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	<title>Mehrplanetensystem &#8211; Raumfahrer.net</title>
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	<description>Das Portal für Astronomie- und Raumfahrtbegeisterte</description>
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	<title>Mehrplanetensystem &#8211; Raumfahrer.net</title>
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		<title>Ein entstehendes Sonnensystem?</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/ein-entstehendes-sonnensystem/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 24 Mar 2026 20:16:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Extrasolar]]></category>
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		<category><![CDATA[WISPIT 2]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Zwei Planeten wurden entdeckt, die sich in der Scheibe um einen jungen Stern bilden. Eine Pressemitteilung der Europäischen Südsternwarte ESO. Quelle: ESO Press Release eso2604, 24. März 2026 Astronomen haben beobachtet, wie sich zwei Planeten in der Scheibe um einen jungen Stern namens WISPIT 2 bilden. Nachdem das Team zuvor bereits einen Planeten entdeckt hatte, [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Zwei Planeten wurden entdeckt, die sich in der Scheibe um einen jungen Stern bilden. <br>Eine Pressemitteilung der Europäischen Südsternwarte ESO.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Quelle: <a href="https://www.eso.org/public/news/eso2604/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">  ESO Press Release eso2604</a>, 24. März 2026</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/03/1-eso2604a.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="VLT-Aufnahmen von zwei Planeten, die sich um den jungen Stern WISPIT 2 bilden Bildquelle: ESO/C. Lawlor, R. F. van Capelleveen et al." data-rl_caption="" title="VLT-Aufnahmen von zwei Planeten, die sich um den jungen Stern WISPIT 2 bilden Bildquelle: ESO/C. Lawlor, R. F. van Capelleveen et al." data-wpel-link="internal"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="400" height="225" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/03/1-eso2604a-400x225-1.jpg" alt="" class="wp-image-151324" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/03/1-eso2604a-400x225-1.jpg 400w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/03/1-eso2604a-400x225-1-300x169.jpg 300w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><em>VLT-Aufnahmen von zwei Planeten, die sich um den jungen Stern WISPIT 2 bilden<br><mark>Bildquelle: ESO/C. Lawlor, R. F. van Capelleveen et al.</mark></em></figcaption></figure>



<p>Astronomen haben beobachtet, wie sich zwei Planeten in der Scheibe um einen jungen Stern namens WISPIT 2 bilden. Nachdem das Team zuvor bereits einen Planeten entdeckt hatte, nutzte es nun Teleskope der Europäischen Südsternwarte (ESO), um die Existenz eines weiteren Planeten zu bestätigen. Diese Beobachtungen sowie die einzigartige Struktur der Scheibe um den Stern deuten darauf hin, dass das WISPIT-2-System einem jungen Sonnensystem ähneln könnte. „WISPIT 2 bietet den bislang besten Einblick in unsere eigene Vergangenheit“, sagt Chloe Lawlor, Doktorandin an der Universität Galway in Irland und Hauptautorin der heute in „The Astrophysical Journal Letters“ veröffentlichten Studie.</p>



<p>Das System ist nach <a href="https://www.eso.org/public/news/eso1821/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">PDS 70</a> erst das zweite bekannte, in dem zwei Planeten direkt bei ihrer Entstehung um ihren Mutterstern beobachtet wurden. Im Gegensatz zu PDS 70 verfügt WISPIT 2 jedoch über eine sehr ausgedehnte planetarische Scheibe mit markanten Lücken und Ringen. „Diese Strukturen deuten darauf hin, dass sich derzeit weitere Planeten bilden, die wir irgendwann entdecken werden“, sagt Lawlor. „WISPIT 2 bietet uns ein wichtiges Labor, um nicht nur die Entstehung eines einzelnen Planeten, sondern eines ganzen Planetensystems zu beobachten“, sagt Christian Ginski, Mitautor der Studie und Forscher an der University of Galway. Mit solchen Beobachtungen wollen Astronomen besser verstehen, wie sich junge Planetensysteme zu reifen Systemen wie unserem eigenen entwickeln.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/03/2-eso2604b.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="Dieses Bild zeigt zwei Planeten, die um den jungen Stern WISPIT 2 entstehen. Diese Beobachtungen wurden mit dem Instrument SPHERE am Very Large Telescope (VLT) der ESO durchgeführt. SPHERE kann Exoplaneten direkt abbilden, indem es atmosphärische Turbulenzen korrigiert und das Licht des Zentralsterns ausblendet. Dieses zusammengesetzte Bild enthält SPHERE-Beobachtungen, die zu verschiedenen Zeitpunkten durchgeführt wurden. Der äußerste Planet, WISPIT 2b, wurde zuerst entdeckt, während WISPIT 2c, der viel näher am Stern kreist, erst später bestätigt wurde. Bildnachweis: ESO/C. Lawlor, R. F. van Capelleveen et al." data-rl_caption="" title="Dieses Bild zeigt zwei Planeten, die um den jungen Stern WISPIT 2 entstehen. Diese Beobachtungen wurden mit dem Instrument SPHERE am Very Large Telescope (VLT) der ESO durchgeführt. SPHERE kann Exoplaneten direkt abbilden, indem es atmosphärische Turbulenzen korrigiert und das Licht des Zentralsterns ausblendet. Dieses zusammengesetzte Bild enthält SPHERE-Beobachtungen, die zu verschiedenen Zeitpunkten durchgeführt wurden. Der äußerste Planet, WISPIT 2b, wurde zuerst entdeckt, während WISPIT 2c, der viel näher am Stern kreist, erst später bestätigt wurde. Bildnachweis: ESO/C. Lawlor, R. F. van Capelleveen et al." data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="400" height="225" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/03/2-eso2604b-400x225-1.jpg" alt="" class="wp-image-151326" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/03/2-eso2604b-400x225-1.jpg 400w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/03/2-eso2604b-400x225-1-300x169.jpg 300w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><em>Dieses Bild zeigt zwei Planeten, die um den jungen Stern WISPIT 2 entstehen. Diese Beobachtungen wurden mit dem Instrument SPHERE am Very Large Telescope (VLT) der ESO durchgeführt. SPHERE kann Exoplaneten direkt abbilden, indem es atmosphärische Turbulenzen korrigiert und das Licht des Zentralsterns ausblendet. Dieses zusammengesetzte Bild enthält SPHERE-Beobachtungen, die zu verschiedenen Zeitpunkten durchgeführt wurden. Der äußerste Planet, WISPIT 2b, wurde zuerst entdeckt, während WISPIT 2c, der viel näher am Stern kreist, erst später bestätigt wurde.<br><mark>Bildnachweis: ESO/C. Lawlor, R. F. van Capelleveen et al.</mark></em></figcaption></figure>



