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	<title>adaptive Optik &#8211; Raumfahrer.net</title>
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	<description>Das Portal für Astronomie- und Raumfahrtbegeisterte</description>
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	<title>adaptive Optik &#8211; Raumfahrer.net</title>
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		<title>Die Fertigung von MICADO und METIS für das ELT hat begonnen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 15 May 2023 17:15:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>MICADO und METIS sind zwei der vier Instrumente der ersten Generation für das Extremely Large Telescope (ELT) der ESO, die noch in diesem Jahrzehnt am Teleskop in Betrieb genommen werden sollen. Eine Pressemitteilung des Max-Planck-Instituts für Astronomie. Quelle: Max-Planck-Institut für Astronomie 15. Mai 2023. 15. Mai 2023 &#8211; Das MPIA ist ein Konsortialpartner in beiden [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">MICADO und METIS sind zwei der vier Instrumente der ersten Generation für das Extremely Large Telescope (ELT) der ESO, die noch in diesem Jahrzehnt am Teleskop in Betrieb genommen werden sollen. Eine Pressemitteilung des Max-Planck-Instituts für Astronomie.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: Max-Planck-Institut für Astronomie 15. Mai 2023.</p>



<p class="wp-block-paragraph">15. Mai 2023 &#8211; Das MPIA ist ein Konsortialpartner in beiden Projekten und hat gerade mit dem Bau verschiedener Teilsysteme der Instrumente begonnen. Eine Mini-Dokumentation über beide Instrumente wurde während einer Live-Veranstaltung auf dem YouTube-Kanal der ESO am Freitag, dem 12. Mai 2023 gezeigt.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/MICADOeltESO2k.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Das MICADO-Instrument des ELT, das hier im Modell zu sehen ist, wird sich auf tiefe Bilder unseres Universums spezialisieren. Mit seiner unglaublichen Empfindlichkeit und räumlichen Auflösung wollen die Forscher dieses große Instrument nutzen, um schwache Objekte aufzulösen, darunter auch Sterne in anderen Galaxien. (Bild: ESO)" data-rl_caption="" title="Das MICADO-Instrument des ELT, das hier im Modell zu sehen ist, wird sich auf tiefe Bilder unseres Universums spezialisieren. Mit seiner unglaublichen Empfindlichkeit und räumlichen Auflösung wollen die Forscher dieses große Instrument nutzen, um schwache Objekte aufzulösen, darunter auch Sterne in anderen Galaxien. (Bild: ESO)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/MICADOeltESO26.jpg" alt=""/></a><figcaption class="wp-element-caption">Das MICADO-Instrument des ELT, das hier im Modell zu sehen ist, wird sich auf tiefe Bilder unseres Universums spezialisieren. Mit seiner unglaublichen Empfindlichkeit und räumlichen Auflösung wollen die Forscher dieses große Instrument nutzen, um schwache Objekte aufzulösen, darunter auch Sterne in anderen Galaxien. (Bild: ESO)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">„Ich freue mich sehr, dass die ersten Teilstücke in den Labors und Werkstätten unserer Partner in ganz Europa ankommen“, sagt Eckhard Sturm, der MICADO-Projektleiter und Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik (MPE). Um diesen wichtigen Meilenstein des Projekts zu würdigen, hat die ESO (Europäische Südsternwarte) zusammen mit den MICADO- und METIS-Konsortien die ersten beiden einer Reihe von Erklärvideos produziert. Sie wurden während einer Live-Veranstaltung am Freitag, den 12. Mai gezeigt, in der unsere Wissenschaftlerinnen Nadine Neumayer und Silvia Scheithauer Fragen zu den beiden Projekten beantworteten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">MICADO ist die Multi-AO Imaging Camera for Deep Observations. Sie wird das Extremely Large Telescope (ELT), dessen Hauptspiegel einen Durchmesser von 39 Metern haben wird, mit einem der ersten Instrumente mit einer beugungsbegrenzten Bildgebung und Langspaltspektroskopie im nahen Infrarotbereich ausstatten. MICADO wird unter der Leitung des MPE von einem Konsortium von Partnern aus Deutschland, Frankreich, den Niederlanden, Österreich, Italien und Finnland zusammen mit der ESO entwickelt und gebaut.</p>



<p class="wp-block-paragraph">METIS, der Mid-infrared ELT Imager and Spectrograph, ist ein weiteres ELT-Instrument der ersten Generation. Es wird die Beobachtungsmöglichkeiten im Infraroten ergänzen, indem es den mittleren Infrarotbereich abdeckt. METIS bietet beugungsbegrenzte Bildgebung, niedrig- und mittelauflösende Spaltspektroskopie und Koronografie für eine kontrastreiche Bildgebung bei Wellenlängen zwischen 3 und 13 Mikrometern und hochauflösende integrale Feldspektroskopie zwischen 3 und 5 Mikrometern. Es wird von einem europäischen Konsortium unter der Leitung des PI-Instituts NOVA (Niederländische Forschungseinrichtung für Astronomie) in den Niederlanden mit zwölf Partnern aus Deutschland, Großbritannien, Frankreich, der Schweiz, Belgien, Portugal, Österreich, Taiwan und den USA gebaut.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ModellKryostatMETISMETISConsortium.