<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Cosmic Visions 2020 &#8211; Raumfahrer.net</title>
	<atom:link href="https://www.raumfahrer.net/tag/cosmic-visions-2020/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://www.raumfahrer.net</link>
	<description>Das Portal für Astronomie- und Raumfahrtbegeisterte</description>
	<lastBuildDate>Sat, 23 Oct 2021 02:02:59 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=7.0.2</generator>

<image>
	<url>https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/cropped-R-Logo-neu-o-512-32x32.png</url>
	<title>Cosmic Visions 2020 &#8211; Raumfahrer.net</title>
	<link>https://www.raumfahrer.net</link>
	<width>32</width>
	<height>32</height>
</image> 
	<item>
		<title>Landeplatz von Huygens nach Hubert Curien benannt</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/landeplatz-von-huygens-nach-hubert-curien-benannt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 23 Mar 2007 13:14:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Cassini]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumsonden]]></category>
		<category><![CDATA[Benennung]]></category>
		<category><![CDATA[Cosmic Visions 2020]]></category>
		<category><![CDATA[ESA]]></category>
		<category><![CDATA[Huygens]]></category>
		<category><![CDATA[Landeplatz]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=30845</guid>

					<description><![CDATA[<p>Am 14. März 2007 wurden eine historische Weltraummission und der Name eines der Gründungsväter der europäischen Raumfahrt für immer miteinander verknüpft. Quelle: ESA. Die Europäische Weltraumorganisation (ESA), der internationale Ausschuss für Weltraumforschung (COSPAR) und die NASA haben beschlossen, Professor Hubert Curiens Beitrag zur europäischen Raumfahrt zu würdigen, indem sie den Landeplatz von Huygens auf dem [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/landeplatz-von-huygens-nach-hubert-curien-benannt/" data-wpel-link="internal">Landeplatz von Huygens nach Hubert Curien benannt</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Am 14. März 2007 wurden eine historische Weltraummission und der Name eines der Gründungsväter der europäischen Raumfahrt für immer miteinander verknüpft.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: ESA.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/23032007141427_small_1.jpg" alt="ESA" width="260"/><figcaption>
Prof. Dr. Hubert Curien (1924-2005) 
<br>
(Bild: ESA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die Europäische Weltraumorganisation (ESA), der internationale Ausschuss für Weltraumforschung (COSPAR) und die NASA haben beschlossen, Professor Hubert Curiens Beitrag zur europäischen Raumfahrt zu würdigen, indem sie den Landeplatz von Huygens auf dem größten Saturnmond, Titan, nach ihm benennen.  </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Feierlichkeiten zur Namensgebung der künftigen „Hubert-Curien-Gedenkstätte“ fanden am 14. März im Beisein von Professor Curiens Witwe, Perrine Curien, einem ihrer Söhne und den Delegierten des ESA-Rates in der ESA-Hauptverwaltung in Paris statt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Landung von Huygens auf dem größten der Saturnmonde im Januar 2005 stellte einen der bedeutendsten Erfolge der Menschheit in der Geschichte der Weltraumexploration dar. Die Rolle, die die ESA dabei in Zusammenarbeit mit der NASA und der italienischen Raumfahrtagentur (ASI) spielte, war nur durch das Engagement eines Mannes möglich, der sich jahrzehntelang unermüdlich dafür eingesetzt hatte, die Bedeutung der wissenschaftlichen Forschung in seinem Heimatland, Frankreich, und in Europa zu fördern und zu stärken. Hubert Curien wurde in zahlreiche wichtige Ämter, darunter das des französischen Ministers für Wissenschaft und Raumfahrt unter vier verschiedenen Premierministern berufen.  </p>



<p class="wp-block-paragraph">Als Vorsitzender des ESA-Rates von 1981 bis 1984 leistete Curien einen entscheidenden Beitrag zur Aufstellung des damaligen langfristigen Wissenschaftsprogramms „Horizont 2000“, zu dessen Projekten auch die Mission Huygens zählte.  </p>



