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	<title>STS-120 &#8211; Raumfahrer.net</title>
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	<title>STS-120 &#8211; Raumfahrer.net</title>
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		<title>Expedition 16</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/expedition-16/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 06 Nov 2010 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Mission der ISS-Expedition 16 An der an Höhepunkten reichen ISS-Expedition waren insgesamt 6 Raumfahrer hauptamtlich beteiligt. Den Stamm bildeten Kommandantin Peggy Whitson und Bordingenieur Juri Malentschenko. Mit ihnen arbeiteten als Expeditionsmitglieder Clayton Anderson, Leopold Eyhardts, Daniel Tani und in den letzten Wochen Garrett Reisman. Außerdem waren auch die jeweils sechsköpfigen Besatzungen der Shuttle-Missionen STS [&#8230;]</p>
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<p class="wp-block-paragraph"><strong>Die Mission der ISS-Expedition 16</strong></p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><img fetchpriority="high" decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/04/Unbenannt.png" alt="" class="wp-image-78320" width="250" height="264"/></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">An der an Höhepunkten reichen ISS-Expedition waren insgesamt 6 Raumfahrer hauptamtlich beteiligt. Den Stamm bildeten Kommandantin Peggy Whitson und Bordingenieur Juri Malentschenko. Mit ihnen arbeiteten als Expeditionsmitglieder Clayton Anderson, Leopold Eyhardts, Daniel Tani und in den letzten Wochen Garrett Reisman. Außerdem waren auch die jeweils sechsköpfigen Besatzungen der Shuttle-Missionen STS 120, STS 122 und STS 123 sowie die Gäste Sheikh Muszaphar Shukor aus Malaysia und die Südkoreanerin So-Yeon Yi mit von der Partie.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/04/iss016-harmony01.jpg" alt="" class="wp-image-78322" width="360" height="300" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/04/iss016-harmony01.jpg 480w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/04/iss016-harmony01-300x250.jpg 300w" sizes="(max-width: 360px) 100vw, 360px" /><figcaption>Harmony und Kopplungsadapter PMA 2 am Bug der ISS (Bild: NASA)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Whitson und Malentschenko starteten mit&nbsp;<em>Sojus-TMA 11</em>&nbsp;am 10. Oktober 2007 und erreichten die Station zwei Tage später. Nach der formalen Übernahme der &#8222;Amtsgeschäfte&#8220; von ihren Vorgängern begannen die Wartungs-, Forschungs-, Umbau- und Erweiterungsarbeiten. Noch im Oktober gelangte das zweite Verbindungsmodul des amerikanisch basierten Teils zur Station. Es trägt den passenden Namen&nbsp;<em>Harmony</em>&nbsp;und wurde in Italien gebaut. Die Besatzung der Raumfähre&nbsp;<em>Discovery</em>&nbsp;koppelte&nbsp;<em>Harmony</em>&nbsp;am 26. Oktober zunächst an&nbsp;<em>Unity</em>-Backbord an. Außerdem wurde der Solarzellenträger&nbsp;<em>P6</em>&nbsp;am 30. Oktober von&nbsp;<em>Z1</em>&nbsp;abgekoppelt und mit dem Manipulatorarm der Station an das Backbordende der Gitterstruktur transportiert. Nach der Befestigung an&nbsp;<em>P5</em>&nbsp;wurden die Solarzellenpaneele erneut ausgefahren. Dabei trat an einer Stelle ein Riss auf. Dieser wurde am 31. Oktober während eines außergewöhnlichen Außenbordeinsatzes von Scott Parazynski mit Hilfe von isolierten Drahtschlingen „genäht“. Dabei stand er mit den Füßen verankert auf einer Plattform am Ende des Orbiter Boom Sensor Systems, das vom Stationsmanipulator Canadarm2 gehalten wurde.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/04/ec-16-crew.jpg" alt="" class="wp-image-78321" width="302" height="242"/><figcaption>v.l.n.r., vorn: Juri Malenchenko, Peggy Whitson und hinten: Clayton Anderson, Daniel Tani, Léopold Eyharts, Garrett Reisman<br>Bilder: NASA</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Am 9. Februar 2008 wurde das mit der Raumfähre&nbsp;<em>Atlantis</em>&nbsp;zur Station gebrachte europäische Forschungsmodul&nbsp;<em>Columbus</em>&nbsp;am Steuerbord-Kopplungsaggregat von&nbsp;<em>Harmony</em>&nbsp;angedockt. Es wurde weitgehend in Deutschland ausgebaut, die Hülle stammt aus Italien, und ist einer von drei Hauptbeiträgen der ESA zur Internationalen Raumstation. An den nachfolgenden Installationsarbeiten außerhalb der Station war auch der deutsche Raumfahrer Hans Schlegel beteiligt. Mit der Installation und Inbetriebnahme der Inneneinrichtung war in den folgenden Wochen auch die Stammbesatzung beschäftigt, zu der für einige Wochen der Franzose Leopold Eyhardts gehörte.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/04/iss016-columbus01.jpg" alt="" class="wp-image-78323" width="360" height="300" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/04/iss016-columbus01.jpg 480w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/04/iss016-columbus01-300x250.jpg 300w" sizes="(max-width: 360px) 100vw, 360px" /><figcaption>Das ESA-Forschungsmodul Columbus bereits mit zwei externen Experimenten an der ISS<br>(Bild: NASA)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Etwa einen Monat danach transportierte die Raumfähre&nbsp;<em>Endeavour</em>&nbsp;das japanische Logistikmodul zur Station. Es wurde am 14. März vorläufig an&nbsp;<em>Harmony</em>-Zenit angekoppelt und fand später seinen Platz auf dem japanischen Experimentiermodul, das mit STS 124 Anfang Juni 2008 zur ISS gelangte. Zum japanischen Komplex&nbsp;<em>Kibo</em>&nbsp;gehören außerdem ein Manipulatorarm und eine Außenplattform, die 2008 zur Station gebracht wurde. Mit der&nbsp;<em>Endeavour</em>&nbsp;wurde aber auch der kanadische Roboter&nbsp;<em>Dextre</em>&nbsp;geliefert. Er kann filigranere Arbeiten ausführen als mit dem&nbsp;<em>Canadarm2</em>&nbsp;allein möglich sind, wurde im Verlaufe mehrerer Ausstiege montiert und zu seinen Stammplatz auf&nbsp;<em>Destiny</em>&nbsp;transportiert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Am 3. April koppelte das europäische Transportraumschiff&nbsp;<em>ATV 1 Jules Verne</em>&nbsp;am Heck der Station an.&nbsp;<em>JuVe</em>&nbsp;war das erste von zunächst 5 geplanten derartigen Transportern, die jeweils etwa 10 Tonnen Fracht und Treibstoffe zur ISS bringen können. Neu war, dass das Raumschiff nicht nur beim unmittelbaren Andockvorgang autonom arbeitete. Außerdem verwendete es zusätzlich zum weltweiten US-Navigationssystem GPS und dem bewährten russischen Radarsystem Kurs ein bei der ESA entwickeltes System, das aufgrund laseroptischer Daten Angaben zu Position und Geschwindigkeit berechnet. Vor dem eigentlichen Rendezvous wurden zwei Demonstrationen absolviert, bei denen sich&nbsp;<em>ATV 1</em>&nbsp;der Station zunächst auf 3,5 km und später bis auf 11 Meter näherte. Dabei wurden Halte- und Fluchtoperationen getestet. Weiteren Nachschub an Versorgungsmaterialien und Ausrüstungen brachten die automatischen Frachter&nbsp;<em>Progress-M 62</em>&nbsp;und&nbsp;<em>63</em>.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/04/iss016-atv01.jpg" alt="" class="wp-image-78324" width="360" height="230" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/04/iss016-atv01.jpg 480w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/04/iss016-atv01-300x191.jpg 300w" sizes="(max-width: 360px) 100vw, 360px" /><figcaption>ATV beim Rendezvous mit der ISS<br>(Bild: NASA)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Nach der Rückkehr der Raumfähre auf die Erde baute die Stationsbesatzung die&nbsp;<em>ISS</em>&nbsp;weiter um. Zunächst wurde der Kopplungsadapter&nbsp;<em>PMA 2</em>&nbsp;am 12. November von&nbsp;<em>Destiny</em>&nbsp;gelöst und an&nbsp;<em>Harmony</em>&nbsp;angedockt. Zwei Tage später wurden beide Module gemeinsam von&nbsp;<em>Unity</em>-Backbord nach&nbsp;<em>Destiny</em>-Bug verlegt. Damit war die Längsachse der Internationalen Raumstation komplett. Vor- und nachbereitend führten Whitson und Malentschenko bzw. Tani drei geplante Außenbordeinsätze mit einer Gesamtdauer von 21 Stunden und 15 Minuten aus. Zwei außerplanmäßige Ausstiege von Whitson und Tani betrafen die Inspektion eines schwergängigen und zeitweilig stillgelegten Drehgelenks (Solar Alpha Rotary Joint) zur Ausrichtung eines Teils der Gitterstruktur auf der Steuerbordseite und zur Reparatur eines defekten Nachführmotors für Solarzellenpaneele (Beta Gimbal Assembly) auf der Backborseite. Peggy Whitson übernahm dadurch mit 39 Stunden und 46 Minuten den Ausstiegsrekord für Frauen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Während der Mission wurden aber auch 79, zum Teil komplexe wissenschaftliche Experimente durchgeführt. Diese betrafen die Gebiete Medizin, Biologie, Biotechnologie, Materialwissenschaft, Erderkundung und Raumfahrttechnologie. Automatisch ablaufende Untersuchungen bedurften der Wartung durch die Raumfahrer. Dabei mussten Messergebnisse gesichert, die Geräte überprüft und Proben gewechselt werden. Medizinische und biologische Experimente hatten dagegen auch den Menschen als Untersuchungsgegenstand.