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	<title>Prüfstand P5.2 &#8211; Raumfahrer.net</title>
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	<description>Das Portal für Astronomie- und Raumfahrtbegeisterte</description>
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	<title>Prüfstand P5.2 &#8211; Raumfahrer.net</title>
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		<title>Erster erfolgreicher Test der Ariane-6-Oberstufe am DLR Lampoldshausen</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/erster-erfolgreicher-test-der-ariane-6-oberstufe-am-dlr-lampoldshausen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 06 Oct 2022 19:04:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raketen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die neue Ariane-6-Oberstufe hat am 5. Oktober 2022 ihren ersten Heißlauftest am DLR-Standort Lampoldshausen erfolgreich bestanden. Das DLR führte den Test am ESA-Prüfstand P5.2 im Auftrag des Raumfahrtunternehmens ArianeGroup durch. Eine Pressemitteilung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR). Quelle: DLR 6. Oktober 2022. 6. Oktober 2022 &#8211; Das Deutsche Zentrum für Luft- und [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Die neue Ariane-6-Oberstufe hat am 5. Oktober 2022 ihren ersten Heißlauftest am DLR-Standort Lampoldshausen erfolgreich bestanden. Das DLR führte den Test am ESA-Prüfstand P5.2 im Auftrag des Raumfahrtunternehmens ArianeGroup durch. Eine Pressemitteilung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR).</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: DLR 6. Oktober 2022.</p>



<p class="wp-block-paragraph">6. Oktober 2022 &#8211; Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Lampoldshausen hat am 5. Oktober 2022 erstmals erfolgreich die Oberstufe der <a href="https://www.raumfahrer.net/?s=Ariane+6" data-wpel-link="internal">Ariane 6</a> getestet. Ein Heißlauftest ist ein höchst anspruchsvoller Versuch: Ziel ist es, auf dem Prüfstand flugähnliche Bedingungen nachzubilden. So soll das Zusammenspiel aller Komponenten für die Startvorbereitung und den Flug nachgewiesen, als auch die Belastungen simuliert werden, denen eine Raketenstufe auf dem Weg ins All standhalten muss. Die Oberstufe ist der Teil einer mehrstufigen Rakete, der am längsten unterwegs ist. Sie transportiert die Nutzlast und setzt sie an der gewünschten Position mit der korrekten Geschwindigkeit aus. Mit diesem Test ist ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zum Erstflug der neuen europäischen Trägerrakete Ariane 6 erreicht. Bei der Oberstufe handelt es sich um eine von Grund auf neu entwickelte Raketenstufe. Konzipiert und gebaut hat sie das Unternehmen ArianeGroup.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/oberstufenpruefstandESAStephaneCorvaja.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Erste Oberstufe der Ariane 6 am Prüfstand beim DLR Lampoldshausen erfolgreich getestet. (Bild: ESA / Stephane Corvaja)" data-rl_caption="" title="Erste Oberstufe der Ariane 6 am Prüfstand beim DLR Lampoldshausen erfolgreich getestet. (Bild: ESA / Stephane Corvaja)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/oberstufenpruefstandESAStephaneCorvaja60.jpg" alt=""/></a><figcaption>Erste Oberstufe der Ariane 6 am Prüfstand beim DLR Lampoldshausen erfolgreich getestet. (Bild: ESA / Stephane Corvaja)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Anspruchsvolle Tests für den Einsatz im Weltall</strong><br>Die Stufe besteht aus zwei Haupttanks, die mit flüssigem Wasserstoff und flüssigem Sauerstoff gefüllt sind, dem neuen, bis zu viermal wiederzündbaren Vinci-Triebwerk sowie der APU (<a href="https://www.raumfahrer.net/arianegroup-apu-bereit-fuer-ariane-6/" data-wpel-link="internal">Auxiliary Power Unit</a>), einer innovativen Antriebseinheit. Sie macht die Einsatzmöglichkeiten der Ariane 6 noch vielseitiger. Im Fokus bei diesem ersten Heißlauftest stand das Befüllen der Stufe mit kryogenen Treibstoffen sowie ein Test des wiederzündbaren Vinci-Triebwerks. Das Team des DLR-Instituts für Raumfahrtantriebe prüfte außerdem alle zur Oberstufe dazugehörigen Systeme wie die Flugsoftware. „Dieser erste erfolgreiche Testlauf hat uns gezeigt, dass die über Jahrzehnte in Lampoldshausen erworbenen Kompetenzen beim Test von Raumfahrtantrieben ein entscheidender Garant für den Erfolg der europäischen Ariane-Familie ist“, erklärt Prof. Dr.