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	<title>Lichttag &#8211; Raumfahrer.net</title>
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	<description>Das Portal für Astronomie- und Raumfahrtbegeisterte</description>
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		<title>Voyager 1 muss wieder Energie sparen und überwindet kurze Kommunikationsstörung</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 30 Oct 2026 09:25:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumsonden]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das Voyager-Team der NASA verbucht zwei aktuelle Ereignisse mit der Raumsonde Voyager 1: Im September schloss es erfolgreich eine monatelange Maßnahme ab, mit der die schwindende Energieversorgung der Raumsonde gestreckt werden soll. Am 20. Oktober klärte sich dann ein unerwarteter Kommunikationsausfall mit der Raumsonde nach 48 Stunden von selbst, noch bevor das Team Befehle zur [&#8230;]</p>
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<p class="wp-block-paragraph">Das Voyager-Team der NASA verbucht zwei aktuelle Ereignisse mit der Raumsonde Voyager 1: Im September schloss es erfolgreich eine monatelange Maßnahme ab, mit der die schwindende Energieversorgung der Raumsonde gestreckt werden soll. Am 20. Oktober klärte sich dann ein unerwarteter Kommunikationsausfall mit der Raumsonde nach 48 Stunden von selbst, noch bevor das Team Befehle zur Fehlerbehebung an die Raumsonde gesendet hatte.<br>Eine Pressemitteilung der National Aeronautics and Space Administration NASA.</p>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: <a href="https://science.nasa.gov/blogs/voyager/2026/10/29/nasas-voyager-1-conserves-power-resolves-brief-communications-pause/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">NASA Science Editorial Team</a>, 29. Oktober 2026</p>



<p class="wp-block-paragraph">Anfang September haben Ingenieure drei Geräte an der Raumsonde Voyager 1 erfolgreich abgeschaltet und durch drei energieeffizientere Alternativen ersetzt. Diese Energiesparmaßnahme, die den Spitznamen „Big Bang“ trägt, wurde etwa sechs Wochen nach <a href="https://science.nasa.gov/blogs/voyager/2026/08/04/nasa-engineers-help-prolong-voyager-2s-science-mission/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">dem gleichen Austausch</a> am Voyager 2 durch das Missionsteam abgeschlossen. Der „Big Bang“ wird es den <a href="https://science.nasa.gov/mission/voyager/where-are-voyager-1-and-voyager-2-now/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">verbleibenden wissenschaftlichen Instrumenten</a> von Voyager 1 ermöglichen, länger als ursprünglich erwartet zu funktionieren.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/10/pia21737.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="750" height="500" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/10/pia21737-750x500-1.jpg" alt="" class="wp-image-154976" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/10/pia21737-750x500-1.jpg 750w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/10/pia21737-750x500-1-300x200.jpg 300w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/10/pia21737-750x500-1-272x182.jpg 272w" sizes="(max-width: 750px) 100vw, 750px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><em>Dieses Bild, das am 27. April 1977 aufgenommen wurde, zeigt eine der Voyager-Sonden in der thermischen Vakuumkammer der 7,6 Meter großen Vakuumthermalkammer im Jet Propulsion Laboratory der NASA in Südkalifornien.<br>Bildquelle: NASA/JPL-Caltech</em></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Die Voyager-Sonden beziehen ihre Energie aus<a href="https://science.nasa.gov/planetary-science/programs/radioisotope-power-systems/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external"> thermoelektrischen Radioisotopengeneratoren</a>, die die Wärme aus dem Zerfall von Plutonium in Strom umwandeln. Da der Plutoniumvorrat kontinuierlich schwindet, verlieren beide Sonden jährlich etwa 4 Watt an Leistung. Fast ein halbes Jahrhundert nach dem Start der Voyager-Sonden sind die Leistungsreserven der Raumfahrzeuge sehr knapp geworden, sodass das Team Energie sparen muss, indem es nicht unbedingt benötigte Geräte und Systeme abschaltet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der „Big Bang“ war insofern einzigartig, als dass die Umstellungen gleichzeitig erfolgen mussten. Die sechs Geräte sorgen dafür, dass das Raumschiff warm genug bleibt, um in der eisigen Weite des Weltraums zu funktionieren, und nur durch den Austausch aller drei Geräte konnte das Team sowohl den Energieverbrauch von Voyager 1 senken als auch sicherstellen, dass die Wärme im Raumschiff richtig verteilt wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In den letzten Jahren hat die schwindende Energieversorgung das Team dazu gezwungen, zwei <a