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		<title>Erste Entdeckung von magnetischen massereichen Sternen außerhalb unserer Galaxie</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 29 May 2024 21:02:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Erstmalig wurden Magnetfelder in drei massereichen, heißen Sternen in unseren Nachbargalaxien, den Großen und Kleinen Magellanschen Wolken, nachgewiesen. Eine Pressemitteilung des Leibniz-Instituts für Astrophysik Potsdam (AIP). Quelle: AIP 29. Mai 2024. 29. Mai 2024 &#8211; Während magnetische massereiche Sterne bereits in unserer eigenen Galaxie entdeckt wurden, ist die Entdeckung des Magnetismus in den Magellanschen Wolken [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Erstmalig wurden Magnetfelder in drei massereichen, heißen Sternen in unseren Nachbargalaxien, den Großen und Kleinen Magellanschen Wolken, nachgewiesen. Eine Pressemitteilung des Leibniz-Instituts für Astrophysik Potsdam (AIP).</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: AIP 29. Mai 2024.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full has-lightbox"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/heic2211aNASAESAAJamesSTScI.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Das massereichste Sternentstehungsgebiet NGC346 in der Kleinen Magellanschen Wolke im Sternbild Tukan am südlichen Sternenhimmel, etwa 200 000 Lichtjahre von der Erde entfernt. (Bild: NASA, ESA, A. James (STScI))" data-rl_caption="" title="Das massereichste Sternentstehungsgebiet NGC346 in der Kleinen Magellanschen Wolke im Sternbild Tukan am südlichen Sternenhimmel, etwa 200 000 Lichtjahre von der Erde entfernt. (Bild: NASA, ESA, A. James (STScI))" data-wpel-link="internal"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="260" height="250" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/heic2211aNASAESAAJamesSTScI26.jpg" alt="Das massereichste Sternentstehungsgebiet NGC346 in der Kleinen Magellanschen Wolke im Sternbild Tukan am südlichen Sternenhimmel, etwa 200 000 Lichtjahre von der Erde entfernt. (Bild: NASA, ESA, A. James (STScI))" class="wp-image-140517"/></a><figcaption class="wp-element-caption">Das massereichste Sternentstehungsgebiet NGC346 in der Kleinen Magellanschen Wolke im Sternbild Tukan am südlichen Sternenhimmel, etwa 200 000 Lichtjahre von der Erde entfernt. (Bild: NASA, ESA, A. James (STScI))</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">29. Mai 2024 &#8211; Während magnetische massereiche Sterne bereits in unserer eigenen Galaxie entdeckt wurden, ist die Entdeckung des Magnetismus in den Magellanschen Wolken von besonderer Bedeutung, da es in diesen Galaxien eine starke Population von jungen massereichen Sternen gibt. Dies bietet eine einmalige Gelegenheit, die aktive Sternentstehung und die maximale Masse zu untersuchen, die ein stabiler Stern haben kann.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Magnetismus gilt als Schlüsselkomponente bei der Entwicklung massereicher Sterne und hat weitreichende Auswirkungen auf deren endgültiges Verhalten. Es sind die massereichen Sterne mit anfänglich mehr als acht Sonnenmassen, die am Ende ihrer Entwicklung Neutronensterne und Schwarze Löcher zurücklassen. Spektakuläre Verschmelzungen solcher kompakten Überbleibsel wurden von Gravitationswellen-Observatorien bereits beobachtet. Darüber hinaus schlagen einige Theorien einen magnetischen Mechanismus für die Explosion massereicher Sterne vor, der für Gammastrahlenausbrüche, Röntgenblitze und Supernovae relevant ist. „Untersuchungen von Magnetfeldern in massereichen Sternen in Galaxien mit jungen Sternpopulationen liefern entscheidende Informationen über die Rolle von Magnetfeldern bei der Sternentstehung im frühen Universum mit nicht durch Metalle verunreinigtem Sternentstehungsgas“, sagt Dr. Swetlana Hubrig vom Leibniz-Institut für Astrophysik Potsdam (AIP) und Erstautorin der Studie.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Stellare Magnetfelder werden mittels Spektropolarimetrie gemessen. Dazu wird das zirkular polarisierte Sternenlicht aufgezeichnet und die kleinsten Änderungen in den Spektrallinien werden untersucht. Um die notwendige Genauigkeit der Polarisationsmessungen zu erreichen, benötigt diese Methode jedoch Daten von hoher Qualität. „Die Methode ist extrem hungrig nach Photonen. Das ist eine besondere Herausforderung, denn selbst die hellsten massereichen Sterne, die mehr als acht Sonnenmassen haben, sind bei der Beobachtung in unseren Nachbargalaxien, der Großen und der Kleinen Magellanschen Wolke, relativ lichtschwach&#8220;, erklärt Dr. Silva Järvinen vom AIP. Aufgrund dieser Bedingungen sind herkömmliche hochauflösende Spektropolarimeter und kleinere Teleskope für solche Untersuchungen ungeeignet. Deshalb wurde das niedrig auflösende Spektropolarimeter FORS2 verwendet, das auf einem der vier 8-Meter-Teleskope des Very Large Telescope (VLT) der Europäischen Südsternwarte (ESO) montiert ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Frühere Versuche, Magnetfelder in massereichen Sternen außerhalb unserer Galaxie nachzuweisen, blieben bisher ohne Erfolg. Diese Messungen sind komplex und hängen von mehreren Faktoren ab. Das Magnetfeld, das mit zirkularer Polarisation gemessen wird, wird als longitudinales Magnetfeld bezeichnet und entspricht ausschließlich der Feldkomponente, die in Richtung des Beobachters zeigt. Es ist vergleichbar mit dem Licht eines Leuchtturms, das leicht zu sehen ist, wenn der Strahl in Richtung des Beobachters strahlt. Da die Magnetfeldstruktur in massereichen Sternen in der Regel durch einen globalen Dipol mit einer zur Rotationsachse geneigten Achse gekennzeichnet ist, kann die Stärke des longitudinalen Magnetfelds in Rotationsphasen gleich Null sein, wenn der Beobachter direkt auf den magnetischen Äquator des rotierenden Sterns blickt. Die Nachweisbarkeit des Polarisationssignals hängt auch von der Anzahl der Spektralmerkmale ab, die zur Untersuchung der Polarisation verwendet werden. Die Beobachtung eines breiteren Spektralbereichs mit einer größeren Anzahl von spektralen Merkmalen ist vorzuziehen. Darüber hinaus sind längere Belichtungszeiten entscheidend für die Aufnahme polarimetrischer Spektren mit einem ausreichend hohen Signal-Rausch-Verhältnis.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Unter Berücksichtigung dieser wichtigen Faktoren führte das AIP-Team spektropolarimetrische Beobachtungen von fünf massereichen Sternen in den Magellanschen Wolken durch. Beobachtet wurden zwei vermutlich einzelne Sterne, die typische spektrale Eigenschaften für magnetische massereiche Sterne aufweisen, wie sie in unserer eigenen Galaxie üblich sind, sowie ein massereiches Doppelsternsystem, das aktiv miteinander in Wechselwirkung steht (Cl*NGC346 SSN7). Dieses Doppelsternsystem befindet sich im Kern der massereichsten Sternentstehungsregion NGC346 in der Kleinen Magellanschen Wolke. Dabei gelang es, Magnetfelder in der Größenordnung von Kilogauss nachzuweisen. Auf der Oberfläche unserer Sonne können solch starke Magnetfelder nur in kleinen, stark magnetisierten Regionen &#8211; den Sonnenflecken &#8211; nachgewiesen werden. Die berichteten Magnetfeldnachweise in den Magellanschen Wolken sind der erste Hinweis darauf, dass die Bildung massereicher Sterne in Galaxien mit jungen Sternpopulationen ähnlich abläuft wie in unserer Galaxie.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Über das AIP</strong><br>Das Leibniz-Institut für Astrophysik Potsdam (AIP) widmet sich astrophysikalischen Fragen, die von der Untersuchung unserer Sonne bis zur Entwicklung des Kosmos reichen. Forschungsschwerpunkte sind dabei kosmische Magnetfelder und extragalaktische Astrophysik sowie die Entwicklung von Forschungstechnologien in den Bereichen Spektroskopie, robotische Teleskope und E-Science. Seinen Forschungsauftrag führt das AIP im Rahmen zahlreicher nationaler, europäischer und internationaler Kooperationen aus. Das Institut ist Nachfolger der 1700 gegründeten Berliner Sternwarte und des 1874 gegründeten Astrophysikalischen Observatoriums Potsdam, das sich als erstes Institut weltweit ausdrücklich der Astrophysik widmete. Seit 1992 ist das AIP Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Publikation</strong><br>Detection of extragalactic magnetic massive stars<br>S. Hubrig , M. Schöller , S. P. Järvinen , A. Cikota , M. Abdul-Masih ,<br>A. Escorza , and R. Jayaraman<br>A&amp;A, 686, L4 (2024)<br>doi.org/10.1051/0004-6361/202449793<br><a href="https://www.aanda.org/articles/aa/full_html/2024/06/aa49793-24/aa49793-24.html" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">https://www.aanda.org/articles/aa/full_html/2024/06/aa49793-24/aa49793-24.html</a><br>pdf: <a href="https://www.aanda.org/articles/aa/pdf/2024/06/aa49793-24.pdf" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">https://www.aanda.org/articles/aa/pdf/2024/06/aa49793-24.pdf</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=6591.msg562010#msg562010" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Stellare Magnetfelder</a></li>



<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=452.msg562011#msg562011" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Magellansche Wolken</a></li>
</ul>
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			</item>
		<item>
		<title>ESO: Metallische Narbe auf kannibalischem Stern gefunden</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/eso-metallische-narbe-auf-kannibalischem-stern-gefunden/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 26 Feb 2024 19:49:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Wenn ein Stern wie unsere Sonne sein Lebensende erreicht, kann er die umliegenden Planeten und Asteroiden, die mit ihm geboren wurden, in sich aufnehmen. Mit dem Very Large Telescope (VLT) der Europäischen Südsternwarte (ESO) in Chile haben Forschende nun zum ersten Mal eine einzigartige Spur dieses Prozesses gefunden – eine Art Narbe auf der Oberfläche [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Wenn ein Stern wie unsere Sonne sein Lebensende erreicht, kann er die umliegenden Planeten und Asteroiden, die mit ihm geboren wurden, in sich aufnehmen. Mit dem Very Large Telescope (VLT) der Europäischen Südsternwarte (ESO) in Chile haben Forschende nun zum ersten Mal eine einzigartige Spur dieses Prozesses gefunden – eine Art Narbe auf der Oberfläche eines Weißen Zwergsterns. Die Ergebnisse werden heute in der Zeitschrift The Astrophysical Journal Letters veröffentlicht. Eine Pressemitteilung des ESO Science Outreach Network (ESON).</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: ESON 26. Februar 2024.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/eso2403a2k.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Diese künstlerische Darstellung zeigt den magnetischen Weißen Zwerg WD 0816-310, auf dessen Oberfläche Astronominnen und Astronomen eine Art Narbe gefunden haben, die auf den Einschluss von Planetentrümmern zurückzuführen ist. Wenn sich Objekte wie Planeten oder Asteroiden dem Weißen Zwerg nähern, werden sie zerrissen und bilden eine Trümmerscheibe um den toten Stern. Ein Teil dieses Materials kann vom Weißen Zwerg verschlungen werden und Spuren bestimmter chemischer Elemente auf seiner Oberfläche hinterlassen. Mithilfe des Very Large Telescope der ESO fanden die Forschenden heraus, dass sich die Signatur dieser chemischen Elemente mit der Rotation des Sterns ebenso wie das Magnetfeld periodisch verändert. Dies deutet darauf hin, dass die Magnetfelder diese Elemente auf den Stern schleuderten, sodass sie sich an den Magnetpolen konzentrierten und die hier zu sehende Narbe bildeten. (Bild: ESO/L. Calçada)" data-rl_caption="" title="Diese künstlerische Darstellung zeigt den magnetischen Weißen Zwerg WD 0816-310, auf dessen Oberfläche Astronominnen und Astronomen eine Art Narbe gefunden haben, die auf den Einschluss von Planetentrümmern zurückzuführen ist. Wenn sich Objekte wie Planeten oder Asteroiden dem Weißen Zwerg nähern, werden sie zerrissen und bilden eine Trümmerscheibe um den toten Stern. Ein Teil dieses Materials kann vom Weißen Zwerg verschlungen werden und Spuren bestimmter chemischer Elemente auf seiner Oberfläche hinterlassen. Mithilfe des Very Large Telescope der ESO fanden die Forschenden heraus, dass sich die Signatur dieser chemischen Elemente mit der Rotation des Sterns ebenso wie das Magnetfeld periodisch verändert. Dies deutet darauf hin, dass die Magnetfelder diese Elemente auf den Stern schleuderten, sodass sie sich an den Magnetpolen konzentrierten und die hier zu sehende Narbe bildeten. (Bild: ESO/L. Calçada)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="260" height="200" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/eso2403a26.jpg" alt="Diese künstlerische Darstellung zeigt den magnetischen Weißen Zwerg WD 0816-310, auf dessen Oberfläche Astronominnen und Astronomen eine Art Narbe gefunden haben, die auf den Einschluss von Planetentrümmern zurückzuführen ist. Wenn sich Objekte wie Planeten oder Asteroiden dem Weißen Zwerg nähern, werden sie zerrissen und bilden eine Trümmerscheibe um den toten Stern. Ein Teil dieses Materials kann vom Weißen Zwerg verschlungen werden und Spuren bestimmter chemischer Elemente auf seiner Oberfläche hinterlassen. Mithilfe des Very Large Telescope der ESO fanden die Forschenden heraus, dass sich die Signatur dieser chemischen Elemente mit der Rotation des Sterns ebenso wie das Magnetfeld periodisch verändert. Dies deutet darauf hin, dass die Magnetfelder diese Elemente auf den Stern schleuderten, sodass sie sich an den Magnetpolen konzentrierten und die hier zu sehende Narbe bildeten. (Bild: ESO/L. Calçada)" class="wp-image-137090"/></a><figcaption class="wp-element-caption">Diese künstlerische Darstellung zeigt den magnetischen Weißen Zwerg WD 0816-310, auf dessen Oberfläche Astronominnen und Astronomen eine Art Narbe gefunden haben, die auf den Einschluss von Planetentrümmern zurückzuführen ist.