<p>Der erste in diesem System entdeckte junge Planet – mit dem Namen WISPIT 2b – <a href="https://www.eso.org/public/images/potw2534a/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">wurde im vergangenen Jahr entdeckt</a>; er hat eine Masse, die fast dem Fünffachen der Jupitermasse entspricht, und umkreist den Zentralstern in einer Entfernung, die etwa dem 60-fachen des Abstands zwischen Erde und Sonne entspricht. „Diese Entdeckung einer neuen Welt im Entstehen hat das erstaunliche Potenzial unserer aktuellen Instrumente wirklich gezeigt“, sagte Richelle van Capelleveen, Doktorandin am Observatorium Leiden in den Niederlanden und Leiterin der vorherigen Studie. Nachdem ein weiteres Objekt in der Nähe des Sterns identifiziert worden war <a href="#Notes-1">[1]</a>, bestätigten Messungen mit dem Very Large Telescope (<a href="https://www.eso.org/public/teles-instr/paranal-observatory/vlt/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">VLT</a>) und dem VLT-Interferometer (<a href="https://www.eso.org/public/teles-instr/paranal-observatory/vlt/vlti/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">VLTI</a>) der ESO dessen planetaren Charakter. Der neue Planet – WISPIT 2c – befindet sich viermal näher am Zentralstern und ist doppelt so massereich wie WISPIT 2b. Beide Planeten sind Gasriesen, ähnlich wie die äußeren Planeten in unserem Sonnensystem.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/03/3-eso2604c.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="Dieses Bild zeigt zwei Planeten, die sich um den jungen Stern WISPIT 2 bilden. Die oberen Aufnahmen wurden mit dem Very Large Telescope (VLT) der ESO unter Verwendung des Instruments SPHERE aufgenommen, das speziell für die direkte Abbildung von Exoplaneten entwickelt wurde. Der Planet WISPIT 2b wurde im Jahr 2025 entdeckt, wobei es Hinweise auf einen weiteren Planeten, WISPIT 2c, gab, der näher am Stern kreist. Um zu bestätigen, dass es sich bei diesem neuen Objekt tatsächlich um einen Planeten und nicht um einen ausgedehnten Materialklumpen innerhalb der Scheibe handelt, beobachteten die Astronomen es mit dem Instrument GRAVITY+ am VLT-Interferometer (VLTI). Das VLTI bündelt das Licht mehrerer Teleskope und ist daher empfindlich genug, um sehr kleine Details zu erfassen. Mithilfe von GRAVITY+ bestätigte das Team, dass das neue Objekt eine punktförmige Quelle und keine ausgedehnte Wolke innerhalb der Scheibe ist. Darüber hinaus zeigt das mit GRAVITY+ gewonnene Spektrum, das hier im unteren Bildausschnitt zu sehen ist, Licht, das von Kohlenmonoxid absorbiert wird, einem Molekül, das in der Atmosphäre von Gasriesenplaneten häufig vorkommt. Dies bestätigt erneut, dass WISPIT 2c tatsächlich ein junger Exoplanet um diesen Stern ist. Bildnachweis: ESO/C. Lawlor, R. F. van Capelleveen et al." data-rl_caption="" title="Dieses Bild zeigt zwei Planeten, die sich um den jungen Stern WISPIT 2 bilden. Die oberen Aufnahmen wurden mit dem Very Large Telescope (VLT) der ESO unter Verwendung des Instruments SPHERE aufgenommen, das speziell für die direkte Abbildung von Exoplaneten entwickelt wurde. Der Planet WISPIT 2b wurde im Jahr 2025 entdeckt, wobei es Hinweise auf einen weiteren Planeten, WISPIT 2c, gab, der näher am Stern kreist. Um zu bestätigen, dass es sich bei diesem neuen Objekt tatsächlich um einen Planeten und nicht um einen ausgedehnten Materialklumpen innerhalb der Scheibe handelt, beobachteten die Astronomen es mit dem Instrument GRAVITY+ am VLT-Interferometer (VLTI). Das VLTI bündelt das Licht mehrerer Teleskope und ist daher empfindlich genug, um sehr kleine Details zu erfassen. Mithilfe von GRAVITY+ bestätigte das Team, dass das neue Objekt eine punktförmige Quelle und keine ausgedehnte Wolke innerhalb der Scheibe ist. Darüber hinaus zeigt das mit GRAVITY+ gewonnene Spektrum, das hier im unteren Bildausschnitt zu sehen ist, Licht, das von Kohlenmonoxid absorbiert wird, einem Molekül, das in der Atmosphäre von Gasriesenplaneten häufig vorkommt. Dies bestätigt erneut, dass WISPIT 2c tatsächlich ein junger Exoplanet um diesen Stern ist. Bildnachweis: ESO/C. Lawlor, R. F. van Capelleveen et al." data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="400" height="292" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/03/3-eso2604c-400x292-1.jpg" alt="" class="wp-image-151328" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/03/3-eso2604c-400x292-1.jpg 400w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/03/3-eso2604c-400x292-1-300x219.jpg 300w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><em>Dieses Bild zeigt zwei Planeten, die sich um den jungen Stern WISPIT 2 bilden. Die oberen Aufnahmen wurden mit dem Very Large Telescope (VLT) der ESO unter Verwendung des Instruments SPHERE aufgenommen, das speziell für die direkte Abbildung von Exoplaneten entwickelt wurde. Der Planet WISPIT 2b wurde im Jahr 2025 entdeckt, wobei es Hinweise auf einen weiteren Planeten, WISPIT 2c, gab, der näher am Stern kreist. Um zu bestätigen, dass es sich bei diesem neuen Objekt tatsächlich um einen Planeten und nicht um einen ausgedehnten Materialklumpen innerhalb der Scheibe handelt, beobachteten die Astronomen es mit dem Instrument GRAVITY+ am VLT-Interferometer (VLTI). Das VLTI bündelt das Licht mehrerer Teleskope und ist daher empfindlich genug, um sehr kleine Details zu erfassen. Mithilfe von GRAVITY+ bestätigte das Team, dass das neue Objekt eine punktförmige Quelle und keine ausgedehnte Wolke innerhalb der Scheibe ist. Darüber hinaus zeigt das mit GRAVITY+ gewonnene Spektrum, das hier im unteren Bildausschnitt zu sehen ist, Licht, das von Kohlenmonoxid absorbiert wird, einem Molekül, das in der Atmosphäre von Gasriesenplaneten häufig vorkommt. Dies bestätigt erneut, dass WISPIT 2c tatsächlich ein junger Exoplanet um diesen Stern ist.<br><mark>Bildnachweis: ESO/C. Lawlor, R. F. van Capelleveen et al.</mark></em></figcaption></figure>



