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	<title>Andre Kuipers &#8211; Raumfahrer.net</title>
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	<description>Das Portal für Astronomie- und Raumfahrtbegeisterte</description>
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	<title>Andre Kuipers &#8211; Raumfahrer.net</title>
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	<item>
		<title>Presseveranstaltung zur PromISSe-Expedition</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/presseveranstaltung-zur-promisse-expedition/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Kirsten Müller]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 08 Jul 2012 18:20:22 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Besatzungen]]></category>
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		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
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		<category><![CDATA[Sojus TMA-03M]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Etwa 1,5 Millionen Menschen haben am 1. Juli im niederländischen Fernsehen die Landung von André Kuipers in der Steppe in Kasachstan miterlebt. Mit 193 Tagen auf der ISS hat er einen Rekord für europäische Astronauten aufgestellt. Vor ein paar Tagen konnte auch die Presse erstmals Fragen stellen. Ein Beitrag von Kirsten Müller. Quelle: Pressekonferenz. Als [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Etwa 1,5 Millionen Menschen haben am 1. Juli im niederländischen Fernsehen die Landung von André Kuipers in der Steppe in Kasachstan miterlebt. Mit 193 Tagen auf der ISS hat er einen Rekord für europäische Astronauten aufgestellt. Vor ein paar Tagen konnte auch die Presse erstmals Fragen stellen.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Ein Beitrag von Kirsten Müller. Quelle: Pressekonferenz.</p>



<p>Als man ihn und seine Kollegen Oleg Kononjenko (Russland) und Don Pettit (USA) nach der Landung aus der Sojus-Kapsel gehoben hatte, machte er einen vergleichsweise fitten Eindruck und telefonierte erst mal mit seiner Familie. Vom Landeplatz ging es zuerst per Hubschrauber zum Flughafen nach Kasachstan, von dort aus zusammen mit Don Pettit nach Houston, wo er seine Familie wieder in die Arme schließen konnte und einiges an medizinischen Tests zu absolvieren hat. 
<br>
Interessant ist natürlich: wie geht es einem, wenn man über 6 Monate in der Schwerelosigkeit verbracht hat? Nicht immer gleich gut. Das Laufen ist am Anfang noch schwierig. Die kurze Pressekonferenz und Begrüßungszeremonie am Flughafen in Kasachstan hat er nicht mitgemacht, weil ihm schwindelig wurde. Geschenke gab es für ihn aber trotzdem. </p>



<figure class="wp-block-image alignright size-large is-resized advgb-dyn-62882faa"><img fetchpriority="high" decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/08072012202022_small_1.jpg" alt="NASA" width="349" height="351"/><figcaption>
André Kuipers beim Lauftraining in der Schwerelosigkeit 
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure>



<p>Am 6. Juli hatten Medien erstmals nach der Landung die Gelegenheit, von ESTEC Noordwijk aus per Satellitenverbindung mit Kuipers in Houston zu sprechen. Es war noch viel zu früh, nach Ergebnissen der Experimente zu fragen, da diese noch größtenteils laufen und ausgewertet werden müssen. Das wissenschaftliche Magazin „Nature“ hat gerade diese Woche erst Ergebnisse von Forschungen veröffentlicht, welche Kuipers 2004 während seiner Delta-Mission durchgeführt hatte; dies betraf Experimente an Fadenwürmern der Gattung C. elegans. </p>



<p>Größtenteils ging es während dieser Pressekonferenz um Kuipers’ Gesundheitszustand. Laufen ging wieder, aber ist die ersten paar Tage noch immer etwas schwierig. Die Muskelkoordination ist etwas gestört, auch die Blutdruckreflexe im Kopf haben sich ein halbes Jahr nicht geregt und bereiten jetzt Probleme, den Blutdruck im Kopf ordentlich zu koordinieren. Auch muss sich das Gleichgewichtsorgan wieder an die Schwerkraft gewöhnen; wenn man sich hinlegt, dreht sich einem alles. Es ist es ein etwas komisches Gefühl, aus der Kapsel zu kommen und nicht mehr laufen zu können; man wird beinahe aus der Kapsel noch einmal geboren und muss wie ein Baby neu wieder laufen lernen.      Dass es ihm bei der Landung so gut ging, lag daran, dass alles während der Landung so gut lief. </p>



<p>Bloß war die Kapsel für ihn als relativ langen Menschen ziemlich eng, so dass er sich das rechte Bein eingeklemmt hatte. Dies war auf 5,5 km Höhe beim Abstoßen des Hitzeschildes passiert, wenn in der Kapsel die Sitze der Kosmonauten für die Landung aufrecht gestellt werden, wobei zum Dämpfen des Aufschlages ein Federmechanismus in Kraft tritt. Auch freute er sich, viele bekannte Gesichter zu sehen, musste aber auch aufpassen, seinen Kopf nicht zu sehr zu bewegen, weil ihm sonst schwindlig würde. Dass die Landung im Fernsehen so viele Zuschauer gehabt hat, hat er hinterher gehört, bloß hat er selbst nicht alles gemerkt, was um ihn herum passierte, weil er so konzentriert bei der Sache war. Die Landung war zweifellos der spannendste und riskanteste Moment des Fluges; man kriegt mehr G-Kräfte auszuhalten als beim Start (bis zu 4,7 G), man sieht beim Wiedereintritt draußen die Umgebung glühen und orange werden, wird in seinen Stuhl gedrückt, hört die Knalls beim Abtrennen des Orbital- und des Servicemoduls, wird beim Öffnen der Fallschirme hin und her geschleudert und sieht auf einmal 20 Bildschirme statt zweien, und die Landung selbst fühlt sich an wie bei einem Autounfall. Es war etwas anders, etwas heftiger als 2004 bei seinem ersten Flug, und er fühlte sich schwerer. Das lag aber daran, dass er diesmal nach 193 Weltraumtagen zurückkehrte und 2004 nach elf Tagen. Es war eine normale Landung, und es ist normal, dass es allen Astronauten nach Langzeitflügen erst mal schlecht geht. </p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large is-resized advgb-dyn-d8e9cc7d"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/08072012202022_small_2.jpg" alt="NASA" width="384" height="352"/><figcaption>
André im Modul Cupola 
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure>