href="https://science.nasa.gov/mission/voyager/spacecraft/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">wissenschaftliche Instrumente</a> abzuschalten. Die Mission startete 1977 mit zehn speziellen wissenschaftlichen Instrumenten, von denen einige nach den Planetenbegegnungen des Raumschiffs abgeschaltet wurden. Einige Instrumente blieben eingeschaltet, um den äußeren Bereich der Heliosphäre zu untersuchen, einer von der Sonne erzeugten Blase aus Teilchen und Magnetfeldern. Nun durchqueren die Voyager-Sonden den interstellaren Raum, den Bereich außerhalb der <a href="https://science.nasa.gov/heliophysics/focus-areas/heliosphere/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Heliosphäre</a>, und sind die einzigen Raumfahrzeuge, die diesen Bereich jemals direkt erforscht haben. Ohne die Durchführung des „Big Bang“ hätte die Mission bereits im Sommer 2027 ein weiteres Instrument auf der Voyager 1 abschalten müssen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Kurzer Signalausfall</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Doch bis zum Sommer 2027 ist das Team auf weitere Überraschungen vorbereitet, wie jene, die es kürzlich erlebte, als am 18. und 19. Oktober kurzzeitig der Kontakt zu Voyager 1 abbrach. Das <a href="https://www.nasa.gov/communicating-with-missions/dsn/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Deep Space Network</a> der NASA – große Antennen an drei Standorten rund um den Globus, die zur Kommunikation mit Raumfahrzeugen am Mond und darüber hinaus dienen – konnte bei zwei geplanten Kommunikationsversuchen im Abstand von 24 Stunden kein Funksignal von der Sonde empfangen, die sich 24 Milliarden Kilometer von der Erde entfernt befindet. Das Signal des Raumfahrzeugs tauchte 24 Stunden später, am 20. Oktober, wieder auf, und das Team steht seitdem wieder in Verbindung mit ihm.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Ingenieure untersuchen noch immer, was den Kommunikationsausfall verursacht hat. Das Team hat bislang festgestellt, dass eine Gruppe von Triebwerken ausgefallen ist und deren Ersatztriebwerke aktiviert wurden. Ein solcher Wechsel ist so programmiert, dass er automatisch erfolgt, wenn die Bordcomputer des Raumfahrzeugs eine Störung bei den aktiven Triebwerken feststellen. Diese automatische Reaktion wird als &#8222;fault protection&#8220; bezeichnet und weist das Raumfahrzeug an, sich in eine sichere oder stabile Konfiguration zu versetzen und den normalen Betrieb zu unterbrechen, um den Ingenieuren Zeit zu geben, das Problem zu diagnostizieren und Maßnahmen zu ergreifen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Das ist das erste Mal, dass wir beobachten, wie das Raumschiff so etwas tut, aber wir befinden uns auch an einem Punkt der Mission, an dem wir mit dem Unerwarteten rechnen müssen“, sagte Kareem Badaruddin, Voyager-Missionsleiter am Jet Propulsion Laboratory der NASA in Südkalifornien. „Wir sind erleichtert, wieder Kontakt zu Voyager 1 zu haben, und wollen unbedingt verstehen, was passiert ist.“</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Historischer Meilenstein</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Während die Untersuchungen weitergehen, rast Voyager 1 mit einer Geschwindigkeit von 61.155 km/h auf einen bedeutenden Meilenstein zu: Am 18. November wird sich das Raumschiff, das weiter gereist ist als jedes andere von Menschen geschaffene Objekt, 25,89 Milliarden Kilometer von der Erde entfernt befinden – das entspricht einem Lichttag, also der Entfernung, die das Licht an einem Tag zurücklegen kann. Das bedeutet, dass die Funkwellen, die zur Kommunikation mit der Sonde verwendet werden, 24 Stunden benötigen, um sie zu erreichen, und dass die Funkwellen, die die Antwort der Sonde übermitteln, weitere 24 Stunden benötigen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Wenn man ‚Hallo‘ zur Voyager sagen möchte, sendet man seine Nachricht, geht dann nach Hause und wartet zwei Tage, bis man endlich eine Antwort erhält“, sagte Suzanne Dodd, Voyager-Projektleiterin am JPL.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Raumschiff wird keine Veränderung in seiner Umgebung feststellen, wenn es einen Lichttag zurücklegt, und auch an Bord des Raumschiffs wird sich nichts ändern. Die Bedeutung dieses Meilensteins liegt darin, dass er die Unermesslichkeit des Universums und die Ausdauer des am weitesten entfernten Raumfahrzeugs der Menschheit verdeutlicht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Weitere Informationen zur Voyager-Mission der NASA finden Sie unter: <a href="https://science.nasa.gov/mission/voyager" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">https://science.nasa.gov/mission/voyager</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=4090.msg593961#msg593961" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Voyager / Pioneer 10 + 11</a></li>
</ul>
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