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="Grafisches Modell des Kryostaten, der die Hauptkomponenten des METIS-Instruments enthält. Nach dessen Fertigstellung wird es eines der ersten Messinstrumente des Extremely Large Telescope (ELT) sein. METIS wird den riesigen Hauptspiegel des Teleskops voll ausnutzen, um eine große Bandbreite an wissenschaftlichen Themen zu untersuchen – von Objekten in unserem Sonnensystem bis zu fernen aktiven Galaxien. (Bild: METIS Consortium)" data-rl_caption="" title="Grafisches Modell des Kryostaten, der die Hauptkomponenten des METIS-Instruments enthält. Nach dessen Fertigstellung wird es eines der ersten Messinstrumente des Extremely Large Telescope (ELT) sein. METIS wird den riesigen Hauptspiegel des Teleskops voll ausnutzen, um eine große Bandbreite an wissenschaftlichen Themen zu untersuchen – von Objekten in unserem Sonnensystem bis zu fernen aktiven Galaxien. (Bild: METIS Consortium)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ModellKryostatMETISMETISConsortium26.jpg" alt=""/></a><figcaption class="wp-element-caption">Grafisches Modell des Kryostaten, der die Hauptkomponenten des METIS-Instruments enthält. Nach dessen Fertigstellung wird es eines der ersten Messinstrumente des Extremely Large Telescope (ELT) sein. METIS wird den riesigen Hauptspiegel des Teleskops voll ausnutzen, um eine große Bandbreite an wissenschaftlichen Themen zu untersuchen – von Objekten in unserem Sonnensystem bis zu fernen aktiven Galaxien. (Bild: METIS Consortium)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Das Max-Planck-Institut für Astronomie (MPIA) in Heidelberg, Deutschland, spielt eine Schlüsselrolle bei der Entwicklung und Herstellung beider Instrumente. Der koverantwortliche Forscher für MICADO und lokaler Instrumentenwissenschaftler Jörg-Uwe Pott leitet das MICADO-Team am MPIA. Ralph Hofferbert als lokaler Projektmanager und Friedrich Müller als Systemingenieur ergänzen es.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das MPIA liefert die warme Voroptik von MICADO, die das Sternenlicht vom Teleskop mit minimalem Verlust an Empfindlichkeit und Bildschärfe in die kalte Kamera-Optik leitet. Darüber hinaus liefert das MPIA die Kalibrierungseinheit für alle wissenschaftlichen Standardbeobachtungsmodi.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die High-Tech-Funktionen von MICADO und METIS versetzen sie in die Lage, weit über die Fähigkeiten der besten Observatorien von heute hinauszugehen, einschließlich des Hubble- und des James Webb-Weltraumteleskops. So wird die Empfindlichkeit von MICADO mit der des JWST vergleichbar sein, jedoch mit der sechsfachen Auflösung. Auf diese Weise wird MICADO Exoplaneten erforschen, die detaillierte Struktur entfernter Galaxien enthüllen und einzelne Sterne in nahen Galaxien untersuchen. MICADO wird auch ein einzigartiges und leistungsfähiges Instrument zur Erforschung von Umgebungen sein, in denen Gravitationskräfte und allgemeine relativistische Effekte extrem stark sind, wie in der Nähe des supermassereichen schwarzen Lochs im Zentrum unserer Galaxie, der Milchstraße.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/SpiegelzellenringMICADOMNielbockMPIA2k.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="Vom Entwurf bis zur Herstellung. Beide Bilder zeigen einen Spiegelzellenring für das MICADO-Instrument. Oben: Simulation eines Fräsvorgangs; unten: der Ring in der Fräse der Feinmechanikwerkstatt des MPIA nach der Bearbeitung. (Bild: M. Nielbock (MPIA))" data-rl_caption="" title="Vom Entwurf bis zur Herstellung. Beide Bilder zeigen einen Spiegelzellenring für das MICADO-Instrument. Oben: Simulation eines Fräsvorgangs; unten: der Ring in der Fräse der Feinmechanikwerkstatt des MPIA nach der Bearbeitung. (Bild: M. Nielbock (MPIA))" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/SpiegelzellenringMICADOMNielbockMPIA26.jpg" alt=""/></a><figcaption class="wp-element-caption">Vom Entwurf bis zur Herstellung. Beide Bilder zeigen einen Spiegelzellenring für das MICADO-Instrument. Oben: Simulation eines Fräsvorgangs; unten: der Ring in der Fräse der Feinmechanikwerkstatt des MPIA nach der Bearbeitung. (Bild: M. Nielbock (MPIA))</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">METIS verfügt über eine viel höhere spektrale und räumliche Auflösung als JWST und ermöglicht den Astronominnen und Astronomen, die Details der Stern- und Planetenentstehung sowie die extrem dünnen Atmosphären von Gesteins-Exoplaneten zu untersuchen. Da METIS im mittleren Infrarot beobachten wird, wird es vorwiegend kühle Objekte wie Gas- und Staubwolken erforschen – und dringt dabei in Galaxien vor, die nie ein Mensch zuvor gesehen hat. Als ein weiteres aufregendes Forschungsfeld wird METIS nachschauen, ob unsere nächsten stellaren Nachbarn Gesteinsplaneten wie die Erde beherbergen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Als zweitgrößter Partner des METIS-Konsortiums liefert das MPIA Teilsysteme wie die bildgebende Kamera und die adaptive Optik (AO). Die AO korrigiert atmosphärische Verzerrungen und ist daher für beugungsbegrenzte Beobachtungen mit METIS unerlässlich.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der verantwortliche Wissenschaftler am MPIA für METIS ist Markus Feldt. Er ist zudem mitverantwortlich für wissenschaftliche Ausrichtung des METIS-Projekts. Weitere Teammitglieder am MPIA sind die lokale Projektmanagerin Silvia Scheithauer, der Instrumentenwissenschaftler Roy van Boekel, der Leiter der Kalibrierung Wolfgang Brandner und der Leiter der adaptiven Optik (AO) Thomas Bertram. „METIS ist ein enorm komplexes Instrument mit höchsten Anforderungen an Genauigkeit und Leistung. An der Realisierung eines solchen Instruments in Zusammenarbeit mit 12 europäischen und weltweiten Partnern beteiligt zu sein, ist einzigartig!