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	<title>CCtCap &#8211; Raumfahrer.net</title>
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	<description>Das Portal für Astronomie- und Raumfahrtbegeisterte</description>
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	<title>CCtCap &#8211; Raumfahrer.net</title>
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		<title>Commercial Crew: GAO-Protest gelöst</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 27 Jan 2015 16:30:39 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Flüge zur ISS]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Protest der Sierra Nevada Corporation gegen die Vergabe der Aufträge für den kommerziellen Crewtransport der US-amerikanischen Luft- und Raumfahrtagentur NASA wurde abgelehnt. Außerdem wurden inzwischen weitere Details über die geplanten Entwicklungsarbeiten der beiden Gewinner bekannt gegeben, Boeing und SpaceX. Ein Beitrag von Martin Knipfer. Quelle: NASA, NASA TV, NSF, Parabolic Arc, Boeing, SpaceX, SNC. [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/commercial-crew-gao-protest-geloest/" data-wpel-link="internal">Commercial Crew: GAO-Protest gelöst</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Der Protest der Sierra Nevada Corporation gegen die Vergabe der Aufträge für den kommerziellen Crewtransport der US-amerikanischen Luft- und Raumfahrtagentur NASA wurde abgelehnt. Außerdem wurden inzwischen weitere Details über die geplanten Entwicklungsarbeiten der beiden Gewinner bekannt gegeben, Boeing und SpaceX.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/verein-raumfahrer-net-e-v/ehemalige/" data-wpel-link="internal">Martin Knipfer</a>. Quelle: NASA, NASA TV, NSF, Parabolic Arc, Boeing, SpaceX, SNC.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/27012015173039_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/27012015173039_small_1.jpg" alt="KSC" width="260"/></a><figcaption>
NASA-Administrator Bolden gibt die Vertragsvergabe für CCtCap bekannt. 
<br>
(Bild: KSC)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Im September 2014 wurde die Zukunft der bemannten US-Raumfahrt bei einer Pressekonferenz vorgestellt: Bald sollen wieder amerikanische Raumschiffe, die kommerziell von privaten Unternehmen entwickelt und gestartet werden, Astronauten zur Internationalen Raumstation ISS bringen. Bisher wurden US-Raumschiffe von der US-amerikanischen Luft- und Raumfahrtagentur NASA mitentwickelt und gestartet; durch die neue Vorgehensweise erhofft man sich, durch eine Wettbewerbssituation Geld zu sparen. Dieses Programm nennt die NASA CCtCap (Commercial Crew Transportation Capability). Das Unternehmen Boeing erhielt einen Vertrag über 4,2 Milliarden Dollar, das Unternehmen SpaceX einen über 2,6 Milliarden Dollar. Die Vertragsbedingungen sehen eine Entwicklung und Zertifizierung des Raumschiffs bis 2017, mindestens einen bemannten und einen unbemannten Testflug sowie 2 bis 6 operationelle Flüge vor. Der Mitwettbewerber Sierra Nevada Corporation (SNC) war leer ausgegangen, das Unternehmen legte Protest gegen die Entscheidung der NASA bei dem GAO ein (Government Accountability Office, ähnlich dem Bundesrechnungshof).   </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/27012015173039_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/27012015173039_small_2.jpg" alt="NASA TV" width="260"/></a><figcaption>
Die Pressekonferenz am 26. Januar. 
