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	<title>WINDS &#8211; Raumfahrer.net</title>
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	<description>Das Portal für Astronomie- und Raumfahrtbegeisterte</description>
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	<title>WINDS &#8211; Raumfahrer.net</title>
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	<item>
		<title>Kizuna: JAXA sendete Befehl zur Abschaltung</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/kizuna-jaxa-sendete-befehl-zur-abschaltung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thomas Weyrauch]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 25 Apr 2019 07:34:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Satelliten]]></category>
		<category><![CDATA[Anomalie]]></category>
		<category><![CDATA[GEO]]></category>
		<category><![CDATA[H-IIA]]></category>
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		<category><![CDATA[Tanegashima]]></category>
		<category><![CDATA[WINDS]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die japanische Agentur für Luft- und Raumfahrtforschung (Japan Aerospace Exploration Agency, JAXA) hat am 1. April 2019 bekanntgegeben, dass der Betrieb des experimentellen Kommunikationssatelliten Kizuna alias WINDS im Geostationären Orbit (GEO) aus technischen Gründen aufgegeben werden musste. Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: JAXA. Kizuna kreist seit dem Start auf der H-IIA-Rakete mit der Flugnummer [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Die japanische Agentur für Luft- und Raumfahrtforschung (Japan Aerospace Exploration Agency, JAXA) hat am 1. April 2019 bekanntgegeben, dass der Betrieb des experimentellen Kommunikationssatelliten Kizuna alias WINDS im Geostationären Orbit (GEO) aus technischen Gründen aufgegeben werden musste.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: JAXA.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/KizunaInSpaceArtJAXA.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/KizunaInSpaceArtJAXA26.jpg" alt="JAXA" width="260"/></a><figcaption>
Kizuna im All &#8211; künstlerische Darstellung 
<br>
(Bild: JAXA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Kizuna kreist seit dem Start auf der H-IIA-Rakete mit der Flugnummer F14  am 23. Februar 2008 vom Startzentrum Tanegashima aus um die Erde und hat seine Auslegungsbetriebsdauer von fünf Jahren erheblich überschritten. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Angaben der JAXA trat wohl Anfang Februar 2019 ein als Kommunikationsanomalie bezeichnetes Problem an Bord des Satelliten auf. Bemühungen, noch einmal Verbindung zu dem Satelliten zu bekommen, scheiterten, berichtete die JAXA. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/25042019093456_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/25042019093456_small_2.jpg" alt="JAXA" width="260"/></a><figcaption>
Die Hauptbestandteile von Kizuna &#8211; Illustration 
<br>
(Bild: JAXA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Angesichts der vorliegenden offiziellen Informationen ist davon auszugehen, dass die JAXA Anfang Februar 2019 die Kontrolle über Kizuna verloren hat und danach trotz angestrengter Bemühungen nicht wiedergewinnen konnte. Eine Auswertung der Bewegungen von Kizuna im GEO anhand von Daten der US-amerikanischen Weltraumüberwachung widerspricht dem nicht. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Bis Ende Januar 2019 stand Kizuna sehr „stabil“ an einer Position bei 143 Grad Ost im GEO – in Nord-Südrichtung schwankte Kizunas Bahn um etwa zwei Grad. Zwischenzeitlich begann Kizuna zu driften. Am Tag, als die JAXA mitteilte, dass man den Satellit aufgegeben habe, bewegte sich Kizuna im Bereich von 141,4 Grad Ost im Umfeld des GEO. Zwischenzeitlich ist der Satellit im Bereich um 139,7 Grad Ost unterwegs. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/25042019093456_big_3.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/25042019093456_small_3.jpg" alt="JAXA" width="260"/></a><figcaption>
