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	<title>Filmkritik &#8211; Raumfahrer.net</title>
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	<description>Das Portal für Astronomie- und Raumfahrtbegeisterte</description>
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	<title>Filmkritik &#8211; Raumfahrer.net</title>
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		<title>Der Astronaut &#8211; Project Hail Mary</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/der_astronaut_filmkritik/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Andreas Weise]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 17 Mar 2026 10:30:24 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Verfilmung von Andy Weirs gleichnamigen Roman kommt in die Kinos. Ein erster subjektiver Eindruck. Bilder: Andreas Weise / Quelle: Kinobesuch. Vorspiel Am Donnerstag, 19.03.26, startet in den deutschen Kinos der Film „Der Astronaut“ , im Original „Project Hail Mary“. Hierbei handelt es sich um die versuchte Verfilmung des gleichnamigen Romans von Andy Weir aus [&#8230;]</p>
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<p class="wp-block-paragraph"><strong>Die Verfilmung von Andy Weirs gleichnamigen Roman kommt in die Kinos. Ein erster subjektiver Eindruck.</strong></p>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Bilder: Andreas Weise / Quelle: Kinobesuch.</p>





<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="260" height="200" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/03/Kino5TitelKarte-1.png" alt="" class="wp-image-151204"/><figcaption class="wp-element-caption">Eintrittskarten zu &#8222;Der Astronaut&#8220;<br>Bild: Andreas Weise</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Vorspiel</strong><br></p>



<p class="wp-block-paragraph">Am Donnerstag, 19.03.26, startet in den deutschen Kinos der Film „Der Astronaut“ , im Original „Project Hail Mary“. Hierbei handelt es sich um die versuchte Verfilmung des gleichnamigen Romans von Andy Weir aus dem Jahre 2021. (Wir gaben dazu zu Weihnachten eine Buchempfehlung.) Und ja, das ist genau der Andy Weir, dessen erster Roman, verfilmt als „Der Marsianer“, grandios vor zehneinhalb Jahren in unseren Kinos brillierte. Eine lange Zeit. Insofern waren die Erwartungen an diesen neuen Weir sehr hoch geschraubt. Die ab Ende 2025 präsentierten Trailer ließen einen neugierig werden. Speziell, wenn man die Buchvorlage zuvor gelesen hatte. Jetzt vor dem offiziellen Kinostart war die Neugier bei mir etwas verflogen. Warum? Bei Wikipedia konnte man nicht nur die ganze Romangeschichte detailliert nachlesen, auch zum Film wird vorab sehr viel verraten. Auch habe ich es selten erlebt, dass vor einem Kinostart so viel „Review“ im Netz zu erfahren war. Bei YouTube stolperte man laufend über Beiträge, die Alles schon gesehen hatten und euphorisch nur so sprudelten. Ein Hype, der einen schon wieder misstrauisch macht. Manchmal wurde sogar vom „Film des Jahres“ gesprochen. Die Story selbst kann man komprimiert so darstellen: Sonne stirbt. Menschheit ist bedroht. Lehrer-Astronaut wird los geschickt um Gegenmittel zu finden und trifft einen steinigen Außerirdischen, der das selbe Problem hat. Beide werden dicke Freunde und lösen das Problem. Ende gut. Oder noch kürzer: „Grace und Rocky retten Sterne.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Etwas ausführlicheres zur Geschichte vorab möchte ich nicht verraten. Wer will, findet alles mit zwei Klicks. Ich versuchte das Alles auszublenden und bin voller Vorfreude in die Preview am Sonntag in eins der schönsten Kinos in Berlin gegangen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Hauptfilm</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Zunächst war ich doch sehr überrascht. Der Kinosaal war fast bist zum letzten Platz besetzt. So etwas erlebt man nicht jeden Abend. Nach über zweieinhalb Stunden Film stand das erste Resümee fest: Der Streifen ist super bunt, super lang, witzig und sehr unterhaltsam… Aber wirklich gut? Mein Gesamturteil: Guter Film. Empfehlenswert. Aber der große Wurf ist es nicht! Aber warum? Woran lag es? Man ist zunächst ratlos.