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	<title>GRAIL &#8211; Raumfahrer.net</title>
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	<title>GRAIL &#8211; Raumfahrer.net</title>
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		<title>Hinweise auf aktives tektonisches System auf dem Mond</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/hinweise-auf-aktives-tektonisches-system-auf-dem-mond/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 05 May 2020 07:14:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Vermutet wird, dass der Mond schon lange tot ist. Forscher haben nun jedoch Bergrücken entdeckt, auf denen frisch freigelegte Felsbrocken verstreut sind. Laut den Forschern könnten diese Grate Beweise für seismische Aktivitäten auf dem Mond sein, die vor 4,3 Milliarden Jahren in Gang gesetzt wurden und die heute noch andauern könnten. Adomas Valantinas, Doktorand an [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Vermutet wird, dass der Mond schon lange tot ist. Forscher haben nun jedoch Bergrücken entdeckt, auf denen frisch freigelegte Felsbrocken verstreut sind. Laut den Forschern könnten diese Grate Beweise für seismische Aktivitäten auf dem Mond sein, die vor 4,3 Milliarden Jahren in Gang gesetzt wurden und die heute noch andauern könnten. Adomas Valantinas, Doktorand an der Universität Bern, leitete die Forschungsarbeiten während seinem Aufenthalt als Gastwissenschaftler an der Brown University. Eine Medienmitteilung der Universität Bern.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: Universität Bern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die neu entdeckten Bergrücken auf der erdzugewandten Seite des Mondes sind bedeckt mit frisch freigelegtem Mondgestein. Laut den Forschern könnten die Grate ein Beweis für aktive lunare tektonische Prozesse sein, gewissermaßen das «Echo» eines längst vergangenen Einschlags, der den Mond vor 4,3 Milliarden Jahren fast zerrissen hätte.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/05/MondTektonikOberflaecheNASA.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/05/MondTektonikOberflaecheNASA26.jpg" alt="Bilder vom Mond: Infrarot- (oben links) und andere Bilder vom Lunar Reconnaissance Orbiter der NASA zeigten seltsame kahle Stellen, an denen der allgegenwärtige Mondstaub fehlt. Die Flecken deuten auf einen aktiven tektonischen Prozess hin.
(Bild: NASA)"/></a><figcaption>Bilder vom Mond: Infrarot- (oben links) und andere Bilder vom Lunar Reconnaissance Orbiter der NASA zeigten seltsame kahle Stellen, an denen der allgegenwärtige Mondstaub fehlt. Die Flecken deuten auf einen aktiven tektonischen Prozess hin.<br>(Bild: NASA)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Es knirscht noch immer auf dem Mond</strong><br>«Vermutet wird, dass der Mond schon lange tot ist. Wir stellen aber immer wieder fest, dass dies wohl nicht der Fall ist», sagt Peter Schultz, Professor am Department of Earth, Environmental and Planetary Sciences der Brown University und Mitautor der Studie, die in der Zeitschrift Geology veröffentlicht wurde. «Aus unserer Studie geht hervor, dass es auf dem Mond wohl noch immer knirscht und knackt. Beweise dafür haben wir auf den neu entdeckten Bergrücken gefunden».</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Die seltsamen, kahlen Flecken</strong><br>Der größte Teil der Mondoberfläche ist mit pulverförmigem, zermahlenem Gestein – dem sogenanntem Regolith – bedeckt. Diese Decke ist durch den ständigen Beschuss mit winzigen Meteoriten und anderen Himmelskörpern entstanden. Es gibt nur wenige Gebiete, die frei von Regolith sind und wo das Grundgestein des Mondes freigelegt ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Adomas Valantinas, Doktorand am Physikalischen Institut an der Universität Bern, der die Forschungsarbeiten leitete, während er als Gastwissenschaftler an der Brown Univertsity tätig war, nutzte die Daten des Lunar Reconnaissance Orbiter (LRO) der NASA: «Ich entdeckte innerhalb und um die dunklen Tiefebenen, die sogenannten Mare, seltsame kahle Flecken.»</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/05/PortraitValantinazvg.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/05/PortraitValantinazvg26.jpg" alt=""/></a><figcaption>Adomas Valantinas Universität Bern, Physikalisches Institut, Weltraumforschung und Planetologie (WP).