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	<title>Sternwinde &#8211; Raumfahrer.net</title>
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	<description>Das Portal für Astronomie- und Raumfahrtbegeisterte</description>
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	<title>Sternwinde &#8211; Raumfahrer.net</title>
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		<title>Ein Kometenschweif bei dem Exoplaneten Gliese 436b</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 29 Jun 2015 17:03:54 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Exoplanet Gliese 436b ist offenbar von einer ausgedehnten Atmosphäre umgeben, welche einen gigantischen Gasschweif aus Wasserstoff ausbildet. Ein Beitrag von Ralph-Mirko Richter. Quelle: ESA, Hubble Space Telescope, Exoplanet.eu. Vertont von Peter Rittinger Als Exoplaneten werden in der Astronomie Planeten bezeichnet, welche nicht dem Planetensystem der Sonne angehören, sondern die vielmehr fremde Sterne umkreisen. Seit [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Der Exoplanet Gliese 436b ist offenbar von einer ausgedehnten Atmosphäre umgeben, welche einen gigantischen Gasschweif aus Wasserstoff ausbildet.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/verein-raumfahrer-net-e-v/ehemalige/" data-wpel-link="internal">Ralph-Mirko Richter</a>. Quelle: ESA, Hubble Space Telescope, Exoplanet.eu. Vertont von Peter Rittinger</p>



<figure class="wp-block-audio"><audio controls src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ismobil-2015-07-08-46412.mp3"></audio></figure>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/29062015190354_small_1.gif" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/29062015190354_small_1.gif" alt="Wikipedia (User: Zhatt)" width="260"/></a><figcaption>
Sterne und die sie umkreisenden Planeten beeinflussen sich durch ihre jeweiligen Massen gegenseitig. Dies hat zur Folge, dass &#8211; streng betrachtet &#8211; nicht etwa die Planeten einen Stern umkreisen. Vielmehr umlaufen Planeten und ihr Zentralstern ein gemeinsames 
<a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Baryzentrum" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">Baryzentrum</a>
. Ein Stern, der von Planeten umkreist wird, steht also nicht &#8217;still am Himmel&#8216;, sondern er &#8218;eiert&#8216; um eben diesen gemeinsamen Schwerpunkt. Sofern ein Betrachter von der Erde aus nicht genau senkrecht auf diese Bahn schaut (wie in dieser Grafik der Fall), hat die periodische Bewegung des Sterns zur Folge, dass dieser sich abwechselnd auf den Betrachter zu und anschließend wieder vom ihm weg bewegt. Diese Bewegung macht sich durch einen 
<a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Doppler-Effekt" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">Dopplereffekt</a>
 bemerkbar. Die Dopplerverschiebung des Lichtes ist unter anderem von der Geschwindigkeit abhängig, mit welcher der Stern sich bewegt. Je größer der Begleiter ist und je näher er sich bei seinem Stern befindet, desto schneller bewegt sich der Stern um den gemeinsamen Schwerpunkt. Das &#8218;Wackeln&#8216; des Sterns fällt sehr schwach aus, aber die Messmethoden sind inzwischen so genau, dass Astronomen die Bewegung eines Sterns auf bis zu einen Meter pro Sekunde genau ermitteln können. 
<br>
(Bild: Wikipedia (User: Zhatt))
</figcaption></figure></div>



<p>Als <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Exoplanet" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">Exoplaneten</a> werden in der Astronomie Planeten bezeichnet, welche nicht dem Planetensystem der Sonne angehören, sondern die vielmehr fremde Sterne umkreisen. Seit der Entdeckung des ersten Exoplaneten am 5. Oktober 1995 gelang den Astronomen der Nachweis von bisher <a class="a" href="	https://exoplanet.eu/catalog/" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">1.932 Exoplaneten</a>. Bei einem dieser Objekte handelt es sich um den Exoplaneten Gliese 436b. </p>



