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	<title>Kliper &#8211; Raumfahrer.net</title>
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	<description>Das Portal für Astronomie- und Raumfahrtbegeisterte</description>
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	<title>Kliper &#8211; Raumfahrer.net</title>
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		<title>Die Internationale Luft- und Raumfahrtausstellung in Berlin</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/die-internationale-luft-und-raumfahrtausstellung-in-berlin/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 10 Jun 2006 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Veranstaltungen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Vom 16. bis zum 21. Mai fand dieses Jahr wieder die Internationale Luft- und Raumfahrtausstellung in Berlin statt. Während der ersten drei Tage war die Ausstellung für Fachbesucher geöffnet, Privatbesucher konnten sie während der letzten drei Tage besuchen. Autor: Ralf Mark Stockfisch und Kirsten Müller Bericht von Ralf Mark Stockfisch:Heute endete in Berlin die Internationale [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Vom 16. bis zum 21. Mai fand dieses Jahr wieder die Internationale Luft- und Raumfahrtausstellung in Berlin statt. Während der ersten drei Tage war die Ausstellung für Fachbesucher geöffnet, Privatbesucher konnten sie während der letzten drei Tage besuchen.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Autor: <a href="https://www.raumfahrer.net/verein-raumfahrer-net-e-v/ehemalige/" data-wpel-link="internal">Ralf Mark Stockfisch</a> und <a href="https://www.raumfahrer.net/redakteure/" data-wpel-link="internal">Kirsten Müller</a></p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ila2006_02.jpg" alt=""/><figcaption>Gute Stimmung in der Raumfahrthalle auf der ILA<br>(Bild: ILA)</figcaption></figure>



<p><strong>Bericht von Ralf Mark Stockfisch</strong>:<br>Heute endete in Berlin die Internationale Luft- und Raumfahrtausstellung (ILA) und verzeichnete einen Besucherrekord. Insgesamt strömten 250.000 Menschen auf das Feldgelände der ILA, unweit vom Flughafen Schönefeld. Anfänglich nur eine Ausstellung für Flugbegeisterte, Wissenschafter und Geschäftsleute, ist die ILA heute ein Magnet für jeden Bürger, auch für Familien. Schon vor dem eigentlichen Feldgelände, auf dem die ILA stattfand, standen Menschen an den Straßen und auf kleineren Hügeln um die diversen Flugdarbietungen zu bestaunen. Diejenigen, die jedoch direkt das ILA-Gelände besuchen wollten, mussten erhebliche Strapazen auf sich nehmen, um dieses Vorhaben zu verwirklichen.</p>



<p>Schon am Samstag morgen meldete das Radio, dass auf der ILA keine Parkmöglichkeiten vorhanden sind und Besucher gehalten sind, mit Bussen und Bahnen anzureisen. Auch die S-Bahn nach Schönefeld war dicht mit Menschen gefüllt, doch der gesamte S-Bahnhof Schönefeld war am vergangenen Samstag derart mit Menschen überfüllt, dass vom Bahnsteig bis zum Bahnhofsausgang nur zähflüssiger Fußgängerverkehr möglich war. Der Bahnhofsvorplatz war wiederum weiträumig mit Menschen überfüllt, die dicht an dicht standen und auf einen der Busse warteten, die Sie zum ILA-Gelände bringen sollten. Der Veranstalter der ILA mietete Busse, die die Besucher auf das zehn Minuten entfernte Feldgelände außerhalb der Stadt brachten, wo sonst kein Linienverkehr hinführte.</p>



<p>Mit jeder S-Bahn, die in Schönefeld hielt, schien die Luft trotz des sonnig-windigen Wetters knapper zu werden. Durch die hohe Anzahl an Menschen war es nicht möglich, Reihen zu bilden, so dass diejenigen in die wenigen Busse einsteigen konnten, die am stärksten drängelten.</p>



