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	<title>interstellares Gas &#8211; Raumfahrer.net</title>
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		<title>Energetische Winde wehen aus der Dreiecksgalaxie</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 25 Oct 2022 18:05:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Radiobeobachtungen zeigen ein komplexes Szenario beim Zusammenspiel von Sternentstehung und dem interstellaren Medium in der Galaxie M33. Eine Pressemeldung des Max-Planck-Instituts für Radioastronomie, Bonn. Quelle: Max-Planck-Institut für Radioastronomie 25. Oktober 2022. 25. Oktober 2022 &#8211; Untersuchungen des Zusammenspiels zwischen Sternentstehung und dem interstellaren Medium sind wichtig, um die Entwicklung von Galaxien zu verstehen. Ein internationales [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Radiobeobachtungen zeigen ein komplexes Szenario beim Zusammenspiel von Sternentstehung und dem interstellaren Medium in der Galaxie M33. Eine Pressemeldung des Max-Planck-Instituts für Radioastronomie, Bonn.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: Max-Planck-Institut für Radioastronomie 25. Oktober 2022.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/StrahlungWindeM33IPMESO.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Künstlerische Illustration der von der kosmischen Strahlung angetriebenen Winde (blau und grün), überlagert von einem optischen Bild der Dreiecksgalaxie M33 (rot und weiß), das auf Beobachtungen mit dem VLT-Survey-Teleskop am Paranal-Observatorium der ESO in Chile basiert. (Bild: Institute for Research in Fundamental Sciences (IPM) &amp; Europäische Südsternwarte (ESO))" data-rl_caption="" title="Künstlerische Illustration der von der kosmischen Strahlung angetriebenen Winde (blau und grün), überlagert von einem optischen Bild der Dreiecksgalaxie M33 (rot und weiß), das auf Beobachtungen mit dem VLT-Survey-Teleskop am Paranal-Observatorium der ESO in Chile basiert. (Bild: Institute for Research in Fundamental Sciences (IPM) &amp; Europäische Südsternwarte (ESO))" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/StrahlungWindeM33IPMESO26.jpg" alt=""/></a><figcaption>Künstlerische Illustration der von der kosmischen Strahlung angetriebenen Winde (blau und grün), überlagert von einem optischen Bild der Dreiecksgalaxie M33 (rot und weiß), das auf Beobachtungen mit dem VLT-Survey-Teleskop am Paranal-Observatorium der ESO in Chile basiert. (Bild: Institute for Research in Fundamental Sciences (IPM) &amp; Europäische Südsternwarte (ESO))</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">25. Oktober 2022 &#8211; Untersuchungen des Zusammenspiels zwischen Sternentstehung und dem interstellaren Medium sind wichtig, um die Entwicklung von Galaxien zu verstehen. Ein internationales Forscherteam unter der Leitung von Fatemeh Tabatabaei unter Mitarbeit von mehreren Wissenschaftlern des Bonner Max-Planck-Instituts für Radioastronomie hat mit dem Karl G. Jansky Very Large Array (VLA) in New Mexico hochaufgelöste Radiobeobachtungen der Nachbargalaxie Messier 33 in der lokalen Gruppe durchgeführt. Die Ergebnisse zeigen, dass in M33 ein direkter Zusammenhang zwischen molekularem Gas und Sternentstehung besteht. Die Entstehung von massereichen Sternen verstärkt das Magnetfeld und erhöht die Zahl der hochenergetischen Elektronen der kosmischen Strahlung, die wiederum die Entstehung von galaktischen Winden und Ausströmungen begünstigen können.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Studie wird in der Fachzeitschrift „Monthly Notices of the Royal Astronomical Society“ (MNRAS) veröffentlicht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Galaxien sind Systeme aus Sternen und interstellarem Gas in Wechselwirkung. Beobachtungen zeigen, dass Galaxien heute weniger Sterne bilden als in der Vergangenheit. Da für die Entstehung von Sternen kaltes Gas benötigt wird, bringen Modellrechnungen die Verlangsamung dieses Prozesses und die beobachtete Entwicklung von Galaxien mit galaktischen Winden in Verbindung, durch die kaltes Gas abtransportiert wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Galaktische Winde entstehen in den Scheiben von Galaxien und erstrecken sich auf den Halo und das intergalaktische Medium; ihr Ursprung ist jedoch noch umstritten. Supernova-Explosionen und aktive galaktische Kerne (AGN) können starke Winde antreiben. Ihrer Rolle bei der Behinderung von Sternentstehung steht die Tatsache entgegen, dass das Gas ihrer Winde in die Galaxienscheibe zurückfallen und die Entstehung von neuen Sternen auslösen kann. Dank neuer hochaufgelöster Radiobeobachtungen mit dem „Karl G. Jansky Very Large Array“ fand ein internationales Forscherteam Hinweise für kosmische Strahlung als alternative Ursache für galaktische Winde, und zwar in unserer Nachbargalaxie M33 im Sternbild Dreieck (Triangulum) in einer Entfernung von 2,7 Millionen Lichtjahren von der Erde. Diese Galaxie enthält rund 23-mal weniger Masse als die Milchstraße.