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	<title>U-Boot &#8211; Raumfahrer.net</title>
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	<description>Das Portal für Astronomie- und Raumfahrtbegeisterte</description>
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	<title>U-Boot &#8211; Raumfahrer.net</title>
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	<item>
		<title>Startliste Wolna / Schtil</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/startliste-wolna-schtil/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 21 Oct 2011 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raketen]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Startliste]]></category>
		<category><![CDATA[U-Boot]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Dies ist die komplette Liste aller Starts der einzigen U-Boot gestützten Trägerraketen Wolna und Schtil Wolna Datum Startplatz Nutzlast Status 07.06.1995 Barentssee, K-44 Rjasan Testnutzlast Erfolg 20.07.2001 Barentssee, K-496 Borisoglebsk Cosmos-1-Test (Weltraumsegler), IRDT (Wiedereintrittstechnologie) Teilerfolg, Nutzlast wurde nicht abgetrennt 12.07.2002 Barentssee, K-44 Rjasan IRDT-2 (Wiedereintrittstechnologie, 146kg) Erfolg 21.06.2005 Barentssee, K-496 Borisoglebsk Cosmos-1 (Weltraumsegler) Einziger Orbitalstart, [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Dies ist die komplette Liste aller Starts der einzigen U-Boot gestützten Trägerraketen Wolna und Schtil</h4>



<p><strong>Wolna</strong></p>



<figure class="wp-block-table"><table><tbody><tr><td><strong>Datum</strong></td><td><strong>Startplatz</strong></td><td><strong>Nutzlast</strong></td><td><strong>Status</strong></td></tr><tr><td>07.06.1995</td><td>Barentssee, K-44 Rjasan</td><td>Testnutzlast</td><td>Erfolg</td></tr><tr><td>20.07.2001</td><td>Barentssee, K-496 Borisoglebsk</td><td>Cosmos-1-Test (Weltraumsegler), IRDT (Wiedereintrittstechnologie)</td><td>Teilerfolg, Nutzlast wurde nicht abgetrennt</td></tr><tr><td>12.07.2002</td><td>Barentssee, K-44 Rjasan</td><td>IRDT-2 (Wiedereintrittstechnologie, 146kg)</td><td>Erfolg</td></tr><tr><td>21.06.2005</td><td>Barentssee, K-496 Borisoglebsk</td><td>Cosmos-1 (Weltraumsegler)</td><td>Einziger Orbitalstart, Fehlschlag (Abschaltung nach 83s)</td></tr><tr><td>07.10.2005</td><td>Barentssee, K-496 Borisoglebsk</td><td>IRDT-2R (Wiedereintrittstechnologie)</td><td>Erfolg</td></tr></tbody></table></figure>



<p><strong>Schtil</strong></p>



<figure class="wp-block-table"><table><tbody><tr><td><strong>Datum</strong></td><td><strong>Startplatz</strong></td><td><strong>Nutzlast</strong></td><td><strong>Status</strong></td></tr><tr><td>07.07.1998</td><td>Barentssee, K-407 Nowomoskowsk</td><td>TUBSAT-N/N1 (Forschungs- und Kommunikationssatelliten)</td><td>Erfolg (LEO erreicht)</td></tr><tr><td>26.05.2006</td><td>Barentssee, K-84 Ekaterinburg</td><td>Kompas 2 (Forschungssatellit, 80 kg)</td><td>Erfolg (SSO erreicht)</td></tr></tbody></table></figure>



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<ul class="wp-block-list"><li><a href="/r-29-wolna-schtil/" data-wpel-link="internal">R-29 / Wolna / Schtil</a></li></ul>