<p>Zusammenfassend betrachtet, war die ILA 2006 wohl ein sehr gutes Geschäft. Nicht nur für die Aussteller und die Fachbesucher sondern besonders für die Veranstalter, die tausende Menschen dazu animierten 21,- EUR für&#8217;s Anstehen zu bezahlen und durch anonyme Massenabfertigung mit erheblichen Einsparungen an allen Ecken und Enden, wohl erheblich Gewinn gemacht zu haben. Für den einzelnen Bürger und die Familien war dies nicht nur ein teurer Spaß, sondern auch Stress pur und das mit erheblichen körperlichen und geistigen Anstrengungen, so dass ein Besuch der ILA &#8211; diplomatisch ausgedrückt – nicht zu empfehlen ist. Doch dies war für einen Besuch auf der großen internationalen Ausstellung noch erträglich. Schlimm muss es für die (Zwangs-)Busteilnehmer gewesen sein, bis zu einer Stunde im Stau gestanden zu haben. Auf dem Weg zum ILA-Gelände schien eine Gemeinde eine für einige Bewohner einer Siedlung eingerichtete Ampel für derart wichtig zu halten, so dass die Busse samt Insassen bei heiterem Sonnenschein ohne Klimaanlage und intimer Atmosphäre diese Prioritätensetzung spürbar nachvollziehen konnten. Die Brandenburger Polizei hatte am Nachmittag zumindest die Idee, die Busse mit Blaulicht durch den Stau zu begleiten. Wer auf der ILA nun endlich angekommen war, durfte sich an die etlichen Schlangen des Ticketverkaufs anstellen, an der mindestens dreimal so viele Menschen wie vorher am S-Bahnhof standen. Wer sich etwas Proviant und Getränke mitgenommen hatte, schien die Wartezeit doch ein wenig besser durchzustehen. Nach dem Ticketkauf drängte man sich zunächst 300 Meter weiter zur nächsten Menschenansammlung vor dem Einlass. Auch dort durfte man sich wieder anstellen. Die Hundebesitzer haben sich sicher gefreut, denn wer erst dort war, stellte fest, dass Hunde auf dem Feldgelände leider nicht erwünscht sind. Übrigens: Umtausch und Erstattung der Karten ist ausgeschlossen. Wer nun denn die 21 Euro bezahlt hatte, die Kontrolle auf Bomben, Waffen und Ähnliches hinter sich hatte, konnte nun endlich die ILA betreten.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ila2006_03.jpg" alt=""/><figcaption>Wieder ein Blick in die Raumfahrt-Halle<br>(Bild: ILA)</figcaption></figure>



<p>Obwohl das Gelände sehr groß und weiträumig ist, war der Verkehr nur sehr zähflüssig möglich. Das Gelände war „bis zum Erbrechen voll mit Menschen, die alle in irgendwelche Richtungen umher irrten“, so ein Besucher. Die ausgestellten Flugzeuge waren weiträumig abgesperrt und konnten durch die Besucher angeschaut werden. Einige kleinere Flugzeuge konnten sogar von innen besehen werden, doch nur, wenn man sich an den extrem langen Schlangen anstellte und akzeptierte, dass man den anderen nicht an der Schlange anstehenden Menschen im Weg steht. Dies sollte jedoch kein Problem gewesen sein, da man doch das Anstehen bisher erfolgreich geprobt hatte. Wer sich wunderte, dass die Schlangen auch nach Stunden nicht kürzer wurden, hatte nicht beachtet, dass die Besichtigung lediglich von zwei bis drei Personen im Zehn-Minutentakt möglich war und so die „Abarbeitung“ der Schlange ein wenig Zeit mit sich brachte, welche die Gäste nach Ansicht des Veranstalters sicher mitgebracht hatten.</p>



<p>Auch wer in die Raumfahrtaustellung wollte, durfte sich erstmal längere Zeit anstellen und sich vertieft Gedanken darüber machen, ob es sich dabei nicht um eine Art religiöse Geduldsprobe handeln könnte. Auf der Suche nach fachkundigen Mitarbeitern für seine Fragen wurde man stets abgewiesen, ausgelacht oder woanders hingeschickt. Zu beobachten war sogar, wie der Mitarbeiter des Verkehrsdienstes eine Gruppe über Lautsprecheransagen über seine Wichtigkeit aufklärte und ihnen klar machte, dass sie doch bitte zum Teufel gehen sollen. Wer dann immer noch nicht die Nase voll hatte und etwas Essen wollte, konnte sich gleich noch mal in Geduld erproben und an einige der wenigen Imbisse anstellen, deren Preis-Leistungs-Verhältnis, wohl im Zuge zunehmenden Größenwahns, gelinde gesagt als mangelhaft zu bezeichnen ist. Schließlich war auch der Weg zurück ein Akt, der die letzten Kraftreserven erforderte. Von der Bushaltestelle, wo der Bus, der vom S-Bahnhof Schönefeld ankam und die Besucher herausgelassen hat, fuhr kein Bus zurück in dieselbe Richtung sondern nur nach Tempelhof, Tegel oder Kiekebusch. Anfragen an die Security, den Verkehrsdienst oder die Busfahrer selber, wo denn der Bus nach Schönefeld fährt, konnten nicht beantwortet werden. Nach längerem Herumfragen konnte jedoch festgestellt werden, dass man ca. 20 Minuten zu Fuß um das ILA-Gelände herumlaufen musste und so zum Bus nach Schönefeld gelangen würde. Wer dort angekommen war, hatte es endlich geschafft. Nur noch einmal anstellen und dann „in den Viehtransport“, sagte ein Rentner.</p>



<p><strong>Bericht von Raumfahrer.net Korrespontin Kirsten Müller</strong>:<br>Halle 9 war komplett der Raumfahrt gewidmet. In ihrem gemeinsamen Space Pavillon haben die DLR, die ESA und verschiedene Unternehmen der deutschen Raumfahrtindustrie einige neue Projekte präsentiert. Neben einem original großen Modell des in Bremen gebauten Ariane 5-Triebwerkes ESC-A (Etage Superieur Cryogenic A) waren Videopräsentationen von der Auslieferung des Columbus-Moduls in Bremen sowie von Thomas Reiters Vorbereitung auf seinen anstehenden Langzeitaufenthalt auf der Internationalen Raumstation (ISS) zu sehen. Als live vor Ort anwesende Astronauten und Kosmonauten waren im Laufe der 6 Tage Valery Ryumin (RUS), Ulf Merbold, Ernst Messerschmid, Reinhold Ewald, Frank de Winne (alle ESA) und Timothy Creamer (NASA) anwesend.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ila2006_04.jpg" alt=""/><figcaption>Die Massen strömen vom eigenen Bahnhof der ILA zum Messezentrum<br>(Bild: ILA)</figcaption></figure>