<p><strong>Der Exoplanet Gliese 436b</strong>
<br>
Entdeckt wurde GJ 436b &#8211; so eine andere Bezeichnung für diesen Planeten &#8211; bereits im Jahr 2004 durch die US-amerikanischen Astronomen Geoffrey Marcy und Robert Paul Butler, welche hierfür die <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Exoplanet#Indirekte_Nachweismethoden" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">Radialgeschwindigkeitsmethode</a> anwendeten. Nachfolgende Analysen ergaben, dass GJ 436b seinen in einer Entfernung von etwa 30 Lichtjahren zu unserem Sonnensystem im Sternbild Löwe (lat. &#8222;Leo&#8220;) befindlichen Zentralstern, den <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Roter_Zwerg" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">Roten Zwerg</a> Gliese 436, in einem Abstand von lediglich etwa 4,3 Millionen Kilometern umläuft. Für eine vollständige Umrundung des Sterns benötigt der Exoplanet dabei eine Zeitspanne von zwei Tagen, 15 Stunden und 27 Minuten. </p>



<p>Des weiteren konnte mit dem Weltraumteleskop <i>Spitzer</i> im Rahmen eines <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Durchgang" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">Transitereignisses</a> ermittelt werden, dass dieser Planet über einen Durchmesser von etwa 54.000 Kilometern verfügt. Seine Masse wird mit einem Wert angegeben, welcher 22 Erdmassen entspricht. Es dürfte sich bei diesem Planeten somit um einen Vertreter aus der Exoplaneten-Kategorie der <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Hot_Neptune" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">&#8222;Hot Neptunes</a> handeln. </p>



<p>Durch weitere Untersuchungen konnte in den vergangenen Jahren zudem ermittelt werden, dass Gliese 436b offenbar über große Mengen an <a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/exoplanet-besteht-ueberwiegend-aus-wasser/" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">Wasser</a> verfügt, welches hoch über der Oberfläche des Planeten Wolken aus <a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/geheimnisvolle-exoplaneten/" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">Wasserdampf</a> bildet. Dagegen scheint in der Atmosphäre dieses Exoplaneten ein ausgeprägter <a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/methandefizit-bei-gliese-436b/" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">Methanmangel</a> zu herrschen (Raumfahrer.net berichtete jeweils). </p>



<p>Der Zentralstern des Exoplaneten Gliese 436b verfügt über 40 Prozent der Sonnenmasse und erreicht lediglich rund 2,5 Prozent der Leuchtkraft des Zentralgestirns unseres Sonnensystems. Aufgrund des geringen Abstands zu seinem Stern wird GJ 436b aber dennoch so stark aufgeheizt, dass in dessen Atmosphäre Temperaturen von mehr als 500 Grad Celsius erreicht werden. </p>



<p><strong>Neue Untersuchungen</strong>
<br>
Die Tatsache, dass es sich bei Gliese 436b um einen Transitplaneten handelt, der von der Erde aus betrachtet regelmäßig vor seinem Zentralstern vorbeizieht und dabei das von dem Stern ausgehende Licht &#8218;abdimmt&#8216;, erleichtert dessen weitere Untersuchung ungemein. Für eine entsprechende Untersuchung von Gliese 436b setzte ein von David Ehrenreich vom Observatoire de l&#8217;Université de Genève/Schweiz geleitetes Astronomenteam jetzt auch zum wiederholten Mal das Weltraumteleskop <i>Hubble</i> ein. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="aligncenter size-large is-resized"><img fetchpriority="high" decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/29062015190354_small_2.gif" alt="TEP-Network, H. Deeg, Carrido" width="304" height="213"/><figcaption>
Ganz allgemein zu der Transitmethode zur Entdeckung und Untersuchung von Exoplaneten: Diese Lichtkurve des Sterns HD 209458 wurde in der Nacht vom 26. auf den 27. Juli 2000 aufgenommen und zeigt den während der damaligen Bedeckung durch den Exoplaneten HD 209458b bedingten Verlauf der Helligkeitsabnahme und -zunahme des Zentralsterns. 
<br>
(Bild: TEP-Network, H. Deeg, Carrido)
</figcaption></figure></div>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/29062015190354_big_3.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/29062015190354_small_3.jpg" alt="NASA, ESA, A. Feild (STScI)" width="260"/></a><figcaption>
Die im Rahmen einer Transitbeobachtung durch das Weltraumteleskop Hubble gewonnenen Daten zu der Bedeckung des Zentralsterns Gliese 436 durch seinen Planeten zeigen, dass bereits zwei Stunden vor und auch noch mehrere Stunden nach der eigentlichen Bedeckung das Licht des Sterns &#8218;abgedimmt&#8216; wurde. Diese Daten lassen sich dadurch erklären, dass der den Stern bedeckende Exoplanet von einer ausgedehnten Atmosphäre umgeben ist und zudem einen kometenartigen Gasschweif hinter sich her zieht. 
<br>
(Bild: NASA, ESA, A. Feild (STScI))
</figcaption></figure></div>



