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	<title>BMWK &#8211; Raumfahrer.net</title>
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	<description>Das Portal für Astronomie- und Raumfahrtbegeisterte</description>
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	<title>BMWK &#8211; Raumfahrer.net</title>
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	<item>
		<title>Mehr Sicherheit und ein guter Wettbewerbsrahmen für die Raumfahrt</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/mehr-sicherheit-und-ein-guter-wettbewerbsrahmen-fuer-die-raumfahrt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 04 Sep 2024 17:14:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Bundeskabinett beschließt Eckpunkte für ein Weltraumgesetz. Eine Pressemitteilung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz. Quelle: Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz 4. September 2024. 4. September 2024 &#8211; Das Bundeskabinett hat heute die Eckpunkte für ein Weltraumgesetz beschlossen. Die Bedeutung einer funktionsfähigen Weltrauminfrastruktur für die moderne Industrie- und Informationsgesellschaft nimmt stetig zu. Das zeigt sich auch [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Bundeskabinett beschließt Eckpunkte für ein Weltraumgesetz. Eine Pressemitteilung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Quelle: Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz 4. September 2024.</p>



<p>4. September 2024 &#8211; Das Bundeskabinett hat heute die Eckpunkte für ein Weltraumgesetz beschlossen. Die Bedeutung einer funktionsfähigen Weltrauminfrastruktur für die moderne Industrie- und Informationsgesellschaft nimmt stetig zu. Das zeigt sich auch daran, dass hierzulande immer mehr private Weltraumakteure auf dem Markt drängen.</p>



<p>Koordinatorin der Bundesregierung für die deutsche Luft- und Raumfahrt, Dr. <a href="https://www.raumfahrer.net/tag/anna-christmann/" data-wpel-link="internal">Anna Christmann</a>, MdB: „Das Bundeskabinett hat Eckpunkte für ein Weltraumgesetz beschlossen. Ich freue mich sehr, dass wir einen solchen Meilenstein bei einem wichtigen Schlüsselprojekt der neuen Raumfahrtstrategie erreichen konnten. Ein Weltraumgesetz wird für Verkehrssicherheit und damit Nachhaltigkeit deutscher Weltraumaktivitäten sorgen und gleichzeitig so ausgestaltet sein, dass es zu einem innovativen und wettbewerbsfähigen Standort für Raumfahrtunternehmen beiträgt.“</p>



<p>Diese Eckpunkte halten die zentralen Regelungsinhalte für ein Weltraumgesetz fest, mit dem die Bundesrepublik Deutschland nicht nur ihre völkerrechtlichen Verpflichtungen erfüllen, sondern auch einen wesentlichen Beitrag zur Minimierung von Risiken aus dem bislang nicht regulierten Sektor privater Weltraumaktivitäten und Starteinrichtungen leisten wird. Das Weltraumgesetz wird Fragen der zivilen (Betriebs-) Sicherheit von Weltraumaktivitäten und Starteinrichtungen regeln und damit einen wesentlichen Beitrag zur Vermeidung von <a href="https://www.raumfahrer.net/tag/weltraumschrott/" data-wpel-link="internal">Weltraumschrott</a> leisten. Darüber hinaus werden auch die nationale Sicherheit, die Verteidigungsinteressen und die internationalen Verpflichtungen der Bundesrepublik Deutschland berücksichtigt. Gleichzeitig wird die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Raumfahrtindustrie durch das Weltraumgesetz gestärkt, indem es einen verlässlichen Rechtsrahmen für Investitionen bietet und völkerrechtliche Verpflichtungen umsetzt.</p>



<p><strong>Die Eckpunkte haben folgende Kerninhalte:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Das Weltraumgesetz wird einen Genehmigungsvorbehalt für Weltraumaktivitäten vorsehen.</li>



<li>Das Weltraumgesetz wird regeln, dass die die zuständige Behörde Weltraumaktivitäten überwachen und erforderliche Anordnungen treffen kann.</li>



<li>Das Weltraumgesetz wird die Registrierung von Weltraumgegenständen regeln.</li>



<li>Das Weltraumgesetz enthält die Möglichkeit für die Bundesrepublik Deutschland, im Falle einer Haftung nach den völkerrechtlichen Verträgen bei einem privaten Betreiber Regress zu nehmen. Dabei wird die Regelung besondere Rücksicht auf die Belange von Start-Ups und KMU, aber auch von Universitäten und Forschungseinrichtungen nehmen, indem diese geringer belastet werden. Die Regelung wird gleichzeitig für die Unternehmen transparent und mit geringem Bürokratieaufwand verbunden sein.</li>
</ul>



