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	<title>LAS &#8211; Raumfahrer.net</title>
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	<description>Das Portal für Astronomie- und Raumfahrtbegeisterte</description>
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	<title>LAS &#8211; Raumfahrer.net</title>
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	<item>
		<title>EFT-1: Ab zum Startplatz</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/eft-1-ab-zum-startplatz/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 15 Nov 2014 12:11:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Delta IV Heavy]]></category>
		<category><![CDATA[Fallschirm]]></category>
		<category><![CDATA[Hitzeschild]]></category>
		<category><![CDATA[KSC]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Nachdem die Montage des Startabbruchsystem abgeschlossen wurde, wurde am Mittwoch das neue Raumschiff der US-amerikanischen Luft- und Raumfahrtbehörde NASA zu dem Startplatz für seinen Erstflug transportiert: Orion. Seine Trägerrakete vom Typ Delta IV Heavy ist bereits fertiggestellt, vor kurzem wurde eine Simulation des Countdowns durchgeführt. Orions zukünftiger Träger, das Space Launch System, macht ebenfalls einen [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Nachdem die Montage des Startabbruchsystem abgeschlossen wurde, wurde am Mittwoch das neue Raumschiff der US-amerikanischen Luft- und Raumfahrtbehörde NASA zu dem Startplatz für seinen Erstflug transportiert: Orion. Seine Trägerrakete vom Typ Delta IV Heavy ist bereits fertiggestellt, vor kurzem wurde eine Simulation des Countdowns durchgeführt. Orions zukünftiger Träger, das Space Launch System, macht ebenfalls einen Schritt in Richtung Erstflug mit Modifikationen der Endmontagehalle, genannt VAB, und der Produktion weiterer Flughardware.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Martin Knipfer. Quelle: NASA, NSF.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/15112014131146_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/15112014131146_small_1.jpg" alt="NASA" width="260"/></a><figcaption>
Links das Aufsetzen des ersten gewölbten Paneels, rechts die Montage des letzten. Über ihm ist der LAS-Turm zu erkennen.  
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Es war ein langer Weg für Orion, dem neuen Raumschiff der US-amerikanischen Luft- und Raumfahrtbehörde NASA, bis es bereit für seinen Erstflug Exploration Flight Test 1 (EFT-1) war: Nachdem im September 2011 in den Hallen der Michoud Assembly Facility mit dem Bau der Druckkabine der Kapsel begonnen wurde, genoss die Kapsel von Juli 2012 bis September dieses Jahres eine langwierige Vorbereitung im Operations and Checkout Building im Kennedy Space Center in Florida. Dann konnte im September 2014 das erste Mal seit 1991 ein neues Raumschiff aus der Konstruktionshalle herausgerollt werden. Orion wurde darauf zur Betankung in die Payload Hazardous Servicing Facility (PHSF) gebracht, bevor im Oktober 2014 das Launch Abort System (LAS) in einem weiteren Gebäude montiert wurde. Diese Komponente besteht aus einem Turm, der über dem Raumschiff befestigt wurde, und mehreren gewölbten Paneelen, die die Kapsel seitlich umschließen. Bei einem bemannten Flug von Orion soll das LAS einmal die Kapsel von einer möglichen Gefahr wegbefördern, bei EFT-1 wird es jedoch bis auf den Jettinson-Motor inaktiv bleiben.     </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/15112014131146_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/15112014131146_small_2.jpg" alt="NASA" width="260"/></a><figcaption>
Orion nach den letzten Arbeiten, nun bereit zum Rollout. 
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Nach dieser Montage wurden noch mehrere kleinere Arbeiten abgeschlossen, wie etwa die Installation von Befestigungsmitteln an den Paneelen des LAS, diese wurden auch mit einer Hitzeschutzschicht bedeckt und die Gerüste rund um das Raumschiff, die zu der Montage des LAS benötigt wurden, wurden entfernt. Danach wurde noch ein Test durchgeführt, der prüfen sollte, wie viel trockenes Säuberungsgas in Orion zwischen den LAS-Paneelen und der Kapsel hereingepumpt werden muss, um zu verhindern, dass Feuchtigkeit die Außenhülle der Kapsel beschädigt. Orion wurde gewogen und auf den KAMAG-Transporter gehoben. Das Raumschiff ist nun endgültig bereit für EFT-1, es wurde danach einer der letzten Schritte bis zum Start unternommen: Der Transport zu seiner Trägerrakete auf den Startplatz.     </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/15112014131146_big_3.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/15112014131146_small_3.jpg" alt="NASA" width="260"/></a><figcaption>
Orion kommt an dem Startplatz SLC-37 an. 
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Dieser Rollout sollte ursprünglich bereits am Montag stattfinden, schlechtes Wetter in Form von starkem Wind und Blitzen verhinderte ihn jedoch. Am Dienstag war zum Glück das Wetter am KSC wesentlich besser. Der Rollout fand bei Nacht statt, um 20:30 Uhr Ortszeit (2:30 Uhr MESZ) hat der Rollout begonnen, um 2:30 (8:30 MESZ) war er beendet. Die etwa 35 Kilometer lange Route führte PR-wirksam an dem Vehicle Assembly Building (VAB) und der Startrampe LC-39B des KSC vorbei, die bei zukünftigen Orion-Flügen zum Einsatz kommen werden. Der letzte Halt des Rollouts war dann SLC-37, der Startplatz, auf dem die Delta IV-Heavy Trägerrakete momentan darauf vorbereitet wird, Orion ins All zu befördern. Die letzten Meter brachten Orion in eine Struktur am SLC-37 namens Mobile Service Tower (MST), in dem Orion an einen Kran befestigt wird. Wenig später wurde Orion dann hochgehoben und auf der Oberstufe platziert, nun wird das Raumschiff mit den Systemen der Rakete verbunden, der Start ist weiterhin für den 4. Dezember um 13:05 MESZ geplant.    </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/15112014131146_big_4.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/15112014131146_small_4.jpg" alt="NASA" width="260"/></a><figcaption>
Orion wird mit der Oberstufe der Delta IV-Heavy Trägerrakete verbunden. 