<p class="wp-block-paragraph">Der heutige Präsident der COSPAR und frühere Wissenschaftsdirektor der ESA (1983-2001), Professor Roger Bonnet, erklärte: „Curiens diplomatisches Geschick hat der europäischen Weltraumwissenschaft den Weg bereitet. Seine Unterstützung war 1985, als die europäischen Minister zu entscheiden hatten, wie ein solides weltraumwissenschaftliches Programm zu gestalten und seine finanzielle Machbarkeit langfristig sicherzustellen sei, ein gewichtiger Faktor.“  </p>



<p class="wp-block-paragraph">„Das jetzige Wissenschaftsprogramm der ESA, ‚Kosmische Vision’, baut auf dem Erbe Hubert Curiens auf“, bekräftigte Professor David Southwood, der derzeitige Wissenschaftsdirektor der ESA. „Er ermunterte zur Zusammenarbeit zwischen den Nationen auf, da er der festen Überzeugung war, dass die Weltraumwissenschaft eine wesentliche Grundlage für den Fortschritt und das Wohlergehen einer wissensbasierten Gesellschaft wie unserer bildet. Er förderte außerdem das Konzept der langfristigen Planung. Heute wäre es nahezu undenkbar, ein Raumfahrtvorhaben einzuleiten, ohne sich auf solche Eckpfeiler zu stützen.“  </p>



<p class="wp-block-paragraph">„Hubert Curien spielte bei der Schaffung einer europäischen Raumfahrdimension mit all ihren zahlreichen Facetten eine Schlüsselrolle“, erinnert sich Jean-Jacques Dordain, Generaldirektor der ESA. „Curien war einer der Väter des Ariane-Programms, das Europa einen eigenständigen Zugang zum Weltraum verschaffte, und einer derjenigen, die gegen Ende der 70er Jahre andere Länder durch die Einführung des Konzepts des „gerechten Rückflusses“ in der Form von Industrieverträgen davon überzeugen konnten, sich der ESA anzuschließen. Dieser außergewöhnliche Visionär wurde von allen für seine wissenschaftliche Kompetenz und seine herausragenden menschlichen, politischen und diplomatischen Fähigkeiten geschätzt. Für uns ist es daher eine große Ehre, zu seinem Gedenken beizutragen, indem wir seinen Namen für immer mit diesem bedeutsamen Ort auf der Oberfläche einer fremden Welt verbinden, dessen Entdeckung wir unter anderem ihm zu verdanken haben.“  </p>



<p class="wp-block-paragraph">Hubert Curien wurde am 30. Oktober 1924 in den Vogesen in Ostfrankreich geboren. Als Student schloss er sich dem französischen Widerstand an und wurde für seine Tapferkeit vor dem Feind ausgezeichnet. Er wurde in die Pariser Eliteschule École Normale Supérieure aufgenommen und setzte seine Karriere als Forscher in der Kristallografie im Labor für Mineralogie der Sorbonne fort. Dabei war es ihm stets ein Anliegen, die Zusammenarbeit zwischen Mineralogen und Physikern zu fördern. Im Jahr 1949 erhielt er einen Lehrauftrag an der Pariser Universität, promovierte 1951 und bekleidete ab 1956 eine Professur. Ab 1968 lehrte er trotz seiner mannigfaltigen politischen Aufgaben bis 1994 an der Universität „Pierre et Marie Curie/Paris VI“.  </p>



<p class="wp-block-paragraph">Neben seiner wissenschaftlichen Laufbahn ist Hubert Curien insbesondere für seine leitenden und politischen Ämter bekannt, die er nicht nur in Frankreich, sondern auch auf europäischer Ebene mit Engagement, Effizienz und Enthusiasmus ausübte. Er prägte eine beeindruckende Anzahl wissenschaftlicher Institutionen. Von 1966 bis 1969 war er Wissenschaftsdirektor für Physik des französischen Forschungszentrums CNRS, dem er ab 1969 als Generaldirektor vorstand. Im Jahr 1973 wurde er damit beauftragt, die Forschung in Frankreich neu zu gestalten. Von 1976 bis 1984 bekleidete er das Amt des Präsidenten der französischen Raumfahrtagentur CNES und wurde in den Jahren zwischen 1984 bis 1993 unter vier verschiedenen Regierungen zum französischen Minister für Wissenschaft und Raumfahrt berufen.  </p>