<p>Für einen Vorbeizug vor seinem Stern benötigt der Exoplanet GJ 436b einen Zeitraum von etwa einer Stunde. Pünktlich zum Beginn und zum Ende dieses Transits sollten sich &#8211; so die Theorie &#8211; eigentlich scharf umrissene Veränderungen in der Helligkeit des Sterns registrieren lassen. Dies deckt sich auch mit den im Wellenlängenbereich des sichtbaren Lichts gewonnenen Messergebnissen, wo im Zeitraum des Transits ein deutlich abgegrenzter Helligkeitsabfall von 0,7 Prozent registriert wird. </p>



<p><strong>Ein kometenartiger Schweif</strong>
<br>
Allerdings stellten die Astronomen bei der Auswertung der entsprechenden Daten des <i>Hubble Space Telescopes</i> fest, dass im Bereich des ultravioletten Lichtspektrums bereits etwa zwei Stunden vor dem Beginn des eigentlichen Planetentransits ein deutlich erkennbares Absinken der Helligkeit des Zentralsterns zu beobachten ist. Bis zum Höhepunkt der jeweiligen Verfinsterungen sinkt die Helligkeit des Sterns dann auf einen Wert von nur noch 44 Prozent des Normalwertes ab. Und auch nach dem Ende des Transits ist die Helligkeit von GJ 436 noch für mehr als drei Stunden deutlich messbar reduziert. </p>



<p>Zwecks der Erklärung dieses Phänomens schlagen die an den Untersuchungen beteiligten Wissenschaftler folgenden Lösungsansatz vor: Die von Wasserstoffgas dominierte Atmosphäre des Exoplaneten Gliese 436b wird durch die Strahlung des Zentralstern so weit aufgeheizt, dass ein Teil der Planetenatmosphäre in das umgebende Weltall entweicht und dort zunächst eine ausgedehnte Gashülle ausbildet, welche das von dem Stern ausgehende ultraviolette Licht zu einem Großteil absorbiert. </p>



<p>Der Zentralstern verfügt jedoch über zu schwache <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Sternwind" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">Sternwinde</a>, um diese aus der Planetenatmosphäre entweichenden Gase vollständig &#8218;wegzublasen&#8216;. Aufgrund der Bewegung des Planeten um seinen Stern nimmt ein Teil dieser &#8218;Wasserstoffwolke&#8216; dabei die Form eines Schweifs an und &#8218;folgt&#8216; dem Planeten auf dessen Umlaufbahn um den Stern. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/29062015190354_big_4.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/29062015190354_small_4.jpg" alt="NASA, ESA, A. Feild (STScI)" width="260"/></a><figcaption>
Eine künstlerische Darstellung des Sternsystems Gliese 436. Auf seiner Bahn um den Zentralsten zieht der Exoplanet einen gewaltigen Schweif hinter sich her. 
<br>
(Bild: NASA, ESA, A. Feild (STScI))
</figcaption></figure></div>



<p>Dieser Schweif verfügt dabei laut der Beobachtungsdaten des <i>Hubble Space Telescopes</i> über eine Länge, welche etwa dem 50fachen Durchmesser des Zentralsterns entspricht. Sehr entfernt erinnert dieses Szenario an das <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Kometenschweif#Koma" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">Aussehen eines Kometen</a>, welcher in Sonnennähe über eine Koma und einen Schweif verfügt. </p>



