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	<title>Wettzell &#8211; Raumfahrer.net</title>
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	<description>Das Portal für Astronomie- und Raumfahrtbegeisterte</description>
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	<title>Wettzell &#8211; Raumfahrer.net</title>
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		<title>Forschende verbessern die Messung der Erdrotation</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 08 Nov 2023 21:27:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>TUM misst Veränderung der Erdrotation erstmals tagesaktuell. Eine Pressemitteilung der Technischen Universität München. Quelle: Technische Universität München 8. November 2023. 8. November 2023 &#8211; Forschenden der Technischen Universität München (TUM) ist es gelungen, die Rotation der Erde noch genauer zu messen. Mithilfe des Ringlasers am Geodätischen Observatorium in Wettzell lassen sich nun Daten erheben, die [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">TUM misst Veränderung der Erdrotation erstmals tagesaktuell. Eine Pressemitteilung der Technischen Universität München.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Quelle: Technische Universität München 8. November 2023.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/1726072AstridEckertTUM2k.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Der Ringlaser in Wettzell wird seit seiner Inbetriebnahme fortlaufend verbessert. (Foto: Astrid Eckert / TUM)" data-rl_caption="" title="Der Ringlaser in Wettzell wird seit seiner Inbetriebnahme fortlaufend verbessert. (Foto: Astrid Eckert / TUM)" data-wpel-link="internal"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="600" height="399" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/1726072AstridEckertTUM60.jpg" alt="Der Ringlaser in Wettzell wird seit seiner Inbetriebnahme fortlaufend verbessert. (Foto: Astrid Eckert / TUM)" class="wp-image-133369" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/1726072AstridEckertTUM60.jpg 600w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/1726072AstridEckertTUM60-300x200.jpg 300w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/1726072AstridEckertTUM60-272x182.jpg 272w" sizes="(max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Der Ringlaser in Wettzell wird seit seiner Inbetriebnahme fortlaufend verbessert.  (Foto: Astrid Eckert / TUM)</figcaption></figure>



<p>8. November 2023 &#8211; Forschenden der Technischen Universität München (TUM) ist es gelungen, die Rotation der Erde noch genauer zu messen. Mithilfe des Ringlasers am <a href="https://www.raumfahrer.net/?s=Wettzell" data-wpel-link="internal">Geodätischen Observatorium in Wettzell</a> lassen sich nun Daten erheben, die in ihrer Qualität weltweit einmalig sind. Die Messungen sollen neben der Positionsbestimmung der Erde im Weltall auch der Klimaforschung zugutekommen und Klimamodelle zuverlässiger machen. In die Entwicklung der Messanlage sind annähernd 20 Jahre an Forschungsarbeit geflossen.</p>



<p>Mal eben in den Keller gehen und nachsehen, wie schnell sich die Erde in den letzten Stunden gedreht hat? Am Geodätischen Observatorium Wettzell ist das nun möglich. Forschende der TUM haben den dortigen Ringlaser so verbessert, dass er tagesaktuelle Daten liefert – bislang war das in vergleichbarer Datenqualität nicht möglich.</p>



<p>Aber was misst der Ringlaser genau? Die Erde dreht sich auf ihrer Reise durch das Weltall nicht gleichmäßig schnell um die eigene Achse. Zudem ist die Drehachse des Planeten nicht fest, sondern kippt ein wenig. Das liegt daran, dass unser Planet nicht massiv ist, sondern aus unterschiedlichen, teils flüssigen, Bestandteilen besteht. Die Erde ist also in sich ständig in Bewegung. Diese Massenverschiebungen beschleunigen oder bremsen die Rotation. Diese Unterschiede lassen sich mit Messsystemen, wie dem Ringlaser der TUM, messen.</p>



<p>„Rotationsschwankungen sind nicht nur für die Astronomie wichtig, wir brauchen Sie auch dringend um Klimamodelle zu erstellen oder Wetterphänomene wie El Niño besser zu verstehen – je genauer die Daten, desto besser die Vorhersagen“, sagt Prof. Ulrich Schreiber, der das Projekt am Observatorium für die TUM geleitet hat.</p>



