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	<title>Reaktionsrad &#8211; Raumfahrer.net</title>
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	<description>Das Portal für Astronomie- und Raumfahrtbegeisterte</description>
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	<title>Reaktionsrad &#8211; Raumfahrer.net</title>
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		<title>Axelspace: AL Lab für In-Orbit-Demonstrationen</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/axelspace-al-lab-fuer-in-orbit-demonstrationen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 18 Jul 2024 15:03:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Satelliten]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Axelspace kündigt neuen Service „AxelLiner Laboratory (AL Lab)“ an, um den rasant wachsenden Bedarf an In-Orbit-Demonstrationen von Weltraumkomponenten zu decken. Eine Pressemitteilung von Axelspace. Quelle: Axelspace via Business Wire 18. Juli 2024. Tokio –(BUSINESS WIRE)– Die Axelspace Corporation kündigte die Einführung von AxelLiner Laboratory (AL Lab) an, einem neuen Service im Rahmen des 2022 eingeführten [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Axelspace kündigt neuen Service „AxelLiner Laboratory (AL Lab)“ an, um den rasant wachsenden Bedarf an In-Orbit-Demonstrationen von Weltraumkomponenten zu decken. Eine Pressemitteilung von Axelspace.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: Axelspace via Business Wire 18. Juli 2024.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full has-lightbox"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2024/07/AxelLinerLaboratoryAxelspace.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="AxelLiner Laboratory Logo. (Grafik: Axelspace)" data-rl_caption="" title="AxelLiner Laboratory Logo. (Grafik: Axelspace)" data-wpel-link="internal"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="260" height="200" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2024/07/AxelLinerLaboratoryAxelspace26.jpg" alt="AxelLiner Laboratory Logo. (Grafik: Axelspace)" class="wp-image-142747"/></a><figcaption class="wp-element-caption">AxelLiner Laboratory Logo. (Grafik: Axelspace)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Tokio –(BUSINESS WIRE)– Die Axelspace Corporation kündigte die Einführung von AxelLiner Laboratory (AL Lab) an, einem neuen Service im Rahmen des 2022 eingeführten AxelLiner. Dieser Service ist auf die In-Orbit-Demonstration von Weltraumkomponenten spezialisiert und der Verkauf soll in naher Zukunft beginnen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zudem wurde ein neues Memorandum zwischen Axelspace und ASPINA Shinano Kenshi Co., Ltd. unterzeichnet, einem Partner, mit dem seit 2020 an der Entwicklung eines Reaktionsrads für Mikrosatelliten gearbeitet wird. Die Unternehmen haben vereinbart, das Rad 2026 in die Umlaufbahn zu bringen und eine In-Orbit-Demonstration durchzuführen, bei der erstmals das AL Lab zum Einsatz kommt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Deckung des wachsenden Bedarfs an In-Orbit-Demonstrationen</strong><br>Mit der Einführung von AxelLiner 2022 hat sich Axelspace auf die groß angelegte Markteinführung seines Services vorbereitet. Diese Vorbereitung umfasste die Entwicklung eines vielseitigen Bussystems für Mikrosatelliten, die Gründung der Spacecraft Manufacturing Alliance für die Massenproduktion und den Bau des AxelLiner Terminal, eines Softwaresystems, das innovative Kundenerfahrungen bietet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Seit der Markteinführung wurden hohe Erwartungen in diesen One-Stop-Mikrosatellitenservice gesetzt, mit dem Kunden ihre einzigartigen Weltraummissionen in kürzerer Zeit realisieren können, was den starken Bedarf in diesem Bereich unterstreicht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Durch den Kontakt mit verschiedenen Akteuren der Raumfahrtindustrie konnte zudem ein starkes Interesse bei Unternehmen geweckt werden, die Komponenten für den Weltraum und Missionsausrüstung entwickeln. Um diesen Kundenstamm weiter auszubauen, hat Axelspace mit der Entwicklung eines neuen Services für AxelLiner begonnen, der auf In-Orbit-Demonstrationen spezialisiert ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die japanische Regierung plant, noch in diesem Jahr den Space Strategic Fund einzurichten, der im kommenden Jahrzehnt Fördermittel in Höhe von 1 Billion Yen vergeben soll. Eines der Themen, die der Fonds unterstützen will, ist die Einrichtung einer Satelliten-Lieferkette durch die Entwicklung und Demonstration von Satellitenteilen und -komponenten. Daher wird erwartet, dass die Nachfrage nach frühen In-Orbit-Demonstrationsdiensten in Zukunft steigen wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Um diese bestehenden Herausforderungen bei In-Orbit-Demonstrationen meistern zu können, hat Axelspace einen Service entwickelt, der genau auf diese speziellen Anforderungen zugeschnitten ist, wobei die kurze Entwicklungszeit und die Massenproduktionskapazitäten von AxelLiner zum Tragen kommen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">AL Lab eignet sich nicht nur zum Testen von Komponenten und Missionsausrüstung im Weltraum, sondern auch für Unterhaltungszwecke oder Werbeaktionen für Unternehmen oder Produkte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das ursprünglich geplante Servicekonzept wird als „AxelLiner Professional (AL Pro)“ neu definiert und die Vorbereitungen für die vollständige Einführung fortgesetzt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Ankündigung von Axelspace</strong><br><a href="https://www.axelspace.com/news/axellinerlaboratory/" target="_blank" rel="noreferrer noopener follow" data-wpel-link="external">https://www.axelspace.com/news/axellinerlaboratory/</a></p>