<p>Aufgrund der Ausdehnung der Gashülle und der Länge des Schweifs vermuten die Astronomen um David Ehrenreich, dass der Exoplanet pro Sekunde rund 100 bis 1.000 Tonnen Wasserstoff an seine Umgebung abgibt. Dies ist eine im Vergleich zu der Gesamtmasse von GJ 436b allerdings immer noch äußerst geringe Menge. Selbst über einen Zeitraum von Milliarden von Jahren, so die an der Untersuchung beteiligten Wissenschaftler, würde dies nicht ausreichen, um die Atmosphäre des Exoplaneten signifikant auszudünnen. </p>



<p>&#8222;Diese Wolke aus Wasserdampf ist schon sehr spektakulär&#8220;, so David Ehrenreich. &#8222;Aber auch wenn die derzeitige Freisetzungsrate keine Gefahr für die Planetenatmosphäre darstellt, so wissen wir doch, dass der Stern in der Vergangenheit stärker aktiv war. Dies hatte zur Folge, dass die Atmosphäre des Planeten während der ersten Jahrmilliarden Jahre seines Bestehens schneller als gegenwärtig der Fall verdampft sein muss. Insgesamt schätzen wir, dass der Planet bisher lediglich etwa 10 Prozent seiner Atmosphäre verloren hat.&#8220; Das Alter des Sternsystems Gliese 436 und des dort befindlichen Exoplaneten wird auf mindestens sechs Milliarden Jahre geschätzt. </p>



<p>Ähnliche Beobachtungen eines &#8218;kometenartigen&#8216; Schweifs in der Umgebung von Exoplaneten erfolgten bereits in der Vergangenheit bei weiteren vier Exoplaneten (<a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/ein-exoplanet-mit-einem-kometenschweif/" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net berichtete</a> über die entsprechende Entdeckung bei dem Planeten HD 209458 b). Allerdings wurden diese Strukturen bisher nur in der Umgebung von Exoplaneten beobachtet, welche deutlich massereicher als der Planet Gliese 436b ausfallen. Zugleich wiesen diese bei den Planeten HD 209458b, WASP-12b, 55 Cancri b und HD 189733b nachgewiesenen Schweife deutlich geringere Ausdehnungen auf. All diese Nachweise erfolgten dabei bisher ausschließlich im Bereich des ultravioletten Spektralbereichs des Lichts. </p>



<p>Die hier kurz vorgestellten Ergebnisse der Arbeit von David Ehrenreich et al. wurden am 25. Juni 2015 unter dem Titel &#8222;A giant comet-like cloud of hydrogen escaping the warm Neptune-mass exoplanet GJ 436b&#8220; in der Fachzeitschrift <i>Nature</i> publiziert. </p>



<p><strong>Verwandte Meldungen bei Raumfahrer.net:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/geheimnisvolle-exoplaneten/" data-wpel-link="internal">Geheimnisvolle Exoplaneten</a> (1. Januar 2014)</li><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/ein-exoplanet-mit-einem-kometenschweif/" data-wpel-link="internal">Ein Exoplanet mit einem Kometenschweif</a> (19. Juli 2010)</li><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/methandefizit-bei-gliese-436b/" data-wpel-link="internal">Methandefizit bei Gliese 436b</a> (26. April 2010)</li><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/exoplanet-besteht-ueberwiegend-aus-wasser/" data-wpel-link="internal">Exoplanet besteht überwiegend aus Wasser</a> (17. Mai 2007)</li><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/zwei-weitere-exoplaneten-entdeckt/" data-wpel-link="internal">Zwei weitere Exoplaneten entdeckt</a> (31. August 2004)</li></ul>



<p><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=483.975" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Aktuelle Diskussion zu Exoplaneten</a></li></ul>



<p><strong>Verwandte Seite bei Raumfahrer.net:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/category/extrasolar/" data-wpel-link="internal">Exoplaneten Newsarchiv</a></li></ul>