“ sagt Markus Feldt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das ELT mit MICADO und METIS soll noch in diesem Jahrzehnt in Betrieb gehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>MICADO-Mini-Dokumentation:</strong><br><a href="https://streaming-eu.mpg.de/de/institute/mpia/videos_website/MICADO_Movie_1080p.mp4" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">https://streaming-eu.mpg.de/de/institute/mpia/videos_website/MICADO_Movie_1080p.mp4</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>METIS-Mini-Dokumentation:</strong><br><a href="https://streaming-eu.mpg.de/de/institute/mpia/videos_website/METIS_Movie_MASTER_FINAL_2160p_4K_WEB.mp4" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">https://streaming-eu.mpg.de/de/institute/mpia/videos_website/METIS_Movie_MASTER_FINAL_2160p_4K_WEB.mp4</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=1142.msg549655#msg549655" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">ESO Teleskop ELT</a></li>
</ul>
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			</item>
		<item>
		<title>Neue Membranspiegel für große Teleskope im All</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/neue-membranspiegel-fuer-grosse-teleskope-im-all/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 17 Apr 2023 05:45:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Leichte, flexible Spiegel könnten beim Raketenstart aufgerollt und im Weltraum präzise wieder in Form gebracht werden. Eine Pressemitteilung des Max-Plank-Instituts für extraterrestrische Physik (MPE). Quelle: MPE, 30. März 2023. Forscher des Max-Planck-Instituts für extraterrestrische Physik haben eine neue Methode zur Herstellung und Anpassung großer, hochwertiger Spiegel entwickelt, die viel dünner sind als herkömmliche Spiegel für [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Leichte, flexible Spiegel könnten beim Raketenstart aufgerollt und im Weltraum präzise wieder in Form gebracht werden. Eine Pressemitteilung des Max-Plank-Instituts für extraterrestrische Physik (MPE).</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: MPE, 30. März 2023.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/Membranspiegel-scaled.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="300" height="385" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/Membranspiegel_300x385.jpg" alt="" class="wp-image-125068" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/Membranspiegel_300x385.jpg 300w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/Membranspiegel_300x385-234x300.jpg 234w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Die mit der neuen Technik hergestellten Membranspiegel sind flexibel genug, um aufgerollt zu werden. Dies könnte helfen, auch große Spiegel in einer Trägerrakete unterzubringen.
© Sebastian Rabien, MPE</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Forscher des Max-Planck-Instituts für extraterrestrische Physik haben eine neue Methode zur Herstellung und Anpassung großer, hochwertiger Spiegel entwickelt, die viel dünner sind als herkömmliche Spiegel für Weltraumteleskope. Die so entstandenen Spiegel sind so flexibel, dass sie aufgerollt und kompakt in einer Trägerrakete verstaut werden könnten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Start und die Inbetriebnahme von Teleskopen im All ist ein kompliziertes und kostspieliges Verfahren&#8220;, sagt Sebastian Rabien vom MPE. „Dieser neue Ansatz – der sich stark von den üblichen Verfahren zur Herstellung und zum Polieren von Spiegeln unterscheidet – könnte dazu beitragen, die Probleme in Bezug auf Gewicht und Verstauen in der Rakete zu lösen.&#8220; Damit könnten viel größere und damit empfindlichere Teleskope in die Umlaufbahn gebracht werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das neue Verfahren wurde während der COVID-19-Pandemie entwickelt, als Rabien nach eigenen Angaben etwas mehr Zeit zum Nachdenken und Ausprobieren neuer Konzepte hatte. Die neue Technik: Die Spiegel wachsen, wenn sich chemischer Dampf auf einer rotierenden Flüssigkeit in einer Vakuumkammer ablagert. Prototypen derartiger Membranspiegel in Parabelform mit einem Durchmesser von bis zu 30 cm wurden erfolgreich hergestellt und somit die Durchführbarkeit der Methode demonstriert. „Damit wurde die Grundlage für größere, verformbare Spiegelsysteme geschaffen, die weniger teuer sind als üblich&#8220;, fügt Rabien hinzu.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für die Abscheidung werden monomere Moleküle erzeugt, die sich in einer Vakuumkammer auf der Oberfläche ablagern und zu einem Polymer verbinden. Dieses Verfahren, das üblicherweise zum Aufbringen von Beschichtungen verwendet wird, um z. B. Elektronik wasserfest zu machen, wurde nun erstmals eingesetzt, um Membranspiegel in Parabelform mit den für den Einsatz in Teleskopen erforderlichen optischen Eigenschaften herzustellen. Der Clou: ein rotierender Behälter, der mit etwas Flüssigkeit gefüllt ist. Durch die Rotation bildet sich eine perfekte Parabelform – damit ist die „Vorlage&#8220; erschwinglich und leicht kann auf Großformate skaliert werden. Sobald das Polymer dick genug ist, wird auf der Oberseite eine reflektierende Metallschicht aufgebracht und die Flüssigkeit abgewaschen.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/Spiegeloberflaeche.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="300" height="125" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/Spiegeloberflaeche_300x125.jpg" alt="" class="wp-image-125070"/></a><figcaption class="wp-element-caption">Die Form der Spiegel kann durch gezieltes Beleuchten der Spiegeloberfläche und die dadurch erzeugte kleine Temperaturänderungen angepasst werden.
