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		<title>Hinweise auf eine mögliche Atmosphäre um einen felsigen Exoplaneten</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 08 May 2024 17:45:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Forschende haben mit dem NASA/ESA/CSA James-Webb-Weltraumteleskop möglicherweise eine Atmosphäre um 55 Cancri e, einen felsigen Exoplaneten 41 Lichtjahre von der Erde entfernt, entdeckt. Dies ist der bisher beste Beweis für eine Atmosphäre bei einem Gesteinsplaneten ausserhalb unseres Sonnensystems. Brice Olivier Demory, Professor für Astrophysik an der Universität Bern und Mitglied des Nationalen Forschungsschwerpunkts NFS PlanetS, [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Forschende haben mit dem NASA/ESA/CSA James-Webb-Weltraumteleskop möglicherweise eine Atmosphäre um 55 Cancri e, einen felsigen Exoplaneten 41 Lichtjahre von der Erde entfernt, entdeckt. Dies ist der bisher beste Beweis für eine Atmosphäre bei einem Gesteinsplaneten ausserhalb unseres Sonnensystems. Brice Olivier Demory, Professor für Astrophysik an der Universität Bern und Mitglied des Nationalen Forschungsschwerpunkts NFS PlanetS, war Teil des internationalen Forschungsteams, dessen Studie soeben in Nature publiziert wurde. Eine Medienmitteilung der Universität Bern.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: Universität Bern 8. Mai 2024.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full has-lightbox"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/AtmosphaereExoplanet55CancrieNASAESACSARCrawfordSTScI.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Diese künsterlische Darstellung zeigt, wie der Exoplanet 55 Cancri e aussehen könnte. 55 Cancri e, auch Janssen genannt, ist eine so genannte Supererde, ein Gesteinsplanet, der deutlich grösser als die Erde, aber kleiner als Neptun ist. Beobachtungen von JWSTs NIRCam und MIRI deuten darauf hin, dass der Planet von einer Atmosphäre umgeben sein könnte, die reich an Kohlendioxid (CO2) oder Kohlenmonoxid (CO) ist. Aufgrund der grossen Nähe zu seinem Stern ist der Planet extrem heiss und vermutlich mit geschmolzenem Gestein bedeckt. Die Forschenden vermuten, dass die Gase, aus denen die Atmosphäre besteht, aus dem Magma herausgesprudelt sein könnten. Bild: (NASA, ESA, CSA, Ralf Crawford (STScI))" data-rl_caption="" title="Diese künsterlische Darstellung zeigt, wie der Exoplanet 55 Cancri e aussehen könnte. 55 Cancri e, auch Janssen genannt, ist eine so genannte Supererde, ein Gesteinsplanet, der deutlich grösser als die Erde, aber kleiner als Neptun ist. Beobachtungen von JWSTs NIRCam und MIRI deuten darauf hin, dass der Planet von einer Atmosphäre umgeben sein könnte, die reich an Kohlendioxid (CO2) oder Kohlenmonoxid (CO) ist. Aufgrund der grossen Nähe zu seinem Stern ist der Planet extrem heiss und vermutlich mit geschmolzenem Gestein bedeckt. Die Forschenden vermuten, dass die Gase, aus denen die Atmosphäre besteht, aus dem Magma herausgesprudelt sein könnten. Bild: (NASA, ESA, CSA, Ralf Crawford (STScI))" data-wpel-link="internal"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="260" height="200" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/AtmosphaereExoplanet55CancrieNASAESACSARCrawfordSTScI26.jpg" alt="Diese künsterlische Darstellung zeigt, wie der Exoplanet 55 Cancri e aussehen könnte. 55 Cancri e, auch Janssen genannt, ist eine so genannte Supererde, ein Gesteinsplanet, der deutlich grösser als die Erde, aber kleiner als Neptun ist. Beobachtungen von JWSTs NIRCam und MIRI deuten darauf hin, dass der Planet von einer Atmosphäre umgeben sein könnte, die reich an Kohlendioxid (CO2) oder Kohlenmonoxid (CO) ist. Aufgrund der grossen Nähe zu seinem Stern ist der Planet extrem heiss und vermutlich mit geschmolzenem Gestein bedeckt. Die Forschenden vermuten, dass die Gase, aus denen die Atmosphäre besteht, aus dem Magma herausgesprudelt sein könnten. Bild: (NASA, ESA, CSA, Ralf Crawford (STScI))" class="wp-image-139595"/></a><figcaption class="wp-element-caption">Diese künsterlische Darstellung zeigt, wie der Exoplanet 55 Cancri e aussehen könnte. 55 Cancri e, auch Janssen genannt, ist eine so genannte Supererde, ein Gesteinsplanet, der deutlich grösser als die Erde, aber kleiner als Neptun ist. Beobachtungen von JWSTs NIRCam und MIRI deuten darauf hin, dass der Planet von einer Atmosphäre umgeben sein könnte, die reich an Kohlendioxid (CO2) oder Kohlenmonoxid (CO) ist. Aufgrund der grossen Nähe zu seinem Stern ist der Planet extrem heiss und vermutlich mit geschmolzenem Gestein bedeckt. Die Forschenden vermuten, dass die Gase, aus denen die Atmosphäre besteht, aus dem Magma herausgesprudelt sein könnten. (Bild: NASA, ESA, CSA, Ralf Crawford (STScI))</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">8. Mai 2024 &#8211; Brice-Olivier Demory vom Center for Space and Habitability CSH der Universität Bern und Mitglied des NFS PlanetS ist Mitautor der Studie, die kürzlich in Nature veröffentlicht wurde. Er sagt: «55 Cancri e ist einer der rätselhaftesten Exoplaneten. Trotz enormer Beobachtungszeit in den letzten zehn Jahres mit einem Dutzend Boden- und Weltrauminstrumenten blieben seine Eigenschaften unbekannt. Dies änderte sich nun mit der Auswertung von Daten, die mit dem NASA/ESA/CSA James-Webb-Weltraumteleskops (JWST) gewonnen wurden.» Unerwarteterweise zeigen diese Beobachtungen von 55 Canceri e einerseits, dass ein heisser und starker Strahlung ausgesetzter Gesteinsplanet eine Gasatmosphäre besitzen könnte, und sie sind ausserdem ein gutes Vorzeichen für die Fähigkeit des JWST, kühlere – und möglicherweise habitable – Gesteinsplaneten zu charakterisieren, die sonnenähnliche Sterne umkreisen. Renyu Hu vom Jet Propulsion Laboratory (JPL) der NASA, Erstautor der aktuellen Studie, sagt: «JWST erweitert die Möglichkeiten der Charakterisierung von Exoplaneten auf felsige Exoplaneten», sagte Hu. «Dies eröffnet ein neues Forschungsfeld.»