderte von dunklen Linien auf, manche von ihnen pechschwarz, andere eher dünn und blässlich. Wie sich herausstellen sollte, waren diese Absorptionslinien die eigentliche astronomische Revolution. Denn sie verrieten erstmals, welche chemischen Elemente ein Himmelskörper enthält. Mithilfe der Spektroskopie – oder, wie sie später genannt wurde, der Astrophysik – konnten Forschende nicht nur die Bewegung der Himmelskörper beobachten, sondern zum ersten Mal herausfinden, woraus sie bestehen. Es war etwas, von dem Philosophen wie der Franzose Auguste Comte nur wenige Jahre zuvor völlig überzeugt war, dass genau dies ein Ding der Unmöglichkeit sei und für immer bleiben werde.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Spektrum der Sonne verrät, dass es in der Sonnenatmosphäre Natrium, Kalzium oder Eisen gibt. Denn die Absorptionslinien im Sonnenspektrum entsprechen den Spektrallinien dieser Elemente, die Chemiker in ihren Laboren auf der Erde messen konnten. Die Linien sind wie eine Art Fingerabdruck eines chemischen Elements. Doch als ein englischer Astronom namens Norman Lockyer im Jahr 1870 sein Spektroskop auf die Sonne richtete, entdeckte er etwas ganz und gar Ungewöhnliches: eine Spektrallinie im orange-gelben Bereich, die sich keinem bekannten Element auf der Erde zuordnen ließ.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In dieser Folge des AstroGeo-Podcasts erzählt Franzi die Geschichte des himmlischen Heliums: Bis heute ist das Edelgas das einzige Element, das zuerst im Weltraum entdeckt wurde, in der Atmosphäre der Sonne, bevor Jahrzehnte später der Nachweis in einem irdischen Labor gelang. Es ist eine Geschichte, in der totale Sonnenfinsternisse eine große Rolle spielen, Prismen, unerschrockene Astronomen – sowie Heißluftballons und eine waghalsige Flucht aus dem belagerten Paris während des Deutsch-Französischen Kriegs.</p>



<iframe loading="lazy" title="AstroGeo Podcast: Fingerabdruck der Sonne - wie Helium entdeckt wurde" height="200" width="100%" style="margin-bottom:0" src="https://astrogeo.de/wp-content/plugins/podlove-web-player/web-player/share.html?config=https%3A%2F%2Fastrogeo.de%2Fwp-json%2Fpodlove-web-player%2Fshortcode%2Fconfig%2Fdefault%2Ftheme%2Fraumfahrernet&amp;episode=https%3A%2F%2Fastrogeo.de%2Fwp-json%2Fpodlove-web-player%2Fshortcode%2Fpublisher%2F4548" frameborder="0" scrolling="no" tabindex="0"></iframe>



<p class="wp-block-paragraph">Im AstroGeo Podcast erzählen sich die Wissenschaftsjournalisten Franziska Konitzer und Karl Urban regelmäßig eine Geschichte, die ihnen entweder die Steine unseres kosmischen Vorgartens eingeflüstert – oder die sie in den Tiefen und Untiefen des Universums aufgestöbert haben. Der Podcast ist auch auf <a href="https://podcasts.apple.com/de/podcast/astrogeo-geschichten-aus-astronomie-und-geologie/id525300156" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Apple Podcasts</a> oder <a href="https://open.spotify.com/show/0a0X8ogJx046skJBbow9AC" target="_blank" rel="noreferrer noopener follow" data-wpel-link="external">Spotify</a> zu finden.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=628.msg580770#msg580770" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal"></a><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=19493.msg588130#msg588130" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">AstroGeo Podcast</a></li>
</ul>
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		<title>SN 1006: Wie japanische Chroniken eine Supernova bewahrten</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/sn-1006-wie-japanische-chroniken-eine-supernova-bewahrten/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Anna-Janina Stöhr]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 30 Jun 2026 19:08:54 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Astrophilie]]></category>
		<category><![CDATA[Beobachtung]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Sterne]]></category>
		<category><![CDATA[Sternenhimmel]]></category>
		<category><![CDATA[Astronomiegeschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Japan]]></category>
		<category><![CDATA[SN 1006]]></category>
		<category><![CDATA[Supernova]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.raumfahrer.net/?p=153270</guid>

					<description><![CDATA[<p>Eine gigantische Supernova sorgte vor über tausend Jahren für Aufruhr in weiten Teilen der Welt. Tagebücher und Aufzeichnungen gewähren uns einen Einblick in die Reaktionen der Menschen. Die Niederschriften japanischer Gelehrter helfen bis heute bei der Forschung und Datierung des besonderen Himmelphänomens. Beitrag von Anna-Janina Stöhr, Quellen: Wikimedia, NASA, Harvard, Raumfahrer.net. 28. Juni 2026. Die [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Eine gigantische Supernova sorgte vor über tausend Jahren für Aufruhr in weiten Teilen der Welt. Tagebücher und Aufzeichnungen gewähren uns einen Einblick in die Reaktionen der Menschen. Die Niederschriften japanischer Gelehrter helfen bis heute bei der Forschung und Datierung des besonderen Himmelphänomens.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Beitrag von Anna-Janina Stöhr, Quellen: Wikimedia, NASA, Harvard, Raumfahrer.net. 28. Juni 2026.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Die Supernova 1006 – das hellste Sternereignis der Geschichte der Menschheit?</strong></p>



<figure class="wp-block-image alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/06/2940666879_14f245c5c4_k.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Falschfarbenaufnahme von Chandra des Supernova-Überrests SN 1006 im Röntgenlicht: Blau zeigt hochenergetische Teilchen, Rot und Grün mehrere Millionen Grad heißes Gas, das bei der Explosion des Sterns entstand. Credit: NASA/CXC/Rutgers/J.Hughes et al." data-rl_caption="" title="Falschfarbenaufnahme von Chandra des Supernova-Überrests SN 1006 im Röntgenlicht: Blau zeigt hochenergetische Teilchen, Rot und Grün mehrere Millionen Grad heißes Gas, das bei der Explosion des Sterns entstand. Credit: NASA/CXC/Rutgers/J.Hughes et al." data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/06/2940666879_14f245c5c4_k1.jpg" alt=""/></a><figcaption class="wp-element-caption">Falschfarbenaufnahme von Chandra des Supernova-Überrests SN 1006 im Röntgenlicht: Blau zeigt hochenergetische Teilchen, Rot und Grün mehrere Millionen Grad heißes Gas, das bei der Explosion des Sterns entstand. Bild: NASA/CXC/Rutgers/J.Hughes et al.</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Den Menschen des 11. Jahrhunderts muss sich ein beeindruckendes Schauspiel geboten haben. Ab dem 1. Mai 1006 war am Himmel ein extrem leuchtendes Objekt zu sehen, strahlender als die Venus und über mehrere Wochen hinweg auch tagsüber sichtbar. Heute ist das Phänomen als SN 1006 bekannt und gilt als das vermutlichst hellste natürliche Himmelsobjekt, das in der überlieferten Menschheitsgeschichte zu sehen war. Die Supernova war nicht weltweit sichtbar, doch Astronomen sowie die allgemeine Bevölkerung aus China, Japan, Europa und der arabischen Welt berichteten zu unserem Glück über das Phänomen<sup data-fn="feec3cbd-ceb8-4f11-bc7a-24eb0aee2120" class="fn"><a id="feec3cbd-ceb8-4f11-bc7a-24eb0aee2120-link" href="#feec3cbd-ceb8-4f11-bc7a-24eb0aee2120">1</a></sup>. Heutzutage wissen wir, dass es sich um den Tod eines alten Sterns handelte, 7000 Lichtjahre von der Erde entfernt. Dieser war wahrscheinlich ein Weißer Zwerg, dessen Masse die Stabilitätsgrenze überschritten hatte<sup data-fn="5a79f22b-b3f3-4248-8cd3-45609874552a" class="fn"><a id="5a79f22b-b3f3-4248-8cd3-45609874552a-link" href="#5a79f22b-b3f3-4248-8cd3-45609874552a">2</a></sup>.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Astronomie in vergangenen Zeiten</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Vor 1000 Jahren waren Physik und Ursache hinter dem plötzlich auftretenden hellen Fleck am Himmel natürlich nicht bekannt. Die Menschen verfügten weder über das Vorwissen noch über unsere modernen Messgeräte und Teleskope. Wie wurde dann mit dem merkwürdigen Stern umgegangen? Glücklicherweise gewähren uns Quellen einen Blick zurück in die Zeit, beispielsweise in die Heian-Periode Japans.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Land verfügte zu dieser Zeit noch nicht über eine so ausgeprägte astronomische Tradition wie sie in China existierte, doch ungewöhnliche Erscheinungen am Himmel wurden aufmerksam registriert. Die Überlieferung der Supernova beschränkt sich nicht auf eine einzelne Chronik, sondern verteilt sich auf mehrere Hofchroniken und Tagebücher, die teilweise erst Jahrzehnte oder sogar Jahrhunderte später niedergeschrieben wurden. Selbstverständlich protokollierten auch die anderen Kulturen die Erscheinung, dieser Artikel bezieht sich jedoch ausschließlich auf japanische Quellen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Gaststerne, Tagebücher und hitzige Diskussionen</strong></p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/06/Teika3.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="Portrait von Fujiwara no Sadaie / Teika, Quelle Wikimedia" data-rl_caption="" title="Portrait von Fujiwara no Sadaie / Teika, Quelle Wikimedia" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/06/Teika31.jpg" alt=""/></a><figcaption class="wp-element-caption">Portrait von Fujiwara no Sadaie. Bild: Wikimedia<br></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Die wohl wichtigste japanische Beschreibung der Supernova findet sich im Meigetsuki (&#8222;Aufzeichnung des klaren Mondes&#8220;) des Dichters Fujiwara no Sadaie (1162–1241). Dort überlieferte er eine Liste historischer &#8222;Gaststerne&#8220;, also Sterne, die plötzlich an einem Ort erscheinen und nach einiger Zeit wieder verschwinden, und beschrieb die Erscheinung vom Mai 1006. Er berichtet von einem „großen Gaststern“, der „dem Mars ähnelte“, außergewöhnlich hell war und stark funkelte. Der Stern erschien nach Einbruch der Dunkelheit und blieb über mehrere Nächte sichtbar. Seine Position wird „direkt südlich innerhalb der Sternengruppe Kikan (騎官, chinesisch Ch&#8217;i Kuan)“ angegeben, einer traditionellen ostasiatischen Sternengruppe, deren Name sich etwa mit „Reiteroffiziere“ übersetzen lässt. Gleichzeitig erwähnt Sadaie eine abweichende Deutung älterer Astronomen: Einige vertraten die Ansicht, dass kein neuer Stern erschienen sei, sondern sich lediglich die Struktur des Sterns Kishin Shōgun (騎陣將軍, „General der Reiterformation“) verändert habe.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Diskussion wird in einer weiteren Quelle näher aufgegriffen. Das Tagebuch Gyokuyō („Jadeblätter“) führte der Hofadlige Fujiwara no Kanezane (1149–1207), also mehrere Jahrzehnte nach dem Erscheinen der Supernova. Darin beschreibt er ein Gespräch mit dem stellvertretenden Hofastronomen Abe Yasuchika, der eine Geschichte seines Großvaters Abe Ariyuki überliefert. Während der Regierungszeit Kaiser Sanjōs (1011–1016) kam es zwischen Ariyuki und einem anderen Gelehrten, Morohira, zu einer wissenschaftlichen Auseinandersetzung über einen ungewöhnlichen Gaststern. Ariyuki war überzeugt, dass tatsächlich ein neuer Stern erschienen war. Morohira widersprach jedoch und argumentierte, dass kein neuer Stern existiere; vielmehr seien lediglich alle Sterne des Kishin Shōgun ungewöhnlich deutlich sichtbar geworden. Nach heutiger Auffassung besteht allerdings Uneinigkeit darüber, ob Morohira wohl stattdessen die Sternengruppe Kikan gemeint haben könnte. In den Quellen wird von Kishin Shōgun so gesprochen, dass er nach heutigem Verständnis nur ein einzelner Stern war. Bemerkenswert ist außerdem die Notiz Kanezanes, dass man erwartete, ein solches Ereignis könne innerhalb weniger Tage wichtige politische Folgen für das Reich ankündigen.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/06/1920px-Imperial_Encyclopaedia_-_Officialdom_-_pic0014_-_騎官二十七星車騎三星騎陣將軍一星圖.svg_.png" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="Diagramm der 27 Sterne der Reiteroffiziere, der 3 Sterne der Wagenreiter und des Generals der Reiterformation. Gujin Tushu Jicheng, Quelle: Chen Menglei Wikimedia" data-rl_caption="" title="Diagramm der 27 Sterne der Reiteroffiziere, der 3 Sterne der Wagenreiter und des Generals der Reiterformation. Gujin Tushu Jicheng, Quelle: Chen Menglei Wikimedia" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/06/1920px-Imperial_Encyclopaedia_-_.png" alt=""/></a><figcaption class="wp-element-caption">Diagramm der 27 Sterne der Reiteroffiziere, der 3 Sterne der Wagenreiter und des Generals der Reiterformation. Bild: Chen Menglei Wikimedia<br></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Weitere japanische Chroniken erlauben einen Einblick in den Umgang des damaligen Kaiserhofes mit dem Ereignis. Das Tagebuch Gonki des Hofbeamten und Kalligrafs Fujiwara no Yukinari (971–1027), das nahezu zeitgleich mit der Supernova entstand, berichtet, dass zwischen Juli und August des Jahres 1006 wiederholt Meldungen über den Gaststern aus verschiedenen Provinzen am Hof verlesen wurden. Andere Werke wie das Hōjōji Sesseiki, das Hyakureishō, das Nihonkiryaku und das Ichidai Yōki ergänzen diese Informationen. Sie berichten unter anderem, dass der Hof &#8222;Wahrsager&#8220; oder Astrologen mit einer Deutung des Himmelszeichens beauftragte, Opfergaben in zahlreichen Schreinen darbringen ließ und ein General sogar um eine Amnestie bat, um auf das außergewöhnliche Ereignis zu reagieren. Das Ichidai Yōki beschreibt den Gaststern außerdem als weiß-blau in seiner Erscheinung.<sup data-fn="f7bb6308-b03f-456f-82e0-18af9313f21b" class="fn"><a href="#f7bb6308-b03f-456f-82e0-18af9313f21b" id="f7bb6308-b03f-456f-82e0-18af9313f21b-link">3</a></sup><sup data-fn="19deeeb4-75b4-48c1-b76e-2ecec6bd5153" class="fn"><a href="#19deeeb4-75b4-48c1-b76e-2ecec6bd5153" id="19deeeb4-75b4-48c1-b76e-2ecec6bd5153-link">4</a></sup></p>