Wenn sich Objekte wie Planeten oder Asteroiden dem Weißen Zwerg nähern, werden sie zerrissen und bilden eine Trümmerscheibe um den toten Stern. Ein Teil dieses Materials kann vom Weißen Zwerg verschlungen werden und Spuren bestimmter chemischer Elemente auf seiner Oberfläche hinterlassen. 
Mithilfe des Very Large Telescope der ESO fanden die Forschenden heraus, dass sich die Signatur dieser chemischen Elemente mit der Rotation des Sterns ebenso wie das Magnetfeld periodisch verändert. Dies deutet darauf hin, dass die Magnetfelder diese Elemente auf den Stern schleuderten, sodass sie sich an den Magnetpolen konzentrierten und die hier zu sehende Narbe bildeten.
(Bild: ESO/L. Calçada)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">26. Februar 2024 &#8211; „Wir wissen, dass sich einige Weiße Zwerge – die langsam auskühlenden, glühenden Reste von Sternen wie unsere Sonne – Teile ihrer Planetensysteme einverleiben. Jetzt haben wir entdeckt, dass das Magnetfeld des Sterns bei diesem Prozess eine Schlüsselrolle spielt. Das Ergebnis ist eine Art Narbe auf der Oberfläche des Weißen Zwerges“, sagt Stefano Bagnulo, Astronom am Armagh Observatory and Planetarium in Nordirland, Vereinigtes Königreich, und Hauptautor der Studie.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei der vom Team beobachteten Narbe handelt es sich um eine Anhäufung von Metallen auf der Oberfläche des Weißen Zwerges WD 0816-310, dem erdgroßen Überrest eines Sterns, der unserer Sonne ähnelte, aber etwas größer war als sie. „Wir haben festgestellt, dass diese Metalle von einem Planetenfragment stammen, das so groß ist wie oder möglicherweise größer als Vesta. Vesta hat einen Durchmesser von etwa 500 Kilometern und ist der zweitgrößte Asteroid im Sonnensystem“, sagt Jay Farihi, Professor am University College London, Großbritannien, und Mitautor der Studie.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Beobachtungen lieferten auch Hinweise darauf, woher der Stern seine Metallnarbe hat. Das Team stellte fest, dass sich die Stärke des metallischen Abdrucks mit der Rotation des Sterns veränderte. Dies deutet darauf hin, dass sich die Metalle auf einen bestimmten Bereich auf der Oberfläche des Weißen Zwerges konzentrieren und nicht gleichmäßig über ihn verteilt sind. Sie fanden auch heraus, dass diese Veränderungen mit den Schwankungen des Magnetfelds des Weißen Zwerges einhergingen, was darauf hindeutet, dass sich diese Metallnarbe an einem seiner Magnetpole befindet. Zusammengenommen deuten diese Hinweise darauf hin, dass das Magnetfeld Metalle auf den Stern schleuste, wodurch die Narbe entstand [1].</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Überraschenderweise war das Material nicht gleichmäßig über die Oberfläche des Sterns verteilt, wie es theoretisch vorhergesagt wurde. Stattdessen handelt es sich bei dieser Narbe um einen konzentrierten Fleck aus Planetenmaterial, der von demselben Magnetfeld festgehalten wird, das auch die einfallenden Fragmente abgelenkt hat“, sagt Mitautor John Landstreet, Professor an der University of Western Ontario, Kanada. Er ist auch am Armagh Observatorium and Planetarium tätig. „So etwas hat man noch nie gesehen.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Um zu diesen Schlussfolgerungen zu gelangen, nutzte das Team den Alleskönner am VLT namens FORS2, mit dem sie die Metallnarbe nachweisen und mit dem Magnetfeld des Sterns in Verbindung bringen konnten. „Die ESO verfügt über die einzigartige Kombination von Fähigkeiten, die für die Beobachtung schwacher Objekte wie Weißer Zwerge und die empfindliche Messung stellarer Magnetfelder erforderlich sind“, sagt Bagnulo. In seiner Studie stützte sich das Team auch auf Archivdaten des X-shooter-Instruments des VLT, um seine Ergebnisse zu bestätigen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mithilfe solcher Beobachtungen können Astronominnen und Astronomen die Zusammensetzung der Masse von Exoplaneten, also Planeten, die andere Sterne außerhalb des Sonnensystems umkreisen, ermitteln. Diese einzigartige Studie zeigt auch, wie Planetensysteme dynamisch aktiv bleiben können, selbst nach ihrem „Tod“.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Endnoten</strong><br>[1] In der Vergangenheit haben Astronominnen und Astronomen zahlreiche Weiße Zwerge beobachtet, die durch über die Oberfläche des Sterns verstreute Metalle verunreinigt waren. Es ist bekannt, dass diese von zerbrochenen Planeten oder Asteroiden stammen, die dem Stern zu nahe gekommen sind. Sie folgen Bahnen, die ähnlich wie die von Kometen in unserem Sonnensystem den Stern streifen. Bei WD 0816-310 ist das Team jedoch zuversichtlich, dass verdampftes Material ionisiert und durch das Magnetfeld des Weißen Zwerges auf die Magnetpole gelenkt wurde. Dieser Prozess ähnelt der Entstehung von Polarlichtern auf der Erde und auf dem Jupiter.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Weitere Informationen</strong><br>Diese Forschungsarbeit wurde in einer Veröffentlichung mit dem Titel „Discovery of magnetically guided metal accretion onto a polluted white dwarf“ (Entdeckung der magnetisch gesteuerten Metallakkretion auf einem verunreinigten Weißen Zwerg) vorgestellt, die in The Astrophysical Journal Letters (doi:10.3847/2041-8213/ad2619) erscheint.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Team besteht aus Stefano Bagnulo (Armagh Observatory &amp; Planetarium, Vereinigtes Königreich [Armagh]), Jay Farihi (Department of Physics and Astronomy, University College London, Vereinigtes Königreich), John D. Landstreet (Armagh; Department of Physics &amp; Astronomy, Western University, Kanada) und Colin P. Folsom (Tartu Observatory, University of Tartu, Estland).</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Über die ESO</strong><br>Die Europäische Südsternwarte (<a href="https://www.eso.org/public/germany/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">ESO</a>) befähigt Wissenschaftler*innen weltweit, die Geheimnisse des Universums zum Nutzen aller zu entdecken. Wir entwerfen, bauen und betreiben Observatorien von Weltrang, die Astronominnen und Astronomen nutzen, um spannende Fragen zu beantworten und die Faszination der Astronomie zu wecken, und wir fördern die internationale Zusammenarbeit in der Astronomie.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die ESO wurde 1962 als zwischenstaatliche Organisation gegründet und wird heute von 16 Mitgliedstaaten (Belgien, Dänemark, Deutschland, Frankreich, Finnland, Irland, Italien, den Niederlanden, Österreich, Polen, Portugal, Schweden, der Schweiz, Spanien, der Tschechischen Republik und dem Vereinigten Königreich) sowie dem Gastland Chile und Australien als strategischem Partner unterstützt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Hauptsitz der ESO und ihr Besucherzentrum und Planetarium, die ESO Supernova, befinden sich in der Nähe von München in Deutschland, während die chilenische Atacama-Wüste, ein wunderbarer Ort mit einzigartigen Bedingungen für die Himmelsbeobachtung, unsere Teleskope beherbergt. Die ESO betreibt drei Beobachtungsstandorte: La Silla, Paranal und Chajnantor. Am Standort Paranal betreibt die ESO das Very Large Telescope und das dazugehörige Very Large Telescope Interferometer sowie Durchmusterungsteleskope wie z. B. VISTA. Ebenfalls am Paranal wird die ESO das Cherenkov Telescope Array South betreiben, das größte und empfindlichste Gammastrahlen-Observatorium der Welt. Zusammen mit internationalen Partnern betreibt die ESO auf Chajnantor APEX und ALMA, zwei Einrichtungen zur Beobachtung des Himmels im Millimeter- und Submillimeterbereich. Auf dem Cerro Armazones in der Nähe von Paranal bauen wir „das größte Auge der Welt am Himmel“ – das Extremely Large Telescope der ESO. Von unseren Büros in Santiago, Chile, aus unterstützen wir unsere Aktivitäten im Land und arbeiten mit chilenischen Partnern und der Gesellschaft zusammen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Übersetzungen von englischsprachigen ESO-Pressemitteilungen sind ein Service des ESO Science Outreach Network (ESON), eines internationalen Netzwerks für astronomische Öffentlichkeitsarbeit, in dem Wissenschaftler und Wissenschaftskommunikatoren aus allen ESO-Mitgliedsländern (und einigen weiteren Staaten) vertreten sind. Deutscher Knoten des Netzwerks ist das <a href="https://www.haus-der-astronomie.de/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Haus der Astronomie</a> in Heidelberg.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Forschungsartikel</strong><br>pdf: <a href="https://www.eso.org/public/archives/releases/sciencepapers/eso2403/eso2403a.pdf" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">https://www.eso.org/public/archives/releases/sciencepapers/eso2403/eso2403a.pdf</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=632.msg559261#msg559261" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Weisse Zwerge</a></li>
</ul>
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			</item>
		<item>
		<title>Astronom*innen weisen bisher fernsten schnellen Radioblitz nach</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/astronominnen-weisen-bisher-fernsten-schnellen-radioblitz-nach/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 19 Oct 2023 21:21:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Ein internationales Team hat einen fernen Ausbruch kosmischer Radiowellen entdeckt, der weniger als eine Millisekunde dauerte. Dieser „schnelle Radioblitz“ (FRB) ist der bisher fernste, der je registriert wurde. Eine Pressemitteilung des ESO Science Outreach Network (ESON). Quelle: ESON 19. Oktober 2023. 19. Oktober 2023 &#8211; Die Quelle wurde mit dem Very Large Telescope (VLT) der [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Ein internationales Team hat einen fernen Ausbruch kosmischer Radiowellen entdeckt, der weniger als eine Millisekunde dauerte. Dieser „schnelle Radioblitz“ (FRB) ist der bisher fernste, der je registriert wurde. Eine Pressemitteilung des ESO Science Outreach Network (ESON).</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: ESON 19. Oktober 2023.</p>