<p>Um die Existenz von WISPIT 2c zu bestätigen, setzte das Team das <a href="https://www.eso.org/public/teles-instr/paranal-observatory/vlt/vlt-instr/sphere/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">SPHERE</a>-Instrument am VLT der ESO ein, das eine Aufnahme des Objekts lieferte. Anschließend nutzte das Team das <a href="https://www.eso.org/public/teles-instr/paranal-observatory/vlt/vlt-instr/gravity+/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">GRAVITY+</a>-Instrument am VLTI, um zu bestätigen, dass es sich bei dem Objekt tatsächlich um einen Planeten handelte. „Entscheidend war, dass wir in unserer Studie das kürzlich erfolgte Upgrade von GRAVITY+ nutzten; ohne dieses hätten wir den Planeten so nah an seinem Stern nicht so eindeutig nachweisen können“, sagt Guillaume Bourdarot, Mitautor der Studie und Forscher am Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik in Garching, Deutschland.</p>



<p>Beide Planeten in WISPIT 2 erscheinen in deutlichen Lücken innerhalb der Staub- und Gasscheibe, die den jungen Stern umkreist. Diese Lücken entstehen durch die Entwicklung der einzelnen Planeten: Partikel in der Scheibe sammeln sich an, ihre Schwerkraft zieht weiteres Material an, bis sich ein Planetenembryo bildet. Das verbleibende Material um jede Lücke herum bildet charakteristische Staubringe in der Scheibe.</p>



<p>Neben den Lücken, in denen die beiden Planeten entdeckt wurden, gibt es mindestens eine weitere, kleinere Lücke weiter außen in der WISPIT-2-Scheibe. „Wir vermuten, dass es einen dritten Planeten gibt, der diese Lücke aushöhlt“, sagt Lawlor, „möglicherweise mit der Masse des Saturn, da die Lücke viel schmaler und flacher ist“. Das Team ist gespannt auf weitere Beobachtungen, wobei Ginski anmerkt: „Mit dem kommenden Extremely Large Telescope der ESO könnten wir einen solchen Planeten vielleicht direkt abbilden.“</p>



<p id="Notes-1"><strong>Notes</strong></p>



[1] Die ersten Hinweise auf die Existenz eines zweiten Planeten ergaben sich aus Beobachtungen, die mit dem MagAO-X der University of Arizona an den 6,5-Meter-Magellan-Teleskopen in Chile und mit der LMIRcam der University of Virginia am Large Binocular Telescope Interferometer in den USA durchgeführt wurden.</p>



<div class="wp-block-uagb-separator uagb-block-6b9f37f9"><div class="wp-block-uagb-separator__inner" style="--my-background-image:"></div></div>



<p><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=483.msg585166#msg585166" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Exoplaneten</a></li>
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			</item>
		<item>
		<title>Bild von Mehrplanetensystem um sonnenähnlichen Stern</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/bild-von-mehrplanetensystem-um-sonnenaehnlichen-stern/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 22 Jul 2020 18:43:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[ESO]]></category>
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		<category><![CDATA[Exoplaneten]]></category>
		<category><![CDATA[Mehrplanetensystem]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Erstes Bild eines Mehrplanetensystems um einen sonnenähnlichen Stern mit einem ESO-Teleskop aufgenommen. Eine Pressemitteilung des ESO Science Outreach Network (ESON). Quelle: ESON. Das Very Large Telescope (VLT) der Europäischen Südsternwarte (ESO) hat das allererste Bild eines jungen, sonnenähnlichen Sterns aufgenommen, der von zwei riesigen Exoplaneten begleitet wird. Bilder von Systemen mit mehreren Exoplaneten sind äußerst [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Erstes Bild eines Mehrplanetensystems um einen sonnenähnlichen Stern mit einem ESO-Teleskop aufgenommen. Eine Pressemitteilung des ESO Science Outreach Network (ESON).</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Quelle: ESON.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/eso2011aESOBohnetal.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Stern TYC 8998-760-1 zusammen mit zwei riesigen Exoplaneten" data-rl_caption="" title="Stern TYC 8998-760-1 zusammen mit zwei riesigen Exoplaneten" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/eso2011aESOBohnetal26.jpg" alt=""/></a><figcaption>Dieses vom SPHERE-Instrument am Very Large Telescope der ESO aufgenommene Bild zeigt den Stern TYC 8998-760-1 zusammen mit zwei riesigen Exoplaneten. Dies ist das erste Mal, dass Astronomen mehr als einen Planeten direkt beobachtet haben, die einen sonnenähnlichen Stern umkreisen. Das Bild wurde aufgenommen, indem das Licht des jungen, sonnenähnlichen Sterns (in der oberen linken Ecke) mit Hilfe eines Koronagrafen blockiert wurde, wodurch die schwächeren Planeten sichtbar werden. Die hellen und dunklen Ringe, die wir auf dem Abbild des Sterns sehen, sind optische Artefakte. Die beiden Planeten sind als zwei helle Punkte in der Mitte und unten rechts im Bildausschnitt sichtbar.<br>(Bild: ESO/Bohn et al.)</figcaption></figure></div>



