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	<title>Avanti &#8211; Raumfahrer.net</title>
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	<description>Das Portal für Astronomie- und Raumfahrtbegeisterte</description>
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	<title>Avanti &#8211; Raumfahrer.net</title>
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		<title>OHB: 2. SmallGEO-Satellit im All</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/ohb-2-smallgeo-satellit-im-all/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 08 Aug 2019 10:59:05 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>EDRS-C verstärkt europäischen SpaceDataHighway. Eine Information des OHB Redaktionsteams der OHB SE. Quelle: OHB SE. 7. August 2019 &#8211; Seit gestern Abend ist der Telekommunikationssatellit EDRS-C, der zweite Knotenpunkt des SpaceDataHighways (auch bekannt als European Data Relay System, EDRS), unterwegs zu seinem 36.000 Kilometer entfernten Bestimmungsort im Weltraum. Der SpaceDataHighway, eine &#8222;Datenautobahn&#8220; im Weltall, wird [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/ohb-2-smallgeo-satellit-im-all/" data-wpel-link="internal">OHB: 2. SmallGEO-Satellit im All</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
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<h4 class="wp-block-heading">EDRS-C verstärkt europäischen SpaceDataHighway. Eine Information des OHB Redaktionsteams der OHB SE.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: OHB SE.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large is-resized advgb-dyn-1adbfdba"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/08082019125905_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/08082019125905_small_1.jpg" alt="ESA/CNES/Arianespace/CSG" width="260"/></a><figcaption>
Der EDRS-C Satellit beim Transport zum Weltraumbahnhof in Kourou. 
<br>
(Bild: ESA/CNES/Arianespace/CSG)
</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">7. August 2019 &#8211; Seit gestern Abend ist der Telekommunikationssatellit EDRS-C, der zweite Knotenpunkt des SpaceDataHighways (auch bekannt als European Data Relay System, EDRS), unterwegs zu seinem 36.000 Kilometer entfernten Bestimmungsort im Weltraum. Der SpaceDataHighway, eine &#8222;Datenautobahn&#8220; im Weltall, wird in einer öffentlich-privaten Partnerschaft zwischen der Europäischen Weltraumorganisation ESA und Airbus realisiert. Entwickelt und gefertigt wurde der Satellit EDRS-C vom Raumfahrtsystemhaus OHB System AG, einem Tochterunternehmen der börsennotierten OHB SE. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Satellit hob am 06.08.2019 um 21:30 Uhr MESZ an Bord einer Ariane-5 Trägerrakete vom europäischen Weltraumbahnhof in Kourou, Französisch-Guayana ab. Der 3,2 Tonnen schwere Satellit löste sich nach rund 30 Minuten von der Rakete, als der vorgesehene geostationäre Transferorbit erreicht war. Nur wenige Minuten später funkte der Satellit EDRS-C erste “Lebenszeichen” aus dem All. „Ein ganz besonderer Moment, denn er macht klar, dass der Satellit die hohen Belastungen beim Abheben der Rakete und während des schnellen Ritts in den Weltraum überstanden hat“, freut sich Guy Perez, CTO und Vorstand Telekommunikation bei der OHB System AG, der den Start in Kourou verfolgt hat. „Ich danke Airbus und ESA für das in OHB gesetzte Vertrauen und allen Beteiligten bei OHB sowie unseren vielen Unterauftragnehmern für die gute Zusammenarbeit. Ich freue mich auf den Tag, an dem unser Satellit seine Arbeit aufnimmt und den SpaceDataHighway ergänzt.“ </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Mission: EDRS ergänzen</strong>
<br>
Europas laserbasiertes Datenrelais-System EDRS ist die weltweit erste „Optical Fibre in the Sky“, die auf modernster Lasertechnologie basiert. Der von Airbus bei der OHB System AG georderte geostationäre Satellit EDRS-C bildet den zweiten Knotenpunkt des SpaceDataHighways. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Vorhaben SpaceDataHighway soll eine Satellitenflotte über einem Netzwerk von Bodenstationen fixiert werden. Diese geostationären Satelliten empfangen mittels innovativer Laserkommunikationstechnologie Daten von Erdbeobachtungssatelliten aus erdnahen, das heißt niedrigeren Orbits, sowie von Aufklärungsdrohnen und Einsatzflugzeugen und leiten diese in Breitbandqualität an Bodenstationen in Europa weiter &#8211; in nahezu Echtzeit und mit einer Datenrate von 1,8 Gbit/s (Gigabit pro Sekunde). Notfallteams und Sicherheitskräfte erhalten dank des SpaceDataHighways einen wesentlich schnelleren Zugang zu den Daten von Erdbeobachtungssatelliten. Auch das europäische Copernicus-Programm, das Dienste zu Umweltüberwachung und Klimawandel anbietet, zählt genauso wie staatliche Sicherheitsdienste, Meeresüberwachungsteams und Wettervorhersagebehörden zu den Nutzern. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Schritt für Schritt zum Dienstantritt</strong>
<br>
„Mit Abtrennung von der Rakete muss unser Satellit sich aus eigener Kraft, sprich mit dem eigenen chemischen Antrieb, in den geostationären Orbit einschießen. EDRS-C steuert zunächst eine zugewiesene Testposition an, die er nach ungefähr zwei Wochen erreicht haben wird und auf der er über einige Wochen hinweg kalibriert und nach und nach in Betrieb genommen wird“, erklärt Dr. Stefan Voegt, EDRS-C Projektleiter bei der OHB System AG. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Erst danach wird der Satellit an seinen eigentlichen „Dienstort“ manövriert. Dieser befindet sich auf 31° Ost rund 36.000 Kilometer über dem Äquator &#8211; eine ideale Position, die permanenten Kontakt für die Datenabgabe an die Bodenstationen ermöglicht. Hier wird der Satellit in Betrieb genommen (Commissioning) und schrittweise ins System eingegliedert. Das alles geschieht vom Satellitenkontrollzentrum des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) aus, das sich im bayerischen Oberpfaffenhofen befindet. „Wir leisten im Satellitenkontrollzentrum über die nächsten Wochen und Monate hinweg Unterstützung bei der Inbetriebnahme und der Missionskontrolle des Satelliten – eine Rund-um-die-Uhr-Aufgabe, die im Schichtbetrieb organisiert ist“, ergänzt Voegt. </p>