<p class="wp-block-paragraph">19. Oktober 2023 &#8211; Die Quelle wurde mit dem Very Large Telescope (VLT) der Europäischen Südsternwarte (ESO) in einer Galaxie lokalisiert, die so weit entfernt ist, dass ihr Licht acht Milliarden Jahre gebraucht hat, um uns zu erreichen. Der Radioblitz ist auch einer der energiereichsten, die je beobachtet wurden; in einem winzigen Bruchteil einer Sekunde gab er die äquivalente Energiemenge von 30 Jahren der Gesamtemission unserer Sonne frei.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Entdeckung des Ausbruchs, genannt FRB 20220610A, wurde im Juni des letzten Jahres vom ASKAP-Radioteleskop in Australien gemacht [1] und übertraf den bisherigen Distanzrekord des Teams um 50 Prozent.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/eso2317a2k.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Diese künstlerische Darstellung (nicht maßstabsgetreu) veranschaulicht den Weg des schnellen Radioblitzes FRB 20220610A, von der entfernten Galaxie, in der er entstand, bis zur Erde, in einem der Spiralarme der Milchstraße. Die Quellgalaxie von FRB 20220610A, dank des Very Large Telescope der ESO lokalisiert, scheint sich in einer kleinen Gruppe wechselwirkender Galaxien zu befinden. Sie ist so weit entfernt, dass ihr Licht acht Milliarden Jahre gebraucht hat, um uns zu erreichen, was FRB 20220610A zum bisher fernsten schnellen Radioblitz macht. (Bild: ESO/M. Kornmesser)" data-rl_caption="" title="Diese künstlerische Darstellung (nicht maßstabsgetreu) veranschaulicht den Weg des schnellen Radioblitzes FRB 20220610A, von der entfernten Galaxie, in der er entstand, bis zur Erde, in einem der Spiralarme der Milchstraße. Die Quellgalaxie von FRB 20220610A, dank des Very Large Telescope der ESO lokalisiert, scheint sich in einer kleinen Gruppe wechselwirkender Galaxien zu befinden. Sie ist so weit entfernt, dass ihr Licht acht Milliarden Jahre gebraucht hat, um uns zu erreichen, was FRB 20220610A zum bisher fernsten schnellen Radioblitz macht. (Bild: ESO/M. Kornmesser)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="600" height="380" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/eso2317a60.jpg" alt="Diese künstlerische Darstellung (nicht maßstabsgetreu) veranschaulicht den Weg des schnellen Radioblitzes FRB 20220610A, von der entfernten Galaxie, in der er entstand, bis zur Erde, in einem der Spiralarme der Milchstraße. Die Quellgalaxie von FRB 20220610A, dank des Very Large Telescope der ESO lokalisiert, scheint sich in einer kleinen Gruppe wechselwirkender Galaxien zu befinden. Sie ist so weit entfernt, dass ihr Licht acht Milliarden Jahre gebraucht hat, um uns zu erreichen, was FRB 20220610A zum bisher fernsten schnellen Radioblitz macht. (Bild: ESO/M. Kornmesser)" class="wp-image-132619" style="aspect-ratio:1.5789473684210527;width:600px;height:auto" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/eso2317a60.jpg 600w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/eso2317a60-300x190.jpg 300w" sizes="(max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Diese künstlerische Darstellung (nicht maßstabsgetreu) veranschaulicht den Weg des schnellen Radioblitzes FRB 20220610A, von der entfernten Galaxie, in der er entstand, bis zur Erde, in einem der Spiralarme der Milchstraße. Die Quellgalaxie von FRB 20220610A, dank des Very Large Telescope der ESO lokalisiert, scheint sich in einer kleinen Gruppe wechselwirkender Galaxien zu befinden. Sie ist so weit entfernt, dass ihr Licht acht Milliarden Jahre gebraucht hat, um uns zu erreichen, was FRB 20220610A zum bisher fernsten schnellen Radioblitz macht. (Bild: ESO/M. Kornmesser)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">„Mit dem ASKAP-Antennenfeld konnten wir genau bestimmen, woher der Ausbruch kam“, erläutert Stuart Ryder, Astronom von der Macquarie University in Australien und einer der Hauptautoren der heute in der Fachzeitschrift Science veröffentlichten Studie. „Dann haben wir [mit dem VLT der ESO] in Chile nach der Quellgalaxie gesucht [2] und haben festgestellt, dass sie älter und weiter entfernt ist als jede andere bisher gefundene Radioblitz-Quelle und wahrscheinlich innerhalb einer kleinen Gruppe verschmelzender Galaxien liegt.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Entdeckung bestätigt, dass schnelle Radioblitze dazu verwendet werden können, die „fehlende“ Materie zwischen Galaxien zu messen und somit eine neue Möglichkeit bieten, das Universum zu „wiegen“.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aktuelle Methoden zur Schätzung der Masse des Universums liefern widersprüchliche Antworten und stellen das Standardmodell der Kosmologie infrage. „Wenn wir die Menge an normaler Materie im Universum zählen – den Atomen, aus denen wir alle bestehen – stellen wir fest, dass mehr als die Hälfte von dem, was heute vorhanden sein sollte, fehlt“, sagt Ryan Shannon, Professor an der Swinburne University of Technology in Australien, der die Studie ebenfalls leitete. „Wir vermuten, dass sich die fehlende Materie im Raum zwischen den Galaxien verbirgt, aber sie ist vielleicht so heiß und diffus, dass sie mit üblichen Techniken nicht sichtbar ist.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Schnelle Radioblitze erkennen dieses ionisierte Material. Selbst in einem nahezu perfekt leeren Raum können sie alle Elektronen sehen, und das ermöglicht es uns, zu messen, wie viel Materie zwischen den Galaxien ist“, erklärt Shannon.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Auffinden entfernter schneller Radioblitze ist entscheidend für die genaue Messung der fehlenden Materie des Universums, wie der verstorbene australische Astronom Jean-Pierre (J-P) Macquart 2020 nachgewiesen hat. „J-P hat gezeigt, dass je weiter ein schneller Radioblitz entfernt ist, desto mehr diffuse Gase er zwischen den Galaxien nachweisen kann. Dies wird jetzt als Macquart-Beziehung bezeichnet. Einige kürzlich aufgetretene schnelle Radioblitze schienen diese Beziehung zu brechen. Unsere Messungen bestätigen, dass die Macquart-Beziehung bis über die Hälfte des bekannten Universums hinausreicht“, erläutert Ryder.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Während wir immer noch nicht wissen, was diese massiven Ausbrüche von Energie verursacht, bestätigt die Studie, dass schnelle Radioblitze häufige Ereignisse im Kosmos sind und dass wir sie verwenden können, um Materie zwischen Galaxien zu erkennen und die Struktur des Universums besser zu verstehen“, ergänzt Shannon.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Ergebnis stellt die Grenze dessen dar, was heute mit Teleskopen erreicht werden kann, obwohl Astronomen in Kürze über Mittel verfügen werden, um noch ältere und fernere Ausbrüche zu erkennen, ihre Quellgalaxien zu bestimmen und die fehlende Materie des Universums zu messen. Das internationale Square Kilometre Array Observatory baut derzeit zwei Radioteleskope in Südafrika und Australien, die Tausende von schnellen Radioblitzen auspüren können, einschließlich sehr entfernter, für die aktuelle Einrichtungen blind sind. Das Extremely Large Telescope der ESO, ein 39-Meter-Teleskop im Bau in der chilenischen Atacama-Wüste, wird eines der wenigen Teleskope sein, das in der Lage ist, die Quellgalaxien von Ausbrüchen noch weiter entfernt als FRB 20220610A zu studieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Endnoten</strong><br>[1] Das ASKAP-Teleskop gehört der CSIRO, der nationalen Wissenschaftsagentur Australiens, und wird von ihr auf dem Land der Wajarri Yamaji in Westaustralien betrieben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">[2] Das Team verwendete Daten, die mit den Instrumenten FOcal Reducer and low dispersion Spectrograph 2 (FORS2), X-shooter und High Acuity Wide-field K-band Imager (HAWK-I) am VLT der ESO gewonnen wurden. Daten vom Keck-Observatorium in Hawai&#8217;i, USA, wurden ebenfalls in der Studie verwendet.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Weitere Informationen</strong><br>Diese Forschungsarbeit wurde in einem Artikel mit dem Titel „A luminous fast radio burst that probes the Universe at redshift 1“ vorgestellt, der in Science erscheinen wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Team besteht aus S. D. Ryder (Fakultät für Mathematik und Naturwissenschaften, Macquarie University, Australien [SMPS]; Forschungszentrum für Astrophysik und Raumtechnologien, Macquarie University, Sydney, Australien [ASTRC]), K. W. Bannister (Nationale Einrichtung für Teleskope in Australien, Organisation für Wissenschaft und Industrieforschung, Weltraum und Astronomie, Australien [CSIRO]), S. Bhandari (Niederländisches Institut für Radioteleskopie, Niederlande; Gemeinsames Institut für Very Long Baseline Interferometry in Europa, Niederlande), A. T. Deller (Zentrum für Astrophysik und Supercomputing, Swinburne University of Technology, Australien [CAS]), R. D. Ekers (CSIRO; Internationales Zentrum für Radioastronomie-Forschung, Curtin Institute of Radio Astronomy, Curtin University, Australien [ICRAR]), M. Glowacki (ICRAR), A. C. Gordon (Zentrum für interdisziplinäre Erforschung und Astrophysik, Northwestern University, USA [CIERA]), K. Gourdji (CAS), C. W. James (ICRAR), C. D. Kilpatrick (CIERA; Abteilung für Physik und Astronomie, Northwestern University, USA), W. Lu (Abteilung für Astronomie, University of California, Berkeley, USA; Theoretical Astrophysics Center, University of California, Berkeley, USA), L. Marnoch (SMPS; ASTRC; CSIRO; Australisches Forschungsrat-Zentrum für allumfassende Astrophysik in 3 Dimensionen, Australien), V. A. Moss (CSIRO), J. X. Prochaska (Abteilung für Astronomie und Astrophysik, University of California, Santa Cruz, USA [Santa Cruz]; Kavli-Institut für Physik und Mathematik des Universums, Japan), H. Qiu (SKA Observatory, Jodrell Bank, Vereinigtes Königreich), E. M. Sadler (Sydney Institute for Astronomy, School of Physics, University of Sydney, Australien; CSIRO), S. Simha (Santa Cruz), M. W. Sammons (ICRAR), D. R. Scott (ICRAR), N. Tejos (Institut für Physik, Pontificia Universidad Católica de Valparaíso, Chile) und R. M. Shannon (CAS).