<p class="wp-block-paragraph">In der ESA war er von 1981 bis 1984 Ratsvorsitzender und gilt noch heute als einer der Väter des Ariane-Programms und als Förderer eines durch die Wissenschaft vereinten Europas. Von 1994 bis 1996 leitete er das europäische Teilchenforschungszentrum CERN und 1993 wurde er in die französische Wissenschaftsakademie gewählt.  </p>



<p class="wp-block-paragraph">Für seine Arbeit erhielt Hubert Curien die höchsten Auszeichnungen und Anerkennungen. Er wurde für seine große Intelligenz, seine Führungskapazitäten und seine politischen Fähigkeiten, aber auch für seine Schlichtheit und Bescheidenheit, seinen Humor und sein offenes Ohr für andere geschätzt. Als er am 6. Februar 2005 starb, hinterließ er eine Frau, Perrine, und drei Söhne, Nicolas, Christophe und Pierre-Louis.  </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die in Europa gebaute Sonde Huygens war Teil der Mission Cassini-Huygens zu Saturn – ein Gemeinschaftsvorhaben der ESA, der NASA und der italienischen Raumfahrtagentur ASI und das ehrgeizigste Unternehmen in der Planetenexploration, das je in die Wege geleitet wurde. Der am 15. Oktober 1997 gestartete Orbiter Cassini (ein ausgeklügelter Roboter, der den Ringplaneten umrunden und das Saturnsystem in allen Einzelheiten erkunden sollte) erreichte Saturn mit der an seiner Seite befestigten Sonde Huygens am 1. Juli 2004. Cassini setzte Huygens am 14. Januar 2005 auf dem größten Saturnmond, Titan, aus. Dies war die erste Landung auf einem Himmelskörper im äußeren Teil des Sonnensystems, die zudem die bis dahin spektakulärste Ansicht von Titan lieferte.  </p>



<p class="wp-block-paragraph">Während ihres zweieinhalbstündigen Abstiegs in diese außergewöhnliche Welt führte Huygens mit einer Reihe von sechs hochentwickelten Instrumenten eine Vielzahl von Messungen durch. Sie sammelte Daten über die Titanatmosphäre und die dort herrschenden Winde und nahm bemerkenswerte Bilder der nahenden Oberfläche bis zur Landung im Titanschlamm auf, wo sie zum Erstaunen Aller noch mehr als drei Stunden Daten übermittelte.  </p>



<p class="wp-block-paragraph">Dank der Huygens-Messungen und der zusätzlichen von Cassini aufgezeichneten Daten wissen wir heute, dass die Landschaft auf Titan mit ihren Bergen, Seen, Küstenstreifen und Flüssigkeitsströmen, bei denen Methan eine ähnliche Rolle wie bei uns das Wasser spielt, tatsächlich der Erde ähnelt. Der von Huygens erbrachte Nachweis des chemischen Elements Argon 40 wies ferner darauf hin, dass das Innere des Saturnmonds noch immer aktiv ist, was später durch Cassini bestätigt wurde, der aus „Kryo-Vulkanen“ abfließende gefrorene Lavaströme beobachten konnte.  </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Ergebnisse der Mission Cassini-Huygens lassen darauf schließen, dass Titan, von dem einst geglaubt wurde, er ähnle der gefrorenen Erde im Frühstadium, in Wirklichkeit so komplex wie jeder der terrestrischen Planeten mit einer Atmosphäre zu sein scheint. Huygens hat die Erwartungen weit übertroffen und zeigt uns Titan heute im Licht einer „fremden Erde“, die mit unserem Planeten wohl mehr gemein hat als Mars oder Venus. Huygens gibt Planetenforschern die Gelegenheit, eine neue, faszinierende Welt zu erkunden.       
</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/landeplatz-von-huygens-nach-hubert-curien-benannt/" data-wpel-link="internal">Landeplatz von Huygens nach Hubert Curien benannt</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Venus Express ist gerettet</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/venus-express-ist-gerettet/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 06 Nov 2002 15:00:24 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumsonden]]></category>
		<category><![CDATA[Venus Express]]></category>
		<category><![CDATA[Cosmic Visions 2020]]></category>
		<category><![CDATA[ESA]]></category>
		<category><![CDATA[Venus]]></category>
		<category><![CDATA[VEX]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=28164</guid>