<br>
(Bild: NASA TV)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Nach sorgfältiger Untersuchung gab dann am 5. Januar das GAO die Entscheidung bekannt: Der Protest von SNC wurde abgelehnt. Das GAO ist zu dem Schluss gekommen, dass die Auswahl der NASA konsistent mit den in der Ausschreibung festgelegten Kriterien, gerecht und sinnvoll evaluiert worden ist, was SNC angezweifelt hat. Auch wurde das sogenannte Source Selection-Dokument veröffentlicht, das die Begründung der NASA für ihre Entscheidung darlegt. Demnach hat SpaceX einen Vertrag für CCtCap erhalten, weil ihr Raumschiff den günstigsten Preis aller drei Wettbewerber habe, sehr gut für die Mission geeignet sei und auch in der Vergangenheit gute Leistungen gezeigt wurden. Zwar gäbe es ein paar Bedenken bezüglich der Technik, diese Probleme können aber dank des langen zeitlichen Spielraums gelöst werden. Boeing hat demnach einen Vertrag für CCtCap erhalten, weil ihr Raumschiff zwar unter allen Vorschlägen das teuerste sei, jedoch am Besten für die Mission geeignet sei, am Flexibelsten genutzt werden könne und das Boeing-Team den besten Management-Ansatz aufweise. Darüber hinaus sei die Sicherheit hoch, dass das Raumschiff pünktlich fertig ist, und die Leistungen in der Vergangenheit ebenfalls am Besten gewesen. SNC hat demnach keinen Vertrag erhalten, da die Leistung in der Vergangenheit zwar gut gewesen sei und auch der Management-Ansatz gut sei, jedoch das Design ihres Raumschiffs am Komplexesten sei und eine hohe Wahrscheinlichkeit bestehe, dass die Entwicklung nicht pünktlich abgeschlossen wird. Boeing nahm den ersten, SpaceX den zweiten und SNC den dritten Platz ein.   </p>



<p class="wp-block-paragraph">Am 26. Januar wurde bei einer Pressekonferenz bekanntgegeben, wie die weitere Entwicklung der Raumschiffe im Rahmen von CCtCap verlaufen soll:   </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/27012015173039_big_3.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/27012015173039_small_3.jpg" alt="Boeing" width="260"/></a><figcaption>
Der CST-100 mitsamt Trägerrakete auf der Startrampe. Rechts ist der Zugangsturm zu erkennen. -Illustration 
<br>
(Bild: Boeing)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>1. Boeing</strong>
<br>
Boeing entwickelt das CST-100 (Crew Space Transport 100), ein Raumschiff mit einem relativ konservativem Konzept. Wie auch schon bei Apollo besteht das Raumschiff aus einem kapselförmigen Rückkehrmodul und einem zylinderförmigem Servicemodul. In dem Rückkehrmodul hält sich die Besatzung während des Fluges auf, das Servicemodul dient zum Antrieb und zur Versorgung des Rückkehrmoduls. Das Rückkehrmodul landet mithilfe von Fallschirmen und Airbags an Land und wird bis zu zehn Mal wiederverwendet, das Servicemodul verglüht in der Erdatmosphäre. Das Rückkehrmodul verfügt über eine neuartige Druckkabine, die ohne Schweißnähte auskommt, eine drahtlose Internetverbindung, Tablet-Computer und eine LED-Beleuchtung. Vermutlich wird eine Mischung aus Besatzung und Fracht zur ISS gebracht, und zwar innerhalb von einem Tag, danach kann das Raumschiff bis zu 180 Tage angedockt bleiben. Sollte sich ein Notfall ereignen, wird das CST-100 sein neuartiges Pusher-Startabbruchsystem verwenden: Vier modifizierte RS-88 Triebwerke werden das Raumschiff in Sicherheit befördert. Die Raketentriebwerke sind am Servicemodul angebracht, wenn sie nicht für einen Startabbruch benötigt werden, wird mit ihnen der Deorbit-Burn durchgeführt. Das CST-100 startet auf einer Atlas V, einer der zuverlässigsten Trägerraketen. Der Startplatz wird SLC-41 sein, gebaut wird das Raumschiff in einer der Hangars, in denen vorher das Space Shuttle gewartet wurde.   </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/27012015173039_big_4.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/27012015173039_small_4.jpg" alt="Boeing" width="260"/></a><figcaption>
Ein Test einer Landung des CST-100s. Oben sind die Fallschirme, unten an der Kapsel die Airbags zu erkennen. 