<p>Das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz erarbeitet nun auf Grundlage der Eckpunkte einen Referentenentwurf. Es folgt damit eine wichtige Phase der Konkretisierung, in der Rückmeldungen aus der Praxis und Entwicklungen auf europäischer Ebene berücksichtigt werden.</p>



<p><strong>Die Eckpunkte finden Sie hier (pdf):</strong><br><a href="https://www.bundeswirtschaftsministerium.de/Redaktion/DE/Downloads/E/eckpunkte-der-bundesregierung-fuer-ein-weltraumgesetz.pdf?__blob=publicationFile&amp;v=2" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">https://www.bundeswirtschaftsministerium.de/Redaktion/DE/Downloads/E/eckpunkte-der-bundesregierung-fuer-ein-weltraumgesetz.pdf?__blob=publicationFile&#038;v=2</a></p>



<p><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=5714.msg565851#msg565851" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Raumfahrt-Politik in Deutschland</a></li>
</ul>
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			</item>
		<item>
		<title>GFZ: „Die Satellitenmission GRACE-C ist ein Schlüsselprojekt“</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/gfz-die-satellitenmission-grace-c-ist-ein-schluesselprojekt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 13 Jun 2024 20:54:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Satelliten]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Beim ersten deutsch-amerikanischen Raumfahrtdialog in Berlin haben die GRACE-Satellitenmissionen eine zentrale Rolle gespielt. Das Kürzel GRACE steht für Gravity and Climate Recovery Experiment, eine zunächst experimentelle Weltraum-Mission, die aus Messungen der Schwerkraft wichtige Klimainformationen gewinnen sollte. Eine Pressemitteilung des Helmholtz-Zentrum Potsdam – Deutsches GeoForschungsZentrum GFZ. Quelle: GFZ 13. Juni 2024. 13. Juni 2024 &#8211; Mittlerweile [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Beim ersten deutsch-amerikanischen Raumfahrtdialog in Berlin haben die GRACE-Satellitenmissionen eine zentrale Rolle gespielt. Das Kürzel GRACE steht für Gravity and Climate Recovery Experiment, eine zunächst experimentelle Weltraum-Mission, die aus Messungen der Schwerkraft wichtige Klimainformationen gewinnen sollte. Eine Pressemitteilung des Helmholtz-Zentrum Potsdam – Deutsches GeoForschungsZentrum GFZ.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Quelle: GFZ 13. Juni 2024.</p>



<p>13. Juni 2024 &#8211; Mittlerweile planen die US-Weltraumbehörde NASA, die Deutsche Raumfahrtagentur im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), das Max-Planck-Institut für Gravitationsphysik (Albert-Einstein-Institut), und das Deutsche GeoForschungsZentrum GFZ die dritte Generation, weil die Messungen völlig neue Einblicke in das System Erde und vor allem in den globalen Wasserkreislauf ermöglicht haben.</p>



<p><strong>Hochrangige Delegation aus den USA besucht Deutschland</strong><br>Auf Einladung der Koordinatorin der Bundesregierung für die Luft- und Raumfahrt, Dr. Anna Christmann, war eine hochrangige US-Delegation anlässlich der Internationalen Luft- und Raumfahrtausstellung ILA (5.-9. Juni) ins Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) nach Berlin gekommen. Der geschäftsführende Sekretär des Nationalen Weltraumrates der USA, Chirag Parikh, führte die Delegation an. In einem eigenen Panel stellten Forschende des Jet Propulsion Laboratory der NASA und des GFZ den Teilnehmenden des Raumfahrtdialogs das Messprinzip und die wissenschaftlichen Erfolge der Missionen <a href="https://www.raumfahrer.net/tag/grace/" data-wpel-link="internal">GRACE</a> (2002 bis 2017) und <a href="https://www.raumfahrer.net/tag/grace-fo/" data-wpel-link="internal">GRACE Follow-On</a> (seit 2018 im All) vor. <a href="https://www.raumfahrer.net/tag/grace-c/" data-wpel-link="internal">GRACE-C</a> soll voraussichtlich 2028 starten, das C steht für Continuity.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full has-lightbox"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/DeutschamerikanischeRaumfahrttageimBMWKBMWK.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Deutsch-amerikanische Raumfahrttage im BMWK. (Foto: BMWK)" data-rl_caption="" title="Deutsch-amerikanische Raumfahrttage im BMWK. (Foto: BMWK)" data-wpel-link="internal"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="600" height="400" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/DeutschamerikanischeRaumfahrttageimBMWKBMWK60.jpg" alt="Deutsch-amerikanische Raumfahrttage im BMWK. (Foto: BMWK)" class="wp-image-141180" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/DeutschamerikanischeRaumfahrttageimBMWKBMWK60.jpg 600w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/DeutschamerikanischeRaumfahrttageimBMWKBMWK60-300x200.jpg 300w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/DeutschamerikanischeRaumfahrttageimBMWKBMWK60-272x182.jpg 272w" sizes="(max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Deutsch-amerikanische Raumfahrttage im BMWK. (Foto: BMWK)</figcaption></figure>



