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	<title>Sokol-Fluganzug &#8211; Raumfahrer.net</title>
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	<description>Das Portal für Astronomie- und Raumfahrtbegeisterte</description>
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	<title>Sokol-Fluganzug &#8211; Raumfahrer.net</title>
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	<item>
		<title>Sojus-MS 01 in Kasachstan gelandet</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/sojus-ms-01-in-kasachstan-gelandet/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thomas Weyrauch]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 30 Oct 2016 13:07:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Flüge zur ISS]]></category>
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		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
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		<category><![CDATA[Sokol-Fluganzug]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Am Morgen des 30. Oktober 2016 ist die Rückkehrkapsel des Raumschiffs Sojus-MS 01 mit ihrer dreiköpfigen Besatzung in Zentralkasachstan gelandet. Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: JAXA, NASA, Roskosmos. Mit der Landung des Russen Anatoli Alexejewitsch Iwanischin, des Japaners Takuya Ōnishi sowie der US-Amerikanerin Kate Robins an Bord gegen 4:58 Uhr MEZ am 30. Oktober [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Am Morgen des 30. Oktober 2016 ist die Rückkehrkapsel des Raumschiffs Sojus-MS 01 mit ihrer dreiköpfigen Besatzung in Zentralkasachstan gelandet.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/redakteure/" data-wpel-link="internal">Thomas Weyrauch</a>. Quelle: JAXA, NASA, Roskosmos.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/exp49hatchclosing2nasatv900.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/exp49hatchclosing2nasatv260.jpg" alt="Sojus-MS 01 (Mitte) vor dem Ablegen am Stationsmodul Rasswet
(Bild: NASA TV)"/></a><figcaption>Sojus-MS 01 (Mitte) vor dem Ablegen am<br> Stationsmodul Rasswet<br>(Bild: NASA TV)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Mit der Landung des Russen Anatoli Alexejewitsch Iwanischin, des Japaners Takuya Ōnishi sowie der US-Amerikanerin Kate Robins an Bord gegen 4:58 Uhr MEZ am 30. Oktober 2016 im vorgesehenen Gebiet wurde die ISS-Expedition 49 endgültig erfolgreich abgeschlossen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Trio hatte die Internationale Raumstation (ISS) am 9. Juli 2016 mit dem Raumschiff Sojus-MS 01 erreicht und legte 1.840 Erdumrundungen zurück. Im Rahmen ihrer Mission arbeiteten Iwanischin, Ōnishi und Robins 113 Tage an Bord der Raumstation und verbrachten insgesamt 115 Tage im All. Der für die russische Raumfahrtorganisation (Roskosmos) tätige Iwanischin hat jetzt seinen zweiten Raumflug abgeschlossen und war damit insgesamt 280 Tage im All. Ōnishi, unterwegs im Auftrag der japanischen Weltraumforschungsagentur (JAXA) und Rubins, tätig für die US-amerikanische Luft- und Raumfahrtagentur (NASA) beendeten jeweils ihren ersten Einsatz im Weltraum.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/exp49undocknasatv600.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/exp49undocknasatv260.jpg" alt="Sojus-MS 01 nach dem Ablegen
(Bild: NASA TV)"/></a><figcaption>Sojus-MS 01 nach dem Ablegen<br>(Bild: NASA TV)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Am Vortag, also am 29. Oktober 2016, legten die drei Raumfahrer ihre Sokol-Fluganzüge an und bereiteten sich in der Besatzungskabine von Sojus-MS 01 auf die Landung vor. Die Luken zur ISS wurden gegen 23:12 Uhr MESZ geschlossen. Nach der Überprüfung des hermetischen Abschlusses koppelte das Sojus-Raumschiff mit Sojus-Kommandant Iwanischin an den Kontrollen um 2:37 Uhr MESZ am 30. Oktober 2016 vom Kopplungsstutzen am Forschungs- und Kopplungsmodul mit dem Eigennamen Rasswet (Рассвет, russisch für Morgendämmerung) alias Mini Research Module 1 (MRM 1) an der der Erde zugewandten Seite des russischen Segments der Station ab. Anschließend entfernte sich Sojus-MS 01, das erste bemannte Schiff in der weiterentwickelten Sojus-Variante MS mit dem Erzeugniscode 11F732, langsam von der Station. MS steht hier für Modernisiertes System.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/nhq201610300010nasabillingalls.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/nhq201610300010nasabillingalls260.jpg" alt="Sojus-MS 01 am Fallschirm