<p>Ebenfalls in Halle 9 vertreten waren verschiedene andere internationale Firmen der Raumfahrtindustrie sowie die Raumfahrtagentur der Ukraine. Offizielles Partnerland der diesjährigen ILA war Russland, das in einer eigenen Halle veschiedene Stände hatte. So hat die russische Raumfahrtagentur Roskosmos in Zusammenarbeit mit der kommerziellen Lavochkin Association ihr Luna-Glob-Mondsondenprojekt, ihr Phobos Sample Return-Projekt und zukünftige unbemannte Mars- und Venus-Landeprojekte vorgestellt. Darüber hinaus arbeitet diese Kooperation an einem Soyuz-Startplatz im europäischen Raumfahrtzentrum Kourou, Französisch-Guayana.</p>



<p>Es war auch geplant, ein Modell des russischen Raumgleiters Kliper im Maßstab 1:1 auszustellen. Allerdings war nur eines im Massstab 1:10 zu sehen.</p>



<p>Die DGLR – in Zusammenarbeit mit verschiedenen Raumfahrt-Hobbyprojekten &#8211; , das Institut für Raumfahrtsysteme Stuttgart und die permanente Raumfahrtausstellung in Peenemünde präsentierten sich in einer der anderen Ausstellungshallen mit ihren Ständen.</p>



<p>Insgesamt war auf der diesjährigen ILA leider nicht sehr viel Neues auf dem Gebiet der Raumfahrt zu sehen, man konnte aber einen guten Eindruck bekommen, was momentan europa- und weltweit passiert. Die nächste ILA in Berlin findet vom 27. Mai bis zum 1. Juni 2008 statt.</p>



<p><strong>Verwandte Webseiten:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://www.ila-berlin.de/de" target="_blank" rel="noreferrer noopener follow" data-wpel-link="external">ILA Berlin</a></li></ul>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/die-internationale-luft-und-raumfahrtausstellung-in-berlin/" data-wpel-link="internal">Die Internationale Luft- und Raumfahrtausstellung in Berlin</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Mögliche Kooperation zwischen Russland und Europa</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/moegliche-kooperation-zwischen-russland-und-europa/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 20 Aug 2005 18:44:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
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		<category><![CDATA[ESA]]></category>
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		<category><![CDATA[Kliper]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Russland und Europa könnten eine Kooperation starten, um gemeinsam die nächste Generation eines wieder verwendbaren, bemannten Raumgleiters zu bauen. Ein Beitrag von Andreas Tramposch. Quelle: IEEE Spectrum. Russland, ermutigt durch die voraussichtliche Unterstützung der europäischen Partner, kam im Juni mit einer verbesserten Version der Raumfähre Kliper zur Luftfahrtmesse nach Le Bourget, Frankreich. Anstatt wie früher [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Russland und Europa könnten eine Kooperation starten, um gemeinsam die nächste Generation eines wieder verwendbaren, bemannten Raumgleiters zu bauen.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Ein Beitrag von Andreas Tramposch. Quelle: IEEE Spectrum.</p>



<p>Russland, ermutigt durch die voraussichtliche Unterstützung der europäischen Partner, kam im Juni mit einer verbesserten Version der Raumfähre <i>Kliper</i> zur Luftfahrtmesse nach Le Bourget, Frankreich. Anstatt wie früher geplant eine flügellose Raumfähre zu konstruieren, bevorzugt nun die RKK (S.P. Korolev Rocket and Space Corp.) Energia die Version eines Minishuttles mit Pfeilflügeln. Diese Raumfähre besitzt die doppelte Fracht- und Crewkapazität wie die <i>Sojus</i>-Kapseln, die mehr als vier Jahrzehnte als Transport- und Versorgungsschiff zur <i>MIR</i> oder zur <i>ISS (International Space Station)</i> dienten. &#8222;Heute sehen wir die Version mit Flügeln als viel versprechender, weil <i>Kliper</i> an jedem Klasse I Flughafen mit einer Pistenlänge von 2.5 bis 3.5 Kilometer landen kann,&#8220; sagt Alexander Safonov, stellvertretender Geschäftsführer von Energia. Die Flügel verleihen der Raumfähre die nötige Beweglichkeit um beim Wiedereintrittspunkt in die Erdatmosphäre der Raumfähre eine Manövrierfähigkeit von 1500 Kilometer zu ermöglichen.  </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img fetchpriority="high" decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/20082005204401_small_1.jpg" alt="None" width="407" height="265"/><figcaption>
Konstruktionsmodell der aktuellen Version der Raumfähre 
<i>Kliper</i>
 in der Flügelausführung. (Quelle: 
<i>IEEE Spectrum</i>
)
</figcaption></figure></div>



