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	<title>Sonne &#8211; Raumfahrer.net</title>
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	<title>Sonne &#8211; Raumfahrer.net</title>
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		<title>Wenn die Sonne ernst macht</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 16 Jun 2026 20:25:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Sonne]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Folgen stürmischen Sonnenwetters: zwischen farbenfrohen Polarlichtern und funkensprühenden Telegrafenmasten.Eine Pressemitteilung des Max Planck Instituts für Sonnensystemforschung MPS. Quelle: MPS/Aktuelles/Nachrichten/Wenn die Sonne ernst macht; Text: Jan Berndorff, 16. Juni 2026 Auf den Punkt gebracht Polarlichter sind die schöne Seite des Weltraumwetters. Doch es gibt im Sonnensystem auch Unwetter. Die Sonne kann Teilchenstürme entfesseln, die auf [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Die Folgen stürmischen Sonnenwetters: zwischen farbenfrohen Polarlichtern und funkensprühenden Telegrafenmasten.<br>Eine Pressemitteilung des Max Planck Instituts für Sonnensystemforschung MPS.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: <a href="https://www.mps.mpg.de/8758108/news_publication_26811514_transferred?c=2728" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">MPS/Aktuelles/Nachrichten/Wenn die Sonne ernst macht; Text: Jan Berndorff</a>, 16. Juni 2026</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/06/1-Eruption-auf-der-Sonne-mit-der-Erde.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="400" height="225" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/06/1-Eruption-auf-der-Sonne-mit-der-Erde-400x225-1.jpg" alt="" class="wp-image-153173" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/06/1-Eruption-auf-der-Sonne-mit-der-Erde-400x225-1.jpg 400w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/06/1-Eruption-auf-der-Sonne-mit-der-Erde-400x225-1-300x169.jpg 300w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><em>Eruption auf der Sonne mit der Erde (unten links) im richtigen Größenverhältnis.<br><mark>Bildquelle: NASA/Goddard Space Flight Center</mark></em></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Auf den Punkt gebracht</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Von der Sonne ins All geschleudertes, magnetisiertes Plasma kann beim Auftreffen auf das schützende Erdmagnetfeld nicht nur Polarlichter auslösen, sondern auch erhebliche Schäden an technischer Infra-struktur verursachen. Solche Sonnenstürme häufen sich am Maximum des elfjährigen Aktivitätszyklus der Sonne.</li>



<li>Um diesen Zyklus besser zu ver-stehen, untersuchen Forschende des Max-Planck-Instituts für Sonnensystemforschung die Magnetfeld-Dynamik der Sonne mit den Sonnenobservatorien Solar Orbiter und Sunrise.</li>



<li>Die Forschenden sind auch an einer zukünftigen Mission, Vigil, beteiligt. Deren Ziel ist es, potenziell verheerende geo-magnetische Stürme frühzeitig vorherzusagen, sodass sich rechtzeitig Schutzmaßnahmen für Stromnetze oder Satelliten einleiten lassen.</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Polarlichter sind die schöne Seite des Weltraumwetters. Doch es gibt im Sonnensystem auch Unwetter. Die Sonne kann Teilchenstürme entfesseln, die auf der Erde erhebliche Schäden an technischer Infrastruktur verursachen. Fachleute des Max-Planck-Instituts für Sonnensystemforschung wollen auch mithilfe neuer Teleskope besser verstehen, warum unser Stern alle elf Jahre besonders aktiv ist. Ihr Ziel ist nicht zuletzt, Sonnenstürme frühzeitig vorherzusagen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die ersten Monate dieses Jahres waren in Deutschland ungewöhnlich farbenfroh: Leuchtend grüne Vorhänge zogen sich über den Sternenhimmel von den norddeutschen Inseln bis in die bayrischen Voralpen. Manchmal flackerten die Lichter wie Fahnen im Wind. Manchmal strahlten sie ruhig und gingen von Grün über Rot in Violett über.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/06/2-Polarlichter.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="400" height="225" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/06/2-Polarlichter-400x225-1.jpg" alt="" class="wp-image-153175" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/06/2-Polarlichter-400x225-1.jpg 400w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/06/2-Polarlichter-400x225-1-300x169.jpg 300w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><em>Diese Polarlichter, aufgenommen in der Nähe von Göttingen in der Nacht vom 20. Januar 2026, erscheinen in einem Farbverlauf von grün bis pink. Die Farben auf diesem Foto sind satter, als sie ein Mensch wahrnehmen würde. Das Auge ist nicht empfindlich genug, während sich der Sensor einer Kamera lange belichten lässt, um auch schwaches Licht abzubilden.<br><mark>Bildquelle: F. Tischer (MPS)</mark></em></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Was zahlreiche Menschen da nachts mit ihren Kameras einfingen, waren Polarlichter. Wenn diese sich sogar in Mitteleuropa zeigen und nicht nur in höheren Breiten wie in Skandinavien oder der Arktis, ist dies ein Anzeichen für eine besonders hohe Sonnenaktivität. Denn sie gehen auf Eruptionen auf unserem Heimatstern zurück: Heftige Turbulenzen im Magnetfeld schleudern einen Schwall geladener Teilchen ins All. Trifft die magnetisierte Wolke das Erdmagnetfeld, dellt es dieses ein. Es entsteht ein im geomagnetischen Sturm flatternder magnetischer Schweif, der weg von der Sonne zeigt. Dort kommen sich einzelne Feld­linien teils so nahe, dass sie sich unter einem energetischen Schnalzen neu verbinden. Die dabei entfesselten Kräfte beschleunigen geladene Elektronen von der Sonne entlang des gekrümmten Erdmagnetfelds bis zu dessen Polen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auf dem Weg regen die Teilchen in der Atmosphäre Sauerstoff und Stickstoff zum Leuchten an – Polarlichter entstehen. Etwa alle elf Jahre produziert die Sonne besonders viele solcher Eruptionen – es herrscht quasi solare Hurrikansaison: Über ein bis zwei Jahre hinweg wehen dann häufiger Sonnenstürme durchs All, die stärker sind als der übliche Sonnenwind. „In niedrigeren geografischen Breiten schützt das Erdmagnetfeld stärker“, sagt Sami Solanki. Er ist Direktor am Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung in Göttingen. Trifft ein besonders starker Partikelschwall die Erde, so drückt dieser dermaßen gegen das Erd­magnetfeld, dass sich sogar solche Magnetfeldlinien neu verbinden, die in mittleren Breiten fußen – Sonnenteilchen regnen dann auch in die Atmosphäre über südlichere Teile Europas.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das kann unangenehme Folgen haben: Satelliten, Raumstationen und hoch fliegende Flugzeuge sind intensiver Teilchenstrahlung von der Sonne ausgesetzt, Stromleitungen am Boden werden durch die geladenen Teilchen überladen, Transformatoren brennen durch, und flächendeckende Stromausfälle sind die Folge. Die europäische Raumfahrtagentur Esa hat in einer Studie ausgerechnet, dass ein heftiger Sonnensturm allein in Europa Schäden in Höhe von bis zu 15 Milliarden Euro verursachen könnte. Fachleute des US-Forschungsrates nennen für die USA sogar ein bis zwei Billionen US-Dollar.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit anderen Worten: So wichtig und faszinierend dieser Stern für uns ist – immerhin sorgt die Sonne für 99,96 Prozent der Energie, die die Erde vor der Auskühlung bewahrt –, er kann auch anders. Und darum wollen Forschende besser verstehen, wie er funktioniert.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/06/3-Sonnenspaeher.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="400" height="177" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/06/3-Sonnenspaeher-400x177-1.jpg" alt="" class="wp-image-153177" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/06/3-Sonnenspaeher-400x177-1.jpg 400w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/06/3-Sonnenspaeher-400x177-1-300x133.jpg 300w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><em>Sonnenspäher bei der Arbeit: Die Raumsonde Solar Orbiter fliegt immer steilere Umlaufbahnen um die Sonne. Der Rundumblick hilft zu verstehen, wie sich das Magnetfeld der Sonne entwickelt. Eine aktive Phase der Sonne hat Sunrise im Jahr 2024 beobachtet – ein Sonnenteleskop, das an einem Stratosphärenballon über der Erde schwebt. Nimmt eine Sonneneruption einmal Kurs auf die Erde, wird die Außenposition Vigils in den 2030er-Jahren erlauben, mehrere Tage im Voraus zu warnen. Bisherige Vorhersagen kommen oft zu spät: Soho etwa sieht die Sturmfront erst, wenn sie kurz bevorsteht.<br><mark>Bildquelle: GCO nach ESA und MPI für Sonnensystemforschung</mark></em></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Blicke auf die Pole der Sonne</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Denn obwohl Forschende die Sonne bereits seit Jahrzehnten mit Teleskopen am Boden und im Orbit beobachten und vermessen, bleiben zahlreiche Details rund um deren komplexes Magnetfeld, aus dessen Dynamik die Sonnenstürme resul­tieren, im Dunkeln. „Wenn wir diese Vorgänge besser verstehen, können wir sie modellieren, und wenn wir sie modellieren, können wir auch Vorhersagen treffen – zum Beispiel wann ein gefährlicher Sturm droht, die Erde zu treffen“, sagt Kinga Albert, die am Göttinger Institut in der Abteilung Sonne und Heliosphäre forscht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aktuell untersucht Albert die ersten Messdaten der Esa-Sonde Solar Orbiter, zu der das Max-Planck-Institut ein Schlüsselinstrument beigesteuert hat: Der „Polarimetric and Helioseismic Imager“ macht Aufnahmen der Sonnenoberfläche im sichtbaren Licht und bestimmt Stärke und Richtung des Magnetfeldes. Solar Orbiter dringt dabei in wissenschaftliches Neuland vor und kommt bei seinen Umrundungen näher an das Sonnenfeuer heran als der innerste Planet Merkur. Erstmals verlässt ein Sonnenteleskop mit hochauflösenden Kameras zudem die Ekliptik, also jene Ebene, in der alle Planeten bis auf wenige Grad Abweichung um die Sonne kreisen. Nur so erlangt Solar Orbiter einen detaillierten Blick auf die Sonnenpole. Bislang gibt es von der Sonne und ihrem Magnetfeld fast ausschließlich seitliche Aufnahmen, die aus der Ekliptik heraus entstanden. Denn die Drehachse der Sonne ist nur etwa 7 Grad zu dieser Ebene gekippt. „Aus diesem Winkel erkennt man aber leider so gut wie nichts, daher sind die Pole noch weitgehend unerforscht“, bedauert Sami Solanki. „Wir vermuten jedoch, dass sich dort Entscheidendes zum Verständnis des elfjährigen Sonnenzyklus abspielt.“</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/06/4-globales-Magnetfeld-der-Sonne.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="400" height="187" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/06/4-globales-Magnetfeld-der-Sonne-400x187-1.jpg" alt="" class="wp-image-153179" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/06/4-globales-Magnetfeld-der-Sonne-400x187-1.jpg 400w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/06/4-globales-Magnetfeld-der-Sonne-400x187-1-300x140.jpg 300w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><em>Zwei Gesichter der Sonne: Das globale Magnetfeld wechselt zwischen einem regelmäßig und geordnet geformten Dipol wie bei der Erde (rechts) und einem chaotischen und aufge­wickelten Magnetfeld (links). Ein Zyklus dauert etwa elf Jahre.<br><mark>Bildquelle: GCO/MPI für Sonnensystemforschung</mark></em></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Aufbrausendes Sonnenfeuer</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">In diesem Zyklus, der zwischen neun und 13 Jahre dauern kann, zeigt die Sonne eine erstaunliche Verwandlung: Beginnend als Dipol mit beinahe geradlinig zwischen Nord und Süd verlaufenden Feldlinien, wie wir das vom Erdmagnetfeld kennen, wickeln sich diese Feldlinien im Verlauf zunehmend auf. Laut bisheriger Forschung geht das so: Die Sonne ist wie die Erde im Prinzip ein riesiger Dynamo. Während sie rotiert, erzeugt die geladene Materie, aus der sie besteht – das Plasma aus Wasserstoff und Helium –, ein Ma­gnetfeld. Nun dreht sie sich in verschie­denen Breiten unterschiedlich schnell: An den Polen einmal in 35, am Äquator in 25 Tagen. Da die Magnetfeldlinien mit den geladenen Teilchen des Plasmas gekoppelt sind, wickeln sich die ursprüng­lichen Nord-Süd-Feldlinien quasi um die Sonne herum, es entsteht ein ziemlich komplexes und grob ring- oder donut­förmiges Magnetfeld.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Magnetfeld, das durch diese differenzielle Rotation entsteht, ist am Grund der sogenannten Konvektionszone verankert. Diese Zone entspricht dem äußeren Drittel der Sonne, in dem die Energie aus dem Sonneninneren nicht durch Strahlung, sondern durch mächtige Ströme und Umwälzungen im Plasma nach außen gelangt. Knapp unter der Oberfläche schießen sogar Blasen mit durchschnittlich 3000 Kilometern pro Stunde zur Ober­fläche, ehe diese abkühlen und wieder nach unten sinken: Es blubbert und brodelt wie kochendes Wasser in einem Topf.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/06/5-Sonnenfleck.jpg" data-rel="lightbox-image-4" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="400" height="225" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/06/5-Sonnenfleck-400x225-1.jpg" alt="" class="wp-image-153181" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/06/5-Sonnenfleck-400x225-1.jpg 400w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/06/5-Sonnenfleck-400x225-1-300x169.jpg 300w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><em>Sonnenfleck aufgenommen mit dem 1 m Swedish Solar Telescope (SST) auf La Palma (Kanarische Inseln, Spanien). Die kühlere und damit dunklere Umbra im Zentrum des Sonnenfleckes ist umgeben von der Penumbra: Dort strömt in 100 bis 200 km breiten Filamenten teilweise ionisiertes Gas radial nach außen. Dabei kommt es zu Umwälzströmungen, die erstmals von Wissenschaftlern des MPI für Sonnensystemforschung direkt beobachtet und mithilfe von Computersimulationen erklärt werden konnten.<br><mark>Bildquelle: MPS</mark></em></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Am Grund der Konvektionszone drängt sich das Magnetfeld dicht auf dicht und ist dermaßen turbulent, dass sich Feldlinien losreißen und schlauchartige Formen bilden. Im Inneren solcher Magnetfeldkäfige befindet sich weniger Sonnenplasma als in der Umgebung, und so steigen diese zur Oberfläche auf, wie U-Boote mit geleerten Tanks. Wo die gebündelten Feldlinien die Oberfläche durchstoßen, verhindern die magnetischen Kräfte, dass weiteres heißes Plasma nachschiebt. Die Konvektion und damit der Energietransport sind dort unter­bunden – es entsteht ein Sonnenfleck, der oft weit größer als die Erde ist und dunkel erscheint, weil er nur etwa 4000 Grad heiß ist, während in der übrigen Photosphäre rund 5500 Grad herrschen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Je aktiver die Sonne ist, desto mehr Sonnen­flecken sind zu sehen und desto dynamischer und chaotischer ist das Magnetfeld auch an der Oberfläche. Immer wieder erheben sich Plasmabögen entlang ausladender Feldlinien, die meist in der Umgebung von Sonnenflecken verankert sind, weit über die Oberfläche. Teils verdrillen und verknoten sich Feldlinien, bis die Spannung allzu groß wird, der magnetische Käfig aufbricht und einen Schwall Plasma mit viel Schwung ins All schleudert. Fachleute nennen das einen koronalen Massenauswurf. Er ist die Ursache für das, was auch als Sonnensturm bezeichnet wird. Nach ein bis zwei Jahren des Wütens – das letzte Aktivitätsmaximum begann 2024 und ging mit den Polarlichtern Anfang dieses Jahres vermutlich zu Ende – beruhigt sich die Sonne langsam wieder. Die Zahl der Sonnen­flecken geht zurück, und die Feld­linien ordnen sich allmählich wieder zum Dipol. Nur diesmal andersherum: Der vormalige magnetische Nord- wird zum magnetischen Südpol und umgekehrt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Vor allem diese Phase ist noch rätselhaft: „Wir können noch nicht erklären, wie die Sonne aus dem Chaos wieder zur Ordnung zurückfindet“, sagt Sami Solanki. Genau dazu soll Solar Orbiter neue Erkenntnisse liefern. Von den Bildern und Messungen, die das Sonnenteleskop im Jahr 2025 aufzeichnete, wurden einige bereits veröffentlicht. Doch die Analyse der vielen Daten hat gerade erst begonnen: „Nicht vor Ende dieses Jahres werden wir erste Ergebnisse veröffentlichen, darum darf ich noch nichts Konkretes verraten“, sagt Solanki. „Nur so viel: Wir haben spannende Dinge gefunden, die so manche Modellvorstellung wahrscheinlich widerlegen.“</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/06/6-Diskussion-im-Foyer.jpg" data-rel="lightbox-image-5" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="400" height="225" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/06/6-Diskussion-im-Foyer-400x225-1.jpg" alt="" class="wp-image-153183" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/06/6-Diskussion-im-Foyer-400x225-1.jpg 400w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/06/6-Diskussion-im-Foyer-400x225-1-300x169.jpg 300w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><em>Im Foyer des Instituts diskutieren Lakshmi Pradeep Chitta, Smitha Narayanamurthy, Kinga Albert und Sami Solanki (von links).<br><mark>Bildquelle: Leona Ohsiek / MPG</mark></em></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Die Sonne zwischen Chaos und Ordnung</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Seine Kollegin Kinga Albert beschäftigt sich mit Messungen magnetischer Strukturen in Polnähe: „Da gibt es größere und kleinere magnetische Teilflächen. Sie sind zwar alle nicht so groß wie die Sonnenflecken in Äquatornähe, haben aber in etwa mindestens die Fläche Deutschlands. Manche verändern sich binnen weniger Stunden, andere bleiben tagelang stabil, manche sind positiv, manche negativ magnetisch polarisiert.“ Diese Strukturen folgen einem Granulationsmuster – das ist die körnige Struktur mächtiger Plasmablasen, die durch die Konvektion entstehen: „Die Strömungen spülen Magnetfelder, die an der Ober­fläche treiben und meist Überbleibsel größerer Sonnen­flecken sind, zu Ein­heiten zusammen wie Schaum auf dem Meer, nur um sie dann wieder zu zerstreuen“, beschreibt Albert. Sie ist noch bei der Bestandsaufnahme und sucht nach Regelmäßigkeiten. „Eine Interpretation kann ich noch nicht liefern.“ „Aber unsere Reise zu den Polen fängt ja gerade erst an“, betont Lakshmi Pradeep Chitta, der in derselben Abteilung wie Kinga Albert forscht. Die Raumsonde werde in wenigen Jahren eine Bahn fliegen, die mit einem Winkel von etwa 33 Grad aus der Ekliptik ausbricht – mit noch klarerem Blick auf die Pole. „So werden wir also eben jenen Weg der Sonne zurück in ihr Dipol-Stadium detailliert verfolgen, den wir bislang noch nicht recht erklären können“, sagt Chitta.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Doch die Forschenden haben noch mehr Trümpfe im Ärmel, um der Sonne ihre Geheimnisse zu entlocken. Darunter ein weiterer sehr spezieller Sonnenspäher: ein Observatorium namens Sunrise, geleitet vom Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung. Dieses rund 2,5 Tonnen schwere Teleskop mit einem ein Meter großen Spiegel steht weder auf dem Erdboden, noch rast es durchs All. Statt­dessen schwebt es an einem riesigen Helium-Ballon in rund 37 Kilometer Höhe an der Grenze zwischen Erd­atmosphäre und Weltraum. Dort entgeht es Wolken und den störenden Luftturbulenzen der Erdatmosphäre, lässt sich zudem landen und warten. Es vereint so die Vorteile von Teleskopen im Weltraum und am Boden.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full"><a href="https://www.mpg.de/22197211/erfolgreicher-start-fuer-sunrise-iii" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external"><img decoding="async" width="400" height="225" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/06/7-Sunrise-III-400x225-1.jpg" alt="" class="wp-image-153185" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/06/7-Sunrise-III-400x225-1.jpg 400w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/06/7-Sunrise-III-400x225-1-300x169.jpg 300w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><em>Sunrise III hebt ab<br>Von der Stratosphäre aus hat das ballongetragene Sonnenobservatorium einen ungestörten Blick auf die Sonne<br><mark>Portalbeitrag des MPS vom 10. Juli 2024</mark></em></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Der Ballon, der bei maximaler Füllung 130 Meter durchmisst, startete 2024 in der Nähe von Kiruna in Nordschweden und fuhr mit den stratosphärischen Westwinden entlang des nördlichen Polarkreises nach Kanada, um dort etwa eine Woche später zu landen. „Dieser Flug war ein voller Erfolg“, freut sich Smitha Narayanamurthy, die am Institut die Daten auswertet. Dank der Mitternachtssonne und der Position über Wolken und Wetter beobachtete das Teleskop durchgehend die Sonne und machte hochaufgelöste Bilder. „Mit Sunrise können wir Eruptionen von Anfang bis Ende hochauflösend verfolgen, und in den Daten werden wir sehen, ob und wie sie sich ankündigen“, sagt Sami Solanki. „Damit halten wir einen riesigen Datenschatz von 200 Terabyte in unseren Händen, den wir gerade erst zu heben beginnen.“ Darin enthalten sind auch zahlreiche Spektren und Polarisationsmuster in hoher Auflösung, mit denen Smitha Narayanamurthy die Granulation im Detail verfolgte und kleine Plasmawirbel und -strudel entdeckte.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Geomagnetische Stürme vorhersagen</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Doch wer geomagnetische Stürme präzise vorhersagen will, muss auch wissen, ob und wann genau ein Plasmaschwall die Erde trifft. Je nachdem braucht dieser zwischen einem halben Tag und drei Tagen. Bislang ist es so: Eine heftige Sonneneruption mit dem Potenzial für ernsthafte Störungen auf der Erde erkennt man erst, wenn sie stattfindet. Zum Beispiel mit der Raumsonde Soho, die bereits seit 1995 die Sonne vom Lagrange-Punkt 1 (L1) aus beobachtet, also aus der gleichen Richtung wie die Erde. Jedoch kann dieser Satellit nicht gut erkennen, ob ein Sonnenauswurf tatsächlich Kurs auf die Erde nimmt und mit welchem Tempo.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das liegt daran, dass die Kamera an Bord die Sonne mit einer kreisrunden Blende abdeckt und daher vornehmlich Auswürfe sieht, die die Sonne zu den Seiten verlassen. Erst wenn die Teilchen der Sonne Soho bereits erreicht haben – also wenn der Sturm kurz bevorsteht –, schlagen Sensoren an Bord Alarm. Ab da bleiben nur noch rund 30 bis 60 Minuten, bis der Partikelsturm auf das schützende Magnetfeld der Erde einprasselt. Das ist auch der Grund dafür, dass Vorhersagen von Polarlichtern nur maximal eine Stunde im Voraus gelten.<br>Entscheidender Blick von der Seite</p>