</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Berner Weltraumteleskop CHEOPS lieferte wichtige Erkenntnisse</strong><br>Demory wurde von Hu, einem seiner Kollegen aus seiner Zeit am Massachusetts Institute of Technology MIT, zum Forschungsprogramm eingeladen. Demory hat 55 Cancri e seit Beginn seiner Karriere untersucht: «Als Postdoc am MIT leitete ich die Entdeckung des ersten Transits von 55 Cancri e, und 2016 veröffentlichte mein Team die erste Karte eines felsigen Exoplaneten, der 55 Cancri e war.» Das Ergebnis von 2016 deutete bereits auf das mögliche Vorhandensein einer Atmosphäre um 55 Cancri e hin. Für die aktuelle Studie führte Demory eine unabhängige Analyse des Datensatzes durch. Er erklärt: «In den vergangenen zwei Jahren hat das Weltraumteleskop CHEOPS, das an der Universität Bern entwickelt und gebaut wurde, entscheidend dazu beigetragen, mehrere Fragen von Astrophysikern und Astrophysikerinnen zu 55 Cancri e zu beantworten. JWST ergänzte dieses Bild bei Infrarot-Wellenlängen und zeigte, dass die Super-Erde 55 Cancri e von einer Atmosphäre umgeben ist, deren Zusammensetzung mit Kohlenmonoxid oder Kohlendioxid übereinstimmt.»</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full has-lightbox"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/Exo55CancrieVolatileAtmosphereNASAESACSARCrawfordSTScIRHuJPLABelloArufeJPLDDragomirUofNewMexico2k.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="Ein thermisches Emissionsspektrum, das von JWSTs NIRCam (Nahinfrarotkamera) im November 2022 und MIRI (Mittelinfrarotinstrument) im März 2023 aufgenommen wurde, zeigt die Helligkeit (y-Achse) verschiedener Wellenlängen des infraroten Lichts (x-Achse), das vom Super-Earth-Exoplaneten 55 Cancri e e emittiert wird. Das Spektrum zeigt, dass der Planet von einer Atmosphäre umgeben sein könnte, die reich an Kohlendioxid oder Kohlenmonoxid und anderen flüchtigen Stoffen ist, nicht nur an verdampftem Gestein. Die Grafik vergleicht die von NIRCam (orangefarbene Punkte) und MIRI (lila Punkte) gesammelten Daten mit zwei verschiedenen Modellen. Modell A, in rot, zeigt, wie das Emissionsspektrum von 55 Cancri e aussehen sollte, wenn er eine Atmosphäre aus verdampftem Gestein hat. Modell B (blau) zeigt, wie das Emissionsspektrum aussehen sollte, wenn der Planet eine Atmosphäre mit vielen flüchtigen Bestandteilen hat, die aus einem Magmaozean mit einem ähnlichen Gehalt an flüchtigen Bestandteilen wie der Erdmantel ausgegast ist. Sowohl die MIRI- als auch die NIRCam-Daten stimmen mit dem flüchtigkeitsreichen Modell überein. (Grafik: Illustration: NASA, ESA, CSA, Ralf Crawford (STScI); Science: Renyu Hu (JPL), Aaron Bello-Arufe (JPL), Diana Dragomir (University of New Mexico))" data-rl_caption="" title="Ein thermisches Emissionsspektrum, das von JWSTs NIRCam (Nahinfrarotkamera) im November 2022 und MIRI (Mittelinfrarotinstrument) im März 2023 aufgenommen wurde, zeigt die Helligkeit (y-Achse) verschiedener Wellenlängen des infraroten Lichts (x-Achse), das vom Super-Earth-Exoplaneten 55 Cancri e e emittiert wird. Das Spektrum zeigt, dass der Planet von einer Atmosphäre umgeben sein könnte, die reich an Kohlendioxid oder Kohlenmonoxid und anderen flüchtigen Stoffen ist, nicht nur an verdampftem Gestein. Die Grafik vergleicht die von NIRCam (orangefarbene Punkte) und MIRI (lila Punkte) gesammelten Daten mit zwei verschiedenen Modellen. Modell A, in rot, zeigt, wie das Emissionsspektrum von 55 Cancri e aussehen sollte, wenn er eine Atmosphäre aus verdampftem Gestein hat. Modell B (blau) zeigt, wie das Emissionsspektrum aussehen sollte, wenn der Planet eine Atmosphäre mit vielen flüchtigen Bestandteilen hat, die aus einem Magmaozean mit einem ähnlichen Gehalt an flüchtigen Bestandteilen wie der Erdmantel ausgegast ist. Sowohl die MIRI- als auch die NIRCam-Daten stimmen mit dem flüchtigkeitsreichen Modell überein. (Grafik: Illustration: NASA, ESA, CSA, Ralf Crawford (STScI); Science: Renyu Hu (JPL), Aaron Bello-Arufe (JPL), Diana Dragomir (University of New Mexico))" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="260" height="200" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/Exo55CancrieVolatileAtmosphereNASAESACSARCrawfordSTScIRHuJPLABelloArufeJPLDDragomirUofNewMexico26.jpg" alt="Ein thermisches Emissionsspektrum, das von JWSTs NIRCam (Nahinfrarotkamera) im November 2022 und MIRI (Mittelinfrarotinstrument) im März 2023 aufgenommen wurde, zeigt die Helligkeit (y-Achse) verschiedener Wellenlängen des infraroten Lichts (x-Achse), das vom Super-Earth-Exoplaneten 55 Cancri e e emittiert wird. Das Spektrum zeigt, dass der Planet von einer Atmosphäre umgeben sein könnte, die reich an Kohlendioxid oder Kohlenmonoxid und anderen flüchtigen Stoffen ist, nicht nur an verdampftem Gestein. Die Grafik vergleicht die von NIRCam (orangefarbene Punkte) und MIRI (lila Punkte) gesammelten Daten mit zwei verschiedenen Modellen. Modell A, in rot, zeigt, wie das Emissionsspektrum von 55 Cancri e aussehen sollte, wenn er eine Atmosphäre aus verdampftem Gestein hat. Modell B (blau) zeigt, wie das Emissionsspektrum aussehen sollte, wenn der Planet eine Atmosphäre mit vielen flüchtigen Bestandteilen hat, die aus einem Magmaozean mit einem ähnlichen Gehalt an flüchtigen Bestandteilen wie der Erdmantel ausgegast ist. Sowohl die MIRI- als auch die NIRCam-Daten stimmen mit dem flüchtigkeitsreichen Modell überein. (Grafik: Illustration: NASA, ESA, CSA, Ralf Crawford (STScI); Science: Renyu Hu (JPL), Aaron Bello-Arufe (JPL), Diana Dragomir (University of New Mexico))" class="wp-image-139597"/></a><figcaption class="wp-element-caption">Ein thermisches Emissionsspektrum, das von JWSTs NIRCam (Nahinfrarotkamera) im November 2022 und MIRI (Mittelinfrarotinstrument) im März 2023 aufgenommen wurde, zeigt die Helligkeit (y-Achse) verschiedener Wellenlängen des