<p>Am meisten gefreut nach der Landung hatte er sich auf eine warme Dusche, ausserdem nach Ruhe, weil ja nach so einem Flug doch alles etwas hektisch läuft, und natürlich auf das Wiedersehen mit seiner Familie. Bloß mit der warmen Dusche sollte man am Anfang etwas vorsichtig sein; die Blutgefäße können sich dadurch weiten, und das Blut hat man eigentlich im Kopf ganz nötig. </p>



<p>Wenn er es sich aussuchen könnte, würde er wohl gerne noch mal einen Flug machen, empfindet aber die lange Vorbereitungszeit vor dem Flug, die häufige Trennung von seiner Familie und die vielen Reisen als Nachteil, wogegen man das halbe Jahr, das man dann im Weltraum ist, beinahe nicht mehr merkt. Aber am schönsten im Weltraum sind das Schweben und die atemberaubende Aussicht. Am meisten vermisst man das dann auch auf der Erde. Man hat wohl auf der ISS seine eigene Kabine, wie klein die auch ist, seine Kollegen, macht aber sein eigenes Programm und bestimmt seinen eigenen Rhythmus mit Arbeiten, Essen und Freizeit. </p>



<p>Hier auf der Erde kommt Schwimmen dem Gefühl des Schwebens noch am nächsten. Zum Rehabilitationsprogramm gehört das Schwimmen auch, deshalb wird er in der Zukunft wohl häufig im Schwimmbad anzutreffen sein. Was die schöne Aussicht angeht: am schönsten fand er die Bahamas, dort war er aber schon tauchen. Außerdem gefielen ihm die Farben der Salzseen im Outback in Australien, die er gerne noch einmal besuchen möchte. Irgendwann, wenn man öfter nach draußen schaut, fängt man auch an, Dinge auf der Erde wiederzuerkennen. </p>



<p>Mit sechs Leuten lässt es sich auf der 80 m langen Raumstation mit dem Inhalt von 1200 m<sup>3</sup> und den vielen Modulen gut aushalten; man hat seine eigene Kabine und es kann manchmal passieren, dass man einen ganzen Tag in einem Modul am Arbeiten ist und seine Kollegen nicht zu Gesicht bekommt. Auch sind die Aktivitäten auf dem russischen Teil und die im USOS, wo die amerikanischen und europäischen Aktivitäten stattfinden, getrennt. Man trifft sich wohl zwischendurch zum Essen und in der Freizeit. Streit gab es keinen, das Zusammenleben mit den Kollegen war ausgezeichnet. </p>



<figure class="wp-block-image alignright size-large is-resized advgb-dyn-cf2315e5"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/08072012202022_small_3.jpg" alt="NASA" width="350" height="268"/><figcaption>
André bei einem Experiment zur Physik von Flüssigkeiten in der Schwerelosigkeit 
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure>



<p>Sein emotionalster Moment im Weltraum war: man hatte einen Traum, aber die Wirklichkeit ist dann anders. Man träumt z.B. sein Leben lang vom Weltraum, hat davon seit seiner Jugend ein bestimmtes Bild im Kopf, und wenn man dann da oben ist, fühlt man sich vielleicht körperlich nicht so gut, hat allerlei Geräusche um sich herum und ist man überwiegend professionell am Arbeiten. Zwischendurch ist es schön, wenn man Momente hat, in denen man wieder in diesen Traum zurück kommt: zum Beispiel, wenn man Zeit hat, sich die Aussicht anzuschauen. An einen Augenblick erinnert er sich ganz besonders: über Norditalien konnte er ganz Europa sehen, die Lichter von Irland und die Lichter von Kairo. Von der Cupola aus die Erde zu sehen ist immer wieder überwältigend, aber man kann von dort nachts auch ganz gut das Weltall sehen: ganz viele Sterne, ganz schön die Milchstrasse und die dunklen Flecken darin, die kleineren Galaxien, die Magellanschen Wolken und die Planeten, und dann fühlt man sich als Teil des Kosmos und merkt, dass es mehr gibt als die Erde. </p>



<p>Das erste Wiedersehen mit den Kindern nach einem halben Jahr könnte man sich vielleicht als einen Moment der Entfremdung vorstellen, das war aber nicht so. Kuipers hatte von der ISS aus jeden Tag die Möglichkeit, mit seiner Familie zu telefonieren, außerdem konnte man sich einmal pro Woche per Videokontakt sehen und sprechen, so haben sich die Kinder am Flughafen in Houston nicht gefragt: „wer ist der Onkel, der da aus dem Flugzeug kommt?“. </p>



<p>Die nächsten Tage und Wochen nach dem Flug ist Kuipers noch immer beschäftigt mit Untersuchungen über seine Körperfunktionen, um zu sehen, wie sich der Körper wieder neu an die Schwerkraft gewöhnt. Sofort am zweiten Tag muss man direkt wieder viele Reaktionstests und EKGs machen, Blutproben abgeben, Speichelproben angeben für Hormonuntersuchungen, danach Revalidationstraining im Schwimmbad und durch Physiotherapie, um den Gleichgewichtssinn wieder normal zu kriegen, und Debriefings mit allen missionsrelevanten Leuten in Houston, wie dem ESA-Management, Flight directors und anderen Dies kann auch zukünftigen Astronauten helfen. In Houston bleiben sie vier Wochen, danach passiert das Gleiche in Russland noch mal vier Wochen und danach noch mal vier Wochen in Köln. Bis zum Wochenende wird er noch in den Crew Quarters in Houston sein und seine Familie nur ab und an zu Gesicht bekommen, danach werden sie aber zusammen in der gemeinsamen Wohnung in Houston sein können. </p>



<p>Wahrscheinlich wird sein Körper genauso lange brauchen, sich wieder zu regenerieren, wie er im Weltraum gewesen ist, zum Beispiel hinsichtlich Kalkverlust in den Knochen. Die Körperfunktionen und die Erfahrungen von zurückkehrenden Astronauten kannte er schon und hat sie als Arzt schon wissenschaftlich untersucht, bevor er selbst Astronaut wurde; es war nun interessant für ihn, das alles selbst mitzuerleben und ist sich auch der Bedeutung bewusst, die die Untersuchungsergebnisse für die Wissenschaft haben. In Zukunft wird Kuipers in der Raumfahrt weiter arbeiten. Er rechnet nicht damit, noch mal in den Weltraum fliegen zu können, wird aber gerne andere Raumflüge von ESTEC, Köln oder München aus operationell unterstützen. Daneben würde ihn mal ein Aufenthalt in der Südpolstation Concordia interessieren, wo Leute bei -80 °C überwintern, oder auf der Unterwasserstation in Florida, wo manche Astronauten sich auf Raumflüge vorzubereiten. Das Abenteuer lockt also noch immer. Dass das für ihn wahrscheinlich der letzte Flug gewesen ist, findet er von der einen Seite her schade; von der anderen Seite her aber gibt es für ihn auf der Erde noch genug zu entdecken. Besonders angenehm war es für ihn jetzt auf dem Rückflug von Kasachstan, bei einer Zwischenlandung in Schottland kurz aus dem Flugzeug zu steigen und etwas Natürliches wie nasses Gras zu riechen. Davon wird er jetzt auf der Erde wieder öfter genießen können. </p>