<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=7116.msg564267#msg564267" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">CubeSats</a></li>
</ul>
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		<title>ESA: Drei Stunden für die Rettung von INTEGRAL</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/esa-drei-stunden-fuer-die-rettung-von-integral/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 18 Oct 2021 20:10:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Integral]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Teleskope]]></category>
		<category><![CDATA[Top-Meldungen]]></category>
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		<category><![CDATA[ESA]]></category>
		<category><![CDATA[ESOC]]></category>
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		<category><![CDATA[SEU]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Am 22. September 2021, gegen Mittag, wurde die ESA-Raumsonde INTEGRAL in den sicheren Notfallmodus versetzt. Eines der drei aktiven „Reaktionsräder” des Satelliten hatte sich ohne Vorwarnung abgeschaltet und drehte sich nicht mehr, was einen Folgeeffekt verursachte, der dazu führte, dass sich der Satellit selbst zu drehen begann. Eine Information der Europäischen Weltraumorganisation (ESA). Quelle: ESA. [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Am 22. September 2021, gegen Mittag, wurde die ESA-Raumsonde INTEGRAL in den sicheren Notfallmodus versetzt. Eines der drei aktiven „Reaktionsräder” des Satelliten hatte sich ohne Vorwarnung abgeschaltet und drehte sich nicht mehr, was einen Folgeeffekt verursachte, der dazu führte, dass sich der Satellit selbst zu drehen begann. Eine Information der Europäischen Weltraumorganisation (ESA).</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: ESA.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/Integralartesadducros.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/Integralartesadducros26.jpg" alt=""/></a><figcaption>INTEGRAL im All &#8211; Illustration. (Bild: ESA/D. Ducros)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">18. Oktober 2021 &#8211; INTEGRAL steht für INTErnational Gamma-Ray Astrophysics Laboratory (Internationales Labor für Gammastrahlen-Astrophysik) und wurde 2002 ins All gestartet. Es ist eine der am längsten laufenden und erfolgreichsten Missionen der ESA. Die Raumsonde sammelt energiereiche Strahlung aus dem Weltraum und trägt so zur Lösung der größten Rätsel der Astronomie bei.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Da sich die Raumsonde in Rotation befand, erreichten die Daten die Bodenkontrolle nur noch bruchstückhaft, und die Sonnenkollektoren waren nur kurzzeitig zur Sonne ausgerichtet, so dass sich die Batterien schnell entluden. Da nur noch für wenige Stunden Energie zur Verfügung stand, drohte die 19 Jahre alte Mission verloren zu gehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das INTEGRAL-Flugkontrollteam machte sich zusammen mit den Teams für Flugdynamik und Bodenstationen des ESA-Missionskontrollzentrums ESOC sowie den Teams von ESA-ESAC und Airbus Defence &amp; Space an die Arbeit. Mit schnellem Denken und einfallsreichen Lösungen fanden sie das Problem und retteten die Mission.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Was um Alles in aller Welt?</strong><br>Als Ursache wird ein so genannter „Single Event Upset” (SEU) (etwa: Einzelereignisstörung) vermutet, der auftritt, wenn ein geladenes Teilchen auf ein empfindliches Teil eines elektrischen Geräts trifft und eine einmalige „Zustandsänderung” hervorruft, die dessen Funktion stört. Diese geladenen, „ionisierten” Teilchen stammen häufig von der Sonne, die während der Sonneneruptionen oder bei koronalen Massenauswürfen Materie und Energie ausspuckt.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ThreehourstosaveIntegralwhathappenedesa2k.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ThreehourstosaveIntegralwhathappenedesa26.jpg" alt=""/></a><figcaption>Drei Stunden für die Rettung von INTEGRAL &#8211; was ist passiert? (Grafik: ESA)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">„Ich glaube nicht, dass der SEU in diesem Fall von unserem lokalen, gelegentlich grantigen Stern verursacht wurde. Dieser Einschlag ereignete sich an einem Tag, an dem keine relevanten Weltraumwetteraktivitäten beobachtet wurden”, erklärt Juha-Pekka Luntama, Leiter des Weltraumwetterbüros der ESA.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Nach Rücksprache mit unseren Kollegen vom Flugkontrollteam sieht es so aus, als ob die Anomalie durch geladene Teilchen ausgelöst wurde, die in den Strahlungsgürteln um die Erde hängen geblieben sind.”