infraroten Lichts (x-Achse), das vom Super-Earth-Exoplaneten 55 Cancri e emittiert wird. Das Spektrum zeigt, dass der Planet von einer Atmosphäre umgeben sein könnte, die reich an Kohlendioxid oder Kohlenmonoxid und anderen flüchtigen Stoffen ist, nicht nur an verdampftem Gestein. Die Grafik vergleicht die von NIRCam (orangefarbene Punkte) und MIRI (lila Punkte) gesammelten Daten mit zwei verschiedenen Modellen. Modell A, in rot, zeigt, wie das Emissionsspektrum von 55 Cancri e aussehen sollte, wenn er eine Atmosphäre aus verdampftem Gestein hat. Modell B (blau) zeigt, wie das Emissionsspektrum aussehen sollte, wenn der Planet eine Atmosphäre mit vielen flüchtigen Bestandteilen hat, die aus einem Magmaozean mit einem ähnlichen Gehalt an flüchtigen Bestandteilen wie der Erdmantel ausgegast ist. Sowohl die MIRI- als auch die NIRCam-Daten stimmen mit dem flüchtigkeitsreichen Modell überein. (Grafik: Illustration: NASA, ESA, CSA, Ralf Crawford (STScI); Science: Renyu Hu (JPL), Aaron Bello-Arufe (JPL), Diana Dragomir (University of New Mexico))</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Superheisse Super-Erde und dennoch kühler als erwartet</strong><br>Obwohl 55 Cancri e in seiner Zusammensetzung den Gesteinsplaneten in unserem Sonnensystem ähnelt, könnte die Bezeichnung «felsig» einen falschen Eindruck vermitteln. Der Planet kreist so nahe um seinen Stern (eine volle Umkreisung dauert 18 Stunden, verglichen mit den 365 Tagen unserer Erde um die Sonne), dass seine Oberfläche geschmolzen sein muss und ein tiefer, brodelnder Ozean aus Magma ist. «Der Planet ist so heiss, dass ein Teil des geschmolzenen Gesteins verdampfen sollte», erklärt Hu. Bei einer so engen Umlaufbahn um seinen Stern ist der Planet wahrscheinlich auch gezeitenabhängig. Das bedeutet, dass seine Tagseite immer dem Stern zugewandt ist und seine Nachtseite in ständiger Dunkelheit liegt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Obwohl JWST kein direktes Bild von 55 Cancri e einfangen kann, ist es in der Lage, subtile Veränderungen im Licht des Systems zu messen, wenn der Planet vor dem Stern vorbeizieht. Das Team verwendete die NIRCam (Nahinfrarotkamera) und das MIRI (Mittelinfrarotinstrument) von JWST, um das vom Planeten kommende Infrarotlicht zu messen. Durch Subtraktion der Helligkeit während der sekundären Finsternis, wenn sich der Planet hinter dem Stern befindet (nur Sternenlicht), von der Helligkeit, wenn sich der Planet direkt neben dem Stern befindet (Licht von Stern und Planet zusammen), konnte das Team die Menge an Infrarotlicht verschiedener Wellenlängen berechnen, das von der Tagseite des Planeten stammt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der erste Hinweis darauf, dass 55 Cancri e eine nennenswerte Atmosphäre besitzen könnte, ergab sich aus Temperaturmessungen, die auf der thermischen Emission, also der in Form von Infrarotlicht abgegebenen Wärmeenergie, basieren. Wenn der Planet mit einem dünnen Schleier aus verdampftem Gestein oder gar keiner Atmosphäre bedeckt wäre, müsste die Temperatur auf der Tagseite etwa 2’200 Grad Celsius betragen. «Stattdessen zeigten die MIRI-Daten eine relativ niedrige Temperatur von etwa 1’500 Grad Celsius», so Hu. «Dies ist ein deutlicher Hinweis darauf, dass die Energie von der Tagseite des Planeten auf die Nachtseite übertragen wird, höchstwahrscheinlich durch eine Atmosphäre mit vielen flüchtigen Bestandteilen.» Lavaströme könnten zwar etwas Wärme auf die Nachtseite transportieren, aber nicht effizient genug, um die Temperaturdifferenz zu erklären. Selbst wenn die Wärme gleichmässig über den Planeten verteilt wäre, erscheint die Tagseite um mehrere hundert Grad kühler als erwartet. Dies kann damit erklärt werden, dass ein Teil des von der Oberfläche abgestrahlten Infrarotlichts von der Atmosphäre absorbiert wird, bevor es von Teleskopen gemessen werden kann.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full has-lightbox"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/Exoplanet55CancrieLightCurveNASAESACSAJOlmstedSTScIABelloArufeNASAJPL2k.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="Diese Lichtkurve zeigt die Veränderung der Helligkeit des Systems 55 Cancri, wenn sich der Gesteinsplanet 55 Cancri e, der nächstgelegene der fünf bekannten Planeten des Systems, hinter den Stern bewegt. Dieses Phänomen ist als sekundäre Finsternis bekannt. Wenn sich der Planet neben dem Stern befindet, erreicht das Licht im mittleren Infrarotbereich, das sowohl vom Stern als auch von der Tagseite des Planeten abgestrahlt wird, das Teleskop, und das System erscheint heller. Befindet sich der Planet hinter dem Stern, wird das vom Planeten ausgestrahlte Licht blockiert und nur das Sternenlicht erreicht das Teleskop, wodurch die scheinbare Helligkeit abnimmt. Astronominnen und Astronomen können die Helligkeit des Sterns von der kombinierten Helligkeit von Stern und Planet abziehen, um zu berechnen, wie viel Infrarotlicht von der Tagseite des Planeten kommt. Daraus lässt sich dann die Temperatur auf der Tagseite des Planeten berechnen und ableiten, ob der Planet eine Atmosphäre hat oder nicht. (Grafik: Illustration: NASA, ESA, CSA, Joseph Olmsted (STScI); Science: Aaron Bello-Arufe (NASA-JPL))" data-rl_caption="" title="Diese Lichtkurve zeigt die Veränderung der Helligkeit des Systems 55 Cancri, wenn sich der Gesteinsplanet 55 Cancri e, der nächstgelegene der fünf bekannten Planeten des Systems, hinter den Stern bewegt. Dieses Phänomen ist als sekundäre Finsternis bekannt. Wenn sich der Planet neben dem Stern befindet, erreicht das Licht im mittleren Infrarotbereich, das sowohl vom Stern als auch von der Tagseite des Planeten abgestrahlt wird, das Teleskop, und das System erscheint heller. Befindet sich der Planet hinter dem Stern, wird das vom Planeten ausgestrahlte Licht blockiert und nur das Sternenlicht erreicht das Teleskop, wodurch die scheinbare