<figure class="wp-block-image alignright size-large is-resized advgb-dyn-80b922bd"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/08072012202022_big_4.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/08072012202022_small_4.jpg" alt="ESA / NASA" width="260"/></a><figcaption>
Dragon am Haken 
<br>
(Bild: ESA / NASA)
</figcaption></figure>



<p>Klaustrophobie ist bei ihm im Weltraum nicht entstanden, obwohl er damit gerechnet hätte. Auf dem Boden, z.B. beim Training in der Kapsel oder sechs Stunden im Raumanzug im Wasserbecken, kriegt man diese Gefühle viel eher, auch wenn man sich irgendwann daran gewöhnt. Im Weltraum hat er kein einziges Mal Angstgefühle bekommen, auch wenn er es ein paar Mal versucht hat, das hervorzurufen.      Einer der Höhepunkte der Mission war das Andocken von Dragon an die ISS. Dazu gehörte das Steuern der Dragon durch die ISS-Besatzung, sowie das Greifen und Manövrieren der Dragon mit dem ISS-Roboterarm, um sie schließlich andocken zu können. </p>



<p>An Bord hat Kuipers sich um 55 Experimente gekümmert. Bei manchen davon war er selbst Versuchskaninchen oder arbeitete selbst dran, bei anderen ist man als Astronaut einen halben Tag damit beschäftigt, sie einfach nur zu installieren, und dann werden sie von der Erde aus weiter gesteuert. Manche Experimente gingen schief durch kleine Fehler und technische Probleme, die dann von den Astronauten gelöst werden mussten. Manchmal musste Kuipers auch Experimente machen, die er auf dem Boden nicht trainiert hatte; das war aber auch interessant, man konnte dann den Prozeduren nachgehen und wusste dann, was wo liegt. Nach dem Mehrwert von Experimenten gefragt gegen das Geld, das da ausgegeben wurde, antwortete Kuipers, die seien natürlich von Universitäten und Instituten weltweit. Er hat europäische, amerikanische und japanische  Experimente gemacht, die schon auf der Erde gemacht worden waren. Im Weltraum hat man eine gute Möglichkeit, die Experimente bei Schwerelosigkeit zu machen; Experimente sind aber nur ein Teil der ganzen Raumfahrt. Die ISS ist ein Laboratorium, aber auch ein Testzentrum für Innovationen und gibt die Möglichkeit, sich auf die Zukunft im Weltraum vorzubereiten und schon erste Schritte zur Erweiterung des menschlichen Horizonts zu machen. Außerdem tragen die Experimente bei zum Sammeln von Erkenntnissen für Wissenschaft und Technologie. </p>



<p>In den Niederlanden sind 2 Tage nach der Landung die Sparmassnahmen zur Raumfahrt zurückgedreht worden; auf die Frage, ob er sich dieses Einflusses bewusst sei und ob er das noch weiter machen wolle, sagte er, man werde bei der Selektion als Astronaut bewusst gemacht, dass man irgendwo auch „Botschafter“ seines Landes für die Raumfahrt wird und Teil eines Teams ist. Viele andere Leute beschäftigen sich mit der Raumfahrt, aber auf den Astronauten sind alle Augen gerichtet. </p>



<p>Ob er seine heutige Popularität benutzen wird, öfter in den Medien aufzutreten, kann er noch nicht sagen. Er hat zwar nach seinem ersten Flug an einer Fernsehsendung mitgearbeitet, hat aber ansonsten hauptsächlich seine Arbeit bei der ESA. Er schließt aber nicht aus, neben dieser Arbeit ab und zu etwas an Öffentlichkeitsarbeit zu machen. </p>



<p>In der Zukunft hofft er, noch Menschen auf dem Mars und den Nachweis außerirdischen Lebens zu erleben.  </p>



<p><strong>Diskutieren Sie mit:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=10348.msg228978#msg228978" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Sojus TMA-03M</a></li></ul>
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>PromISSe: Missionsstart erlebt in den Niederlanden</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/promisse-missionsstart-erlebt-in-den-niederlanden/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Kirsten Müller]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 22 Dec 2011 20:12:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[ISS]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Andre Kuipers]]></category>
		<category><![CDATA[Astronaut]]></category>
		<category><![CDATA[ESA]]></category>
		<category><![CDATA[ESTEC]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Niederländer André Kuipers ist im Rahmen der Mission PromISSe unterwegs zur ISS. Anlässlich des Starts im kasachischen Baikonur fanden Sonderveranstaltungen bei der ESTEC in Noordwijk und der Noordwijk Space Expo statt. Ein Beitrag von Kirsten Müller. Quelle: Kirsten Müller. Im niederländischen Fernsehen gibt es vergleichsweise viele Sondersendungen zum Thema. In den Zeitungen wird es [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Der Niederländer André Kuipers ist im Rahmen der Mission PromISSe unterwegs zur ISS. Anlässlich des Starts im kasachischen Baikonur fanden Sonderveranstaltungen bei der ESTEC in Noordwijk und der Noordwijk Space Expo statt.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Ein Beitrag von Kirsten Müller. Quelle: Kirsten Müller.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/22122011211243_small_1.jpg" alt="Kirsten Müller" width="344" height="258"/><figcaption>
Interessierte Gäste in Noordwijk 
<br>
(Bild: Kirsten Müller)
</figcaption></figure></div>



<p>Im niederländischen Fernsehen gibt es vergleichsweise viele Sondersendungen zum Thema. In den Zeitungen wird es relativ wenig erwähnt, doch beim European Space Research and Technology Centre (ESTEC) und der Noordwijk Space Expo finden Sonderveranstaltungen statt: Der niederländische Arzt und ESA-Astronaut André Kuipers startete zu seiner zweiten Weltraummission. 2004 war er für 10 Tage auf der ISS, nun wird er fast ein halbes Jahr auf der Raumstation verbringen. </p>



