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	<title>Morgenröthe-Rautenkranz &#8211; Raumfahrer.net</title>
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	<description>Das Portal für Astronomie- und Raumfahrtbegeisterte</description>
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	<title>Morgenröthe-Rautenkranz &#8211; Raumfahrer.net</title>
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		<title>Sonderschau zum 65. Jahrestag des ersten bemannten Raumfluges von Juri Gagarin in der Deutschen Raumfahrtausstellung</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/sonderschau-zum-65-jahrestag-des-ersten-bemannten-raumfluges-von-juri-gagarin-in-der-deutschen-raumfahrtausstellung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 31 Mar 2026 22:02:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Veranstaltungen]]></category>
		<category><![CDATA[Juri Gagarin]]></category>
		<category><![CDATA[Morgenröthe-Rautenkranz]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Pressemitteilung der Deutschen Raumfahrtausstellung Morgenröthe-Rautenkranz Anlässlich des 65. Jahrestages des historischen Fluges von Juri Gagarin gestaltet die Deutsche Raumfahrtausstellung Themenvitrinen mit einzigartigen Exponaten rund um den ersten Menschen im All. Ein Highlight der Ausstellung ist ein originaler Handschuh, den Juri Gagarin während seines Trainings getragen hat. Dieses außergewöhnliche Stück wurde freundlicherweise von der Firma Space [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><strong>Pressemitteilung der Deutschen Raumfahrtausstellung Morgenröthe-Rautenkranz</strong></p>



<figure class="wp-block-image alignright size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/03/Gagarin65-MR_Titel.jpg" alt=""/></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Anlässlich des 65. Jahrestages des historischen Fluges von Juri Gagarin gestaltet die Deutsche Raumfahrtausstellung Themenvitrinen mit einzigartigen Exponaten rund um den ersten Menschen im All.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Highlight der Ausstellung ist ein originaler Handschuh, den Juri Gagarin während seines Trainings getragen hat. Dieses außergewöhnliche Stück wurde freundlicherweise von der Firma Space Service International aus Mittweida als Leihgabe zur Verfügung gestellt. Darüber hinaus sind Original-Tageszeitungen vom 12. und 13. April 1961 zu sehen, die eindrucksvoll über das Ereignis berichteten. Ergänzt wird die Ausstellung durch zahlreiche Bücher, authentische Fotos aus dem Leben Gagarins und weitere interessante Exponate.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Sonderschau ist ab sofort während der regulären Öffnungszeiten in der Deutschen Raumfahrtausstellung zu besichtigen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zusätzlich lädt die Ausstellung am Wochenende des 11. und 12. April 2026 alle Besucherinnen und Besucher zu einer kreativen Bastelaktion ein: Es können individuelle Buttons zum Thema Juri Gagarin und Raumfahrt gestaltet werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wir freuen uns auf viele interessierte Gäste, die mit uns gemeinsam diesen bedeutenden Meilenstein der Raumfahrtgeschichte feiern möchten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Deutsche Raumfahrtausstellung Morgenröthe-Rautenkranz e. V.<br>Dr.-Sigmund-Jähn-Str. 4, 08262 Muldenhammer<br>Katrin Trommer, katrin.trommer@deutsche-raumfahrtausstellung.de<br>+49 37465 2538, +49 176 61635467</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=3287.msg581275#msg581275" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Deutsche Raumfahrtausstellung</a></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Deutsche Raumfahrtausstellung Morgenröthe-Rautenkranz e.V.</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/jahreshauptversammlung-2025/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Andreas Weise]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 24 Nov 2025 08:30:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Mondlandung]]></category>
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		<category><![CDATA[Morgenröthe-Rautenkranz]]></category>
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		<category><![CDATA[Raumfahrtgeschichte]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Eindrücke von der Jahreshauptversammlung am 14.11.2025 Bilder: Andreas Weise / Quelle: Veranstaltungsbesuch. In vielen Vereinen sind derartige Veranstaltungen reine Arbeitstagungen. Es geht um Arbeit, Bilanzen, Geld und Personalien. Insofern war die Teilnehmerzahl an der Jahreshauptversammlung des Trägervereins „Deutsche Raumfahrtausstellung Morgenröthe-Rautenkranz e.V.“ übersichtlich. In ihrem Bericht konnte Vereinsvorsitzende Karin Schädlich eine durchweg positive Bilanz ziehen. Die [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><strong>Eindrücke von der Jahreshauptversammlung am 14.11.2025</strong></p>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Bilder: Andreas Weise / Quelle: Veranstaltungsbesuch.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph">In vielen Vereinen sind derartige Veranstaltungen reine Arbeitstagungen. Es geht um Arbeit, Bilanzen, Geld und Personalien. Insofern war die Teilnehmerzahl an der Jahreshauptversammlung des Trägervereins „Deutsche Raumfahrtausstellung Morgenröthe-Rautenkranz e.V.“ übersichtlich.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In ihrem Bericht konnte Vereinsvorsitzende <strong>Karin Schädlich</strong> eine durchweg positive Bilanz ziehen. Die Besucherzahlen konnten, bereinigt um eine siebenwöchiger Schließung auf Grund von Bauarbeiten, stabil gehalten werden. Die Finanzen sind Ordnung.</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="260" height="200" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/11/MR2025-4.webp" alt="" class="wp-image-149332"/><figcaption class="wp-element-caption">Staffelstabübergabe: Von Romy Mothes (rechts) an Katrin Trommer (links), Bild aus Präsentation Verein</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Zu Beginn des Jahres 2025 gab es eine wichtige Personaländerung. Die Leitung der Ausstellung ging von <strong>Romy Mothes</strong> an <strong>Katrin Trommer</strong> über. In der Bestandsausstellung selber wurde an der Modernisierung gearbeitet. Das betrifft die Neugestaltung und Aktualisierung von Tafeln und einem neuen Lichtkonzept für die Vitrinen. Möglich wurde das durch das LEADER-Förderungsprogramm. Das Raketenpodest im 1. Stock wurde erweitert und eine neue Rakete (SLS der Artemis-Mission) hinzugefügt.</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img decoding="async" width="260" height="200" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/11/MR2025-6.webp" alt="" class="wp-image-149338"/><figcaption class="wp-element-caption">All-Berts Raumstation<br>Bild: Andreas Weise</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Im Vorraum gegenüber dem Shop wurde ein neues Kinder-Raumfahrt-Zimmer „All-Berts Raumstation“ mit ansprechenden Spielmöglichkeiten für die ganz kleinen Besucher eingerichtet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Man war viel unterwegs, um sich in anderen Museen und Ausstellungen Ideen und Anregungen zu holen, wie man es besser machen könne bzw. wie man es nicht machen sollte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Womit man beim besonders interessanten Teil der Veranstaltung war. Wie ist der aktuelle Stand des Erweiterungsbaues? Das Richtfest fand am 26.05.2025 statt. Viel Prominenz, einschließlich Sachsens Ministerpräsident, war anwesend. Das lässt darauf schließen, dass die Unterstützung durch die Politik für dieses Projekt nach wie vor ungebrochen ist. Einschneidendes Ereignis im Bauprojekt war die oben genannte siebenwöchige Schließung. Diese war notwendig, weil beide Gebäudeteile heizungs- und elektrotechnisch miteinander verbunden werden mussten. Seit Oktober 2024 wurde der Eingang zur Bestandsausstellung provisorisch an die hintere Gebäudeseite verlegt.</p>



<figure class="wp-block-image size-large is-resized"><img decoding="async" width="1024" height="394" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/11/MR2025-2-1024x394.webp" alt="" class="wp-image-149334" style="width:518px;height:auto" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/11/MR2025-2-1024x394.webp 1024w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/11/MR2025-2-300x115.webp 300w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/11/MR2025-2-768x295.webp 768w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/11/MR2025-2.webp 1040w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Bestandsgebäude mit neuem EIngang, November 2025<br>Bild: Andreas Weise</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Inzwischen ist der alte Hauptzugang abgerissen und der neue Eingang im Rohbau fertig. Den Rohbau des Erweiterungsbaues konnten die Anwesenden besichtigen. </p>



<figure class="wp-block-image size-large is-resized"><img decoding="async" width="1024" height="394" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/11/MR2025-3-1024x394.webp" alt="" class="wp-image-149336" style="width:520px;height:auto" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/11/MR2025-3-1024x394.webp 1024w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/11/MR2025-3-300x115.webp 300w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/11/MR2025-3-768x295.webp 768w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/11/MR2025-3.webp 1040w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Rohbau des Erweiterungsbaues, Hauptsaal, November 2025<br>Bild: Andreas Weise</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Die Baustelle machte einen sehr ordentlichen, aufgeräumten Eindruck. Man hatte das Gefühl, dass alle Beteiligten sehr daran interessiert sind, dass dieses Projekt ein Erfolg wird. In 2026 steht nun der Innenausbau an. Das Ausstellungskonzept steht und muss jetzt mit Leben gefüllt werden. Mit der Eröffnung ist Anfang des 2. Quartals 2027 zu rechnen. Soweit, so gut.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zum Ende der Veranstaltung stand die Wahl des Vorstandes an. Hierbei kam es zu einer faustdicken Überraschung: Dass <strong>Karin Schädlich</strong> nicht mehr als Vereinsvorsitzende kandidieren würde, war schon durchgesickert. </p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img decoding="async" width="260" height="200" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/11/MR2025-5.webp" alt="" class="wp-image-149340"/><figcaption class="wp-element-caption">Von links nach rechts: Karin Schädlich, Katrin Trommer, Konrad Stahl<br>Bild: Andreas Weise</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Als neuer Vereinsvorsitzender wurde gewählt: <strong>Konrad Stahl</strong>. Dieser hatte das Amt schon einmal für über 2 Jahrzehnte inne, bevor <strong>Karin Schädlich</strong> vor 10 Jahren übernahm. Warum nun den inzwischen etwas betagten ehemaligen Bürgermeister von Morgenröthe-Rautenkranz wieder in dieses Amt holen? Beim genaueren Überlegen, erscheint dieser Personalwechsel gar nicht so dumm. Die Ausstellung hat in Gestalt von <strong>Katrin Trommer</strong> eine neue Leiterin, die hauptsächlich damit beschäftigt ist, den Ausstellungsbetrieb zu gewährleisten, gleichzeitig aber auch sehr umtriebig ist, um alte und neue Partner für das Projekt zu gewinnen. Netzwerken eben. <strong>Konrad Stahl</strong> dagegen ist von Seiten des Vereins, der ja Träger der Ausstellung ist, mit der Bauüberwachung des Erweiterungsbaues betraut. Eine Idealbesetzung, liegen hier doch direkte Erfahrungen aus dem Bau des Hauptgebäudes vor, als auch umfangreiche Kontakte zur einheimischen Wirtschaft. Und als ehemaliger Bürgermeister kennt er sich eben mit einem solchen Bau aus. Als Vorsitzender des Vereines, der quasi Auftraggeber ist, wird seine Rolle der Bauüberwachung gestärkt. Ein Glücksfall. Es kann spekuliert werden, dass <strong>Konrad Stahl</strong> dieses Amt nur bis zur nächsten Wahl 2027 behält. Dann ist auch der Erweiterungsbau fertig und der Schwerpunkt der Vereinsarbeit verlagert sich wieder voll auf den Betrieb. Hinzu lässt sich beobachten, dass <strong>Konrad Stahl</strong> (Vereinsvorsitz) und <strong>Katrin Trommer</strong> (Ausstellungsleitung) „gut miteinander können“. So wird auch Wissen, Erfahrung, Kontakte u.v.m. weitergegeben. Man kann hier nur viel Schaffenskraft und „Glück auf!“ wünschen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine Nachricht, die quasi am Rande mitgeteilt wurde, sei hier noch erwähn: OHB übernimmt das TechniSat-Werk in Schöneck im Vogtland. In einer Mitteilung vom 31.10.2025 ist zu entnehmen, dass dort statt Unterhaltungselektronik in Zukunft Satellitenkomponenten gebaut werden sollen. Die deutsche Raumfahrtausstellung liegt ca. 20 Autominuten entfernt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Links:</strong>    </p>