(Bild: NASA / Bill Ingalls)"/></a><figcaption>Sojus-MS 01 am Fallschirm<br>(Bild: NASA / Bill Ingalls)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die ISS befand sich während dieses Manövers im freien Flug, um den Ablegevorgang nicht durch automatische Lagekorrekturen zu stören. Die Lageregelungstriebwerke des Sojus-Raumschiffs, von denen es an der Sojus-MS-Variante jetzt 28 fehlertolerant paarweise montierte vom Typ DPO-B (ДПО, Triebwerke für Anlegen und Lageregelung) gibt, wurden rund drei Minuten nach dem Abkoppeln das erste Mal eingesetzt, um schneller aus der unmittelbaren Nähe der ISS zu kommen. Dabei erfolgte in einer Entfernung von circa 20 Metern zur Station eine kurze rund acht Sekunden dauernde Brennphase des unsymmetrisches Dimetyhlhydrazin (UDMH) als Brennstoff und Stickstofftetroxid (N<sub>2</sub>O<sub>4</sub>) als Oxidator nutzenden Lageregelungssystems. Iwanischin erprobte die Neuauslegung mit Lageregelungstriebwerken anschließend für eine Weile unter manueller Steuerung, bevor er rund neun Minuten und 20 Sekunden nach dem Ablegen ein weiteres Manöver zur Abstandsgewinnung flog – ebenfalls unter Handsteuerung.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/nhq201610300001nasabillingalls.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/nhq201610300001nasabillingalls260.jpg" alt="Fallschirmlandung mit Bremsraketenunterstützung
(Bild: NASA / Bill Ingalls)"/></a><figcaption>Fallschirmlandung mit Bremsraketenunterstützung<br>(Bild: NASA / Bill Ingalls)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Um 4:06 Uhr MEZ und 34 Sekunden begann eine vier Minuten und 37 Sekunden lange Brennphase des SKD genannten (СКД, Triebwerke für Annäherung und Bahnkorrektur) ebenfalls UDMH und Stickstofftetroxid nutzenden Haupttriebwerksblocks am Heck des Servicemoduls zum Abbremsen von Sojus-MS 01. Das Raumschiff wurde dadurch um 128 Meter pro Sekunde soweit verlangsamt, dass der erdnächste Punkt seiner Umlaufbahn innerhalb der Erdatmosphäre lag. In rund 140 Kilometern Höhe wurden anschließend Orbitalmodul, Landekapsel und Servicemodul voneinander getrennt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Während Orbital- und Servicemodul beim Wiedereintritt in die Erdatmosphäre weitgehend verglühten, passierte dies mit der Landekapsel nicht, da sie an ihrer Unterseite mit einem Hitzeschild versehen worden war. Die Kapsel wurde durch den Luftwiderstand und danach durch einen kleinen Bremsfallschirm auf eine Geschwindigkeit von etwa 350 Kilometer pro Stunde abgebremst. Anschließend öffnete sich der große Hauptfallschirm, der eine weitere Reduzierung der Geschwindigkeit auf etwa 21 Stundenkilometer bewirkte.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/nhq201610300003nasabillingalls.jpg" data-rel="lightbox-image-4" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/nhq201610300003nasabillingalls260.jpg" alt="Besatzung nach der Bergung vor der Kapsel
(Bild: NASA / Bill Ingalls)"/></a><figcaption>Besatzung nach der Bergung vor der Kapsel<br>(Bild: NASA / Bill Ingalls)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">In rund sieben Kilometern Höhe über dem Boden wurde schließlich der Hitzeschild abgeworfen, um unter anderem den Einsatz der Landetriebwerke zu ermöglichen. Diese zündeten unmittelbar vor dem Aufsetzen. Die sechs Bremstriebwerke dämpften den Aufprall der Kapsel auf den Steppenboden, die Landegeschwindigkeit liegt bei diesem Verfahren im Bereich von rund 10 Kilometern pro Stunde. Nach der Landung gegen 4:58 Uhr MEZ (9:58 Uhr Ortszeit Kasachstan) blieb die Besatzungskabine von Sojus-MS 01 in aufrechter Position stehen, was die Bergung der Besatzung vereinfachte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Da die Landung im vorgesehenen Gebiet rund 150 Kilometer südöstlich der Stadt Schesqasghan in Zentralkasachstan erfolgte, waren die Bergungsmannschaften mit Hubschraubern vom Typ Mi-8 und Fahrzeugen schnell vor Ort. Die Mannschaften, die über 14 Hubschrauber, zwei Flugzeuge und 20 Geländefahrzeuge verfügten, waren bald in der Lage, die drei Besatzungsmitglieder aus der Landekapsel zu bergen. Sichtlich gut gelaunt konnten die Besatzungsmitglieder anschließend die kühle Morgenluft – vor Ort lag die Temperatur bei etwa + 1 Grad Celsius &#8211; genießen. Eine erste Überprüfung verschiedener medizinischer Werte ergab, dass sich die Besatzung in guter gesundheitlicher Verfassung befindet.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=13876.msg344056#msg344056" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Sojus MS &#8211; (Nr.731) &#8211; Sojus-FG</a></li></ul>