<p>Im Technologiezentrum ESTEC selbst wurde die Live-Übertragung für das niederländische Fernsehen moderiert. Bei der Veranstaltung der Noordwijk Space Expo waren einige von Kuipers‘ Verwandten und Bekannten anwesend, sowie ESA-Mitarbeiter und Journalisten von Zeitungen und Fernsehen. </p>



<p>Eingeleitet wurde die Veranstaltung von Franco Ongaro, Leiter des ESTEC und Direktor des technischen und Qualitätsmanagements. Ongaro war 1991 zusammen mit Kuipers und dem Belgier Vladimir Pletser in der engeren ESA-Astronautenauswahl gewesen; Pletser und er waren aber nicht ausgesucht worden. Pletser machte sich später einen Namen mit Parabelflügen, Ongaro verfolgte seine Karriere im Management der ESA weiter.</p>



<p>Im Kontext mit André Kuipers Raumflug begann auch ein Schülerprojekt mit dem Thema „Raumschiff Erde“, in dessen Rahmen drei Schüler im Sojus-Simulator der Noordwijk Space Expo  „gestartet“ wurden und sechs andere als „Bodenstation“ Unterstützung bieten sollten. Interessanter für ältere Teilnehmer war die Präsentation des ESA-Astronauten Jean Francois Clervoy, der anhand von Videoanimationen das Sojus-System und den Start erklärte, und das Leben auf der ISS beschrieb. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/22122011211243_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/22122011211243_small_2.jpg" alt="Kirsten Müller" width="260"/></a><figcaption>
Jean Francois Clervoy kommentiert in Noordwijk 
<br>
(Bild: Kirsten Müller)
</figcaption></figure></div>



<p>Anschließend wurde live nach Baikonur geschaltet und den Startvorbereitungen gefolgt. Anders als bei den Amerikanern findet bei den Russen kein richtiger &#8222;Countdown&#8220; statt. Die Kosmonauten und die Mitarbeiter am Boden arbeiten zwar beim Abwickeln der Startprozedur und ihrer Checklisten auf einen bestimmten Startzeitpunkt hin, doch wird nicht richtig offensichtlich abgezählt. Man muss also als Zuschauer ganz gut aufpassen, dass man den Start nicht verpasst. Ein anderer Unterschied zum US-Raumfahrtprogramm ist, dass die Zuschauer vor Ort auf dem Startgelände in Baikonur höchstens 900 Meter von der Startrampe entfernt stehen, während sie in den USA auf Cape Kennedy rund 5 Kilometer von der Rampe entfernt sind. </p>



<p>Der Start als solcher klappte reibungslos. Allerdings wurde auch im niederländischen Noordwijk russische Tradition respektiert – geklatscht wurde nicht schon nach dem gelungenen Start, sondern erst rund 9 Minuten später, als die Sojus eine Erdumlaufbahn erreicht hatte. </p>



<p>Einer Tanzperformance folgten Videogrüsse von drei musikalischen Favoriten André Kuipers‘: Marillion, Pink Floyd und Gitarrist Harry Sacksioni. Letzterer war auch als Gast der Noordwijk Space Expo anwesend. Die Veranstaltung wurde abgeschlossen mit der Vorstellung einer neuen Postkarten- und Briefmarkenserie der niederländischen Post und mit Musik von Kuipers‘ playlist. </p>
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>STS-121 im ESTEC: Ein Augenzeugenbericht</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/sts-121-im-estec-ein-augenzeugenbericht/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 04 Jul 2006 09:05:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Flüge zur ISS]]></category>
		<category><![CDATA[ISS]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumstationen]]></category>
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		<category><![CDATA[Raketenstart]]></category>
		<category><![CDATA[Shuttle]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Kirsten Müller war beim ersten Startversuch der Raumfähre&#160;Discovery&#160;am 1. Juli für&#160;Raumfahrer.net&#160;im Besucherzentrum des ESA-Technologiezentrums ESTEC in Noordwijk (Niederlande). Erfahren Sie hier, wie sie den Startabend dort erlebt hat und was sie vom niederländischen ESA-Astronauten André Kuipers über die aktuelle Shuttle-Mission erfuhr. Ein Beitrag von Kirsten Müller Wie schon von&#160;Raumfahrer.net&#160;berichtet sollte am Samstag, dem 1. Juli [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/sts-121-im-estec-ein-augenzeugenbericht/" data-wpel-link="internal">STS-121 im ESTEC: Ein Augenzeugenbericht</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Kirsten Müller war beim ersten Startversuch der Raumfähre&nbsp;<em>Discovery</em>&nbsp;am 1. Juli für&nbsp;<em>Raumfahrer.net</em>&nbsp;im Besucherzentrum des ESA-Technologiezentrums ESTEC in Noordwijk (Niederlande). Erfahren Sie hier, wie sie den Startabend dort erlebt hat und was sie vom niederländischen ESA-Astronauten André Kuipers über die aktuelle Shuttle-Mission erfuhr.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/redakteure/" data-wpel-link="internal">Kirsten Müller</a></p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/sts121-estec_01.jpg" alt="" class="wp-image-69300" width="400" height="300" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/sts121-estec_01.jpg 400w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/sts121-estec_01-300x225.jpg 300w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /><figcaption>Luftbildaufnahme des ESA-Technologiezentrums ESTEC.
(Foto: ESA-A. Van Der Geest)</figcaption></figure></div>



<p>Wie schon von&nbsp;<em>Raumfahrer.net</em>&nbsp;berichtet sollte am Samstag, dem 1. Juli 2006, ursprünglich das Space Shuttle&nbsp;<em>Discovery</em>&nbsp;zum Flug STS-121 (der &#8222;Astrolab-Mission&#8220;) starten. Zwei Stunden vor dem geplanten Start ziehen jedoch Gewitter über Cape Canaveral auf, die eine Startverzögerung zur Folge haben könnten. Gegen 19:20 Uhr (MESZ) meldet CNN eine 60-prozentige Chance auf &#8222;No-Go&#8220;. Ich setze mich trotzdem ins Auto und fahre zum &#8222;Noordwijk Space Expo&#8220;, dem Besucherzentrum des ESA-Technologiezentrums&nbsp;<em>ESTEC</em>&nbsp;(=&nbsp;<em>European Space Research and Technology Center</em>) in Noordwijk (Niederlande).</p>