<br>(Bild: zvg)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Für die Studie verwendete Valantinas das Diviner-Instrument des Mond-Orbiters LRO, das die Temperatur der Mondoberfläche misst. So wie betonbedeckte Städte auf der Erde mehr Wärme speichern als die Landschaft, so bleiben freiliegendes Grundgestein und Blöcke auf dem Mond während der Mondnacht wärmer als Regolith-bedeckte Oberflächen. Mit Hilfe der nächtlichen Beobachtungen von Diviner fand Valantinas mehr als 500 Flecken mit freiliegendem Mondgestein auf den schmalen Bergrücken entlang der Mare.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Übereinstimmung mit alten Rissen, durch die Magma floss</strong><br>Einige mit freiliegendem Grundgestein bedeckten Hügelkämme seien bereits zuvor bekannt gewesen, sagt Schultz. Aber diese Grate befanden sich an den Rändern alter, mit Lava gefüllter Einschlagbecken und könnten durch ein anhaltendes Absacken als Reaktion auf das durch die Lavaschüttung verursachte Gewicht erklärt werden. «Die Bergrücken mit dem freigelegten Gestein, die wir gefunden haben, verlangen nach einer anderen Erklärung», sagt Schultz.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Valantinas und Schultz haben die aufgrund der Diviner-Daten entdeckten Bergrücken kartiert und eine interessante Korrelation gefunden mit alten Rissen in der Mondkruste, die die GRAIL-Mission der NASA 2014 entdeckt hatte. Diese Risse waren zu Kanälen geworden, durch die Magma auf die Mondoberfläche floss und tiefe Einfurchungen bildete. Valantinas und Schultz zeigen in der aktuellen Studie auf, dass die freigelegten Grate nahezu perfekt mit den von GRAIL entdeckten tiefen Einfurchungen übereinstimmten. «Es ist fast eine Eins-zu-Eins-Korrelation», sagt Schultz. «Das lässt uns glauben, dass die Bergrücken mit freigelegtem Gestein, die wir entdeckt haben, das Resultat eines fortlaufenden Prozesses sind, der von den Ereignissen im Inneren des Mondes angetrieben wird.»</p>



<p class="wp-block-paragraph">Schultz und Valantinas vermuten, dass sich die Bergkämme über diesen alten Einfurchungen immer noch nach oben wölben. Die Aufwärtsbewegung bricht die Oberfläche auf und ermöglicht es dem Regolith, in Risse und Hohlräume zu rieseln, wobei Felsblöcke freigelegt werden. Da kahle Stellen auf dem Mond ziemlich schnell überdeckt werden durch Regolith, der sich ablagert, müsse diese Rissbildung noch recht jung sein und möglicherweise sogar heute noch andauern.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Das lange Gedächtnis des Mondes</strong><br>Die beiden Forscher bezeichnen das System der Bergrücken als ANTS, für Active Nearside Tectonic System. Sie glauben, dass das ANTS tatsächlich vor Milliarden von Jahren von einem gigantischen Einschlag auf der Rückseite des Mondes in Bewegung gesetzt wurde. «Es sieht so aus, als ob die Grate auf etwas reagierten, was vor 4,3 Milliarden Jahren geschah», erklärt Schultz. «Riesige Einschläge haben langanhaltende Auswirkungen. Der Mond hat ein langes Gedächtnis. Was wir heute an der Oberfläche sehen, zeugt von seinem langen Gedächtnis und den Geheimnissen, die er noch immer birgt», so Schultz weiter.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Valantinas ergänzt: «An den von uns entdeckten Standorten wird Grundgesteinsmaterial aus Mondbasalten zu finden sein, das die Astronauten der Apollo-Missionen damals nicht mit zurück zur Erde brachten.» Die Proben der Astronauten seien leicht einzusammeln gewesen, sagten aber nicht viel über die lokale Geologie aus, da man nicht exakt wisse, woher sie stammten. «Die Astronauten konnten nicht zu gefährlicheren Stellen wie steilen Kraterwänden gehen, an denen das darunter liegende Grundgestein freigelegt ist. Wenn wir auf den Mond zurückkehren, sind diese Standorte mit freiliegenden Felsblöcken von großer Bedeutung, da Proben von dort uns viele neue Informationen über den Mond liefern werden.»</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Angaben zur Publikation:</strong><br>A. Valantinas, P.H. Schultz: <a href="https://pubs.geoscienceworld.org/gsa/geology/article-abstract/48/7/649/583511/The-origin-of-neotectonics-on-the-lunar-nearside" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">The origin of neotectonics on the lunar nearside</a>. Geology (2020).