<p class="wp-block-paragraph">Heute besitzen die japanischen Aufzeichnungen einen wissenschaftlichen Wert, der weit über ihren ursprünglichen Zweck hinausgeht. Wissenschaftler*innen vergleichen die historischen Berichte aus Japan mit chinesischen, arabischen und europäischen Quellen, um den zeitlichen Verlauf der Supernova zu rekonstruieren. Durch die Kombination dieser Zeugnisse lässt sich abschätzen, wann das Licht der Explosion erstmals sichtbar wurde, wie lange sie beobachtet werden konnte und welche Helligkeit sie erreichte. Damit tragen mittelalterliche japanische Chroniken noch immer zur modernen Erforschung von SN 1006 bei. Sie zeigen, wie historische Dokumente und moderne Astronomie zusammenwirken können, um ein Ereignis zu verstehen, das sich vor mehr als tausend Jahren ereignete. Zudem eröffnen sie ein spannendes Fenster in eine längst vergangene Epoche der Astronomie.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=20772.msg588981#msg588981" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Astrophilie: Über die Romantik des Weltraums</a></li>
</ul>


<ol class="wp-block-footnotes"><li id="feec3cbd-ceb8-4f11-bc7a-24eb0aee2120">https://www.nasa.gov/universe/supernova-remnant-sn-1006/ <a href="#feec3cbd-ceb8-4f11-bc7a-24eb0aee2120-link" aria-label="Zur Fußnotenreferenz 1 navigieren"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" />︎</a></li><li id="5a79f22b-b3f3-4248-8cd3-45609874552a">https://www.raumfahrer.net/reste-einer-sehr-alten-supernova/ <a href="#5a79f22b-b3f3-4248-8cd3-45609874552a-link" aria-label="Zur Fußnotenreferenz 2 navigieren"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" />︎</a></li><li id="f7bb6308-b03f-456f-82e0-18af9313f21b">https://ui.adsabs.harvard.edu/abs/1965AJ…..70..748G/abstract <a href="#f7bb6308-b03f-456f-82e0-18af9313f21b-link" aria-label="Zur Fußnotenreferenz 3 navigieren"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" />︎</a></li><li id="19deeeb4-75b4-48c1-b76e-2ecec6bd5153">Shigeru, Kanda. 1935. Nihon tenmon shiryō. Tokyo: Koseisha <a href="#19deeeb4-75b4-48c1-b76e-2ecec6bd5153-link" aria-label="Zur Fußnotenreferenz 4 navigieren"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" />︎</a></li></ol><p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/sn-1006-wie-japanische-chroniken-eine-supernova-bewahrten/" data-wpel-link="internal">SN 1006: Wie japanische Chroniken eine Supernova bewahrten</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
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		<title>DLR legt Ergebnisse zur historischen Aufarbeitung der Geschichte seiner Vorgängerorganisationen vor</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/dlr_legt_ergebnisse_vor_aufarbeitung_geschichte/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Andreas Weise]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 13 Jun 2026 20:28:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Historischer Kalender]]></category>
		<category><![CDATA[Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[Aufarbeitung]]></category>
		<category><![CDATA[Buch]]></category>
		<category><![CDATA[DLR]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.raumfahrer.net/?p=153132</guid>

					<description><![CDATA[<p>Auf einer Pressekonferenz am Rande der Internationalen Luft- und Raumfahrtausstellung ILA legten Vertreter des DLR erste Ergebnisse zur historischen Aufarbeitung der Geschichte der DLR-Vorgängerorganisationen vor. Ein Bericht von Raumfahrer.net Redakteur Andreas Weise. Quelle: PK, Pressemitteilung DLR Berlin/Brandenburg, ILA, 12. Juni 2026 &#8211; Vier dicke Buchbände wurden präsentiert. In der dazugehörigen Pressemitteilung heißt es: &#8222;Seit 2023 [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Auf einer Pressekonferenz am Rande der Internationalen Luft- und Raumfahrtausstellung ILA legten Vertreter des DLR erste Ergebnisse zur historischen Aufarbeitung der Geschichte der DLR-Vorgängerorganisationen vor. Ein Bericht von Raumfahrer.net Redakteur Andreas Weise.</p>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: PK, Pressemitteilung DLR</p>





<p class="wp-block-paragraph">Berlin/Brandenburg, ILA, 12. Juni 2026 &#8211; Vier dicke Buchbände wurden präsentiert. In der dazugehörigen Pressemitteilung heißt es:</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/06/DLR-ILA26-pk-Geschichte-v1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Ernste Blicke: Von links nach rechts: Andreas Schütz, Leiter DLR-Kommunikation, Prof. Dr.-Ing. Anke Kaysser-Pyzalla, Vorstandsvorsitzende DLR, Dr. Jessika Wichner, Leiterin DLR-Archiv, Dr. Helmuth Trischler, Technikhistoriker Bild: Andreas Weise" data-rl_caption="" title="Ernste Blicke: Von links nach rechts: Andreas Schütz, Leiter DLR-Kommunikation, Prof. Dr.-Ing. Anke Kaysser-Pyzalla, Vorstandsvorsitzende DLR, Dr. Jessika Wichner, Leiterin DLR-Archiv, Dr. Helmuth Trischler, Technikhistoriker Bild: Andreas Weise" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="551" height="200" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/06/DLR-ILA26-pk-Geschichte-v1klein.jpg" alt="" class="wp-image-153134" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/06/DLR-ILA26-pk-Geschichte-v1klein.jpg 551w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/06/DLR-ILA26-pk-Geschichte-v1klein-300x109.jpg 300w" sizes="(max-width: 551px) 100vw, 551px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Ernste Blicke: Von links nach rechts:<br>Andreas Schütz, Leiter DLR-Kommunikation, Prof. Dr.-Ing. Anke Kaysser-Pyzalla, Vorstandsvorsitzende DLR, Dr. Jessika Wichner, Leiterin DLR-Archiv, Dr. Helmuth Trischler, Technikhistoriker<br>Bild: Andreas Weise</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><em>&#8222;Seit 2023 untersuchen Historikerinnen und Historiker die Bedeutung der DLR-Vorgänger für die Entwicklung der deutschen Luftfahrtforschung. Der Zeitraum reicht von der Gründung der Modellversuchsanstalt der Motorluftschiff-Studiengesellschaft (MVA) im Jahr 1907 bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs. Die Ergebnisse zeigen die wissenschaftlich-technischen Leistungen der Einrichtungen und deren Einbindung in politische und militärische Strukturen ihrer Zeit&#8220;</em></p>



<p class="wp-block-paragraph">„<em>Als DLR stehen wir zu unserer Verantwortung, unsere Vergangenheit nicht nur zu dokumentieren, sondern auch Lehren daraus zu ziehen“, sagt die Vorstandsvorsitzende des DLR Prof. Dr.-Ing. Anke Kaysser-Pyzalla. „Unser Ziel ist es, die Geschichte für uns und für die Öffentlichkeit aufzuarbeiten und transparent zu machen. Damit wollen wir das Bewusstsein für die Herausforderungen von Wissenschaft und Technik in unterschiedlichen politischen und gesellschaftlichen Kontexten stärken.“</em></p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/06/DLR-ILA26-pk-Geschichte-v3.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="Die ersten 4 Buch-Bände. Bild: Präsentation DLR" data-rl_caption="" title="Die ersten 4 Buch-Bände. Bild: Präsentation DLR" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="551" height="198" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/06/DLR-ILA26-pk-Geschichte-v3klein.jpg" alt="" class="wp-image-153136" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/06/DLR-ILA26-pk-Geschichte-v3klein.jpg 551w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/06/DLR-ILA26-pk-Geschichte-v3klein-300x108.jpg 300w" sizes="(max-width: 551px) 100vw, 551px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Die ersten 4 Buch-Bände.<br>Bild: Präsentation DLR</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Siehe dazu die komplette <a href="https://www.dlr.de/de/aktuelles/nachrichten/2026/dlr-ergebnisse-zur-historischen-aufarbeitung-der-geschichte-seiner-vorgaengerorganisationen" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external"><strong>Pressemitteilung vom 12.06.2026 und weiterführende Informationen auf der Webseite des DLR | Geschichte des DLR.</strong></a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Andreas Schütz, DLR-Kommunikation, erklärte: Neben den ersten 4 Buch-Bänden werde es eine Wanderausstellung durch die DLR-Standorte geben. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die gefundenen und aufgearbeiteten Materialien werden der Öffentlichkeit für Forschung und Bildung zugänglich gemacht.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=3365.msg588489#msg588489" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">DLR</a></li>
</ul>
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		<title>„Ein (bisschen) Weltraum für Alle“ meint Rabea Rogge&#8230; und hat dazu ihre Gedanken aufgeschrieben.</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/ein_bisschen_weltraum_fuer_alle_rabearogge/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Andreas Weise]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 10 Jun 2026 07:01:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Erde]]></category>
		<category><![CDATA[Historischer Kalender]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrtentwicklung]]></category>
		<category><![CDATA[Buchbesprechung]]></category>
		<category><![CDATA[Buchrezension]]></category>
		<category><![CDATA[Deutsche Frau]]></category>
		<category><![CDATA[Fram 2]]></category>
		<category><![CDATA[Rabea Rogge]]></category>
		<category><![CDATA[SpaceX]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.raumfahrer.net/?p=153074</guid>

					<description><![CDATA[<p>Herausgekommen ist ein spannendes, interessantes, originelles Büchlein. Quelle: Buchrezension Vorab: Noch ‘n Buch (?)! Viele, die jemals in den Weltraum gereist sind, haben ein Buch geschrieben. Aber auch viele, die den Wunsch dazu hegen, aber noch nicht die Chance dazu hatten, griffen im übertragenen Sinne zu Feder und Papier. Manche mit und manche ohne Ghostwriter [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><strong>Herausgekommen ist ein spannendes, interessantes, originelles Büchlein.</strong></p>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: Buchrezension</p>





<p class="wp-block-paragraph"><strong>Vorab: Noch ‘n Buch (?)!</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Viele, die jemals in den Weltraum gereist sind, haben ein Buch geschrieben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aber auch viele, die den Wunsch dazu hegen, aber noch nicht die Chance dazu hatten, griffen im übertragenen Sinne zu Feder und Papier. Manche mit und manche ohne Ghostwriter bzw. Co-Autor. Erstwerk in dieser Reihe war zweifellos das Buch von Juri Gagarin „Mein Flug in den Kosmos“ von 1961. Offenbar besteht ein unbändiger Drang derjenigen, die einmal im Weltall waren, ihre Eindrücke in Papierform mit anderen zu teilen. Nun hat auch Rabea Rogge ein (ihr) Buch vorgelegt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Rabea wer?</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Fragt man auf der Straße ganz spontan nach den deutschen Astronauten/Kosmonauten, bekommt man, wenn überhaupt, die Antwort: „Klar: Astro-Alex!“ „Und dann ist noch dieser andere, der Matthias Maurer&#8230;“ In den 5 neuen Bundesländern wird Sigmund Jähn wie selbstverständlich genannt. Dann hört es aber meist schon auf. Dabei sollte man sich den Namen Rabea Rogge genau einprägen. Sie ist die erste deutsche Frau im Weltall. Und diesen Titel kann ihr keiner nehmen, weil, er wird eben nur einmal vergeben.</p>



<div class="wp-block-group is-nowrap is-layout-flex wp-container-core-group-is-layout-7387b849 wp-block-group-is-layout-flex">
<p class="wp-block-paragraph">Zu den Anstrengungen zur Inthronisierung der ersten Deutschen Frau im All hatten wir uns schon vor Jahren Gedanken gemacht. </p>
</div>



<p class="wp-block-paragraph">Siehe unsern Artikel: <strong><a href="https://www.raumfahrer.net/deutschland-sucht-die-astro-frau/" data-wpel-link="internal">„Deutschland sucht die Astro-Frau …“</a></strong></p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/06/Rabea-Rogge-N8-2025.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Rabea Rogge auf der N8 in der Berliner Charite, 2025 Bild: Andreas Weise" data-rl_caption="" title="Rabea Rogge auf der N8 in der Berliner Charite, 2025 Bild: Andreas Weise" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="278" height="300" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/06/Rabea-Rogge-N8-2025-h300.jpg" alt="" class="wp-image-153079"/></a><figcaption class="wp-element-caption">Rabea Rogge auf der N8 in der Berliner Charite, 2025 <br>Bild: Andreas Weise</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Allen Bemühungen war eins gemeinsam: Es fehlte in Deutschland der Wille in Politik und Gesellschaft, dieses Ziel umzusetzen. Und auch heute scheinen die deutschen ESA-Reserveastronautinnen Amelie Schoenenwald und Nicola Winter nicht unbedingt in der ersten Reihe für ein Flugticket zu stehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Da muss es doch für alle Beteiligten wie ein Schlag ins Genick vorgekommen sein, als plötzlich eine fast aus dem Nichts kommende, unbekannte junge sympathische Frau diesen Ehrentitel erlangt. Und das ohne PR-Getöse vor und nachher! Ein rein privat finanzierter Flug machte es möglich. Dazu kommt das Zusammentreffen mit den entscheidenden Leuten zur rechten Zeit. Wie das Leben ebenso spielt! </p>



