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	<title>Jens Günster &#8211; Raumfahrer.net</title>
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	<description>Das Portal für Astronomie- und Raumfahrtbegeisterte</description>
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	<title>Jens Günster &#8211; Raumfahrer.net</title>
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		<title>3D-Druck verwandelt Mondstaub in Straßen</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/3d-druck-verwandelt-mondstaub-in-strassen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 12 Oct 2023 21:19:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Mondlandung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ein Forschungsteam, mit dabei Prof. Jens Günster (TU Clausthal und Bundesanstalt für Materialforschung), hat dazu eine Studie in der Fachzeitschrift Springer Nature Scientific Reports veröffentlicht. Eine Pressemitteilung der TU Clausthal. Quelle: TU Clausthal 12. Oktober 2023. 12. Oktober 2023 &#8211; Eine Gemeinschaftsstudie der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM), der Technischen Universität Clausthal und der [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Ein Forschungsteam, mit dabei Prof. Jens Günster (TU Clausthal und Bundesanstalt für Materialforschung), hat dazu eine Studie in der Fachzeitschrift Springer Nature Scientific Reports veröffentlicht. Eine Pressemitteilung der TU Clausthal.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: TU Clausthal 12. Oktober 2023.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/csmMondRegoLightConsortiumLIQUIFERSystemsGroup.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Auf dem Mond könnten mithilfe innovativer 3D-Drucktechnologie und Mondstaub „Pflastersteine“ erstellt werden, die sich dann zu einer Art Straße (Fotomontage) zusammenfügen lassen. (Fotomontage: RegoLight Consortium 2018, visualization: LIQUIFER Systems Group)" data-rl_caption="" title="Auf dem Mond könnten mithilfe innovativer 3D-Drucktechnologie und Mondstaub „Pflastersteine“ erstellt werden, die sich dann zu einer Art Straße (Fotomontage) zusammenfügen lassen. (Fotomontage: RegoLight Consortium 2018, visualization: LIQUIFER Systems Group)" data-wpel-link="internal"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="260" height="200" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/csmMondRegoLightConsortiumLIQUIFERSystemsGroup26.jpg" alt="Auf dem Mond könnten mithilfe innovativer 3D-Drucktechnologie und Mondstaub „Pflastersteine“ erstellt werden, die sich dann zu einer Art Straße (Fotomontage) zusammenfügen lassen. (Fotomontage: RegoLight Consortium 2018, visualization: LIQUIFER Systems Group)" class="wp-image-132267"/></a><figcaption class="wp-element-caption">Auf dem Mond könnten mithilfe innovativer 3D-Drucktechnologie und Mondstaub „Pflastersteine“ erstellt werden, die sich dann zu einer Art Straße (Fotomontage) zusammenfügen lassen. (Fotomontage: RegoLight Consortium 2018, visualization: LIQUIFER Systems Group)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">12. Oktober 2023 &#8211; Eine Gemeinschaftsstudie der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM), der Technischen Universität Clausthal und der Hochschule Aalen, die am heutigen 12. Oktober 2023 in der angesehenen Fachzeitschrift Springer Nature Scientific Reports veröffentlicht wurde, offenbart faszinierende Perspektiven: Mithilfe innovativer 3D-Drucktechnologie und Mondstaub könnte die Errichtung von Straßen und Landeplätzen auf dem Erdtrabanten in greifbare Nähe rücken. Dies eröffnet ungeahnte Möglichkeiten für den Aufbau zukünftiger Mondbasen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mondstaub stellt, wenn aufgewirbelt, eine erhebliche Herausforderung für Mondmissionen dar: Aufgrund der geringen Schwerkraft auf dem Erdtrabanten neigt er dazu, lange zu schweben und kann so Maschinen, Geräte und Ausrüstungen beschädigen. Dauerhafte Mondbasen sind daher auf feste Infrastrukturen, Straßen und Landeplätze angewiesen, um das Staubproblem zu minimieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Allerdings wäre es äußerst aufwendig und damit extrem kostspielig, hierfür extra Baumaterial von der Erde zum Mond zu transportieren. Viel vorteilhafter wäre es, den feinen Staub zu nutzen, der zuhauf vor Ort vorhanden ist und den Mond in einer mehreren Meter dicken Schicht bedeckt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Baumaterial Mondstaub</strong><br>Genau hier setzt die aktuelle Studie an. Die Autorinnen und Autoren experimentierten mit Laserstrahlen unterschiedlicher Stärke und Größe (bis 100 mm Durchmesser und 12 Kilowatt Leistung), um Mondstaub in ein robustes Baumaterial zu verwandeln. Dafür verwendeten sie ein feinkörniges Material (EAC-1A), welches von der European Space Agency (ESA) offiziell als Äquivalent für Mondstaub deklariert wird.