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Berner Weltraumforschung: Seit der ersten Mondlandung an der Weltspitze<br>Als am 21. Juli 1969 Buzz Aldrin als zweiter Mann aus der Mondlandefähre stieg, entrollte er als erstes das Berner Sonnenwindsegel und steckte es noch vor der amerikanischen Flagge in den Boden des Mondes. Dieses Solarwind Composition Experiment (SWC), welches von Prof. Dr. Johannes Geiss und seinem Team am Physikalischen Institut der Universität Bern geplant und ausgewertet wurde, war ein erster großer Höhepunkt in der Geschichte der Berner Weltraumforschung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Berner Weltraumforschung ist seit damals an der Weltspitze mit dabei. In Zahlen ergibt dies eine stattliche Bilanz: 25mal flogen Instrumente mit Raketen in die obere Atmosphäre und Ionosphäre (1967-1993), 9mal auf Ballonflügen in die Stratosphäre (1991-2008), über 30 Instrumente flogen auf Raumsonden mit, und mit CHEOPS teilt die Universität Bern die Verantwortung mit der ESA für eine ganze Mission.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die erfolgreiche Arbeit der Abteilung Weltraumforschung und Planetologie (WP) des Physikalischen Instituts der Universität Bern wurde durch die Gründung eines universitären Kompetenzzentrums, dem Center for Space and Habitability (CSH), gestärkt. Der Schweizer Nationalsfonds sprach der Universität Bern zudem den Nationalen Forschungsschwerpunkt (NFS) PlanetS zu, den sie gemeinsam mit der Universität Genf leitet.</p>



<h4><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></h4>



<ul>
<li><strong><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=924.msg478308#msg478308" rel="noreferrer noopener" aria-label="(öffnet in neuem Tab)" target="_blank" data-wpel-link="internal">Mond</a></strong></li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Das Innere des Mondes</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/das-innere-des-mondes/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 01 Jun 2013 12:32:04 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Ende letzten Jahres außer Betrieb gegangene Mondmission GRAIL hat neue Erkenntnisse über die innere Struktur unseres Trabanten geliefert. Insbesondere wurde zur Klärung des Ursprungs schon länger bekannter Dichteanomalien unter der Oberfläche beigetragen. Ein Beitrag von Michael Clormann. Quelle: NASA, MIT, Raumcon. Vertont von Peter Rittinger. Die GRAIL-Mission, bestehend aus zwei nahezu baugleichen Einzelsonden, wurde [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Die Ende letzten Jahres außer Betrieb gegangene Mondmission <i>GRAIL</i> hat neue Erkenntnisse über die innere Struktur unseres Trabanten geliefert. Insbesondere wurde zur Klärung des Ursprungs schon länger bekannter Dichteanomalien unter der Oberfläche beigetragen.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Michael Clormann. Quelle: NASA, MIT, Raumcon. Vertont von Peter Rittinger.</p>



<figure class="wp-block-audio"><audio controls src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ismobil-2013-06-04-78989.mp3"></audio></figure>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/01062013143204_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/01062013143204_small_1.jpg" alt="NASA/Jack Pfaller" width="240" height="160"/></a><figcaption>
Die beiden GRAIL-Sonden, hier noch auf dem Prüfstand, waren relativ kleine Raumfahrzeuge. 
<br>
(Bild: NASA/Jack Pfaller)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die <i>GRAIL</i>-Mission, bestehend aus zwei nahezu baugleichen Einzelsonden, wurde im September 2011 von der US-amerikanischen Raumfahrtbehörde NASA gestartet. Nach mehrmonatiger Reise auf einer komplexen, aber energiesparenden Flugbahn über den L1-Punkt des Sonne-Erde-Systems, trafen beide Raumfahrzeuge zum Jahreswechsel 2011/2012 im Mondorbit ein. <i>Ebb</i> und <i>Flow</i>, so ihre Bezeichnungen, begannen schließlich ab März des vergangenen Jahres ihre wissenschaftliche Mission in einer kreisförmigen, fast polaren Umlaufbahn nur 55 Kilometer über der Mondoberfläche und im Abstand von 175 bis 225 Kilometern zueinander. Bereits Mitte Dezember endete ihr Einsatz planmäßig mit einem gezielten Absturz auf der Mondoberfläche. Aus den Wirkungen der beiden Einschläge auf das Oberflächenmaterial unseres Trabanten wurden nochmals, mithilfe von Beobachtungen des <i>Lunar Reconnaissance Orbiter (LRO)</i>, letzte Daten gewonnen. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/01062013143204_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/01062013143204_small_2.jpg" alt="NASA/JPL-Caltech/MIT/GSFC" width="240" height="180"/></a><figcaption>
GRAILs Gravitationskarte des Mondes. 