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Ursachenforschung</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Wurzel des vermeidlichen Übels liegen in der Romanvorlage selber und der daraus folgenden, nicht gelungenen Umsetzung im Drehbuch. Andy Weir hat einen überaus wissenschaftlich komplexe Geschichte geschrieben, die ohne ausführliche Erläuterung der Sachverhalte und Zusammenhänge nicht ganz zu verstehen wäre. Viel wissenschaftliche Theorie also, die man in einem Roman mit ca. 560 Seiten, oder einem Hörbuch mit 15,5 Stunden Länge gut unter bringen kann. Auch muss der Leser ein gewisses Interesse an derlei Lesekost mitbringen, was bei einem unvorbereiteten Kinozuschauer nicht unbedingt vorausgesetzt werden kann. Also wurde im Drehbuch sehr viele „wissenschaftliche Erläuterung“ und vieles andere herausgestrichen und vermeindlicher Ballast abgeworfen. Trotzdem war der Film mit 157 Minuten nur 12 Minuten kürzer als Interstellar und immer noch viel zu lang. Durch den Verzicht auf die herausgeschnittenen Erklärungen wurde die Gesamtstory teilweise unschlüssig. Der Zuschauer musste sich vieles selber zusammen reimen, was stark nervte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Erschwerend kommt hinzu das der Handlungsstrang ständig mit Rückblendungen arbeitet. Übrigens wie in der Buchvorlage. Beim „Marsianer“ war die Erzählweise linear. Alles geschah hinter einander. Im „Astronaut“ wird in verschiedenen Zeitebenen ständig hin und her geschaltet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch vergab der Film die Chance, einige Charaktere etwas tiefgreifender zu zeichnen. Wer ahnt den schon, das die Figur der Eva Stratt zu dem Zeitpunkt eine der mächtigsten Personen der Welt ist, der alle anderen Mächte zuarbeiten? Geld und Ressourcen spielen keine Rolle. Ob es Milliarden oder Billionen sind. Es geht ja schließlich um das Überleben der Menschheit. Im Buch gibt es eine Stelle, wo Stratt sinniert, dass wenn das alles mal vorbei ist, sie bestimmt wegen Kompetenzüberschreitung und Geldverschwendung angeklagt wird. Ihr Job kennt keinen Ruhm. Egal wie das Projekt ausgeht. Aber einer muss es eben durchziehen. Die Rolle ist brillant mit Sandra Hüller besetzt, die wir erst vor Kurzem auf der Berlinale in Berlin bewundern konnten. Hüller gibt der Figur genau die Mischung von Kühle, Rationalität, aber auch Brutalität. Leider ist sie in den Grenzen des Drehbuches gefangen. Hüller erscheint hier direkt unterfordert. Nebenbei: Einmal zuckte ich zusammen, als Stratt (Hüller) im Film sagte, sie habe in einem Kinderchor in Ostdeutschland gesungen. Wie es dieser Satz in ein US-amerikanisches Drehbuch geschafft hat, war bemerkenswert. Auch andere Personen hätte man weiter ausbauen können. So auch die Figur der Russin Ilyuchina. Aber „Russland“ beschränkte sich hauptsächlich auf Wodka. Die in der Buchvorlage stehenden Orlan-Raumanzüge wichen einer etwas bequemeren und bunteren Filmumsetzung. Die Handlungsorte im Buch, wie Baikonur oder die Figur des Russischen Wachmannes blieben unerwähnt, bzw. wurden umgedeutet. Man erinnere sich: Das Buch ist von 2021. Ja, man hätte noch so viel mehr machen können. Aber dann wäre der Film noch länger geworden. Oder man hätte die Monologe von Ryan Gosling und Szenen mit seinem Partner Rocky kürzen können. Gosling führt ja ständig Selbstgespräche mit viel Witz, der zwischen Zynismus und Verzweiflung hin und her schwankt. Für meinen Geschmack wäre manchmal etwas weniger Witz mehr gewesen. Aber das deckt dann wieder die Mängel am Handlungsstrang zu.