<p><strong>Wie Wassermassen vom Weltall aus gemessen werden</strong><br>GRACE misst Massenveränderungen auf und in der Erde, indem es deren Effekt auf ein Satelliten-Duo aufzeichnet, das mit 220 Kilometer Abstand (das entspricht in etwa der Entfernung von Berlin und Jena) hintereinander unseren Planeten in rund 500 Kilometer Höhe umkreist. Wird ein Satellit schneller, weil er als erstes auf ein massereiches Objekt zufliegt, vergrößert sich der Abstand um Bruchteile einer Haaresbreite. Mittels Mikrowellen und seit GRACE Follow-On auch per Laser-Interferometrie können diese Abstandsänderungen gemessen werden. Hinzu kommen GPS-Empfänger an Bord sowie Beschleunigungsmesser, um einerseits die Position der Satelliten zu bestimmen und andererseits Bremseffekte zu erkennen, die etwa durch Reibung an atmosphärischen Teilchen entstehen.</p>



<p>Aus all diesen Daten errechnen die Forschenden monatliche Karten der globalen Änderungen der Erdanziehungskraft und der dazugehörigen Massenveränderungen. Diese beinhalten Variationen im Grundwasser, der Bodenfeuchte, von Oberflächengewässern oder Schnee- und Eisbedeckung. Mit Hilfe von komplementären Beobachtungen oder Modelldaten lassen sich so aus GRACE-Daten einzigartig beispielsweise Grundwasserveränderungen global und auf monatlicher Basis ableiten.</p>



<p><strong>Lange Zeitreihen sind essenziell</strong><br>Die Messungen seit mehr als 22 Jahren zeigen zum Beispiel für Grönland einen dramatischen Verlust an Eismasse: mehr als 250 Milliarden Tonnen jedes Jahr. Aber auch Deutschland hat in den vergangenen zwei Jahrzehnten Wassermasse verloren. Trotz des nassen Jahres 2023 fehlen nach den schweren Dürrejahren seit 2018 immer noch rund 10 Milliarden Tonnen im Gesamtwasserspeicher.</p>



<p>Für die Raumfahrtkoordinatorin der Bundesregierung ist GRACE-C „ein Schlüsselprojekt“. Anna Christmann sagte: „Wir brauchen Langzeitstudien, um das Klima zu verstehen. Die Datensammlung zum globalen Wasserhaushalt der Erde, die durch die GRACE-Satelliten seit über 20 Jahren erzeugt wird, ist daher von enormer Bedeutung. GRACE-C ist deshalb auch ein wichtiges Schlüsselprojekt der neuen Raumfahrtstrategie der Bundesregierung, da es in den Handlungsfeldern Klimaschutz und internationale Zusammenarbeit große Beiträge zur Umsetzung der Ziele leistet. Die Mission ist ein absolutes Leuchtturmprojekt.“</p>



<p>Auch Susanne Buiter, wissenschaftliche Vorständin des GFZ, betonte die Bedeutung der langen Zeitreihen: Ziel sei es, mit dem Start von GRACE-C voraussichtlich im Jahr 2028 dann eine Klimaperiode von insgesamt 30 Jahren erfassen zu können. Sie lenkte den Blick noch einmal auf das revolutionäre Messprinzip und dessen Geschichte, die auch mit dem ersten Satelliten des GFZ verbunden sei. GFZ-1 war 1995 von der russischen Raumstation „Mir“ aus ins All gebracht worden und kreiste fünf Jahre lang so tief um die Erde, dass die Auswirkungen des Schwerefelds deutlich messbar seine Bahn beeinflussten. „Dass wir aus Schwerefelddaten einmal die Folgen der Erderwärmung und insbesondere Veränderungen im globalen Wasserkreislauf wie Dürren, Grundwasservariationen oder Eismassenverluste so genau würden bestimmen können, war damals kaum zu glauben. Und heute blicken wir auf mehr als zwei Jahrzehnte mit monatlichen Schwerefeldkarten zurück“, sagte Susanne Buiter.</p>