<p><strong>Sensoren und Korrekturalgorithmus überarbeitet</strong><br>Bei der Überarbeitung des Ringlasers, war dem Team wichtig, eine gute Balance zwischen Größe und mechanischer Stabilität zu finden. Je größer eine Anlage nämlich ist, desto empfindlicher kann sie messen. Allerdings leidet darunter die Stabilität und damit die Genauigkeit.</p>



<p>Eine weitere Herausforderung stellte die Symmetrie der beiden gegenläufigen Laserstrahlen dar – des Herzstücks der Anlage in Wettzell. Nur wenn die Wellenformen beider Strahlen nahezu identisch sind, kann eine genaue Messung stattfinden. Allerdings ist eine gewisse Asymmetrie bauartbedingt immer vorhanden. Durch ein theoretisches Modell für die Laseroszilllationen, ist es den Geodäten über die letzten vier Jahre hinweg gelungen, diese systematischen Effekte so weit zu erfassen, dass sie sich über einen langen Zeitraum genau berechnen lassen und so aus den Messungen herausgenommen werden können.</p>



<p><strong>Anlage misst deutlich genauer</strong><br>Durch diesen neuen Korrekturalgorithmus kann die Anlage die Erdrotation bis auf neun Stellen genau messen. Das entspricht einem Bruchteil von einer Millisekunde pro Tag. Bezogen auf die Laserstrahlen entspricht das einer Unsicherheit erst an der 20. Stelle der Lichtfrequenz und das stabil über mehrere Monate hinweg. Insgesamt erreichte das auf und ab der beobachteten Schwankungen Werte von bis zu 6 Millisekunden über Zeiträume von ca. 2 Wochen hinweg.</p>



<p>Mit den Verbesserungen am Laser sind jetzt auch deutlich kürzere Messperioden möglich. Die neu entwickelten Korrekturprogramme erlauben dem Team sogar, alle drei Stunden aktuelle Daten zu erfassen. Urs Hugentobler, Professor für Satellitengeodäsie an der TUM sagt: „Eine so hohe zeitliche Auflösung ist für einen eigenständigen Ringlaser in den Geowissenschaften ein Novum. Anders als bei anderen Systemen, agiert unser Laser völlig eigenständig und benötigt keine Referenzpunkte im Weltall. Diese werden bei konventionellen Anlagen über die Beobachtung der Sterne oder Daten von Satelliten erzeugt. Wir sind davon aber unabhängig und zudem auch noch äußerst präzise.“ Unabhängig von der Sternenbeobachtung gemessene Daten können helfen, systematische Fehler aus anderen Messmethoden zu identifizieren und auszugleichen. Vor allem bei hohen Genauigkeitsanforderungen, wie beim Ringlaser, helfen unterschiedliche Verfahren hier besonders akribisch zu arbeiten. Für die Zukunft stehen weitere Verbesserungen der Anlage an, um die Messperioden nochmals zu verkürzen.</p>



<p><strong>Ringlaser messen Interferenzen zweier Laserstrahlen</strong><br>Ringlaser bestehen aus einem geschlossenen, quadratischen Pfad der aus vier Spiegeln in einem festumschlossenen Cerankörper, dem sogenannten Resonator, besteht und somit seine Länge nicht durch Temperaturschwankungen ändert. Ein Gemisch aus Helium und Neon im Innern des Resonators ermöglicht die Anregung von Laserstrahlung, einmal im Uhrzeigersinn und einmal gegen den Uhrzeigersinn.</p>



<p>Jetzt kommt das entscheidende Element ins Spiel: Ohne eine Bewegung der Erde würde das Licht in beiden Richtungen die gleiche Strecke zurücklegen. Durch die Drehung der Apparatur ist die Strecke für einen Lichtstrahl kürzer, weil sich die Spiegel durch die Erdrotation gewissermaßen auf ihn zu bewegen. In die entgegengesetzte Richtung legt das Licht dagegen eine längere Strecke zurück. Zwischen den beiden Lichtwellen gibt es einen Frequenzunterschied. Dieser Unterschied verursacht eine Schwebungsfrequenz, die sehr genau gemessen werden kann. Je größer die Drehgeschwindigkeit der Erde ist, desto größer ist der Frequenzunterschied. Die Erde dreht sich am Äquator pro Stunde um 15 Grad nach Osten. Dies verursacht am Gerät der TUM ein Signal von 348,5 Hz. Tageslängenschwankungen zeigen sich mit Werten von 1 bis 3 Millionstel Hz (1 &#8211; 3 MikroHertz).</p>