-Ing. Anke Kaysser-Pyzalla, DLR-Vorstandsvorsitzende. „Ich bedanke mich bei dem Team, das diesen ersten Test der kompletten Ariane-6-Oberstufe zum Erfolg geführt hat.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Mit der Ariane 6 wird Europa über einen Träger verfügen, der für viele Jahre den Grundpfeiler der europäischen Raumfahrtaktivitäten bilden wird. Sie ist die ideale Rakete, um unsere institutionellen Missionen zu starten und damit den Zugang für alle europäischen Raumfahrtnutzenden zu garantieren – eine Fähigkeit, die im heutigen geopolitischen Umfeld unverzichtbar geworden ist“, betont Dr.-Ing. Walther Pelzer, DLR-Vorstand und Leiter der Deutschen Raumfahrtagentur im DLR. „Daher freut es mich besonders, dass wir diesen essenziellen Meilenstein in der Entwicklung der Ariane 6 erreicht haben. Es ist ein großartiger Erfolg der Zusammenarbeit zwischen dem DLR, der ESA und der deutschen und europäischen Raumfahrtindustrie.“</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/auftaktheisslauftestsDLRESAArianeGroup.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="Erfolgreicher Auftakt der Heißlauftests für die Oberstufe der Ariane-6-Trägerrakete. (Bild: DLR, ESA, ArianeGroup)" data-rl_caption="" title="Erfolgreicher Auftakt der Heißlauftests für die Oberstufe der Ariane-6-Trägerrakete. (Bild: DLR, ESA, ArianeGroup)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/auftaktheisslauftestsDLRESAArianeGroup60.jpg" alt=""/></a><figcaption>Erfolgreicher Auftakt der Heißlauftests für die Oberstufe der Ariane-6-Trägerrakete. (Bild: DLR, ESA, ArianeGroup)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">„Im 21. Jahrhundert sind die Europäer für ihre Sicherheit und ihren Wohlstand zweifellos auf Daten aus dem Weltraum angewiesen. Europa muss auf eine vollständige Autonomie beim Zugang zum Weltraum und dessen Nutzung hinarbeiten. Die Ariane 6 ist der Schlüssel dazu und wir freuen uns darauf, sie vom europäischen Weltraumbahnhof in Kourou, Französisch-Guayana, starten zu sehen“, sagt Daniel Neuenschwander, ESA-Direktor für Trägersysteme.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Der erfolgreiche Heißlauftest ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Qualifikation der Ariane 6 und zu einem erfolgreichen Erstflug. Die <a href="https://www.raumfahrer.net/erste-ariane-6-oberstufe-verlaesst-bremen/" data-wpel-link="internal">in Deutschland entwickelte, produzierte, montierte und getestete Oberstufe der Ariane 6</a> stellt das Know-how der ArianeGroup, seiner Industriepartner und des DLR unter Beweis&#8220;, erklärt Pierre Godart, Geschäftsführer (CEO) der ArianeGroup GmbH. „Die Heißlauftests der Oberstufe werden parallel zu den sogenannten kombinierten Tests der Trägerrakete und des Startplatzes in Kourou durchgeführt. Mit den vereinten Kräften in Lampoldshausen, Kourou und weiteren Standorten und dank der hervorragenden Teams aller Beteiligten werden wir technische Spitzenleistungen erzielen. Auf diese Weise wird mit der Ariane 6 die Erfolgsgeschichte der europäischen Trägerrakete fortgeschrieben. Wir arbeiten unermüdlich für den erfolgreichen Erstflug und die Serienproduktion der Ariane 6 und wollen so die Erwartungen der Kunden von Arianespace wie geplant erfüllen.&#8220;</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Heißlauftests: Königsdisziplin am Prüfstand</strong><br>Insgesamt sind mit der Oberstufe beim DLR Lampoldshausen bis zu drei Heißlauftests geplant. In der Regel nehmen sie – nach mehreren Wochen intensiver Vorbereitung – jeweils rund 17 Stunden in Anspruch. Es werden alle Aspekte simuliert, einschließlich der Vor- und Nachbereitung der Stufe. Dazu zählt das Betanken mit flüssigem Sauerstoff und flüssigem Wasserstoff sowie das Entleeren der Tanks nach Ende des Tests. Das Team des Prüfstands sammelt während der Versuche eine große Menge an wichtigen Daten: zum Beispiel über die ballistischen Phasen, in denen die Oberstufe ohne