</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Van-Allen-Strahlungsgürtel sind zwei donutförmige Regionen, die die Erde umgeben und in denen energiereiche geladene Teilchen im Erdmagnetfeld gefangen sind. Ihre Eigenschaften variieren je nach Sonnenaktivität, und sie stellen eine Gefahr für Satelliten und Menschen im Weltraum dar, die sie durchqueren. Da der tiefste Punkt der INTEGRAL-Umlaufbahn nur noch 1500 km von der Erdoberfläche entfernt ist, durchquert die Sonde auf ihrer Umlaufbahn beide Strahlungsgürtel.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>„Darmstadt, wir haben ein Problem!”</strong><br>INTEGRAL verwendet „Reaktionsräder” &#8211; Räder, die beim Drehen Energie speichern &#8211; um die Richtung der Sonde auf subtile Weise zu steuern, ohne dass Triebwerke eingesetzt werden müssen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Plötzlich blieb eines dieser Reaktionsräder stehen, und nach dem Gesetz der Energieerhaltung musste die Drehkraft, die vorher in dem Rad war, woanders hingelangen &#8211; und wurde nun auf die Sonde selbst übertragen. Die Sonde geriet ins Trudeln und löste einen Notfallmodus zur Sicherung der Fluglage aus, der jedoch aufgrund eines früheren Fehlers nicht mehr zuverlässig war und die Sonde nicht stabilisieren konnte.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/IntegralFlightControlTeamrescuingmissionesa.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/IntegralFlightControlTeamrescuingmissionesa26.jpg" alt=""/></a><figcaption>Das INTEGRAL Flugkontrollteam macht sich an die Arbeit, um die Mission zu retten. (Bild: ESA)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Das Reaktionsrad wurde von den Teams am Boden reaktiviert, aber die Sonde drehte sich weiterhin mit einer durchschnittlichen Geschwindigkeit von etwa 17 Grad pro Minute (etwa eine Umdrehung alle 21 Minuten) und schwankte unvorhersehbar um seine Achsen. Das mag nach wenig klingen, aber die Sonde rotierte fünf Mal schneller als die Maximalgeschwindigkeit, wenn sie unter Kontrolle war.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Die Daten, die von INTEGRAL herunterkamen, waren unregelmäßig und kamen nur für kurze Zeitspannen an, weil sie sich ständig drehte. Das machte die Analyse noch schwieriger”, erklärt Richard Southworth von der ESA, Spacecraft Operations Manager für INTEGRAL.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Die Batterien entluden sich, da nur kurze Ladeperioden stattfanden, wenn die Paneele kurz der Sonne zugewandt waren.”</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die erste Herausforderung bestand daher darin, den Energieverbrauch von INTEGRAL zu senken, um mehr Zeit zu gewinnen. Erste Schätzungen der verbleibenden Batterieladung vor dem „Blackout” &#8211; und dem Verlust des Satelliten &#8211; lagen bei nur drei Stunden. Durch das schrittweise Abschalten verschiedener Instrumente und unkritischer Komponenten wurde dieser Zeitraum auf mehr als sechs Stunden erhöht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im nächsten Schritt, mit etwas mehr gewonnener Zeit, galt es nun, das Rotieren zu unterbinden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit Unterstützung von Experten aus der Industrie analysierte das ESOC-Team den Zustand der Reaktionsräder und entwickelte eine Reihe von Befehlen, um deren Geschwindigkeit zu ändern und den sich drehenden Satelliten abzubremsen. Am späten Nachmittag des 22. September wurden die Befehle gesendet und zeigten sofort Erfolg, auch wenn es noch drei (lange) Stunden dauerte, bis der Satellit vollständig unter Kontrolle und außer unmittelbarer Gefahr war.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Integrals ‚Apollo 13’-Moment</strong><br>„Alle atmeten auf. Das war sehr knapp, und wir waren sehr erleichtert, dass wir die Sonde aus dieser „Nahtoderfahrung“ herausbekommen haben&#8220;, erinnert sich Andreas Rudolph, Leiter der Astronomy Missions-Abteilung der ESA am ESOC-Missionskontrollzentrum.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/Artofmechanismsininteractingbinaryesa.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/Artofmechanismsininteractingbinaryesa26.jpg" alt=""/></a><figcaption>Eine künstlerische Darstellung der Mechanismen in einem wechselwirkenden binären System. (Bild: ESA)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">„Die meisten Mitglieder des Flugkontrollteams arbeiteten zu diesem Zeitpunkt von zu Hause aus &#8211; ich verfolgte das Geschehen vom Zug aus! &#8211; und arbeiteten bis vier Uhr morgens, um die Sonde vollständig zu stabilisieren, wieder in Position zu bringen und der Sonne zuzuwenden, damit die Batterien wieder aufgeladen werden konnten.”</p>