<p>Das Very Large Telescope (VLT) der Europäischen Südsternwarte (ESO) hat das allererste Bild eines jungen, sonnenähnlichen Sterns aufgenommen, der von zwei riesigen Exoplaneten begleitet wird. Bilder von Systemen mit mehreren Exoplaneten sind äußerst selten. Bisher hatten Astronomen noch nie mehr als einen Planeten direkt beobachtet, der einen sonnenähnlichen Stern umkreist. Die Beobachtungen können den Astronomen helfen zu verstehen, wie Planeten um unsere eigene Sonne entstanden und sich entwickelt haben.</p>



<p>Erst vor wenigen Wochen präsentierte die ESO die Geburt eines Planetensystems in einem neuen, beeindruckenden VLT-Bild. Nun hat dasselbe Teleskop mit demselben Instrument das erste direkte Bild eines Planetensystems um einen etwa 300 Lichtjahre entfernten Stern mit der Bezeichnung TYC 8998-760-1 aufgenommen, der sich zu einem Stern ähnlich unserer Sonne entwickelt.</p>



<p>„Diese Entdeckung ist eine Momentaufnahme einer Umgebung, die unserem Sonnensystem sehr ähnlich ist, sich aber in einem viel früheren Stadium seiner Entwicklung befindet“, sagt Alexander Bohn, Doktorand an der Universität Leiden in den Niederlanden, der die neue Forschung leitete, die heute in The Astrophysical Journal Letters veröffentlicht wurde.</p>



<p>„Obwohl Astronomen indirekt Tausende von Planeten in unserer Galaxie entdeckt haben, wurde nur ein winziger Bruchteil dieser Exoplaneten direkt abgebildet“, sagt Co-Autor Matthew Kenworthy, außerordentlicher Professor an der Universität Leiden, und fügt hinzu, dass „direkte Beobachtungen wichtig sind bei der Suche nach Umgebungen, die Leben begünstigen können“. Die direkte Abbildung von zwei oder mehr Exoplaneten um denselben Stern ist noch seltener; nur zwei solcher Systeme wurden bisher direkt beobachtet, beide um Sterne, die sich deutlich von unserer Sonne unterscheiden. Das neue VLT-Bild der ESO ist die erste direkte Aufnahme von mehr als einem Exoplaneten um einen sonnenähnlichen Stern in einem frühen Stadium. Das VLT der ESO war auch das erste Teleskop, das einen Exoplaneten direkt abbildete, und zwar im Jahr 2004, als es einen Lichtfleck um einen Braunen Zwerg, eine Art „gescheiterten“ Stern, einfing.</p>



<p>„Unserem Team ist es nun gelungen, das erste Bild von zwei Gasriesen zu machen, die einen jungen, sonnenähnlichen Stern umkreisen“, sagt Maddalena Reggiani, eine Postdoc-Forscherin der KU Leuven, Belgien, die ebenfalls an der Studie teilnahm. Die beiden Planeten sind auf dem neuen Bild als zwei helle Lichtpunkte zu sehen, die von ihrem Mutterstern, der sich oben links im Bild befindet, deutlich getrennt sind (klicken Sie auf das Bild, um die gesamte Abbildung zu sehen). Durch die Aufnahme verschiedener Bilder zu unterschiedlichen Zeiten war das Team in der Lage, diese Planeten von den Hintergrundsternen zu unterscheiden.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/eso2011dESO2k.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="Lage des Systems TYC 8998-760-1." data-rl_caption="" title="Lage des Systems TYC 8998-760-1." data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/eso2011dESO260.jpg" alt=""/></a><figcaption>Dieses Diagramm zeigt die Lage des Systems TYC 8998-760-1. Auf dieser Karte sind die meisten mit bloßem Auge unter guten Bedingungen sichtbaren Sterne dargestellt, und das System selbst ist mit einem roten Kreis markiert.<br>(Bild: ESO)</figcaption></figure></div>



<p>Die beiden Gasriesen umkreisen ihren Wirtsstern in Entfernungen von 160 und etwa 320 mal der Entfernung Erde-Sonne. Damit sind diese Planeten viel weiter von ihrem Stern entfernt als Jupiter oder Saturn, ebenfalls zwei Gasriesen, von der Sonne; sie liegen nur in der 5- bzw. 10-fachen Erde-Sonne-Entfernung. Das Team fand auch heraus, dass die beiden Exoplaneten viel schwerer sind als die in unserem Sonnensystem, wobei der innere Planet das 14-fache der Jupitermasse und der äußere das Sechsfache der Jupitermasse aufweist.</p>



<p>Bohns Team hat dieses System bei seiner Suche nach jungen Riesenplaneten um Sterne wie unsere Sonne, allerdings in einem weitaus jüngeren Alter, abgebildet. Der Stern TYC 8998-760-1 ist nur 17 Millionen Jahre alt und befindet sich im südlichen Sternbild Musca (Fliege). Bohn beschreibt ihn als eine „sehr junge Version unserer eigenen Sonne“.</p>



<p>Diese Bilder waren dank der hohen Leistungsfähigkeit des Instruments SPHERE am VLT der ESO in der chilenischen Atacama-Wüste möglich. SPHERE blockiert das helle Licht des Sterns mit einem so genannten Koronografen, so dass die viel schwächeren Planeten sichtbar werden. Während ältere Planeten, wie die in unserem Sonnensystem, zu kühl sind, um mit dieser Technik gefunden zu werden, sind junge Planeten heißer und leuchten daher im Infrarotlicht heller. Durch mehrere Aufnahmen im vergangenen Jahr sowie anhand älterer Daten aus dem Jahr 2017 hat das Forschungsteam bestätigt, dass die beiden Planeten Teil des Planetensystems des Sterns sind.</p>