<p class="wp-block-paragraph">Dabei ist Rabea Rogge eine mehr als passende Besetzung: Elektroingenieurin und Doktorandin, nebenbei noch Abenteurerin, weltgereist, lebensfroh und neugierig. Wenn man ihren bisherigen Lebensweg betrachtet, so stellt man fest, dass ihr Weltraumflug auch nicht ganz zufällig ist, sondern das Ergebnis einer Entwicklung. Wichtig ist auch: Bei Ihrem Flug handelte es sich nicht um einen touristisches Abenteuer, sondern um knallharte wissenschaftliche Arbeit in einem Team.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine weitere kleine Nebensache ist festzuhalten: Nach Baden-Württemberg und Saarland kommt nach sehr langer Zeit ein(e) deutsche Astronaut*in wieder aus dem östlichen Teil unseres Landes, aus Berlin! Auch ist es interessant, die Gedankenwelt von jemanden kennen zu lernen, der die Erfahrung eines Weltraumfluges machen durfte, aber jenseits des üblichen Korsetts staatlicher Raumfahrtbehörden steht.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Nun zum Werk selber …</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Erschienen ist das Büchlein im renommierten Fachbuchverlag Springer, Heidelberg, ist 266 Seiten stark und kostet stolze 22,89 Euro. Dafür hätte man auch ein etwas stabileres Cover und nicht ein sogenanntes Softcover erwartet, aber man will ja nicht gleich meckern. Also zum Inhalt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Als Erstes fällt die Strukturierung auf. Statt der üblichen fließenden, prosaischen Schreibweise mit einzelnen Kapiteln ist hier eine klare Strukturierung mit 3 Hauptpunkten und vielen Unterpunkten gegeben. Hier erkennt man sofort: Das hat ein Wissenschaftler geschrieben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im ersten Teil, ein knappes Viertel des Buches, geht es gleich zur Sache. Rogge schlägt einen geschichtlichen Bogen von den frühen Pol-Forschern über die Tiefseeforschung Piccards bis zur Mondlandung, um dann in einem harten Bruch zur Robotik zu schwenken. Beim Weiterlesen erscheint das logisch. Die Frage, was für eine zukünftige Exploration geeigneter wäre, Mensch oder Maschine, wird klar beantwortet: Beides gemeinsam! Dabei werden Schlussfolgerungen gezogen, die zum Teil (mich) verblüffen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der mittlere und gleichzeitige Hauptteil beschäftigt sich mit dem eigentlichen Raumflug, der Fram-2-Mission. Vergessen wird dabei aber nicht die Vorgeschichte, die erahnen lässt, warum Rogge später ausgewählt wurde. Im Weiteren wird der Zeitraum von Dezember 2023 bis zum Abschluss des Fluges im April 2025 beleuchtet. Hier wird nicht nur auf die Abläufe und Ereignisse in Vorbereitung und Flug, Experimente und Missionstagebuch eingegangen. Rogge scheut sich auch nicht hier ihren Emotionen freien Lauf zu lassen. Zum Ende des Hauptkapitels erfolgt noch einmal eine Reflexion über verschiedenste Fragen und Themen. Der interessierte Leser nimmt bestimmt einige Anregungen für sein eigenes Denken und Handeln mit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Anschließend behandelt der dritte Abschnitt die Zukunft, also den Weg nach vorn. Dabei werden noch einmal grundlegende Themen wie zum Beispiel „Wozu ist Wissenschaft gut?“, „Was macht Raumfahrt mit Menschen?&#8220;, „Utopien und Zukunft“ angesprochen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Folgerichtig endet der Abschnitt mit einem „Workbook – Entwirf dein Leben“. Der Leser wird aufgefordert, aus dem zuvor gelesenem für sich selber Schlussfolgerungen zu ziehen. Das hat etwas Lehrbuchartiges, ist aber an dieser Stelle sehr gut platziert.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/06/Ein-bisschen-Weltraum-Buch.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="Bild: Springer-Verlag" data-rl_caption="" title="Bild: Springer-Verlag" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="198" height="300" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/06/Ein-bisschen-Weltraum-Buch-h300.jpg" alt="" class="wp-image-153077"/></a><figcaption class="wp-element-caption">Bild: Springer-Verlag</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Aber das war von Anfang an klar: Es ist nicht ein einfaches Prosa-Buch, auch wenn es sehr unterhaltend geschrieben ist. Der Leser wird nicht nur in die Erlebnis- und Gefühlswelt der Autorin mitgenommen. Er wird aufgefordert, für sich selber nachzudenken, ohne dass hier ein erhobener Zeigefinger zu sehen ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bleibt anzumerken, dass das Buch nicht nur ein umfangreiches Quellenverzeichnis hat, sondern auch auf weiterführende Literatur hinweist.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Fazit</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Es ist ein Raumfahrtbuch und eigentlich doch keins. Es ist für alle (!) naturwissenschaftlich interessierten Leser gedacht. Egal ob sie fachlich versiert oder nur interessierter Laie sind. Es vermittelt Spaß und Freude am Leben, an Abenteuern, an Wissenschaft und Selbstreflexion und motiviert. Man merkt, dass die Autorin hier viel Herzblut hineingeschrieben hat.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und es zeigt, dass heute Raumfahrt nicht nur für einen speziell ausgewählten kleinen Kreis möglich ist. Eben ein (bisschen) Weltraum für Alle.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In der heutigen Zeit bräuchten wir mehr solche Bücher&#8230;</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Rabea Rogge: Ein (bisschen) Weltraum für Alle</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Springer-Verlag, 2026<br>ISBN 978-3-662-72821-5<br>Auch als eBook verfügbar</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Wir danken Springer-Nature für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplares.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=21012.msg588256#msg588256" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Buch: Rabea Rogge: &#8222;Ein (bisschen) Weltraum für Alle&#8220;</a></li>



<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=20269.msg564741#msg564741" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Fram-2 (C207.4/Resilience) auf Falcon-9 (B1085.6)</a></li>



<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=14161.msg564742#msg564742" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Die erste deutsche Astronautin?</a></li>
</ul>
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			</item>
		<item>
		<title>Rückblende: Vor 65 Jahren: Juri Gagarin und das Staatsgeheimnis in der Presse</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/gagarin_65_staatsgeheimnis_presse/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Andreas Weise]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 11 Apr 2026 22:01:09 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Historischer Kalender]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Heinz Mielke]]></category>
		<category><![CDATA[Junge Welt]]></category>
		<category><![CDATA[Juri Gagarin]]></category>
		<category><![CDATA[Wostok]]></category>
		<category><![CDATA[Wostok 1]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.raumfahrer.net/?p=152021</guid>

					<description><![CDATA[<p>Am 12. April 1961 führte Juri Gagarin in seinem Raumschiff Wostok-1 den ersten bemannten Weltraumflug durch. Quelle: Recherche, Junge Welt, Beitragsbild ist KI-generiert Der erste Flug in den Weltraum. Diese Heldentat kann auch nach 65 Jahren nicht groß genug eingeschätzt werden. Mit ihr begann die bemannte Raumfahrt. Ein Meilenstein für die gesamte Menschheit. Viel ist [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/gagarin_65_staatsgeheimnis_presse/" data-wpel-link="internal">Rückblende: Vor 65 Jahren: Juri Gagarin und das Staatsgeheimnis in der Presse</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><strong>Am 12. April 1961 führte Juri Gagarin in seinem Raumschiff Wostok-1 den ersten bemannten Weltraumflug durch.</strong></p>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: Recherche, Junge Welt, Beitragsbild ist KI-generiert</p>