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich selber hätte ja lieber einen Mehrteiler gesehen, weil man nach meiner ersten Einschätzung die Buchgeschichte, ohne sie arg zu beschneiden, nicht in einen Kinofilm quetschen kann. Eine Miniserie wäre toll gewesen. Aber dann wären die bunten, bildgewaltigen Weltraumaufnahmen für die ganz große Kinoleinwand nicht zur Geltung gekommen. Wie man es dreht, es ist halt kompliziert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und dann gab es ja noch den mit viel Vorschusslob getriebenen Superstar Ryan Gosling. Gosling trägt als One-Man-Show einen Großteil des Filmes. Und ja, das Lob ist völlig berechtigt. Einfach ein großartiger Schauspieler. Aber auch er konnte das Drehbuch nicht retten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Spannend wird es, wenn einmal die dazugehörigen Making-of-Produktionen veröffentlicht werden. Der Außerirdische Rocky soll nicht im Computer, sondern als Puppe direkt mit Gosling agiert haben. Hier zeichnet James Ortiz verantwortlich. Ich bin gespannt, wie das gemacht worden ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Fazit</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Obwohl der Film unübersehbare Defizite aufweist, ist er ein unterhaltendes Kinoerlebnis. Und er ist eine gute Geschichte voller Freundschaft und zutiefst humanistisch. Das muss hier unbedingt betont werden. Vielleicht muss man den Film mehrmals sehen, um die speziellen Besonderheiten zu erkennen. Vielleicht wird er einmal Kult. Für mich war das eine erste, schnelle, nicht abschließende persönliche Einschätzung. Andere Zuschauer mögen das ruhig anders sehen.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/03/astronau-litfass.jpeg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Kinoplakat mit Ryan Gosling in &quot;Der Astronaut - Project Hail Mary&quot; Bild: Andreas Weise" data-rl_caption="" title="Kinoplakat mit Ryan Gosling in &quot;Der Astronaut - Project Hail Mary&quot; Bild: Andreas Weise" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/03/astronau-litfass_300x400.jpg" alt="" style="aspect-ratio:0.7500000266141679;width:262px;height:auto"/></a><figcaption class="wp-element-caption">Kinoplakat mit Ryan Gosling in &#8222;Der Astronaut &#8211; Project Hail Mary&#8220;<br>Bild: Andreas Weise</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Wer zuvor sich durch die Romanvorlage gekämpft hat, kann der Handlung besser folgen. Vielleicht hilft auch schon die Inhaltsbeschreibung des Romans (nicht des Films) bei Wikipedia. Wer ohne jegliche „Vorkenntnisse“ hier ins Kino geht, der lasse den Film auf sich wirken ohne nachzufragen, warum das gerade so ist und warum denn das so und nicht anders passiert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bleibt nur noch zu sagen: Auf ins Kino und sich selber ein Bild machen. Es lohnt sich.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong><em>Nachsatz</em></strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Es tauchte die Frage auf, warum wir hier keine Bilder vom Film zeigen. Wir hatten schon vor Wochen nach Film-Fotos und einer Presse-Preview (Die Preview noch vor der Preview) bei SONY-PICTURES angefragt. Bedauerlicherweise bekamen wir keine Antwort.</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=4854.msg584869#msg584869" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal"></a><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=4854.msg584869#msg584869" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Raumfahrt Filme und Dokumentationen</a></li>
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			</item>
		<item>
		<title>Bis zur Unendlichkeit &#8211; und doch nicht weiter&#8230;</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/bis-zur-unendlichkeit-und-doch-nicht-weiter/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Andreas Weise]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 22 Apr 2015 20:02:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Film]]></category>
		<category><![CDATA[Filmkritik]]></category>
		<category><![CDATA[Interstellar]]></category>
		<category><![CDATA[Science Fiction]]></category>
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<h4 class="wp-block-heading">&#8230; (frei nach Buzz Lightyear &#8211; Toy Story)   Eine etwas andere Betrachtung von Christopher Nolans INTERSTELLAR durch Andreas Weise</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: Andreas Weise.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/22042015220212_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/22042015220212_small_1.jpg" alt="privat" width="260"/></a><figcaption>
DVD-Hülle INTERSTELLAR 