Schub fliegt, die sogenannte Coast Phase, über den Druckaufbau in den Tanks vor der Triebwerkszündung, über das Wiederzünden des Triebwerks und über die Funktion der Düsen, die der Lageregelung dienen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Heißlauftests sind die Königsdisziplin am Prüfstand. Sie stellen höchste Anforderungen an die Technik und sind deshalb eine besondere Herausforderung für Team und Infrastruktur“, beschreibt Prof. Stefan Schlechtriem, Direktor des DLR-Instituts für Raumfahrtantriebe. „Außerdem testen wir zum ersten Mal in der langen Geschichte des Ariane-Programms in Europa eine kryogene Oberstufe an einem neu entwickelten Prüfstand – also eine doppelte Premiere“, ergänzt Schlechtriem. Die Erkenntnisse aus diesen Tests sind elementar, um die Ariane 6 zu finalisieren und startklar für den Weltraum zu machen. Entsprechend gründlich hat das Team um Anja Frank, Leiterin für die Versuchsanlagen im Institut für Raumfahrtantriebe, die Tests vorbereitet. In den letzten Monaten war höchste Konzentration gefordert, um sämtliche Vorbereitungen an der sieben Tonnen schweren Oberstufe mit einem Durchmesser von 5,4 Metern und einer Höhe von 11,6 Metern zu absolvieren. Genauso galt es, komplexe Softwareprogramme zu entwickeln und zu schreiben, um alle Abläufe während der Tests genaustens steuern und überwachen zu können.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nicht nur technologisch läutet der erste Heißlauftest der Raketenoberstufe – die deshalb auch als &#8222;Hot Firing Model&#8220; (HFM) bezeichnet wird – eine wichtige Phase der gesamten Ariane-6-Trägerentwicklung ein: „Für alle Beteiligten ist das auch ein sehr emotionaler und spannender Moment, wenn die neu entwickelte Oberstufe erstmals auf dem Prüfstand gezündet wird“, betont Schlechtriem.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/VinciP41DLRCCBYNCND30.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="Heißlauf des Vinci-Triebwerks am Höhensimulationsprüfstand P4.1. (Bild: DLR (CC BY-NC-ND 3.0))" data-rl_caption="" title="Heißlauf des Vinci-Triebwerks am Höhensimulationsprüfstand P4.1. (Bild: DLR (CC BY-NC-ND 3.0))" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/VinciP41DLRCCBYNCND3060.jpg" alt=""/></a><figcaption>Heißlauf des Vinci-Triebwerks am Höhensimulationsprüfstand P4.1. (Bild: DLR (CC BY-NC-ND 3.0))</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Im Zentrum der Aufmerksamkeit: wiederzündbares Vinci-Triebwerk mit kryogenen Treibstoffen</strong><br>Die Oberstufe der Ariane 6 ist mit einem wiederzündbaren Triebwerk namens Vinci ausgestattet. Es lässt sich bis zu viermal wiederzünden und kann von wenigen Sekunden bis zu mehr als 14 Minuten brennen. Damit ist die Ariane 6 sehr flexibel, kann ein breites Spektrum an Einsätzen abdecken und mit jeweils unterschiedlicher Missionsdauer mehrere Zielorbits ansteuern. Sie eignet sich besonders für den Transport von Satellitenkonstellationen, bei denen die einzelnen Satelliten in unterschiedlichen Umlaufbahnen ausgesetzt werden. Das Vinci-Triebwerk liefert mit der Treibstoffkombination aus kryogenem, also tiefkaltem flüssigem Sauerstoff und Wasserstoff den notwendigen Schub, um die Nutzlasten genau an der gewünschten Position und mit der korrekten Geschwindigkeit im jeweiligen Orbit zu platzieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Der Oberstufenprüfstand P5.2</strong><br>Die Tests mit der kompletten Oberstufe finden auf dem speziell für diesen Zweck entwickelten ESA-<a href="https://www.raumfahrer.net/dlr-und-esa-weihen-pruefstand-p5-2-ein/" data-wpel-link="internal">Prüfstand P5.2</a> statt – einer in Europa einmaligen Infrastruktur. Die hochkomplexe und extrem leistungsfähige Anlage wurde im Rahmen der Entwicklung der zukünftigen europäischen Trägerrakete Ariane 6 im Direktauftrag der Europäischen Weltraumorganisation ESA entwickelt und gebaut. Sowohl der Prüfstand als auch wesentliche Teile der getesteten Stufe werden aus den deutschen ESA-Beiträgen zum Ariane-6-Entwicklungsprogramm finanziert. Für die Bereitstellung und Koordination dieser Mittel ist die Deutsche Raumfahrtagentur im DLR im Auftrag der Bundesregierung verantwortlich.