<br>
(Bild: Boeing)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die Entwicklung des CST-100s konzentrierte sich bis jetzt auf Designprüfungen, bei denen das Konzept des Raumschiffs sorgfältig überprüft wurde. Darüber hinaus wurden Triebwerks- und Landetests durchgeführt, Mock-Ups gebaut und Demonstrationsartikel gefertigt. Als nächstes werden drei CST-100 in der ehemaligen Shuttle-Hangar C3PF (Commercial Crew Processing Facility) gefertigt, die momentan umgebaut wird. Damit werden dann ein Test eines Startabbruchs im Februar 2017, ein unbemannter Testflug im April 2017 und ein bemannter Testflug im Juli 2017 mit einem Boeing- und einem NASA-Astronauten durchgeführt. Ein Turm, mit dem die Besatzung das CST-100 betreten kann, ist bereits im Bau. Diesen Sommer soll die Flugsoftware geliefert werden, bald wird auch Flughardware gefertigt.   </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>2. SpaceX</strong></p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/27012015173039_big_5.jpg" data-rel="lightbox-image-4" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/27012015173039_small_5.jpg" alt="SpaceX" width="260"/></a><figcaption>
Der Dragon 2 im freiem Flug im Weltraum. -Illustration 
<br>
(Bild: SpaceX)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">SpaceX` Raumschiff, der Dragon 2, ist deutlich spektakulärer und revolutionärer im Konzept. Der kapselförmige Dragon 2 basiert zwar auf dem Dragon-Raumfrachter, sein Konzept beinhaltet aber zahlreiche weitere bahnbrechende Innovationen. Die bemerkenswerteste ist sicherlich der Einsatz von acht SuperDraco-Triebwerken. Mit diesen Raketentriebwerken kann sowohl ein Startabbruch als auch eine Präzisionslandung an Land erfolgen, und zwar ohne Unterstützung eines Fallschirms. Bei den ersten Flügen wird die Landung dennoch an Fallschirmen im Wasser erfolgen. Anders als sein Vorgänger kann der Dragon 2 vollautomatisch an der ISS andocken. Die Kapsel ist mehr als zehn Mal wiederverwendbar, eine genaue Zahl wurde nicht genannt. Bei den ersten Flügen wird jedoch keine Wiederverwendung erfolgen. Die Piloten sitzen in Ledersitzen und steuern das Raumschiff über Touchscreen-Bildschirme, nur für den Notfall gibt es Knöpfe und Drehregler. Dragon 2 wird auf einer Falcon 9 v1.1 starten, einer ebenfalls von SpaceX gebauten Trägerrakete, die als eine der kostengünstigsten der Welt gilt. Gestartet und vorbereitet werden Rakete und Raumschiff bei LC-39A, einem historischem Startplatz, von dem bereits die Saturn V und das Space Shuttle zu ihren geschichtsträchtigen Missionen aufbrachen.   </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/27012015173039_big_6.jpg" data-rel="lightbox-image-5" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/27012015173039_small_6.jpg" alt="SpaceX" width="260"/></a><figcaption>
Eine Testversion der Dragon 2-Kapsel wird auf den Startabbruchstest vorbereitet. 
<br>
(Bild: SpaceX)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die Entwicklungsarbeiten bezüglich des Dragon 2 konzentrierten sich vor allem auf die SuperDracos, sehr gut drosselbare Raketentriebwerke mit 3D-gedruckter Brennkammer. Dutzende Testzündungen wurden durchgeführt, darüber hinaus wurde ein Fallschirmtest unternommen, Designprüfungen abgeschlossen und ein erster Prototyp des Dragon 2 hergestellt. In etwa einem Monat wird ein Startabbruchtest vom Boden aus erfolgen (der dafür verwendete Testartikel wird in den nächsten Tagen ankommen), später dieses Jahr ein sogenannter In-Flight Abbruchtest, bei dem während eines Fluges das Startabbruchsystem gezündet wird. Ein unbemannter Testflug des Dragon 2 ist momentan für Ende 2016, ein bemannter Testflug für Anfang 2017 geplant. Vor diesem bemannten Flug sollen mehr als 50 Falcon 9-Flüge stattgefunden haben.   </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>3. Sierra Nevada Corporation</strong></p>



<div class="wp-block-image is-style-default"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/dc_orbit_gross.png" data-rel="lightbox-image-6" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/dc_cct_gross.png" alt="" class="wp-image-44966" width="-307" height="-230" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/dc_cct_gross.png 900w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/dc_cct_gross-300x225.png 300w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/dc_cct_gross-768x577.png 768w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/dc_cct_gross-600x451.png 600w" sizes="(max-width: 900px) 100vw, 900px" /></a><figcaption>
Der Dream Chaser im Erdorbit- Vielleicht für immer nur eine Illustration? 