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/csmMond3BAMTUC.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="Die Fertigung der Pflasterelemente würde mittels Laser bzw. gebündeltem Sonnenlicht erfolgen. (Bild: BAM/TUC)" data-rl_caption="" title="Die Fertigung der Pflasterelemente würde mittels Laser bzw. gebündeltem Sonnenlicht erfolgen. (Bild: BAM/TUC)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="260" height="200" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/csmMond3BAMTUC26.jpg" alt="Die Fertigung der Pflasterelemente würde mittels Laser bzw. gebündeltem Sonnenlicht erfolgen. (Bild: BAM/TUC)" class="wp-image-132265"/></a><figcaption class="wp-element-caption">Die Fertigung der Pflasterelemente würde mittels Laser bzw. gebündeltem Sonnenlicht erfolgen. (Bild: BAM/TUC)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Die großen Brennflecken des Lasers ermöglichen eine hohe Geschwindigkeit beim Schmelzen des Materials zu festen, flächendeckenden Strukturen, was für den Bau von Straßen und Landeplätzen essenziell wäre. Bei den Versuchen stellte sich jedoch heraus, dass bei einem Überlappen der Laserstrahlen die enorme Energiedichte zu hohen Temperaturunterschieden und Spannungen im Material und folglich zu Rissen führt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aus diesem Grund entwickelte das interdisziplinär zusammengesetzte Team dreieckige, geometrische Formen mit einer Öffnung in der Mitte, bei denen sich die Laserspuren beim Druck nicht überlappen. Das Ergebnis: „Pflastersteine“, die perfekt ineinandergreifen und so eine solide Oberfläche bilden.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Sonnenlicht statt Laser</strong><br>Auf dem Mond könnte der Laser, der mit über einer Tonne Gewicht zu schwer für einen Transport zum Mond wäre, durch eine hochbrechende Linse von mehreren Quadratmetern ersetzt werden. Sie könnte das Sonnenlicht so bündeln, dass es die Intensität des Lasers ersetzt. Ein solche Linse auf Folienbasis („Fresnel-Linse“) würde weniger als zehn Kilogramm wiegen und ließe sich somit leicht zum Mond transportieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Entsprechend stolz ist Jens Günster, Projektkoordinator und Leiter des Fachbereiches Multimateriale Fertigungsprozesse an der BAM: „Unsere Ergebnisse zeigen das große Potenzial, das in der additiven Fertigung steckt. Sie bringen uns einen bedeutenden Schritt näher zum Aufbau einer verlässlichen Infrastruktur auf dem Mond, wie sie die europäische Raumfahrtorganisation ESA plant.“</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Publikation:</strong><br>Laser melting manufacturing of large elements of lunar regolith simulant for paving on the Moon<br><a href="https://www.nature.com/articles/s41598-023-42008-1" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">https://www.nature.com/articles/s41598-023-42008-1</a><br>pdf: <a href="https://www.nature.com/articles/s41598-023-42008-1.pdf" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">https://www.nature.com/articles/s41598-023-42008-1.pdf</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=11913.msg554758#msg554758" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">3D-Drucker in der Raumfahrt</a></li>
</ul>
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			</item>
		<item>
		<title>Additive Fertigung: BAM optimiert 3D-Druck, um Weltraummissionen nachhaltiger zu gestalten</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/additive-fertigung-bam-optimiert-3d-druck-um-weltraummissionen-nachhaltiger-zu-gestalten/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 19 May 2023 15:05:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) beteiligt sich mit zwei Experimenten an der 40. Parabelflugkampagne des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR), die vom 15. bis zum 25. Mai 2023 in Bordeaux, Frankreich, stattfindet. Ziel ist es, die pulverbasierte additive Fertigung im Weltraum zu optimieren und damit einen Beitrag zu nachhaltigeren Weltraummissionen zu [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Die Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) beteiligt sich mit zwei Experimenten an der 40. Parabelflugkampagne des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR), die vom 15. bis zum 25. Mai 2023 in Bordeaux, Frankreich, stattfindet. Ziel ist es, die pulverbasierte additive Fertigung im Weltraum zu optimieren und damit einen Beitrag zu nachhaltigeren Weltraummissionen zu leisten. Eine Pressemitteilung der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM), Berlin.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: BAM. 15. März 2023.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/additiveBAM.