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	<title>Monderkundung &#8211; Raumfahrer.net</title>
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	<description>Das Portal für Astronomie- und Raumfahrtbegeisterte</description>
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	<title>Monderkundung &#8211; Raumfahrer.net</title>
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		<title>RaumCon-Treffen 2024 in Bremen</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/raumcon-treffen-2024-in-bremen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Stefan Goth]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 06 Oct 2024 14:54:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Alljährlich treffen sich Foristinnen und Foristen des RaumCon-Forums, Mitglieder des Vereins Raumfahrer.net e.V. sowie Raumfahrtinteressierte zum RaumCon-Treffen. Dieses Jahr fand es in Bremen vom 29. September 2024 bis 03. Oktober 2024 statt. Der Austausch unter den „Raumfahrenden“ ist geprägt von Vorträgen, Exkursionen und fachlichen Diskussionen. Quelle: Raumfahrer.net, RaumCon. 06. Oktober 2024. Sonntag 29.09.2024, Anreisetag 16 [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Alljährlich treffen sich Foristinnen und Foristen des RaumCon-Forums, Mitglieder des Vereins Raumfahrer.net e.V. sowie Raumfahrtinteressierte zum RaumCon-Treffen. Dieses Jahr fand es in Bremen vom 29. September 2024 bis 03. Oktober 2024 statt. Der Austausch unter den „Raumfahrenden“ ist geprägt von Vorträgen, Exkursionen und fachlichen Diskussionen.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Quelle: Raumfahrer.net, RaumCon. 06. Oktober 2024.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Sonntag 29.09.2024, Anreisetag</h4>



<figure class="wp-block-image alignright size-large has-lightbox"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2024/10/RC_Bremen_Spacelab_Gruppenbild-scaled.jpeg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Die Teilnehmenden des RaumCon-Treffens 2024 in Bremen vor dem orignial Spacelab-Modul bei Airbus Defence and Space. (Bild: Andrej Meuer)" data-rl_caption="" title="Die Teilnehmenden des RaumCon-Treffens 2024 in Bremen vor dem orignial Spacelab-Modul bei Airbus Defence and Space. (Bild: Andrej Meuer)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2024/10/RC_Bremen_Spacelab_Gruppenbild_332x260.jpeg" alt="(Bild: DLR/ESA)"/></a><figcaption class="wp-element-caption">Die Teilnehmenden des RaumCon-Treffens 2024 in Bremen vor dem orignial Spacelab-Modul bei Airbus Defence and Space. (Bild: Andrej Meuer)</figcaption></figure>



<p>16 Raumfahrende als Dauergäste und ein Tagesgast sammelten sich über den Nachmittag in der Jugendherberge Bremen, richteten einen Tagungsraum ein und bezogen die Zimmer. Sie kamen aus unterschiedlichsten Richtungen aus ganz Deutschland. Leider konnte ein Teilnehmer aus Österreich, wegen des Hochwassers, nicht anreisen.</p>



<p>Nach einem reichhaltigen Abendessen im Schirrmann’s (der Gastronomie in der Jugendherberge) nutzten die Teilnehmenden das schöne Wetter für ein Getränk auf der Dachterrasse. Wegen der Kühle des Abends zogen die Raumfahrenden dann in den Tagungsraum um. Gemeinsam wurde das Programm der nächsten Tage besprochen und die angekündigten Vorträge der Teilnehmenden in die Tagesabläufe eingetaktet.</p>



<p>Der Abend klang mit einem gemütlichen Beisammensein aus.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Montag 30.09.2024</h4>



<p>Nach einem leckeren Frühstück vom Buffet, starteten die Raumfahrenden nach einer kurzen Tagesplanung gleich mit der Frage, wo und wann das nächste RaumCon-Treffen 2025 stattfinden soll?</p>



<p>Es wurden einige Vorschläge gemacht und abgewogen. Einige Ziele würden keine mehrtägige Veranstaltung füllen und daher eher als gezielte Sonderreise in Frage kommen (Peenemünde, Noordwijk). Andere Ziele sind bereits bei der Unterkunft inzwischen so teuer, dass diese für manche nicht mehr bezahlbar wären (z.B. Wien). Die verbliebenen Ideen werden jetzt genauer untersucht, Unterkunftsmöglichkeiten geprüft und Kosten ermittelt. Das finale Ziel und der Veranstaltungszeitraum werden rechtzeitig im RaumCon-Forum bekanntgegeben.</p>



<p>Danach folgte eine Diskussionsrunde zum Thema „Raumfahrt und Innovation“, moderiert von Thomas Brucksch. Wichtig ist hierbei die Unterscheidung zwischen Erfindung und Innovation. Eine Erfindung zeigt die technische Machbarkeit, eine Innovation ist die gelungene Umsetzung und das erfolgreich in den Markt bringen.</p>



<p>Als Beispiel einer nicht-technischen Innovation wurde die Entwicklung der öffentlichen Verträge mit Raumfahrtbezug in den USA besprochen. Cost-Plus-Verträge wurden nach dem 2. Weltkrieg eingeführt. Vorher galt die Maxime „Kaufe das was fliegt“, d.h. es war ein technologisch gesehen noch konservativerer Ansatz, für die Ansprüche im Kalten Krieg reichte dies nicht aus. Inzwischen sind aber Cost-Plus-Verträge auch eher Innovationsbremsen bzw. sind anfällig für höhere Kosten und Zeitverzüge. Heute nutzt die NASA daher vorzugsweise „Fixed Price-Verträge“, die, Beispiel SpaceX, als Innovationstreiber wirken.</p>



<p>Es gibt natürlich auch zahlreiche Erfindungen und Ideen, die sich nicht oder nicht sofort durchsetzen. Jedoch, auch „fehlgeschlagene“ Innovationen erweitern den Innovationsbaum.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large has-lightbox"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2024/10/RC_Bremen_ZARM_Fallturm_20240930_2268x4032-scaled.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="Fallturm und Haupteingang des Instituts &quot;Zentrum für angewandte Raumfahrttechnologie und Mikrogravitation&quot; (ZARM) an der Universität Bremen. (Bild: Stefan Goth)" data-rl_caption="" title="Fallturm und Haupteingang des Instituts &quot;Zentrum für angewandte Raumfahrttechnologie und Mikrogravitation&quot; (ZARM) an der Universität Bremen. (Bild: Stefan Goth)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2024/10/RC_Bremen_ZARM_Fallturm_20240930_260x462.jpg" alt="(Bild: DLR/ESA)"/></a><figcaption class="wp-element-caption">Fallturm und Haupteingang des Instituts &#8222;Zentrum für angewandte Raumfahrttechnologie und Mikrogravitation&#8220; (ZARM) an der Universität Bremen.<br>(Bild: Stefan Goth)</figcaption></figure>