<br>
(Bild: privat)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Am 12. April 2015 wurde im großen altehrwürdigen Filmtheater DELPHI am Bahnhof ZOO in Berlin zu Ehren des Tages der Raumfahrt der Film INTERSTELLAR in einer 70mm-Version aufgeführt. Ein großer und vor allem langer Film – zweifellos. Trotzdem wirft er für mich auch fünf Monate nach seiner Uraufführung viele Fragen auf. Grund genug, einmal einige Gedanken aufzuschreiben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ehrlich! Ich hatte mich auf den Film sehr gefreut. Endlich einmal ein neuer Science-Fiction-Film, der ohne die üblichen Weltuntergangsschlachten und Aliengemetzel auskommt. Ein Film der einen wissenschaftlichen und auch philosophischen Hintergrund verspricht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dem Start in den deutschen Kinos im November 2014 folgten Lobeshymnen, Vergleiche mit Kubricks Meisterwerk „2001“ und endlose Diskussionen über den Physik des Filmes.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Da ich kein Astrophysiker bin und auch nicht in die Hobbygilde solcher aufsteigen will, habe ich schlicht zur Kenntnis genommen, dass sich Nolan bei den physikalischen Hintergründen sehr viel Mühe gegeben und dabei auch wissenschaftlichen Rat eingeholt und berücksichtigt hat. Ein Umstand, der in der Filmbranche nicht unbedingt normal ist. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die positive Folge: Populärwissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem Thema in den Fachmedien. Und der einfache Kinogänger staunt.So muss es in den Menschen zu Beginn des letzten Jahrhunderts mit Albert Einstein ergangen sein. Einsteins Relativitätstheorie begeistert die Menschen und ließ ihn zu einem Superstar aufsteigen. Aber nicht, weil die Menschen seine Erkenntnisse verstanden, sondern gerade weil sie ihn nicht verstanden!</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und INTERSTELLAR ? Ich hatte mir den Film dreimal angesehen. Fast erschlagen von den grandiosen Bildern bin ich jedes Mal aus dem Kino gekommen und habe mich gefragt: Was war das jetzt gerade?!</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein bekanntes Gefühl von Ratlosigkeit machte sich breit. Erinnerungen an den zweieinhalb Stunden Film SOLARIS aus dem Jahre 1972 kamen hoch. Spannung halten bis zum Schluss und passiert ist dann doch nichts! Ebenso der Film „2001“, der sich mir erst erschlossen hatte, nachdem ich Arthur C. Clarkes Romanvorlage gelesen hatte. Ja ich bekenne offen: Ich habe „2001“ erst als filmisches Meisterwerk begriffen, nachdem ich ihn mehrmals angesehen und überdacht hatte. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei INTERSTELLAR ist das anders. Je weiter ich in das Werk eindringe, umso verworrener, oberflächlicher, klischeehafter und naiver wird es.Und die Angst steigt auf, gegen den Mainstream zu schwimmen und zum Schluss als der kleine Junge aus dem Märchen „Des Kaisers neue Kleider“ dazustehen. Der rief bekanntlich „Er hat ja nichts an!“ Ich würde rufen „Nein! Der Film ist nicht das geniale Meisterwerk!“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Um den Film irgendwie zu fassen, muss man sich kurz mit seinem Schöpfer, Christopher Nolan, befassen. Nolan, der Regie geführt und auch das Drehbuch geschrieben hat, ist vom Geiste her Amerikaner. Und das durch und durch. Das ist jetzt nicht negativ gemeint, ist aber so. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Insofern ist das vermittelte Weltbild sehr einfach gestrickt. Aber was in den Batman-Verfilmungen hervorragend funktioniert hat, eine einfache Schwarz-Weiß-Sichtweise, das funktioniert bei einem Film wie INTERSTELLAR nicht.Bei Kubricks 2001 oder bei Tarkowskis SOLARIS war der Zuschauer gerade zu gezwungen, in philosophischen Kategorien zu denken. Das war anstrengend für den Zuschauer, machte die Filme aber gerade deshalb attraktiv. Die Suche nach dem höheren Sinn eben. Mit einer höheren Moral.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nolan aber fordert hier dem Zuschauer nichts ab. Er setzt ihm seine (Welt-)Bilder vor und damit genug. Und diese Welt ist der mittlere Westen der USA, der durch häufige Sandstürme veranlasst langsam untergeht. Die Ursachen dafür bleibt Nolan schuldig.