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	<title>Trias &#8211; Raumfahrer.net</title>
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	<description>Das Portal für Astronomie- und Raumfahrtbegeisterte</description>
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	<title>Trias &#8211; Raumfahrer.net</title>
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		<title>Auf den Spuren des globalen Klimawandels – Vulkanismus als Treiber des Klimas in der „Karnischen Krise&#8220;</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 21 May 2024 11:49:24 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Neue Forschungen zur sogenannten „Karnischen Krise&#8220; von einem Team unter Alexander Lukeneder, Paläontologe am Naturhistorischen Museum Wien, zeigen erstaunliche Entwicklungen um einen globalen Klimawandel der Triaszeit auf. Eine Pressemitteilung des Naturhistorischen Museums Wien. Quelle: Naturhistorisches Museum Wien 21. Mai 2024. 21. Mai 2024 &#8211; Umfangreiche geochemische und geophysikalische Daten entschlüsseln eine der größten Umweltkatastrophen der [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Neue Forschungen zur sogenannten „Karnischen Krise&#8220; von einem Team unter Alexander Lukeneder, Paläontologe am Naturhistorischen Museum Wien, zeigen erstaunliche Entwicklungen um einen globalen Klimawandel der Triaszeit auf. Eine Pressemitteilung des Naturhistorischen Museums Wien.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: Naturhistorisches Museum Wien 21. Mai 2024.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full has-lightbox"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/OekosystemspaeteTriaszeitNHMWienALukeneder7reasonsMHarzhauser.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Ökosystem späte Triaszeit. (Bild: NHM Wien, A. Lukeneder - 7reasons, M. Harzhauser)" data-rl_caption="" title="Ökosystem späte Triaszeit. (Bild: NHM Wien, A. Lukeneder - 7reasons, M. Harzhauser)" data-wpel-link="internal"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="260" height="260" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/OekosystemspaeteTriaszeitNHMWienALukeneder7reasonsMHarzhauser26.jpg" alt="Ökosystem späte Triaszeit. (Bild: NHM Wien, A. Lukeneder - 7reasons, M. Harzhauser)" class="wp-image-140259" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/OekosystemspaeteTriaszeitNHMWienALukeneder7reasonsMHarzhauser26.jpg 260w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/OekosystemspaeteTriaszeitNHMWienALukeneder7reasonsMHarzhauser26-150x150.jpg 150w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/OekosystemspaeteTriaszeitNHMWienALukeneder7reasonsMHarzhauser26-100x100.jpg 100w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/OekosystemspaeteTriaszeitNHMWienALukeneder7reasonsMHarzhauser26-120x120.jpg 120w" sizes="(max-width: 260px) 100vw, 260px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Ökosystem späte Triaszeit. (Bild: NHM Wien, A. Lukeneder &#8211; 7reasons, M. Harzhauser)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">21. Mai 2024 &#8211; Umfangreiche geochemische und geophysikalische Daten entschlüsseln eine der größten Umweltkatastrophen der Erdgeschichte, die „Karnische Krise&#8220;. Ein Klimawandel vor 233 Millionen Jahren führt zu einem weltweiten Massensterben in den Meeren des Erdmittelalters. Die spannenden Ergebnisse wurden nun erstmals publiziert (Scientific Reports).</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Die Karnische Krise</strong><br>Zwei Millionen Jahre (234-232 Millionen Jahre) dauerte die globale „Karnische Krise&#8220; an, deren Auswirkungen in den Gesteinen des Reiflinger Beckens in der Umgebung von Lunz am See überliefert wurden. Gewaltiger Vulkanismus in Kanada und den nördlichen USA führte dort zur Ablagerung einer mehr als tausend Meter dicken Schicht aus Basalt. Der damit verbundene enorme CO<sub>2</sub>-Ausstoß in die Atmosphäre veränderte das Klima. Die späte Triaszeit war durch ein Treibhausklima mit monsunartigen Niederschlägen geprägt, was zu vermehrtem Schlammeintrag in den Tethys-Ozean führte. Die Riffe erstickten, Karbonat-Plattformen starben ab und am Meeresboden wurde der Sauerstoff knapp, Todeszonen bildeten sich.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full has-lightbox"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/NahrungskettenReiflingerBeckenNHMWienALukender2k.