<p>Dr. Jens Brandenburg, Parlamentarischer Staatssekretär im BMBF, hob bei der gemeinsamen Pressekonferenz hervor, dass die Forschung weltweit von den gewonnenen Daten profitiere: „GRACE und GRACE-FO gehören zu den am häufigsten zitierten Missionen in den Berichten des Weltklimarates IPCC. Tausende von wissenschaftlichen Publikationen basieren auf den Daten der beiden Satelliten-Duos. Dies unterstreicht die herausragende internationale Vernetzung der deutschen Erdsystemforschung und die hohe Bedeutung der GRACE-Missionen. So können durch den Klimawandel bedingte Veränderungen dokumentiert und mit mehrjährigem Vorlauf Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung geplant werden.“</p>



<p>Dr. Walther Pelzer, Vorstand der Deutschen Raumfahrtagentur im DLR, lenkte den Blick auf die deutsch-amerikanische Kooperation. Die Partnerschaft zwischen dem Jet Propulsion Laboratory der NASA und den deutschen Partnern „ist ein Zeichen für die Qualität der Raumfahrtindustrie und -wissenschaft in Deutschland“, so Pelzer.</p>



<p><strong>Hintergrund zu GRACE-C</strong><br>Der deutsche Beitrag wird mit Mitteln des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) und des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) unter Beteiligung des Deutschen GeoForschungsZentrums (GFZ) in Potsdam und des Max-Planck-Instituts für Gravitationsphysik (Albert-Einstein-Institut) in Hannover umgesetzt. Gebaut werden die beiden Satelliten im Auftrag des NASA Jet Propulsion Laboratory (JPL) bei Airbus in Friedrichshafen.</p>



<p>Herzstück der GRACE-C-Mission ist dabei die präzise Messung von winzigen Abstandsabweichungen zwischen den beiden Satelliten auf ihrem Weg um unsere Erde. Bei GRACE-C wird diese Entfernung mittels Laser-Interferometrie bestimmt. Wichtige Teile des Instruments kommen dabei von der SpaceTech GmbH in Immenstaad (STI), unterstützt vom Albert-Einstein-Institut in Hannover im Auftrag der Deutschen Raumfahrtagentur im DLR.</p>



<p>Das GeoForschungsZentrum (GFZ) in Potsdam wird für den Aufbau und die Durchführung der wissenschaftlichen Auswertungen im sogenannten Science Data System (SDS) auf deutscher Seite zuständig sein. In der Betriebsphase nach dem Start der beiden Satelliten wird das GFZ für den operationellen Betrieb, also die permanente Überwachung und Steuerung der Instrumente und der Satelliten von GRACE-C, verantwortlich sein. Wie bereits bei GRACE und GRACE-FO werden auch die beiden GRACE-C Satelliten, im Auftrag des GFZ, nach dem Start durch das Deutsche Raumfahrtkontrollzentrum im DLR (GSOC) in Oberpfaffenhofen gesteuert.</p>



<p><strong>Weitere Informationen zu den GRACE-Satellitenmissionen stellen wir Ihnen über unser neues Informationsportal bereit: </strong><br><a href="https://www.globalwaterstorage.info/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">www.globalwaterstorage.info</a></p>



<p>Insbesondere werden hier die relevanten Informationen zur globalen Wasserverfügbarkeit gebündelt, deren Grundlage die Daten der GFZ/NASA-Satellitenmissionen GRACE und GRACE-FO sind.<br>In anschaulich dargestellten Artikeln und Blogbeiträgen beschreiben die Wissenschaftler:innen viel Wissenswertes rund um das einzigartige Messprinzip, und stellen wichtige Forschungsergebnisse über ausgewählte Karten, Grafiken oder Animationen dar.</p>