<p class="wp-block-paragraph">Der erste Flug in den Weltraum. Diese Heldentat kann auch nach 65 Jahren nicht groß genug eingeschätzt werden. Mit ihr begann die bemannte Raumfahrt. Ein Meilenstein für die gesamte Menschheit. Viel ist darüber bereits geschrieben worden, auch bei Raumfahrer.net. <a href="https://www.raumfahrer.net/vor-60-jahren-pojechali-und-los-gings/" data-wpel-link="internal">(Hier geht&#8217;s zum entsprechenden Artikel.)</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Wir möchten deshalb statt einer erneuten ausführlichen Würdigung der Ereignisses eine kleine, fast unbekannte Episode um dieses bedeutende Datum erzählen. Es geht um ein Staatsgeheimnis in der Presse am Tage danach&#8230;</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/04/wostok1gross.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Wostok-1-Landekapsel im Werksmuseum Energia, 2008, Bild: Andreas Weise" data-rl_caption="" title="Wostok-1-Landekapsel im Werksmuseum Energia, 2008, Bild: Andreas Weise" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="260" height="200" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/04/wostok1klein.png" alt="" class="wp-image-152047"/></a><figcaption class="wp-element-caption">Wostok-1-Landekapsel im Werksmuseum Energia, 2008, Bild: Andreas Weise</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">1961 war die Hochzeit des Kalten Krieges. Alles war geheim. Speziell die Verantwortlichen in der damaligen Sowjetunion entwickelten geradezu eine Paranoia. Keine Information, und sei sie noch so klein, durfte dem Gegner zugutekommen. Die Veröffentlichungen beschränkten sich auf das absolut minimal Notwendige. So kam es zum Beispiel dazu, das konkrete Angaben über Aussehen und Aufbau des Wostok-Raumschiffes erst 1965 veröffentlicht wurden. Bei der Trägerrakete war es erst 1967. Raumfahrer.net berichtete darüber. <a href="https://www.raumfahrer.net/rueckblende-das-gelueftete-geheimnis-der-wostok-rakete/" data-wpel-link="internal">(Hier geht&#8217;s zum entsprechenden Artikel.)</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Folge war, dass der Mangel an gesicherten Informationen sich in Mutmaßungen und Fehlinterpretationen bis zu Verschwörungstheorien niederschlug.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/04/02112017000153_big_2.webp" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="WOSTOK-1-Flugprogramm / Bildquelle: NASA" data-rl_caption="" title="WOSTOK-1-Flugprogramm / Bildquelle: NASA" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="300" height="327" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/04/02112017000153_small_2.webp" alt="" class="wp-image-152034" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/04/02112017000153_small_2.webp 300w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/04/02112017000153_small_2-275x300.webp 275w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">WOSTOK-1-Flugprogramm / Bildquelle: NASA</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Ein großes Geheimnis wurde zum Beispiel um das Landeverfahren der Wostok gemacht. Bekanntlich hatte sich Gagarin in der Endphase der Landung aus seiner Landekapsel katapultiert und war separat am Fallschirm gelandet. Notwendig war das, weil der Landestoß der Landekapsel zu groß gewesen war, so das sich der Kosmonaut ernsthaft verletzen konnte. Bremsraketen gab es dazu noch nicht. Die Verantwortlichen sahen hier aber ein Problem bei der Anerkennung des Weltraumfluges, ging man doch davon aus, dass der Kosmonaut „im Raumschiff“ hätte landen sollen. Folgerichtig berichtete Gagarin auf der Pressekonferenz am 14.04.1961, zwei Tage nach seinem Flug, er wäre „zusammen mit dem Raumschiff“ gelandet. Diese Formulierung stimmte so und ließ den gewünschten Interpretationsspielraum offen. Jeder konnte nun das herauslesen, was er wollte. Behandelt wurde der wahre Sachverhalt wie ein Staatsgeheimnis. Geschadet hat das der Heldentat von Gagarin und deren geschichtlichen Einordnung rückblickend nicht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Verschwiegenheit über dieses Detail der Gagarin-Landung dauerte in der Sowjetunion bis Anfang der 1990er Jahre an. Dann öffneten sich die Archive und die Wahrheit kam ans Licht. Ich kann mich noch gut daran erinnern, dass so manche westdeutsche Boulevard-Zeitung das als Sensation herausbrachten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Um so verwunderter waren Raumfahrtfans in der DDR, denn dort war das Gagarin-Landeverfahren längst bekannt. Und Schuld daran war: Mielke!</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/04/mielke-allebuecher.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="Bücherauswahl von Heinz Mielke, Sammlung Andreas Weise" data-rl_caption="" title="Bücherauswahl von Heinz Mielke, Sammlung Andreas Weise" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="300" height="230" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/04/mielke-allebuecher-klein.jpg" alt="" class="wp-image-152051"/></a><figcaption class="wp-element-caption">Bücherauswahl von Heinz Mielke, Sammlung Andreas Weise</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Nein, es ist hier nicht die Rede von Erich Mielke. Gemeint ist der Raumfahrtjournalist und Buchautor Heinz Mielke, der übrigens mit dem berüchtigten Stasi-Chef weder verwandt noch verschwägert war. Heinz Mielke war eine Raumfahrtinstitution in der DDR. Er verfasste viele deutschsprachige Bücher zum Thema. Auch muss er sehr gut vernetzt gewesen sein, wie man heute sagt. In einem seiner Hauptwerke, im Transpress-Lexikon Raumfahrt wurde alles genau beschrieben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aber kehren wir gedanklich noch einmal zum April 1961, genauer zum 13.04.1961, einen Tag nach Gagarins Weltraumflug, zurück. Die Zeitungswelt in Ost und West ist voll mit Beiträgen zu „der Sensation des Jahrhunderts“. </p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/04/Junge-Welt-13-04-61-Seite6.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="Artikel &quot;Weltraumverkehr begann&quot; von Heinz Mielke Junge Welt vom 13.04.1961 / Seite 6" data-rl_caption="" title="Artikel &quot;Weltraumverkehr begann&quot; von Heinz Mielke Junge Welt vom 13.04.1961 / Seite 6" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="300" height="425" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/04/Junge-Welt-13-04-61-Seite6-klein.jpg" alt="" class="wp-image-152044" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/04/Junge-Welt-13-04-61-Seite6-klein.jpg 300w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/04/Junge-Welt-13-04-61-Seite6-klein-212x300.jpg 212w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Artikel &#8222;Weltraumverkehr begann&#8220; von Heinz Mielke<br>Junge Welt vom 13.04.1961 / Seite 6</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">So auch die DDR-Tageszeitung Junge Welt. Und dort finden wir auf der letzten Seite die Beschreibung des kompletten Wostok -1-Landeverfahrens, inklusive Katapultierung und Fallschirmlandung von Gagarin! Das was mit großer Mühe in der Sowjetunion fast 30 Jahre verheimlicht wird, steht einen Tag nach dem Ereignis in einer DDR-Zeitung! Der Autor dieses Artikels: Heinz Mielke. Woher wusste das Mielke? Hatte er einen Informanten in sowjetischen Kreisen? Wir wissen es nicht. Es ist zu vermuten, dass Mielke die Korabel-Weltraumflüge im Vorfeld der Wostok analysiert hat. Hier wurden Hunde bei der Landung der Landekapsel in einem Container herauskatapultiert und landeten separat am Fallschirm. Da war es ein Leichtes, gedanklich den Hunde-Container gegen einen Schleudersitz mit einem Menschen auszutauschen. Die Abmessungen passten in etwa.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Doch warum ist diese Geschichte dann in Vergessenheit geraten? Warum intervenierte die sowjetische Seite nicht? Tja, Nachrichtenverbreitung, so wie heute per Internet, gab es noch nicht. Und die Junge Welt wurde weder in der Sowjetunion noch im westlichen Ausland gelesen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Was bleibt ist eine kleine geschichtliche Anekdote von einem Staatsgeheimnis, dass am nächsten Tag in einer Zeitung zum nachlesen stand. Und keiner bemerkte das.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Besonderer Dank gilt der Tageszeitung Junge Welt für die freundliche Unterstützung und die Genehmigung, die betreffende Seite der Ausgabe vom 13.04.1961 hier noch einmal zu veröffentlichen.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=10775.msg586230#msg586230" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Wostok-Programm</a></li>
</ul>
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			</item>
		<item>
		<title>„Hallo, Artemis 2! Hier spricht Jim Lovell.&#8220; Crew bereit für Mondumrundung.</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/hallo-artemis-2-hier-spricht-der-jim-lovell-crew-bereit-fuer-mondumrundung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 06 Apr 2026 17:11:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Artemis]]></category>
		<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Mond]]></category>
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		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
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		<category><![CDATA[Apollo 8]]></category>
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		<category><![CDATA[Jim Lovell]]></category>
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		<category><![CDATA[NASA]]></category>
		<category><![CDATA[Orion]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>„Hier spricht der Apollo-Astronaut Jim Lovell. Willkommen in meiner alten Nachbarschaft! Als Frank Borman, Bill Anders und ich mit Apollo 8 den Mond umkreisten…&#8220; Eine Pressemitteilung der National Aeronautics and Space Administration NASA. Quelle: NASA / NASA Communications, Joseph Zakrzewski , 6. April 2026 Die Besatzung von Artemis II ist wach und beginnt mit den [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">„Hier spricht der Apollo-Astronaut Jim Lovell. Willkommen in meiner alten Nachbarschaft! Als Frank Borman, Bill Anders und ich mit Apollo 8 den Mond umkreisten…&#8220; Eine Pressemitteilung der National Aeronautics and Space Administration NASA.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: <a href="https://www.nasa.gov/blogs/missions/2026/04/06/artemis-ii-flight-day-6-crew-ready-for-lunar-flyby/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">  NASA / NASA Communications, Joseph Zakrzewski </a>, 6. April 2026</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/04/1-art002e009210large.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="6. April 2026 – Bevor sie am fünften Flugtag schlafen gingen, machte die Besatzung von Artemis II noch ein Foto vom Mond, der sich im Fenster des Orion-Raumschiffs näherte. Orion und die vier Menschen an Bord traten am 6. April um 06:37 Uhr MESZ, am Ende des fünften Tages ihrer Mission, in den Einflussbereich des Mondes ein. Dies war der Zeitpunkt, an dem die Anziehungskraft des Mondes stärker auf das Raumschiff wirkte als die der Erde. Die größte Annäherung von Artemis II an den Mond wird am sechsten Flugtag stattfinden, wenn sie die Rückseite umkreisen, bevor sie ihre Rückreise zur Erde antreten. Etwa eine Stunde nach dem Eintritt in den Einflussbereich des Mondes sagte Christina Koch, Missionsspezialistin von Artemis II: „Wir fallen jetzt auf den Mond zu, anstatt uns von der Erde zu entfernen. Das ist ein unglaublicher Meilenstein!“ Bildnachweis: NASA" data-rl_caption="" title="6. April 2026 – Bevor sie am fünften Flugtag schlafen gingen, machte die Besatzung von Artemis II noch ein Foto vom Mond, der sich im Fenster des Orion-Raumschiffs näherte. Orion und die vier Menschen an Bord traten am 6. April um 06:37 Uhr MESZ, am Ende des fünften Tages ihrer Mission, in den Einflussbereich des Mondes ein. Dies war der Zeitpunkt, an dem die Anziehungskraft des Mondes stärker auf das Raumschiff wirkte als die der Erde. Die größte Annäherung von Artemis II an den Mond wird am sechsten Flugtag stattfinden, wenn sie die Rückseite umkreisen, bevor sie ihre Rückreise zur Erde antreten. Etwa eine Stunde nach dem Eintritt in den Einflussbereich des Mondes sagte Christina Koch, Missionsspezialistin von Artemis II: „Wir fallen jetzt auf den Mond zu, anstatt uns von der Erde zu entfernen. Das ist ein unglaublicher Meilenstein!“ Bildnachweis: NASA" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="700" height="467" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/04/1-art002e009210large-700x467-1.jpg" alt="" class="wp-image-151748" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/04/1-art002e009210large-700x467-1.jpg 700w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/04/1-art002e009210large-700x467-1-300x200.jpg 300w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/04/1-art002e009210large-700x467-1-272x182.jpg 272w" sizes="(max-width: 700px) 100vw, 700px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">6. <em>April 2026 – Bevor sie am fünften Flugtag schlafen gingen, machte die Besatzung von Artemis II noch ein Foto vom Mond, der sich im Fenster des Orion-Raumschiffs näherte. Orion und die vier Menschen an Bord traten am 6. April um 06:37 Uhr MESZ, am Ende des fünften Tages ihrer Mission, in den Einflussbereich des Mondes ein. Dies war der Zeitpunkt, an dem die Anziehungskraft des Mondes stärker auf das Raumschiff wirkte als die der Erde. Die größte Annäherung von Artemis II an den Mond wird am sechsten Flugtag stattfinden, wenn sie die Rückseite umkreisen, bevor sie ihre Rückreise zur Erde antreten. Etwa eine Stunde nach dem Eintritt in den Einflussbereich des Mondes sagte Christina Koch, Missionsspezialistin von Artemis II: „Wir fallen jetzt auf den Mond zu, anstatt uns von der Erde zu entfernen. Das ist ein unglaublicher Meilenstein!“<br><mark>Bildnachweis: NASA</mark></em></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Die Besatzung von Artemis II ist wach und beginnt mit den Vorbereitungen für den heutigen Mondumflug – eine Premiere für die Menschheit seit Apollo 17 im Jahr 1972. Zu den Klängen von „Good Morning“ von Mandisa und TobyMac erwachten die NASA-Astronauten Reid Wiseman, Victor Glover und Christina Koch sowie der CSA-Astronaut Jeremy Hansen nur 30.304 Kilometer vom Mond entfernt. Die Besatzung erhielt außerdem eine besondere Botschaft, die der Apollo-8- und Apollo-13-Astronaut Jim Lovell vor seinem Tod im Jahr 2025 für die Mission aufgenommen hatte.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph">„Hallo, Artemis II! Hier spricht der Apollo-Astronaut Jim Lovell. Willkommen in meiner alten Nachbarschaft! Als Frank Borman, Bill Anders und ich mit Apollo 8 den Mond umkreisten, ermöglichten wir der Menschheit den ersten Blick aus nächster Nähe auf den Mond und boten einen Anblick unseres Heimatplaneten, der Menschen auf der ganzen Welt inspirierte und vereinte. Ich bin stolz darauf, diese Fackel an euch weiterzugeben – während ihr den Mond umkreist und den Grundstein für Missionen zum Mars legt … zum Wohle aller. Es ist ein historischer Tag, und ich weiß, wie viel ihr zu tun haben werdet. Aber vergesst nicht, die Aussicht zu genießen. Also, Reid, Victor, Christina und Jeremy sowie all die großartigen Teams, die euch unterstützen – viel Glück und Gottes Segen von uns allen hier auf der guten Erde.“<br><strong><em>Jim Lovell: Gemini VII, Gemini XII, Apollo 8, and Apollo 13 Astronaut</em></strong></p>
</blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">Um ca. 19:56 Uhr MESZ wird das Raumschiff den Rekord für die größte Entfernung von der Erde brechen, die jemals von einem Menschen zurückgelegt wurde, und damit die Marke übertreffen, die Apollo 13 im April 1970 während seiner Notfallrückkehr zur Erde aufgestellt hatte. Das Raumschiff wird seine maximale Entfernung um 01:07 Uhr erreichen, insgesamt 406.778 Kilometer von der Erde entfernt; Apollo 13 erreichte eine Entfernung von 400.188 Kilometer von der Erde.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Mondbeobachtung soll um etwa 20:45 Uhr MESZ beginnen. Der etwa siebenstündige Vorbeiflug umfasst den Zeitraum, in dem sich das Orion-Raumschiff nahe genug am Mond befindet, damit die Besatzung detaillierte Beobachtungen der geologischen Merkmale auf der Mondoberfläche vornehmen kann.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Verfolgen Sie die Live-Berichterstattung über den Artemis-II-Mondvorbeiflug ab 19:00 Uhr auf NASA+ sowie die rund um die Uhr verfügbare Berichterstattung der NASA auf ihrem YouTube-Kanal. Die Berichterstattung umfasst Live-Bilder des Mondes von Kameras, die an den Solarpaneelen von Orion angebracht sind. Die Bild- und Sichtqualität kann während der gesamten Dauer der Mondbeobachtung aufgrund der Entfernung zur Erde, systemischer Einschränkungen und der Bandbreite im Kommunikationsnetzwerk der NASA variieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn Orion ab etwa 00:44 Uhr hinter den Mond tritt, tritt die Mission in eine geplante Funkpause von etwa 40 Minuten ein. Während dieser Zeit blockiert der Mond die Funksignale, die das Deep Space Network benötigt, um den Kontakt zum Raumschiff aufrechtzuerhalten. Kurz nach dem Signalverlust wird Orion voraussichtlich gegen 01:02 Uhr seinen größten Annäherungspunkt erreichen, wenn es sich nur noch 6550 Kilometer über der Oberfläche befindet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gegen Ende ihrer Beobachtung, beginnend um 02:35 Uhr, wird die Besatzung eine Sonnenfinsternis aus dem Weltraum beobachten können, wenn Orion, der Mond und die Sonne in einer Linie stehen. Die Astronauten werden fast eine Stunde lang beobachten, wie die Sonne hinter dem Mond verschwindet. Während dieser Zeit werden sie einen größtenteils verdunkelten Mond sehen und die Gelegenheit nutzen, die Sonnenkorona – die äußerste Atmosphäre der Sonne – zu analysieren, die am Rand des Mondes erscheint.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine Auflistung der warscheinlichen Zeitpunkte der Ereignisse siehe Portalartikel: Artemis 2: <a href="https://www.raumfahrer.net/artemis-2-heute-startet-die-mondumrundung-letztes-korrekturmanoever-abgeschlossen/" data-wpel-link="internal">Heute startet die Mondumrundung, letztes Korrekturmanöver abgeschlossen</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=11842.msg585896#msg585896" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Artemis II &#8211; Orion (Integrity) auf SLS</a></li>
</ul>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/hallo-artemis-2-hier-spricht-der-jim-lovell-crew-bereit-fuer-mondumrundung/" data-wpel-link="internal">„Hallo, Artemis 2! Hier spricht Jim Lovell.&#8220; Crew bereit für Mondumrundung.</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Doch kein Berliner Start-up mit Ionen-Antrieb</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/start-up_ionenantrieb-doch_nicht/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Andreas Weise]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 02 Apr 2026 04:56:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumsonden]]></category>
		<category><![CDATA[Sci-Fi]]></category>
		<category><![CDATA[Venus]]></category>
		<category><![CDATA[DEFA]]></category>
		<category><![CDATA[DLR]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Ionenantrieb]]></category>
		<category><![CDATA[Start-Up]]></category>
		<category><![CDATA[Ulrich Köhler]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.raumfahrer.net/?p=151479</guid>

					<description><![CDATA[<p>Zum Beitrag vom 01.04.2026: … April, April! Quelle: Recherche Doch keine interplanetaren Flüge mit Ionentriebwerken aus Adlershof …. . Es war nur geträumt …! Ja, es ist heute nicht mehr so einfach, sich etwas auszudenken. Lustige Geschichtchen über Mondlander und Flugpläne werden von der Wirklichkeit so schnell eingeholt, bevor man sie zu Papier gebracht hat. [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/start-up_ionenantrieb-doch_nicht/" data-wpel-link="internal">Doch kein Berliner Start-up mit Ionen-Antrieb</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><strong>Zum Beitrag vom 01.04.2026: … April, April!</strong></p>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: Recherche</p>





<p class="wp-block-paragraph">Doch keine interplanetaren Flüge mit Ionentriebwerken aus Adlershof …. . Es war nur geträumt …!</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ja, es ist heute nicht mehr so einfach, sich etwas auszudenken. Lustige Geschichtchen über Mondlander und Flugpläne werden von der Wirklichkeit so schnell eingeholt, bevor man sie zu Papier gebracht hat. Also greift man in die berühmte Mottenkiste und erzählt einen uralte, (fast) wahre Geschichte. Nur ist diese eben etwas durcheinander. Sortieren wir einmal:</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><img decoding="async" width="260" height="88" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/03/roterkreis-1.png" alt="" class="wp-image-151504"/><figcaption class="wp-element-caption">Logo Gruppe Roter Kreis</figcaption></figure>



<div class="wp-block-group is-nowrap is-layout-flex wp-container-core-group-is-layout-7387b849 wp-block-group-is-layout-flex">
<p class="wp-block-paragraph">„Roter Kreis“ ist kein Start-up sondern war eine Arbeitsgruppe im DEFA-Studio für Spielfilme in Potsdam-Babelsberg. Es war eine Form, die es so im DDR-Filmbetrieb gab.</p>
</div>



<p class="wp-block-paragraph">Den ehemaligen Flugplatz Johannisthal gab es tatsächlich auf dem heutigen Campus Adlershof, wo sich jetzt DLR und BESSY II befinden. Allerdings ist der genannte Berliner Raketenflugplatz, eröffnet 1930, in Berlin-Tegel, wo u.a. Nebel, Ley und Winkler tätig waren. Dort fanden auch der genannte erste erfolgreiche Brennversuch eines Raketenmotors mit flüssigen Brennstoffen ohne Explosionen(!) satt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Zeitung Kurier (DER KURIER) war eine in West-Berlin erschienene Tageszeitung. Sie ist nicht zu verwechseln mit der heutigen Tageszeitung Berliner Kurier.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/03/Testobjekt_gross.png" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="260" height="200" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/03/Testobjekt_klein.png" alt="" class="wp-image-151289"/></a><figcaption class="wp-element-caption">Bild aus DER KURIER vom 01.05.1959</figcaption></figure>



<div class="wp-block-group is-nowrap is-layout-flex wp-container-core-group-is-layout-7387b849 wp-block-group-is-layout-flex">
<p class="wp-block-paragraph">DER KURIER war ein Kind des Kalten Krieges. In seiner Ausgabe vom 01.05.1959 war folgendes auf der Titelseite mit besagtem Foto zu lesen: <em>„FEHLSTART IN DER ZONE! [Gemeint ist im verächtlich machenden Jargon die DDR]. In der Nacht vom 27. zum 28. April sollte die erste in der Sowjetzone gebaute Rakete gestartet werden. Der Versuch wurde jedoch ohne Angaben von Gründen abgeblasen. Unter größten Schwierigkeiten entstand diese Aufnahme.“</em></p>
</div>