<p>Dorthin, wie auch in die anderen ESA-Zentren in Oberpfaffenhofen, Darmstadt, Rom und Paris, hatte die ESA zu Presseveranstaltungen anlässlich des Starts geladen. Während es im deutschen Oberpfaffenhofen sehr voll ist mit Fernseh- und verschiedenen anderen Reportern, mutet die Veranstaltung in Noordwijk richtig lauschig an. Die meisten Anwesenden sind ESA-Mitarbeiter, und auch der niederländische ESA-Astronaut André Kuipers ist anwesend.</p>



<p>Gegen 21:35 Uhr sitzen etwa 80 Leute erwartungsvoll vor dem Grossbildschirm und folgen der Live-Übertragung von NASA-TV aus dem Startkontrollzentrum. Als allerdings nach fünf Minuten die Ankündigung des Startabbruchs kommt, wird spontan umgeschaltet auf das Fussball-WM-Spiel Frankreich gegen Brasilien&#8230;</p>



<p>An Bord der Raumfähre wird, neben sechs US-Astronauten, der deutsche ESA-Astronaut Thomas Reiter als erster ESA-Astronaut zu einer Langzeitmission auf die Internationale Raumstation (ISS) aufbrechen. Insgesamt soll er etwa fünf Monate an Bord der Raumstation verbringen, während seine amerikanischen Kollegen 13 Tage nach dem Start wieder zur Erde zurückkehren sollen. Reiters Rückkehr ist vorläufig für Dezember 2006, mit der Space Shuttle-Mission STS-116, geplant.</p>



<p>Für den 48-jährigen Reiter soll &#8222;Astrolab&#8220; die zweite Langzeitmission werden. 1992 wird der Testpilot ins ESA-Astronautenkorps berufen. Seine erste Langzeitmission fliegt er 1995/96: im Rahmen des Projektes &#8222;Euromir 95&#8220; verbringt er 179 Tage auf der Raumstation&nbsp;<em>MIR</em>. Hierbei führt er 40 wissenschaftliche Experimente durch und unterstützt seine Kollegen Sergej Avdeev und Juri Gidzenko bei Wartungsarbeiten an der Raumstation, wobei er auch zweimal die Möglichkeit bekommt, Außenbordeinsätze (EVAs) durchzuführen.</p>



<p>Mit der Astrolab-Mission wird Reiter nicht nur der erste Europäer, der einen Langzeitaufenthalt auf der ISS absolvieren wird, auch wird er 31 Tage nach seinem Start den Langzeit-Europarekord von Jean-Pierre Haigneré übertreffen, der bei 209 Tagen liegt, und außerdem am Ende seiner Mission mehr als ein Jahr seines Lebens im Weltraum verbracht haben. Die wissenschaftliche Kontrolle über die Mission wird vom Columbus-Kontrollzentrum in Oberpfaffenhofen ausgehen.</p>



<p>STS-121 wird an Bord der&nbsp;<em>Discovery</em>&nbsp;das MPLM (Multi Purpose Logistics Module)&nbsp;<em>Leonardo</em>&nbsp;mitnehmen. Dieses kann für die Dauer der Mission an die Raumstation angedockt werden, kann größere Experiment-Hardware an Bord der Raumstation geben und andere Geräte, die nicht mehr gebraucht werden, im Shuttle wieder zur Erde zurücknehmen. Auch wird das Shuttle&nbsp;<em>MELFI</em>&nbsp;an Bord der ISS bringen, ein Kühlsystem, mit dem Blutproben und ähnliches auf -80° C abgekühlt werden können.</p>



<p>Thomas Reiter wird während seines Aufenthaltes wissenschaftliche Experimente aus den Gebieten der menschlichen Physiologie, der Biologie, der Physik, der Strahlungsdosimetrie und der allgemeinen Technologie durchführen, außerdem wird er Beiträge zur Lehre an allgemeinbildenden Schulen und an Universitäten liefern. Darüber hinaus wird er der erste Europäer sein, der von der ISS aus einen Außenbordeinsatz (EVA) ausführen wird.</p>



<p>Während Reiters Weltraumaufenthalt haben interessierte Besucher der Noordwijk Space Expo die Möglichkeit, regelmäßig Informationen über den Verlauf der Mission zu erfahren. Hin und wieder besteht vielleicht auch die Möglichkeit, dass Live-Bilder aus der Raumstation gezeigt werden. <s>Nähere Informationen gibt es auf&nbsp;www.space-expo.nl.</s> [Edit 2021: Link nicht mehr vorhanden]



<p><em>Raumfahrer.net</em>&nbsp;hatte in Noordwijk kurz die Gelegenheit, sich mit dem niederländischen Astronauten André Kuipers zu unterhalten, der im April 2004 im Rahmen der Delta-Mission knapp neun Tage auf der ISS zugebracht hat.</p>



<p><em>Raumfahrer.net</em>: Warum, denken Sie, ist ausgerechnet Thomas Reiter, wo er doch schon Langzeiterfahrung auf der&nbsp;<em>MIR</em>&nbsp;mitbringt, für diese Mission ausgewählt worden?</p>



<p><em>André Kuipers</em>: Wir werden nach einer bestimmten Reihenfolge eingesetzt. Der lange Flug von Thomas war ja schon 1995, das ist ja schon wieder einige Zeit her, deshalb stand er schon wieder lange auf der &#8222;Warteliste&#8220; für eine neue Mission. Eigentlich hätte er für den ersten Flug des&nbsp;<em>Columbus</em>-Moduls eingesetzt werden sollen, weil dazu ja Deutschland signifikant beigetragen hat, aber der ist immer wieder verschoben worden. Auch ist dies ein Flug, für den die ESA das Geld bereitgestellt hat, während die meisten bisherigen Aufenthalte von ESA-Astronauten auf der ISS von den Heimatländern der jeweiligen Astronauten finanziert worden sind.</p>



<p><em>RN</em>: In wiefern denken Sie, dass die Rolle Deutschlands innerhalb des Programms dazu beigetragen hat, dass Reiter diesen Flug bekommen hat und nicht jemand anders?</p>