</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Über die ESO</strong><br>Die Europäische Südsternwarte (<a href="https://www.eso.org/public/germany/" data-type="link" data-id="https://www.eso.org/public/germany/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">ESO</a>) befähigt Wissenschaftler*innen weltweit, die Geheimnisse des Universums zum Nutzen aller zu entdecken. Wir entwerfen, bauen und betreiben Observatorien von Weltrang, die Astronominnen und Astronomen nutzen, um spannende Fragen zu beantworten und die Faszination der Astronomie zu wecken, und wir fördern die internationale Zusammenarbeit in der Astronomie. Die ESO wurde 1962 als zwischenstaatliche Organisation gegründet und wird heute von 16 Mitgliedstaaten (Belgien, Dänemark, Deutschland, Frankreich, Finnland, Irland, Italien, den Niederlanden, Österreich, Polen, Portugal, Schweden, der Schweiz, Spanien, der Tschechischen Republik und dem Vereinigten Königreich) sowie dem Gastland Chile und Australien als strategischem Partner unterstützt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Hauptsitz der ESO und ihr Besucherzentrum und Planetarium, die ESO Supernova, befinden sich in der Nähe von München in Deutschland, während die chilenische Atacama-Wüste, ein wunderbarer Ort mit einzigartigen Bedingungen für die Himmelsbeobachtung, unsere Teleskope beherbergt. Die ESO betreibt drei Beobachtungsstandorte: La Silla, Paranal und Chajnantor. Am Standort Paranal betreibt die ESO das Very Large Telescope und das dazugehörige Very Large Telescope Interferometer sowie Durchmusterungsteleskope wie z. B. VISTA. Ebenfalls am Paranal wird die ESO das Cherenkov Telescope Array South betreiben, das größte und empfindlichste Gammastrahlen-Observatorium der Welt. Zusammen mit internationalen Partnern betreibt die ESO auf Chajnantor APEX und ALMA, zwei Einrichtungen zur Beobachtung des Himmels im Millimeter- und Submillimeterbereich. Auf dem Cerro Armazones in der Nähe von Paranal bauen wir „das größte Auge der Welt am Himmel“ – das Extremely Large Telescope der ESO. Von unseren Büros in Santiago, Chile, aus unterstützen wir unsere Aktivitäten im Land und arbeiten mit chilenischen Partnern und der Gesellschaft zusammen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Übersetzungen von englischsprachigen ESO-Pressemitteilungen sind ein Service des ESO Science Outreach Network (ESON), eines internationalen Netzwerks für astronomische Öffentlichkeitsarbeit, in dem Wissenschaftler und Wissenschaftskommunikatoren aus allen ESO-Mitgliedsländern (und einigen weiteren Staaten) vertreten sind. Deutscher Knoten des Netzwerks ist das <a href="https://www.haus-der-astronomie.de/" data-type="link" data-id="https://www.haus-der-astronomie.de/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Haus der Astronomie</a> in Heidelberg.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Fachartikel</strong><br>pdf: <a href="https://www.eso.org/public/archives/releases/sciencepapers/eso2317a.pdf" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">https://www.eso.org/public/archives/releases/sciencepapers/eso2317a.pdf</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=15786.msg554920#msg554920" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">ESO</a></li>
</ul>
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			</item>
		<item>
		<title>Erste Ergebnisse von ESO-Teleskopen zu den Folgen des Asteroideneinschlags von DART</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/erste-ergebnisse-von-eso-teleskopen-zu-den-folgen-des-asteroideneinschlags-von-dart/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 21 Mar 2023 14:04:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Beobachtung]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Mit dem Very Large Telescope (VLT) der ESO haben zwei Teams von Astronomen und Astronominnen die Nachwirkungen der Kollision zwischen der NASA-Raumsonde Double Asteroid Redirection Test (DART) und dem Asteroiden Dimorphos beobachtet. Eine Pressemitteilung des ESO Science Outreach Network (ESON). Quelle: ESON 21. März 2023. 21. März 2023 &#8211; Der kontrollierte Einschlag war ein Test [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Mit dem Very Large Telescope (VLT) der ESO haben zwei Teams von Astronomen und Astronominnen die Nachwirkungen der Kollision zwischen der NASA-Raumsonde Double Asteroid Redirection Test (DART) und dem Asteroiden Dimorphos beobachtet. Eine Pressemitteilung des ESO Science Outreach Network (ESON).</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: ESON 21. März 2023.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/eso2303aESOOpitometal2k.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Diese Serie von Bildern, die mit dem MUSE-Instrument am Very Large Telescope der ESO aufgenommen wurde, zeigt die Entwicklung der Trümmerwolke, die bei der Kollision der NASA-Raumsonde DART mit dem Asteroiden Dimorphos ausgestoßen wurde. Das erste Bild wurde am 26. September 2022, kurz vor dem Einschlag, aufgenommen, das letzte fast einen Monat später am 25. Oktober. In diesem Zeitraum haben sich verschiedene Strukturen entwickelt: Brocken, Spiralen und ein langer Schweif aus Staub, der von der Sonnenstrahlung fortgetragen wird. Der weiße Pfeil in jedem Bild markiert die Richtung der Sonne. Dimorphos umkreist einen größeren Asteroiden namens Didymos. Der weiße horizontale Balken entspricht 500 Kilometern, aber die Asteroiden sind nur 1 Kilometer voneinander entfernt, so dass sie auf diesen Bildern nicht zu erkennen sind. Die Streifen im Hintergrund, die Sie hier sehen, sind auf die scheinbare Bewegung der Hintergrundsterne während der Beobachtungen zurückzuführen, während das Teleskop das Asteroidenpaar verfolgte. (Bild: ESO/Opitom et al.)" data-rl_caption="" title="Diese Serie von Bildern, die mit dem MUSE-Instrument am Very Large Telescope der ESO aufgenommen wurde, zeigt die Entwicklung der Trümmerwolke, die bei der Kollision der NASA-Raumsonde DART mit dem Asteroiden Dimorphos ausgestoßen wurde. Das erste Bild wurde am 26. September 2022, kurz vor dem Einschlag, aufgenommen, das letzte fast einen Monat später am 25. Oktober. In diesem Zeitraum haben sich verschiedene Strukturen entwickelt: Brocken, Spiralen und ein langer Schweif aus Staub, der von der Sonnenstrahlung fortgetragen wird. Der weiße Pfeil in jedem Bild markiert die Richtung der Sonne. Dimorphos umkreist einen größeren Asteroiden namens Didymos. Der weiße horizontale Balken entspricht 500 Kilometern, aber die Asteroiden sind nur 1 Kilometer voneinander entfernt, so dass sie auf diesen Bildern nicht zu erkennen sind. Die Streifen im Hintergrund, die Sie hier sehen, sind auf die scheinbare Bewegung der Hintergrundsterne während der Beobachtungen zurückzuführen, während das Teleskop das Asteroidenpaar verfolgte. (Bild: ESO/Opitom et al.)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/eso2303aESOOpitometal26.jpg" alt=""/></a><figcaption class="wp-element-caption">Diese Serie von Bildern, die mit dem MUSE-Instrument am Very Large Telescope der ESO aufgenommen wurde, zeigt die Entwicklung der Trümmerwolke, die bei der Kollision der NASA-Raumsonde DART mit dem Asteroiden Dimorphos ausgestoßen wurde.<br>Das erste Bild wurde am 26. September 2022, kurz vor dem Einschlag, aufgenommen, das letzte fast einen Monat später am 25. Oktober. In diesem Zeitraum haben sich verschiedene Strukturen entwickelt: Brocken, Spiralen und ein langer Schweif aus Staub, der von der Sonnenstrahlung fortgetragen wird. Der weiße Pfeil in jedem Bild markiert die Richtung der Sonne.<br>Dimorphos umkreist einen größeren Asteroiden namens Didymos. Der weiße horizontale Balken entspricht 500 Kilometern, aber die Asteroiden sind nur 1 Kilometer voneinander entfernt, so dass sie auf diesen Bildern nicht zu erkennen sind.<br>Die Streifen im Hintergrund, die Sie hier sehen, sind auf die scheinbare Bewegung der Hintergrundsterne während der Beobachtungen zurückzuführen, während das Teleskop das Asteroidenpaar verfolgte. (Bild: ESO/Opitom et al.)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">21. März 2023 &#8211; Der kontrollierte Einschlag war ein Test für die Planetenabwehr, bot den Astronomen aber auch die einzigartige Gelegenheit, anhand des ausgestoßenen Materials mehr über die Zusammensetzung des Asteroiden zu erfahren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Am 26. September 2022 kollidierte die DART-Raumsonde mit dem Asteroiden Dimorphos in einem kontrollierten Test unserer Fähigkeiten zur Ablenkung von Asteroiden. Der Einschlag fand 11 Millionen Kilometer von der Erde entfernt statt, nahe genug, um mit vielen Teleskopen im Detail beobachtet zu werden. Alle vier 8,2-Meter-Teleskope des VLT der ESO in Chile haben die Nachwirkungen des Einschlags beobachtet, und die ersten Ergebnisse dieser VLT-Beobachtungen wurden nun in zwei Publikationen veröffentlicht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Asteroiden sind einige der grundlegendsten Relikte, aus denen alle Planeten und Monde in unserem Sonnensystem entstanden sind“, sagt Brian Murphy, Doktorand an der Universität von Edinburgh in Großbritannien und Mitautor einer der Studien. Die Untersuchung der Materialwolke, die nach dem Einschlag von DART ausgestoßen wurde, kann uns daher Aufschluss darüber geben, wie unser Sonnensystem entstanden ist. „Einschläge zwischen Asteroiden kommen natürlich vor, aber man weiß es nie im Voraus“, fährt Cyrielle Opitom fort, ebenfalls eine Astronomin an der Universität von Edinburgh und Hauptautorin eines der Artikel. „DART ist eine wirklich großartige Gelegenheit, einen kontrollierten Einschlag zu untersuchen, fast wie in einem Labor.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Opitom und ihr Team verfolgten die Entwicklung der Trümmerwolke einen Monat lang mit dem Instrument Multi Unit Spectroscopic Explorer (MUSE) am VLT der ESO. Sie stellten fest, dass die ausgeworfene Wolke blauer war als der Asteroid selbst vor dem Einschlag, was darauf hindeutet, dass die Wolke aus sehr feinen Partikeln bestehen könnte. In den Stunden und Tagen nach dem Einschlag entwickelten sich weitere Strukturen: Klumpen, Spiralen und ein langer Schweif, der von der Sonnenstrahlung fortgestoßen wurde. Die Spiralen und der Schweif waren röter als die ursprüngliche Wolke und könnten daher aus größeren Partikeln bestehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">MUSE ermöglichte es dem Team von Opitom, das Licht der Wolke in ein regenbogenartiges Muster aufzubrechen und nach den chemischen Fingerabdrücken verschiedener Gase zu suchen. Insbesondere suchten sie nach Sauerstoff und Wasser aus dem Eis, das durch den Einschlag freigelegt wurde. Aber sie fanden nichts. „Man geht nicht davon aus, dass Asteroiden nennenswerte Mengen an Eis enthalten, so dass die Entdeckung einer Spur von Wasser eine echte Überraschung gewesen wäre“, erklärt Opitom. Sie suchten auch nach Spuren des Treibstoffs des DART-Raumschiffs, fanden aber keine. „Wir wussten, dass es weit hergeholt war“, sagt sie, „denn die Menge an Gas, die in den Tanks des Antriebssystems zurückbleiben würde, wäre nicht sehr groß. Außerdem wäre ein Teil des Gases bereits so weit verstreut gewesen, dass wir es mit MUSE nicht mehr nachweisen konnten, als wir mit der Beobachtung begannen.