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Rakete wurde ebenfalls lange vorbereitet. Nach der Fertigung in Decatur im US-Bundesstaat Alabama erreichten die einzelnen Stufen der Rakete im Frühjahr 2014 die Horizontal Integration Facility des Startplatzes LC-37. Dort wurden sie auf den Flug vorbereitet und miteinander verbunden. Anfang Oktober wurde dann die fertige Delta IV-Heavy auf die Startrampe herausgerollt und aufgerichtet. Nun befindet auch sie sich im MST, in dem letzte Vorbereitungen getroffen werden. Eine von diesen ist das Wet Dress Rehearsal (WDR), eine vollständige Simulation des Countdowns der Rakete. Dieses WDR beinhaltete sogar eine vollständige Betankung der Delta IV-Heavy mit den Treibstoffen flüssiger Sauerstoff (LOX) und flüssigem Wasserstoff (LH2). So konnte das Startpersonal sämtliche Abläufe prüfen und trainieren, die auch bei dem tatsächlichen Countdown zu EFT-1 durchgeführt werden. Als nächstes wurde Orion dann mit der Oberstufe der Delta verbunden, es folgen demnächst die Integration der Systeme, diverse weitere Simulationen und ein Launch Readiness Review (LRR), eine letzte Überprüfung, ob man bereit für den Start ist, der Rakete und des Raumschiffs. Eine ähnliche Überprüfung, der Flight Test Readiness Review (FTRR), fand bereits statt. Seine Bedeutung ist jedoch im Vergleich zum LRR eher gering, da er nur die beteiligten NASA-Einrichtungen betraf.    </p>



<p class="wp-block-paragraph">Orion wird das neue Raumschiff der NASA sein. Während die kommerziellen Partner der NASA für den Transport von Fracht und Astronauten zur ISS im Erdorbit zuständig sind, wird das auch MPCV (Multi-Purpose Crew Vehicle) genannte Raumschiff Astronauten zu verschiedenen Zielen jenseits des Low Earth Orbits (LEO) transportieren. So kann eine intensivere Erkundung des Weltalls als je zuvor stattfinden. Mit der Entwicklung von Orion wurde bereits im Rahmen des 2010 gestrichenen Constellation-Programms entwickelt. So konnte die Entwicklung an einem Raumschiff, an dem bereits mit Hochdruck gearbeitet wurde, fortgeführt werden.               </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/15112014131146_big_5.jpg" data-rel="lightbox-image-4" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/15112014131146_small_5.jpg" alt="NASA" width="260"/></a><figcaption>
Orion während EFT-1 &#8211; Illustration 
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Aktuellen Planungen zufolge soll es im Dezember 2014 dann soweit sein: Orion startet auf einer Rakete des Typs Delta IV Heavy zu seinem Erstflug EFT-1. Dieser Flug beinhaltet zwei Erdumrundungen, dabei wird sich Orion bis zu 5.500 km von der Erde entfernen, und auf über 32.000 km/h beschleunigt. Eine solche Entfernung und Geschwindigkeit wurde von keinem praktisch oder theoretisch bemannbaren US-Raumschiff seit 1972 erreicht. Auf dem Flug sollen der Strahlungsschutz, der Hitzeschild, die Avionik, die Fallschirme und das Abwerfen von Verkleidungen und des Rettungssystems getestet werden. Der nächste Testflug nicht später als im November 2018, EM-1 für Exploration Mission 1 genannt, wird der Erstflug des neuen Space Launch Systems (SLS) sein, und ein unbemanntes MPCV, das mit dem neuen, auf dem ATV basierenden europäischen Servicemodul ausgrüstet sein soll, um den Mond führen.         </p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese neue Schwerlastrakete, das SLS, ist noch nicht bereit für ihren Erstflug, sie wird momentan noch entwickelt. Eine dieser Entwicklungsarbeiten besteht darin, das gewaltige VAB für den Zusammenbau dieser neuen, großen Rakete zu modifizieren. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/15112014131146_big_6.jpg" data-rel="lightbox-image-5" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/15112014131146_small_6.jpg" alt="NASA/KSC" width="260"/></a><figcaption>
Das gewaltige VAB von außen. 
<br>
(Bild: NASA/KSC)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Dazu muss man verstehen, dass es sich bei dem VAB um ein riesiges, würfelförmiges Gebäude handelt. Es wurde in den 1960er Jahren für die Apollo-Mondmissionen errichtet, danach vom Space Shuttle weitergenutzt. Bei einem solchen Alter ist es durchaus verständlich, dass nun Renovierungsarbeiten erfolgen müssen, um für die nächsten Jahrzehnte gerüstet zu sein. Einige Arbeiten wurden bereits durchgeführt: Es wurden sämtliche Plattformen in dem High Bay 3 genannten Abschnitt entfernt, das Design neuer Plattformen getestet, fast 250 km alte Kabel wurden entfernt und werden momentan durch neue ersetzt, die Türen wurden erneuert und altes Equipment entfernt. Auch befinden sich bereits die ersten neuen Plattformen in der Produktion, sie sollen Anfang nächsten Jahres im VAB angebracht werden. Nun wurde ein weiterer Schritt hin zu einem modernisierten VAB gemacht: Ein 175-Tonnen Kran wurde auf den Boden herabgelassen, um auch ihn zu modernisieren.     </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/15112014131146_big_7.jpg" data-rel="lightbox-image-6" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/15112014131146_small_7.jpg" alt="NASA" width="260"/></a><figcaption>
Der 175-Tonnen Kran wird auf den Boden des VAB herabgelassen. 
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Bei diesen Kränen handelt es sich um Meisterwerke der Technik: Sie können mehrere dutzende Tonnen schwere Raketenkomponenten millimetergenau durch die gesamte Halle tragen und platzieren. Sie sind mehrere Meter lang und breit und fahren auf Schienen unter der Decke des VABs. Trotzdem werden auch sie alt und müssen modernisiert werden. Deswegen wurde am 18. September ein Kran, der 175 Tonnen tragen kann, langsam auf eine Stahlstruktur am Boden des VABs abgesetzt. Das hört sich natürlich einfacher an, als es in der Realität war. Tatsächlich musste wegen dem hohen Gewicht des Krans ein noch größerer 325-Tonnen Kran eingesetzt werden. Geländer und Steige mussten demontiert werden, um den Kran nicht zu behindern. Eine unterstützende Stahlstruktur musste am Boden unter dem Kran positioniert werden. Nun haben die Modifikationen am Kran begonnen. Ein neues Steuerungssystem und eine neue Kabine sollen die alten Komponenten ersetzen, die inzwischen 45 Jahre alt sind. Alte Kabel und Verbindungen werden entfernt, neue eingebaut. Die Räder des Krans sollen neue Kugellager erhalten, Farbe und Asbest werden entfernt, neue Motoren, Leitern und Steige installiert. So wird der Kran auch die heutigen Gesundheits- und Arbeitsschutzvorschriften erfüllen. Abgeschlossen sollen diese Arbeiten im März 2015 sein. Die beiden 325-Tonnen Kräne wurden bereits vor einigen Jahren modernisiert, es gibt bereits vorläufige Planungen, auch die beiden 250-Tonnen Kräne zu modernisieren.    </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/15112014131146_big_8.jpg" data-rel="lightbox-image-7" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/15112014131146_small_8.jpg" alt="NASA/MAF" width="260"/></a><figcaption>
Mehrere Tankzylinder in der MAF. 