<p></p>
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		<item>
		<title>Cosmos 1 – Das Ende mancher Träume</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/cosmos-1-das-ende-mancher-traeume/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 27 Jun 2005 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Anomalie]]></category>
		<category><![CDATA[Borisoglebsk]]></category>
		<category><![CDATA[Cosmos 1]]></category>
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		<category><![CDATA[Volna]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Am 21. Juni gegen 21:00 Uhr zerbrachen für die Techniker und Forscher all ihre Hoffnungen und Träume in die Sonde Cosmos&#160;1. Durch einen Fehler in der Startrakete Volna stürzte die Sonde zurück in das irdische Meer. Dieser Flug sollte ein Pionierflug in Sachen Antriebe werden, denn es sollte der berühmte Sonnensegelantrieb getestet werden. Ein Beitrag [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Am 21. Juni gegen 21:00 Uhr zerbrachen für die Techniker und Forscher all ihre Hoffnungen und Träume in die Sonde <em>Cosmos&nbsp;1</em>. Durch einen Fehler in der Startrakete <em>Volna</em> stürzte die Sonde zurück in das irdische Meer. Dieser Flug sollte ein Pionierflug in Sachen Antriebe werden, denn es sollte der berühmte Sonnensegelantrieb getestet werden.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/verein-raumfahrer-net-e-v/ehemalige/" data-wpel-link="internal">Martin Ollrom</a>.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><img fetchpriority="high" decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/200506210558.jpg" alt="" width="293" height="293"/><figcaption><em>Cosmos 1</em> &#8211; eine künstlerische Darstellung der Sonde.<br>(Bild: Planetary Society)</figcaption></figure></div>



<p>Dieser Start sollte eine Raumfahrtrevolution werden. Fanartikel dieser Sonde gab es zu kaufen, die Berichterstattung in jedem größeren Sender. Als die Sonde dann fertig gebaut war, waren alle stolz, denn man hatte sie genauestens nach Plan und ohne Verspätung zusammengestellt. Mehrere Testreihen verliefen erfolgreich und die Sonde überzeugte jeden Techniker und Forscher gleichermaßen. Erst die Frage des Startgerätes und Startortes spaltete die Verantwortlichen. Manche wollten eine ganz normale Startrakete, die von Kasachstan oder Amerika startet, doch schlussendlich setzte sich eine Wasserstartrakete durch, die aus der Barentsee startete. Dazu wurde die Rakete auf ein U-Boot gebracht und mit ihr die so revolutionäre Sonde <em>Cosmos&nbsp;1</em>. <em>Cosmos&nbsp;1</em> war zusammengefaltet in der obersten Stufe der <em>Volna</em>-Rakete. Die Sonde sollte sich in einer Startsequenz von etwa vier Tagen automatisch entfalten und die Segel zur Sonne ausrichten und den Testflug beginnen. Die Sonde ist ein internationales Gemeinschaftsprojekt an dem Kaliber wie NASA, ESA und die russische Weltraumbehörde beteiligt waren. Letztere übernahmen den Start der Sonde, was scheinbar keine allzu gute Variante war, da Russland bei den Starts scheinbar schon öfters Probleme hat. Man nehme nur den Start der Sonde <em>Mars&nbsp;96</em>, die ebenfalls nicht in den Weltraum gelangte, weil die Rakete versagte. <em>Cosmos&nbsp;1</em> benötigt keinen hohen Orbit, weswegen man sich auch für die <em>Volna</em>-Rakete entschieden hat. Es muss nur so hoch sein, dass sie das irdische Gravitationsfeld überwinden kann, aber das schaffte sie leider nicht.</p>



<p><strong>Vom Start zur Bruchlandung</strong><br>Die <em>Volna</em>-Rakete besteht aus drei Stufen. Die erste bringt die Rakete über die Wasseroberfläche, da man von einem U-Boot aus startet. Die zweite dann bis zum Rande der Atmosphäre und die dritte soll die Sonde nur noch in einen gesicherten Orbit bringen. Sollte diese Stufe am Anfang ausfallen, ist die Mission zwar gefährdet aber zu retten. Fällt eine der ersten zwei Stufen aus, ist die Mission nicht mehr zu retten. Dessen war man sich in Moskau, im Sitz der Startverantwortlichen, klar. Nach ungefähr sechs Minuten nach dem Start, soll sich die Sonde im Weltraum befinden und die dritte Raketenstufe abwerfen. Bis die Sonde dann ihren Endorbit erreicht hat, werden im Idealfall nicht mehr als 20&nbsp;Minuten vergehen. Während des gesamten Startvorgangs werden Signale der Sonde von verschiedenen Plätzen der Erde gesucht. Angefangen von Berkeley in den USA, über ein Teleskop in Alaska bis hin zu einem Teleskop in unserem Nachbarland Tschechien.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/louis_friedman.jpg" alt="" width="255" height="238"/><figcaption>Projektmanager Louis Friedman, der sehr enttäuscht ist.<br>(Bild: Planetary Society)</figcaption></figure></div>