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Über das Ariane-6-Programm</strong><br>Die Oberstufe ist Teil des Ariane-6-Programms der ESA, dessen deutsche Beteiligung durch die Deutsche Raumfahrtagentur im DLR in Bonn gesteuert wird. ArianeGroup als Hauptauftragnehmer ist verantwortlich für Entwicklung und Bau der gesamten Trägerrakete. Diese erfolgen in Zusammenarbeit mit Industriepartnern. Die Vermarktung des Trägersystems übernimmt das Tochterunternehmen Arianespace. Die französische Raumfahrtagentur CNES ist verantwortlich für den Bau des Startplatzes in Kourou sowie für die dort stattfindenden Tests.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Vi­deo: Er­folg­rei­cher Test der Aria­ne-6-Ober­stu­fe am ESA-Prüf­stand P5.2</strong></p>



<figure class="wp-block-embed is-type-rich is-provider-handler-einbetten wp-block-embed-handler-einbetten wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe title="Mise à feu de l&#039;étage supérieur d&#039;Ariane 6 à Lampoldshausen, en Allemagne" width="1200" height="675" src="https://www.youtube.com/embed/E7N53ULIH6o?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe>
</div><figcaption>(Quelle: DLR, ESA, ArianeGroup)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=11849.msg538835#msg538835" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Trägerrakete Ariane 6</a></li></ul>
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>DLR bereit für Tests mit erster Ariane-6-Oberstufe</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/dlr-bereit-fuer-tests-mit-erster-ariane-6-oberstufe/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 13 Feb 2021 19:29:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raketen]]></category>
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		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=72735</guid>

					<description><![CDATA[<p>Erste Oberstufe der Ariane-6-Trägerrakete kommt am 14. Februar 2021 zum DLR-Standort Lampoldshausen. Am neuen Prüfstand P5.2 wird die Raketenoberstufe ein Testprogramm über mehrere Monate durchlaufen, um für den geplanten Flug in 2022 qualifiziert zu werden. Eine Pressemitteilung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR). Quelle: DLR. Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Erste Oberstufe der Ariane-6-Trägerrakete kommt am 14. Februar 2021 zum DLR-Standort Lampoldshausen. Am neuen Prüfstand P5.2 wird die Raketenoberstufe ein Testprogramm über mehrere Monate durchlaufen, um für den geplanten Flug in 2022 qualifiziert zu werden. Eine Pressemitteilung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR).</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: DLR.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/1sttransportperschiffdlr.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Ers­ter Trans­port per Schiff. (Bild: DLR)" data-rl_caption="" title="Ers­ter Trans­port per Schiff. (Bild: DLR)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/1sttransportperschiffdlr26.jpg" alt=""/></a><figcaption>Ers­ter Trans­port per Schiff.<br>(Bild: DLR)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) nimmt am 14. Februar 2021 die erste Oberstufe der europäischen Trägerrakete Ariane 6 in Empfang. Am DLR-Standort Lampoldshausen wird das voll funktionsfähige Versuchsmodul in den nächsten Monaten umfassenden Tests unterzogen. Ziel ist es, die Raketenoberstufe als flugtauglich zu qualifizieren – ein wichtiger Schritt auf dem Weg zum Erstflug, der für das zweite Quartal 2022 geplant ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die im Werk der ArianeGroup in Bremen gefertigte Oberstufe hat sich am 29. Januar 2021 in einem eigens entworfenen Spezialcontainer auf den Weg gemacht. Der Container wiegt mit der Oberstufe 57 Tonnen. Er ist rund 14 Meter lang, knapp 7 Meter breit und sechs Meter hoch. Die Reise per Schiff und LKW führte in mehreren Etappen über die Weser, Hunte, Ems und Ijsel, den Rhein und Neckar bis ins nahe Heilbronn gelegene Lampoldshausen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Einzigartig, flexibel und effizient: Infrastruktur und Know-How des DLR für die Zukunft des Raumtransports</strong><br>„Mit der Testkampagne für die neue Oberstufe der künftigen europäischen Trägerrakete Ariane 6 demonstriert das DLR seine wissenschaftlich-technologischen Kompetenzen in der Raumfahrtforschung“, sagt Prof. Anke Kaysser-Pyzalla, Vorstandsvorsitzende des DLR. „Der neue Teststand P5.2 entspricht den Anforderungen im Weltraumtransport: in kurzer Zeit anpassbar und kostengünstig. Damit nutzen wir das Potenzial flexibler Testeinrichtungen. Gemeinsam mit Unternehmen arbeiten wir an der Zukunft des Raumtransports in Europa.