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			</item>
		<item>
		<title>Sojus-TMA 18M in Kasachstan gelandet</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/sojus-tma-18m-in-kasachstan-gelandet/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thomas Weyrauch]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 02 Mar 2016 10:16:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
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		<category><![CDATA[Sokol-Fluganzug]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Am Morgen des 2. März 2016 ist die Rückkehrkapsel des Raumschiffs Sojus-TMA 18M mit ihrer dreiköpfigen Besatzung in Zentralkasachstan gelandet. Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: NASA, Roskosmos. Mit der Landung der Russen Sergej Wolkow und Michail Kornienko sowie dem US-Amerikaner Scott Kelly an Bord gegen 5:26 Uhr MEZ am 2. März 2016 im vorgesehenen [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Am Morgen des 2. März 2016 ist die Rückkehrkapsel des Raumschiffs Sojus-TMA 18M mit ihrer dreiköpfigen Besatzung in Zentralkasachstan gelandet.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/redakteure/" data-wpel-link="internal">Thomas Weyrauch</a>. Quelle: NASA, Roskosmos.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/tma18land1nasabillingalls1500.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/tma18land1nasabillingalls260.jpg" alt="Sojus-TMA 18M am Hauptfallschirm
(Bild: NASA / Bill Ingalls)"/></a><figcaption>Sojus-TMA 18M am Hauptfallschirm<br>(Bild: NASA / Bill Ingalls)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Mit der Landung der Russen Sergej Wolkow und Michail Kornienko sowie dem US-Amerikaner Scott Kelly an Bord gegen 5:26 Uhr MEZ am 2. März 2016 im vorgesehenen Gebiet wurde die ISS-Expedition 46 endgültig erfolgreich abgeschlossen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sergej Wolkow war am 2. September 2015 zur Internationalen Raumstation (ISS) und seinem dritten Raumflug aufgebrochen und verbrachte rund sechs Monate im All. Der NASA-Astronaut und Commander der Expedition 46 hatte die ISS zusammen mit Michail Kornienko am 28. März 2015 erreicht und mit dem Kollegen 340 Tage an Bord der Raumstation verbracht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Rahmen ihrer Mission legten Kelly und Kornienko mit der Raumstation eine Distanz von rund 143 Millionen Meilen, umgerechnet also über 230 Millionen Kilometer, zurück. Zusammen mit einem früheren Raumflug hat Kornienko jetzt 516 All-Tage absolviert. Kelly konnte mit seinem vierten Raumflug seinen Erfahrungsschatz auf 520 Tage im All erweitern. Wolkow kommt mit dem Abschluss seines dritten Einsatzes im Weltraum sogar auf 548 Tage.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/tma18land4nasabillingalls1500.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/tma18land4nasabillingalls260.jpg" alt="Landekapsel durch ein Hubschauberfenster gesehen - links im Bild
(Bild: NASA / Bill Ingalls)"/></a><figcaption>Landekapsel durch ein Hubschauberfenster<br> gesehen &#8211; links im Bild<br>(Bild: NASA / Bill Ingalls)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Am gestrigen 1. März 2016 legten die drei Raumfahrer ihre Sokol-Fluganzüge an und bereiteten sich in der Besatzungskabine von Sojus-TMA 18M auf die Landung vor. Die Luken zur ISS wurden gegen 22:43 Uhr MEZ geschlossen. Nach der Überprüfung des hermetischen Abschlusses koppelte das Sojus-Raumschiff mit Sojus-Kommandant Sergej Wolkow an den Kontrollen um 2:03 Uhr MEZ am 2. März 2016 vom Kopplungsstutzen am Forschungs- und Kopplungsmodul mit dem Eigennamen Poisk (russisch für Suche) am russischen Segment ab. Anschließend entfernte sich Sojus-TMA 18M langsam von der Station.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die ISS befand sich während dieses Manövers im freien Flug, um den Ablegevorgang nicht durch automatische Lagekorrekturen zu stören. Gegen 4:34 Uhr MEZ begann eine Brennphase der Triebwerke am Servicemodul zum Abbremsen von Sojus-TMA 18M. Das Raumschiff wurde dadurch soweit verlangsamt, dass der erdnächste Punkt seiner Umlaufbahn innerhalb der Erdatmosphäre lag. In rund 140 Kilometern Höhe wurden anschließend Orbitalmodul, Landekapsel und Servicemodul voneinander getrennt.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/soyuzlandingsequencenasatv1000.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/soyuzlandingsequencenasatv260.jpg" alt="grafische Darstellung der Landesequenz