<p>Am Nachmittag folgte der Besuch beim &#8222;<strong>Zentrum für angewandte Raumfahrttechnologie und Mikrogravitation&#8220; (ZARM) der Universität Bremen</strong>. Ein Mitarbeiter hat die Gruppe sehr freundlich aufgenommen und in einem ausführlichen und durch zahlreiche Nachfragen und Einwürfe erweiterten Vortrag in Geschichte, Aufbau und Arbeitsweise des Instituts und der angeschlossenen Organisationseinheiten eingeführt. Der wesentliche Teil ist Mikrogravitationsforschung. Hierzu wurde 1990 der 146 m hohe Fallturm in Betrieb genommen. Darin wird in einer turmhohen Vakuumkammer eine Kapsel mit 60 cm Durchmesser in rund 120 m Höhe ausgeklinkt, fällt dann für ca. 4,7 Sekunden und wird schließlich in einer Blechtonne, gefüllt mit Kunststoffkügelchen, aufgefangen. Während des freien Falls herrscht Schwerelosigkeit, da die Kapsel ohne Atmosphäre nicht abgebremst wird. Um die Fallzeit annähernd zu verdoppeln, wurde 2002 ein Katapult installiert. Damit wird die Kapsel von unten in den Turm hochgeschossen, so dass bei Aufstieg und Fall durchgehend in der Kapsel Mikrogravitation vorherrscht. In den Kapseln werden die Versuchsaufbauten integriert, so dass diese während des Flugs autonom ablaufen können.</p>



<p>Als neueste Innovation wurde ein sog. „Gravitower“ mit ca. 12 m nutzbarer Höhe in der Montage- und Vorbereitungshalle des Fallturms errichtet. Dabei handelt es sich um eine Art Aufzug, in dem die gleichen Kapseln, allerdings angetrieben, nach oben „geschossen“ werden, das ganze aber ohne Vakuum. Die Kapseln werden aktiv von der „Aufzugskabine“ entkoppelt. Während des Weges nach oben und unten herrscht für ca. 2,5 Sekunden Schwerelosigkeit. Aktuell wird daran gearbeitet die Funktionalität dahingehend zu erweitern, dass damit auch „partielle“ Mikrogravitation erzeugt werden kann, also z.B. einer Mond oder Mars entsprechenden Schwerkraft.</p>



<p>Beim großen Fallturm kann man üblicherweise zwei Flüge pro Tag durchführen. Je Flug muss man zunächst 1,5 Stunden lang evakuieren und danach ca. 45 min. wieder mit Luft (welche getrocknet werden muss, um Feuchtigkeit im Turm zu vermeiden) gefüllt werden. Im Gravitower sind dagegen mehrere Hundert Flüge pro Tag möglich, da dieser nicht in einer Vakuumkammer betrieben wird. Dadurch werden das Handling und die Automatisierungsmöglichkeiten wesentlich vereinfacht.</p>



<p>Angedacht ist der Bau eines ca. 120 m hohen Gravitowers, welcher 60 m in die Tiefe und 60 m in die Höhe gebaut werden könnte. Hierfür steht eine Finanzierung jedoch noch aus.</p>



<p><em>Meinung des Autors: „Der aktuelle Fallturm stellt in der angewandten Forschung, Technologieerprobung und insbesondere im Bereich der Mikrogravitationsforschung ein globales Alleinstellungsmerkmal in der deutschen Forschungslandschaft dar. Das ZARM hat in den letzten 30 Jahren kontinuierlich die Funktionalität und Qualität erweitert und verbessert. Der Neubau eines „full-size“ Gravitowers stellt den nächsten Schritt dar, um die internationale Wettbewerbsfähigkeit der Mikrogravitationsforschung in Deutschland zu erhalten!“</em></p>



<p>Am Abend folge ein Vortrag von Matthias Schoenke zu „Massenaussterben in der Erdgeschichte“. Der Vortrag war ein Ausflug in Hadaikum, Archaikum, Präkambrium und die Entstehungszeit des Lebens. Schwerpunkt waren die Katastrophen, die die einzelnen Zeitalter voneinander trennen.</p>



<p>Sehr kontrovers wurde das Thema Planetenbildung aus einer Protoplanetaren Scheibe diskutiert. Die Bildung kleinerer Körnchen aus dem Zusammenklumpen von Staubteilchen wird von der Wissenschaft inzwischen gut verstanden. Wie allerdings daraus größere Körper bis Planetengröße entstanden, ist noch sehr umstritten. Eine neuere Theorie geht davon aus, dass die Gaskomponente in der Protoplanetaren Scheibe langsamer um den Protostern rotiert als die Festkörperkomponente (Staub). Dadurch könnten sich Staubkörnchen im „Windschatten“ von vorausfliegenden Staubkörnern zusammenfinden und dann größere Objekte bilden.</p>



<p>Der Abend klang mit gemütlichem Beisammensein aus.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Dienstag 01.10.2024</h4>



<p>Der Tag startete nach dem Frühstück mit einer kurzen Abstimmung über das Programm des Tages, im Wesentlichen einem ausführlichen Besuch bei OHB, und die notwendige Einweisung dazu (Treffpunkt, Ausweispflicht, Anmeldung, Aufsicht auf dem Firmengelände und Fotografierverbot). Daran schloss sich eine Diskussion über die Gefährdung und Angriffsmöglichkeiten gegen Satelliten und deren Kommunikation an.</p>



<p>Bei <strong>OHB </strong>sind noch drei weitere Tagesgäste dazugestoßen. Den Teilnehmenden wurden nach dem Einchecken die Ausstellungsstücke im Foyer erklärt, dort war Fotografieren noch erlaubt.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-large has-lightbox"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2024/10/RC_Bremen_OHB_Hera_20241001_3447x1596-scaled.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="Modell der Raumsonde HERA, welche in 2024 zum Zwillingsasteroiden Didymos starten soll. (Bild: Stefan Goth)" data-rl_caption="" title="Modell der Raumsonde HERA, welche in 2024 zum Zwillingsasteroiden Didymos starten soll. (Bild: Stefan Goth)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2024/10/RC_Bremen_OHB_Hera_20241001_562x260.jpg" alt="(Bild: DLR/ESA)"/></a><figcaption class="wp-element-caption">Modell der Raumsonde HERA, welche in 2024 zum Zwillingsasteroiden Didymos starten soll.<br>(Bild: Stefan Goth)</figcaption></figure>



<p>Nach einem kulinarischen Besuch in der OHB-eigenen Spacelounge führte eine OHB-Mitarbeiterin im Saal „Luna“ in den OHB Konzern, seine Geschichte und Tätigkeitsschwerpunkte ein. Ein zweiter Vortrag widmete sich dem Gateway des Artemis-Projekts. Für das europäische ESPRIT-Modul entwickelt OHB eine Xenon-Betankungsfunktion. Das amerikanische Power and Propulsion Module (PPE) soll mit elektrischen Triebwerken den Transfer aus dem nahen Erdorbit in den lunaren NRHO (near-rectilinear halo orbit) bewältigen. Für weitere größere Orbitänderungen wird neues Xenon benötigt. Eine erste „Lieferung“ ist mit dem europäischen ESPRIT-Modul geplant. Weitere Mengen sollen nach dem Andocken eines Transportraumschiffs umgepumpt werden. Das Xenon wird unter hohem Druck (superkritischer Zustand) transportiert und mittels thermischer Kompression, d.h. ohne mechanische Pumpen, umgepumpt werden. Dieses Verfahren wurde noch nie im Orbit getestet und ist eine große Herausforderung.</p>