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/04/iss016-experimente01.jpg" alt="" class="wp-image-78325" width="360" height="300" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/04/iss016-experimente01.jpg 480w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/04/iss016-experimente01-300x250.jpg 300w" sizes="(max-width: 360px) 100vw, 360px" /><figcaption>Peggy Whitson arbeitet an einer Handschuhbox<br>(Bild: NASA)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Hier sollen nur einige Beispiele der internationalen Untersuchungen aufgeführt werden. Coarsening in Solid Liquid Mixtures-2 (CSLM-2) erforschte den Einfluss kleiner und größerer Partikel in Stoffgemischen auf die Festigkeit und Elastizität des Materials. Bei Lab-on-a-Chip Application Development-Portable Test System (LOCAD-PTS) ging es um ein Handgerät für den schnellen Nachweis potentiell gefährlicher biologischer und chemischer Substanzen, die sich an den Oberflächen der Apparaturen in der Station sammeln. Innerhalb von 15 Minuten lagen Analyseergebnisse vor und wurden auf einem Display des Gerätes angezeigt &#8211; ähnlich wie bei einem Tricorder aus der Fernsehserie Star Trek. ELaboratore Immagini Televisive – Space 2 (ELITE-S2) untersuchte Änderungen der Koordination zwischen Gehirn, Sehen und Bewegungen in der Schwerelosigkeit. Dazu wurden bestimmte Bewegungsvorgänge dreidimensional erfasst. Im Rahmen von Bioemulsija wurden Teile eines autonomen Bioreaktors zur Erhaltung von Mikroorganismen und biologisch aktiver Substanzen getestet. Bei Vakzina-K wurden im Kristallisator Lutsch 2 Proteine, die potentiell gegen die Immunshwächekrankheit AIDS eingesetzt werden könnten, synthetisiert und analysiert. Um die Entwicklung dreidimensionaler photonischer Kristalle durch die Selbstorganisation von Nanopartikel-Kolloiden in Elektrolytlösungen mit anschließender Fixierung in elastischen Gelformen ging es beim Experiment Jaxa 3DPC.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach der Übergabe der Station an die neue Stammbesatzung und den die Landung vorbereitenden Arbeiten koppelte Sojus-TMA 11 am 19. April um 5:06 Uhr UTC von der ISS ab und landete gegen 8:30 Uhr nach einer vergleichsweise harten, ballistischen Wiedereintrittsphase rund 420 Kilometer vom geplanten Landeort entfernt in der kasachischen Steppe. Vorgesehen war ursprünglich eine aerodynamische Wiedereintrittsphase. Dabei wird die Landkapsel in den dichteren Schichten der Erdatmosphäre in eine Lage gebracht, die durch einen geringfügigen aerodynamischen Auftrieb den Bremsweg verlängert und damit die Bremskräfte reduziert. Nach dem Öffnen des Fallschirms verläuft die eigentliche Landung identisch zum ballistischen Verfahren. Es handelt sich in keinem Falle um eine Notlandung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ursache für das gewählte Landeverfahren und die damit verbundene Überbelastung war offenbar die Tatsache, dass sich der Serviceteil nach dem Bremsmanöver nicht wie vorgesehen von der Landekapsel löste. Demnach könnte das Gespann mit dem Oberteil der Rückkehrkapsel zuerst in die Atmosphäre eingetreten sein. Die thermischen Belastungen beschädigten die nicht mit einem so starken Hitzeschutz versehene Oberseite, sorgten aber auch dafür, dass der Serviceteil schließlich abriss. Danach schwenkte die Kapsel in ihre normale Lage, mit dem Hitzeschutz voran. Das Fallschirmsystem wurde nicht beschädigt. Mit dabei war die Südkoreanerin So-Yeon Yi, die mit Sojus-TMA 12 zu einem Kurzaufenthalt zur ISS gestartet war und ein eigenes Forschungsprogramm absolvierte.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>ISS-Modul Harmony umgesetzt</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/iss-modul-harmony-umgesetzt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 15 Nov 2007 10:30:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das mit der letzten Shuttle-Mission zur Internationalen Raumstation (ISS) transportierte Verbindungsmodul Harmony ist mit Hilfe des stationseigenen Roboterarms gestern von einer vorübergehenden Parkposition zu seinem endgültigen Bestimmungsort &#8211; dem äußeren Ende des Labormoduls Destiny &#8211; transportiert worden. Ein Beitrag von Michael Stein. Quelle: NASA. Das in Italien gebaute Verbindungsmodul Harmony (oder auch etwas prosaischer als [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Das mit der letzten Shuttle-Mission zur Internationalen Raumstation (ISS) transportierte Verbindungsmodul <i>Harmony</i> ist mit Hilfe des stationseigenen Roboterarms gestern von einer vorübergehenden Parkposition zu seinem endgültigen Bestimmungsort &#8211; dem äußeren Ende des Labormoduls <i>Destiny</i> &#8211; transportiert worden.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/verein-raumfahrer-net-e-v/ehemalige/" data-wpel-link="internal">Michael Stein</a>. Quelle: NASA.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/15112007113008_small_1.jpg" alt="" width="260"/><figcaption>
<i>Harmony</i>
 und 
<i>PMA-2</i>
 hängen am Roboterarm der ISS.
<br>
(Foto: NASA TV)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Das in Italien gebaute Verbindungsmodul <i>Harmony</i> (oder auch etwas prosaischer als <i>Node 2</i> bezeichnet) war von der Raumfähre <i>Discovery</i> im Rahmen der am 23. Oktober gestarteten <a href="https://www.raumfahrer.net/sts-120-statusreport/" data-wpel-link="internal">Mission STS-120</a> zur ISS gebracht worden. Dort wurde das Modul, an das in den kommenden Monaten das europäische Labormodul <i>Columbus</i> und das japanische Labormodul <i>Kibo</i> angedockt werden sollen, zunächst am Verbindungsmodul <i>Unity</i> (= <i>Node 1</i>) befestigt. Der eigentlich für <i>Harmony</i> vorgesehene Standort am äußeren Ende des amerikanischen Moduls <i>Destiny</i> war zu diesem Zeitpunkt noch vom Kopplungsadapter <i>PMA-2</i> und der Raumfähre selbst belegt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nachdem die <i>Discovery</i> am 5. November von der ISS abgekoppelt und damit den Kopplungsadapter <i>PMA-2</i> frei gemacht hatte, konnte die Umsetzung von <i>Harmony</i> in Angriff genommen werden. In einem ersten Schritt wurde am Montag dieser Woche <i>PMA-2</i> vom Labormodul <i>Destiny</i> getrennt und mit dem <i>Canadarm</i> genannten Roboterarm der Raumstation an einer Seite des neuen Verbindungsmoduls <i>Harmony</i> befestigt (<a href="https://www.raumfahrer.net/iss-vorbereitungen-fuer-columbus-ankunft-laufen/" data-wpel-link="internal"><i>Raumfahrer.net</i> berichtete</a>). <br>Gestern um 09.58 Uhr (MEZ) wurden die ersten von insgesamt 16 motorgetriebenen Haltebolzen gelöst, die <i>Harmony</i> bis dahin am zweiten Verbindungsmodul der Raumstation, <i>Unity</i>, fixiert hatten. Wie schon bei der Umsetzung des Kopplungsadapters <i>PMA-2</i> bediente erneut ISS-Flugingenieur Dan Tani den <i>Canadarm</i> und bewegte <i>Harmony</i> mitsamt des seit Montag daran befestigten <i>PMA-2</i> langsam und vorsichtig zum äußeren Ende des Labormoduls <i>Destiny</i>. <br>Nicht ganz zwei Stunden später, um 11.45 Uhr, besiegelte die Arretierung der letzten Haltebolzen schließlich die neue, dauerhafte Verbindung zwischen <i>Destiny</i>, <i>Harmony</i> und <i>PMA-2</i>. In der kommenden Woche sind noch zwei Außeneinsätze der ISS-Besatzung geplant, um mit der Verbindung mehrerer Versorgungsleitungen zwischen <i>Destiny</i> und <i>Harmony</i> die Inbetriebnahme des neuen Verbindungsmoduls endgültig abzuschließen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das neueste ISS-Modul erhöht die Masse der Internationalen Raumstation um mehr als 14 Tonnen. An dem 7,2 Meter langen und 4,4 Meter durchmessenden Modul wird bereits in wenigen Wochen das europäische Forschungslabor <i>Columbus</i> dauerhaft befestigt werden. Der am äußeren Ende von <i>Harmony</i> befestigte Kopplungsadapter <i>PMA-2</i> wird wie bisher auch als Andockstutzen für amerikanische Raumfähren dienen. Zusammen mit dem Labormodul <i>Columbus</i> werden am 6. Dezember im Rahmen der Shuttle-Mission STS-122 auch die europäischen ESA-Astronauten Hans Schlegel und Léopold Eyharts an Bord der Raumfähre <i>Atlantis</i> sein, um das europäische Raumlabor nach dem Andocken an der ISS in Betrieb zu nehmen. Vorrangig zu diesem Zweck wird Léopold Eyharts auch noch nach dem Abkoppeln der <i>Atlantis</i> für zwei weitere Monate auf der Internationalen Raumstation bleiben, bevor im Februar 2008 die erste Komponente des japanischen Laborkomplexes <i>Kibo</i> zur ISS transportiert werden soll. 