<p>Die Hauptaufgabe der Raumfähre <i>Kliper</i> wird es sein, nach der Ausmusterung der amerikanischen <i>Space Shuttles</i> eine effektive Versorgung zur <i>ISS</i> sicherzustellen.  Für die ESA könnte sich diese Kooperation besonders bezüglich der Versorgungs- und Transportmöglichkeit zur ISS rentieren. Nachdem die ESA mehr als zwei Jahrzehnte in die Konstruktion eines eigenen Weltraumlabors investiert hat und dieses nun kurz vor dem Start steht, kommt der ESA die Raumfähre <i>Kliper</i> gerade zur rechten Zeit um zusätzlich zu <i>Jules Verne</i>, dem europäischen Versorgungsschiff, eine höher frequentierte Frachtzufuhr zur ISS zu realisieren. Zusätzlich könnte sich durch <i>Kliper</i> das Manko von <i>Jules Verne</i>, keine Fracht von der Station zur Erde zurückzubringen, besonders nach der Ausmusterung der <i>Space Shuttles</i>, als sehr nützlich erweisen. Aber auch Russland würde enorm durch diese russisch-europäische Zusammenarbeit profitieren. Aufgrund der geographischen Lage hat Russland in der gesamten Weltraumgeschichte hohe Strafen bezüglich des Nutzlastgewichtes zahlen müssen. Da die Weltraumbahnhöfe Baikonur oder Plesetsk beide sehr weit vom Äquator entfernt sind benötigten die Raketen bis jetzt eine höhere Leistung um der Erdgravitation zu entkommen als zum Beispiel die Amerikaner, die mit Cape Canaveral näher am Äquator liegen. Energia hat neben dem Plan künftig <i>Kliper</i> an der Spitze einer <i>Zenit</i> Trägerrakete von einer schwimmenden Plattform im Pazifik in Äquatornähe zu starten nun eine neue Option gewonnen. Durch eine Aufrüstung der <i>Soju</i>s-Rakete könnte dann <i>Kliper</i> auch von dem europäischen Weltraumbahnhof in Korou, Französisch Guyana starten, welcher von allen Weltraumbahnhöfen die besten Startbedingungen aufweist.  Innerhalb der nächsten 30 Monate sollte die dafür notwendige Startrampe in Korou fertig gestellt sein.   </p>



<p>Während die Kooperation zwischen Europa und Russland floriert, schaut es mit der Zusammenarbeit zwischen Russland und Amerika eher düster aus. Der Kongress verbot der NASA im Jahr 2000 aufgrund der russischen Nuklearkooperation mit dem Iran endgültig den Zukauf russischer Hardware. Das hatte wiederum zur Folge, dass der Bau des  <i>CEV (Crew Exploration Vehicle)</i>, das Astronauten zum Mond und Mars bringen soll, von der NASA ohne Zusammenarbeit mit Russland stattfindet.  
<br>
Die neue russisch-europäische Weltraumallianz könnte sich dagegen aber als intelligente Kooperation erweisen.   </p>
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			</item>
		<item>
		<title>Kliper: Die Zukunft der russischen Raumfahrt &#8211; und der europäischen?</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/kliper-die-zukunft-der-russischen-raumfahrt-und-der-europaeischen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 23 Jul 2005 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[InSound]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Versorgungsfahrzeuge]]></category>
		<category><![CDATA[ESA]]></category>
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		<category><![CDATA[Trägerrakete]]></category>
		<category><![CDATA[Weltraumtourismus]]></category>
		<category><![CDATA[wiederverwendbar]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Es hat sich einiges getan seit die russische Raumfahrtbehörde im Februar 2004 ankündigte, einen bemannten Raumgleiter namens Kliper zu entwickeln. Mit der Ankündigung der europäischen Raumfahrtagentur ESA, sich an dem Projekt beteiligen zu wollen, sind dessen Realisierungschancen deutlich gestiegen. Autor: Gero Schmidt. Vertont von Dominik Mayer. In Anbetracht der Tatsache, dass eine solche Kooperation Kliper [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Es hat sich einiges getan seit die russische Raumfahrtbehörde im Februar 2004 ankündigte, einen bemannten Raumgleiter namens <em>Kliper</em> zu entwickeln. Mit der Ankündigung der europäischen Raumfahrtagentur ESA, sich an dem Projekt beteiligen zu wollen, sind dessen Realisierungschancen deutlich gestiegen.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Autor: <a href="https://www.raumfahrer.net/verein-raumfahrer-net-e-v/ehemalige/" data-wpel-link="internal">Gero Schmidt</a>. Vertont von Dominik Mayer.</p>



<figure class="wp-block-audio"><audio controls src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ismobil-2005-08-01-94266.mp3"></audio></figure>