<p>Weitere Beobachtungen dieses Systems, unter anderem mit dem zukünftigen Extremely Large Telescope (ELT) der ESO, werden es den Astronomen ermöglichen zu untersuchen, ob diese Planeten an ihrem gegenwärtigen, vom Stern entfernten Standort entstanden oder von einem anderen Ort dorthin gewandert sind. Das ELT der ESO wird auch dazu beitragen, die Wechselwirkung zwischen zwei jungen Planeten desselben Systems zu untersuchen. Bohn resümiert: „Die Möglichkeit, dass künftige Instrumente, wie die des ELT, in der Lage sein werden, noch masseärmere Planeten um diesen Stern zu entdecken, ist ein wichtiger Meilenstein für das Verständnis von Mehrplanetensystemen, mit möglichen Auswirkungen auf die Geschichte unseres eigenen Sonnensystems.“</p>



<p><strong>Weitere Informationen</strong><br>Diese Forschungsarbeit wurde in dem Artikel „Two Directly Imaged, Wide-orbit Giant Planets around the Young, Solar Analog TYC 8998-760-1“ vorgestellt, der in The Astrophysical Journal Letters erscheint.</p>



<p>Das Team besteht aus Alexander J. Bohn (Sternwarte Leiden, Universität Leiden, Niederlande), Matthew A. Kenworthy (Sternwarte Leiden), Christian Ginski (Anton-Pannekoek-Institut für Astronomie, Universität Amsterdam, Niederlande und Sternwarte Leiden), Steven Rieder (Universität Exeter, Abteilung Physik, Großbritannien), Eric E. Mamajek (Jet Propulsion Laboratory, California Institute of Technology, USA und Abteilung für Physik &amp; Astronomie, Universität Rochester, USA), Tiffany Meshkat (IPAC, California Institute of Technology, USA), Mark J. Pecaut ( Universität Rockhurst, Fakultät für Physik, USA), Maddalena Reggiani (Institut für Astronomie, KU Leuven, Belgien), Jozua de Boer (Sternwarte Leiden), Christoph U. Keller (Sternwarte Leiden), Frans Snik (Sternwarte Leiden) und John Southworth (Universität Keele, UK).</p>



<p><strong>Über die ESO</strong><br>Die Europäische Südsternwarte (engl. European Southern Observatory, kurz <a href="https://www.eso.org/public/germany/?lang" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">ESO</a>) ist die führende europäische Organisation für astronomische Forschung und das wissenschaftlich produktivste Observatorium der Welt. Die Organisation hat 16 Mitgliedsländer: Belgien, Dänemark, Deutschland, Finnland, Frankreich, Großbritannien, Irland, Italien, die Niederlande, Österreich, Polen, Portugal, Spanien, Schweden, die Schweiz und die Tschechische Republik. Hinzu kommen das Gastland Chile und Australien als strategischer Partner. Die ESO führt ein ehrgeiziges Programm durch, das sich auf die Planung, den Bau und den Betrieb leistungsfähiger bodengebundener Beobachtungseinrichtungen konzentriert, die es Astronomen ermöglichen, wichtige wissenschaftliche Entdeckungen zu machen. Auch bei der Förderung internationaler Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Astronomie spielt die Organisation eine maßgebliche Rolle.</p>



<p>Die ESO verfügt über drei weltweit einzigartige Beobachtungsstandorte in Chile: La Silla, Paranal und Chajnantor. Auf dem Paranal betreibt die ESO das Very Large Telescope (VLT) und das weltweit führende Very Large Telescope Interferometer sowie zwei Durchmusterungsteleskope: VISTA im Infrarotbereich und das VLT Survey Telescope (VST) für sichtbares Licht. Am Paranal wird die ESO zukünftig außerdem das Cherenkov Telescope Array South beherbergen und betreiben, das größte und empfindlichste Gammastrahlenobservatorium der Welt. Die ESO ist zusätzlich einer der Hauptpartner bei zwei Projekten auf Chajnantor, APEX und ALMA, dem größten astronomischen Projekt überhaupt. Auf dem Cerro Armazones unweit des Paranal errichtet die ESO zur Zeit das Extremely Large Telescope (ELT) mit 39 Metern Durchmesser, das einmal das größte optische Teleskop der Welt werden wird.</p>



<p>Die Übersetzungen von englischsprachigen ESO-Pressemitteilungen sind ein Service des ESO Science Outreach Network (ESON), eines internationalen Netzwerks für astronomische Öffentlichkeitsarbeit, in dem Wissenschaftler und Wissenschaftskommunikatoren aus allen ESO-Mitgliedsländern (und einigen weiteren Staaten) vertreten sind. Deutscher Knoten des Netzwerks ist das <a href="https://www.haus-der-astronomie.de/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Haus der Astronomie</a> in Heidelberg.</p>



<p><strong>Forschungsarbeit</strong><br><a href="https://www.eso.org/public/archives/releases/sciencepapers/eso2011/eso2011a.pdf" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">https://www.eso.org/public/archives/releases/sciencepapers/eso2011/eso2011a.pdf</a></p>



<p><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=645.msg484707#msg484707" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Direkt beobachtete Exoplaneten</a></li></ul>
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]]></content:encoded>
					
		
		