<p class="wp-block-paragraph">Die Ost-Berliner Tageszeitung Junge Welt konterte genüsslich ebenfalls im Propaganda-Deutsch der damaligen Zeit am 07.05.1959: „Wir wollen unseren Lesern nicht die großartige und einmalige Entdeckung des Westberliner „Kurier“ vorenthalten, der „unter größten Schwierigkeiten“ fotografierte …. . Das ist eine ganz gewöhnliche Attrappe für den utopischen DEFA-Farbfilm „Der schweigende Stern“ und steht völlig unbewacht auf dem Flugplatzgelände in Berlin-Johannisthal.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Kurioser Weise war diese unbedeutende Zeitungsente dem Magazin DER SPIEGEL in seiner Ausgabe vom 23.06.1959 unter dem Titel „Die Ost-Venusier“ auch einen Erwähnung wert. In dem Artikel wurde dann aber auch gleich eine Brücke zum eigentlichen Film „Der Schweigende Stern“ geschlagen, in dem es um einen Flug zur Venus geht. Der Film wurde übrigens auch in der alten Bundesrepublik, leicht gekürzt, unter dem etwas irreführenden Titel „Raumschiff Venus antwortet nicht“ gezeigt.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/03/Kurier1959_gross-1.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="260" height="200" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/03/Kurier1959klein.png" alt="" class="wp-image-151480"/></a><figcaption class="wp-element-caption">ZLB-Lesegerät <br>Bild: Andreas Weise</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Und was war mit dem Corpus Delicti? Wir haben im Archiv des Filmmuseums Potsdam nachgefragt. Dort befindet sich im Bestand, ein großes (H x B x T: 159 x 108,5 x 97 cm) und ein kleines (53 x 34 x 37 cm) Modell des Venus-Film-Raumschiffes „Kosmokrator“. Es ist davon auszugehen, das bei den Dreharbeiten in Johannisthal das größere Modell (1,59 Meter Höhe) verwendet wurde. Durch geschickte Schnitttechnik erscheint dieses Modell im Film natürlich größer. Das Geschick von Tricktechniker Ernst Kunstmann ließ die Rakete in der Szene riesig erscheinen. Und sie besitzt im Film … einen Ionenantrieb. Und das 1959!</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wie das Bild entstanden ist, bleibt ein Rätsel. Man könnte meinen, es wäre aus dem Film direkt herauskopiert worden. Dieser war aber noch nicht fertig abgedreht. Und wie man daraus dann eine derartig infantile Geschichte auf die Titelseite gebracht hat, ist heute unbegreiflich.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Was bleibt ist eine Zeitungsente.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dank an die Zentral- und Landesbibliothek Berlin für die Unterstützung bei der Suche nach den entsprechenden Textstellen in KURIER und Junge Welt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dank Frau Belger vom Filmmuseum Potsdam / Sammlungen, Institut der Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dank auch an Ulrich Köhler vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Berlin-Adlershof, der ohne die Cover-Story zu kennen ehrlich auf alle Fragen geantwortet hat.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=13527.225ionen" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Planetenerforschung: Konzepte und zukünftige Missionen</a></li>
</ul>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/start-up_ionenantrieb-doch_nicht/" data-wpel-link="internal">Doch kein Berliner Start-up mit Ionen-Antrieb</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
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		<title>Sonderschau zum 65. Jahrestag des ersten bemannten Raumfluges von Juri Gagarin in der Deutschen Raumfahrtausstellung</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/sonderschau-zum-65-jahrestag-des-ersten-bemannten-raumfluges-von-juri-gagarin-in-der-deutschen-raumfahrtausstellung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 31 Mar 2026 22:02:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Veranstaltungen]]></category>
		<category><![CDATA[Juri Gagarin]]></category>
		<category><![CDATA[Morgenröthe-Rautenkranz]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.raumfahrer.net/?p=151509</guid>

					<description><![CDATA[<p>Pressemitteilung der Deutschen Raumfahrtausstellung Morgenröthe-Rautenkranz Anlässlich des 65. Jahrestages des historischen Fluges von Juri Gagarin gestaltet die Deutsche Raumfahrtausstellung Themenvitrinen mit einzigartigen Exponaten rund um den ersten Menschen im All. Ein Highlight der Ausstellung ist ein originaler Handschuh, den Juri Gagarin während seines Trainings getragen hat. Dieses außergewöhnliche Stück wurde freundlicherweise von der Firma Space [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><strong>Pressemitteilung der Deutschen Raumfahrtausstellung Morgenröthe-Rautenkranz</strong></p>



<figure class="wp-block-image alignright size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/03/Gagarin65-MR_Titel.jpg" alt=""/></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Anlässlich des 65. Jahrestages des historischen Fluges von Juri Gagarin gestaltet die Deutsche Raumfahrtausstellung Themenvitrinen mit einzigartigen Exponaten rund um den ersten Menschen im All.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Highlight der Ausstellung ist ein originaler Handschuh, den Juri Gagarin während seines Trainings getragen hat. Dieses außergewöhnliche Stück wurde freundlicherweise von der Firma Space Service International aus Mittweida als Leihgabe zur Verfügung gestellt. Darüber hinaus sind Original-Tageszeitungen vom 12. und 13. April 1961 zu sehen, die eindrucksvoll über das Ereignis berichteten. Ergänzt wird die Ausstellung durch zahlreiche Bücher, authentische Fotos aus dem Leben Gagarins und weitere interessante Exponate.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Sonderschau ist ab sofort während der regulären Öffnungszeiten in der Deutschen Raumfahrtausstellung zu besichtigen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zusätzlich lädt die Ausstellung am Wochenende des 11. und 12. April 2026 alle Besucherinnen und Besucher zu einer kreativen Bastelaktion ein: Es können individuelle Buttons zum Thema Juri Gagarin und Raumfahrt gestaltet werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wir freuen uns auf viele interessierte Gäste, die mit uns gemeinsam diesen bedeutenden Meilenstein der Raumfahrtgeschichte feiern möchten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Deutsche Raumfahrtausstellung Morgenröthe-Rautenkranz e. V.<br>Dr.-Sigmund-Jähn-Str. 4, 08262 Muldenhammer<br>Katrin Trommer, katrin.trommer@deutsche-raumfahrtausstellung.de<br>+49 37465 2538, +49 176 61635467</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=3287.msg581275#msg581275" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Deutsche Raumfahrtausstellung</a></p>
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		<title>Erinnert: Sigmund Jähn wäre heute 89 Jahre alt geworden.</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/erinnert-an-sigmund-jahn-89/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 13 Feb 2026 06:49:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Historischer Kalender]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Sojus]]></category>
		<category><![CDATA[Deutsche Raumfahrer]]></category>
		<category><![CDATA[DLR]]></category>
		<category><![CDATA[Salut 6]]></category>
		<category><![CDATA[Sigmund Jähn]]></category>
		<category><![CDATA[Sojus 29]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.raumfahrer.net/?p=150558</guid>

					<description><![CDATA[<p>Sigmund Jähn wurde am 13. Februar 1937 in Morgenröthe-Rautenkranz (Vogtland) geboren. Er flog als erster Deutscher in den Weltraum. Am 21.September 2019 starb er in Strausberg (Brandenburg). Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum: Verwandte Artikel:</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="has-text-align-center has-medium-font-size advgb-dyn-47209f90 wp-block-paragraph">Sigmund Jähn wurde am 13. Februar 1937 in Morgenröthe-Rautenkranz (Vogtland) geboren.</p>



<p class="has-text-align-center has-medium-font-size advgb-dyn-b9bcef0f wp-block-paragraph"><strong>Er flog als erster Deutscher in den Weltraum.</strong></p>



<p class="has-text-align-center wp-block-paragraph">Am 21.September 2019 starb er in Strausberg (Brandenburg).</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><img decoding="async" width="500" height="500" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/02/jaehn1_500.webp" alt="" class="wp-image-150567" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/02/jaehn1_500.webp 500w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/02/jaehn1_500-300x300.webp 300w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/02/jaehn1_500-150x150.webp 150w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/02/jaehn1_500-120x120.webp 120w" sizes="(max-width: 500px) 100vw, 500px" /><figcaption class="wp-element-caption">(Bild: Uwe Titscher / 2008)</figcaption></figure>



<p class="has-text-align-left wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=15596.msg461278#msg461278" target="_blank" rel="noreferrer noopener" data-wpel-link="internal">Sigmund Jähn</a></li>
</ul>



<h5 class="wp-block-heading"><strong>Verwandte Artikel:</strong></h5>



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<li><a href="https://www.raumfahrer.net/zum-jahrestag-des-1-bemannten-deutschen-raumflugs/" data-wpel-link="internal">Zum Jahrestag des 1. bemannten deutschen Raumflugs</a></li>



<li><a href="https://www.raumfahrer.net/sigmund-jaehn-der-erste-deutsche-im-all/" data-wpel-link="internal">Sigmund Jähn, der erste Deutsche im All</a></li>
</ol>
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		<title>NASA enthüllt neue Details über den Einfluss der Dunklen Materie auf das Universum</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/nasa-enthuellt-neue-details-ueber-den-einfluss-der-dunklen-materie-auf-das-universum/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 27 Jan 2026 23:07:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Extrasolar]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Hubble]]></category>
		<category><![CDATA[James Webb Teleskop]]></category>
		<category><![CDATA[Kosmologie]]></category>
		<category><![CDATA[Nancy Grace Roman Space Teleskop]]></category>
		<category><![CDATA[Teleskope]]></category>
		<category><![CDATA[Diana Scognamiglio]]></category>
		<category><![CDATA[Dunkle Materie]]></category>
		<category><![CDATA[Galaxien]]></category>
		<category><![CDATA[James Webb Space Telescope]]></category>
		<category><![CDATA[James Webb Telescope]]></category>
		<category><![CDATA[Jet Propulsion Laboratory]]></category>
		<category><![CDATA[MIRI]]></category>
		<category><![CDATA[NASA]]></category>
		<category><![CDATA[Schwerkraft]]></category>
		<category><![CDATA[Sternbild Sextans]]></category>
		<category><![CDATA[Webb]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.raumfahrer.net/?p=150336</guid>

					<description><![CDATA[<p>Wissenschaftler haben anhand von Daten des James-Webb-Weltraumteleskops der NASA die detailliertesten und hochauflösendsten Karten der Dunklen Materie erstellt. Eine Pressemitteilung der National Aeronautics and Space Administration NASA. Quelle: NASA / Jet Propulsion Laboratory, 26. Januar 2026 Dank der beispiellosen Empfindlichkeit des Webb-Teleskops erfahren Wissenschaftler immer mehr über den Einfluss der Dunklen Materie auf Sterne, Galaxien [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/nasa-enthuellt-neue-details-ueber-den-einfluss-der-dunklen-materie-auf-das-universum/" data-wpel-link="internal">NASA enthüllt neue Details über den Einfluss der Dunklen Materie auf das Universum</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Wissenschaftler haben anhand von Daten des James-Webb-Weltraumteleskops der NASA die detailliertesten und hochauflösendsten Karten der Dunklen Materie erstellt. Eine Pressemitteilung der National Aeronautics and Space Administration NASA.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: <a href="https://www.nasa.gov/missions/webb/nasa-reveals-new-details-about-dark-matters-influence-on-universe/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">  NASA / Jet Propulsion Laboratory</a>, 26. Januar 2026</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/01/1-1-pia26702.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Dieses Bild des James-Webb-Weltraumteleskops der NASA enthält fast 800.000 Galaxien und ist mit einer Karte der dunklen Materie überlagert, die in Blau dargestellt ist. Die Forscher nutzten die Daten von Webb, um die unsichtbare Substanz anhand ihres gravitativen Einflusses auf normale Materie zu finden. Bildnachweis: NASA/STScI/J. DePasquale/A. Pagan" data-rl_caption="" title="Dieses Bild des James-Webb-Weltraumteleskops der NASA enthält fast 800.000 Galaxien und ist mit einer Karte der dunklen Materie überlagert, die in Blau dargestellt ist. Die Forscher nutzten die Daten von Webb, um die unsichtbare Substanz anhand ihres gravitativen Einflusses auf normale Materie zu finden. Bildnachweis: NASA/STScI/J. DePasquale/A. Pagan" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="500" height="557" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/01/1-1-pia26702-500x557-1.jpg" alt="" class="wp-image-150328" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/01/1-1-pia26702-500x557-1.jpg 500w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/01/1-1-pia26702-500x557-1-269x300.jpg 269w" sizes="(max-width: 500px) 100vw, 500px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><em>Dieses Bild des James-Webb-Weltraumteleskops der NASA enthält fast 800.000 Galaxien und ist mit einer Karte der dunklen Materie überlagert, die in Blau dargestellt ist. Die Forscher nutzten die Daten von Webb, um die unsichtbare Substanz anhand ihres gravitativen Einflusses auf normale Materie zu finden.<br><mark>Bildnachweis: NASA/STScI/J. DePasquale/A. Pagan</mark></em></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Dank der beispiellosen Empfindlichkeit des Webb-Teleskops erfahren Wissenschaftler immer mehr über den Einfluss der Dunklen Materie auf Sterne, Galaxien und sogar Planeten wie die Erde. Wissenschaftler haben anhand von Daten des James-Webb-Weltraumteleskops der NASA eine der detailliertesten und hochauflösendsten Karten der Dunklen Materie erstellt, die jemals erstellt wurde. Sie zeigt, wie sich das unsichtbare, geisterhafte Material mit „normaler“ Materie überlagert und verflechten, aus der Sterne, Galaxien und alles, was wir sehen können, bestehen. Die Karte, die am Montag, dem <a href="https://www.nature.com/articles/s41550-025-02763-9.epdf" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">26. Januar, in Nature Astronomy veröffentlicht</a> wurde, baut auf früheren Forschungen auf und liefert zusätzliche Bestätigungen und neue Details darüber, wie dunkle Materie das Universum im größten Maßstab – Galaxienhaufen mit einem Durchmesser von Millionen von Lichtjahren – geprägt hat, aus denen letztlich Galaxien, Sterne und Planeten wie die Erde entstanden sind.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Dies ist die größte Karte der Dunklen Materie, die wir mit Webb erstellt haben, und sie ist doppelt so scharf wie alle anderen Karten der Dunklen Materie, die von anderen Observatorien erstellt wurden“, sagte Diana Scognamiglio, Hauptautorin der Studie und Astrophysikerin am Jet Propulsion Laboratory der NASA in Südkalifornien. „Bisher hatten wir nur ein verschwommenes Bild der Dunklen Materie. Dank der unglaublichen Auflösung von <a href="https://science.nasa.gov/mission/webb/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Webb</a> sehen wir nun die unsichtbare Struktur des Universums in atemberaubender Detailgenauigkeit.“</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/01/2a-e1a-pia26703-new.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="Diese Bilder wurden anhand von Daten des Webb-Teleskops der NASA aus dem Jahr 2026 (rechts) und des Hubble-Weltraumteleskops aus dem Jahr 2007 (links) erstellt und zeigen das Vorhandensein von dunkler Materie im selben Bereich des Himmels. Die höhere Auflösung von Webb liefert neue Erkenntnisse darüber, wie diese unsichtbare Komponente die Verteilung der gewöhnlichen Materie im Universum beeinflusst. Bildnachweis: NASA/STScI/A. Pagan" data-rl_caption="" title="Diese Bilder wurden anhand von Daten des Webb-Teleskops der NASA aus dem Jahr 2026 (rechts) und des Hubble-Weltraumteleskops aus dem Jahr 2007 (links) erstellt und zeigen das Vorhandensein von dunkler Materie im selben Bereich des Himmels. Die höhere Auflösung von Webb liefert neue Erkenntnisse darüber, wie diese unsichtbare Komponente die Verteilung der gewöhnlichen Materie im Universum beeinflusst. Bildnachweis: NASA/STScI/A. Pagan" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="400" height="225" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/01/2a-e1a-pia26703-new-400x225-1.jpg" alt="" class="wp-image-150330" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/01/2a-e1a-pia26703-new-400x225-1.jpg 400w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/01/2a-e1a-pia26703-new-400x225-1-300x169.jpg 300w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><em>Diese Bilder wurden anhand von Daten des Webb-Teleskops der NASA aus dem Jahr 2026 (rechts) und des Hubble-Weltraumteleskops aus dem Jahr 2007 (links) erstellt und zeigen das Vorhandensein von dunkler Materie im selben Bereich des Himmels. Die höhere Auflösung von Webb liefert neue Erkenntnisse darüber, wie diese unsichtbare Komponente die Verteilung der gewöhnlichen Materie im Universum beeinflusst.<br><mark>Bildnachweis: NASA/STScI/A. Pagan</mark></em></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Dunkle Materie strahlt kein Licht aus, reflektiert es nicht, absorbiert es nicht und blockiert es auch nicht, sondern durchdringt normale Materie wie ein Geist. Aber sie interagiert mit dem Universum durch die Schwerkraft, was die Karte mit einer neuen Klarheit zeigt. Der Beweis für diese Interaktion liegt im Grad der Überlappung zwischen dunkler Materie und normaler Materie. Laut den Autoren der Studie bestätigen die Beobachtungen von Webb, dass diese enge Übereinstimmung kein Zufall sein kann, sondern darauf zurückzuführen ist, dass die Schwerkraft der dunklen Materie im Laufe der kosmischen Geschichte normale Materie zu sich hinzieht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Wo immer wir einen großen Cluster aus Tausenden von Galaxien sehen, sehen wir auch eine ebenso große Menge an dunkler Materie am selben Ort. Und wenn wir eine dünne Kette aus normaler Materie sehen, die zwei dieser Cluster verbindet, sehen wir auch eine Kette aus dunkler Materie“, sagte Richard Massey, Astrophysiker an der Durham University im Vereinigten Königreich und Mitautor der neuen Studie. „Es ist nicht nur so, dass sie die gleiche Form haben. Diese Karte zeigt uns, dass dunkle Materie und normale Materie immer am selben Ort waren. Sie sind zusammen gewachsen.“</p>



