<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Lunochod &#8211; Raumfahrer.net</title>
	<atom:link href="https://www.raumfahrer.net/tag/lunochod/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://www.raumfahrer.net</link>
	<description>Das Portal für Astronomie- und Raumfahrtbegeisterte</description>
	<lastBuildDate>Wed, 21 Aug 2024 08:10:43 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=7.1</generator>

<image>
	<url>https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/cropped-R-Logo-neu-o-512-32x32.png</url>
	<title>Lunochod &#8211; Raumfahrer.net</title>
	<link>https://www.raumfahrer.net</link>
	<width>32</width>
	<height>32</height>
</image> 
	<item>
		<title>Cosmonauts: Birth of the Space Age</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/cosmonauts-birth-of-the-space-age/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Andreas Weise]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 17 Feb 2016 10:18:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Veranstaltungen]]></category>
		<category><![CDATA[Gagarin]]></category>
		<category><![CDATA[Koroljow]]></category>
		<category><![CDATA[London]]></category>
		<category><![CDATA[Lunochod]]></category>
		<category><![CDATA[Mond]]></category>
		<category><![CDATA[Museum]]></category>
		<category><![CDATA[Raumanzug]]></category>
		<category><![CDATA[Russland]]></category>
		<category><![CDATA[Sojus]]></category>
		<category><![CDATA[Sputnik]]></category>
		<category><![CDATA[Venus]]></category>
		<category><![CDATA[Woschod]]></category>
		<category><![CDATA[Wostok]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=10312</guid>

					<description><![CDATA[<p>In London ist derzeit eine einmalige Ausstellung zur sowjetischen und russischen Weltraumgeschichte zu sehen. Für Raumfahrer.net war Andreas Weise vor Ort. Erstellt von Andreas Weise. Quelle: Museumsbesuch, Science Museum London. Juwelenschau Warum setzt man sich mitten in der Woche zu nachtschlafender Zeit in ein Flugzeug und fliegt nach London? Nun, zum ersten sind zur Wochenmitte [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/cosmonauts-birth-of-the-space-age/" data-wpel-link="internal">Cosmonauts: Birth of the Space Age</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">In London ist derzeit eine einmalige Ausstellung zur sowjetischen und russischen Weltraumgeschichte zu sehen. Für Raumfahrer.net war Andreas Weise vor Ort.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Erstellt von <a href="https://www.raumfahrer.net/redakteure/" data-wpel-link="internal">Andreas Weise</a>.   Quelle: Museumsbesuch, Science Museum London.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/UnterstuetzerAW1500.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/UnterstuetzerAW260.jpg" alt=""/></a><figcaption>Unterstützer der Ausstellung<br>(Bild: Autor)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Juwelenschau<br></strong> Warum setzt man sich mitten in der Woche zu nachtschlafender Zeit in ein Flugzeug und fliegt nach London? Nun, zum ersten sind zur Wochenmitte die Flugpreise am niedrigsten. Und zum zweiten gibt es in London die Kronjuwelen zu bestaunen. Und die sind wirklich sehenswert! Allerdings meine ich nicht die wohl behüteten, im Tower auf den täglichen Touristenansturm wartenden Insignien der Britischen Krone.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In London sind zur Zeit die Kronjuwelen der sowjetischen Raumfahrt ausgestellt. Dem Science Museum London ist es gelungen, bedeutende, wichtige und auch schöne Ausstellungsstücke aus öffentlichen, nicht öffentlichen und privaten Museen Russlands zu vereinigen. Die Vorbereitung dieser Ausstellung hat nicht nur enormes diplomatisches Geschick erfordert, sie erstreckte sich darüber hinaus über mehrere Jahre. Die Liste der Leihgeber und Unterstützer der Ausstellung liest sich wie ein Who-is-who der russischen Raumfahrt. Museen und Ausstellungen, die ein „normalsterblicher Raumfahrtfan“ nicht ohne weiteres betreten kann, gaben Leihstellungen. Stellvertretend sei hier Zvesda, Energia, Lavochkin und das Moskauer Staatliche Luftfahrtinstitut genannt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich bin geneigt hier ein Superlativ zu bemühen. Es wird vermutlich mindestens auf absehbare Zeit, wenn nicht, dann überhaupt nie wieder, solch eine Ausstellung in diesem Umfang außerhalb Russlands geben.