<p><em>Kuipers</em>: Das spielt schon eine Rolle. Die Länder, die den höchsten Beitrag liefern, bekommen am ehesten ihre Astronauten nach oben. Zunächst ist im Dezember 2006 die Shuttle-Mission STS-116 geplant, bei der Christer Fuglesang zwei Weltraumspaziergänge durchführen soll. Im August 2007 wird der Italiener Paolo Nespoli am Flug STS-120 teilnehmen. Während dieses Fluges soll die&nbsp;<em>Node-2</em>&nbsp;an die Raumstation angebaut werden, woran im November/Dezember 2007 das&nbsp;<em>Columbus</em>-Modul andocken soll. Hans Schlegel wird dieses Modul mit in den Weltraum begleiten, der französische Astronaut Leopold Eyharts wird es in Gebrauch nehmen. Danach werden auch kanadische und japanische Astronauten an Missionen teilnehmen.</p>



<p><em>RN</em>: Welche Experimente von Ihrer Mission wird Thomas Reiter ebenfalls ausführen oder weiterführen?</p>



<p><em>Kuipers</em>: Die physiologische Experiment ETD (Eye Tracking Device) und Immuno, verschiedene cardiovaskuläre Experimente, das ESA-Experiment PEMS (Percutaneous Electrical Muscle Stimulator) zur Muskeluntersuchung und das PFS (Pulmonary Function System) zur Untersuchung der Lungenfunktionen. Außerdem wird er über das Amateurfunksystem ARISS vom Weltraum aus Kontakt haben mit Schülern in deutschen Schulen, und es wird von der Mission eine DVD für Schüler herausgegeben werden.</p>



<p><em>RN</em>: Zu guter Letzt: Was für Tipps würden Sie Thomas Reiter mit auf den Weg geben?</p>



<p><em>Kuipers</em>: Er hat doch viel mehr Weltraumerfahrung als ich, wieso sollte ich ihm denn Tipps geben&#8230; Im amerikanischen Teil ist es ruhiger, aber das wird er selbst auch merken. Der angenehmste Aufenthaltsort ist [das Verbindungsmodul]&nbsp;<em>Node-1</em>, und ansonsten würde ich ihm empfehlen, viel aus dem Fenster zu schauen!</p>



<p><em>RN</em>: Herr Kuipers, vielen Dank für dieses Gespräch.</p>
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		<title>Helium Leck an Sojus Raumschiff</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/helium-leck-an-sojus-rakete/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 29 Apr 2004 11:54:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Flüge zur ISS]]></category>
		<category><![CDATA[Alexander Kalery]]></category>
		<category><![CDATA[Andre Kuipers]]></category>
		<category><![CDATA[Anomalie]]></category>
		<category><![CDATA[Landung]]></category>
		<category><![CDATA[Michael Foale]]></category>
		<category><![CDATA[Raumkapsel]]></category>
		<category><![CDATA[Sojus]]></category>
		<category><![CDATA[Wiedereintritt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Russland sagt dass das Leck des Sojus Raumschiffs die Rückkehr zur Erde nicht gefährdet. Ein Beitrag von ingofroeschmann. Quelle: SpaceDaily, Spacetoday. An der russischen Sojus Raumkapsel, die diese Woche drei Astronauten von der Internationalen Raumstation (ISS) zurück zur Erde bringen soll, ist ein kleines Leck entdeckt worden. „Das Leck stellt keine Bedrohung der Sicherheit der [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Russland sagt dass das Leck des <i>Sojus</i> Raumschiffs die Rückkehr zur Erde nicht gefährdet.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Ein Beitrag von ingofroeschmann. Quelle: SpaceDaily, Spacetoday.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/29042004135441_small_1.jpg" alt="None" style="width:260px"/><figcaption class="wp-element-caption">
Russische Sojuskapsel an der ISS (Quelle: spacetoday.net)
</figcaption></figure>



<p>An der russischen <i>Sojus</i> Raumkapsel, die diese Woche drei Astronauten von der Internationalen Raumstation (ISS) zurück zur Erde bringen soll, ist ein kleines Leck entdeckt worden. „Das Leck stellt keine Bedrohung der Sicherheit der Astronauten dar“, heißt es am Mittwoch aus dem russischen Kontrollzentrum. Das Raumfahrzeug war 6 Monate lang an der ISS angedockt.</p>



<p>„Es wird die Landung in keinster Weise beeinflussen“, sagte ein Sprecher des Kontrollzentrums. Eine andere Quelle, die <i>RIA Novosty</i> Nachrichtenagentur berichtet jedoch von anderen offiziellen russischen Quellen, die sagen dass die Kapsel beim Wiedereintritt in die Atmosphäre leicht von ihrem geplanten Kurs abweichen könnte.</p>



<p>Es handelt sich um den Austritt von Helium, welches unter hohem Druck Treibstoff in den Antrieb leitet, der für das Abbremsen beim Wiedereintritt in die Atmosphäre benötigt wird. Es wurde jedoch nicht erklärt, wie und warum das Helium austritt.</p>



<p>Die US Raumfahrt Agentur NASA sagte ebenfalls dass es kein Sicherheitsrisiko gebe. „Es gibt kein Problem“, sagte Debra Rahn, eine Sprecherin der NASA. „ Das System enthält mehr als genug Helium um die Landung zu ermöglichen. <br>Die Sojus Kapsel soll am Freitag mit drei Personen an Bord von der ISS zurückkehren. Die Passagiere sind der US Astronaut Michael Foale und der Kosmonaut Alexander Kalery, die beide seit Oktober 2003 auf der ISS gearbeitet hatten. Der dritte ist der Niederländer Andre Kuipers von der Europäischen Weltraumagentur.</p>



<p>Kuipers kam am 21. April zusammen mit US Astronaut Edward Fincke und dem Russen Gennady Padalka zur ISS. Die beiden werden zumindest bis Oktober 2004 auf der ISS bleiben.  </p>
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		<title>Zweiter Niederländer im All &#8211; Mission DELTA</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/zweiter-niederlaender-im-all-mission-delta/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Kirsten Müller]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 25 Apr 2004 16:51:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Flüge zur ISS]]></category>
		<category><![CDATA[ISS]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumstationen]]></category>
		<category><![CDATA[Andre Kuipers]]></category>
		<category><![CDATA[ESA]]></category>
		<category><![CDATA[Mission DELTA]]></category>
		<category><![CDATA[Sojus]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>&#8222;Als ob ich mit zwei Freunden auf Camping-Urlaub fahre.&#8220; So fühlt sich der zweite niederländische ESA-Astronaut André Kuipers am Abend vor dem Start seiner ersten Weltraummission zur International Space Station ISS. Ein Beitrag von Kirsten Müller. Pünktlich um 5.19 Uhr hebt die Rakete mit der Sojus-Kapsel in Baikonur ab. An Bord befinden sich neben dem [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">&#8222;Als ob ich mit zwei Freunden auf Camping-Urlaub fahre.&#8220; So fühlt sich der zweite niederländische ESA-Astronaut André Kuipers am Abend vor dem Start seiner ersten Weltraummission zur International Space Station ISS.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Ein Beitrag von Kirsten Müller.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/AfinaltestforAKuipersESASCorvaja2k.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/AfinaltestforAKuipersESASCorvaja26.jpg" alt=""/></a><figcaption>Letzte Sitzprobe für Andre Kuipers. (Bild: ESA/S. Corvaja)</figcaption></figure></div>