<p class="wp-block-paragraph"><blockquote class="wp-embedded-content" data-secret="alCBDVhwkZ"><a href="https://www.raumfahrer.net/jahreshauptversammlung-2024/" data-wpel-link="internal">Deutsche Raumfahrtausstellung Morgenröthe-Rautenkranz e.V.</a></blockquote><iframe loading="lazy" class="wp-embedded-content" sandbox="allow-scripts" security="restricted"  title="„Deutsche Raumfahrtausstellung Morgenröthe-Rautenkranz e.V.“ – Raumfahrer.net" src="https://www.raumfahrer.net/jahreshauptversammlung-2024/embed/#?secret=5jQuIyZEjM#?secret=alCBDVhwkZ" data-secret="alCBDVhwkZ" width="600" height="338" frameborder="0" marginwidth="0" marginheight="0" scrolling="no"></iframe></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=3287.msg581275#msg581275" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Deutsche Raumfahrtausstellung</a></p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/jahreshauptversammlung-2025/" data-wpel-link="internal">Deutsche Raumfahrtausstellung Morgenröthe-Rautenkranz e.V.</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Bilderausstellung mit space‘iger Kunst in Morgenröthe-Rautenkranz</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/bilderausstellung-mit-spaceiger-kunst-in-morgenroethe-rautenkranz/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Andreas Weise]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 24 Jul 2022 16:40:22 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Top-Meldungen]]></category>
		<category><![CDATA[Veranstaltungen]]></category>
		<category><![CDATA[Ausstellung]]></category>
		<category><![CDATA[Bernd Luz]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst]]></category>
		<category><![CDATA[Morgenröthe-Rautenkranz]]></category>
		<category><![CDATA[PopArt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Nachgefragt beim Künstler Bernd Luz. Ein Beitrag von Andreas Weise. Seit ungefähr einem Jahr gibt es in der Deutschen Raumfahrtausstellung in Morgenröthe-Rautenkranz auch Bildende Kunst zu bestaunen. Die damit gemeinte kleine und feine Dauerausstellung des Künstlers Bernd Luz füllt das Treppenhaus im Abschluss des Rundganges im ersten Obergeschoss. Bekanntlich platzt die Deutsche Raumfahrtausstellung aus allen [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading"><strong>Nachgefragt beim Künstler Bernd Luz. </strong></h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Andreas Weise.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/LuzBildauswahl.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/LuzBildauswahl60.jpg" alt=""/></a></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Seit ungefähr einem Jahr gibt es in der Deutschen Raumfahrtausstellung in Morgenröthe-Rautenkranz auch Bildende Kunst zu bestaunen. Die damit gemeinte kleine und feine Dauerausstellung des Künstlers Bernd Luz füllt das Treppenhaus im Abschluss des Rundganges im ersten Obergeschoss. Bekanntlich platzt die Deutsche Raumfahrtausstellung aus allen Nähten, Abhilfe soll in späterer Zeit ein Erweiterungsbau bringen. Raumfahrer.net berichtete.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn man nun an „Bildende (Raumfahrt-)Kunst“ denkt, dann fallen mir persönlich die Bilder von Andrej Sokolow und Alexej Leonow auf der einen Seite und zum Beispiel von Robert McCell auf der anderen Seite ein. Diese prägten seiner Zeit auch meine Begeisterung für die Raumfahrt. Aber das ist alles sehr, sehr lange her. Die älteren Leser erinnern sich bestimmt. Geblieben ist auf alle Fälle die Bewunderung darüber, wie die Faszination Raumfahrt auf die Leinwand gebracht wird.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/BerndLuz3.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/BerndLuz3260.jpg" alt=""/></a></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Und hierzu gibt es nun einen neuen Ansatz zu bestaunen, der mich sofort sehr emotional bewegt und in seinen Bann gezogen hat: Eben den jener Bilder von Bernd Luz in der Deutschen Raumfahrtausstellung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wie mag man nun die vom Künstler Luz verwendete Darstellungsform nennen? PopArt, Mediamix oder schlicht gemalte Collage? Vermutlich ist das zutreffend, was im entsprechenden Artikel bei Wikipedia zu lesen ist: <em>„Das Ausschnitthafte als Verweis auf komplexe Zusammenhänge wird so inszeniert, dass der Bildfläche ganze Geschichten zu entnehmen sind.“</em> Aber egal, wie man es ausdrückt. Irgendwie ist man von den Bildern ergriffen, findet man doch viele Details, die im Ganzen nicht nur ein Thema benennen, sondern eben auch eine Geschichte erzählen.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/LuzBildauswahl1.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/LuzBildauswahl126.jpg" alt=""/></a></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Der Künstler selbst sieht seine Kunstwerke in einem Zeitbezug zu historischen Ereignissen. Sie sind eine Hommage an wichtige Meilensteine der Raumfahrt, die bis heute ihre Faszination behalten haben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bernd Luz ist nicht nur freischaffender Künstler, sondern auch Diplom-Designer, Autor und Mitglied im Beirat des New York Auto Museum. Ein großer Teil seines Werkes nimmt neben Raumfahrt und Aviation die Rennsportgeschichte ein. In den letzten Jahren konnte man seine Werke auf über einhundert Ausstellungen und in Museen weltweit bewundern. Er hat zahlreiche Designpreise gewonnen und veröffentlicht immer wieder Kunstbücher und Kunstkalender.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Da lag es nahe einfach mal direkt nachzufragen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Raumfahrer.net (RN)</strong>: Herr Luz. Sie sind themenseitig viel im Bereich Automobil und Automobilsport unterwegs. Warum nun ausgerechnet dazu auch Raumfahrt-Motive? Gab es eine spezielle Inspiration, einen Auslöser dafür?</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Luz</strong>: Ich setze Themen um, die mich emotional ansprechen, begeistern und berühren. Gerade technische Dinge in Kunst umzusetzen ist immer wieder eine Herausforderung für mich. Da bereits eine Aviation-History-Serie vorausgegangen ist, rundet es diese sehr gut ab.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Meine Jugendzeit war die Space Shuttle-Zeit der NASA. Dieses Thema begeistert mich bis heute.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>RN</strong>: In welchem Zeitraum entstanden die Motive?</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Luz</strong>: Die Serie entstand währen der Pandemie-Zeit 2020 und 2021.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>RN</strong>: Welche Motive zur Raumfahrt würden noch „fehlen“? Ist da was in Arbeit?</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Luz</strong>: Eventuell Laika mit der Mission Sputnik 2 und Wernher von Braun könnte ich mir noch vorstellen. Vielleicht auch die Raumfahrt der Volksrepublik China, die bei uns nicht sehr bekannt ist, aber durchaus zur Raumfahrgeschichte gehört.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>RN:</strong> Und kein Braun ohne Koroljow mit seiner R-7 und Sputnik 1. Ich merke schon, es gibt noch viel zu bearbeiten. Doch weiter: Warum wurde als Ausstellungsort die Deutsche Raumfahrtausstellung gewählt? Ist die Ausstellung zeitlich begrenzt?</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/BerndLuzinMR.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/BerndLuzinMR26.jpg" alt=""/></a></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Luz</strong>: Die Ausstellung ist eine Dauerausstellung. Ich bin zu dieser Ausstellung über Tassilo Römisch gelangt, mit dem ich engeren Kontakt hatte bei der Umsetzung der Themen. Die Motive meiner PopArts werden vorab gründlich recherchiert bevor ich sie auswähle und umsetze. Informationen zu jedem PopArt kann mittels Smartphone und QR-Code direkt an den Werken abgerufen werden und stehen auf meiner Webseite.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>RN</strong>: Ihre Bilder werden meist von blau-rot-gelben Farbtönen dominiert. Warum nicht grün? (Das würde mich speziell persönlich interessieren.)</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Luz</strong>: Blau passt natürlich gut zur Raumfahrt, die Kombi Blau / Gelb spricht mich zu diesem Thema selbst am meisten an.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Viele Motive setze ich allerdings auch in dezenten Farben bzw. mit Grau und Beige um.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es gibt schon einige Motive mit viel Grün (vor allem Britische Rennsportmotive). Mal sehen…vielleicht mache ich das nächste Raumfahrtwerk in Grün–Türkis–Gelb.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich fertige übrigens auch auf Wunsch/nach Bestellung das jeweilige Motiv in gewünschter Größe und Format um.</p>



<p class="wp-block-paragraph">So ist jedes dritte oder vierte PopArt eine Kundenbestellung. Da kann aus einem Hochformat ein Querformat werden und aus einem bunten Bild ein schlichtes in Grautönen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>RN</strong>: Wenn ich mir etwas wünschen könnte: Ein Motiv zur Rosetta-Mission (2004-2016) mit Zeitstrahl vom Start, mit Tschuri, mit Philae und und und&#8230; Wir geben gerne Fachberatung.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Luz</strong>: Es fehlt definitiv ein Werk zum Thema ESA. In einem so speziellen Bereich wie der Raumfahrt muss es sich dann in die Serie einfügen, denn für ein Einzelwerk ist das Thema zu speziell.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>RN</strong>: Vielen Dank. Wir wünschen Ihnen noch viele tolle Ideen für die bildliche Umsetzung und natürlich auch viele Kunden Ihrer Kunst.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bleibt zum Schluss dem Leser beim nächsten Besuch im Vogtland einen Abstecher in die Deutsche Raumfahrtausstellung nach Morgenröthe-Rautenkranz nahe zu legen und sich die Bilder selber anzuschauen.</p>