<p class="wp-block-paragraph">Unglücklicherweise begann sich die Sonde einige Stunden später, als das Team wieder zusammenkam, um die nächsten Schritte zu besprechen, erneut zu rotieren, und ihre Reaktionsräder drehten sich wieder mit hoher Geschwindigkeit. Es wird vermutet, dass es sich um eine „Okkultation” oder „Blendung&#8220; des Sternverfolger-Sensors (star tracker) handelte, die von den Kontrollsystemen des Satelliten nicht korrekt bewältigt wurde &#8211; nämlich dann, wenn die Erde die Sicht der Raumsonde auf die Sterne behindert, an denen sie sich orientiert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Team wiederholte die Schritte vom Vortag, um das Raumschiff zu stabilisieren und in eine auf die Sonne ausgerichtete Position zu bringen, diesmal ohne die Sternverfolger zu behindern. Die Wiederherstellung dauerte nur ein paar Stunden, wobei die beim ersten Mal gemachten Erfahrungen erneut in die Praxis umgesetzt werden konnten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">INTEGRAL ist seitdem unter Kontrolle, und seit dem 27. September sind alle Systeme wieder online. Seit dem 1. Oktober sind die Instrumente nach einem längeren Checkout wieder in Betrieb und beobachten das hochenergetische Universum &#8211; einschließlich exotischer Neutronensterne und schwarzer Löcher &#8211; erneut.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eines der ersten Ziele von INTEGRAL wird die Beobachtung massereicher Sterne in der Orion-Region sein, um die Auswirkungen auf ihre Umgebung zu untersuchen, wenn sie zur Supernova werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Wir bereiten uns auch wieder auf ‚Target of Opportunity&#8216;-Beobachtungen vor, was bedeutet, dass lINTEGRAL wieder schnell reagieren wird, um unerwartete explosive Ereignisse im Universum zu untersuchen„, sagt Erik Kuulkers, Projektwissenschaftler für INTEGRAL bei der ESA.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Eine Sache der Schubkraft</strong><br>Es ist nicht das erste Mal, dass diese fast 20 Jahre alte Sonde den Missionsteams einen Schrecken einjagt. Letztes Jahr zündete INTEGRAL nach einer Störung des Antriebssystems ihre Triebwerke zum möglicherweise letzten Mal planmäßig.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ArtistsviewofIntegralesa2k.jpg" data-rel="lightbox-image-4" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ArtistsviewofIntegralesa26.jpg" alt=""/></a><figcaption>Künstlerische Darstellung von INTEGRAL. (Bild: ESA)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Aufgrund dieses mangelhaften Antriebssystems war der Wechsel in den Sicherheitsmodus in diesem Fall wirkungslos. Da der Modus nun deaktiviert ist, arbeiten das Kontrollteam an einer neuen automatischen Rettungssequenz, die viele der nach dieser Anomalie durchgeführten Operationen nachahmen soll, nur viel schneller.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Als das Antriebssystem ausfiel, erkannte das Team, dass es lernen musste, den vier Tonnen schweren Satelliten allein mit seinen hochempfindlichen Reaktionsrädern zu manövrieren, um in regelmäßigen Abständen Energie abzuführen und den Kräften entgegenzuwirken, die auf die Sonde einwirken, einschließlich des konstanten sanften Stoßes durch die Strahlung der Sonne. Das war eine Lösung, die noch nie zuvor ausprobiert worden war.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Ich habe zuerst nicht geglaubt, dass das möglich ist. Wir haben uns bei unseren Kollegen von der Flugdynamik erkundigt, und die Theorie ließ die Annahme zu, dass es klappen würde. Nachdem wir eine Simulation durchgeführt hatten, testeten wir sie an der Sonde. Es hat funktioniert!”, erklärt Richard.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Dank unseres schlagfertigen Teams und der Hilfe von Experten aus der Industrie geht die INTEGRAL-Mission weiter. Sie ist fast zwei Jahrzehnte alt und übertrifft bei weitem die Erwartungen, die an eine auf fünf Jahre angelegte Mission geknüpft waren.”</p>



<p class="wp-block-paragraph">In der<a href="https://esaexploresoperations.podbean.com/e/rescuing-integral-no-thrusters-no-problem/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external"> neuesten Folge des Podcasts ESA Explores Space Operations</a> erzählt Richard die Geschichte der letzten Rettung und Aufrüstung von INTEGRAL und die erstaunliche Teamarbeit, die die Mission gerettet hat.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=3426.msg521069#msg521069" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">ESA</a></p>
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		<title>Einradsonde Dawn</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/einradsonde-dawn/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 17 May 2017 19:36:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Dawn]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Raumsonde Dawn der US-amerikanischen Luft- und Raumfahrtagentur (NASA) steht nur noch ein Reaktionsrad zur Verfügung. Eines von zwei Anfang April 2017 noch arbeitsfähigen Rädern ist am 23. April 2017 ausgefallen. Trotzdem kann die Sonde den Beobachtungsbetrieb auf ihrem Orbit um den Zwergplaneten Ceres fortsetzen. Ein Beitrag von Axel Nantes. Quelle: NASA. Während der Vorbereitung [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Der Raumsonde Dawn der US-amerikanischen Luft- und Raumfahrtagentur (NASA) steht nur noch ein Reaktionsrad zur Verfügung. Eines von zwei Anfang April 2017 noch arbeitsfähigen Rädern ist am 23. April 2017 ausgefallen. Trotzdem kann die Sonde den Beobachtungsbetrieb auf ihrem Orbit um den Zwergplaneten Ceres fortsetzen.</h4>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Axel Nantes.   Quelle: NASA.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/06/pia19598b1041jpl1500.