<p>Pünktlich um 5.19 Uhr hebt die Rakete mit der <em>Sojus</em>-Kapsel in Baikonur ab. An Bord befinden sich neben dem 45-jährigen Arzt der Russe Gennadi Padalka und der Amerikaner Mike Fincke. Diese werden die jetztige Stammbesatzung der ISS ablösen, während Kuipers sich während der Mission vorwiegend mit wissenschaftlichen Experimenten beschäftigen wird.</p>



<p>Der Start wird im Noordwijk <em>Space Expo</em>, dem Besucherzentrum von ESTEC (<em>European Space Research and Technology Centre</em>), auf mehreren Großleinwänden live übertragen. Normalerweise ist das <em>Space Expo</em> die permanente Raumfahrtausstellung der ESA und für das Publikum geöffnet. An diesem besonderen Morgen aber befinden sich, neben dem niederländischen Wirtschaftsminister Brinkhorst, dem niederländischen Prinzen Johan Friso und dem ersten niederländischen Astronauten Wubbo Ockels, auch Verwandte und Freunde von Kuipers, Vertreter verschiedener Medien und Raumfahrtfans aus allen Teilen der Niederlande unter den Gästen. Außerdem läuft mir der deutsche ESA-Astronaut Reinhold Ewald uber den Weg.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/AlastwaveAKuipersTMA4ESASCorvaja2k.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/AlastwaveAKuipersTMA4ESASCorvaja26.jpg" alt=""/></a><figcaption>Andre Kuipers winkt zum Abschied. (Bild: ESA/S. Corvaja)</figcaption></figure></div>



<p>ESTEC im niederländischen Noordwijk ist mit rund 2000 Mitarbeitern bei weitem die größte Niederlassung der europäischen Weltraumagentur ESA. Hier werden neue Satelliten und auch wissenschaftliche Hardware für die bemannte Raumfahrt entwickelt, gebaut und getestet. Unter anderem das <em>Columbus</em>-Modul, der europäische Beitrag zur ISS, ist teilweise hier entwickelt worden. Sein Start ist für 2007 geplant. Ein 1:1-Nachbau des Moduls steht im <em>Erasmus User Information Centre</em>, wo sich interessierte Wissenschaftler über die Moglichkeiten, die die ESA ihnen zur Forschung im Weltraum bietet, informieren können. Neben dem Informationszentrum befindet sich hier das <em>DELTA Payload Operation Centre</em>, von wo aus in Zusammenarbeit mit dem Kontrollzentrum in Moskau die Experimente kontrolliert werden. Hier wird Ewald während der Delta-Mission arbeiten.</p>



<p>Die zwölf Millionen Euro für Kuipers&#8216; &#8222;Flugticket&#8220; bezahlen das niederländische Kultusministerium und das Wirtschaftsministerium. Alle 21 Experimente, die geflogen werden, kommen von niederländischen Wissenschaftlern aus den Bereichen Medizin, Biologie, Mikrobiologie, Physik und Technologie. Ein Experiment aus dem medizinischen Bereich dient dem Erforschen der menschlichen Blutdruckregulierung. Astronauten klagen nach längeren Weltraumaufenthalten über ähnliche Symptome wie Menschen, die wegen Krankheit längere Zeit bettlägerig gewesen sind. Ziel des Experimentes ist es, die Erkenntnisse in diesem Bereich zu vertiefen.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/LaunchfDELTAMissionfromBaikonurESA2k.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/LaunchfDELTAMissionfromBaikonurESA26.jpg" alt=""/></a><figcaption>Start von Sojus-TMA 4 mit Andre Kuipers an Bord. (Bild: ESA)</figcaption></figure></div>



<p>Sinnvoll fur die räumliche Orientierung von Piloten und Blinden könnte sich eine Weste erweisen, die das flugmedizinische Institut von TNO in Soesterberg entwickelt hat. Sie soll dem Träger durch Schwingungssignale angeben, wo oben und unten ist. Während der Delta-Mission wird sie zum ersten Mal im Weltraum erprobt.</p>



<p>Neben den wissenschaftlichen Experimenten wird die Öffentlichkeitsarbeit sehr groß geschrieben. Im Vorfeld der Mission hatte das Kultusministerium verschiedene Programme gestartet, um die Jugend für Raumfahrt und Naturwissenschaften zu begeistern. So wurde ein Preisausschreiben für Grundschüler ausgeschrieben, in dem sie je nach Alter eine Geschichte schreiben oder ein Bild malen konnten &#8211; erster Preis ist ein direkter Radiokontakt mit Kuipers an Bord der ISS. Auch züchtet Kuipers gleichzeitig mit 70.000 Schülern Rucolasalat. Parallel mit ihm im Weltraum sollen die Schüler auf der Erde den Einfluss von Licht und Schwerkraft auf das Wachstum von den Pflanzenkeimen erforschen. Am 22. April wird das Experiment mit Live-Bildern von ihm aus dem Weltraum direkt in die niederländischen Klassenzimmer gestartet. Vier Tage später, wieder bei einer Live-Übertragung, können die Schüler ihre auf der Erde gezüchteten Keimlinge mit denen von Kuipers im Weltraum vergleichen.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/AndreKuipersESA2k.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/AndreKuipersESA26.jpg" alt=""/></a><figcaption>Andre Kuipers, seit dem 20. April 2004 der zweite Niederländer im All. (Bild: ESA)</figcaption></figure></div>



<p>Auch Universitätsstudenten bekamen vom Kultusministerium die Möglichkeit, Experimente anzubieten. Aus den vielen Vorschlägen ausgewählt worden sind zwei Versuche aus den Gebieten Biologie und Energiegewinnung. Einer beschäftigt sich ebenso wie das Schülerexperiment mit dem Wachstum von Pflanzensaat, der andere erforscht die Energiegewinnung mit Hilfe von Bakterien. Manche Mikroorganismen sind imstande, unter den richtigen Bedingungen Kohlenhydrate in Energie umzuwandeln. Es wird angenommen, dass diese Bakterien unter Schwerelosigkeit effektiver sind. Längerfristig könnte sich hier eine sinnvolle Moglichkeit zur Energiegewinnung bei langeren Raumflügen ergeben.</p>