<p>Kurz nach dem Start endete das Signal jedoch abrupt. Zuerst dachte man noch, dass die Sonde einen Kommunikationsfehler hat und deswegen nicht mehr antwortet, bis man auch im U-Boot merkte, dass beim Abtrennen der einzelnen Stufen der Startrakete ein Fehler passiert sein dürfte. Nun bestand jedoch noch die Chance, dass die dritte Stufe ausgefallen ist und somit die Sonde sich doch noch im Weltraum befindet und so noch gerettet werden konnte. Aber über eines war man sich jetzt schon im Klaren: Ein Traumstart sieht anders aus. Erst nachdem die Daten vom U-Boot in die Zentrale nach Moskau überspielt wurden verdichteten sich die Hinweise auf ein Versagen der ersten Raketenstufe. Dies würde bedeuten, dass die Rakete die Sonde mit zurück auf die Erde riss. Doch unbekannte Signale auf der Sendefrequenz der Sonde gaben den Forscher noch Hoffnungen dafür, dass die Sonde sich doch im Weltraum befindet. Leider zerstörte sich diese Hoffnungen gestern, den 26. Juni, als dann bekannt wurde, dass doch die erste Raketenstufe versagt hat. Teleskopsuchen nach der Sonde waren erfolglos, was dem Ganzen die nötige Sicherheit gab. Die Sonde liegt vermutlich irgendwo im Meer und mit ihr versanken die Träume einiger Techniker und Forscher.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/cosmos1satPlanetarySociety400.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/cosmos1satPlanetarySociety260.jpg" alt=""/></a><figcaption>So verpackt war Cosmos 1 in der letzten Stufe der Volna-Rakete.<br>(Bild: Planetary Society)</figcaption></figure></div>



<p>Die Fehleranalyse ist fast abgeschlossen, da es relativ eindeutig war, was zum Absturz der Sonde führte. Louis Friedman, Projektleiter von <em>Cosmos&nbsp;1</em>, meinte in seiner ersten Stellungnahme, dass die Geschichte von <em>Cosmos&nbsp;1</em> Vergangenheit ist, jedoch das Projekt <em>Cosmos</em> noch nicht beendet sei. Da er aber bereits über 30&nbsp;Jahre mit der Entwicklung von Sonnensegeln beschäftigt ist, bricht für ihn eine kleine Welt zusammen und für einige seiner Techniker dürfte dieser Misserfolg das Ende ihrer Karriere sein. Er versucht die erfolglose Vergangenheit zu vergessen und sich komplett auf die Zukunft zu konzentrieren, denn er überlegt schon wie man solche Rückschläge in Zukunft vermeiden kann. Als er davon hörte, dass beim Start einiges schief ging wusste er sofort, dass die Sonde diesen Fehler wohl nicht überlebt hat, aber er hielt sich wie jeder hier an die letzte Hoffnung. Louis Friedman hat angekündigt, dass in Zukunft die Startrakete gewissenhafter ausgewählt wird und dass es einige Änderungen in der Aufgabenverteilung der einzelnen Partner geben wird.</p>



<p>Diese Änderungen werden für die <em>Cosmos&nbsp;1</em>-Sonde leider zu spät kommen. Als die Sonde im Ozean samt Rakete versank, versanken auch die Träume der älteren Mitarbeiter, die ihr Leben in die Sonnensegeltechnik gesteckt haben.</p>