<p class="wp-block-paragraph">Was der Sonnensturmvorhersage fehlt, ist die Sicht auf die Sonne aus einer anderen Perspektive, am besten noch während sich ein Sturm zusammenbraut. Hilf­reicher als der Blick von oben, den Solar Orbiter einnimmt, ist dabei jener der Raumsonde Vigil von der Seite. Das Göttinger Institut ist ebenfalls an der Sonde beteiligt, die die Esa im Jahr 2031 zum Lagrange-Punkt L5 schießen will. „Von L5 aus wird Vigil wegen der Drehung der Sonne Ereignisse auf ihrer Oberfläche beobachten, fünf bis sechs Tage, bevor sie von L1 oder der Erde aus sichtbar sind“, erklärt Pradeep Chitta. Das bedeutet: Wenn sich Eruptionen ankündigen, kann Vigil bereits eine Woche im Voraus warnen. Und falls eine Plasmawolke tatsächlich Richtung Erde stürmt, berechnet Vigil deren Richtung und Tempo.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Eine Vorhersage wäre extrem wichtig“, sagt Sami Solanki. „Denn eines wissen wir sicher: Bislang sind wir bei Sonnenstürmen sehr glimpflich davongekommen.“ Seit der Mensch sich durch die breite Verwendung der Elektrizität, durch Raumfahrt und Satellitentechnik verwundbar für diese kosmischen Katastrophen machte, hat es keinen wirklich schlimmen Sonnensturm mehr gegeben. Mal gingen eine ganze Reihe Starlink-Satelliten dadurch verloren, mal sind in halb Kanada die Stromnetze für ein paar Stunden zusammengebrochen oder die Satelliten­navigation in Deutschland. Doch im Vergleich zu dem, wozu die Sonne fähig ist, waren das laue Lüftchen.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full"><a href="https://www.mpg.de/21927472/polarlichter-in-sueddeutschland" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external"><img decoding="async" width="400" height="225" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/06/8-gluehender-Himmel-400x225-1.jpg" alt="" class="wp-image-153187" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/06/8-gluehender-Himmel-400x225-1.jpg 400w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/06/8-gluehender-Himmel-400x225-1-300x169.jpg 300w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><em>Wenn der Himmel zu glühen scheint<br>Sami Solanki, Direktor am Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung, erklärt, wie Sonneneruptionen und Polarlichter zusammenhängen und wann solche Ereignisse für Stromnetze oder GPS zum Problem werden<br><mark>Portalbeitrag des MPS vom 20. Januar 2026</mark></em></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Funkensprühende Telegrafenmasten</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Der bisher heftigste registrierte Sturm ereignete sich 1859. Das sogenannte Carrington-Ereignis, benannt nach einem britischen Astronomen, war geschätzt zwei bis vier Mal stärker als die intensivsten Sonnenstürme seither. Es sorgte für Polarlichter bis in die Karibik und Nordafrika und ließ Wälder in Flammen aufgehen, weil Telegrafenmasten Funken schlugen. Doch Elektrizität war damals kaum verbreitet, und so blieben die Schäden überschaubar. Heute würden sie in die Milliarden gehen, die Reparaturen der Energieinfrastruktur könnten Wochen oder gar Monate dauern. Schätzungen zu­folge sollte sich ein Sturm der Carrington-Klasse etwa alle 100 bis 500 Jahre er­eignen. Sie beruhen unter anderem auf Vergleichen mit solchen Eruptionen auf anderen sonnenähnlichen Sternen und auf Rekonstruktionen der Sonnenaktivität, die inzwischen mehrere Tausend Jahre in die Vergangenheit reichen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Allerdings kann es sogar noch viel intensivere Sonnenstürme geben als das Carring­ton-Ereignis“, warnt Sami Solanki. Diese sogenannten Miyake-Ereignisse sind zehn bis hundert Mal stärker. Sechs bis zehn dieser Art sollen sich in den letzten 14 500 Jahren ereignet haben. Das zeigen Messungen der Konzentration des Kohlenstoffisotops 14C in den Jahresringen alter Bäume. Derartige Stürme produzieren enorme Mengen dieses Isotops in der Atmosphäre, und es lagert sich dann in Bäumen ab. Der letzte besonders starke Fall ereignete sich wohl im Jahr 774 nach Christus. Ob und wann es wieder so weit ist, kann niemand genau sagen. Es könnte auch schon beim nächsten Sonnenmaximum geschehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Mensch hat auf die Aktivität der Sonne keinen Einfluss. Deshalb gelte es dringend, sich zu wappnen, meinen die Sonnenforschenden der Max-Planck-Gesellschaft. Bereits bei einer Vorwarnzeit von wenigen Tagen könnten Astronautinnen und Astronauten in Schutzmodule flüchten, Verkehrsflüge ließen sich aussetzen oder die empfindlichen Instrumente der Satelliten vorübergehend aus der Sonne drehen. Die kommenden Jahre der Sonnenforschung könnten uns also früher oder später vor einer Katastrophe bewahren.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=753.msg588573#msg588573" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Unsere Sonne</a></li>
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		<item>
		<title>We’re back: Proba-3 startklar für weitere wissenschaftliche Missionen</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/were-back-proba-3-startklar-fuer-weitere-wissenschaftliche-missionen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 09 Jun 2026 14:33:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Sonne]]></category>
		<category><![CDATA[ASPIICS]]></category>
		<category><![CDATA[ESA]]></category>
		<category><![CDATA[Formationsflug]]></category>
		<category><![CDATA[Koronagraph]]></category>
		<category><![CDATA[Proba 3]]></category>
		<category><![CDATA[Sonnenfinsternis]]></category>
		<category><![CDATA[Störung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Koronagraph-Satellit der Proba-3-Mission und sein wichtigstes wissenschaftliches Instrument, ASPIICS, sind beide voll funktionsfähig und bereit, den routinemäßigen Formationsflug wieder aufzunehmen und weitere atemberaubende künstliche Sonnenfinsternisse zu erzeugen.Eine Pressemitteilung der Europäischen Weltraumagentur ESA. Quelle: ESA / Enabling &#38; Support / Space Engineering &#38; Technology, 9. Juni 2026 Im Februar geschah etwas äußerst Unwahrscheinliches – eine [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Der Koronagraph-Satellit der Proba-3-Mission und sein wichtigstes wissenschaftliches Instrument, ASPIICS, sind beide voll funktionsfähig und bereit, den routinemäßigen Formationsflug wieder aufzunehmen und weitere atemberaubende künstliche Sonnenfinsternisse zu erzeugen.<br>Eine Pressemitteilung der Europäischen Weltraumagentur ESA.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: <a href="https://www.esa.int/Enabling_Support/Space_Engineering_Technology/We_re_back_Proba-3_ready_for_more_science" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">ESA / Enabling &amp; Support / Space Engineering &amp; Technology</a>, 9. Juni 2026</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/06/1-Proba-3_s_first_artificial_solar_eclipse_after_recovery_pillars.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="350" height="350" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/06/1-Proba-3_s_first_artificial_solar_eclipse_after_recovery_pillars-350x350-1.jpg" alt="" class="wp-image-153057" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/06/1-Proba-3_s_first_artificial_solar_eclipse_after_recovery_pillars-350x350-1.jpg 350w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/06/1-Proba-3_s_first_artificial_solar_eclipse_after_recovery_pillars-350x350-1-300x300.jpg 300w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/06/1-Proba-3_s_first_artificial_solar_eclipse_after_recovery_pillars-350x350-1-150x150.jpg 150w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/06/1-Proba-3_s_first_artificial_solar_eclipse_after_recovery_pillars-350x350-1-120x120.jpg 120w" sizes="(max-width: 350px) 100vw, 350px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><em>Die erste künstliche Sonnenfinsternis von Proba-3 nach der Wiederinbetriebnahme<br><mark>Credit: ESA/Proba-3/ASPIICS; Licence: ESA Standard Licence</mark></em></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Im Februar geschah etwas äußerst Unwahrscheinliches – <a href="https://blogs.esa.int/proba-3/2026/03/19/what-happened-to-the-coronagraph/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">eine Störung an Bord des Coronagraph-Raumfahrzeugs</a> von Proba-3 führte zum Verlust des Kontakts zwischen dem Raumfahrzeug und der Bodenstation.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für das Missionsteam, die Betreiber, Ingenieure und Industriepartner waren die vergangenen Monate geprägt von Rund-um-die-Uhr-Einsätzen, Brainstorming, Fehlerbehebung und Tests, um das verlorene Raumfahrzeug wiederzufinden und die Mission zu retten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Glücklicherweise gibt es ein Happy End – dank der harten Arbeit und des Engagements aller Beteiligten ist der „Eclipse-Maker“ der ESA endlich bereit, zum Routinebetrieb zurückzukehren.</p>



<div class="wp-block-uagb-separator uagb-block-5be2f937"><div class="wp-block-uagb-separator__inner" style="--my-background-image:"></div></div>



<figure class="wp-block-image alignright size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/06/2-Proba-3_s_first_artificial_solar_eclipse_after_recovery_pillars.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="350" height="350" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/06/2-Proba-3_s_first_artificial_solar_eclipse_after_recovery_pillars-350x350-1.jpg" alt="" class="wp-image-153059" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/06/2-Proba-3_s_first_artificial_solar_eclipse_after_recovery_pillars-350x350-1.jpg 350w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/06/2-Proba-3_s_first_artificial_solar_eclipse_after_recovery_pillars-350x350-1-300x300.jpg 300w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/06/2-Proba-3_s_first_artificial_solar_eclipse_after_recovery_pillars-350x350-1-150x150.jpg 150w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/06/2-Proba-3_s_first_artificial_solar_eclipse_after_recovery_pillars-350x350-1-120x120.jpg 120w" sizes="(max-width: 350px) 100vw, 350px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><em>Die künstliche Sonnenfinsternis von Proba-3, die die heißesten Bereiche der Sonnenkorona zeigt<br><mark>Credit: ESA/Proba-3/ASPIICS; Licence: ESA Standard Licence</mark></em></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Bereit für mehr Wissenschaft</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">„Letzte Woche haben wir den <a href="https://blogs.esa.int/proba-3/2026/06/04/back-to-formation-flying-and-a-peek-at-earth/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">ersten Formationsflug seit dem Vorfall</a> durchgeführt, und wir können nun mit Sicherheit sagen, dass alle Systeme ordnungsgemäß funktionieren“, bestätigt Damien Galano, Missionsleiter von Proba-3. „Nachdem das Coronagraph-Raumfahrzeug erfolgreich wiederhergestellt wurde, kann die Mission nun ihren Routinebetrieb wieder aufnehmen.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Nach sehr sorgfältigen Überprüfungen des ASPIICS-Koronagraphen-Instruments freue ich mich sehr, bestätigen zu können, dass es in einwandfreiem Zustand und voll funktionsfähig ist“, sagt Andrei Zhukov vom Königlichen Observatorium von Belgien, der leitende Forscher für ASPIICS. „Der Formationsflug der vergangenen Woche ermöglichte es uns, neue Bilder der Korona aufzunehmen, und diese sehen genauso spektakulär aus wie die Aufnahmen, die vor dem Vorfall gemacht wurden.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Inzwischen wurden die ersten Ergebnisse der von der Mission gesammelten Daten veröffentlicht, die darauf hindeuten, dass sich Sonnenwindstrukturen in der inneren Korona <a href="https://www.esa.int/Science_Exploration/Space_Science/First_Proba-3_science_surprisingly_speedy_solar_wind" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">drei- bis viermal schneller ausbreiten können</a>, als Wissenschaftler bisher angenommen hatten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Unsere ersten Ergebnisse sind sehr vielversprechend, und ich kann es kaum erwarten, zu sehen, welche wissenschaftlichen Erkenntnisse Proba-3 uns noch bescheren wird“, fügt Andrei hinzu.</p>



<div class="wp-block-uagb-separator uagb-block-bcc7fb48"><div class="wp-block-uagb-separator__inner" style="--my-background-image:"></div></div>



<figure class="wp-block-image alignright size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/06/3-Proba-3_s_Coronagraph_spacecraft_captured_by_the_Occulter_pillars700x700.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="350" height="350" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/06/3-Proba-3_s_Coronagraph_spacecraft_captured_by_the_Occulter_pillars350x350.jpg" alt="" class="wp-image-153061" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/06/3-Proba-3_s_Coronagraph_spacecraft_captured_by_the_Occulter_pillars350x350.jpg 350w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/06/3-Proba-3_s_Coronagraph_spacecraft_captured_by_the_Occulter_pillars350x350-300x300.jpg 300w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/06/3-Proba-3_s_Coronagraph_spacecraft_captured_by_the_Occulter_pillars350x350-150x150.jpg 150w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/06/3-Proba-3_s_Coronagraph_spacecraft_captured_by_the_Occulter_pillars350x350-120x120.jpg 120w" sizes="(max-width: 350px) 100vw, 350px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><em>Der &#8222;Koronagraph&#8220; von Proba-3 aufgenommen vom „Occulter“<br><mark>Credit: ESA; Licence: ESA Standard Licence</mark></em></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Happy End</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">„Als wir nach einem Monat der Funkstille <a href="https://www.esa.int/Enabling_Support/Space_Engineering_Technology/Proba-3_s_Coronagraph_is_alive" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">das erste Signal vom Coronagraph-Satelliten</a> empfingen, waren alle sehr erleichtert“, erinnert sich Damien an diesen aufregenden Moment. „Aber wir wussten damals, dass die Arbeit noch nicht vorbei war – wir hatten noch keine Ahnung, wie sich ein Monat ohne Energie auf das Raumschiff ausgewirkt hatte oder ob wir die Mission überhaupt fortsetzen können.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Selbst für ein so seltenes Ereignis wie das Erwachen eines Raumfahrzeugs aus dem ‚Koma‘ gibt es ein festgelegtes Verfahren – eine Checkliste mit Aufgaben, die erfahrene Betreuer abarbeiten müssen, bevor sie Rückschlüsse auf den weiteren Verlauf der Mission ziehen können.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Wir haben nacheinander den Status jedes einzelnen Teilsystems des Raumfahrzeugs überprüft. Außerdem konnten wir die Vorgänge, die sich im Februar als kritisch erwiesen hatten, erfolgreich durchführen“, sagt Damien. „Damals löste dies die unglückliche Kettenreaktion aus, die zum Verlust der Verbindung mit dem Raumfahrzeug führte, aber nachdem wir die Ursache in der Software behoben hatten, waren wir zuversichtlich, dass diese Maßnahme keine weiteren Probleme verursachen würde.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Es war inspirierend und faszinierend, die Energie und das Engagement des Teams bei der Untersuchung des Problems und der Wiederherstellung des Systems mitzuerleben“, fügt er hinzu. „Für einige von uns war es zudem eine der intensivsten und aufregendsten Phasen unseres Berufslebens.“</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=19828.msg588224#msg588224" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">ESAs Proba-3-Mission auf PSLV</a></li>
</ul>
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		<title>Die NASA nimmt Abschied von der Marsmission MAVEN</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/die-nasa-nimmt-abschied-von-der-marsmission-maven/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 03 Jun 2026 21:41:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Mars]]></category>
		<category><![CDATA[MAVEN]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumsonden]]></category>
		<category><![CDATA[Sonne]]></category>
		<category><![CDATA[Kometen]]></category>
		<category><![CDATA[Marsatmosphäre]]></category>
		<category><![CDATA[Polarlichter]]></category>
		<category><![CDATA[Sonnenwind]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.raumfahrer.net/?p=152974</guid>