<div class="wp-block-uagb-separator uagb-block-a43e0c98"><div class="wp-block-uagb-separator__inner" style="--my-background-image:"></div></div>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/01/2b-e1b-pia26703-new.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="Dichte Regionen dunkler Materie sind durch Filamente geringerer Dichte miteinander verbunden und bilden eine netzartige Struktur, die als „cosmic web“ bekannt ist. Dieses Muster ist in den Webb-Daten deutlicher zu erkennen als auf dem früheren Hubble-Bild. Gewöhnliche Materie, einschließlich Galaxien, neigt dazu, dieselbe zugrunde liegende Struktur anzunehmen, die durch dunkle Materie geformt wird. Bildnachweis: NASA/STScI/A. Pagan" data-rl_caption="" title="Dichte Regionen dunkler Materie sind durch Filamente geringerer Dichte miteinander verbunden und bilden eine netzartige Struktur, die als „cosmic web“ bekannt ist. Dieses Muster ist in den Webb-Daten deutlicher zu erkennen als auf dem früheren Hubble-Bild. Gewöhnliche Materie, einschließlich Galaxien, neigt dazu, dieselbe zugrunde liegende Struktur anzunehmen, die durch dunkle Materie geformt wird. Bildnachweis: NASA/STScI/A. Pagan" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="400" height="225" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/01/2b-e1b-pia26703-new-400x225-1.jpg" alt="" class="wp-image-150332" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/01/2b-e1b-pia26703-new-400x225-1.jpg 400w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/01/2b-e1b-pia26703-new-400x225-1-300x169.jpg 300w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><em>Dichte Regionen dunkler Materie sind durch Filamente geringerer Dichte miteinander verbunden und bilden eine netzartige Struktur, die als &#8222;cosmic web&#8220; bekannt ist. Dieses Muster ist in den Webb-Daten deutlicher zu erkennen als auf dem früheren Hubble-Bild. Gewöhnliche Materie, einschließlich Galaxien, neigt dazu, dieselbe zugrunde liegende Struktur anzunehmen, die durch dunkle Materie geformt wird.<br><mark>Bildnachweis: NASA/STScI/A. Pagan</mark></em></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Genauer betrachtet</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Gebiet, das von der neuen Karte abgedeckt wird, befindet sich im Sternbild Sextans und ist etwa 2,5 Mal so groß wie der Vollmond. Eine weltweite Gemeinschaft von Wissenschaftlern hat diese Region mit mindestens 15 bodengestützten und weltraumgestützten Teleskopen für die Cosmic Evolution Survey (COSMOS) beobachtet. Ihr Ziel: die Position der regulären Materie hier genau zu messen und sie dann mit der Position der dunklen Materie zu vergleichen. Die erste Karte der dunklen Materie in diesem Gebiet wurde 2007 unter Verwendung von Daten des <a href="https://science.nasa.gov/mission/hubble/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Hubble-Weltraumteleskop</a>s der NASA erstellt, einem Projekt unter der Leitung von Massey und dem JPL-Astrophysiker Jason Rhodes, einem Mitautor der Veröffentlichung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Webb beobachtete diese Region insgesamt etwa 255 Stunden lang und identifizierte fast 800.000 Galaxien, von denen einige zum ersten Mal entdeckt wurden. Scognamiglio und ihre Kollegen suchten dann nach dunkler Materie, indem sie beobachteten, wie ihre Masse den Raum selbst krümmt, was wiederum das Licht von fernen Galaxien auf seinem Weg zur Erde ablenkt. Bei der Beobachtung durch die Forscher wirkt es so, als ob das Licht dieser Galaxien durch eine gekrümmte Fensterscheibe gefallen wäre.</p>



<div class="wp-block-uagb-separator uagb-block-b4916a70"><div class="wp-block-uagb-separator__inner" style="--my-background-image:"></div></div>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/01/2c-e1c-pia26703-new.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="Einige Strukturen aus dunkler Materie erscheinen in den Webb-Daten kleiner, weil sie schärfer abgebildet werden. Die höhere Auflösung von Webb ermöglicht es auch, die Größe und Lage der Dunkle-Materie-Cluster im unteren linken Bildbereich besser einzugrenzen. Bildnachweis: NASA/STScI/A. Pagan" data-rl_caption="" title="Einige Strukturen aus dunkler Materie erscheinen in den Webb-Daten kleiner, weil sie schärfer abgebildet werden. Die höhere Auflösung von Webb ermöglicht es auch, die Größe und Lage der Dunkle-Materie-Cluster im unteren linken Bildbereich besser einzugrenzen. Bildnachweis: NASA/STScI/A. Pagan" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="400" height="225" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/01/2c-e1c-pia26703-new-400x225-1.jpg" alt="" class="wp-image-150334" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/01/2c-e1c-pia26703-new-400x225-1.jpg 400w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/01/2c-e1c-pia26703-new-400x225-1-300x169.jpg 300w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><em>Einige Strukturen aus dunkler Materie erscheinen in den Webb-Daten kleiner, weil sie schärfer abgebildet werden. Die höhere Auflösung von Webb ermöglicht es auch, die Größe und Lage der Dunkle-Materie-Cluster im unteren linken Bildbereich besser einzugrenzen.<br><mark>Bildnachweis: NASA/STScI/A. Pagan</mark></em></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Die Webb-Karte enthält etwa zehnmal mehr Galaxien als Karten des Gebiets, die von bodengestützten Observatorien erstellt wurden, und doppelt so viele wie die von Hubble. Sie zeigt neue Ansammlungen dunkler Materie und liefert eine höherauflösende Ansicht der zuvor von Hubble beobachteten Gebiete. Um die Entfernungsmessungen zu vielen Galaxien für die Karte zu verfeinern, verwendete das Team das <a href="https://www.jpl.nasa.gov/missions/mid-infrared-instrument-miri/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Mid-Infrared Instrument (MIRI)</a> von Webb, das vom JPL entwickelt und bis zum Start betreut wurde, zusammen mit anderen Weltraum- und bodengestützten Teleskopen. Dank der von MIRI erfassten Wellenlängen eignet es sich auch hervorragend zur Erkennung von Galaxien, die durch kosmische Staubwolken verdeckt sind.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Warum das wichtig ist</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Als das Universum entstand, waren normale Materie und dunkle Materie wahrscheinlich nur spärlich verteilt. Wissenschaftler glauben, dass sich die dunkle Materie zuerst zu Klumpen zusammenballte und dass diese Klumpen dann normale Materie anzogen, wodurch Regionen mit genügend Material entstanden, in denen sich Sterne und Galaxien bilden konnten. Auf diese Weise bestimmte die dunkle Materie die großräumige Verteilung der Galaxien im Universum. Indem sie die Entstehung von Galaxien und Sternen früher als sonst ausgelöst hat, trug die Dunkle Materie auch dazu bei, die Voraussetzungen für die spätere Entstehung von Planeten zu schaffen. Denn die ersten Generationen von Sternen waren dafür verantwortlich, Wasserstoff und Helium – die den größten Teil der Atome im frühen Universum ausmachten – in die vielfältigen Elemente umzuwandeln, aus denen heute Planeten wie die Erde bestehen. Mit anderen Worten: Die Dunkle Materie verschaffte komplexen Planeten mehr Zeit für ihre Entstehung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Diese Karte liefert einen weiteren Beweis dafür, dass es ohne Dunkle Materie in unserer Galaxie möglicherweise keine Elemente gäbe, die das Entstehen von Leben ermöglicht hätten“, so Rhodes. „Dunkle Materie ist nichts, was wir in unserem Alltag auf der Erde oder sogar in unserem Sonnensystem antreffen, aber sie hat uns definitiv beeinflusst.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Scognamiglio und einige ihrer Co-Autoren werden die Dunkle Materie auch mit dem kommenden <a href="https://science.nasa.gov/mission/roman-space-telescope/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Nancy Grace Roman Space Telescope</a> der NASA über einem Gebiet kartieren, das 4.400 Mal größer ist als die COSMOS-Region. Zu den wichtigsten wissenschaftlichen Zielen von Roman gehört es, mehr über die grundlegenden Eigenschaften der Dunklen Materie zu erfahren und darüber, wie sie sich im Laufe der kosmischen Geschichte verändert haben oder auch nicht. Die Karten von Roman werden jedoch die räumliche Auflösung von Webb nicht übertreffen. Eine detailliertere Untersuchung der dunklen Materie wird nur mit einem Teleskop der nächsten Generation möglich sein, wie dem Habitable Worlds Observatory, dem nächsten Flaggschiff-Konzept der NASA im Bereich der Astrophysik.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Mehr über Webb</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Das James Webb Space Telescope löst Geheimnisse in unserem Sonnensystem, blickt über diese hinaus auf ferne Welten um andere Sterne und erforscht die mysteriösen Strukturen und Ursprünge unseres Universums und unseren Platz darin. Webb ist ein internationales Programm unter der Leitung der NASA mit ihren Partnern ESA (Europäische Weltraumorganisation) und CSA (Kanadische Weltraumagentur).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Weitere Informationen über Webb finden Sie unter: <a href="https://science.nasa.gov/mission/webb/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">https://science.nasa.gov/webb</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=607.msg583201#msg583201" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Dunkle Materie</a></li>
</ul>
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		<item>
		<title>AstroGeo Podcast: Wie ist der Mond entstanden?</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/astrogeo-podcast-wie-ist-der-mond-entstanden/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Karl Urban]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 26 Jan 2026 15:44:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[AstroGeo Podcast]]></category>
		<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
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		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Abspaltung, Einfang, Explosion oder doch ein gewaltiger Rumms? Wie die Erde zu ihrem Mond gekommen ist, war lange Zeit ein Rätsel. Trotz des Heureka-Moments vor 40 Jahren sind bis heute einige Fragen offen.</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/astrogeo-podcast-wie-ist-der-mond-entstanden/" data-wpel-link="internal">AstroGeo Podcast: Wie ist der Mond entstanden?</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
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<h4 class="wp-block-heading"><br>Abspaltung, Einfang, Explosion oder doch ein gewaltiger Rumms? Wie die Erde zu ihrem Mond gekommen ist, war lange Zeit ein Rätsel. Trotz des Heureka-Moments vor 40 Jahren sind bis heute einige Fragen offen.</h4>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/01/kachel-mit-logo_rn.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Sehr scharfes Foto, man erkennt angerissen dunklere Maare und hellere Hochländer. Die Sichel ist schmal." data-rl_caption="" title="Sehr scharfes Foto, man erkennt angerissen dunklere Maare und hellere Hochländer. Die Sichel ist schmal." data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="600" height="461" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/01/kachel-mit-logo_rn.jpg" alt="Sehr scharfes Foto, man erkennt angerissen dunklere Maare und hellere Hochländer. Die Sichel ist schmal." class="wp-image-150308" style="width:364px;height:auto" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/01/kachel-mit-logo_rn.jpg 600w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/01/kachel-mit-logo_rn-300x231.jpg 300w" sizes="(max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><br>Quelle: CC-BY-SA 4.0 Rolf Hempel / Wikimedia Commons</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Im Juni 1986 erlebten Planetenforscher einen Heureka-Moment. Denn sie waren zum ersten Mal einig, wie die Erde zu ihrem ungebührlich großen Mond gekommen ist. Diese Erklärung gilt bis heute als das wahrscheinlichste Szenario: Kurz nach der Entstehung der Erde vor rund 4,5 Milliarden Jahren stieß ein marsgroßer Planet mit der Protoerde zusammen. Aus dem verdampften Gestein, das dabei ins All geschleudert wurde, bildete sich wenig später der Mond.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Karl erzählt in dieser Folge, wie es zu diesem Heureka-Moment kam – denn nur wenige Jahre zuvor war die Forschungswelt noch hochgradig zerstritten, was die Entstehung des Mondes anging. Mindestens eine Handvoll Hypothesen war im Rennen. Man diskutierte, ob der Mond sich von der Erde durch allzu große Fliehkraft abgespalten hatte oder ob er friedlich an der Seite der Erde aus dem Urnebel gewachsen war. Andere glaubten an ein eingefangenes Objekt aus der kosmischen Nachbarschaft – oder sogar an eine natürliche, nukleare Explosion tief im Erdinneren nahe dem Erdkern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Schon in den 1940er Jahren war dem kanadischen Geologen Reginald Daly aufgefallen, dass die mittlere Dichte des Mondes recht genau der Dichte des Erdmantels entspricht. Aber erst die astronautischen Mondlandungen des Apollo-Programms und die Proben verschiedener Raumsonden brachten ab 1969 Gewissheit: Erdmantel und Mond müssen aus dem gleichen Urmaterial entstanden sein. Gleichzeitig besitzt der Mond nur einen winzigen Eisenkern. Alles zusammen wirkte wie ein Sieb für die diversen Modelle der Mondentstehung. Übrig blieb am Ende nur der große Einschlag.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Trotz der klaren Hinweise bleiben bis heute einige Fragen offen. Zum Beispiel ist weiter unklar, warum zwar der Fingerabdruck der Sauerstoff-Isotope in Erdmantel und Mond sehr gut übereinstimmen – immerhin das häufigste Element von Erde und Mond – aber einige Spurenstoffe teilweise radikal abweichen. Dazu gehört der Anteil von Eisen und anderen Metallen, aber auch von flüchtigen Stoffe wie Wasser oder Kohlendioxid. Herausfordernd für die heutige Forschung ist vor allem das Wachstum des Mondes direkt nach dem großen Einschlag, bei dem es ziemlich heiß hergegangen sein muss.</p>