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ist es die maßlose Lebensweise der Menschen, wie kurz angedeutet? Auf alle Fälle ist das Schicksal unwiderruflich und gegeben. Man möge fast denken, es ist Gott gegeben. Kein Aufbäumen der breiten Wissenschaft gegen das Unheil. Im Gegenteil. Die Strafe für das „sündige“ Leben muss ertragen werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ungebildete Farmer (wie Nolan seinen Helden sagen lässt), statt Ingenieure. Mit dieser Denkweise eckt man natürlich nicht an. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Man stelle sich nur vor, Nolan hätte etwas vom Klimawandel und deren Auswirkung erwähnt. Sofort hätte es Schälte von den Fundamentalisten gehagelt. Nicht gut für die Publicity.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch der Rest der Welt wird komplett ausgeblendet. Die Welt geht unter und jeder stirbt für sich allein. Der Gedanke einer weitreichenden Zusammenarbeit gegen das drohende Unheil – Fehlanzeige! Nicht einmal im kleinsten Ansatz. Ganz nach der Denkweise: Jeder ist seines Glückes Schmied – und zwar allein. The American Way Of Life. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Rettung der Menschheit, von der hier ausschließlich die US-Szenerie im besagten mittleren Westen gezeigt wird, besteht in einer Organisation im Verborgenen. Diese sucht nach einem Ausweg in Gestalt einer „Wundergleichung“, die dann „das“ Problem der Rettung der Menschheit lösen soll. Es geht um die Manipulation von Gravitation. Das ist ein toller Gedanke, kommt hier aber völlig naiv und platt herüber. Alle greifbaren Klischees werden gezogen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Held erreicht einen Ort in der Nacht. Wir sehen kurz am Berg ein verwittertes Schild &#8222;NORAD&#8220;. (NORAD zu deutsch: Nordamerikanisches Luft- und Weltraum-Verteidigungskommando). Die Szenerie des Tunneleingang in den Berg musste schon in unzähligen Filmen herhalten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Inneren erfährt der staunende Held, wer hinter allem steckt. Eine naive Szene, die nicht nur bei mir fast einen Lachkrampf ausgelöst hätte. Sogar der Held Cooper (Metthew McConaughye) selber schaut mehr als ungläubig:</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wer sind Sie? Wir sind die NASA. NASA? NASA!Und zum Beweis öffnet sich eine Wand und in circa 50 Schritten Entfernung vom Konferenztisch steht man in einem Startschacht. Der Zuschauer sieht drei riesige Triebwerke. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Szene erinnert an die Startsequenz aus dem Film APOLLO 13. Das wäre so, als habe man ein Büro direkt neben dem Starttisch der Rampe LC-39a für die Saturn-5-Raketen auf Cape Kennedy. In einer viel späteren Szene erfolgt der Start des triebwerkbewehrten Gerätes aus dem Schacht. Dabei werden ebenfalls sehr ähnliche Einstellungen wie bei APOLLO 13 verwendet. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Stufentrennung des Raumfahrzeuges sieht auch genauso aus wie die in Ron Howards Film APOLLO 13. Die Raumfahrtgeschichte kennt solche Einstellungen vom Start der Apollo 4 (erster Sarturn-5-Start überhaupt) und waren real gedreht mit Onbordkameras. Für das Jahr 1967 eine grandiose Leistung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zurück zum Konferenztisch: An dieser Stelle keimte kurz Hoffnung auf. Am Tisch saß ein älterer, weißhaariger Herr mit Brille. Der dunkelblaue Anzug saß perfekt und er war offensichtlich so was wie der Boss vom Ganzen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Gesicht gehörte dem Schauspieler William Devane. Für mich die Verkörperung eines der klassischen starken US-Gesichter, zu vergleichen z.B. mit John Wayne. Schade aber, sein Auftritt dauerte nur Sekunden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Den absoluten verbalen Höhepunkt leistet sich die Figur des Prof. Brand (Michael Caine): An den Haupthelden Cooper gerichtet fordert er „Dann gehen Sie da raus, und retten Sie sie&#8230;. .