<p><strong>Fachartikel von David Ehrenreich et al.:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://www.nature.com/articles/nature14501" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">A giant comet-like cloud of hydrogen escaping the warm Neptune-mass exoplanet GJ 436b</a> (Publikation in Nature, engl.)</li></ul>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/ein-kometenschweif-bei-dem-exoplaneten-gliese-436b/" data-wpel-link="internal">Ein Kometenschweif bei dem Exoplaneten Gliese 436b</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
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		<title>Kalte Winde bei einem Schwarzen Loch</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/kalte-winde-bei-einem-schwarzen-loch/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 21 Jun 2013 18:36:10 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Bei der Beobachtung eines Schwarzen Lochs im Zentrum einer aktiven Galaxie entdeckten Astronomen, dass der dort befindliche kosmische Staub sich nicht nur, wie eigentlich erwartet, in einem ringförmigen Torus um dieses Loch erstreckt, sondern vielmehr durch kalte Winde in den umgebenden Weltraum befördert wird. Diese Entdeckung hat Auswirkungen auf die bisherigen Theorien über die Entwicklung [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Bei der Beobachtung eines Schwarzen Lochs im Zentrum einer aktiven Galaxie entdeckten Astronomen, dass der dort befindliche kosmische Staub sich nicht nur, wie eigentlich erwartet, in einem ringförmigen Torus um dieses Loch erstreckt, sondern vielmehr durch kalte Winde in den umgebenden Weltraum befördert wird. Diese Entdeckung hat Auswirkungen auf die bisherigen Theorien über die Entwicklung supermassereicher Schwarzer Löcher und deren Interaktion mit ihrer Umgebung.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/verein-raumfahrer-net-e-v/ehemalige/" data-wpel-link="internal">Ralph-Mirko Richter</a>. Quelle: ESO, Max-Plack-Institut für Radioastronomie. Vertont von Peter Rittinger.</p>



<figure class="wp-block-audio"><audio controls src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ismobil-2013-06-24-45110.mp3"></audio></figure>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/21062013203610_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/21062013203610_small_1.jpg" alt="ESO, M. Kornmesser" width="300" height="203"/></a><figcaption>
Diese künstlerische Darstellung zeigt die Umgebung des supermassereichen Schwarzen Lochs im Zentrum der aktiven Galaxie NGC 3783 im südlichen Sternbild Centaurus (der Zentaur). Neue Beobachtungen mit dem VLTI der ESO haben nicht nur den Torus aus heißem Staub um das Schwarze Loch, sondern auch einen Wind aus kühlem Material in den Polarregionen sichtbar gemacht. 
<br>
(Bild: ESO, M. Kornmesser)
</figcaption></figure></div>



<p>In den letzten 20 Jahren haben Astronomen herausgefunden, dass sich in den <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Aktiver_galaktischer_Kern" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">Zentralbereichen</a> fast aller Galaxien supermassereiche <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Schwarzes_Loch" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">Schwarze Löcher</a> befinden, deren Masse im Gegensatz zu den &#8222;normalen&#8220; stellaren Schwarzen Löchern, welche durch den Kollaps eines massereichen Sterns in der Endphase seines &#8222;Lebens&#8220; entstehen, oftmals millionenfach größer ausfällt als die Masse unserer Sonne. </p>



<p>Diese zentralen Schwarzen Löcher sind von einer sogenannten <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Akkretionsscheibe" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">Akkretionsscheibe</a>, einer heißen, hellen Scheibe aus interstellarem Gas und Staub umgeben. Zur Aufrechterhaltung der von diesen Scheiben ausgehenden hohen Leuchtkraft müssen diese ständig mit frischen Material versorgt werden. Dieses Material stammt aus einem Staubtorus, welcher die Akkretionsscheiben ringförmig umgibt. Dieser aus Silikat- und Graphitpartikeln bestehende kosmische Staub wird dabei &#8211; ähnlich wie Wasser, welches einen kleinen Wirbel um den Abfluss eines Waschbeckens bildet &#8211; aus der Umgebung angezogen. </p>