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/B10scmu1500.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/B10scmu260.jpg" alt=""/></a><figcaption><br></figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Sowjetisch-britische Zusammenarbeit<br></strong> Doch warum ausgerechnet London? Warum ausgerechnet bei den Briten? Großbritannien ist ja auf diplomatischer Ebene im Moment nicht gerade der besondere Freund Russlands. Die Liste der Meinungsverschiedenheiten ist lang. Sie könnte mit der Ukraine beginnen und würde mit Syrien nicht aufhören.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Um diesen Widerspruch zu verstehen muss man etwas tiefer in die Geschichte der sowjetischen Raumfahrt blicken. Wie wir aus den Memoiren von Boris Tschertok wissen, griff man in den Anfangsjahren der sowjetischen Raumfahrt gerne auf eine unabhängige Beobachtungsquelle zurück: Das <a href="https://www.jb.man.ac.uk/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Jodrell-Bank-Radioobservatorium</a> bei Manchester. Sendefrequenzen von sowjetischen Sonden wurden den dortigen Wissenschaftlern zugespielt. Und diese konnten dann den Flug, z.B. von interplanetaren Raumflugkörpern, neutral bestätigen. Dass die Sowjetunion dazu teilweise selber nicht in der Lage war, das wusste man damals noch nicht. So war das ein etwas sonderbarer, aber intensiver wissenschaftlicher Austausch. Dann kam der 12. April 1961 und mit ihm der erste bemannte Flug in den Kosmos. Auch in Großbritannien waren die Menschen begeistert. Kalter Krieg hin oder her. Die Leistung wurde als das verstanden, was sie war: Der Beginn eines neuen Zeitalters. Und dabei war es (fast) egal, welches Land die Leistung vollbrachte.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/B14scmu1500.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/B14scmu260.jpg" alt=""/></a><figcaption>Sputnik-Satelliten, Mond- und Venus-Sonden<br>(Bilder: Science Museum London)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die Begeisterung war so groß, dass eine der größten Gewerkschaften, The Foundry Workers&#8216; Union in Manchester, Gagarin zu einem Besuch einlud. Und dieser kam tatsächlich. Die Sowjetunion sah darin die Chance, den historischen Flug entsprechend international zu würdigen. So fand dieser denkwürdige Besuch fast genau drei Monate nach Gagarins Raumflug statt. Inzwischen war aus der geplanten Visite der englischen Arbeiter, deren Situation schon Karl Marx für die Untermauerung der Kommunistischen Philosophie diente, ein großangelegter Staatsbesuch geworden. Der beinhaltete auch Empfänge bei Premierminister Harold Macmillan und der jungen Queen Elizabeth. Und das sympathische, einfache Auftreten Gagarins bei seinem Besuch wirkt noch heute nach.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In Wissenschaftskreisen wird es noch heute als großes Zeichen der Verbundenheit angesehen, dass Gagarin gerade nach Großbritannien zuerst gereist ist. Davon zeugen auch die Wertschätzungen zu seinem 50sten Flugjubiläum 2011. Vor dem Gebäude des British Council direkt beim Admiralty Arch in der Nähe des Trafalgar Square wurde eine Gagarin-Plastik im Beisein von Gagarins Tochter aufgestellt. Die Plastik stand genau gegenüber der Statue von Kapitän James Cook. Symbolträchtiger konnte der Standort nicht gewählt werden. Die Skulptur war ein Geschenk der Raumfahrtbehörde Russlands Roskosmos und ist mittlerweile nach Greenwich umgezogen.<br>In diesem Umfeld gelang dem Londoner Science Museum ein Meisterstück.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/B18scmu1500.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/B18scmu260.jpg" alt=""/></a><figcaption><br><br></figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Das Museeum<br></strong> Das Science Museum in London ist ein sehr großes Gebäude. Viele hundert Menschen, oft inklusive mehrerer Schulklassen, sind an einem Werktag hier anwesend. Eigentlich ist das Gebäude immer voll. Der Eintritt ist frei. Dafür sind die Preise an der Garderobe, im Museumsshop und in der Cafeteria nicht gerade günstig. Für Sonderausstellungen werden gesonderte Eintrittspreise verlangt. Speziell für die Raumfahrtausstellung COSMONAUTS werden Eintrittskarten nur für bestimmte Uhrzeiten ausgegeben. So besteht durchaus die Gefahr, dass man am aktuellen Tag keinen Zutritt mehr bekommt. Daher ist ein Kartenkauf vorab über die Homepage des Museums dringendst angeraten. Alle erforderlichen Informationen zu Öffnungszeiten, Adressen und anderes findet man unter <a href="https://www.sciencemuseum.org.uk/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Science Museum</a>.