<p></p>
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		<title>Cosmos 1 gescheitert</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/cosmos-1-gescheitert/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 21 Jun 2005 15:01:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Nach langem Rätselraten über die Fehlerursache, die letztendlich zum Scheitern der Cosmos 1 Mission führte, weiß man nun, dass die Sonde samt Rakete zurück auf die Erde gestürzt ist. Ein Beitrag von Ingo Froeschmann, Axel Orth und Martin Ollrom. Quelle: Spaceflightnow / Der Spiegel. Update 26. Juni 2005: Die Frustration ist bei den Verantwortlichen sehr [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Nach langem Rätselraten über die Fehlerursache, die letztendlich zum Scheitern der Cosmos 1 Mission führte, weiß man nun, dass die Sonde samt Rakete zurück auf die Erde gestürzt ist.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Ein Beitrag von Ingo Froeschmann, Axel Orth und Martin Ollrom. Quelle: Spaceflightnow / Der Spiegel.</p>



<p><strong>Update 26. Juni 2005:</strong> <br>Die Frustration ist bei den Verantwortlichen sehr groß. Nun kann mit 100 prozentiger Sicherheit gesagt werden, dass Cosmos 1 das Ziel verfehlt hat und sicherlich ein Fehlschlag ist. Der Fehler lag aber nicht an der Sonde selbst sondern an der Startrakete, dessen erste Stufe sich nicht abgetrennt hat und somit die Sonde mit zurück auf die Erde riss. Die Techniker sind zwar frustriert, aber durchdenken das Geschehene nochmals, überlegen sich Dinge die jetzt zu machen sind und Dinge die zukünftig zu machen sind um solche Fehlschläge das nächste Mal zu vermeiden. Die Startrakete war früher schon Ziel von Kritik, die jetzt natürlich neuen Nährboden gefunden hat und ob sie jemals noch eingesetzt werden wird, steht buchstäblich noch in den Sternen. </p>



<p><strong>Update 24. Juni 2005:</strong> <br>Verantwortliche in Moskau trafen sich mit Technikern, die Cosmos 1 gebaut hatten um mögliche Probleme zu analysieren. Des Weiteren wurden endlich auch die Daten, die beim und kurz vor dem Start aufgezeichnet wurden nach Moskau übertragen. Es kann jetzt schon mit fast 100 prozentiger Sicherheit angenommen werden, dass eine Startrakete defekt war und so nicht die geforderte Höhe erreichte. Techniker glauben, dass beim Abtrennen der einzelnen Raketenstufen Fehler passierten und die Rakete (vielleicht mit Cosmos 1???) zurück ins Meer stürzte. Tschechien, USA und sämtliche andere Bodenstationen helfen bei der Fehler- und Sondensuche. Die letzten Daten von Cosmos 1 werden analysiert. Immer wieder kommen Gerüchte auf, dass vielleicht Telemetriedaten der Sonde aus dem Weltraum empfangen wurden. Man sieht also das die Nerven bei vielen Leuten blank liegen, aber noch kann immer noch nicht sagen ob die Sonde hoch oben über unseren Köpfen schwebt oder tief unten auf den Meeresgrund auf uns wartet.  </p>



<p>Innerhalb einer Röhre an Bord des russischen Delta III U-Bootes <i>Borisoglebsk</i> wartete die 15 Meter lange Rakete vom Typ <i>Wolna</i> auf das Startsignal, das gestern Abend um 21:46 Uhr erfolgte. Die ersten drei Stufen der umgebauten Militärrakete brachten die Pioniersonde <i>Cosmos 1</i> auf eine suborbitale Bahn.  </p>



