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	<title>Raumfahrtgeschichte &#8211; Raumfahrer.net</title>
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	<description>Das Portal für Astronomie- und Raumfahrtbegeisterte</description>
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	<title>Raumfahrtgeschichte &#8211; Raumfahrer.net</title>
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		<title>Deutsche Raumfahrtausstellung Morgenröthe-Rautenkranz e.V.</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/jahreshauptversammlung-2025/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Andreas Weise]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 24 Nov 2025 08:30:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Eindrücke von der Jahreshauptversammlung am 14.11.2025 Bilder: Andreas Weise / Quelle: Veranstaltungsbesuch. In vielen Vereinen sind derartige Veranstaltungen reine Arbeitstagungen. Es geht um Arbeit, Bilanzen, Geld und Personalien. Insofern war die Teilnehmerzahl an der Jahreshauptversammlung des Trägervereins „Deutsche Raumfahrtausstellung Morgenröthe-Rautenkranz e.V.“ übersichtlich. In ihrem Bericht konnte Vereinsvorsitzende Karin Schädlich eine durchweg positive Bilanz ziehen. Die [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><strong>Eindrücke von der Jahreshauptversammlung am 14.11.2025</strong></p>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Bilder: Andreas Weise / Quelle: Veranstaltungsbesuch.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph">In vielen Vereinen sind derartige Veranstaltungen reine Arbeitstagungen. Es geht um Arbeit, Bilanzen, Geld und Personalien. Insofern war die Teilnehmerzahl an der Jahreshauptversammlung des Trägervereins „Deutsche Raumfahrtausstellung Morgenröthe-Rautenkranz e.V.“ übersichtlich.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In ihrem Bericht konnte Vereinsvorsitzende <strong>Karin Schädlich</strong> eine durchweg positive Bilanz ziehen. Die Besucherzahlen konnten, bereinigt um eine siebenwöchiger Schließung auf Grund von Bauarbeiten, stabil gehalten werden. Die Finanzen sind Ordnung.</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="260" height="200" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/11/MR2025-4.webp" alt="" class="wp-image-149332"/><figcaption class="wp-element-caption">Staffelstabübergabe: Von Romy Mothes (rechts) an Katrin Trommer (links), Bild aus Präsentation Verein</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Zu Beginn des Jahres 2025 gab es eine wichtige Personaländerung. Die Leitung der Ausstellung ging von <strong>Romy Mothes</strong> an <strong>Katrin Trommer</strong> über. In der Bestandsausstellung selber wurde an der Modernisierung gearbeitet. Das betrifft die Neugestaltung und Aktualisierung von Tafeln und einem neuen Lichtkonzept für die Vitrinen. Möglich wurde das durch das LEADER-Förderungsprogramm. Das Raketenpodest im 1. Stock wurde erweitert und eine neue Rakete (SLS der Artemis-Mission) hinzugefügt.</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img decoding="async" width="260" height="200" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/11/MR2025-6.webp" alt="" class="wp-image-149338"/><figcaption class="wp-element-caption">All-Berts Raumstation<br>Bild: Andreas Weise</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Im Vorraum gegenüber dem Shop wurde ein neues Kinder-Raumfahrt-Zimmer „All-Berts Raumstation“ mit ansprechenden Spielmöglichkeiten für die ganz kleinen Besucher eingerichtet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Man war viel unterwegs, um sich in anderen Museen und Ausstellungen Ideen und Anregungen zu holen, wie man es besser machen könne bzw. wie man es nicht machen sollte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Womit man beim besonders interessanten Teil der Veranstaltung war. Wie ist der aktuelle Stand des Erweiterungsbaues? Das Richtfest fand am 26.05.2025 statt. Viel Prominenz, einschließlich Sachsens Ministerpräsident, war anwesend. Das lässt darauf schließen, dass die Unterstützung durch die Politik für dieses Projekt nach wie vor ungebrochen ist. Einschneidendes Ereignis im Bauprojekt war die oben genannte siebenwöchige Schließung. Diese war notwendig, weil beide Gebäudeteile heizungs- und elektrotechnisch miteinander verbunden werden mussten. Seit Oktober 2024 wurde der Eingang zur Bestandsausstellung provisorisch an die hintere Gebäudeseite verlegt.</p>



<figure class="wp-block-image size-large is-resized"><img decoding="async" width="1024" height="394" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/11/MR2025-2-1024x394.webp" alt="" class="wp-image-149334" style="width:518px;height:auto" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/11/MR2025-2-1024x394.webp 1024w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/11/MR2025-2-300x115.webp 300w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/11/MR2025-2-768x295.webp 768w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/11/MR2025-2.webp 1040w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Bestandsgebäude mit neuem EIngang, November 2025<br>Bild: Andreas Weise</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Inzwischen ist der alte Hauptzugang abgerissen und der neue Eingang im Rohbau fertig. Den Rohbau des Erweiterungsbaues konnten die Anwesenden besichtigen. </p>



<figure class="wp-block-image size-large is-resized"><img decoding="async" width="1024" height="394" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/11/MR2025-3-1024x394.webp" alt="" class="wp-image-149336" style="width:520px;height:auto" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/11/MR2025-3-1024x394.webp 1024w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/11/MR2025-3-300x115.webp 300w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/11/MR2025-3-768x295.webp 768w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/11/MR2025-3.webp 1040w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Rohbau des Erweiterungsbaues, Hauptsaal, November 2025<br>Bild: Andreas Weise</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Die Baustelle machte einen sehr ordentlichen, aufgeräumten Eindruck. Man hatte das Gefühl, dass alle Beteiligten sehr daran interessiert sind, dass dieses Projekt ein Erfolg wird. In 2026 steht nun der Innenausbau an. Das Ausstellungskonzept steht und muss jetzt mit Leben gefüllt werden. Mit der Eröffnung ist Anfang des 2. Quartals 2027 zu rechnen. Soweit, so gut.