“  Das könnte aus einem Western entsprungen sein. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Wie schon erwähnt, das ganze Problem der Menschheitsrettung erscheint unter US-Sichtweise. Andere Teile der Menschheit werden mit keiner Silbe erwähnt. Auf den fernen Planeten steht das Sternenbanner. Es ist vom Winde zerschlissen, aber es weht. So wie bei den großen Pionieren der Eroberung des Westens. Das ist das Reinverständnis, wie man sich als Amerikaner möglicherweise selber sieht. Als Garant für die Freiheit und die Zukunft. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Und nur Amerika ist überhaupt in der Lage, etwas zu tun. Aus US-amerikanischer Sicht geht das vielleicht in Ordnung. Als Mitteleuropäer habe ich da so meine Probleme mit dieser absoluten Sichtweise.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Was bleibt nun von der Story übrig? Nolan zeigt eine Welt, die nicht mehr zu retten ist. Wo der Mensch nur noch die Erde verlassen kann. Das ist eine Bankrotterklärung unserer heutigen Lebensweise und die Verneinung jedweder Hoffnung auf Änderung. Die globalen Probleme bleiben ungelöst und man macht sich vom Acker.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein nicht gerade sehr optimistischer Gedankengang. Die Zukunft der Menschheit über ein Auswandern der Bevölkerung von der Erde innerhalb von 80 Jahren erscheint als ausgesprochen traumhafte Lösung. Insofern bietet der Film keine Visionen sondern spielt mit unseren Ängsten. Es geht ja sowieso alles den Bach herunter, also nur noch Flucht. Und genau das macht den Unterschied zwischen INTERSTALLAR und 2001 oder auch 2010.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nolans Werk aber nur auf den Fakt einer zerrissenen Geschichte zu reduzieren wäre nicht fair. Die Szenen außerhalb der Erde, die Bilder der Raumschiffe, des Weltalls, der Planeten, alles ist hervorragend in Szene gesetzt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Man findet auch innerhalb des Bühnenbildes keine Makel. Vergebens eine Suche nach &#8222;Fehlern&#8220; wie zum Beispiel einem Bügeleisen (wie in RAUMPATROLIE) oder einer nicht offensichtlich befestigten Schreibtischlampe im schwerelosen Raum oder andere Ungereimtheiten. Jedenfalls, wenn man nicht zielgerichtet danach sucht. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Nolan beglückt uns mit weltraumexotischen Landschaften, eingebettet in eine passende Musik und eine sehe gute Regiearbeit mit den Schauspielern. Hierbei gibt es keine Abstriche. Und ich habe auch an mancher Stelle eine kleine Träne unterdrücken müssen. Gefallen hat mir hierbei besonders die kleine aber feine Rolle von John Lithgow als Großvater Donald. Aber auch die bewusst etwas zurückgehaltene Rolle von Matt Damon als Doktor Man kommt sehr gut herüber.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es fehlt auch nicht an kreativen Ideen, das unvorstellbare von Raum und Zeit zu visualisieren. Das zu lösende Problem ließe sich vielleicht so beschreiben: Ein Strichmännchen auf einem Blatt Papier kennt nur zwei Dimensionen: Ein Strich im Wege wäre ein schier unüberwindliches Hindernis. Also muss man dem Strichmännchen eine dritte Dimension zuordnen, damit es den Strich überspringen kann.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nolans Idee im Film mit der Rückseite einer Bücherwand eine Verbindung von Raum und Zeit darzustellen, das ist äußerst originell. An dieser Stelle sollte man nicht nach wissenschaftlicher Genauigkeit fragen. Das ist eben halt großes künstlerisches Kino. Da bleibt man dann doch gerne die zweidreiviertel Stunden im Kinosessel sitzen. Auch wenn es schwer fällt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und damit wären wir beim Dilemma des Betrachters. Einerseits eine sehr fragwürdige Ausgangsgeschichte, anderseits tolle Bilder. Den Film als gut oder schlecht zu kategorisieren ist mir nicht möglich. Damit stellt sich das gewisse Gefühl der Ratlosigkeit ein, wie am Anfang erwähnt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">INTERSTELLAR wird als großer bunter Film in der Kinogeschichte seinen Platz finden. Aber nicht als vollkommenes Meisterwerk wie das eines Kubrick.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Geh nicht gelassen in die gute Nacht, brenn, Alter, rase, wenn die Dämmerung lauert;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Sterbelicht sei doppelt zornentfacht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Erste Strophe eines Gedichtes von Dylan Thomas. In INTERSTELLR mehrfach zitiert &#8230;Es empfiehlt sich, das Gedicht etwas genauer zu betrachten. Das ist aber schon wieder eine andere Geschichte.</p>