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Kosmische Strahlungen bestehen aus hochenergetischen Teilchen, die sich nahezu mit Lichtgeschwindigkeit bewegen. Sie können den Druck im interstellaren Medium erhöhen, Ausströmungen (outflows) verursachen und die Strukturen über eine gesamte Galaxie hinweg verändern. Frühere Studien hatten bereits auf die Bedeutung der von kosmischer Strahlung angetriebenen Winde für die Entstehung von Blasen in der Milchstraße und in der Andromeda-Galaxie hingewiesen, die eine Größe von einigen Tausend Lichtjahren haben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Das ist das erste Mal, dass wir Beweise für solche Winde in einer massearmen, sternbildenden Spiralgalaxie wie M33 finden“, sagt Fatemeh Tabatabaei, die leitende Forscherin der vorliegenden Untersuchung. „Dieser Nachweis ergab sich aus einem Widerspruch, als wir feststellten, dass die Elektronen der kosmischen Strahlung in Regionen energiereicher sind, in denen auch das Magnetfeld stärker ist. In einem starken Magnetfeld erwartet man, dass die Elektronen der kosmischen Strahlung Energie an eine stärkere Synchrotronstrahlung verlieren.“ Tabatabaei forschte schon im Rahmen ihrer im Jahr 2008 abgeschlossenen Promotion am Max-Planck-Institut für Radioastronomie (MPIfR) unter der Leitung von Rainer Beck, einem Mitautor der Studie.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dieses Paradoxon kann aufgelöst werden, wenn man die Struktur des Magnetfeldes in der Galaxie berücksichtigt. In Sternentstehungsgebieten wird das Magnetfeld aufgrund von turbulenten Gasbewegungen durch die Wirkung eines Dynamomechanismus verstärkt, der kinetische Energie in magnetische Energie umwandelt. Die resultierenden Feldlinien sind stark ineinander verknäuelt. „Der Dynamoeffekt ist ein wirkungsvoller Mechanismus, der überall im Universum arbeitet: in Sternen, Planeten, Galaxien und sogar in riesigen intergalaktischen Gaswolken“, sagt Rainer Beck.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Diese verwirbelte Struktur des Magnetfeldes hilft der kosmischen Strahlung, sich über größere Bereiche zu verteilen, bevor sie ihre Energie durch die Synchrotronkühlung im Magnetfeld verliert. Die hochenergetische kosmische Strahlung kann sich dann leicht mit dem Hintergrundgas und -plasma verbinden und so Gebiete hohen Drucks in der Scheibe erzeugen. Das daraus resultierende Druckungleichgewicht zwischen der Scheibe und den äußeren Schichten im Halo verursacht die Entstehung von Winden“, fügt Fatemeh Tabatabaei hinzu.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die aktuelle Untersuchung zeigt, dass von der kosmischen Strahlung angetriebene Winde in den meisten Galaxien eine Rolle spielen können, insbesondere in solchen mit relativ geringer Masse, aber aktiver Sternentstehung wie M33. Das sind Systeme, die viel häufiger im Kosmos auftreten als massereiche Galaxien. Daher können die von der kosmischen Strahlung angetriebenen Winde prinzipiell auch in früheren Epochen eine wichtige Rolle beim Abtransport von Gas gespielt haben, da sie aufgrund der höheren Sternentstehungsaktivität damals noch stärker waren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Um diese Ergebnisse zu bestätigen und die Untersuchung auf frühere Epochen im Universum auszudehnen, sind detaillierte Radiobeobachtungen von weiter entfernten Galaxien erforderlich, die mit zukünftigen empfindlichen Radioteleskopen wie dem “Next Generation Very Large Telescope” und dem SKA-Observatorium möglich werden“, schließt Karl Menten, Direktor am MPIfR und Leiter der Forschungsabteilung Millimeter- und Submillimeter-Astronomie, ebenfalls Mitautor der Studie.