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zum Ende der Veranstaltung stand die Wahl des Vorstandes an. Hierbei kam es zu einer faustdicken Überraschung: Dass <strong>Karin Schädlich</strong> nicht mehr als Vereinsvorsitzende kandidieren würde, war schon durchgesickert. </p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img decoding="async" width="260" height="200" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/11/MR2025-5.webp" alt="" class="wp-image-149340"/><figcaption class="wp-element-caption">Von links nach rechts: Karin Schädlich, Katrin Trommer, Konrad Stahl<br>Bild: Andreas Weise</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Als neuer Vereinsvorsitzender wurde gewählt: <strong>Konrad Stahl</strong>. Dieser hatte das Amt schon einmal für über 2 Jahrzehnte inne, bevor <strong>Karin Schädlich</strong> vor 10 Jahren übernahm. Warum nun den inzwischen etwas betagten ehemaligen Bürgermeister von Morgenröthe-Rautenkranz wieder in dieses Amt holen? Beim genaueren Überlegen, erscheint dieser Personalwechsel gar nicht so dumm. Die Ausstellung hat in Gestalt von <strong>Katrin Trommer</strong> eine neue Leiterin, die hauptsächlich damit beschäftigt ist, den Ausstellungsbetrieb zu gewährleisten, gleichzeitig aber auch sehr umtriebig ist, um alte und neue Partner für das Projekt zu gewinnen. Netzwerken eben. <strong>Konrad Stahl</strong> dagegen ist von Seiten des Vereins, der ja Träger der Ausstellung ist, mit der Bauüberwachung des Erweiterungsbaues betraut. Eine Idealbesetzung, liegen hier doch direkte Erfahrungen aus dem Bau des Hauptgebäudes vor, als auch umfangreiche Kontakte zur einheimischen Wirtschaft. Und als ehemaliger Bürgermeister kennt er sich eben mit einem solchen Bau aus. Als Vorsitzender des Vereines, der quasi Auftraggeber ist, wird seine Rolle der Bauüberwachung gestärkt. Ein Glücksfall. Es kann spekuliert werden, dass <strong>Konrad Stahl</strong> dieses Amt nur bis zur nächsten Wahl 2027 behält. Dann ist auch der Erweiterungsbau fertig und der Schwerpunkt der Vereinsarbeit verlagert sich wieder voll auf den Betrieb. Hinzu lässt sich beobachten, dass <strong>Konrad Stahl</strong> (Vereinsvorsitz) und <strong>Katrin Trommer</strong> (Ausstellungsleitung) „gut miteinander können“. So wird auch Wissen, Erfahrung, Kontakte u.v.m. weitergegeben. Man kann hier nur viel Schaffenskraft und „Glück auf!“ wünschen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine Nachricht, die quasi am Rande mitgeteilt wurde, sei hier noch erwähn: OHB übernimmt das TechniSat-Werk in Schöneck im Vogtland. In einer Mitteilung vom 31.10.2025 ist zu entnehmen, dass dort statt Unterhaltungselektronik in Zukunft Satellitenkomponenten gebaut werden sollen. Die deutsche Raumfahrtausstellung liegt ca. 20 Autominuten entfernt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Links:</strong>    </p>



<p class="wp-block-paragraph"><blockquote class="wp-embedded-content" data-secret="afMa4FRV6D"><a href="https://www.raumfahrer.net/jahreshauptversammlung-2024/" data-wpel-link="internal">Deutsche Raumfahrtausstellung Morgenröthe-Rautenkranz e.V.</a></blockquote><iframe loading="lazy" class="wp-embedded-content" sandbox="allow-scripts" security="restricted"  title="&#8222;Deutsche Raumfahrtausstellung Morgenröthe-Rautenkranz e.V.&#8220; &#8211; Raumfahrer.net" src="https://www.raumfahrer.net/jahreshauptversammlung-2024/embed/#?secret=kcr0BifWdm#?secret=afMa4FRV6D" data-secret="afMa4FRV6D" width="600" height="338" frameborder="0" marginwidth="0" marginheight="0" scrolling="no"></iframe></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=3287.msg581275#msg581275" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Deutsche Raumfahrtausstellung</a></p>
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		<item>
		<title>Deutsche Raumfahrtausstellung Morgenröthe-Rautenkranz e.V.</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/jahreshauptversammlung-2024/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Andreas Weise]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 08 Dec 2024 15:07:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Mondlandung]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
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		<category><![CDATA[Deutsche Raumfahrtausstellung]]></category>
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		<category><![CDATA[Raumfahrtgeschichte]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Eindrücke von der Jahreshauptversammlung am 29.11.2024 Autor: Andreas Weise, 8. Dezember 2025. Es ist in diesen Tagen ruhig und besinnlich im Erzgebirge. Der Aschberg in Klingenthal ist weihnachtlich verschneit. In der Talsenke von Morgenröthe-Rautenkranz ist es noch grün. Hierher hatte der Verein „Deutsche Raumfahrtausstellung Morgenröthe-Rautenkranz e.V.“ zur Jahreshauptversammlung eingeladen. Der Gebäudekomplex der Ausstellung hat mittlerweile [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><strong>Eindrücke von der Jahreshauptversammlung am 29.11.2024</strong></p>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Autor: Andreas Weise, 8. Dezember 2025.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="256" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2024/12/MR11-1024x256.jpg" alt="" class="wp-image-145932" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2024/12/MR11-1024x256.jpg 1024w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2024/12/MR11-300x75.jpg 300w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2024/12/MR11-768x192.jpg 768w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2024/12/MR11-1536x384.jpg 1536w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2024/12/MR11-600x150.jpg 600w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2024/12/MR11.jpg 1655w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Bild: A. Weise &#8211; Bauplatz Deutsche Raumfahrtausstellung &#8211; Ende November 2024</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Es ist in diesen Tagen ruhig und besinnlich im Erzgebirge. Der Aschberg in Klingenthal ist weihnachtlich verschneit. In der Talsenke von Morgenröthe-Rautenkranz ist es noch grün. Hierher hatte der Verein „Deutsche Raumfahrtausstellung Morgenröthe-Rautenkranz e.V.