(Bild: NASA-TV)"/></a><figcaption>grafische Darstellung der Landesequenz<br>(Bild: NASA-TV)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Während Orbital- und Servicemodul beim Wiedereintritt in die Erdatmosphäre weitgehend verglühten, passierte dies mit der Landekapsel nicht, da sie an ihrer Unterseite mit einem Hitzeschild versehen worden war. Die Kapsel wurde durch den Luftwiderstand und danach durch einen kleinen Bremsfallschirm auf eine Geschwindigkeit von etwa 350 Kilometer pro Stunde abgebremst. Anschließend öffnete sich der große Hauptfallschirm, der eine weitere Reduzierung der Geschwindigkeit auf etwa 21 Stundenkilometer bewirkte.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/tma18land3nasabillingalls1500.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/tma18land3nasabillingalls260.jpg" alt="Sojus-TMA 18M - drei Raumfahrer schnuppern irdische Morgenluft
(Bild: NASA / Bill Ingalls)"/></a><figcaption>Sojus-TMA 18M &#8211; drei Raumfahrer schnuppern irdische Morgenluft<br>(Bild: NASA / Bill Ingalls)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">In rund sieben Kilometern Höhe über dem Boden wurde schließlich der Hitzeschild abgeworfen, um unter anderem den Einsatz der Landetriebwerke zu ermöglichen. Diese zündeten unmittelbar vor dem Aufsetzen. Die sechs Bremstriebwerke dämpften den Aufprall der Kapsel auf den Steppenboden, die Landegeschwindigkeit liegt bei diesem Verfahren im Bereich von rund 10 Kilometern pro Stunde. Nach der Landung blieb die Besatzungskabine von Sojus-TMA 18M in aufrechter Position stehen, was die Bergung der Besatzung vereinfachte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Da die Landung im vorgesehenen Gebiet rund 150 Kilometer südöstlich der Stadt Schesqasghan in Zentralkasachstan erfolgte, waren die Bergungsmannschaften mit Hubschraubern vom Typ Mi-8 und Fahrzeugen schnell vor Ort. Nicht viel später hatten alle drei Besatzungsmitglieder die Kapsel verlassen und konnten die Morgenluft genießen. Eine erste Überprüfung verschiedener medizinischer Werte ergab, dass sich die Besatzung in guter gesundheitlicher Verfassung befindet.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=12647.msg355279#msg355279" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Sojus-TMA 18M</a></li></ul>
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			</item>
		<item>
		<title>Rückkehrvorbereitungen, Wartung und Forschung</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/rueckkehrvorbereitungen-wartung-und-forschung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 08 Sep 2011 17:34:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[ISS]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Columbus]]></category>
		<category><![CDATA[Leonardo]]></category>
		<category><![CDATA[Rückkehrkapsel]]></category>
		<category><![CDATA[Sojus-TMA]]></category>
		<category><![CDATA[Sokol-Fluganzug]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Diese Woche startete mit einem amerikanischen Feiertag, dem „Tag der Arbeit“, welcher in den USA an jedem ersten Montag im September begangen wird. Die ISS-Besatzung konnte daher ein Dreitage-Wochenende mit verminderten Arbeitsaufgaben genießen. (Newsbild: Hurrikan Katia über dem Atlantik) Ein Beitrag von Ralf Möllenbeck. Quelle: NASA, Raumfahrer.net. Die Mannschaft von Sojus-TMA 21 setzte in dieser [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Diese Woche startete mit einem amerikanischen Feiertag, dem „Tag der Arbeit“, welcher in den USA an jedem ersten Montag im September begangen wird. Die ISS-Besatzung konnte daher ein Dreitage-Wochenende mit verminderten Arbeitsaufgaben genießen. (Newsbild: Hurrikan Katia über dem Atlantik)</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Ralf Möllenbeck. Quelle: NASA, Raumfahrer.net.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/08092011193430_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/08092011193430_small_1.jpg" alt="NASA" width="260"/></a><figcaption>
Alexander Samokutjajew trainiert mit ARED 