<p>Bei der anschließenden Besichtigung erhielten die Teilnehmenden einen Einblick in die &#8222;Plato&#8220;-Halle, einem Reinraum zur Integration von Raumfahrzeugen. Darin konnten sie neben Teilen der MTG (Meteosat Third Generation), den geostationären Wettersatelliten für EUMETSAT, auch das Strukturmodell des (für die Halle namensgebenden) Plato-Weltraumteleskops bewundern.</p>



<p>Im Multimission-Control-Center (MMCC) gewannen die Raumfahrtinteressierten einen Einblick in die Funktionsweise und Arbeit bei Inbetriebnahme und regulärem Betrieb von Satelliten und Raumfahrtmissionen.  Der abschließende Vortrag zu künstlicher Intelligenz in der Erdbeobachtung wurde kontrovers bezüglich der Auswirkungen und Funktionsweise von KI diskutiert.</p>



<p>Abends hat Matthias Schoenke als Ergänzung zu seinem Vortrag vom Vortag noch die Liste der nachweisbaren Einschlagkrater und die Liste der Supervulkane auf der Erde vorgestellt.</p>



<p>Danach folgte ein weiterer Vortrag von ihm zur Oberstufe von Ariane 6 und deren Auxillary Power Unit (APU). Diese sorgt durch sauerstoffarme Verbrennung von Wasserstoff für die nötige Wärme, um flüssige, tiefkalten Brennstoff sowie Oxidator zu verdampfen, um damit die jeweiligen Tanks zu bedrücken. Darüber hinaus können mit diesen gasförmigen Medien zwei kleine Triebwerke beaufschlagt werden, welche eine geringe Vorbeschleunigung erzeugen, damit die Flüssigkeiten in den Tanks sich an der „tiefsten“ Stelle sammeln, von wo sie angesaugt werden, um das Oberstufentriebwerk Vinci zu versorgen. Die APU wird in wesentlichen Teilen als 3D-Druck hergestellt. Beim ersten Flug der Ariane 6, und damit dem ersten Einsatz der APU in Schwerelosigkeit, kam es nach der zweiten Brennphase des Vinici-Triebwerks zu einer Anomalie der APU, die die vorgesehene dritte Zündung verhinderte. Die Oberstufe konnte passiviert werden, den vorgesehenen gesteuerten Wiedereintritt konnte sie nicht durchführen.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Mittwoch 02.10.2024</h4>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large has-lightbox"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2024/10/RC_Bremen_Airbus_20241002_2268x3591-scaled.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="Eingangsportal zum Airbus-Gelände in Bremen. (Bild: Stefan Goth)" data-rl_caption="" title="Eingangsportal zum Airbus-Gelände in Bremen. (Bild: Stefan Goth)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2024/10/RC_Bremen_Airbus_20241002_260x412.jpg" alt="(Bild: DLR/ESA)"/></a><figcaption class="wp-element-caption">Eingangsportal zum Airbus-Gelände in Bremen.<br>(Bild: Stefan Goth)</figcaption></figure>



<p>Der dritte Exkursionstag war dem Besuch bei <strong>Airbus Defence and Space</strong> gewidmet. Dort stand ein Ingenieur aus der Entwicklungs- und Bauabteilung für die Europäischen Servicemodule (ESM) für das amerikanische Orion-Raumschiff Rede und Antwort. Dabei hatten die Raumfahrenden die Gelegenheit in eine von zwei Montagehallen (Reinräume) für die Integration der Servicemodule Einblick zu nehmen. Dort befinden sich mehrere Module (ESM 4 ff) in unterschiedlichen Integrationsstadien sowie Tankbehälter und andere Gerätschaften, die noch einzubauen sind. Das ESM 3 wurde erst vor wenigen Wochen nach USA in das Kennedy Space Center geliefert. </p>



<p>In der anschließenden Präsentation erfuhren wir einiges über das Verhältnis und die Zusammenarbeit mit ESA, NASA und Airbus. Auch was das ESM leistet, was noch nicht ganz perfekt funktioniert hat und wo die Unterschiede zwischen ESM 1, 2 und den folgenden liegen waren Thema. Bei ESM 1 fehlten noch wesentliche Teile des Lebenserhaltungssystems, welche bei ESM 2 und Artemis II, mit Menschen an Bord, natürlich unbedingt gebraucht werden. Sehr offen ging man auch auf die wenigen erkannten Probleme ein, nämlich schaltete sich eine Elektronik-Box einige male ungeplant ab und musste neue gestartet werden. Das Problem wurde in der Analyse vollständig verstanden und wird ab ESM 3 technisch gelöst, bei ESM 2 kennt man das Problem und wird die Box bei Bedarf wieder starten. Das Finden und Lösen des Problems war der NASA sogar ein sog. Snoopy-Award an die beteiligten Techniker*innen von Airbus wert.</p>



<p>Im Anschluss konnte man im „Besucherzentrum“ noch das originale, mehrfach in den Weltraum geflogene Spacelabmodul, eine Ariane 5 Oberstufe (ohne Wasserstofftank) und ein Ariane 4 Oberstufentriebwerk ansehe. Hier durften auch Fotos gemacht werden.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-large has-lightbox"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2024/10/Heavy_Orbital_Spaceplane.png" data-rel="lightbox-image-4" data-magnific_type="image" data-rl_title="Heavy Orbital Spaceplane im Anflug an eine zukünftige Raumstation (künstlerische Darstellung: Polaris Raumflugzeuge GmbH)" data-rl_caption="" title="Heavy Orbital Spaceplane im Anflug an eine zukünftige Raumstation (künstlerische Darstellung: Polaris Raumflugzeuge GmbH)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2024/10/Heavy_Orbital_Spaceplane_462x260.png" alt="(Bild: DLR/ESA)"/></a><figcaption class="wp-element-caption">Heavy Orbital Spaceplane im Anflug an eine zukünftige Raumstation<br>(künstlerische Darstellung: Polaris Raumflugzeuge GmbH)</figcaption></figure>



<p>Am Abend folgte ein Vortrag von Luisa Konga von <strong>Polaris Raumflugzeuge GmbH</strong>. Sie hat über das Startup berichtet, welches langfristig mit einem Raumflugzeug (Spaceplane) mit Jet-Triebwerken horizontal starten und landen möchte, im Flug ein Aerospike-Triebwerk zünden, mit Single-Stage-to-Orbit (SSTO) in eine Umlaufbahn kommen, Nutzlast aussetzen und für eine Wiederverwendung innerhalb von 24 Stunden zurückkommen möchte und das noch dazu in Deutschland! Es wurde ausführlich über technische Details, Vor- und Nachteile des Aersopike und die anstehende Flugtestcampagne mit dem MIRA II Prototypen in Peenemünde diskutiert.</p>