“ zur Jahreshauptversammlung eingeladen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Gebäudekomplex der Ausstellung hat mittlerweile ein neues Wahrzeichen: Einen Baukran, der alles überragt. Insofern war der aktuelle Baufortschritt des sich im Bau befindlichen Erweiterungsbaues der Ausstellung ein Hauptthema des Berichtes von Vereinsvorsitzenden Karin Schädlich. Die Finanzierung sei nach wie vor gesichert. Man liege im Kostenrahmen. Seit dem ersten offiziellen Spatenstich mit viel Prominenz am 01.09.2023 ging es kontinuierlich voran. Der Rohbau steht, ein Dach ist drauf. Die Baufirma leiste hervorragende Arbeit. Die Zusammenarbeit funktioniere sehr gut. Das liege u.a. auch daran, dass die Ausstellung einen Koordinator extra abgestellt hat, der sich ausschließlich um die Schnittstellen zum Baugeschehen kümmert. Diese Aufgabe erfülle Konrad Stahl (ehemaliger Vereinsvorsitzender und ehemaliger Bürgermeister), der hier seine Erfahrungen schon vom Bau des jetzigen Hauptgebäudes mit einbringen konnte, sehr gut. Dafür wurde Ihm in der Veranstaltung ausdrücklich gedankt. Momentan wird der neue Haupteingang gebaut. Dafür musste der alte Eingangsvorbau gesperrt und dann abgerissen werden. Der Zugang erfolgt zur Zeit über die Gebäuderückseite. Improvisation ist gefragt, denn der Ausstellungsbetrieb läuft ununterbrochen weiter. Trotz der Bauarbeiten geht man davon aus, dass zum Jahresende die Besucherzahl für 2024 von 50.000 erreicht wird.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="361" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2024/12/MR22-1024x361.jpg" alt="" class="wp-image-145933" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2024/12/MR22-1024x361.jpg 1024w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2024/12/MR22-300x106.jpg 300w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2024/12/MR22-768x271.jpg 768w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2024/12/MR22-1536x541.jpg 1536w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2024/12/MR22-600x211.jpg 600w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2024/12/MR22.jpg 1547w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Aus der Präsentation der Deutsche Raumfahrtausstellung &#8211; Neubau &#8211; So soll es mal aussehen &#8230;.</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">In diesem Jahr feierte man 55 Jahre „The Eagle has landed“. Eine Woche drehte sich alles um die Mondlandung. Und wer in dem Jahr 1969 geboren war, hatte freien Eintritt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch wurde in diesem Jahr der digitale Sprachführer durch die Ausstellung jetzt auch in tschechischer Sprache bereitgestellt, um die Ausstellung noch mehr dem Publikum jenseits der nahen Grenze zu präsentieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für das nächste Jahr steht der Innenausbau an. Dazu werde es notwendig sein, die Ausstellung für einen gewissen Zeitraum zu schließen um die Gebäudeausrüstung des „alten“ und „neuen“ Gebäudeteils miteinander zu verbinden. Wann das sein wird und wie lange könne man noch nicht sagen. Daher sind für 2025 auch keine Sonderveranstaltungen geplant. Es empfiehlt sich also, vor einem Besuch einen Blick auf die Homepage der Ausstellung wegen den aktuellen Öffnungszeiten zu werfen. Dort sind übrigens auch aktuelle Bilder vom Baufortschritt zu sehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Neubau selber soll auf künftig 1.000 Quadratmetern zusätzlicher Fläche die Ausstellung dann einen völlig neuen Ansatz bekommen. Hier soll Raumfahrt und Weltraumforschung spielerisch und interaktiv erlebbar werden. Eine besondere Rolle wird der Mond dabei spielen. Im Moment werden noch Ideen gesammelt, bzw. Konzepte präzisiert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und wann ist alles fertig? Zu einer Festlegung auf einen Eröffnungstermin ließ man sich nicht hinreißen. Zu viele Unwägbarkeiten gebe es noch zu überwinden. Die Eröffnung werde aber erst in 2026 sein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Außenbereich hat sich auch etwas getan. Erfreulicherweise wurde die MiG-21F13 mit der Bordnummer 737 liebevoll restauriert. Sie sieht jetzt fast aus wie neu und kann somit auch in den folgenden Jahren Wind und Wetter trotzen. Mich hat es fasziniert, wie man die Pilotenkanzel so klar, ohne erkennbaren UV-Schäden, erhalten konnte. Mit diesem Flugzeug flog zwischen 1963 und 1965 Sigmund Jähn als Jagdflieger in den Luftstreitkräften der DDR. Ein entsprechendes Zertifikat ist in der Ausstellung ausgestellt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dann gab es noch einiges Vereinsinternes zu besprechen, was aber auch intern bleiben soll.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eines ist aber noch erwähnenswert. Das Ausstellungsteam wurde durch ein neues Gesicht verstärkt: Frau Karin Trommer. Eine Personalie, die man sich langfristig merken sollte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bleibt nur noch allen Aktiven ein herzliches „Glück auf!“ für die Feiertage und die anstehenden Aufgaben nächstes Jahr zu wünschen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Links:</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=3287.msg569553#msg569553" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Deutsche Raumfahrtausstellung</a></li>
</ul>
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		<item>
		<title>Rückblende: Es begann mit einem Piep&#8230;</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/rueckblende-es-begann-mit-einem-piep/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Andreas Weise]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 26 Sep 2017 19:47:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Erdumlaufbahn]]></category>
		<category><![CDATA[Gagarin]]></category>
		<category><![CDATA[Koroljow]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrtgeschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Russland]]></category>
		<category><![CDATA[Sowjetunion]]></category>