<p>Die Untersuchung eines solchen Staubtorus, welcher ein Schwarzes Loch umgibt, stellt für die Astronomen allerdings eine sehr große Herausforderung dar. Detaillierte Untersuchungen der zentralen Staubansammlungen in Galaxien sind jedoch wichtig, um die Struktur des Staubtorus und seine Wechselwirkung mit der Akkretionsscheibe besser verstehen zu können. Für die hierfür benötigte Winkelauflösung ist allerdings ein Teleskop mit einem Spiegeldurchmesser von mehr als 100 Metern nötig. Da solche Teleskope derzeit nicht verfügbar sind, stellt sich den Astronomen die Frage nach einer alternativen Lösung. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/21062013203610_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/21062013203610_small_2.jpg" alt="ESO, IAU, Sky&amp;Telescope" width="300" height="286"/></a><figcaption>
In dieser Karte ist die Position der im Sternbild Zentaur (lateinisch “Centaurus”) gelegenen Galaxie NGC 3783 durch einen roten Kreis markiert. 
<br>
(Bild: ESO, IAU, Sky &amp; Telescope)
</figcaption></figure></div>



<p>Eine Möglichkeit für eine erfolgreiche Analyse besteht darin, bei der Beobachtung eines supermassereichen Schwarzen Lochs mehrere Teleskope gleichzeitig auf das zu untersuchende Objekt auszurichten und das so &#8222;eingefangene&#8220; Licht zu überlagern. Durch diese als <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Interferometrie" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">Interferometrie</a> bezeichnete Methode können die Astronomen hoch aufgelöste Daten über die Umgebung der Schwarzen Löcher gewinnen. Durch die Interferometrie hat sich das Maß an Details, welche im Rahmen der daraus resultierenden Beobachtungen gemessen werden können, in den letzten Jahren drastisch verbessert. </p>



<p>Bei einem der Instrumente, welches gegenwärtig hierfür eingesetzt werden kann, handelt es sich um das Interferometrie-Instrument AMBER des <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/VLTI#VLT_Interferometer" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">Very-Large-Telescope-Interferometers</a> (kurz &#8222;VLTI&#8220;) der Europäischen Südsternwarte (ESO). Das VLTI besteht aus den vier <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/VLTI#Very_Large_Telescope" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">VLT-Hauptteleskopen</a>, welche jeweils über eine  Spiegeldurchmesser von 8,2 Metern verfügen, und den vier beweglichen VLT-Hilfsteleskopen mit jeweils 1,8 Metern Spiegeldurchmesser. </p>



<p>Jetzt hat ein internationales Astronomenteam das VLTI eingesetzt, um das supermassereiche Schwarze Loch zu untersuchen, welches sich im Zentrum der im Sternbild Zentaur (lateinischer Name &#8222;Centaurus&#8220;) gelegenen Galaxie NGC 3783 befindet. Die Galaxie NGC 3783 befindet sich in einer Entfernung von etwa 130 Millionen Lichtjahren zu unserer Heimatgalaxie. Das im Zentrum dieser Galaxie befindliche Schwarze Loch enthält in etwa acht bis zehn Millionen mal so viel Masse wie das Zentralgestirn in unserem Sonnensystem. </p>



<p>&#8222;Erst durch die Kombination der erstklassigen Empfindlichkeit der großen Spiegel des VLT mit der Interferometrietechnik können wir genug Licht sammeln, um so lichtschwache Objekte detailliert zu beobachten. So können wir eine Region in einer Galaxie in einigen zehn Millionen Lichtjahren Entfernung untersuchen, die gerade mal so groß ist wie der Abstand zwischen der Sonne und dem nächsten Stern [das nächstgelegene Sternsystem &#8211; Alpha Centauri &#8211; ist etwa vier Lichtjahre von unserem Sonnensystem entfernt]. Kein anderes optisches oder Infrarotsystem ist derzeit dazu in der Lage&#8220;, so Gerd Weigelt vom Max-Planck-Institut für Radioastronomie (MPIfR), einer der an der Studie beteiligten Astronomen. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/21062013203610_big_3.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/21062013203610_small_3.jpg" alt="ESO, Digitized Sky Survey 2. Acknowledgement: Davide De Martin" width="300" height="366"/></a><figcaption>
In dieser im Rahmen des Digitized Sky Survey 2 von der ESO erstellten Aufnahme des Sternbildes Zentaur sind viele weit entfernte Galaxien erkennbar. Bei einer der im Zentrum der Aufnahme abgebildeten &#8222;Sterninseln&#8220; handelt es sich um die Galaxie NGC 3783. 
<br>
(Bild: ESO, Digitized Sky Survey 2. Acknowledgement: Davide De Martin)
</figcaption></figure></div>