<p>In Anbetracht der Tatsache, dass eine solche Kooperation <em>Kliper</em> wohl auch zu einem wichtigen Element in zukünftigen europäischen Raumfahrtplanungen machen würde, ist eine nähere Betrachtung des Vorhabens angebracht.</p>



<p><em>Kliper</em> soll zu Beginn des nächsten Jahrzehnts die <em>Sojus</em>-Kapseln ablösen, die nun schon seit bald vier Jahrzehnten Kosmonauten in den Weltraum bringen und, seit Ende des Kalten Krieges, auch westliche Astronauten &#8211; und hin und wieder einen Weltraumtouristen. Auch wenn dieses Arbeitspferd der sowjetisch-russischen Raumfahrt seine Zuverlässigkeit und Sicherheit sowie seine Wirtschaftlichkeit seit dem ersten Start immer wieder unter Beweis gestellt hat, so hat es doch über die Jahre hinweg wiederholt Bestrebungen gegeben, <em>Sojus</em> durch ein neues Raumfahrzeug zu ersetzen.<br><br>In den 1980er Jahren entwickelte man den <em>Buran</em>-Raumtransporter, das sowjetische Pendant zum amerikanischen Space Shuttle, das diesem frappierend ähnlich sah. Doch wie sein amerikanisches Vorbild war auch der russische Shuttle sehr teuer im Betrieb, weitaus teurer als die Wegwerf-<em>Sojus</em>-Kapseln, was dazu führte, dass das Projekt Anfang der 90er Jahre, nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion, eingestellt wurde. Nach dem ersten und zugleich letzten (unbemannten) Testflug im November 1988 wurde die <em>Buran</em>-Raumfähre zusammen mit weiteren Exemplaren, deren Fertigstellung bis zu diesem Zeitpunkt unterschiedlich weit vorangekommen war, eingemottet. Inzwischen ist die Infrastruktur des <em>Buran</em>-Programms weitgehend verfallen, und der <em>Buran</em>-Orbiter selbst wurde 2002 zerstört, als die Decke der Halle, in der er gestanden hatte, einstürzte. Es ist deshalb unwahrscheinlich, dass der russische Space Shuttle noch einmal zurückkommen wird, auch wenn es in den russischen Medien immer wieder derartige Meldungen gibt.<br><br>Neben <em>Buran</em> gab es in den vergangenen zwei Jahrzehnten weitere Anstrengungen, einen Nachfolger für <em>Sojus</em> zu entwickeln. Allerdings produzierte keines dieser Entwicklungsprogramme flugfähige Hardware.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="aligncenter size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/kliper27.jpg" alt="" width="705" height="470"/><figcaption>Ein 1:1-Modell von <em>Kliper</em> in einem Hangar.</figcaption></figure></div>



<p><strong>Ein Raumschiff für das 21. Jahrhundert</strong><br><br>Im Jahr 2000 startete das Raumfahrtunternehmen RKK Energia auf Anfrage der russischen Raumfahrtbehörde einen neuen Anlauf. Energia hat bislang alle bemannten russischen Raumfahrzeuge entwickelt, einschließlich der <em>Sojus</em>.<br><br>Aufbauend auf verschiedenen Studien sowohl aus den 90er Jahren als auch aus Sowjetzeiten entwickelte man das Konzept eines kleinen, auf den Crewtransport ausgelegten Raumfahrzeugs. Der grundsätzliche Ansatz war der eines so genannten <em>lifting body</em>, d. h. das Raumfahrzeug sollte so geformt sein, dass sein Rumpf selbst Auftrieb erzeugen würde. Auf Flügel könnte so verzichtet (und damit Gewicht gespart) werden, und doch hätte das Vehikel einige der Vorteile eines geflügelten Gleiters: höhere Manövrierfähigkeit und geringere g-Belastungen beim Wiedereintritt in die Atmosphäre als bei einer Kapsel. Für <em>Kliper</em> konnte man hier auf einen großen Erfahrungsschatz zurückgreifen, da bereits zu Zeiten der sowjetischen Raumfahrt mit <em>lifting bodies</em> experimentiert und auch in den 90er Jahren auf diesem Gebiet weiter geforscht worden war. <em>Kliper</em> hätte in dieser Form Fallschirme zur Landung genutzt.<br><br>Der Design-Prozess ist jedoch noch nicht abgeschlossen. Nachdem es Anfang 2004, als erste Entwürfe präsentiert wurden, noch so aussah, als würde <em>Kliper</em> ein reines <em>lifting body</em>-Design werden, gibt es nun verstärkt Anzeichen, dass dem Raumgleiter doch noch Flügel wachsen könnten: Auf der Flugschau Le Bourget im Juni diesen Jahres wurde ein geflügeltes <em>Kliper</em>-Modell ausgestellt, und ein leitender Ingenieur bemerkte, ebenfalls im Juni 2005, man sei sich nun zu 99% sicher, dass <em>Kliper</em> ein Raumfahrzeug mit kleinen Flügeln werden solle. Diese würden es ermöglichen, auf einer Rollbahn zu landen.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/Kliper-esa.jpg" alt="" width="420" height="315"/><figcaption>Modell der geflügelten <em>Kliper</em>-Variante auf der Luft- und Raumfahrtmesse Le Bourget.<br>(Bild: ESA).</figcaption></figure></div>