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Hintergrundinformation:</strong><br>Das „Karl G. Jansky Very Large Array“ (JVLA) setzt sich als Radioteleskop aus 27 einzelnen Parabolspiegeln zusammen, die in einer Y-förmigen Konfiguration auf der Ebene von San Agustin fünfzig Meilen westlich von Socorro, New Mexico, stehen. Jede Antenne hat einen Durchmesser von 25 Metern. Die Daten der einzelnen Antennen werden elektronisch miteinander kombiniert, um so die Auflösung einer Antenne mit einem Durchmesser von 36 km und die Empfindlichkeit eines Einzelteleskops von 130 Metern Durchmesser zu erreichen. Das VLA wird vom „National Radio Astronomy Observatory“ (NRAO) betrieben, einer Einrichtung der „National Science Foundation“ (NSF), die im Rahmen einer Kooperationsvereinbarung von „Associated Universities, Inc.“ (AUI) betrieben wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Forschungsteam umfasst F. S. Tabatabaei, W. Cotton, E. Schinnerer, R. Beck, A. Brunthaler, K. M. Menten, J. Braine, E. Corbelli, C. Kramer, J. E. Beckman, J. H. Knapen, R. Paladino, E. Koch, und A. Camps Fariña. Fatemeh Tabatabaei, die Erstautorin, und ebenso Rainer Beck, Andreas Brunthaler und Karl Menten haben alle eine MPIfR-Affiliation.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Originalveröffentlichung</strong><br>Cloud-scale Radio Surveys of Star Formation and Feedback in Triangulum Galaxy M33: VLA Observations<br>F. Tabatabaei et al., Monthly Notices of the Royal Astronomical Society, MNRASJ-517-2, p. 2997-3007, 25. Oktober 2022 (DOI: 10.1093/mnras/stac2514), <a href="https://academic.oup.com/mnras/article/517/2/2990/6764519?login=false" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">https://academic.oup.com/mnras/article/517/2/2990/6764519</a>.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=6182.msg539427#msg539427" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Galaxien &#8211; Entstehung und Entwicklung</a></li></ul>
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		<title>Vortrag Neues aus dem All: APEX</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 10 Oct 2022 18:43:33 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Es geht endlich wieder los: Die beliebte Vortragsreihe »Neues aus dem All« kehrt nach zwei Jahren pandemiebedingter Zwangspause endlich zurück! Eine Pressemitteilung des Deutschen Museums Bonn. Quelle: Deutsches Museum Bonn 3. Oktober 2022. Die dreiteilige Reihe startet am 19. Oktober 2022 um 19.00 Uhr mit dem Eröffnungsvortrag »APEX: Der Pfadfinder für den Südhimmel bei Submillimeterwellenlängen« [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Es geht endlich wieder los: Die beliebte Vortragsreihe »Neues aus dem All« kehrt nach zwei Jahren pandemiebedingter Zwangspause endlich zurück! Eine Pressemitteilung des Deutschen Museums Bonn.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: Deutsches Museum Bonn 3. Oktober 2022.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/APEXlive10Oct20221800CESTviaESO.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="LIVE-Bild von APEX (10 Oct 2022 18:00 CEST / 13:00 CLST). (Qeulle: https://www.eso.org/public/germany/teles-instr/apex/)" data-rl_caption="" title="LIVE-Bild von APEX (10 Oct 2022 18:00 CEST / 13:00 CLST). (Qeulle: https://www.eso.org/public/germany/teles-instr/apex/)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/APEXlive10Oct20221800CESTviaESO260.jpg" alt=""/></a><figcaption>LIVE-Bild von APEX (10 Oct 2022 18:00 CEST / 13:00 CLST). (Quelle: <a href="https://www.eso.org/public/germany/teles-instr/apex/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">https://www.eso.org/public/germany/teles-instr/apex/</a>)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Die dreiteilige Reihe startet am 19. Oktober 2022 um 19.00 Uhr mit dem Eröffnungsvortrag »APEX: Der Pfadfinder für den Südhimmel bei Submillimeterwellenlängen« von Professor Dr. Karl Menten. Er ist einer der Direktoren des Max-Planck-Instituts für Radioastronomie und leitet die Forschungsabteilung »Millimeter- und Submillimeter-Astronomie«.