<p>Zum Abschluss hielt Andrej Meuer einen Vortrag über Sonnenfinsternis-Fotografie am Beispiel der Sonnenfinsternis diesen Jahres in den USA.</p>



<p>Mario Arone hat noch eine Reihe von Polarlichtfotos aus diesem Jahr aufgenommen in Schweden und in Deutschland beigesteuert.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Donnerstag 03.10.2024, Abreisetag</h4>



<p>Am Abreisetag wurden sowohl die Gästezimmer als auch der Tagungsraum aufgeräumt und alle Teilnehmenden machten sich auf den Heimweg.</p>



<p>LUNA ist als offener Hub konzipiert, der Raumfahrtagenturen, Hochschulen, Forschern, der Raumfahrtindustrie, Start-ups sowie kleinen und mittleren Unternehmen aus aller Welt zur Verfügung steht.</p>



<p><strong>Bildergalerie:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://media.raumfahrer.net/index.php?/category/1268" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">RaumCon-Treff 2024 in Bremen &#8211; Bildergalerie</a></li>
</ul>



<p><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=20080.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">RaumCon-Treff 2024 in Bremen &#8211; Diskussionsthread</a></li>
</ul>
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>ESA-DLR analoges Mondtrainingszentrum feierlich eröffnet</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/esa-dlr-analoges-mondtrainingszentrum-feierlich-eroeffnet/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 25 Sep 2024 16:43:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Mondlandung]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Top-Meldungen]]></category>
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		<category><![CDATA[Mondtrainingszentrum]]></category>
		<category><![CDATA[Regolith]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>LUNA, Europas neuer „Mond auf der Erde&#8220;, soll eine zentrale Rolle bei der Gestaltung der Zukunft der Mondexploration spielen. Die Eröffnung von LUNA, dem gemeinsam von der ESA und dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) betriebenen analogen Mondtrainingszentrum, fand am 25. September in Köln statt. Eine Pressemitteilung der European Space Agency (ESA). Quelle: [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">LUNA, Europas neuer „Mond auf der Erde&#8220;, soll eine zentrale Rolle bei der Gestaltung der Zukunft der Mondexploration spielen. Die Eröffnung von LUNA, dem gemeinsam von der ESA und dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) betriebenen analogen Mondtrainingszentrum, fand am 25. September in Köln statt. Eine Pressemitteilung der European Space Agency (ESA).</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Quelle: ESA 25. September 2024.</p>



<p>25. September 2024 &#8211; Die Einrichtung, welche die Mondoberfläche nachbilden soll, befindet sich neben dem Europäischen Astronautenzentrum der ESA und dient der Vorbereitung von Astronaut:innen, Wissenschaftler:innen, Ingenieur:innen und Missionsexpert:innen auf das Leben und Arbeiten auf dem Mond.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full has-lightbox"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2024/09/LUNAabc1esa-scaled.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="(Bild: DLR/ESA)" data-rl_caption="" title="(Bild: DLR/ESA)" data-wpel-link="internal"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="600" height="400" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2024/09/LUNAabc1esa60.jpg" alt="(Bild: DLR/ESA)" class="wp-image-144825" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2024/09/LUNAabc1esa60.jpg 600w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2024/09/LUNAabc1esa60-300x200.jpg 300w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2024/09/LUNAabc1esa60-272x182.jpg 272w" sizes="(max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">(Bild: DLR/ESA)</figcaption></figure>



<p>Es wird die Erforschung, Entwicklung und integrierte Erprobung von Weltraumtechnologie unter realistischen Bedingungen erleichtern und wertvolle Erkenntnisse für kommende Mondmissionen wie das Artemis-Programm der NASA liefern, das erstmals seit über 50 Jahren Astronaut:innen zum Mond schicken wird.</p>



<p>ESA-Generaldirektor Josef Aschbacher erklärte: „Die Eröffnung von LUNA ist ein wichtiger Meilenstein für Europas Weltraumexplorationsvorhaben. Diese einzigartige Einrichtung mit ihrer Fähigkeit, Mondbedingungen nachzubilden, bringt unser Verständnis des Mondes voran und bereitet uns auf zukünftige Missionen vor. Wir sind stolz darauf, dieses Projekt zu leiten, das Europa an der Spitze der Erforschung des Mondes und darüber hinaus positioniert und gleichzeitig die internationale Zusammenarbeit in der Weltraumforschung fördert.&#8220;</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full has-lightbox"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2024/09/LUNAabc4dlresa-scaled.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="(Bild: DLR/ESA)" data-rl_caption="" title="(Bild: DLR/ESA)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="600" height="399" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2024/09/LUNAabc4dlresa60.jpg" alt="(Bild: DLR/ESA)" class="wp-image-144829" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2024/09/LUNAabc4dlresa60.jpg 600w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2024/09/LUNAabc4dlresa60-300x200.jpg 300w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2024/09/LUNAabc4dlresa60-272x182.jpg 272w" sizes="(max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">(Bild: DLR/ESA)</figcaption></figure>



<p>Gäste aus dem Raumfahrtsektor und Regierungsvertreter:innen nahmen an der Einweihung der hochmodernen europäischen Weltraumforschungsanlage teil, darunter ESA-Generaldirektor Josef Aschbacher, DLR-Vorstandsvorsitzende Anke Kaysser-Pyzalla, der Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen Hendrik Wüst, neben der stellvertretenden Ministerpräsidentin von Nordrhein-Westfalen Mona Neubaur und der Koordinatorin der Bundesregierung für die deutsche Luft- und Raumfahrt Anna Christmann, sowie Vertreter:innen der NASA.</p>



<p>„LUNA wird dazu beitragen, unsere Vorbereitungen für Aktivitäten auf der Mondoberfläche durch die Erforschung von Technologien und Innovationen für die Erforschung des Weltraums zu optimieren. Dabei geht es um Robotik ebenso wie um künstliche Intelligenz, um die Nutzung lokaler Ressourcen und ressourcenschonende Kreisläufe bis hin zu regenerativen Energiesystemen. LUNA bietet eine einzigartige Kombination von Elementen für wissenschaftliche Forschung und technologische Entwicklung unter einem Dach. Als &#8218;Mond auf der Erde&#8216; wird LUNA die Aktivitäten auf dem Mond von Deutschland aus nachhaltig unterstützen&#8220;, sagte Anke Kaysser-Pyzalla, Vorstandsvorsitzende des DLR.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full has-lightbox"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2024/09/LUNAabc5dlresa-scaled.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="(Bild: DLR/ESA)" data-rl_caption="" title="(Bild: DLR/ESA)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="600" height="400" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2024/09/LUNAabc5dlresa60.jpg" alt="(Bild: DLR/ESA)" class="wp-image-144830" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2024/09/LUNAabc5dlresa60.jpg 600w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2024/09/LUNAabc5dlresa60-300x200.jpg 300w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2024/09/LUNAabc5dlresa60-272x182.jpg 272w" sizes="(max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">(Bild: DLR/ESA)</figcaption></figure>