Kizuna mit entfaltetem Solarzellenausleger
<br>
(Bild: JAXA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Ob eine geregelte umfangreiche Passivierung, wie sie bei Betriebsende von großen Kommunikationssatelliten mittlerweile nicht unüblich ist, bei Kizuna erfolgreich durchgeführt werden konnte, meldete die JAXA nicht. Wünschenswert wäre es gewesen, nach dem Erreichen eines sogenannten Friedhofsorbits in einem gewissen Sicherheitsabstand zum GEO, Tanks und Leitungen von übriggebliebenem Treibstoff und Druckgasen zu befreien, Akkumulatoren von ihrer Stromversorgung zu trennen und zu entladen, sowie vorher nicht benutzte redundante pyrotechnische Komponenten – das können zum Beispiel Ventile sein – auszulösen. Ob im Betriebsplan überhaupt vorgesehen war, den Satelliten bei seiner Außerbetriebnahme in einen Friedhofsorbit zu steuern, berichtete die JAXA ebenfalls nicht. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Berichtet hat die JAXA, man habe um 15:54 Uhr am 27. Februar 2019 einen Funkbefehl mit dem Inhalt, Kizuna solle seine Batterien und Transmitter abschalten, an das Raumfahrzeug gesendet. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/25042019093456_big_4.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/25042019093456_small_4.jpg" alt="JAXA" width="260"/></a><figcaption>
Kizuna vor dem Start
<br>
(Bild: JAXA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Stolz meldete die JAXA, man habe mit Kizuna die seinerzeit schnellste Internetdatenübermittlung via Satellit realisieren können, und dabei eine Übertragungsrate von 3,2 Gigabit pro Sekunde erreicht. Außerdem habe man den  Satellit mehrfach bei Katastrophenschutzübungen einsetzen können. Bei der Bewältigung des in Japan als „Große Erdbebenkatastrophe Ost-Japans“ bezeichneten Tōhoku-Erdbeben 2011 sei der Satellit hilfreich gewesen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Kizuna ist eine Gemeinschaftsentwicklung des nationalen Instituts für Informations- und Kommunikationstechnologien (National Institute of Information and Communications Technology, NICT) und der JAXA. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Raumfahrzeug hatte nach dem Einschuss in den GEO laut JAXA eine Masse von rund 2.700 Kilogramm. Seine Hauptabmessungen betragen 2m×3m×8m, mit den beiden entfalteten Solarzellenauslegern beträgt seine Spannweite 21,5 Meter. Die elektrische Leistung, die die Solarzellenausleger im Idealfall bereitstellen konnten, lag bei rund 5.200 Watt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">An Bord betrieben wurden neben der umfangreichen Kommunikationsnutzlast drei Kameras vom japanischen Hersteller MEISEI, die neben der Überwachung von Entfaltungsvorgängen von Solarzellenauslegern und Antennen für einige zusätzliche Experiment benutzt wurden. Die Kameras konnten Videosequenzen und Standbilder im JPEG-Format liefern und verfügen über Flutlichter genannte Beleuchtungseinrichtungen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Kizuna (きずな) alias WINDS (Wideband InterNetworking engineering test and Demonstration Satellite) ist katalogisiert mit der NORAD-Nr. 32.500 und als COSPAR-Objekt 2008-007A. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=4017.msg451531#msg451531" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">WINDS alias Kizuna auf H-IIA 2024 F14 vom YLP-1 Tanegashima</a></li></ul>
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>H-IIA &#8211; Satellit Kizuna gestartet</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/h-iia-satellit-kizuna-gestartettane/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 24 Feb 2008 07:13:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raketen]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Satelliten]]></category>
		<category><![CDATA[H-IIA]]></category>
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		<category><![CDATA[Mitsubishi]]></category>