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein anderes Team unter der Leitung von Stefano Bagnulo, einem Astronomen am Armagh Observatory and Planetarium in Nordirland, UK, untersuchte, wie der DART-Einschlag die Oberfläche des Asteroiden verändert hat.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Wenn wir die Objekte in unserem Sonnensystem beobachten, schauen wir auf das Sonnenlicht, das von ihrer Oberfläche oder ihrer Atmosphäre gestreut wird und dabei teilweise polarisiert wird“, erklärt Bagnulo. Das bedeutet, dass die Lichtwellen nicht mehr zufällig, sondern entlang einer bevorzugten Richtung schwingen. „Wenn wir verfolgen, wie sich die Polarisation mit der Ausrichtung des Asteroiden relativ zu uns und der Sonne verändert, können wir die Struktur und Zusammensetzung seiner Oberfläche erkennen.“</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/eso2303bESOMKornmesser2k.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="Diese künstlerische Illustration zeigt den Auswurf einer Trümmerwolke nach dem Zusammenstoß der NASA-Raumsonde DART mit dem Asteroiden Dimorphos. Das Bild wurde mit Hilfe der Nahaufnahmen von Dimorphos erstellt, die die DRACO-Kamera auf der DART-Sonde unmittelbar vor dem Einschlag gemacht hat. Die DART-Sonde kollidierte mit einer Geschwindigkeit von über 6 Kilometern pro Sekunde (etwa 22 000 Kilometer pro Stunde) mit Dimorphos. Nach dem Einschlag beobachteten mehrere Teleskope die Entwicklung der Trümmerwolke, darunter das Very Large Telescope der ESO. (Bild: ESO/M. Kornmesser)" data-rl_caption="" title="Diese künstlerische Illustration zeigt den Auswurf einer Trümmerwolke nach dem Zusammenstoß der NASA-Raumsonde DART mit dem Asteroiden Dimorphos. Das Bild wurde mit Hilfe der Nahaufnahmen von Dimorphos erstellt, die die DRACO-Kamera auf der DART-Sonde unmittelbar vor dem Einschlag gemacht hat. Die DART-Sonde kollidierte mit einer Geschwindigkeit von über 6 Kilometern pro Sekunde (etwa 22 000 Kilometer pro Stunde) mit Dimorphos. Nach dem Einschlag beobachteten mehrere Teleskope die Entwicklung der Trümmerwolke, darunter das Very Large Telescope der ESO. (Bild: ESO/M. Kornmesser)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/eso2303bESOMKornmesser26.jpg" alt=""/></a><figcaption class="wp-element-caption">Diese künstlerische Illustration zeigt den Auswurf einer Trümmerwolke nach dem Zusammenstoß der NASA-Raumsonde DART mit dem Asteroiden Dimorphos. Das Bild wurde mit Hilfe der Nahaufnahmen von Dimorphos erstellt, die die DRACO-Kamera auf der DART-Sonde unmittelbar vor dem Einschlag gemacht hat. Die DART-Sonde kollidierte mit einer Geschwindigkeit von über 6 Kilometern pro Sekunde (etwa 22 000 Kilometer pro Stunde) mit Dimorphos. Nach dem Einschlag beobachteten mehrere Teleskope die Entwicklung der Trümmerwolke, darunter das Very Large Telescope der ESO. (Bild: ESO/M. Kornmesser)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Bagnulo und seine Kollegen nutzten den FOcal Reducer/low dispersion Spectrograph 2 (FORS2) am VLT, um den Asteroiden zu beobachten, und stellten fest, dass die Polarisation nach dem Einschlag plötzlich abnahm. Gleichzeitig nahm die Gesamthelligkeit des Systems zu. Eine mögliche Erklärung ist, dass der Einschlag mehr ursprüngliches Material aus dem Inneren des Asteroiden freigelegt hat. „Vielleicht war das durch den Einschlag ausgehobene Material von Natur aus heller und weniger polarisierend als das Material auf der Oberfläche, weil es nie dem Sonnenwind und der Sonnenstrahlung ausgesetzt war“, sagt Bagnulo.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine andere Möglichkeit ist, dass der Einschlag Partikel auf der Oberfläche zerstört hat und dadurch viel kleinere Partikel in die Trümmerwolke geschleudert wurden. „Wir wissen, dass kleinere Fragmente unter bestimmten Umständen das Licht besser reflektieren und weniger gut polarisieren“, erklärt Zuri Gray, ebenfalls Doktorand am Armagh Observatory and Planetarium.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Studien der von Bagnulo und Opitom geleiteten Teams zeigen das Potenzial des VLT, wenn seine verschiedenen Instrumente zusammenarbeiten. Zusätzlich zu MUSE und FORS2 wurden die Folgen des Einschlags mit zwei weiteren VLT-Instrumenten beobachtet, und die Analyse dieser Daten ist noch nicht abgeschlossen. „Diese Forschungsarbeiten nutzten eine einmalige Gelegenheit, als die NASA einen Asteroiden rammte“, fasst Opitom zusammen, „und können daher von keiner zukünftigen Einrichtung wiederholt werden. Das macht die Daten, die mit dem VLT zum Zeitpunkt des Einschlags gewonnen wurden, extrem wertvoll für ein besseres Verständnis der Natur von Asteroiden.“</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Weitere Informationen</strong><br>Die im ersten Teil dieser Pressemitteilung vorgestellten Forschungsarbeiten wurden in der Veröffentlichung „Morphology and spectral properties of the DART impact ejecta with VLT/MUSE“ vorgestellt, die in Astronomy &amp; Astrophysics (doi: 10.1051/0004-6361/202345960) erscheint. Der zweite Teil dieser Veröffentlichung bezieht sich auf die Studie „Optical spectropolarimetry of binary asteroid Didymos-Dimorphos before and after the DART impact“, die in Astrophysical Journal Letters (doi:XXX) erscheinen wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Team, das die erste Studie durchgeführt hat, besteht aus C. Opitom (Institute for Astronomy, University of Edinburgh, UK [Edinburgh]), B. Murphy (Edinburgh), C. Snodgrass (Edinburgh), S. Bagnulo (Armagh Observatory &amp; Planetarium, UK [Armagh]), S. F. Green (School of Physical Sciences, The Open University, UK), M. M. Knight (United States Naval Academy, USA), J. de Léon (Instituto de Astrofísica de Canarias, Spanien), J.- Y. Li (Planetary Science Institute, USA), und D. Gardener (Edinburgh).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Team, das die zweite Studie durchgeführt hat, besteht aus S. Bagnulo (Armagh), Z. Gray (Armagh), M. Granvik (Department of Physics, University of Helsinki, Finnland [Helsinki]; Asteroid Engineering Laboratory, Luleå University of Technology, Schweden), A. Cellino (INAF &#8211; Osservatorio Astrofisico di Torino, Italien), L. Kolokolova (Department of Astronomy, University of Maryland, USA), K. Muinonen (Helsinki), O. Muñoz (Instituto de Astrofísica de Andalucía, CSIC, Spanien), C. Opitom (Edinburgh), A. Penttila (Helsinki), und Colin Snodgrass (Edinburgh).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Johns Hopkins Applied Physics Lab hat das DART-Raumschiff gebaut und betrieben und leitet die DART-Mission für das Planetary Defense Coordination Office der NASA als ein Projekt des Planetary Missions Program Office der Behörde. LICIACube ist ein Projekt der italienischen Raumfahrtbehörde (ASI), das von Argotec durchgeführt wird. Für weitere Informationen über die DART-Mission besuchen Sie <a href="https://science.nasa.gov/planetary-defense-dart/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">https://science.nasa.gov/planetary-defense-dart/</a> oder <a href="https://dart.jhuapl.edu" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">https://dart.jhuapl.edu</a>.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Über die ESO</strong><br>Die Europäische Südsternwarte (<a href="https://www.eso.org/public/germany/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">ESO</a>) befähigt Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler weltweit, die Geheimnisse des Universums zum Nutzen aller zu entdecken. Wir entwerfen, bauen und betreiben Observatorien von Weltrang, die Astronominnen und Astronomen nutzen, um spannende Fragen zu beantworten und die Faszination der Astronomie zu wecken, und wir fördern die internationale Zusammenarbeit in der Astronomie. Die ESO wurde 1962 als zwischenstaatliche Organisation gegründet und wird heute von 16 Mitgliedstaaten (Belgien, Dänemark, Deutschland, Frankreich, Finnland, Irland, Italien, den Niederlanden, Österreich, Polen, Portugal, Schweden, der Schweiz, Spanien, der Tschechischen Republik und dem Vereinigten Königreich) sowie dem Gastland Chile und Australien als strategischem Partner unterstützt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Hauptsitz der ESO und ihr Besucherzentrum und Planetarium, die ESO Supernova, befinden sich in der Nähe von München in Deutschland, während die chilenische Atacama-Wüste, ein wunderbarer Ort mit einzigartigen Bedingungen für die Himmelsbeobachtung, unsere Teleskope beherbergt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die ESO betreibt drei Beobachtungsstandorte: La Silla, Paranal und Chajnantor. Am Standort Paranal betreibt die ESO das Very Large Telescope und das dazugehörige Very Large Telescope Interferometer sowie zwei Durchmusterungsteleskope, VISTA, das im Infraroten arbeitet, und das VLT Survey Telescope für sichtbares Licht. Ebenfalls am Paranal wird die ESO das Cherenkov Telescope Array South betreiben, das größte und empfindlichste Gammastrahlen-Observatorium der Welt. Zusammen mit internationalen Partnern betreibt die ESO auf Chajnantor APEX und ALMA, zwei Einrichtungen zur Beobachtung des Himmels im Millimeter- und Submillimeterbereich. Auf dem Cerro Armazones in der Nähe von Paranal bauen wir „das größte Auge der Welt am Himmel“ – das Extremely Large Telescope der ESO. Von unseren Büros in Santiago, Chile, aus unterstützen wir unsere Aktivitäten im Land und arbeiten mit chilenischen Partnern und der Gesellschaft zusammen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Übersetzungen von englischsprachigen ESO-Pressemitteilungen sind ein Service des ESO Science Outreach Network (ESON), eines internationalen Netzwerks für astronomische Öffentlichkeitsarbeit, in dem Wissenschaftler und Wissenschaftskommunikatoren aus allen ESO-Mitgliedsländern (und einigen weiteren Staaten) vertreten sind. Deutscher Knoten des Netzwerks ist das <a href="https://www.haus-der-astronomie.de/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Haus der Astronomie</a> in Heidelberg.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Forschungsarbeiten:</strong><br><a href="https://www.eso.org/public/archives/releases/sciencepapers/eso2303/eso2303a.pdf" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Bagnulo et al., Astrophysical Journal Letters</a><br><a href="https://www.eso.org/public/archives/releases/sciencepapers/eso2303/eso2303b.pdf" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Opitom et al., Astronomy &amp; Astrophysics Letters</a></p>