</p>
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			</item>
		<item>
		<title>STS 120- Statusreport</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/sts-120-statusreport/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 07 Nov 2007 20:07:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Flüge zur ISS]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Mit dem Start der Discovery wird der Ausbau der Internationalen Raumstation (ISS) fortgeführt und diese um das Verbindungsmodul&#160;Harmony&#160;erweitert. Ein Beitrag von Thomas Pallman und Karl Urban Statusreport Nr. 1 (Starttag) Das Space Shuttle Discovery startete wie geplant um 17:38 Uhr&#160;MESZ&#160;vom Startplatz 39A des Kennedy Space Centers. Während der externe Tank mit flüssigem Wasserstoff und Sauerstoff [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading"><strong>Mit dem Start der Discovery wird der Ausbau der Internationalen Raumstation (ISS) fortgeführt und diese um das Verbindungsmodul&nbsp;</strong><em>Harmony</em><strong>&nbsp;erweitert.</strong></h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/verein-raumfahrer-net-e-v/ehemalige/" data-wpel-link="internal">Thomas Pallman</a> und <a href="https://www.raumfahrer.net/verein-raumfahrer-net-e-v/ehrenmitglieder/" data-wpel-link="internal">Karl Urban</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Statusreport Nr. 1 (Starttag)</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Space Shuttle Discovery startete wie geplant um 17:38 Uhr&nbsp;<em>MESZ</em>&nbsp;vom Startplatz 39A des Kennedy Space Centers. Während der externe Tank mit flüssigem Wasserstoff und Sauerstoff befüllt wurde, sah es noch so aus als würde das Wetter den heutigen Start verhindern. Allerdings zeigte sich im Laufe der Zeit ein immer positiverer Trend und schließlich konnte das Wetterteam grünes Licht für den Start geben. Während der routinemäßigen Inspektionen des externen Tanks entdeckte das Inspektionsteam, dass sich eine etwa 10 Zentimeter dicke Eisschicht an einer Leitung des flüssigen Sauerstoffs gebildet hatte. Nach eingehender Analyse kam man zu dem Ergebnis, das sich das Eis an einer Stelle befindet, wo es schon während der ersten Sekunden durch die Vibrationen des Starts abfallen würde. Dem Start stand daher nichts mehr im Wege und so begab sich das Shuttle auf seinen 8:30 Minuten dazernden Weg in die Umlaufbahn. Nach der ersten groben Sichtung des Filmmaterials zeigte sich das übliche Verhalten des externen Tanks, gegen Ende des Aufstiegs in den Orbit kleinere Stücke Isolierschaum zu verlieren. Alle diese Stücke lösten sich allerdings lange nach der kritischen Flugphase und stellten keinerlei Gefahr für den Orbiter dar. Die detaillierte Analyse der Filmaufnahmen ist derzeit noch in Arbeit.<br>Für die Crew begann direkt nach Abschaltung der Triebwerke die Arbeit. Sie machte Foto- und Filmaufnahmen vom externen Tank, öffneten die Türen der Ladebucht und bereiteten das Shuttle für die anspruchsvolle 14-tägige Mission vor, die mit dem Festmachen des Harmony-Moduls und dem Verlegen des P6-Trägersegmentes ihre Höhepunkte haben wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Space Shuttle Discovery befindet sich derzeit in einer Höhe von ca. 310 Kilometern. Discovery soll am Donnerstag um 14:35 Uhr MESZ an die Internationale Raumstation andocken.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Statusreport Nr. 2 (2. Flugtag)</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Besatzung an Bord des Space Shuttles Discovery wurde gestern um 07:39 Uhr&nbsp;<em>MESZ</em>&nbsp;mit dem Lied &#8222;Lord of the Dance&#8220; von John Langstaff geweckt. Das Lied wurde Shuttlekommandantin Pam Melroy gewidmet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mithilfe des Orbiter Boom Sensor Systems vollführte die Crew die für den zweiten Flugtag übliche Inspektion des Hitzeschildes an den Flügelkanten und der Nasenkappe durch. Die Arbeiten beanspruchten den Großteil des Tages. Die Inspektion der Flügelkanten benötigte diesesmal etwas mehr Zeit als üblich, da die Ingenieure am Boden einen langsameren und damit detailreicheren Scan der Flügelkanten haben wollten. Vor der Mission wurden bei den verstärkten Carbonpaneelen Probleme mit der Beschichtung festgestellt und durch das langsamere Abtasten der Flügelkanten und der Nase erhoffen dich die Spezialisten am Boden zusätzliche Daten, um den Grund für diese Verschlechterung herauszufinden.<br>Die Besatzung bereitete außerdem den Orbiter auf das heutige Andockmanöver vor. Sie aktivierten verschiedene Werkzeuge, die für das Rendezvous benötigt werden, und fuhren das Orbiter Docking System aus.<br>Es wurden außerdem alle benötigen Werkzeuge für den ersten Außenbordeinsatz am Freitag vorbereitet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Mission Management Team besprach die ersten detaillierten Analysen der Filmaufnahmen, die während des Starts gewonnen wurden. Das Team zeigte sich sehr zufrieden mit dem externen Tank. Es löste sich keinerlei Isolierschaum während der kritischen Flugphase vom Tank. Insgesamt verlor der Tank sechs Stücke Isolierschaum, die aber allesamt gegen Ende des Aufstieges abfielen und so keinerlei Gefahr für den Orbiter darstellten.<br>Die erste grobe Analyse der Daten, die während der Inspektion mit dem&nbsp;<em>OBSS</em>&nbsp;gewonnen wurden, zeigte auch keinerlei Auffälligkeiten. Allerdings konnten nicht alle Aufnahmen zur Bodenkontrolle gefunkt werden, da die Besatzung an Bord derzeit mit einigen kleineren Computerproblemen zu kämpfen hat. Sollten die Probleme auch nach dem Andocken noch bestehen, würde die Besatzung die Ressourcen der Raumstation nutzen, um die fehlenden Daten an die Bodenkontrolle zu übermitteln.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Space Shuttle Discovery befindet sich derzeit in einer Höhe von ca. 325 Kilometern. Discovery soll heute um 14:35 Uhr&nbsp;<em>MESZ</em>&nbsp;an die Raumstation andocken.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Statusreport Nr. 3 (3. Flugtag)</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bodenkontrolle in Houston weckte die Besatzung gestern um 07:39 Uhr&nbsp;<em>MESZ</em>&nbsp;mit dem Lied &#8222;Dancing in the Moonlight&#8220; von King Harvest. Das Lied wurde Dan Tani gewidmet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Um 14:40 Uhr&nbsp;<em>MESZ</em>&nbsp;dockte das Space Shuttle Discovery unter der Kontrolle von Kommandantin Pam Melroy an die Internationale Raumstation an und läutete so zehn Tage gemeinsamer Arbeiten mit der Besatzung der Expedition 16 ein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bevor der Orbiter an der Station festmachen konnte, stand eine Reihe von Kurskorrekturen auf dem Plan, die das Space Shuttle ca. 182 Meter direkt unterhalb der Raumstation brachten. Dort vollführte Melroy eine 360-Grad-Drehung um die Querachse, dass sogenannte Rendezvous Pitch-Manöver. Dies ermöglichte Clayton Anderson und Juri Malentschenko an Bord der ISS, Fotos von den Hitzschutzkacheln auf der Unterseite des Orbiters zu machen. Die Fotos wurden anschließend an die Bodenstation gesendet, damit Spezialisten die Kacheln auf Schäden überprüfen können. Nach Beendigung des&nbsp;<em>RPM</em>&nbsp;steuerte Melroy das Shuttle in einem Viertelkreis direkt vor die Station und näherte sich langsam dem Andockmechanismus&nbsp;<em>PMA</em>&nbsp;2. Nachdem der Kontakt zwischen beiden Raumfahrzeugen hergestellt war, untersuchten beide Besatzungen den Andockmechanismus auf eventuelle Lecks und öffneten nach Abschluss dieser Arbeiten die Luken zwischen beiden Fahrzeugen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nachdem sich beide Crews begrüßt hatten und von ISS-Kommandantin Peggy Witson das obligatorische Sicherheitsbriefing erhielten, installierte Dan Tani seinen Sojus-Sitz im russischen Fahrzeug und wurde damit offiziell Mitglied der Expedition 16. Clayton Anderson wurde zur gleichen Zeit ein Mitglied der Space Shuttle Crew.