<figure class="wp-block-image alignright size-large is-resized advgb-dyn-350a59ba"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/08082019125905_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/08082019125905_small_2.jpg" alt="ESA/CNES/Arianespace/CSG" width="260"/></a><figcaption>
EDRS-C während der Startvorbereitung in Kourou. 
<br>
(Bild: ESA/CNES/Arianespace/CSG)
</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Der zweite seiner Art und doch ganz besonders …</strong>
<br>
Der Telekommunikationssatellit EDRS-C bildet nicht nur den zweiten Knotenpunkt des SpaceDataHighway-Raumsegments, er ist auch der zweite SmallGEO-Satellit im Weltraum. Mit SmallGEO hat OHB im ARTES-Programm (Advanced Research in Telecommunications Systems) der ESA eine vielseitige geostationäre Satellitenplattform entwickelt, die auf verschiedene Missionsziele wie Telekommunikation, Erdbeobachtung und Technologieerprobung zugeschnitten werden kann. Die modulare Bauweise der Satellitenplattform SmallGEO erlaubt es, flexibel auf Kundenbedürfnisse eingehen zu können. Beim Satellitenantrieb können die Kunden zwischen klassisch (d.h. chemisch), elektrisch bzw. hybrid wählen. Die Startmasse der Satelliten bewegt sich je nach Typ zwischen 2.500 und 3.500 kg, wobei die jeweils erlaubte Nutzlastmasse zwischen 300 kg und 900 kg variiert. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit EDRS-C hat OHB im Auftrag von Airbus einen Satelliten entwickelt und realisiert, der gezielt für die optische Kommunikation ausgelegt ist: Für die Verbindung zwischen den Daten abgebenden Erdbeobachtungssatelliten, Aufklärungsdrohnen und Einsatzflugzeugen und den EDRS-Satelliten werden Laserkommunikationsterminals von Tesat-Spacecom mit entsprechend hohen Datenraten verwendet. Die für die Datenübertragung zur Erde notwendige Verbindung zwischen den EDRS-Satelliten und den Bodenstationen wird mit einem Satz von Ka-Band-RF-Terminals geschaffen. Die Datenübertragung kann mit bis zu 1,8 Gbit/s erfolgen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">EDRS-C wird den besonderen Anforderungen des SpaceDataHighways gerecht und erweitert gleichzeitig das Anwendungsspektrum der SmallGEO-Plattform. „Eine optische Datenübertragung stellt von vornherein hohe Anforderungen an den Satelliten. Durch verschiedene Anpassungen und Weiterentwicklungen konnten wir alle Anforderungen erfüllen“, so Dr. Voegt. „Für diese zweite SmallGEO-Mission haben wir zusätzlich unser modulares TM/TC-Subsystem (TM/TC = Telemetrie/Telekommandierung) um den Betrieb in S- und Ka-Band erweitert. Und weil es um die Übertragung zeitkritischer und sensibler Informationen geht, gewährleisten wir mit einer Verschlüsselungselektronik eine sichere Kommunikation mit dem Satelliten.“ </p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Satellit wies beim Start eine Masse von circa 3,2 Tonnen auf und maß 3,2 x 2,3 x 4,0 Meter. Da seine beiden Solar-Module und die 3 Antennen erst im Weltraum entfaltet bzw. ausgeklappt wurden, bringt EDRS-C es jetzt auf 7,7 x 16,8 x 4,0 Meter. </p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large is-resized advgb-dyn-22c47537"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/09/VA249GROUPECU20031000.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/08082019125905_small_3.jpg" alt="ESA/CNES/Arianespace/CSG" width="260"/></a><figcaption>
Das EDRS-C Team im Reinraum in Kourou leistete so wie die OHB-Kolleginnen und Kollegen, die &#8222;zuhause&#8220; blieben, eine super Arbeit. 
<br>
(Bild: ESA/CNES/Arianespace/CSG)
</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Teamwork</strong>
<br>
„Ich bin sehr dankbar, dass ich mich bei der Realisierung des Satelliten auf versierte und hoch motivierte Kolleginnen und Kollegen verlassen konnte. Sie haben sich zum Teil über mehrere Jahre hinweg mit hohem Engagement eingebracht, insbesondere während der monatelangen im Schichtbetrieb durchgeführten Testkampagnen. Ein toller Teamerfolg, der den berühmten OHB-Spirit einmal mehr unter Beweis gestellt hat“, so Projektleiter Voegt. „Ich möchte mich auch bei unserem Auftraggeber Airbus und der ESA für die gute und konstruktive Zusammenarbeit bedanken.“ </p>



<p class="wp-block-paragraph">Als industrieller Hauptauftragnehmer und Systemführer hatte OHB zahlreiche Unterauftragnehmer unter Vertrag. „Von unserem Partner Tesat-Spacecom stammt die Datenrelais-Nutzlast inklusive Laserkommunikationsterminal, das den Intersatellite-Link ermöglicht. Zeitweise hatten wir mehr als 30 internationale Zulieferer und Dienstleister zu koordinieren. Ein tolles Zusammenspiel, das einen soliden Satelliten hervorgebracht hat – dies wurde nicht nur in der mehrmonatigen Testkampagne bei der IABG, sondern auch bei den vorgeschriebenen Testreihen am Startplatz unter Beweis gestellt“, erläutert Projektleiter Voegt. Die Nutzlast HYLAS 3 wurde von der ESA im Auftrag von Avanti Communications als kundeneigene Beistellung an die OHB System AG geliefert. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Zu den Vertragspartnern zählten auch weitere Unternehmen der OHB-Gruppe: So war die Luxemburger LuxSpace für das TT&amp;R-Subsystem (TT&amp;R = Telemetrie, Telekommandierung und Ranging) verantwortlich, das die Kommunikation mit dem Satelliten ermöglicht und lieferte Beiträge zum Satellitensimulator. Die bayerische MT Aerospace AG lieferte alle Strukturpaneele. OHB Sweden war verantwortlich für das Lage- und Bahnregelungssystem (AOCS) und ist aktiv an der „Intensivbetreuung“ des Satelliten während der ersten Wochen im All beteiligt und entsendet hierzu Expertinnen und Experten ins Satellitenkontrollzentrum in Oberpfaffenhofen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Das EDRS-Programm der ESA wird vom Raumfahrtmanagement im DLR mit Mitteln des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWI) und des Freistaates Bayern unterstützt. </p>