<br>
(Bild: SNC)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Sierra Nevada Corporation (SNC) hat den Dream Chaser vorgeschlagen, einen kleinen Raumgleiter, eine Art „Mini-Space Shuttle“. Dieser basiert auf dem HL-20 Raumgleiter, mit dessen Entwicklung Ende der 80er Jahre begonnen wurde. Dieses Design hat einige Vorteile gegenüber der Kapselform, nämlich geringere G-Kräfte beim Wiedereintritt in die Erdathmosphäre und eine größere Reichweite im Segelflug. Darüber hinaus ist eine Landung an einem gewöhnlichem Flughafen möglich. Der Dream Chaser hätte nur umweltfreundliche Treibstoffe verwendet. Ein autonomer Start und Landung wären ebenso wie eine Wiederverwendung möglich gewesen. Der Dream Chaser wäre ebenfalls auf Atlas V von SLC-41 aus gestartet und in der Operations and Checkout Facility gewartet werden.   </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/dc_cct_gross.png" data-rel="lightbox-image-7" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/dc_orbit_gross-1024x576.png" alt="" class="wp-image-44968" width="-463" height="-260" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/dc_orbit_gross-1024x576.png 1024w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/dc_orbit_gross-300x169.png 300w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/dc_orbit_gross-768x432.png 768w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/dc_orbit_gross-600x338.png 600w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/dc_orbit_gross.png 1440w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a><figcaption>
Ein Testmodell eines Dream Chasers wird während eines &#8222;Captive Carry&#8220;-Tests durch die Luft gezogen. 
<br>
(Bild: SNC)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die Entwicklung des Dream Chasers konzentrierte sich auf Freiflugversuche eines Prototypen. Dieser Prototyp wurde mehrmals an einem Helikopter durch die Luft gezogen und über eine Landebahn gerollt, ein Freiflugversuch 2013 schlug fehl. Der Prototyp wurde repariert, diesen Frühling sollen weitere Freiflugversuche folgen. Der Dream Chaser erreichte nie die Entwicklungsreife des CST-100s oder des Dragon 2, das Critical Design Review, eine rigorose Designprüfung, die das endgültige Design festlegt, fand nie statt. Die Fortführung der Entwicklung des Dream Chasers ist ungewiss, <a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/commercial-crew-entwicklung-geht-weiter/" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">es gibt zwar mehrere Vorschläge, den DreamChaser außerhalb des kommerziellen Crewtransports zu verwenden</a>, inwiefern dafür aber das nötige Geld für die Entwicklung bereitgestellt wird, ist ungewiss. Ursprünglich sollte im November 2016 ein unbemannter und 2017 ein bemannter Testflug des Dream Chasers stattfinden.   </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Verwandte Meldungen bei Raumfahrer.net:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/raumfahrtneuigkeiten-aus-den-usa-und-europa/" data-wpel-link="internal">Raumfahrtneuigkeiten aus den USA und Europa</a> (27. September 2014)</li><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/boeing-spacex-gewinnen-crewtransport/" data-wpel-link="internal">Boeing &amp; SpaceX gewinnen Crewtransport</a> (16. September 2014)</li></ul>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=6325.1380" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Commercial Crew Development (CCDev)</a></li><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=8589.330" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Boeing/Bigelow CST-100      </a></li><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=12614.330" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">SpaceX Dragon V2     </a></li></ul>
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Raumfahrtneuigkeiten aus den USA und Europa</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/raumfahrtneuigkeiten-aus-den-usa-und-europa/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 27 Sep 2014 12:29:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Ariane 6]]></category>
		<category><![CDATA[CCtCap]]></category>