<br>
(Bild: NASA/JPL-Caltech/MIT/GSFC)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Größter Erfolg der Mission, so die Bekanntgabe der NASA vor zwei Tagen, ist wohl die bislang präziseste Vermessung des lunaren Schwerefelds. Sie lässt weitreichende Rückschlüsse auf den inneren Aufbau und die Zusammensetzung des Mondes zu. Unter anderem die Apollo-Astronauten hatten ab den späten 1960er Jahren Pionierarbeit für diese geologische Erforschung unseres nächstgelegenen Himmelskörpers geleistet. Etwa zur selben Zeit wurde auch erstmals festgestellt, dass unter verschiedenen Gebieten seiner Oberfläche ungewöhnlich dichte Materialansammlungen, sogenannte „mascons“, lokalisiert waren. Schon relativ bald war man sich einig, dass diese Dichteanomalien die Folge größerer Einschläge auf dem frühen Mond sein mussten, bei denen die verhältnismäßig leichte, dünne Kruste des Himmelskörpers durchschlagen, und mit schwererem Mantelmaterial vermischt wurde. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Unklar war bislang, wie genau diese Durchmischung vonstatten gegangen war. Für möglich gehalten wurden als Einflussfaktoren sowohl, dass dichtes Lavamaterial die Einschlagskrater in der Kruste von unten auffüllte, als auch die Aufwölbung schweren Mantelgesteins durch die Wucht des Aufpralls um dessen Zentrum. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/01062013143204_big_3.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/01062013143204_small_3.jpg" alt="NASA/JPL-Caltech/CSM" width="240" height="130"/></a><figcaption>
Hier gut zu sehen: eine charakteristische Gravitationsanomalie mit Impakt-Zentrum und doppelter Ringstruktur (links) im Vergleich zur Oberflächenkartierung (rechts). 
<br>
(Bild: NASA/JPL-Caltech/CSM)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die Gravitationskartierung von <i>GRAIL</i> bringt diesbezüglich größere Klarheit und zeigt nun, dass die Masseverteilung um die Orte der Impakte eine doppelte Ringstruktur aufweist. Unter dem Zentrum der beobachtbaren Krater befindet sich demnach ein punktueller Bereich großer Dichte als Folge von Materialaufschmelzung beim Auftreffen eines Asteroiden. Er ist von einem ringförmigen Abschnitt relativ leichten Materials umgeben. An diesen inneren Kranz schließt sich wiederum ein äußerer Ringbereich mit erneut dichtem Gestein an. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><i>Ebb</i> und <i>Flow</i> führten ihre Messungen durch exakte Bestimmung des gegenseitigen Abstandes während ihres Tandemflugs durch. Bereits minimale Veränderungen in dieser Distanz ließen sich auf eine lokal veränderte Gravitation und damit Dichteabweichung unter der überflogenen Lunar-Oberfläche zurückführen. Zur Interpretation der Daten wurden außerdem bisher schon bekannte Fakten über die Mondgeologie, sowie Computersimulationen der Impakt-Ereignisse vor mehreren Milliarden Jahren verwendet. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Zukünftig, so die Forscher, könnten <i>GRAIL</i>s Ergebnisse helfen, mondnahe Raummissionen und ihre Flugbahnen exakter als bisher auf die Gravitationscharakteristika unserer Trabanten abzustimmen. Weiterhin ließe sich das neue Verständnis von „mascons“ auf andere Himmelskörper, etwa den Mars oder den Merkur, übertragen. Sie verfügen nach bisherigem Wissensstand über ähnliche Gravitationsanomalien wie der Erdmond.  </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=4033.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">GRAIL</a></li><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=924.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Mond</a></li></ul>
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			</item>
		<item>
		<title>GRAIL beginnt erste Messphase</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/grail-beginnt-erste-messphase/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 08 Mar 2012 17:08:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die beiden Mondsonden der GRAIL-Mission haben am 7. März ihren ersten Messzyklus begonnen. Sie werden nun für 84 Tage das Gravitationsfeld des Erdbegleiters untersuchen. Ein Beitrag von Simon Plasger. Quelle: NASA. Vertont von Peter Rittinger. Die beiden Mondsonden Ebb (GRAIL-A) und Flow (GRAIL-B), welche den Mond am 31. Dezember 2011 bzw. am 1. Januar 2012 [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Die beiden Mondsonden der GRAIL-Mission haben am 7. März ihren ersten Messzyklus begonnen. Sie werden nun für 84 Tage das Gravitationsfeld des Erdbegleiters untersuchen.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Simon Plasger. Quelle: NASA. Vertont von Peter Rittinger.</p>