<figure class="wp-block-image alignright size-large is-resized advgb-dyn-5aeb233e"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/08082019125905_big_4.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/08082019125905_small_4.jpg" alt="ESA/CNES/Arianespace/CSG" width="260"/></a><figcaption>Start von EDRS-C mit einer Ariane-5-Trägerrakete vom Weltraumbahnhof in Kourou.  <br> (Bild: ESA/CNES/Arianespace/CSG) </figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Erst 1, dann 2 … Die SmallGEO-Familie wächst!</strong> <br>Der erste SmallGEO-Satellit, H36W-1, wurde im Rahmen eines PPP-Projektes (Private-Public Partnership) zwischen der ESA, OHB und dem spanischen Satellitenbetreiber HISPASAT realisiert. 2017 wurde er in die Satellitenflotte von Hispasat eingegliedert und übernahm die flexible Breitbandversorgung der Iberischen Halbinsel, der Kanarischen Inseln und Südamerikas. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Im klassischen Telekommunikationsbereich wurden neben EDRS-C auch der nationale Satellit Heinrich Hertz (In-Orbit Verifikation zahlreicher nationaler wissenschaftlicher und technischer Innovationen sowie Satellitenkommunikation für die Bundeswehr) bei der OHB System AG beauftragt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Wegen ihrer hohen Flexibilität und Modularität hat man sich auch bei der Realisierung von Europas dritter Generation an Wettersatelliten (Meteosat Third Generation, MTG) für die SmallGEO-Plattform entschieden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit der Produktlinie Electra entwickelt OHB einen vollständig elektrisch angetriebenen Satelliten, der aufgrund des geringeren Gewichts des Antriebssystems deutlich mehr Nutzlast mitführen kann und die Clean Space Policy der ESA erfüllt. „Mit Electra sind unsere Kunden flexibel, was die Auswahl der Startrakete sowie die Position des Satelliten in der Startrakete angeht, bei der Einbringung in den Zielorbit, bei den gewünschten Bändern in denen kommuniziert werden soll (C-, Ku-/Ka-Band, flexibel) und was die Skalierbarkeit hinsichtlich Masse, Stromverbrauch und Wärmeabgabe anbelangt“, erklärt Vorstand Guy Perez. „Weil wir sowohl klassische Nutzlasten als auch neuartige flexible Nutzlasten bis zu 900 kg und mit maximal 60 Transpondern auf Elektra akkommodieren können, ist es möglich, passgenaue Pakete für die jeweilige Mission zu schnüren.“ </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=16842.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Intelsat-39 &amp; EDRS-C (Hylas 3) mit Ariane 5 ECA (VA249) von Kourou ELA-3</a></li></ul>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/ohb-2-smallgeo-satellit-im-all/" data-wpel-link="internal">OHB: 2. SmallGEO-Satellit im All</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>ESA: Zweiter Satellit für EDRS gestartet</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/esa-zweiter-satellit-fuer-edrs-gestartet/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 08 Aug 2019 07:09:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der zweite Satellit der Konstellation des Europäischen Datenrelaissatellitensystems (EDRS) wurde am 6. August um 21:30 Uhr (19:30 UTC) von Arianespace an Bord einer Ariane-5 gestartet. Bei dem Start von Europas Raumflughafen in Kourou in Französisch-Guayana war als weitere Nutzlast zudem der Satellit Intelsat-39 an Bord. Eine Pressemitteilung der Europäischen Raumfahrtagentur (European Space Agency, ESA). Quelle: [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Der zweite Satellit der Konstellation des Europäischen Datenrelaissatellitensystems (EDRS) wurde am 6. August um 21:30 Uhr (19:30 UTC) von Arianespace an Bord einer Ariane-5 gestartet. Bei dem Start von Europas Raumflughafen in Kourou in Französisch-Guayana war als weitere Nutzlast zudem der Satellit Intelsat-39 an Bord. Eine Pressemitteilung der Europäischen Raumfahrtagentur (European Space Agency, ESA).</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: ESA.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large is-resized advgb-dyn-2e1dd82c"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/08082019090903_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/08082019090903_small_1.jpg" alt="ESA/CNES/Arianespace/CSG" width="260"/></a><figcaption>
Ariane-5-Start am 6. August 2019 
<br>
(Bild: ESA/CNES/Arianespace/CSG)
</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Mit dem EDRS kann eine Erdüberwachung in Quasi-Echtzeit erfolgen, was eine schnellere Reaktion bei Notfällen ermöglicht und die Entwicklung neuer Dienste und Produkte zur Schaffung von Arbeitsplätzen und mehr Wohlstand vorantreibt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Das EDRS, das von seinem privaten Betreiber Airbus als satellitengestützte Datenautobahn bezeichnet wird, macht sich eine innovative Lasertechnologie zunutze, mit der die von Erdbeobachtungssatelliten für den Transfer von Informationen zum Boden benötigte Zeit drastisch verringert wird. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Der jüngste Satellit, EDRS-C, wird den im Januar 2016 gestarteten Satelliten EDRS-A ergänzen und in der geostationären Umlaufbahn auf 31 Grad östlicher Länge gemeinsam mit diesem Daten in einer Geschwindigkeit von bis zu 1,8 Gbit/s zur Erde transportieren. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Durch die geostationäre Position, die höher ist als diejenige klassischer Erdbeobachtungssatelliten in der erdnahen Umlaufbahn, ist die Konstellation in der Lage, eine fast konstante Verbindung mit den niedriger fliegenden Erdbeobachtungssatelliten zu halten, die ansonsten ihre Informationen lediglich während des Sichtkontakts mit ihren Bodenstationen weitergeben können, was mit einer zeitlichen Verzögerung von bis zu 90 Minuten verbunden ist. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Anschließend senden die EDRS-Satelliten die Informationen in Quasi-Echtzeit zur Erde. Das EDRS überträgt seit Ende 2016 täglich Aufnahmen der vier Sentinel-Satelliten des Copernicus-Programms zur Erde und wird zudem Informationen von der Internationalen Raumstation weiterleiten, sobald an der Außenseite des europäischen Columbus-Labors eine neue Antenne installiert sein wird. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Gebaut wurde EDRS-C von der OHB System AG auf der Grundlage einer SmallGEO-Plattform. An Bord des Satelliten befindet sich auch die Nutzlast HYLAS-3 von Avanti Communications, mit der satellitengestützte Telekommunikationsdienste im Ka-Band über Afrika und dem Nahen Osten bereitgestellt werden sollen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei dem neuen, unabhängigen europäischen Satellitensystem EDRS handelt es sich um eine öffentlich-private Partnerschaft zwischen der ESA und Airbus im Rahmen der Bestrebungen der ESA, sich bei Großprogrammen mit der Industrie zusammenzuschließen und Technologieentwicklungen mit wirtschaftlichem Nutzen zu fördern. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Über die ESA</strong> <br>Die Europäische Weltraumorganisation (ESA), Europas Tor zum Weltraum, ist eine 1975 gegründete zwischenstaatliche Organisation, deren Aufgabe darin besteht, europäische Raumfahrtkapazitäten zu entwickeln und sicherzustellen, dass die Investitionen in die Raumfahrt den Bürgern in Europa und anderswo zugutekommen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die ESA hat 22 Mitgliedstaaten: Belgien, Dänemark, Deutschland, Estland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Irland, Italien, Luxemburg, die Niederlande, Norwegen, Österreich, Polen, Portugal, Rumänien, Schweden, die Schweiz, Spanien, die Tschechische Republik, Ungarn und das Vereinigte Königreich. Slowenien ist assoziiertes Mitglied. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Außerdem arbeitet die ESA förmlich mit sechs EU-Mitgliedstaaten zusammen. Im Rahmen eines Kooperationsabkommens nimmt auch Kanada an bestimmten ESA-Programmen teil. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Dank der Koordinierung der Finanzressourcen und Kompetenzen ihrer Mitgliedstaaten kann die ESA Programme und Tätigkeiten durchführen, die weit über die Möglichkeiten eines einzelnen europäischen Landes hinausgehen. Des Weiteren arbeitet sie eng mit der EU bei der Verwirklichung der Programme Galileo und Copernicus und mit EUMETSAT bei der Entwicklung von Meteorologiemissionen zusammen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die ESA entwickelt Raumfahrzeugträger, Satelliten und Bodenanlagen, um sicherzustellen, dass Europa bei Raumfahrtvorhaben weltweit an der Spitze bleibt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Sie entwickelt und startet Erdbeobachtungs-, Navigations-, Telekommunikations- und Astronomiesatelliten, schickt Raumsonden in entlegene Regionen des Sonnensystems und beteiligt sich an der bemannten Exploration des Weltraums. Außerdem führt sie ein umfangreiches Anwendungsprogramm zur Entwicklung von Erdbeobachtungs-, Navigations- und Telekommunikationsdiensten durch. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=16842.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Intelsat-39 &amp; EDRS-C (Hylas 3) mit Ariane 5 ECA (VA249) von Kourou ELA-3</a></li></ul>
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			</item>
		<item>
		<title>Ariane-5-Start mit DSN 1 / Superbird 8 und Hylas 4</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/ariane-5-start-mit-dsn-1-superbird-8-und-hylas-4/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 08 Apr 2018 13:54:52 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[VA242]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Am 5. April 2018 startete um 23:34 Uhr MESZ vom Raumfahrtgelände Kourou in Französisch-Guayana eine Ariane-5-Trägerrakete mit zwei Kommunikationssatelliten an Bord. Die Erdtrabanten für die SKY Perfect JSAT Corporation (JSAT) und die DSN Corporation aus Japan sowie den britischen Kommunikationssatellitenbetreiber Avanti Communications PLC (Avanti) wurden nach rund einer halben Stunde Flug erfolgreich ausgesetzt. Ein Beitrag [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Am 5. April 2018 startete um 23:34 Uhr MESZ vom Raumfahrtgelände Kourou in Französisch-Guayana eine Ariane-5-Trägerrakete mit zwei Kommunikationssatelliten an Bord. Die Erdtrabanten für die SKY Perfect JSAT Corporation (JSAT) und die DSN Corporation aus Japan sowie den britischen Kommunikationssatellitenbetreiber Avanti Communications PLC (Avanti) wurden nach rund einer halben Stunde Flug erfolgreich ausgesetzt.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Axel Nantes. Quelle: Arianespace, Avanti, JSAT, Orbital ATK.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large is-resized advgb-dyn-1d9fe01d"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/08042018155452_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/08042018155452_small_1.jpg" alt="ESA / CNES / Arianespace /CSG" width="260"/></a><figcaption>
Ariane-5-Start am 5. April 2018 
<br>
(Bild: ESA / CNES / Arianespace /CSG)
</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Verwendet wurde eine Ariane-5-ECA von Airbus Safran Launchers (ASL), die von Kourous Startrampe ELA-3 zum 2. Flug einer Ariane 5 im Jahr 2018 abhob. Transportiert wurden bei der Mission VA242 der Kommunikationssatellit DSN 1 / Superbird 8 (Masse beim Start 5.348 kg) und der Kommunikationssatellit Hylas 4 (Startmasse 4.050 kg). </p>



<p class="wp-block-paragraph">Beide Satelliten waren zusammen unter einer 17 Meter hohen Nutzlastverkleidung mit einem Durchmesser von 5,4 Metern und einer Masse von 2,4 Tonnen untergebracht. DSN 1 / Superbird 8 wurde als erster der Satelliten etwa 28 Minuten nach dem Start ausgesetzt, er saß zuoberst auf der 6,4 Meter hohen Nutzlasttragstruktur SYLDA 5 A (SYLDA ist die Abkürzung von &#8222;Système de Lancement Double Ariane&#8220;, Ariane-Doppelstartvorrichtung). Nach Abstoßen der SYLDA 5 A wurde Hylas 4 rund 34 Minuten nach dem Start freigegeben. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die zwei Satelliten werden aus dem Geotransferorbit (GTO) mit einem Perigäum von 252 km über der Erde (geplant 250,00 km) und einem Apogäum von 35.710 km über der Erde (geplant 35.786 km) mit eigenen Antrieben den Geostationären Orbit (GEO) ansteuern. Die Antriebe müssen auch den Abbau der Rest-Inklination, der verbliebenen Neigung der Bahn gegen den Erdäquator, von geplanten und erreichten 3 Grad bewerkstelligen. </p>