					<description><![CDATA[<p>Die europäische Sonde Venus Express wird 2005 zur Venus starten. Ein Beitrag von Michael Stein. Quelle: ESA. Im Frühjahr hatte der ESA-Wissenschaftsdirektor David Southwood noch mitgeteilt, dass die Mission Venus Express aus dem neuen langfristigen ESA-Forschungsprogramm Cosmic Visions 2020 gestrichen worden sei. Als Grund hierfür nannte er die fehlende verbindliche Zusage aller Projektbeteiligten, die finanziellen [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/venus-express-ist-gerettet/" data-wpel-link="internal">Venus Express ist gerettet</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Die europäische Sonde <i>Venus Express</i> wird 2005 zur Venus starten.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Michael Stein. Quelle: ESA.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/10/vexESAimage2esa2k.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/10/vexESAimage2esa260.jpg" alt="" width="260"/></a><figcaption> Die Sonde &#8222;Venus Express&#8220; im Orbit um den Schwesterplaneten der Erde. (Grafik: ESA) </figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Im Frühjahr hatte der ESA-Wissenschaftsdirektor David Southwood noch mitgeteilt, dass die Mission Venus Express aus dem neuen langfristigen ESA-Forschungsprogramm Cosmic Visions 2020 gestrichen worden sei. Als Grund hierfür nannte er die fehlende verbindliche Zusage aller Projektbeteiligten, die finanziellen und zeitlichen Vorgaben der Mission einzuhalten. Doch bereits einige Wochen später, im Juli 2002, wurde von der europäischen Raumfahrtbehörde ESA eine erneute Prüfung dieser Mission veranlasst &#8211; die Zeichen standen auf einmal wieder deutlich günstiger. Als einziges Fragezeichen wurde die noch ausstehende Zusage der italienischen Projektpartner genannt, ihren Beitrag zur Mission zu erbringen. Hierfür wurde ihnen eine Frist bis Oktober gesetzt, aber schon vorher war aufgrund der ESA-Pressemeldung ein erneutes &#8222;Zurück&#8220; von der Mission kaum noch denkbar.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Während einer Sitzung des <i>Science Programme Committees (SPC)</i> der ESA am 4. und 5.&nbsp;November wurde nun endgültig die Mission <i>Venus Express</i> bewilligt, obwohl die italienischen Projektpartner auch bis zum Ende der gesetzten Frist keine Zusage über die ursprünglich vereinbarte Beteiligung an der Nutzlast des Orbiters gegeben haben. Tatsächlich wird die ESA nun Kosten in Höhe von 8,5&nbsp;Millionen Euro übernehmen, die eigentlich von Italien hätten getragen werden sollen. Nach Verhandlungen mit der italienischen Raumfahrtagentur ASI wird dafür der Anteil italienischer Wissenschaftler und Forschungsinstitute an den Projektteams reduziert werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach dem Ende der SPC-Sitzung erklärte Prof. Southwood zur nun erzielten Vereinbarung: &#8222;Ich bin sehr stolz darauf dass das SPC es geschafft hat, die Angelegenheit zu regeln. Nun können wir den Wissenschaftlern und der Industrie ganz klar sagen: Geht an die Arbeit, um Venus zu erreichen!&#8220; Mit der gestrigen Entscheidung ist die ESA bisher die einzige Raumfahrtagentur, die konkrete Pläne für Forschungssonden zu allen so genannten Inneren Planeten (Merkur, Venus und Mars) verwirklichen wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Venus Express baut zu großen Teilen auf Entwürfe für die Raumsonden Mars Express und Rosetta auf, um Kosten zu reduzieren. So sollen für diese Mission verschiedene Reserve-Exemplare von Instrumenten genutzt werden, die für die beiden genannten Raumsonden angefertigt worden sind. Der Orbiter soll nach dem für 2005 geplanten Start in eine Umlaufbahn um die Venus einschwenken und unter anderem die Venusatmosphäre unseres inneren Nachbarplaneten genauer untersuchen.</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/venus-express-ist-gerettet/" data-wpel-link="internal">Venus Express ist gerettet</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Venus Express oder: You only live twice</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/venus-express-oder-you-only-live-twice/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 19 Jul 2002 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumsonden]]></category>
		<category><![CDATA[Venus Express]]></category>
		<category><![CDATA[Atmosphäre]]></category>
		<category><![CDATA[Cosmic Visions 2020]]></category>
		<category><![CDATA[ESA]]></category>
		<category><![CDATA[Raumsonde]]></category>
		<category><![CDATA[VEX]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=77587</guid>