<figure class="wp-block-audio"><audio controls src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ismobil-2012-03-12-49427.mp3"></audio></figure>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/08032012180859_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/08032012180859_small_1.jpg" alt="NASA" width="260"/></a><figcaption>
Die beiden GRAIL-Sonden untersuchen den Mond 
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die beiden Mondsonden Ebb (GRAIL-A) und Flow (GRAIL-B), welche den Mond am 31. Dezember 2011 bzw. am 1. Januar 2012 erreicht haben und bis Anfang März ihren Orbit angepasst haben, beginnen nun mit der Kartierung des Gravitationsfelds des Mondes. Dazu messen sie ständig ihren eigenen Abstand. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Für ihre Messungen befinden sich die beiden etwa waschmaschinengroßen Sonden in einem nahezu kreisrunden Orbit von 55 km Höhe. Die Bahnneigung liegt dabei bei etwa 90°. Um das Gravitationsfeld des Mondes zu kartieren, wird ständig der Abstand zwischen beiden Sonden gemessen. Wenn ein Gebiet überflogen wird, dessen Gravitation niedriger oder höher ist als die der restlichen Mondoberfläche, so wird zuerst die eine Sonde abgebremst bzw. beschleunigt und dann die andere. Dadurch variiert der Abstand. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Während dieser Messphase wird die Höhe der beiden Sonden zwischen 16 und 51 Kilometern über der Mondoberfläche schwanken. Sie werden sich dabei bis auf 65 Kilometer annähern und einen maximalen Abstand von 225 Kilometern haben. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die beiden GRAIL-Sonden waren am 10. September gestartet worden und hatten sich zunächst innerhalb von zweieinhalb Monaten dem Mond angenähert. Danach folgte eine weitere, ebenfalls zweieinhalb Monate dauernde Orbitanpassungsphase. Neben dem Instrument für das Messen des Abstands befindet sich auch eine Kamera namens MoonKAM an Bord, die im Rahmen einer Schulinitiative der NASA von Schülern ausgewählte Flächen des Mondes aufnimmt. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Verwandte Meldungen:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/grail-sendet-video-von-der-rueckseite-des-mondes/" data-wpel-link="internal">GRAIL sendet Video von der Rückseite des Mondes</a></li><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/zwillingssonden-am-ziel-grail-erreicht-den-mond/" data-wpel-link="internal">Zwillingssonden am Ziel – GRAIL erreicht den Mond</a></li><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/grail-auf-der-zielgeraden/" data-wpel-link="internal">GRAIL auf der Zielgeraden</a></li><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/grail-auf-dem-weg-zum-mond/" data-wpel-link="internal">GRAIL auf dem Weg zum Mond</a></li><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/grail-startklar/" data-wpel-link="internal">GRAIL startklar</a></li></ul>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Raumcon:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=4033.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">GRAIL</a></li><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=10244.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">GRAIL auf Delta7920H-10</a></li></ul>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Weitere Bilder finden Sie auch in unserer <a class="a" href="https://media.raumfahrer.net/index.php?/category/784" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Mediengalerie</a></strong></p>
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			</item>
		<item>
		<title>GRAIL sendet Video von der Rückseite des Mondes</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/grail-sendet-video-von-der-rueckseite-des-mondes/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 02 Feb 2012 12:57:11 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[InSound]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumsonden]]></category>
		<category><![CDATA[Satelliten]]></category>
		<category><![CDATA[Ebb]]></category>
		<category><![CDATA[Flow]]></category>
		<category><![CDATA[GRAIL]]></category>
		<category><![CDATA[Mond]]></category>