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		<title>EUROPA REPORT</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/europa-report/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 05 Nov 2013 15:10:28 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Europa]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ein neuer Science-Fiction-Film ist auf DVD und Bluray erschienen. Andreas Weise hat sich EUROPA REPORT für uns angesehen und aufgeschrieben, was er von der Produktion hält. Quelle: Andreas Weise. Europa war schon immer eine Reise wert. Nicht nur auf der Erde, sondern auch im Weltall. Spätestens seit der Arthur C. Clarke Verfilmung „2010: Das Jahr, [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Ein neuer Science-Fiction-Film ist auf DVD und Bluray erschienen. Andreas Weise hat sich EUROPA REPORT für uns angesehen und aufgeschrieben, was er von der Produktion hält.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: Andreas Weise.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/05112013161028_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/05112013161028_small_1.jpg" alt="NASA/JPL/University of Arizona" width="260"/></a><figcaption>
Europa von der NASA-Sonde Galileo aus gesehen 
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(Bild: NASA/JPL/University of Arizona)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Europa war schon immer eine Reise wert. Nicht nur auf der Erde, sondern auch im Weltall. Spätestens seit der Arthur C. Clarke Verfilmung „2010: Das Jahr, in dem wir Kontakt aufnehmen“ wissen wir, das es auf dem Jupitermond Europa unheimliche Dinge zu entdecken gibt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die moderne Planetenforschung vermutet auf dem Mond Europa riesige Wasservorkommen, die sich unterhalb einer Eisschicht befinden. Und wo Wasser ist, da könnte auch Leben sein. Genau hier knüpft der ScienceFictionFilm EUROPA REPORT an.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dieser 2013 in den USA gedrehte Film hat es leider nicht in die deutschen Kinos geschafft und ist seit Ende Oktober nur als DVD oder Bluray erhältlich. Das auf der Verpackung abgedruckte Zitat „Der fesselndste SciFi-Thriller seit Kubricks’ 2001: Odyssee im Weltraum“ ist maßlos übertrieben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Trotzdem lohnt es, sich diesen Film einmal, vielleicht auch zwei oder dreimal, anzusehen. Raumfahrtfans werden ihre Freude haben. Ein breites Publikum wird dieser Film aber nicht finden. Zu spezifisch ist das Thema und die Machart.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Einzelnen: Vier Männer und zwei Frauen brechen zu einer Expedition in Richtung Jupiter auf. Sie sind Mitglieder einer internationalen Besatzung. Folgerichtig wurden die Rollen auch mit Schauspielern aus verschiedenen Ländern besetzt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bemerkenswert für einen US-Film: Der Kommandant ist ein Chinese! Für diese Rolle wurde Daniel Wu aus Hong Kong verpflichtet. Mir weiter aufgefallen: Der Südafrikaner Sharlto Copley, der hierzulande durch seine Rollen in „District 9“ und „Elysium“ bekannt sein durfte. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Dass diese Expeditionsreise privat finanziert und nicht durch staatliche Organisationen, wie zum Beispiel der NASA, betrieben wird, erkennt der Zuschauer nicht sofort. Der Flug ist quasi eine Mission im poststaatlichen Raumfahrtzeitalter. Aber das nur nebenbei.