<p class="has-small-font-size wp-block-paragraph">Telefonate und Korrespondenz mit Bernd Luz: Andreas Weise (RN) Juli 2022. Die Bilder entnahmen wir mit freundlicher Genehmigung der <a href="https://berndluz.de/raumfahrt/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Webseite</a>, bzw. wurden uns vom Künstler zur Verfügung gestellt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=380.msg535356#msg535356" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Raumfahrt-Museen und Ausstellungen</a></li></ul>
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		<title>Im Blick zurück die Zukunft fest angepeilt</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/im-blick-zurueck-die-zukunft-fest-angepeilt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Andreas Weise]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 07 Jul 2022 04:50:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Top-Meldungen]]></category>
		<category><![CDATA[Veranstaltungen]]></category>
		<category><![CDATA[Ausstellung]]></category>
		<category><![CDATA[Deutsche Raumfahrtausstellung]]></category>
		<category><![CDATA[Morgenröthe-Rautenkranz]]></category>
		<category><![CDATA[Museum]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Kurz was Neues aus der Deutschen Raumfahrtausstellung in Morgenröthe-Rautenkranz. Ein Beitrag von Andreas Weise. Es mutete irgendwie etwas seltsam an… Der Förderverein „Deutsche Raumfahrtausstellung“ hatte zur Jahreshauptversammlung für die Jahre 2020 und 2021 geladen. Und das auf einen Freitag Spätnachmittag (17. Juni 2022)! Aber der Saal, oder besser die Ausstellungshalle, war gut gefüllt. Diese etwas [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Kurz was Neues aus der Deutschen Raumfahrtausstellung in Morgenröthe-Rautenkranz.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Andreas Weise.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/06mr-2-2k.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/06mr-2-26.jpg" alt=""/></a><figcaption>(Bild: Andreas Weise)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Es mutete irgendwie etwas seltsam an… Der Förderverein „Deutsche Raumfahrtausstellung“ hatte zur Jahreshauptversammlung für die Jahre 2020 und 2021 geladen. Und das auf einen Freitag Spätnachmittag (17. Juni 2022)! Aber der Saal, oder besser die Ausstellungshalle, war gut gefüllt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese etwas außergewöhnliche Veranstaltung war notwendig geworden, da nach der letzten Jahreshauptversammlung 2019 die Corona-Pandemie die Situation beherrschte und so keine entsprechenden Veranstaltungen möglich waren. So kam es, dass man einen Plan für ein Jahr beschließen musste, was mit dem nächsten Tagesordnungspunkt dann gleich wieder als erledigt abgerechnet wurde.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und die Rechnungen waren interessant. Ohne Interna auszuplaudern kann man sagen: Die Deutsche Raumfahrtausstellung ist gut durch die beiden Corona-Jahre gekommen. Zwar gingen die Besucherzahlen drastisch zurück, das Haus war ja mehrfach geschlossen. Das verrechnete sich aber dann auch mit den Kosten für Energie u.a.. Und wenn das Haus öffnen durfte, dann kamen auch die Besucher. Trotz Maskenpflicht, notwendigem Hygienekonzept, Einlassbeschränkung u.s.w..</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch nutzte man die Stillstandzeiten um hausintern Instandsetzungen durchzuführen. So wurde während der Schließzeit der Fußboden im oberen Stock erneuert. Bei vollem Betrieb des Hauses wäre das so nicht möglich gewesen. Kurz, man hat das Beste aus der Situation gemacht und alle Unterstützungen genutzt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Folgerichtig wurde der Vorstand entlastet und bei der Neuwahl bestätigt. Herzlichen Glückwunsch auch von Raumfahrer.net an dieser Stelle.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das eigentliche Highlights der Veranstaltung war aber ein Tagesordnungspunkt, der eigentlich unter „Sonstiges“ lief: Die Vorstellung des aktuellen Sachstandes zum geplanten Erweiterungsbau der Ausstellung.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/08mr-2-12.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/08mr-2-60.jpg" alt=""/></a><figcaption>Wollen das Projekt &#8222;Erweiterungsbau&#8220; vorantreiben:<br>Karin Schädlich &#8211; Romy Mothes &#8211; Konrad Stahl &#8211; Jürgen Mann. (Bild: Andreas Weise)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Man erinnere sich: Im November 2019 zur Jahreshauptversammlung platzte die Nachricht herein, dass die Deutsche Raumfahrtausstellung 3,2 Millionen Euro aus Bundesmitteln für einen Erweiterungsbau zur Verfügung gestellt bekommt. Wie kam es zu diesem plötzlichen Geldsegen? Nun, da spielten vermutlich viele Faktoren gepaart mit dem richtigen Zeitpunkt eine Rolle. Wichtig war: Man hatte schon ein Projekt mit konkreten Vorstellungen in der Schublade, es gab rührige Vertreter der Region in Berlin und es war der Wille von allen Beteiligten da, die Sache auch anzugehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Doch die Freunde währte nicht lange, denn kurz darauf kam Corona und das Projekt wurde ausgebremst. Inzwischen geisterten höhere Zahlen zu den Baukosten herum. 2021 im August reiste Sachsens Ministerpräsident Kretschmer höchst persönlich nach Morgenröthe-Rautenkranz, um klar zu stellen, dass der Freistaat Sachsen sich beteiligen würde, wenn die veranschlagten Kosten von 3,2 Millionen Euro nicht ausreichten. Ein klareres Bekenntnis zur Region und zur Raumfahrtausstellung konnte es nicht geben. Mit diesem Rückenwind ging es in die weitere Planung. Mittlerweile wusste man auch ganz genau, was man wollte. Es ging auch um Nachhaltigkeit, Photovoltaik, ein energieautarkes Gebäude u.s.w.. Schließlich war die ursprüngliche Planung schon 10 Jahre alt. Die Anforderungen hatten sich geändert und ausgeweitet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dann kam Anfang 2022 der Ukraine-Krieg mit all seinen negativen Folgen. In der Presse wurden Gesamtkosten gehandelt, die die ursprünglichen Kosten weit hinter sich ließen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">So der Stand.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und wie geht es nun weiter? Die Planungssicherheit ist erst einmal gegeben. Aus Bundesmitteln stehen 1,3 Millionen Euro bis 2024 zusätzlich zur Verfügung. Sobald die Baugenehmigung vorliegt, werde man das Bauprojekt offen kommunizieren. Wie, werde man sehen. Wichtig wäre, eine breite Öffentlichkeit am Geschehen teilhaben zu lassen. Auf meine Frage, wann denn ungefähr alles fertig wäre, wollte man nicht so recht antworten. Zum Schluss stand dann aber doch ein „Ende 2024 – wenn alles gut läuft.“ Aber wer möge da heute in die Glaskugel schauen wollen?!</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/01mr-3-2k.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/01mr-3-60.jpg" alt=""/></a><figcaption>(Bild: Andreas Weise)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Und was ist nun geplant? Die Teilnehmer konnten grob in die Pläne schauen um sich einen kleinen Überblick zu verschaffen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Gesamtfläche wird mit dem Anbau an der Ost-Seite sich fast verdoppeln. Der Zugang wird neugestaltet. Es wird Gastronomie im Hause geben. Ein ganz wichtiger Punkt, wie ich finde. Zentrales Kernstück ist ein großer Saal für Veranstaltungen und ein neuer, multimedialer Themenpark. Eben eine Erlebniswelt für Jung und Alt. Ohne mehr zu verraten: Das ganze Nutzungskonzept macht einen schlüssigen Eindruck und wird, wie nicht anders zu erwarten, auch über die Raumfahrtausstellung hinaus seine Wirkung auf den Tourismus in der Region entfalten. Man ist damit ganz sicher im 21. Jahrhundert angekommen! Wichtig ist nur: Alle Beteiligten müssen den Willen zur Umsetzung haben. Dies scheint gegeben. Sowohl in der Bundes-, über die Landes- bis hin zur Kommunalpolitik.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Anfang 2023 wird es dann für die breite Öffentlichkeit mehr zu sehen geben. Davon gehe ich aus.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bleibt nur, allen Beteiligten ein freundliches „Glück auf!“ zu wünschen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Anmerkung: Für Ende 2022 steht die „reguläre“ Jahreshauptversammlung an. Man plant hieraus eine „etwas größere“ Veranstaltung zu machen mit entsprechendem Rahmenprogramm, wenn&#8230; ja wenn nicht wieder ein weiteres, unvorhergesehenes Ereignis dazwischen kommt. Ich drücke die Daumen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=380.msg534409#msg534409" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Raumfahrt-Museen und Ausstellungen</a></li></ul>
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		<title>Sigmund Jähn: Sonderdruck DLR-Magazin Countdown</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/sigmund-jaehn-sonderdruck-dlr-magazin-countdown/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 26 Nov 2019 12:37:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[DLR]]></category>
		<category><![CDATA[Morgenröthe-Rautenkranz]]></category>
		<category><![CDATA[Sigmund Jähn]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://h117294.web171.dogado.net/?p=1777</guid>

					<description><![CDATA[<p>Am Samstag, dem 16. November 2019 fand in den Räumen der Deutschen Raumfahrtausstellung in Morgenröthe-Rautenkranz eine Gedenkveranstaltung zu Ehren des kürzlich verstorbenen ersten deutschen Raumfahrers, Herrn Dr. Sigmund Jähn, statt. Quelle: DLR. Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) brachte aus diesem Anlass einen Sonderdruck des DLR-Magazins Countdown zu Ehren Sigmund Jähns heraus. Mit [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Am Samstag, dem 16. November 2019 fand in den Räumen der Deutschen Raumfahrtausstellung in Morgenröthe-Rautenkranz eine Gedenkveranstaltung zu Ehren des kürzlich verstorbenen ersten deutschen Raumfahrers, Herrn Dr. Sigmund Jähn, statt.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: DLR.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) brachte aus diesem Anlass einen Sonderdruck des DLR-Magazins Countdown zu Ehren Sigmund Jähns heraus. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit freundlicher Genehmigung der Pressestelle des DLR stellen wir diesen <a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?action=media;sa=media;in=57123;dl" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">hier als Download</a> bereit.  </p>
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		<title>Nachlese: Raumfahrttage Morgenröthe-Rautenkranz 2019</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/nachlese-raumfahrttage-morgenroethe-rautenkranz-2019/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Andreas Weise]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 15 Jun 2019 13:20:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Veranstaltungen]]></category>
		<category><![CDATA[Apollo]]></category>
		<category><![CDATA[DLR]]></category>
		<category><![CDATA[Morgenröthe-Rautenkranz]]></category>
		<category><![CDATA[Roboter]]></category>
		<category><![CDATA[Sigmund Jähn]]></category>
		<category><![CDATA[SIRIUS-19]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://h117294.web171.dogado.net/?p=3322</guid>

					<description><![CDATA[<p>Was haben die Deutsche Raumfahrtausstellung in Morgenröthe-Rautenkranz und die Kunstschule Bauhaus gemeinsam? Beide beschränken sich auf das Wesentliche. Doch während Bauhausgründer Walter Gropius diese Konzeptrichtung bereits vor 100 Jahren umsetzte, ist die Deutsche Raumfahrtausstellung jetzt an diesem Punkt angekommen. Und das ist sehr erfrischend. Am Sonntag, dem 19. Mai 2019 gingen in Morgenröthe-Rautenkranz die Raumfahrttage [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Was haben die Deutsche Raumfahrtausstellung in Morgenröthe-Rautenkranz und die Kunstschule Bauhaus gemeinsam? </h4>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/01/DSC00512mr1500.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/01/DSC00512mr260.jpg" alt="19. Mai 2019 in Morgenröthe-Rautenkranz
(Bild: T. Weyrauch)"/></a><figcaption> Mai 2019 in Morgenröthe-Rautenkranz<br> (Bild: T. Weyrauch) </figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Beide beschränken sich auf das Wesentliche. Doch während Bauhausgründer  Walter Gropius diese Konzeptrichtung bereits vor 100 Jahren umsetzte, ist die Deutsche Raumfahrtausstellung jetzt an diesem Punkt angekommen. Und das ist sehr erfrischend.  </p>



<p class="wp-block-paragraph">Am Sonntag, dem 19. Mai 2019 gingen in Morgenröthe-Rautenkranz die  Raumfahrttage 2019 zu Ende. Wer Stammgast bei dieser Veranstaltung ist, musste unweigerlich feststellen, dass alles etwas kleiner und kompakter daher kam. Kein gigantisches Zelt war neben dem Hauptgebäude aufgebaut. Kein Gedränge am Wurst- und Getränkestand. Kein Kampf um Sitzplätze. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Veranstaltung fand im Gebäude statt und war durch die Anzahl der Stühle beschränkt. Man hatte außerdem im Vorfeld nicht groß Werbung gemacht. Die Folge war eine übersichtliche Anzahl an Teilnehmern. Diese waren dann auch fast ausschließlich das Fachpublikum, das man sich für eine derartige Veranstaltung wünschen mag. Für die Teilnehmer auf und vor der Bühne erschien das als angenehm. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Ebenso kompakt wie das Publikum war die Referentenliste. Leider fehlte einer, obwohl die entsprechende Fahne draußen wehte. Astronaut Reid Wiseman (USA) musste seine Teilnahme kurzfristig absagen. Schade, hätte doch die wage Möglichkeit bestanden, dass Alexander Gerst kurz vorbei geschaut hätte, um seinen ehemaligen Flugkollegen zu begrüßen. Auch fehlte Sigmund Jähn zum Auftakt, dessen Anwesenheit seit Jahren vom Publikum wie selbstverständlich vorausgesetzt wird. Er sollte erst am Sonntag zur Veranstaltung stoßen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Der  Freitag Nachmittag verstrich mit der obligatorischen Anmeldung, der Begrüßung der Teilnehmer und einem Rückblick auf die Ehrungen zum 40. Flugjubiläum des ersten deutschen Raumfahrers. Ganz wichtig für die angereisten Teilnehmer war aber das Wiedersehen mit lieben Freunden der Raumfahrt. So saß man folgerichtig dann auch bis in die Nacht bei gutem Essen und Getränken. Es gab viel zu erzählen. Die eigentliche Hauptveranstaltung folgte am Samstag. Es sollte um den Mond gehen. Das Thema „50 Jahre Mondlandung“ ist eben in diesem Jahr allgegenwärtig…  </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/01/DSC00232mr1500.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/01/DSC00232mr260.jpg" alt="Eugen Reichl berichtet über den Weg zur Mondlandung.
(Bild: T. Weyrauch)"/></a><figcaption>Eugen Reichl berichtet über den Weg zur Mondlandung.<br> (Bild: T. Weyrauch)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Eugen Reichl</strong><br>Spätestens seit seinem Vortrags-Auftritt  zur Jahreshauptversammlung des Fördervereins „Deutsche Raumfahrtausstellung e.V.“ im Jahre 2016 ist Eugen Reichl ein gern gesehener Gast. Der Münchener hat viele Facetten: Er ist Mitarbeiter eines Raumfahrtkonzerns, Sachbuchautor, gefragter Vortragsredner, Moderator, Mitstreiter von orion.com (Wien), und vieles mehr. Die Aufzählung könnte man noch fortsetzen.  </p>



<p class="wp-block-paragraph">Reichl oblag die Ehre, am Samstag den Eröffnungsvortrag zur Hauptveranstaltung zu halten. „50 Jahre bemannte Mondlandung“ lautete das Thema. Ich selber kannte seinen Vortrag in der Grundkonzeption bereits von der  YurisNight 2019 in Wien. Reichl hatte daran zwischenzeitlich noch „gefeilt“. Der Foliensatz war überarbeitet und alles irgendwie noch stimmiger. Reichl ließ die Geschichte der Mondlandung beginnend mit den 1940er Jahren Revue passieren. Dabei erzählte er von so manch einer historischen, hier zu Lande unbekannten Person, die Einfluss auf den geschichtlichen Ablauf genommen hat. Das war natürlich hochgradig interessant, hätte es ja auch anders kommen können. Was wäre gewesen, wenn Präsident Truman die Raketenentwicklung von Anfang an unterstützt hätte? Was wäre gewesen, wenn Koroljow nicht so früh und plötzlich gestorben wäre? Was wäre geschehen, wenn Apollo 8 gescheitert wäre? Das  Spiel mit „Was wäre wenn?“ ist irrelevant für die Fakten. Wir wissen, wie die Geschichte verlaufen ist. Aber eine Überlegung ist es schon  Wert, um zu verstehen, wie knapp das „Rennen zum Mond“ ausgegangen ist.   </p>