					<description><![CDATA[<p>Die erste Mission zur Beobachtung der Marsatmosphäre und ihrer Entwicklung, die NASA-Mission MAVEN (Mars Atmosphere and Volatile Evolution), ist nach mehr als elf Jahren in der Marsumlaufbahn und einem Jahrzehnt über ihre ursprünglich auf ein Jahr angelegte Hauptmission hinaus zu Ende gegangen. Der letzte Kontakt mit dem Raumschiff erfolgte am 6. Dezember 2025, als ein [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Die erste Mission zur Beobachtung der Marsatmosphäre und ihrer Entwicklung, die NASA-Mission MAVEN (Mars Atmosphere and Volatile Evolution), ist nach mehr als elf Jahren in der Marsumlaufbahn und einem Jahrzehnt über ihre ursprünglich auf ein Jahr angelegte Hauptmission hinaus zu Ende gegangen. Der letzte Kontakt mit dem Raumschiff erfolgte am 6. Dezember 2025, als ein unerwarteter Signalverlust auftrat, nachdem es hinter den Roten Planeten vorbeigeflogen war. Eine Pressemitteilung der NASA.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: <a href="https://www.nasa.gov/news-release/nasa-says-farewell-to-maven-mars-mission-hosts-media-call-today/" target="_blank" rel="noreferrer noopener follow" data-wpel-link="external">NASA</a>, 3. Juni 2026</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/06/maven.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Künstlerische Darstellung der NASA-Raumsonde MAVEN am Mars. Die Sonde trat 2014 in die Umlaufbahn des Planeten ein und hat über elf Jahre lang die obere Marsatmosphäre, die Ionosphäre sowie die Wechselwirkungen mit der Sonne und dem Sonnenwind beobachtet, um den Verlust der Atmosphäre des Roten Planeten ins All zu erforschen. Bildquelle: NASA/Goddard/University of Colorado/Laboratory for Atmospheric and Space Physics" data-rl_caption="" title="Künstlerische Darstellung der NASA-Raumsonde MAVEN am Mars. Die Sonde trat 2014 in die Umlaufbahn des Planeten ein und hat über elf Jahre lang die obere Marsatmosphäre, die Ionosphäre sowie die Wechselwirkungen mit der Sonne und dem Sonnenwind beobachtet, um den Verlust der Atmosphäre des Roten Planeten ins All zu erforschen. Bildquelle: NASA/Goddard/University of Colorado/Laboratory for Atmospheric and Space Physics" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/06/maven-750x456-1.jpg" alt=""/></a><figcaption class="wp-element-caption"><em>Künstlerische Darstellung der NASA-Raumsonde MAVEN am Mars. Die Sonde trat 2014 in die Umlaufbahn des Planeten ein und hat über elf Jahre lang die obere Marsatmosphäre, die Ionosphäre sowie die Wechselwirkungen mit der Sonne und dem Sonnenwind beobachtet, um den Verlust der Atmosphäre des Roten Planeten ins All zu erforschen.<br>Bildquelle: NASA/Goddard/University of Colorado/Laboratory for Atmospheric and Space Physics</em></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">3. Juni 2026, Washington / Greenbelt Md. &#8211; Die Behörde berief im Februar einen Untersuchungsausschuss ein, um die Bergungsbemühungen zu bewerten und den wahrscheinlichen aktuellen Zustand des Raumfahrzeugs einzuschätzen. Der Untersuchungsausschuss kam zu dem Schluss, dass das MAVEN-Raumfahrzeug nicht mehr rettbar ist und seine wissenschaftliche Mission sowie die Datenübertragung nicht mehr erfüllen kann, was mit den Erkenntnissen des Missionsteams übereinstimmt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Telemetriedaten von MAVEN vor dem Passieren des Raumfahrzeugs hinter dem Mars im Dezember zeigten, dass alle Teilsysteme normal funktionierten. Nachdem das Raumfahrzeug wieder hinter dem Mars hervorkam, konnte das Deep Space Network (DSN) der NASA kein Signal mehr empfangen. Ein kurzer Ausschnitt aus den Telemetriedaten, der aus der Analyse der vom Open-Loop-Empfänger des DSN aufgezeichneten Funksignale gewonnen wurde, deutete darauf hin, dass sich das Raumfahrzeug im Sicherheitsmodus befand und sich mit ungewöhnlich hoher Geschwindigkeit drehte, als es hinter dem Mars wieder auftauchte, was auf eine Störung in der Umlaufbahn von MAVEN hindeutete. Der Untersuchungsausschuss kam zu dem Schluss, dass aufgrund dieser Drehung die Batterien des Raumfahrzeugs leerliefen, wodurch das Kommunikationssystem die Stromversorgung verlor und MAVEN in einen nicht mehr wiederherstellbaren Zustand geriet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese vorläufigen Ergebnisse gehen nicht auf eine mögliche Ursache für die Anomalie ein, die noch untersucht wird. Der Untersuchungsausschuss wird voraussichtlich noch in diesem Jahr seinen Abschlussbericht vorlegen. Die NASA hat den offiziellen Prozess zur Stilllegung der MAVEN-Mission eingeleitet und folgt dabei den Standardverfahren zur Archivierung des gesamten Missionsdatensatzes für die Wissenschafts- und Forschungsgemeinschaften.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Die wissenschaftlichen Erkenntnisse, die uns MAVEN geliefert hat, sind entscheidend dafür, welche Strahlenschutz- und Sicherheitsmaßnahmen wir ergreifen müssen, bevor wir Menschen zum Mars schicken“, sagte Louise Prockter, Direktorin der Abteilung für Planetenwissenschaften im NASA-Hauptquartier in Washington. „Die von MAVEN gesammelten Daten werden auch in den kommenden Jahrzehnten weiterhin wertvolle Einblicke in den Mars liefern.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die im November 2013 gestartete MAVEN-Mission erforschte die obere Atmosphäre des Roten Planeten, die Ionosphäre und die Wechselwirkungen mit der Sonne, um den Verlust der Marsatmosphäre ins All zu untersuchen. Das Verständnis des atmosphärischen Verlusts gibt Wissenschaftlern Einblicke in die Geschichte der Atmosphäre und des Klimas des Planeten, in flüssiges Wasser und in die Bewohnbarkeit des Planeten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Die MAVEN-Mission hat unser Verständnis der Marsatmosphäre und ihrer Entwicklung wirklich vorangebracht. Dieser Datensatz hat enorme Auswirkungen auf das Fachgebiet gehabt“, sagte Shannon Curry, MAVEN-Projektleiterin und Forscherin am Labor für Atmosphären- und Weltraumphysik der University of Colorado Boulder.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph">„Unser Wissenschaftsteam ist außerordentlich stolz auf all diese erstaunlichen Entdeckungen.“</p>
</blockquote>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Der Einfluss der Sonne auf den Mars</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Eines der ersten wichtigen Ergebnisse von MAVEN war, dass die Erosion der Marsatmosphäre während Sonnenstürmen deutlich zunimmt. Das Team untersuchte, wie der Sonnenwind – ein Strom geladener Teilchen, der kontinuierlich von der Sonne ausströmt – und Sonnenstürme die Marsatmosphäre kontinuierlich abtragen, sowie wie dieser Prozess eine entscheidende Rolle dabei spielte, das Marsklima von einer potenziell bewohnbaren Welt in den heutigen kalten, trockenen Planeten zu verwandeln. Die MAVEN-Mission hat unser Verständnis davon, wie die Sonne und das Weltraumwetter den Mars beeinflussen, in beispielloser Weise vorangebracht, da sie das einzige Raumfahrzeug war, das gleichzeitig Messungen sowohl der Sonne als auch der Reaktion der Marsatmosphäre vornehmen konnte.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lichterspektakel auf dem Mars</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die MAVEN-Mission entdeckte mehrere Arten von Polarlichtern, die aufleuchten, wenn energiereiche Teilchen in die Atmosphäre eintauchen, Gase bombardieren und diese zum Leuchten bringen. Das MAVEN-Team zeigte, dass Protonen auf dem Mars neue Arten von Polarlichtern erzeugen. Auf der Erde treten Protonen-Auroren nur in sehr kleinen Regionen nahe den Polen auf, während sie auf dem Mars überall auftreten können.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Die Marsatmosphäre &#8222;sputtert&#8220; ins All</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Um besser zu verstehen, wie der Mars den Großteil seiner Atmosphäre verloren hat, hat MAVEN zum ersten Mal bei einem Planeten die atmosphärische Verflüchtigung gemessen. Das Team tat dies durch die Beobachtung von Argon, einem Edelgas, das nur selten mit anderen Bestandteilen der Marsatmosphäre reagiert. Der einzige nennenswerte Weg, auf dem es entfernt werden kann, ist das atmosphärische Sputtering – ein Prozess, bei dem Ionen mit ausreichend hoher Geschwindigkeit in die Marsatmosphäre einschlagen, sodass sie Gasmoleküle aus der Atmosphäre herausspritzen, ähnlich wie bei einem Kopfsprung in einen Pool. Das Team nutzte Daten aus elf Jahren, um das Vorhandensein von gesputtertem Argon in großen Höhen genau an den Stellen nachzuweisen, an denen die energiereichen Teilchen in die Atmosphäre einschlugen, und zeigte so das Sputtering in Echtzeit.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Die staubigen Geheimnisse des Mars entschlüsseln</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Jahr 2018 entstand durch eine Reihe von Staubstürmen eine Staubwolke, die so groß war, dass sie den Roten Planeten vollständig umhüllte. Das MAVEN-Team untersuchte, wie sich dieser „globale“ Staubsturm auf die obere Marsatmosphäre auswirkte, um zu verstehen, wie solche Ereignisse den Wasserverlust ins All beeinflussen. Es bestätigte, dass die Erwärmung durch Staubstürme Wassermoleküle weit höher in die Atmosphäre befördern kann als gewöhnlich, was zu einem plötzlichen Anstieg des Wasserverlusts ins All führt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Auf der Jagd nach Kometen</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Neben der Marsforschung trug MAVEN zu den Bemühungen der NASA bei, den Kometen 3I/ATLAS am Mars zu beobachten. Im Laufe von 10 Tagen im letzten Jahr entwarf das MAVEN-Team eine neue Beobachtungskampagne, um 3I/ATLAS zu erfassen, indem es mehrere Bilder des Kometen in verschiedenen Wellenlängen aufnahm, ähnlich wie bei der Verwendung verschiedener Filter an einer Kamera. Anschließend nahm es hochauflösende UV-Bilder auf, um den vom Kometen stammenden Wasserstoff zu identifizieren. Durch die Auswertung dieser Bilder können Wissenschaftler eine Vielzahl von Molekülen identifizieren und die Zusammensetzung sowie die Geschichte des Kometen besser verstehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Während der gesamten Missionsdauer veröffentlichte das Wissenschaftsteam von MAVEN mehr als 800 Publikationen, und weitere Veröffentlichungen sind geplant.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Neben der wissenschaftlichen Arbeit spielte die MAVEN-Sonde eine entscheidende Rolle im Mars-Relay-Netzwerk der NASA, indem sie Daten von den Marsrovern zur Erde übertrug. Sie hält zudem den Rekord im Sonnensystem für die meisten Daten, die an einem einzigen Tag von einem anderen Planeten übertragen wurden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die MAVEN-Mission ist Teil des Mars-Erkundungsprogramms der NASA. Der leitende Wissenschaftler der Mission ist am Labor für Atmosphären- und Weltraumphysik der University of Colorado in Boulder tätig, das auch für die Leitung der wissenschaftlichen Operationen sowie für Öffentlichkeitsarbeit und Kommunikation zuständig ist. Das Goddard Space Flight Center der NASA in Greenbelt, Maryland, leitet die MAVEN-Mission. Lockheed Martin Space hat das Raumfahrzeug gebaut und ist für den Missionsbetrieb verantwortlich. Das Jet Propulsion Laboratory der NASA in Südkalifornien stellt die Navigation und die Unterstützung durch das Deep Space Network bereit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Weitere Informationen zum Mars-Erkundungsprogramm der NASA finden Sie unter:</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://science.nasa.gov/planetary-science/programs/mars-exploration/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">https://science.nasa.gov/planetary-science/programs/mars-exploration</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=4087.msg588006#msg588006" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">MAVEN &#8211; Mars Atmosphere and Volatile EvolutioN</a></li>
</ul>
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Smile startet am 19. Mai</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/smile-startet-am-19-mai/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 23 Apr 2026 20:16:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[chinesische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Erde]]></category>
		<category><![CDATA[Raketen]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Satelliten]]></category>
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		<category><![CDATA[Sonnensystem]]></category>
		<category><![CDATA[Vega]]></category>
		<category><![CDATA[CAS]]></category>
		<category><![CDATA[ESA]]></category>
		<category><![CDATA[Französisch-Guayana]]></category>
		<category><![CDATA[SMILE]]></category>
		<category><![CDATA[Sonnenaktivität]]></category>
		<category><![CDATA[Sonnensturm]]></category>
		<category><![CDATA[SXI]]></category>
		<category><![CDATA[Vega C]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die europäisch-chinesische „Smile“-Mission soll am Dienstag, dem 19. Mai 2026, um 05:52 Uhr MESZ mit einer europäischen Vega-C-Rakete starten. Eine Pressemitteilung der Europäischen Weltraumagentur ESA. Quelle: ESA / Science &#38; Exploration, 23. April 2026 Der ursprüngliche Starttermin wurde vorsorglich verschoben, nachdem an der Fertigungslinie einer Komponente des Vega-C-Subsystems ein technisches Problem festgestellt worden war. Sowohl [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Die europäisch-chinesische „Smile“-Mission soll am Dienstag, dem 19. Mai 2026, um 05:52 Uhr MESZ mit einer europäischen Vega-C-Rakete starten. Eine Pressemitteilung der Europäischen Weltraumagentur ESA.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: <a href="https://www.esa.int/Science_Exploration/Space_Science/Smile/Smile_set_to_launch_on_19_May" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">ESA / Science &amp; Exploration</a>, 23. April 2026</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full is-resized"><img decoding="async" width="800" height="450" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/04/1-Smile_delivered_to_space_artist_impression_GIF_pillars.gif" alt="" class="wp-image-152301" style="aspect-ratio:1.7777280979990957;width:402px;height:auto"/><figcaption class="wp-element-caption"><em>Smile wird im Weltraum ausgesetzt (künsterlische Darstellung)<br><mark>Credit: ESA; Acknowledments: ATG Europe; Licence: CC BY-SA 3.0 IGO or ESA Standard Licence</mark></em></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Der ursprüngliche Starttermin wurde vorsorglich verschoben, nachdem an der Fertigungslinie einer Komponente des Vega-C-Subsystems ein technisches Problem festgestellt worden war. Sowohl „Smile“ als auch die Vega-C, die es ins All befördern wird, sind weiterhin stabil und sicher. Nach Abschluss sorgfältiger Untersuchungen des Problems haben sich alle Partner auf den 19. Mai als neuen Starttermin geeinigt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Smile ist ein Gemeinschaftsprojekt der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) und der Chinesischen Akademie der Wissenschaften (CAS). Es wird Aufschluss darüber geben, wie die Erde auf Partikelströme und Strahlungsausbrüche der Sonne reagiert. Dazu wird eine Röntgenkamera eingesetzt, um erstmals Röntgenbeobachtungen des Erdmagnetfelds durchzuführen, sowie eine Ultraviolettkamera, um die Nordlichter 45 Stunden lang ununterbrochen zu beobachten.</p>



<div class="wp-block-uagb-separator uagb-block-03f19d90"><div class="wp-block-uagb-separator__inner" style="--my-background-image:"></div></div>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/04/2-Smile_launch_timeline_pillars-1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Startablauf von Smile Credit: ESA; Licence: CC BY-SA 3.0 IGO or ESA Standard Licence" data-rl_caption="" title="Startablauf von Smile Credit: ESA; Licence: CC BY-SA 3.0 IGO or ESA Standard Licence" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="400" height="225" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/04/2-Smile_launch_timeline_pillars-400x225-2.jpg" alt="" class="wp-image-152302" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/04/2-Smile_launch_timeline_pillars-400x225-2.jpg 400w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/04/2-Smile_launch_timeline_pillars-400x225-2-300x169.jpg 300w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><em>Startablauf von Smile<br><mark>Credit: ESA; Licence: CC BY-SA 3.0 IGO or ESA Standard Licence</mark></em></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Die Startvorbereitungen am europäischen Weltraumbahnhof in Französisch-Guayana schreiten gut voran. Im März wurde „Smile“ betankt, mit dem Vega-C-Raketenadapter verbunden und in die Raketenverkleidung eingebaut.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Während des Starts werden sich die vier Stufen der Vega-C nacheinander abtrennen, bevor „Smile“ nach 57 Minuten schließlich freigesetzt wird. Nach 63 Minuten werden sich die Solarpaneele von „Smile“ entfalten – ein Meilenstein, nach dem Start. Der Start wird Smile in eine erdnahe Umlaufbahn bringen. Von dort aus übernimmt das Raumfahrzeug selbst die Steuerung, um sich in seine endgültige, eiförmige Umlaufbahn zu begeben, die 121 000 km über dem Nordpol verläuft, um Daten zu sammeln, bevor es 5000 km über den Südpol kommt, um diese an die wartenden Bodenstationen zu übermitteln.</p>



<div class="wp-block-uagb-separator uagb-block-a0747871"><div class="wp-block-uagb-separator__inner" style="--my-background-image:"></div></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Über Smile</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Smile (Solar Wind Magnetosphere Ionosphere Link Explorer) ist eine gemeinsame Mission der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) und der Chinesischen Akademie der Wissenschaften (CAS).<br>Smile wird mithilfe von vier wissenschaftlichen Instrumenten untersuchen, wie die Erde auf den Sonnenwind reagiert. Auf diese Weise wird Smile unser Verständnis von Sonnenstürmen, geomagnetischen Stürmen und der Weltraumwetterforschung verbessern.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><a href="https://dlmultimedia.esa.int/download/public/videos/2026/03/030/2603_030_AR_EN.mp4" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external"><img decoding="async" width="400" height="226" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/04/3-what-is-smile-about-to-discover-400x226-1.jpg" alt="" class="wp-image-152304" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/04/3-what-is-smile-about-to-discover-400x226-1.jpg 400w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/04/3-what-is-smile-about-to-discover-400x226-1-300x170.jpg 300w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><em>Was wird Smile entdecken?<br><mark>Credit: ESA; Licence: ESA Standard Licence</mark></em></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Die ESA ist verantwortlich für die Bereitstellung des Nutzlastmoduls von Smile (das drei der vier wissenschaftlichen Instrumente trägt), eines der vier wissenschaftlichen Instrumente des Raumfahrzeugs (den Soft-Röntgen-Imager, SXI), der Trägerrakete sowie der Einrichtungen und Dienstleistungen für die Montage, Integration und Erprobung. Die ESA leistet einen Beitrag zu einem zweiten wissenschaftlichen Instrument (dem Ultraviolett-Imager, UVI) und zum Missionsbetrieb, sobald Smile sich im Orbit befindet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">CAS stellt die übrigen drei wissenschaftlichen Instrumente sowie die Raumfahrzeugplattform bereit und ist für den Betrieb des Raumfahrzeugs im Orbit verantwortlich.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Über Vega-C</strong><br>Die europäische Vega-C-Rakete kann 2300 kg ins All befördern, beispielsweise kleine wissenschaftliche Satelliten und Erdbeobachtungssatelliten. Die 35 Meter hohe Vega-C wiegt auf der Startrampe 210 Tonnen und erreicht die Umlaufbahn mit drei feststoffbetriebenen Stufen, bevor die vierte Stufe mit Flüssigtreibstoff die präzise Platzierung der Satelliten in ihre gewünschte Umlaufbahn um die Erde übernimmt. Als Ergänzung zur Ariane-Familie, die alle Arten von Nutzlasten in ihre gewünschten Umlaufbahnen befördert, gewährleistet Vega-C, dass Europa über einen vielseitigen und unabhängigen Zugang zum Weltraum verfügt. Die ESA leitet das Vega-C-Programm und arbeitet dabei mit Avio als Hauptauftragnehmer und Konstruktionsbehörde zusammen. Bei diesem Start fungiert Avio auch als Startdienstleister.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=19774.msg586740#msg586740" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">SMILE-Mission (ESA/China) auf Vega C</a></li>
</ul>
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		<enclosure url="https://dlmultimedia.esa.int/download/public/videos/2026/03/030/2603_030_AR_EN.mp4" length="43128661" type="video/mp4" />