<figure class="wp-block-image alignright size-large is-resized advgb-dyn-9d948f3b"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/08042018155452_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/08042018155452_small_2.jpg" alt="JSAT" width="260"/></a><figcaption>
Organigramm zum DSN-Programm 
<br>
(Bild: JSAT)
</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">DSN 1 / Superbird 8 ist eine Konstruktion des japanischen Mischkonzerns Mitsubishi Electric Corporation (MELCO) und basiert auf der Satellitenplattform DS2000. Der Satellit wird von einem in Japans Hauptstadt Tokio ansässigen Joint-Venture der SKY Perfect JSAT Corporation (JSAT)  mit der NEC Corporation, der NTT Communications Corporation (NTT Com) und der Maeda Corporation namens DSN Corporation insbesondere zur Bereitstellung von Kommunikationsverbindungen für die Japanischen Selbstverteidigungskräfte (Japan Self-Defence Forces, JSDF) &#8211; das japanische Militär &#8211; eingesetzt werden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">JSAT fungiert im DSN-Programm als Hauptauftragnehmer und organisiert Beschaffung, Start und Betrieb der Satelliten. NEC organisiert den Bau von Kommunikationsnutzlasten und Satelliten und kümmert sich um die Anpassung von Bodenstationen. NTT Com wartet und organisiert die Bodenstationen, Maeda widmet sich erforderlichen Bauarbeiten. Am 15. Januar 2013 hatte JSAT mitgeteilt, dass die DSN Corporation mit der Umsetzung des entsprechenden Programms beauftragt worden ist. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die ursprüngliche Planung sah vor, DSN 1, eigentlich nur ein Teil der Kommunikationsnutzlast des kommerziellen Kommunikationssatelliten Superbird 8 alias Superbird B3, im Dezember 2015 auf einer Ariane-5-Rakete ins All transportieren zu lassen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Planmäßig gelangte <a href="https://www.raumfahrer.net/japan-neuer-militaerischer-comsat-dsn-2-im-all/" data-wpel-link="internal">DSN 2 alias Kirameki 2</a> ins All. Der ausschließlich staatlichen bzw. militärischen Aufgaben gewidmete Satellit wurde am 24. Januar 2017 auf der japanischen  H-IIA-Rakete mit der Flugnummer F32 von Tanegashima aus in den Weltraum transportiert.            </p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large is-resized advgb-dyn-bcbc93a2"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/08042018155452_big_3.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/08042018155452_small_3.jpg" alt="via Arianesapce" width="260"/></a><figcaption>
DSN 1 / Superbird 8 im All &#8211; Illustration 
<br>
(Bild: via Arianespace)
</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">DSN 1 / Superbird 8 wurde beim ersten Transport zum Startzentrum Kourou beschädigt. Wäre sein Start termingerecht erfolgt, wäre laut Plan im März 2016 der Beginn seines Regelbetriebs und im April 2030 das Ende seines Regelbetriebes zu erwarten gewesen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Be- bzw. Entlüftungsventil am Transportcontainer mit DSN 1 / Superbird 8 war während des Lufttransports nach Kourou offenbar von einer Abdeckplane blockiert. Ungeeignete Druckverhältnisse führten deshalb zu einer Beschädigung des Satelliten bzw. seines Antennensystems. Mitte 2016 ging man davon aus, dass sich der Start von DSN 1 / Superbird 8 alias Kirameki 1 daher um rund zwei Jahre verzögern wird. Dass man jetzt etwas früher starten konnte als zwischenzeitlich erwartet, dürfte alle Beteiligten freuen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Der neue dreiachsstabilisierte Satellit soll im GEO eine Position im Bereich von 162 Grad Ost beziehen, um von dort als Nachfolger von Superbird B2 Empfänger vor allem in Japan, aber auch im mittleren Osten, Afrika und Südamerika zu versorgen. Dafür ist er mit einer Kommunikationsnutzlast mit K<sub>a</sub>&#8211; und K<sub>u</sub>-Band-Transpondern ausgerüstet. Passend zur Bezeichnung DSN 1 bzw. X-Band Defense Communication Satellite-1 besitzt das Raumfahrzeug außerdem eine im X-Band arbeitende Kommunikationsnutzlast für das Militär Japans, die unter anderem zur Verbindung mit Flugzeugen und Schiffen der Streitkräfte benutzt werden soll. 
<br>
DSN 1 / Superbird 8 ist der 19. von Ariancespace für JSAT in den Weltraum transportierte Satellit. Das japanische Verteidigungsministerium bestätigte am 6. April 2018 den erfolgreichen Start und teilte mit, man wolle den neuen Satelliten ab Juli 2018 im GEO im Rahmen der ihm zugedachten Aufgaben benutzen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei Hylas 4 handelt es sich um ein von Orbital ATK aus Dulles im US-amerikanischen Bundesstaat Virginia auf Basis des Satellitenbus´ GeoStar 3 entworfenes und gebautes Raumfahrzeug, dessen Grundkörper Maße von rund 5,18 auf 3,33 auf 3,1 Meter aufweist. </p>



<figure class="wp-block-image alignright size-large is-resized advgb-dyn-0cf801b6"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/08042018155452_big_4.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/08042018155452_small_4.jpg" alt="Avanti" width="260"/></a><figcaption>
Hylas 4 im All &#8211; Illustration 
<br>
(Bild: Avanti)
</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Der dreiachsstabilisierte Satellit ist dazu gedacht, Wiederverkäufern von Breitbandverbindungen bzw. Internetserviceprovidern (ISPs), Mobilfunknetzbetreibern (Mobile Network Operators, MNOs), staatlichen Stellen sowie anderen Kommunikationssatellitenbetreibern Kapazitäten zur Verfügung zu stellen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Unter anderem sollen zahlreiche Gebiete im mittleren Osten und dem Norden Afrikas (middle east, northern africa, MENA) via Hylas 4 mit breitbandigen Kommunikationsdiensten versorgt werden, unter dem Titel „Hylas 4 Africa“ (dt. Hylas für Afrika) z.B. mit Anbindungen an das Internet. Dementsprechend ist die Kommunikationsnutzlast von Hylas 4 mit insgesamt 66 K<sub>a</sub>-Band-Transpondern für 53 gleichzeitig bedienbare Ausleuchtzonen und vier Verbindungen zu Gateways (irdische Netzknoten mit Satellitenverbindung, Gateway Earth Stations, GES) ausgestattet. Sie sollen eine Gesamtbandbreite von bis zu 28 Ghz und einen Gesamtdurchsatz von bis zu 120 Gbit/s ermöglichen. 
<br>
Mit vier richtbaren Antennen will man von einer Position bei 33,5 Grad West im GEO außerdem Empfänger in anderen Region Afrikas und in Lateinamerika erreichen. Der Flexibilität des Satelliten ist sein Name angepasst: Hylas steht für Highly Adaptable Satellite, was soviel wie besonders anpassbarer Satellit bedeutet. </p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large is-resized advgb-dyn-c8e1b134"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/08042018155452_big_5.jpg" data-rel="lightbox-image-4" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/08042018155452_small_5.jpg" alt="Orbital ATK" width="260"/></a><figcaption>
Hylas 4 beim Hersteller 
<br>
(Bild: Orbital ATK)
</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Die Energieversorgung der Satellitensysteme von Hylas 4 erfolgt durch zwei Solarzellenausleger, die dem Raumfahrzeug eine Spannweite von rund 32 Metern geben. Am Ende der projektierten Einsatzdauer von mindestens 15 Jahren (rechnerisch technisch möglich sind rund 19 Jahre) sollen die Solarzellenausleger von Hylas 4 noch mindestens 8 Kilowatt elektrische Leistung bereitstellen können. Für die Stromspeicherung besitzt der Satellit Lithium-Ionen-Akkumulatoren.  </p>



<p class="wp-block-paragraph">Der mit Monomethylhydrazin (MMH) und einer Mischung von Stickstoffoxiden (MON-3, Stickstofftetroxid mit 3% Stickstoffmonooxid) betriebene Apogäumsmotor von Hylas 4 vom Typ BT-4 kommt von IHI Aerospace aus Japan und besitzt einen Nominalschub von 450 Newton. Für die Lageregelung sowie das Halten oder Verändern der Position des Satelliten besitzt das Raumfahrzeug außerdem eine Anzahl von 22 Newton starken, MMH und MON-3 verwendenden Zweistofftriebwerken und vier elektrische Hall-Triebwerke von Aerojet Rocketdyne vom Typ XR-5. Letztere wären prinzipiell auch für Bahnanhebungsmanöver qualifiziert und nutzbar, werden auf Hylas 4 aber nur zum Positionshalten eingesetzt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Orbital ATK meldete am 6. April 2018, dass man nach ersten Tests nach dem Start sehr bald sicher war, dass alle Subsysteme des Satelliten funktionieren wie vorgesehen. Der Satellit sei bereit für die anstehenden Bahnanhebungsmanöver und die darauf folgende umfangreiche Test- und Inbetriebnahmephase.  </p>