<br>
(Bild: NASA/MAF)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Auch die Entwicklung des Space Launch Systems selbst macht stetig Fortschritte, und zwar mit der Produktion weiterer Flughardware, also von Komponenten, die tatsächlich bei dem Erstflug des SLS zum Einsatz kommen werden. Bereits im August wurden in der Michoud Assembly Facility (MAF) nahe New Orleans im US-Bundesstaat Louisiana mithilfe des Segmented Ring Tool sämtliche Tankringe hergestellt, die für die erste Hauptstufe des SLS benötigt werden. Die gesamte MAF erhält momentan High-Tech Fertigungsmaschinen, um die Hauptstufe des SLs zu fertigen, ihren Höhepunkt fand diese Vorgehensweise im September, als das Vertical Assembly Center (VAC) eröffnet wurde, eine gewaltige High-Tech Schweißgerätschaft, die alle Komponenten zu einer fertigen Hauptstufe verschweißen soll. Momentan finden am VAC noch Validierungsarbeiten statt. Nun wurde das nächste Exemplar Flughardware in der MAF fertiggestellt.    </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/15112014131146_big_9.jpg" data-rel="lightbox-image-8" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/15112014131146_small_9.jpg" alt="Bildquelle" width="260"/></a><figcaption>
Der Zylinder der Triebwerkssektion wird aus dem VWC gehoben. 
<br>
(Bild: NASA/MAF)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Es handelt sich dabei um die Triebwerkssektion der Hauptstufe. Unter diesem Bauteil befinden sich die vier RS-25 Haupttriebwerke des SLS, oben ist es mit dem LH2 (flüssiger Wasserstoff)-Tank der Hauptstufe verbunden. Sie besteht aus einem Metallzylinder und einem Tankring, der Zylinder wurde am 30. Oktober mithilfe des Vertical Weld Centers (VWC) fertiggestellt. Das VWC ist eine drei Stockwerke hohe, 150 Tonnen schwere Schweißgerätschaft, die Metallplatten biegt und die Enden mithilfe von Rührreibschweißen miteinander verbindet, einer State-of-the-art Fertigungstechnologie. So können alle benötigten zylindrischen Bauteile des SLS gefertigt werden, Tankzylinder, Zwischenstufen oder eben die besagte Triebwerkssektion. Diese wird in der ersten SLS-Hauptstufe zum Einsatz kommen, sie soll Ende 2016/Anfang 2017 zuerst strukturell getestet und testgezündet werden und dann bei der Mission EM-1 das SLS beim Erstflug antreiben.    </p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein weiterer Meilenstein in der Entwicklung des SLS wird eine Testzündung des RS-25 Haupttriebwerks noch dieses Jahr sein. Es wurde inzwischen ein RS-25 wieder auf dem A-1 Teststand des Stennis Space Centers installiert, nachdem es kleinere Probleme mit verunreinigten Treibstoffleitungen gab. Nach langer Verzögerung durch Risse im Treibstoff soll im März 2015 dann endlich der QM-1 Feststoffbooster testgezündet werden. Daneben soll dieses Jahr auch noch das Critical Design Review (CDR) der Rakete abgeschlossen werden, eine rigorose Designprüfung.    </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/15112014131146_big_10.jpg" data-rel="lightbox-image-9" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/15112014131146_small_10.jpg" alt="NASA" width="260"/></a><figcaption>
Das SLS während des Fluges- Illustration 
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Das Space Launch System ist der neue Schwerlastträger der NASA. Er basiert zu großen Teilen auf dem 2011 außer Dienst gestellten Space Shuttle: So werden die Hauptstufe aus dem External Tank des Shuttles, die 5-Segmente Booster aus den SRBs und die RS-25 Triebwerke aus den SSMEs entwickelt. Es wird drei Varianten des SLS geben: Die Block I Version wird lediglich die DCSS (Delta Cyrogenic Second Stage) als Oberstufe haben. Mit ihr soll der Erstflug EM-1 erfolgen. Block IA wird über die wesentlich stärkere EUS (Exploration Upper Stage)-Oberstufe verfügen. Bei Block II handelt es sich um die stärkste Variante des SLS, seine Oberstufe wird die EUS sein; die Feststoffbooster werden durch verbesserte Booster ersetzt, ihr Konzept ist jedoch noch nicht festgelegt, obwohl bereits verschiedene Vorschläge zu neuen Flüssig- oder Feststoffboostern existieren. Der Erstflug von SLS Block IA ist nicht vor 2020, der von SLS Block II nicht vor 2030 zu erwarten, weil  der Kongress –obwohl er als Befürworter des SLS gilt- sich weigert, das Etat der NASA zu erhöhen, um so auch ein höheres Budget für das SLS und Orion zu ermöglichen. Mit dem SLS sind nicht nur Raumsondenmissionen zu den äußeren Planeten des Sonnensystems und ihren Monden möglich, sondern auch bemannte Flüge zu Asteroiden oder sogar zum Mars.           </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=10723.165#lastPost" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">EFT-1 Delta IV Heavy mit Orion</a></li><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=3779.330" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">*Orion Hardware* Bau, Processing &amp; Erprobung</a></li><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=3760.msg298979#msg298979" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">NASA-Raumschiff *Orion*</a></li><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=9355.0.msg298979#msg298979" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Space Launch System &#8211; Planung und Processing</a></li><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=11552.0.msg298979#msg298979" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">                            Space Launch System (SLS) &#8211; Kosten/Nutzen/Meinungen/künftige Entwicklung</a></li></ul>
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>EFT-1: Finale Phase der Vorbereitungen hat begonnen</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/eft-1-finale-phase-der-vorbereitungen-hat-begonnen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 28 Sep 2014 10:17:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
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		<category><![CDATA[Hitzeschild]]></category>
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		<category><![CDATA[ULA]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die US-amerikanische Luft- und Raumfahrtbehörde steht kurz vor dem Erstflug ihres neuen Raumschiffs Orion, genannt Exploration Flight Test 1 (EFT-1). So hat das Stacking der Trägerrakete Delta IV Heavy begonnen, die bei diesem Flug verwendet werden soll. Auch die Nutzlast, das Raumschiff Orion, ist bereit für den Flug. Auch das andere System, mit dem die [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Die US-amerikanische Luft- und Raumfahrtbehörde steht kurz vor dem Erstflug ihres neuen Raumschiffs Orion, genannt Exploration Flight Test 1 (EFT-1). So hat das Stacking der Trägerrakete Delta IV Heavy begonnen, die bei diesem Flug verwendet werden soll. Auch die Nutzlast, das Raumschiff Orion, ist bereit für den Flug. Auch das andere System, mit dem die NASA tiefer als je zuvor in den Weltraum vordringen will, macht Fortschritte: Der Schwerlastträger Space Launch System (SLS).</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Martin Knipfer. Quelle: NASA, NSF, ULA, KUKA.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/28092014121731_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/28092014121731_small_1.jpg" alt="Kennedy Space Center" width="260"/></a><figcaption>
Ein historischer Moment: Orion wird aus dem Neil Armstrong O&amp;C Building herausgerollt. 