<p><strong>Kalter Staub</strong> <br>&#8222;Bei unseren zahlreichen Beobachtungen schalteten wir jeweils zwei der vier Acht-Meter-Teleskope in allen möglichen Kombinationen zusammen, wobei der gegenseitige Teleskopabstand zwischen 37 und 130 Metern variierte. Dadurch erzielten wir eine Auflösung, die einem riesigen Einzelteleskop mit einem Durchmesser von 130 Metern entspricht&#8220;, so Gerd Weigelt weiter. Die Wissenschaftler beobachteten die Umgebung des Schwarzen Lochs also gewissermaßen mit einem Zoom-Objektiv. </p>



<p>Und dies mit einem überraschendem Ergebnis: Zusätzlich zu dem bereits seit längerem bekannten Staubtorus, welcher relativ hohe Temperaturen von bis zu 1000 Kelvin (730 Grad Celsius) erreicht, entdeckten die Astronomen ober- und unterhalb von diesem schlauchförmigen Ring weitere Staubkonzentrationen, welche lediglich Temperaturen von rund 300 Kelvin erreichen. Diese neu entdeckten, deutlich kühleren Staubströme dehnen sich senkrecht zu dem relativ heißen Staubtorus in die polaren Richtungen aus. </p>



<p>&#8222;Wir hatten zuvor bereits bei zwei oder drei anderen aktiven Galaxien Anzeichen für solche Staubströme gefunden&#8220;, so Makoto Kishimoto, ein weiterer Mitarbeiter des Wissenschaftlerteams. &#8222;Aber wir waren überrascht, dass diese bei NGC 3783 so dicht ausfallen.&#8220; </p>



<p>Bislang gingen die Astronomen davon aus, dass der Großteil der Infrarotstrahlung, welche von einem supermassiven Schwarzen Loch ausgesandt wird, direkt aus dessen Staubtorus stammt. Abhängig von der Wellenlänge stammen im Fall von NGC 3783 jedoch 60 bis 90 Prozent der im mittleren Infrarotbereich ausgesandten Strahlung unmittelbar aus den beiden senkrecht dazu verlaufenden Staubsäulen. </p>



<p>Die Wissenschaftler haben auch bereits ein Modell entwickelt, welches dieses Phänomen erklären könnte: Aufgeheizt von der zentralen Akkretionsscheibe dehnt sich der sich daran anschließende Innenrand des Staubtorus aus. Dadurch bedingt werden die dort befindlichen Staubpartikel von der Strahlung beschleunigt und schießen schließlich senkrecht zu der Scheibe ins All. Der neu entdeckte Staub bildet dabei eine Art &#8222;kühlen Wind&#8220; aus, welcher &#8211;  von dem Schwarzen Loch ausgehend &#8211; nach außen strömt. Dieser Wind, so die Astronomen, muss eine wichtige Rolle in der komplexen Beziehung zwischen dem Schwarzen Loch und dessen Umgebung spielen. Das Schwarze Loch stillt zwar seinen unersättlichen Appetit mit dem umliegenden Material, gleichzeitig scheint die dadurch verursachte intensive Strahlung das als Nahrung fungierende Material aber auch wegzublasen. </p>



<p>&#8222;Mit den bisherigen Beobachtungen können wir diesen Staub bis in etwa zehn Lichtjahren Entfernung vom Schwarzen Loch nachweisen, doch ist es möglich, dass er sich noch weiter ausdehnt&#8220;, so Makoto Kishimoto. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/21062013203610_big_4.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/21062013203610_small_4.jpg" alt="ESO, G.Hüdepohl (atacamaphoto.com)" width="300" height="211"/></a><figcaption>
Eine Luftaufnahme des Paranal-Observatoriums der Europäischen Südsternwarte (ESO) mit den vier Kuppeln des VLT (Very Large Teleskope). Für die Beobachtungen von NGC 3783 wurden jeweils zwei der 8,2-Meter-Teleskope in allen verfügbaren Kombinationen zu einem Interferometer für den mittleren Infrarot-Spektralbereich zusammengeschaltet. 
<br>
(Bild: ESO, G. Hüdepohl (atacamaphoto.com))
</figcaption></figure></div>