“</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/spezialkonstruktionfuerfahrtdlr.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="Spe­zi­al­kon­struk­ti­on für die Fahrt. (Bild: DLR)" data-rl_caption="" title="Spe­zi­al­kon­struk­ti­on für die Fahrt. (Bild: DLR)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/spezialkonstruktionfuerfahrtdlr26.jpg" alt=""/></a><figcaption>Spe­zi­al­kon­struk­ti­on für die Fahrt.<br>(Bild: DLR)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">„Mit seinen Testanlagen kann das DLR nicht nur Motoren und Einzelkomponenten von Trägerraketen qualifizieren, sondern auch komplette kryogene Oberstufen“, erläutert Prof. Hansjörg Dittus, Mitglied des DLR-Vorstands für Raumfahrtforschung und Technologie.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Mehrmonatige Testkampagne mit Betankungs- und Heißlauftests</strong><br>Nach der Ankunft wird die Oberstufe zunächst in den neuen Prüfstand P5.2 integriert. Dazu richtet ein Kran die Oberstufe auf. Dann wird sie in den Prüfstand gehängt und festmontiert. Die Oberstufe hat einen Durchmesser von 5,4 Metern, eine Länge von circa 10 Metern und wiegt rund sieben Tonnen ohne Treibstoff, betankt rund 38 Tonnen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Den Prüfstand P5.2 hat das DLR speziell konzipiert und aufgebaut, um die Oberstufe der Ariane 6 zu testen. Die Oberstufe besteht aus dem mehrmals zündbaren Vinci-Triebwerk, den Tanks für flüssigen Wasserstoff und flüssigen Sauerstoff, Leitungen, Ventilen sowie den elektronischen und hydraulischen Kontroll- und Steuerungssystemen.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/frachtamhakendlr.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="Wert­vol­le Fracht fest am Ha­ken. (Bild: DLR)" data-rl_caption="" title="Wert­vol­le Fracht fest am Ha­ken. (Bild: DLR)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/frachtamhakendlr26.jpg" alt=""/></a><figcaption>Wert­vol­le Fracht fest am Ha­ken.<br>(Bild: DLR)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Kyrogene Oberstufe: Tiefe Temperaturen – hohe Herausforderungen</strong><br>Im Rahmen der mehrmonatigen Versuchskampagne sind ein reiner Be- und Enttankungs-Test sowie vier „heiße“ Testläufe geplant. Beim Be- und Enttankungs-Test steht das sichere Befüllen und Entleeren der Tanks im Vordergrund. Hier gilt es, Erfahrungen zu sammeln und Prozesse zu entwickeln, um diese Vorgänge sicher durchführen und auch abbrechen zu können. Kein leichtes Unterfangen: Denn es handelt sich um eine kryogene Oberstufe. Das heißt, die eingesetzten Treibstoffe Wasserstoff und Sauerstoff sind extrem tief heruntergekühlt: auf minus 183 beziehungsweise minus 253 Grad Celsius. Diese Temperaturen stellen eine Herausforderung für das eingesetzte Material dar und müssen trotzdem zuverlässig gehandhabt werden. Bei den Heißlauf-Tests wird das Vinci-Triebwerk bis zu drei Mal gezündet. Diese Tests stellen unterschiedliche Flugszenarien nach: Schub und Dauer der Zündung variieren dabei. Die Ariane 6 soll auf diese Weise ihre Nutzlast in unterschiedlichen Umlaufbahnen aussetzen können.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Mit dem Prüfstand P5.2 und dem Testprogramm für die Oberstufe der Ariane 6 verfügt das DLR in Lampoldshausen über sämtliche Versuchseinrichtungen, um alle in Europa zukünftig benötigten Raumfahrtantriebe umfassend zu testen. Außerdem können neue Entwicklungsprogramme und standardisierte Abnahmeversuche der Ariane-Flugtriebwerke nun parallel stattfinden. Damit sind wir das flexibelste und leistungsfähigste Testzentrum für Raketenmotoren in Europa“, beschreibt Prof. Stefan Schlechtriem, Direktor des DLR-Instituts für Raumfahrtantriebe, das Alleinstellungsmerkmal des Standorts.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Verwandte Meldung bei Raumfahrer.net:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://www.raumfahrer.net/erste-ariane-6-oberstufe-verlaesst-bremen/" data-wpel-link="internal">Erste Ariane-6-Oberstufe verlässt Bremen</a> (29. Januar 2021)</li></ul>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=11849.msg502663#msg502663" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Trägerrakete Ariane 6</a></li></ul>