© Sebastian Rabien, MPE </figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Der so hergestellte dünne und leichte Spiegel kann für die Reise ins All einfach zusammengefaltet oder aufgerollt werden. Allerdings wäre es fast unmöglich, ihn nach dem Auspacken wieder in die perfekte Parabelform zu bringen. Die Forscher entwickelten daher eine adaptive Methode, um die Form basierend auf einer lokalisierten Temperaturänderung zu kontrollieren. Die Temperatur wird dabei durch eine räumlich variable Lichtprojektion gesteuert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Als Nächstes wollen die Forscher die adaptive Steuerung noch weiter verfeinern, um herauszufinden, wie gut die endgültige Oberfläche angepasst werden kann und welches Maß an Verformung tolerierbar ist. Außerdem wollen sie eine Beschichtungskammer bauen, in der Spiegel mit einem Durchmesser von bis zu einem Meter gefertigt werden können. Damit können Oberflächenstruktur sowie der Prozess zur Verformung und Entfaltung für einen großen Primärspiegel besser untersucht werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=19852.msg547437#msg547437" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Max-Plank-Institut für extraterrestrische Physik (MPE)</a></li>
</ul>
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			</item>
		<item>
		<title>Nobelpreisträger Reinhard Genzel erhält Heinrich-Hertz-Gastprofessur 2022</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/nobelpreistraeger-reinhard-genzel-erhaelt-heinrich-hertz-gastprofessur-2022/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 27 Sep 2022 07:41:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Auszeichnung durch Karlsruher Institut für Technologie (KIT) und KIT Freundeskreis und Fördergesellschaft e.V. (KFG) &#8211; Öffentlicher Vortrag „Galaxien und Schwarze Löcher“ im Audimax des KIT 5. Oktober 2022 um 16:30 Uhr. Eine Presseinformation des Karlsruhers Instituts für Technologie (KIT). Quelle: Karlsruher Institut für Technologie 22. September 2022. 22. September 2022 &#8211; Das Karlsruher Institut für [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Auszeichnung durch Karlsruher Institut für Technologie (KIT) und KIT Freundeskreis und Fördergesellschaft e.V. (KFG) &#8211; Öffentlicher Vortrag „Galaxien und Schwarze Löcher“ im Audimax des KIT 5. Oktober 2022 um 16:30 Uhr. Eine Presseinformation des Karlsruhers Instituts für Technologie (KIT).</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: Karlsruher Institut für Technologie 22. September 2022.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/RGenzelMPIfExtraterrestrischePhysik2k.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Professor Dr. Reinhard Genzel, Direktor am Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik in Garching, erhält die Heinrich-Hertz-Gastprofessur 2022. (Foto: Max-Planck-Institut für Extraterrestrische Physik, Garching)" data-rl_caption="" title="Professor Dr. Reinhard Genzel, Direktor am Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik in Garching, erhält die Heinrich-Hertz-Gastprofessur 2022. (Foto: Max-Planck-Institut für Extraterrestrische Physik, Garching)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/RGenzelMPIfExtraterrestrischePhysik26.jpg" alt=""/></a><figcaption>Professor Dr. Reinhard Genzel, Direktor am Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik in Garching, erhält die Heinrich-Hertz-Gastprofessur 2022. (Foto: Max-Planck-Institut für Extraterrestrische Physik, Garching)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">22. September 2022 &#8211; Das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) und der KIT Freundeskreis und Fördergesellschaft e.V. (KFG) verleihen die Heinrich-Hertz-Gastprofessur 2022 an Professor Dr. Reinhard Genzel. Er ist Direktor des Max-Planck-Instituts für extraterrestrische Physik in Garching und erhielt 2020 den Nobelpreis für Physik. Dazu leitet Genzel am KIT ein Seminar für Studierende</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der öffentliche Vortrag von Reinhard Genzel trägt den Titel „Galaxien und Schwarze Löcher“: Seit der Entdeckung der Quasare vor etwa 50 Jahren haben sich die Indizien gehäuft, dass in den Zentren von Milchstraßensystemen massive Schwarze Löcher sitzen, die durch Akkretion von Gas und Sternen effizient Gravitationsenergie in Strahlung umwandeln. Durch hochauflösende Messungen im Infrarot- und Radiobereich ist es jetzt gelungen, im Zentrum unserer eigenen Milchstraße einen Beweis für diese Hypothese zu liefern. Gleichzeitig wurden neue und unerwartete Resultate über den dichten Sternhaufen in der unmittelbaren Umgebung des Schwarzen Lochs erbracht. Hierbei haben neue Entwicklungen in der Infrarotinstrumentierung und der adaptiven Optik und Interferometrie am neuen Großteleskop der Europäischen Südsternwarte (ESO) in Chile, dem Very Large Telescope (VLT), eine wichtige Rolle gespielt. Gleichzeitig ist klar geworden, dass die meisten Galaxien massive Schwarze Löcher beherbergen und diese Schwarzen Löcher bereits etwa eine Milliarde Jahre nach dem Urknall entstanden sein müssen. Reinhard Genzel präsentiert diese neuen Messungen und diskutiert ihre Konsequenzen für die Entstehung von Schwarzen Löchern im frühen Universum.