Helligkeit abnimmt. Astronominnen und Astronomen können die Helligkeit des Sterns von der kombinierten Helligkeit von Stern und Planet abziehen, um zu berechnen, wie viel Infrarotlicht von der Tagseite des Planeten kommt. Daraus lässt sich dann die Temperatur auf der Tagseite des Planeten berechnen und ableiten, ob der Planet eine Atmosphäre hat oder nicht. (Grafik: Illustration: NASA, ESA, CSA, Joseph Olmsted (STScI); Science: Aaron Bello-Arufe (NASA-JPL))" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="260" height="200" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/Exoplanet55CancrieLightCurveNASAESACSAJOlmstedSTScIABelloArufeNASAJPL26.jpg" alt="Diese Lichtkurve zeigt die Veränderung der Helligkeit des Systems 55 Cancri, wenn sich der Gesteinsplanet 55 Cancri e, der nächstgelegene der fünf bekannten Planeten des Systems, hinter den Stern bewegt. Dieses Phänomen ist als sekundäre Finsternis bekannt. Wenn sich der Planet neben dem Stern befindet, erreicht das Licht im mittleren Infrarotbereich, das sowohl vom Stern als auch von der Tagseite des Planeten abgestrahlt wird, das Teleskop, und das System erscheint heller. Befindet sich der Planet hinter dem Stern, wird das vom Planeten ausgestrahlte Licht blockiert und nur das Sternenlicht erreicht das Teleskop, wodurch die scheinbare Helligkeit abnimmt. Astronominnen und Astronomen können die Helligkeit des Sterns von der kombinierten Helligkeit von Stern und Planet abziehen, um zu berechnen, wie viel Infrarotlicht von der Tagseite des Planeten kommt. Daraus lässt sich dann die Temperatur auf der Tagseite des Planeten berechnen und ableiten, ob der Planet eine Atmosphäre hat oder nicht. (Grafik: Illustration: NASA, ESA, CSA, Joseph Olmsted (STScI); Science: Aaron Bello-Arufe (NASA-JPL))" class="wp-image-139599"/></a><figcaption class="wp-element-caption">Diese Lichtkurve zeigt die Veränderung der Helligkeit des Systems 55 Cancri, wenn sich der Gesteinsplanet 55 Cancri e, der nächstgelegene der fünf bekannten Planeten des Systems, hinter den Stern bewegt. Dieses Phänomen ist als sekundäre Finsternis bekannt. Wenn sich der Planet neben dem Stern befindet, erreicht das Licht im mittleren Infrarotbereich, das sowohl vom Stern als auch von der Tagseite des Planeten abgestrahlt wird, das Teleskop, und das System erscheint heller. Befindet sich der Planet hinter dem Stern, wird das vom Planeten ausgestrahlte Licht blockiert und nur das Sternenlicht erreicht das Teleskop, wodurch die scheinbare Helligkeit abnimmt. Astronominnen und Astronomen können die Helligkeit des Sterns von der kombinierten Helligkeit von Stern und Planet abziehen, um zu berechnen, wie viel Infrarotlicht von der Tagseite des Planeten kommt. Daraus lässt sich dann die Temperatur auf der Tagseite des Planeten berechnen und ableiten, ob der Planet eine Atmosphäre hat oder nicht. (Grafik: Illustration: NASA, ESA, CSA, Joseph Olmsted (STScI); Science: Aaron Bello-Arufe (NASA-JPL))</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Blubbernder Magma-Ozean</strong><br>Das Team geht davon aus, dass die Gase, die 55 Cancri e bedecken, aus dem Inneren des Planeten heraussprudeln. Die primäre Atmosphäre wäre aufgrund der hohen Temperatur und der intensiven Strahlung des Sterns längst verschwunden. Es würde sich also um eine sekundäre Atmosphäre handeln, die durch den Magmaozean ständig gespiesen wird, da Magma nicht nur aus Kristallen und flüssigem Gestein besteht, sondern auch eine Menge gelöstes Gas enthält.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Obwohl 55 Cancri e viel zu heiss ist, um habitabel zu sein, könnte er ein einzigartiges Fenster für die Untersuchung der Wechselwirkungen zwischen Atmosphären, Oberflächen und dem Inneren von Gesteinsplaneten bieten und vielleicht auch Einblicke in die frühe Erde sowie in Venus und Mars ermöglichen, von denen man annimmt, dass sie von Magma-Ozeanen bedeckt waren. «Letztendlich wollen wir verstehen, welche Bedingungen es einem Gesteinsplaneten ermöglichen, eine gasreiche Atmosphäre aufrechtzuerhalten: die wichtigste Zutat für einen bewohnbaren Planeten» sagt Hu abschliessend.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Publikation:</strong><br>A Secondary Atmosphere on the Rocky Exoplanet 55 Cnc e by Renyu Hu and al. ist in Nature publiziert.<br>DOI: 10.1038/s41586-024-07432-x<br><a href="https://www.nature.com/articles/s41586-024-07432-x" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">https://www.nature.com/articles/s41586-024-07432-x</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=483.msg561516#msg561516" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Exoplaneten</a></li>
</ul>
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			</item>
		<item>
		<title>Neue Daten sprechen für Magma auf dem Mars</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/neue-daten-sprechen-fuer-magma-auf-dem-mars/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 28 Oct 2022 07:29:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Bisher wurde der Mars als geologisch toter Planet angesehen. Seismische Wellen deuten nun allerdings darauf hin, dass die Marsoberfläche noch immer von Vulkanismus geprägt wird. Dies berichtet ein internationales Forschungsteam unter Leitung der ETH Zürich. Eine Pressemitteilung der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich. Quelle: Eidgenössische Technische Hochschule Zürich (ETH Zürich) 27. Oktober 2022. 27. Oktober 2022 [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Bisher wurde der Mars als geologisch toter Planet angesehen. Seismische Wellen deuten nun allerdings darauf hin, dass die Marsoberfläche noch immer von Vulkanismus geprägt wird. Dies berichtet ein internationales Forschungsteam unter Leitung der ETH Zürich. Eine Pressemitteilung der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: Eidgenössische Technische Hochschule Zürich (ETH Zürich) 27. Oktober 2022.