<figure class="wp-block-video"><video controls src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/eso2303bESOMKornmesser.mp4"></video><figcaption class="wp-element-caption"><em>Diese Animation zeigt, wie sich die Polarisation des vom Asteroiden Dimorphos reflektierten Sonnenlichts nach dem Einschlag der NASA-Raumsonde DART verändert hat. Zu Beginn des Videos wird unpolarisiertes Sonnenlicht &#8211; dargestellt durch wackelige blaue Linien, die in beliebige Richtungen schwingen &#8211; von der Oberfläche des Asteroiden reflektiert. Dabei wird es polarisiert und die reflektierten Wellen schwingen nun in eine bevorzugte Richtung. Der Indikator unten rechts zeigt den Grad der Polarisierung des reflektierten Sonnenlichts an.<br>Der DART-Einschlag schleuderte eine Trümmerwolke aus und nach der Kollision nahm der Polarisationsgrad ab, wie mit dem FORS2-Instrument am Very Large Telescope der ESO zu sehen ist. Dieser Rückgang der Polarisation könnte auf die Freilegung von ursprünglicherem Material aus dem Inneren von Dimorphos oder auf den Auswurf von kleinen Partikeln zurückzuführen sein, die während des Einschlags entstanden sind. (Animation: ESO/M. Kornmesser)</em></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=18794.msg546189#msg546189" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">DART auf Falcon 9 (B1063.3) von Vandenberg</a></li>
</ul>
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		<enclosure url="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/eso2303bESOMKornmesser.mp4" length="19143711" type="video/mp4" />

			</item>
		<item>
		<title>Die ESO feiert 60 Jahre internationaler Zusammenarbeit mit der Aufnahme einer wundersamen Sternenfabrik</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/die-eso-feiert-60-jahre-internationaler-zusammenarbeit-mit-der-aufnahme-einer-wundersamen-sternenfabrik/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 10 Nov 2022 19:31:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Beobachtung]]></category>
		<category><![CDATA[Top-Meldungen]]></category>
		<category><![CDATA[#ESO60years]]></category>
		<category><![CDATA[Chile]]></category>
		<category><![CDATA[ESO]]></category>
		<category><![CDATA[FORS2]]></category>
		<category><![CDATA[Konusnebel]]></category>
		<category><![CDATA[NGC 2264]]></category>
		<category><![CDATA[Sternentstehung]]></category>
		<category><![CDATA[VLT]]></category>
		<category><![CDATA[William Herschel]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Seit 60 Jahren ermöglicht die Europäische Südsternwarte (ESO) Wissenschaftler*innen aus der ganzen Welt, die Geheimnisse des Universums zu entdecken. Wir begehen diesen Meilenstein mit einem neuen Bild des Konusnebels, einer Sternenfabrik, die mit dem Very Large Telescope (VLT) der ESO aufgenommen wurde. Eine Pressemitteilung des ESO Science Outreach Network (ESON). Quelle: ESON 10. November 2022. [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Seit 60 Jahren ermöglicht die Europäische Südsternwarte (ESO) Wissenschaftler*innen aus der ganzen Welt, die Geheimnisse des Universums zu entdecken. Wir begehen diesen Meilenstein mit einem neuen Bild des Konusnebels, einer Sternenfabrik, die mit dem Very Large Telescope (VLT) der ESO aufgenommen wurde. Eine Pressemitteilung des ESO Science Outreach Network (ESON).</p>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: ESON 10. November 2022.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/eso2215aKonusnebelESO.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Der Konusnebel ist Teil einer Sternentstehungsregion im Weltall, NGC 2264, in etwa 2500 Lichtjahren Entfernung. Sein säulenartiges Aussehen ist ein perfektes Beispiel für die Formen, die sich in riesigen Wolken aus kaltem molekularem Gas und Staub entwickeln können, die für die Entstehung neuer Sterne bekannt sind. Dieser faszinierende neue Blick auf den Nebel wurde mit dem FOcal Reducer and Low Dispersion Spectrograph 2 (FORS2) am Very Large Telescope (VLT) der ESO aufgenommen und anlässlich des 60-jährigen Bestehens der ESO veröffentlicht. (Bild: ESO)" data-rl_caption="" title="Der Konusnebel ist Teil einer Sternentstehungsregion im Weltall, NGC 2264, in etwa 2500 Lichtjahren Entfernung. Sein säulenartiges Aussehen ist ein perfektes Beispiel für die Formen, die sich in riesigen Wolken aus kaltem molekularem Gas und Staub entwickeln können, die für die Entstehung neuer Sterne bekannt sind. Dieser faszinierende neue Blick auf den Nebel wurde mit dem FOcal Reducer and Low Dispersion Spectrograph 2 (FORS2) am Very Large Telescope (VLT) der ESO aufgenommen und anlässlich des 60-jährigen Bestehens der ESO veröffentlicht. (Bild: ESO)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/eso2215aKonusnebelESO26.jpg" alt=""/></a><figcaption class="wp-element-caption">Der Konusnebel ist Teil einer Sternentstehungsregion im Weltall, NGC 2264, in etwa 2500 Lichtjahren Entfernung. Sein säulenartiges Aussehen ist ein perfektes Beispiel für die Formen, die sich in riesigen Wolken aus kaltem molekularem Gas und Staub entwickeln können, die für die Entstehung neuer Sterne bekannt sind. Dieser faszinierende neue Blick auf den Nebel wurde mit dem FOcal Reducer and Low Dispersion Spectrograph 2 (FORS2) am Very Large Telescope (VLT) der ESO aufgenommen und anlässlich des 60-jährigen Bestehens der ESO veröffentlicht. (Bild: ESO)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">10. November 2022 &#8211; Am 5. Oktober 1962 unterzeichneten fünf Länder die Konvention zur Gründung der <a href="https://www.eso.org/public/germany/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">ESO</a>. Heute, sechs Jahrzehnte später, bringt die ESO mit Unterstützung von 16 Mitgliedstaaten und strategischen Partnern Wissenschaftler und Ingenieure aus der ganzen Welt zusammen, um in Chile moderne bodengestützte Observatorien zu entwickeln und zu betreiben, die bahnbrechende astronomische Entdeckungen ermöglichen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Anlässlich des 60-jährigen Jubiläums der ESO veröffentlichen wir dieses bemerkenswerte neue Bild des Konusnebels, das Anfang dieses Jahres mit einem der ESO-Teleskope aufgenommen und von ESO-Mitarbeitern ausgewählt wurde. Es gehört zu einer größeren Kampagne zum sechzigjährigen Bestehen der ESO, die Ende 2022 sowohl unter dem Hashtag #ESO60years in den sozialen Medien als auch mit lokalen Veranstaltungen in den ESO-Mitgliedsländern und anderen Ländern stattfindet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auf diesem neuen Bild steht die sieben Lichtjahre lange Säule des Konusnebels im Mittelpunkt, die Teil der größeren Sternentstehungsregion NGC 2264 ist und im späten 18. Jahrhundert von dem Astronomen William Herschel [1] entdeckt wurde. Am Himmel finden wir diesen hornförmigen Nebel im Sternbild Monoceros (Das Einhorn), ein überraschenderweise passender Name.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit einer Entfernung von weniger als 2500 Lichtjahren ist der Konusnebel relativ nah an der Erde, was ihn zu einem gut untersuchten Objekt macht. Aber dieser Anblick ist dramatischer als alle bisherigen, denn er zeigt die dunkle und undurchdringliche Wolkendecke des Nebels auf eine Art und Weise, die an ein mythologisches Wesen erinnert.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/eso2215c2k.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="Dieses Bild aus dem Digitized Sky Survey (DSS) zeigt die Himmelsregion um den Konusnebel. Der neblige Bereich in der Mitte des Bildes ist NGC 2264, ein Areal des Himmels, das den Weihnachtsbaum-Sternhaufen und den darunter liegenden Konusnebel (ganz in der Mitte des Bildes) umfasst. (Bild: ESO/Digitized Sky Survey 2. Acknowledgement: D. De Martin)" data-rl_caption="" title="Dieses Bild aus dem Digitized Sky Survey (DSS) zeigt die Himmelsregion um den Konusnebel. Der neblige Bereich in der Mitte des Bildes ist NGC 2264, ein Areal des Himmels, das den Weihnachtsbaum-Sternhaufen und den darunter liegenden Konusnebel (ganz in der Mitte des Bildes) umfasst. (Bild: ESO/Digitized Sky Survey 2. Acknowledgement: D. De Martin)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/eso2215c26.jpg" alt=""/></a><figcaption class="wp-element-caption">Dieses Bild aus dem Digitized Sky Survey (DSS) zeigt die Himmelsregion um den Konusnebel. Der neblige Bereich in der Mitte des Bildes ist NGC 2264, ein Areal des Himmels, das den Weihnachtsbaum-Sternhaufen und den darunter liegenden Konusnebel (ganz in der Mitte des Bildes) umfasst. (Bild: ESO/Digitized Sky Survey 2. Acknowledgement: D. De Martin)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Der Konusnebel ist ein perfektes Beispiel für die säulenartigen Formen, die in den riesigen Wolken aus kaltem molekularem Gas und Staub entstehen und für die Entstehung neuer Sterne bekannt sind. Diese Art von Säulen entsteht, wenn massereiche, neu entstandene helle blaue Sterne Sternwinde und intensive ultraviolette Strahlung abgeben, die das Material aus ihrer Umgebung wegblasen. Während dieses Material weggeschleudert wird, wird das weiter von den jungen Sternen entfernte Gas und der Staub zu dichten, dunklen und hohen säulenartigen Formen komprimiert. Dieser Prozess trägt zur Entstehung des dunklen Konusnebels bei, der von den leuchtenden Sternen in NGC 2264 weg zeigt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auf diesem Bild, das mit dem FOcal Reducer and Low Dispersion Spectrograph 2 (FORS2) am VLT der ESO in Chile aufgenommen wurde, ist Wasserstoffgas in Blau und Schwefelgas in Rot dargestellt. Die Verwendung dieser Filter lässt die ansonsten hellen blauen Sterne, die auf die jüngste Sternentstehung hinweisen, fast golden erscheinen und kontrastiert mit dem dunklen Kegel wie Wunderkerzen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dieses Bild ist nur ein Beispiel für die vielen faszinierenden und beeindruckenden Beobachtungen, die die ESO-Teleskope in den letzten 60 Jahren gemacht haben. Während dieses Bild für die Öffentlichkeitsarbeit aufgenommen wurde, widmet die ESO die überwältigende Mehrheit ihrer Teleskope wissenschaftlichen Beobachtungen, die es uns ermöglicht haben, das erste Bild eines Exoplaneten einzufangen, das schwarze Loch im Zentrum unserer Heimatgalaxie zu untersuchen und Beweise dafür zu finden, dass sich die Expansion unseres Universums beschleunigt.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/eso2215bESOIAUSkyandTelescope2k.