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die Mannschaft von Sojus-TMA 21 setzte in dieser Woche ihre Rückkehrvorbereitungen zur Erde für den 16. September fort. Andrej Borisjenko und Alexander Samokutjajew gingen dafür die Rückkehrprozeduren mit den Fachleuten der Bodenstation durch. Im Anschluss wurden diese in der Sojus-Kapsel trainiert, etwas Rückkehrfracht in der Landekapsel sowie nicht mehr benötigten Gegenstände im Orbitalmodul verstaut. Später nutzten sie die russische Tschibis-Anzughose, um die Wirkung der Schwerkraft zu simulieren. Dabei wirkt ein Unterdruck auf den unteren Teil des Körper, um die Muskeln in den Beinen und damit den Kreislauf für die Rückkehr in die Schwerkraft vorzubereiten. Zwei Wochen vor der Rückkehr begannen die Raumfahrer, zusätzlich Vitamine und spezielle Nahrungsmittelzusätze einzunehmen sowie ihr Trainingsprogramm zu intensivieren. Am Landungstag kommen noch extra Salzlösungen auf den Speiseplan, um eine Dehydrierung bei der Landung zu vermeiden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Wochenverlauf führten die drei Besatzungsmitglieder von Sojus-TMA 21 eine Überprüfung ihrer russischen Sokol-Fluganzüge durch. Dafür legten sie die Anzüge an, nahmen in den Kazbek-UM-Schalensitzen der Rückkehrkapsel platz und führten Dichtigkeits- und Funktionstests durch. Nach dieser 45 Minuten dauernden Anprobe wurden die Fluganzüge ausgezogen und zusammen mit den Handschuhen zum Trocken gestaut. Michael Fossum hatte währenddessen die Aufgabe, Frachtanteile aus dem permanenten Mehrzweckmodul Leonardo (PMM) in den Forschungsmodulen zu verstauen. Weiter forderte das Universal-Trainingsgerät ARED ein Teil seiner Zeit. Ein Problem mit dem Anzeigedisplay machte hier den Austausch eines Datenkabels erforderlich. Die Besatzung hatte erneut die Gelegenheit zur Erdbeobachtung. Ziele waren diesmal der Hurrikan Katia und Flächenbrände im zentralen Texas.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/08092011193430_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/08092011193430_small_2.jpg" alt="NASA-TV" width="260"/></a><figcaption>
Dextre arbeitet am RRM (Animation) 
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(Bild: NASA-TV)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Während die Besatzung schlief, arbeitete die Bodenkontrolle erneut mit Canadarm2 (SSRMS) und seiner Erweiterung Dextre (SPDM) an der Außenseite der ISS. Die beiden Nutzlasten CTC-2 (Cargo Transport Container) und RRM (Robotic Refueling Mission) wurden nun von Dextres Arbeitsplattform gelöst und an ihrem endgültigen Stauplatz an der Außenplattform ELC-4 befestigt. Das Funktionieren der Strom- und Datenverbindungen wurde bereits bestätigt. Einige Tage später wurden mit Hilfe von Dextre die Startsicherungen an RRM entfernt. RRM ist eine Art Satelliten-Mockup, an dem man mit Dextre Betankungen von Raumfahrzeugen im All simulieren und testen möchte. Für die Zeit der Arbeiten mit dem Robotic-Arm waren die russischen Lagekontrolltriebwerke deaktiviert, um unnötige Schwingungen an der Station zu vermeiden. Als nächstes sind hier im Außenbereich Tests der Kameras von Dextre geplant. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Der japanische Raumfahrer Satoshi Furukawa hatte in dieser Woche verschiedenste Aufgaben zu bewältigen. So brachte er vorbereitend auf eine Live-Sendung am 18. September eine hochauflösende HDTV-Kamera plus den dazugehörigen Konverter vom Kibo-Modul in das Beobachtungsmodul Cupola bzw. in das Destiny-Labormodul. Später vervollständigte er die Ausrüstung mit einem 17-mm-Objektiv, einer 32-GB-Speicherkarte und führte einige Testaufnahmen durch. Er aktivierte eine weitere HD-Kamera, als er im Kibo-Modul an einer simulierten medizinischen Fernuntersuchung für Besatzungsmitglieder teilnahm. Seine weiteren Aufgaben beinhalteten die Bedienung der Verschlussfenster des Erdbeobachtungsracks WORF (Window Observational Research Facility), die wöchentliche Inspektion plus Wartung der CGBA-4 und CGBA-5 (Commercial Generic Bioprocessing Apparatus) in ihren Racks, die Einrichtung der Videoausrüstung zur Beobachtung des FSL (Fluid Science Laboratory) im Columbus-Modul und das Bereinigen des Stauraumes für das SLAMMD (Space Linear Acceleration Mass Measurement Device), einem Gerät zur Massenermittlung von Menschen im All, ebenfalls im Columbus-Forschungsmodul. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/08092011193430_big_3.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/08092011193430_small_3.jpg" alt="NASA" width="260"/></a><figcaption>
Das VETEROK-Messgerät in Rasswjet im Einsatz 