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/06/pia19598b1041jpl260.jpg" alt=""/></a><figcaption>Dawn in angetriebenem Flug über Ceres &#8211; Illustration<br>(Bild: NASA / JPL)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Während der Vorbereitung von Beobachtungen bei einer bestimmten Opposition genannten Konstellation, bei der Dawn sich im Bereich zwischen der Sonne und Ceres bewegte, wurde am 23. April 2017 ein sogenannter Sicherheitsmodus („safemode“) ausgelöst, bei dem die Sonde in einen Zustand eingeschränkter Aktivität mit definiertem Kommunikationsverhalten versetzt worden ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Verlauf einer turnusmäßigen Kommunikationssitzung übermittelte die Sonde am 24. April 2017 Informationen zur Erde, aus denen hervorging, dass die Sonde nun auch das dritte von vier Reaktionsrädern an Bord &#8211; relativ schwere, scheibenförmige Massen, die elektromotorisch angetrieben die Lage der Sonde im Raum verändern können – verloren hatte. Der Fehler war aufgetreten, nachdem Dawn am 22. April 2017 eine fünfstündige angetriebene Flugphase unter Nutzung ihres elektrischen, Xenon ausstoßenden Triebwerkssystems absolviert hatte. Wegen des Ausfalls kamen weitere, kürzere angetriebene Flugphasen am 23. und 24. April 2017 nicht zu Stande.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nachdem die Bodenkontrolle auf der Erde Kenntnis von dem Problem an Bord der Sonde erlangt hatte, gelang es am 25. April 2017 die Sonde wieder in ein Standartbetriebsregime mit einer Lageregelung durch kleine, Hydrazin katalytisch zersetzende Triebwerke zu versetzen. Die Bahn der Sonde würde es nach Angaben der NASA auch erlauben, die während der Opposition vorgesehenen Messungen durchzuführen. Außerdem werde es im verbleibenden Teil der erweiterten Mission von Dawn im Orbit um Ceres laut NASA durch den Ausfall des Reaktionsrades keine signifikanten Beeinträchtigungen geben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dawn war im Jahre 2007 gestartet worden. Vor Erreichen des Zwergplaneten Ceres konnte Dawn bereits den großen Asteroiden Vesta intensiv untersuchen. 2016 schloss Dawn ihre Primärmission im Orbit um Ceres ab. Aktuell wird die Sonde im Rahmen einer Missionserweiterung betrieben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auf den Ausfall des Reaktionsrades war man – auch wegen bereits gewonnener Erfahrungen – vorbereitet. Das erste Reaktionsrad hatte im Juni 2010 – etwa ein Jahr vor Ankunft bei Vesta &#8211; seine Arbeit eingestellt, ein weiteres im August 2012 im Orbit um Vesta. Zunächst wurden die Hydrazin-Triebwerke benutzt, um den Verlust der Reaktionsräder zu kompensieren. 12 dieser 0,9 Newton starken Triebwerke sind um den Hauptkörper der Sonde herum verteilt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">NASAs Labor für Strahlantrieb (JPL) aus Pasadena in Kalifornien und der Hersteller der Sonde, die Orbital ATK Inc. aus Dulles im US-Bundesstaat Virginia, entwickelten eine Software für einen hybriden Kontrollmodus, der die eingeschränkte Nutzbarkeit der Reaktionsräder berücksichtigte. Diese Software war dann im April 2011 auf der Sonde installiert worden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wegen der beschränkten Menge von Hydrazin an Bord entwarf man außerdem eine Strategie, in deren Rahmen man beim Orbiteinschuss bei Ceres möglichst wenig Treibstoff einsetzen wollte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für den weiteren Weg zu Ceres und beim anschließenden Orbiteinschuss benötigte man schließlich statt der ursprünglich projektierten 12,5 Kilogramm nur 4,4 Kilogramm Hydrazin. Gestartet war Dawn mit 45,6 Kilogramm Hydrazin an Bord, beim Abflug von Vesta waren noch 32,3 Kilogramm verfügbar.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Mission der Sonde wird im Orbit um Ceres beendet. Es gab Überlegungen, den Ionenantrieb der Sonde zu benutzen, um sie in Richtung eines weiteren Objektes im Asteroidengürtel, (145) Adeona, zu beschleunigen. Ein Verbleib bei Ceres betrachtete man schließlich als wissenschaftlich nachhaltiger.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das verbliebene Hydrazin an Bord wird man weiter verwenden, um die Sonde während geplanter Kommunikationssitzungen so auszurichten, dass ihre Kommunikationsantenne zur Erde senden kann. Außerdem muss die Sonde während der Beobachtung von Ceres so gesteuert werden, dass ihre Solarzellenausleger ausreichend Sonnenlicht einfangen können. Verliert man die Möglichkeit zu einer entsprechenden Ausrichtung, kann das Missionsende zügig kommen. Erwartet wird, dass Dawn noch Jahrzehnte nach Betriebsende als künstlicher Mond um Ceres kreisen wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=4210.msg392485#msg392485" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Dawn (Discovery 9) auf Delta II 7925H D327 von CC SLC-17B</a></li></ul>
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			</item>
		<item>
		<title>Mars Odyssey sendet wieder Daten</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/mars-odyssey-sendet-wieder-daten/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 28 Jun 2012 20:52:09 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Mars Odyssey 2001]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Datenübertragung]]></category>