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="Nahrungsketten im Reiflinger Becken. (Bild: NHM Wien, A. Lukender)" data-rl_caption="" title="Nahrungsketten im Reiflinger Becken. (Bild: NHM Wien, A. Lukender)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="260" height="181" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/NahrungskettenReiflingerBeckenNHMWienALukender26.jpg" alt="Nahrungsketten im Reiflinger Becken. (Bild: NHM Wien, A. Lukender)" class="wp-image-140257"/></a><figcaption class="wp-element-caption">Nahrungsketten im Reiflinger Becken. (Bild: NHM Wien, A. Lukender)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Konservat-Lagerstätten mit besonders guter Erhaltung der eingebetteten Fossilien konnten unter diesen Bedingungen entstehen. Neben Ammoniten, Tintenfischen, Muscheln, Schnecken, Krebsen, Meeresasseln und Borstenwürmern kann man auch ungewöhnlich gut erhaltene und extrem seltene Raritäten wie fliegende Fische, den Quastenflosser Coelocanthus oder den Lungenfisch Tellerodus entdecken. Das Meer des Reiflinger Beckens wurde umringt von ersten Inselgruppen, auf welchen sich unter feuchten und warmen Bedingungen erste Wälder aus Koniferen wie Voltzia bildeten. Die Nähe zu Süßwasser bestätigen auch zusätzlich eingeschwemmte Reste von diversen Landpflanzen und Funde von zahlreichen Blattfußkrebsen der Gattung Euestheria. Die unter dem Namen „Karnische Krise&#8220; bekannte Phase kann in Österreich lediglich in einer schmalen geologischen Zone beobachtet werden. Sie erstreckt sich vom niederösterreichischen Mödling im Osten bis in die nördliche Steiermark bei Großreifling, also bis in das Gebiet des Natur- und UNESCO Geoparks Steirische Eisenwurzen, im Westen. Die große Diversität der entdeckten Fauna in den Konservat-Lagerstätten um Lunz am See sowie die fantastische Erhaltung erlauben es, die Umwelt der späten Triaszeit zu erforschen und neue Erkenntnisse über Umweltbedingungen, Nahrungsketten und die Räuber-Beute-Verhältnisse dieser Zeit zu gewinnen. Bei winzigen Krebsen beginnend, reichte die Nahrungskette über kleinere Fische bis hin zu räuberischen Tintenfischen und Ammoniten, die wiederum von größeren Raubfischen gejagt wurden. Ichthyosaurier waren die Spitzen-Prädatoren dieses Ökosystems im Reiflinger Becken der späten Triaszeit.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Moderne Forschung</strong><br>Ein internationales Team um Alexander Lukeneder vom NHM Wien, Petra Lukeneder (Universität Wien), Reinhard Sachsenhofer (Montanuniversität Leoben), Manuel Rigo (Universität Padua) sowie Guido Roghi (Nationaler Forschungs-Rat Padua) erforschen seit Jahren eine der größten Umweltkatastrophen der Erdgeschichte. Dabei wurden vielfältige Untersuchungen an Gesteinen und Fossilien durchgeführt sowie modernste Analyse-Methoden angewandt. Makrofossilien wie Ammoniten, Tintenfische und Fische wurden ebenso wie auch Vertreter der Flora untersucht. Zusätzlich wurden die Pollen-Vergesellschaftungen und deren Wandel über die Dauer der „Karnischen Krise&#8220; analysiert. Es zeigt sich eine Umstellung von rein marinen Gegebenheiten zu von Süßwasser beeinflussten Bedingungen mit verstärktem Auftreten von Überschwemmungsgebieten und Sumpfland mit Pionier-Vegetation.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auf Grundlage von Mikrofossilien und geochemischen sowie geophysikalischen Untersuchungen ergibt sich ein detailliertes Bild der Umwelt vor 233 Millionen Jahren in den österreichischen Kalkalpen. Die revidierte Bestimmung der Ammoniten und die Analyse winziger Zähnchen von Fischen erlauben eine präzise Alterseinstufung. Die Gesteinsabfolgen in den Kalkalpen Österreichs sind mit gleichaltrigen Ablagerungen des gesamten Tethys-Raumes vergleichbar. Der starke Eintrag von CO<sub>2</sub> durch Vulkanismus änderte die globale Zusammensetzung der Kohlenstoffisotope. Diese chemische Spur des globalen Treibhausklimas lässt sich auch in den Gesteinen bei Lunz am See nachweisen.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full has-lightbox"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ReiflingerBeckenNHMWienALukeneder.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="Reiflinger Becken. (Bild: NHM Wien, A. Lukeneder)" data-rl_caption="" title="Reiflinger Becken. (Bild: NHM Wien, A. Lukeneder)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="260" height="200" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ReiflingerBeckenNHMWienALukeneder26.jpg" alt="Reiflinger Becken. (Bild: NHM Wien, A. Lukeneder)" class="wp-image-140261"/></a><figcaption class="wp-element-caption">Reiflinger Becken. (Bild: NHM Wien, A. Lukeneder)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Geophysikalische Messungen an den unterschiedlichen Gesteinen zeigen eindeutig einen Anstieg strahlender Partikel und der magnetisierbaren Minerale währen der „Karnischen Krise&#8220; sowie eine Änderung in der Zusammensetzung der Tonminerale. Der höhere Anteil dieser Partikel zeigt einen durch vermehrten Niederschlag erhöhten Eintrag von Verwitterungsprodukten und organischen Resten von Landpflanzen vom umgebenden Land in das Meeres-Becken an. Biomarker – chemische Substanzen im Sediment, die von ehemaligen Organismen stammen – deuten darauf hin, dass in dieser feuchteren Phase die organische Substanz vermehrt von Landpflanzen stammt, also in das Reiflinger Becken eingeschwemmt wurde. Die Umweltbedingungen wandelten sich. Dieser Teil des Tethys-Ozeans wurde abgeschnürt und sauerstoffarme, lebensfeindliche Bedingungen breiteten sich am Meeresboden aus. Das vom Land eingeschwemmte Material veränderte den Wasserchemismus nachhaltig. Schon lange fiel den Geolog*innen die Abfolge von helleren Reiflinger Kalken zu dunklen Göstlinger Kalken auf, die schließlich von fein laminierten Reingrabener Schichten überlagert wurden. Nun kann dieser Wechsel mit den sich ändernden Klimabedingungen erklärt werden. In der Hochphase der „Karnischen Krise&#8220; entstanden die fein geschichteten Reingrabener Schichten mit ihrem ungewöhnlichen Fossilreichtum. Im sauerstofffreien Schlamm gab es keine Aasfresser, welche die abgestorbenen Organismen fressen konnten. Am Meeresboden und im Sediment war nun kein Leben mehr möglich.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Forschung ist durch das Land Niederösterreich, die Freunde des Naturhistorischen Museums Wien sowie die Gemeinden Lunz am See, Gaming, Göstling und Landl kofinanziert.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Zur Publikation in &#8222;Scientific Reports&#8220;:</strong><br>Lukeneder, A, Lukeneder P., Sachsenhofer, R., Roghi, G., Rigo. M. 2024. Multi-proxy record of the Austrian Upper Triassic Polzberg Konservat-Lagerstätte in light of the Carnian Pluvial Episode. Nature Research, Scientific Reports. Open Access: <a href="https://www.nature.com/articles/s41598-024-60591-9" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">https://www.nature.com/articles/s41598-024-60591-9</a><br>pdf: <a href="https://www.nature.com/articles/s41598-024-60591-9.pdf" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">https://www.nature.com/articles/s41598-024-60591-9.pdf</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=762.msg561774#msg561774" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Klimawandel</a></li>
</ul>
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		<title>AstroGeo Podcast: Massensterben im Treibhaus</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/astrogeo-podcast-massensterben-im-treibhaus/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Karl Urban]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 26 Jan 2023 10:30:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Vor 251 Millionen Jahren stand das Leben auf der Erde am Abgrund: Fast alle Meerestiere starben aus, die Kontinente verloren ihre Wälder und mit ihnen viele Landtiere. Wie konnte das geschehen?</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Vor 251 Millionen Jahren stand das Leben auf der Erde am Abgrund: Fast alle Meerestiere starben aus, die Kontinente verloren ihre Wälder und mit ihnen viele Landtiere. Wie konnte das geschehen?</h4>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full is-resized"><a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.en" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2023/01/stenocybus-echse-perm-wald-rn.jpg" alt="" class="wp-image-121035" width="441" height="339" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2023/01/stenocybus-echse-perm-wald-rn.jpg 598w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2023/01/stenocybus-echse-perm-wald-rn-300x231.jpg 300w" sizes="(max-width: 441px) 100vw, 441px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Stenocybus ist ein Reptil, das zu Beginn der Permzeit auf der Erde lebte (Quelle: CC-BY-SA 3.0 Unported, dmitrchel@mail.ru)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Die Geschichte der Tiere auf der Erde umfasst über eine halbe Milliarde Jahre, doch verlief sie nicht geradlinig. Insgesamt mindestens fünfmal stand das Leben am Abgrund. Längst noch nicht jedes Massensterben der Erdgeschichte ist aufgeklärt. Zwischen den Zeitaltern Perm und Trias war es besonders schlimm: Der blaue Planet erlebte vor 251 Millionen Jahre das bis heute größte Massensterben seiner Tierwelt, bei dem über 70 Prozent der Landtiere und sogar 95 Prozent aller Tierarten in den Meeren