<p><br>Der Raumgleiter soll sechs Personen und weniger als eine Tonne Fracht transportieren können. <em>Sojus</em> bietet maximal drei Personen Platz.<br><em>Kliper</em> ist primär für Missionen zur Internationalen Raumstation ISS konzipiert, wo er bis zu ein Jahr angedockt bleiben können und im Notfall als Rettungsboot fungieren soll. Doch er soll auch in der Lage sein, bis zu zehn Tage auf sich gestellt im Weltraum zu operieren. Das eröffnet die Möglichkeit, dass das neue Vehikel, in modifizierten Versionen, auch bei bemannten Missionen zum Mond und schließlich zum Mars zum Einsatz kommen könnte, auch wenn solche Pläne zum jetzigen Zeitpunkt wohl als Spekulation angesehen werden müssen.<br><br>Der grundlegende Aufbau des Raumfahrzeugs ähnelt dem der <em>Sojus</em>: es gibt ein Wiedereintrittsmodul und ein Orbitalmodul. Das Wiedereintrittsmodul ist allerdings, im Gegensatz zum kapselförmigen Wiedereintrittsmodul der <em>Sojus</em>, wiederverwendbar. Bis zu 25 mal sollte dieses &#8211; einem Bügeleisen nicht unähnliche &#8211; Rückkehrmodul nach den Vorstellungen der russischen Ingenieure verwendet werden können, bevor eine Generalüberholung fällig würde.<br>Das Orbitalmodul des <em>Kliper</em>, welches der Besatzung als Wohnraum dient und das Andocksystem beherbergt, soll direkt von der Sojus übernommen werden. Es ist allerdings Teil eines neu zu entwickelnden Servicemoduls, in dem die Treibstofftanks für die Antriebssysteme sowie Wasser- und Sauerstoffvorräte für autonome Flugphasen untergebracht sind.<br><br>Das Servicemodul (mit dem darin integrierten Orbitalmodul) befindet sich hinter dem Wiedereintrittsmodul. Das dritte Hauptelement des Raumfahrzeugs ist das Rettungsmodul, welches bei einem Unfall auf der Startrampe oder während des Aufstiegs in den Orbit, die Besatzung im Wiedereintrittsmodul so schnell wie möglich von der Rakete weg befördern soll. Es könnte entweder als Rettungsturm an der Spitze des Raumfahrzeugs montiert werden (ähnlich wie bei der <em>Sojus</em>) oder am hinteren Ende als Nutzlastadapter zwischen <em>Kliper</em> und der Trägerrakete sitzen. In letzterem Fall könnte die Antriebskapazität des Rettungsmoduls genutzt werden, um beim Erreichen der Umlaufbahn zu helfen, was Gewicht sparen würde.</p>