<figure class="wp-block-image alignright size-large is-resized advgb-dyn-9107828e"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/08042018155452_big_6.jpg" data-rel="lightbox-image-5" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/08042018155452_small_6.jpg" alt="ESA / CNES / Arianespace / CSG " width="260"/></a><figcaption>
Hylas 4 in Kourou bei Startvorbereitungen 
<br>
(Bild: ESA / CNES / Arianespace / CSG)
</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Hylas 4 ist nach <a href="https://www.raumfahrer.net/ariane-5-bringt-zwei-kommunikationssatelliten-ins-all/" data-wpel-link="internal">Hylas 2</a> der 2. auf einer GeoStar-Plattform basierende Satellit für Avanti, und wurde zum 2. der mit einer europäischen Ariane-Rakete ins All gelangte. Hylas 4 ist nach dem Startauftrag vom September 2014 der 3. Satellit, den Arianespace für Avanti transportierte, und der 28. von Orbital ATK bzw. der Orbital Sciences Corporation (OSC) gebaute Satellit auf einer Rakete von Arianespace. Ursprünglich war einmal vorgesehen, dass Hylas Anfang 2017 den Weltraum erreicht. Er ist also wie sein Mitflieger ein Nachzügler. </p>



<p class="wp-block-paragraph">VA242 mit DSN 1 / Superbird 8 und Hylas 4 auf der Rakete L5102 war die 98. Ariane-5-Mission. Bei der Mission VA242 wurde bei einer Gesamtstartmasse von rund 780 Tonnen eine Gesamtnutzlast von 10.260 kg transportiert, von denen 9.398 kg auf die beiden Satelliten entfielen. Mit den beiden neuen Erdtrabanten wurden jetzt insgesamt 200 Satelliten von Ariane-5-Raketen in den Weltraum gebracht. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Objekte, die nach dem Start Umlaufbahnen um die Erde erreichten, sind wie folgt katalogisiert:          </p>



<ul class="wp-block-list"><li>DSN 1 / Superbird 8 NORAD Nr. 43.271, COSPAR-Objekt 2018-033A</li><li>Hylas 4 NORAD Nr. 43.272, COSPAR-Objekt 2018-033B </li><li>Nutzlasttragstruktur NORAD Nr. 43.273, COSPAR-Objekt 2018-033C  </li><li>Oberstufe NORAD Nr. 43.274, COSPAR-Objekt 2018-033D </li></ul>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=16008.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Ariane VA242 mit Superbird 8/DSN 1 &amp; Hylas 4</a> </li></ul>
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Orbital baut, Arianespace startet Hylas 4 für Avanti</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/orbital-baut-arianespace-startet-hylas-4-fuer-avanti/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thomas Weyrauch]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 17 Aug 2014 18:47:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Satelliten]]></category>
		<category><![CDATA[Avanti]]></category>
		<category><![CDATA[GEO]]></category>
		<category><![CDATA[GeoStar 3]]></category>
		<category><![CDATA[Hylas 4]]></category>
		<category><![CDATA[ISRO]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunikationssatellit]]></category>
		<category><![CDATA[OSC]]></category>
		<category><![CDATA[Transferorbit]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=39246</guid>

					<description><![CDATA[<p>Der britische Kommunikationssatellitenbetreiber Avanti Communications PLC (Avanti) mit Sitz in London gab am 12. August 2014 bekannt, dass er die Orbital Sciences Corporation (OSC) aus Dulles in den Vereinigten Staaten von Amerika mit dem Bau des Kommunikationssatelliten Hylas 4 beauftragt hat. Den Transport ins All soll der Startanbieter Arianespace erledigen. Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/orbital-baut-arianespace-startet-hylas-4-fuer-avanti/" data-wpel-link="internal">Orbital baut, Arianespace startet Hylas 4 für Avanti</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Der britische Kommunikationssatellitenbetreiber Avanti Communications PLC (Avanti) mit Sitz in London gab am 12. August 2014 bekannt, dass er die Orbital Sciences Corporation (OSC) aus Dulles in den Vereinigten Staaten von Amerika mit dem Bau des Kommunikationssatelliten Hylas 4 beauftragt hat. Den Transport ins All soll der Startanbieter Arianespace erledigen.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: Arianespace, Avanti, ESA, OSC.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large is-resized advgb-dyn-e4de33f2"><img fetchpriority="high" decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/10/hylas-4__1.jpg" alt="" width="400" height="245"/><figcaption>Hylas 4</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Hylas 4 ist einer der ersten Satelliten, den OSC auf einer weiterentwickelten Plattform mit der Bezeichnung <a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/GEOStar-3_factsheet.pdf" data-wpel-link="internal">GeoStar 3</a> realisiert. Nach Angaben von OSC erlaubt diese Plattform Nutzlastleistungen von bis zu 8 Kilowatt und eine maximale Nutzlastmasse von 800 Kilogramm.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Grundabmessungen des Geostar-3-Bus betragen laut OSC 3,0 &#8211; 3,9 Meter (abhängig von der Größe des Nutzlastmoduls) x 2,1 Meter x 2,3 Meter. Den Transfer eins solchen Satelliten vom nach einem Start erreichten Transferorbit in eine geosynchrone Umlaufbahn soll ein Zweistoff-Antriebssystem besorgen. Zur Lageregelung und dem Halten der bezogenen Position im Geostationären Orbit gibt es Einstoff- und elektrische Triebwerke.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Nutzlastmodul für Hylas 4 wird <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Orbital_Sciences_Corporation" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">OSC</a> mit Kommunikationstechnik für 66 gleichzeitig bedienbare Ausleuchtzonen ausstatten. Seine K<sub>a</sub>-Band-Transponder sind dazu gedacht, zahlreiche Gebiete im mittleren Osten und dem Norden Afrikas (middle east, northern africa, MENA) mit breitbandigen Kommunikationsdiensten zu versorgen, z.B. mit Anbindungen an das Internet.
<br>
Mit vier richtbaren Antennen will man außerdem Empfänger in anderen Region Afrikas und in Lateinamerika erreichen. Der Flexibilität des Satelliten ist sein Name angepasst: Hylas steht für Highly Adaptable Satellite, was soviel wie besonders anpassbarer Satellit bedeutet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Fertigstellung von Hylas 4 ist für 2016 geplant. Den Start des Satelliten wird laut Plan dann Arianespace Anfang 2017 abwickeln. Von Kourou in Französisch-Guayana aus ist der Satellit vertragsgemäß spätestens im April 2017 in den Weltraum zu transportieren. Arianespace erledigte bereits die Starts von Hylas 1 (November 2010) und Hylas 2 (August 2012).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei Hylas 4 handelt es sich um den zweiten von Avanti in den Vereinigten Staaten von Amerika bestellten Satelliten. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Hylas 1, ein Ergebnis eines <a class="a" href="https://business.esa.int/sites/business/files/Andrea-Cotellessa-ver2-lr.pdf" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Entwicklungsprogramms</a> der Europäischen Raumfahrtorganisation (ESA) und eine Konstruktion eines Konsortiums aus dem Satellitenbauer Astrium und der indischen Raumfahrtforschungsorganisation ISRO auf Grundlage der indischen I-2K-Plattform, kreist seit dem 26. November 2010 um die Erde. Der bei 33,5 Grad West im Geostationären Orbit positionierte Satellit versorgt Europa im Bereich von Irland bis Polen. Seit dem Frühjahr 2014 wird gesamte Kapazität des Satelliten regelmäßig genutzt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Hylas 2 ist der erste bei OSC beschaffte Satellit Avantis. Er befindet sich seit dem 3. August 2012 im All und basiert auf OSCs Satellitenbus STAR-2.4E. Von 31 Grad Ost im Geostationären Orbit bedient er Gebiete in Europa, dem mittleren Osten und Afrika, zusammen als EMEA für Europe, Middle East &amp; Africa bezeichnet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Hylas 3 lässt Avanti als Zusatznutzlast, als sogenannte hosted payload, auf dem europäischen Bahnverfolgungs- und Datenrelaissatelliten EDRS C umsetzen. Nach aktuellen Planungen ist der Start des entsprechenden Satelliten, der in Zusammenarbeit mit der ESA entsteht, für das erst Quartal 2016 geplant. Die Hylas-3-Nutzlast soll anschließend von 31 Grad Ost im Geostationären Orbit die EMEA-Versorgung mit zusätzlicher Kapazität ergänzen.</p>
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>ESA will Artemis und Orbit-Slot an Avanti abgeben</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/esa-will-artemis-und-orbit-slot-an-avanti-abgeben/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thomas Weyrauch]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 02 Nov 2013 09:58:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Satelliten]]></category>
		<category><![CDATA[Artemis]]></category>
		<category><![CDATA[ATV 5]]></category>
		<category><![CDATA[ATV-CC]]></category>
		<category><![CDATA[Avanti]]></category>
		<category><![CDATA[ESA]]></category>
		<category><![CDATA[ITU]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunikationssatellit]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=37591</guid>