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			</item>
		<item>
		<title>DLR und ESA weihen Prüfstand P5.2 ein</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/dlr-und-esa-weihen-pruefstand-p5-2-ein/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 27 Feb 2019 06:51:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Neuer Prüfstand für Ariane-6-Oberstufe am DLR Lampoldshausen &#8211; Eine Pressemitteilung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) Quelle: DLR. Die zukünftige europäische Trägerrakete Ariane 6 soll im Jahr 2020 zum ersten Mal ins All starten. Damit sie alle Nutzlasten sicher auf ihre Umlaufbahnen bringen kann, müssen zuvor die Triebwerke für den neuen Träger ausführlich [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Neuer Prüfstand für Ariane-6-Oberstufe am DLR Lampoldshausen &#8211; Eine Pressemitteilung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR)</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: DLR.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/EinweiP52dlr1500.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="wichtige Leute drücken einen roten Knopf" data-rl_caption="" title="wichtige Leute drücken einen roten Knopf" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/EinweiP52dlr260.jpg" alt=""/></a><figcaption>v.l.n.r.: Claus Mayer, Ministerium für <br>Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau <br>Baden-Württemberg, Daniel Neuenschwander,<br> ESA-Direktor für Raumtransport, Alexander<br> Throm, Mitglied des Bundestags, Anja Frank,<br> Leiterin Abteilung Versuchsanlagen <br>DLR-Institut für Raumfahrtantriebe, <br>Klaus Schäfer, stellvertretender Direktor<br> DLR-Institut für Raumfahrtantriebe, Pierre<br> Godart, CEO ArianeGroup GmbH, <br>Prof. Pascale Ehrenfreund, <br>DLR-Vorstandsvorsitzende, Gerd Krühsel,<br> DLR-Projektleiter P5.2, Prof. Stefan<br> Schlechtriem, Direktor DLR-Institut für<br> Raumfahrtantriebe<br>(Bild: DLR)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die zukünftige europäische Trägerrakete Ariane 6 soll im Jahr 2020 zum ersten Mal ins All starten. Damit sie alle Nutzlasten sicher auf ihre Umlaufbahnen bringen kann, müssen zuvor die Triebwerke für den neuen Träger ausführlich getestet werden. Für den Test der Oberstufe der neuen Trägerrakete ist am 26. Februar 2019 ein zentraler Schritt erfolgt: Am DLR-Standort Lampoldshausen wurde der neue Prüfstand P5.2 von der DLR-Vorstandsvorsitzenden Prof. Pascale Ehrenfreund, Daniel Neuenschwander, ESA-Direktor für Raumtransport und Pierre Godart, CEO ArianeGroup GmbH, im Beisein zahlreicher Vertreter aus Raumfahrtpolitik, -industrie und Wissenschaft feierlich eröffnet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit dem Prüfstand P5.2 können in Zukunft kryogene Oberstufen unter Bodenbedingungen getestet werden. Die Besonderheit des Prüfstands liegt darin, dass nicht nur Triebwerke oder deren Komponenten &#8211; wie auf den anderen Testständen am Standort &#8211; sondern die komplette kryogene Oberstufe, das sogenannte „Upper Liquid Propulsion Module“ (ULPM), der europäischen Trägerrakete Ariane 6 getestet werden kann.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/EinweP52PEdlr1500.