		<category><![CDATA[Normalbetrieb]]></category>
		<category><![CDATA[Reaktionsrad]]></category>
		<category><![CDATA[Spektrometer]]></category>
		<category><![CDATA[Themis]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Raumsonde Mars Odyssey befindet sich nach der Aktivierung eines Reserve-Reaktionsrades wieder in ihrem normalen Betriebsmodus. Ein Beitrag von Ralph-Mirko Richter. Quelle: JPL. Die von der US-amerikanischen Weltraumbehörde NASA betriebene Marssonde Mars Odyssey hatte sich nach dem Auftreten eines Problems mit einem der drei für die Lageorientierung im Raum benötigten Reaktionsräder bereits am 8. Juni [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Die Raumsonde Mars Odyssey befindet sich nach der Aktivierung eines Reserve-Reaktionsrades wieder in ihrem normalen Betriebsmodus.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Ralph-Mirko Richter. Quelle: JPL.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/28062012225209_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/28062012225209_small_1.jpg" alt="JPL" width="260"/></a><figcaption>
Eine künstlerische Darstellung der Raumsonde Mars Odyssey. 
<br>
(Bild: JPL)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die von der US-amerikanischen Weltraumbehörde NASA betriebene Marssonde <i>Mars Odyssey</i> hatte sich nach dem Auftreten eines Problems mit einem der drei für die Lageorientierung im Raum benötigten Reaktionsräder bereits am 8. Juni 2012 in einen vorsorglichen Sicherheitsmodus versetzt (<a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/mars-odyssey-mit-reaktionsradproblem/" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net berichtete</a>). Nach einer ausführlichen Analyse des zugrunde liegenden Problems und der Aktivierung eines Reserve-Reaktionsrades konnte <i>Mars Odyssey</i> den Sicherheitsmodus am 16. Juni 2012 verlassen (<a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/mars-odyssey-sicherheitsmodus-beendet/" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net berichtete</a>). </p>



<p class="wp-block-paragraph">Mittlerweile befindet sich der dienstälteste Marsorbiter der NASA wieder in seinem normalen Betriebsmodus. Bereits am vergangenen Montag wurden die beiden noch einsatzfähigen Instrumente des Orbiters, das <a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/mars-odyssey-ist-seit-ueber-10-jahren-aktiv/" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">Thermal Emission Imaging System</a> (THEMIS) und das Gammastrahlen-Spektrometer, reaktiviert und begannen mit der erneuten Sammlung von wissenschaftlichen Daten. Am Mittwoch nahm der Orbiter schließlich auch erneut seine Funktion als Datenrelaisstation zwischen dem auf der Marsoberfläche operierenden Marsrover <i>Opportunity</i> und dem <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Deep_Space_Network" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">Deep Space Network</a> (DSN) der NASA auf. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die am 7. April 2001 an Bord einer Delta-II-Trägerrakete gestartete Raumsonde <i>Mars Odyssey</i> erreichte den Mars am 24. Oktober 2001 und trat unmittelbar darauf in eine Umlaufbahn um unseren äußeren Nachbarplaneten ein. Die Mission wird vom Jet Propulsion Laboratory (JPL) der NASA in Pasadena/Kalifornien, eine Abteilung des California Institute of Technology (Caltech), im Auftrag des Direktorats für wissenschaftliche Missionen der NASA in Washington, DC geleitet. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Raumcon-Forum</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=4101.30" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">2001 Mars Odyssey</a></li></ul>
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Mars Odyssey: Sicherheitsmodus beendet</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/mars-odyssey-sicherheitsmodus-beendet/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 20 Jun 2012 17:43:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Hauptantenne]]></category>
		<category><![CDATA[JPL]]></category>
		<category><![CDATA[Raumsonde]]></category>
		<category><![CDATA[Reaktionsrad]]></category>
		<category><![CDATA[Relaisstation]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Raumsonde Mars Odyssey hat laut einer Meldung des JPL den Sicherheitsmodus am vergangenen Wochenende beendet. Die Wiederaufnahme des regulären Betriebes ist für die kommende Woche vorgesehen. Ein Beitrag von Ralph-Mirko Richter. Quelle: JPL. Die von der US-amerikanischen Weltraumbehörde NASA betriebene Marssonde Mars Odyssey hatte sich nach dem Auftreten eines Problems mit einem der drei [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Die Raumsonde Mars Odyssey hat laut einer Meldung des JPL den Sicherheitsmodus am vergangenen Wochenende beendet. Die Wiederaufnahme des regulären Betriebes ist für die kommende Woche vorgesehen.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Ralph-Mirko Richter. Quelle: JPL.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/20062012194321_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/20062012194321_small_1.jpg" alt="JPL" width="301" height="244"/></a><figcaption>
Eine künstlerische Darstellung der Raumsonde Mars Odyssey. 
