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	<title>SEP &#8211; Raumfahrer.net</title>
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	<description>Das Portal für Astronomie- und Raumfahrtbegeisterte</description>
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	<title>SEP &#8211; Raumfahrer.net</title>
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	<item>
		<title>Martin Sion zum Chief Executive Officer von ArianeGroup ernannt</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/martin-sion-zum-chief-executive-officer-von-arianegroup-ernannt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 04 Apr 2023 18:16:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raketen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Martin Sion wurde vom Board of Directors von ArianeGroup mit Wirkung zum 4. April 2023 zum Chief Executive Officer (CEO) ernannt und tritt damit die Nachfolge von André-Hubert Roussel an. Eine Pressemitteilung der ArianeGroup. Quelle: ArianeGroup 4. April 2023. Paris, 4. April 2023 &#8211; Martin Sion, der über mehr als 20 Jahre Erfahrung in der [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Martin Sion wurde vom Board of Directors von ArianeGroup mit Wirkung zum 4. April 2023 zum Chief Executive Officer (CEO) ernannt und tritt damit die Nachfolge von André-Hubert Roussel an. Eine Pressemitteilung der ArianeGroup.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: ArianeGroup 4. April 2023.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/1680549507arianegroup1k6.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Martin Sion. (Bild: ArianeGroup)" data-rl_caption="" title="Martin Sion. (Bild: ArianeGroup)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/1680549507arianegroup26.jpg" alt=""/></a><figcaption class="wp-element-caption">Martin Sion. (Bild: ArianeGroup)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Paris, 4. April 2023 &#8211; Martin Sion, der über mehr als 20 Jahre Erfahrung in der Raumfahrtindustrie verfügt, war zuvor CEO von Safran Electronics &amp; Defense und ist seit April 2020 Mitglied des Board of Directors von ArianeGroup.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eric Dalbiès, Chairman des Board of Directors von ArianeGroup, sagte: „Ich begrüße die Ernennung von Martin Sion, der aufgrund seiner großen Erfahrung bestens geeignet ist, die Nachfolge von André-Hubert Roussel als CEO von ArianeGroup anzutreten. Oberste Priorität hat nach wie vor der Erstflug der Ariane 6 und der anschließende zügige Hochlauf der Produktion. Ich danke André-Hubert Roussel sehr herzlich für seine engagierte Führung von ArianeGroup in den vergangenen vier Jahren. Er hat den klaren Fokus auf der Entwicklung der Ariane 6 konsequent beibehalten und gleichzeitig die französischen Verteidigungskräfte in einer durch die Covid-19-Pandemie und Ukraine-Krise besonders schwierigen Phase optimal unterstützt.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Martin Sion begann seine berufliche Laufbahn 1990 als Entwicklungsingenieur bei der Société Européenne de Propulsion (SEP, heute Teil von ArianeGroup). Bei der SEP hatte er verschiedene Positionen inne, bevor er 2006 als Head of Improvement Initiatives zu Snecma (heute Safran Aircraft Engines) wechselte. Im Jahr 2009 übernahm er die Leitung des Kompetenzzentrums für Ausrüstung und Zubehör, das zum Produktionsbereich von Snecma gehörte, und wurde anschließend zum Leiter des Geschäftsbereichs Space Engine ernannt. Im Juli 2013 wurde er Chairman und CEO von Aircelle (heute Safran Nacelles), eine Position, die er bis Juni 2015 innehatte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Seit Juni 2015 war Sion CEO von Safran Electronics &amp; Defense, einer Tochtergesellschaft von Safran, die zivile und militärische Aktivitäten rund um optronische, inertiale, elektronische und elektromechanische Technologien für die zivile Luftfahrt-, Raumfahrt- und Verteidigungsindustrie bündelt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Seit 2020 ist Martin Sion Mitglied des Board of Directors der ArianeGroup und Vorsitzender der GEAD (Groupement des Équipements Aéronautiques et de Défense) der GIFAS (Groupement des Industries Françaises Aéronautiques et Spatiales), dem Fachverband der französischen Luftfahrt-, Raumfahrt- und Verteidigungsindustrie.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Martin Sion ist 54 Jahre alt und Absolvent der École Centrale in Paris.