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		<item>
		<title>Der EPSC-DPS-Kongress 2011 in Nantes</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/der-epsc-dps-kongress-2011-in-nantes/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 03 Oct 2011 07:04:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Veranstaltungen]]></category>
		<category><![CDATA[EPSC]]></category>
		<category><![CDATA[Europlanet]]></category>
		<category><![CDATA[Mehrplanetensystem]]></category>
		<category><![CDATA[Planetenforschung]]></category>
		<category><![CDATA[Weltraumteleskop]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Vom 2. bis 7. Oktober 2011 laden das europäische Forschungsnetzwerk Europlanet und die Division for Planetary Sciences der American Astronomical Society die weltweite Wissenschaftsgemeinde der Planetenforscher nach Nantes ein. Es werden über 1.200 Teilnehmer erwartet, welche sich im Rahmen eines internationalen Kongresses unter anderem auf die Vorträge führender Projektwissenschaftler von ESA, NASA und weiteren Institutionen [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Vom 2. bis 7. Oktober 2011 laden das europäische Forschungsnetzwerk Europlanet und die Division for Planetary Sciences der American Astronomical Society die weltweite Wissenschaftsgemeinde der Planetenforscher nach Nantes ein. Es werden über 1.200 Teilnehmer erwartet, welche sich im Rahmen eines internationalen Kongresses unter anderem auf die Vorträge führender Projektwissenschaftler von ESA, NASA und weiteren Institutionen freuen dürfen.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/verein-raumfahrer-net-e-v/ehemalige/" data-wpel-link="internal">Ralph-Mirko Richter</a>. Quelle: Europlanet, EPSC-DPS 2011.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="aligncenter size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/03102011090452_small_1.jpg" alt="Europlanet" width="749" height="94"/><figcaption>
Europlanet: Ein europäisches Forschungsnetzwerk zur Förderung und Weiterentwicklung der planetaren Forschung in Europa. 
<br>
(Bild: Europlanet)
</figcaption></figure></div>



<p>Immer mehr Raumsonden, welche mit hochauflösenden Kamerasystemen, hochmodernen Messinstrumenten, immer intelligenteren Sensoren und leistungsfähigeren Computersystemen und Softwareprogrammen ausgerüstet sind, dringen immer tiefer in die Weiten unseres Sonnensystems vor. Sowohl Weltraumteleskope wie zum Beispiel das <i>Hubble Space Telescope</i>, das <i>Spitzer-Teleskop</i>, <i>Kepler</i> oder <i>CoRoT</i> als auch erdgestützte Teleskope liefern ständig neue Bilder und Daten über die Planeten, Monde, Kometen und Asteroiden unseres Heimatsystems und erfassen mit ihren innovativen Aufnahmetechniken inzwischen auch bereits die Exoplaneten, welche fremde und oftmals viele hunderte von Lichtjahren entfernt gelegene Sterne umkreisen. Mittlerweile vergeht so keine Woche mehr, in welcher nicht neue Daten, atemberaubende Bilder und sensationelle Erkenntnisse aus dem weiten Forschungsfeld der Planetologie veröffentlicht werden, welche sowohl die interessierte Öffentlichkeit als auch die Fachwelt begeistern. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/03102011090452_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/03102011090452_small_2.jpg" alt="Europlanet, DPS" width="344" height="516"/></a><figcaption>
Das Poster zum EPSC-DPS-Kongress 2011. 
<br>
(Bild: Europlanet, DPS)
</figcaption></figure></div>



<p>Aus den gewonnenen Daten leiten die Wissenschaftler neue Erkenntnisse über die Entstehungs- und Entwicklungsgeschichte unseres Planetensystems und des Universums sowie über die physikalischen, chemischen und geologischen Eigenschaften der einzelnen planetaren Objekte ab. Gleichzeitig ergeben sich dabei aber mit jeder erhaltenen Antwort auch fast automatisch immer wieder neue Fragestellungen, welche durch weitere Forschungen und zukünftige Raummissionen beantwortet werden sollen. Vom 2. bis 7. Oktober 2011 wird sich die weltweite Wissenschaftsgemeinde der Planetenforscher im Rahmen des  &#8222;EPSC-DPS Joint Meeting 2011&#8220; neben der Präsentation weiterer neuer Forschungsergebnisse genau solchen neu aufgetretenen Fragen widmen. </p>



<p>Der jährlich stattfindende &#8222;European Planetary Science Congress&#8220; (EPSC) wird von dem europäische Forschungsnetzwerk &#8222;Europlanet&#8220; in diesem Jahr in Zusammenarbeit mit der Division for Planetary Sciences (DPS) der American Astronomical Society veranstaltet. Neben den aus den USA stammenden Mitgliedern sind auch viele Wissenschaftler aus anderen Ländern in der DPS organisiert. Deshalb veranstaltet die DPS ihre jährlichen Treffen alle vier Jahre außerhalb der USA. </p>



<p>Durch den gemeinsamen Kongress ergibt sich die Gelegenheit, Fachkräfte aus den verschiedensten Bereichen der Planetenforschung &#8211; Wissenschaftler, Techniker und Ingenieure der einzelnen gegenwärtig aktiven und für die Zukunft geplanten interplanetaren Missionen, Fachleute für bodengebundene astronomische Beobachtungen und überwiegend in den verschiedensten theoretischen Arbeitsbereichen tätige Forscher &#8211; an einem Ort zu einem gegenseitigen Wissens- und Gedankenaustausch zusammenzuführen. </p>



<p>Das am 1. Januar 2005 gegründete europäische Forschungsnetzwerk &#8222;Europlanet&#8220; wird über das Rahmenprogramm der Europäischen Kommission mitfinanziert. Es soll, so die Zielsetzung, die Arbeit der europäischen Planetenwissenschaftler koordinieren und vernetzen. Neben der Abstimmung der einzelnen Aktivitäten sollen dabei Studien, Laborexperimente, Simulationen und Synergien zwischen den verschiedenen Forschungsansätzen erläutert und diskutiert werden. Durch diesen Erfahrungsaustausch soll eine bessere nationale und internationale Vernetzung der an den unterschiedlichen Aktivitäten beteiligten Wissenschaftler erreicht werden. Europlanet unterstützt diese Vernetzung unter anderem durch die Organisation von Konferenzen und durch die Vermittlung von Zugangsmöglichkeiten zu Labors und Feldforschungsprojekten. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/03102011090452_big_3.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/03102011090452_small_3.jpg" alt="Raumfahrer.net (R.-M. Richter)" width="281" height="187"/></a><figcaption>
Der Eingang zum Kongresszentrum in Nantes. 
<br>
(Bild: Raumfahrer.net (R.-M. Richter))
</figcaption></figure></div>