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Vorbereitungen der BAM-Experimente zur additiven Fertigung, die auf der Parabelflug-Kampagne des DLR durchgeführt werden. (Quelle: BAM)" data-rl_caption="" title="Vorbereitungen der BAM-Experimente zur additiven Fertigung, die auf der Parabelflug-Kampagne des DLR durchgeführt werden. (Quelle: BAM)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/additiveBAM26.jpg" alt=""/></a><figcaption class="wp-element-caption">Vorbereitungen der BAM-Experimente zur additiven Fertigung, die auf der Parabelflug-Kampagne des DLR durchgeführt werden. (Quelle: BAM)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">15. März 2023 &#8211; Bei pulverbasierten 3D-Druckverfahren wird ein Bauteil durch das Aufbringen von Schichten eines fließfähigen Pulvers aufgebaut. Die einzelnen Schichten werden dann mittels Laserstrahl verschmolzen und anschließend aus dem Pulverbett herausgetrennt. In früheren Kampagnen wurde die industriell bereits erfolgreiche Fertigungsmethode des Selektiven Laserschmelzens, das Laser-based Powder Bed Fusion (LPBF), in Schwerelosigkeit erprobt. Dabei konnte nachgewiesen werden, dass ein Gasstrom durch das Pulver die für den Schichtauftrag notwendige Gravitation ersetzen kann. Erste metallische Bauteile wurden in der Schwerelosigkeit erfolgreich gefertigt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Die additive Fertigung wird zunehmend auch für die Luft- und Raumfahrtbranche wichtig“, erklärt Prof. Dr. Jens Günster, Projektleiter und Leiter des Fachbereiches Multimateriale Fertigungsprozesse an der BAM. „Durch die Optimierung von pulverbasierten 3D-Druckverfahren, wie sie die BAM bei der Parabelflugkampagne erprobt, können Bauteile in Zukunft vor Ort hergestellt und so Weltraummissionen effizienter und nachhaltiger werden.&#8220;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im aktuellen Experiment liegt der Fokus auf der Optimierung des Pulverauftrags sowie der Qualitätskontrolle und Visualisierung der aufgetragenen Schichten. Dazu wird die im letzten Experiment erprobte und weiterentwickelte Depositionseinheit genutzt, in der das Pulver nicht aus einem einzelnen großen Behälter appliziert wird, sondern mittels einzelner Zellen, die in einer Wabenstruktur verbunden sind. Das Design reduziert das Verklumpen einzelner Pulverpartikel und unterstützt einen homogenen Schichtauftrag. Zusätzlich setzt das Team einen Linienscanner ein, um die einzeln aufgetragenen Pulverschichten während des Druckprozesses zu vermessen. So kann erstmals die Oberflächenqualität während der Herstellung ermittelt werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein weiterer Schwerpunkt des Experiments liegt auf der Untersuchung von Mondregolith-Simulant als Fertigungsmaterial für Ersatzteile. Die Nutzung von vorhandenen Materialien vor Ort, wie pulverisiertem Mondgestein, kann Raumfahrtmissionen noch flexibler gestalten. Anknüpfend an vorangegangene Versuche soll das Schmelzverhalten von Mondstaub im additiven Fertigungsprozess weiter untersucht werden. Insbesondere die Ausbildung eines Schmelzbades im Pulverbett für unterschiedliche Größen des Laserstrahls in Schwerelosigkeit sowie in normaler Erdgravitation und Hypergravity stehen dabei im Fokus.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein zweites Experiment, das von der xolo GmbH Berlin geleitet wird und an dem die BAM beteiligt ist, testet ein neues additives Fertigungsverfahren für Polymerwerkstoffe, das für Anwendungen in der regenerativen Medizin eingesetzt werden soll. Das BAM-Team will das Verfahren von xolo in Zusammenarbeit mit der Montanuniversität Leoben (Dr. Johanna Sänger und Prof. Dr. Raúl Bermejo) mit neuen Werkstoffen kombinieren und für Weltraummissionen optimieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Projekt Pulverbasierte additive Fertigung unter Schwerelosigkeit</strong><br><a href="https://www.dlr.de/de/ar/themen-missionen/weltraumforschung/forschung-unter-weltraumbedingungen/forschungsplattformen/parabelflug/archiv-experimente-vergangener-parabelfluege/parabelflug-40/additive-fertigung" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">https://www.dlr.de/de/ar/themen-missionen/weltraumforschung/forschung-unter-weltraumbedingungen/forschungsplattformen/parabelflug/parabelflug-40/additive-fertigung</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Interview mit Jens Günster zur Forschung der BAM an additiven Verfahren für Weltraummissionen</strong><br><a href="https://bam.de/themen/material/additive-fertigung/3d-druck-im-space-teil-1-werkzeug-selber-drucken" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">https://www.bam.de/Content/DE/Interviews/material-interview-jens-guestner-pulverbasierte-additive-fertigung-unter-schwerelosigkeit.html</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=11913.msg549246#msg549246" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">3D-Drucker in der Raumfahrt</a></li>
</ul>
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