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="Prof. Pascale Ehrenfreund" data-rl_caption="" title="Prof. Pascale Ehrenfreund" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/EinweP52PEdlr260.jpg" alt=""/></a><figcaption>Prof. Pascale Ehrenfreund, <br>DLR-Vorstandsvorsitzende<br>(Bild: DLR)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">„Der neue Prüfstand ist eines der größten Projekte in der Geschichte des DLR-Standorts in Lampoldshausen und europaweit einzigartig. Er ist unsere Antwort auf die neuen Anforderungen im weltweiten Raumtransport: anpassungsfähig in kurzer Zeit, flexibel im Einsatz und kosteneffizient. Dieser Prüfstand spiegelt die strategische und wirtschaftliche Bedeutung des europäischen Raumtransports wider und trägt maßgeblich zum Erhalt eines sicheren, wettbewerbsfähigen und unabhängigen Zugangs zum All bei“, sagte Prof. Ehrenfreund.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Das DLR-Institut für Raumfahrtantriebe ist ein Leuchtturm des Raumfahrtclusters in Baden-Württemberg, der aus mehr als 80 Unternehmen, Hochschulen und Forschungseinrichtungen besteht. Zu diesem Cluster zählen große Namen wie ArianeGroup am Standort Lampoldshausen, Airbus DS und Tesat, aber auch viele kleine und mittlere Unternehmen. Hier sind aktuell mehr als 4.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt“, sagte Ministerialdirektor Michael Kleiner, Amtschef im Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg, der durch Herrn Claus Mayer vor Ort vertreten wurde.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>DLR erschließt das Potenzial flexibler Prüfstände</strong><br>Die hochkomplexe und extrem leistungsfähige Anlage wurde im Rahmen der Entwicklung der zukünftigen europäischen Trägerrakete Ariane 6 im Direktauftrag der Europäischen Weltraumorganisation ESA entwickelt und gebaut. Der Prüfstand wird aus den deutschen ESA-Beiträgen zum Ariane-6-Entwicklungsprogramm finanziert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für die Bereitstellung und Koordination der Mittel ist das DLR Raumfahrtmanagement im Auftrag der Bundesregierung verantwortlich. „In Zeiten des disruptiven Wandels der Raumfahrtbranche weltweit, in denen das Wettbewerbsumfeld mit neuen Playern immer komplexer wird und die Taktung bei Innovationen fortschrittlicher Technologien enorm steigt, ist ein moderner und effektiver Entwicklungs- und Teststandort für flüssige, chemische Raumfahrtantriebe entscheidend für die Zukunftsfähigkeit der deutschen und der europäischen Raumfahrt“, betonte Dr. Walther Pelzer, DLR-Vorstand für das Raumfahrtmanagement, und ergänzte: „Der flexible Einsatz der Prüfstände wird dabei zum zentralen Hebel für effizientere Entwicklungs- und Abnahmeprozesse in der Raumfahrt.“</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Komplette Stufentests für kürzere Entwicklungszeiten</strong><br>Der Grundstein für den Prüfstand P5.2 wurde gemeinsam mit den Projektpartnern im Herbst 2014 gelegt. Die Inbetriebnahme durch das DLR-Institut für Raumfahrtantriebe soll bis Ende 2019 erfolgen. Insgesamt wurden rund 50 Millionen Euro investiert. „Diese in ihrer Bauweise einzigartige Anlage ermöglicht den DLR-Ingenieuren sowohl Be- und Enttankungs-, als auch komplette Stufentests, bei denen die Oberstufe mit laufendem Triebwerk betrieben wird“, erläuterte Prof. Hansjörg Dittus, Mitglied des DLR-Vorstands für Raumfahrtforschung und -technologie.</p>



<p class="wp-block-paragraph">An keinem Standort der europäischen Raumfahrt sei die Verzahnung zwischen Forschung, Entwicklung, Design und Planung sowie Triebwerktests an Großprüfständen für Raumfahrtantriebe so eng wie beim DLR in Lampoldshausen: „Wir verkürzen so die Entwicklungszeiten und erhöhen signifikant den Reifegrad der chemischen, flüssigen Raumfahrtantriebe. Um die Kontinuität des Standorts nach der Ariane-6-Entwicklung zu sichern, werden die Teststände auf Methan-Verbrennung ausgebaut“, ergänzte Dittus. Die geplante Großinvestition in Höhe von 30 Millionen Euro unterstützt die europäischen Pläne zur Entwicklung des neuen Prometheus-Methan-Triebwerks.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Testen aller europäischen flüssigen Raumfahrtanriebe gehört zu den zentralen Zukunftsfeldern des DLR in Lampoldshausen. Die Triebwerke der neuen europäischen Ariane-6-Trägerrakete absolvieren vor ihrem Start ins All viele Tausend Testsekunden an den Prüfständen in Baden-Württemberg. „Die Zukunft der europäischen Trägerraketenfamilie und die Zukunft des DLR-Standorts sind eng miteinander verknüpft. Wir bauen auf 60 Jahre Erfahrung, und unser Ziel ist klar: Mit unseren Prüfständen sind wir als europäisches Forschungs- und Testzentrum in der Lage, alle notwendigen Testkampagnen für Flüssigantriebe der Ariane durchzuführen, von der Entwicklung über die Qualifikation bis hin zu Abnahmetests“, sagte Prof. Stefan Schlechtriem, Direktor des DLR-Instituts für Raumfahrtantriebe.