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(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">In der zweiten Wochenhälfte fuhren die drei Rückkehrer, Andrej Borisjenko, Ronald Garan und Alexander Samokutjajew, mit ihren Vorbereitungen zum Ablegen mit Sojus-TMA 21 fort. Sie absolvierten eine Anprobe ihrer „Kentavr anti-G“-Kleidung. Diese spezielle Kleidung, bestehend aus Shorts, Gamaschen, Unterhose, Trikot und Socken, wird unter den Sokol-Fluganzügen getragen. Sie soll den Langzeitraumfahrern die Wiederanpassung an die Schwerkraft der Erde erleichtern und gleichzeitig Kreislaufstörungen nach der Landung verhindern. Im russische Kopplungs- und Ausstiegsmodul Poisk wurde die ordnungsgemäße Funktion des Kopplungsadapters geprüft. Später führte hier Sergej Wolkow eine Prüfung und Wartung der zum russischen SPOPT (Feuermelde- und Löschsystem) gehörenden Sensoren IDZ-2 durch.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Columbus-Modul absolvierte Michael Fossum seine FD90-SPRINT-Untersuchung  (FD90 = Flugtag 90). Zum Einsatz kam hier SPRINT, was für Integrated Resistance and Aerobic Training Study steht &#8211; entsprechende Hardware des HRF-Rack-1 (Human Research Facility) unter Zuhilfenahme des Ultraschall-Scanners USND-2 (Ultrasound 2) und eines VPC (Video Power Converter). Die Vermessung der Beinmuskeln per Ultraschall soll hier eine bessere Beurteilung von intensivem Training und langsam ausgeführten Übungen bezüglich des Muskel- und Knochenabbaus, sowie der kardiovaskulären Funktionen der Raumfahrer erlauben. Alexander Samokutjajew nahm im russischen Stationsteil das Forschungsgerät TEKh-38 VETEROK (“Breeze”) in Betrieb. Ziel dieser Messung der Luftionenkonzentration in der Nähe der Transferluken ist die Bewertung und Verbesserung der Luftzirkulation zwischen den Modulen. Weiter soll so die ordnungsgemäße Funktion der elektrostatischen Luftfilter kontrolliert werden. Die Messperioden in den Modulen Swesda, Poisk und Rasswjet dauerten jeweils 1,5 Stunden. Die Übergabe des Kommandos der Station von Andrej Borisjenko an Michael Fossum ist für den 14. September gegen 23:45 Uhr MESZ geplant. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Mittlere Bahnhöhe der ISS am 07.09.2011: 385,1 km bei einem Höhenverlust von rund 74 Metern in den letzten 24 Stunden </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Zukünftige Ereignisse: </strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li>14. September, Kommandoübergabe Borisjenko/Fossum</li><li>16. September, Sojus-TMA 21 verlässt die ISS (geplant)</li><li>06. Oktober, Bahnanhebung durch Swesda-Triebwerke (geplant)</li><li>13. Oktober, Progress-M 10M verlässt die ISS (geplant)</li><li>16. Oktober, Progress-M 13M erreicht die ISS (geplant)</li></ul>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Raumcon:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=9751.msg198332#msg198332" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">**ISS** Expedition 28 seit dem 1. September</a></li></ul>
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>ISS: Fünf Arbeiter und ein Gast</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/iss-fuenf-arbeiter-und-ein-gast/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 04 Apr 2009 12:03:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[ISS]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Andockmanöver]]></category>
		<category><![CDATA[Roboterarm]]></category>
		<category><![CDATA[Schwerelosigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Sojus-TMA]]></category>
		<category><![CDATA[Sokol-Fluganzug]]></category>
		<category><![CDATA[Weltraumtourismus]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>An Bord der Internationalen Raumstation haben fünf der sechs Raumfahrer alle Hände voll zu tun, während der Tourist Schwerelosigkeit und Ausblick weitgehend genießen kann. Ein Beitrag von Günther Glatzel. Quelle: NASA. Nach dem Abkoppeln der Raumfähre Discovery am 25. März wurden Vorbereitungen für die Ankunft der neuen Stammbesatzung getroffen. Dazu gehörte beispielsweise die Konfiguration eines [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">An Bord der Internationalen Raumstation haben fünf der sechs Raumfahrer alle Hände voll zu tun, während der Tourist Schwerelosigkeit und Ausblick weitgehend genießen kann.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Günther Glatzel. Quelle: NASA.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img fetchpriority="high" decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/04042009140359_small_1.jpg" alt="NASA" width="351" height="276"/><figcaption>
Sojus-TMA 14 im Anflug auf das Heck der Internationalen Raumstation. 