<p>Der Ringlaser im Keller des Observatoriums in Wettzell hat je eine Seitenlänge von vier Metern. Die Konstruktion ist in einem massiven Betonpfeiler verankert, der wiederum in rund sechs Metern Tiefe auf massivem Fels der Erdkruste gegründet ist. Das sorgt dafür, dass ausschließlich die Erdrotation auf die Laserstrahlen wirkt und keine anderen Umwelteinflüsse eine Rolle spielen. Geschützt wird die Konstruktion durch eine Druckkabine. Sie registriert Änderungen des Luftdrucks und der Standardtemperatur von 12 Grad und steuert automatisch gegen. Um solche Einflüsse von vornherein gering zu halten, liegt das Labor in fünf Metern Tiefe unter einem künstlichen Hügel. In die Entwicklung der Messanlage sind annähernd 20 Jahre an Forschungsarbeit geflossen.</p>



<p><strong>Publikation</strong><br>Schreiber, K.U., Kodet, J., Hugentobler, U. et al. Variations in the Earth’s rotation rate measured with a ring laser interferometer. Nat. Photon. (2023). doi.org/10.1038/s41566-023-01286-x<br><a href="https://www.nature.com/articles/s41566-023-01286-x" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">https://www.nature.com/articles/s41566-023-01286-x</a></p>



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			</item>
		<item>
		<title>GFZ beteiligt an neuer DFG-Forschungsgruppe zur Uhrenmetrologie</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/gfz-beteiligt-an-neuer-dfg-forschungsgruppe-zur-uhrenmetrologie/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 20 Dec 2022 18:07:03 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Neue DFG-Forschungsgruppe „Uhrenmetrologie: Die ZEIT als neue Variable in der Geodäsie“ mit Beteiligung der GFZ-Sektionen 1.1, 1.2 und 1.3. Eine Pressemitteilung des Helmholtz-Zentrum Potsdam – Deutsches GeoForschungsZentrum GFZ. Quelle: GFZ 20. Dezember 2022. 20. Dezember 2022 &#8211; Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert die Forschungsgruppe „Uhrenmetrologie: Die ZEIT als neue Variable in der Geodäsie“ (Sprecher: Prof. [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Neue DFG-Forschungsgruppe „Uhrenmetrologie: Die ZEIT als neue Variable in der Geodäsie“ mit Beteiligung der GFZ-Sektionen 1.1, 1.2 und 1.3. Eine Pressemitteilung des Helmholtz-Zentrum Potsdam – Deutsches GeoForschungsZentrum GFZ.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Quelle: GFZ 20. Dezember 2022.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/SLRStationDiGOSGmbH.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="SLR Station, Laserstrahl gen Himmel - Satellite-Laser-Ranging-Station auf dem Telegrafenberg in Potsdam. (Bild: GFZ-Ausgründung DiGOS GmbH)" data-rl_caption="" title="SLR Station, Laserstrahl gen Himmel - Satellite-Laser-Ranging-Station auf dem Telegrafenberg in Potsdam. (Bild: GFZ-Ausgründung DiGOS GmbH)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/SLRStationDiGOSGmbH600.jpg" alt=""/></a><figcaption class="wp-element-caption">SLR Station, Laserstrahl gen Himmel &#8211; Satellite-Laser-Ranging-Station auf dem Telegrafenberg in Potsdam. (Bild: GFZ-Ausgründung DiGOS GmbH)</figcaption></figure>



<p>20. Dezember 2022 &#8211; Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert die Forschungsgruppe „Uhrenmetrologie: Die ZEIT als neue Variable in der Geodäsie“ (Sprecher: Prof. Ulrich Schreiber, TU München) mit insgesamt zehn Projekten, davon vier mit Beteiligung von GFZ-Department 1 „Geodäsie“, Sektionen 1.1., 1.2. und 1.3. Die Laufzeit beträgt vier Jahre mit der Option auf eine Verlängerung um weitere vier Jahre.</p>