		<category><![CDATA[MoonKam]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Am Mittwoch veröffentlichte die NASA Filmmaterial von einer ihrer beiden Zwillingssonden, die den Mond umkreisen. Die &#8222;MoonKAM&#8220; genannte Kamera fertigte die Einzelaufnahmen am 19. Januar während einer Nord-Süd-Passage ihres Orbits an. Diese wurde dann per Zeitraffer zu einem Video zusammengefügt. Ein Beitrag von Klaus Donath. Quelle: NASA. Vertont von Peter Rittinger. Die Gravity Recovery and [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Am Mittwoch veröffentlichte die NASA Filmmaterial von einer ihrer beiden Zwillingssonden, die den Mond umkreisen. Die &#8222;MoonKAM&#8220; genannte Kamera fertigte die Einzelaufnahmen am 19. Januar während einer Nord-Süd-Passage ihres Orbits an. Diese wurde dann per Zeitraffer zu einem Video zusammengefügt.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Klaus Donath. Quelle: NASA. Vertont von Peter Rittinger.</p>



<figure class="wp-block-audio"><audio controls src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ismobil-2012-02-03-75459.mp3"></audio></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Die <i>Gravity Recovery and Interior Laboratory</i>-Mission der NASA (kurz GRAIL) soll das Schwerefeld des Mondes und dessen Schwereanomalien genauer untersuchen, um daraus Rückschlüsse auf den inneren Aufbau des Mondes zu gewinnen. Seit ihrem Einschuss in die Mondumlaufbahn am 31. Dezember (<a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/zwillingssonden-am-ziel-grail-erreicht-den-mond/" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net berichtete</a>) und am 31. Januar verringern beide Raumsonden stetig ihren Orbit. Ziel ist eine nur 55 km hohe Umlaufbahn, um das Gravitationsfeld in der dreimonatigen Primärmission so präzise wie nur möglich vermessen zu können. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Beide Raumsonden besitzen diese MoonKAM, gesponsert von Sally Ride, der ersten Amerikanerin im All. Sie unterhält eine Professur an der Universität von Kalifornien und möchte mit diesem Projekt Schüler der Mittelschulen in den USA mit einbeziehen. Diese dürfen Vorschläge machen, welche Regionen mit der Kamera fotografiert werden sollen. Bisher haben sich mehr als 2.500 Schulen beteiligt. Die jetzt aufgenommenen Bilder stammen von GRAIL A, auch Ebb genannt. Die Kamera der Zwillingssonde Flow wird erst später aktiviert. Der Name der Raumsonden, Ebb und Flow (Ebbe und Flut), stammt von Schülern der Emily-Dickinson-Grundschule in Bozeman (US-Bundesstaat Montana).  </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Rückseite des Mondes faszinierte die Menschheit lange. Dass eine Hälfte des Mondes immer von der Erde abgewandt ist, hat seine Ursache in der gebundenen Rotation des Trabanten. Die Mondrückseite wurde erstmals Ende 1959 von der russischen Mondsonde Lunik 3 erkundet, deren Funkbilder 70 Prozent der erdabgewandten Seite erfassten und eine ganz andere Ansicht boten als die gewohnte und gut erforschte Vorderseite des Mondes. Die Mondrückseite besteht zu über 90 Prozent aus hellen, kraterbedeckten Hochländern. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Um das Gravitationsfeld des Mondes zu vermessen, ist jede Sonde mit einem LGRS (Lunar Gravity Ranging System) genannten Instrument ausgestattet. Dieses besteht im Wesentlichen aus einer K<sub>a</sub>-Band-Antenne, mit welcher mit dem anderen Raumschiff Kontakt gehalten werden kann. Während der wissenschaftlichen Missionsphase werden sich die beiden GRAIL-Orbiter weitgehend ohne Triebwerksmanöver um den Mond bewegen, um die Messdaten frei von äußeren Einflüssen zu halten. Nur am Anfang und nach dem ersten Drittel der Forschungen wird es kleine Korrekturmanöver geben. Insgesamt besteht die Forschungsphase aus drei Messzyklen, welche jeweils 27,5 Tage dauern werden. In jeder dieser Phasen dreht sich der Mond einmal um seine Achse. 
<br>
<strong>Verwandte Meldungen:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/zwillingssonden-am-ziel-grail-erreicht-den-mond/" data-wpel-link="internal">Zwillingssonden am Ziel – GRAIL erreicht den Mond</a></li><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/grail-auf-der-zielgeraden/" data-wpel-link="internal">GRAIL auf der Zielgeraden</a></li><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/grail-auf-dem-weg-zum-mond/" data-wpel-link="internal">GRAIL auf dem Weg zum Mond</a></li><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/grail-startklar/" data-wpel-link="internal">GRAIL startklar</a></li></ul>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Raumcon:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=4033.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">GRAIL</a></li><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=10244.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">GRAIL auf Delta7920H-10</a></li></ul>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Weitere Bilder finden Sie auch in unserer <a class="a" href="https://media.raumfahrer.net/index.php?/category/784" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Mediengalerie</a></strong></p>