			</item>
		<item>
		<title>Parker Solar Probe entdeckt Überraschungen bei Explosion in Sonnennähe</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/parker-solar-probe-entdeckt-ueberraschungen-bei-explosion-in-sonnennaehe/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 17 Apr 2026 19:03:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Parker Solar Probe]]></category>
		<category><![CDATA[Raumsonden]]></category>
		<category><![CDATA[Sonne]]></category>
		<category><![CDATA[magnetische Rekonnexion]]></category>
		<category><![CDATA[NASA]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Bevor ein Sonnensturm durch den Weltraum rast und sich auf die Technik auf der Erde auswirkt, beginnt er mit einem explosiven Vorgang auf der Sonne, der als magnetische Rekonnexion bekannt ist. Eine Pressemitteilung der National Aeronautics and Space Administration NASA. Quelle: NASA / Goddard Space Flight Center / Mara Johnson-Groh, 15. April 2026 Nun haben [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Bevor ein Sonnensturm durch den Weltraum rast und sich auf die Technik auf der Erde auswirkt, beginnt er mit einem explosiven Vorgang auf der Sonne, der als magnetische Rekonnexion bekannt ist. Eine Pressemitteilung der National Aeronautics and Space Administration NASA.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: <a href="https://science.nasa.gov/blogs/science-news/2026/04/15/science-nasa-gov-parker-solar-probe-finds-explosive-surprises-on-sun/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">NASA / Goddard Space Flight Center / Mara Johnson-Groh</a>, 15. April 2026</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nun haben Beobachtungen der Parker Solar Probe der NASA neue Erkenntnisse darüber geliefert, wie solche magnetischen Ereignisse Teilchen auf gefährliche Geschwindigkeiten beschleunigen. Bei einem Vorbeiflug an der Sonne im Jahr 2022 flog die Parker Solar Probe zwischen der Sonne und dem Ort eines magnetischen Rekonnektionsereignisses im Sonnenwind vorbei – jenem kontinuierlichen Strom aus Teilchen und Magnetfeldern, den die Sonne aussendet. Da die sturmauslösenden Rekonnektionsereignisse in der schwer zugänglichen Sonnenatmosphäre stattfinden, bieten Ereignisse im Sonnenwind die Möglichkeit, direkte Messungen an Teilchen vorzunehmen, die durch magnetische Rekonnektion beschleunigt werden. Und genau das hat die Parker Solar Probe getan.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/04/sun-sequence-slow.00300-print.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Die magnetische Rekonnexion ist einer der wichtigsten Prozesse im Weltraum. Eine Rekonnexion findet statt, wenn sich kreuzende Magnetfeldlinien plötzlich lösen und dabei Partikel in ihrer Umgebung mit hoher Geschwindigkeit explosionsartig wegschleudern. Diese Animation veranschaulicht diese magnetische Explosion auf der Sonne, die Sonnenstürme auslösen und Partikel durch das Sonnensystem jagen kann. Bildnachweis: NASA’s Conceptual Image Laboratory" data-rl_caption="" title="Die magnetische Rekonnexion ist einer der wichtigsten Prozesse im Weltraum. Eine Rekonnexion findet statt, wenn sich kreuzende Magnetfeldlinien plötzlich lösen und dabei Partikel in ihrer Umgebung mit hoher Geschwindigkeit explosionsartig wegschleudern. Diese Animation veranschaulicht diese magnetische Explosion auf der Sonne, die Sonnenstürme auslösen und Partikel durch das Sonnensystem jagen kann. Bildnachweis: NASA’s Conceptual Image Laboratory" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="700" height="394" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/04/sun-sequence-slow.00300-print-700x394-1.jpg" alt="" class="wp-image-152165" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/04/sun-sequence-slow.00300-print-700x394-1.jpg 700w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/04/sun-sequence-slow.00300-print-700x394-1-300x169.jpg 300w" sizes="(max-width: 700px) 100vw, 700px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><em>Die magnetische Rekonnexion ist einer der wichtigsten Prozesse im Weltraum. Eine Rekonnexion findet statt, wenn sich kreuzende Magnetfeldlinien plötzlich lösen und dabei Partikel in ihrer Umgebung mit hoher Geschwindigkeit explosionsartig wegschleudern. Diese Animation veranschaulicht diese magnetische Explosion auf der Sonne, die Sonnenstürme auslösen und Partikel durch das Sonnensystem jagen kann.<br><mark>Bildnachweis: NASA’s Conceptual Image Laboratory</mark></em></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Die Parker Solar Probe beobachtete einen auf die Sonne gerichteten Teilchenstrahl aus Protonen und schweren Ionen – Elementen mit zusätzlichen Elektronen. Überraschenderweise ergab die Auswertung der Daten jedoch, dass Protonen und Ionen auf unterschiedliche Weise beschleunigt wurden. Theorien zur magnetischen Rekonnexion gehen davon aus, dass diese beiden Partikeltypen auf die gleiche Weise beschleunigt werden, doch die neuen Beobachtungen zeigten, dass die Protonen einen gestreuten Strahl bildeten, ähnlich dem einer Taschenlampe, während die schwereren Ionen wie ein Laserstrahl in einer geraden Linie ausgerichtet waren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Ergebnisse, die am 31. März im <a href="https://doi.org/10.3847/1538-4357/ae48f2" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Astrophysical Journal</a> veröffentlicht wurden, werden Wissenschaftlern helfen, theoretische Modelle der magnetischen Rekonnexion zu verfeinern, um besser zu verstehen, wie Sonnenstürme entstehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=4043.msg586479#msg586479" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Parker Solar Probe auf Delta IV Heavy</a></li>
</ul>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/parker-solar-probe-entdeckt-ueberraschungen-bei-explosion-in-sonnennaehe/" data-wpel-link="internal">Parker Solar Probe entdeckt Überraschungen bei Explosion in Sonnennähe</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>ESA-Raumsonde Vigil soll vor Sonnenstürmen warnen</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/esa-raumsonde-vigil-soll-vor-sonnenstuermen-warnen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 14 Apr 2026 18:16:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Beobachtung]]></category>
		<category><![CDATA[Erde]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumsonden]]></category>
		<category><![CDATA[Sonne]]></category>
		<category><![CDATA[Vigil]]></category>
		<category><![CDATA[ESA]]></category>
		<category><![CDATA[Lagrange-Punkt]]></category>
		<category><![CDATA[MPS]]></category>
		<category><![CDATA[Raumsonde]]></category>
		<category><![CDATA[Sonnensturm]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.raumfahrer.net/?p=152118</guid>

					<description><![CDATA[<p>Die ESA-Sonde Vigil soll die Vorwarnzeit vor gefährlichen Sonnenstürmen deutlich verlängern. Am MPS entsteht eines der Instrumente der Mission. Eine Nachricht des Max-Planck-Instituts für Sonnensystemforschung MPS. Quelle: MPS/Aktuelles/Nachrichten/ESA-Raumsonde Vigil soll vor Sonnenstürmen warnen, 28. November 2025 Von der Erdoberfläche oder aus Erdnähe im All schauen mehrere Teleskope und Raumsonden unentwegt auf die Sonne. Wenn sich [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/esa-raumsonde-vigil-soll-vor-sonnenstuermen-warnen/" data-wpel-link="internal">ESA-Raumsonde Vigil soll vor Sonnenstürmen warnen</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Die ESA-Sonde Vigil soll die Vorwarnzeit vor gefährlichen Sonnenstürmen deutlich verlängern. Am MPS entsteht eines der Instrumente der Mission. Eine Nachricht des Max-Planck-Instituts für Sonnensystemforschung MPS.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: <a href="https://www.mps.mpg.de/esa-raumsonde-vigil-soll-vor-sonnenstuermen-warnen?c=2728" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">MPS/Aktuelles/Nachrichten/ESA-Raumsonde Vigil soll vor Sonnenstürmen warnen</a>, 28. November 2025</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/04/1-Vigil-Sonne-Erde.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Die Raumsonde Vigil wird aus seitlicher Perspektive auf die Sonne schauen und von dort vor gefährlichem Weltraumwetter warnen. Copyright: ESA" data-rl_caption="" title="Die Raumsonde Vigil wird aus seitlicher Perspektive auf die Sonne schauen und von dort vor gefährlichem Weltraumwetter warnen. Copyright: ESA" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="700" height="370" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/04/1-Vigil-Sonne-Erde-700x370-1.jpg" alt="" class="wp-image-152111" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/04/1-Vigil-Sonne-Erde-700x370-1.jpg 700w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/04/1-Vigil-Sonne-Erde-700x370-1-300x159.jpg 300w" sizes="(max-width: 700px) 100vw, 700px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><em>Die Raumsonde Vigil wird aus seitlicher Perspektive auf die Sonne schauen und von dort vor gefährlichem Weltraumwetter warnen.<br><mark>Copyright: ESA</mark></em></figcaption></figure>



<ul class="wp-block-list">
<li>Die ESA-Ministerratskonferenz hat den weiteren Fahrplan für die Weltraummission Vigil beschlossen. Die Raumsonde soll ab 2031 gefährliches Weltraumwetter vorhersagen.</li>



<li>Vigil schaut aus bisher ungenutzter Beobachtungsposition auf die Sonne. Die Vorwarnzeit vor Sonnenstürmen verlängert sich so um bis zu fünf Tage.</li>



<li>Der Photospheric Magnetic Field Imager (PMI) von Vigil wird unter Leitung des Max-Planck-Instituts für Sonnensystemforschung entwickelt und gebaut. Arbeiten an dem Instrument haben bereits begonnen.</li>



<li>PMI liefert beinahe ununterbrochen und in Echtzeit detaillierte Karten des Magnetfeldes an der sichtbaren Sonnenoberfläche. Das ist auch für wissenschaftliche Zwecke wertvoll.</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Von der Erdoberfläche oder aus Erdnähe im All schauen mehrere Teleskope und Raumsonden unentwegt auf die Sonne. Wenn sich dort eine möglicherweise gefährliche Sonneneruption zusammenbraut, merken sie es als erste – jedoch mit einer recht kurzen Vorwarnzeit von höchstens drei Tagen. Denn ebenso wie die Planeten rotiert auch die Sonne um die eigene Achse. Die Regionen, die das künftige Weltraumwetter auf der Erde bestimmen, drehen sich erst nach und nach in unser Sichtfeld; die ersten Anzeichen eines gefährlichen Sonnensturms bleiben uns so verborgen. Ein effektiveres Vorwarnsystem benötigt deshalb in erster Linie einen Perspektivenwechsel.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><a href="https://streaming-eu.mpg.de/de/institute/mps/PMI_De.mp4" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external"><img decoding="async" width="400" height="225" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/04/2-Vigil_MPS-400x225-1.jpg" alt="" class="wp-image-152113" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/04/2-Vigil_MPS-400x225-1.jpg 400w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/04/2-Vigil_MPS-400x225-1-300x169.jpg 300w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><em><mark>Copyright: MPS / Science Office</mark></em></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Die Sonne im Blick mit dem Photospheric Magnetic Field Imager der Raumsonde Vigil<br>Die Raumsonde Vigil wird aus einzigartiger Beobachtungsperspektive vor gefährlichem Weltraumwetter warnen. Mit an Bord: der Photospheric Magnetic Field Imager vom Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung.</em></p>



<div class="wp-block-uagb-separator uagb-block-253b4d08"><div class="wp-block-uagb-separator__inner" style="--my-background-image:"></div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Diesen soll die ESA-Sonde Vigil ermöglichen. Ihr Start ist für 2031 geplant. In einem Abstand von etwa 150 Millionen Kilometern wird die Sonde der Erde auf ihrer Umlaufbahn um die Sonne folgen. Vigil schaut so auf die Seite der Sonne, die sich der Erde erst vier bis fünf Tage später zuwendet. Der anvisierte Beobachtungsposten zählt zu den so genannten Lagrange-Punkten. Dies sind insgesamt fünf Positionen im Sonne-Erde-System, an denen eine Raumsonde im Gleichtakt mit der Erde um die Sonne kreisen kann. Der Punkt L5 wurde in der Weltraumforschung bisher noch nicht genutzt.</p>



<div class="wp-block-uagb-separator uagb-block-06f92ee7"><div class="wp-block-uagb-separator__inner" style="--my-background-image:"></div></div>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/04/3-Lagrange-Punkte.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="Vigil wird die Sonne vom Lagrange-Punkt L5 beobachten. Die Sonde folgt der Erde auf ihrer Umlaufbahn um die Sonne und hat so Regionen der Sonne im Blick, bevor sie von der Erde aus sichtbar sind. Der Lagrange-Punkt L1 ist Arbeitsplatz des altgedienten Sonnenobservatoriums Solar and Heliospheric Observatory (SOHO); vom Langrange-Punkt L2 aus blickt das James-Webb-Teleskop (JWT) ins All. Copyright: MPS" data-rl_caption="" title="Vigil wird die Sonne vom Lagrange-Punkt L5 beobachten. Die Sonde folgt der Erde auf ihrer Umlaufbahn um die Sonne und hat so Regionen der Sonne im Blick, bevor sie von der Erde aus sichtbar sind. Der Lagrange-Punkt L1 ist Arbeitsplatz des altgedienten Sonnenobservatoriums Solar and Heliospheric Observatory (SOHO); vom Langrange-Punkt L2 aus blickt das James-Webb-Teleskop (JWT) ins All. Copyright: MPS" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="267" height="225" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/04/3-Lagrange-Punkte-267x225-1.jpg" alt="" class="wp-image-152114"/></a><figcaption class="wp-element-caption"><em><mark>Copyright: MPS</mark></em></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Vigil wird die Sonne vom Lagrange-Punkt L5 beobachten. Die Sonde folgt der Erde auf ihrer Umlaufbahn um die Sonne und hat so Regionen der Sonne im Blick, bevor sie von der Erde aus sichtbar sind. Der Lagrange-Punkt L1 ist Arbeitsplatz des altgedienten Sonnenobservatoriums Solar and Heliospheric Observatory (SOHO); vom Langrange-Punkt L2 aus blickt das James-Webb-Teleskop (JWT) ins All.</em></p>



<div class="wp-block-uagb-separator uagb-block-f720a250"><div class="wp-block-uagb-separator__inner" style="--my-background-image:"></div></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Ein Instrument und sein Vorgänger</strong><br>Vier Messinstrumente werden an Bord von Vigil in verschiedene Schichten der Sonne schauen: von der Oberfläche über die innere bis in die äußere Atmosphäre. Zudem misst die Sonde mit zwei Instrumenten den Sonnenwind, der die Raumsonde an Ort und Stelle umströmt. Vigils Photospheric Magnetic Field Imager (PMI), der derzeit am Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung (MPS) entsteht, hat die Oberfläche der Sonne im Blick und bestimmt Stärke und Richtung des dortigen Magnetfeldes. Wenn sich das Magnetfeld stellenweise umstrukturiert und Energie freisetzt, kann das eine Sonneneruption auslösen.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph"><em>Erste Anzeichen für eine drohende Sonneneruption zeigen sich oftmals schon an der Oberfläche der Sonne. Solche Hinweise wird Vigil dank PMI früher als andere Sonnenspäher erkennen.</em><br><strong>Sami K. Solanki, MPS-Direktor und wissenschaftlicher Leiter des PMI-Teams</strong></p>
</blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">Vorbild für PMI ist das Instrument PHI (Photospheric and Helioseismic Imager), das seit 2020 an Bord der ESA-Raumsonde Solar Orbiter um die Sonne kreist. Auch PHI wurde unter Leitung des MPS entwickelt und gebaut. „Die Erfahrung, die wir in den vergangenen Jahren beim Bau von PHI gesammelt haben, sind für unseren Beitrag zu Vigil sehr wertvoll“, so PMI-Projektmanager Jan Staub vom MPS. Eine exakte Kopie von PHI ist das neue Instrument jedoch nicht. Anders als PHI soll PMI beinahe in Echtzeit und im Dauerbetrieb die Grundlage für Weltraumwettervorhersagen liefern.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph"><em>Der Einsatz für Weltraumwettervorhersagen stellt höchste Anforderungen an die Verlässlichkeit unseres Instruments.</em><br><strong>Jan Staub, PMI-Projektmanager</strong></p>
</blockquote>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/04/4-Sonne-Falschfarben.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="Diese Falschfarben-Aufnahmen der Sonne zeigen, wie der Blick von PMI auf die Sonnenoberfläche aussehen wird. Das Instrument liefert Messungen der Intensität des Sonnenlichts (linkes Bild), der Stärke des Magnetfeldes (zweites Bild von links), der Richtung des Magnetfeldes (drittes und viertes Bild von links) und der Strömungsgeschwindigkeit des Sonnenplasmas an der Oberfläche in Blickrichtung (rechtes Bild). Copyright: NASA/SDO/MPS" data-rl_caption="" title="Diese Falschfarben-Aufnahmen der Sonne zeigen, wie der Blick von PMI auf die Sonnenoberfläche aussehen wird. Das Instrument liefert Messungen der Intensität des Sonnenlichts (linkes Bild), der Stärke des Magnetfeldes (zweites Bild von links), der Richtung des Magnetfeldes (drittes und viertes Bild von links) und der Strömungsgeschwindigkeit des Sonnenplasmas an der Oberfläche in Blickrichtung (rechtes Bild). Copyright: NASA/SDO/MPS" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="700" height="140" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/04/4-Sonne-Falschfarben-700x140-1.jpg" alt="" class="wp-image-152116" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/04/4-Sonne-Falschfarben-700x140-1.jpg 700w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/04/4-Sonne-Falschfarben-700x140-1-300x60.jpg 300w" sizes="(max-width: 700px) 100vw, 700px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><em>Diese Falschfarben-Aufnahmen der Sonne zeigen, wie der Blick von PMI auf die Sonnenoberfläche aussehen wird. Das Instrument liefert Messungen der Intensität des Sonnenlichts (linkes Bild), der Stärke des Magnetfeldes (zweites Bild von links), der Richtung des Magnetfeldes (drittes und viertes Bild von links) und der Strömungsgeschwindigkeit des Sonnenplasmas an der Oberfläche in Blickrichtung (rechtes Bild).<br><mark>Copyright: NASA/SDO/MPS</mark></em></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Wissenschaftliche Anwendungen</strong><br>Der ununterbrochene Datenstrom aus einzigartiger Perspektive ist nicht nur zur Vorhersage von Sonnenstürmen, sondern auch unter Forschenden gefragt. Besonders in Zusammenarbeit mit anderen Raumsonden ergeben sich neue Möglichkeiten:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Ansichten der Sonnenrückseite</strong>:<br>Durch Methoden der Helioseismologie könnte Vigil seinen Wissensvorsprung noch weiter vergrößern. Schallwellen durchlaufen die Sonne und verbinden so ihre erdabgewandte und ihre erdzugewandte Seite. <a href="https://www.aanda.org/articles/aa/full_html/2023/06/aa46030-23/aa46030-23.html" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Da sich solche Wellen unter dem Einfluss starker Magnetfelder schneller ausbreiten, ist es möglich, durch Beobachtungen der Schallwellen an der erdzugewandten Sonnenoberfläche auf Regionen hoher magnetischer Aktivität auf der Rückseite der Sonne zu schließen.</a> Große und komplexe aktive Regionen sind oftmals potentielle Ausgangsorte zukünftiger Sonneneruptionen. „Vigils Perspektive vom Lagrange-Punkt L5 wird es uns erlauben, aktive Regionen auf der Rückseite der Sonne mit verbesserter Genauigkeit und Verlässlichkeit aufzuspüren“, so Laurent Gizon, Geschäftsführender Direktor des MPS.</li>