<p>Das übergeordnete Ziel dieser Forschungsgruppe ist die Bestimmung hochgenauer und langzeitstabiler geodätischer Referenzrahmen. Globale Referenzrahmen sind die messtechnische Grundlage für die Überwachung des Erdsystems und andere Anwendungen, z. B. die Quantifizierung von Veränderungsprozessen im Erdsystem sowie die Positionierung und Navigation auf der Erde und im Weltraum. Das Thema ist von hoher gesellschaftlicher Relevanz, weshalb am 26. Februar 2015 auch die Vereinten Nationen die UN-Resolution &#8222;Global Geodetic Reference Frame for Sustainable Development&#8220; (GGRF, www.unggrf.org) verabschiedet haben. Die Resolution machte nochmals deutlich, wie wichtig genaue und langzeitstabile geodätische Bezugsrahmen sind.</p>



<p>Globale geodätische Bezugsrahmen werden durch eine Kombination von Messungen der vier wichtigsten geodätischen Weltraumverfahren bestimmt, die alle auf Zeitmessungen basieren. Die Kombination erfolgt in der Regel durch lokale Vermessungen, so genannte Local Ties, an weltweit verteilten Stationen, die verschiedene Techniken beobachten. Systematische Fehler begrenzen jedoch die Genauigkeit der kombinierten Lösung, des geodätischen Bezugsrahmens. Im Rahmen der Forschungsgruppe wird die „zeitliche Kohärenz“ zwischen den raumgeodätischen Techniken als neuartige Verbindung, die so genannte Uhrenverbindung, eingeführt.</p>



<p>Schleifenschlussmessungen („closure measurements“) − unter Verwendung einer gemeinsamen Uhr und eines gemeinsamen Bezugspunkts für die geodätischen Weltraumverfahren − werden zunächst am Geodätischen Observatorium Wettzell, Deutschland, durchgeführt. Es ist geplant, dass Wettzell mittels eines Satellitenlinks (ACES-Mission / ACES: Atomic Clock Ensemble in Space) über Zeittransfer mit der Satellite-Laser-Ranging-Station in Potsdam verbunden wird. Die Satellite-Laser-Ranging-Station am Deutschen GeoForschungsZentrum in Potsdam soll wiederum über Glaserfaser mit dem hochpräzisen und stabilen Zeitsystem der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt verbunden werden. Damit wird eine quasi-fehlerfreie Kombination der geodätischen Weltraumverfahren und ein deutlich verbesserter geodätischer Referenzrahmen möglich, der die Grundlage für die genaue Beobachtung unseres Planeten Erde bildet.</p>



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<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=19358.msg542531#msg542531" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">physikalische Grundlagenforschung</a></li>
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		<item>
		<title>50 Jahre Geodätisches Observatorium Wettzell</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/50-jahre-geodaetisches-observatorium-wettzell/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 19 Dec 2022 18:24:50 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>1972 wurde das erste Messsystem in Wettzell installiert. Damit startete der Messbetrieb am Geodätisches Observatorium Wettzell (GOW). Dieses Ereignis nahmen wir zum Anlass dieses Jahr 50-jähriges Jubiläum zu feiern. Eine Information des Bundesamts für Kartographie und Geodäsie (BKG). Quelle: Bundesamt für Kartographie und Geodäsie (BKG) 19. Dezember 2022. Sicher kennen das kleine Dorf Wettzell im [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">1972 wurde das erste Messsystem in Wettzell installiert. Damit startete der Messbetrieb am Geodätisches Observatorium Wettzell (GOW). Dieses Ereignis nahmen wir zum Anlass dieses Jahr 50-jähriges Jubiläum zu feiern. Eine Information des Bundesamts für Kartographie und Geodäsie (BKG).</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Quelle: Bundesamt für Kartographie und Geodäsie (BKG) 19. Dezember 2022.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/GOWindenJahren1972und2022BKG800.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Das Geodätische Observatorium Wettzell in den Jahren 1972 und 2022. (Bild: BKG)" data-rl_caption="" title="Das Geodätische Observatorium Wettzell in den Jahren 1972 und 2022. (Bild: BKG)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/GOWindenJahren1972und2022BKG600.jpg" alt=""/></a><figcaption class="wp-element-caption">Das Geodätische Observatorium Wettzell in den Jahren 1972 und 2022. (Bild: BKG)</figcaption></figure>