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Über ArianeGroup</strong><br>ArianeGroup ist Hauptauftragnehmer für zivile und militärische Trägerraketen-Systeme und verantwortlich für die Entwicklung und den gesamten Produktionsablauf der europäischen Trägerraketen Ariane 5 und Ariane 6, die von ihrer Tochtergesellschaft Arianespace vermarktet und betrieben werden. Außerdem ist sie für die Entwicklung, den Bau, die Integration und die Wartung der Raketen der französischen See-Streitkräfte zur nuklearen Abschreckung zuständig. Als weltweit anerkannter Spezialist für innovative und wettbewerbsfähige Lösungen beherrscht ArianeGroup die ganze Palette der fortschrittlichsten Antriebstechnologien und Anwendungen in der Raumfahrt. Über ihre Tochtergesellschaften stellt sie anderen Industriezweigen ihre Fachkompetenz in Ausrüstung, Service, Weltraumüberwachung und sicherheitsrelevanten Infrastrukturen zur Verfügung. ArianeGroup ist ein 50:50-Joint Venture von Airbus und Safran und beschäftigt mehr als 8.000 hochqualifizierte Mitarbeiter in Frankreich und Deutschland. Der konsolidierte Umsatz der Gruppe im Jahr 2022 belief sich auf 2,4 Milliarden Euro.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=12696.msg546990#msg546990" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">ArianeGroup</a></li>
</ul>
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			</item>
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		<title>Können Astronauten unbeschadet zum Mars fliegen?</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/koennen-astronauten-unbeschadet-zum-mars-fliegen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 02 Sep 2021 10:02:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astrobiologie/Leben]]></category>
		<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
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		<category><![CDATA[Weltraumstrahlung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Umfassende Simulationen von Forschenden um Yuri Shprits vom GeoForschungsZentrum Potsdam (GFZ) und der Universität Potsdam sowie Mikhail Dobynde vom Skolkovo Institute of Science and Technology (Skoltech) in Moskau zeigen, unter welchen Bedingungen eine Mission zum Mars machbar ist: Die gefährliche Weltraumstrahlung kann ausreichend gut abgeschirmt werden. Dafür darf der Schutzschild des Raumschiffs eine bestimmte Dicke [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Umfassende Simulationen von Forschenden um Yuri Shprits vom GeoForschungsZentrum Potsdam (GFZ) und der Universität Potsdam sowie Mikhail Dobynde vom Skolkovo Institute of Science and Technology (Skoltech) in Moskau zeigen, unter welchen Bedingungen eine Mission zum Mars machbar ist: Die gefährliche Weltraumstrahlung kann ausreichend gut abgeschirmt werden. Dafür darf der Schutzschild des Raumschiffs eine bestimmte Dicke nicht unter- und nicht überschreiten. Die Reise sollte zum Maximum des Sonnenzyklus gestartet werden und nicht länger als 4 Jahre dauern. Eine Pressemitteilung des Helmholtz-Zentrum Potsdam – Deutsches GeoForschungsZentrum GFZ.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: GFZ.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/radshielding21Dobyndeetal2021.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/radshielding21Dobyndeetal202126.jpg" alt=""/></a><figcaption>Illustration der numerischen Simulationen: 10 Protonen mit einer sehr hohen Energie von 1000 MeV (li) und 100 einfallende Protonen mit einer vergleichsweise geringen Energie von 100 MeV (re) treffen auf ein 10 g/cm2 Aluminium Schutzschild und einen Astronaut*innen-Dummy. Aufgrund von Streuprozessen im Schutzschild können die wenigen hochenergetischen Partikel im Inneren des Raumschiffs eine wesentlich größere Menge gefährlicher Teilchen erzeugen als sehr viele Primär-Partikel mit geringerer Energie, gegen die der Schutz besser wirkt.<br>Primär-Protonen in Blau. Streuprozesse in Grün. Entstehende Sekundär-Teilchen: Neutronen in Rot, Gamma-Strahlung in Gelb, Elektronen in Cyan. (Illustration: Mikhail Dobynde)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">2. September 2021 &#8211; Die Weltraumstrahlung ist eines der Hauptprobleme bei der Planung langfristiger bemannter Weltraummissionen. Für den Menschen gefährlich sind sowohl energetische Teilchen der Sonne (SEP) als auch die galaktische kosmische Strahlung (GCR) aus dem Weltall. Ein internationales Team um Yuri Shprits vom GeoForschungsZentrum Potsdam (GFZ) und der Universität Potsdam sowie Mikhail Dobynde vom Skolkovo Institute of Science and Technology (Skoltech) in Moskau hat nun anhand von umfassenden Simulationen gezeigt, unter welchen Bedingungen eine Mission zum Mars machbar ist, auch wenn sie eine enorme technische Herausforderung