<br>
(Bild: NASA, JPL-Caltech)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die von der US-amerikanischen Weltraumbehörde NASA betriebene Marssonde <i>Mars Odyssey</i> hatte sich nach dem Auftreten eines Problems mit einem der drei für die Lageorientierung im Raum benötigten Reaktionsräder bereits am 8. Juni 2012 in einen vorsorglichen Sicherheitsmodus versetzt (<a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/mars-odyssey-mit-reaktionsradproblem/" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net berichtete</a>). Dieser Sicherheitsmodus hatte zur Folge, dass alle nicht unbedingt erforderlichen Aktivitäten an Bord der Raumsonde vorübergehend ausgesetzt wurden und <i>Mars Odyssey</i> die Hauptantenne auf die Erde ausrichtete, um weitere Befehle abzuwarten. </p>



<p class="wp-block-paragraph">In den folgenden Tagen wurde das aufgetretene Problem &#8211; eines der drei Reaktionsräder fiel für mehrere Minuten aus und wurde daraufhin von dem Bordcomputer der Raumsonde als nicht mehr zuverlässig eingestuft &#8211; von den für die Kontrolle von <i>Mars Odyssey</i> verantwortlichen Technikern und Ingenieuren des Jet Propulsion Laboratory (JPL) ausführlich analysiert. Im Rahmen dieser Arbeiten wurde ab dem 12. Juni 2012 auch das vierte, zuvor noch nie eingesetzte Reserve-Reaktionsrad ausführlich getestet. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Seit dem 16. Juni hat dieses Reserve-Schwungrad die Aufgaben des zuvor ausgefallenen und jetzt deaktivierten Reaktionsrades übernommen. <i>Mars Odyssey</i> hat daraufhin den vorsorglichen Sicherheitsmodus beendet und die Ausrichtung im All dahingehend verändert, dass die Instrumente der Raumsonde jetzt wieder direkt auf den Mars zeigen. Gegenwärtig sind die für die Steuerung des Marsorbiters verantwortlichen Mitarbeiter des JPL damit beschäftigt, das Verhalten des neu aktivierten Reaktionsrades zu überprüfen und dessen Funktionalität zu bestätigen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Der erneute Vollbetrieb der Raumsonde &#8211; so die aktuellen Planungen des JPL &#8211; soll im Verlauf der kommenden Woche aufgenommen werden. Als ersten Schritt soll der Marsorbiter dazu wieder seine routinemäßige Funktion als Kommunikationsrelais für den Marsrover <i>Opportunity</i> erfüllen. Anschließend sollen auch die wissenschaftlichen Instrumente der Raumsonde reaktiviert werden und ihre Arbeiten fortsetzen. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><i>Mars Odyssey</i> soll neben der ebenfalls von der NASA betriebenen Raumsonde <i>Mars Reconnaissance Orbiter</i> (MRO) und dem von der ESA betriebenen <i>Mars Express</i> die am 6. August 2012 erfolgende Landung des Marsrovers <i>Curiosity</i> überwachen und während dessen Abstiegsphase zur Marsoberfläche wichtige Telemetriedaten an die Erde übermitteln. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die am 7. April 2001 an Bord einer Delta-II-Trägerrakete gestartete Raumsonde <i>Mars Odyssey</i> erreichte den Mars am 24. Oktober 2001 und trat unmittelbar darauf in eine Umlaufbahn um unseren äußeren Nachbarplaneten ein. Die Mission wird vom Jet Propulsion Laboratory (JPL) der NASA in Pasadena/Kalifornien, eine Abteilung des California Institute of Technology (Caltech), im Auftrag des Direktorats für wissenschaftliche Missionen der NASA in Washington, DC geleitet. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Raumcon-Forum</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=4101.30" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">2001 Mars Odyssey</a></li></ul>
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		<item>
		<title>Galaxy 15: Intelsat hofft weiter</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/galaxy-15-intelsat-hofft-weiter/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thomas Weyrauch]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 22 Oct 2010 09:01:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[2005-041A]]></category>
		<category><![CDATA[Anomalie]]></category>
		<category><![CDATA[C-Band]]></category>
		<category><![CDATA[Galaxy 15]]></category>
		<category><![CDATA[GEO]]></category>
		<category><![CDATA[Intelsat]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunikationssatellit]]></category>
		<category><![CDATA[OSC]]></category>
		<category><![CDATA[Reaktionsrad]]></category>
		<category><![CDATA[Solarzellenausleger]]></category>