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		<category><![CDATA[Tanegashima Space Center]]></category>
		<category><![CDATA[WINDS]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Am 23. Februar 2008 um 9:55 MEZ hob vom Tanegashima Space Center in Japan eine Trägerrakete H-IIA mit dem Satelliten &#8222;Kizuna (Winds)&#8220; ab und setzte ihn nach 28 Minuten erfolgreich aus. Ein Beitrag von Daniel Schiller und Markus Rösken. Quelle: JAXA. Der 2,7 Tonnen schwere Kizuna (Winds) ist ein Kommunikationssatellit für Hochgeschwindigkeits-Internetdienstleistungen über Asien. Sein [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Am 23. Februar 2008 um 9:55 MEZ hob vom Tanegashima Space Center in Japan eine Trägerrakete H-IIA mit dem Satelliten &#8222;Kizuna (Winds)&#8220; ab und setzte ihn nach 28 Minuten erfolgreich aus.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Daniel Schiller und Markus Rösken. Quelle: JAXA.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/24022008081329_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img fetchpriority="high" decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/24022008081329_small_1.jpg" alt="JAXA" width="370" height="194"/></a><figcaption>
Kizuna / WINDS 
<br>
(Bild: JAXA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Der 2,7 Tonnen schwere Kizuna (Winds) ist ein Kommunikationssatellit für Hochgeschwindigkeits-Internetdienstleistungen über Asien. Sein Start war Mitte Februar aufgrund von Problemen an der Rakete vorerst verschoben worden (Raumfahrer.net <a href="https://www.raumfahrer.net/winds-probleme-mit-der-rakete/" data-wpel-link="internal">berichtete</a>). </p>



<p class="wp-block-paragraph">Spätestens im Juli 2008 soll er in den operationellen Betrieb übergehen und für mindestens fünf Jahre verwendet werden. Die angebotenen Internetdienste sind vor allem für Gebiete gedacht, die keine ausreichende terrestrische Infrastruktur aufweisen. Außerdem sollen Internetdienste über den Satelliten auch im Katastrophenfall bereit gestellt werden.  <br>Wie ein Sprecher von Mitusbishi MHI ankündigte, wolle man in Zukunft mit der H-IIA auch den Vorstoß auf den internationalen Markt wagen. MHI hat bereits vor einem Monat angekündigt, die Fertigungskosten der H-IIA drastisch zu senken, um auch mit europäischen, amerikanischen und russischen Raketen konkurrieren zu können. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Bisher wurde die H-IIA-Rakete ausschließlich für die staatliche japanische Raumfahrt genutzt. Dem Sprecher zu Folge laufen bereits Verhandlungen mit Südkorea um  den Start eines Kommunikationssatelliten bis Februar 2009. Die H-IIA ist nun zum achten Mal in Folge fehlerfrei gestartet, was ihre Zuverlässigkeit maßgeblich gesteigert habe, so der Sprecher. Der, im Gegensatz zum Euro, schwache Yen steuert ebenfalls dazu bei, dass die H-IIA international an Bedeutung gewinnt. </p>



<p>Das nächste wissenschaftliche Projekt, das von Japan aus gestartet werden soll, wird vermutlich der Greenhouse gases Observing Satellite (GOSAT) sein. Mögliche Starttermine sind noch nicht bekannt.</p>
<p><b>Verwandte Links</b></p>
<ul>
<li><a href="https://www.jaxa.jp/countdown/f14/live/index_e.html" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Startvideo WINDS</a></li>
<li><a href="https://global.jaxa.jp/countdown/f14/overview/kizuna_e.html" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">JAXA: WINDS</a></li>
<li><a href="https://www.eorc.jaxa.jp/GOSAT/index.html" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">GOSAT</a></li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/h-iia-satellit-kizuna-gestartettane/" data-wpel-link="internal">H-IIA &#8211; Satellit Kizuna gestartet</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>WINDS: Probleme mit der Rakete</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/winds-probleme-mit-der-rakete/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 14 Feb 2008 08:17:39 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Anomalie]]></category>