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Neue Sterne entstehen in unserem Universum seit mindestens 13 Milliarden Jahren – auch heute noch – aus dichten interstellaren Wolken aus Gas und Staub. Dieser Staub verhüllt die jüngsten Sterne vollständig, was direkte Beobachtungen ihrer Entstehung im optischen Licht unmöglich macht. Bei 1000- bis 10000-mal längeren Wellenlängen, also im Submillimeterbereich (bzw. Terahertz-Frequenzbereich), dagegen »leuchtet« der Staub, wie auch die Strahlung einer Vielzahl von Molekülen. Seit 2005 betreibt das Max-Planck-Institut für Radioastronomie in 5100 Meter Höhe in der chilenischen Atacamawüste ein Submillimeter-Teleskop, das Atacama Pathfinder Experiment (APEX). Ursprünglich konzipiert als »Pfadfinder« für das viel größere Atacama Large Millimeter/submillimeter Array (ALMA) und die Weltraum- bzw. Flugzeugobservatorien Herschel und SOFIA, wurden mit APEX weite Teile unserer Milchstraße systematisch in der Strahlung von Staub und molekularem Gas, dem Rohstoff für die Entstehung von neuen Sternen, durchmustert und die Chemie des interstellaren Mediums untersucht. Auch eine Reihe von anderen Fragestellungen wurde mit APEX adressiert. Der Vortrag gibt einen Überblick der astronomischen Ergebnisse von APEX und der von uns und unseren Partnern ständig weiterentwickelten innovativen Technologie, die sie ermöglichen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Reihenthema »APEX &amp; ALMA: Moleküle und Sternentstehung im Universum«, ursprünglich bereits geplant für das Jahr 2020, war gleich drei Jubiläen aus dem Jahr 2020 gewidmet: 25 Jahre Deutsches Museum Bonn (DMB), 20 Jahre Astronomische Vorträge im DMB und 15 Jahre Submillimeterteleskop APEX in Chile.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Vortragsreihe ist eine gemeinsame Veranstaltung des Max-Planck-Instituts für Radioastronomie, des Argelander-Instituts für Astronomie der Universität Bonn und des Deutschen Museums Bonn.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Eintritt ist frei!<br>Kontakt/Info/Anmeldung unter info at deutsches-museum-bonn.de.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>DMB Vortragsreihe Neues aus dem All:</strong><br><a href="https://www.deutsches-museum.de/bonn/programm#c20746" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">https://www.deutsches-museum.de/bonn/programm#c20746</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=4903.msg539053#msg539053" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Terminvorschau auf Veranstaltungen</a></li></ul>
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		<title>Wie sich Sterne in nahe gelegenen Galaxien bilden</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/wie-sich-sterne-in-nahe-gelegenen-galaxien-bilden/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 21 Dec 2020 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wie Sterne genau entstehen, ist nach wie vor eines der großen Rätsel der Astrophysik. Eine UZH-Studie analysiert bisherige Beobachtungsdaten neu und kommt zum Schluss: In den nah gelegenen Galaxien bilden sich die Sterne typischerweise proportional zur Menge des dort vorhandenen Gases. Dies deutet darauf hin, dass die Netto-Gaszufuhr aus kosmischen Entfernungen der Hauptantrieb für die [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Wie Sterne genau entstehen, ist nach wie vor eines der großen Rätsel der Astrophysik. Eine UZH-Studie analysiert bisherige Beobachtungsdaten neu und kommt zum Schluss: In den nah gelegenen Galaxien bilden sich die Sterne typischerweise proportional zur Menge des dort vorhandenen Gases. Dies deutet darauf hin, dass die Netto-Gaszufuhr aus kosmischen Entfernungen der Hauptantrieb für die galaktische Sternentstehung ist. Eine Medienmitteilung der Universität Zürich.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: Universität Zürich.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/12/fig1RFeldmann.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Die Abbildung zeigt die Visualisierung des Gases in und um eine milchstraßenähnliche Galaxie (Mitte) im heutigen Universum, wie sie von einer kosmologischen Simulation des Autors vorhergesagt wird. (Bild: Robert Feldmann)" data-rl_caption="" title="Die Abbildung zeigt die Visualisierung des Gases in und um eine milchstraßenähnliche Galaxie (Mitte) im heutigen Universum, wie sie von einer kosmologischen Simulation des Autors vorhergesagt wird. (Bild: Robert Feldmann)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/12/fig1RFeldmann26.jpg" alt=""/></a><figcaption>Die Abbildung zeigt die Visualisierung des Gases in und um eine milchstraßenähnliche Galaxie (Mitte) im heutigen Universum, wie sie von einer kosmologischen Simulation des Autors vorhergesagt wird.<br>(Bild: Robert Feldmann)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Sterne werden in dichten Wolken aus molekularem Wasserstoffgas geboren, das den interstellaren Raum der meisten Galaxien durchdringt. In den letzten Jahren hat sich das physikalische Verständnis dieses komplexen Prozesses erheblich verbessert. Was allerdings letztendlich der Auslöser für die Sternbildung in den Galaxien ist, bleibt dennoch eine offene Frage.