<p class="wp-block-paragraph">Reichl zog den Bogen dann über Apollo 11 hinaus bis zu den Ankündigungen neuer Mondprojekte in unseren heutigen Tagen. Es machte Spaß, ihm zuzuhören. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/01/DSC00273mr1500.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/01/DSC00273mr260.jpg" alt=""/></a><figcaption>Oleg Kotow am Rednerpult<br> (Bild: T. Weyrauch)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Oleg Kotow</strong><br>Man war es gewöhnt, dass bei Raumfahrttagen in der Deutschen  Raumfahrtausstellung mindestens(!) 2+X Raumfahrer anwesend sind. Diesmal  war zur Hauptveranstaltung am Samstag „nur“ einer angereist. Aber was für einer! Mit der erfolgreichen Einladung von Kosmonaut Oleg Walerjewitsch Kotow war den Organisatoren für mich ein kleines Wunder gelungen, wusste ich doch, dass er bei anderen Veranstaltungen schon mehrfach aus verschiedenen Gründen absagen musste. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Kotow hat an der Militärischen Medizinakademie Kirow studiert und promoviert. Er arbeitete darauf als Arzt im Sternenstädtchen und wurde in drei ISS-Raumflügen (Starts 2007, 2009, 2013) eingesetzt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">2016 verließ Kotow das Kosmonautenausbildungszentrum (ZPK) und arbeitet bei TsNIIMash, einem Forschungszentrum, das sich auch mit Flugtests befasst. 2018 wurde er stellvertretender Leiter des Institut für biomedizinische Probleme in Moskau. (Quelle: wikipedia ru)  </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/01/DSC00347mr1500.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/01/DSC00347mr260.jpg" alt="Bei der traditionellen Überreichung eines Räuchermanns - v.l. Museumsleiterin Romy Mothes, Kosmonaut Oleg Kotow, Journalist und Autor Gerhard Kowalski, Karin Schädlich Vorsitzende Deutsche Raumfahrtausstellung Morgenröthe-Rautenkranz e.V.
(Bild: T. Weyrauch)"/></a><figcaption>Bei der traditionellen Überreichung eines<br> Räuchermanns &#8211; v.l. Museumsleiterin <br>Romy Mothes, Kosmonaut Oleg Kotow,<br> Journalist und Autor Gerhard Kowalski,<br> Karin Schädlich Vorsitzende Deutsche<br> Raumfahrtausstellung <br>Morgenröthe-Rautenkranz e.V.<br> (Bild: T. Weyrauch)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Damit war es den Organisatoren gelungen, einen der Top-Spezialisten für  Weltraum-Medizin, Langzeitflüge und Isolationstests auf die Bühne zu holen. Kotow verstand es, das Publikum trotz des etwas trockenen Fach-Stoffs zu fesseln. Dank an dieser Stelle sei Gerhard Kowalski gezollt, der wie immer perfekt und temperamentvoll dolmetschte. Fazit des Vortrages: Es gibt noch viel zu erforschen im raumfahrtmedizinischen Bereich. Eine Station um, bzw. auf dem Mond wird andere medizinische Probleme aufwerfen, als heute auf der ISS existieren. Von einem Flug zum Mars ganz zu schweigen. Es ist eben alles nicht ganz so einfach, wie man sich das in so mancher tollen Computeranimation erträumt. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/01/DSC00397mr1500.jpg" data-rel="lightbox-image-4" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/01/DSC00397mr260.jpg" alt="Michaela Girgenrath
(Bild: T. Weyrauch)"/></a><figcaption>Michaela Girgenrath<br> (Bild: T. Weyrauch)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Michaela Girgenrath</strong><br>Der Vortrag von Frau Dr. Girgenrath vom DLR schloss thematisch fast nahtlos an den Themenbereich von Kotow an. Girgenrath berichtete über das Projekt SIRIUS-19. Das ist ein Isolationsexperiment, das einen viermonatigen Aufenthalt auf einer Mondstation simuliert. Es findet in der Isolationsstation des  Instituts für biomedizinische Probleme in Moskau statt, dem Institut, an dem Kotow arbeitet. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Erinnerungen an das Mars-500-Experiment werden wach. Für mich war es doch sehr interessant und wichtig, wie viele internationale Institute und Forschungsstätten beteiligt sind. Hier zeigt sich wieder einmal: Raumfahrt verbindet über Grenzen hinweg. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/01/DSC00485mr1500.jpg" data-rel="lightbox-image-5" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/01/DSC00485mr260.jpg" alt="Rico Belder
(Bild: T. Weyrauch)"/></a><figcaption>Rico Belder<br> (Bild: T. Weyrauch)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Rico Belder</strong><br>Rico Belder vom DLR sprach über die Mission „ROBEX“. Belder ist Mitarbeiter am Institut für Robotik und Mechatronik, Autonomie und Teleoperation beim DLR in Oberpfaffenhofen. Der Absolvent der TU-Dresden hat übrigens 2010 eine für mich sehr interessante Diplomarbeit vorgelegt unter dem Titel „Reaktive Kollisionsvermeidungsstrategien für Roboter in der direkten Mensch-Roboter Interaktion“. Dem Thema Robotik ist er treu geblieben. Weiterführend daraus ging es in seinem Vortrag über ROBEX um autonom arbeitende Robotersysteme für die Fernerkundung. ROBEX leitet sich ab von „Robotische Exploration unter Extrembedingungen“. Vielen Dank an Herrn Belder, der nach Ende der Veranstaltung auch für ein kleines Fachgespräch zur Verfügung stand. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Sigmund Jähn</strong><br>Der Lokalmatador Sigmund Jähn hatte seinen Auftritt am  Sonntag-Vormittag zur Referenten-Talk-Runde. Natürlich wurde er von allen Anwesenden mit Begeisterung begrüßt. Natürlich war man stolz und glücklich, dass er da war. Und natürlich saß er wie jedes Mal brav und diszipliniert am Ende der Veranstaltung am Podium und gab allen, die es wollten, geduldig Autogramme. Unter den begeisterten Autogrammjägern waren wieder viele bekannte Gesichter. Man kann offensichtlich von „unserem Sigmund“ nicht genug bekommen. Alle waren zufrieden und glücklich. Es war halt so, wie immer… </p>



<p class="wp-block-paragraph">Aber wer ganz genau hinsah, bzw. hinsehen wollte, merkte irgendwie, dass es nicht ganz so war, wie früher. Jähn hatte am Vortage in München eine Veranstaltung bestritten und war dann nach Rautenkranz gefahren. Erschöpfung und Müdigkeit von den Strapazen der Reise sah man dem 82 jährigen durchaus an. Zwei Wochen später bin ich durch Zufall selber von München via Regensburg, Hof, Plauen, Chemnitz, Dresden mit dem Auto  nach Berlin gefahren. Es war Stress pur, bestimmt auch für einen Beifahrer. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Man möge ehrlich der Tatsache ins Auge sehen, das Herr Dr. Sigmund Jähn, unser Sigmund, nicht mehr jeder Einladung folgen, nicht mehr jeden Autogrammwunsch erfüllen und auch nicht für jedes Selfi bereitstehen kann und wird. Als „Figur des öffentlichen Lebens“, so wie das im Amtsdeutsch heißt, steht man zwar zwangsläufig immer irgendwie im Rampenlicht. Aber wir alle sollten langfristig den Bogen nicht überspannen. Also sollten wir die Ansprüche etwas herunter setzten. Er möge uns noch sehr lange erhalten bleiben.  </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Die Podiumsdiskussion</strong><br>Teils ausgesprochen lebendig gestaltete sich die Podiumsdiskussion am Sonntag. Erfrischend war, dass es auf der Bühne durchaus unterschiedliche Meinungen gab. Während Belder die Zukunft der Raumfahrt mittels Robotik propagierte, sah Kotow das nicht ganz so optimistisch. Der Mensch sei bei bestimmten Aufgaben eben noch nicht zu ersetzen. Das gelte auch für interplanetare Raumflüge. Jähn bemerkte sinngemäß, dass seine Hoffnungen auf baldige gemeinsame Flüge zu Mond und Mars angesichts der Schwierigkeiten, sich zusammen um die Lösung der Probleme der Erde zu kümmern, zwischenzeitlich gedämpft wurden. Eine Aussage, über die es nachzudenken lohnt. Die meisten Zuhörer im Saal klatschten spontan. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Rahmen und Organisation</strong><br>Die Organisatoren hatten neben den traditionellen Ritualen, wie zum Beispiel das Aufstellen zum Gruppenfoto der Akteure, auch wieder zur abendlichen Zusammenkunft in der örtlichen Gastlichkeit Frischhütte eingeladen. Bei leckerem Essen und kühlen Getränken konnten sich die Teilnehmer über das Erlebte austauschen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Gesamtorganisation war rund um gelungen. Die technische Umsetzung mit Multifunktionswand, Akustikanlage und allem anderen, war perfekt. Man merkt, dass man aus früheren Veranstaltungen viel Erfahrung schöpfen konnte. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Alles in allem war es eine tolle Veranstaltung. Den Organisatoren und Helfern sei an dieser Stelle Dank gesagt. Und dass viele den teilweise weiten Anreiseweg in die Vogtländischen Berge nicht gescheut haben, zeugt davon, dass die Raumfahrttage in Morgenröthe-Rautenkranz zu einer der wichtigsten  Veranstaltungen für die Freunde der Raumfahrt in Deutschland zählen. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Video (mit freundlicher Genehmigung von Diana Fiedler):</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://www.youtube.com/watch?v=2BUlGLb-KYE" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Video bei YouTube</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=3287.msg450284#msg450284" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Deutsche Raumfahrtausstellung</a>   </li></ul>
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		<item>
		<title>Meridian 2019 &#8211; Raumfahrtpreis in der Bewährungsphase</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/meridian-2019-raumfahrtpreis-in-der-bewaehrungsphase/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Andreas Weise]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 25 Apr 2019 14:13:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Veranstaltungen]]></category>
		<category><![CDATA[Morgenröthe-Rautenkranz]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt Concret]]></category>
		<category><![CDATA[Sigmund Jähn]]></category>
		<category><![CDATA[Silberner Meridian]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=42673</guid>

					<description><![CDATA[<p>Im Jahr 2019 soll der junge Raumfahrtpreis „Silberner Meridian“ zum zweiten Mal vergeben werden – und erstmals nach einem öffentlichen Aufruf für Vorschläge zur Nominierung für die Preisverleihung 2019. Ein Beitrag von Andreas Weise. Quelle: RC. Es läuft gut. So zu mindestens kann man es interpretieren, wenn man sich mit den Organisatoren des Raumfahrtpreises „Silberner [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Im Jahr 2019 soll der junge Raumfahrtpreis „Silberner Meridian“ zum zweiten Mal vergeben werden – und erstmals nach einem öffentlichen Aufruf für Vorschläge zur Nominierung für die Preisverleihung 2019.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Andreas Weise. Quelle: RC.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es läuft gut. So zu mindestens kann man es interpretieren, wenn man sich mit den Organisatoren des Raumfahrtpreises „Silberner Meridian“ unterhält. Es gibt weitere neue Mitglieder und Sponsoren in der Initiative. Somit ist die Finanzierung gesichert. Geht man davon aus, das jedes Mitglied der Initiative mindestens einen Vorschlag für den Preisträger 2019 einbringt, steht einer entsprechenden Auswahl und einer großen Preisverleihung dieses Jahr nichts mehr im Wege. So weit, so gut. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/25042019161313_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/25042019161313_small_1.jpg" alt="A. Weise" width="260"/></a><figcaption>
Preisübergabe an Sigmund Jähn (re.) 
<br>
(Bild: A. Weise)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Letztes Jahr war es noch gerade zu einfach. Der Preisträger für den Raumfahrtpreis von europäischen Raumfahrtvereinen stand schon im Vorfeld fest. Sigmund Jähn war der Auserwählte. Eine Wahl, die auf breiten Konsens der in der Initiative zusammengeschlossenen Vereine stieß, da in ihm sich alle Anforderungen an den Raumfahrtpreis „Silberner Meridian“ wieder spiegelten. Er war ein unbestritten und wirklich bestens geeigneter Kandidat zum Start dieser Kampagne. Das Presseecho war entsprechend positiv. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Dieses Jahr ist alles anders. Die Messlatte hängt hoch. Ob wohl die Rahmenbedingungen scheinbar alle zum Besten beschieden sind, wird man sich ernsthafte und tiefgreifende Gedanken machen, wen man auszeichnet. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/25042019161313_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/25042019161313_small_2.jpg" alt="RC" width="260"/></a><figcaption>
Plakat zur Ausschreibung des Preises 2019 
<br>
(Bild: RC)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>In der Satzung der Verleihungsinitiative ist das so zu lesen:</strong>
<br>
<i>„&#8230; Der Preis kann einmal jährlich an Einzelpersönlichkeiten, Gruppen oder Initiativen vergeben werden, die sich in besonderem Maße um die Darstellung der Faszination Raumfahrt und um die begeisternde Vermittlung raumfahrtwissenschaftlichen, -technischen oder -historischen Wissens sowie der völkerverständigenden Idee einer internationalen Zusammenarbeit im Kosmos verdient gemacht haben. …“</i>
<br>
Es wird also wirklich spannend, welcher Name zum Schluss aus dem Zylinder gezaubert wird. Mit der diesjährigen Verleihung wird der „Silberne Meridian“ ein Zeichen setzen, in welche Richtung sich die ganze Sache entwickeln wird. Wird es ein Name sein, den jeder kennt? Wird es jemand sein, der in der breiten Bevölkerung völlig unbekannt ist? Werden die gewürdigt, die ständig im Rampenlicht stehen oder die, die im Verborgenen tätig sind? Die Möglichkeiten sind weit gespannt.  </p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich persönlich bin der Meinung, dass es genügend Raumfahrtfreunde in unserem Land gibt, die sich uneigennützig aufopfern und denen man mit einer Nominierung auch einfach mal Danke sagen könnte. Auf wen würde die Beschreibung zutreffen? Wer könnte das sein? </p>