<p><strong>Die Trägerrakete: Eine offene Frage</strong><br><br>Derzeit ist noch unklar, welche Trägerrakete <em>Kliper</em> nutzen wird. Eine Möglichkeit wäre die <em>Onega</em>, eine stark überarbeitete Version der <em>Sojus</em>-Trägerrakete. Diese Rakete mit einer neuen, leistungsfähigeren Oberstufe hätte eine etwa doppelt so hohe Nutzlastkapazität wie der <em>Sojus</em>-Träger. <em>Kliper</em> ist auch etwa doppelt so schwer wie die <em>Sojus</em>-Kapsel.<br><em>Onega</em> hätte den Vorteil, dass damit wohl auch die <em>Sojus</em>-Startanlagen in Kourou, Französisch-Guiana, die dort im Rahmen einer Kooperation zwischen der russischen Raumfahrtbehörde und der ESA zur Zeit entstehen, nutzbar wären. Sollte sich die ESA tatsächlich an der Entwicklung von <em>Kliper</em> beteiligen, wäre <em>Onega</em> wohl die naheliegende Wahl.<br><br>Dieser Träger wäre aber auch mit die teuerste Option, weshalb Energia bereits Alternativen ins Auge gefasst hat. Eine Möglichkeit wäre die in der Ukraine produzierte <em>Zenith</em>. Diese Trägerakte wird derzeit von Sealaunch, einem von Boeing geführten Unternehmen für kommerzielle Satellitenstarts, genutzt. In den 80er Jahren wurde die <em>Zenith</em> außerdem als Booster für die mächtige <em>Energia</em>-Trägerrakete eingesetzt, auf deren Rücken auch Buran in die Erdumlaufbahn gebracht wurde. Gegen <em>Zenith</em> sprechen aus russischer Sicht vor allem politische Überlegungen, da man seit dem Ende der Sowjetunion versucht, die russische Raumfahrtindustrie auf dem eigenen Territorium zu konzentrieren. Die Nutzung eines in der Ukraine gefertigten Trägers würde diesen Bestrebungen zuwiderlaufen.<br><br>Eine dritte Option wäre <em>Angara</em>, eine Trägerrakete mit modularem Design (ähnlich den amerikanischen <em>Delta IV</em>&#8211; und <em>Atlas V</em>-Raketen), die derzeit vom russischen Raumfahrtunternehmen Khrunichev entwickelt wird. Der genaue Status dieses Projekts ist allerdings unklar.<br><br><strong>Derzeitige Lage und Ausblick</strong><br><br>Vor einigen Wochen wurde bekannt, dass die russische Regierung Gelder für die Entwicklung von <em>Kliper</em> im Raumfahrtbudget der nächsten zehn Jahre (2006-2015) eingeplant hat. Das Budget sieht insgesamt etwa 8,5 Milliarden Euro für diesen Zeitraum vor. Damit ist der rückläufige Trend in den russischen Raumfahrtausgaben, der seit Ende des Kalten Krieges vorherrschte, endgültig beendet. Wie groß der für <em>Kliper</em> vorgesehene Anteil an diesen Mitteln ist, wurde allerdings nicht bekannt. Die Kostenschätzungen für das Projekt schwanken gewaltig, die höchste liegt bei drei Milliarden Dollar.<br><br>Seit der offiziellen Vorstellung des Projekts Anfang 2004 gab es von russischer Seite Versuche, finanzielle Unterstützung aus dem Ausland zu gewinnen. Zumindest die ESA scheint mittlerweile überzeugt. Jean-Jacques Dordain, der Leiter der europäischen Raumfahrtbehörde, will eine mögliche Beteiligung an <em>Kliper</em> auf die Tagesordnung der nächsten Ministerratssitzung setzen, die kommenden Dezember in Berlin stattfinden wird. Noch ist unklar, ob es dabei zu einer festen Zusage kommen könnte, oder ob erst einmal Vorstudien für eine Kooperation initiiert werden sollen.<br>Auch Japan ist um Mithilfe gebeten worden und könnte eventuell die Realisierung von <em>Kliper</em> unterstützen.<br><br>Sollten die Europäer an Bord kommen, würden sie den Russen nicht nur finanziell unter die Arme greifen, sondern sich auch aktiv an der Entwicklung einzelner Komponenten des Raumfahrzeugs beteiligen &#8211; und damit Know-how in Sachen bemannte Raumfahrt sammeln.<br><br>Sollte <em>Kliper</em> tatsächlich innerhalb der nächsten fünf bis zehn Jahre &#8211; der Zeitplan dürfte weitgehend von der Finanzierung abhängig sein &#8211; realisiert werden, so wäre damit die Versorgung der ISS auch nach dem geplanten Ausstieg der Amerikaner gegen Mitte des nächsten Jahrzehnts sichergestellt. Insbesondere wäre mit <em>Kliper</em> eine sechsköpfige Stammbesatzung der ISS möglich, da der neue Raumgleiter, anders als die <em>Sojus</em>, im Notfall allen Crewmitgliedern Platz böte.<br><br>Russland hat derzeit, anders als die NASA, keine konkreten Pläne für bemannte Missionen zum Mond oder zum Mars. <em>Kliper</em> wäre aber grundsätzlich für solche Expeditionen geeignet, was insbesondere für die ESA von Bedeutung ist. Der europäische Langzeitplan &#8222;Aurora&#8220; für die bemannte und unbemannte Erforschung des Sonnensystems sieht bemannte Flüge zum Mond nach 2020 und eine Landung auf dem Mars in den 2030er Jahren vor. <em>Kliper</em> wäre ein interessanter Kandidat für solche Vorhaben, insbesondere da die ESA bislang nicht über ein eigenes bemanntes System verfügt.<br><br>Die Zukunft der bemannten Raumfahrt nimmt in diesen Tagen Gestalt an: bei der NASA in Form des <em>Crew Exploration Vehicle</em> (CEV) und bei Russen und vielleicht auch Europäern in Form des <em>Kliper</em>. Diese Schiffe, die heute nur auf dem Reißbrett existieren, werden vielleicht morgen Menschen zu den Monden und Planeten unseres Sonnensystems tragen.</p>
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		<title>ESA erwägt Zusammenarbeit mit Russland</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/esa-erwaegt-zusammenarbeit-mit-russland/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 22 May 2005 20:02:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Kliper]]></category>
		<category><![CDATA[Raumschiff]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Nun will die ESA auch bei der bemannten Raumfahrt mit Russland enger zusammenarbeiten. Ein Beitrag von christianibetsberger. Quelle: spacetoday. The European Space Agency (ESA) will mit Russland an einem neuen Raumfahrt-Projekt arbeiten. Die ESA interessiert sich sehr an dem neuen russischen Raumschiff Kliper um eine mögliche Unabhängigkeit in der bemannten Raumfahrt zu erlangen. Die ESA [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Nun will die ESA auch bei der bemannten Raumfahrt mit Russland enger zusammenarbeiten.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Ein Beitrag von christianibetsberger. Quelle: spacetoday.</p>