		<category><![CDATA[Japan]]></category>
		<category><![CDATA[JAXA]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunikationssatellit]]></category>
		<category><![CDATA[WINDS]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wie die JAXA am 13. Februar bekanntgab, muss der Start der H-IIA F14, die den Highspeed-Internetsatelliten WINDS tragen sollte, verschoben werden. Ein Beitrag von Markus Rösken. Quelle: JAXA. In der Nacht des 12. Februar wurde während des Betankungsvorganges an der zweiten Stufe der Rakete ein Fehler in der Höhenkontrolle entdeckt. Der Start der Rakete wurde [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/winds-probleme-mit-der-rakete/" data-wpel-link="internal">WINDS: Probleme mit der Rakete</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Wie die JAXA am 13. Februar bekanntgab, muss der Start der H-IIA F14, die den Highspeed-Internetsatelliten WINDS tragen sollte, verschoben werden.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Markus Rösken. Quelle: JAXA.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/windslist001jaxa2k.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/windslist001jaxa260.jpg" alt=""/></a><figcaption>WINDS im All &#8211; Illustration. (Bild: JAXA)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">In der Nacht des 12. Februar wurde während des Betankungsvorganges an der zweiten Stufe der Rakete ein Fehler in der Höhenkontrolle entdeckt. Der Start der Rakete wurde bis auf weiteres verschoben. Der Start soll zu den wenigen der <a href="https://www.raumfahrer.net/die-neue-japanische-raumfahrtagentur-jaxa/" data-wpel-link="internal">JAXA</a> im Jahr 2008 gehören (Raumfahrer.net <a href="https://www.raumfahrer.net/japans-raumfahrt-2008/" data-wpel-link="internal">berichtete</a>)  <br> Allerdings kann es sich bei der Verzögerung nur um Tage handeln, da Japan für seine Starttermine nur kleine Zeitfenster zur Verfügung hat. Im Vergleich zu Amerika oder Russland steht der JAXA keine großflächigen, nahezu unbewohnten Gebiete zur Verfügung, so dass sie auf Küstenregionen beschränkt ist. Durch die wichtige wirtschaftliche Bedeutung der Fischindustrie war es damals schwierig, sich mit der lokalen Bevölkerung und Politik über mögliche Starttermine zu einigen, da die Raketenstarts den Fischereibetrieb in hohem Maße zu stören drohten. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Schließlich kam es im August 1968 zu einer Einigung zwischen den Fischereibehörden der Kagoshima- und Miyazakipräfekturen und der Uni Tôkyô, welche dem Weltraumhafen für ihre Starts ein Zeitfenster von zwei Mal 45 Tagen im Jahr, von Januar bis Februar und von August bis September, zugestanden. Diese engen Zeiträume existieren heute noch und stellen ganz allgemein ein Problem für die japanische Raumfahrt dar, da dadurch alle Vorbereitungen einzig auf diese beiden kurzen Perioden fokussiert werden müssen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Gegensatz zu den Programmen anderer Länder, die das ganze Jahr hindurch Startmöglichkeiten haben, erfordern diese geringen Startfenster ein hohes Maß an Genauigkeit und Disziplin bei der Arbeit. Außerdem werden dadurch einige Missionen erschwert oder sogar gänzlich unmöglich, da vor allem für Missionen zu anderen Planeten oder Asteroiden, die sich in regelmäßigen aber zeitlich großen Abständen der Erde nähern, nur eng begrenzte Startfenster von wenigen Tagen im Jahr bieten. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Dokumentationsvideo WINDS</strong>
<br>
<object width="425" height="355"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/ltJmeNh2PnY&amp;rel=1"><param name="wmode" value="transparent"><embed src="http://www.youtube.com/v/ltJmeNh2PnY&amp;rel=1" type="application/x-shockwave-flash" wmode="transparent" width="425" height="355"></object></p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/winds-probleme-mit-der-rakete/" data-wpel-link="internal">WINDS: Probleme mit der Rakete</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Japans Raumfahrt 2008</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/japans-raumfahrt-2008/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 20 Jan 2008 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[ISS]]></category>