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Vortrag findet im Forum-Hörsaal im Audimax, Campus Süd, Geb. 30.95, Straße am Forum 1, 76131 Karlsruhe statt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Schon am 4. Oktober leitet Reinhard Genzel ein Seminar für Studierende mit dem Titel „The formation and evolution of star-forming galaxies“. (jho)</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Zur Heinrich-Hertz-Gastprofessur</strong><br>Mit der Heinrich-Hertz-Gastprofessur ehren der KIT Freundeskreis und Fördergesellschaft e.V. und das KIT jedes Jahr eine herausragende Persönlichkeit aus Wissenschaft, Wirtschaft, Kultur oder Politik für ihre Leistungen und Beiträge in Forschung und Gesellschaft. Der heutige KIT Freundeskreis und Fördergesellschaft e.V., der sich für die Förderung von Forschung, Lehre, Innovation und akademischem Zusammenleben am KIT einsetzt, stiftete die Gastprofessur 1987 – hundert Jahre nach dem experimentellen Nachweis der elektromagnetischen Wellen durch den Physiker Heinrich Hertz an der Technischen Hochschule Karlsruhe, einer Vorgängereinrichtung des KIT.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Zur Person</strong><br>Professor Dr. Reinhard Genzel, geboren 1952, ist Direktor am Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik (MPE) in Garching, Wissenschaftliches Mitglied der Max-Planck-Gesellschaft und Professor an der Graduate School for Physics and Astronomy der University of California in Berkeley. Er ist einer der weltweit führenden Forscher auf dem Gebiet der Infrarot- und Submillimeter-Astronomie. Seine Forschungsschwerpunkte sind Experimentelle Astrophysik, Schwarze Löcher, Galaxienkerne, Galaxienentwicklung, Sternenentstehung und extragalaktische Astrophysik. Professor Genzel wurde 2020, zusammen mit Roger Penrose und Andrea Ghez, der Nobelpreis für Physik verliehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Über das KIT</strong><br>Als „Die Forschungsuniversität in der Helmholtz-Gemeinschaft“ schafft und vermittelt das KIT Wissen für Gesellschaft und Umwelt. Ziel ist es, zu den globalen Herausforderungen maßgebliche Beiträge in den Feldern Energie, Mobilität und Information zu leisten. Dazu arbeiten rund 9 800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf einer breiten disziplinären Basis in Natur-, Ingenieur-, Wirtschafts- sowie Geistes- und Sozialwissenschaften zusammen. Seine 22 300 Studierenden bereitet das KIT durch ein forschungsorientiertes universitäres Studium auf verantwortungsvolle Aufgaben in Gesellschaft, Wirtschaft und Wissenschaft vor. Die Innovationstätigkeit am KIT schlägt die Brücke zwischen Erkenntnis und Anwendung zum gesellschaftlichen Nutzen, wirtschaftlichen Wohlstand und Erhalt unserer natürlichen Lebensgrundlagen. Das KIT ist eine der deutschen Exzellenzuniversitäten.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=629.msg538421#msg538421" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Schwarze Löcher</a></li></ul>
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		<title>Meilenstein für Präzisionsastronomie</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/meilenstein-fuer-praezisionsastronomie/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 21 Jan 2020 18:35:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[adaptive Optik]]></category>
		<category><![CDATA[ELT]]></category>
		<category><![CDATA[ESO]]></category>
		<category><![CDATA[Universität Wien]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>MICADO, das erste Kamerasystem für das Extremely Large Telescope (ELT) des European Southern Observatory (ESO), hat einen wichtigen Meilenstein in seiner Designphase erreicht. Als erste Kamera für das Riesenteleskop ELT wird MICADO es erlauben, Abbildungen bei Nah-Infrarot-Wellenlängen zu machen und damit den Weg für die Entdeckung neuer, unbekannter astrophysikalischer Phänomene ebnen. Von österreichischer Seite sind [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">MICADO, das erste Kamerasystem für das Extremely Large Telescope (ELT) des European Southern Observatory (ESO), hat einen wichtigen Meilenstein in seiner Designphase erreicht. Als erste Kamera für das Riesenteleskop ELT wird MICADO es erlauben, Abbildungen bei Nah-Infrarot-Wellenlängen zu machen und damit den Weg für die Entdeckung neuer, unbekannter astrophysikalischer Phänomene ebnen. Von österreichischer Seite sind die Universität Wien, die Universität Innsbruck, die Universität Linz und das RICAM der Österreichischen Akademie der Wissenschaften beteiligt. Eine Presse-Mitteilung der Universität Wien.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle:  Universität Wien. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/01/20200121_Zeilinger_ELT_MICADO_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/01/20200121_Zeilinger_ELT_MICADO_1_260.jpg" alt="ELT Instrument MICADO (Computergrafik) (Bild: MICADO Consortium / ESO)"/></a><figcaption>ELT Instrument MICADO (Computergrafik) (Bild: MICADO Consortium / ESO)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Das MICADO-Konsortium traf sich zusammen mit einer Gruppe internationaler Expert*innen, um eine Woche lang die Optik, Mechanik, Software und Elektronik des Instruments sowie den Budgetplan zu evaluieren. Alle wichtigen offenen Aspekte wurden in das Instrumentenkonzept implementiert. Derzeit wird das Design finalisiert, um in der Folge mit der Konstruktion des Instruments beginnen zu können.</p>