<p class="wp-block-paragraph">Das müsst Ihr wissen! Ja Ihr, die Ihr das hier gerade lest. Ihr wisst selber, wer in Stuttgart, Hamburg, Bremen, München, Nürnberg, Dresden, Chemnitz, Rostock, Berlin oder anders wo aktiv ist.  </p>



<p class="wp-block-paragraph">Bringt Euch ein, in dem Ihr Vorschläge für die Nominierung des Silbernen Meridian 2019 macht! </p>



<p class="wp-block-paragraph">Vorschläge mit einer schriftlichen Begründung können bis spätestens zum 30. Juni 2019 an Raumfahrt Concret; PF 101239; 17019 Neubrandenburg oder an rcspace@t-online.de gesendet werden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Nachzulesen ist alles noch einmal <a class="a" href="https://raumfahrt-concret.de/de/Der-Raumfahrtpreis-Silberner-Meridian/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">hier</a>.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=16351.msg430118#msg430118" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Deutscher Raumfahrtpreis „Silberner Meridian“</a></li></ul>
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		<title>Sigmund Jähn wird 80!</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/sigmund-jaehn-wird-80/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Andreas Weise]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 10 Feb 2017 14:47:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Interkosmos]]></category>
		<category><![CDATA[Morgenröthe-Rautenkranz]]></category>
		<category><![CDATA[Sigmund Jähn]]></category>
		<category><![CDATA[Sojus]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Doktor Sigmund Jähn, Fliegerkosmonaut und erster Deutscher im All, feiert am 13. Februar 2017 seinen 80. Geburtstag. Wir gratulieren herzlich! Viele berühmte Persönlichkeiten definieren sich in der Geschichte nur durch eine einzige große Tat. Der preußische General Blücher wäre bestimmt heute nicht so bekannt, wenn er nicht in der Schlacht bei Waterloo am 18. Juni [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Doktor Sigmund Jähn, Fliegerkosmonaut und erster Deutscher im All, feiert am 13. Februar 2017 seinen 80. Geburtstag. Wir gratulieren herzlich!   </h4>



<p class="wp-block-paragraph">Viele berühmte Persönlichkeiten definieren sich in der Geschichte nur durch eine einzige große Tat. <br>Der preußische General Blücher wäre bestimmt heute nicht so  bekannt, wenn er nicht in der Schlacht bei Waterloo am 18. Juni 1815 entscheidend eingegriffen hätte. <br>Charles Augustus Lindbergh war ein einfacher Pilot. Durch eine einzige Tat wurde er weltberühmt, sein Atlantikflug 1927. <br>Ein kleiner bis dato völlig unbekannter Oberleutnant wurde im  April 1961 vom Schicksal an eine Stelle gestellt, die ihn zum Symbol des Beginns eines neuen Zeitalters machte, der bemannten Raumfahrt: Juri Gagarin. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Ist es aber gerechtfertigt, die Lebensleistung nur durch eine einzelne Tat zu definieren? Eine schwere Frage und nicht leicht zu beantworten. <br>Der hier genannte Jubilar hat auch so eine Tat vollbracht, mit der er, ob er will oder nicht, immer in Zusammenhang gebracht wird. Mit dieser Tat ist er im Bewusstsein vieler Landsleute verankert. Sigmund Jähn ist als erster Deutscher 1978 ins All geflogen. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/01/jähn1_500.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/01/jähn1_260.jpg" alt="Sigmund Jähn
(Bild: Uwe Titscher)"/></a><figcaption>Sigmund Jähn<br> (Bild: Uwe Titscher)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Viel wurde seinerzeit darüber berichtet und bis in die heutigen Tage  wieder und immer wieder. Der Start von Sojus-31. Die Arbeit auf der Orbitalstation Salut-6. Die Landung mit Sojus-29. Viele große und kleine Geschichten über und um diesen Flug wurden erzählt. Alles wurde schon hunderte male berichtet und wieder berichtet. Ausgeschmückt oder kleingeredet. Immer, wie man es gerade zu sehen glaubte. Diese eine  Woche Aufenthalt im Weltraum wurde von einigen Zeitgenossen als  überragender Beweis der Überlegenheit des damals herrschenden Systems  gewertet. Für andere war es „nur“ eine Propagandashow. Beides stimmt nicht. Aber der Akteur kann sich nur schwer gegen eingefahrene Vorurteile wehren. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Für den Autor dieser Zeilen  definiert sich die Lebensleistung nicht in dieser einzigen Tat. Der Jubilar hat ein nicht gerade eintöniges Leben geführt. Nur einige  Stationen seines Lebens seien hier genannt. Er wird in Morgenröthe-Rautenkranz (Sachsen) geboren. Ein Ort im tiefsten Vogtland, dessen Name noch heute manchen Unkundigen zum Schmunzeln anregt. Als junger Mann lernt er den bodenständigen Beruf eines Buchdruckers. Er will fliegen. Das ist für ihn nur bei den Luftstreitkräften der DDR  möglich. So wird er Militärpilot. Hier sieht der junge Unterleutnant und frisch gebackene Pilot erstmals dem Tod ins Auge. Er muss sich aus  einer MiG-17 nach Triebwerksausfall katapultieren. Ein Stück verkohlte Karte aus den Flugzeugtrümmern wird zum Talisman. Er studiert in Moskau an der Militärakademie in Monino und erlebt dort 1968 den tragischen Unfalltod von Juri Gagarin. Er wird Inspekteur für Jagdfliegerausbildung und Flugsicherheit. 1976 folgt dann unerwartet die Auswahl in den streng geheimen Kader für Interkosmonauten. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Sowjetunion hatte mit den sozialistischen Bruderländern vereinbart, dass  auch Bürger dieser Länder mit sowjetischen Raumschiffen fliegen durften. Jähn setzt sich gegen alle Mitbewerber zum Schluss durch. Auch bedingt durch sein warmherziges Auftreten. 1978 dann die ersten Interkosmos-Raumflüge. Zuerst fliegt der Tschechoslowake Remek. Die Reihenfolge ist aus politischen Gründen gesetzt. Danach soll ein DDR-Bürger starten. Doch Polen interveniert und setzt sich durch. So ist der Nächste der Pole Hermaszewski. Jähn soll diese „Zurückstellung“ mit den Worten kommentiert haben: „Somit hatten wir mehr Zeit, uns noch besser auf das wissenschaftliche Forschungsprogramm vorzubereiten … .“ </p>



<p class="wp-block-paragraph">Am 26. August 1978 ist es soweit. Jähn ist nicht nur der erste DDR-Bürger in der Umlaufbahn. Die Machthaber betonen auch, dass er der erste Deutsche im All ist. In der alten Bundesrepublik wird diese Tatsache damals nicht gerade mit Beifallstürmen aufgenommen. Jähn selber absolviert den Raumflug ganz professionell, aber auch mit Warmherzigkeit und Witz. Unvergessen ist die Geste am Fuße der Startrampe. Daumen hoch. Mindestens zwei Bildreporter halten diesen ganz  kurzen Augenblick fest. Das Bild wird zum Symbol. Auf geht’s! </p>



<p class="wp-block-paragraph">Später gerät die Ankopplung an die Orbitalstation Salut-6 zur Zitterpartie. Die Luke klemmt. Aber alles geht gut. Auf der Raumstation steht dann ein dicht gedrängter Zeitplan für wissenschaftliche Forschung an. Eines der Hauptexperimente ist die  Erdfernerkundung mit der Multispektralkamera MKF-6, im DDR-Volksmund spöttisch als &#8222;Multispektakelkamera&#8220; bezeichnet. Dass diese Kamera damals technischer Höchststand war und sich auch auf dem West-Welt-Markt hätte gut verkaufen lassen können, das ist weniger bekannt. Nach dem Raumflug wird Jähn bei Professor Marek, einem der Väter der MKF-6, auf dem Gebiet der Fernerkundung promovieren. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/01/jähn2_1000.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/01/jähn2_260.jpg" alt="Fotopostkarte mit Sondermarke und Sonderstempel - Zum 10. Jahrestag des Weltraumflugs UdSSR - DDR
(Bild: Andreas Weise)"/></a><figcaption>Fotopostkarte mit Sondermarke und Sonderstempel &#8211; Zum 10. Jahrestag des Weltraumflugs UdSSR &#8211; DDR<br> (Bild: Andreas Weise)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die Tage im Weltraum vergehen buchstäblich wie im Fluge. Die Landung ist dann mehr als hart. Das Ausklinken des Fallschirms erfolgt nicht so, wie vorgesehen. Der Wirbelsäulenschaden, den Jähn dabei davon trägt, wird ihn sein weiteres Leben begleiten. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach der Landung ist vor dem Jubel. Jähn wird in der DDR zum Superstar  hochstilisiert. Einer von vielen Witzen erklärt die neue Längeneinheit in der DDR: „Ein Jähn“ – Der Abstand von einem Plakat zum nächsten. Der Mann, dem der Jubel gilt, leidet darunter. Ihm ist der ganze Rummel um seine Person eher peinlich. Er mag nicht im Rampenlicht stehen. Er bleibt bescheiden, bodenständig, liebenswürdig und volksverbunden. Die Menschen erkennen das an. So ist der Jubel und die Bewunderung ehrlich  und hält bis heute an. </p>