					<description><![CDATA[<p>Nach langem Hin und Her hat sich die ESA im Herbst 2002 für die Durchführung einer Venus-Mission entschieden. Autor: Michael Stein. Nun also doch. Nachdem es noch vor einem Monat so aussah, als wäre die europäische Venus-Raumsonde Venus Express gestorben &#8211; Opfer des neuen, unter dem Diktat gekürzter Budgets aufgestellten ESA-Forschungsprogramms Cosmic Visions 2020 -, [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/venus-express-oder-you-only-live-twice/" data-wpel-link="internal">Venus Express oder: You only live twice</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Nach langem Hin und Her hat sich die ESA im Herbst 2002 für die Durchführung einer Venus-Mission entschieden.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Autor: <a href="https://www.raumfahrer.net/verein-raumfahrer-net-e-v/ehemalige/" data-wpel-link="internal">Michael Stein</a>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nun also doch. Nachdem es noch vor einem Monat so aussah, als wäre die europäische Venus-Raumsonde <em>Venus Express</em> gestorben &#8211; Opfer des neuen, unter dem Diktat gekürzter Budgets aufgestellten ESA-Forschungsprogramms <a href="https://www.raumfahrer.net/cosmic-visions-2020/" data-wpel-link="internal">Cosmic Visions 2020</a> -, kann nun mit einiger Wahrscheinlichkeit der Beginn des zweiten Lebens dieser für 2005 geplanten Mission zum Schwesterplaneten unserer Erde gefeiert werden. Aber von Anfang an &#8230;</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><img fetchpriority="high" decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/venusexpr_01.jpg" alt="" width="374" height="249"/><figcaption><em>Venus Express</em> im Orbit um den Zielplaneten.<br>(Grafik: ESA)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Die Vorgeschichte von <em>Venus Express</em></strong><br>Im März 2001 hatte die europäische Raumfahrtbehörde <a rel="noreferrer noopener follow" href="https://www.esa.int/" target="_blank" data-wpel-link="external">ESA</a> die wissenschaftliche Community in Europa im Rahmen eines so genannten &#8222;Call for Ideas&#8220; dazu aufgerufen, Vorschläge für eine weitere Mission auf Basis der <a href="https://www.raumfahrer.net/category/mars-express/" data-wpel-link="internal">Mars-Express</a>-Plattform einzureichen. Richtigerweise wollte die ESA das bei der Entwicklung dieser Mission gewonnene Know-How erneut nutzen: Indem für die <em>Mars-Express</em>-Mission entwickelte Raumfahrzeug-Komponenten und zum Teil auch wissenschaftliche Geräte einfach noch einmal gebaut und eingesetzt werden &#8211; bedarfsweise auch mit leichten Modifikationen -, kann die extrem aufwändige und teure Neuentwicklung von Komponenten und Instrumenten und die damit notwendigerweise einhergehende Neukonzipierung oder Anpassung von Testverfahren zu erheblichen Teilen entfallen.<br><br>Tatsächlich ist diese Vorgehensweise, einmal entwickelte Komponenten bei mehreren Missionen zu nutzen, sogar die elementare Grundlage der <em>Cosmic Visions 2020</em>: Nur so ist trotz schrumpfender Budgets überhaupt an die Verwirklichung der dort definierten ehrgeizigen Ziele für die kommende Dekade zu denken. Die geplante Wiederverwertung der <em>Mars-Express</em>-Plattform ist also gleichzeitig auch ein &#8222;Real-Life&#8220;-Test für dieses neue Konzept, denn Unwägbarkeiten gibt es genug. Die erwünschten Synergie- und Einspareffekte stellen sich nur dann ein, wenn die jeweiligen Folgemissionen nicht allzu lange auf sich warten lassen. Der dementsprechend denkbar knappe Zeitrahmen für die Konzeption, Auswahl und Umsetzung einer solchen Folgemission bringt die Notwendigkeit von Arbeits- und Managementtechniken mit sich, wie sie vor allem bei wissenschaftlichen Einrichtungen bisher nicht üblich waren &#8211; Wissenschaft lebt eben auch davon, (Zeit-)Räume für das Entwickeln und Ausprobieren neuer Ideen und Konzepte zu haben.