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Scott Parazynski und Doug Wheelock begaben sich zur Vorbereitung gegen Ende ihres Arbeitstages in das Quest Airlock, wo sie die Nacht bei geringerem Druck verbringen werden, um so der gefährlichen Taucherkrankheit vorzubeugen. Die Crew aktivierte außerdem das Station Shuttle Power Transfer System, welches fehlerfrei läuft und dem Shuttle einige wichtige Extra-Tage in der Umlaufbahn ermöglicht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Mission Management Team zeigte sich sehr zufrieden mit dem derzeitigen Zustand des Orbiters. Nach dem bisherigen Stand haben die Experten am Boden keinerlei auffälligen Stellen am Space Shuttle gefunden. John Shannon, Vorsitzender des Mission Management Team, war sehr erleichtert, dass der Orbiter in einem solch guten Zustand ist, da es der Crew ermöglicht, sich voll und ganz auf ihre schwere Mission zu konzentrieren. Die Analyse des restlichen Bildmaterials wird derweil unvermindert fortgesetzt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Space Shuttle Discovery befindet sich derzeit in einer Höhe von ca. 342 Kilometern, angedockt an der Internationalen Raumstation. Die Discovery soll die Raumstation am Sonntag, dem 4. November um 07:34 Uhr MESZ, wieder verlassen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Statusreport Nr. 4 (4. Flugtag)</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Besatzung wurde gestern um 07:39 Uhr&nbsp;<em>MESZ</em>&nbsp;mit dem Lied &#8222;Rocket Man&#8220; gespielt von Elton John geweckt. Das Lied wurde Doug Wheelock gewidmet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wheelock und Scott Parazynski absolvierten gestern erfolgreich den ersten Außenbordeinsatz der Mission. Für Wheelock war es der erste Einsatz, während Parazynski seinen fünften Ausstieg absolvierte. Die Arbeiten, die insgesamt 6 Stunden und 14 Minuten dauerten, führten die beiden Astronauten zuerst zu einer defekten S-Band-Antennenkonstruktion, welche sie demontierten und in der Ladebucht des Space Shuttle verstauten. Anschließend begaben sich die beiden zum P6-Trägersegment, wo sie Verbindungen zwischen dem P6- und Z1-Segment unterbrachen, damit P6 am Sonntag an seine endgültige Position, am Ende des Backbord Trägers, verlegt werden kann. Wheelock und Parazynski begaben sich dann zum Harmony-Modul und entfernten dort Startsperren und elektrische Verbindungen, die das Modul während des Starts sicher in der Ladebucht gehalten bzw. mit Energie versorgt haben. Zusätzlich installierten sie eine Halterung für den Roboterarm. Dies ermöglichte Stephanie Wilson, Clayton Anderson und Daniel Tani mithilfe des Arms der Raumstation, Harmony aus der Ladebucht zu heben und es an seine vorläufige Position an Node 1 festzumachen. Harmony soll, nachdem das Space Shuttle die Station wieder verlassen hat, an seine endgültige Position am US-Labor Destiny verlegt werden. Mit Harmony erhält die Internationale Raumstation mehr als 75 Kubikmeter an zusätzlichem Platz.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Mission Management Team gab heute offiziell bekannt, dass keinerlei detaillierte Inspektion des Hitzeschilds benötigt werde. Damit kann sich die Crew voll und ganz auf ihre Arbeiten in und um die Raumstation konzentrieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Space Shuttle befindet sich derzeit, angedockt an der Internationalen Raumstation, in einer Höhe von ca. 345 Kilometern. Discovery soll am Sonntag, dem 4. November, die Station wieder verlassen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Statusreport Nr. 5 (5. Flugtag)</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Crew des Space Shuttle Discovery wurde gestern um 07:39 Uhr&nbsp;<em>MESZ</em>&nbsp;mit dem Lied &#8222;Bellissime Stelle&#8220; von Andrea Bocelli geweckt. Das Lied wurde Missionsspezialist Paolo Nespoli gewidmet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Harmony wurde gestern offiziell um 14:24 Uhr&nbsp;<em>MESZ</em>&nbsp;von beiden Besatzungen eingeweiht, als ISS-Kommandantin Peggy Whitson und Paolo Nespoli die Luke zum Modul aufmachten und den neuen Lebensraum inspizierten. Bevor die restlichen Astronauten folgen konnten, wurden diverse Luftproben genommen um deren Qualität zu untersuchen. Anschließend begannen die ersten Innenarbeiten. Es müssen ca. 700 Startsicherungen entfernt werden, die das Innere vor den Vibrationen des Starts geschützt haben, sowie die kompletten Belüftungsanlagen, damit das Harmony Modul dauerhaft bewohnbar wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Whitson nutzte die Gelegenheit, um anzumerken, wie passend der Name Harmony für das Node-2-Modul ist. Sie sagte: “Wir glauben, Harmony ist ein guter Name, weil es den Höhepunkt der Arbeit mit den internationalen Partnern repräsentiert und die Module unserer Partner nun angebracht werden können&#8220;.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nachdem alle wichtigen Arbeiten in Harmony abgeschlossen waren, beantworteten einige Mitglieder des Shuttles und der Station Fragen von verschiedenen Fernsehstationen. Bei einer Frage wurden ISS-Kommandantin Peggy Whitson und Shuttle-Kommandantin Pam Melroy gefragt, was sie zu der historischen Begebenheit sagen, dass zwei Kommandantinnen zur gleichen Zeit im All sind. Melroy antwortete auf diese Frage mit der Hoffnung, &#8222;dass wir irgendwann eine Frau sehen werden, die eine Mission zum Mars leiten wird&#8220;.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Scott Parazynski und Daniel Tani verbrachten zusätzlich die meiste Zeit des Tages damit, sich auf den zweiten Außenbordeinsatz vorzubereiten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Mission Manager Team der Internationalen Raumstation hat darum gebeten, den morgigen Außenbordeinsatz abzuändern, damit Daniel Tani sich den Solar Alpha Rotary Joint (SARJ) an der Steuerbordseite des Trägers anschauen kann. Während der letzten Zeit hat die Bodenkontrolle ungewöhnliche Messdaten vom&nbsp;<em>SARJ</em>&nbsp;bekommen. Um die Ursache für diese Veränderung festzustellen, wird Daniel Tani eine visuelle Inspektion des&nbsp;<em>SARJ</em>&nbsp;durchführen, um sicherzustellen, dass sich nicht irgendwelche Komponenten im Rotationsmechanismus verfangen haben und so den Betrieb stören.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Space Shuttle Discovery befindet sich derzeit in einer Höhe von ca. 340 Kilometern. Das Space Shuttle soll am Sonntag den 4. November die Internationale Raumstation wieder verlassen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Statusreport Nr. 6 (6. Flugtag)</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bodenkontrolle in Houston weckte die Besatzung an Bord des Space Shuttles Discovery um 07:09&nbsp;<em>MEZ</em>&nbsp;mit dem Lied &#8222;What a Wonderful World&#8220; gespielt von Louis Armstrong. Das Lied wurde Missionsspezialist Scott Parazynski gewidmet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Parazynski und Daniel Tani absolvierten erfolgreich den zweiten Außenbordeinsatz der Mission. Die Arbeiten dauerten 6 Stunden und 33 Minuten. Die beiden Astronauten wurden dabei von Paolo Nespoli unterstützt, der die Koordination des Ausstieges aus dem Inneren der Station übernahm.<br>Die erste Aufgabe führte Parazynski und Tani zum P6-Trägersegment. Dort schraubten sie Leitungen ab und lösten Schrauben. Dies ermöglichte dem Roboterarm der Raumstation, der von Stephanie Wilson und Doug Wheelock bedient wurde, P6 zu greifen und von der Station zu lösen. Das Segment wurde anschließend in eine Parkposition gefahren, wo es die Nacht über verbleibt.<br>Tani begab sich nach Abschluss der Arbeiten an P6 zum Ende des Steuerbordträgers, um dort einen Solar Alpha Rotary Joint (SARJ) zu inspizieren. Das&nbsp;<em>SARJ</em>&nbsp;wird dazu benutzt um die Solargeneratoren so zu drehen, dass sie immer optimal zur Sonne stehen. In den letzten zwei Monaten erhielten die Ingenieure ungewöhnliche Daten vom Motor, die auf eine erhöhte Reibung deuten könnten. Tani führte als erstes eine äußere Inspektion des&nbsp;<em>SARJ</em>&nbsp;durch, konnte aber nichts ungewöhnliches erkennen. Nach Aufforderung der Bodenkontrolle öffnete Tani dann eine Abdeckung und überprüfte das Innere des&nbsp;<em>SARJ</em>. Dort viel ihm eine Art metallischer Abrieb auf. Er nahm eine Probe mithilfe von Isolierband und machte Videoaufnahmen. Spezialisten am Boden sind derzeit dabei, mögliche weitere Schritte zu planen, um die genaue Ursache für den Abrieb zu finden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die beiden Astronauten rüsteten außerdem das Harmony-Modul weiter aus. Sie installierten einen zusätzlichen Greifpunkt für den Roboterarm der Raumstation. Außerdem konfigurierten sie die Anschlüsse des S1-Radiators neu, damit der Radiator vom Boden aus ausgefahren werden kann.