<p>Sicher kennen das kleine Dorf Wettzell im Bayerischen Wald die wenigsten in Deutschland. Unter Geodätinnen und Geodäten auf der ganzen Welt hingegen ist es wohlbekannt und viele haben es bereits besucht. Begonnen hat diese Erfolgsgeschichte vor 50 Jahren. Damals wurde versucht, die Entfernung zu Satelliten mit Lasern zu messen. In den USA ist dies bereits 1965 erstmalig gelungen. In Deutschland war man Anfang der 70er Jahre auf der Suche nach einem Ort, an dem es möglich war, solche Messungen vorzunehmen. Dabei war es wichtig, dass man während der Messungen keine Flugzeuge mit den Laserpulsen treffen konnte. Das Laserlicht könnte den Augen der Passagiere und der Crew schaden. </p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/GOWheuteBKG1K6.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="Geodätisches Observatorium Wettzell heute. (Bild: BKG)" data-rl_caption="" title="Geodätisches Observatorium Wettzell heute. (Bild: BKG)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/GOWheuteBKG600.jpg" alt=""/></a><figcaption class="wp-element-caption">Geodätisches Observatorium Wettzell heute. (Bild: BKG)</figcaption></figure>



<p>Erfolgreiches und sicheres Messen erforderte daher eine Gegend mit wenig Flugverkehr. In Wettzell im Bayerischen Wald wurden die idealen Voraussetzungen gefunden. Nachdem 1973 zum ersten Mal die Entfernungsmessung zu einem Satelliten gelungen ist, hat man Ende der siebziger Jahre ein weiter entwickeltes Laserentfernungs-Messsystem in Wettzell aufgebaut. Zahlreiche weitere wissenschaftliche Projekte folgten; darunter auch das Messen mit den Vorläufersystemen von GPS. 1983 kam dann die Radiointerferometrie mit dem 20-Meter-Radioteleskop hinzu.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/Bau20MeterRadioteleskopsBKG800.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="Bau des 20-Meter-Radioteleskops. (Bild: BKG)" data-rl_caption="" title="Bau des 20-Meter-Radioteleskops. (Bild: BKG)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/Bau20MeterRadioteleskopsBKG600.jpg" alt=""/></a><figcaption class="wp-element-caption">Bau des 20-Meter-Radioteleskops. (Bild: BKG)</figcaption></figure>



<p>Künftig tragen wir dazu bei, das Weltraumwetter besser zu verstehen, Vorhersagen zu treffen und damit langfristige technische Infrastruktur zu schützen. Mit diesem Ziel erweitern wir das GOW aktuell zu einer Referenzstation, von der aus das Weltraumwetter beobachtet werden kann. Hierfür haben wir eigens ein Sonnenbeobachtungsteleskop am Observatorium konzipiert und aufgebaut. Dieses Instrument kann wetterunabhängig und im Dauerbetrieb von Sonnenauf- bis Sonnenuntergang die Aktivität der Sonne messen. So ist die Station im Laufe der Jahre immer weiter gewachsen und wird sich auch mit Blick in die Zukunft weiter verändern.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ErstesLaserentfernungsMesssystemmitBeobachterBKG800.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="Erstes Laserentfernungs-Messsystem mit Beobachter. (Bild: BKG)" data-rl_caption="" title="Erstes Laserentfernungs-Messsystem mit Beobachter. (Bild: BKG)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ErstesLaserentfernungsMesssystemmitBeobachterBKG600.jpg" alt=""/></a><figcaption class="wp-element-caption">Erstes Laserentfernungs-Messsystem mit Beobachter. (Bild: BKG)</figcaption></figure>



<p><strong>Links:</strong><br><a href="https://www.bkg.bund.de/DE/Das-BKG/Standorte/Wettzell/wettzell_cont.html" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">https://www.bkg.bund.de/DE/Das-BKG/Standorte/Wettzell/wettzell_cont.html</a><br><a href="https://www.giz-wettzell.de/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">https://www.giz-wettzell.de/</a></p>



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<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=916.msg542532#msg542532" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Planet Erde</a></li>
</ul>
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