<p class="wp-block-paragraph">MICADO – Multi-Adaptive Optics Imaging Camera for Deep Observations – ist ein Multifunktionsinstrument für den nah-infraroten Wellenlängenbereich, das sowohl für Bildaufnahmen als auch für spektroskopische Beobachtungen verwendet werden kann. Zusammen mit dem ELT wird das Instrument beispiellose Beobachtungen im Universum ermöglichen. Voraussetzung dafür ist eine Kombination von Empfindlichkeit zur Beobachtung weit entfernter, schwacher Objekte und räumlichem Auflösungsvermögen zur Beobachtung kompakter Strukturen. Die Turbulenzen in der Erdatmosphäre, die zu unscharfen Beobachtungsdaten führen, wird MICADO mit einem komplexen adaptiven Optiksystem ausgleichen. Damit werden die Forscher*innen nicht nur einzelne Objekte mit dem maximalen Auflösungsvermögen des optischen Systems beobachten, sondern mit Hilfe eines separaten adaptiven Optikmoduls (MAORY) auch die Korrekturen auf das gesamte Bildfeld anwenden können.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/01/20200121_Zeilinger_ELT_MICADO_2_2k.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/01/20200121_Zeilinger_ELT_MICADO_2_260.jpg" alt="ELT (Computergrafik) (Bild: ESO / L. Calçada)"/></a><figcaption>ELT (Computergrafik) (Bild: ESO / L. Calçada)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>&#8222;Unendliche Weiten&#8220; in neuem Licht</strong><br>Das Design von MICADO ist so ausgelegt, dass viele Arten von Objekten im Universum beobachtet werden können. Die spektroskopischen Fähigkeiten werden wesentlich zu unserem Verständnis der Struktur dieser Objekte beitragen und Informationen über die physikalischen Prozesse liefern, die in diesen Objekten ablaufen. Das Instrument soll Antworten auf die aktuellen Fragen der Astrophysik geben, zum Beispiel zur Entstehung und Entwicklung von Planetensystemen, von Sternen und schwarzen Löchern in den Zentren von Galaxien sowie zur Galaxienentstehung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">MICADO wird im Rahmen eines internationalen Konsortiums gebaut, das aus Universitäts- und Forschungsinstituten aus Deutschland, Österreich, den Niederlanden, Italien, Frankreich und Finnland besteht. Die Leitung des Konsortiums liegt beim Max-Planck-Institut für Extraterrestrische Physik in Garching bei München.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/01/20200121_Zeilinger_ELT_MICADO_3.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/01/20200121_Zeilinger_ELT_MICADO_3_260.jpg" alt="Die Große Magellansche Wolke ist unsere nächste Nachbargalaxie im Universum, die mit der 30 Doradus Region eines der größten bekannten Sternentstehungsgebiete beherbergt. MICADO am ELT wird um einen Faktor 25 schärfere Bilder liefern und um einen Faktor 100 schwächere Objekte detektieren als die derzeit größten Teleskope (8.2m ESO Very Large Telescope mit HAWKI Instrument) (Bild: ESO, Institut für Astrophysik der Universität Wien / K. Leschinski)."/></a><figcaption>Die Große Magellansche Wolke ist unsere nächste Nachbargalaxie im Universum, die mit der 30 Doradus Region eines der größten bekannten Sternentstehungsgebiete beherbergt. MICADO am ELT wird um einen Faktor 25 schärfere Bilder liefern und um einen Faktor 100 schwächere Objekte detektieren als die derzeit größten Teleskope (8.2m ESO Very Large Telescope mit HAWKI Instrument) (Bild: ESO, Institut für Astrophysik der Universität Wien / K. Leschinski).</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Das österreichische Konsortium entstand als universitäre Partnerschaft 2008 mit dem Beitritt Österreichs zur ESO, um eine nachhaltige Nutzung dieser Forschungsinfrastuktur zu gewährleisten. Damit wird sichergestellt, dass österreichische Wissenschafter*innen nicht nur Teleskopzeit nutzen, sondern auch zur Entwicklung neuer Forschungsinstrumente beitragen können. Die Finanzierung dieser Partnerschaft erfolgte bisher zu einem signifikanten Anteil aus Hochschulraum-Strukturmittel des BMBWF; das Projektmanagement liegt an der Universität Wien. Das Institut für Astrophysik entwickelt ein Softwarepaket zur Simulation von astronomischen Beobachtungen. Am Institut für Astro- und Teilchenphysik der Universität Innsbruck wird die Datenreduktionspipeline zur Kalibration und Analyse von spektroskopischen Beobachtungen entwickelt. Das Institut für Industriemathematik der Universität Linz entwickelt gemeinsam mit RICAM (Johann Radon Institute for Computational and Applied Mathematics) ein Softwarepaket zur Modellierung und Rekonstruktion der Punktspreizfunktion, die ein Maß für die Verzerrung des Bildes durch optische und atmosphärische Störungen darstellt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Weitere Informationen:</strong><br><a href="https://elt.eso.org/instrument/MICADO/" target="_blank" rel="noreferrer noopener follow" data-wpel-link="external">MICADO &#8211; Multi-Adaptive Optics Imaging Camera for Deep Observations</a><br><a href="https://elt.eso.org/" target="_blank" rel="noreferrer noopener follow" data-wpel-link="external">Extremely Large Telescope</a><br><a href="https://elt.eso.org/instrument/MAORY/" target="_blank" rel="noreferrer noopener follow" data-wpel-link="external">MAORY – Multi-conjugate Adaptive Optics Relay for the ELT</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=1142.msg469740#msg469740" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">ESO Teleskop ELT</a></li></ul>