<p><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=20186.msg562831#msg562831" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">GRACE-C</a></li>
</ul>
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			</item>
		<item>
		<title>Meilensteine zur Erforschung des Weltraums</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/meilensteine-zur-erforschung-des-weltraums/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 25 Jan 2024 18:45:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wissenschaftsmissionen LISA und EnVision nehmen weitere Hürde. Am 25. Januar 2024 wurden die Missionen LISA (Laser Interferometer Space Antenna) und EnVision im Wissenschaftsprogramm der Europäischen Weltraumorganisation ESA zur Umsetzung freigegeben. Die Deutsche Raumfahrtagentur im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) ist finanziell maßgeblich an LISA und an EnVision mit einem substanziellen Zuschuss beteiligt. Das [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Wissenschaftsmissionen LISA und EnVision nehmen weitere Hürde. Am 25. Januar 2024 wurden die Missionen LISA (Laser Interferometer Space Antenna) und EnVision im Wissenschaftsprogramm der Europäischen Weltraumorganisation ESA zur Umsetzung freigegeben. Die Deutsche Raumfahrtagentur im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) ist finanziell maßgeblich an LISA und an EnVision mit einem substanziellen Zuschuss beteiligt. Das DLR-Institut für Optische Sensorsysteme hat eine Multispektralkamera für EnVision entwickelt und gebaut. Die wissenschaftliche Leitung der Spektrometer-Suite liegt beim DLR-Institut für Planetenforschung. Eine Pressemitteilung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR).</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Quelle: DLR 25. Januar 2024.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/LISA.jpeg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="LISA – Schwingungen der Raumzeit aufspüren. Das Observatorium LISA soll nach der Inbetriebnahme im All ab Ende 2035 niederfrequente Gravitationswellen aus dem Weltraum nachweisen und die Natur ihrer Quellen mit großer Genauigkeit bestimmen. Gravitationswellen als Schwingungen der Raumzeit werden durch schnelle zeitliche Änderungen in der räumlichen Verteilung sehr großer Massen wie zum Beispiel bei der Verschmelzung zweier stellarer oder auch super-massiver Schwarzer Löcher hervorgerufen. Die winzigen Amplituden einer Gravitationswelle lassen sich nur durch eine höchst empfindliche Laserinterferometrie nachweisen. Bei LISA wird dieses Laserinterferometer durch drei baugleiche Sonden aufgespannt, die ein nahezu gleichseitiges Dreieck mit rund 2,5 Millionen Kilometer Seitenlänge bilden. Damit wird LISA das bei weitem größte je von Menschen gebaute Observatorium sein. (Bild: NASA/JPL-Caltech / NASA / ESA / CXC / STScl / GSFCSVS / S.Barke (CC BY 4.0))" data-rl_caption="" title="LISA – Schwingungen der Raumzeit aufspüren. Das Observatorium LISA soll nach der Inbetriebnahme im All ab Ende 2035 niederfrequente Gravitationswellen aus dem Weltraum nachweisen und die Natur ihrer Quellen mit großer Genauigkeit bestimmen. Gravitationswellen als Schwingungen der Raumzeit werden durch schnelle zeitliche Änderungen in der räumlichen Verteilung sehr großer Massen wie zum Beispiel bei der Verschmelzung zweier stellarer oder auch super-massiver Schwarzer Löcher hervorgerufen. Die winzigen Amplituden einer Gravitationswelle lassen sich nur durch eine höchst empfindliche Laserinterferometrie nachweisen. Bei LISA wird dieses Laserinterferometer durch drei baugleiche Sonden aufgespannt, die ein nahezu gleichseitiges Dreieck mit rund 2,5 Millionen Kilometer Seitenlänge bilden. Damit wird LISA das bei weitem größte je von Menschen gebaute Observatorium sein. (Bild: NASA/JPL-Caltech / NASA / ESA / CXC / STScl / GSFCSVS / S.Barke (CC BY 4.0))" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/LISA_480x260.jpeg" alt="ESA-Astronaut Marcus Wandt vor dem Start zur ISS An Bord einer Dragon-Kapsel soll der schwedische Astronaut der europäischen Weltraumorganisation ESA am 17. Januar 2023 vom Raumfahrtbahnhof Cape Canaveral zu seiner Mission „Muninn“ (deutsch: Rabe) aufbrechen. (Bild: DLR)"/></a><figcaption class="wp-element-caption">LISA – Schwingungen der Raumzeit aufspüren. Das Observatorium LISA soll nach der Inbetriebnahme im All ab Ende 2035 niederfrequente Gravitationswellen aus dem Weltraum nachweisen und die Natur ihrer Quellen mit großer Genauigkeit bestimmen. Gravitationswellen als Schwingungen der Raumzeit werden durch schnelle zeitliche Änderungen in der räumlichen Verteilung sehr großer Massen wie zum Beispiel bei der Verschmelzung zweier stellarer oder auch super-massiver Schwarzer Löcher hervorgerufen. Die winzigen Amplituden einer Gravitationswelle lassen sich nur durch eine höchst empfindliche Laserinterferometrie nachweisen. Bei LISA wird dieses Laserinterferometer durch drei baugleiche Sonden aufgespannt, die ein nahezu gleichseitiges Dreieck mit rund 2,5 Millionen Kilometer Seitenlänge bilden. Damit wird LISA das bei weitem größte je von Menschen gebaute Observatorium sein. (Bild: NASA/JPL-Caltech / NASA / ESA / CXC / STScl / GSFCSVS / S.Barke (CC BY 4.0))</figcaption></figure>