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		<item>
		<title>Zwillingssonden am Ziel &#8211; GRAIL erreicht den Mond</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/zwillingssonden-am-ziel-grail-erreicht-den-mond/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 01 Jan 2012 22:59:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumsonden]]></category>
		<category><![CDATA[Delta II]]></category>
		<category><![CDATA[GRAIL]]></category>
		<category><![CDATA[JPL]]></category>
		<category><![CDATA[Lagrange-Punkt L1]]></category>
		<category><![CDATA[Mond]]></category>
		<category><![CDATA[NASA]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Im Abstand von etwa 25 Stunden sind am Silvesterabend und an Neujahr die beiden Sonden der Mondmission GRAIL in ihren vorgesehen Orbit eingeschwenkt. Nach einigen Korrekturmanövern soll im März dann die eigentliche Wissenschaftsmission beginnen. Ein Beitrag von Simon Plasger. Quelle: NASA, MIT. Zuerst begann GRAIL-A am 31. Dezember um 22:21 Uhr MEZ sein Bremsmanöver, um [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Im Abstand von etwa 25 Stunden sind am Silvesterabend und an Neujahr die beiden Sonden der Mondmission GRAIL in ihren vorgesehen Orbit eingeschwenkt. Nach einigen Korrekturmanövern soll im März dann die eigentliche Wissenschaftsmission beginnen.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Simon Plasger. Quelle: NASA, MIT.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/01012012235946_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/01012012235946_small_1.jpg" alt="NASA/JPL-Caltech" width="260"/></a><figcaption>
Künstlerische Darstellung des Bremsmanövers 
<br>
(Bild: NASA/JPL-Caltech)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Zuerst begann GRAIL-A am 31. Dezember um 22:21 Uhr MEZ sein Bremsmanöver, um in einen Mondorbit einzuschwenken. Bei der 40 Minuten dauernden Zündung des Haupttriebwerks der 1,09 m x 0,95 m x 0,76 m großen Sonde wurde die Geschwindigkeit um 688 km/h relativ zum Mond verringert. Anschließend befand sich das Raumschiff in einem Orbit mit einem Periselen (mondnächster Punkt) von 90 km und einem Aposelen (mondfernster Punkt) von 8.363 km. Die Umlaufzeit beträgt 11,5 Stunden. Einen Tag später, am 1. Januar um 23:05 Uhr MEZ, folgte GRAIL-B mit einem 39-minütigen Manöver, wobei die Geschwindigkeit um 691 km/h gesenkt wurde. </p>



<p class="wp-block-paragraph">In den nächsten zwei Monaten ist es nun geplant, die Umlaufbahnen der Sonden abzusenken und Peri- und Aposelen anzugleichen. Das Ziel ist dabei ein nahezu polarer, kreisförmiger Orbit in einer Höhe von 55 km. Wenn dieser erreicht ist, kann Anfang März die Forschungsmission beginnen. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/01012012235946_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/01012012235946_small_2.jpg" alt="NASA" width="260"/></a><figcaption>
GRAIL bei den Vorbereitungen 
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Ziel der Mission ist es, mehr über das Innere des Mondes zu erfahren. Dazu wird eine genaue Karte der Gravitation des Mondes erstellt, da diese an verschiedenen Stellen des Mondes große Abweichungen aufweist. Aus diesen sogenannten Masseanomalien lassen sich dann Rückschlüsse auf die Verteilung von verschiedenen Materialien im Inneren des Erdbegleiters ziehen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Um das zu erreichen, ist jede Sonde mit einem LGRS (Lunar Gravity Ranging System) genannten Instrument ausgestattet. Dieses besteht im Wesentlichen aus einer K<sub>a</sub>-Band-Antenne, mit welcher mit dem anderen Raumschiff Kontakt gehalten werden kann. Während der wissenschaftlichen Missionsphase werden sich die beiden GRAIL-Orbiter weitgehend ohne Triebwerksmanöver um den Mond bewegen, um die Messdaten frei von äußeren Einflüssen zu halten. Nur am Anfang und nach dem ersten Drittel der Forschungen wird es kleine Korrekturmanöver geben. Insgesamt besteht die Forschungsphase aus drei Messzyklen, welche jeweils 27,5 Tage dauern werden. In jeder dieser Phasen dreht sich der Mond einmal um seine Achse. 