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/GrabensystemCerberusFossaeESADLRFUBerlin.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Einer der Brüche, aus denen das Grabensystem Cerberus Fossae besteht. Die Brüche durchziehen Berge und Krater, was darauf hindeutet, dass sie relativ jung sind. (Bild: ESA/DLR/FU Berlin)" data-rl_caption="" title="Einer der Brüche, aus denen das Grabensystem Cerberus Fossae besteht. Die Brüche durchziehen Berge und Krater, was darauf hindeutet, dass sie relativ jung sind. (Bild: ESA/DLR/FU Berlin)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/GrabensystemCerberusFossaeESADLRFUBerlin600.jpg" alt=""/></a><figcaption>Einer der Brüche, aus denen das Grabensystem Cerberus Fossae besteht. Die Brüche durchziehen Berge und Krater, was darauf hindeutet, dass sie relativ jung sind. (Bild: ESA/DLR/FU Berlin)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">27. Oktober 2022 &#8211; Seit 2018, als im Rahmen der InSight Mission der NASA das Seismometer SEIS auf der Marsoberfläche installiert wurde, haben Seismologen und Geophysiker der ETH Zürich seismische Wellen von mehr als 1300 Marsbeben registriert. Immer wieder haben die Forschenden kleinere und größere Beben feststellen können. Nun förderte eine detaillierte Analyse des Orts und der spektralen Eigenschaften dieser Marsbeben Überraschendes zutage: Die Beben geben nämlich Hinweise darauf, dass die Marsoberfläche noch immer von vulkanischen Aktivitäten geprägt wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Anzeichen neuerer Aktivitäten auf dem Mars</strong><br>Ein internationales Forschungsteam unter der Leitung der ETH Zürich hat mehr als 20 neuere Marsbeben analysiert, die ihren Ursprung in den Cerberus Fossae hatten – das ist eine aus verschiedenen Gräben und Brüchen bestehende Region auf dem Mars. Aus den seismischen Daten schlossen die Forschenden, dass die niedrigfrequenten Beben auf eine potenziell warme Quelle hindeuten. Diese würde sich erklären lassen durch in neuerer Zeit und in dieser Tiefe geschmolzene Lava, das heißt Magma unter der Marsoberfläche, sowie vulkanische Aktivitäten auf dem Mars. Insbesondere stellten die Forschenden fest, dass die Beben größtenteils im innersten Teil des Grabensystems der Cerberus Fossae stattfanden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Als sie seismische Daten mit Aufnahmen des entsprechenden Bereichs verglichen, entdeckten die Forschenden zudem nicht nur in der Hauptwindrichtung, sondern in verschiedene Richtungen um die Cerberus Fossae herum dunklere Ascheablagerungen. «Der dunklere Farbton dieser Asche weist neuere vulkanische Aktivität nach, die vielleicht innerhalb der letzten 50’000 Jahre aufgetreten ist. Das ist geologisch gesehen relativ jung», erklärt Simon Stähler, der Erstautor eines soeben in der Fachzeitschrift Nature veröffentlichten Artikels. Stähler ist leitender wissenschaftlicher Mitarbeiter der von Professor Domenico Giardini geleiteten Gruppe Seismologie und Geodynamik am Institut für Geophysik der ETH Zürich.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Wozu Untersuchungen auf unserem Nachbarplaneten?</strong><br>Die Nachbarplaneten der Erde zu untersuchen, ist keine einfache Aufgabe. Der Mars ist der einzige Planet neben der Erde, auf dem Forschende bodengestützte Rover, Lander und jetzt sogar Drohnen stationiert haben, welche Daten übertragen. Für die Erkundung aller anderen Planeten ist man bisher auf Bilder aus dem Weltraum angewiesen. «SEIS ist das empfindlichste je auf einem anderen Planeten installierte Seismometer», sagt Domenico Giardini. «Es bietet Geophysikern und Seismologen die Möglichkeit, mit aktuellen Daten zu arbeiten, die aufzeigen, was gerade auf dem Mars passiert, und zwar sowohl auf der Oberfläche als auch im Inneren.» Zusammen mit Aufnahmen aus der Umlaufbahn bieten die seismischen Daten verlässliche wissenschaftliche Hinweise.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Als einer unserer unmittelbaren Nachbarplaneten ist der Mars auch wichtig für das Verständnis ähnlicher geologischer Prozesse auf der Erde. Der Rote Planet ist der einzige uns bekannte Planet, dessen Kern aus Eisen, Nickel und Schwefel besteht, die möglicherweise einst Teil eines Magnetfelds waren. Topografische Erkenntnisse deuten zudem darauf hin, dass der Mars früher über große Wassermengen und eine potenziell dichtere Atmosphäre verfügte. Noch heute gibt es gefrorenes Wasser an den Polkappen des Planeten, wenn auch wahrscheinlich größtenteils als Trockeneis. «Auch wenn es noch viel zu entdecken gibt, ist der Nachweis eines möglichen Magmavorkommens auf dem Mars spannend», so Anna Mittelholz, die als Postdoc an der ETH Zürich und der Harvard University tätig ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Letzte Reste geophysischen Lebens</strong><br>Schaut man sich Bilder der trockenen, staubigen Weiten der Marslandschaft an, ist schwer vorstellbar, dass der Mars vor etwa 3,6 Milliarden Jahren lebendig war – zumindest aus geophysischer Sicht. Jedenfalls spie er ausreichend lange Vulkanschutt aus, um die Tharsis-Berge, das größte Vulkansystem unseres Sonnensystems, und den Olympus Mons zu bilden, einen Vulkan, der fast dreimal so hoch ist wie der höchste Berg der Erde, der Mount Everest.