<p>„LUNA stellt einen großen Fortschritt bei unseren Bemühungen um die Vorbereitung der bemannten Erforschung des Mondes und darüber hinaus dar. Durch die Nachbildung der Mondoberfläche und die Bereitstellung lebenswichtiger Erkenntnisse über den Oberflächenbetrieb wird uns diese Einrichtung helfen, die Herausforderungen zukünftiger Weltraummissionen anzugehen. Die Zusammenarbeit mit dem DLR bei diesem Projekt unterstreicht die Stärke der internationalen Zusammenarbeit und unser gemeinsames Engagement, die Weltraumforschung gemeinsam voranzubringen&#8220;, kommentierte Daniel Neuenschwander, ESA-Direktor für bemannte und robotische Exploration.</p>



<p>LUNA verfügt über eine 700 Quadratmeter große Fläche, die die Mondoberfläche mit 900 Tonnen Basalt-abgeleiteten vulkanischen Körnern und Gesteinen nachbildet, die zu einem Material namens „Regolith-Simulator&#8220; verarbeitet wurden und eine einzigartige Testumgebung bieten. Eine tiefe Bodenfläche wird Bohrungen und Probenahmen bis zu drei Meter unter der Oberfläche ermöglichen und so die Erforschung von Regolith einschließlich gefrorenem Mondboden ermöglichen.</p>



<p>Mittlerweile ahmt ein Sonnensimulator die Tag- und Nachtzyklen auf dem Mond nach, darunter auch die herausfordernden Beleuchtungsbedingungen, die an Mondpolregionen herrschen.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full has-lightbox"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2024/09/LUNAabc3dlresa-scaled.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="LUNA bildet die Mondoberfläche auf der Erde nach und befindet sich in unmittelbarer Nähe des Astronautenzentrums (EAC) der ESA in Köln, Deutschland. Dieses Gemeinschaftsprojekt der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) und des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) dient als voll integriertes Trainings- und Testgelände, das mondähnliche Bedingungen auf der Erde simuliert. Es ermöglicht den Forschenden, das Manövrieren in dieser Umgebung zu üben und neue Technologien für den Erfolg zukünftiger Missionen zum Mond und darüber hinaus zu testen. In der LUNA-Anlage werden Astronauten demnächst für verschiedene Erkundungsszenarien trainieren und die Arbeit auf der Mondoberfläche mit Instrumenten, am Lander und in Zusammenarbeit mit Robotern üben. (Bild: DLR/ESA)" data-rl_caption="" title="LUNA bildet die Mondoberfläche auf der Erde nach und befindet sich in unmittelbarer Nähe des Astronautenzentrums (EAC) der ESA in Köln, Deutschland. Dieses Gemeinschaftsprojekt der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) und des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) dient als voll integriertes Trainings- und Testgelände, das mondähnliche Bedingungen auf der Erde simuliert. Es ermöglicht den Forschenden, das Manövrieren in dieser Umgebung zu üben und neue Technologien für den Erfolg zukünftiger Missionen zum Mond und darüber hinaus zu testen. In der LUNA-Anlage werden Astronauten demnächst für verschiedene Erkundungsszenarien trainieren und die Arbeit auf der Mondoberfläche mit Instrumenten, am Lander und in Zusammenarbeit mit Robotern üben. (Bild: DLR/ESA)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="600" height="400" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2024/09/LUNAabc3dlresa60.jpg" alt="(Bild: DLR/ESA)" class="wp-image-144828" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2024/09/LUNAabc3dlresa60.jpg 600w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2024/09/LUNAabc3dlresa60-300x200.jpg 300w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2024/09/LUNAabc3dlresa60-272x182.jpg 272w" sizes="(max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">(Bild: DLR/ESA)</figcaption></figure>



<p>Fortschrittliche Kontrollräume werden in Echtzeit mit Missionskontrollzentren in Deutschland und weltweit verknüpft. Zukünftig soll das analoge Trainingszentrum auch an das Lunar Gateway, oder sogar den Mond selbst für nahtlose Missionssimulationen angebunden werden.</p>



<p>Weitere Features werden in Kürze umgesetzt wie ein Gravity-Offloading-System zur Simulation des Sechstels der Erdschwerkraft des Mondes und eine verstellbare Rampe zur Erprobung der Mobilität auf Mondhängen.</p>



<p>LUNA ist als offener Hub konzipiert, der Raumfahrtagenturen, Hochschulen, Forschern, der Raumfahrtindustrie, Start-ups sowie kleinen und mittleren Unternehmen aus aller Welt zur Verfügung steht.</p>



<p></p>



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<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=20305.msg566667#msg566667" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">ESA &#8211; LUNA Simulationsanlage in Köln</a></li>
</ul>
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		<title>„Wanderfalke“ erreicht Mond nicht &#8211; private Mondlandung von Astrobotic abgebrochen</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/der-wanderfalke-erreichte-nicht-den-mond-die-private-mondlandung-von-astrobotic-wurde-abgebrochen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thomas Geuking]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 21 Jan 2024 22:06:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Mondlandung]]></category>
		<category><![CDATA[Raketen]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Sonnensystem]]></category>
		<category><![CDATA[Anomalie]]></category>
		<category><![CDATA[Astrobotic]]></category>
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		<category><![CDATA[Fehlschlag]]></category>
		<category><![CDATA[Lander]]></category>
		<category><![CDATA[Mond]]></category>
		<category><![CDATA[Monderkundung]]></category>
		<category><![CDATA[Peregrine]]></category>
		<category><![CDATA[Treibstoffleck]]></category>
		<category><![CDATA[ULA]]></category>
		<category><![CDATA[Wettlauf]]></category>
		<category><![CDATA[Wiedereintritt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Dass eine Mondlandung auch heute noch eine große Herausforderung darstellt, musste nun auch das amerikanische Unternehmen Astrobotic aus Pittsburgh im US-Bundesstaat Pennsylvania erfahren. Direkt nach dem Start des „Peregrine Lunar Lander“ (Peregrine bedeutet „Wanderfalke“) kam es zu einer Anomalie, die die erste privat finanzierte Mondlandung scheitern ließ. Astrobotic entschied sich für eine Rückkehr zur Erde, [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Dass eine Mondlandung auch heute noch eine große Herausforderung darstellt, musste nun auch das amerikanische Unternehmen Astrobotic aus Pittsburgh im US-Bundesstaat Pennsylvania erfahren. Direkt nach dem Start des „Peregrine Lunar Lander“ (Peregrine bedeutet „Wanderfalke“) kam es zu einer Anomalie, die die erste privat finanzierte Mondlandung scheitern ließ. Astrobotic entschied sich für eine Rückkehr zur Erde, wo das Raumfahrtzeug am 18. Januar 2024 über dem Südpazifik in die Atmosphäre eintrat und verglühte. Die am 23. Januar geplante Mondlandung konnte nicht erfolgen. Der Traum wird bleiben.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size" style="font-size:44px"> Autor: Thomas Geuking, Quellen: Astrobotic</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/Grafik-Lander-auf-dem-Mond.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Eine künstlerische Darstellung von Peregrine auf der Oberfläche des Mondes (Bild: Astrobotic)" data-rl_caption="" title="Eine künstlerische Darstellung von Peregrine auf der Oberfläche des Mondes (Bild: Astrobotic)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/Titel-Astrobotic.jpg" alt=""/></a><figcaption class="wp-element-caption">Eine künstlerische Darstellung von &#8222;Peregrine&#8220; auf der Oberfläche des Mondes (Bild: Astrobotic)</figcaption></figure>