darstellt. Hierfür betrachteten die Forschenden die verschiedenen Strahlungstypen und ihre Ausbreitung im Weltraum sowie in ein Raumfahrzeug mit Astronaut*innen-Modell. Die ermittelten Rahmenbedingungen: Der Schutzschild des Raumschiffs sollte ausreichend dick sein, um die mitfliegenden Menschen vor der Strahlung zu schützen, eine gewisse Dicke aber nicht überschreiten, da sonst im Material zu viele Sekundär-Partikel erzeugt werden. Selbst mit einem optimal konstruierten Raumfahrzeug sollte die Reise insgesamt nicht länger als vier Jahre dauern. Und sie sollte im Zyklus der Sonnenaktivität während des Maximums gestartet werden. Dann wird die besonders gefährliche kosmische Strahlung durch die Sonnenaktivität am besten abgeschirmt. Die Ergebnisse sind im Fachmagazin Space Weather erschienen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Bedrohung Weltraumstrahlung</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine Reise zum Mars dauert nach aktuellem Stand rund neun Monate in eine Richtung. Während Menschen auf der Erde und in erdnahen Umlaufbahnen durch den Erdkörper und sein Magnetfeld vor Weltraumstrahlung geschützt sind, stellt letztere für Reisen in den tieferen Weltraum, etwa zum Mars, ein erhebliches Risiko dar. Dabei sind Astronaut*innen zwei Arten gefährlicher Strahlung ausgesetzt: Energiereiche Teilchen solaren Ursprungs (SEP), bei denen es sich hauptsächlich um positiv geladene Protonen handelt, und die galaktische kosmische Strahlung (GCR). Sie besteht ebenfalls überwiegend aus Protonen (84%), sowie aus positiv geladenen Alpha-Teilchen (zwei Protonen + zwei Neutronen, 14%) und negativ geladenen Elektronen (2%). Ein Schutz vor diesen Teilchen ist technisch sehr schwierig und aufwändig, weil sie mit sehr hohen Energien durch den Weltraum fliegen und daher tief in Materialien ein- bzw. sie auch durchdringen können. Im Material kann es zudem zu Streuprozessen kommen, bei denen neue, sogenannte Sekundär-Teilchen erzeugt werden. Diese hoch-energetische Teilchenmix kann sowohl in der menschlichen Haut als auch in inneren Organen Zellen schädigen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Umfassende Simulationen durch internationales Team</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Um abzuschätzen, wie stark die Astronautinnen durch die Weltraumstrahlung belastet werden, und um so die optimalen Bedingungen für eine Mission zum Mars zu finden, haben die Forschenden verschiedene Strahlungssituationen und Schutzoptionen simuliert. Beteiligt waren neben den beiden Hauptautoren Yuri Shprits (GFZ) und sein ehemaliger Doktorand Mikhail Dobynde (Skoltech Moscow) auch Kolleginnen vom MIT und der University of California, Los Angeles (USA).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zunächst ermittelten sie die Strahlungsumgebung für das Raumschiff, also Art und Energie der Partikel, denen es während seiner Mission ausgesetzt ist. Hierbei stützten sie sich auf Messungen der solaren Teilchen SEP aus den Jahren 1998 bis 2012. Für die galaktische Strahlung GCR nutzten sie ein empirisches Modell, in dem auch die Effekte des Sonnenzyklus berücksichtigt wurden.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Einfluss des Sonnenzyklus auf beide Strahlungsarten</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Intensität der beiden Strahlungsarten variiert während des elfjährigen Sonnenzyklus. Bei diesem Prozess polt sich das solare Magnetfeld um: magnetischer Nord- und Südpol tauschen die Plätze. Dementsprechend haben auch verschiedene Sonnenaktivitäten diesen elfjährigen Rhythmus. Beispielsweise kommt es zu Sonneneruptionen, bei denen in einem explosiven Ereignis intensive Strahlungsstöße frei werden, die sich in das Sonnensystem ausbreiten. Allerdings entstehen auf diese Weise nur sporadisch die gefährlichen energiereichen solaren Teilchen (SEP). Eine genaue Vorhersage über Zeitpunkt, Stärke und Richtung der Strahlung ist eine große Herausforderung. Klar ist jedoch, dass die Wahrscheinlichkeit und die Intensität der solaren Strahlung auf dem Höhepunkt der Sonnenaktivität am größten ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Gegensatz dazu ist die galaktische kosmische Strahlung (GCR) von gleichmäßigerer Natur. Obwohl die Teilchenflüsse nicht so hoch sind, können sich bei langen Reisezeiten im All die Strahlungsdosen gefährlich aufsummieren. Auch die kosmische Strahlung wird durch die Sonnenaktivität beeinflusst: Sie wird von ihr abgeschirmt und ist daher im Maximum der Sonnenaktivität am schwächsten.