<iframe loading="lazy" title="AstroGeo Podcast: Theias großer Einschlag: wie der Mond entstanden ist" height="200" width="100%" style="margin-bottom:0" src="https://astrogeo.de/wp-content/plugins/podlove-web-player/web-player/share.html?config=https%3A%2F%2Fastrogeo.de%2Fwp-json%2Fpodlove-web-player%2Fshortcode%2Fconfig%2Fdefault%2Ftheme%2Fraumfahrernet&#038;episode=https%3A%2F%2Fastrogeo.de%2Fwp-json%2Fpodlove-web-player%2Fshortcode%2Fpublisher%2F3978" frameborder="0" scrolling="no" tabindex="0"></iframe>



<p class="wp-block-paragraph">Im AstroGeo Podcast erzählen sich die Wissenschaftsjournalisten Franziska Konitzer und Karl Urban regelmäßig eine Geschichte, die ihnen entweder die Steine unseres kosmischen Vorgartens eingeflüstert – oder die sie in den Tiefen und Untiefen des Universums aufgestöbert haben. Der Podcast ist auch auf <a href="https://podcasts.apple.com/us/podcast/astrogeo-geschichten-aus-astronomie-und-geologie/id525300156" target="_blank" rel="noreferrer noopener follow" data-wpel-link="external">Apple Podcasts</a> oder <a href="https://open.spotify.com/show/0a0X8ogJx046skJBbow9AC" target="_blank" rel="noreferrer noopener follow" data-wpel-link="external">Spotify</a> zu finden.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=628.msg580770#msg580770" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal"></a><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=19493.msg583245#msg583245" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">AstroGeo Podcast</a></li>



<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=932.msg583246#msg583246" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Entstehung des Mondes</a></li>



<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=924.msg583247#msg583247" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Mond</a></li>
</ul>
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		<title>Astrophilie: Der Asteroid Eros</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/astrophilie-der-asteroid-eros/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Anna-Janina Stöhr]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 11 Jan 2026 14:56:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Astrophilie]]></category>
		<category><![CDATA[Beobachtung]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Raumsonden]]></category>
		<category><![CDATA[Sonnensystem]]></category>
		<category><![CDATA[Top-Meldungen]]></category>
		<category><![CDATA[433 Eros]]></category>
		<category><![CDATA[Asteroid]]></category>
		<category><![CDATA[Asteroidengürtel]]></category>
		<category><![CDATA[IAU]]></category>
		<category><![CDATA[LINEAR]]></category>
		<category><![CDATA[Near Earth-Asteroiden]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.raumfahrer.net/?p=150011</guid>

					<description><![CDATA[<p>Astrophilie beschreibt die besondere Faszination für den Nachthimmel und die Objekte des Universums. In dieser Serie werfen wir einen Blick auf kosmische Phänomene, die durch ihre Form, Struktur oder Symbolik die Romantik des Weltraums hervorheben. Im Fokus des fünften Teils der Serie: Eros, der Asteroid der Liebe. Beitrag von Anna-Janina Stöhr, Quellen: Britannica, NASA, H. [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Astrophilie beschreibt die besondere Faszination für den Nachthimmel und die Objekte des Universums. In dieser Serie werfen wir einen Blick auf kosmische Phänomene, die durch ihre Form, Struktur oder Symbolik die Romantik des Weltraums hervorheben. Im Fokus des fünften Teils der Serie: Eros, der Asteroid der Liebe.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Beitrag von Anna-Janina Stöhr, Quellen: Britannica, NASA, H. J. Perrotin, BBC Sky At Night Magazine 06. Januar 2026.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/01/Eros_orbit_2018.png" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Der Orbit von Eros in 2018, dargestellt von Tomruen." data-rl_caption="" title="Der Orbit von Eros in 2018, dargestellt von Tomruen." data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/01/Eros_orbit_20181.png" alt=""/></a><figcaption class="wp-element-caption">Darstellung des Orbits von Eros in 2018. Der Asteroid kommt der Erde sehr nahe, stellt aber keine Gefahr dar. Credit: <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Eros_orbit_2018.png" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Tomruen</a></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Der deutsche Stenograf und Astronom Gustav Witt entdeckte am 13. August 1898 an der Berliner Urania-Sternwarte den Asteroiden 433 Eros. Benannt nach dem griechischen Gott der Liebe, war Eros eine kleine Sensation: Es war die erste Entdeckung eines erdnahen Asteroiden. Das bedeutet, 433 Eros befindet sich nicht im Asteroiden-Hauptgürtel zwischen Mars und Jupiter, sondern seine Bahn verläuft teilweise bis tief innerhalb der Marsbahn. Der Asteroid kann sich der Erde auf eine Entfernung von bis zu 22 Millionen Kilometern nähern<sup data-fn="35656b30-06e3-4010-b450-6c9f0fa46b25" class="fn"><a id="35656b30-06e3-4010-b450-6c9f0fa46b25-link" href="#35656b30-06e3-4010-b450-6c9f0fa46b25">1</a></sup>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Astronom entdeckte 433 Eros rein zufällig bei einer zweistündigen Fotografie des Asteroiden 185 Eunike. Auf dem Bild war zusätzlich eine 0,4 mm lange Spur eines Objekts mit ungewöhnlich hoher scheinbarer Bewegung am Himmel sichtbar, was sich als 433 Eros herausstellte<sup data-fn="16e0a9ef-64d9-480b-8dc2-169945f0b596" class="fn"><a id="16e0a9ef-64d9-480b-8dc2-169945f0b596-link" href="#16e0a9ef-64d9-480b-8dc2-169945f0b596">2</a></sup>. In derselben Nacht fotografierte auch der französische Astronom Auguste Charlois am Observatoire de Nice den Asteroiden. Er hatte ihn sogar bereits etwa eine Stunde vor Witt fotografiert, die Entdeckung wurde aber erst später bekanntgegeben, da er die Fotoplatte nicht gleich analysierte<sup data-fn="2780098e-9bd9-4888-84a3-8ec0e62ef61d" class="fn"><a id="2780098e-9bd9-4888-84a3-8ec0e62ef61d-link" href="#2780098e-9bd9-4888-84a3-8ec0e62ef61d">3</a></sup>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zur Zeit der Entdeckung war es bereits etabliert, neue Himmelskörper nach Figuren der römischen oder griechischen Mythologie zu benennen. Dies begann mit der Entdeckung des Zwergplaneten und Asteroiden 1 Ceres durch Giuseppe Piazzi im Jahr 1801. Eros ist der griechische Gott der begehrlichen Liebe, sein Pendant in der römischen Mythologie ist Amor oder auch Cupido. Der Zusatz 433 folgt den offiziellen Regeln der Benennung von Asteroiden und Kometen der Internationalen Astronomischen Union (IAU), die die Reihenfolge der Entdeckungen festhält. Als erster entdeckter Asteroid trägt Ceres somit die Nummer 1, Eros wurde somit als Objekt Nummer 433 entdeckt<sup data-fn="81bc4d48-ee47-4362-a32b-6769d53d7c00" class="fn"><a id="81bc4d48-ee47-4362-a32b-6769d53d7c00-link" href="#81bc4d48-ee47-4362-a32b-6769d53d7c00">4</a></sup>. Personen, die heutzutage einen Asteroiden entdecken, dürfen Vorschläge für dessen Namen bei der IAU einreichen. Kometen werden heutzutage immer nach der Person benannt, die sie entdeckt haben.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Ein besonderer Valentinstag für 433 Eros</strong></p>



<figure class="wp-block-image alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/01/433_Eros_Ibero.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="Skulptur des Asteroiden 433 Eros, von Norma Pavón de Roel. Aufbewahrt an der Universidad Iberoamericana. Credit: Baldic23" data-rl_caption="" title="Skulptur des Asteroiden 433 Eros, von Norma Pavón de Roel. Aufbewahrt an der Universidad Iberoamericana. Credit: Baldic23" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/01/433_Eros_Ibero1.jpg" alt=""/></a><figcaption class="wp-element-caption">Skulptur von 433 Eros, erstellt von Norma Pavón de Roel. Aufbewahrt an der Universidad Iberoamericana. Credit: <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:433_Eros_Ibero.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Baldic23</a></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Hier endet die Geschichte des kartoffelförmigen, etwa 34 km × 11 km × 11 km großen Objekts jedoch nicht. Im Jahr 2000 schrieb die NASA durch ihn Raumfahrtgeschichte: Die Sonde NEAR Shoemaker wurde das erste Raumfahrzeug, das einen Asteroiden umkreiste – und das zufällig am Valentinstag! Ein Jahr später wurde die Mission noch bedeutungsträchtiger, da die Sonde auch auf 433 Eros landete. Dies stellte die erste erfolgreiche Landung auf einem Asteroiden dar. Zu diesem Zeitpunkt befand sich 433 Eros 315 Millionen Kilometer von der Erde entfernt<sup data-fn="5f6130d6-152f-4e4d-a84c-784869eef64e" class="fn"><a href="#5f6130d6-152f-4e4d-a84c-784869eef64e" id="5f6130d6-152f-4e4d-a84c-784869eef64e-link">5</a></sup>.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Die erste detaillierte Untersuchung einer Asteroiden-Oberfläche</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Raumsonde war mit mehreren wissenschaftlichen Instrumenten ausgestattet, darunter ein nahinfrarotes Spektrometer zur Bestimmung der chemischen Zusammensetzung, eine Multispektralkamera und ein Teleskop mit CCD-Sensor zur Vermessung sowie ein Magnetometer zur Suche nach einem Magnetfeld. Mithilfe dieser Geräte fand NEAR Shoemaker heraus, dass 433 Eros ein unregelmäßig geformter Asteroid mit einer Rotationsperiode von 5,27 Stunden, ohne Monde und ohne messbarem Magnetfeld ist. Die Sonde kartierte über 70 % der Oberfläche, machte rund 160.000 hochauflösende Aufnahmen und zeigte eine von Geröll, Rillen und Einschlägen geprägte Oberfläche mit nur sehr wenigen größeren Kratern, was auf ein geologisch vergleichsweise junges Alter hindeutet. Zudem wurden hohe Anteile von Silizium, Magnesium, Eisen sowie radioaktiven Elementen gemessen, eine dichte Regolithschicht nachgewiesen und über Funkexperimente Masse und Dichte bestimmt, die der der irdischen Erdkruste ähnelt<sup data-fn="fdbd1498-1740-4cab-9127-ae961eae7a2c" class="fn"><a id="fdbd1498-1740-4cab-9127-ae961eae7a2c-link" href="#fdbd1498-1740-4cab-9127-ae961eae7a2c">6</a></sup>. Die Aufnahmen sind teilweise auf der <a href="https://science.nasa.gov/science-org-term/photojournal-mission-near-shoemaker/" data-type="link" data-id="https://science.nasa.gov/science-org-term/photojournal-mission-near-shoemaker/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Photojournal-Seite der NASA</a> zu finden.</p>



<div class="wp-block-group is-layout-constrained wp-block-group-is-layout-constrained"><div class="wp-block-group__inner-container">
<p class="wp-block-paragraph"><strong>Die Liebe zum Universum</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Wer sich für Himmelsobjekte begeistert oder auch einfach gerne in den Nachthimmel schaut, trägt oft eine besondere Form der Faszination in sich. Vielleicht schwingt sogar etwas <strong>Astrophilie </strong>mit, also die Liebe zu Sternen und dem Weltall im Allgemeinen. Der Begriff setzt sich aus dem altgriechischen ἄστρον (ástron, “Stern”) und dem Suffix „-philia“ (Liebe) zusammen. Wer genau ihn prägte, ist unklar. Laut <a href="https://www.oed.com/dictionary/astrophile_n?tl=true" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Oxford English Dictionary</a> tauchte er erstmals 1631 in einem Text des britischen Astrologen John Booker auf.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese kleine Definition bildet den Kern unserer Reihe: die Neugier und Anziehungskraft, die Menschen seit jeher mit dem Universum verbinden.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=20772.msg582769#msg582769" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Astrophilie: Über die Romantik des Weltraums </a></li>
</ul>