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Mission Management Team konnte heute vermelden, dass der Hitzeschild des Space Shuttle keinerlei Auffälligkeiten hat und einer Landung nach derzeitigem Stand nichts im Weg steht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Space Shuttle befindet sich derzeit in einer Höhe von ca. 345 Kilometern, angedockt an der Internationalen Raumstation. Discovery soll nach derzeitigem Stand am Sonntag, dem 4. November, die Station wieder verlassen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Statusreport Nr. 7 (7. Flugtag)</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Besatzung an Bord des Space Shuttle Discovery wurde gestern um 05:38 Uhr&nbsp;<em>MEZ</em>&nbsp;mit dem Lied &#8222;One by One&#8220; von Wynton Marsalis geweckt. Das Lied wurde Missionsspezialistin Stephanie Wilson gewidmet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Großteil der Besatzung hatte gestern Gelegenheit, sich ein wenig von den Anstrengungen der letzten Tage zu erholen. Der einzige große Punkt auf dem Zeitplan der Crew war die präzise Choreografie zwischen den beiden Roboterarmen, um das P6-Trägersegment an das Ende des Backbordträgers zu bringen. Dazu übergab der Roboterarm der Raumstation das P6-Segment zunächst an den Roboterarm des Space Shuttles. Anschließend wurde der Stationsarm mithilfe der Mobilen Transporter Plattform an das Ende des Backbordträgers, der sogenannten Work Site 8, gefahren. Von dort aus übernahm der Stationsarm wieder das P6-Segment und brachte es in eine Warteposition, wo es die Nacht über verbleiben wird. Der Stationsarm wurde während der Operationen von Clayton Anderson und Daniel Tani gesteuert und der Shuttlearm von Stephanie Wilson und Shuttle-Pilot George Zamka.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zusätzlich gingen die Arbeiten im Inneren des Harmony-Moduls unvermindert weiter. Es wurde wichtige Lebenserhaltungssysteme installiert und die Avioniksysteme aktiviert.<br>Die Astronauten nahmen sich außerdem Zeit, um Interviews mit verschiedenen Fernsehsendern zu führen.<br>Gegen Ende des Tages begaben sich Scott Parazynski und Doug Wheelock abermals in das Quest Airlock, um sich dort auf den bevorstehenden dritten Außenbordeinsatz vorzubereiten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aufgrund der anhaltenden Probleme mit dem Solar Alpha Rotary Joint (SARJ) auf der Steuerbordseite des Trägers der Raumstation und den Entdeckungen von Daniel Tani während des zweiten Außenbordeinsatzes, entschied sich heute das Mission Management Team Außenbordeinsatz Nummer 4 komplett neu zu strukturieren. Anstatt des geplanten vierstündigen Einsatzes, bei dem eine Reparatur einer beschädigten Hitzeschutzkachel demonstriert werden sollte, werden die Astronauten nun eine sehr detaillierte Inspektion des Steuerbord-<em>SARJ</em>&nbsp;durchführen. Der derzeitige Plan sieht vor, sämtliche 21 Isolierabdeckungen abzulösen und nach weiterem metallischen Abrieb zu suchen sowie detaillierte Fotos zu schießen. Es sollen auch Proben von allen gefundenen Teilen gemacht werden, um so ein besseres Bild für die Ursachen des Problems zu bekommen. Bedingt durch den Fakt, dass EVA Nummer 4 nun nicht mehr 4 Stunden dauern soll, sondern volle 6 1/2 Stunden, wurde eine Erweiterung der Mission um einen Tag beschlossen, um so der Besatzung genug Erholung zwischen EVA 4 und 5 zu ermöglichen.<br>Um einen besseren Eindruck zu gewinnen, wie ein normal arbeitender&nbsp;<em>SARJ</em>&nbsp;im Inneren aussieht, wurde dem heutigen dritten Außenbordeinsatz eine weitere Aufgabe hinzugefügt. Parazynski und Wheelock werden sich zu dem einwandfrei funktionierenden&nbsp;<em>SARJ</em>&nbsp;an der Backbordseite begeben und eine grobe Inspektion durchführen, um so Vergleichswerte zu dem fehlerhaften Steuerbord-<em>SARJ</em>&nbsp;zu erhalten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Space Shuttle Discovery befindet sich derzeit, angedockt an der Internationalen Raumstation, in einer Höhe von ca. 345 Kilometern. Das Space Shuttle soll nach derzeitigem Stand am 5. November die Station wieder verlassen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Statusreport Nr. 8 (8. Flugtag)</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Besatzung an Bord des Space Shuttle Discovery wurde gestern um 05:38 Uhr&nbsp;<em>MEZ</em>&nbsp;mit dem Lied &#8222;Malaguena Salerosa&#8220; von Chigon geweckt. Das Lied wurde Shuttle-Pilot George Zamka gewidmet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein weiterer sehr erfolgreicher Außenbordeinsatz liegt hinter der Besatzung. Scott Parazynski und Doug Wheelock verließen für den dritten Außeneinsatz der Mission die Raumstation für 7 Stunden und 8 Minuten.<br>Um zum ersten Arbeitsplatz zu gelangen, mussten sich die beiden Astronauten den gesamten Backbordträger entlang bewegen, um sich dann am P5-Segment zu positionieren und von dort Stephanie Wilson und Daniel Tani, die den Roboterarm der Raumstation kontrollierten, visuelle Hilfestellung zu geben, damit diese das P6-Segment punktgenau an das P5-Segment anbringen konnten.<br>Nachdem beide Segmente Kontakt hatten, zogen die beiden Astronauten vier Schrauben fest und schlossen eine Kralle, um so die beiden Segmente dauerhaft zu verbinden.<br>Anschließend verkabelten sie den P6-Träger mit dem Rest der Raumstation und ermöglichten so der Bodenkontrolle das Ausfahren der Solargeneratoren und des Radiators vorzubereiten.<br>Nach Abschluss der Arbeiten am P6-Segment, begab sich Parazynski zum Backbord Solar Alpha Rotary Joint (SARJ), um dort Abdeckung Nummer 12 zu lösen und das Innere des&nbsp;<em>SARJ</em>&nbsp;zu inspizieren. Während des letzten Ausstiegs löste Daniel Tani die Abdeckung Nummer 12 am Steuerbord-<em>SARJ</em>&nbsp;und konnte dort metallischen Abrieb entdecken, der auf eine Beschädigung des&nbsp;<em>SARJ</em>&nbsp;hindeuteten. Die Inspektion des einwandfrei funktionierendem Backbord-<em>SARJ</em>&nbsp;sollte den Spezialisten eine Vergleichsmöglichkeit geben. Als Parazynski die Abdeckung löste, konnte er keinerlei Auffälligkeiten erkennen und beschrieb seinen Eindruck als &#8222;glänzend und sauber&#8220;.<br>Zur gleichen Zeit begab sich Wheelock in die Ladebucht des Space Shuttles, um von dort eine sogenannte Umschalteinheit für das Stomnetz der Station (Main Bus Switching Unit) zu holen. Diese Einheit installierte er dann auf einer externen Plattform, wo sie bis zu einem zukünftigen Einsatz gelagert wird.<br>Dank der schnellen Arbeit konnten die beiden Astronauten noch ein paar zusätzliche Aufgaben erledigen, indem sie Halterungen installierten, die die Arbeit bei zukünftigen Außeneinsätzen erleichtern.<br>Nach Abschluss aller Arbeiten begann die Besatzung im Inneren der Station mithilfe der Bodenkontrolle damit, die Solargeneratoren am P6-Segment wieder auszufahren. Beim Ausfahren des 2B-Generators stießen sie auf keinerlei Probleme. Anschließend widmeten sie sich dem 4B-Generator. Doch nachdem die Paneele zu 80% ausgefahren waren, verhakten sich scheinbar einige Paneele mit der Stromführung. Um größere Schäden am Generator zu verhindern, stellte die Besatzung sofort das Ausfahren der Paneele ein und dokumentierten das Problem mit Fotos und Videoaufnahmen. Die Arbeiten am Solargenerator wurden für den Rest des Tages eingestellt, damit Experten am Boden das weitere Vorgehen beraten können.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Mission Management Team berät derzeit das weitere Vorgehen in der Mission aufgrund der neu aufgetretenen Probleme mit dem 4B-Solargenerator. Ursprünglich war EVA Nummer 4 für Arbeiten an den Solargeneratoren vorgesehen, falls diese Probleme zeigen sollten. EVA 4 wurde allerdings umgestaltet, um auf Probleme mit dem Steuerbord Solar Alpha Rotary Joint zu reagieren. Die Beratungen drehen sich derzeit darum, ob man EVA Nummer 4 erneut umgestalten soll, um Zeit für Arbeiten am 4B-Array einzuplanen. Auch eine weitere Verlängerung der Mission wollte man zum jetzigen Zeitpunkt nicht ausschließen. Allerdings stellte der Leitende Space Station Programm Manager Mike Suffredini klar, dass sich die Station derzeit in einer guten Konfiguration befindet und kein sofortiges Handeln von Nöten ist. Man habe genug Zeit, um das Problem zu analysieren und Lösungen zu entwickeln.