<br><br>Bereits Mitte 2001 wählte die ESA drei Missionskonzepte aus der Vielzahl der eingereichten Vorschläge aus, die anschließend in der rekordverdächtigen Zeit von nur drei Monaten eingehend geprüft wurden: <em><strong>Venus Express</strong></em> sollte insbesondere die Venus-Atmosphäre untersuchen sowie mit Hilfe eines Radars erstmals auch Aussagen über die Beschaffenheit der oberen Bodenschichten unterhalb der Venusoberfläche zulassen; <em><strong>Cosmic DUNE</strong></em> war der Vorschlag für eine Mission zur Untersuchung des interplanetaren Staubes in unserem Sonnensystem, und <em><strong>SPOrt Express</strong></em> sollte die Polarisation der kosmischen Mikrowellen-Hintergrundstrahlung messen. Die wesentlichen Kriterien bei der Entscheidung, welcher der drei Kandidaten zur Umsetzung empfohlen werden sollte, waren die Zusammensetzung der wissenschaftlichen Nutzlast, das Ausmaß der Wiederverwendung der <em>Mars-Express</em>-Plattform sowie der zu erwartende wissenschaftliche Nutzen.<br><br>Im Oktober 2001 schließlich wurde eine erste Empfehlung für <em>Venus Express</em> ausgesprochen, und nach dem erfolgreichen Passieren mehrerer Gremien erfolgte dann im Dezember auch gegenüber dem <em>Science Programme Committee (SPC)</em> der ESA die Empfehlung, die Mission in das zu dieser Zeit gerade in Arbeit befindliche neue Wissenschaftsprogramm zu übernehmen &#8211; es sah&#8216; gut aus für die erste europäische Venus-Mission, die zudem den Reigen der ESA-Forschungsmissionen zu den so genannten <em>Inneren Planeten</em> unseres Sonnensystems komplettieren würde: <a href="https://www.raumfahrer.net/category/mars-express/" data-wpel-link="internal">Mars Express</a> zum <a href="https://www.raumfahrer.net/der-mars/" data-wpel-link="internal">Mars</a>, <a href="https://www.raumfahrer.net/der-merkur-orbiter-bepicolombo/" data-wpel-link="internal">Bepi Colombo</a> zum <a href="https://www.raumfahrer.net/der-merkur/" data-wpel-link="internal">Merkur</a> und nun <em>Venus Express</em> zur <a href="https://www.raumfahrer.net/die-venus/" data-wpel-link="internal">Venus</a>?<br><br><strong><em>Venus Express</em> wird abgesetzt</strong></p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/venusexpr_02.jpg" alt=""/><figcaption><em>Venus Express</em> kurz vor dem Transport nach Baikonur.<br>(Foto: ESA-S. CORVAJA)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Als der Wissenschaftsdirektor der ESA, Prof. David Southwood, bei der Sitzung des &#8222;Ausschusses für Weltraumwissenschaft&#8220; der ESA am 22. und 23. Mai 2002 in Norwegen dann schließlich das überarbeitete Langzeitforschungsprogramm <em>Cosmic Visions 2020</em> vorstellte, konnte er zufrieden sein: Trotz geringerer finanzieller Mittel waren nicht nur alle Forschungsmissionen in dieses Programm aufgenommen worden, die bereits im vorhergehenden ESA-Forschungsprogramm <em>Horizons 2000</em> genannt waren, durch die beschriebenen Änderungen der Verfahrensweisen konnte die Anzahl der geplanten Missionen sogar erhöht werden: Sah <em>Horizons 2000</em> noch 12 Forschungsmissionen in 11 Jahren vor, so sind im Rahmen der <em>Cosmic Visions 2020</em> insgesamt 16 Missionen in 10 Jahren geplant!<br><br>Doch weil auch die ESA keine Wunder vollbringen kann, war dieses Ergebnis nicht umsonst zu haben. Der Preis ist der annährend vollständige Verlust von Flexibilität bei der Durchführung des Forschungsprogramms und der gleichermaßen drastische Wegfall von zeitlichen und finanziellen Spielräumen für alle an den Projekten beteiligten Parteien: &#8222;I will bring trains into the station and if passengers can&#8217;t pay for the tickets then, the train doesn&#8217;t go&#8220;, wie es ESA-Wissenschaftsdirektor David Southwood in einem Vortrag anlässlich des <em>Rosetta/INTEGRAL</em>-Medientages im Juni 2002 bildhaft ausdrückte.