<ol class="wp-block-footnotes"><li id="35656b30-06e3-4010-b450-6c9f0fa46b25">https://www.britannica.com/topic/Eros-asteroid <a href="#35656b30-06e3-4010-b450-6c9f0fa46b25-link" aria-label="Zur Fußnotenreferenz 1 navigieren"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" />︎</a></li><li id="16e0a9ef-64d9-480b-8dc2-169945f0b596">https://science.nasa.gov/solar-system/asteroids/433-eros/ <a href="#16e0a9ef-64d9-480b-8dc2-169945f0b596-link" aria-label="Zur Fußnotenreferenz 2 navigieren"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" />︎</a></li><li id="2780098e-9bd9-4888-84a3-8ec0e62ef61d">H. J. Perrotin: <em>Photographische Aufnahmen kleiner Planeten.</em> In: <em>Astronomische Nachrichten.</em> Band 147, Nr. 3514, 1898, Sp. 175–176 <a href="#2780098e-9bd9-4888-84a3-8ec0e62ef61d-link" aria-label="Zur Fußnotenreferenz 3 navigieren"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" />︎</a></li><li id="81bc4d48-ee47-4362-a32b-6769d53d7c00">https://en.wikipedia.org/wiki/List_of_minor_planets:_1%E2%80%931000 <a href="#81bc4d48-ee47-4362-a32b-6769d53d7c00-link" aria-label="Zur Fußnotenreferenz 4 navigieren"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" />︎</a></li><li id="5f6130d6-152f-4e4d-a84c-784869eef64e">https://science.nasa.gov/solar-system/asteroids/433-eros/ <a href="#5f6130d6-152f-4e4d-a84c-784869eef64e-link" aria-label="Zur Fußnotenreferenz 5 navigieren"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" />︎</a></li><li id="fdbd1498-1740-4cab-9127-ae961eae7a2c">https://www.skyatnightmagazine.com/space-science/433-eros-asteroid <a href="#fdbd1498-1740-4cab-9127-ae961eae7a2c-link" aria-label="Zur Fußnotenreferenz 6 navigieren"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" />︎</a></li></ol>


<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Astrophilie: Das Sternenpaar Altair &#038; Wega</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/astrophilie-das-sternenpaar-altair-wega/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Anna-Janina Stöhr]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 23 Dec 2025 14:01:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Astrophilie]]></category>
		<category><![CDATA[Beobachtung]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Sterne]]></category>
		<category><![CDATA[Sternenhimmel]]></category>
		<category><![CDATA[Top-Meldungen]]></category>
		<category><![CDATA[Altair]]></category>
		<category><![CDATA[China]]></category>
		<category><![CDATA[Vega]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Astrophilie beschreibt die besondere Faszination für den Nachthimmel und die Objekte des Universums. In dieser Serie werfen wir einen Blick auf kosmische Phänomene, die durch ihre Form, Struktur oder Symbolik die Romantik des Weltraums hervorheben. Im Fokus des vierten Teils der Serie: Die Sterne Altair und Wega. Beitrag von Anna-Janina Stöhr, Quellen: ChinaCulture, Cornell University, [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Astrophilie beschreibt die besondere Faszination für den Nachthimmel und die Objekte des Universums. In dieser Serie werfen wir einen Blick auf kosmische Phänomene, die durch ihre Form, Struktur oder Symbolik die Romantik des Weltraums hervorheben. Im Fokus des vierten Teils der Serie: Die Sterne Altair und Wega.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Beitrag von Anna-Janina Stöhr, Quellen: ChinaCulture, Cornell University, Harvard University Press, Astronomy &amp; Astrophysics, 23. Dezember 2025.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/12/Niulang_and_Zhinv_Long_Corridor_Large.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Niulang und Zhinu auf der Brücke der Elstern, Darstellung im Sommer-Palast in Beijing. Credit: shizhao" data-rl_caption="" title="Niulang und Zhinu auf der Brücke der Elstern, Darstellung im Sommer-Palast in Beijing. Credit: shizhao" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/12/Niulang_and_Zhinv_Long_Corridor.jpg" alt=""/></a><figcaption class="wp-element-caption">Niulang und Zhinu auf der Brücke der Elstern, Darstellung im Sommer-Palast in Beijing. Credit: <a href="https://zh.wikipedia.org/zh-hant/%E7%BB%87%E5%A5%B3#/media/File:Niulang_and_Zhinv_(Long_Corridor).JPG" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">shizhao</a></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Für die Liebe braucht es immer zwei Menschen und auch am Himmel scheint es ein legendäres Liebespaar zu geben: Altair und Wega, die in verschiedenen Kulturen, besonders in China, als Sternenliebende gelten. <br>In diesem Teil der Astrophilie-Reihe werden die Geschichte der zwei sowie ein paar astronomische Fakten zu den Sternen erzählt. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Die Geschichte der ewigen Liebenden: Altair &amp; Wega</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Zunächst müssen wir die beiden Protagonisten kennenlernen. Altair ist der hellste Stern im Sternbild Aquila (Adler); Wega (auch Vega) ist der Hauptstern des Sternbildes Leier (Lyra). Zusammen mit dem Stern Deneb bilden sie auch das bekannte Sommerdreieck. In der chinesischen Volkssage “Kuhhirte und Weberin” werden die beiden Sterne personifiziert als Zhinu (織女), die Weberin (Vega), und Niulang (牛郎), der Kuhhirte (Altair). Die Geschichte ist bereits über 2000 Jahre alt und entwickelte sich langsam während der Han-Dynastie (206 v. Chr. – 220 n. Chr.)<sup data-fn="14586c62-c4c0-4c6d-81cb-427029bf1e9a" class="fn"><a href="#14586c62-c4c0-4c6d-81cb-427029bf1e9a" id="14586c62-c4c0-4c6d-81cb-427029bf1e9a-link">1</a></sup>. Wie für solche Volkssagen üblich, gibt es entsprechend nicht &#8222;die eine&#8220; offizielle Version und die verschiedensten Überlieferungen variieren in Details. Grundsätzlich lasen die Menschen damals jedoch das folgende aus dem Sternenhimmel: </p>



<figure class="wp-block-image alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/12/Magpie_bridge_v1.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="Die Elsterbrücke (Magpie Bridge), die die Sterne verbindet. Credit: OperaJoeGreen" data-rl_caption="" title="Die Elsterbrücke (Magpie Bridge), die die Sterne verbindet. Credit: OperaJoeGreen" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/12/Magpie_bridge_v11.jpg" alt=""/></a><figcaption class="wp-element-caption">Die Elsterbrücke (Magpie Bridge), die die Sterne verbindet. Credit: <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/File:Magpie_bridge.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">OperaJoeGreen</a></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Der Kuhhirte Niulang begegnete eines Tages sieben Feenschwestern, die in einem See badeten. Mit Hilfe seines schelmischen Ochsen stahl er ihre Kleider. Die jüngste und schönste Schwester, Zhinu, sollte daraufhin die Kleidung der Feen wieder zurückholen. Da Niulang sie somit jedoch nackt gesehen hatte, stimmten die zwei einer Heirat zu. Sie lebten glücklich zusammen und bekamen zwei Kinder.<br>Doch die Himmelsgöttin (oder in manchen Versionen Zhinus Mutter) erfuhr, dass die Fee einen sterblichen Mann geheiratet hatte, und befahl Zhinu, zurück in den Himmel zu kehren, wo sie wieder ihrer Aufgabe des Wolkenwebens nachgehen musste.<br>Niulang war verzweifelt. Sein sprechender Ochse riet ihm, ihn zu töten, die Haut anzuziehen und so in den Himmel zu gelangen. Niulang folgte dem Rat, nahm die Kinder mit und suchte seine Frau im Himmel.<br>Die Göttin entdeckte dies und war wütend. Mit ihrer Haarnadel zog sie einen breiten Fluss am Himmel (die Milchstraße) um die Liebenden für immer zu trennen. Zhinu sitzt nun auf einer Seite des Himmelsflusses und webt traurig, während Niulang sie von der anderen Seite aus beobachtet und sich um ihre Kinder kümmert.<br>Doch einmal im Jahr haben die Elstern Mitleid mit ihnen, und zwar am siebten Tag des siebten Monats des Mondkalenders: Sie bilden über der Milchstraße eine Brücke aus Flügeln, sodass Niulang und Zhinu für eine Nacht vereint sein können. Zur Feier der Liebenden wird in China jährlich das Qixi Fest veranstaltet<sup data-fn="103084c1-e06f-4133-a4d8-609d94da66aa" class="fn"><a href="#103084c1-e06f-4133-a4d8-609d94da66aa" id="103084c1-e06f-4133-a4d8-609d94da66aa-link">2</a></sup>.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Die Protagonisten im Überblick</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Doch wer genau steckt hinter den beiden Liebenden, und was ist an diesen Sternen so besonders?</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Vega liegt nördlich (bzw. „auf der einen Seite“) der Milchstraße, Altair liegt südlich („auf der anderen Seite“) davon. Um den siebten Tag des siebten Mondmonats stehen Altair und Vega besonders hoch, die Milchstraße wirkt schmaler zwischen ihnen und die Sterne erscheinen visuell auffällig nah beieinander. Entsprechend entstand die Legende, dass die Elstern eine Brücke für die zwei gebaut haben.</li>



<li>Vega ist ein schnell rotierender Stern, etwa 25 Lichtjahre von der Erde entfernt. Interferometrische Messungen zeigen, dass Vega ein sogenannter Rapid Rotator ist, der fast am Rotationsabbruchlimit rotiert und stark abgeplattet ist<sup data-fn="d28ff4e4-c7f0-4782-8693-e226297b3584" class="fn"><a id="d28ff4e4-c7f0-4782-8693-e226297b3584-link" href="#d28ff4e4-c7f0-4782-8693-e226297b3584">3</a></sup>.</li>



<li>Vega hat eine Staub-/Trümmerscheibe um sich herum. Diese wurde erstmals als Infrarot-Überschuss entdeckt<sup data-fn="62f885a9-ee12-4efc-985d-ebe6368ba173" class="fn"><a id="62f885a9-ee12-4efc-985d-ebe6368ba173-link" href="#62f885a9-ee12-4efc-985d-ebe6368ba173">4</a></sup>.</li>



<li>Altair rotiert ebenso als Rapid Rotator extrem schnell, mit äquatorialer Rotationsgeschwindigkeit von etwa 250–290 km/s, und ist etwa 17 Lichtjahre von der Erde entfernt<sup data-fn="17957ccd-a5e5-41c3-b458-4fd9312dbe29" class="fn"><a href="#17957ccd-a5e5-41c3-b458-4fd9312dbe29" id="17957ccd-a5e5-41c3-b458-4fd9312dbe29-link">5</a></sup>. Dadurch ist er ebenfalls abgeplattet.</li>



<li>Altair ist ein Delta Scuti-Stern, das heißt, er zeigt schwache Helligkeitsschwankungen durch innere Pulsation<sup data-fn="d3ba835e-b60f-4e4a-a585-ddbc2f16da27" class="fn"><a href="#d3ba835e-b60f-4e4a-a585-ddbc2f16da27" id="d3ba835e-b60f-4e4a-a585-ddbc2f16da27-link">6</a></sup>. </li>



<li>In der chinesischen Raumfahrt wird der Mythos der zwei Sternenliebenden als Namensgeber für ein Relais-Satellitensystem zur Kommunikation genutzt: <a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=20095.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Elsterbrücke, oder auch Queqiao</a> (鹊桥).</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Der nächste Teil der Astrophilie-Serie wird sich mit dem Asteroiden Eros beschäftigen.</p>



<div class="wp-block-group is-layout-constrained wp-block-group-is-layout-constrained"><div class="wp-block-group__inner-container">
<p class="wp-block-paragraph"><strong>Die Liebe zum Universum</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Wer sich für Himmelsobjekte begeistert oder auch einfach gerne in den Nachthimmel schaut, trägt oft eine besondere Form der Faszination in sich. Vielleicht schwingt sogar etwas <strong>Astrophilie </strong>mit, also die Liebe zu Sternen und dem Weltall im Allgemeinen. Der Begriff setzt sich aus dem altgriechischen ἄστρον (ástron, “Stern”) und dem Suffix „-philia“ (Liebe) zusammen. Wer genau ihn prägte, ist unklar. Laut <a href="https://www.oed.com/dictionary/astrophile_n?tl=true" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Oxford English Dictionary</a> tauchte er erstmals 1631 in einem Text des britischen Astrologen John Booker auf.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese kleine Definition bildet den Kern unserer Reihe: die Neugier und Anziehungskraft, die Menschen seit jeher mit dem Universum verbinden.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=20772.msg582360#msg582360" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Astrophilie: Über die Romantik des Weltraums </a></li>
</ul>


<ol class="wp-block-footnotes"><li id="14586c62-c4c0-4c6d-81cb-427029bf1e9a">Mark Edward Lewis,<strong><em> The Early Chinese Empires: Qin and Han</em></strong>, Harvard University Press. <a href="#14586c62-c4c0-4c6d-81cb-427029bf1e9a-link" aria-label="Zur Fußnotenreferenz 1 navigieren"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" />︎</a></li><li id="103084c1-e06f-4133-a4d8-609d94da66aa">https://en.chinaculture.org/focus/focus/2010qixi/2010-08/16/content_391106.html <a href="#103084c1-e06f-4133-a4d8-609d94da66aa-link" aria-label="Zur Fußnotenreferenz 2 navigieren"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" />︎</a></li><li id="d28ff4e4-c7f0-4782-8693-e226297b3584">https://arxiv.org/abs/astro-ph/0603327 <a href="#d28ff4e4-c7f0-4782-8693-e226297b3584-link" aria-label="Zur Fußnotenreferenz 3 navigieren"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" />︎</a></li><li id="62f885a9-ee12-4efc-985d-ebe6368ba173">https://www.aanda.org/articles/aa/full_html/2010/10/aa14574-10/aa14574-10.html <a href="#62f885a9-ee12-4efc-985d-ebe6368ba173-link" aria-label="Zur Fußnotenreferenz 4 navigieren"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" />︎</a></li><li id="17957ccd-a5e5-41c3-b458-4fd9312dbe29">https://www.aanda.org/articles/aa/full_html/2024/07/aa49833-24/aa49833-24.html <a href="#17957ccd-a5e5-41c3-b458-4fd9312dbe29-link" aria-label="Zur Fußnotenreferenz 5 navigieren"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" />︎</a></li><li id="d3ba835e-b60f-4e4a-a585-ddbc2f16da27">https://www.aanda.org/articles/aa/full_html/2024/07/aa49833-24/aa49833-24.html <a href="#d3ba835e-b60f-4e4a-a585-ddbc2f16da27-link" aria-label="Zur Fußnotenreferenz 6 navigieren"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" />︎</a></li></ol>


<p class="wp-block-paragraph"></p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/astrophilie-das-sternenpaar-altair-wega/" data-wpel-link="internal">Astrophilie: Das Sternenpaar Altair &amp; Wega</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
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