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Space Shuttle Discovery befindet sich derzeit in einer Höhe von ca. 340 Kilometern. Das Space Shuttle soll nach derzeitigem Stand am 5. November die Station wieder verlassen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Statusreport Nr. 9 (9. Flugtag)</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bodenkontrolle in Houston weckte gestern die Besatzung um 05:38 Uhr&nbsp;<em>MEZ</em>&nbsp;mit dem Lied &#8222;Nel Blu Dipinto di Blu&#8220; gespielt von Domenico Modugno. Das Lied wurde Missionsspezialist Paolo Nespoli gewidmet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein turbulenter Tag liegt hinter den Astronauten. Der Tag sah ursprünglich vor, dass sich die Astronauten auf den vierten Außenbordeinsatz vorbereiten sollten. Doch die Mission Manager änderten den Zeitplan erneut und verlegten den vierten Einsatz auf Freitag. Die Entscheidung erfolgte aufgrund der Probleme mit dem 4B-Solargenerator. Anstatt, wie bisher geplant, den vierten Ausstieg der Mission für die detaillierte Inspektion des Steuerbord Solar Alpha Rotary Joint zu nutzen, wollen die Mission Manager nun den Ausstieg komplett für die Reparatur des 4B-Solargenerators verwenden. Die Entscheidung erfolgte aufgrund von Befürchtungen von Experten, dass die Beschädigung des Solargenerators sich in bestimmten Situationen verschlimmern und letztlich zur Unbrauchbarkeit des Generators führen könnte. Der Außeneinsatz wurde um einen Tag auf Freitag verschoben, damit das EVA-Planungsteam genug Zeit bekommt, einen detaillierten Reparaturplan zu entwerfen. Derzeit denken die Experten darüber nach, das Orbiter Boom Sensor System in Kombination mit dem Roboterarm der Raumstation zu nutzen, um Scott Parazynski zur beschädigten Stelle zu bringen und dort Reparaturen ausführen zu lassen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sollten die Reparaturen erfolgreich ausgeführt werden, dann würde das Space Shuttle, wie ursprünglich vor der Mission geplant, am 4. November die&nbsp;<em>ISS</em>&nbsp;wieder verlassen. Falls die Reparaturen während des vierten Ausstieges nicht erfolgreich absolviert werden, dann würden die Teams am Boden versuchen einen weiteren Tag zur Mission hinzuzufügen, um in einem fünften Ausstieg den Solargenerator zu reparieren. In jedem Fall werden die Aufgaben des ürsprünglich geplanten fünften Ausstiegs, der von der ISS Besatzung durchgeführt wird, auf die Zeit nach dem Abkoppeln des Space Shuttles verlegt. Die Inspektion des Solar Alpha Rotary Joint wird auf unbestimmte Zeit verschoben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Während des Tages erhielt die Crew einen Anruf des italienischen Präsidenten Napolitano, der sich mit Shuttle-Kommandantin Pam Melroy und Missionsspezialist Paolo Nespoli über das Harmony-Modul unterhielt, das in Italien gebaut wurde.<br>Die&nbsp;<em>ISS</em>-Besatzung und die Shuttle-Besatzung hielten außerdem noch eine gemeinsame Pressekonferenz ab und beantworteten Fragen von diversen Reporten in den USA und in Europa.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Space Shuttle Discovery befindet sich derzeit in einer Höhe ca. 345 Kilometern.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Statusreport Nr. 10 (10. Flugtag)</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Besatzung des Space Shuttles Discovery wurde gestern um 05:08 Uhr&nbsp;<em>MEZ</em>&nbsp;mit dem Lied &#8222;The Lion Sleeps Tonight&#8220; von Robert John geweckt. Das Lied wurde für die gesamte Crew im Namen des Training Teams gespielt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Astronauten an Bord des Station-Shuttle-Komplexes bereiteten gestern alle benötigten Werkzeuge für die Reparatur des 4B-Solargenerators vor. Allerdings verlegten die Mission Manager den Außenbordeinsatz von Freitag auf Samstag, um dem Planungsteam am Boden mehr Zeit zu geben, einen detaillierten Plan für die Reparatur zu entwickeln.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die derzeitige Theorie über die Beschädigung an den Paneelen ist, dass sich einer der drei Führungsdrähte in einer Öse verfangen hat und so den Riss im Paneel initiierte. Während des Ausstieges wird Sott Parazynski versuchen, den Draht wieder zu lösen und den Riss mit Metallstreifen zu reparieren, die die Crew während des gestrigen Tages aus dem Blech eines Racks gebaut hat.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Doug Wheelock wird sich während des Ausstieges direkt an der Basis des P6-Segmentes befinden und von dort aus die Abstände zu den Solarpaneelen beobachten, um zu verhindern das Parazynski zu nahe an den Solargenerator kommt und Gefahr läuft, Metallteile an den Paneelen zu berühren und eventuell einen elektrischen Schlag zu bekommen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Während der Vorbereitungen für den Außeneinsatz erhielten die Astronauten kurz Gelegenheit, mit dem ehemaligen amerikanischen Präsidenten George H. W. Bush und seiner Frau Barbara zu reden. Bush erhielt eine Führung durch das Johnson Space Centers und dessen Flugkontrollräume für das Shuttle und die Internationalen Raumstation.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Besatzung schloss auch die Arbeiten im Harmony-Modul erfolgreich ab. Harmony wird an seinem jetzigem Platz verbleiben, bis das Space Shuttle die Raumstation verlassen hat. Erst dann wird das Modul zusammen mit dem PMA-2-Andockmechanismus an seine endgültige Position am US-Labor Destiny verlegt und ermöglicht so, das europäische und das japanische Labor an die Station anzubringen. Harmony wird in Zukunft auch als Anlegestelle für das Space Shuttle dienen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Space Shuttle Discovery befindet sich derzeit in einer Höhe von ca. 345 Kilometern. Das Space Shuttle soll nach derzeitigen Planungen am Montag den 5. November die Raumstation wieder verlassen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Statusreport Nr. 11 (11. Flugtag)</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Crew an Bord des Space Shuttle Discovery wurde gestern um 06:08 Uhr&nbsp;<em>MEZ</em>&nbsp;mit dem Lied &#8222;World&#8220; von Five for Fighting geweckt. Das Lied wurde Missionsspezialist Doug Wheelock gewidmet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Besatzung konzentrierte sich auf die Prozeduren des vierten Außenbordeinsatzes und bereitete den Roboterarm der Raumstation auf seinen Einsatz vor. Die Bodenkontrolle in Houston sandte Kommandos zur Raumstation, um den Stationsarm zur sogenannten Work Site 3 am Zentrum der Station zu fahren. Dadurch konnte Daniel Tani das Orbiter Boom Sensor System (OBSS) aus der Ladebucht des Space Shuttles heben, um es anschließend an den Roboterarm des Space Shuttles zu übergeben, wo das&nbsp;<em>OBSS</em>&nbsp;die Nacht über verblieb. Die Bodenkontrolle ließ dann den Stationsarm wieder zurück zur sogenannten Work Site 8 am Ende des Backbordträgers fahren.<br>Im Inneren der Station bereiteten sich Scott Parazynski und Doug Wheelock auf ihren Einsatz vor, indem sie zusammen mit dem Rest der Besatzung und den Experten am Boden sämtliche Einzelheiten des Ausstieges durchgingen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">ISS-Kommandantin Peggy Whitson und Missionsspezialist Clayton Anderson kümmerten sich zusätzlich noch um Computerhardware, die gebraucht wird, nachdem das&nbsp;<em>Harmony</em>-Modul an seine permanente Position am US-Labor&nbsp;<em>Destiny</em>&nbsp;verlegt worden ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gegen Ende des Tages begaben sich Parazynski und Wheelock in das&nbsp;<em>Quest</em>-Airlock Modul, um dort bei geringerem Luftdruck zu schlafen. Diese Prozedur wird angewandt, um Stickstoff aus dem Blutkreislauf zu lösen, da die Astronauten sonst Gefahr laufen würden, während des Ausstieges von der gefährlichen Taucherkrankheit betroffen zu sein.