<p>21. Januar 2024 &#8211; Gegründet wurde Astrobotic im Jahre 2007 zur Teilnahme am Google Lunar X-Prize (GLXP) vom Professor für Robotik William L. Whittacker an der Carnegie Mellon University (CMU). Heute versteht sich Astrobotic nach eigenen Angaben als Mondlogistikunternehmen, daß umfassende Lieferdienste für Nutzlasten zum Mond anbieten will um die Erkundung des Mondes erschwinglich zu machen. Astrobotic ist keineswegs das erste Raumfahrtunternehmen, dass in den letzten fünf Jahren auf dem Mond landen wollte. Von neun Landeversuchen sind sechs gescheitert. Neben der indischen Chandrayaan-3 Mission, über die Raumfahrer.net ausführlich berichtete, gelang nur noch China eine erfolgreiche Landung auf dem Mond und erst vor wenigen Tagen noch Japan.</p>



<p>Dabei fing alles sehr vielversprechend an. Am 8. Januar 2024 um 8:18 Uhr deutscher Zeit startete der Peregrine Lunar Lander mit einer Vulcan-Rakete der United Launch Alliance (ULA) von der Cape Canaveral Space Force Station in Florida. Etwa 50 Minuten nach dem Start trennte sich der Lander von der Rakete. Nach der Trennung nahm Astrobotic erfolgreich Kontakt mit dem Lander auf und begann mit dem Empfang von Telemetriedaten.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/PeregrineAtAstrotech1gross.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="Das Peregrine-Raumfahrzeug bei Astrotech Space Operations vor der Integration in die Rakete (Bild: Astrobotic)" data-rl_caption="" title="Das Peregrine-Raumfahrzeug bei Astrotech Space Operations vor der Integration in die Rakete (Bild: Astrobotic)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/PeregrineAtAstrotech1_635x463.jpg" alt="Das Peregrine-Raumfahrzeug bei Astrotech Space Operations vor der Integration in die Rakete (Bild: Astrobotic)"/></a><figcaption class="wp-element-caption">Das Peregrine-Raumfahrzeug bei Astrotech Space Operations vor der Integration in die Rakete (Bild: Astrobotic)</figcaption></figure>



<p>Peregrine sollte insgesamt 20 Nutzlasten befördern aus sieben Nationen und für 16 kommerzielle Kunden. Die Nutzlasten kamen von Raumfahrtagenturen, Universitäten, Unternehmen und Einzelpersonen. Auch das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) war mit dabei mit einem speziellen in Deutschland gebauten Strahlungsdetektor <a href="https://www.raumfahrer.net/dlr-m-42-fuer-strahlungsmessung-auf-dem-mond/" data-type="post" data-id="79854" data-wpel-link="internal">(M-42)</a>. Er sollte wichtige Strahlungsdaten auf dem Flug zum Mond und auf der Mondoberfläche sammeln im Vorfeld der bevorstehenden Artemis-Missionen der NASA. Auch mit an Bord war eine kleine Box in der Leute aus aller Welt persönliche Erinnerungsstücke, angefangen von Fotografien und Romanen bis hin zu studentischen Arbeiten und einem Stück Mount Everest mit zum Mond senden konnten.</p>



<p>Bereits kurz nach dem Start zeichneten sich erste Probleme ab, die man auf eine Anomalie des Antriebssystems zurückführte. Das Raumfahrzeug ließ sich nicht stabil zur Sonne ausrichten. Was dazu führte, dass die Batterien nicht von den Solarzellen ausreichend geladen werden konnten. Dies führte zu einem gefährlichen Tiefstand des Ladezustands der Batterien. Allerdings gelang des den Verantwortlichen im Kontrollzentrum von Astrobotic mit einem gezielten Manöver gegen zu steuern. Analysen ergaben jedoch, dass das Raumfahrtzeug Treibstoff verlor. Dieser Treibstoffverlust erzeugte in der Schwerelosigkeit des Alls eine Schubkraft, die nur mit einem ununterbrochenen Einsatz der Steuerdüsen ausgeglichen werden konnte. Da Treibstoff auf den meisten Raumfahrtmissionen generell ein knappes Gut ist, war damit das Ende der Mission besiegelt. Um zu verhindern, dass das Raumfahrzeug mit dem Ende der Treibstoffvorräte völlig außer Kontrolle gerät und eventuell andere Missionen gefährdet, entschloss man sich zur Rückkehr zur Erde und einem kontrollierten Eintritt in die Atmosphäre über dem Südpazifik.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/PeregrineJourneyGraphicWebsite-scaled.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="Geplantes Missionsprofil (Grafik: Astrobotic)" data-rl_caption="" title="Geplantes Missionsprofil (Grafik: Astrobotic)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="475" height="296" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/Geplantes-Missionsprofil.png" alt="Geplantes Missionsprofil (Grafik: Astrobotic)" class="wp-image-136070" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/Geplantes-Missionsprofil.png 475w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/Geplantes-Missionsprofil-300x187.png 300w" sizes="(max-width: 475px) 100vw, 475px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Geplantes Missionsprofil (Grafik: Astrobotic)</figcaption></figure>



<p>Trotzdem wertet Astrobotic die Mission als Teilerfolg. Der Start gelang problemlos, das Raumfahrtzeug blieb die ganze Zeit über kontrollierbar. Es wurden Bilder und Messdaten übertragen, alle Nutzlasten konnten eingeschaltet werden und lieferten Messdaten.</p>



<p>Diese Mission ist bestimmt nicht die letzte Mission eines Unternehmens mit dem Ziel auf dem Mond zu landen. Astrobotic plant bereits selbst mit der „Griffin Mission One“ einen weiteren Versuch. Weiter mit im Rennen ist unter anderem das japanische Unternehmen Ispace und das amerikanische Raumfahrtunternehmen Intuitive Machines mit der Nova-C-Mission. Dies zeigt, dass es nicht nur den großen staatlichen Raumfahrtkonzernen vorbehalten ist auf dem Mond zu landen. Auch Start-Ups haben eine Chance neben den etablierten Raumfahrtkonzernen und Nationen beim neuen Wettlauf zum Mond.</p>