		<category><![CDATA[Sonnensturm]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Betreiber von Kommunikationssatelliten Intelsat hofft weiterhin, den derzeit mit aktiver Kommunikationsnutzlast ungesteuert im geostationären Orbit treibenden Galaxy 15 nach einem Reset wieder kommerziell einsetzen zu können. Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: Space News. Derzeit wird erwartet, dass die Kommunikationsnutzlast von Galaxy 15 bis mindestens Ende November 2010 weiterlaufen wird und bei Vorbeiflügen von [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Der Betreiber von Kommunikationssatelliten Intelsat hofft weiterhin, den derzeit mit aktiver Kommunikationsnutzlast ungesteuert im geostationären Orbit treibenden Galaxy 15 nach einem Reset wieder kommerziell einsetzen zu können.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: Space News.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large is-resized advgb-dyn-e83d5ad5"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/22102010110123_small_1.jpg" alt="Orbital Sciences Corporation (OSC)" width="319" height="223"/><figcaption>
Galaxy 15 im All &#8211; Illustration  
<br>
(Bild: Orbital Sciences Corporation (OSC))
</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Derzeit wird erwartet, dass die Kommunikationsnutzlast von Galaxy 15 bis mindestens Ende November 2010 weiterlaufen wird und bei Vorbeiflügen von Galaxy 15 an anderen Satelliten im geostationären Orbit, die ebenfalls eine im C-Band arbeitende Kommunikationsnutzlast an Bord haben, Signalstörungen und Unterbrechungen verursachen kann. Um diesen nachteiligen Auswirkungen aus dem Weg zu gehen, hat Intelsat zusammen mit anderen betroffenen Satellitenbetreibern ein Ausweichverfahren erarbeitet, das mit geringen Variationen bereits mehrfach praktiziert werden musste. Dies gelang offenbar sehr gut. Hinsichtlich der Passage von Galaxy 15 an AMC 11 von SES vorbei konnte SES beispielsweise anschließend berichten, dass keiner der Kunden von über AMC 11 ausgestrahlten Signalen Signalverluste erlitt. Sieben Satelliten wichen Galaxy 15 bisher aus, ändert sich an dessen Betriebszustand bis Ende Dezember 2010 nichts, werden weitere sieben Satelliten zusätzliche Manöver ausführen müssen. Unter letzteren befinden sich drei Raumfahrzeuge, die SES betreibt, zwei Trabanten aus Telesats Anik-Serie, und je ein von Intelsat und von Satmex betriebener Satellit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Intelsat und der Hersteller von Galaxy 15, die Orbital Sciences Corporation (OSC), sind sich sicher, dass ein Neustart der Systeme von Galaxy 15 nach einem Reset zu einem betriebsbereiten, nutzbaren Satelliten führt. Dieser Reset aus Mangel an elektrischer Energie geschieht später als ursprünglich erwartet, wird aber als sehr wahrscheinlich angenommen. Verliert Galaxy 15 seine Ausrichtung zur Sonne, was wegen der Sättigung seiner Reaktionsräder irgendwann passieren muss, werden sich seine Akkumulatoren wegen ungeeigneter Orientierung der Solarzellenausleger zur Sonne entladen, und die Systeme an Bord könnten sich schließlich wegen Strommangel vollständig abschalten. Danach bedarf es einer Situation, in der die Solarzellenausleger des Satelliten mit ausreichend viel und lange genug mit Sonnenlicht beschienen werden, damit zentrale  Satellitensystem wieder hochfahren können. Zwischen dem Abschalten und dem Wiederanfahren darf nicht zu viel Zeit vergehen, und der Lagekontrollverlust darf keine zu langsame Rotation des Satelliten zur Folge haben, sonst könnten Betriebsstoffe in Tanks und Rohrleitungen einfrieren, und andere Satellitensysteme beschädigt werden. Würde die Drehbewegung dagegen eine zu schnelle sein, könnte immer wieder gerade soviel Licht auf die Solarzellenausleger fallen, dass die elektrischen Systeme des Satelliten nicht vollständig abschalten, und es käme nicht zu einem Reset. Ergibt sich tatsächlich eine passende Gelegenheit, ist es an den Spezialisten bei OSC und Intelsat, schnell zu handeln. Dass der Satellit nach einem totalen Stromausfall bei anschließend ausreichend zur Verfügung stehender Energie in einen nominalen Betriebszustand geraten würde, legen labormäßige Tests jedenfalls nahe.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Seit dem 5. April 2010 lässt sich Galaxy 15 vom Boden aus nicht mehr kontrollieren. Möglich ist, dass dies auf einen Zeitraum mit erhöhter Sonnenaktivität zwischen dem 3. und dem 5. April 2010 zurückzuführen ist. Tobias Nassif, Intelsats Vizepräsident zuständig für Satellitenentwicklung und -Betrieb, ist jedoch nicht davon überzeugt, dass der Sonnensturm die Probleme an Bord des Satelliten ausgelöst hat, weil der Kontrollverlust ein so plötzlicher war. Hinsichtlich des tatsächlichen Ablaufs gebe es verschiedene Theorien, äußerte Nassif in einem Interview am 13. Oktober 2010. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Galaxy 15 alias G-15 ist katalogisiert mit der NORAD-Nr. 28.884 bzw. als Objekt 2005-041A. </p>
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