		<category><![CDATA[Sputnik]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Am 4. Oktober 1957 startete der erste künstliche Erdsatellit Sputnik 1. Mit ihm begann vor 60 Jahren das Zeitalter der Raumfahrt. Ein Beitrag von Andreas Weise. Das ist der Beginn einer neuen Ära: Das Bewusstsein der kosmischen Existenz der Menschheit. Überall auf der Welt haben die Menschen das von Sputnik 1 gesendete Signal, hörbar als [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Am 4. Oktober 1957 startete der erste künstliche Erdsatellit Sputnik 1. Mit ihm begann vor 60 Jahren das Zeitalter der Raumfahrt.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/redakteure/" data-wpel-link="internal">Andreas Weise</a>. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Das ist der Beginn<strong> </strong>einer neuen Ära: Das Bewusstsein der kosmischen Existenz der Menschheit.<br><br>Überall auf der Welt haben die Menschen das von Sputnik 1 gesendete Signal, hörbar als deutlich vernehmbares Piepen, empfangen. Damit war an diesem 4. Oktober 1957 ein Jahrhunderte alter Traum der Menschheit erfüllt. Der Mensch hat zum ersten Mal in der Geschichte selbst einen Himmelskörper erschaffen. Der Körper hat die Erdanziehungskraft überwunden und den Weltraum erobert.<br><br>Und wir haben ein neues Wort zu unserem Vokabular hinzugefügt: Sputnik. (Frei nach dem Text des Songs &#8222;Sputnik&#8220; der britischen Band Public Service Broadcasting vom Album The Race for Space.)</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/Sputnik1ModellimSpiegelderAutor1500-1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/Sputnik1ModellimSpiegelderAutor260-1.jpg" alt=""/></a><figcaption>Sputnik-1-Modell in Berlin im Foyer der<br> <a href="https://www.raumfahrer.net/berlin-vorab-einblick-in-gagarins-vermaechtnis/" data-wpel-link="internal">Rosa-Luxemburg-Stiftung</a><br>(Bild: Andreas Weise)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Und damit ist eigentlich schon alles gesagt. Vielleicht sind nur die Briten in der Lage, unverklemmt und mit ehrlicher typisch britischer Sportlichkeit Siege des vermeidlichen Gegners anzuerkennen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Leider verwischt die Bedeutung mancher geschichtlicher Ereignisse im Laufe der Jahrzehnte. Außerdem ist die Bewertung stark von den jeweiligen aktuellen politischen Sichtweisen geprägt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Manchmal erlebt man auch den Versuch, dass die Geschichte teilweise oder ganz umgeschrieben werden soll. Und da hört und erlebt man so allerlei. Frei nach dem Motto: „Wer hat&#8217;s erfunden?“ wurde mir nach einem Vortrag über die Anfänge der Raumfahrt nahe gelegt, ich solle auch den ersten bemannten Flug der Natter als direkte bemannte Raumfahrtgeschichte werten. Zu Erklärung: Die BA-349 „Natter“ war ein bemanntes Raketenflugzeug und sollte als Wunderwaffe im Frühjahr 1945 helfen, die drohende Niederlage abzuwenden. Beim einzigen bemannten Testflug am 1. März 1945 kam der Testpilot Lothar Sieber ums Leben. Man könnte auch sagen, er wurde für eine aussichtslose Sache skrupellos verheizt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch verstummen die Diskussionen nicht, dass der erste geglückte Start einer A4-Rakete am 3. Oktober 1942 in Peenemünde den Beginn der Raumfahrt markiere. Die erreichte Flughöhe betrug ca. 85 Kilometer und kratzte so schon etwas am Weltraum. Und das fast genau 15 Jahre vor Sputnik(!). Nebenbei bemerkt, die A4 war nie für die Raumfahrt, sondern für den Kampfeinsatz gedacht. Jeder, der damals von Raumfahrt gesprochen hätte, lief Gefahr, wegen Wehrkraftzersetzung abgeurteilt zu werden. Als V2 (Vergeltungswaffe 2) bleibt die A4 in der Kriegsgeschichtsschreibung als Terrorwaffe speziell gegen die Zivilbevölkerung von London und Antwerpen in Erinnerung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit der Definition des Beginns der Raumfahrt ist es also so eine Sache…</p>



<p class="wp-block-paragraph">Als klarer Anfangspunkt ist allgemein der erste Start eines Satelliten in die Erdumlaufbahn anerkannt. Zum sogenannten Internationalen Geophysikalischen Jahr (International Geophysical Year, IGY, 1. Juli 1957 bis 31. Dezember 1958) hatten sowohl die USA als auch die UdSSR einen entsprechenden Start angekündigt. Niemand im Westen glaubte aber im Ernst, dass die Sowjetunion in der Lage sein würde, dieses ambitionierte Vorhaben zu realisieren.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/Sputnik1innernaussenMuseumLondon800.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/Sputnik1innernaussenMuseumLondon260.jpg" alt=""/></a><figcaption>Sputnik-1-Modelle in London<br>(Bild: Andreas Weise)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Doch dann passierte etwas, was als Sputnik-Schock in die Geschichte einging. Völlig überraschend startete die Sowjetunion am 4. Oktober 1957 den ersten künstlichen Erdsatelliten. Das Raumfahrtzeitalter war angebrochen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dabei war der erste künstliche Erdsatellit einfach nur ein kleiner Radiosender, der nichts weiter konnte, als sein berühmtes Piep-Piep in den Raum und zur Erde zu schicken. Es war ein Geniestreich des Vordenkers der sowjetischen Raumfahrt Sergej P. Koroljow. Die verwendete Trägerrakete R-7 war ursprünglich als schwere Interkontinentalrakete für sowjetische Atomsprengsätze konzipiert. Nach einigen Fehlschlägen fanden im Sommer 1957 zwei erfolgreiche Teststarts statt. Die Geschosse, gestartet in Baikonur, schlugen im vorberechneten Zielgebiet ein. Der Beweis war erbracht, dass man in der Lage war, das Territorium der USA per Fernrakete zu erreichen. Und die Fracht der Rakete konnte eine Atombombe sein. Eine ungeheuerliche Erkenntnis für alle handelnden Akteure im Kalten Krieg.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Koroljow, der genau wusste, dass seine Raketenentwicklung von der Finanzierung des Militärs abhängig war, gelang mit Sputnik-1 ein genialer Schachzug.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Einerseits „verkaufte“ er den Militärs den Flug des ersten, nur rund 80 Kilogramm schweren, künstlichen Satelliten in der Umlaufbahn als Machtdemonstration sowjetischer Militärstärke. Jeder Ballistiker konnte sich ausrechnen, wie groß die Masse X eines mutmaßlichen Atomsprengkopfs auf einer ballistischen Bahn in Richtung USA seien könnte, wenn ein Körper mit der Masse Y in eine Erdumlaufbahn gelangen konnte. Eine Demonstration der Stärke in aller Öffentlichkeit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Übrigens werden gerade aktuell wieder verstärkt derartige Überlegungen angestellt. Ballistiker beschäftigen sich mit der Frage, ob ein Raketengeschoss mit bestimmter Leistung, von Nordkorea abgefeuert mit einer Nutzlast definierter Masse, wie zum Beispiel einem Kernsprengkopf, ausgestattet, wirklich amerikanische Interessengebiete oder gar das amerikanische Festland erreichen könnte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zurück blickend kann man heute offen sagen, dass die R-7 als Nuklearträger völlig ungeeignet war. Zu groß war der Aufwand für die Startvorbereitung. Sowohl infrastrukturell, als auch hinsichtlich des Zeitaufwands. Ein einziges Mal soll eine R-7 mit einem Atomsprengkopf für einen Kampfeinsatz vorbereitet worden sein. Und zwar während der Kuba-Krise im Herbst 1962. Glücklicherweise blieb ihr kriegerischer Einsatz aus.