<p>Raumfahrer.net wird weiter berichten.</p>



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<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=15640.msg558039#msg558039" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">ULA Vulcan Jungfernflug mit Astrobotic Peregrine Mission One (PM1)</a></li>
</ul>
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		<item>
		<title>Chandrayaan-3 landet weich auf dem Mond</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/lexikon-planet-erde-2/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thomas Geuking]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 27 Aug 2023 17:51:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumsonden]]></category>
		<category><![CDATA[Rover]]></category>
		<category><![CDATA[Chandrayaan]]></category>
		<category><![CDATA[Indien]]></category>
		<category><![CDATA[ISRO]]></category>
		<category><![CDATA[Mond]]></category>
		<category><![CDATA[Monderkundung]]></category>
		<category><![CDATA[Mondlander]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.raumfahrer.net/?p=130349</guid>

					<description><![CDATA[<p>Nach der Sowjetunion, den USA und China ist es nun auch Indien gelungen weich auf dem Mond zu landen. Am 23.08.2023 um 14:34 Uhr mitteleuropäischer Sommerzeit hat die unbemannte Sonde Chandrayaan-3 erfolgreich auf dem Mond aufgesetzt. Autor: Thomas Geuking, Quellen: ISRO (Indian Space ResearchOrganisation), ESA. Der Jubel im Kontrollzentrum der indischen Raumfahrtbehörde ISRO (Indian Space [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading advgb-dyn-0e2e3077">Nach der Sowjetunion, den USA und China ist es nun auch Indien gelungen weich auf dem Mond zu landen. Am 23.08.2023 um 14:34 Uhr mitteleuropäischer Sommerzeit hat die unbemannte Sonde Chandrayaan-3 erfolgreich auf dem Mond aufgesetzt.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size"> Autor: Thomas Geuking, Quellen: ISRO (Indian Space ResearchOrganisation), ESA<strong>.</strong></p>



<p>Der Jubel im Kontrollzentrum der indischen Raumfahrtbehörde ISRO (Indian Space Research Organisation) ist groß, als nach einem gescheiterten ersten Versuch im September 2019 nun die weiche Landung in der Nähe des Südpols des Mondes gelingt. In Indien und auf der ganzen Welt konnte man die Landung im Livestream verfolgen, auch der indische Ministerpräsident Narendra Modi verfolgte die Mondlandung während des BRICS-Gipfels in Südafrika. &#8222;Chandrayaan&#8220; bedeutet &#8222;Mondfahrzeug“ auf Sanskrit und ist eine Wiederholung der Chandrayaan-2 Mission ohne einen Orbiter, da dieser bei der Chandrayaan-2 Mission einwandfrei funktionierte. Die aktuelle Mission besteht aus einem Lander, der von einem Antriebs-Modul bis nah an den Mond heran gebracht wird und einem Rover. Das Hauptziel der Mission wurde mit der weichen Landung auf dem Mond bereits erreicht. Die ganze Mission ist auf einen Mondtag, das entspricht ca. 14 Erdtagen, ausgelegt.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><img decoding="async" width="821" height="366" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/Umlaufbahn.jpg" alt="Umlaufbahn Chandrayaan-3" class="wp-image-130355" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/Umlaufbahn.jpg 821w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/Umlaufbahn-300x134.jpg 300w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/Umlaufbahn-768x342.jpg 768w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/Umlaufbahn-600x267.jpg 600w" sizes="(max-width: 821px) 100vw, 821px" /><figcaption class="wp-element-caption">Flugplanung Chandrayaan-3, Quelle: ISRO</figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image alignright size-full"><img decoding="async" width="499" height="750" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/Start-Chandrayaan-3.jpg" alt="" class="wp-image-130375" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/Start-Chandrayaan-3.jpg 499w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/Start-Chandrayaan-3-200x300.jpg 200w" sizes="(max-width: 499px) 100vw, 499px" /><figcaption class="wp-element-caption">Chandrayaan-3 Start am 14.07.2023</figcaption></figure>



<p>Der Start der Mission erfolgte am 14. Juli um 14:35 Uhr Ortszeit vom Satish Dhawan Space Centre auf der südindischen Insel Sriharikota durch die schwere Trägerrakete vom Typ Launch Vehicle Mark 3 in eine hochelliptische Umlaufbahn. Nach mehreren Bahnmanövern trat Chandrayaan-3 am 1. August in den Mond-Transfer Orbit ein, um nach einem 30 minütigem Bremsmanöver, gesteuert vom Kontrollzentrum der ISRO in Bengaluru, am 5. August den Mond-Orbit zu erreichen. Hier wurde dann der Orbit stetig mit dem Antriebs-Modul verkleinert. </p>



<p>Am 17. August trennte sich dann der Lander vom Antriebs-Modul, um am 23. August um 14.34 Uhr mitteleuropäischer Sommerzeit weich auf dem Mond aufzusetzen. Bei der Kommunikation im All wurde die ISRO sowohl durch das Deep-Space Network der NASA, als auch durch die ESA unterstützt. Beispielsweise lieferte die 35-Meter-Antenne der ESA im australischen New Norcia während der Mondlandung zusätzliche Unterstützung für die Bahnverfolgung und diente als Back-up für die ISRO-Bodenstation.</p>



<p>Das Antriebs-Modul wiegt im betankten Zustand 2148 kg. Durch ein eigenes Solarmodul erzeugt es 758 W elektrische Energie und hält bis zum Mond den Kontakt zur Erde. Der Lander selbst verfügt ebenfalls über 2 schwenkbare Solarmodule mit zusammen 738 W. Er wiegt mit Rover 1752 kg, wovon 26 kg auf den Rover entfallen. Der Pragyan („Schlaukopf“) genannte Rover hat ebenfalls ein kleines Solarmodul mit 50 W Leistung.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><img decoding="async" width="500" height="750" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/Chandrayaan-3.jpg" alt="" class="wp-image-130374" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/Chandrayaan-3.jpg 500w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/Chandrayaan-3-200x300.jpg 200w" sizes="(max-width: 500px) 100vw, 500px" /><figcaption class="wp-element-caption">Chandrayaan-3 &#8211; Antriebs-Modul und Lander</figcaption></figure>



<p>Der Rover hat den Lander inzwischen erfolgreich verlassen und wird um die Landestelle herum mit 2 Instrumenten die Zusammensetzung des sogenannten Regoliths &#8211; des lockeren Mondbodens – bestimmen. Interessant sind dabei zum Beispiel der Gehalt von Magnesium, Aluminium, Silizium, Kalium, Calcium, Titan und Eisen. Der Lander wiederum kann mit ChaSTE (Chandra’s Surface Thermo-physical Experiment) die Wärmeleitfähigkeit und Temperatur des Regoliths messen. Außerdem verfügt er mit RAMBHA-LP über eine Langmuir-Sonde zur Messung des Plasmadichte an der Oberfläche (Ionen und Elektronen) und deren zeitliche Änderung. Er kann mit einem Seismograph Mondbeben im Umfeld der Landestelle messen und hat von der NASA noch einen Laserreflektor für Laufzeitmessungen von Laserpulsen zwischen Erde und Mond mitbekommen.</p>