					<description><![CDATA[<p>Die Europäische Raumfahrtorganisation (ESA) möchte den experimentellen Kommunikations- und Datenrelaissatelliten Artemis an den britischen Kommunikationssatellitenbetreiber Avanti Communications PLC (Avanti) mit Sitz in London verkaufen. Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: Avanti Communications PLC, ESA. Im Dezember 2012 hatte die ESA private Satellitenbetreiber aufgefordert, Vorschläge für die Übernahme des Satelliten, seinen Betrieb über eine verbleibende Nutzungsperiode [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/esa-will-artemis-und-orbit-slot-an-avanti-abgeben/" data-wpel-link="internal">ESA will Artemis und Orbit-Slot an Avanti abgeben</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Die Europäische Raumfahrtorganisation (ESA) möchte den experimentellen Kommunikations- und Datenrelaissatelliten Artemis an den britischen Kommunikationssatellitenbetreiber Avanti Communications PLC (Avanti) mit Sitz in London verkaufen.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/redakteure/" data-wpel-link="internal">Thomas Weyrauch.</a> Quelle: Avanti Communications PLC, ESA.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large is-resized advgb-dyn-e180918f"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/02112013105831_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/02112013105831_small_1.jpg" alt="ESA / J. Huart" width="260"/></a><figcaption>
Artemis im All &#8211; Illustration 
<br>
(Bild: ESA / J. Huart)
</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Im Dezember 2012 hatte die ESA private Satellitenbetreiber aufgefordert, Vorschläge für die Übernahme des Satelliten, seinen Betrieb über eine verbleibende Nutzungsperiode sowie seine endgültige Außerdienststellung zu machen, und gleichzeitig die Weitergabe ihrer Rechte an der Postion bei 21,5 Grad Ost Geostationären Orbit angeboten. Avanti, Eigentümer der beiden modernen Kommunikationssatelliten HYLAS 1 und HYLAS 2, hat offenbar ein Konzept vorgelegt, das die Zustimmung der ESA fand.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Neben dem am 12. Juli 2001 gestarteten Satelliten Artemis, welchem man noch eine verbleibende sinnvolle Einsatzzeit von zwei bis drei Jahren zutraut, wird Avanti auch das Recht auf die fortgesetzte Nutzung der Position im Geostationären Orbit, bei der Artemis sich aktuell befindet, und den bei der Regulierungsorganisation International Telecommunications Union (ITU) dafür registrierten Frequenzen übernehmen. Den Verkaufsvorgang möchte man bis Ende des Jahre 2013 abgewickelt haben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine konkrete Summe, die Avanti an die ESA zahlen zu haben wird, wurde nicht bekannt, die beteiligten Partner sprechen von einem üblichen Betrag.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gegenstand einer Verkaufsvereinbarung soll auch sein, dass die ESA den bei 21,5 Grad Ost auf inklinierter Bahn über Zentralafrika um den Äquator schwankenden Satelliten im Jahr 2014 verwenden darf, um Verbindungen zwischen dem letzten europäischen ISS-Versorger ATV 5 und dem zuständigen Kontrollzentrum im französischen Toulouse (ATV-CC) herzustellen und zu nutzen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Avanti gab in einer Presseerklärung bekannt, dass man davon ausgeht, Artemis weitere drei Jahre betreiben zu können, auch wenn der Satellit seine Auslegungsbetriebsdauer von 10 Jahren bereits überschritten hat. Ende 2012 ging man bei der ESA davon aus, dass eine Stilllegung von Artemis 2014 erforderlich werde, und der Satellit dann in einen Friedhofsorbit zu schicken sei. Die (ursprüngliche) Mission von Artemis war im April 2012 offiziell für beendet erklärt worden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wie Avanti selbst Artemis künftig nutzen will, teilte das Unternehmen bisher nicht mit. Avanti spricht lediglich davon, die Position 21,5 Grad Ost eröffne neue Möglichkeiten. Auch ob Avanti den Satelliten tatsächlich selbst betreiben will, oder wie in die Vergangenheit auf einen Partner wie Inmarsat zurückgreift, wurde ebenfalls nicht bekannt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die ESA setzte Artemis insbesondere für die Demonstration neuer Kommunikations-Technologien ein. Entsprechend erfolgte die Namensgebung des Satelliten: Artemis steht für &#8222;Advanced Relay and Technology Mission&#8220; und heißt so viel wie fortgeschrittene Relais- und Technologiemission. Die Kommunikationstechnik von Artemis hat eine Masse von rund 550 Kilogramm. Bei Start lag die Masse des Satelliten zusammen mit rund 1.538 Kilogramm Betriebs- und Treibstoffen bei rund 3.105 Kilogramm.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Teil der Kommunikationstechnik sind ein SILEX genanntes Laser-Terminal und eine Geräteeinheit für das S/Ka-Band namens SKDR. Außerdem besitzt Artemis Komponenten zur L-Band-Kommunikation mit der Bezeichnung LLM (für L-band Land Mobile) sowie eine Navigationsnutzlast als Teil eines europäischen Systems zur Erhöhung der Genauigkeit von Satellitennavigation (EGNOS, European Geostationary Overlay System). </p>
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		<title>Ariane 5 bringt zwei Kommunikationssatelliten ins All</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/ariane-5-bringt-zwei-kommunikationssatelliten-ins-all/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 03 Aug 2012 09:59:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raketen]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Satelliten]]></category>
		<category><![CDATA[Ariane 5]]></category>
		<category><![CDATA[Avanti]]></category>
		<category><![CDATA[Hylas 2]]></category>
		<category><![CDATA[Intelsat]]></category>
		<category><![CDATA[Intelsat 20]]></category>
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		<category><![CDATA[OSC]]></category>
		<category><![CDATA[Raketenstart]]></category>
		<category><![CDATA[SS/L]]></category>
		<category><![CDATA[VA208]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Dabei handelt es sich um Intelsat 20 und HYLAS 2, die auf einen Transferorbit für die geostationäre Bahn gelangten. Ein Beitrag von Günther Glatzel. Quelle: SpaceflightNow, Skyrocket, SSL. Der Start erfolgte gegen 22.54 Uhr MESZ vom Raumfahrtzentrum Kourou aus. Dabei handelte es sich um den 64. Start einer Ariane 5 und den 50. erfolgreichen nacheinander. [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Dabei handelt es sich um Intelsat 20 und HYLAS 2, die auf einen Transferorbit für die geostationäre Bahn gelangten.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/verein-raumfahrer-net-e-v/ehemalige/" data-wpel-link="internal">Günther Glatzel</a>. Quelle: SpaceflightNow, Skyrocket, SSL.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-large is-resized advgb-dyn-7c717e16"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/03082012115933_small_1.jpg" alt="Space Systems Loral" width="260"/><figcaption>
Intelsat 20 im Orbit &#8211; Impression 
<br>
(Bild: Space Systems Loral)
</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Der Start erfolgte gegen 22.54 Uhr MESZ vom Raumfahrtzentrum Kourou aus. Dabei handelte es sich um den 64. Start einer Ariane 5 und den 50. erfolgreichen nacheinander. Als Oberstufe fand eine ECA Verwendung, wobei mit einer Gesamtmasse von 10.181 kg die größte Nutzlast dieser Rakete bisher in einen Transferorbit transportiert wurde. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach 28 Minuten und 2 Sekunden wurde zunächst Intelsat 20 vom Transportsystem getrennt. Dieser internationale Kommunikationssatellit (6,1 t) wurde von Space Systems Loral gebaut, verfügt über 60 Transponder im K<sub>u</sub>-Band, 24 im C- sowie einen im K<sub>a</sub>-Band und soll 24 Jahre lang im Geostationären Orbit seine Aufgaben erfüllen können. 
<br>
Angeboten werden Kommunikationsdienste für Europa, den Mittleren Osten, Russland und Asien. Hier sollen vor allem Fernsehprogramme ausgestrahlt werden, während weltweit auch Video-, Telefon- und sonstige Daten übertragen werden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Fünf Minuten nach dem Absetzen von Intelsat 20 wurde die SYLDA-Trägerstruktur entfernt, so dass die zweite Nutzlast startbereit wurde. Deren Aussetzen erfolgte gegen 23.28 Uhr MESZ. HYLAS 2 wurde von der Orbital Sciences Corporation für die britische Avanti Communications Group gebaut und verfügt über 24 K<sub>a</sub>-Band-Transponder. Er hat eine Masse von 3,1 t und soll mindestens 15 Jahre lang im Geostationären Orbit arbeiten. Hauptversorgungsbereiche sind Afrika, Osteuropa und der Mittlere Osten. Allerdings verfügt HYLAS 2 über eine variable Richtantenne, die auch auf andere Zielgebiete ausgerichtet werden kann. 
<br>
Beide Satelliten werden in den kommenden Tagen mit eigenem Antrieb in die Geostationäre Bahn gelangen und dort zu ihrer Zielposition driften. Dies ist für Intelsat 20 bei 68,5 Grad östlicher Länge über dem Äquator, HYLAS 2 soll auf der Position 33,5 Grad westliche Länge arbeiten. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=11006.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Ariane-5 ECA VA-208 mit Intelsat 20 und Hylas 2</a></li></ul>
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		<item>
		<title>HYLAS 1 erreicht geostationären Orbit</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/hylas-1-erreicht-geostationaeren-orbit/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thomas Weyrauch]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 04 Dec 2010 12:16:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[2010-065A]]></category>
		<category><![CDATA[Antenne]]></category>
		<category><![CDATA[Apogäumsmotor]]></category>
		<category><![CDATA[Ariane 5]]></category>
		<category><![CDATA[Avanti]]></category>
		<category><![CDATA[Hylas 1]]></category>
		<category><![CDATA[I-2K]]></category>
		<category><![CDATA[ISRO]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunikationssatellit]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Am 2. Dezember 2010 meldete die indische Raumfahrtorganisation ISRO, dass der auf einer indischen Satellitenplattform basierende Kommunikationssatellit HYLAS 1 den geostationären Orbit erreicht hat. Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: Avanti, ESA, ISRO. Auf einer Ariane-5-Rakete war HYLAS 1 zusammen mit INTELSAT 17 am 26. November 2010 in den Weltraum transportiert worden. Ursprünglich hätte HYLAS [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Am 2. Dezember 2010 meldete die indische Raumfahrtorganisation ISRO, dass der auf einer indischen Satellitenplattform basierende Kommunikationssatellit HYLAS 1 den geostationären Orbit erreicht hat.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: Avanti, ESA, ISRO.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large is-resized advgb-dyn-ed8cf9d0"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/04122010131645_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/04122010131645_small_1.jpg" alt="ISRO" width="260"/></a><figcaption>
HYLAS 1 &#8211; Illustration 
<br>
(Bild: ISRO)
</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Auf einer Ariane-5-Rakete war HYLAS 1 zusammen mit INTELSAT 17 am 26. November 2010 in den Weltraum transportiert worden. Ursprünglich hätte HYLAS 1 auf einer Sojus-Rakete fliegen sollen. Wegen der noch immer nicht fertiggestellten Sojus-Startanlagen in Kourou war ein Start auf einer Sojus-Rakete nicht mehr in einem sinnvollen zeitlichen Horizont zu erwarten. Deshalb wurde der Satellit zu einer Ariane-5-Nutzlast. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach der der Abtrennung von der Raktenoberstufe befand sich HYLAS 1 zunächst in einem Geotransferorbit. Dessen Perigäum, der der Erde am nächsten liegende Bahnpunkt, lag bei rund 250 Kilometern über der Erde, das Apogäum, der am weitesten von der Erde entfernte Bahnpunkt, bei rund 35.906 Kilometern. Gegen den Erdäquator war die Bahn um etwa 1,99 Grad geneigt. </p>