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/B15scmu1500.jpg" data-rel="lightbox-image-4" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/B15scmu260.jpg" alt=""/></a></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Die Ausstellung<br></strong> Erfreulich ist: In allen Räumen ist Museumspersonal anwesend, das auch bereitwillig Auskunft zu einzelnen Objekten gibt. Bemerkenswert ist, dass Spiegel an langen Stangen bereitgehalten werden, damit man an den Großobjekten auch mal „um die Ecke“ schauen kann. Eine nützliche und kreative Lösung!</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Ausstellung ist in mehrere Sektionen bzw. Themenbereiche gegliedert.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/B17scmu1500.jpg" data-rel="lightbox-image-5" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/B17scmu260.jpg" alt=""/></a><figcaption>Woschod 1 (oberes Bild) und Wostok 6<br>(Bilder: Science Museum London)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Sektion 1<br></strong> Zum Anfang, quasi zum aufwärmen, geht es um die Anfänge und Grundlagen der sowjetischen Raumfahrt. Künstlerische Darstellungen aus den 1920er Jahren und Ziolkowskis Vision eines Raumfahrzeuges gehören ebenso dazu, wie persönliche Dinge Koroljows aus seiner Zeit im stalinistischen Straflager. Der aufgezeigte Weg führt bis zum Triebwerk RD-108, das als Modell im Raum zentral präsentiert wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Sektion 2<br></strong> Hier werden die Anfänge der Weltraumfahrt behandelt. Modelle von Sputnik 1, 2 und 3, sowie von Luna 3 und Venus 7 sind hier zu sehen. Angenehm ist, dass zu jedem Objekt auch Herkunft und Leihgeber genannt werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Sektion 3<br></strong> „Space Race“ – der Beginn der bemannten Weltraumfahrt. Neben persönlichen Dingen von Gagarin und der Filmkamera aus Titows Wostok-2-Flug, sind hier zwei ganz außergewöhnliche Exponate zu bestaunen: Die originalen Landekapseln von Wostok 6 (Tereschkowa, erste Frau im Weltraum) und Woschod 1 (erstes 3-Mann-Raumschiff). Ich gebe zu, ich habe in mitgebrachten Fotos geblättert, ob es wirklich die „richtigen“ Kapseln sind. Ich konnte beide Kapseln 2008 im Werksmuseum von Energia schon einmal bestaunen. Die Abbrandspuren am Hitzeschild, die bei jeder Kapsel individuell ausgefallen sind, bestätigten für mich die Identität der Kapseln. Dass Russland diese Exponate auf Reisen geschickt hat, ist für mich die eigentliche Sensation. Beide Exponate waren hinter Glas. Im Gegensatz zum Energia-Werksmuseum, wo man unmittelbar an die Kapseln heran kam. Das Energia-Museum ist allerdings auch nicht für die breite Öffentlichkeit gedacht.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/B16scmu1500.jpg" data-rel="lightbox-image-6" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/B16scmu260.jpg" alt=""/></a></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Durch den abgedunkelten Raum der Sektion 3 und die perfekte Ausleuchtung konnte man alle Einzelheiten sehr gut erkennen. Auch waren andernorts benutzte gewölbte Plexiglasabdeckungen über den Einstiegen entfernt worden. Somit war der Einblick ungetrübt. Da die beiden Kapseln direkt nebeneinander standen, war ein direkter Vergleich der Inneneinrichtung möglich. Fazit für mich: Hut ab vor den Männern von Woschod 1! Für diesen Flug war mehr als nur etwas Mut und technisches Selbstvertrauen nötig.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/B11scmu1500.jpg" data-rel="lightbox-image-7" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/B11scmu260.jpg" alt=""/></a><figcaption>Лунный корабль 3 / Lunniy Korabl 3 (LK-3)<br>(Bilder: Science Museum London)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Sektion 3 und Sektion 4<br></strong> Hier geht es um den Mond. Das Prunkstück hierbei ist der LK-3-Lander aus dem geheimen Lunar-Programm. Dessen Existenz wurde erst in den 1990er Jahren bekannt. Das ausgestellte Modell zeigt einen <a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=10546.