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Prinzip beeinflussen zwei Hauptfaktoren die Entstehung von Sternen: die Menge des in den Galaxien verfügbaren molekularen Gases und die Geschwindigkeit, mit der vorhandenes interstellares Gas in Sterne umgewandelt wird. Eine genaue Bestimmung dieser Hauptfaktoren, das Ziel zahlreicher Beobachtungen, ist daher von enormer Bedeutung. Allerdings stellt die Analyse dieser Beobachtungen einige Herausforderungen und gegenwärtige Studien weisen widersprüchliche Ergebnisse auf. Das liegt auch daran, dass sich Gasmassen in vielen Galaxien angesichts der derzeitigen Nachweisgrenzen nicht zuverlässig messen lassen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Sternentstehung hängt vom gesamten Gasreservoir ab</strong><br>In einer Studie des Instituts für Computergestützte Wissenschaften der Universität Zürich wurde nun ein neuer Ansatz gewählt: Die statistische Methode, die auf der Bayes&#8217;schen Modellierung basiert, kann Galaxien mit nicht erfassten Mengen an molekularem oder atomarem Wasserstoff korrekt und ohne Verzerrung der Daten in die Analyse einbeziehen. Das Ergebnis zeigt, dass molekulares und atomares Gas in typischen Galaxien innerhalb von 1 beziehungsweise 10 Milliarden Jahren für die Sternentstehung aufgebraucht wird. Bei extrem aktiven Galaxien – sogenannten Starburst-Galaxien – werden dagegen viel kürzere Zeitskalen festgestellt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">«Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass die Entstehung von Sternen tatsächlich direkt von der insgesamt vorhandenen Gasmasse abhängt. Sterngeburten werden also von der Menge an Gas bestimmt, welche aus verschiedenen kosmischen Entfernungen in die Galaxie eintritt oder sie verlässt», sagt Robert Feldmann, Professor am Zentrum für Theoretische Astrophysik und Kosmologie der Universität Zürich. Die um ein Vielfaches höhere Aktivität in Starbursts dagegen scheint einen anderen physikalischen Ursprung wie etwa intergalaktische Wechselwirkungen oder Instabilitäten in galaktischen Scheiben, zu haben.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Künftige Datenanalysen bei weit entfernten Galaxien</strong><br>Die vorliegende Analyse basiert auf Beobachtungsdaten von nahen Galaxien. Der Gasgehalt in weit entfernten Galaxien quer durch die kosmische Geschichte könnte mit dem Atacama-Large-Millimeter/Submillimeter-Array, dem Square-Kilometer-Array und anderen Observatorien untersucht werden. Daher ist es entscheidend, weitere statistische und datenwissenschaftliche Methoden zu entwickeln, um die physikalischen Prozesse in entfernten Galaxien exakt abbilden zu können. «Nur so werden die Geheimnisse der Entstehung von Sternen vollständig aufgedeckt», sagt Feldmann.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Literatur:</strong><br>Robert Feldmann. <a href="https://www.nature.com/articles/s42005-020-00493-0.epdf" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">The link between star formation and gas in nearby galaxies</a>. Communications Physics, 7 December 2020. Doi: 10.1038/s42005-020-00493-0<br></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Abbildung der Entstehung eines Sternes</strong><br>Die Abbildung zeigt die Visualisierung des Gases in und um eine milchstraßenähnliche Galaxie (Mitte) im heutigen Universum, wie sie von einer kosmologischen Simulation des Autors vorhergesagt wird. Dichter, atomarer und molekularer Wasserstoff bildet typischerweise eine ausgedehnte Scheibe, hier in bläulich-violett in der Mitte des Bildes. Sterne (weiß) bilden sich überall in der Gasscheibe. Zusätzliche Sternentstehung kann in Satellitengalaxien stattfinden, hier zu sehen an den Positionen oben rechts und unten links. Heißes Gas mit geringer Dichte (grüne und rote Farbtöne) kann in großen Entfernungen gefunden werden, bis hin zum Rand des Halos aus dunkler Materie, der die Hauptgalaxie (weißer Kreis) umgibt. Das Bild zeigt auch eine große Anzahl von Substrukturen aus dunkler Materie (violett), von denen die meisten frei von Gas und Sternen sind.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=451.msg498027#msg498027" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Sternentstehung</a></li></ul>