<figure class="wp-block-image alignright size-large is-resized advgb-dyn-3355e96c"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/04122010131645_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/04122010131645_small_2.jpg" alt="ISRO" width="260"/></a><figcaption> HYLAS 1 in der Compact Antenna Test Facility in Bangalore  <br> (Bild: ISRO)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Seit dem Start wird HYLAS 1 von einem als MCF für Master Control Facility bezeichneten Satellitenkontrollzentrum im indischen Hassan überwacht und gesteuert. Dementsprechend wurden von Hassan aus die drei Brennphasen des Apogäumsmotors des Satelliten am 28. November, am 29. November und am 2. Dezember 2010 initiiert und kontrolliert. Der mit flüssigem Treibstoff betriebene, 432 Newton starke Motor brachte den Satelliten nach Brennphasen von einer Stunde und 19 Minuten, 30 Minuten und rund 4 Minuten in eine annähernd kreisförmige Bahn zwischen 35.521 und 35.800 Kilometern über der Erde. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Manöver überstand der Satellit gut, und die Station in Hassan steht weiter in Funkkontakt mit dem Satelliten. Zwischenzeitlich wurde auch eine der Antennen der Kommunikationsnutzlast ausgeklappt. Letztere ist mit acht K<sub>a</sub>-Band Transpondern für Internet- und konventionelle Telekomunikationsdienste sowie zwei K<sub>u</sub>-Band-Transpondern, die insbesondere der Ausstrahlung von hochaufgelösten Fernsehprogrammen dienen sollen, ausgestattet.  </p>



<figure class="wp-block-image alignright size-large advgb-dyn-7cea183a"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/12/mcfhassanimgisro260.jpg" alt=""/><figcaption>Master Control Facility in Hassan<br>(Bild: ISRO)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">HYLAS 1 wird vor allem der Verbesserung der Verfügbarkeit des Internets in ländlichen Regionen Großbritanniens dienen. Aber auch für Bewohner anderer dünn besiedelter Gebiete in Europa könnten die von der britischen Unternehmung Avanti Communications Group plc vermarkteten, über den Satelliten bereitgestellten Dienste interessant sein. Theoretisch kann der Satellit 350.000 Haushalten einen Breitbandinternetzugang bieten. Die möglichen Downlinkgeschwindigkeiten werden zwischen zwei und zehn Mbps liegen, Uplinks sollen fünf Mbps erreichen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Avanti als Betreiberin des Satelliten trägt einen großen Teil der Baukosten. Hergestellt wurde er von einem Konsortium aus dem deutschen Satellitenbauer Astrium und der indischen Raumfahrtorganisation ISRO auf Grundlage der indischen I-2K-Plattform. 2006 hatten sich ISRO und Astrium mit ihrem Angebot gegen andere führende Satellitenhersteller aus Europa und den Vereinigten Staaten durchgesetzt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">HYLAS 1 ist katalogisiert mit der NORAD-Nr. 37.237 bzw. als COSPAR-Objekt 2010-065A. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Raumcon:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=9012.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Ariane 5 ECA V-198 mit HYLAS 1 &amp; Intelsat 17</a></li></ul>
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		<item>
		<title>Ariane 5 ECA transportiert HYLAS 1 und INTELSAT 17</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/ariane-5-eca-transportiert-hylas-1-und-intelsat-17/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thomas Weyrauch]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 27 Nov 2010 10:45:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raketen]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Satelliten]]></category>
		<category><![CDATA[Ariane 5]]></category>
		<category><![CDATA[ARTES]]></category>
		<category><![CDATA[Avanti]]></category>
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		<category><![CDATA[Feststoffbooster]]></category>
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		<category><![CDATA[Hylas 1]]></category>
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		<category><![CDATA[Intelsat 17]]></category>
		<category><![CDATA[ISRO]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunikationssatellit]]></category>
		<category><![CDATA[Kourou]]></category>
		<category><![CDATA[LS-1300]]></category>
		<category><![CDATA[Raketenstart]]></category>
		<category><![CDATA[SS/L]]></category>
		<category><![CDATA[V198]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=33653</guid>