<li><strong>Magnetfeldmessungen</strong>: <br>Das Magnetfeld der Sonne ist Motor vieler Prozesse auf unserem Stern – und Schlüssel zu seinem Verständnis. Doch bisher lässt sich nur die Magnetfeldkomponente in Blickrichtung eindeutig und routinemäßig messen. Für Abhilfe kann ein Stereo-Blick auf die Sonne aus zwei Perspektiven sorgen. <a href="https://www.mps.mpg.de/doppelblick-auf-das-magnetfeld-der-sonne?c=2728" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">So lässt sich auch die Magnetfeldkomponente senkrecht zur Blickrichtung zweifelsfrei bestimmen, wie Forschende des MPS bereits zeigen konnten.</a> Dafür werteten sie gleichzeitig aufgenommene Daten der ESA-Raumsonde Solar Orbiter und der erdnahen NASA-Raumsonde Solar Dynamics Observatory (SDO) aus. Durch Vigil werden solche Daten erstmals ständig zur Verfügung stehen.</li>



<li><strong>Helligkeit von Sonnenfackeln</strong>: <br>Um die Gesamthelligkeit der Sonne und ihre Schwankungen einzuschätzen, sind neben den dunklen Sonnenflecken auch Sonnenfackeln von maßgeblicher Bedeutung. Das sind besonders helle Gebiete auf der Sonnenoberfläche mit hohen magnetischen Feldstärken. Entscheidende Eigenschaften von Sonnenfackeln lassen sich nur unzureichend messen, wenn sie von der Erde aus betrachtet am Rand der Sonne liegen. „Mit einer Seitenansicht auf diese Regionen können wir die Magnetfelder der Fackeln besser bestimmen und mehr über ihre Helligkeit erfahren“, erklärt Kinga Albert vom MPS, <a href="https://arxiv.org/pdf/2510.00320" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">die entsprechende Studien mit Daten der ESA-Raumsonde Solar Orbiter und SDO durchgeführt hat.</a></li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=18450.msg586346#msg586346" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">ESA Sonnenmission Vigil (früher Lagrange)</a></li>
</ul>
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]]></content:encoded>
					
		
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			</item>
		<item>
		<title>Der Astronaut &#8211; Project Hail Mary</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/der_astronaut_filmkritik/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Andreas Weise]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 17 Mar 2026 10:30:24 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Extrasolar]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Sci-Fi]]></category>
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		<category><![CDATA[Andy Weir]]></category>
		<category><![CDATA[Film]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Verfilmung von Andy Weirs gleichnamigen Roman kommt in die Kinos. Ein erster subjektiver Eindruck. Bilder: Andreas Weise / Quelle: Kinobesuch. Vorspiel Am Donnerstag, 19.03.26, startet in den deutschen Kinos der Film „Der Astronaut“ , im Original „Project Hail Mary“. Hierbei handelt es sich um die versuchte Verfilmung des gleichnamigen Romans von Andy Weir aus [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><strong>Die Verfilmung von Andy Weirs gleichnamigen Roman kommt in die Kinos. Ein erster subjektiver Eindruck.</strong></p>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Bilder: Andreas Weise / Quelle: Kinobesuch.</p>





<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><img decoding="async" width="260" height="200" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/03/Kino5TitelKarte-1.png" alt="" class="wp-image-151204"/><figcaption class="wp-element-caption">Eintrittskarten zu &#8222;Der Astronaut&#8220;<br>Bild: Andreas Weise</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Vorspiel</strong><br></p>



<p class="wp-block-paragraph">Am Donnerstag, 19.03.26, startet in den deutschen Kinos der Film „Der Astronaut“ , im Original „Project Hail Mary“. Hierbei handelt es sich um die versuchte Verfilmung des gleichnamigen Romans von Andy Weir aus dem Jahre 2021. (Wir gaben dazu zu Weihnachten eine Buchempfehlung.) Und ja, das ist genau der Andy Weir, dessen erster Roman, verfilmt als „Der Marsianer“, grandios vor zehneinhalb Jahren in unseren Kinos brillierte. Eine lange Zeit. Insofern waren die Erwartungen an diesen neuen Weir sehr hoch geschraubt. Die ab Ende 2025 präsentierten Trailer ließen einen neugierig werden. Speziell, wenn man die Buchvorlage zuvor gelesen hatte. Jetzt vor dem offiziellen Kinostart war die Neugier bei mir etwas verflogen. Warum? Bei Wikipedia konnte man nicht nur die ganze Romangeschichte detailliert nachlesen, auch zum Film wird vorab sehr viel verraten. Auch habe ich es selten erlebt, dass vor einem Kinostart so viel „Review“ im Netz zu erfahren war. Bei YouTube stolperte man laufend über Beiträge, die Alles schon gesehen hatten und euphorisch nur so sprudelten. Ein Hype, der einen schon wieder misstrauisch macht. Manchmal wurde sogar vom „Film des Jahres“ gesprochen. Die Story selbst kann man komprimiert so darstellen: Sonne stirbt. Menschheit ist bedroht. Lehrer-Astronaut wird los geschickt um Gegenmittel zu finden und trifft einen steinigen Außerirdischen, der das selbe Problem hat. Beide werden dicke Freunde und lösen das Problem. Ende gut. Oder noch kürzer: „Grace und Rocky retten Sterne.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Etwas ausführlicheres zur Geschichte vorab möchte ich nicht verraten. Wer will, findet alles mit zwei Klicks. Ich versuchte das Alles auszublenden und bin voller Vorfreude in die Preview am Sonntag in eins der schönsten Kinos in Berlin gegangen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Hauptfilm</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Zunächst war ich doch sehr überrascht. Der Kinosaal war fast bist zum letzten Platz besetzt. So etwas erlebt man nicht jeden Abend. Nach über zweieinhalb Stunden Film stand das erste Resümee fest: Der Streifen ist super bunt, super lang, witzig und sehr unterhaltsam… Aber wirklich gut? Mein Gesamturteil: Guter Film. Empfehlenswert. Aber der große Wurf ist es nicht! Aber warum? Woran lag es? Man ist zunächst ratlos.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Ursachenforschung</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Wurzel des vermeidlichen Übels liegen in der Romanvorlage selber und der daraus folgenden, nicht gelungenen Umsetzung im Drehbuch. Andy Weir hat einen überaus wissenschaftlich komplexe Geschichte geschrieben, die ohne ausführliche Erläuterung der Sachverhalte und Zusammenhänge nicht ganz zu verstehen wäre. Viel wissenschaftliche Theorie also, die man in einem Roman mit ca. 560 Seiten, oder einem Hörbuch mit 15,5 Stunden Länge gut unter bringen kann. Auch muss der Leser ein gewisses Interesse an derlei Lesekost mitbringen, was bei einem unvorbereiteten Kinozuschauer nicht unbedingt vorausgesetzt werden kann. Also wurde im Drehbuch sehr viele „wissenschaftliche Erläuterung“ und vieles andere herausgestrichen und vermeindlicher Ballast abgeworfen. Trotzdem war der Film mit 157 Minuten nur 12 Minuten kürzer als Interstellar und immer noch viel zu lang. Durch den Verzicht auf die herausgeschnittenen Erklärungen wurde die Gesamtstory teilweise unschlüssig. Der Zuschauer musste sich vieles selber zusammen reimen, was stark nervte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Erschwerend kommt hinzu das der Handlungsstrang ständig mit Rückblendungen arbeitet. Übrigens wie in der Buchvorlage. Beim „Marsianer“ war die Erzählweise linear. Alles geschah hinter einander. Im „Astronaut“ wird in verschiedenen Zeitebenen ständig hin und her geschaltet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch vergab der Film die Chance, einige Charaktere etwas tiefgreifender zu zeichnen. Wer ahnt den schon, das die Figur der Eva Stratt zu dem Zeitpunkt eine der mächtigsten Personen der Welt ist, der alle anderen Mächte zuarbeiten? Geld und Ressourcen spielen keine Rolle. Ob es Milliarden oder Billionen sind. Es geht ja schließlich um das Überleben der Menschheit. Im Buch gibt es eine Stelle, wo Stratt sinniert, dass wenn das alles mal vorbei ist, sie bestimmt wegen Kompetenzüberschreitung und Geldverschwendung angeklagt wird. Ihr Job kennt keinen Ruhm. Egal wie das Projekt ausgeht. Aber einer muss es eben durchziehen. Die Rolle ist brillant mit Sandra Hüller besetzt, die wir erst vor Kurzem auf der Berlinale in Berlin bewundern konnten. Hüller gibt der Figur genau die Mischung von Kühle, Rationalität, aber auch Brutalität. Leider ist sie in den Grenzen des Drehbuches gefangen. Hüller erscheint hier direkt unterfordert. Nebenbei: Einmal zuckte ich zusammen, als Stratt (Hüller) im Film sagte, sie habe in einem Kinderchor in Ostdeutschland gesungen. Wie es dieser Satz in ein US-amerikanisches Drehbuch geschafft hat, war bemerkenswert. Auch andere Personen hätte man weiter ausbauen können. So auch die Figur der Russin Ilyuchina. Aber „Russland“ beschränkte sich hauptsächlich auf Wodka. Die in der Buchvorlage stehenden Orlan-Raumanzüge wichen einer etwas bequemeren und bunteren Filmumsetzung. Die Handlungsorte im Buch, wie Baikonur oder die Figur des Russischen Wachmannes blieben unerwähnt, bzw. wurden umgedeutet. Man erinnere sich: Das Buch ist von 2021. Ja, man hätte noch so viel mehr machen können. Aber dann wäre der Film noch länger geworden. Oder man hätte die Monologe von Ryan Gosling und Szenen mit seinem Partner Rocky kürzen können. Gosling führt ja ständig Selbstgespräche mit viel Witz, der zwischen Zynismus und Verzweiflung hin und her schwankt. Für meinen Geschmack wäre manchmal etwas weniger Witz mehr gewesen. Aber das deckt dann wieder die Mängel am Handlungsstrang zu.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich selber hätte ja lieber einen Mehrteiler gesehen, weil man nach meiner ersten Einschätzung die Buchgeschichte, ohne sie arg zu beschneiden, nicht in einen Kinofilm quetschen kann. Eine Miniserie wäre toll gewesen. Aber dann wären die bunten, bildgewaltigen Weltraumaufnahmen für die ganz große Kinoleinwand nicht zur Geltung gekommen. Wie man es dreht, es ist halt kompliziert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und dann gab es ja noch den mit viel Vorschusslob getriebenen Superstar Ryan Gosling. Gosling trägt als One-Man-Show einen Großteil des Filmes. Und ja, das Lob ist völlig berechtigt. Einfach ein großartiger Schauspieler. Aber auch er konnte das Drehbuch nicht retten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Spannend wird es, wenn einmal die dazugehörigen Making-of-Produktionen veröffentlicht werden. Der Außerirdische Rocky soll nicht im Computer, sondern als Puppe direkt mit Gosling agiert haben. Hier zeichnet James Ortiz verantwortlich. Ich bin gespannt, wie das gemacht worden ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Fazit</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Obwohl der Film unübersehbare Defizite aufweist, ist er ein unterhaltendes Kinoerlebnis. Und er ist eine gute Geschichte voller Freundschaft und zutiefst humanistisch. Das muss hier unbedingt betont werden. Vielleicht muss man den Film mehrmals sehen, um die speziellen Besonderheiten zu erkennen. Vielleicht wird er einmal Kult. Für mich war das eine erste, schnelle, nicht abschließende persönliche Einschätzung. Andere Zuschauer mögen das ruhig anders sehen.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/03/astronau-litfass.jpeg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Kinoplakat mit Ryan Gosling in &quot;Der Astronaut - Project Hail Mary&quot; Bild: Andreas Weise" data-rl_caption="" title="Kinoplakat mit Ryan Gosling in &quot;Der Astronaut - Project Hail Mary&quot; Bild: Andreas Weise" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/03/astronau-litfass_300x400.jpg" alt="" style="aspect-ratio:0.7500000266141679;width:262px;height:auto"/></a><figcaption class="wp-element-caption">Kinoplakat mit Ryan Gosling in &#8222;Der Astronaut &#8211; Project Hail Mary&#8220;<br>Bild: Andreas Weise</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Wer zuvor sich durch die Romanvorlage gekämpft hat, kann der Handlung besser folgen. Vielleicht hilft auch schon die Inhaltsbeschreibung des Romans (nicht des Films) bei Wikipedia. Wer ohne jegliche „Vorkenntnisse“ hier ins Kino geht, der lasse den Film auf sich wirken ohne nachzufragen, warum das gerade so ist und warum denn das so und nicht anders passiert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bleibt nur noch zu sagen: Auf ins Kino und sich selber ein Bild machen. Es lohnt sich.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong><em>Nachsatz</em></strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Es tauchte die Frage auf, warum wir hier keine Bilder vom Film zeigen. Wir hatten schon vor Wochen nach Film-Fotos und einer Presse-Preview (Die Preview noch vor der Preview) bei SONY-PICTURES angefragt. Bedauerlicherweise bekamen wir keine Antwort.</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=4854.msg584869#msg584869" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal"></a><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=4854.msg584869#msg584869" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Raumfahrt Filme und Dokumentationen</a></li>
</ul>
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Das Strahlungsparadoxon: Warum das Sonnenmaximum die sicherste Zeit für eine Reise zum Mars ist</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/das-strahlungsparadoxon-warum-das-sonnenmaximum-die-sicherste-zeit-fuer-eine-reise-zum-mars-ist/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 09 Mar 2026 20:36:42 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astrobiologie/Leben]]></category>
		<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Mars]]></category>
		<category><![CDATA[Mars Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[Physikalische Grundlagenforschung]]></category>
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		<category><![CDATA[Universität Kiel]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.raumfahrer.net/?p=151118</guid>