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		<title>Bereits Sonnennebel leuchtete hell</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/bereits-sonnennebel-leuchtete-hell/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 14 Aug 2005 14:49:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Gaswolke]]></category>
		<category><![CDATA[interstellares Gas]]></category>
		<category><![CDATA[Schockwelle]]></category>
		<category><![CDATA[UV-Licht]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Neueste Untersuchungen haben gezeigt, dass bereits die Wolke aus interstellarem Gas, aus der einst unsere Sonne entstand sehr heiß und glühend war. Ein Beitrag von Andreas Tramposch. Quelle: University of California, San Diego (UCSD). Aufgrund von chemischen Fingerabdrücken die in frühzeitigen Meteoriten sichergestellt werden konnte, haben Wissenschaftler von der University of California, San Diego (UCSD) [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Neueste Untersuchungen haben gezeigt, dass bereits die Wolke aus interstellarem Gas, aus der einst unsere Sonne entstand sehr heiß und glühend war.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Andreas Tramposch. Quelle: University of California, San Diego (UCSD).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aufgrund von chemischen Fingerabdrücken die in frühzeitigen Meteoriten sichergestellt werden konnte, haben Wissenschaftler von der <i>University of California, San Diego (UCSD)</i> die These aufgestellt, dass die kollabierende Gaswolke aus der einst unsere Sonne entstand bereits bei der Formation der ersten Materie in unserem Sonnensystem vor 4.5 Milliarden Jahre sehr heiß und glühend war.   Die Forscher haben lange darüber diskutiert ob die in der Entstehungsphase unseres Sonnensystems erzeugten chemischen Verbindungen mit Hilfe der Energie von der frühzeitigen Sonne oder aufgrund anderer Einflüsse entstanden sind.  &#8222;Die Grundfrage war: War die Sonne an oder aus?&#8220; sagte Mark H. Thiemens, Forscher der <i>UCSD</i>.  Vinai Rai, ebenfalls Forscher der <i>UCSD</i> kam mit einer Lösung, die diese Frage beantworten könnte. Er entwickelte eine extrem empfindliche Messmethode mit der er Meteoriten aus der Zeit der Sonnenentstehung nach chemischen Fingerabdrücken untersucht.   Dabei kam Vinai Rai zu dem Ergebnis, dass die ultraviolette Strahlung, die von dieser Gaswolke ausging bei der Formung des frühen Sonnensystems inklusive der Entstehung von organischen Komponenten, die das Leben auf der Erde ermöglichten eine große Rolle spielte. &#8222;Diese Messmethode sagt uns zum ersten Mal, dass die Sonne definitiv an war, dass es genügend ultraviolettes Licht gab und die Gaswolke hell leuchtete,&#8220; sagte Thiemens.   &#8222;Zu wissen, dass das der Fall war ist eine große Hilfe für uns Forscher den Prozess wie unser Sonnensystem geformt wurde besser zu verstehen.&#8220;  </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img fetchpriority="high" decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/14082005164943_small_1.jpg" alt="None" width="475" height="326"/><figcaption>
Künstlerische Darstellung des rotierenden Sonnenebels, aus dessen Zentrum einst unsere Sonne entstand. (Credit: 
<i>UCSD</i>
)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Astronomen glauben, dass sich der Sonnennebel vor rund 5 Milliarden Jahre zu formen begann. Grund dafür könnte eine Schockwelle eines explodieren Sternes sein, der unter seiner eigenen Gravitation kollabierte und eine große Wolke aus interstellarem Gas in Rotation versetzte. Als die drehende Scheibe aus dem Sonnenebel immer dünner und dünner wurde, entstanden immer größere Klumpen aus Materie, aus denen sich später die Planeten, deren Monde oder Asteroiden bildeten. In der Zwischenzeit zog sich das Zentrum der rotierenden Nebelscheibe aufgrund der eigenen Gravitation immer weiter zusammen und wurde zudem immer heißer. Schließlich entwickelte sich aus diesem Zentrum ein junger Stern, unsere Sonne, welcher heiße Winde von elektrisch geladenen Atomen ausstieß und den übrig gebliebenen Nebel aus unserem Sonnensystem ausspuckte.   Planeten, Monde und Meteoriten wurden stark aufgeheizt und deren ursprüngliche Materialaufbau wurde verändert. Forscher konnten daher bei der Untersuchung der Planeten nicht auf die Entwicklung des Sonnenebels zu unserem Sonnensystem rückschließen. Zu deren Glück gibt es aber noch frühzeitige Meteoriten, deren Materialaufbau seit der Sonnenentstehung vor 4.5 Milliarden Jahre unverändert blieb.   </p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit dieser neuartigen Messmethode erhoffen sich die Forscher nun auch weitere Frage bezüglich der Planetenentstehung beantworten zu können.    </p>