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Andererseits wurde die Botschaft vom Beginn der friedlichen Erforschung des Weltalls um den Globus getragen. Der sowjetische Staats- und Parteichef Nikita Chruschtschow hatte das enorme Propaganda-Potential sehr schnell erkannt und förderte die Koroljowschen Entwicklungen. Der „Aufhänger“ für den Satellitenstart war schnell gefunden. Wie berichtet, hatte die UN das Jahr 1957 zum Geophysikalischen Jahr ausgerufen. Während man der Sowjetunion allgemein Leistungen im Bereich der Hochtechnologie nicht zutraute, nahm man diese Problematik in den USA auf die ganz leichte Schulter. Die Folge waren Streitereien um Kompetenzen und Geldmittel, sowie Arroganz hinsichtlich der mutmaßlichen eigenen technischen Fähigkeiten. Sie führten dann unweigerlich zum katastrophalen Publicity-Supergau beim spektakulären Fehlstart des ersten US-Satelliten.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/Sputnik3innernaussenMuseumEnergia1000.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/Sputnik3innernaussenMuseumEnergia260.jpg" alt=""/></a><figcaption>Sputnik 3 (Innenleben vorne, Hülle dahinter)<br> im Energia-Museum<br>(Bild: Bernhard Dieke)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Doch auch bei Koroljow lief nicht alles nach Plan. Als Meister der Improvisation konnte er die Unzulänglichkeiten aber ausgleichen. Der für den ersten Flug vorgesehene Satellit war noch nicht fertig und niemand in der Sowjetunion wusste, wie weit die Amerikaner wirklich mit ihren Startvorbereitungen waren. Die Zeit drängte. Ursprünglich war als erster künstlicher Erdsatellit ein 1.327 Kilogramm schweres Objekt vorgesehen. Ein Exemplar dieses Satelliten flog dann später am 15. Mai 1958 als Sputnik 3. Ein erster Startversuch war zuvor gescheitert. Bereits Anfang Oktober 1957 war die erste Trägerrakete startklar, aber die passende Nutzlast fehlte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Also wurde auf die Schnelle ein einfacher Funksender mit einer für Jedermann empfangbaren Funkfrequenz gebaut. Jeder sollte den Satelliten in der Umlaufbahn hören können. Es sollte keine Zweifel geben. Über den Sender selber soll Boris Tschertok, einer der Stellvertreter Koroljows, gesagt haben: Jeder Bastelzirkel „Junger Pioniere“ hätte diesen Sender bauen können.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Piep-Piep des kleinen Senders war schließlich in der Tat rund um den Erdball zu hören. Für die einen kündete der kleine Piepsrich den Beginn eines neuen Zeitalters an, für wenige, speziell Militärs, verbreitete er Angst und Schrecken, war er doch der Beweis, dass kein Punkt auf dem Globus fortan für einen Atomschlag unerreichbar war.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/Sputnik1innernMuseumEnergia1000.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/Sputnik1innernMuseumEnergia260.jpg" alt=""/></a><figcaption>Sputnik-1-Modell im Energia-Museum<br>(Bild: Andreas Weise)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Wie ging es weiter? Die Geschichte ist allgemein bekannt. Die Amerikaner bündelten ihre bis dahin verzettelten Kräfte in der NASA und strebten in aller Öffentlichkeit den ersten bemannten Weltraumflug an. Doch auch hier wurden sie nur zweiter Sieger, nach dem am 12. April 1961 Juri Gagarin als erster Mensch in Weltraum und Umlaufbahn vorstieß.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der technische Vorsprung der Sowjetunion in Raketentechnik und -leistung war zu Beginn der 1960er einfach noch zu groß. Erst mit dem Flug von John Glenn 1962 konnten die USA gleichziehen. Es folgte der sogenannte Wettlauf zum Mond, den die USA dank der Aufbietung aller zur Verfügung stehenden öknomischen und technologischen Möglichkeiten gewannen. Raumstationen schlossen sich an, das erste gemeinsame internationale Raumflugprojekt, die Entwicklung der Shuttle-Technologie und so weiter und so fort.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Heute umkreisen unzählige künstliche Himmelskörper unseren Globus. Viele zum friedlichen Nutzen der Menschen. Manche auch nicht so friedlich. Sonden sind zu fernen Himmelskörpern aufgebrochen. Bilder vom Mars sind heute nichts Außergewöhnliches mehr. Die Krönung der Entwicklung der Raumfahrt mag derzeit die ISS darstellen, die Internationale Raumstation. An Bord ist die friedliche Zusammenarbeit Realität und soll uns hier unten auf der Erde ein Beispiel sein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und alles begann vor 60 Jahren, als man das Piep-Piep einer kleinen silbernen Kugel hörte, die um die Erde kreiste.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Was kommt?<br>Schwer zu sagen. Die Raumfahrt hätte sich bestimmt anders entwickelt, wenn nicht einschneidende geschichtliche Ereignisse den Weg bestimmt hätten. Hierzu ist ohne Frage der frühe Tod von Koroljow zu nennen. Seine Pläne sahen vor, bereits in den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts bemannt zum Mars zu fliegen. Aber auch der Tod von Kennedy hatte Auswirkungen auf die Planungen in den USA. Nach dem Apollo-Programm, dem Sieg im Wettlauf zum Mond und der gelungenen Revanche für den Sputnik fehlte der Wille für die weitere Entwicklung. Gelder und Programme wurden gekürzt. Der Bau der ISS ist dem glücklichen Umstand zu verdanken, dass er zu einem geschichtlichen Zeitpunkt erfolgte, als alle Seiten, jeweils aus ihrer Sichtweise, den Nutzen der Angelegenheit sahen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Raumfahrt ist im Alltag angekommen und viele wunderbare Dinge werden als selbstverständlich hin genommen. Es gilt jetzt neue Schritte vorwärts zu machen. Diese könnten in Richtung Mond oder Mars gehen. Ideen gibt es und auch Leute, die bereit sind, sie umzusetzen. Vieler Orts fehlt aber der politische Wille. Leider.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich möchte es aber auf jeden Fall erleben: Den ersten Menschen auf dem Mars… .</p>



<p class="wp-block-paragraph">Raumfahrt lebte – und lebt &#8211; von Visionen.</p>