<br>Bis auf den bevorstehenden Reparatureinsatz hat die Besatzung zum jetzigen Zeitpunkt sämtliche Ziele der Mission erfüllt. Sie installierten das&nbsp;<em>Harmony</em>-Modul an seiner vorläufigen Position am&nbsp;<em>Unity</em>-Modul und verlegten das P6-Trägersegment vom Zentrum der Raumstation an den äußeren Rand des Backbordträgers. Damit würde nach dem heutigen Außenbordeinsatz einer Rückkehr des Space Shuttles zur Erde nichts mehr im Weg stehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Space Shuttle Discovery befindet sich derzeit in einer Höhe von ca. 345 Kilometern. Der Orbiter soll nach derzeitigem Stand am 5. November um 11:32 Uhr&nbsp;<em>MEZ</em>&nbsp;die Station wieder verlassen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Statusreport Nr. 12 (12. Flugtag)</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Astronauten an Bord des Shuttle-Stations-Komplexes wurden gestern um 06:38 Uhr&nbsp;<em>MEZ</em>&nbsp;mit dem Star-Wars-Titelsong geweckt. Der Song wurde Missionsspezialist Scott Parazynski gewidmet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach 7 Stunden und 19 Minuten schlossen Scott Parazynski und Doug Wheelock erfolgreich den vierten Außenbordeinsatz der Mission ab. Der Ausstieg, der nur innerhalb dreier Tage geplant wurde, verlief ohne Probleme und so konnte Mike Suffredini, Space Station Programm Manager, am Ende des Tages einen (beinahe) voll funktionstüchtigen 4B-Solargenerator präsentieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zuvor jedoch lag eine Menge Arbeit vor den beiden Astronauten. Nachdem die beiden das&nbsp;<em>Quest&nbsp;</em>-Airlock verlassen hatten, begab sich Scott Parazynski an das Ende des Orbiter Boom Sensor Systems, welches vom Arm der Raumstation gehalten wurde. Wheelock begab sich an das untere Ende des 4B-Solargenerators, während Parazynski von Daniel Tani und Stephanie Wilson mithilfe des Stationsarms zu den beschädigten Paneelen gefahren wurde.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dort angekommen erkannte Parazynski, dass sich die Drähte an den Paneelen vollkommen verknotet hatten. Nach kurzer Absprache mit der Bodenkontrolle trennte Parazynski die Drähte durch und installierte Stabilisierungen aus Aluminium und Draht, die die Besatzung in den letzten zwei Tagen gebaut hatte, um die beschädigten Stellen zu unterstützen. Nachdem alle Schadstellen behoben wurden, begannen die Astronauten im Inneren der Raumstation damit, das 4B-Array weiter auszufahren. Um frühzeitig auf neue Probleme reagieren zu können, wurden die Paneele jeweils nur eine halbe Box weit ausgefahren. Insgesamt 15 Minuten und 13 Kommandos später war das 4B-Array dann, zur Freude aller Beteiligten, vollständig ausgefahren. Derek Hassman, der leitende Stations-Flugdirektor kommentierte die erfolgreiche Operation mit den Worten: &#8222;Einer der zufriedenstellendsten Tage, die ich je im Kontrollzentrum hatte&#8220;. Nachdem das Problem mit den P6-Solargeneratoren aus dem Weg geräumt ist, steht nun dem Abkoppeln am Montagmorgen nichts mehr im Wege.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Space Shuttle Discovery befindet sich derzeit in einer Höhe von ca. 345 Kilometern. Discovery soll am Montag um 11:32 Uhr&nbsp;<em>MEZ</em>&nbsp;die Raumstation wieder verlassen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Statusreport Nr. 13 (13. Flugtag)</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Besatzung an Bord des Space Shuttles Discovery wurde gestern um 07:08 Uhr&nbsp;<em>MEZ</em>&nbsp;mit dem Lied &#8222;The Presence of the Lord&#8220;, geschrieben von Kurt Carr und aufgezeichnet von Byron Cage, geweckt. Das Lied wurde Missionsspezialistin Stephanie Wilson gewidmet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Luken zwischen beiden Raumfahrzeugen wurden gestern geschlossen und beendeten damit elf Tage gemeinsamer Arbeit zwischen der Shuttlebesatzung und der ISS-Besatzung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zuvor jedoch transferierte die Crew noch letzte Gegenstände zum Space Shuttle und genoss ein wenig Freizeit. Insgesamt wurden ca. 993 Kilogramm während der Mission transferiert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In einer bewegenden Zeremonie verabschiedeten sich dann beide Besatzungen voneinander und schlossen anschließend um 21:03 Uhr&nbsp;<em>MEZ</em>&nbsp;die Luken.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Während des Aufenthaltes des Space Shuttles Discovery erhielt die Raumstation mit dem neuen Modul&nbsp;<em>Harmony</em>&nbsp;eine wichtige Erweiterung und ermöglicht so die Ankunft des europäischen und japanischen Moduls. Die Crew verlegte auch das P6-Trägersegment an seine endgültige Position am Ende des Backbordträgers.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das 4B-Array des P6-Trägers, das in einem spektakulären Außenbordeinsatz von Scott Parazynski und Doug Wheelock repariert wurde, liefert wieder wie geplant Strom. Die Experten am Boden arbeiten derzeit noch an letzten Tests, bevor sie den Strom für die Stationssysteme nutzen wollen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Space Shuttle Discovery befindet sich derzeit in einer Höhe von ca. 345 Kilometern. Discovery soll heute um 11:32 Uhr&nbsp;<em>MEZ</em>&nbsp;die Station verlassen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Statusreport Nr. 14 (14. Flugtag)</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bodenkontrolle in Houston weckte die Besatzung des Space Shuttles Discovery gestern um 08:08 Uhr&nbsp;<em>MEZ</em>&nbsp;mit dem Lied &#8222;Roll me Away&#8220; von Bob Seger. Das Lied wurde für Pilot George Zamka gespielt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Space Shuttle Discovery legte um 11:32 Uhr&nbsp;<em>MEZ</em>, unter der Kontrolle von Zamka, von der Internationalen Raumstation ab. Zamka steuerte Discovery nach dem Abdockmanöver langsam auf eine Distanz von ca. 120 Metern und initiierte dort eine komplette Umrundung der Internationalen Raumstation. Dies gab den Astronauten an Bord des Shuttles Gelegenheit, das Äußere der Station zu dokumentieren. Besonderes Augenmerk wurde dabei auf das neue Harmony-Modul, sowie auf das P6-Trägersegment gelegt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nachdem das Shuttle die Raumstation komplett umrundet hatte, benutze Zemka die Steuerdüsen des Shuttles, um den Orbiter weiter von der Station zu entfernen. Ein wenig später zündeten erneut die Steuerdüsen, um beide Raumfahrzeuge endgültig voneinander zu trennen.<br>Die Crew machte sich anschließend daran, sich auf die bevorstehende Landung am Mittwoch vorzubereiten. Scott Parazynski, Stephanie Wilson und Paolo Nespoli nutzten den Roboterarm, um mithilfe des Orbiter Boom Sensor System (OBSS) das Hitzeschild des Orbiters ein letztes Mal auf Schäden zu untersuchen. Sie untersuchten die verstärkten Karbonpaneele an den Flügelkanten sowie der Nasenkappe und sendeten die Daten an die Bodenkontrolle, wo sie zurzeit noch ausgewertet werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Besatzung berichtete außerdem, dass ein Fenster auf der Kommandanten Seite von einem Mikrometeoriten getroffen wurde. Die Crew machte Fotos des Schadens und übersandte auch diese zum Boden. Den Rest des Tages genoss die Besatzung ein wenig Freizeit, um sich ein wenig für die kommende Landung auszuruhen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Mission Management Team ist derzeit noch dabei, die Daten der&nbsp;<em>OBSS</em>-Inspektion auszuwerten, allerdings konnten auf keiner der bisherigen Aufnahmen irgendwelche Auffälligkeiten entdeckt werden. Auch der Schaden am Fenster des Kommandanten wurde analysiert und stellt keinerlei Problem dar. Solche Treffer passieren bei fast jeder Mission und aus diesem Grund werden alle Fenster nach einer Mission ausgewechselt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Space Shuttle Discovery befindet sich derzeit in einer Höhe von ca. 346 Kilometern. Discovery soll am Mittwoch um 19:02 Uhr&nbsp;<em>MEZ</em>&nbsp;in Florida landen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Statusreport Nr. 15 (15. Flugtag)</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Besatzung an Bord des Space Shuttles Discovery wurde gestern um 08:38 Uhr&nbsp;<em>MEZ</em>&nbsp;mit dem Lied &#8222;Space Truckin&#8220; von Deep Purple geweckt. Das Lied wurde Missionsspezialist Clayton Anderson gewidmet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Astronauten an Bord waren den Tag über damit beschäftigt, den Orbiter auf die bevorstehende Landung vorzubereiten. Kommandantin Pam Melroy, Pilot George Zamka und Missionsspezialistin Stephanie Wilson starteten eine Auxiliary Power Unit, um die Steuerflächen des Orbiters auf ihre Funktionstüchtigkeit zu überprüfen. Anschließend wurde jede Düse des Reaction Control Systems (RCS) erfolgreich getestet. Das RCS wird genutzt, um die Lage des Space Shuttles zu kontrollieren, solange es sich in der oberen Atmosphäre befindet und die Luftdichte noch nicht ausreicht, um die Steuerflächen zu nutzen.