<br>
(Bild: Kennedy Space Center)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Am 11. September 2014 geschah etwas, was seit dem Rollout des Space Shuttles Endeavour aus der Fabrik in Palmdale 1991 nicht mehr passiert ist: Ein neues, einsatzbereites US- Raumschiff wurde aus der Konstruktionshalle herausgerollt. Es handelte sich um das neue Raumschiff der NASA, genannt Orion. Bei der Konstruktionshalle handelt es sich um das geschichtswürdige Neil Armstrong Operations and Checkout Building im Kennedy Space Center (KSC), in dem bereits die Apollo-Raumschiffe für ihre Missionen vorbereitet wurden. Das Raumschiff, bestehend aus dem kapselförmigen Crewmodul, das mit Plastikfolie verhüllt war, und dem zylindrischen Servicemodul, wurde zur Betankung in die PHSF (Payload Hazardous Serving Facility) transportiert, bevor es Ende September zum Startplatz für die Installation des Launch Abort-System (LAS) gebracht wird. Dieses System, das für gewöhnlich die Kapsel bei einer Gefahrensituation von der Trägerrakete wegbefördert, wird bei dem unbemannten  Erstflug jedoch inaktiv bleiben.     </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/28092014121731_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/28092014121731_small_2.jpg" alt="NASA" width="260"/></a><figcaption>
Das fast fertigestellte Orion-Raumschiff im O&amp;C Bulding. 
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Bereits vor drei Jahren, am 9. September 2011 begann die Konstruktion dieses Raumschiffes in der Michoud Assembly Facility. Dabei wurden erste Aluminiumteile der Druckkabine gewölbt und miteinander verschweißt. Fertiggestellt wurde diese Druckkabine, in der sich bei späteren Missionen mit anderen Orion-Kapseln einmal die Astronauten aufhalten sollen, am 22. Juni 2012. Danach wurde die Druckkabine von der MAF in das Operations and Checkout (O&amp;C) Building des KSC gebracht, wo sie am 29. Juni mit einer Zeremonie von über 450 Leuten empfangen wurde. Im O&amp;C  Building fanden daraufhin die Installation der Avionik, des Reaction Control Systems (RCS), der Fallschirme und zusätzlicher Komponenten sowie verschiedene Tests und Simulationen statt. Darüber hinaus wurden 2012 die ersten Kacheln des oberen Hitzeschilds gefertigt. Im Oktober 2013 wurden das erste Mal die Computersysteme zum Leben erweckt, am 5. Dezember erreichte der runde, untere Hitzeschild das KSC. Der Turm des Launch Abort Systems (LAS), bei dem jedoch nur der Jettinson-Motor aktiv sein wird, wurde am 2. Dezember fertiggestellt. Es folgte am 22. Januar 2014 das Servicemodul, das Orion während EFT-1 mit Energie versorgen wird. Im Juni 2014 wurde der untere Hitzeschild an Orion angebracht, im Juli wurde das Crewmodul mit dem Servicemodul verheiratet. Nachdem im August der obere Hitzeschild angebracht wurde, wurde Orion am 5. September 2014 fertiggestellt.     </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/28092014121731_big_3.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/28092014121731_small_3.jpg" alt="NASA/Kim Shifflet" width="260"/></a><figcaption> Die Ankunft der Hauptstufe (in der Mitte) in der HIF.  (Bild: NASA/Kim Shifflet)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">In die Umlaufbahn befördert wird Orion bei seinem Erstflug von einer Trägerrakete des Typs Delta IV Heavy. Die Booster dieser Rakete, die etwa 40 m in der Länge und 4 m im Durchmesser messen und von je einem RS-68A Triebwerk mit etwa 3.000 kN Startschub angetrieben werden, kamen bereits im März dieses Jahres in der Integrationshalle an. Gefertigt wurden sie in Decatur, Alabama. Im Mai folgten die Hauptstufe, die dieselben Eckdaten wie die Booster hat, und die DCSS-Oberstufe, die etwa 14 m lang ist und über ein RL-10 B2 Triebwerk mit 110 kN Vakuumschub verfügt. Alle Stufen verwenden die Treibstoffkombination LH2 (flüssiger Wasserstoff) und LOX (flüssiger Sauerstoff). So handelt es sich bei der Delta IV Heavy, die für gewöhnlich Satelliten des Militärs oder des Verteidigungsministeriums befördert, um die leistungsfähigste Rakete, die momentan im Einsatz ist. Nun wurde das Stacking, das Verbinden der einzelnen Stufen miteinander, abgeschlossen.      </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/28092014121731_big_4.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/28092014121731_small_4.jpg" alt="NASA" width="260"/></a><figcaption>
Die DCSS-Oberstufe wird in der HIF mit der Hauptstufe der Delta IV Heavy verbunden. 