<p>Die Mission Chandrayaan-3 wird mit dem Ende des Mond-Tages nach etwa 14 Erdtagen enden, da weder der Rover noch der Lander für die sehr anspruchsvollen Bedingungen einer Mondnacht mit Temperaturen von ca. minus 160 Grad ausgerüstet sind.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full"><img decoding="async" width="586" height="495" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/Chandrayaan-Rover.jpg" alt="" class="wp-image-130373" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/Chandrayaan-Rover.jpg 586w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/Chandrayaan-Rover-300x253.jpg 300w" sizes="(max-width: 586px) 100vw, 586px" /><figcaption class="wp-element-caption">Schematische Darstellung, Quelle: ISRO</figcaption></figure>





<p></p>



<p></p>



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<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=17231.msg553226#msg553226" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Chandrayaan 3 auf LVM3-M4</a></li>
</ul>
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		<title>Business-Partnerschaft für Mondtransport-Programme</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/business-partnerschaft-fuer-mondtransport-programme/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 10 Dec 2021 20:54:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raketen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>ispace Europe, ArianeGroup und die Europäische Weltraumorganisation ESA starten Business-Partnerschaft für Mondtransport-Programme. Eine Pressemitteilung der ArianeGroup. Quelle: ArianeGroup. 10. Dezember 2021 &#8211; ispace Europe (ispace EU), die europäische Tochtergesellschaft von ispace, inc., und ArianeGroup wurden von der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) für die Beteiligung an einem Pilotprogramm ausgewählt, mit dem in Europa kommerzielle Partnerschaften für Transporte [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">ispace Europe, ArianeGroup und die Europäische Weltraumorganisation ESA starten Business-Partnerschaft für Mondtransport-Programme. Eine Pressemitteilung der ArianeGroup.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Quelle: ArianeGroup.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/arianegroupsigningispace2021.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/arianegroupsigningispace202126.jpg" alt=""/></a><figcaption>(Bild: ArianeGroup)</figcaption></figure></div>



<p>10. Dezember 2021 &#8211; ispace Europe (ispace EU), die europäische Tochtergesellschaft von ispace, inc., und ArianeGroup wurden von der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) für die Beteiligung an einem Pilotprogramm ausgewählt, mit dem in Europa kommerzielle Partnerschaften für Transporte zum Mond und für die Erkundung des Erdtrabanten begründet werden sollen. Josef Aschbacher, Generaldirektor der ESA, unterzeichnete am 26. November 2021, eine Absichtserklärung mit ispace EU und ArianeGroup und leitete damit die offizielle Pilotphase ein.</p>



<p>In dieser Phase wird die Partnerschaft von ispace EU und ArianeGroup ihren Mond-Transportdienst unter geschäftlichen, technischen und sozioökonomischen Aspekten prüfen und ihre Bewertung einem Prüfungsgremium der ESA vorlegen. Die Unternehmen streben eine Entscheidung der ESA bis zum Sommer 2022 an. Mit einer entsprechenden Genehmigung und der Zustimmung der ESA würden ispace EU und ArianeGroup ESA-Nutzlasten zum Mond befördern können.</p>



<p>Die Absichtserklärung sieht vor, dass ispace EU der ESA ab 2024 für künftige Mondmissionen auf ihrer Mondlandesonde Lande-Nutzlastkapazitäten von mehr als 15 Kilogramm und Rover-Kapazitäten von 5 Kilogramm zur Verfügung stellt. Die Mission würde auf dem Arianespace-Rideshare-Startdienst „Highway to the Moon“ mit der Ariane 6 basieren. ArianeGroup würde ispace bei der Durchführung der Mission unterstützen und ihr Knowhow bei der Qualifikation von Raumfahrttransportsystemen einbringen.</p>



<p>Die Zusammenarbeit von ispace EU und ArianeGroup baut auf der bestehenden starken Partnerschaft beider Unternehmen auf und unterstreicht die Absicht von ispace EU und ArianeGroup, kontinuierlich neue Felder der Monderkundung zu erschließen, die auf die Bedürfnisse des europäischen Marktes eingehen. Zur Zeit liefert ArianeGroup wichtige Antriebskomponenten für die Series 1-Landesonde von ispace, deren erste Mission für die zweite Jahreshälfte 2022 geplant ist. Endmontage, Integration und Erprobung der Landesonde laufen gegenwärtig in Zusammenarbeit mit ArianeGroup in Lampoldshausen.</p>



<p>Josef Aschbacher Generaldirektor, ESA: &#8222;Die Unterzeichnung dieser Absichtserklärung ermöglicht es der ESA, als Partner und technischer Berater der Industrie zu agieren, was eines der Hauptziele der ESA-Agenda 2025 ist. Die Agentur wird ispace Europe und ArianeGroup unterstützen, indem sie das Ziel und die Machbarkeit ihres ehrgeizigen Projekts bewertet, das darauf abzielt, dem europäischen Markt eine integrierte und zuverlässige Lösung für Mondtransporte anzubieten und so die Entwicklung des Ökosystems der Mondforschung und Mondwirtschaft in Europa zu beschleunigen.&#8220;</p>



<p>André-Hubert Roussel CEO, ArianeGroup: &#8222;ArianeGroup freut sich, ihre Erfahrung bei der Qualifizierung von Raumtransportsystemen zum Nutzen der ispace-Lander-Mission einzusetzen und der ESA gemeinsam diese kommerzielle Partnerschaft vorzuschlagen, um ihre Mondmission mit der Ariane 6 zu fliegen. Dies würde unsere bestehende Zusammenarbeit beim Antrieb des ispace Lander und der Integration des Landers weiter ausbauen. Die enge Zusammenarbeit mit einem kreativen Startup mit dem Ziel, Projekte zu beschleunigen und von komplementären Ambitionen auf dem Mond zu profitieren, ist eine der Strategiesäulen der ArianeGroup, um die Zukunft des europäischen Zugangs zum Weltraum abzusichern.&#8220;</p>



<p>Julien-Alexandre Lamamy Managing Director, ispace Europe: &#8222;ispace baut und testet derzeit das Flugmodell seiner M1-Mondlandefähre mit ArianeGroup in Deutschland. Dies ist das erste Raumfahrzeug dieser Art, das in Europa gebaut wird. ispace freut sich darauf, die Partnerschaft mit ArianeGroup aufrechtzuerhalten und seine zukünftigen Lander der Serie 1 mit europäischen Instrumenten und Geräten zum Mond zu bringen, um Europas Führungsrolle bei der Erforschung des Mondes zu festigen.&#8220;</p>



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