<p class="wp-block-paragraph">In den 1980er Jahren  kommt es zu ersten Kontakten auch mit westlichen Raumfahrern. Im Herbst 1989 ist das Ende der DDR gekommen. Mit einer für viele unmöglich  gehaltenen Geschwindigkeit schreitet die Geschichte voran. Die Berliner Mauer fällt. Ein knappes Jahr später ist die DDR Geschichte und Deutschland eins. Jähn, inzwischen Generalmajor, ist plötzlich arbeitslos. Da erinnert man sich seiner in einer Zeit des  Tauwetters mit dem aus dem Rest der Sowjetunion erstandenen Russland. Russland hat Schwierigkeiten, die kostspielige Raumfahrt zu unterhalten.  </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Raumstation MIR ist chronisch unterfinanziert. Mangel an allen Ecken. In dieser Situation sehen die Westeuropäer die Chance zur Zusammenarbeit in der bemannten Raumfahrt. Und Russland schlägt in die hingehaltene Hand ein. Wie können aber auf die Schnelle ehemalige Gegner, die sich bis vor Kurzem sogar feindlich gegenüber standen, überhaupt zusammen arbeiten? Schließlich sind die zukünftigen Westkosmonauten teilweise auch Kampfpiloten in ehemals feindlichen Luftwaffen. Ideal wäre ein Mittler. Jemand der loyal zu seiner Heimat ist und gleichzeitig auch die russische Seele begreift. Der Russland von innen kennt und auch versteht. Der dort auch anerkannt und geachtet ist. Die Rolle ist für Jähn wie auf den Leib geschrieben. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Er wird freier Berater für das Astronautenzentrum des DLR und später auch für die ESA im russischen  Kosmonautenausbildungszentrum bei Moskau. Er verlegt seinen Arbeitsplatz in das Sternenstädtchen und bezieht dort ein kleines Büro. Alle  europäischen Kosmonauten werden von ihm begleitet. Er plant, organisiert, vermittelt. Er kümmert sich nicht nur um Ausbildungspläne, sondern auch um die vielen tausend Problemchen, die das Leben in Russland so mit sich bringt. Dabei bleibt er immer im Hintergrund. Bescheiden und diskret. Das beschert ihm die Hochachtung aller seiner Kosmonautenkollegen. Es gibt ein Foto aus der Euro-MIR-Zeit. Der junge  Raumfahrtanwärter Thomas Reiter posiert, sitzend im Sokol-Raumanzug, vor der ESA-Fahne. Hinter Ihm stehend sein Mentor Sigmund Jähn. Für mich ein Bild mit Symbolcharakter. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Längst als Pensionär kommt der Jubilar trotzdem nicht zur Ruhe. Er wird zu  Tagungen, Raumfahrtveranstaltungen und Foren eingeladen. Die Säle sind immer voll. Geduldig gibt er Autogramme, wann immer er danach gefragt  wird. Seien es nun Treffen mit Schulkassen oder mit schon betagteren Autogrammjägern. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/01/DSC02687twmrb800.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/01/DSC02687twmrb354.jpg" alt="MKF-6 in der Deutschen Raumfahrtausstellung
(Bild: T. Weyrauch)"/></a><figcaption>MKF-6 in der Deutschen Raumfahrtausstellung<br> (Bild: T. Weyrauch)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Seine volle Unterstützung und Kraft gilt der <a rel="noreferrer noopener follow" href="https://www.deutsche-raumfahrtausstellung.de/" target="_blank" data-wpel-link="external">Deutschen Raumfahrtausstellung</a>  in seinem Geburtsort Morgenröthe-Rautenkranz. Ohne sein Wirken hätte sich diese Ausstellung nicht zu so einem einzigartigen Ort der Präsentation der Geschichte der Raumfahrt entwickelt. Man ist sich dort dieser Tatsache auch voll bewusst. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Mai 2014 wird er noch einmal nach Baikonur gerufen. Zusammen mit Ulf Merbold und Thomas Reiter verabschiedet er Alexander Gerst zu seinem Flug zur  Internationalen Raumstation. Damit setzt sich die Geschichte deutscher Raumfahrer nun in der dritten Generation fort, die mit Jähn begann. Und mit Astro-Alex steigt dort ein pfiffiger, weltoffener, intelligenter und feinsinniger junger Mann in die Sojus, der ganz im Sinne Jähns ist. Der Staffelstab ist weiter gegeben. Es ist zu hoffen, dass Sigmund Jähn noch lange mit uns verfolgen kann, wie die Geschichte, die Geschichte der bemannten Raumfahrt weiter geht. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>In diesem Sinne wünschen wir ihm alles Gute, Glück und Gesundheit.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Alles Gute zu Deinem 80. Geburtstag lieber Sigmund!</strong></p>



<h4><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></h4>



<ul>
<li><strong><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=15596.0" rel="noreferrer noopener" aria-label="(öffnet in neuem Tab)" target="_blank" data-wpel-link="internal">Sigmund Jähn</a></strong></li>
</ul>
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		<title>Mitteldeutscher Raumcon-Stammtisch mit Raumfahrern am 16. Oktober 2010</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/mitteldeutscher-raumcon-stammtisch-mit-raumfahrern-am-16-oktober-2010/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 24 Oct 2010 13:13:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Veranstaltungen]]></category>
		<category><![CDATA[Morgenröthe-Rautenkranz]]></category>
		<category><![CDATA[Salut 6]]></category>
		<category><![CDATA[Sigmund Jähn]]></category>
		<category><![CDATA[Sojus 29]]></category>
		<category><![CDATA[Sojus 31]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://h117294.web171.dogado.net/?p=1803</guid>

					<description><![CDATA[<p>Am vergangenen Wochenende fand der 4. Mitteldeutsche Raumcon-Stammtisch statt, diesmal in Morgenröthe-Rautenkranz und mit Beteiligung zweier echter Raumfahrer: Sigmund Jähn und Roman Romanjenko. Ein Beitrag von Günther Glatzel. Der vierte Mitteldeutsche Raumcon-Stammtisch mit Rahmenprogramm fand am 16. Oktober 2010 in Morgenröthe-Rautenkranz statt. Insgesamt waren 16 angemeldete Raumconler aus allen Himmelsrichtungen und zwei Gäste dabei. Viele [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/mitteldeutscher-raumcon-stammtisch-mit-raumfahrern-am-16-oktober-2010/" data-wpel-link="internal">Mitteldeutscher Raumcon-Stammtisch mit Raumfahrern am 16. Oktober 2010</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Am vergangenen Wochenende fand der 4. Mitteldeutsche Raumcon-Stammtisch statt, diesmal in Morgenröthe-Rautenkranz und mit Beteiligung zweier echter Raumfahrer: Sigmund Jähn und Roman Romanjenko. </h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Günther Glatzel.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/01/mdrs4b-zoebischhaus.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/01/mdrs4b-zoebischhaus-260.jpg" alt="Pension Zöbischhaus
(Bild: RN)"/></a><figcaption> Pension Zöbischhaus <br>(Bild: RN)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Der vierte Mitteldeutsche Raumcon-Stammtisch mit Rahmenprogramm fand am 16. Oktober 2010 in Morgenröthe-Rautenkranz statt. Insgesamt waren 16  angemeldete Raumconler aus allen Himmelsrichtungen und zwei Gäste dabei. Viele waren bereits am Freitag angereist und verbrachten eine mehr oder  weniger kurze Nacht in der <em>Pension Zöbischhaus</em> in Bad Reiboldsgrün. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/01/mdrs4-kopplungssimulator01.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/01/mdrs4-kopplungssimulator01-260.jpg" alt="Bildschirmansicht des Sojus-Kopplungssimulators
(Bild: Thomas Weyrauch)"/></a><figcaption>Bildschirmansicht des Sojus-Kopplungssimulators<br> (Bild: Thomas Weyrauch)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Am Samstag trafen wir uns dann komplett in der <em>Frischhütte</em> zum Mittagessen. Anschließend besuchten wir die <em>Deutsche Raumfahrtausstellung Morgenröthe-Rautenkranz</em> und bekamen hier von deren Leiterin <em>Romy Mothes</em> eine kurze Einführung. Außer einem Film über die Anfangszeit der ISS und vielen Exponaten aus den vergangenen Jahrzehnten konnten wir auch ein vereinfachtes Trainingsmodul der Mir von innen erkunden und in einer  nachgestellten Sojus-Kommandokapsel einen Kopplungssimulator testen. Naja, eigentlich testete das Simulationsprogramm Genauigkeit und Geschicklichkeit der &#8222;Piloten&#8220; aus unseren Reihen. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/01/mdrs4-kopplungssimulator02.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/01/mdrs4-kopplungssimulator02-260.jpg" alt="Sojus-Kopplungssimulator
(Bild: Thomas Weyrauch)"/></a><figcaption>Sojus-Kopplungssimulator<br> (Bild: Thomas Weyrauch)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Danach gingen wir in die alte Schule und trafen im ehemaligen Lehrerzimmer die Kosmonauten <em>Sigmund Jähn</em> (Sojus 31/Salut 6/Sojus 29) und <em>Roman Romanjenko</em> (Sojus-TMA 15/ISS-Expedition 20/21) sowie verschiedene weitere  Personen, die eng mit der deutschen und internationalen Raumfahrt verbunden sind. Die Stars waren natürlich Sigmund und Roman, die uns viel über die sowjetisch/russische Raumfahrt, Prozeduren bei einem Sojus-Flug sowie den Aufenthalt in einer Raumstation und manches andere erzählen konnten. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/01/mdrs4-jaehn-und-romanjenko01.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/01/mdrs4-jaehn-und-romanjenko01-260.jpg" alt="Die Raumfahrer Dr. Sigmund Jähn und Roman Romanjenko (Bild: Thomas Weyrauch)"/></a><figcaption> Die Raumfahrer Dr. Sigmund Jähn und Roman Romanjenko (Bild: Thomas Weyrauch)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Beispielsweise erfuhren wir viel über die Landeprozedur einer Sojus-Kapsel. So ist eine Landung innerhalb einer Stunde möglich. Normalerweise lässt man sich aber etwa 3 Stunden Zeit. Zum Einleiten des Landevorgangs existiert ein automatisches System. Nach dem Bremsimpuls beginnt ein scharfer Abstieg, bei dem zuerst die drei Teile des Raumschiffs pyrotechnisch voneinander getrennt und in verschiedene Richtungen gelenkt werden. Einzig die Kommandokapsel ist gegen die Hitze geschützt und übersteht den Abstieg relativ unbeschadet. Dabei hört man intensiv alle auftretenden Geräusche, von den Zündungen der Sprengbolzen über die Geräusche der laufenden Aggregate, das Pfeifen der verwirbelten Luft und Stoßwellen, die während der ersten Phase mehrfach auftreten. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/01/mdrs4-vortrag-romanjenko01.jpg" data-rel="lightbox-image-4" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/01/mdrs4-vortrag-romanjenko01-260.jpg" alt="Roman Romanjenko bei seinem Vortrag im Foyer der Deutschen Raumfahrtausstellung. Neben ihm der Journalist und Dolmetscher Gerhard Kowalski
(Bild: Thomas Weyrauch)"/></a><figcaption> Roman Romanjenko bei seinem Vortrag im Foyer der  Deutschen Raumfahrtausstellung. Neben ihm der Journalist und Dolmetscher  Gerhard Kowalski <br>(Bild: Thomas Weyrauch)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Beim Ausstoß der Fallschirme gibt es einen ordentlichen Ruck und die Kapsel pendelt mehrfach heftig hin und her. In dieser Phase sind die Raumfahrer ganz fest angeschnallt, was auch für die Landung wichtig ist. Hier sorgen Bremstriebwerke und ein &#8222;Luftkissen&#8220; unter dem Sitz dafür, dass diese für die Raumfahrer nicht zu hart erfolgt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch die Modalitäten der Landung wurden thematisiert. So sind sowohl die  ballistische als auch die aerodynamisch gesteuerte Landung normale Landeverfahren, wobei die ballistische, bei der sich die Landekapsel nicht auf einem Gleitpfad befindet, stärkere g-Belastungen hervorruft. Während des Fallschirmfluges wird dann das Hitzeschild abgeworfen, so dass die Landetriebwerke unmittelbar vor dem Aufsetzen ihre Wirkung entfalten können (weiche Landung). Es ist aber auch eine Landung mit Hitzeschild und ohne Einsatz der Bremstriebwerke machbar (harte Landung). Dementsprechend auch warten mehrere Bergungsteams an verschiedenen Stellen der Rückkehrbahn. </p>