					<description><![CDATA[<p>Am 26. November 2010 brachte eine Ariane 5 ECA Satelliten für die Betreiber Avanti Communications aus Großbritannien und Intelsat S.A. aus Luxemburg von Kourou in Französisch-Guayana aus in den Weltraum. Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: Arianespace, ESA, Intelsat. Der fünfte Flug einer Ariane 5 im Jahr 2010 und der 54. insgesamt begann um 19:39 [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/ariane-5-eca-transportiert-hylas-1-und-intelsat-17/" data-wpel-link="internal">Ariane 5 ECA transportiert HYLAS 1 und INTELSAT 17</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Am 26. November 2010 brachte eine Ariane 5 ECA Satelliten für die Betreiber Avanti Communications aus Großbritannien und Intelsat S.A. aus Luxemburg von Kourou in Französisch-Guayana aus in den Weltraum.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: Arianespace, ESA, Intelsat.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-large is-resized advgb-dyn-c9e4b020"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/27112010114534_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/27112010114534_small_1.jpg" alt="ESA/CNES/Arianespace/CSG" width="260"/></a><figcaption>
V198 steigt in den Himmel
<br>
(Bild: ESA/CNES/Arianespace/CSG)
</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Der fünfte Flug einer Ariane 5 im Jahr 2010 und der 54. insgesamt begann um 19:39 Uhr MEZ am 26. November 2010 mit der Zündung des mit flüssigem Wasserstoff und flüssigem Sauerstoff betriebenen Haupttriebwerkes der Zentralstufe auf der Startrampe ELA 3. Etwas über sieben Sekunden später zündeten die seitlich angebrachten, 31 Meter hohen Feststoffbooster, die rund 90 Prozent des Startschubs der Rakete lieferten, und die Ariane mit HYLAS 1 und INTELSAT 17 unter der 17 Meter hohen Nutzlastverkleidung hob ab. Nach 2 Minuten und 22 Sekunden Flug wurden die beiden Feststoffbooster in einer Höhe von 68,6 Kilometern abgetrennt, die Zentralstufe der Rakete war nach rund acht Minuten und 50 Sekunden ausgebrannt und wurde in einer Höhe von rund 178 Kilometern sechs Sekunden später abgeworfen, um anschließend in den Atlantik zu stürzen.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large is-resized advgb-dyn-bb7dcea6"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/11/hylas1atopesa.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/11/hylas1atopesa260.jpg" alt="" width="268" height="403"/></a><figcaption>HYLAS 1 auf PAS-937S-Nutzlastadapter auf der Trägerrakete  (Bild: ESA)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">In der Folge sorgte die Oberstufe ESC-A mit ihrem ebenfalls mit flüssigem Wasserstoff und flüssigem Sauerstoff betriebenen HM7B-Motor für Vortrieb. Sie brannte 15 Minuten und 45 Sekunden lang. Nach etwas über 27 Minuten Flug wurde dann zuerst INTELSAT 17 in einem Geotransferorbit (GTO) ausgesetzt, anschließend HYLAS 1 knapp 7 Minuten später, nachdem die 6,4 Meter hohe Nutzlasttragstruktur SYLDA 5A abgetrennt worden war. Beide Satelliten werden Orbitzirkularisierung und Positionierung im Geostationären Orbit in den kommenden Tagen mit eigenen Triebwerken bewerkstelligen. Die Gesamtnutzlast bei der Mission V198 betrug 8.867 Kilogramm, von denen zusammen 8.069 Kilogramm auf die Satelliten entfielen. Die Gesamtstartmasse der 50,5 Meter hohen Rakete betrug rund 774 Tonnen.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-large is-resized advgb-dyn-67857cdc"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/11/7361lgis17.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/11/7361lgis17260.jpg" alt="" width="260" height="367"/></a><figcaption>INTELSAT 17 auf PAS-1194C-Nutzlastadapter auf der SYLDA 5A<br>(Bild: ESA/CNES/Arianespace/CSG)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Da die beförderte Nutzlastmasse deutlich unter dem von der Rakete theoretisch Transportierbaren lag (9.500 Kilogramm in einen GTO mit 6 Grad Bahnneigung), konnte bei der Missionsplanung eine Trajektorie vorgesehen werden, bei der die Bahnneigung nur 2 Grad beträgt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Deshalb werden die Satelliten nicht so viel eigenen Treibstoff zum Abbau der restlichen Inklination einsetzen müssen, als es bei größerer Bahnneigung des GTO nötig wäre.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large is-resized advgb-dyn-735bc19b"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/11/hylas1geoVue41500.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/11/hylas1geoVue4260.jpg" alt="" width="268" height="192"/></a><figcaption>HYLAS 1 über der Erde &#8211; Illustration<br>(Bild: ESA &#8211; J.Huart)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">HYLAS 1 basiert auf der indischen I-2K-Plattform, die bereits für verschiedene Satelliten aus der INSAT-Reihe verwendet wurde. Er ist der erste von einem Konsortium aus dem deutschen Satellitenbauer Astrium und der indischen Raumfahrtorganisation ISRO für den britischen Betreiber Avanti Communications gebaute Kommunikationssatellit. Er ist außerdem der erste Satellit, der aus einer öffentlich-privaten Partnerschaft (engl. public–private partnership) zwischen der europäischen Raumfahrtagentur (ESA) und einem privaten Betreiber hervorgeht. Die Avanti Communications Group plc als künftige Eigentümerin und Betreiberin trägt einen Großteil der Kosten und wird den Satelliten nutzen, um Kunden mit Breitband- und Telekommunikationsdiensten zu versorgen. Der Beitrag der ESA besteht in einer besonders anpassungsfähigen Kommunikationsnutzlast, die sie zusammen mit dem Industriepartner EADS Astrium entwickelt und gebaut hat. Die Entwicklung erfolgte im Rahmen des ESA-Programms für fortgeschrittene Forschung zu Telekommunikationssystemen (ARTES) und wurde weitestgehend von der britischen Raumfahrtagentur (UK Space Agency) finanziert.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-large advgb-dyn-e7692de2"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/11/intelsat17ssl.jpg" data-rel="lightbox-image-4" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/11/intelsat17ssl260.jpg" alt=""/></a><figcaption>INTELSAT 17 im All &#8211; Illustration<br>(Bild: Space Systems/Loral (SS/L))</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Nach der Kommunikationsnutzlast ist der Satellit auch benannt. HYLAS steht für highly adaptable satellite, auf Deutsch etwa hochgradig anpassungsfähiger Satellit. Er besitzt 8 K<sub>a</sub>-Band- und 2 K<sub>u</sub>-Band-Transponder. Die Versorgung mit elektrischem Strom übernehmen zwei Solarzellenausleger, die dem Satelliten im entfalteten Zustand eine Gesamtspannweite von 36 Metern geben. Der beim Start 2.570 Kilogramm schwere HYLAS 1 mit einer Leermasse von 1.125 Kilogramm hat eine angestrebte Lebenserwartung von 15 Jahren. Um Kunden in Europa einen Breitbandinternetzugang zu ermöglichen und sie zusätzlich mit einer Reihe von konventionellen Telekommunikationsdiensten zu versorgen, wird er an einer Position von 33,5 Grad West im Geostationären Orbit stationiert werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Kommunikationssatellit INTELSAT 17 mit einem Leergewicht von 2.393 Kilogramm brachte 5.540 Kilogramm Startgewicht auf die Waage. Davon entfallen 3.160 Kilogramm auf die Treibstoffzuladung. Diese ermöglicht es dem Raumfahrzeug nach dem Erreichen einer Position im Geostationären Orbit, dort über 17 Jahre lang seine Position zu halten. Mit elektrischer Energie versorgt wird die Kommunikationsnutzlast von INTELSAT 17 über zwei Solarzellenausleger aus je fünf Segmenten, mit denen der Satellit auf eine Spannweite von 36,1 Metern kommt. Nach 15 Jahren im All sollen sie noch 12,4 kW elektrische Leistung generieren können, wovon die Kommunikationsnutzlast 8,8 kW benötigt. Diese besteht aus 46 K<sub>u</sub>-Band- und 28 C-Band-Transpondern. Über sie will Intelsat Nutzer in Afrika, Asien, Europa und dem mittleren Osten insbesondere mit Videodiensten versorgen. In dieser Funktion wird INTELSAT 17 Nachfolger von INTELSAT 702 an Intelsats Position von 66 Grad Ost im Geostationären Orbit. INTELSAT 17 wurde von Space Systems/Loral basierend auf dem LS-1300-OMEGA-Bus konstruiert. Er ist der 45. Satellit, den der Hersteller aus Palo Alto in Kalifornien für den Satellitenbetreiber aus Luxemburg baute, und zugleich der 49. Satellit, der von einer Ariane-Rakete für Intelsat ins All gebracht wurde, zählt man alle Raumfahrzeuge der Serien INTELSAT, GALAXY, PAS, PANAMSAT und TELSTAR. Der erste von einer Ariane-Rakete für Intelsat in den Weltraum transportierte Satellit war INTELSAT F7, der an Bord einer Ariane 1 am 19. Oktober 1983 gestartet wurde.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Raumcon:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=9012.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Ariane 5 ECA V-198 mit *HYLAS 1 &amp; Intelsat 17*</a></li></ul>
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