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="Diese Karte zeigt die Lage des Konusnebels im Sternbild Monoceros (Das Einhorn), in rot. Die Grafik zeigt die meisten Sterne, die unter guten Bedingungen mit dem bloßen Auge sichtbar sind. (Grafik: ESO, IAU and Sky &amp; Telescope)" data-rl_caption="" title="Diese Karte zeigt die Lage des Konusnebels im Sternbild Monoceros (Das Einhorn), in rot. Die Grafik zeigt die meisten Sterne, die unter guten Bedingungen mit dem bloßen Auge sichtbar sind. (Grafik: ESO, IAU and Sky &amp; Telescope)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/eso2215bESOIAUSkyandTelescope26.jpg" alt=""/></a><figcaption class="wp-element-caption">Diese Karte zeigt die Lage des Konusnebels im Sternbild Monoceros (Das Einhorn), in rot. Die Grafik zeigt die meisten Sterne, die unter guten Bedingungen mit dem bloßen Auge sichtbar sind. (Grafik: ESO, IAU and Sky &amp; Telescope)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Aufbauend auf unserer 60-jährigen Erfahrung in der Entwicklung, Entdeckung und Zusammenarbeit in der Astronomie wird die ESO weiterhin neue Wege in Astronomie, Technologie und internationaler Zusammenarbeit beschreiten. Mit unseren aktuellen Einrichtungen und dem kommenden Extremely Large Telescope (ELT) der ESO werden wir uns weiterhin mit den größten Fragen der Menschheit über das Universum beschäftigen und ermöglichen somit ungeahnte Entdeckungen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Endnoten</strong><br>[1] William (Wilhelm) Herschel verstarb im Jahre 1822, also vor genau 200 Jahren.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Weitere Informationen</strong><br>Dieses Bild entstand im Zuge des Cosmic-Gems-Programms der ESO (wörtlich „kosmische Edelsteine“), einer Initiative zur Erstellung von astronomischen Aufnahmen von wissenschaftlich interessanten und optisch ansprechenden Objekten mit ESO-Teleskopen für Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit. Das Programm nutzt Teleskopzeit, die für wissenschaftliche Beobachtungen nicht geeignet wäre. Die gesammelten Daten können auch für wissenschaftliche Zwecke genutzt werden und werden Astronom*innen daher auch über das wissenschaftlichen Archiv der ESO zur Verfügung gestellt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Europäische Südsternwarte (<a href="https://www.eso.org/public/germany/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">ESO</a>) befähigt Wissenschaftler*innen weltweit, die Geheimnisse des Universums zum Nutzen aller zu entdecken. Wir entwerfen, bauen und betreiben Observatorien von Weltrang, die Astronom*innen nutzen, um spannende Fragen zu beantworten und die Faszination der Astronomie zu wecken. Außerdem fördern wir die internationale Zusammenarbeit in der Astronomie. Die ESO wurde 1962 als zwischenstaatliche Organisation gegründet und wird heute von 16 Mitgliedsländern (Belgien, Dänemark, Deutschland, Frankreich, Finnland, Irland, Italien, den Niederlanden, Österreich, Polen, Portugal, Schweden, der Schweiz, Spanien, der Tschechischen Republik und dem Vereinigten Königreich) sowie dem Gastland Chile und Australien als strategischem Partner unterstützt. Der Hauptsitz der ESO und ihr Besucherzentrum und Planetarium, die ESO Supernova, befinden sich in der Nähe von München in Deutschland, während die chilenische Atacama-Wüste, ein wunderbarer Ort mit einzigartigen Bedingungen für die Himmelsbeobachtung, unsere Teleskope beherbergt. Die ESO betreibt drei Beobachtungsstandorte: La Silla, Paranal und Chajnantor. Am Standort Paranal betreibt die ESO das Very Large Telescope und das dazugehörige Very Large Telescope Interferometer sowie zwei Durchmusterungsteleskope, VISTA, das im Infraroten arbeitet, und das VLT Survey Telescope für sichtbares Licht. Ebenfalls am Paranal wird die ESO das Cherenkov Telescope Array South betreiben, das größte und empfindlichste Gammastrahlen-Observatorium der Welt. Zusammen mit internationalen Partnern betreibt die ESO auf Chajnantor APEX und ALMA, zwei Einrichtungen zur Beobachtung des Himmels im Millimeter- und Submillimeterbereich. Auf dem Cerro Armazones in der Nähe von Paranal bauen wir „das größte Auge der Welt am Himmel“ – das Extremely Large Telescope der ESO. Von unseren Büros in Santiago de Chile aus unterstützen wir unsere Aktivitäten im Land und arbeiten mit chilenischen Partnern und der Gesellschaft zusammen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Übersetzungen von englischsprachigen ESO-Pressemitteilungen sind ein Service des ESO Science Outreach Network (ESON), eines internationalen Netzwerks für astronomische Öffentlichkeitsarbeit, in dem Wissenschaftler und Wissenschaftskommunikatoren aus allen ESO-Mitgliedsländern (und einigen weiteren Staaten) vertreten sind. Deutscher Knoten des Netzwerks ist das <a href="https://www.haus-der-astronomie.de/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Haus der Astronomie</a> in Heidelberg.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=15786.msg540262#msg540262" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">ESO</a></li>
</ul>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/die-eso-feiert-60-jahre-internationaler-zusammenarbeit-mit-der-aufnahme-einer-wundersamen-sternenfabrik/" data-wpel-link="internal">Die ESO feiert 60 Jahre internationaler Zusammenarbeit mit der Aufnahme einer wundersamen Sternenfabrik</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Der wilde kosmische Tanz zweier Galaxien im Blick von ESO-Teleskopen</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/der-wilde-kosmische-tanz-zweier-galaxien-im-blick-von-eso-teleskopen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 17 Aug 2022 18:15:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Beobachtung]]></category>
		<category><![CDATA[Top-Meldungen]]></category>
		<category><![CDATA[Cosmic Gems]]></category>
		<category><![CDATA[ESO]]></category>
		<category><![CDATA[FORS2]]></category>
		<category><![CDATA[Galaxien]]></category>
		<category><![CDATA[NGC 7727]]></category>
		<category><![CDATA[supermassives schwarzes Loch]]></category>
		<category><![CDATA[VLT]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.raumfahrer.net/?p=113759</guid>

					<description><![CDATA[<p>Das Very Large Telescope (VLT) der ESO hat das Ergebnis einer eindrucksvollen kosmischen Kollision abgelichtet &#8211; die Galaxie NGC 7727. Eine Pressemitteilung des ESO Science Outreach Network (ESON). Quelle: ESON 16. August 2022. 16. August 2022 &#8211; Der Riese NGC 7727 entstand aus der Verschmelzung zweier Galaxien, einem Ereignis, das vor etwa einer Milliarde Jahren [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Das Very Large Telescope (VLT) der ESO hat das Ergebnis einer eindrucksvollen kosmischen Kollision abgelichtet &#8211; die Galaxie NGC 7727. Eine Pressemitteilung des ESO Science Outreach Network (ESON).</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: ESON 16. August 2022.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/eso2211aeso2k.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Die Galaxie NGC 7727 ist aus der Verschmelzung zweier Galaxien entstanden, die vor etwa einer Milliarde Jahren begann. Der kosmische Tanz der beiden Galaxien hat zu der eindrucksvollen ziselierten Struktur von NGC 7727 geführt. Im Herzen der Galaxie nähern sich zwei supermassereiche Schwarze Löcher spiralförmig einander an und werden voraussichtlich innerhalb von 250 Millionen Jahren verschmelzen - ein Wimpernschlag in astronomischer Zeit. Dieses Bild von NGC 7727 wurde mit dem FOcal Reducer and low dispersion Spectrograph 2 (FORS2) am Very Large Telescope (VLT) der ESO aufgenommen. (Bild: ESO)" data-rl_caption="" title="Die Galaxie NGC 7727 ist aus der Verschmelzung zweier Galaxien entstanden, die vor etwa einer Milliarde Jahren begann. Der kosmische Tanz der beiden Galaxien hat zu der eindrucksvollen ziselierten Struktur von NGC 7727 geführt. Im Herzen der Galaxie nähern sich zwei supermassereiche Schwarze Löcher spiralförmig einander an und werden voraussichtlich innerhalb von 250 Millionen Jahren verschmelzen - ein Wimpernschlag in astronomischer Zeit. Dieses Bild von NGC 7727 wurde mit dem FOcal Reducer and low dispersion Spectrograph 2 (FORS2) am Very Large Telescope (VLT) der ESO aufgenommen. (Bild: ESO)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/eso2211aeso26.jpg" alt=""/></a><figcaption>Die Galaxie NGC 7727 ist aus der Verschmelzung zweier Galaxien entstanden, die vor etwa einer Milliarde Jahren begann. Der kosmische Tanz der beiden Galaxien hat zu der eindrucksvollen ziselierten Struktur von NGC 7727 geführt. Im Herzen der Galaxie nähern sich zwei supermassereiche Schwarze Löcher spiralförmig einander an und werden voraussichtlich innerhalb von 250 Millionen Jahren verschmelzen &#8211; ein Wimpernschlag in astronomischer Zeit. Dieses Bild von NGC 7727 wurde mit dem FOcal Reducer and low dispersion Spectrograph 2 (FORS2) am Very Large Telescope (VLT) der ESO aufgenommen. (Bild: ESO)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">16. August 2022 &#8211; Der Riese NGC 7727 entstand aus der Verschmelzung zweier Galaxien, einem Ereignis, das vor etwa einer Milliarde Jahren begann. In ihrem Zentrum befindet sich das nächstgelegene Paar supermassereicher Schwarzer Löcher, das je gefunden wurde &#8211; zwei Objekte, die dazu bestimmt sind, zu einem noch massereicheren Schwarzen Loch zu verschmelzen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">So wie man auf einer belebten Straße mit jemandem zusammenstoßen kann, können auch Galaxien zusammenstoßen. Obwohl solche galaktischen Kollisionen viel heftiger sind als eine Rempelei auf einer belebten Straße, begegnen sich einzelne Sterne dabei im Allgemeinen nicht, da die Abstände zwischen ihnen im Vergleich zu ihrer Größe sehr groß sind. Vielmehr tanzen die Galaxien umeinander, wobei die Gravitation Gezeitenkräfte bewirkt, die das Aussehen der beiden Tanzpartner dramatisch verändern. Gezeitenschweife aus Sternen, Gas und Staub werden um die Galaxien herumgeschleudert, während sie schließlich eine neue, verschmolzene Galaxie bilden, was zu der ungeordneten und dennoch wunderschönen, asymmetrischen Form führt, die wir bei NGC 7727 sehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Folgen dieses kosmischen Zusammenstoßes sind auf diesem Bild der Galaxie, das mit dem FOcal Reducer and Low Dispersion Spectrograph 2 (FORS2) am VLT der ESO aufgenommen wurde, eindrucksvoll zu sehen. Während die Galaxie zuvor bereits von einem anderen ESO-Teleskop aufgenommen wurde, zeigt dieses neue Bild noch mehr Details sowohl im Hauptkörper der Galaxie als auch in den schwachen Gezeitenschweifen um sie herum.