<p>Zwei Tage nach dem Start dockt die <em>Sojus</em>-Kapsel erfolgreich an die ISS an. Kuipers schwebt als erster durch die Luke, gibt wenig später eine Pressekonferenz und hat Videokontakt mit dem niederländischen Ministerpräsidenten Jan Peter Balkenende. Die nächsten Tage verbringt er mit seinen wissenschaftlichen Experimenten und dem Schülerexperiment. Viel Zeit, um aus dem Fenster zu schauen, hat er deshalb nicht, aber die wenigen Augenblicke, die er hinausschauen kann, findet er &#8222;fantastisch&#8220;. Am Donnerstag, dem 22. April, geht eines der Gyroskope, welche die ISS stabilisieren sollen, kaputt. Das sei aber, so Kuipers in einer Live-Übertragung am Freitag, kein Grund zur Besorgnis, alles funktioniert noch prima. Ihm selbst geht es hervorragend, und auch an die Schwerelosigleit ist er inzwischen gewöhnt. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/DELTAlogeESA.jpg" data-rel="lightbox-image-4" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/DELTAlogeESA26.jpg" alt=""/></a><figcaption>Logo Mission DELTA. (Bild: ESA)</figcaption></figure></div>



<p>Die Rückkehr zur Erde &#8211; die mit der Sojus-TMA-3-Kapsel geschehen wird, die seit einem halben Jahr an der Raumstation hängt &#8211; stellt sich Kuipers sehr spannend vor, doch: &#8222;Ein wenig neidisch bin ich schon auf meine Kollegen, die länger hier oben bleiben dürfen. Hat man sich gerade an die Schwerelosigkeit gewöhnt, muss man wieder zurück.&#8220; Die Möglichkeit eines weiteren Weltraumeinsatzes Kuipers&#8216; hält Jörg Feustel-Büchel, ESA-Direktor für bemannte Raumfahrt, durchaus für gegeben: &#8222;Durch seine jetztige Mission gewinnt André an Erfahrung, die er später gut weiter gebrauchen kann.&#8220; Kuipers selbst: &#8222;Ich bin ja von Beruf Astronaut, da dürfte eine weitere Mission durchaus drin sein.&#8220;</p>



<p>Kuipers kehrte am 30. April auf die Erde zurück und landete in Kasachstan. Später, wenn er hier in den Niederlanden von seinen Eindrücken während des Fluges erzählt, werde ich mit Sicherheit auch wieder von der Partie sein.</p>
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		<title>Bemannte Sojus-Kapsel fliegt zur ISS</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/bemannte-sojus-kapsel-fliegt-zur-iss/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 19 Apr 2004 05:02:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[ISS]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Andre Kuipers]]></category>
		<category><![CDATA[Baikonur]]></category>
		<category><![CDATA[Sojus-TMA]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=29052</guid>

					<description><![CDATA[<p>Heute früh startete eine russische Sojus-Kapsel zur Internationalen Raumstation (ISS). Mit an Bord ist neben einem Russen und einem Amerikaner auch ein Astronaut der ESA. Ein Beitrag von Karl Urban. Quelle: ESA. Gegen 05:19 Uhr (mitteleuropäischer Sommerzeit) hob vom russischen Weltraumbahnhof Baikonur in Kasachstan eine Rakete vom Typ Sojus ab. Diese transportierte das Raumschiff Sojus [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Heute früh startete eine russische <i>Sojus</i>-Kapsel zur Internationalen Raumstation (ISS). Mit an Bord ist neben einem Russen und einem Amerikaner auch ein Astronaut der ESA.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Ein Beitrag von Karl Urban. Quelle: ESA.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/19042004070251_small_1.jpg" alt="None" width="293" height="289"/><figcaption>
Kurz vor dem Liftoff: 
<i>Sojus</i>
-Rakete in Baikonur.
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p>Gegen 05:19 Uhr (mitteleuropäischer Sommerzeit) hob vom russischen Weltraumbahnhof Baikonur in Kasachstan eine Rakete vom Typ <i>Sojus</i> ab. Diese transportierte das Raumschiff <i>Sojus TMA-4</i> mit den drei Astronauten Gennady Padalka, Michael Fincke und André Kuipers. Die beiden erstgenannten (der russische Kommandant sowie der amerikanische Bordingenieur) werden die bisherige Stammbesatzung der ISS ablösen.</p>



<p>Der Dritte an Bord ist Astronaut der Europäischen Weltraumagentur (ESA), der Niederländer André Kuipers und fliegt als &#8222;Besuchsbesatzung&#8220; zur Station. Kuipers wird eine Woche lang für die ESA Forschung an Bord betreiben, bis er mit der alten Stammbesatzung am Ende der Woche zur Erde zurückkehren wird. Der Start von Kuipers ist besonders in den Niederlanden ein großes Ereignis, da das kleine Holland relativ selten in den Genuss kommt, mit Hilfe der ESA einen Astronauten ins All schicken zu können.</p>



<p>Die ESA betreibt mit dem europäischen Astronautenkorps ein relativ kleines bemanntes Raumfahrtprogramm und kann die Raumfahrer nur mit Hilfe der russischen <i>Sojus</i>-Kapsel oder dem amerikanischen <i>Space Shuttle</i> ins All schicken. Im Rahmen des ISS-Programms sind die Gastbesatzungen ein Kompromiss, die Europäer an der Forschung an Bord der Station zu beteiligen, während die aus zwei bis drei amerikanischen und russischen Raumfahrern bestehende Stammbesatzung den größten Teil der Zeit an Bord arbeiten und die Station betreiben. Erst mit einem neuen &#8222;Rettungsboot&#8220; könnte die Station mehr Raumfahrer aufnehmen, das alle Insassen ständig zur Erde zurückbringen können muss.</p>



<p>Mehr vom Start der Mission können Sie in der kommenden Ausgabe des InSpace Magazins nachlesen. Wir präsentieren Ihnen darin einen Livebericht vom Technologiezentrum <i>ESTEC</i> der ESA in Noordwijk in den Niederlanden.</p>
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]]></content:encoded>
					
		
		
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