<p class="wp-block-paragraph"> Weitere Themen waren u. a. das neue Kosmodrom Wostotschni, dessen  Landezone, die Steuerung des geplanten neuen Raumschiffs während der  Landung, die Beziehungen der deutschen und russischen Raumfahrer zu ihren internationalen Kollegen und Betreuern. Schwer beschreiben kann man natürlich die persönlichen Bemerkungen, welche die beiden Raumfahrer zur Beschreibung ihrer Erlebnisse verwendeten und die Spannung, die während der Ausführungen im Raum herrschten. Dies vor allem macht das bleibende Erlebnis für die anwesenden Teilnehmer aus. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Leider war die reichliche Stunde viel zu schnell vorbei. Wir danken den beiden Raumfahrern sowie den Organisatoren sowie dem Journalisten und  Übersetzer <em>Gerhard Kowalski</em> von ganzem Herzen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Anschließend nahmen wir im Foyer der Raumfahrtausstellung noch an einer  nicht-öffentlichen Veranstaltung teil, bei der Roman etwas ausführlicher von seiner Mission im letzten Jahr berichtete. Wir danken auf diesem Wege auch dem Team der <em>Deutschen Raumfahrtausstellung Morgenröthe-Rautenkranz</em>, das uns diese Gelegenheit gab. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Den Abschluss bildete der eigentliche Stammtisch im Restaurant Zöbischhaus, bei dem es wieder kreuz und quer durch viele Raumfahrt- und Astronomiethemen ging und natürlich auch die Erlebnisse des Tages eine  große Rolle spielten. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskussion zu diesem Artikel:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=6107.msg160964#msg160964" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Mitteldeutscher Raumcon-Stammtisch (ab 13. Oktober 2010)</a>
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		<title>Deutsche Raumfahrtausstellung startet durch</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/deutsche-raumfahrtausstellung-startet-durch/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 25 May 2007 10:58:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Veranstaltungen]]></category>
		<category><![CDATA[Astrolab-Mission]]></category>
		<category><![CDATA[Columbia]]></category>
		<category><![CDATA[Columbus]]></category>
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		<category><![CDATA[Morgenröthe-Rautenkranz]]></category>
		<category><![CDATA[Raumanzug]]></category>
		<category><![CDATA[Sigmund Jähn]]></category>
		<category><![CDATA[Thomas Reiter]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Morgenröthe-Rautenkranz, der Geburtstort des ersten Deutschen im All, Sigmund Jähn, ist um eine Attraktion reicher: Am 8. Juni wird die neue „Deutsche Raumfahrtausstellung“ im modernen Gebäude offiziell eröffnet. Ein dreitägiges Festprogramm begleitet diesen Event, der mit einem Vortrag des ESA-Astronauten Thomas Reiter eingeleitet wird, Europas Langzeit-Außerirdischem mit 350 Tagen Weltraumaufenthalt. Quelle: ESA. Schwerpunkte der neuen [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Morgenröthe-Rautenkranz, der Geburtstort des ersten Deutschen im All, Sigmund Jähn, ist um eine Attraktion reicher: Am 8. Juni wird die neue „Deutsche Raumfahrtausstellung“ im modernen Gebäude offiziell eröffnet. Ein dreitägiges Festprogramm begleitet diesen Event, der mit einem Vortrag des ESA-Astronauten Thomas Reiter eingeleitet wird, Europas Langzeit-Außerirdischem mit 350 Tagen Weltraumaufenthalt.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: ESA.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Schwerpunkte der neuen Ausstellung sind die Geschichte der Raumfahrt von den Anfängen bis zur Gegenwart, die unbemannte und bemannte Raumfahrt sowie Missionen mit deutscher Beteiligung. Auf 1.000 Quadratmetern werden über 1.000 Exponate präsentiert. Die Palette reicht dabei vom Originalmodell des Basismoduls der MIR-Station sowie des europäischen Columbusmoduls über originalgetreue Nachbildungen der Raumanzüge von Juri Gagarin, John Glenn und Neil Armstrong, russische Sokol- und Orlan-Anzüge, Modelle aller wichtigen Trägerraketen bis hin zu Originalkacheln der US-Raumfähre Columbia. Nicht zu übersehen sind eine sechs Meter hohe Ariane, Europas Trägerrakete, die deutsch-amerikanische Sonnensonde Helios sowie der erste in Europa gebaute geostationäre Kommunikationssatellit Symphonie.   <br>Die 10. Raumfahrttage begleiten die offizielle Eröffnung der Deutschen Raumfahrtausstellung als besonderen Event. Sie finden vom 8. bis zum 10. Juni 2007 auf dem Gelände der Ausstellung statt. An dem Programm wird noch ein wenig gefeilt, da einige Überraschungen zur Eröffnung zu erwarten sind. Fest steht, dass Thomas Reiter – Europas Langzeit-Außerirdischer mit 350 Tagen Weltraumaufenthalt – mit seinem Vortrag über die ASTROLAB-Mission das Festprogramm einleiten wird. Angekündigt sind ferner die Kosmonauten Pawel Winogradow, Vladimir Remek und Sigmund Jähn sowie Gerhard Thiele, Leiter des ESA-Astronauten-Korps. Den Abschluss bildet am 10. Juni eine interessante Talkrunde. Nach den zwei Tagen sind nämlich alle Referenten und Raumfahrer soweit aufgetaut, dass sie im Frage-Antwort-Spiel erfahrungsgemäß etliche „Schmankerl“ preisgeben. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Zur Eröffnung präsentiert das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) die „Mission Mars“ – eine Sonderausstellung zur Erforschung des Roten Planeten mit einmaligen Bildern der deutschen HRSC-Kamera auf der ESA-Raumsonde Mars Express. </p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph">Mehr zur Ausstellung finden Sie auf deren <a href="https://www.deutsche-raumfahrtausstellung.de/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Webseite</a>.  <br></p>



<p class="wp-block-paragraph">Deutsche Raumfahrtausstellung </p>



<p class="wp-block-paragraph">Bahnhofstraße 4  </p>



<p class="wp-block-paragraph">08262 Morgenröthe-Rautenkranz </p>
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		<title>Sigmund Jähn &#8211; unser Mann in Moskau</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/sigmund-jaehn-unser-mann-in-moskau/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 04 Sep 2003 12:45:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[DLR]]></category>
		<category><![CDATA[Interkosmos]]></category>
		<category><![CDATA[Morgenröthe-Rautenkranz]]></category>
		<category><![CDATA[Salut 6]]></category>
		<category><![CDATA[Sigmund Jähn]]></category>
		<category><![CDATA[Sojus 31]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Bericht vom Festakt des DLR zu Ehren des 25. Jahrestages des ersten deutschen Raumfluges Ein Beitrag von Felix Korsch. Mittlerweile kennt ihn wirklich jeder. Bis vor kurzem hieß es noch, nur Ostler würden mit dem Namen Sigmund Jähn etwas anfangen können. Im neu entstandenen gesamtdeutschen Sprachgebrauch hieß es denn auch lange, dass Ulf Merbold der [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Bericht vom Festakt des DLR zu Ehren des 25. Jahrestages des ersten deutschen Raumfluges </h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Felix Korsch.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/01/dtraum_04b.jpg" alt="Sigmund Jähn und Walerij Bykowskij flogen am 26. August 1978 ins All: Jähn als erster deutscher Raumfahrer.
(Bild: Urbin.de)"/><figcaption>Sigmund Jähn und Walerij Bykowskij flogen am 26. August 1978 ins All: Jähn als erster deutscher Raumfahrer.<br> (Bild: Urbin.de)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Mittlerweile kennt ihn wirklich jeder. Bis vor kurzem hieß es noch, nur  Ostler würden mit dem Namen Sigmund Jähn etwas anfangen können. Im neu entstandenen gesamtdeutschen Sprachgebrauch hieß es denn auch lange, dass Ulf Merbold der erste Deutsche im All gewesen sei. Spätestens seit dem Medienrummel um den 25. Jahrestag des ersten deutschen Raumfluges &#8211; gemeint ist natürlich <em>Sojus 31</em> und nicht <em>STS-9</em> &#8211; ist  dieses Bild auch in der breiten Masse der &#8211; natürlich vornehmlich westdeutschen &#8211; Bevölkerung wieder etwas gerade gerückt worden. Einen praktischen Unterschied macht dies zwar nicht, aber ein solches Jubiläum sollte schließlich standesgemäß begangen werden. Eine kurze Rückblende. Kurz, denn Details waren nun wirklich allen Tageszeitungen zu entnehmen. Am 26. August 1978 brach der gebürtige Vogtländer Sigmund  Jähn mit seinem sowjetischen Kommandanten Waleri Bykowski an Bord einer <em>Sojus</em>-Kapsel zur Raumstation <em>Salut 6</em> auf. Es war der dritte Flug im Rahmen des <em>Interkosmos</em>-Programms und das Debüt Deutschlands  in der bemannten Raumfahrt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es  folgten zahlreiche weitere Missionen mit deutscher Beteiligung, vorerst im westdeutschen, später im gesamtdeutschen Zusammenhang. Zu einen weiteren Flug eines DDR-Bürgers kam es allerdings nicht: zwar erwies sich die Mission als wissenschaftlich sehr erfolgreich und Geräte &#8222;made in GDR&#8220;, in der Hauptsache die Multispektralkamera <em>MKF-6m</em>, konnten als weltraumtauglich befunden werden; allerdings besaß die Raumfahrt im Osten nie eine Lobby und für einen Wiederholungsflug hätten die Sowjets Geld verlangt. Trotz allen widrigen Umständen und einer Ausschlachtung für Propagandazwecke, die Sigmund Jähn stets zuwider war, kam dem Flug schnell eine weitreichende Bedeutung zu. Nach der Wende begann Jähn, auf Vertragsbasis für das Deutsche Zentrum für Luft- und  Raumfahrt sowie die europäische Weltraumbehörde ESA zu arbeiten. Der  bescheidene Sachse nahm durch seine vielfältigen Erfahrungen und Kontakte eine art Vermittlerrolle zwischen der russischen und der deutschen bzw. europäischen Position ein und half mit, eine Reihe von Missionen in Kooperation mit Russland, zunächst zur <em>Mir</em> und nun auch zur ISS, vorzubereiten. Sigmund Jähn wurde zum &#8222;Mann für alle Fälle&#8220;. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Der 25. Jahrestag wurde nun am vergangenen Samstag, den 30. August 2003, offiziell gefeiert. In einem gemeinsamen Festakt von DLR und ESA in Markneukirchen wurde die Bedeutung des Fluges sowie der Raumfahrt allgemein gewürdigt. Übrigens war es einmal mehr Sigmund Jähn zu verdanken, dass dieses Event nahe seinem eigenen Heimatort stattfand und nicht etwa, wie zunächst angedacht, in Berlin, Bonn oder Köln. Das Ereignis wurde ab Punkt elf Uhr live von zwei Fernsehsendern sowie über Webstream aus der Musikhalle im obervogtländischen Markneukirchen übertragen. Insgesamt, so Schätzungen der Veranstalter, wohnten eine Million Menschen der etwa 90-minütige Sendung live bei. Durchs Programm  von &#8222;ALL-TV&#8220; führte souverän Uli Bobinger, Wissenschaftsredakteur des Bayrischen Rundfunks. Neben über 900 raumfahrtbegeisterte Fans befanden sich auch zahlreiche Ehrengäste im Saal. So konnte man an diesem  Wochenende fast alle deutschen Raumfahrer begrüßen. Lediglich Gerhard Thiele und Hans Schlegel konnten der Veranstaltung nicht beiwohnen. Beide trainieren derzeit aktiv in den USA, weshalb ihnen ein Flug nach  Deutschland untersagt wurde.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Demnach stimmt auch die Behauptung der Veranstalter, dass &#8222;zumindest ein Teilnehmer jeder deutschen  Mission&#8220; anwesend sei, nicht. Oder wer hat hier <em>STS-99</em> (Start: 11. Februar 2000) unterschlagen? Wie dem auch sei, hinzu gesellten sich  auch das damalige Double von Jähn, Eberhard Köllner, sowie die russischen Raumfahrer Waleri Bykowski &#8211; Jähns damaliger &#8222;Kollege im  All&#8220;, Jurij Gidzenko, welcher 1995 mit Thomas Reiter auf der <em>Mir</em> weilte (<em>Euromir’95</em>), Wassilij Ziblijew, Mitglied der Mission <em>Mir&#8217;97</em> mit Reinhold Ewald, sowie Waleri Korsun (ebenfalls <em>Mir&#8217;97</em>) und Daniel M. Tani, erst kürzlich mit <em>STS-108</em> im All. Insgesamt verfügte man also über hochkarätige Gäste, darunter einige namhafte Raumfahrt-Urgesteine. Den Auftakt zur Zeitreise durch die deutsche Raumfahrt markierte die Rede des per Hubschrauber eingeflogenen Bundespräsidenten Johannes Rau.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/01/dtraum_01.jpg" alt="Bundespräsident Johannes Rau
(Bild: DLR)"/><figcaption> Bundespräsident Johannes Rau<br>(Bild: DLR)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph"><em>&#8222;Allen hier in der Halle einen herzlichen Gruß, aber auch denen, die uns jetzt am Fernsehschirm miterleben, die zuhören und die, so hoffe ich, wie ich, aus dem Staunen gar nicht herauskommen. Ich bin heute  morgen zum ersten Mal in Morgenröthe-Rautenkranz gewesen. Das hat mich sehr bewegt. Da habe ich Dinge gesehen, die kannte ich zum Teil aus Büchern; da habe ich Menschen getroffen, die hatte ich vorher nur gelegentlich und von Ferne gesehen; da habe ich einen Ort kennen gelernt, der hat 870 Einwohner und 50.000 Besucher im Jahr. Das ist eine Relation, die kriegt nicht mal Mallorca zu Stande.&#8220;</em></p>