<p>Europlanet gehören gegenwärtig über 100 Forschungsinstitutionen und -gesellschaften an, welche 157 verschiedene Institute aus 16 Ländern repräsentieren. Aus Deutschland sind derzeit das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), die Max-Planck-Gesellschaft, das Max-Planck-Institut für Kernphysik in Heidelberg, das Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung in Katlenburg-Lindau, die Universitäten Köln, Mainz, Potsdam, Stuttgart, Würzburg und Münster sowie die Technischen Universitäten in Berlin und München vertreten. </p>



<p>Der EPSC ist der größte europäische Kongress der Planetenforscher. Für den EPSC-DPS-Kongress 2011, welcher in diesem Jahr im Kongresszentrum der Stadt Nantes in Frankreich abgehalten wird, haben sich über 1.000 Teilnehmer aus Europa und den USA, aber zum Beispiel auch aus Russland oder Japan angekündigt. Die von Montag bis Freitag stattfindende Tagung setzt sich aus über 100 verschiedenen Sessions und 32 speziellen Splinter-Meetings und Wokshops zusammen, welche ein umfassendes Themenspektrum beinhalten. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/03102011090452_big_4.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/03102011090452_small_4.jpg" alt="Raumfahrer.net (R.-M. Richter)" width="296" height="197"/></a><figcaption>
Willkommen beim EPSC-DPS Joint Meeting 2011. 
<br>
(Bild: Raumfahrer.net (R.-M. Richter))
</figcaption></figure></div>



<p>Die darin enthaltenen Beiträge, welche in Form kurzer mündlicher Vorträge oder im Rahmen einer Posterpräsentation dargebracht werden, reichen vom Thema Gasplaneten Jupiter, Saturn, Uranus und Neptun und deren Monden über die sogenannten terrestrischen (erdähnlichen) Planeten Merkur, Venus und Mars und über unseren Erdmond bis hin zu den kleinsten Objekten unseres Sonnensystems, den Asteroiden, Kometen und Meteoren. Besondere Höhepunkte dürften die Präsentationen der jüngsten Forschungsergebnisse der Raumsonden <i>DAWN</i> und <i>Messenger</i> sein, welche zur Zeit den Asteroiden Vesta beziehungsweise den innersten Planeten unseres Sonnensystems, den Merkur, umkreisen. </p>



<p>Aber auch neueste Erkenntnisse aus dem Themenbereich der Exoplanetenforschung und Forschungsergebnisse aus der Astrobiologie sollen vorgestellt und dabei im Rahmen der jeweiligen Vorträge kurz diskutiert werden. Ebenso werden die technischen Aspekte zukünftiger Raum-Missionen bei dem Kongress nicht außer Acht gelassen. Neben den technischen Erfahrungen der aktuellen Missionen wird im Rahmen mehrerer Workshops auch ein Austausch über zukünftige Raummissionen stattfinden. So werden die Wissenschaftler zum Beispiel über die Zielsetzungen künftiger Missionen oder die technischen Möglichkeiten von Orbitern, Landern und Rovern bei der Erforschung fremder Planeten und Monde und die mit der Planung und Durchführung solcher Missionen verbundenen Probleme diskutieren. </p>



<p>Um die Gespräche und Diskussionen der Beteiligten in einer möglichst entspannten Atmosphäre zu ermöglichen, wurde für den diesjährigen Kongress &#8211; wie auch bereits in den Vorjahren &#8211; erneut ein vielfältiger Mix aus teilweise parallel stattfindenden Vorträgen, Workshops, Splinter-Meetings, Panels und Posterpräsentationen als Veranstaltungsform gewählt. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/03102011090452_big_5.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/03102011090452_small_5.jpg" alt="Raumfahrer.net (R.-M. Richter)" width="402" height="267"/></a><figcaption>
Obwohl das Vortragsprogramm erst am Montag Vormittag beginnt waren bereits am Sonntag Nachmittag viele Kongressteilnehmer beim sogenannten &#8222;Icebreaker-Empfang&#8220; vertreten. 
<br>
(Bild: Raumfahrer.net (R.-M. Richter))
</figcaption></figure></div>



<p>Ein spezieller Themenkomplex wird sich dabei erneut der Zusammenarbeit der professionellen Wissenschaftler mit der internationalen Gemeinde der Amateurastronomen und &#8222;Hobbyplanetologen&#8220; widmen. Diese Zusammenarbeit erwies sich in den vergangenen Jahren bereits als sehr erfolgreich und erstreckte sich dabei speziell auf die Beobachtung der Planeten Jupiter und Saturn, wo Amateurastronomen wertvolle Bilder über Kometen- und Asteroidenimpakte (Jupiter) oder das aktuelle Wettergeschehen (Saturn) liefern konnten, welche aufgrund der begrenzten Beobachtungszeiten in diesem Umfang nicht mit professionellen Instrumenten hätten angefertigt werden können. Aber auch bei der gezielten Beobachtung des Mondes oder von Meteoren und der Bestimmung von deren Fallraten sind Amateurastronomen gefragt und werden in aktuelle Beobachtungsprogramme der Wissenschaftler eingebunden. </p>



<p>Diese Zusammenarbeit geht Hand in Hand mit einem weiteren erklärten Ziel von Europlanet. Durch die Arbeit des Forschungsnetzwerkes soll unter anderem auch das sogenannte &#8222;Public Outreach&#8220;, die Verbreitung der neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse und die gleichzeitig erfolgende Einbindung der interessierten Öffentlichkeit in die damit verbundenen Arbeiten der beteiligten Wissenschaftler der europäischen Forschungsinstitute verbessert werden. Durch eine innovative Öffentlichkeitsarbeit, so das Ziel, sollen die Aktivitäten der Planetenforscher bei den Bürgern, bei der Industrie und nicht zuletzt auch bei den für die Vergabe der benötigten Finanzmitteln verantwortlichen politischen Entscheidungsträgern mehr Beachtung finden. </p>