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		<title>Die Internationale Raumstation wird 15</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/die-internationale-raumstation-wird-15/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 20 Nov 2013 10:18:54 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Besatzungen]]></category>
		<category><![CDATA[Flüge zur ISS]]></category>
		<category><![CDATA[ISS]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Heute vor genau 15 Jahren wurde das erste Modul der ISS gestartet. Damit begann ein beispielloses internationales Kooperationsprojekt im erdnahen Weltraum, welches nicht nur Wissenschaft und Technik beflügelt. Mittlerweile lebten und arbeiteten 211 Menschen an Bord der Station, 105 von ihnen flogen mehrfach im höchstgelegenen Forschungslabor der Erde. Ein Beitrag von Günther Glatzel. Quelle: Raumfahrer.net, [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Heute vor genau 15 Jahren wurde das erste Modul der ISS gestartet. Damit begann ein beispielloses internationales Kooperationsprojekt im erdnahen Weltraum, welches nicht nur Wissenschaft und Technik beflügelt. Mittlerweile lebten und arbeiteten 211 Menschen an Bord der Station, 105 von ihnen flogen mehrfach im höchstgelegenen Forschungslabor der Erde.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/verein-raumfahrer-net-e-v/ehemalige/" data-wpel-link="internal">Günther Glatzel.</a> Quelle: Raumfahrer.net, CSA, ESA, JAXA, NASA, Roskosmos.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/20112013111854_small_1.jpg" alt="NASA" width="260"/><figcaption>
Die ersten Elemente der ISS, fotografiert von Bord des Space Shuttles Endeavour. (Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die Möglichkeit für die gemeinsame Errichtung einer über lange Zeit nutzbaren, internationalen Raumstation ergab sich mit dem gesellschaftlichen Umbruch in der Sowjetunion, Anfang der 1990er Jahre. Gleichzeitig bedeutete dies jedoch eine wirtschaftlich schwierige Periode in Russland, in der es schwer wurde, die Raumstationstraditionen fortzuführen. In den USA hingegen kamen die Raumstationspläne, die man gemeinsam mit den Kooperationspartnern ESA, Japan und Kanada schmiedete, nicht so recht voran. Einander ergänzend nutzte man nun die Gelegenheit und setzte damit auch symbolisch ein weltweites Zeichen neuer Kooperation statt Konfrontation im Weltall und auf der Erde. </p>



<p class="wp-block-paragraph">So wurde das erste Modul Sarja (russ. für Morgenröte) zwar in Russland entwickelt und gebaut, dies geschah jedoch mit finanzieller Unterstützung durch die US-Weltraumbehörde NASA. Seitdem hat sich eine neue Kultur der Zusammenarbeit entwickelt, in der gemeinsam Pläne geschmiedet, Experimente erdacht und umgesetzt sowie Raumfahrt betrieben wird. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Heute besteht die ISS aus 15 begehbaren Modulen, einer gewaltigen Gitterstruktur mit Außenlasten, Solarzellenpaneelen, Wärmeabstrahlern und halbautomatischen oder handgesteuerten Manipulatoren bzw. Kränen. Im Inneren gibt es bewährte Technik zur Lebenserhaltung, Steuerung, Lageregelung und Kommunikation aber auch neuartige Testeinrichtungen und aktuelle Experimente zu Hunderten. Diese Anlagen werden durch Dutzende weitere Experimente ergänzt, die an der Außenseite der ISS angebracht sind und Daten liefern oder Materialproben für künftige Raumstationen umfassen.  </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/20112013111854_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/20112013111854_small_2.jpg" alt="NASA" width="260"/></a><figcaption>
Die Längsachse der ISS wächst schnell. Von oben nach unten: PMA 2, Destiny, Unity, PMA 1, Sarja, Swesda und Sojus-TM 31. (Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die ca. 450 Tonnen träge Station fliegt mit gut 28.000 km/h etwa 400 Kilometer über der Erdoberfläche, umrundet unseren Planeten in 93 Minuten ein Mal und überfliegt dabei alle Gebiete der Erde zwischen 51,6 Grad nördlicher und südlicher Breite. Bei wolkenlosem Himmel kann man sie mitunter nach der Abend- oder vor der Morgendämmerung als helles Lichtpünktchen, das schnell über den Himmel zieht, sehen. Vorhersagen lassen sich im Internet abrufen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Spektrum der wissenschaftlichen Grundlagen- oder Anwendungsforschung reicht von Astronomie über Atmosphärenforschung, Entwicklungs-, Pflanzen- und Zellbiologie, Erderkundung, Genetik, Kosmologie, Kristallisationsforschung, Materialwissenschaft, Medizin, Plasma-, Flüssigkeits- und Teilchenphysik bis hin zur Zoologie. Zudem werden an Bord auch neue Technologien erprobt, insbesondere in der Robotik, der Laserkommunikation, der Wasseraufbereitung sowie demnächst bei entfaltbaren Zusatzmodulen, der Herstellung von Ersatzteilen oder Speisen mit Hilfe von 3D-Druckern, dem Einsatz elektrischer Antriebe oder einer frei fliegenden Wissenschaftsplattform. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/20112013111854_big_3.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/20112013111854_small_3.jpg" alt="NASA" width="260"/></a><figcaption>
Die beiden Ausstiegsschleusen ergänzen die begehbaren Module. Darüber hinaus wächst die Gitterstruktur. S0 und S1 sind schon da. (Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Dabei hat sich in den vergangenen 20 Jahren eine Routine in der Planung und Durchführung der Module und Experimente aber auch bei der Abstimmung von Ankünften und Abflügen von Besatzungen und Fracht, Bahnanhebungs- oder Ausweichmanövern, Energiemanagement, Kommunikation über verschiedene Bodenstationen und Raumfahrtzentren sowie Ausstiegsmanöver eingestellt, in der Kooperation über technische Anpassungen und Landesgrenzen hinweg selbstverständlich geworden ist. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Experimente der Europäischen Weltraumorganisation ESA, von deren Mitgliedsländern 11 an der Internationalen Raumstation beteiligt sind, werden sowohl im eigenen Labormodul Columbus als auch in japanischen, russischen und US-amerikanischen Modulen ausgeführt. Dabei bekommt man Energie und Kommunikationsmöglichkeiten von dem einen Partner, ein anderer sorgt dafür, dass das entsprechende Equipment und das &#8222;Personal&#8220; zur Station gelangt, die Station auf ihrer Bahn bleibt und auch beim Essen kann man aus einer Vielzahl international beliebter Speisen wählen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Dabei geht die Entwicklung fleißig weiter. In den nächsten Jahren sollen weitere Module zur Station starten, neue Technologien erprobt werden, neu entwickelte Raumschiffe zum Einsatz kommen und damit die Erweiterung der Stationsbesatzung auf zumindest 7 Personen ermöglichen. Zwei Raumfahrer sollen ein ganzes Jahr in der Schwerelosigkeit verbringen und die Station soll sich völlig neue Forschungs- und Anwendungsfelder erschließen. So sollen im nächsten Monat beispielsweise zwei HD-Kameras an der Außenseite der Station installiert werden, mit denen man der Öffentlichkeit aktuelle Bilder der Erdoberfläche zur Verfügung stellen möchte. Für die nächsten Jahre plant man außerdem die Montage eines Empfängers, der Signale von kleinen Sendern, die auf den Rücken von Zugvögeln angebracht sind, rund um den Globus erfassen kann. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/20112013111854_big_4.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/20112013111854_small_4.jpg" alt="NASA" width="260"/></a><figcaption>
So sieht die Internationale Raumstation heute in etwa aus. (Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Mancher fragt derweil nach dem Sinn der bemannten Raumfahrt in wirtschaftlich schwierigen Zeiten. Kann man nicht vieles davon auch mit preiswerteren, unbemannten Missionen erreichen. Dies ist sicherlich richtig. Der Mensch hat aber auch heute noch viele Vorteile gegenüber automatischen Systemen. So ist er flexibel für jede Aufgabe einsetzbar, kann sich sehr schnell umstellen, intelligent reagieren und Reparaturen ausführen. Die Forschungsergebnisse der knapp 10 Jahre des Marsrovers Opportunity auf dem Roten Planeten hätte ein Geologe sicherlich innerhalb eines Monats erbracht. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Zudem fördert dieses internationale Großprojekt auch Zusammenarbeit und Verständnis  unterschiedlicher Kulturkreise auf der Erde. Mit dem know how der bemannten Raumfahrt werden wir eines Tages aber auch unseren Lebensraum auf den Weltraum ausdehnen. Vielleicht müssen wir dies sogar eines Tages tun, um den Fortbestand der Menschheit zu sichern. Um es mit Ziolkowski zu sagen: &#8222;Es stimmt, die Erde ist die Wiege der Menschheit, aber der Mensch kann nicht ewig in der Wiege bleiben. Das Sonnensystem wird unser Kindergarten.&#8220; </p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch hier werden erste Schritte bereits geplant. Und wo erprobt man dafür vorgesehene Technologien wie neue Raumschiffe, entfaltbare Arbeitsräume, 3D-Druck oder elektrische Antriebe? Auf der Internationalen Raumstation! </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Versuch einer Chronik</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li>20.11.1998: Das erste Modul der ISS (Sarja) wird gestartet.</li><li>04.12.1998: Im Laderaum der Endeavour gelangt das zweite Modul (Unity) in den Orbit. Dazu gehören auch zwei Adapter (PMA), die zwischen russischer und US-amerikanischer Technik vermitteln. Am 6. Dezember wird Sarja mit einem Manipulatorarm erfasst und mit PMA 1 verkoppelt. Nach Außenbordarbeiten zur Etablierung elektrischer Verbindungen &#8222;betreten&#8220; am 10. Dezember erstmals Menschen die ersten Elemente der Raumstation. </li><li>31.05.1999: Mit Julie Payette gelangt die erste Kanadierin an Bord der Station. Im Oktober folgt mit Koichi Wakata der erste Japaner und im April 2001 mit Umberto Guidoni (Italien) der erste Mitarbeiter der ESA. Ihm folgen ESA-Raumfahrer aus Frankreich, Belgien, Spanien, den Niederlanden, Deutschland und Schweden. Im Rahmen weiterer Kooperationsabkommen leben und arbeiten auch Raumfahrer aus Kasachstan (2001), Kirgisien (2004), Brasilien (2006) und Malaysia sowie Touristen aus den USA (dabei auch ungarischer bzw. iranischer Abstammung), aus Südafrika (2002), Südkorea (2008) und Kanada (2009) an Bord.</li><li>12.07.2000: Das Antriebs-, Navigations- und Wohnmodul Swesda gelangt an der Spitze einer Proton-Trägerrakete ins All. Die Kopplung mit Sarja erfolgt am 26. Juli 2000. </li><li>08.08.2000: Der erste Frachter (Progress-M1 3) kommt, hauptsächlich zum Auftanken der Stationsreservoirs. </li><li>14.10.2000: Aus der Ladebucht der Discovery wird das erste Gitterelement Z1 (Zenit) auf der &#8222;Oberseite&#8220; der ISS installiert. Damit werden Lageregelung über Drallräder und Kommunikation über geostationäre Relaissatelliten gewährleistet. Am 15. Oktober wird der dritte Kopplungsadapter (PMA) angedockt. </li><li>02.11.2000: Mit Sojus-TM 31 trifft die erste Stammbesatzung der Internatiolanen Raumstation ein. Man bezeichnet sie auch als ISS-Expedition 1. Sie besteht aus William Shepherd als Kommandant und den Bordingenieuren Juri Gidsenko und Sergej Krikaljow.</li><li>02.12.2000: Das erste Gitterelement mit Solarzellen und Batterien wird auf Z1 montiert. Damit wird die Energie, die der Station zur Verfügung steht etwa vervierfacht. </li><li>11.02.2001: Destiny, das US-Forschungsmodul, wird in die Struktur der Raumstation integriert. </li><li>10.03.2001: Die erste Ablösung kommt mit dem Shuttle Discovery. Das Kommando über die Station wechselt daraufhin erstmals (von der NASA zu Roskosmos). Fracht kommt zudem in einem Großcontainer (MPLM Leonardo). </li><li>22.04.2001: Der kanadische Manipulator Canadarm² wechselt von der Raumfähre Endeavour zum ISS-Modul Destiny und steht ab sofort für Entlade- und Transportarbeiten zur Verfügung. 2002 gesellen sich ein mobiler Transporter, der auf einer Schiene entlang der Gitterstuktur operieren kann, eine ergänzende Lager- und Arbeitsplattform sowie zwei Transportkarren dazu. </li><li>15.07.2001: Das Schleusenmodul Quest wird an das ISS-Modul Unity angedockt. Von hier aus wird ein Großteil der Ausstiege zur Erweiterung, Wartung oder Reparatur der Station ausgeführt. </li><li>16.09.2001: Eine weitere Schleuse (Pirs) trifft mit einem modifizierten Progress-Antriebsteil ein und wird an der Unterseite von Swesda festgemacht. Auch von hier aus werden zahlreiche Ausstiege unternommen, die der Erweiterung und Wartung der Station dienen. </li><li>11.04.2002: Das erste Modul der über 100 Meter breiten Gitterstruktur wird auf Destiny verankert. Mit ihm gelangt auch der oben erwähnte mobile Transporter für den kanadischen Manipulator zur Station. </li><li>10.10.2002: Ein Gitterstrukturelement ohne Solarzellen aber mit Wärmeabstrahlern, Energietechnik und Befestigungspunkten für Experimentier- oder Lagerplattformen (S1 für Steuerbord 1) wird auf der Steuerbordseite an S0 