		<category><![CDATA[ESA]]></category>
		<category><![CDATA[Galileo]]></category>
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		<category><![CDATA[NASA]]></category>
		<category><![CDATA[Sierra Nevada Corporation]]></category>
		<category><![CDATA[SpaceX]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Erfolgreiche Woche für SpaceX: Spatenstich für SpaceXs Weltraumbahnhof in Brownsville und SpaceXs Dragon erreicht die ISS. SNC protestiert US-Crewtransportvergabe, US-Crewprogramm damit erstmal auf Eis. Europa einigt sich auf technisches Ariane 6 Konzept, weitere Details noch unklar. Die neue Juncker-Kommission wertet die EU-Raumfahrt auf und schafft einen EU Kommissar für Transport und Weltraum. Ein Beitrag von [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Erfolgreiche Woche für SpaceX: Spatenstich für SpaceXs Weltraumbahnhof in Brownsville und SpaceXs Dragon erreicht die ISS. SNC protestiert US-Crewtransportvergabe, US-Crewprogramm damit erstmal auf Eis. Europa einigt sich auf technisches Ariane 6 Konzept, weitere Details noch unklar. Die neue Juncker-Kommission wertet die EU-Raumfahrt auf und schafft einen EU Kommissar für Transport und Weltraum.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Tobias Willerding. Quelle: SpaceNews, SpaceX, SNC, Les Echos, EU Kommission.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/27092014142912_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/27092014142912_small_1.jpg" alt="SpaceX" width="260"/></a><figcaption>
Dragon CRS4 im Anflug zur ISS 
<br>
(Bild: SpaceX)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Erfolgreiche Woche für SpaceX</strong>
<br>
Am Montag wurde nahe Brownsville, im Süden des US-Bundesstaates Texas, die Zeremonie des ersten Spatenstiches für den SpaceX-eigenen Weltraumbahnhof abgehalten. Dabei waren Elon Musk, der CEO von SpaceX, der Gouverneur von Texas, lokale Politiker sowie die Presse anwesend. Von diesem Ort sollen ab Ende 2016 kommerzielle GTO-Missionen von SpaceX fliegen. Sowohl die aktuelle Falcon 9 als auch die neue Falcon Heavy sollen von hier abheben. Anfangs ist der Startplatz auf 12 Missionen pro Jahr ausgelegt und das Investitionsvolumen bewegt sich auf einer Größenordnung von 100 Millionen US-Dollar. Der eigentliche Bau soll jedoch erst im dritten Quartal 2015 beginnen, wenn die Bauarbeiten am Startplatz 39A abgeschlossen sind.   </p>



<p class="wp-block-paragraph">SpaceX hat das Projekt eines eigenen Weltraumbahnhofes begonnen, um Nachteilen am Cape, in Vandenberg und am KSC aus dem Weg zu gehen. Diese Weltraumbahnhöfe werden vom US-Militär bzw. von der NASA kontrolliert und sind zu restriktiv im Umgang mit z.B. Nicht-US-Bürgern und haben weitere Kostennachteile. In Brownsville kann SpaceX alles kontrollieren und ist allein den Vorschriften der FAA unterworfen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Darüber hinaus hat am Dienstag die Dragonkapsel die ISS erreicht. Der Anflug verlief problemlos und die Dragon wurde um 12:52 MESZ vom ISS-Canadaarm eingefangen. Mitte Oktober wird die Dragonkapsel die ISS wieder verlassen und Platz für Orbitals Cygnuskapsel machen. Der Start dieser Mission ist derzeit für den 21. Oktober um 03:29 MESZ geplant.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/27092014142912_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/27092014142912_small_2.jpg" alt="SNC" width="260"/></a><figcaption>
Dreamchaser 
<br>
(Bild: SNC)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Sierra Nevada Corporation protestiert CCtCap-Vergabe</strong>
<br>