					<description><![CDATA[<p>Wenn Sie Ihr Raumschiff für eine Reise zum Mars packen, wäre es besser, während einer Phase maximaler Sonnenaktivität zu starten. Eine Pressemitteilung der Europäischen Weltraumagentur ESA. Quelle: ESA / Science &#38; Exploration / Human and Robotic Exploration, 9. März 2026 Eine Reise durch den Weltraum zu unternehmen, wenn die Wahrscheinlichkeit von Sonnenstürmen und Sonneneruptionen am [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Wenn Sie Ihr Raumschiff für eine Reise zum Mars packen, wäre es besser, während einer Phase maximaler Sonnenaktivität zu starten. Eine Pressemitteilung der Europäischen Weltraumagentur ESA.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: <a href="https://www.esa.int/Science_Exploration/Human_and_Robotic_Exploration/The_radiation_paradox_why_solar_maximum_is_the_safest_time_to_travel_to_Mars" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">ESA / Science &amp; Exploration / Human and Robotic Exploration</a>, 9. März 2026</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/03/2-Terrae_Novae_destinations_Mars_pillars.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Terrae Novae Reiseziele: Mars Credit: ESA–Olivier Pâques; Licence: CC BY-SA 3.0 IGO or ESA Standard Licence" data-rl_caption="" title="Terrae Novae Reiseziele: Mars Credit: ESA–Olivier Pâques; Licence: CC BY-SA 3.0 IGO or ESA Standard Licence" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="400" height="225" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/03/2-Terrae_Novae_destinations_Mars_pillars-400x225-1.jpg" alt="" class="wp-image-151108" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/03/2-Terrae_Novae_destinations_Mars_pillars-400x225-1.jpg 400w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/03/2-Terrae_Novae_destinations_Mars_pillars-400x225-1-300x169.jpg 300w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><em>Terrae Novae Reiseziele: Mars<br><mark>Credit: ESA–Olivier Pâques; Licence: CC BY-SA 3.0 IGO or ESA Standard Licence</mark></em></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Eine Reise durch den Weltraum zu unternehmen, wenn die Wahrscheinlichkeit von Sonnenstürmen und Sonneneruptionen am höchsten ist, erscheint zunächst widersinnig, doch neue Forschungsergebnisse zeigen, dass eine solche Reise gerade dann sicherer ist, wenn die Sonne am aktivsten ist. Die erhöhte Sonnenaktivität fegt die energiereiche Weltraumstrahlung aus unserem Sonnensystem hinaus. Eine bemannte Marsmission während des nächsten Höhepunkts des Sonnenzyklus könnte die Belastung durch schädliche Strahlung im Vergleich zu einer Reise während eines Sonnenminimums möglicherweise um die Hälfte reduzieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Strahlungsmessungen des ExoMars Trace Gas Orbiter (TGO) der ESA bestätigen die paradoxe Erkenntnis, dass Reisen während des Sonnenmaximums der beste Zeitpunkt dafür sind. Ein internationales Forschungsteam kam zu dem Schluss, dass eine Besatzung die Hin- und Rückreise ohne Überschreitung der Strahlungsrichtlinien absolvieren könnte. Außerdem lieferten sie Schätzungen zu den Strahlungsdosen, denen eine Besatzung bei verschiedenen Missionsszenarien ausgesetzt wäre.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/03/3-Space_risks_Radiation_pillars.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="Weltraumrisiko: Strahlung Credit: ESA; Licence: CC BY-SA 3.0 IGO or ESA Standard Licence" data-rl_caption="" title="Weltraumrisiko: Strahlung Credit: ESA; Licence: CC BY-SA 3.0 IGO or ESA Standard Licence" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="400" height="225" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/03/3-Space_risks_Radiation_pillars-400x225-1.jpg" alt="" class="wp-image-151110" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/03/3-Space_risks_Radiation_pillars-400x225-1.jpg 400w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/03/3-Space_risks_Radiation_pillars-400x225-1-300x169.jpg 300w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><em>Weltraumrisiko: Strahlung<br><mark>Credit: ESA; Licence: CC BY-SA 3.0 IGO or ESA Standard Licence</mark></em></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Strahlungsdosen für Astronauten</strong><br>Eine der größten Herausforderungen bei der Entsendung von Menschen zum Mars ist ihre Exposition gegenüber Weltraumstrahlung. Ionisierende Strahlung birgt ernsthafte Gesundheitsrisiken, darunter ein erhöhtes Krebsrisiko, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Katarakte. Außerhalb des schützenden Magnetfelds der Erde könnte ein Astronaut auf einer Marsmission Strahlungsdosen ausgesetzt sein, die um ein Vielfaches höher sind als auf unserem Planeten. Die Strahlungsgrenze der ESA für die gesamte Laufbahn eines Astronauten liegt bei 1000 Millisievert, der Einheit für die effektive Dosis, die zu Schäden am menschlichen Gewebe führen kann. Höhere Dosen über kurze Zeiträume stellen akute Risiken dar, während niedrigere Dosen hauptsächlich zu langfristigen Gesundheitsrisiken beitragen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Frühere Studien haben bereits gezeigt, dass eine Marsmission während eines Sonnenminimums die Strahlungsdosis durch galaktische kosmische Strahlung gefährlich nahe an die ESA-Grenzwerte heranbringen würde. Die neue Analyse erweitert den Umfang anhand von Daten des Liulin-MO-Dosimeters an Bord des TGO und des Cosmic Ray Telescope for the Effects of Radiation (CRaTER) an Bord des Lunar Reconnaissance Orbiter über einen Zeitraum von 15 Jahren.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/03/4-Space_risks_Fighting_radiation_pillars.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="Weltraumrisiko: Kampf gegen Strahlung Credit: ESA; Licence: CC BY-SA 3.0 IGO or ESA Standard Licence" data-rl_caption="" title="Weltraumrisiko: Kampf gegen Strahlung Credit: ESA; Licence: CC BY-SA 3.0 IGO or ESA Standard Licence" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="400" height="225" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/03/4-Space_risks_Fighting_radiation_pillars-400x225-1.jpg" alt="" class="wp-image-151112" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/03/4-Space_risks_Fighting_radiation_pillars-400x225-1.jpg 400w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/03/4-Space_risks_Fighting_radiation_pillars-400x225-1-300x169.jpg 300w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Weltraumrisiko:<em> Kampf gegen Strahlung<br><mark>Credit: ESA; Licence: CC BY-SA 3.0 IGO or ESA Standard Licence</mark></em></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Kein Ort, an dem man sich verstecken kann</strong><br>Auf dem Weg zum Mond und zum Mars sind Astronauten zwei Hauptquellen kosmischer Strahlung ausgesetzt: galaktischer kosmischer Strahlung und energiereichen Teilchen aus dem Sonnenwind. Erstere entsteht durch energiereiche Ereignisse außerhalb unseres Sonnensystems, wie beispielsweise Supernovae, letztere durch starke Sonneneruptionen. Während solaren energetischen Partikelströmen können sich Astronauten in ihrem Raumschiff in Sicherheit bringen. Diese Stürme sind unvorhersehbar, aber bei ausreichender Vorwarnung und Abschirmung können sich die Besatzungen in „Sturmschutzräume“ zurückziehen – Bereiche mit zusätzlicher Abschirmung. Auf der Internationalen Raumstation suchen Astronauten Zuflucht in den Schlafräumen oder in der Küche.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es gibt jedoch keinen Ort, an dem man sich vor dem ständigen Beschuss durch galaktische kosmische Strahlung verstecken kann. Diese Teilchen bewegen sich mit nahezu Lichtgeschwindigkeit und durchdringen sowohl die Abschirmung von Raumfahrzeugen als auch den menschlichen Körper. Wenn sie gestoppt werden, lösen kosmische Strahlen oft Schauer von Sekundärteilchen aus, die für den Menschen noch schädlicher sein können. Auf der Marsoberfläche wären Astronauten einer um bis zu 60 % geringeren Strahlenbelastung ausgesetzt als während der interplanetaren Reise. Höhlen und Lavaröhren könnten gute Lebensräume sein, um die Strahlenbelastung zu reduzieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Beste Reise zum Mars</strong><br>Die Studie berechnete die Strahlungsdosis für simulierte Marsmissionen unter verschiedenen Sonnenaktivitätsniveaus und für drei Flugbahnen: die energieeffizienteste, aber längste Route, die energieintensivste, aber kürzeste Route und einen Kompromiss zwischen beiden.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/03/5-Radiation_doses_on_the_way_to_Mars_pillars.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="Strahlungsdosen auf dem Weg zum Mars Credit: Chao Zhang et al.; Licence: CC BY-SA 3.0 IGO or ESA Standard Licence" data-rl_caption="" title="Strahlungsdosen auf dem Weg zum Mars Credit: Chao Zhang et al.; Licence: CC BY-SA 3.0 IGO or ESA Standard Licence" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="749" height="225" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/03/5-Radiation_doses_on_the_way_to_Mars_pillars-749x225-1.jpg" alt="" class="wp-image-151114" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/03/5-Radiation_doses_on_the_way_to_Mars_pillars-749x225-1.jpg 749w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/03/5-Radiation_doses_on_the_way_to_Mars_pillars-749x225-1-300x90.jpg 300w" sizes="(max-width: 749px) 100vw, 749px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><em>Strahlungsdosen auf dem Weg zum Mars<br><mark>Credit: Chao Zhang et al.; Licence: CC BY-SA 3.0 IGO or ESA Standard Licence</mark></em></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Bei allen drei Arten nimmt die kumulative Strahlungsdosis durch kosmische Strahlung in der Nähe des Sonnenmaximums deutlich ab. Eine unruhige Sonne scheint der einzige Trost gegen galaktische kosmische Strahlung zu sein. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Team analysierte die Transferbahnen zum Mars in den letzten 60 Jahren und simulierte mit einem mehrschichtigen Wasserball, wie viel Strahlung die Organe im menschlichen Körper absorbieren würden. Schnellere Transferbahnen könnten die Strahlenbelastung um 55 % reduzieren, wenn sie während des Sonnenmaximums statt während des Sonnenminimums zurückgelegt würden, während Missionen mit treibstoffsparenden Flugbahnen eine Reduzierung von bis zu 45 % erzielen könnten.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><img decoding="async" width="800" height="530" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/03/6-Earth_to_Mars_trajectories_for_radiation_study_pillars.gif" alt="" class="wp-image-151117"/><figcaption class="wp-element-caption"><em>Flugbahnen von der Erde zum Mars für die Strahlungsstudien<br><mark>Credit: Chao Zhang et al.; Licence: CC BY-SA 3.0 IGO or ESA Standard Licence</mark></em></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">„Um die Strahlungsgrenzwerte für die gesamte Berufslaufbahn einzuhalten, sollten Missionsplaner bestimmte Transferbahnen und Startfenster sorgfältig auswählen“, sagt Robert Wimmer-Schweingruber, Mitautor von der Universität Kiel, Deutschland. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Schutz der Astronauten bei ihren Vorstößen in den Weltraum hat für die ESA höchste Priorität. „Diese Studie hilft uns, die Schwankungen des Sonnenzyklus in klare Ziele für Missionsbahnen und Risikominderung umzuwandeln. Wir können quantifizieren, wie viel wir durch die Wahl eines bestimmten Startfensters und schnellerer Flugbahnen gewinnen können und wann wir noch bessere Abschirmungs- und Betriebskonzepte benötigen, um Marsmissionen wirklich sicherer zu machen“, sagt Anna Fogtman, Leiterin des Strahlenschutzes bei der ESA.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph">Artikel veröffentlicht in Space Weather am 9. März 2026, „The constraint of crewed Mars missions based on current radiation dose measurements” (Die Einschränkungen bemannter Marsmissionen auf Grundlage aktueller Strahlungsdosismessungen) von Chao Zhang und Forschern der Universität für Wissenschaft und Technologie China, der Universität Kiel in Deutschland und der Universität Michigan, USA.</p>
</blockquote>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=4664.msg584607#msg584607" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Marsflug, Marsbasis</a></li>
</ul>
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]]></content:encoded>
					
		
		
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		<item>
		<title>Arbeiten zur Wiederherstellung des Kontakts mit dem Koronagraphen von Proba-3 dauern an</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/arbeiten-zur-wiederherstellung-des-kontakts-mit-dem-koronagraphen-von-proba-3-dauern-an/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 06 Mar 2026 20:12:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
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		<category><![CDATA[ESA]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Eine Anomalie an Bord des Koronagraphteiles der Proba-3-Mission führte zum Verlust des Kontakts zwischen dem Raumfahrzeug und der Bodenkontrolle. Die Ursache der Anomalie wird derzeit untersucht, und die Missionsteams arbeiten intensiv daran, die Situation wiederherzustellen. Eine Pressemitteilung der Europäischen Weltraumagentur ESA. Quelle: ESA/Enabling&#38;Support/SpaceEngineering&#38;Technology, 6. März 2026 Am Wochenende vom 14. bis 15. Februar 2026 löste [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Eine Anomalie an Bord des Koronagraphteiles der Proba-3-Mission führte zum Verlust des Kontakts zwischen dem Raumfahrzeug und der Bodenkontrolle. Die Ursache der Anomalie wird derzeit untersucht, und die Missionsteams arbeiten intensiv daran, die Situation wiederherzustellen. Eine Pressemitteilung der Europäischen Weltraumagentur ESA.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: <a href="https://www.esa.int/Science_Exploration" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">ESA/Enabling&amp;Support/SpaceEngineering&amp;Technology</a>, 6. März 2026</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/03/01-Proba-3_spacecraft_aligned_above_Earth_pillars.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Proba-3 über der Erde in Position gebracht Credit: ESA – P. Carril, Licence: ESA Standard Licence" data-rl_caption="" title="Proba-3 über der Erde in Position gebracht Credit: ESA – P. Carril, Licence: ESA Standard Licence" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="400" height="225" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/03/01-Proba-3_spacecraft_aligned_above_Earth_pillars-400x225-1.jpg" alt="" class="wp-image-151010" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/03/01-Proba-3_spacecraft_aligned_above_Earth_pillars-400x225-1.jpg 400w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/03/01-Proba-3_spacecraft_aligned_above_Earth_pillars-400x225-1-300x169.jpg 300w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><em>Proba-3 über der Erde in Position gebracht<br><mark>Credit: ESA &#8211; P. Carril, Licence: ESA Standard Licence</mark></em></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Am Wochenende vom 14. bis 15. Februar 2026 löste eine Anomalie an Bord des Koronagraph-Raumfahrzeugs von Proba-3 eine Kettenreaktion aus, die zu einem fortschreitenden Verlust der Lage (Ausrichtung des Raumfahrzeugs) führte und den Eintritt in den Sicherheitsmodus verhinderte. Da das Solarpanel des Raumfahrzeugs nicht mehr zur Sonne ausgerichtet war, begann sich die Bordbatterie schnell zu entladen. Dies führte dazu, dass das Raumfahrzeug in den Überlebensmodus wechselte, in dem nur noch ein Minimum an Elektronik aktiv ist und die Datenübertragung zur Erde unterbrochen wird. Die genaue Ursache der Anomalie wird derzeit untersucht, und die Missionsteams und Betreiber haben sich zusammengeschlossen, um den Kontakt zum Raumfahrzeug wiederherzustellen und die Situation zu bereinigen. Eine ihrer Prioritäten ist es, zu untersuchen, wie das Occulter-Raumfahrzeug der Mission, das weiterhin funktionsfähig und einsatzbereit ist, sich sicher dem Coronagraph nähern und dessen Ausrichtung im Weltraum beobachten kann, um die Wiederherstellungsbemühungen zu unterstützen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Aktuelle Informationen werden bekannt gegeben, sobald neue Erkenntnisse vorliegen.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/03/02-Proba-3_infographic_Double_spacecraft_mission_pillars.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="Proba-3-Infografik: Mission mit zwei Raumfahrzeugen Credit: ESA-F. Zonno, Licence: ESA Standard Licence" data-rl_caption="" title="Proba-3-Infografik: Mission mit zwei Raumfahrzeugen Credit: ESA-F. Zonno, Licence: ESA Standard Licence" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="400" height="225" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/03/02-Proba-3_infographic_Double_spacecraft_mission_pillars-400x225-1.jpg" alt="" class="wp-image-151012" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/03/02-Proba-3_infographic_Double_spacecraft_mission_pillars-400x225-1.jpg 400w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/03/02-Proba-3_infographic_Double_spacecraft_mission_pillars-400x225-1-300x169.jpg 300w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Proba-3-Infografik: Mission mit zwei Raumfahrzeugen<br><mark>Credit: ESA-F. Zonno, Licence: ESA Standard Licence</mark></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Über Proba-3</strong><br>Proba-3 ist die erste Mission der Europäischen Weltraumorganisation zur Erzeugung einer künstlichen Sonnenfinsternis. Die Mission besteht aus zwei Satelliten – dem Koronagraph und dem Occulter. Seit ihrem Start im Dezember 2024 hat das Satellitenduo nicht nur eine, sondern gleich zwei Weltpremieren vorzuweisen: den ersten präzisen Formationsflug, der die Mission für ihre erste künstliche Sonnenfinsternis im Orbit vorbereitet hat. Nachdem alle technologischen Ziele erreicht wurden, hat die Mission bisher mehr als 60 extrem präzise Formationsflugbahnen absolviert, während derer sie den hochdynamischen inneren Bereich der Sonnenkorona beobachten konnte. Indem Proba-3 den Wissenschaftlern stundenlange wissenschaftliche Daten pro Umlaufbahn liefert, hat sie eine bedeutende Leistung in der weltraumgestützten Sonnen- und Heliophysikforschung erbracht.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=19828.msg584538#msg584538" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">ESAs Proba-3-Mission auf PSLV</a></li>
</ul>
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]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Öffentliche Vortragsreihe: Im Feuerwerk der Sonne</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/oeffentliche-vortragsreihe-im-feuerwerk-der-sonne/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 04 Mar 2026 10:31:55 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Erde]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>In der aktuellen öffentlichen Vortragsreihe berichten von Februar bis Mai 2026 sechs Forschende von der stürmischen Beziehung zwischen Sonne und Erde. In den vergangenen eineinhalb Jahren hat sich die Sonne von ihrer temperamentvollen Seite gezeigt: Mehrfach kam es zu so heftigen Eruptionen, dass farbenfrohe Polarlichter sogar über Deutschland am nächtlichen Himmel zu sehen waren. Das [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/oeffentliche-vortragsreihe-im-feuerwerk-der-sonne/" data-wpel-link="internal">Öffentliche Vortragsreihe: Im Feuerwerk der Sonne</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading"><mark>In der aktuellen öffentlichen Vortragsreihe berichten von Februar bis Mai 2026 sechs Forschende von der stürmischen Beziehung zwischen Sonne und Erde.</mark> In den vergangenen eineinhalb Jahren hat sich die Sonne von ihrer temperamentvollen Seite gezeigt: Mehrfach kam es zu so heftigen Eruptionen, dass farbenfrohe Polarlichter sogar über Deutschland am nächtlichen Himmel zu sehen waren. Das diffuse Leuchten ist nicht nur wunderschön, sondern auch eindrucksvolle Erinnerung, dass Eruptionen auf der Sonne direkten Einfluss auf die Erde haben können. Dieser stürmischen Beziehung zwischen Sonne und Erde geht die aktuelle Vortragsreihe „Im Feuerwerk der Sonne“ am Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung nach. In sechs Vorträgen berichten Forschende von Februar bis Mai 2026 vom aktiven Wesen unseres Sterns. Sie beschreiben den aktuellen Zustand der Sonne, blicken weit in ihre Vergangenheit, präsentieren Neuigkeiten aus der Polarlichtforschung, erklären die Gefahren von gefährlichem Weltraumwetter für die Erde und berichten von Plänen, Sonnenstürme in Zukunft besser vorhersagen zu können. Eine Pressemitteilung des Max Planck Instituts für Sonnensystemforschung MPS.<br><em><strong>Anmerkung der Raumfahrer.net Redaktion: </strong>&#8222;Wir übernehmen diese Ankündigung leider nicht zeitgerecht. Der erste Vortrag der Reihe erfolgte bereits, fünf der Vorträge folgen jedoch noch, der Nächste demnächst&#8220;.</em></h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: <a href="https://www.mps.mpg.de/8608430/pm20260115-oeffentliche-vortragsreihe-im-feuerwerk-der-sonne?c=2728" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">MPS/Aktuelles/Nachrichten/Pressemitteilung/Im Feuerwerk der Sonne</a>, 15. Januar 2026</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/03/original.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Öffentliche Vortragsreihe Februar – Mai 2026 Bildquelle: MPS" data-rl_caption="" title="Öffentliche Vortragsreihe Februar – Mai 2026 Bildquelle: MPS" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="700" height="366" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/03/original-450x235-1.jpg" alt="" class="wp-image-150994" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/03/original-450x235-1.jpg 700w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/03/original-450x235-1-300x157.jpg 300w" sizes="(max-width: 700px) 100vw, 700px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><em>Öffentliche Vortragsreihe Februar &#8211; Mai 2026<br><mark>Bildquelle: MPS</mark></em></figcaption></figure>



<ul class="wp-block-list">
<li>Den Auftakt macht MPS-Direktor <mark>Prof. Dr. Sami K. Solanki</mark> am <mark>12. Februar 2026</mark>. Sein Vortrag „<mark>Die eruptive Sonne und ihr Einfluss auf die Erde</mark>“ bietet einen einführenden Überblick über die Aktivität der Sonne. Es geht um Eruptionen und Strahlungsausbrüche, den schwankenden Aktivitätszyklus unseres Sterns, ihren aktuellen Zustand und die Frage, was uns der Blick auf ferne Sterne über gewaltige Sonnenausbrüche, so genannte Superflares, lehren kann.</li>



<li>Weniger explosiv als Sonneneruptionen, aber ebenso faszinierend ist der Sonnenwind: der stetige, nie ganz abreißende Teilchenstrom von der Sonne, der zum Teil mit Überschallgeschwindigkeiten bis an den Rand des Sonnensystems jagt. Unter dem Titel „<mark>Unsichtbar und doch zu messen: Wie der Wind von der Sonne ihre Umgebung prägt</mark>“ berichtet <mark>Prof. Dr. Hardi Peter</mark> am <mark>12. März 2026</mark> vom Einfluss des ständigen Sonnenteilchenbeschusses auf die Erde.</li>



<li>Den wohl malerischsten Auswirkungen der Sonnenaktivität, den Polarlichtern, wendet sich <mark>Prof. Dr. Yasuhito Narita</mark> von der TU-Braunschweig am <mark>2. April 2026</mark> zu. In seinem Vortrag „<mark>Polarlichter: Faszination und aktuelle Forschung</mark>“ erklärt er, wie die Leuchterscheinungen am Himmel entstehen und welche Erkenntnisse Forschende daraus gewinnen können.</li>