<br>
(Bild: NASA/Daniel Casper)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Das Stacking fand in der Horizontal Integration Facility (HIF) des Betreibers ULA in Cape Canaveral statt. Die einzelnen Stufen wurden nach der Ankunft in Cape Canaveral inspiziert, bevor sie für das Stacking bereit waren. Der erste Booster wurde im Juni seitlich mit der Hauptstufe verbunden, der zweite im August. Die Oberstufe wurde noch in das Delta Operations Center gebracht, bevor sie am 29. August in der HIF ankam. Auf die Hauptstufe aufgesetzt und mit ihr verbunden wurde sie am 12. September. Das gesamte Stacking geschah in horizontaler Ausrichtung und wurde von ULA ausgeführt, überwacht wurde es von der NASA. Am Montag wird der Rollout der Delta IV Heavy aus der HIF zum Startplatz stattfinden. Dabei wird die Rakete noch ohne Orion mithilfe eines Elevating Platform Transporters zu dem Erector des Startplatzes LC-37 transportiert, wo sie danach aufgerichtet wird. Das soll am Dienstag geschehen. Danach befindet sich die Delta IV Heavy an dem Mobile Service Tower (MST), in dem die Nutzlast, also Orion mit dem LAS, Mitte November auf die Oberstufe aufgesetzt wird. Der Start von EFT-1 ist gegenwärtig für den 4. Dezember um 13:05 MESZ geplant.     </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/28092014121731_big_5.jpg" data-rel="lightbox-image-4" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/28092014121731_small_5.jpg" alt="NASA" width="260"/></a><figcaption>
Orion während des URT-3 Bergungstests. 
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Um die Bergung der Orion-Kapsel nach der Landung im Pazifischen Ozean am Ende dieses Fluges zu trainieren, haben die NASA, Lockheed Martin und die US Navy vom 12. bis zum 19. September einen dritten Bergungstest erfolgreich durchgeführt, genannt URT-3 für Underway Recovery Test 3. Genauso wie die zwei vorherigen Tests, URT-1 im Februar und URT-2 im August, fand dieser Test vor der Küste San Diegos in Kalifornien statt. Anders als bei den vorherigen Tests wurde nicht neue Ausrüstung erprobt, sondern bereits vorhandene eingesetzt. Die Auswahl dieser Ausrüstung basierte auf den Daten und den Erfahrungen, die bei den vorherigen Tests gesammelt wurden. URT-3 lief derart ab, dass ein Mock-Up der Orion-Kapsel am 11. September auf die USNS Salvor, ein Seenotrettungsschiff, verladen wurde. Am 12. September stach die Salvor in See, um die Back-Up Bergungsmethode zu testen: Mithilfe eines Kranes an Bord wurde Orion aus dem Wasser gezogen. Dieser Test wurde mehrmals wiederholt, auch in raueren Gewässern, um die Belastungsgrenzen des Krans zu testen. Bei diesem Test wurden ein Ring um die Kapsel, vier Leinen zur besseren Kontrolle beim Herausziehen und eine Art Korb, bestehend aus 10 Leinen um Orion herum, getestet. Am 15. September wurde das Mock-Up der USS Anchorage für weitere Tests übergeben. Bei diesen kam die bekannte Methode, Orion mithilfe mehrerer Leinen und mehrerer Schlauchboote auf ein mit Wasser gefülltes Deck der Anchorage zu ziehen, zum Einsatz. Da die Tests erfolgreich verliefen, sind Offizielle der NASA zuversichtlich, dass die Bergung von Orion während der realen EFT-1 Mission gelingen wird.     </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/28092014121731_big_6.jpg" data-rel="lightbox-image-5" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/28092014121731_small_6.jpg" alt="NASA" width="260"/></a><figcaption>
Das Vertical Assembly Center während der Eröffnungszeremonie. 
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Der nächste Start des Orion-Raumschiffs wird nicht mehr auf einer Delta IV Heavy, sondern auf dem neuen Schwerlastträger der NASA erfolgen: Dem Space Launch System. Bis der Erstflug dieser neuen Rakete stattfindet, werden vermutlich noch etwa vier Jahre vergehen. An der Entwicklung von ihr wird dennoch schon fieberhaft gearbeitet. So hat die NASA am 12. September das Vertical Assembly Center (VAC) eröffnet. Dabei handelt es sich um die größte Gerätschaft zum Schweißen auf der gesamten Welt. Das VAC ist etwa 50 m hoch, etwa 23 m breit und steht in der Michoud Assembly Facility (MAF) in New Orleans. In ihm werden die Tankdome, die Tankzylinder und die Tankringe der gewaltigen Hauptstufe des SLS mithilfe von Rührreibschweißen miteinander verbunden. Auch wird in dem VAC die Inspektion der Schweißnähte sowie die Fertigung der Tankzylinder stattfinden. Dafür sollen große Aluminiumplatten gewölbt und an den Enden miteinander verschweißt werden. Im Moment wird das VAC noch zu Validierungszwecken getestet. Das VAC ist aber nur eine von zahlreichen High-Tech Maschinen in der MAF, die zur Fertigung des SLS genutzt werden sollen. So gibt es etwa schon das Segmented Ring Tool, mit dem die Tankringe gefertigt werden sollen. Diese verbinden die Tankdome mit den Tankzylindern; sämtliche Tankringe für den Erstflug des SLS wurden bereits gefertigt. Das Enhanced Robotic Weld Tool wird dagegen die kuppelförmigen Tankdome der Hauptstufe des SLS produzieren. Alle diese Geräte arbeiten mit Rührreibschweißen, einer State-of-the-art Fertigungstechnologie, die zwei Bauteile mithilfe der Reibungswärme von einem rotierenden Metallstift verschweißt.     </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/28092014121731_big_7.jpg" data-rel="lightbox-image-6" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/28092014121731_small_7.jpg" alt="NASA" width="260"/></a><figcaption>
Zwei Techniker begutachten die untere Verkleidung des QM-1 Boosters. 