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Von Kleinprüfständen zum Testen von Komponenten und Technologiedemonstratoren bis hin zu Großanlagen, wie sie für die Haupt- und Oberstufentriebwerke der Trägerraketen benötigt werden, ist beim DLR in Lampoldshausen alles zentral an einem Ort verfügbar.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>7. Industrial Days</strong><br>Die feierliche Einweihung des neuen Teststands war zugleich der Auftakt der jährlich stattfindenden „Industrial Days“. Unter dem Motto &#8222;Test- und Testinfrastruktur zur Sicherung des flexiblen und bezahlbaren Zugangs Europas zum Weltraum&#8220; tauschten sich am 26. und 27. Februar 2019 knapp 140 Experten über die Fortschritte im Raumtransport aus.</p>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Die Diskussionen haben gezeigt: Es sind nicht nur neue Herstellungsmethoden von Triebwerkskomponenten, sondern auch die Teststrukturen als Ganzes, die über den Erfolg im Raumtransport essentiell mitentscheiden. Für einen sicheren, unabhängigen und bezahlbaren Zugang zum Weltall dürfen wir uns nicht auf Strukturen der Vergangenheit ausruhen. In Lampoldshausen verfügen wir bereits heute über alle notwendigen Anlagen, um sowohl die Ariane 6 als auch alle zukünftigen Raumfahrtantriebe entwickeln und betreiben zu können&#8220;, so das Fazit von Prof. Stefan Schlechtriem, der zum siebten Mal zu den Industrial Days nach Lampoldshausen einlud.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/20181108P52beiNachtdlr1500-1.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="Prüfstandes P5.2 bei Nacht" data-rl_caption="" title="Prüfstandes P5.2 bei Nacht" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/20181108P52beiNachtdlr260.jpg" alt=""/></a><figcaption>Prüfstandes P5.2 bei Nacht<br>(Bild: DLR)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>P5.2 – Europas neuer Oberstufenprüfstand für Ariane 6 und darüber hinaus</strong><br>Das DLR Lampoldshausen betreibt einmalige Prüfstände und Anlagen zum Testen von Raketenantrieben, die für die europäische Raumfahrt von entscheidender Bedeutung sind. Diese Testanlagen decken das gesamte Portfolio der Testanforderungen ab. Als europäisches Forschungs- und Testzentrum bündelt das DLR somit wichtige Kompetenzen mit dem Ziel, neue Technologien für flüssige, chemische Raumfahrtantriebe an einem Standort entwickeln und testen zu können.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit der Fertigstellung des Prüfstandes P5.2 für die neue Oberstufe der künftigen europäischen Trägerrakete Ariane 6 hat Deutschland eine weitere wichtige technologische Perspektive gewonnen: Mit seiner Hilfe können beim DLR zukünftig nicht nur Triebwerke und einzelne Komponenten, sondern komplette kryogene Oberstufen qualifiziert werden – eine zukunftsweisende Testanlage in Europa, die die führende Position des DLR in diesem Bereich unterstreicht.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Das DLR-Institut für Raumfahrtantriebe</strong><br>Das DLR-Institut für Raumfahrtantriebe beim DLR in Lampoldshausen betreibt Großprüfstände für Raketentriebwerke. Diese Testanlagen decken das gesamte Portfolio der Testanforderungen ab: vom Komponententest über die Triebwerkstests hin zur Erprobung ganzer Raketenstufen. Es werden sowohl Versuche für Forschung und Entwicklung durchgeführt als auch Qualifikations- und Charakterisierungstests.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zurzeit testen DLR-Ingenieure an den Prüfständen P5 und P4.1 das Hauptstufentriebwerk Vulcain 2.1 und das Oberstufentriebwerk Vinci für die Ariane 6 im Auftrag der ArianeGroup. Diese Tests sind ein wichtiger Meilenstein bei der Entwicklung der künftigen europäischen Trägerrakete Ariane 6, die Europas unabhängigen Zugang zum Weltraum weiterhin sichern soll.</p>
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