<p class="wp-block-paragraph">Bereits am Vormittag besuchte er die Raumfahrtausstellung im Heimatort von  Sigmund Jähn, das &#8222;Weltraumdorf&#8220; Morgenröthe-Rautenkranz. Rau übernahm  die Schirmherrschaft über den Festakt und fuhr mit seinen Grußworten fort:</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>&#8222;Sigmund Jähn, der erste deutsche Raumfahrer, vor 25  Jahren. Wir damals im Westen, wir haben das schon erlebt vor 25 und vor 20 Jahren, dass die jeweils andere Seite das herunterzuspielen versuchte. [&#8230;] Ich finde, das Schönste ist, dass diese Zeit vorbei ist &#8211; dass wir heute die Raumfahrt nicht mehr sehen als eine Waffe gegen  den anderen, als einen Standortvorteil, sondern dass Ost und West gemeinsam, dass Sigmund Jähn und Ulf Merbold gemeinsam dafür sorgen, dass aus der Raumfahrt ein Gewinn kommt, der uns auch auf der Erde  hilft. [&#8230;] Und dass hier heute zwei deutsche Raumfahrer, einer mit 25 Jahren, einer mit 20 Jahren Erinnerung an den Weg um unseren Planeten beisammen sind, das ist schön. Aber noch schöner ist, dass auch  amerikanische und russische Raumfahrer hier sind, dass wir heute ein Stück weit feiern, dass die Spaltung der Welt zu Ende ist.&#8220;</em></p>



<p class="wp-block-paragraph">Wieder Jubel im Publikum.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>&#8222;Und darum wünsche ich mir, dass wir heute nicht nur ein Dankbarkeitsfest für Raumfahrt feiern, sondern dass wir ein Friedensfest miteinander haben &#8211; im schönen Vogtland. [&#8230;] Ich wünsche Ihnen allen einen schönen, aufregenden und anregenden Tag und ich grüße alle Astronauten und aller Erdenbürger und ganz besonders Sigmund Jähn und Ulf Merbold.&#8220;</em></p>



<p class="wp-block-paragraph">Zu  Wort kamen im folgenden auch die Bundesministerin für Bildung und  Forschung, Edelgard Bulmahn, sowie Jörg Feustel-Büechl, ESA-Direktor für  bemannte Raumfahrt und Sigmar Wittig, Vorstandsvorsitzendes der DLR e.V. Begleitet von Rückblicken auf die entscheidenden Jahre der deutschen Raumfahrt, insbesondere 1978 und 1983, kamen auch die deutschen Raumfahrer zu Wort, während die genannten politischen Würdenträger über den Nutzen der Raumfahrt für die Erde und die Rolle des Jähn-Fluges im gesamtdeutschen Zusammenhang sprachen. Leider konnte man hier den Eindruck gewinnen, dass der eigentliche Anlass der Veranstaltung etwas in den Hintergrund eines kollektiven  Schulterklopfens rückte. Aber auch das muss eben sein, und ganz nebenbei wurde bei all den Bekundungen gegenüber der Bedeutung der Raumfahrt und der Rolle Deutschlands, welche über eine Position als Bindeglied hinausgeht, unterschlagen, dass das nationale Raumfahrtbudget für 2003 um zehn Millionen Euro gekürzt wurde.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zweifelloses Highlight war eine kurze, aber interessante Live-Schaltung zur <em>Internationalen Raumstation</em> mit Umweg über Houston. Thomas Reiter begrüßte die aktuelle Stammbesatzung der <em>ISS</em>, Ed Lu und Juri Malentschenko, um Punkt 11:52 Uhr per Funk. Diese waren nur erreichbar, da an diesem Tag eine <em>Progress</em>-Raumschiff  an die Raumstation anlegen sollte und somit das Tagesprogramm der  Raumfahrer etwas umgekrempelt wurde. Nach dem Austausch der  obligatorischen Grußbotschaften und -formeln und der Frage nach aktuellen Experimenten auf der <em>ISS</em> brach der Kontakt leider wieder ab und die erbetene Botschaft an die jüngeren Raumfahrt-Enthusiasten erreichte somit nicht mehr den Saal. Dafür war die Projektion von Livebildern aus der ISS generell sehr eindrucksvoll. Dies muss freilich auch für die Veranstaltung an sich gelten, welche um  12:30 Uhr beendet wurde. Das DLR stellte mit seiner Rolle als Organisator ein wunderbares, medientaugliches und dennoch auch für die eingefleischten Raumfahrtfans interessantes Event zusammen. Wann sonst hat man die Möglichkeit, 13 Raumfahrer live zu erleben?</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/01/dtraum_02.jpg" alt="ESA-Astronaut Thomas Reiter und Bundesministerin Edelgard Bulmahn im Gespräch mit den beiden aktuellen ISS-Crewmitgliedern Jurij Malenchenko und Ed Lu.
(Bild: DLR)"/><figcaption> ESA-Astronaut Thomas Reiter und Bundesministerin Edelgard Bulmahn im Gespräch mit den beiden aktuellen ISS-Crewmitgliedern Jurij Malenchenko und Ed Lu.<br>(Bild: DLR)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">In  diesem Sinne verlief auch der Rest des Tages. Für den Nachmittag wurde  eine Autogrammstunde anberaumt, um auch die fleißigen Unterschriftensammler zu befriedigen. So herrschte denn neben der großen Medienpräsenz auch ein großer Andrang von Besuchern aus nah und fern,  obgleich die Veranstaltung selbst nur geladene Gäste besuchen durften. Speziell die russischen Gäste erfüllten auch vor Beginn der für 15 Uhr angesetzten Signiergelegenheit den ein oder anderen Autogrammwunsch eifriger Jäger und Sammler. Den passenden Abschluss fand der Tag am Abend: der deutsche Kinohit &#8222;Good bye, Lenin&#8220; wurde in der Musikhalle bei freiem Eintritt vorgeführt. Die Person des Sigmund Jähn nimmt darin, das wissen die Fans des Streifens, eine durchaus interessante Rolle  ein&#8230;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Freilich war hiermit zwar der &#8222;überirdische&#8220; Samstag, aber  nicht das Wochenende beendet. Im Grunde veranstaltete man eine ganze Festwoche: die deutsche Raumfahrtausstellung in Morgenröthe-Rautenkranz  veranstaltete um den 26. August eine Reihe von Aktionen, speziell im Hinblick darauf, Interesse für das Thema bei Kindern und Jugendlichen zu  wecken. Außerdem wartete die Sternwarte Rodewisch mit einem Sonderprogramm auf und im Waldpark Grünheide konnte das Trainingsmodul der Raumstation <em>Mir</em> bestaunt und auch von innen betrachtet werden. Die Führungen übernahmen dabei mehrmals die deutschen <em>Mir</em>-Kosmonauten. Pünktlich wurde auch in der 1979 begründeten Raumfahrtausstellung ein neuer Raum im Erdgeschoss des Gebäudes fertig gestellt. Hierin finden einige neue Exponate, unter anderem die über drei Meter hohen Modelle von <em>Space Shuttle</em> und <em>Sojus</em>-Rakete Platz. Der eigentlich gewünschte Neubau &#8222;Raumfahrt-Park Vogtland&#8220; scheiterte allerdings schon zuvor an finanziellen Querelen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Verein der Deutschen Raumfahrtausstellung war es auch, welcher den folgenden Sonntag mit einem eigenen Programm ausfüllte. Ein Festzelt vor dem alten  Ausstellungsgebäude bot während eines &#8222;Raumfahrerfrühschoppens&#8220;  Gelegenheit zum Beisammensein und zum Gedankenaustausch unter  Raumfahrtfans. Leider war die laute Umgebung und das verqualmte Zelt nicht jedermanns Sache. Im Rückblick erweist sich die Feier zum 20.  Jahrestag des Jähn-Fluges vor nun schon fünf Jahren als besser: damals  konnte man die damalige Stammbesatzung von <em>Salut 6</em> (Iwantschenko/Kowaljonok) sowie die komplette Mannschaft von <em>Sojus 31</em> samt Reservecrew (Köllner/Gorbatko) begrüßen. Zu jener Zeit bot sich auch die Möglichkeit für Diskussionsrunden und die weniger medial  überzogene Atmosphäre im Jahre 1998 konnte eher begeistern. Wie dem auch  sei: auch für den Sonntag war eine Autogrammstunde angesetzt. Erfahrungsgemäß ist eine solche Veranstaltung immer ein Publikumsmagnet. Nicht nur Leute aus der näheren Umgebung finden sich hierzu ein; auch reisen viele Raumfahrt-Fans eigens dazu aus größerer Entfernung an.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die  Organisation versagte allerdings an dieser Stelle: die für halb zwei angesetzte Signierstunde begann schon kurz nach zwölf &#8211; entgegen den Ankündigungen in der Presse und am Beginn des Tages. Es bildete sich eine lange Schlange. Doch kaum wurde ein Viertel der Leute durch das eigens hierfür aufgestellte kleinere Zelt gewunken, wurde die  Veranstaltung mit der Begründung, die Raumfahrer müssten jetzt nach Berlin fahren, beendet. Zu jenem Zeitpunkt dürften noch über 200 Menschen auf ihre Autogramme gewartet haben, und viele Fans reisten auch  erst um halb zwei an &#8211; doch da waren die Kosmonauten längst weg. Dies betrübte natürlich die Stimmung etwas und ist letztendlich auch keine gute Werbung für die Raumfahrtausstellung. Ich (der Autor) kam übrigens doch noch auf meine Kosten und behalte das vergangene Wochenende daher in bester Erinnerung.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Buchtipps:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li>Hoffmann, Horst: Die Deutschen im Weltraum &#8211;  Zur Geschichte der Kosmosforschung in der DDR, edition Ost (Rote Reihe), Berlin 1998, ISBN 3-932180-49-6</li><li>Hoffmann, Horst: Hammer und Zirkel im All &#8211; Raumfahrtaktivitäten in  der Deutschen Demokratischen Republik, Schriftenreihe der Dt.  Raumfahrtausstellung Morgenröthe-Rautenkranz e.V., 1997</li></ul>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/sigmund-jaehn-unser-mann-in-moskau/" data-wpel-link="internal">Sigmund Jähn &#8211; unser Mann in Moskau</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
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		<title>25 bemannte deutsche Raumfahrt &#8211; Live-Übertragung</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/25-bemannte-deutsche-raumfahrt-live-uebertragung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 23 Aug 2003 09:35:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[DLR]]></category>
		<category><![CDATA[Morgenröthe-Rautenkranz]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrer]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Am kommenden Samstag, den 30. August, findet in Markneukirchen (Vogtland) ein Festakt zu Ehren des 25. Jahrestages des ersten Fluges eines Deutschen ins All unter dem Motto &#8222;Raumfahrt &#8211; eine Zeitreise&#8220; statt. Ein Beitrag von felixkorsch. Quelle: DLR/eig. Bericht. Zu Gast sein werden zahlreiche Astronauten und Kosmonauten aus Ost und West sowie Bundespräsident Johannes Rau, [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Am kommenden Samstag, den 30. August, findet in Markneukirchen (Vogtland) ein Festakt zu Ehren des 25. Jahrestages des ersten Fluges eines Deutschen ins All unter dem Motto &#8222;Raumfahrt &#8211; eine Zeitreise&#8220; statt.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von felixkorsch. Quelle: DLR/eig. Bericht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zu Gast sein werden zahlreiche Astronauten und Kosmonauten aus Ost und West sowie Bundespräsident Johannes Rau, Forschungsministerin Edelgard Buhlman sowie Vertreter des DLR und der ESA. Als Highlight ist zudem eine Live-Schaltung zur Internationalen Raumstation geplant. Der Festakt beginnt ab 11 Uhr. Leider handelt es sich dabei um eine geschlossene Veranstaltung, d.h. Einlass nur auf Einladung der Veranstalter. Trotzdem dabei sein können Sie durch den Webstream des <a class="gruen" href="https://www.dlr.de/de/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">DLR</a> oder per TV über ASTRA (19,2° Ost), Analog &#8211; Empfang, Frequenz: 10,921 GHz, Polarisation: Horizontal, Ton: 7,02 / 7,20 MHz.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Raumfahrer.net wird für Sie natürlich dabei sein und umfangreich vom Festakt und sonstigen Veranstaltungen um das kommende Wochenende in Wort und Bild berichten!</strong>
<br>
Am Sonntag, den 31. August, wird im Heimatort Sigmund Jähns, des ersten Deutschen im All, Morgenröthe-Rautenkranz im Vogtland, ebenfalls das bedeutsame Jubiläum begangen. Ab 10.00 Uhr beginnt vor der dortigen Raumfahrtausstellung ein &#8222;Raumfahrerfrühschoppen&#8220;. Mit dabei sein werden auch hier viele Ehrengäste, unter ihnen deutsche, russische und US-amerikanische Raumfahrer. Für eine Autogrammstunde und interessante Gesprächsrunden wird gesorgt sein.</p>
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