Am späten Freitagabend wurde bekannt, dass die Sierra Nevada Corporation, die mit ihrem Dreamchaser-Design beim US-Crewtransportprogramm CCtCap den Kürzeren gezogen hat, gegen die Vergabe Protest beim GAO (Government Accountability Office – US Rechnungshof) eingelegt hat. Nach der Bekanntgabe der Vergabe, wollte SNC erstmal die Rücksprache mit der NASA abwarten bevor man das weitere Vorgehen bekannt gibt. Diese Rücksprache ist inzwischen erfolgt und nach Aussage von SNC gibt es große Unstimmigkeiten in der Bewertung der Angebote.   </p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei der Bewertung der Angebote gab es drei Hauptfaktoren. Die technische Leistung des Konzepts, Performance der Firma in der Vergangenheit und Preis. Preis war dabei gleich gewichtet wie die beiden anderen Faktoren zusammen. SNC sagt in ihrer Pressemitteilung, dass bei Leistung und vergangener Performance alle Firmen ungefähr gleichwertig waren, jedoch SNC das zweitgünstigste Angebot nach SpaceX abgelegt hat. Anstatt Boeing hätte also SNC gewinnen müssen. Weiter hat SNC bekannt gegeben, dass man ca. 100 Mitarbeiter entlassen musste aber die CCiCap-Arbeiten trotzdem noch abschließen möchte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der US-Rechnungshof hat jetzt bis zum 5. Januar Zeit über diesen Einspruch zu entscheiden. In dieser Zeit dürfte das Programm NASA-seitig erstmal auf Eis liegen, da man kein Geld an Firmen geben möchte, was sich später als unrechtmäßig herausstellen könnte. Allerdings können die Firmen in dieser Zeit die Entwicklung mit eigenen Mitteln voranbringen, was zumindestens bei SpaceX wahrscheinlich sein dürfte. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/27092014142912_small_3.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/27092014142912_small_3.jpg" alt="Wikipedia" width="260"/></a><figcaption>
Der neue EU Kommissar für Transport und Weltraum, Maroš Šefčovič 
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(Bild: Wikipedia)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Positive Nachrichten von der EU</strong>
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Nach dem das Galileoprogramm in der letzten Zeit vor allem wegen dem Sojusfehlstart negativ in der Presse war, wo übrigens immer noch keine Erklärung für die Unglücksursache vorliegt, gibt es jetzt eine positive Nachricht zu vermelden. In der neuen Juncker-Kommission, die am 1. November antritt, ist das EU-Raumfahrtprogramm nicht mehr im Ressort „Industrie und Unternehmertum“ untergebracht, sondern im Ressort „Transport und Weltraum“. Dadurch haben Galileo und Copernicus innerhalb der EU an Bedeutung gewonnen. Dass das Wort „Weltraum“ direkt in einer Jobbezeichnung eines EU-Kommissars auftaucht – was in einer normalen Regierung ein Minister wäre – kann als bedeutender Schritt gesehen werden. Der neue europäische Kommissar für Transport und Weltraum, der Slowake Maroš Šefčovič, wird sich also einen signifikanten Anteil seiner Zeit mit dem EU-Raumfahrtprogramm beschäftigen dürfen.   </p>



<p class="wp-block-paragraph">Vor ihm stehen wichtige Entscheidungen. Nach dem Sojusfehlstart in Kourou gibt es Überlegungen alle Sojusstarts für Galileo auszusetzen und die restlichen mit Ariane 5 zu starten. Diese Entscheidung für oder gegen die Sojus ist eine der bedeutendsten Entscheidungen im europäischen Raumtransport seit Jahren und könnte eine Kaskade von Konsequenzen nach sich ziehen. Die europäischen Staaten haben  mehrere hundert Millionen Euro für die Sojus in Kourou ausgegeben und könnten jetzt durch einen Galileo-Wechsel zu Ariane 5 die Sojus als nicht mehr zuverlässig genug für europäische Satelliten „brandmarken“.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/27092014142912_big_4.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/27092014142912_small_4.jpg" alt="Wikipedia" width="260"/></a><figcaption>
Ariane 5 ES mit ATV. Wann wird der Ariane-Nachfolger fliegen? 
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(Bild: Wikipedia)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Europa einigt sich auf Ariane 6-Design</strong>
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Von der ESA-Seite des europäischen Raumfahrtprogramms gibt es eine kleine positive Meldung zu verbuchen. Die nationalen Agenturen, ESA und Industrie haben sich auf ein technisches Konzept für Ariane 6 geeinigt. Die neue Ariane 6 besteht aus einer Hauptstufe mit dem aktuellen Vulcain 2 Triebwerk, einer neuen Oberstufe mit dem Vinci-Triebwerk und aus 2-4 Feststoffboostern. Die Variante mit 2 Feststoffboostern heißt Ariane 62 und die mit 4 Boostern Ariane 64. Das ist dann aber auch alles, worauf man sich verständigt hat. Weiter unklar ist, ob erst die Ariane 5 ME gebaut werden soll oder direkt die neue Ariane 6, welche Frankreich gerne 2020 einsatzbereit haben möchte. Ebenfalls die Entwicklungkosten von 4 Milliarden Euro bereiten noch Kopfschmerzen und die Frage der Glaubwürdigkeit der aktuellen Kostenschätzungen steht auch noch im Raum.   </p>