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		<title>Der Tanz der Galaxien</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/der-tanz-der-galaxien/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 18 Sep 2004 23:01:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Hubble]]></category>
		<category><![CDATA[interstellares Gas]]></category>
		<category><![CDATA[Observatorium]]></category>
		<category><![CDATA[Staub]]></category>
		<category><![CDATA[Sternentstehung]]></category>
		<category><![CDATA[Weltraumteleskop]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das Gemini-Observatorium hat ein neues Bild einer Galaxiengruppe aufgenommen, die als &#8222;Stephans Quintett&#8220; bekannt ist. Ein Beitrag von Axel Orth. Quelle: Spaceflight Now. Ein beeindruckendes Bild, veröffentlicht vom Gemini-Observatorium, zeigt ein anmutiges Himmelsballett, einen Tanz von Galaxien, die sich winden wie Schlangenmenschen. Dieser Tanz findet in einer Entfernung von etwa 300 Millionen Lichtjahren statt: Die [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Das <i>Gemini</i>-Observatorium hat ein neues Bild einer Galaxiengruppe aufgenommen, die als &#8222;Stephans Quintett&#8220; bekannt ist.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Axel Orth. Quelle: Spaceflight Now.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein beeindruckendes Bild, veröffentlicht vom <i>Gemini</i>-Observatorium, zeigt ein anmutiges Himmelsballett, einen Tanz von Galaxien, die sich winden wie Schlangenmenschen. Dieser Tanz findet in einer Entfernung von etwa 300 Millionen Lichtjahren statt:</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/19092004010116_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/19092004010116_small_1.jpg" alt="None" width="417" height="348"/></a><figcaption>
&#8222;Stephans Quintett&#8220; in der neuen Aufnahme 
<a class="gruen" href="https://images.raumfahrer.net/news/Stephans_Quintett_1024.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">(größer)</a>
<br>
Bild: Gemini Observatorium/Travis Rector, University of Alaska
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die Galaxien, Mitglieder einer berühmten Truppe namens &#8222;Stephans Quintett&#8220;, reißen sich buchstäblich gegenseitig in Stücke. Ihre Formen sind verzerrt durch Gravitationseinflüsse, die seit Millionen von Jahren auf sie einwirken. Deren Spuren sind noch heute sichtbar in Form von weitläufigen Bögen aus Gas und Staub zwischen den Galaxien. Möglicherweise stammen diese Spuren sogar von gegenseitigen, geisterhaften Durchdringungen der Galaxien. Der fortschreitende &#8222;Tanz&#8220; deformierte ihre Strukturen und rief gleichzeitig ein fruchtbares Feuerwerk von Sternengeburten hervor, verursacht durch Schockwellen, die Gaswolken aus Wasserstoff durchdrangen, darin zu Ballungen und Klumpungen führten und sie so in stellare Kinderstuben verwandelten.
<br>
 Dieses neue, bisher beispiellose Bild des Sternenclusters zeichnet sich aus durch eine einzigartige Kombination aus großer Empfindlichkeit, hoher Auflösung und großem Sehbereich. &#8222;Es braucht nicht lange, eine unglaubliche Tiefe zu erzielen, wenn Sie einen Acht-Meter Spiegel haben, der unter hervorragenden Bedingungen Licht sammeln kann&#8220;, sagte Travis Rector von der University of Alaska in Anchorage, der dabei mithalf, die Daten mit dem <i>Gemini-Nord-Teleskop</i> auf dem Mauna Kea zu gewinnen. &#8222;Wir konnten die Galaxien in vielen verschiedenen Lichtwellenlängen, das heißt also in vielen einzelnen Farben einfangen. Dies erlaubte es uns, in dem zusammengesetzten, endgültigen Farbbild einige bemerkenswerte Details herauszustellen, die so noch nie zuvor auf einem Bild zu sehen waren.&#8220;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein auffälliges Element des Bildes ist eine Ansammlung von lebhaften roten Klumpen, die Sternentstehungsregionen in einer Galaxie namens NGC 7320 markieren. Obwohl man sich über ihre Beziehung zu den anderen Galaxien des Clusters nicht ganz einig ist, gehen die meisten Astronomen derzeit davon aus, dass diese Galaxie eine relativ ruhige Existenz führt, in sicherer Entfernung von den gewalttätigen Auseinandersetzungen im Hintergrund des Clusters.