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dass sich der Bebenherd in den nahen Cerberus Fossae – benannt nach dem Höllenhund aus der griechischen Mythologie – befand, deutet darauf hin, dass der Mars noch nicht ganz tot ist. Hier kommt es zum Absinken in der Vulkanregion und zur Bildung paralleler Gräben (oder Brüche), wodurch die Kruste des Planeten ähnlich wie die eines Kuchens im Backofen aufreißt. Laut Stähler ist es möglich, dass das, was wir dort sehen, der Rest einer ehemals aktiven Vulkanregion ist oder dass das Magma sich gerade weiter nach Osten hin zum nächsten Ausbruchherd bewegt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">An der Studie waren Forschende der ETH Zürich, der Harvard University, der Universität Nantes, des CNRS Paris, des Deutschen Luft- und Raumfahrtzentrums (DLR) in Berlin sowie des Caltech beteiligt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Originalpublikation:</strong><br>Stähler SC, Mittelholz A, Perrin C, Kawamura T, Kim D, Knapmeyer M, Zenhäusern G, Clinton J, Giardini D, Longnonné, P, Banerdt WB: Tectonics of Cerberus Fossae unveiled by marsquakes. Nature Astronomy, 2022, DOI:10.1038/s41550-022-01803-y, <a href="https://www.nature.com/articles/s41550-022-01803-y" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">https://www.nature.com/articles/s41550-022-01803-y</a>, <a href="https://arxiv.org/abs/2206.15136" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">https://arxiv.org/abs/2206.15136</a>, pdf: <a href="https://arxiv.org/pdf/2206.15136" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">https://arxiv.org/pdf/2206.15136</a>.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=10692.msg539477#msg539477" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">InSight auf Atlas V 401</a></li><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=694.msg539478#msg539478" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Planet Mars</a></li></ul>
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		<title>Geophysik: Besserer Blick ins Erdinnere</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/geophysik-besserer-blick-ins-erdinnere/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 29 Apr 2022 17:38:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Erde]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der LMU-Geophysiker Max Moorkamp hat eine Methode entwickelt, mit der die Zusammensetzung der Erde besser untersucht werden kann. Eine Pressemitteilung der Ludwig-Maximilians-Universität München. Quelle: Ludwig-Maximilians-Universität München. 29. April 2022 &#8211; Kenntnisse über den Aufbau und die Zusammensetzung der Erdkruste sind wichtig, um die Dynamik der Erde zu verstehen. So spielt etwa das Vorkommen von Flüssigkeiten [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Der LMU-Geophysiker Max Moorkamp hat eine Methode entwickelt, mit der die Zusammensetzung der Erde besser untersucht werden kann. Eine Pressemitteilung der Ludwig-Maximilians-Universität München.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: Ludwig-Maximilians-Universität München.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/EarthQuarterCutSoylentGreenWikipedoaEarthTexturefromNASA.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/EarthQuarterCutSoylentGreenWikipedoaEarthTexturefromNASA26.jpg" alt=""/></a><figcaption>(Grafik: Soylent Green / Wikipedia &#8211; Earth Texture from NASA)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">29. April 2022 &#8211; Kenntnisse über den Aufbau und die Zusammensetzung der Erdkruste sind wichtig, um die Dynamik der Erde zu verstehen. So spielt etwa das Vorkommen von Flüssigkeiten oder Gesteinsschmelzen bei plattentektonischen Prozessen eine große Rolle. Der größte Teil des Wissens hierzu stammt aus geophysikalischen Untersuchungen. Der Zusammenhang zwischen messbaren geophysikalischen Parametern und den tatsächlichen Verhältnissen im Erdinneren ist allerdings oft nicht eindeutig. Um dies zu verbessern, hat der LMU-Geophysiker Max Moorkamp nun eine neue Methode entwickelt: Dabei werden Daten zur Verteilung der elektrischen Leitfähigkeit und Dichte in der Erdkruste mithilfe eines aus der medizinischen Bildgebung abgeleiteten Verfahrens kombiniert und verrechnet. „Der Vorteil dabei ist, dass die Zusammenhänge zwischen den beiden Parametern Teil der Analyse sind“, sagt Moorkamp. „Für geophysikalische Anwendungen ist das völlig neu.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mittels der neuen Methode konnte Moorkamp für den Westen der Vereinigten Staaten zeigen, dass bisherige Annahmen zur räumlichen Verteilung von Magma und Flüssigkeiten in diesem Gebiet möglicherweise zu vereinfacht sind. Aufgrund von Messungen zur elektrischen Leitfähigkeit gingen Forschende bisher davon aus, dass in geologisch jungen und aktiven Regionen geschmolzenes Gestein (Magma) und Flüssigkeiten weit verbreitet sind, während ältere und stabile Regionen praktisch frei davon sind. „Die neuen Ergebnisse zeigen aber ein komplexeres Bild“, sagt Moorkamp. Die elektrische Leitfähigkeit von geschmolzenem Gestein und Flüssigkeiten ist derjenigen von festen Graphiten und Sulfiden sehr ähnlich – im Gegensatz zu Schmelzen und Flüssigkeiten sind diese aber ein Zeichen alter geologischer Aktivität.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Moorkamp konnte mit seiner Methode erstmals zwischen beidem unterscheiden und so nachweisen, dass sogar im Umfeld des sehr aktiven Yellowstone-Gebiets fluid-dominierte Strukturen und fluid-freie Regionen mit Graphiten und Sulfiden direkt nebeneinander liegen. Der Geophysiker schließt daraus, dass im Vergleich zur aktuellen geologischen Aktivität, die geologische Geschichte – also frühere plattentektonische Prozesse – deutlich stärkere Auswirkungen auf die Lokalisierung von Fluiden hat als bislang angenommen. Dies könne möglicherweise eine Überprüfung früherer Ergebnisse nicht nur in den Vereinigten Staaten, sondern weltweit, erfordern. Zudem könne das Verfahren auch bei der Suche nach geothermaler Energie oder Mineralvorkommen von großer Hilfe sein.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Originalpublikation:</strong><br>Max Moorkamp: Deciphering the state of the lower crust and upper mantle with multi-physics inversion. Geophysical Research Letters 2022<br><a href="https://agupubs.onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1029/2021GL096336" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">https://agupubs.onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1029/2021GL096336</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=916.msg531477#msg531477" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Planet Erde</a></li></ul>