<p class="wp-block-paragraph">Berlin hadert außerdem noch mit dem Geo-Return von Ariane 6. Ursprünglich war angedacht den Geo-Return zu lockern, um die Industriestruktur zu straffen und wettbewerbsfähiger zu werden, jetzt ist davon jedoch keine Rede mehr.  Berlin geht mit gutem Beispiel voran und blockt offenbar Ariane 6, weil es noch kein Arbeitspaket für OHB bzw. MT Aerospace in Augsburg gibt. Anstatt europäischer Interessen werden also weiterhin knallhart nationale Interessen vertreten. Die neue Ariane 6 soll nur noch 65 Millionen Euro (Ariane 62) bzw. 85 Millionen Euro (Ariane 64) pro Start kosten. Wie diese Kostenziele erreicht werden sollen, wo doch der technische Aufbau von der neuen Ariane 6 der alten Ariane 5 stark ähnelt und offenbar die alten Firmen auch alle bei der neuen Ariane ein Arbeitspaket abgekommen, muss, soll oder kann man als Außenstehender nicht verstehen.     </p>



<p class="wp-block-paragraph">Weiterhin berichtete „SpaceNews“ diese Woche, dass die neue Ariane 6 jetzt doch eine eigene Startanlage bekommen soll. Kostenpunkt: 700 Millionen Euro oder 900 Millionen Dollar, also 9x Mal so teuer wie der neue SpaceX-Weltraumbahnhof in Brownsville. Wie diese Kostendifferenz wohl dem europäischen Steuerzahler kommuniziert werden kann?</p>
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		<title>Boeing &#038; SpaceX gewinnen Crewtransport</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/boeing-spacex-gewinnen-crewtransport/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 16 Sep 2014 21:56:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[CCtCap]]></category>
		<category><![CDATA[CST-100]]></category>
		<category><![CDATA[Fallschirm]]></category>
		<category><![CDATA[ISS]]></category>
		<category><![CDATA[Landung]]></category>
		<category><![CDATA[NASA]]></category>
		<category><![CDATA[Servicemodul]]></category>
		<category><![CDATA[Superdraco]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Heute um 22 Uhr deutscher Zeit hat die NASA die Gewinner des CCtCap-Programms bekanntgegeben, also welche Firmen nach dem Shuttle-Ende wieder Astronauten von US-Boden aus zur ISS bringen sollen. Dabei haben Boeing &#38; SpaceX das Rennen gemacht. Die Sierra Nevada Corporation mit dem Dreamchaser ist leider ausgeschieden. Ein Beitrag von Tobias Willerding. Quelle: NASA, SpaceX, [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Heute um 22 Uhr deutscher Zeit hat die NASA die Gewinner des CCtCap-Programms bekanntgegeben, also welche Firmen nach dem Shuttle-Ende wieder Astronauten von US-Boden aus zur ISS bringen sollen. Dabei haben Boeing &amp; SpaceX das Rennen gemacht. Die Sierra Nevada Corporation mit dem Dreamchaser ist leider ausgeschieden.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Tobias Willerding. Quelle: NASA, SpaceX, Boeing, Wikipedia.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach wochenlanger Verzögerung hat die NASA heute die heiß erwartete Entscheidung zur Zukunft des bemannten Raumtransports in den USA bekanntgegeben. Der weltbekannte Luft- und Raumfahrtkonzern Boeing und der neue Star am Raumfahrthimmel, SpaceX, teilen sich den Auftrag zu nicht-gleichen Teilen. SpaceX bekommt 2,6 Milliarden Dollar und Boeing 4,2 Milliarden Dollar. Das Programm, offiziell CCtCap (Commercial Crew Transportation Capability), ist die letzte Entwicklungsstufe des kommerziellen Crewprogramms und soll die Systeme bis zur Einsatzreife bringen. Inbegriffen in dieser Summe sind die Entwicklung und Zertifizierung des Crewtransportsystems, ein bemannter Testflug zur ISS (pro System), 2-6 operationelle Missionen (pro System) sowie „spezielle Studien“. Bei „speziellen Studien“ kann es sich um zusätzliche Tests handeln, die die NASA fordert aber auch um zusätzliche Anforderungen, die anfangs nicht definiert worden sind.