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(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Nach dem Abkoppeln der Raumfähre Discovery am 25. März wurden Vorbereitungen für die Ankunft der neuen Stammbesatzung getroffen. Dazu gehörte beispielsweise die Konfiguration eines HDTV-Kanals vom russischen Segment. Dessen Daten gelangen über den US-basierten Teil über Houston und Oberpfaffenhofen nach Moskau. Das Raumschiff Sojus-TMA 14 mit dem Kommandanten Gennadi Padalka, dem Arzt Dr. Michael Barratt und dem Weltraumtouristen Charles Simonyi gelangte planmäßig auf eine Anfangsbahn zwischen 190 und 230 Kilometern Höhe bei einer Bahnneigung von 51,6°. Während es gegenüber der Station aufholte, konnten sich die drei Raumfahrer an die Schwerelosigkeit anpassen und die Kopplung vorbereiten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In der ISS begannen für den Kommandanten Michael Fincke und den Bordingenieur Juri Lontschakow dagegen die Arbeiten für die Rückkehr zur Erde. So wurden die Sokol-Raumanzüge geprüft und mittels warmer Luft gründlich getrocknet. Auch der Anti-Schwerkraftanzug Kentaur wurde ausprobiert. Darüber hinaus wurden verschiedene gesundheitliche Tests durchgeführt. Juri trug die Unterdruckhose Tschibis, die durch einen verminderten Luftdruck die Beine auf eine Art belastet, die der Wirkung der Schwerkraft auf der Erde vergleichbar ist. Außerdem wurden an beiden Langzeitfliegern mit unterschiedlichen Apparaturen (CCIS, Pneumokard) Blutdruckmessungen vorgenommen und ein EKG angefertigt. Bei Fincke kamen außerdem Messungen der Hirndurchblutung hinzu. Komplettiert wurden die Landevorbereitungen durch Hörtests im Bereich von 250 bis 10.000 Hz (O-OHA). Bei vergangenen Expeditionen hatte man eine vorübergehende Verminderung des Hörvermögens festgestellt. Dieses Phänomen will man genauer untersuchen. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/04042009140359_small_2.jpg" alt="NASA" width="361" height="284"/><figcaption>
Der Expedition 19 gehören Dr. Michael Barratt, Gennadi Padalka und Koichi Wakata an. 
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(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die russischen Piloten Lontschakow und Padalka arbeiteten mit einem speziellen Flugsimulationsprogramm, das die Reaktionsfähigkeit in Stresssituationen feststellen soll (Pilot-M/NEURO), testeten bzw. trainierten die Kommunikation zwischen Station und Raumschiff beim Ablegemanöver und überprüften das ASN-M, eine Komponente des russischen Satelliten-Navigationssystems an Bord der Station.  Zur Nachbereitung der Kopplung der neuen Besatzung am Heck der Station wurden außerdem verschiedene Arbeiten vorgenommen. So wurde das Kopplungsaggregat inspiziert, die Sojus an Bordnetz und Luftstrom der Station angeschlossen, verschiedene Geräte im Raumschiff deaktiviert, die Sokol-Anzüge getrocknet und die speziell angepassten Sitzschalen für Simonyi und Wakata in den Raumschiffen Sojus-TMA 13 bzw. 14 getauscht. Simonyi kehrt in der nächsten Woche mit Fincke und Lontschakow zur Erde zurück. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Parallel zum Transfer biologischer Proben für verschiedene Experimente aus dem Raumschiff in eine spezielle Kühleinrichtung der Station (Konjugatsija, Bioemulsija, Bioekologija, Astrovaccine und Polygen in CryoGem 03) wurde DAKON-M, ein Beschleunigungsmesser des Systems IZGIB deaktiviert. Mit diesem Gerät können Beschleunigungen, die im normalen Betrieb oder bei besonderen Ereignissen, in diesem Falle der Kopplung von Sojus-TMA 14 an die Station, genauer gemessen werden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Während sich die Mitglieder der Expedition 18 auf ihre Rückkehr vorbereiten, wird bei den Neuankömmlingen die Anpassung an die Schwerelosigkeit zum Untersuchungsgegenstand. Bei SLEEP wird der Einfluss des Lichtes auf das Befinden einer Person untersucht. Die schnellen Hell-Dunkel-Zyklen beeinflussen den Schlaf-Wach-Rhythmus der Raumfahrer. Dazu trägt der Proband eine Actiwatch, die sowohl dessen