ausstarben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Karl hat für diesen AstroGeo Podcast viele Studien gesichtet: Was wissen Geologinnen und Geologen über die Ursache der permotriassischen Katastrophe? Über die letzten Jahrzehnte wurden etliche Thesen formuliert, allen voran brodelnde Vulkane im heutigen Sibirien und der Einschlag eines gewaltigen Meteoriten. Mittlerweile ist klar: Das größte Massensterben sollte uns Menschen interessieren. Denn Vieles, was damals auf der Erde passierte, scheint sich nun durch unser Handeln zu wiederholen, wenn wir nichts dagegen unternehmen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im AstroGeo Podcast erzählen sich die Wissenschaftsjournalisten Franziska Konitzer und Karl Urban alle zwei Wochen eine Geschichte, die ihnen entweder die Steine unseres kosmischen Vorgartens eingeflüstert – oder die sie in den Tiefen und Untiefen des Universums aufgestöbert haben. Der Podcast ist auch auf <a href="https://podcasts.apple.com/us/podcast/astrogeo-geschichten-aus-astronomie-und-geologie/id525300156" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">iTunes</a> oder <a href="https://open.spotify.com/show/0a0X8ogJx046skJBbow9AC" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Spotify</a> zu finden.</p>


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<p class="wp-block-paragraph">Frühere Ausgaben des AstroGeo Podcast <a href="https://astrogeo.de" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">gibt es auf astrogeo.de</a>. AstroGeo ist der Podcast von <a href="https://www.riffreporter.de/de/genossenschaft/recherche-kollektive/weltraum-reporter" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Die Weltraumreporter</a>, einem Magazin der Riffreporter eG. Er ist frei verfügbar und entsteht durch die finanzielle Unterstützung seiner Hörerinnen und Hörer. Das geht mit einem monatlichen Abonnement die Weltraumreporter für 3,49 Euro pro Monat oder einer Spende. Diese und <a href="https://astrogeo.de/unterstuetze-uns/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">jede andere Form der finanziellen Unterstützung</a> hilft dabei, dass der Podcast weiter werbefrei bleibt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=916.msg544050#msg544050" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Planet Erde</a></li>



<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=19493.msg544049#msg544049" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">AstroGeo Podcast</a></li>
</ul>
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		<title>NHM: Globale Klimakatastrophe der Triaszeit</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/nhm-globale-klimakatastrophe-der-triaszeit/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 25 Aug 2021 15:10:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astrobiologie/Leben]]></category>
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		<category><![CDATA[Trias]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Fossil-Fundstelle in Niederösterreich gibt tiefe Einblicke in die Erdgeschichte Österreichs: Über 6.000 einzigartige Fossilien der alpinen Triaszeit wurden von NHM Wien-Paläontologen Alexander Lukeneder und Paläontologin Petra Lukeneder von der Universität Wien untersucht. Eine Pressemitteilung des Naturhistorischen Museums Wien. Quelle: Naturhistorisches Museum Wien. 25. August 2021 &#8211; Die Überreste sind Zeugen einer der größten Umweltkatastrophen der [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Fossil-Fundstelle in Niederösterreich gibt tiefe Einblicke in die Erdgeschichte Österreichs: Über 6.000 einzigartige Fossilien der alpinen Triaszeit wurden von NHM Wien-Paläontologen Alexander Lukeneder und Paläontologin Petra Lukeneder von der Universität Wien untersucht. Eine Pressemitteilung des Naturhistorischen Museums Wien.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: Naturhistorisches Museum Wien.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/LebensbildPolzbergPalaeobiota7reasonsNHMWienALukeneder2k.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/LebensbildPolzbergPalaeobiota7reasonsNHMWienALukeneder26.jpg" alt=""/></a><figcaption>Lebensbild der Polzberg Palaeobiota. (Bild: 7reasons / NHM Wien, Alexander Lukeneder)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">25. August 2021 &#8211; Die Überreste sind Zeugen einer der größten Umweltkatastrophen der Erdgeschichte, der „Karnischen Krise“. Diese Phase zeichnet sich durch einen Klimawandel vor 233 Millionen Jahren aus, der zu einem gigantischen weltweiten Massensterben in den Meeren des Erdmittelalters führte. Die Ergebnisse wurden nun erstmals publiziert (Scientific Reports).