<p><i>The European Space Agency</i> (ESA) will mit Russland an einem neuen Raumfahrt-Projekt arbeiten. Die ESA interessiert sich sehr an dem neuen russischen Raumschiff <i>Kliper</i> um eine mögliche Unabhängigkeit in der bemannten Raumfahrt zu erlangen.  Die ESA wäre bereit, über einen Zeitraum von 10 Jahren 1,8 Millionen Dollar in die Entwiclung des Kliper-Projekt zu investieren.  Zusätlich hofft Russland auf weitere Finanzspritzen aus Japan und Kanada. Die Entscheidung über die Finanzierungspläne der ESA werdenm Dezember getroffen.</p>
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		<title>Präsentation von Soyuz-Nachfolger</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/praesentation-von-soyuz-nachfolger/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 02 Dec 2004 20:09:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Energija]]></category>
		<category><![CDATA[Entwicklung]]></category>
		<category><![CDATA[Kliper]]></category>
		<category><![CDATA[Raumkapsel]]></category>
		<category><![CDATA[Russland]]></category>
		<category><![CDATA[Zenit]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das russische Raumfahrtunternehmen Energia hat ein maßstabsgetreues Modell seines Kliper getauften Raumfahrzeugs enthüllt, das auf absehbare Zeit die Soyuz-Kapseln ablösen soll. Ein Beitrag von geroschmidt. Quelle: MSNBC. Die Firma, die bislang alle russischen bemannten Raumfahrzeuge entwickelte, hat sich mit Kliper viel vorgenommen. Der Raumtransporter soll sechs Personen und kleinere Mengen Fracht in eine Erdumlaufbahn befördern [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Das russische Raumfahrtunternehmen Energia hat ein maßstabsgetreues Modell seines Kliper getauften Raumfahrzeugs enthüllt, das auf absehbare Zeit die Soyuz-Kapseln ablösen soll.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Ein Beitrag von geroschmidt. Quelle: MSNBC.</p>



<p>Die Firma, die bislang alle russischen bemannten Raumfahrzeuge entwickelte, hat sich mit Kliper viel vorgenommen. Der Raumtransporter soll sechs Personen und kleinere Mengen Fracht in eine Erdumlaufbahn befördern können. Zum Vergleich: Die 40 Jahre alte Soyuz bietet Platz für maximal drei Raumfahrer. Kliper wird teilweise wiederverwendbar sein; das Crewmodul soll für bis zu 25 Flüge augelegt sein. Das, so Vertreter von Energia bei der Präsentation des neuen Vehikes in der Firmenzentrale in Korolyov, einem Vorort von Moskau, werde den Betrieb besonders wirtschaftlich machen. Schon jetzt kostet ein Soyuz-Start weniger als ein Zehntel dessen, was die NASA im Schnitt für eine Shuttle-Mission ausgibt. Kliper soll die Kosten noch weiter senken. Im Unterschied zur Soyuz-Kapsel wird ihr Nachfolger ein ganzes Jahr statt sechs Monate an der ISS angedockt bleiben können. Kliper soll außerdem 15 Tage lang autonom funktionieren, damit würde sich die Neuentwicklung auch für Missionen zu Zielen jenseits des erdnahen Weltraums eignen. Welche Trägerrakete zum Einsatz kommen wird, ist noch nicht entschieden. Unter anderem käme der in der Ukraine produzierte Zenith-Booster in Frage. Ebenfalls noch ungeklärt ist, ob Kliper an Fallschirmen landen wird, oder, als geflügelte Variante, auf einer Rollbahn wie das amerikanische Space Shuttle.  </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="aligncenter size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/02122004210919_small_1.jpg" alt="None" width="525" height="350"/><figcaption>
Das Kliper-Modell in einer Montagehalle bei Moskau
</figcaption></figure></div>



<p>Die entsprechenden finanziellen Mittel vorausgesetzt &#8211; Energia schätzt die Entwicklungskosten auf $1-2 Milliarden &#8211; könnte Kliper zwischen 2010 und 2012 einsatzbereit sein. Aber eben hier liegt das Problem. Auch wenn das russische Raumfahrtbudget in letzter Zeit wieder steigt, reicht das noch nicht aus, um Kliper im angestrebten Zeitrahmen realisieren zu können. Deshalb hält Energia derzeit Auschau nach internationalen Partnern. Vor allem die Europäer könnten hier einen entscheidenen Beitrag leisten und auch selbst enorm von einer Beteiligung am Kliper-Projekt profitieren; schließlich hat Europa noch immer keinen unabhängigen Zugang zum Weltraum. Das Know-How der Russen dürfte sich hier bezahlt machen. Angeblich steht Energia auch in Verhandlungen mit ungenannten asiatischen Ländern.  </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="aligncenter size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/02122004210919_small_2.jpg" alt="None" width="468" height="307"/><figcaption>
Die Zenith-Trägerrakete auf der Startrampe
</figcaption></figure></div>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/praesentation-von-soyuz-nachfolger/" data-wpel-link="internal">Präsentation von Soyuz-Nachfolger</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
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