Aktivität als auch die Lichtintensität protokolliert. Die ganze Woche über war Koichi Wakata das Untersuchungsobjekt. Im Rahmen von Biophosphonates nahm er außerdem ein spezielles Medikament ein, mit dem man eine Verringerung des Knochenabbaus in der Schwerelosigkeit erreichen will. Weitere Untersuchungen betrafen Blutdruck, Herz-Kreislauf-System, ein Belastungs-EKG, Lungenfunktion und Hörvermögen. Michael Fincke nahm hingegen an den Experimenten Integrated Immune (II) und Nutrition teil. Bei Nutrition werden Blut- und Urinproben genommen, ein Fragebogen zur Ernährung ausgefüllt sowie vor und nach der Rückkehr Knochen, oxidative Beschädigungen und hormonelle Änderungen untersucht. Es handelt sich um eine komplexe Studie zur Erforschung der physischen Veränderungen im menschlichen Körper bei längerem Aufenthalt in der Schwerelosigkeit. Bei II wird zusätzlich die Entwicklung des Immunsystems beobachtet. Dazu werden Speichelproben genommen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Koichi Wakata arbeitete erstmals mit dem japanischen Manipulator (JEM RMS). Dabei führte er eine Reihe von Bewegungen aus und kontrollierte immer wieder die Genauigkeit und Handhabbarkeit. Bei der nächsten Shuttle-Mission soll eine größere Außenplattform am Kibo-Modul angedockt werden. Viele der hier ablaufenden Experimente können ohne Außenbordarbeiten mittels Roboterarm betreut werden. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/04042009140359_small_3.jpg" alt="NASA" width="345" height="215"/><figcaption>
Die Arkenu-Einschlagskrater in Libyen. 
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(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Weitere Arbeiten betrafen die Messung von Umweltparametern innerhalb der Station (Experiment EXPERT mit Messung von Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Luftströmung), die Aktivierung einzelner biologischer Proben (CryoGem), weitere Tests einer neuen GPS-Antenne, das Daten-Managementsystem im Columbus-Modul, die Kalibrierung einer Anlage zur Untersuchung von Flüssigkeiten und Verbrennungsprozessen (Fluids &amp; Combustion Facility) sowie das Zuführen frischen Sauerstoffs zur Stationsatmosphäre aus dafür vorgesehenen Vorräten des Transportschiffs Progress-M 66. Reguläre Wartungen betrafen unter anderem ein Luftfiltersystem sowie eine Kondenswasser-Rückgewinnungsanlage, Neustarts verschiedener Computer, Inspektionen der Sportgeräte, das Auswechseln beziehungsweise Aufladen verschiedener Batterien in einem Feuermelder und mehreren Messgeräten, die Aufbereitung von bei Außenbordarbeiten benutzten CO<sub>2</sub>-Filtern in Quest, Sicherung und Upload wissenschaftlicher Daten (Matroschka, Econ) sowie die Inspektion aller Luken im US-basierten Teil der ISS. 
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Mehrfach wurde via Amateurfunk Kontakt zu Bildungseinrichtungen in Kanada, Italien und Japan aufgenommen. Erdbeobachtungen (Crew Earth Observation) hatten überwiegend Einschlags- und Vulkankrater in Ghana, Mauretanien, Algerien, Equador und Kolumbien im Visier. Am 1. April standen auch einige Inseln im Fokus der Observation und Foto-Dokumentation.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Charles Simonyi nahm nur an wenigen Aktivitäten der Stationsbesatzung teil. Er führte eigene Messungen zur Strahlenbelastung durch, hatte mehrfach via Amateurfunk, Videokonferenz oder IP-Telefon Kontakt zur Erde und fotografierte interessante Gebiete und Phänomene des Heimatplaneten. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Raumcon:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=3793.msg92191#msg92191" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">ISS-Hauptthema ab 26. März</a></li></ul>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Verwandte Webseite:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://science.nasa.gov/earth/earth-observatory/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">NASA: Earth Observatory Home</a></li></ul>
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