<p>&#8222;Das ist das erste Mal, dass wir im mittleren Infrarotbereich erfolgte detaillierte Beobachtungen des kühlen Staubs um einen aktiven Galaxienkern mit ähnlich detaillierten Beobachtungen des sehr heißen Staubs kombinieren konnten&#8220;, so Sebastian Hönig von der University of California in Santa Barbara/USA und der Christian-Albrechts-Universität in Kiel, der Erstautor einer kürzlich veröffentlichten Studie über die Bedeutung der Beobachtungen. &#8222;Sie stellen gleichzeitig die umfangreichsten Interferometer-Beobachtungen im Infraroten für einen aktiven Galaxienkern dar, die bislang veröffentlicht wurden.&#8220; </p>



<p><strong>Offene Fragen</strong> <br>Viele Fragen sind aber noch offen. Deren Beantwortung wird Auswirkungen auf die bisherigen Theorien über die Entwicklung supermassereicher Schwarzer Löcher und deren Interaktion mit ihrer Umgebung haben. </p>



<p>Es ist zum Beispiel nach wie vor unklar, wie die einzelnen Mechanismen zusammenspielen, die es supermassereichen Schwarzen Löchern ermöglichen, sich im Zentrum einer Galaxie zu entwickeln und anschließend weiter zu wachsen. Des weiteren konnte bisher auch noch nicht geklärt werden, ob die beiden polaren Staubkegel in ihrem Inneren hohl oder mit Materie gefüllt sind. Da sich dies im Moment nicht feststellen lässt, kann auch nicht bestimmt werden, wie viel Materie im Rahmen dieser Prozesse in die polaren Richtungen abströmt. </p>



<p>Grundsätzlich werden im Rahmen dieses Prozesses jedoch gewaltige Energiemengen aus dem Zentralbereich einer aktiven Galaxie über das gesamte elektromagnetische Spektrum hinweg freigesetzt. Diese Energiemengen haben definitiv einen Einfluss auf die Entwicklung der Galaxien. </p>



<p>Auf welche Weise dies geschieht, ist ein Schwerpunkt der heutigen kosmologischen Forschung. Deswegen wollen die Astronomen die Galaxie NGC 3783 auch zukünftig im Auge behalten. Hierfür wird ihnen in ein paar Jahren am VLT ein weiteres Instrument mit dem Namen <a class="a" href="http://www.eso.org/sci/facilities/develop/instruments/matisse.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">MATISSE</a> zur Verfügung stehen. Dieses Instrument der zweiten Generation am VLTI befindet sich derzeit noch im Aufbau. Damit wird es den Astronomen möglich sein, alle vier VLT-Teleskope auf einmal zusammenzuschließen und gleichzeitig im nahen und mittleren Infrarot zu beobachten. </p>



<p>&#8222;Das wird uns noch viel detailliertere Daten liefern&#8220;, schließt Gerd Weigelt. </p>



<p>Die hier kurz vorgestellten Forschungsergebnisse von Sebastian Hönig et al. wurden am 20. Juni 2013 unter dem Titel &#8222;Dust in the Polar Region as a Major Contributor to the Infrared Emission of Active Galactic Nuclei&#8220; in der Fachzeitschrift &#8222;The Astrophysical Journal&#8220; publiziert. </p>



<p><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=536.135" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Supermassive Schwarze Löcher</a></li><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=629.225" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Schwarze Löcher</a></li></ul>



<p><strong>Fachartikel von Sebastian Hönig et al.:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://www.eso.org/public/archives/releases/sciencepapers/eso1327/eso1327a.pdf" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Dust in the Polar Region as a Major Contributor to the Infrared Emission of Active Galactic Nuclei</a> (engl.)</li></ul>
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