<br><br>Im gleichen Vortrag äußerte er sich auch noch einmal dezidiert zum Schicksal der Mission <em>Venus Express</em>: &#8222;The Executive withdrew Venus Express because not everybody involved could commit to the schedule required to meet the budget&#8220; &#8211; eine Bestätigung der Aussage vom Mai und somit das scheinbar endgültige &#8222;Aus&#8220; für diese Mission&#8230;<br><br><strong>Eine zweite Chance für <em>Venus Express</em></strong><br>Vier Wochen nach dem vermeintlichen K.O. dann ein neuer, starker Hoffnungsschimmer für die europäische Venus-Sonde. Die ESA meldet am 15. Juli 2002, dass das <em>Science Programme Committee</em> der europäischen Weltraumagentur nach einer erneuten, durch das ESA-Council veranlassten Prüfung der Mission <em>Venus Express</em> nunmehr die Aussichten für einen erfolgreichen Start der Mission im November 2005 für gut genug hält, um mit den Arbeit an diesem Projekt weiter fortzufahren. Allerdings, so geht aus der Pressemeldung hervor, sei das Schicksal dieser Mission noch nicht endgültig geklärt, da der von Italien zu erbringende Missionsbeitrag noch nicht bestätigt sei. Italien habe nun bis zum 15. Oktober 2002 Zeit, um zu erklären, ob es den von ihm zu erbringenden Beitrag tatsächlich zu leisten im Stande sei &#8211; erst dann sei die Durchführung der Mission endgültig gesichert.<br><br>Dieser Einschränkung zum Trotz wird <em>Venus Express</em> wohl mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit in gut drei Jahren starten. Nach der Veröffentlichung der letzten Pressemeldung vom 15. Juli, deren Quintessenz ja bereits in der Überschrift &#8222;Venus Express comes into Cosmic Vision&#8220; zu lesen steht, wäre ein erneuter Rückzieher von dieser Mission, für die ESA trotz der italienischen Hintertür kaum ohne Gesichtsverlust machbar &#8211; dafür hat man sich nun doch etwas zu sehr aus dem Fenster gelehnt. Auch der Umstand, dass <em>Venus Express</em> als eine &#8222;Evaluierungsmission&#8220; für die neuen Arbeits- und Managementverfahren dienen soll, macht den Wegfall dieser Mission unwahrscheinlicher.<br><br>Auf Anfrage von <em>Raumfahrer.net</em> erklärte der ESA-Pressesprecher Clovis De Matos, dass Italien noch im Juni erklärt habe, die notwendigen Ressourcen zur Fortführung von <em>Venus Express</em> würden nicht zur Verfügung stehen. Mittlerweile jedoch habe sich die Situation geändert, und der italienische Beitrag zur Mission in Form eines oder mehrerer wissenschaftlicher Instrumente(s) sei nun eventuell doch möglich. Wenn es im Oktober zu einer endgültigen Absage aus Italien kommen sollte, so De Matos, wird die ESA unter den übrigen Mitgliedsstaaten jemanden finden müssen, der die fehlenden Instrumente bereitstellen kann &#8211; eine Antwort, die den Schluss nahe legt, das ein &#8222;Nein&#8220; aus Italien nicht das endgültige &#8222;Aus&#8220; für die Venus-Sonde bedeuten würde.<br><br>Die Zeichen für Europas ersten Auftritt beim Schwester-Planeten unserer Erde stimmen nun also wieder optimistisch. Hoffen wir, damit die letzte Wendung von <em>Venus Express</em> miterlebt zu haben &#8230;</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Verwandte Artikel:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://www.raumfahrer.net/category/venus_express/" data-wpel-link="internal"><em>Venus Express</em>-Sonderseite</a></li></ul>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/venus-express-oder-you-only-live-twice/" data-wpel-link="internal">Venus Express oder: You only live twice</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
	</channel>
</rss>