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		<title>Bedeckter Himmel auf Braunen Zwergen</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/bedeckter-himmel-auf-braunen-zwergen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 06 Oct 2008 21:02:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[2M1404A]]></category>
		<category><![CDATA[2M1404B]]></category>
		<category><![CDATA[adaptive Optik]]></category>
		<category><![CDATA[Brauner Zwerg]]></category>
		<category><![CDATA[Hawaii]]></category>
		<category><![CDATA[Keck-Observartorium]]></category>
		<category><![CDATA[Laser]]></category>
		<category><![CDATA[Temperatur]]></category>
		<category><![CDATA[Wetter]]></category>
		<category><![CDATA[Wolken]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ein Astronomenteam konnte mit dem Keck-II-Teleskop auf Hawaii Hinweise auf das Wetter auf zwei gescheiterten Sternen in unserer stellaren Nachbarschaft beobachten. Ein Beitrag von Axel Orth. Quelle: Spaceflight Now. Beide Sterne, 2M1404A und 2M1404B, sind Braune Zwerge, Objekte mit Massen zwischen denen von Jupiter und normalen Sternen. Da sie nicht massiv genug waren, um die [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Ein Astronomenteam konnte mit dem Keck-II-Teleskop auf Hawaii Hinweise auf das Wetter auf zwei gescheiterten Sternen in unserer stellaren Nachbarschaft beobachten.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Axel Orth. Quelle: Spaceflight Now.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large is-resized advgb-dyn-1d929d95"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/06102008230241_small_1.jpg" alt="Looper et al." width="484" height="145"/><figcaption>
Bilder des Brauner-Zwerg-Paares 2M1404AB bei verschiedenen Infrarot-Wellenlängen. Im ersten Bild ist Stern B, der kühlere Partner, wesentlich heller als Stern A. Bei größeren Wellenlängen ist Stern B schwächer. 
<br>
(Bild: Looper et al.)
</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Beide Sterne, 2M1404A und 2M1404B, sind Braune Zwerge, Objekte mit Massen zwischen denen von Jupiter und normalen Sternen. Da sie nicht massiv genug waren, um die Wasserstofffusion zu zünden, haben sie sich abgekühlt, ihr Glanz ist verblichen. 2M1404B hat eine Masse von etwa drei Prozent der Sonnenmasse und befindet sich zusammen mit seinem etwas schwereren Schwesterstern 75 Lichtjahre entfernt im Sternbild Zentaur. Während 2M1404A &#8211; nennen wir ihn ab jetzt mal Stern A &#8211; in eine dicke, geschlossene Wolkendecke eingehüllt ist, scheint die Wolkendecke von 2M1404B (analog Stern B) aus vielen Flicken zu bestehen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Wie kann jemand solche Details auf einem relativ kleinen Körper in immerhin 75 Lichtjahren Entfernung sehen, oder wenigstens vermuten? Nun, normalerweise sendet jeder Stern, auch ein Brauner Zwerg, umso mehr Strahlung aus, je massiver er ist; daher waren die Wissenschaftler überrascht, als sie herausfanden, dass Stern B mit nahezu 60 Prozent mehr Infrarotstrahlung um sich wirft als sein nur etwas massiverer Schwesterstern. </p>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Während kleinere Unterschiede schon bei drei anderen Braunen Zwergpaaren beobachtet werden konnten, kann hier der große Unterschied am ehesten durch aufreißende Wolken erklärt werden&#8220;, sagt Dagny Looper von der Universität von Hawaii, Hauptautor einer Studie, die in der Oktoberausgabe des Astrophysical Journal erschien.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn ein Brauner Zwerg sich bis zu dem Punkt abkühlt, wo Stoffe wie Enstatit und Eisen kondensieren, dann bilden sich dicke Wolken um den ganzen Körper, ähnlich wie Smog auf der Erde. Dieser Dunst absorbiert Licht, so dass ein Brauner Zwerg im nahen Infrarot dunkler erscheint, als er es ohne die Wolken wäre. Aber wenn Braune Zwerge weiter abkühlen, vergleichbar mit Temperaturen denen von Stern B (um die 900 Grad Celsius), dann verschwinden die Wolken plötzlich. Dieser &#8222;klare Himmel&#8220; führt dazu, dass der Braune Zwerg in bestimmten Wellenlängen jetzt heller erscheint als vorher, obwohl er sich doch abgekühlt hat.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-large is-resized advgb-dyn-0ceb44cb"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/06102008230241_small_2.jpg" alt="Adam Contos/W.M.Keck" width="331" height="362"/><figcaption>Die adaptive Optik von Keck II nutzt einen Laser, um atmosphärische Verzerrungen auszuregeln.  <br> (Bild: Adam Contos/W. M. Keck) </figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Der Vorgang, durch den der Himmel plötzlich aufklart, ist noch unbekannt&#8220;, sagt Adam Burgasser, Assistant Professor am MIT. &#8222;Aber ähnliche Aufhellungen konnten auch in Flecken klaren Himmels in Jupiters Wolkendecke beobachtet werden. Es scheint eine interessante Verbindung zwischen Wolken auf Planeten und Wolken auf Braunen Zwergen zu geben.