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Alle diese Gerätschaften sollen dazu dienen, die Hauptstufe des SLS zu fertigen. Sie wird etwa 60 m in der Höhe und 8,4 m im Durchmesser messen. Ihr Zweck ist es, in zwei Tanks die Treibstoffe LH2 und LOX aufzubewahren, die am unteren Ende der Hauptstufe von den vier RS-25 Triebwerken verbrannt werden. Um zusätzlichen Schub zu produzieren und so diese Hauptstufe zu unterstützen, verfügt das SLS über zwei Feststoffbooster, die seitlich an der Hauptstufe befestigt werden. Sie basieren auf den SRBs des Shuttles, sind jedoch um ein Segment verlängert. Diese fünfsegmentigen Feststoffbooster haben Anfang August das Critical Design Review, eine rigorose Designprüfung, bestanden, sodass nun die Arbeiten zur Zertifizierung dieser Booster beginnen können. Ein Bestandteil dieser Arbeiten besteht darin, einen solchen Feststoffbooster Anfang nächsten Jahres am Boden zu zünden. Für diesen Test, genannt QM-1 für Qualification Motor 1, hat die NASA am 26. August einen sogenannten Hotfire-Test der hinteren Verkleidung durchgeführt. In ihr befindet sich ein komplexes Hydrauliksystem, mit dem die Düse des Boosters ausgerichtet und so der Schubstrahl gesteuert werden kann. Bei dem Hotfire-Test wurde nun der Hydrazin-Motor dieses Systems gestartet und mit ihm die Hydraulik getestet, ohne dass tatsächlich der Feststoffmotor des Boosters gezündet wurde. Diese finale Phase der Tests soll sicherstellen, dass sämtliche Systeme bereit für QM-1 sind.     </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/28092014121731_big_8.jpg" data-rel="lightbox-image-7" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/28092014121731_small_8.jpg" alt="NASA" width="260"/></a><figcaption>
Ein Boostersegment für QM-1 wird transportiert. 
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Dieser Test sollte ursprünglich bereits 2013 stattfinden, der Booster war bereits vollständig zusammengebaut. Jedoch wurden kleine Risse in dem festen Treibstoff des hinteren Boostersegments gefunden. Um einen reibungslosen Ablauf des Boostertests zu gewährleisten, hat die Herstellerfirma ATK ein Ersatzsegment gefertigt. Dieses zweite Segment hatte aber ebenfalls Risse in dem Treibstoff. Deshalb hat ATK eine umfangreiche Untersuchung angeordnet. Als Ursache wird das neue Material der Hülle des Boosters genannt, die auf das giftige Material Asbest verzichtet. Nachdem in einem weiteren Testsegment erneut Risse gefunden wurden, konnte im  März 2014 Entwarnung gegeben werden, als bei einem Testsegment, das mithilfe eines neuen Herstellungsprozesses gefertigt wurde, keine Risse gefunden wurden. Daraufhin gab die NASA ein zweites Segment namens PSA-2 in Auftrag, dass mit diesem neuen Herstellungsprozess gefertigt werden soll. Wenn dieses ebenfalls keine Risse haben sollte, können Ersatzsegmente für QM-1 mit dem neuen Prozess gebaut werden. Im Moment werden die Risse in den vorhandenen Segmenten genauer untersucht und PSA-2 für die Befüllung mit Treibstoff gegen Mitte November vorbereitet.     </p>



<p class="wp-block-paragraph">Orion wird das neue Raumschiff der NASA sein. Während die kommerziellen Partner der NASA für den Transport von Fracht und Astronauten zur ISS im Erdorbit zuständig sind, wird das auch MPCV (Multi-Purpose Crew Vehicle) genannte Raumschiff Astronauten zu verschiedenen Zielen jenseits des Low Earth Orbits (LEO) transportieren. So kann eine intensivere Erkundung des Weltalls als je zuvor stattfinden. Mit der Entwicklung von Orion wurde bereits im Rahmen des 2010 gestrichenen Constellation-Programms entwickelt. So konnte die Entwicklung an einem Raumschiff, an dem bereits mit Hochdruck gearbeitet wurde, fortgeführt werden.     </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/28092014121731_big_9.jpg" data-rel="lightbox-image-8" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/28092014121731_small_9.jpg" alt="NASA" width="260"/></a><figcaption> Orion während EFT-1 &#8211; Illustration  <br> (Bild: NASA)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Aktuellen Planungen zufolge soll es im Dezember 2014 dann soweit sein: Orion startet auf einer Rakete des Typs Delta IV Heavy zur Mission EFT-1. Dieser Flug beinhaltet zwei Erdumrundungen, dabei wird sich Orion bis zu 5.500 km von der Erde entfernen, und auf über 32.000 km/h beschleunigt. Eine solche Entfernung und Geschwindigkeit wurde von keinem praktisch oder theoretisch bemannbaren US-Raumschiff seit 1972 erreicht. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Auf dem Flug sollen der Strahlungsschutz, der Hitzeschild, die Avionik, die Fallschirme und das Abwerfen von Verkleidungen und des Rettungssystems getestet werden. Der nächste Testflug nicht später als im November 2018, EM-1 für Exploration Mission 1 genannt, wird der Erstflug des neuen Space Launch Systems (SLS) sein, und ein unbemanntes MPCV, das mit dem neuen, auf dem ATV basierenden europäischen Servicemodul ausgrüstet sein soll, um den Mond führen.     </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/28092014121731_big_10.jpg" data-rel="lightbox-image-9" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/28092014121731_small_10.jpg" alt="NASA" width="260"/></a><figcaption>
Das SLS während des Fluges- Illustration 
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Das Space Launch System ist der neue Schwerlastträger der NASA. Er basiert zu großen Teilen auf dem 2011 außer Dienst gestellten Space Shuttle: So werden die Hauptstufe aus dem External Tank des Shuttles, die 5-Segmente Booster aus den SRBs und die RS-25 Triebwerke aus den SSMEs entwickelt. Es wird drei Varianten des SLS geben: Die Block I Version wird lediglich die DCSS (Delta Cyrogenic Second Stage) als Oberstufe haben. Mit ihr soll der Erstflug EM-1 erfolgen. Block IA wird über die wesentlich stärkere EUS (Exploration Upper Stage)-Oberstufe verfügen. Bei Block II handelt es sich um die stärkste Variante des SLS, seine Oberstufe wird die EUS sein; die Feststoffbooster werden durch verbesserte Booster ersetzt, ihr Konzept ist jedoch noch nicht festgelegt, obwohl bereits verschiedene Vorschläge zu neuen Flüssig- oder Feststoffboostern existieren. Der Erstflug von SLS Block IA ist nicht vor 2020, der von SLS Block II nicht vor 2030 zu erwarten, weil der Kongress sich weigert, das Etat der NASA zu erhöhen, um so auch ein höheres Budget für das SLS und Orion zu ermöglichen. Mit dem SLS sind nicht nur spektakuläre Raumsondenmissionen zu den äußeren Planeten des Sonnensystems und ihren Monden möglich, sondern auch bemannte Flüge zu Asteroiden oder sogar zum Mars. So kann eine neue Ära der Erkundung des Weltraums erfolgen, umfassender als je zuvor.     </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=10723.165#lastPost" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">EFT-1 Delta IV Heavy mit Orion</a></li><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=3779.330" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">*Orion Hardware* Bau, Processing &amp; Erprobung</a></li><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=3760.msg298979#msg298979" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">NASA-Raumschiff *Orion*</a></li><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=9355.0.msg298979#msg298979" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Space Launch System &#8211; Planung und Processing</a></li><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=11552.0.msg298979#msg298979" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">                    Space Launch System (SLS) &#8211; Kosten/Nutzen/Meinungen/künftige Entwicklung</a></li></ul>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/eft-1-finale-phase-der-vorbereitungen-hat-begonnen/" data-wpel-link="internal">EFT-1: Finale Phase der Vorbereitungen hat begonnen</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Orion PA-1 steigt am 6. Mai 2010</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/orion-pa-1-steigt-am-6-mai-2010/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thomas Weyrauch]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 04 Apr 2010 17:52:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Abort]]></category>
		<category><![CDATA[Fallschirm]]></category>
		<category><![CDATA[LAS]]></category>
		<category><![CDATA[Rettungssystem]]></category>
		<category><![CDATA[Testzündung]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=33091</guid>

					<description><![CDATA[<p>Der erste Pad Abort Test (PA-1) mit dem Rettungsraketensystem, das zur Verwendung auf der Orion-Kapsel im Rahmen des Constellation-Programms vorgesehen war, wird nach einer Mitteilung des Flugforschungszentrums der NASA in Dryden am 6. Mai 2010 stattfinden. Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren. Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: NASA. Das aus einem Kapselmuster, einer sogenannten Boilerplate, [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/orion-pa-1-steigt-am-6-mai-2010/" data-wpel-link="internal">Orion PA-1 steigt am 6. Mai 2010</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Der erste Pad Abort Test (PA-1) mit dem Rettungsraketensystem, das zur Verwendung auf der Orion-Kapsel im Rahmen des Constellation-Programms vorgesehen war, wird nach einer Mitteilung des Flugforschungszentrums der NASA in Dryden am 6. Mai 2010 stattfinden. Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: NASA.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><img fetchpriority="high" decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/04042010195213_small_1.jpg" alt="NASA" width="282" height="195"/><figcaption>
PA-1 startet, der Abort Motor (AM) beschleunigt das Vehikel, &#8230; 
<br>
(Bildausschnitt: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Das aus einem Kapselmuster, einer sogenannten Boilerplate, und einem aktiven Rettungsraketensystem bestehende Vehikel wird von der Startanlage 32E des Flugkörpertestgeländes der US-Armee White Sands bei Las Cruces in New Mexiko, WSMR für White Sands Missile Range genannt, abheben. Dafür wird einer der insgesamt drei Feststoffraketenmotore des als LAS (für Launch Abort System) bezeichneten Systems sorgen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Während des durch den Abort Motor (AM) rund sechs Sekunden lag angetriebenen Fluges und der anschließenden ballistischen Flugphase steuert der Attitude Control Motor (ACM) das Vehikel so, dass es sich je nach Flugphase jeweils in der richtigen Fluglage befindet. Außerdem stellt der ACM die Flugstabilität sicher. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Innerhalb der ersten drei Flugsekunden wird beim PA-1 im nach oben gerichteten Teil der Flugbahn eine Geschwindigkeit von über 716 Stundenkilometern erreicht, der größte Impuls liegt innerhalb der ersten zweieinhalb Flugsekunden. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/04042010195213_small_2.jpg" alt="NASA" width="281" height="229"/><figcaption> &#8230; der Attitude Control Motor (ACM) besorgt die jeweils richtige Fluglage, &#8230;  <br> (Bildausschnitt: NASA) </figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Nach dem Ausbrennen des AM lenkt der ACM das Fluggerät so, dass es mit dem unteren Kapselende voran fliegt. Der Jettison Motor (JM) zieht das Rettungsraketensystem bei der Abtrennung der Kapsel von Adapter und Schutzverkleidung am unteren Ende des LAS dann von der Kapsel weg. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/04042010195213_big_4.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/04042010195213_small_4.jpg" alt="NASA / Aerojet" width="260"/></a><figcaption> Jettison Motor (JM) für PA-1 in White Sands  <br> (Bild: NASA / Aerojet) </figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Nach einer kurzen Freifallphase beginnt das Entfalten der einzelnen Schirme des Fallschirmsystems, und die Kapsel kann ausreichend gebremst landen, ohne ernsthaften Schaden zu nehmen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Kapsel, die bei dem Test zum Einsatz kommen wird, war am 28. März 2008 in Dryden eingetroffen, nachdem ihre Grundstruktur in Langley in NASAs Langley Research Center aufgebaut worden war. In Dryden rüstete man die Kapsel mit Rechner- und Messtechnik aus. Anschließend wurde sie weiß lackiert nach White Sands gebracht. Im Flight Integration and Test Facility genannten Integrationsgebäude des Startkomplexes fanden weitere Vorbereitungsarbeiten und Tests der Kapsel statt. Am 23. März 2010 wurde sie, ausgerüstet mit Messtechnik und Fallschirmsystem, zum Startplatz gebracht, und mit Hilfe eines Kranes auf den Starttisch gesetzt.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/04042010195213_small_3.jpg" alt="NASA" width="272" height="207"/><figcaption>
&#8230; und der Jettision Motor (JM) unterstützt die Kapselabtrennung. 
<br>
(Bildausschnitt: NASA)
</figcaption></figure></div>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/04042010195213_big_5.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/04042010195213_small_5.jpg" alt="US Army" width="260"/></a><figcaption>
Rettungsraketensystem für PA-1 im Integrationsgebäude, darin von links nach rechts: AM, JM, ACM.