<li>Um gefährliche Auswirkungen der Sonnenaktivität geht es am <mark>16. April 2026</mark>. In seinem Vortrag „<mark>Gefahren von Weltraumwetter für unsere moderne Infrastruktur</mark>“ berichtet <mark>Dr. Volker Bothmer</mark> vom Institut für Astrophysik und Geophysik der Universität Göttingen von den Problemen, zu denen heftige Sonnenstürme auf der Erde führen können.</li>



<li>Auf eine Reise in die weite Vergangenheit unseres Sterns entführt <mark>Dr. Natalie Krivova</mark> vom MPS mit ihrem Vortrag „<mark>Wenn die Sonne tobt: Auf den Spuren der stärksten Sonnenstürme des Holozäns</mark>“ am <mark>7. Mai 2026</mark>. Um zu verstehen, zu welchem Verhalten die Sonne prinzipiell fähig ist, blickt die Forscherin zurück auf die Epoche der Nacheiszeit. Gibt es Hinweise auf starke Sonnenstürme? Wie häufig kamen sie vor? Und wie lassen sie sich nach Jahrhunderten und Jahrtausenden aufspüren?</li>



<li>Um Zukunftsmusik geht es im letzten Vortrag der Reihe: <mark>Mission Vigil &#8211; Weltraumwettervorhersage aus einzigartiger Perspektive</mark>. 2031 startet die ESA-Raumsonde Vigil ins All. Aus seitlicher Beobachtungsposition wird der Sonnenspäher eher als erdnahe und erdgebundene Teleskope erkennen können, wenn sich auf der Sonne gefährliches Weltraumwetter zusammenbraut. Eines der wissenschaftlichen Instrumente der Mission entsteht derzeit am MPS. Am <mark>21. Mai 2026</mark> gibt <mark>Dr. Johann Hirzberger</mark> vom MPS einen Überblick.</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Die Vorträge finden jeweils um 19 Uhr im Auditorium des Max-Planck-Instituts für Sonnensystemforschung statt. Die Teilnahme ist kostenlos. Eine Reservierung ist nicht erforderlich.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Hinweis zum Parken: Das MPS liegt am Nordcampus der Uni Göttingen und bietet so viele Parkmöglichkeiten. Einige öffentliche Parkplätze finden sich rechts neben dem Haupteingang des Instituts. Weitere Parkplätze gibt es am nahegelegen Friedrich-Hund-Platz zwischen den Fakultäten für Chemie und Physik.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=20840.msg584487#msg584487" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Vortragsreihe 2026 am MPS, Göttingen</a></li>
</ul>
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		<title>Die Sonnenbeobachtungssonde SOHO feiert ihr 30-jähriges Bestehen</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/die-sonnenbeobachtungssonde-soho-feiert-ihr-30-jaehriges-bestehen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 02 Dec 2025 18:57:22 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Am 2. Dezember 1995 startete das Solar and Heliospheric Observatory (SOHO) der ESA/NASA ins All – für eine ursprünglich auf zwei Jahre angelegte Mission. Von seinem 1,5 Millionen Kilometer von der Erde entfernten Außenposten in Richtung Sonne aus hat SOHO einen ununterbrochenen Blick auf unseren Stern. Es hat fast drei 11 Jahre lange Sonnenzyklen lang [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading" id="am-2-dezember-1995-startete-das-solar-and-heliospheric-observatory-soho-der-esanasa-ins-all-fur-eine-ursprunglich-auf-zwei-jahre-angelegte-mission-von-seinem-15-millionen-kilometer-von-der-erde-entfernten-aussenposten-in-richtung-sonne-aus-hat-soho-einen-ununterbrochenen-blick-auf-unseren-stern-es-hat-fast-drei-11-jahre-lange-sonnenzyklen-lang-nahezu-kontinuierlich-die-aktivitaten-unserer-sonne-aufgezeichnet-eine-pressemitteilung-der-europaischen-weltraumagentur-esa--aa36f384-6745-43b0-9a4d-221b8c21f730">Am 2. Dezember 1995 startete das Solar and Heliospheric Observatory (<a href="https://www.esa.int/Science_Exploration/Space_Science/SOHO" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">SOHO</a>) der ESA/NASA ins All – für eine ursprünglich auf zwei Jahre angelegte Mission. Von seinem 1,5 Millionen Kilometer von der Erde entfernten Außenposten in Richtung Sonne aus hat SOHO einen ununterbrochenen Blick auf unseren Stern. Es hat fast drei 11 Jahre lange <a href="https://www.esa.int/Science_Exploration/Space_Science/The_solar_cycle_a_heartbeat_of_stellar_energy" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Sonnenzyklen</a> lang nahezu kontinuierlich die Aktivitäten unserer Sonne aufgezeichnet.<br>Eine Pressemitteilung der europäischen Weltraumagentur ESA.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: <a href="https://www.esa.int/Science_Exploration/Space_Science/SOHO/Sun-watcher_SOHO_celebrates_thirty_years" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">ESA / Science &amp; Exploration / Space Science / SOHO</a>, 2. Dezember 2025</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Dass diese Mission alle Erwartungen übertroffen hat, ist ein Beweis für den Einfallsreichtum unserer Ingenieure, Betreiber und Wissenschaftler sowie für die internationale Zusammenarbeit“, sagt Prof. Carole Mundell, Wissenschaftsdirektorin der ESA. „SOHO hat spannende Herausforderungen gemeistert und ist zu einer der am längsten laufenden Weltraummissionen aller Zeiten geworden.“<br>„Die SOHO-Mission ist ein großartiges Beispiel für die unglaubliche Partnerschaft zwischen der NASA und der ESA“, fügt Nicky Fox, stellvertretender Administrator der Wissenschaftsdirektion im NASA-Hauptquartier in Washington, hinzu. „Herzlichen Glückwunsch an die Teams der NASA und der ESA zu dreißig Jahren erfolgreicher Zusammenarbeit.“</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/12/1-SOHO-in-Zahlen.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="30 Jahre von SOHO in Zahlen Credit: SOHO (ESA &amp; NASA); Acknowledgements: ATG Europe; Licence: CC BY-SA 3.0 IGO or ESA Standard Licence" data-rl_caption="" title="30 Jahre von SOHO in Zahlen Credit: SOHO (ESA &amp; NASA); Acknowledgements: ATG Europe; Licence: CC BY-SA 3.0 IGO or ESA Standard Licence" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="400" height="288" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/12/1-SOHO-in-Zahlen-400x288-1.jpg" alt="" class="wp-image-149432" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/12/1-SOHO-in-Zahlen-400x288-1.jpg 400w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/12/1-SOHO-in-Zahlen-400x288-1-300x216.jpg 300w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">30 Jahre von SOHO in Zahlen<br>Credit: SOHO (ESA &amp; NASA); Acknowledgements: ATG Europe; Licence: CC BY-SA 3.0 IGO or ESA Standard Licence</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Die Mission verlief nicht ohne Drama. Zweieinhalb Jahre nach dem Start kam es zu einem <a href="https://www.esa.int/esapub/bulletin/bullet97/vandenbu.pdf" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">kritischen Fehler</a>, wodurch das Raumschiff außer Kontrolle geriet und den Kontakt zur Erde verlor. Ein internationales Rettungsteam arbeitete drei Monate lang unermüdlich daran, es zu lokalisieren und zu bergen.<br>Im November und Dezember 1998 fielen dann die Stabilisierungsgyroskope des Raumfahrzeugs aus, und ein neuer Wettlauf um die Rettung der Mission begann. Im <a href="https://soho.nascom.nasa.gov/about/Recovery/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Februar 1999</a> ermöglichte eine neue Software dem Raumfahrzeug, ohne Gyroskope zu fliegen, und seitdem revolutioniert es die Sonnenforschung.<br>„SOHO hat neue Bereiche in der Sonnenforschung erschlossen. Es hat die Erforschung des <a href="https://www.esa.int/Space_Safety/Space_weather/Space_weather_and_its_hazards" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Weltraumwetters</a> revolutioniert, indem es die Sonne in Echtzeit überwacht, um potenziell gefährliche Sonnenstürme auf dem Weg zur Erde vorherzusagen, und sein Vermächtnis leitet auch künftige Missionen“, sagt Daniel Müller, ESA-Projektwissenschaftler für <a href="https://www.esa.int/Science_Exploration/Space_Science/SOHO" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">SOHO</a> und <a href="https://www.esa.int/Science_Exploration/Space_Science/Solar_Orbiter" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Solar Orbiter</a>.<br>„SOHO liefert nach wie vor täglich hochwertige Daten, und mit Hunderten von Veröffentlichungen pro Jahr ist seine wissenschaftliche Produktivität weiterhin sehr hoch.“<br>Daniels neue Veröffentlichung „<a href="https://www.nature.com/articles/s41550-025-02687-4" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">SOHO’s 30-year legacy of observing the Sun</a>“ (Das 30-jährige Vermächtnis von SOHO in der Sonnenbeobachtung) erscheint am Dienstag, dem 2. Dezember 2025, in Nature Astronomy.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><mark>Hier sind fünf Höhepunkte aus den letzten fünf Jahren:</mark></p>



<ol class="wp-block-list">
<li><strong>Ein einzelnes Plasma-Förderband</strong>.</li>
</ol>



<figure class="wp-block-image alignright size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/12/2-SOHO_imaging_the_Sun_pillars.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="30 Jahre SOHO-Aufnahmen der Sonne Credit: SOHO (ESA &amp; NASA); Acknowledgements: F. Auchère &amp; ATG Europe; Licence: CC BY-SA 3.0 IGO or ESA Standard Licence" data-rl_caption="" title="30 Jahre SOHO-Aufnahmen der Sonne Credit: SOHO (ESA &amp; NASA); Acknowledgements: F. Auchère &amp; ATG Europe; Licence: CC BY-SA 3.0 IGO or ESA Standard Licence" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="400" height="225" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/12/2-SOHO_imaging_the_Sun_pillars-400x225-1.jpg" alt="" class="wp-image-149434" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/12/2-SOHO_imaging_the_Sun_pillars-400x225-1.jpg 400w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/12/2-SOHO_imaging_the_Sun_pillars-400x225-1-300x169.jpg 300w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">30 Jahre SOHO-Aufnahmen der Sonne<br>Credit: SOHO (ESA &amp; NASA); Acknowledgements: F. Auchère &amp; ATG Europe; Licence: CC BY-SA 3.0 IGO or ESA Standard Licence</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">SOHO war Vorreiter auf dem Gebiet der „Helioseismologie”. Ähnlich wie bei der Untersuchung, wie seismische Wellen während eines Erdbebens die Erde durchlaufen, untersucht die Helioseismologie das Innere der Sonne, indem sie untersucht, wie Schallwellen durch sie hindurch hallen. Zu Beginn seiner Karriere lieferte SOHO die ersten Bilder von Plasmaströmen (elektrisch geladenes Material) unter der Sonnenoberfläche und bot damit einen einzigartigen Einblick in ihr geschichtetes Inneres.<br>Dank der langen Lebensdauer von SOHO konnten Wissenschaftler mithilfe der Helioseismologie <a href="https://www.mps.mpg.de/6603277/news_publication_15032287_transferred" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">ein seit langem bestehendes Rätsel</a> lösen: Plasma fließt entlang einer einzigen Schleife oder Zelle in jeder der Sonnenhalbkugeln – und nicht, wie zuvor angenommen, entlang mehrerer Zellen.<br>Die Daten zeigen, dass Plasma etwa 22 Jahre benötigt, um eine vollständige Umrundung dieses einzigen „Förderbandes“ zu absolvieren, wobei es von der Oberfläche in der Nähe des Äquators zu den Polen fließt und dann wieder tief ins Innere in Richtung Äquator zurückkehrt. Dies entspricht dem Zeitrahmen des <a href="https://www.esa.int/Science_Exploration/Space_Science/The_solar_cycle_a_heartbeat_of_stellar_energy" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Magnetzyklus der Sonne</a> und erklärt, warum Sonnenflecken – Regionen, in denen intensive Magnetfelder die Sonnenoberfläche durchbrechen – im Laufe des Sonnenzyklus immer näher am Äquator auftreten.</p>



<ol start="2" class="wp-block-list">
<li><strong>Scheint die Sonne gleichmäßig?</strong></li>
</ol>



<div class="wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-7387b849 wp-block-columns-is-layout-flex">
<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow">
<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/12/3-SOHO-hat-einen-Blick-ins-Innere-der-Sonne-geworfen.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="SOHO hat einen Blick ins Innere der Sonne geworfen. Credit: SOHO (ESA &amp; NASA); Licence: CC BY-SA 3.0 IGO or ESA Standard Licence" data-rl_caption="" title="SOHO hat einen Blick ins Innere der Sonne geworfen. Credit: SOHO (ESA &amp; NASA); Licence: CC BY-SA 3.0 IGO or ESA Standard Licence" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="400" height="288" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/12/3-SOHO-hat-einen-Blick-ins-Innere-der-Sonne-geworfen-400x288-1.jpg" alt="" class="wp-image-149436" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/12/3-SOHO-hat-einen-Blick-ins-Innere-der-Sonne-geworfen-400x288-1.jpg 400w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/12/3-SOHO-hat-einen-Blick-ins-Innere-der-Sonne-geworfen-400x288-1-300x216.jpg 300w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">SOHO hat einen Blick ins Innere der Sonne geworfen.<br>Credit: SOHO (ESA &amp; NASA); Licence: CC BY-SA 3.0 IGO or ESA Standard Licence</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Die Energiemenge, die von der Sonne ausgestrahlt wird, ist eine grundlegende Größe für das Verständnis der Auswirkungen der Sonnenwärme auf die Erdatmosphäre und das Klima. Die Daten von SOHO aus drei Jahrzehnten liefern in Kombination mit älteren Messungen unvergleichliche Messwerte aus fast fünfzig Jahren.<br>Die Gesamtenergieabgabe der Sonne ändert sich nur sehr wenig – im Durchschnitt um nur 0,06 % über den Sonnenzyklus. Im Gegensatz dazu ist die Schwankung der extremen ultravioletten Strahlung erheblich und verdoppelt sich zwischen dem Sonnenminimum und dem Sonnenmaximum. Die extreme ultraviolette Strahlung der Sonne hat einen erheblichen Einfluss auf die Temperatur und die Chemie in der oberen Erdatmosphäre, ist jedoch <a href="https://science.nasa.gov/climate-change/faq/is-the-sun-causing-global-warming/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">kein direkter Treiber</a> für die in der Nähe der Erdoberfläche beobachteten globalen Erwärmungstrends.</p>
</div>
</div>



<ol start="4" class="wp-block-list">
<li></li>
</ol>



<ol start="3" class="wp-block-list">
<li><strong>Überwachung von Sonnenstürmen gesetzlich vorgeschrieben</strong>.</li>
</ol>



<div class="wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-7387b849 wp-block-columns-is-layout-flex">
<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow">
<figure class="wp-block-image alignright size-full is-resized"><img decoding="async" width="600" height="440" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/12/4-Coronal_mass_ejection_on_28_October_2021_pillars.gif" alt="" class="wp-image-149438" style="aspect-ratio:1.363636409772595;width:420px;height:auto"/><figcaption class="wp-element-caption">Koronale Massenauswürfe am 28. Oktober 2021<br>Credit: SOHO (ESA &amp; NASA); Licence: CC BY-SA 3.0 IGO or ESA Standard Licence</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">SOHO hat eine so wichtige Rolle bei der Entwicklung von Echtzeit-Weltraumwetterüberwachungssystemen gespielt, dass es im Oktober 2020 in das US-amerikanische Recht aufgenommen wurde.<br>Das Gesetz „Promoting Research and Observations of Space Weather to Improve the Forecasting of Tomorrow” (<a href="https://www.congress.gov/bill/116th-congress/senate-bill/881/text" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">PROSWIFT</a>).</p>



<p class="wp-block-paragraph">SOHOs Instrument „Large Angle and Spectrometric Coronagraph” (LASCO).<br>LASCO ist ein Koronagraph, ein Teleskop mit einer Scheibe, die den Blickpunkt verdeckt. Durch das Ausblenden des direkten Lichts der Sonne kann das Instrument das Licht der umgebenden Atmosphäre, der sogenannten Korona, sehen. So können wir koronale Massenauswürfe – große Eruptionen von Sonnenmaterial und Magnetfeldern – beobachten, wenn sie von der Sonne ausgehen, und bis zu drei Tage im Voraus vor potenziell störendem Weltraumwetter warnen, das auf die Erde trifft.</p>
</div>
</div>



<ol start="4" class="wp-block-list">
<li><strong>5000 Kometen – Tendenz steigend!</strong></li>
</ol>



<div class="wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-7387b849 wp-block-columns-is-layout-flex">
<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow">
<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/12/5-SOHO_reaches_5000_comets_pillars.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="SOHO´s fünftausendster Komet Credit: SOHO (ESA &amp; NASA); Licence: CC BY-SA 3.0 IGO or ESA Standard Licence" data-rl_caption="" title="SOHO´s fünftausendster Komet Credit: SOHO (ESA &amp; NASA); Licence: CC BY-SA 3.0 IGO or ESA Standard Licence" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="400" height="288" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/12/5-SOHO_reaches_5000_comets_pillars-400x288-1.jpg" alt="" class="wp-image-149440" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/12/5-SOHO_reaches_5000_comets_pillars-400x288-1.jpg 400w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/12/5-SOHO_reaches_5000_comets_pillars-400x288-1-300x216.jpg 300w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">SOHO´s fünftausendster Komet<br>Credit: SOHO (ESA &amp; NASA); Licence: CC BY-SA 3.0 IGO or ESA Standard Licence</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Die Leistungsfähigkeit des Teleskops als Kometenjäger war nicht geplant, erwies sich jedoch als unerwarteter Erfolg. Dank des Abschirmungseffekts des Koronagraphen von SOHO werden auch „<a href="https://www.esa.int/Science_Exploration/Space_Science/Sungrazer_comets" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Sungrazer</a>“-Kometen sichtbar, die sich der Sonne auf sehr kurze Distanz nähern.<br>Nicht alle von SOHO beobachteten Kometen sind Sonnenstreifer. So hat es beispielsweise auch den Kometen Tsuchinshan–ATLAS, auch bekannt als der Große Komet von 2024, <a href="https://www.esa.int/ESA_Multimedia/Videos/2024/10/Comet_C_2023_A3_brightens_SOHO_s_week" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">wunderschön eingefangen</a>, einen <a href="https://www.esa.int/Science_Exploration/Space_Science/Comet_Interceptor/What_types_of_comets_are_there" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">nicht-periodischen Kometen</a> aus den Außenbereichen des Sonnensystems.<br>SOHO entdeckte im März 2024 seinen <a href="https://www.esa.int/ESA_Multimedia/Images/2024/03/SOHO_reaches_5000_comets" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">5000. Kometen</a> und ist damit der produktivste Kometenentdecker der Geschichte. Die meisten davon wurden von Bürgerwissenschaftlern weltweit im Rahmen des <a href="https://sungrazer.nrl.navy.mil/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Sungrazer-Projekt</a>s gefunden. Die Beobachtungen lieferten wertvolle Daten über die Bewegung, Zusammensetzung und Staubproduktion von Kometen.<br></p>
</div>
</div>