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Spektroskopische Daten zeigen, dass NGC 7320 sich von uns weg bewegt, mit etwa 800 Kilometern pro Sekunde. Der Rest der Gruppe entfernt sich &#8211; durch die normale Expansion des Universums &#8211; ebenfalls von uns, allerdings mit über 6.000 Kilometern pro Sekunde. Auf Basis aktueller Modelle über die Expansion des Universums folgt daraus, dass der Großteil des Clusters fast achtmal so weit weg von uns ist wie NGC 7320.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die lebhaften roten Stellen, die in dem <i>Gemini</i>-Bild über die Spiralarme von NGC 7320 verstreut zu sehen sind, liefern eine dramatische Illustration, wie die unterschiedlichen Geschwindigkeiten die Darstellung beeinflussen. Sowohl NGC 7320 als auch die anderen Galaxien des Clusters verfügen über intensive Sternentstehungsregionen. Derartige Regionen erkennt man normalerweise an glühenden Wasserstoffwolken, die man HII-Regionen nennt. Diese Regionen erscheinen nun in NGC 7320 deutlich rot hervorgehoben, da für die Aufnahme ein Selektivfilter verwendet wurde, der eben jene charakteristische Wellenlänge von rotem Licht durchlässt, genannt Wasserstoff Alpha, die in den HII-Regionen entsteht. In den anderen, sich schneller von uns entfernenden Mitgliedern des Clusters, dominieren HII-Regionen zwar rund um die beiden dicht beieinanderliegenden Zentralgalaxien &#8211; jedoch erscheinen sie in dem Bild <i>nicht</i> derart deutlich hervorgehoben. Der Grund dafür ist, dass das typische HII-Glühen durch die höhere Geschwindigkeit eine Dopplerverschiebung erfährt, dadurch aus dem Wellenlängenbereich des Selektivfilters fällt und folglich in dem Bild nicht zu sehen ist.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/19092004010116_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/19092004010116_small_2.jpg" alt="None" width="412" height="344"/></a><figcaption>
Nochmal mit Kommentaren 
<a class="gruen" href="https://images.raumfahrer.net/news/Stephans_Quintett_1024.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">(größer)</a>
<br>
Bild: Gemini Observatorium / Travis Rector, University of Alaska
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Das Schicksal der miteinander agierenden Mitglieder von Stephans Quintett dürfte sein, ihren Tanz noch über weitere Jahrmillionen fortsetzen zu müssen. Möglicherweise wird dieser Tanz dazu führen, dass einige der Galaxien des Clusters sich komplett auflösen und ihre Bestandteile sich zu anderen Objekten neu gruppieren.
<br>
Stephans Quintett wurde 1877 von dem französischen Astronomen Edouard Stephan mit dem Foucault-80-Zentimeter-Reflektor des Observatoriums von Marseille entdeckt. Der Cluster ist im Hickson-Katalog unter der Nummer 92 aufgeführt. Er wurde ausführlich in allen Wellenlängen untersucht, einschließlich Aufnahmen durch das Hubble-Weltraumteleskop.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das <i>Gemini</i>-Observatorium ist ein internationales Projekt mit zwei identischen Acht-Meter-Teleskopen. Das <i>Frederick C. Gillett-Gemini-Teleskop</i> befindet sich auf dem Mauna Kea auf Hawaii (auch bekannt als <i>Gemini Nord</i>). Das <i>Gemini-Süd-Teleskop</i> befindet sich auf dem Cerro Pachon in Zentralchile. Zusammen können sie beide Hemisphären des Sternenhimmels vollständig abdecken. Beide Teleskope beinhalten neue Technologien, die es ihren großen, relativ dünnen und aktiv gesteuerten Spiegeln erlauben, sowohl optisches als auch Infrarotlicht aus dem Weltraum zu sammeln.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das <i>Gemini</i>-Observatorium stellt den astronomischen Gemeinden in jedem Partnerland moderne Anlagen auf dem neuesten Stand der Technik zur Verfügung. Die Beobachtungszeit wird  proportional zu dem Beitrag vergeben, den ein Land in das Projekt eingebracht hat. Zusätzlich zu finanzieller Unterstützung trägt jedes Land auch mit wissenschaftlichen und technischen Ressourcen zu dem Projekt bei. An dem Projekt beteiligt sind die nationalen Forschungsbehörden NSF (USA), PPARC (Großbritannien), NRC (Kanada), CONICYT (Chile), ARC (Australien), CONICET (Argentinien) und CNPq (Brasilien). Das Observatorium wird gemanaged von der AURA, einem Zusammenschluss verschiedener in der Astronomie tätiger Universitäten unter kooperativer Führung der NSF. </p>
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