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dem Zuschauer wird es enorm schwierig gemacht, einem Roten Faden in der Handlung zu folgen. Die Filmszenen scheinen zufällig zusammen gewürfelte Videosequenzen der Überwachungskameras, bzw. geben vor, direkt von den handelnden Personen gefilmt worden zu sein. Man sieht ständig Monitorbilder oder glaubt es zumindest. Die Filmmusik hält sich folgerichtig im Hintergrund. Die Dialoge erinnern manchmal an reines Text-Aufsagen und könnten mehr Dramatik vertragen. Trotzdem kommen die Personen authentisch herüber. Keine überzogene Schauspielerei. Die Kamera ist der Beobachter der realen Szene. Quasi „Big Brother“ im Weltraum.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Hinzu kommt ein Hin- und Her-Springen in der Reihenfolge der Handlung. Bilder aus dem Raumschiff wechseln mit Kommentaren von Fachleuten auf der Erde. Teilweise kommt man sich vor, wie in einer der vielen Fastfood-Dokumentationen, die beispielsweise oft von ntv oder N24 ausgestrahlt werden. Anleihen in der Filmmachart an die BBC-Produktion „Space Odyssee“ sind zu erkennen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Erst zum Schluss erschließt sich das ganze vermeintliche Durcheinander. Die Videosequenzen sind als letzte Auktion, quasi als Vermächtnis zur Erde gesendet worden und werden jetzt gezeigt und kommentiert. Damit wäre vorweg genommen, dass es keine Rückkehr für die Astronauten in dieser Geschichte gibt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Haupthandlung selber beschäftigt sich mit dem Anbohren der Eisschicht des Mondes, um im sich darunter befindenden Ozean nach Leben zu suchen. Dabei wird man fündig. Positiv bemerkenswert ist, dass das gefundene Leben nicht in Form eines sabbernden und Zähne fletschenden Alien als Gruselschocker daher kommt. Vielmehr ist es eine hoch entwickelte Spezies, die zwar mutmaßlich die Besatzungsmitglieder nacheinander reduziert, aber irgendwie nicht negativ, gruselig daher kommt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Man kann es dem einheimischen Lebewesen nicht übel nehmen, wenn jemand ungefragt in seine Wohnung einsteigt, sich nicht auskennt, und dann als störend empfunden wird. Bei der Gestaltung der außerirdischen Lebensform hätte ich mir etwas mehr Kreativität gewünscht. Hier bricht sich wieder die uralte Klischeevorstellung Bahn, dass Meeresungeheuer irgend etwas mit Kraken zu tun haben müssen. Der große Gänsehaut-Gruselschock stellt sich nicht ein. Das ist aber vermutlich auch nicht die Absicht der Produzenten gewesen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Phantastisch gelungen sind die Landschaftsszenerien auf Europa mit Jupiter im Hintergrund. Schade, so etwas hätte man gerne länger und auch auf der großen Kinoleinwand gesehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei der Gestaltung des Raumschiffes haben die Produzenten sehr viel Wert auf Machbarkeit und reale Technik gesetzt. Die technische Darstellung erscheint schlüssig. Das ist auch zu erwarten, hatte man sich unter anderem Beratung von NASA, JPL und SpaceX eingeholt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sehr interessant für Raumfahrt-Fans ist das beigefügte Bonusmaterial der deutschen Ausgabe. Raumfahrer.net steuerte hier zwei Fachbeiträge bei.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Fazit: Der Film ist solide gemacht und verzichtet auf blutrünstige Schockerszenen. Die gezeigte Technik basiert auf einem schön anzusehenden schlüssigen Konzept. Leider ist er in seiner Machart nichts für das breite Publikum. Er wird aber bestimmt seine Fangemeinde finden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für Freunde der Planetenforschung und der bemannten Raumfahrt ist dieser Film auf alle Fälle empfehlens- und ansehenswert!</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a class="a" href="http://www.freunde-der-raumfahrt.de" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external"> <img decoding="async" alt="NASA/JPL/University of Arizona" src="https://images.raumfahrer.net/news/FDRSputnikblau120x100.jpg"></a>Andreas Weise, Oktober 2013</p>
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