<br>
Am Ende der Mission werden die Sonden innerhalb von fünf Tagen abgeschaltet. Anschließend dauert es etwa 40 Tage, bis sie auf dem Mond aufschlagen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die beiden Sonden waren am 10. September 2011 an Bord einer Delta-7920H-10C-Rakete gestartet worden und hatten innerhalb von etwa 3,5 Monaten den Weg zum Mond zurückgelegt. Dabei flogen sie einen ungewöhnlichen Kurs über den L1-Punkt des Erde-Mond-Systems, um Treibstoff zu sparen. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Verwandte Meldungen:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/grail-auf-der-zielgeraden/" data-wpel-link="internal">GRAIL auf der Zielgeraden</a></li><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/grail-auf-dem-weg-zum-mond/" data-wpel-link="internal">GRAIL auf dem Weg zum Mond</a></li><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/grail-startklar/" data-wpel-link="internal">GRAIL startklar</a></li></ul>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Raumcon:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=4033.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">GRAIL</a></li><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=10244.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">GRAIL auf Delta7920H-10</a></li></ul>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Weitere Bilder finden Sie auch in unserer <a class="a" href="https://media.raumfahrer.net/index.php?/category/784" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Mediengalerie</a></strong></p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/zwillingssonden-am-ziel-grail-erreicht-den-mond/" data-wpel-link="internal">Zwillingssonden am Ziel &#8211; GRAIL erreicht den Mond</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>GRAIL &#8211; Neue Mission im Discovery-Programm der NASA</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/grail-neue-mission-im-discovery-programm-der-nasa/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 13 Dec 2007 11:27:09 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[InSound]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumsonden]]></category>
		<category><![CDATA[Erdmond]]></category>
		<category><![CDATA[GRAIL]]></category>
		<category><![CDATA[Gravitationsfeld]]></category>
		<category><![CDATA[Missionsplanung]]></category>
		<category><![CDATA[NASA]]></category>
		<category><![CDATA[Satelliten]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
		<category><![CDATA[Vermessung]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=31137</guid>

					<description><![CDATA[<p>Am 10.12.2007 wurde durch die NASA die Wahl einer neuen Mission im Rahmen des Discovery-Programms bekannt gegeben. Ziel ist der Mond. Durch ein Sondenpaar im Tandemflug soll dessen innere Beschaffenheit mit hoher Genauigkeit vermessen werden. Ein Beitrag von Daniel Schiller. Quelle: JPL, NASA. Vertont von Karl Urban. Die neue Mission trägt den Namen GRAIL (Gravity [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/grail-neue-mission-im-discovery-programm-der-nasa/" data-wpel-link="internal">GRAIL &#8211; Neue Mission im Discovery-Programm der NASA</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Am 10.12.2007 wurde durch die NASA die Wahl einer neuen Mission im Rahmen des Discovery-Programms bekannt gegeben. Ziel ist der Mond. Durch ein Sondenpaar im Tandemflug soll dessen innere Beschaffenheit mit hoher Genauigkeit vermessen werden.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Daniel Schiller. Quelle: JPL, NASA. Vertont von Karl Urban.</p>



<figure class="wp-block-audio"><audio controls src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ismobil-2007-12-18-42365.mp3"></audio></figure>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/13122007122709_small_1.jpg" alt="JPL, NASA" width="300" height="169"/><figcaption>
Beschreibung: Künstlerische Darstellung des 
<i>GRAIL</i>
-Duos im Tandemflug über dem Mond. 
<br>
(Bild: JPL, NASA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die neue Mission trägt den Namen <i>GRAIL</i> (<strong>G</strong>ravity <strong>R</strong>ecovery <strong>A</strong>nd <strong>I</strong>nterior <strong>L</strong>aboratory). Ziel ist v.a. die Vermessung des Gravitationsfeldes des Mondes, um darüber Rückschlüsse auf dessen inneren Aufbau ziehen zu können. Hierzu sollen 2011 zwei gleichartige Sonden zum Mond starten und diesen als Tandem, also auf gleichem Orbit aber zeitlich gestaffelt, für mehrere Monate umkreisen. Diese Mission ist in Konzept und Technik mit der amerikanisch-deutschen <a title="Zusammenfassung zu GRACE bei Wikipedia" rel="noopener noreferrer follow" href="https://de.wikipedia.org/wiki/GRACE" target="_blank" data-wpel-link="external"><i>GRACE</i>-Mission</a> um die Erde vergleichbar. Beide <i>GRAIL</i>-Sonden sollen kontinuierlich gegenseitig ihren Abstand durch ein Mikrowellensignal messen. Unvorhergesehene Abstandsänderungen bzw. Beschleunigungen einer Sonde relativ zur anderen weisen dann auf eine Gravitationsanomalie im Inneren des Mondes hin, woraufhin man dessen Modell verfeinern kann. Durch die Verbesserung unseres Bildes über den inneren Mondaufbau, versucht man auch seine Entstehungsgeschichte und die der Erde genauer nachvollziehen zu können. <br><i>GRAIL</i> setzte sich gegen weitere Missionvorschläge durch, da es im Erdorbit erprobte Technik und Verfahren zur Gewinnung neuer Kenntnisse über den Mond nutzt. Der Kostenrahmen der Mission soll 375 Millionen US-Dollar betragen. Wissenschaftlich geführt wird die Mission durch das MIT (<strong>M</strong>assachusetts <strong>I</strong>nstitute of <strong>T</strong>echnology). <br><strong>Links</strong>:</p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://web.mit.edu/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">MIT</a></li></ul>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/grail-neue-mission-im-discovery-programm-der-nasa/" data-wpel-link="internal">GRAIL &#8211; Neue Mission im Discovery-Programm der NASA</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		<enclosure url="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ismobil-2007-12-18-42365.mp3" length="2595192" type="audio/mpeg" />

			</item>
	</channel>
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