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Strahlenwirkung auf Raumschiff und Besatzung</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Um den Einfluss der Strahlung auf Raumschiff und Mensch zu untersuchen, wurde ersteres durch eine Kugel mit einem Innendurchmesser von zwei Metern modelliert. Als Material für die Hülle wählten die Forschenden das gängige Aluminium, die Dicke dieses Schutzmantels wurde variiert. Eine Wasserkugel von 35 Zentimetern Durchmesser diente als Modell für den menschlichen Körper.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auf dieser Basis haben die Forschenden schlussendlich die Strahlendosis berechnet, die sich im Laufe einer Reise zum Mars unter verschiedenen Bedingungen im Körper akkumuliert. Dabei analysierten sie auch verschiedene Eindringtiefen in den Körper, um die Empfindlichkeit von Haut, blutbildenden und anderen Organen zu differenzieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Ergebnis: Optimale Bedingungen für einen Flug zum Mars</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">„Bislang gehen die meisten Weltraumorganisationen davon aus, dass die gesamte Strahlungsbelastung für Astronaut*innen im Laufe ihres Lebens den Wert von 1 Sievert nicht überschreiten sollte“, sagt Yuri Shprits. Die neuen Berechnungen zeigen, dass dieser Wert eingehalten werden kann, wenn das Raumschiff eine optimal dimensionierte Hülle hat, wenn der Flug während des Sonnenmaximums startet, und wenn die gesamte Reisezeit 3,8 Jahre nicht überschreitet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für den Aluminium-Schutzschild erweist sich eine Materialstärke von 30 Gramm pro Quadratzentimeter als optimal. Bemerkenswert ist, dass das Prinzip „mehr hilft mehr“ den Untersuchungen nach hier nicht angewendet werden kann: Wird das Material dicker, so kommt es in ihm vermehrt zu Streuprozessen, bei denen Sekundär-Teilchen entstehen, die die Strahlenbelastung im Inneren wieder erhöhen können. Auch bei dünnerem Material wäre die kritische Strahlendosis bereits bei kürzeren Flugzeiten erreicht.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Ausblick auf neue Materialien und künftige Missionen</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Sollte es neue Erkenntnisse zur biologischen Wirksamkeit von Strahlung und neue Materialentwicklungen geben, lassen sich die vorliegenden Modelle anpassen.<br>„Wir haben uns hier zunächst auf Aluminium als das zurzeit gängige Material für den Strahlenschutzschild konzentriert. Seit längerem werden auch Komposit-Werkstoffe wie Kohlefaser-Verbundwerkstoffe (CFK) diskutiert, die mit leichten Elementen wie Wasserstoff gespickt sind. An diesen Materialien würden wir weniger Streuprozesse beobachten und daher weniger sekundär-induzierte Teilchen“, prognostiziert Shprits. Insgesamt dürfte das aber nur zu einer Verbesserung der Schutzwirkung um rund 20 Prozent führen, schätzt der Weltraumphysiker. Damit wäre dann eine Verlängerung der Reisezeit um ein Jahr möglich.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zu beachten ist den Forschenden zufolge, dass die Auswirkungen der verschiedenen Strahlungsarten auf den menschlichen Körper noch nicht umfassend verstanden sind. Daher könnten sich künftig die Empfehlungen für die maximale Dosis und in Konsequenz dann auch zur maximalen Aufenthaltsdauer im All noch ändern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Vorsicht sei auch geboten hinsichtlich der Variation des Sonnenzyklus. Dessen Auswirkungen sind nicht immer gleich, was bei Planungen für künftige Missionen berücksichtigt werden müsse.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Originalstudie:</strong> M.I. Dobynde, Y.Y. Shprits, A.Yu. Drozdov, J. Hoffman, J. Li, Beating 1 Sievert: Optimal Radiation Shielding of Astronauts on a Mission to Mars, Space Weather 2021, <a href="https://agupubs.onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1029/2021SW002749" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">DOI: 10.1029/2021SW002749</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=3306.msg519032#msg519032" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal"></a><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=3306.msg519033#msg519033" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal"></a><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=14665.msg518530#msg518530" data-type="URL" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal"></a><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=14665.msg518530#msg518530" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Bemannte Raumfahrt und Gesundheit</a></li></ul>
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