</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Die Polzberg-Fundstelle</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein kleiner Graben zwischen Gaming und Lunz am See (Niederösterreich) verbirgt, nahezu unscheinbar, eine der wichtigsten Fossil-Fundstellen Österreichs, der tiefe Einblicke in die Erdgeschichte des Landes gewährt: In 233 Millionen alten, feinst laminierten Gesteinsschichten (Reingrabner Schiefer) werden hier seit über 140 Jahren Sensationen des Erdmittelalters gefunden. Die schwarzen, kalkig bis tonigen Meeres-Ablagerungen beinhalten eine Konservat-Lagerstätte von Weltruf – Fundstellen, in denen Fossilien besonders gut und vollständig erhalten sind. 6.397 dieser fossilen Funde lagern dabei teilweise seit über hundert Jahren in den großen Sammlungen des Naturhistorischen Museums Wien, der Universität Wien und der Geologischen Bundesanstalt in Wien. Zusätzlich konnte neues Material durch die Citizen Scientists Birgitt und Karl Aschauer aus Waidhofen an der Ybbs in den letzten Jahren geborgen werden. Die Einzigartigkeit dieser Fundstelle am Polzberg wurde im Laufe des letzten Jahrhunderts immer wieder diskutiert, nun wurde die erste wissenschaftliche Bearbeitung dazu in „Scientific Reports“ publiziert.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Bewohner eines feindlichen Lebensraumes</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Zwei Millionen Jahre dauerte die globale Karnische Krise an, deren Auswirkungen in den Ablagerungen überliefert wurden. Die enthaltenen Fossilien geben erstmals Einblick in die Lebensgemeinschaften im damaligen Reiflinger Meer. Die späte Triaszeit war durch ein Treibhausklima mit monsunartigen Niederschlägen geprägt, was zu einem vermehrtem Schlammeintrag ins Meer führte. Die Riffe erstickten und am Meeresboden wurde der Sauerstoff knapp.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/VoltziaPflanzenrestPolzbergNHMWienALukeneder2k.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/VoltziaPflanzenrestPolzbergNHMWienALukeneder26.jpg" alt=""/></a><figcaption>Voltzia Pflanzenrest, Polzberg. (Bild: NHM Wien, Alexander Lukeneder)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Zahlreiche Arten konnten bis heute nachgewiesen werden, wobei nahezu jährlich neue Spezies am Polzberg entdeckt werden. Neben Ammoniten, Tintenfischen, Muscheln, Schnecken, Krebsen, Meeresasseln und Borstenwürmern kommen auch Fische häufig vor. Zu den besonderen Funden zählen Knorpelfische wie der haiähnliche Acrodus oder der sehr seltene Quastenflosser Coelocanthus. Aus den Küstensümpfen wurde selbst ein Lungenfisch eingeschwemmt – ein weltweit einzigartiges Fossil. Die Nähe zu Süßwasser bestätigen auch die zahlreichen Blattfußkrebse Eustheria und selbst Pflanzen wie die Konifere Voltzia sind durch kleine Ästchen vertreten. Das dominierende Element der gesamten Fauna ist jedoch der Leitammonit Austrotrachyceras minor, welcher zu Tausenden vorkommt. Die große Diversität der entdeckten Fauna sowie die fantastische Erhaltung erlauben es, die Umwelt der späten Triaszeit zu erforschen und neue Erkenntnisse über Umweltbedingungen, Nahrungsketten und die Räuber-Beute-Verhältnisse dieser Zeit zu gewinnen. Bei winzigen Krebsen beginnend, reichte die Nahrungskette über kleinere Fische bis hin zu räuberischen Tintenfischen und Ammoniten, die wiederum von größeren Raubfischen gejagt wurden. Nach Ichthyosauriern wird noch gesucht, die vermutlich die größten Prädatoren dieses Ökosystems waren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Forschung wird vom Land Niederösterreich (Wissenschaft und Forschung) und der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (Geo/Hydro Sciences) im Rahmen zweier Projekte über zwei Jahre kofinanziert werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Zur Publikation in “Scientific Reports”:</strong><br>Lukeneder, A &amp; Lukeneder P. 2021. <a href="https://www.nature.com/articles/s41598-021-96052-w" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">The Upper Triassic Polzberg palaeobiota from a marine Konservat-Lagerstätte deposited during the Carnian Pluvial Episode in Austria</a>. Nature Research, Scientific Reports.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Science Talks &#8211; Massensterben, Sumpfwälder und fliegende Fische von Lunz</strong></p>



<figure class="wp-block-embed is-type-rich is-provider-handler-einbetten wp-block-embed-handler-einbetten wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
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