<br>
(Bild: US Army)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Der von Aerojet gebaute JM war bereits am 5. Mai 2009 in White Sands eingetroffen, der von Alliant Techsystems (ATK) in Salt Lake City gebaute AM kam auch im Mai 2009 in White Sands an. Der ebenfalls von ATK hergestellte ACM traf am 10. Februar 2010 ein. Am 2. März 2010 war das LAS im Integrationsgebäude von einer von Lockheed-Martin geführten Arbeitsgruppe weitgehend vollständig zusammengebaut. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Am 3. April 2010 schließlich wurde das LAS samt Adapter auf die Kapsel aufgesetzt, nachdem man diesen Vorgang wegen starken Windes vor Ort um einige Tage verschoben hatte. Spielt das Wetter mit, kann am 6. Mai 2010 beim Test PA-1 ein Szenario eines Startabbruchs simuliert werden, der nötig sein könnte, wenn eine noch auf der Startrampe stehende bemannte Rakete eine Havarie erleidet, und die Besatzung in einer Kapsel an der Spitze der Rakete umgehend in Sicherheit gebracht werden muss. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/04042010195213_big_6.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/04042010195213_small_6.jpg" alt="NASA / Space City Films" width="260"/></a><figcaption>
Boulierplate für PA-1 wird auf dem Starttisch positioniert
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(Bild: NASA / Space City Films)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Ob das für Orion entworfene Rettungsraketensytem je Verwendung auf einer Trägerrakete finden wird, ist zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht abzuschätzen. US-Präsident Obama möchte das Constellation-Programm schnell beenden und auf den Bau von Orion und der Trägerraketen Ares I und Ares V verzichten. Darüber, ob Orion oder eine ähnliche Kapsel mit einem LAS wie gerade entwickelt auf einem anderen Träger fliegen wird, kann nur spekuliert werden. Die bei der Entwicklung des LAS gewonnenen Erkenntnisse haben auf jeden Fall einen Wert. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Raumcon:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=3760.msg138449#msg138449" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">NASA-Raumschiff *Orion* (ab 25.02.2010)</a></li></ul>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/orion-pa-1-steigt-am-6-mai-2010/" data-wpel-link="internal">Orion PA-1 steigt am 6. Mai 2010</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Ares I-X erreicht endgültige Bauhöhe</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/ares-i-x-erreicht-endgueltige-bauhoehe/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thomas Weyrauch]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 14 Aug 2009 19:47:11 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Crawler]]></category>
		<category><![CDATA[LAS]]></category>
		<category><![CDATA[Orion]]></category>
		<category><![CDATA[Startanlage]]></category>
		<category><![CDATA[Trägerrakete]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=32524</guid>

					<description><![CDATA[<p>Im Vehicle Assembly Building (VAB) wurde auf die dort entstehende Ares I-X am 13. August 2009 der letzte Bestandteil, der sogenannte Superstack 5, aufgesetzt. Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: NASA. Die Rakete Ares I-X soll den ersten Ares-Testflug im Rahmen der Entwicklung eines neuen Trägers zum Besatzungstransport für das Constellation-Programm der US-amerikanischen Weltraumbehörde NASA [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Im Vehicle Assembly Building (VAB) wurde auf die dort entstehende Ares I-X am 13. August 2009 der letzte Bestandteil, der sogenannte Superstack 5, aufgesetzt.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: NASA.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/14082009214711_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/14082009214711_small_1.jpg" alt="NASA" width="260"/></a><figcaption>
Birdcage zum Transport von Orion- und LAS-Dummy
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(Bilder: NASA) 
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die Rakete Ares I-X soll den ersten Ares-Testflug im Rahmen der Entwicklung eines neuen Trägers zum Besatzungstransport für das Constellation-Programm der US-amerikanischen Weltraumbehörde NASA ausführen. Im Vehicle Assembly Building (VAB, Gebäude für den Zusammenbau von Raketen) wird sie fertiggestellt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Am 13. August 2009 wurde der sogenannte Superstack 5, bestehend aus Dummys von Orion-Raumschiff und Rettungsraketensystem (LAS, Launch Abort System), auf die bereits zuvor auf der mobilen Startplattform (MLP, Mobile Launcher Plattform) aufeinandergesetzten Raketenbestandteile montiert. Der Superstack 5 wurde dazu in einer Tragstruktur, die als Birdcage (dt. Vogelkäftig) bezeichnet wird, befestigt, die Tragstruktur und ihre Nutzlast wurde an einem Kran im VAB hängend zur in Bau befindlichen Rakete gefahren. Mit dem Superstack 5 an der Spitze hat die Rakete nun ihre endgültige Bauhöhe von knapp 99,70 Metern und ihre schlußendliche Form erhalten.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/14082009214711_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/14082009214711_small_2.jpg" alt="NASA" width="260"/></a><figcaption>
Ares I-X wird auf der MLP komplettiert 
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(Bilder: NASA) 
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">In den kommenden Wochen werden alle Systeme der Rakete intensiven Tests unterzogen. Die umfangreiche Instrumentenausrüstung der Rakete wird auf ihre Funktionalität überprüft. Insgesamt sind in Ares I-X rund 720 Meßwertgeber eingebaut. 150 davon befinden sich in den Atrappen von Orionkapsel und Rettungsraketensystem. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch ein sogenanntes &#8222;modal testing&#8220; wird durchgeführt, bei dem die gesamte Rakete auf der MLP im VAB mittels an der Rakete dafür angebrachten elektrisch angetriebenen Schütteleinrichtungen bewegt werden soll. So will man die Steifheit bzw. die Elastizität der Konstruktion überprüfen und mit den zuvor errechneten Werten vergleichen. Daneben möchte man durch das Schütteln auch eventuell nicht befriedigend ausgeführten mechanischen Verbindungen auf die Spur kommen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Einige Tage vor dem Start wird Ares I-X zusammen mit der MLP von einem speziellen Raupenfahrzeug, dem sogannten Crawler (dt. Krabbler), der sich unter die MLP schieben und diese inklusive der daraufstehenden Rakete anheben kann, aus dem VAB zur Startrampe gebracht. Ares I-X wird nach derzeitigem Planungsstand nicht vor dem 31. Oktober 2009 von der Startrampe 39B auf Cape Kennedy abheben. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Raumcon:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=3810.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Ares I-X: Vorbereitung &amp; Testflug</a></li></ul>
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