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">LK</a>, wie er einen einzelnen Kosmonauten auf die Mondoberfläche bringen sollte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das ausgestellte Objekt ist restaurativ in einem sehr guten Zustand. Als Eigentümer wird das Moskauer Staatliche Luftfahrtinstitut (MAI) genannt. Sucht man etwas im Internet, findet man Bilder dieses Exponates von Anfang der 1990er Jahre. 2007 stand das Objekt wieder im MAI. Davor war der LK in Eurodisney bei Paris ausgestellt. Auch dazu findet man Bilder im Internet. Zur Präsentation in Eurodisney wurden offenbar einige Bemalungen angebracht, die nicht dem Standard für die Kennzeichnung sowjetischer Raumfahrzeuge entsprechen. Diese sind noch vorhanden. Ich meine hier „Rote Sterne“ ohne die typische weiße Umrandung, Schriftzüge „CCCP“ und Hammer und Sichel“-Logos. Diese sehen eher aus, als ob hier der Mondlander aus dem Roman „Ascent“ von Jed Mercurio nachempfunden wurde. Eine sehr traurige, emotionale, aber genau auf den Mondlander passende Geschichte eines Phantom-Kosmonauten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Neben dem Mondlander wurde ein 1:1-Modell von Lunochod 1 von Lavotschkin ausgestellt. Im Gegensatz zum Lander für einen bemannten Besuch des Mondes gelang es der Sowjetunion, zwei Exemplare des <a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=12187.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">unbemannten Mondmobils</a> über Monate hinweg auf der Mondoberfläche einzusetzen.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/B1scmu1500.jpg" data-rel="lightbox-image-8" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/B1scmu260.jpg" alt=""/></a><figcaption><br></figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Sektion 5 und Sektion 6<br></strong> Hier findet man die Landekapsel von Sojus-TM 14, verschiedene Garderobenteile für Raumfahrer, Sokol- und Orlan-Raumanzüge. Aber auch der MARS-500-Raumanzug war zu besichtigen. Dabei handelt es sich um eine Orlan-Version, die speziell für den Einsatz auf dem Mars entwickelt wurde. Zum Einsatz kam der Anzug beim MARS-500-Experiment, einer 500-Tage-Marsflugsimulation. Fehlen durfte auch nicht die Weltraumtoilette aus der Raumstation MIR. Ganze zwei Kippschalter sind für die Bedienung notwendig. Wer erinnert sich da nicht gerne an das Weltraum-Klo in Standley Kubricks „2001“? Allein die <a href="http://www.visual-memory.co.uk/amk/doc/zg.html" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Bedienungsanleitung</a> ließ jegliches Bedürfnis ersticken.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/B3scmu1500.jpg" data-rel="lightbox-image-9" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/B3scmu260.jpg" alt=""/></a><figcaption><br></figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Final Room<br></strong> Am Ende der Ausstellung gibt es zum Abschluss ein absolutes Highlight zu bestaunen. Hier liegt in magisches Licht gehüllt eine lebensgroße menschliche Puppe. Ein „Ivan Ivanowitsch“. Dieser Dummy ist 1969 mit Zond 7 (Sonde 7) als Vorbereitung für die sowjetische bemannte Mondumrundung um den Mond geflogen. Da die Amerikaner mit Apollo 8 im Dezember 1968 den Mond sogar mehrfach umkreisten, wurde das sowjetische Vorhaben gestrichen – eine neuerliche Erstleistung war nicht mehr zu erzielen. Im Körper des Dummys befinden sich Sensoren für die Messung der Strahlungsbelastung. Das Gesicht des „Mondfliegers“ ist weltbekannt: Es ähnelt … Juri Gagarin.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/B12scmu1500.jpg" data-rel="lightbox-image-10" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/B12scmu260.jpg" alt=""/></a><figcaption>Raumanzüge, Landekapsel Sojus-TM 14<br>(Bilder: Science Museum London)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Empfehlung<br></strong> Wer die Möglichkeit hat, die Ausstellung zu besuchen, der sollte das unbedingt tun. Die Ausstellung ist voraussichtlich noch bis zum 13. März 2016 zu besichtigen. Nicht mehr viel Zeit also. Der Museumskatalog ist sehr ausführlich und direkt über das Science Museum zu beziehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Danksagung<br></strong> Besonderer Dank gilt Ms. Julia Murray vom Science Museum London für die Bereitstellung von Pressefotos, Informationen und für die wertvollen Hinweise bei der Vorbereitung des Besuchs.