<br>Der Rest der Besatzung verstaute alle nicht mehr benötigten Gegenstände im Middeck des Space Shuttles und baute den Spezialsitz für Clayton Anderson auf. Der Spezialsitz soll Anderson helfen, nach dem langen Aufenthalt in der Schwerelosigkeit die G-Kräfte die während der Landung auftreten besser zu verkraften.<br>Die Crew nahm sich zusätzlich noch eine kleine Auszeit, um mit Reportern am Boden zu reden, bevor sie am Ende des Tages die KU-Antenne einfuhr und so keinerlei Fernsehbilder mehr vom Shuttle übertragen werden konnten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Mission Management Team konnte vermelden, dass das Hitzeschild des Space Shuttle in einwandfreien Zustand ist und hat grünes Licht für die Landung am heutigen Tag gegeben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Space Shuttle Discovery befindet sich derzeit in einer Höhe von ca. 340 Kilometern.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Statusreport Nr. 16 (Landung)</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bodenkontrolle in Houston weckte die Astronauten an Bord des Space Shuttle heute zum letzten Mal um 08:38 Uhr&nbsp;<em>MEZ</em>&nbsp;mit dem Lied &#8222;Chitty Chitty Bang Bang&#8220; von Sherman and Sherman. Das Lied wurde Kommandantin Pam Melroy gewidmet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach 15 Tagen im All landete das Space Shuttle Discovery um 19:01 Uhr&nbsp;<em>MEZ</em>&nbsp;sicher auf der Landebahn 33 des Kennedy Space Centers und beendete damit erfolgreich eine der schwierigsten Missionen im Shuttle-Programm.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für Clayton Anderson endete, mit der Landung, seine 152 Tage andauernde Mission an Bord der Internationalen Raumstation.<br>Während der Mission des Space Shuttles brachte die Crew ein neues Modul zur Raumstation. Das Harmony getaufte Node-2-Modul, wird als Heimat für die Laboratorien der europäischen und japanischen Weltraumbehörden dienen und stellt damit einen wichtigen Schritt im Ausbau der ISS dar. Die Astronauten reparierten zusätzlich bei einem spektakulären Außenbordeinsatz einen defekten Solargenerator, nachdem sie das P6-Trägersegment von seinem alten Platz am Z1-Träger zum neuen am Ende des Backbordträgers verlegt hatten.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><img decoding="async" width="480" height="720" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/24102007004851_big_1.jpg" alt="" class="wp-image-25324" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/24102007004851_big_1.jpg 480w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/24102007004851_big_1-200x300.jpg 200w" sizes="(max-width: 480px) 100vw, 480px" /><figcaption>Start der Discovery zur Mission STS-120</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Während für die Shuttlebesatzung ihre Mission nun beendet ist, fängt für die Expedition 16 an Bord der Internationalen Raumstation eine sehr herausfordernde Zeit an. Die ISS-Besatzung wird in den kommenden vier Wochen, in einer Serie von Außenbordeinsätzen, das Harmony-Modul an das US-Laboratorium Destiny verlegen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Erst wenn diese Arbeiten abgeschlossen sind, kann die nächste Space-Shuttle-Mission starten. STS-122 soll nach derzeitigem Stand am 6. Dezember starten. Mit an Bord des Space Shuttles Atlantis wird der Deutsche Hans Schlegel sein, der zusammen mit Kommandant Stephen Frick, Pilot Alan Poindexter und den Missionsspezialisten Stanley Love, Rex Walheim sowie Leland Melvin, das Columbus Weltraumlabor der europäischen Weltraumbehörde zur Internationalen Raumstation bringen wird. STS-122 wird außerdem den Franzosen Leopold Eyharts zur ISS bringen, der Daniel Tani als Expedition 16-Crewmitglied ersetzten wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Missions-Zusammenfassung</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit STS-120 startete das Space Shuttle Discovery zu einer der komplexesten Missionen zur Internationalen Raumstation (ISS). So soll das Verbindungsmodul&nbsp;<em>Harmony</em>&nbsp;(<em>Node 2</em>) zur Station gebracht werden. Daneben soll eines der großen Solarmodule an seinen endgültigen Platz transportiert werden.</p>
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		<title>Discovery startet mit Harmony zur ISS</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/discovery-startet-mit-harmony-zur-iss/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 23 Oct 2007 22:48:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Flüge zur ISS]]></category>
		<category><![CDATA[ISS]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Am Dienstag startete die Discovery einmal mehr Richtung ISS. An Bord befindet sich das Verbindungsmodul Harmony, mit dem nach Jahren wieder ein von den Raumfahrern begehbares Modul hinzugefügt wird. Ein Beitrag von Maria Steinrück. Quelle: NASA. Zunächst hatte man befürchtet, dass Schlechtwetter den Start von STS-120 verhindert, dann waren auch noch Sorgen wegen der Eisbildung [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Am Dienstag startete die Discovery einmal mehr Richtung ISS. An Bord befindet sich das Verbindungsmodul Harmony, mit dem nach Jahren wieder ein von den Raumfahrern begehbares Modul hinzugefügt wird.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/verein-raumfahrer-net-e-v/ehemalige/" data-wpel-link="internal">Maria Steinrück</a>. Quelle: NASA.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/discoverysts120launch1nasa2k.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/discoverysts120launch1nasa260.jpg" alt=""/></a><figcaption>Die Discovery hebt ab.<br>(Bild: NASA)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Zunächst hatte man befürchtet, dass Schlechtwetter den Start von <i>STS-120</i> verhindert, dann waren auch noch Sorgen wegen der Eisbildung am Tank aufgetreten, doch kurz vor dem Start waren alle Probleme verschwunden und das Kontrollzentrum gab ein &#8222;GO&#8220; für den Start. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Um 11:38 Uhr Ortszeit (17:38 Uhr MESZ) war es dann so weit: Die Haupttriebwerke zündeten, sechseinhalb Sekunden später folgten die Feststoffbooster und die <i>Discovery</i> hob ab. Ungefähr zwei Minuten lang brannten die Feststoffbooster, dann wurden sie abgeworfen und das Space Shuttle flog nur mit den drei Haupttriebwerken weiter. Acht Minuten nach dem Start wurden auch diese abgeschaltet und der Tank abgeworfen, die vorläufige Umlaufbahn war erreicht. Am Donnerstag wird die <i>Discovery</i> an die Internationale Raumstation <i>(ISS)</i> andocken.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Kommandantin der <i>STS-120</i>-Crew ist Pamela Melroy, die somit nach Eileen Collins die zweite Space-Shuttle-Kommandantin ist. Gemeinsam mit Pilot George Zamka sowie den Missionsspezialisten Scott Parazynski, Douglas Wheelock, Stephanie Wilson und dem Italiener Paolo Nespoli wird sie <i>Harmony</i> an der <i>ISS</i> installieren. Außerdem fliegt Daniel Tani mit, der auf der <i>ISS</i> bleiben und somit Clayton Anderson ablösen wird. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><i>Harmony</i>, auch als <i>Node 2</i> bezeichnet, ist ein Verbindungsmodul, an das später das europäische Raumlabor <i>Columbus</i> und das japanische Modul <i>Kibo</i> angeschlossen werden. Zunächst wird <i>Harmony</i> an <i>Unity</i> angebracht werden, auch wenn sein eigentlicher Platz an das Modul <i>Destiny</i> angrenzt. Der vorgesehene Anschluss an <i>Destiny</i> wird nämlich zu diesem Zeitpunkt durch das angedockte Space Shuttle belegt sein. So wird <i>Harmony</i> erst nach der Abreise der <i>Discovery</i> von der Besatzung der <i>ISS</i> an den richtigen Platz gebracht werden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Zu den Aufgaben der Crew gehört außerdem das Versetzen der Gitterstruktur P6 mit einigen Solarpanels. Insgesamt sind für die zweiwöchige Mission fünf Außenbordeinsätze geplant. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Aktuelles über die Mission finden Sie wie immer in den <a href="https://www.raumfahrer.net/sts-120-statusreport/" data-wpel-link="internal">Statusberichten</a> sowie in der <a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=3652.msg41889#msg41889" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Raumcon</a>.    </p>
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