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		<title>DLR: Heftiges Bombardement der Planeten im frühen Sonnensystem</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/dlr-heftiges-bombardement-der-planeten-im-fruehen-sonnensystem/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 30 Sep 2021 18:05:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Dawn]]></category>
		<category><![CDATA[Raumsonden]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Asteroid Vesta war viele Millionen Jahre früher heftigem Bombardement durch andere Körper ausgesetzt. Davon waren vor 4,5 Mrd. Jahren auch die Erde und die Planeten im inneren Sonnensystem betroffen. Das zusätzliche Material mischte sich mit dem heißen Inneren des Asteroiden und findet sich in Meteoriten. Eine Pressemitteilung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR). [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Asteroid Vesta war viele Millionen Jahre früher heftigem Bombardement durch andere Körper ausgesetzt. Davon waren vor 4,5 Mrd. Jahren auch die Erde und die Planeten im inneren Sonnensystem betroffen. Das zusätzliche Material mischte sich mit dem heißen Inneren des Asteroiden und findet sich in Meteoriten. Eine Pressemitteilung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR).</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: DLR.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/landschaftenvestaNASAJPLCaltechUCLAMPSDLRIDA.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/landschaftenvestaNASAJPLCaltechUCLAMPSDLRIDA60.jpg" alt=""/></a><figcaption>Aufregende Landschaften am Südpol von Vesta. Diese aus einem digitalen Geländemodell berechnete Ansicht des Asteroiden Vesta zeigt einen Schrägblick auf die von Einschlägen zerklüftete Südpolarregion. Das Bild hat eine Auflösung von etwa 300 Metern pro Pixel und der vertikale Maßstab ist um das 1,5-fache gegenüber dem horizontalen Maßstab überhöht. Der Berg in der Bildmitte ragt etwa 20 Kilometer aus dem Rheasilvia-Becken heraus. (Bild: NASA/JPL-Caltech/UCLA/MPS/DLR/IDA)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">30. September 2021 &#8211; Die etwa 500 Kilometer große Vesta ist der größte Asteroid. Wie ihre zahlreichen Begleiter im Asteroidengürtel gehört sie zur ‚Urmaterie‘ des Sonnensystems. Eine in Nature Astronomy veröffentlichte Studie kommt nun zu dem Schluss: Vesta war sehr viel früher einer zweiten umfangreichen Einschlagserie großer Gesteinskörper ausgesetzt als bislang angenommen. Dies lässt den Rückschluss zu, dass das ganze innere Sonnensystem deutlich zeitiger von diesem sogenannten späten ‚Bombardement‘ betroffen war und damit alle erdähnlichen Planeten. Diese Beobachtung liefert damit auch wichtige Erkenntnisse zur Frühphase unserer Erde. Zu dieser Schlussfolgerung kommt ein internationales Forschungsteam unter Beteiligung von Geowissenschaftlern des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR), der Universität Heidelberg, der Freien Universität Berlin und dem Museum für Naturkunde Berlin. Bereits während der Entstehung erlebte Vesta ein erstes großes Bombardement-Ereignis, das aber nicht die Zusammensetzung des Mantels erklären kann.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für die heute veröffentlichte Studie führte Dr. Wladimir Neumann vom DLR-Institut für Planetenforschung sowie dem Institut für Geowissenschaften der Universität Heidelberg zahlreiche Modellrechnungen der thermischen Entwicklung Vestas durch. Dadurch konnte der Zeitraum der frühen Einschläge besser eingegrenzt werden. „Damit das Material der einschlagenden Körper dem Gesteinsmantel der jungen Vesta überhaupt einigermaßen homogen beigemischt werden kann, muss dieser heiß genug sein und sich, von der inneren Wärme angetrieben, konvektiv umwälzen“, erklärt Dr. Neumann die Analysen. „Unsere Modelle haben ergeben, dass dies nur für Einschläge innerhalb der kurzen Zeitspanne vor 4,56 bis etwa 4,50 Milliarden Jahren zutrifft, also fast unmittelbar nach der Entstehung der Planeten im inneren Sonnensystem.“</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Seltene Meteoriten liefern wichtige Indizien</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Bislang ging man davon aus, dass die Hauptphase dieser Bombardierung erst einige hundert Millionen Jahre später erfolgte, etwa zu der Zeit, als auf dem Mond einige der großen Einschlagskrater entstanden. Für den Erdmond und wohl auch für die anderen terrestrischen Planeten zeichnet sich durch diese Untersuchung jedoch ab: Die Hauptmasse dieser ‚Bombardierung‘ erreichte die Planeten sehr früh nach ihrer Entstehung ähnlich wie bei Vesta.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/VestaNASAJPLCaltechUCLAMPSDLRIDA.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/VestaNASAJPLCaltechUCLAMPSDLRIDA26.jpg" alt=""/></a><figcaption>Asteroid Vesta. (Bild: NASA/JPL-Caltech/UCLA/MPS/DLR/IDA)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Dieser Befund beruht neben Modellierungen auf Analysen von Meteoriten irdischer Sammlungen, deren Mutterkörper mit großer Wahrscheinlichkeit Vesta ist – die sogenannten ‚HED-Meteoriten‘. Die Abkürzung beruht auf den Anfangsbuchstaben einer Untergruppe seltener Steinmeteoriten, den Howarditen, Eukriten und Diogeniten, die Ähnlichkeiten mit magmatischen Gesteinen auf der Erde aufweisen. Aufgrund ihrer chemischen Zusammensetzung müssen sie von einem schon „differenzierten‘ planetaren Körper stammen, in dem sich schwere, metallische Elemente in einem Kern angereichert haben, der von einem leichteren Gesteinsmantel und einer noch leichteren Kruste umgeben war und magmatische Prozesse Veränderungen verursacht haben.