		<category><![CDATA[Module]]></category>
		<category><![CDATA[Raketen]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
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		<category><![CDATA[Japan]]></category>
		<category><![CDATA[JAXA]]></category>
		<category><![CDATA[Kibo]]></category>
		<category><![CDATA[WINDS]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=59714</guid>

					<description><![CDATA[<p>Das neue Jahr wird für die japanische Raumfahrtbehörde JAXA ausgesprochen anspruchsvoll werden. Ein Beitrag von Markus Rösken. Quelle: Markus Rösken, JAXA, Raumfahrer Net. Es wird in diesem Jahr zwei große Projekte geben. Zum einen den Start von zwei weiteren Satelliten, dem Wideband InterNetworking engineering test and Demonstration Satellite KIZUNA (Winds) und dem Greenhouse gases Observing [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/japans-raumfahrt-2008/" data-wpel-link="internal">Japans Raumfahrt 2008</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Das neue Jahr wird für die japanische Raumfahrtbehörde JAXA ausgesprochen anspruchsvoll werden.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Markus Rösken. Quelle: Markus Rösken, JAXA, Raumfahrer Net.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/12/japan2008_01.jpg" alt=""/><figcaption>JAXA-Satellit WINDS<br>(Bild: JAXA)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Es wird in diesem Jahr zwei große Projekte geben. Zum einen den Start von zwei weiteren Satelliten, dem <em>Wideband InterNetworking engineering test and Demonstration Satellite</em> KIZUNA (Winds) und dem <em>Greenhouse gases Observing SATellite</em> GOSAT. Kizuna ist ein Kommunikationssatellit, der einen großflächigen High-Speed-Internet-Zugang ermöglicht. Durch ihn kommen flächendeckend große Regionen der südostasiatischen Region in den Genuss eines schnellen Internetzugangs, der auch entlegene Gebiete erreicht und so auch Gegenden, in denen bisher ein Datentransfer unmöglich oder nur schwer zu realisieren war, mit einer Anbindung an das weltweite Netz versorgt (<a href="https://global.jaxa.jp/countdown/f14/overview/kizuna_e.html" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">mehr Informationen</a>).</p>



<p class="wp-block-paragraph">GOSAT hingegen ist ein Umweltsatellit, der den Ausstoß von CO<sub>2</sub> und anderer Treibhausgase misst und diese Messwerte mit internationalen Daten ab- bzw. vergleicht. GOSAT ist vor allem im Rahmen des Kyoto-Protokolls gebaut worden, um den CO<sub>2</sub>-Ausstoß Japans bis 2012 um 6% zu mindern. (<a href="https://global.jaxa.jp/projects/sat/gosat/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">mehr Informationen</a>)</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/12/japan2008_02.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Japans KIBO-Modul an der ISS (künstlerische Ansicht) (Bild: JAXA)" data-rl_caption="" title="Japans KIBO-Modul an der ISS (künstlerische Ansicht) (Bild: JAXA)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/12/japan2008_03.jpg" alt=""/></a><figcaption>Japans KIBO-Modul an der ISS (künstlerische Ansicht)<br>(Bild: JAXA)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die wahrscheinlich jedoch spektakulärere Aktion der JAXA wird zweifelsohne der Start des japanischen Moduls für die ISS sein. Das <em>Japanese Experimental Modul</em> (JEM) Kibo (deutsch Hoffnung) ist das erste bemannte japanische Raumobjekt und wird in drei Schritten an der ISS installiert werden. Auf jedem der drei Flüge werden japanische Astronauten mit von der Partie sein. Den ersten Flug, STS 123, wird Takao Doi begleiten, der bereits 1997 mit STS 87 als Missionsspezialist auf der ISS war. Doi