<p>Schon während dieser ersten Startphase soll es zu Unregelmäßigkeiten gekommen sein, aber zumindest wurden danach stabile Telemetriesignale von der Sonde empfangen.  Ein speziell entwickelter Motor sollte dann fast vier Minuten gefeuert werden, um <i>Cosmos 1</i> endgültig in die geplante Position in etwa 800 Kilometern Höhe zu bringen. Spätestens diese Aktion scheint schief gelaufen zu sein, denn das Signal von der Sonde wurde irregulär und ging später verloren. Mittlerweile empfängt man nach Angaben der Planetary Society zwar wieder Signale von der Sonde, aber nur sehr schwach, und kann die Sonde auch nicht dort orten, wo sie jetzt eigentlich sein sollte. Es scheint, dass <i>Cosmos 1</i> es zwar in einen Erdorbit geschafft hat, aber in einen falschen, und somit ist es unwahrscheinlich, dass sie ihre Hauptaufgabe, das Entfalten der Sonnensegel, jetzt noch ausführen kann. Außer dem jetzt wohl gescheiterten sind aber noch weitere Exemplare des Experimentalsatelliten gefertigt worden und stehen für Starts zur Verfügung, wenn die Probleme mit der <i>Wolna</i>-Rakete behoben werden können.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/21062005170129_small_1.jpg" alt="None" width="375" height="365"/><figcaption>
Künstlerische Darstellung des Solarsegels im Erdorbit
</figcaption></figure></div>



<p>Das Ziel von <i>Cosmos 1</i> ist die Demonstration, dass reines Sonnenlicht ein Raumschiff antreiben kann, ohne große Antriebsraketen und chemische Treibstoffe auf langen Weltraumreisen mitführen zu müssen.  </p>



<p><i>The Planetary Society</i> ist für das private Projekt zuständig, dessen Kosten von nur 3,3 Millionen Euro hauptsächlich von den Mitgliedern der Gesellschaft, Privatleuten und dem Fernsehstudio <i>Cosmos Studios</i>, das sich auf wissenschaftliche Inhalte konzentriert, bereitgestellt wurden.  <br>In den vier Jahren bis zu seiner Fertigstellung hat die Sonde so manche Hürde nehmen müssen.. Gebaut wurde <i>Cosmos 1</i> von <i>NPO Lavochkin</i> in der Nähe von Moskau, wo sie auch die meiste Zeit blieb.  </p>



<p>Ein Testflug einer kleineren Version des Sonnensegelsystems schlug im Jahr 2001 wegen Problemen mit der <i>Wolna</i>&#8211; Rakete fehl. Die folgende Untersuchung dauerte mehr als ein Jahr. Verspätete Lieferungen von Komponenten führten zu weiteren Verzögerungen des Starts von <i>Cosmos 1</i>.   <br>Projektdirektor Louis Friedman berichtete aus Russland, dass alle Vorbereitungen wie geplant abgeschlossen seien. Tests, die in der Marinebasis in Severmorsk im äußersten Norden Russlands durchgeführt wurden, förderten keine Probleme zutage. Dort wurden auch die Batterien der Sonde aufgeladen und die pyrotechnischen Geräte angebracht, die für die Mission benötigt werden.  </p>



<p>Die Mission ist die erste, bei der eine <i>Wolna</i>-Rakete auf eine Umlaufbahn gelangen soll. Frühere zivile Starts brachten ihre Nutzlasten auf suborbitale Bahnen, die nach tausenden von Kilometern wieder auf die Erde trafen.   <br>Die Entfaltung der Solarsegel sollte erst nach einigen Tagen in Angriff genommen werden, um der russischen Bodenkontrolle Zeit zu geben, den Zustand der Sonde im All zu testen. Voll entfaltet sollten die Sonnensegel einen Durchmesser von 30 Metern erreichen, eine Größe, die sie vom Erdboden aus hätte sichtbar sein lassen sollen.</p>



<p><strong>Weiterführender Link: </strong><br><a href="https://www.planetary.org/sci-tech/the-story-of-lightsail-part-2" target="_blank" rel="noreferrer noopener follow" data-wpel-link="external">Aktueller Status von <i>Cosmos 1</i> (engl.)</a></p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/cosmos-1-gescheitert/" data-wpel-link="internal">Cosmos 1 gescheitert</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
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