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auf dieser VLT-Aufnahme sehen wir die verschlungenen Pfade, die durch die Verschmelzung der beiden Galaxien entstanden sind, wobei Sterne und Staub voneinander abgestreift wurden, um die ungewöhnlichen langen Arme zu bilden, die NGC 7277 umschließen. Teile dieser Arme sind mit Sternen übersät, die in diesem Bild als helle blau-violette Flecken erscheinen.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/eso2117b2k.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="Nahaufnahme der beiden hellen galaktischen Kerne in NGC 7727, einer 89 Millionen Lichtjahre von der Erde entfernten Galaxie im Sternbild Wassermann, die jeweils ein supermassereiches schwarzes Loch beherbergen. Jeder Kern besteht aus einer dichten Gruppe von Sternen mit einem supermassereichen schwarzen Loch in seinem Zentrum. Die beiden schwarzen Löcher befinden sich auf Kollisionskurs und bilden das nächstgelegene Paar von supermassereichen schwarzen Löchern, das bisher gefunden wurde. Es ist auch das Paar mit dem geringsten Abstand zwischen zwei supermassereichen schwarzen Löchern, das bisher gefunden wurde – der Abstand am Himmel beträgt nur 1600 Lichtjahre. Das Bild wurde mit dem MUSE-Instrument am Very Large Telescope (VLT) der ESO am Paranal-Observatorium in Chile aufgenommen. (Bild: ESO/Voggel et al.)" data-rl_caption="" title="Nahaufnahme der beiden hellen galaktischen Kerne in NGC 7727, einer 89 Millionen Lichtjahre von der Erde entfernten Galaxie im Sternbild Wassermann, die jeweils ein supermassereiches schwarzes Loch beherbergen. Jeder Kern besteht aus einer dichten Gruppe von Sternen mit einem supermassereichen schwarzen Loch in seinem Zentrum. Die beiden schwarzen Löcher befinden sich auf Kollisionskurs und bilden das nächstgelegene Paar von supermassereichen schwarzen Löchern, das bisher gefunden wurde. Es ist auch das Paar mit dem geringsten Abstand zwischen zwei supermassereichen schwarzen Löchern, das bisher gefunden wurde – der Abstand am Himmel beträgt nur 1600 Lichtjahre. Das Bild wurde mit dem MUSE-Instrument am Very Large Telescope (VLT) der ESO am Paranal-Observatorium in Chile aufgenommen. (Bild: ESO/Voggel et al.)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/eso2117b26.jpg" alt=""/></a><figcaption>Nahaufnahme der beiden hellen galaktischen Kerne in NGC 7727, einer 89 Millionen Lichtjahre von der Erde entfernten Galaxie im Sternbild Wassermann, die jeweils ein supermassereiches schwarzes Loch beherbergen. Jeder Kern besteht aus einer dichten Gruppe von Sternen mit einem supermassereichen schwarzen Loch in seinem Zentrum. Die beiden schwarzen Löcher befinden sich auf Kollisionskurs und bilden das nächstgelegene Paar von supermassereichen schwarzen Löchern, das bisher gefunden wurde. Es ist auch das Paar mit dem geringsten Abstand zwischen zwei supermassereichen schwarzen Löchern, das bisher gefunden wurde – der Abstand am Himmel beträgt nur 1600 Lichtjahre.<br>Das Bild wurde mit dem MUSE-Instrument am Very Large Telescope (VLT) der ESO am Paranal-Observatorium in Chile aufgenommen. (Bild: ESO/Voggel et al.)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Außerdem sind auf diesem Bild zwei helle Punkte im Zentrum der Galaxie zu sehen: ein weiteres verräterisches Zeichen für ihre dramatische Vergangenheit. Der Kern von NGC 7727 besteht immer noch aus den beiden ursprünglichen galaktischen Kernen, die jeweils ein supermassereiches Schwarzes Loch beherbergen. Mit einer Entfernung von etwa 89 Millionen Lichtjahren von der Erde im Sternbild Wassermann ist dies das uns am nächsten gelegene Paar supermassereicher Schwarzer Löcher.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Schwarzen Löcher in NGC 7727 sind am Himmel nur 1600 Lichtjahre voneinander entfernt und werden voraussichtlich innerhalb von 250 Millionen Jahren verschmelzen, was in astronomischer Zeit nur ein Wimpernschlag ist. Wenn die beiden Schwarzen Löcher verschmelzen, wird ein noch massereicheres Schwarzes Loch entstehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Suche nach ähnlich verborgenen Paaren supermassereicher Schwarzer Löcher soll mit dem kommenden Extremely Large Telescope (ELT) der ESO, das noch in diesem Jahrzehnt in der chilenischen Atacama-Wüste in Betrieb genommen werden soll, einen großen Sprung nach vorn machen. Mit dem ELT können wir viele weitere solcher Entdeckungen in den Zentren von Galaxien erwarten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Unsere Heimatgalaxie, in deren Zentrum sich ebenfalls ein supermassereiches Schwarzes Loch befindet, wird in ein paar Milliarden Jahren mit der nächstgelegenen großen Nachbargalaxie verschmelzen, der Andromeda-Galaxie. Vielleicht wird die entstehende Galaxie ähnlich aussehen wie der kosmische Tanz, den wir bei NGC 7727 sehen &#8211; dieses Bild könnte uns also einen Blick in die Zukunft gewähren.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/eso2117d.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="Dieses Bild aus dem Digitized Sky Survey (DSS) zeigt die Himmelsregion um NGC 7727, eine Galaxie, die 89 Millionen Lichtjahre von der Erde entfernt im Sternbild Wassermann liegt. Die Galaxie ist der helle Fleck in der Mitte. NGC 7727 beherbergt das Paar supermassereicher schwarzer Löcher, das der Erde bisher am nächsten ist. Es ist auch das Paar mit dem geringsten Abstand zwischen zwei supermassereichen schwarzen Löchern, das bisher gefunden wurde – der Abstand am Himmel beträgt nur 1600 Lichtjahre. (Bild: ESO/Digitized Sky Survey 2. Acknowledgement: Davide De Martin)" data-rl_caption="" title="Dieses Bild aus dem Digitized Sky Survey (DSS) zeigt die Himmelsregion um NGC 7727, eine Galaxie, die 89 Millionen Lichtjahre von der Erde entfernt im Sternbild Wassermann liegt. Die Galaxie ist der helle Fleck in der Mitte. NGC 7727 beherbergt das Paar supermassereicher schwarzer Löcher, das der Erde bisher am nächsten ist. Es ist auch das Paar mit dem geringsten Abstand zwischen zwei supermassereichen schwarzen Löchern, das bisher gefunden wurde – der Abstand am Himmel beträgt nur 1600 Lichtjahre. (Bild: ESO/Digitized Sky Survey 2. Acknowledgement: Davide De Martin)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/eso2117d26.jpg" alt=""/></a><figcaption>Dieses Bild aus dem Digitized Sky Survey (DSS) zeigt die Himmelsregion um NGC 7727, eine Galaxie, die 89 Millionen Lichtjahre von der Erde entfernt im Sternbild Wassermann liegt. Die Galaxie ist der helle Fleck in der Mitte.<br>NGC 7727 beherbergt das Paar supermassereicher schwarzer Löcher, das der Erde bisher am nächsten ist. Es ist auch das Paar mit dem geringsten Abstand zwischen zwei supermassereichen schwarzen Löchern, das bisher gefunden wurde – der Abstand am Himmel beträgt nur 1600 Lichtjahre. (Bild: ESO/Digitized Sky Survey 2. Acknowledgement: Davide De Martin)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Weitere Informationen</strong><br>Dieses Bild entstand im Zuge des Cosmic-Gems-Programms der ESO (wörtlich „kosmische Edelsteine“), einer Initiative zur Erstellung von astronomischen Aufnahmen von wissenschaftlich interessanten und optisch ansprechenden Objekten mit ESO-Teleskopen für Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit. Das Programm nutzt Teleskopzeit, die für wissenschaftliche Beobachtungen nicht geeignet wäre. Die gesammelten Daten können auch für wissenschaftliche Zwecke genutzt werden und werden Astronom*innen daher auch über das wissenschaftlichen Archiv der ESO zur Verfügung gestellt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Europäische Südsternwarte (<a href="https://www.eso.org/public/germany/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">ESO</a>) befähigt Wissenschaftlerinnen weltweit, die Geheimnisse des Universums zum Nutzen aller zu entdecken. Wir entwerfen, bauen und betreiben Observatorien von Weltrang, die Astronominnen nutzen, um spannende Fragen zu beantworten und die Faszination der Astronomie zu wecken. Außerdem fördern wir die internationale Zusammenarbeit in der Astronomie. Die ESO wurde 1962 als zwischenstaatliche Organisation gegründet und wird heute von 16 Mitgliedsländern (Belgien, Dänemark, Deutschland, Frankreich, Finnland, Irland, Italien, den Niederlanden, Österreich, Polen, Portugal, Schweden, der Schweiz, Spanien, der Tschechischen Republik und dem Vereinigten Königreich) sowie dem Gastland Chile und Australien als strategischem Partner unterstützt. Der Hauptsitz der ESO und ihr Besucherzentrum und Planetarium, die ESO Supernova, befinden sich in der Nähe von München in Deutschland, während die chilenische Atacama-Wüste, ein wunderbarer Ort mit einzigartigen Bedingungen für die Himmelsbeobachtung, unsere Teleskope beherbergt. Die ESO betreibt drei Beobachtungsstandorte: La Silla, Paranal und Chajnantor. Am Standort Paranal betreibt die ESO das Very Large Telescope und das dazugehörige Very Large Telescope Interferometer sowie zwei Durchmusterungsteleskope, VISTA, das im Infraroten arbeitet, und das VLT Survey Telescope für sichtbares Licht. Ebenfalls am Paranal wird die ESO das Cherenkov Telescope Array South betreiben, das größte und empfindlichste Gammastrahlen-Observatorium der Welt. Zusammen mit internationalen Partnern betreibt die ESO auf Chajnantor APEX und ALMA, zwei Einrichtungen zur Beobachtung des Himmels im Millimeter- und Submillimeterbereich. Auf dem Cerro Armazones in der Nähe von Paranal bauen wir „das größte Auge der Welt am Himmel“ – das Extremely Large Telescope der ESO. Von unseren Büros in Santiago de Chile aus unterstützen wir unsere Aktivitäten im Land und arbeiten mit chilenischen Partnern und der Gesellschaft zusammen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Übersetzungen von englischsprachigen ESO-Pressemitteilungen sind ein Service des ESO Science Outreach Network (ESON), eines internationalen Netzwerks für astronomische Öffentlichkeitsarbeit, in dem Wissenschaftler und Wissenschaftskommunikatoren aus allen ESO-Mitgliedsländern (und einigen weiteren Staaten) vertreten sind. Deutscher Knoten des Netzwerks ist das <a href="https://www.haus-der-astronomie.de/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Haus der Astronomie</a> in Heidelberg.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=6182.msg536202#msg536202" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Galaxien &#8211; Entstehung und Entwicklung</a></li></ul>
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