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=380.msg353826#msg353826" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Raumfahrt-Museen und Ausstellungen</a></li></ul>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/cosmonauts-birth-of-the-space-age/" data-wpel-link="internal">Cosmonauts: Birth of the Space Age</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>LRO-Daten: Lunochod 2 fuhr 42 km auf dem Mond</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/lro-daten-lunochod-2-fuhr-42-km-auf-dem-mond/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 23 Jun 2013 14:34:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Rover]]></category>
		<category><![CDATA[Fahrstrecke]]></category>
		<category><![CDATA[LRO]]></category>
		<category><![CDATA[Lunochod]]></category>
		<category><![CDATA[Mond]]></category>
		<category><![CDATA[Mondrover]]></category>
		<category><![CDATA[Sowjetunion]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=36638</guid>

					<description><![CDATA[<p>Der Lunar Reconnaissance Orbiter der NASA (LRO) hat in den vergangenen Jahren die gesamte Oberfläche des Erdtrabanten in hoher Auflösung erfasst. Dabei sind auch die Fahrspuren des russischen Mondfahrzeugs Lunochod 2 aus dem Jahr 1973 erkennbar. Russische Wissenschaftler haben diese Daten analysiert und kommen zu dem Schluss, dass die bisher mit 37 km angegebene Fahrstrecke [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/lro-daten-lunochod-2-fuhr-42-km-auf-dem-mond/" data-wpel-link="internal">LRO-Daten: Lunochod 2 fuhr 42 km auf dem Mond</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Der Lunar Reconnaissance Orbiter der NASA (LRO) hat in den vergangenen Jahren die gesamte Oberfläche des Erdtrabanten in hoher Auflösung erfasst. Dabei sind auch die Fahrspuren des russischen Mondfahrzeugs Lunochod 2 aus dem Jahr 1973 erkennbar.</h4>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/23062013163419_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/23062013163419_small_1.jpg" alt="NASA" width="260"/></a><figcaption>
Lunochod 2 mit Fahrspuren auf dem Mond 
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Russische Wissenschaftler haben diese Daten analysiert und kommen zu dem Schluss, dass die bisher mit 37 km angegebene Fahrstrecke des sowjetischen Fahrzeugs auf dem Mond um mehr als 5 km länger ist. Die Ermittlung der Strecke erfolgte 1973 durch ein spezielles Messrad, welches nicht angetrieben wurde. Es unterlag offenbar einem gewissen Schlupf, wodurch die Messung recht ungenau ausfiel. </p>



<p class="wp-block-paragraph">LRO verfügt über ein hochentwickeltes Kamerasystem und erreicht Auflösungen von 20 bis 50 Zentimetern pro Pixel. Dadurch sind die Fahrspuren relativ deutlich zu sehen. Ein Team von Wissenschaftlern aus der Hochschule für Vermessung und Kartierung hat diese eingehend studiert und deren Länge berechnet. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Lunochod 2 landete an Bord von Luna 21 am 15. Januar 1973 auf dem Mond in der Nähe des Kraters Le Monnier. Die Fahrt begann am 18. Januar und endete am 3. Mai. Aufgrund von Staubablagerungen auf den Solarzellen konnte nicht mehr ausreichend elektrische Energie für den Weiterbetrieb gewonnen werden. Zuvor wurden 86 Panoramen und etwa 80.000 Fernsehbilder aufgezeichnet und zusammen mit weiteren Daten zur Erde übermittelt. An Bord des Fahrzeugs befanden sich 6 Fernsehkameras, ein Röntgenfluoreszenzspektrometer, ein Penetrometer, ein Protonendetektor, weitere Detektoren für Alpha- und Röntgenstrahlung, ein Astrophotometer, ein Magnetometer Solarzellen und Laserreflektoren. Eine Kamera war zudem an einem Ausleger befestigt. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=4230.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Lunar Reconnaissance Orbiter</a></li><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=6132.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Lunochod-2-Position</a></li></ul>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/lro-daten-lunochod-2-fuhr-42-km-auf-dem-mond/" data-wpel-link="internal">LRO-Daten: Lunochod 2 fuhr 42 km auf dem Mond</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Ein faszinierender Blick von der Seite &#8230;</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/ein-faszinierender-blick-von-der-seite/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 28 Apr 2011 17:30:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Fotos]]></category>