<p>Entsprechend dieser Zielsetzung wird mittlerweile jährlich ein Preis für &#8222;Excellence in Public Engagement with Planetary Science&#8220; an Einzelpersonen, Gruppen oder Institute vergeben, welche sich im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit besonders engagiert haben. Mehr dazu in einer späteren Meldung auf der Portalseite von Raumfahrer.net. </p>



<p><strong>Verwandte Website:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://meetings.copernicus.org/epsc-dps2011/home.html" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">EPSC-DPS Joint Meeting 2011</a> (engl.)</li></ul>
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			</item>
		<item>
		<title>Entdeckung des kleinsten außersolaren Planeten</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/entdeckung-des-kleinsten-aussersolaren-planeten/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 26 Aug 2004 09:59:11 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[ESO]]></category>
		<category><![CDATA[Exoplanet]]></category>
		<category><![CDATA[Mehrplanetensystem]]></category>
		<category><![CDATA[Observatorium]]></category>
		<category><![CDATA[Sternbild]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=29317</guid>

					<description><![CDATA[<p>Ein Team von Astronomen der Europäischen Südsternwarte hat in 50 Lichtjahren Entfernung einen Planeten mit 14-facher Erdmasse entdeckt. Das ist der bislang kleinste bekannte außersolare Planet, der um eine Sonne ähnlich der unseren kreist. Ein Beitrag von Ingo Froeschmann. Quelle: UniverseToday, ESO. Der außersolare Planet (auch Exoplanet genannt) umkreist den sonnenähnlichen Stern mu Arae im [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Ein Team von Astronomen der Europäischen Südsternwarte hat in 50 Lichtjahren Entfernung einen Planeten mit 14-facher  Erdmasse entdeckt. Das ist der bislang kleinste bekannte außersolare Planet, der um eine Sonne ähnlich der unseren kreist.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Ein Beitrag von Ingo Froeschmann. Quelle: UniverseToday, ESO.</p>



<p>Der außersolare Planet (auch Exoplanet genannt) umkreist den sonnenähnlichen Stern <i>mu Arae</i> im Sternbild Altair und ist bereits der zweite Planet, der bei diesen Stern entdeckt wurde. Es handelt sich damit um ein Planetensystem.  Mit einer Masse von 14 Erden ist der entdeckte Planet etwa so gross wie Uranus, der kleinste der Gasplaneten in unserem Sonnensystem. Auf Grund der kurzen Umlaufzeit des Planeten von nur neuneinhalb Tagen und der Nähe zum Zentralgestirn glauben die Astronomen jedoch, dass es sich um einen Planeten aus festem Gestein handelt. Ausserdem wäre ein Gasplanet wahrscheinlich noch grösser, so dass die Forscher glauben, dass dieser Abschnitt der Planetenformation, nämlich die Anziehung  von Gas, in diesem Fall nicht stattgefunden hat.  </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/26082004115911_small_1.jpg" alt="None" width="348" height="466"/><figcaption>
Das 3,6 Meter Teleskop  der Europäischen Südsternwarte (Quelle: ESO)
</figcaption></figure></div>



<p><strong>Das Observatorium</strong>
<br>
Seit im Jahr 1995 der erste außersolare Planet von Didier Queloz und Michael Mayor entdeckt wurde, sind mehr als 120 Gasriesen gefunden worden. Damit ist klar, dass unser Sonnensystem kein außergewöhnlicher Einzelfall ist. Die Mehrzahl der Planeten wurde mit der so genannten Radialgeschwindigkeitsmethode entdeckt. Hierbei wird gemessen, wie sich die Geschwindigkeit des Sterns, dessen Licht sich ja gut beobachten lässt, durch die Anwesenheit eines Begleiters verändert. Durch die veränderte Rotverschiebung kann dann auf  die Anwesenheit eines Begleiters, dessen Orbit und Masse geschlossen werden.  </p>



<p>Auch die aktuelle Entdeckung wurde mit dieser Methode und einem Gerät der Europäischen Südsternwarte (<i>European Southern Observatory</i>, ESO) gemacht. Seit Oktober 2003 steht HARPS (<i>High Accuracy Radial Velocity Planet Searcher</i>, etwa „sehr genauer Radialgeschwindigkeits-Planetensucher“) Wissenschaftlern in ESO Mitgliedsstaaten zur Verfügung. Es ist das weltweit beste Gerät und unterstreicht die führende Rolle der Europäer auf diesem Gebiet.  HARPS ist ein 3,6 Meter Teleskop, das sich im chilenischen La Silla befindet.  
<br>
Das HARPS Konsortium unter Leitung von Michael Mayor vom Genfer Observatorium hat jährlich 100 Beobachtungsnächte für die nächsten fünf Jahre zur Verfügung  gestellt bekommen. Damit kann er die weltweit ambitionierteste Planetensuche starten, die regelmässig die Radialgeschwindigkeiten von hunderten von Planeten misst.  </p>



<p>Die Entdeckung des neuen, relativ leichten Planeten innerhalb nur eines Jahres beweist laut Pressemitteilung der ESO, dass HARPS ein grosses Potenzial zur Entdeckung erdähnlicher Planeten auf kurzen Umlaufbahnen besitzt. Sicherlich ist das eine Verbesserung zu früheren Untersuchungen und sollte das Interesse an zukünftigen weltraumgestützten Forschungsmissionen erhöhen. Denn nach jetzigem Stand der Technik kann nur eine Stationierung von Teleskopen im All die Störungen der Erdatmosphäre völlig ausschalten und es ermöglichen, auch Planeten von der Grösse der Erde zu entdecken.   </p>



<p>Für das nächste Jahrzent sind bereits einige Missionen mit Namen wie COROT oder KEPLER geplant. Es scheint nur noch eine Frage der Zeit, bis eine zweite Erde gefunden wird.  </p>
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