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Planetare Körper wuchsen durch das Bombardement weiter</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Numerische Simulationen und Untersuchungen mit der NASA-Raumsonde Dawn aus den Jahren 2011 und 2012 an Vesta zeigen heute ein neues Bild von der Chronologie der Kollisionsgeschichte im frühen Sonnensystem. Die erdähnlichen Planeten im frühen Sonnensystem wuchsen zunächst durch das Zusammenballen winziger, aneinanderhaftender Staubkörner, im Endstadium dann durch Einschläge immer größerer Gesteinskörper. Dies trifft auch auf den Asteroiden Vesta zu. Während des Wachstumsprozesses heizte sich Vesta in der Frühphase ihrer Entwicklung immer stärker auf, so dass ein oberflächennaher Magmaozean aus geschmolzenem Silikatgestein sowie ein flüssiger metallischer Kern im Inneren entstanden.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/spurenkollisionenvestaNASAJPLCaltechUCLAMPSDLRIDA.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/spurenkollisionenvestaNASAJPLCaltechUCLAMPSDLRIDA26.jpg" alt=""/></a><figcaption>Spuren gewaltiger Kollisionen auf Vesta. Die Oberfläche des Asteroiden Vesta weist am Südpol zwei riesige, sich überlagernde Einschlagskrater mit etwa 400 und 500 Kilometern Durchmesser auf – Rheasilvia und Veneneia. Im geometrischen Mittelpunkt von Rheasilvia ragt ein 20 Kilometer hoher Zentralberg auf, der beim Zurückfedern der Oberfläche nach dem Einschlag entstand. Dabei wurde viel Material von Vesta weggeschleudert und es entstanden zahlreiche neue, kleinere Asteroiden, die sogenannten Vestoiden. Einige Bruchstücke sind als Meteoriten bis zur Erde gelangt. (Bild: NASA/JPL-Caltech/UCLA/MPS/DLR/IDA)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Im Laufe der Zeit schlugen andere Körper auf der Kruste von Vesta ein, wodurch auch Material ins All geschleudert und ins innere Sonnensystem transportiert wurde. So gelangten gelegentlich Gesteinstrümmer von Vesta als Meteorite auf die Erde. Chemische Analysen dieser Meteorite haben gezeigt, dass auch nach der Bildung von Vestas Kern weitere kosmische Einschläge die Zusammensetzung von Kruste und Mantel des Asteroiden verändert haben. „Diese Materialzufuhr war in der Frühphase jedoch deutlich größer als danach“ erläutert Professor Harry Becker von der Freien Universität Berlin, einer der Autoren der Untersuchung. Vesta wurde von mindestens zwei sehr großen Körpern aus dem Asteroiden-Hauptgürtel getroffen, wovon zwei mehrere hundert Kilometer große Einschlagsbecken am Südpol zeugen, die mit einer vom DLR und der Max-Planck-Gesellschaft entwickelten Kamera an Bord der Dawn-Mission entdeckt wurden.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Auch die Erde hatte einen Magmaozean und eine glühend heiße Atmosphäre</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Zudem stammen die einschlagenden Körper offenbar nicht, wie bislang vermutet, aus dem heutigen Asteroidengürtel, sondern aus dem inneren Sonnensystem, in dem sich die erdähnlichen Planeten gebildet haben. „Für unsere Erde unterstreicht dies nochmals die Bedeutung einer frühen heißen Phase mit einem Magmaozean, der durch große Einschläge fortlaufend erneuert wurde. In dieser Zeit war die erste Atmosphäre der Erde über viele Millionen Jahre glühend heiß. Erst viel später konnten sich Wasserozeane bilden, indem der heiße Wasserdampf abkühlte und abregnete“, erläutert Prof. Dr. Kai Wünnemann vom Museum für Naturkunde und der FU Berlin.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Forschungsarbeiten an der Universität Heidelberg wurden von der Klaus Tschira Stiftung gefördert. Die Beiträge aus Berlin und Münster sind Teil des Sonderforschungsbereichs-Transregio TRR 170 ‚Late Accretion onto Terrestrial Planets‘ der von der Deutschen Forschungsgemeinschaft gefördert wird. An der internationalen Studie beteiligt waren außerdem Wissenschaftler der Macau University of Science and Technology (Macau), der Université de Nice Sophia-Antipolis (Frankreich), der University of California at Davis und der University of California San Diego (beide USA), der Universität Bayreuth, dem Planetary Science Institute in Tucson (USA), und dem Institut für Planetenforschung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR).</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Originalpublikation:</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">M.-H. Zhu, A. Morbidelli, W. Neumann, Q.-Z. Yin, J.M.D. Day, D.C. Rubie, G.J. Archer, N. Artemieva, H. Becker, K. Wünnemann: <a href="https://www.nature.com/articles/s41550-021-01475-0" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Common feedstocks of late accretion for the terrestrial planets</a>. Nature Astronomy (30 September 2021)</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=3406.msg520684#msg520684" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal"></a><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=18155.msg521551#msg521551" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal"></a><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=16031.msg521707#msg521707" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal"></a><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=16031.msg521707#msg521707" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal"></a><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=11574.msg521710#msg521710" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal"></a><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=18155.msg521721#msg521721" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal"></a><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=765.msg521722#msg521722" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal"><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=765.msg521722#msg521722" target="_blank" rel="noopener">Asteroidengürtel</a></a></li></ul>
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