ist mit 53 Jahren einer der ältesten Raumfahrer des kleinen japanischen Astronautencorps und gilt als erfahrener Missionsspezialist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Den zweiten Flug wird Akihiko Hoshide mit STS 124 durchführen. Dies wird Hoshides erster Aufenthalt im Weltraum sein. Den dritten und letzten Flug zur Montage des Moduls macht Koichi Wakata, der 1992 bereits bei STS 72 und erneut im Oktober 2000 bei STS 92 dabei war, an mehreren Außenbordeinsätzen teilnahm und als einer der erfahrensten japanischen Astronauten gilt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Kibo-Modul stellt das erste bemannte japanische Weltraummodul dar und ist für die japanische Weltraumfahrt ein großer Schritt hin zu einem eigenen bemannten Programm in der Zukunft. Vor allem der geplante Langzeitaufenthalt von Wakata stellt eine wichtige Erfahrung für das Programm dar. Doch nicht nur personell, auch technisch sind die Bemühungen um ein eigenes bemanntes Programm auf dem besten Weg. So sind bereits seit längerer Zeit zwei neue Transporter in Planung und werden hoffentlich dieses oder nächstes Jahr in Produktion gehen können. Zum einen ist es das <em>H-II Transfer Vehicle</em> (<a href="https://global.jaxa.jp/projects/rockets/htv/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">HTV</a>), dass die Kosten für unbemannte Transporte zur ISS senken soll und primär für eine Versorgung der ISS mit Lebensmitteln, Ausrüstung und Kleidung konzipiert wurde.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zum anderen ist bereits seit längerer Zeit die <a href="https://global.jaxa.jp/projects/rockets/h2/index.html" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">H-II-B-Rakete</a> in der Entwicklung, die den erhöhten Leistungsansprüchen gerecht werden soll. Noch immer ist in der Raketentechnik keine Sättigung des Lastvermögens zu erkennen und durch die H-II B wird es Japan erstmals möglich sein, auch größere Lasten im internationalen Maßstab in hohe Umlaufbahnen zu befördern. Das Vorläufermodell H-II wird dabei jedoch nicht obsolet. Die Erweiterung des Raketenarsenals stellt vielmehr eine Flexibilisierung der japanischen Startmöglichkeiten dar. So ist es mit der H-II B auch möglich, mehrere Satelliten gleichzeitig zu starten, was eine enorme Kostensenkung darstellt und gut für das ohnehin sehr knapp bemessene japanische Weltraumbudget ist.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/12/japan2008_04.jpg" alt=""/><figcaption>Japans H-II B<br>(Bild: JAXA)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Auch in der Planetenforschung sind weitere größere Projekte geplant, die aber 2008 noch nicht zum Einsatz kommen werden. Gerade hier, in der wissenschaftlichen Arbeit und kleineren, kostengünstigeren Projekten liegt die eigentliche Stärke des Programms. So sind mit dem Venus Orbiter <em>Planet C</em> und dem Merkur Orbiter <em>Bepi-Colombo</em> gleich zwei Planetenmissionen geplant. Hinzu kommt der Radioastronomie-Satellit <em>ASTRO-G</em>, eine neue Asteroiden-Forschungssonde <em>Hayabusa 2</em> und ein weiterer Mondorbiter. Wie auch immer die Zukunft der JAXA aussieht und welche Rolle sie in der asiatischen Raumfahrt spielen wird, gegenüber allen anderen asiatischen Ländern, die mit großen Geldbeträgen nun enorme Weltraumpläne groß ziehen, um auf internationaler Ebene eine führende Position einzunehmen: Die Erfahrung von nunmehr knapp 40 Jahren Raumfahrt sind der JAXA nicht mehr zu nehmen. Trotz des kleinen Budgets leistet sie doch immer wieder Erstaunliches. Sie versteht es, mit kostengünstigen Projekten immer wieder eine hohe Medientauglichkeit herbeizuführen. Dies bewirkt auch in der Bevölkerung ein großes Interesse an der Raumfahrt, was sich wiederum positiv auf eine hohe Akzeptanz und Unterstützung der Raumfahrtaktivitäten in Japan auswirkt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskussion zu diesem Artikel</strong></p>



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