<ol start="5" class="wp-block-list">
<li><strong>Wegbereiter für zukünftige Entdeckungen</strong></li>
</ol>



<p class="wp-block-paragraph">Der Erfolg von SOHO hat die nächste Generation von Sonnenobservatorien geprägt, sowohl in Bezug auf ihre Technologie und wissenschaftlichen Ziele als auch als Vorbild für offene Datenpolitik und internationale Zusammenarbeit.<br>Beispielsweise bildet die von der ESA geleitete Mission <a href="https://www.esa.int/Science_Exploration/Space_Science/Solar_Orbiter" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Solar Orbiter</a> die Sonnenpole aus höheren Breitengraden ab und fliegt viel näher an die Sonne heran, wobei viele ihrer Instrumente Nachfolger von SOHO sind. In ähnlicher Weise verfügt das <a href="https://sdo.gsfc.nasa.gov/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Solar Dynamics Observatory</a> der NASA über verbesserte Versionen der SOHO-Instrumente, um das Erbe von SOHO in den Bereichen Vollbildaufnahmen und Helioseismologie fortzuführen. Darüber hinaus leistet SOHO häufig Beiträge zu „<a href="https://www.esa.int/Science_Exploration/Space_Science/Solar_Orbiter/The_dawn_of_multipoint_solar_science" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Mehrpunktmessungen</a>” und liefert damit wichtige Kontextinformationen für Solar Orbiter und die <a href="https://science.nasa.gov/mission/parker-solar-probe/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Parker Solar Probe</a> der NASA, die auf ihren eigenen einzigartigen Umlaufbahnen um die Sonne fliegen.<br>Vor kurzem startete die ESA-Sonde <a href="https://www.esa.int/Enabling_Support/Space_Engineering_Technology/Proba-3" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Proba-3</a> ins All, um neue Einblicke in die schwache Korona der Sonne zu gewinnen, während die bevorstehende <a href="https://www.esa.int/Space_Safety/Vigil" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Vigil</a>-Mission der Agentur als erste die Sonne von der „Seite“ aus beobachten und Sonnenstürme erkennen wird, bevor sie in das Sichtfeld von SOHO gelangen.<br>„SOHO ist ein rundum glänzender Erfolg, dank des Engagements der Teams, die diese unglaubliche Maschine am Laufen halten“, sagt Daniel. „Ihre wissenschaftlichen Erkenntnisse sind nach wie vor wertvoll und relevant und dienen Generationen von Wissenschaftlern. Ich bin mir sicher, dass ihr Vermächtnis die Sonnenforschung noch über Jahrzehnte hinweg prägen wird.“</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>‘<a href="https://www.nature.com/articles/s41550-025-02687-4" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">SOHO’s 30-year legacy of observing the Sun</a>’</strong> von Müller et al. wird heute in Nature Astronomy veröffentlicht.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=3006.msg581616#msg581616" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">SOHO (Solar and Heliospheric Observatory) auf Atlas-IIAS AC-121 vom LC36B CC</a></li>
</ul>
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			</item>
		<item>
		<title>ESA überwacht schwerwiegendes Weltraumwetterereignis</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/esa-ueberwacht-schwerwiegendes-weltraumwetterereignis/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 12 Nov 2025 18:31:04 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[SOHO]]></category>
		<category><![CDATA[Sonne]]></category>
		<category><![CDATA[Sonnensystem]]></category>
		<category><![CDATA[Vigil]]></category>
		<category><![CDATA[CME]]></category>
		<category><![CDATA[ESA]]></category>
		<category><![CDATA[Solar Dynamics Observatory]]></category>
		<category><![CDATA[Sonneneruption]]></category>
		<category><![CDATA[Weltraumwetter]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.raumfahrer.net/?p=149021</guid>

					<description><![CDATA[<p>Am 11. November 2025 wurde eine intensive Sonneneruption beobachtet, deren Höhepunkt um 10:04 Uhr UTC erreicht wurde. Weniger als eine Stunde später wurde ein koronaler Massenauswurf (CME) beobachtet, dessen Anfangsgeschwindigkeit auf etwa 1500 km/s geschätzt wurde und der am späten Abend des 12. November oder am frühen Morgen des 13. November die Erde erreichen sollte, [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Am 11. November 2025 wurde eine intensive Sonneneruption beobachtet, deren Höhepunkt um 10:04 Uhr UTC erreicht wurde. Weniger als eine Stunde später wurde ein koronaler Massenauswurf (CME) beobachtet, dessen Anfangsgeschwindigkeit auf etwa 1500 km/s geschätzt wurde und der am späten Abend des 12. November oder am frühen Morgen des 13. November die Erde erreichen sollte, wobei diese Schätzungen jedoch mit einer gewissen Unsicherheit behaftet sind.<br>Die Auswirkungen des daraus resultierenden geomagnetischen Sturms werden als schwerwiegend eingeschätzt und könnten Satelliten, Stromnetze und Navigationssysteme beeinträchtigen. Das Ereignis stellt keine direkte biologische Gefahr für die Menschen auf der Erde dar.<br>Die Europäische Weltraumorganisation (ESA) beobachtet dieses starke Weltraumwetterereignis aufmerksam und sammelt detaillierte Informationen von allen ihren Fachdienststellen. Die folgende Beschreibung basiert auf den derzeit verfügbaren Informationen und kann sich ändern.<br>Eine Pressemitteilung der europäischen Weltraumagentur ESA.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: <a href="https://www.esa.int/Space_Safety/Space_weather/ESA_monitoring_November_2025_space_weather_event" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">ESA/SpaceSafety</a>, 12. November 2025</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Drei Weltraumwetterereignisse hintereinander</strong></p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/11/Severe_space_weather_event_on_11_November_2025_pillars.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Zusammenfassung des am 11. November 2025 ausgelösten Weltraumwetterereignisses und seiner Folgen Credit: ESA" data-rl_caption="" title="Zusammenfassung des am 11. November 2025 ausgelösten Weltraumwetterereignisses und seiner Folgen Credit: ESA" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="350" height="197" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/11/Severe_space_weather_event_on_11_November_2025_pillars-350x197-1.jpg" alt="" class="wp-image-149008" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/11/Severe_space_weather_event_on_11_November_2025_pillars-350x197-1.jpg 350w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/11/Severe_space_weather_event_on_11_November_2025_pillars-350x197-1-300x169.jpg 300w" sizes="(max-width: 350px) 100vw, 350px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Zusammenfassung des am 11. November 2025 ausgelösten Weltraumwetterereignisses und seiner Folgen<br>Credit: ESA</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Aktivitäten auf der Sonnenoberfläche erzeugen Weltraumwetter, das sich über das gesamte Sonnensystem ausbreitet. Anfang dieser Woche wurden zwei starke <a href="https://www.esa.int/Science_Exploration/Space_Science/What_are_solar_flares" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Sonneneruptionen</a> vom Typ X aus derselben aktiven Region der Sonne (NOAA Active Region 14274) beobachtet, die zwei CMEs erzeugt haben, die heute Morgen die Erde erreichten und einen schweren geomagnetischen Sturm der Intensität G4 auslösten.<br>Am 11. November wurde eine noch stärkere Sonneneruption der Klasse X5.1 beobachtet, deren Höhepunkt um 10:04 Uhr UTC erreicht wurde. Nach der Eruption wurden auf der Sonnenoberfläche Schockwellen beobachtet, die sich von der aktiven Region ausbreiteten.<br>Weniger als eine Stunde später folgte die Beobachtung einer CME durch die Koronagraphen LASCO von <a href="https://www.esa.int/Science_Exploration/Space_Science/SOHO" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">SOHO</a> und CCOR-1 von <a href="https://www.ncei.noaa.gov/cloud-access/space-weather-portal/overview?sat=GOES-19" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">GOES-19</a>. Unsere ersten Beobachtungen zeigen eine Anfangsgeschwindigkeit von etwa 1500 km/s, mit einer geschätzten Ankunft auf der Erde am Abend des 12. November oder am frühen Morgen des 13. November, wobei diese Schätzungen jedoch mit einer gewissen Unsicherheit behaftet sind.</p>



<figure class="wp-block-video"><video height="430" style="aspect-ratio: 768 / 430;" width="768" controls src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/11/2511_022_AR_EN.mp4"></video><figcaption class="wp-element-caption">SOHOs Blick auf die koronalen Massenauswürfe Anfang November 2025<br>Credit: ESA und NASA</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Geschätzte Auswirkung</strong></p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full is-resized"><img decoding="async" width="800" height="800" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/11/Solar_flare_observed_on_11_November_2025_article.gif" alt="" class="wp-image-149011" style="width:450px;height:auto"/><figcaption class="wp-element-caption">Beobachtung der Sonne im extremen Ultraviolettbereich durch das AIA-Instrument des Solar Dynamics Observatory am 11. November, bereitgestellt vom Königlichen Observatorium von Belgien / SIDC.<br>Credit: ESA, SDO/AIA</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Es ist bekannt, dass große Sonneneruptionen dieser Art die Funkkommunikation und Satellitennavigationsanwendungen (GNSS) in den Regionen beeinträchtigen, die zum Zeitpunkt des Ereignisses der Sonne zugewandt sind. Bei diesem Ereignis sind dies die Regionen Europa, Afrika und Asien.<br>„Unser Planet wurde letzte Nacht von zwei aufeinanderfolgenden CMEs getroffen, die eine schwere geomagnetische Störung ausgelöst haben. Wir erwarten, dass heute im Laufe des Tages oder morgen eine dritte CME eintreffen wird. Die Auswirkungen der dritten CME hängen stark davon ab, ob sie sich mit den ersten beiden verbindet oder nicht“, sagt Juha-Pekka Luntama, Leiter des ESA-Büros für Weltraumwetter.<br>„Es wird davon ausgegangen, dass der geomagnetische Sturm weiterhin sehr stark bleibt und Auswirkungen auf Satelliten, Stromnetze und Navigationssysteme haben könnte. Wir haben Beobachtungen gemacht, dass weitere CMEs von der Sonne ausbrechen, sodass davon auszugehen ist, dass die starken Weltraumwetteraktivitäten in der zweiten Hälfte dieser Woche anhalten werden.“<br>Obwohl diese Auswirkungen für die Technologie besorgniserregend sind, stellen sie dank der schützenden Atmosphäre und Magnetosphäre unseres Planeten kein direktes biologisches Risiko für die Menschen auf der Erde dar.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Neue Projekte zur Feinabstimmung von Schätzungen</strong></p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/11/Radio_disruption_following_the_11_November_2025_flare_pillars.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="Funkstörungen durch die Sonneneruption vom 11. November 2025, beobachtet in Österreich, bereitgestellt von eCallisto-Radiospektrogrammen, einem Verbundprodukt des Instituts für Datenwissenschaft (FHNW). Credit: Institute for Data Science (FHNW)" data-rl_caption="" title="Funkstörungen durch die Sonneneruption vom 11. November 2025, beobachtet in Österreich, bereitgestellt von eCallisto-Radiospektrogrammen, einem Verbundprodukt des Instituts für Datenwissenschaft (FHNW). Credit: Institute for Data Science (FHNW)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="350" height="233" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/11/Radio_disruption_following_the_11_November_2025_flare_pillars-350x233-1.jpg" alt="" class="wp-image-149012" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/11/Radio_disruption_following_the_11_November_2025_flare_pillars-350x233-1.jpg 350w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/11/Radio_disruption_following_the_11_November_2025_flare_pillars-350x233-1-300x200.jpg 300w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/11/Radio_disruption_following_the_11_November_2025_flare_pillars-350x233-1-272x182.jpg 272w" sizes="(max-width: 350px) 100vw, 350px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Funkstörungen durch die Sonneneruption vom 11. November 2025, beobachtet in Österreich, bereitgestellt von eCallisto-Radiospektrogrammen, einem Verbundprodukt des Instituts für Datenwissenschaft (FHNW).<br>Credit: Institute for Data Science (FHNW)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Große Sonnenstürme sind kurz vor dem Sonnenmaximum häufig. Obwohl es möglich ist, die Wahrscheinlichkeit einer Eruption vorherzusagen, sind der genaue Zeitpunkt des Ereignisses – wenn das elastische Band reißt – und die genaue Stärke nach wie vor schwer vorherzusagen.<br>Die großen aktiven Bereiche auf der Sonnenoberfläche werden ständig genau beobachtet, und die ESA unterhält eine Reihe von Weltraumwetterdiensten, die von der Industrie und Raumfahrzeugbetreibern genutzt werden, um schnell auf ein Weltraumwetterereignis reagieren zu können.<br>Der Engpass bei den Informationen lag bisher in der Einschätzung des Zeitpunkts der Ankunft der CME und der Schwere des daraus resultierenden geomagnetischen Sturms. Um diese Prognoseunsicherheiten zu verringern, entwickelt die ESA eine Reihe neuer Missionen.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/11/Space_weather_reporter_Vigil_in_deep_space_pillars.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="Weltraumwetterbeobachter Vigil im Weltraum Credit: ESA" data-rl_caption="" title="Weltraumwetterbeobachter Vigil im Weltraum Credit: ESA" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="350" height="197" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/11/Space_weather_reporter_Vigil_in_deep_space_pillars-350x197-1.jpg" alt="" class="wp-image-149014" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/11/Space_weather_reporter_Vigil_in_deep_space_pillars-350x197-1.jpg 350w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/11/Space_weather_reporter_Vigil_in_deep_space_pillars-350x197-1-300x169.jpg 300w" sizes="(max-width: 350px) 100vw, 350px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Weltraumwetterbeobachter Vigil im Weltraum<br>Credit: ESA</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Die <a href="https://www.esa.int/Space_Safety/Vigil" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Vigil</a>-Mission der ESA wird einen revolutionären Ansatz verfolgen, indem sie die „Seite“ der Sonne vom <a href="https://www.esa.int/Enabling_Support/Operations/What_are_Lagrange_points" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Lagrange-Punkt 5</a> im Weltraum aus beobachtet und so kontinuierliche Einblicke in die Sonnenaktivität ermöglicht. Vigil soll 2031 starten und potenziell gefährliche Sonnenereignisse erkennen, bevor sie von der Erde aus sichtbar werden. So erhalten wir vorab Informationen über ihre Besonderheiten und wertvolle Zeit, um Raumfahrzeuge und Bodeninfrastruktur zu schützen.<br>Derzeitige In-situ-Messungen von Sonneneruptionen und CMEs werden vom <a href="https://www.esa.int/Enabling_Support/Operations/What_are_Lagrange_points" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Lagrange-Punkt 1</a> (L1) aus durchgeführt und ermöglichen es uns, die Auswirkungen dieser Sonnenstürme nur etwa 20 Minuten vor ihrem Eintreffen vorherzusagen. Die vorgeschlagene Shield-Mission, die mehr als 15 Millionen Kilometer von der Erde entfernt ist, also etwa zehnmal weiter als L1, könnte etwa zweieinhalb Stunden vor dem Aufprall eine Warnung vor diesem Sturm ausgeben, wodurch Betreiber kritischer Infrastrukturen sich effizient vorbereiten und die Auswirkungen geomagnetischer Stürme minimieren könnten.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Über Sonnenstürme</strong></p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/11/Earth_s_protective_shield_pillars.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="Das Schutzschild der Erde Credit: ESA/ATG medialab" data-rl_caption="" title="Das Schutzschild der Erde Credit: ESA/ATG medialab" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="350" height="206" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/11/Earth_s_protective_shield_pillars-350x206-1.jpg" alt="" class="wp-image-149017" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/11/Earth_s_protective_shield_pillars-350x206-1.jpg 350w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/11/Earth_s_protective_shield_pillars-350x206-1-300x177.jpg 300w" sizes="(max-width: 350px) 100vw, 350px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Das Schutzschild der Erde<br>Credit: ESA/ATG medialab</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Während eines Sonnensturms kann die Sonne die folgende Abfolge von Ereignissen durchlaufen, wobei jedoch nicht jedes Mal alle Elemente auftreten.<br><mark>Wenn eine</mark> <mark>Sonneneruption stattfindet</mark>, kann die Explosion so viel Energie freisetzen wie eine Milliarde Atombomben. Eine Flut elektromagnetischer Wellen verlässt die Sonne mit Lichtgeschwindigkeit und erreicht die Erde acht Minuten später, wo sie möglicherweise den Kurzwellenfunk stört und Fehler in Navigationssystemen verursacht.<br>Einen Bruchteil einer Stunde später folgen <mark>hochenergetische Teilchen</mark>, darunter Protonen, Elektronen und Alphateilchen. Diese Strahlung kann Astronauten schädigen, Raumfahrzeuge beschädigen und in unserer Atmosphäre eine Kaskade von Sekundärteilchen erzeugen, die bei Erreichen des Bodens zu Fehlern in elektronischen Bauteilen führen können.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full is-resized"><img decoding="async" width="800" height="450" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/11/Earth_s_magnetic_shield_reacts_to_a_coronal_mass_ejection_pillars.gif" alt="" class="wp-image-149019" style="width:650px;height:auto"/><figcaption class="wp-element-caption">Das Magnetfeld der Erde reagiert auf eine koronale Massenauswurf<br>Credit: ESA</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Eine Sonneneruption geht oft mit einer großen Eruption ionisierten Gases aus der äußeren Atmosphäre der Sonne einher, die als <mark>koronale Massenauswürfe</mark> (CME) bezeichnet wird. Ein CME erzeugt Böen und Schockwellen im Sonnenwind, die, wenn sie auf die Erde zusteuern, zwischen 18 Stunden und einigen Tagen brauchen, um uns zu erreichen.<br>Wenn eine CME die Erde erreicht, belastet sie ihr Magnetfeld und verursacht einen <mark>geomagnetischen Sturm</mark>. Dies führt dazu, dass Kompassnadeln ausschlagen und es zu schädlichen Stromstößen in langen metallischen Strukturen wie Stromleitungen und Pipelines kommen kann. Während geomagnetischer Stürme gelangen Partikel aus dem Weltraum in die obere Atmosphäre, wo sie mit Atomen und Molekülen kollidieren und Polarlichter erzeugen.<br>Die in die Atmosphäre eingespeisten Ströme erzeugen nicht nur Licht, sondern können auch die obere Atmosphäre der Erde erwärmen, wodurch sie sich ausdehnt und den Luftwiderstand für Satelliten in niedriger Höhe erhöht. Wenn ein Satellit dies nicht durch den Einsatz seiner Triebwerke ausgleicht, kann er aus seiner Umlaufbahn gerissen werden. Dieser Effekt hat auch eine positive Seite, da er dazu beiträgt, Weltraummüll in die Atmosphäre zu ziehen, wo er verglüht.</p>



<figure class="wp-block-video"><video height="432" style="aspect-ratio: 768 / 432;" width="768" controls src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/11/1811_003_AR_EN.mp4"></video><figcaption class="wp-element-caption">Was ist Weltraumwetter?<br>Credit: ESA</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=20275.msg580738#msg580738" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">ESCAPADE-Mission (Blue und Gold) auf New Glenn</a></li>



<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=17425.msg580739#msg580739" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Weltraumwetter</a></li>
</ul>
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