montiert. Am 27. November folgt das weitgehend identische Backbordelement P1. </li><li>07.12.2003: Nach dem Columbia-Unglück sinkt die Besatzungsstärke der ISS während der Expeditionen 7 bis 13 auf zwei Personen. Im Juli 2006 kommt mit Thomas Reiter wieder ein dritter Mann dazu. Auch der Ausbau der Station ruht bis dahin weitgehend. Im Juli 2005 trifft erstmals wieder ein Shuttle ein, im Juli 2006 hat man einen Frachtcontainer dabei. Zwischenzeitlich halten 13 Progress-Fachter und 7 bemannte Sojus-Raumschiffe die Station am Leben. </li><li>12.09.2006: Die Gitterstrukturelemente P3 und P4, die praktisch eine Einheit bilden und mit großen Solarzellenpaneelen die Energiekapazität der Station erweitern, wird auf der Backbordseite an P1 montiert. Bei der nächsten Shuttle-Mission im Dezember folgt das Verbindungsstück P5. </li><li>11.06.2007: Auch auf der Steuerbordseite wird ein entsprechendes Element der Gitterstruktur (S3/S4) installiert. Im August 2007 folgt das Verbindungsteil S5. </li><li>26.10.2007: Das zweite Knotenmodul (Harmony) des US-basierten ISS-Segments wird seitlich an Unity angekoppelt. Es wird zuvor aus der Ladebucht der Discovery gehoben. Bei derselben Shuttle-Mission STS 120 wird auch das Gitterelement P6, welches bis dahin auf Z1 platziert war, nach P5 verlegt und dessen zuvor eingefahrene Solarzellenpaneele wieder entfaltet. Dabei wird am 3. November 2007 ein erster umfassender Reparatureinsatz außerhalb der Station notwendig, um einen Riss in einem der Solarpaneele zu sichern. Nach der Rückkehr der Raumfähre zur Erde wird PMA 2 vom Bug der Station an die Spitze von Harmony umgekoppelt und anschließend Harmony (zusammen mit PMA 2) an den Bug der Station. Damit ist am 14. November 2007 die Längsachse der Internationalen Raumstation (ca. 50 m) fertig gestellt. </li><li>11.02.2008: Der Hauptbeitrag der ESA zur ISS, das Forschungsmodul Columbus, wird an der Steuerbordseite von Harmony angekoppelt. </li><li>14.03.2008: Ein japanisches Logistikmodul (JEM LM) wird auf Harmony aufgesetzt. Es wird am 6. Juni 2008 auf das zwischenzeitlich angekommene Labormodul JEM PM umgekoppelt und bildet mit einer Experimentieraußenplattform und einem mehrteiligen Manipulatorsystem den japanischen Laborkomplex Kibo. </li><li>03.04.2008: Der erste ESA-Frachttransporter vom Typ Automated Transfer Vehicle (ATV) koppelt am Heck der ISS an. Er bringt Treibstoff, Wasser, Luft, Sauerstoff und Stückgut. Zudem sorgt er dafür, dass die Bahn der Station von Zeit zu Zeit angehoben wird. An dem vielseitigen Raumschiff wurde Jahrzehnte entwickelt, insgesamt werden aber nur 5 Exemplare gebaut und gestartet, das letzte 2014. Die Abkopplung von ATV 1 erfolgt am 4. September 2008. </li><li>03.06.2008: Das japanische Labormodul JEM PM wird an der Backbordseite von Harmony angedockt. Es verfügt über eine Materialschleuse und das größte Fenster auf der Station. Anschließend wird das kleine Logistikmodul von Harmony (Zenit) nach JEM PM verlegt. </li><li>19.03.2009: Das vierte und damit letzte Gitterstrukturelement mit Solarzellen (S6) wird auf der Steuerbordseite angebracht. Die Spannweite der Struktur beträgt nun mehr als 100 Meter, die zur Verfügung gestellte elektrische Leistung liegt bei etwa 100 kW. </li><li>15.07.2009: Die japanische Experimentierplattform JEM EF trifft ein und komplettiert den Forschungskomplex aus dem Land der aufgehenden Sonne. Dieser Komplex wird anschließend praktisch von allen Partnern der ISS genutzt, wie dies auch für die übrigen Elemente der Raumstation gilt. </li><li>17.09.2009: Der erste japanische Frachter HTV wird mittels Manipulatorarm an das ISS-Modul Harmony angedockt. Dieses Verfahren wird zum ersten Mal in dieser Form an der Internationalen Raumstation verwendet. Das HII Transfer Vehicle kann sowohl Innen- als auch Außenfracht zur Station transportieren. Mit einem Großteil der Außenfracht werden die Experimentierboxen an der Außenplattform bestückt. </li><li>12.11.2009: Das kleine Forschungsmodul Poisk wird von einem modifizierten Progress-Antriebsmodul am oberen Stutzen von Swesda angekoppelt. Dieser war zuvor bei mehreren Ausstiegen frei gelegt und darauf vorbereitet worden. </li><li>12.02.2010: Das dritte Knotenmodul (Tranquility) wird an der Backbordseite von Unity angedockt. Cupola wird 3 Tage später von der Spitze zum unteren Kopplungsstutzen von Tranquility verlegt. Die Kuppel verfügt über 6 trapezförmige Fenster, die in einem Ring um ein großes Rundfenster angeordnet sind und bietet einen wunderbaren Blick auf unseren Blauen Planeten. </li><li>18.05.2010: Das kleine Forschungsmodul Rasswjet wird, nachdem es aus der Ladebucht der Atlantis gehoben war, am unteren Kopplungsstutzen des ältesten Moduls Sarja angekoppelt. Es dient auch als Kopplungsstelle, zumeist für bemannte Raumschiffe. Huckepack wurden ein Wärmeabstrahler, eine Experimentierschleuse und Ersatzteile für den computergesteuerten Manipulatorarm ERA der europäischen Weltraumorganisation für das Modul MLM Naúka geliefert, welches nach derzeitigem Stand 2015 zur ISS starten soll. </li><li> 29.05.2010: Die Besatzung der Internationalen Raumstation wird auf 6 Personen (Michael Barratt, Gennadi Padalka, Roman Romanjenko, Robert Thirsk, Koichi Wakata, Frank de Winne) aufgestockt. Zudem stammen die 6 der ISS-Expedition 20 von allen beteiligten Partnern (NASA, Roskosmos, CSA, JAXA, ESA). Von da an befinden sich lediglich während einer kurzen Austauschperiode zwischen Landung eines Raumschiffes und Start des nächsten nur 3 Raumfahrer an Bord der ISS. </li><li>01.03.2011: Das permanente Mehrzweckmodul PMM (Leonardo), welches aus einem Frachtmodul umgebaut wurde, wird an der Unterseite des Moduls Unity angedockt. Damit steht ein großer Lagerraum zur Verfügung. </li><li>19.05.2011: Der Teilchendetektor AMS 2 (Alpha Magnet Spectrometer) wird an der Gitterstruktur der Station befestigt und an die Energieversorgung angeschlossen. Er soll Beweise für die Existenz Dunkler Materie im Universum liefern. </li><li>25.05.2012: Der erste Frachter vom Typ Dragon einer US-Firma wird bereits beim Testflug erfolgreich eingefangen und angekoppelt. Dragon ist auch in der Lage, Außenfracht zur Station zu bringen sowie größere Mengen Fracht in seiner Landekapsel zur Erde zurück zu befördern. </li><li>29.09.2013: Auch beim ersten Testflug eines Cygnus-Frachters einer US-Firma gelingen Einfangen, Ankoppeln, Entladen und Absetzen. </li></ul>



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