		<category><![CDATA[Kamera]]></category>
		<category><![CDATA[LRO]]></category>
		<category><![CDATA[Lunochod]]></category>
		<category><![CDATA[Oberfläche]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=34010</guid>

					<description><![CDATA[<p>&#8230; auf den Mond hat dem Lunar Reconnaissance Orbiter eine bisher einmalige Bilderserie ermöglicht: man sieht Berge, Täler und Krater perspektivisch und plastisch. Ein Beitrag von Günther Glatzel. Quelle: Universe Today, MoonZoo. Die NASA-Mondsonde Lunar Reconnaissance Orbiter (LRO) ist mit einer hervorragenden Optik und Elektronik ausgestattet und kann damit auch seitwärts gemachte Aufnahmen vom Mond [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/ein-faszinierender-blick-von-der-seite/" data-wpel-link="internal">Ein faszinierender Blick von der Seite &#8230;</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">&#8230; auf den Mond hat dem Lunar Reconnaissance Orbiter eine bisher einmalige Bilderserie ermöglicht: man sieht Berge, Täler und Krater perspektivisch und plastisch.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Günther Glatzel. Quelle: Universe Today, MoonZoo.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/28042011193003_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/28042011193003_small_1.jpg" alt="Moon Zoo, NASA/GSFC, Arizona State University" width="260"/></a><figcaption>
Der Mond von der Seite &#8230; 
<br>
(Bild: Moon Zoo, NASA/GSFC, Arizona State University)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die NASA-Mondsonde Lunar Reconnaissance Orbiter (LRO) ist mit einer hervorragenden Optik und Elektronik ausgestattet und kann damit auch seitwärts gemachte Aufnahmen vom Mond noch in hoher Auslösung anfertigen. Diese bieten eine neue Perspektive, war man es doch bisher gewohnt, eher auf kürzestem Wege auf die Mondoberfläche zu schauen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Seitwärts, am besten noch mit der Sonne, ergeben die Schatten aber viel mehr Sinn und die Mondoberfläche bekommt eine für unser Auge normalere Gestalt. Damit man noch mehr Einzelheiten genießen kann, haben Aktivisten vom Mondzoo-Projekt (Moon Zoo) die Aufnahmen in Höhenrichtung auf das Fünffache gestreckt. Da werden Hügel zu Bergen und Täler zu Schluchten. Motiv dieser Überhöhung ist aber vor allem die bessere Wahrnehmung von Einzelheiten auf Abhängen. Wenn ein Krater in eine abfallende Fläche geschlagen wurde, fällt er nun besonders auf und macht obendrein eine gute Figur. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Zum Anschauen und genießen: <a class="a" href="https://www.moonzoo.org/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">MoonZoo</a>. </p>



<p class="wp-block-paragraph">LRO war am 18. Juni 2009 gemeinsam mit LCROSS und dem Impaktor EDUS gestartet und umläuft den Erdtrabanten seit dem 23. Juni. Er ist unter anderem mit hochauflösenden Kameras ausgestattet und kann beim Blick senkrecht nach unten Einzelheiten in der Größenordnung eines halben Meters auflösen. Neben den Mondlandestellen wurden auch das russische Mondfahrzeug Lunochod 2 wiedergefunden. Raumfahrer.net hat in den vergangenen Monaten mehrfach über Verlauf und Ergebnisse der Mission berichtet. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Raumcon:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=4230.msg183828#msg183828" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Diskussion zum LRO</a></li></ul>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/ein-faszinierender-blick-von-der-seite/" data-wpel-link="internal">Ein faszinierender Blick von der Seite &#8230;</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
	</channel>
</rss>