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<strong>Kosten</strong>
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Ein großes Augenmerk muss auch auf die Kosten für den Steuerzahler gerichtet werden. Die gesamten Kosten für den bemannten Crewtransport belaufen sich auf: CCDev1 (50 Millionen Dollar), CCDev2 (310 Millionen Dollar), CCiCap (1170 Millionen Dollar), CPC1 (30 Millionen Dollar) und CCtCap (6800 Millionen Dollar). Insgesamt kommt man somit auf etwas über 8 Milliarden Dollar für zwei bemannte Systeme inklusive 6-14 Flüge zur ISS. Damit kommt man auf etwa 4 Milliarden pro Crewsystem inklusive einiger operativer Flüge. Das Argument, dass die Entwicklung eines bemannten System ca. 10 Milliarden Dollar bzw. Euro kostet, kann damit endgültig zu den Akten gelegt werden. Hier geht es auch für weniger als die Hälfte.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/16092014235643_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/16092014235643_small_1.jpg" alt="Wikipedia" width="260"/></a><figcaption>
Dragon V2 
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(Bild: Wikipedia)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>SpaceX</strong>
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SpaceX möchte als ihr Konzept die „Dragon V2“-Kapsel einsetzen. Dabei handelt es sich um eine stark modifizierte Dragonkapsel, die bereits für die Frachtflüge zur ISS eingesetzt wird. Die „Dragon V2“ (Version 2) besitzt an der Seite acht Superdraco-Triebwerke, die im Notfall einen Startabbruch erlauben und gleichzeitig als Landetriebwerke dienen sollen. Im Gegensatz zu Apollo verwenden diese keinen Feststoff sondern benutzen hypergolen Treibstoff (Hydrazin und Distickstofftetroxid), der sonst für Orbitmanöver gedacht ist. Erste bemannte Flüge sollen allerdings noch mit dem Fallschirm landen, der grundsätzlich immer als Backup dabei sein soll. Im November plant SpaceX einen Startabbruch vom Startplatz, wo die Superdraco-Triebwerke die Kapsel von der Startrampe wegkatapultieren sollen. Die Kapsel soll anschließend im Atlantik wassern. Im Januar soll das Rettungssystem im Flug getestet werden. Diese beiden spektakulären Tests geschehen noch unter dem Vorgängerprogramm CCiCap und stellen die letzten Meilensteine von SpaceX da.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Kapsel bietet Platz für bis zu sieben Personen. Alternativ ist auch eine Mischung aus Astronauten und Fracht möglich. Bei der Vorstellung der Kapsel vor ein paar Monaten konnte auch das Innenleben der Kapsel begutachtet werden. Die Interaktion der Crew mit der Kapsel erfolgt nahezu komplett über Touchscreens und nur für die Notfall-Systeme ist noch ein analoges Interface vorhanden. Damit hält nun modernste Elektronik in der bemannten Raumfahrt Einzug. Ob ebenfalls ein Inflight Entertainment System wie bei einem modernen Verkehrsflugzeug eingebaut ist, ist nicht bekannt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Weiterhin ist die Kapsel laut SpaceX auch auf Wiederverwendbarkeit ausgelegt. Das lässt sich zum Beispiel daran erkennen, dass alles teure, wie Elektronik, Antriebssystem und Lebenserhaltung in der Kapsel selbst und nicht im „trunk“ (engl. Kofferraum, quasi Servicemodul) untergebracht ist. Lediglich Solarzellen, Batterien und Radiatoren befinden sich nicht in der Kapsel. Der „trunk“ wird erst kurz vor dem Wiedereintritt abgeworfen. Die Kapsel soll auf der ebenfalls teilweise wiederverwendbaren Falcon 9-Trägerrakete starten. Die NASA allerdings möchte vorerst keine wiederverwendbare Kapsel und so wird jedes Mal eine neue produziert. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/16092014235643_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/16092014235643_small_2.jpg" alt="Wikipedia" width="260"/></a><figcaption>
CST-100 
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(Bild: Wikipedia)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Boeing</strong>
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Boeing setzt auf die CST-100 Kapsel. Dabei handelt es sich um ein Kapsel mit 5 Metern Durchmessern, sie ist also deutlich voluminöser als Dragon. Genau wie Dragon setzt auch Boeing auf ein Rettungssystem mit hypergolen Treibstoffen. Bei CST-100 sind jedoch die vier Bantam-Triebwerke nicht an der Kapsel sondern am Servicemodul angebracht, wo sich auch Treibstofftanks und andere Systeme befinden.  CST-100 soll auf Airbags an Land landen. Boeing plant den Startabbruchtest vom Startplatz in 2016, einen unbemannten Testflug Anfang 2017 und einen bemannten Flug Ende 2017. Als Trägerrakete soll die Atlas V 412 zum Einsatz kommen, also mit einem Feststoffbooster und einer Dual-Centauroberstufe.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Boeing ist die einzige von den drei Firmen, die es geschafft hat, ihre Meilensteine des Vorgängerprogramms CCiCap vor der heutigen Bekanntgabe abzuschließen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Mehr Informationen:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=6325.msg303674#new" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">Commercial Crew Thema</a></li></ul>
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