&#8220;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese erstaunlichen Beobachtungen wären nicht möglich gewesen ohne die adaptive Optik des Keck-II-Teleskops, die dazu beitrug, die Unschärfe durch die Erdatmosphäre zu verringern und das nur schwer zu unterscheidende Braune-Zwerge-Paar aufzulösen, das ansonsten nur als ein einziger verschwommener Fleck zu sehen gewesen wäre &#8211; die beiden Sterne sind nur vier Astronomische Einheiten voneinander entfernt (1 AE = Entfernung Erde-Sonne). Das Optiksystem nutzt einen Laserstrahl, um durch Anregung von Natriumatomen in 90 Kilometern Höhe einen &#8222;künstlichen Stern&#8220; zu projizieren. Die Atmosphärenturbulenzen verzerren sowohl die Bilder der echten Sterne als auch des künstlichen Sterns. Der Grad der Verzerrung des künstlichen Sterns wird mehrere hundert Mal pro Sekunde gemessen und an einen flexiblen Spiegel gesandt, der seine Form entsprechend ändert und damit die Verzerrungseffekte des realen Sterns ausregelt. Der Lohn des Aufwands sind klare, scharfe Fotos mit einer Auflösungsgrenze von nur 0,04 Bogensekunden. </p>
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		<title>Neue Kamera für Bilder von extrasolaren Planeten</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/neue-kamera-fuer-bilder-von-extrasolaren-planeten/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 25 Jun 2004 12:09:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[adaptive Optik]]></category>
		<category><![CDATA[Fotos]]></category>
		<category><![CDATA[Max-Planck-Institut]]></category>
		<category><![CDATA[Universität]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Astronomen der Universität von Arizona verwenden eine neue Kamera bei der Suche nach extrasolaren Planeten, also Planeten, die nicht Teil unseres eigenen Sonnensystems sind. Ein Beitrag von Ingo Froeschmann. Quelle: SpaceRef. Die Kamera hat bereits beeindruckende Bilder des Saturnmondes Titan gemacht. Die Forscher hoffen daß sie mit ihrer Hilfe in Zukunft auch Bilder von Planeten [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Astronomen der Universität von Arizona verwenden eine neue Kamera bei der Suche nach extrasolaren Planeten, also Planeten, die nicht Teil unseres eigenen Sonnensystems sind.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Ingo Froeschmann. Quelle: SpaceRef.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Kamera hat bereits beeindruckende Bilder des Saturnmondes Titan gemacht. Die Forscher hoffen daß sie mit ihrer Hilfe in Zukunft auch Bilder von Planeten machen können, die etwa die Grösse des Jupiter haben. Das Gerät ist so vielversprechend, dass der verantwortliche Professsor Laird M. Close bereits ein Forschungsbudget von knapp über einer halben Million Dollar zugesprochen bekam.  </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/25062004140952_small_1.jpg" alt="None" width="328" height="148"/><figcaption>
Von der Erde erstelltes Bild des Saturnmondes Titan (Quelle: SpaceRef)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Close arbeitet auch eng mit deutschen Wissenschaftlern eng zusammen, zum Beispiel mit Rainer Lenzen und Wolfgang Brandner vom Max-Planck Institut für Astronomie in Heidelberg und Markus Hartung von der Europäischen Südsternwarte  </p>



<p class="wp-block-paragraph">Close und seine Mitarbeiter benutzen die Europäische Südsternwarte in Chile und das Mount Hopkins Teleskop in Arizona um nach Exoplaneten zu suchen. Mehr als 100 Exoplaneten sind bereits durch indirekte Methoden nachgewiesen worden, aber noch nie ist ein solcher Planet direkt beobachtet worde. Ein Problem ist die Nähe der Planeten zu ihrem Zentralstern. Dieser überstrahlt das schwache Leuchten von Planeten um ein Vielfaches. Dazu kommen die Turbulenzen der Erdatmosphäre, die die Sterne für unser Auge funkeln lassen.  Eine exakte Beobachtung von der Erde aus ist so nur schwer möglich.  </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/25062004140952_small_2.jpg" alt="None" width="260"/><figcaption>
Professor Laird Close (Quelle: Universität Arizona)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die neue Kamera verwendet eine sogenannte adaptive Optik, welche den Einfluss der Erdatmosphäre ausgleicht und damit schärfere Bilder liefern kann. Dazu wird das Licht eines einzigen Bildes in vier Strahlen aufgeteilt und durch vier unterschiedliche Methan-Filter geschickt.  Im nächsten Schritt werden die Bilder des hell leuchtenden Sterns sozusagen voneinander abgezogen, so dass nur noch ein eventueller lichtschwacher Begleiter auf dem Bild zu sehen bleibt. Soweit der Plan.  </p>



<p class="wp-block-paragraph">Professor Close und seine Kollegen haben sich 100 junge Sterne im nördlichen und südlichen Sternenhimmel herausgesucht, die zudem noch in der Nähe der Erde sind. Das Zielobjekt sind Planeten die mindestens drei Jupitermassen wiegen und mindestens 5 Astronomische Einheiten von ihrem Zentralgestirn entfernt sind. Das ist etwa die Entfernung zwischen Jupiter und der Sonne.  Eine Astronomische Einheit (AU) ist die Entfernung zwischen Sonne und Erde.   </p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Team sucht Sonnensysteme, die dem unseren ähnlich sind. Vielleicht können in einer weiteren Untersuchung dann auch Planeten gesucht werden, die nur so gross sind wie die Erde.  </p>
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