<p>Am 25. Januar 2024 haben die große Flaggschiffmission LISA (Laser Interferometer Space Antenna) und die M-Klasse-Mission <a href="https://www.dlr.de/de/aktuelles/nachrichten/2024/europa-begibt-sich-auf-den-weg-zur-venus" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">EnVision</a> im Wissenschaftsprogramm der Europäischen Weltraumorganisation ESA eine weitere, wichtige Hürde genommen. Das LISA-Observatorium zum Aufspüren von sogenannten Gravitationswellen wurde nun zusammen mit der EnVision-Mission zur Erkundung der Venus durch das Science Programme Committee (SPC) der ESA in einer „Mission Adoption“ formal in die Umsetzungsphase überführt. Damit können nun das detaillierte Design, der Bau und später die umfangreichen Tests von Sonden, Nutzlast und Bodeninfrastruktur in vollem Umfang begonnen werden. Die <a href="https://www.dlr.de/de/das-dlr/deutsche-raumfahrtagentur" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Deutsche Raumfahrtagentur im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)</a> ist der größte Beitragszahler im Wissenschaftsprogramm der ESA und dadurch finanziell maßgeblich an der LISA-Mission und in Teilen an EnVision beteiligt. Dadurch werden wichtige Teile dieser beiden europäischen Raumfahrtgroßprojekte in Deutschland umgesetzt. Bei <a href="https://www.dlr.de/de/aktuelles/nachrichten/2024/europa-begibt-sich-auf-den-weg-zur-venus" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">EnVision</a> ist das <a href="https://www.dlr.de/de/das-dlr/standorte-und-bueros/berlin" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">DLR in Berlin</a> maßgeblich an einem Hauptinstrument beteiligt. Die Leitung und Koordination der gesamten sogenannten VenSpec Suite liegt beim <a href="https://www.dlr.de/de/wr" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">DLR-Institut für Planetenforschung</a>. Das <a href="https://www.dlr.de/de/wr" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">DLR-Institut für Weltraumforschung (ehemals DLR-Institut für Optische Sensorsysteme)</a> hat die Multispektralkamera zur Suche nach aktiven Vulkanen und zur Kartierung der Mineralogie entwickelt und gebaut</p>



<p><strong>LISA – Schwingungen der Raumzeit aufspüren</strong><br>Bereits 2017 wurde LISA als eine der drei großen Flaggschiff-Missionen im Wissenschaftsprogramm der ESA ausgewählt. Seitdem haben intensive Arbeiten zum technischen Konzept und dessen Umsetzung stattgefunden. Auch die bereits seit den 1990er Jahren laufende wissenschaftliche Vorbereitung einschließlich der äußerst komplexen Datenverarbeitung und -analyse wurde seitdem in einem weltweiten Konsortium von mehr als 1500 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern intensiv fortgesetzt. Die ESA, wie auch die beteiligten nationalen Institutionen aus verschiedenen europäischen Ländern sowie der NASA in den USA und deren industrielle Auftragnehmer werden nun ihre jeweiligen Teams deutlich aufstocken, um die noch notwendigen, umfangreichen Entwicklungsarbeiten bis zum geplanten Start der Mission Mitte 2035 anzugehen.</p>



<p>LISA soll nach der Inbetriebnahme im All ab Ende 2035 niederfrequente Gravitationswellen aus dem Weltraum nachweisen und die Natur ihrer Quellen mit großer Genauigkeit bestimmen. Gravitationswellen als Schwingungen der Raumzeit werden durch schnelle zeitliche Änderungen in der räumlichen Verteilung sehr großer Massen wie zum Beispiel bei der Verschmelzung zweier stellarer oder auch supermassiver Schwarzer Löcher hervorgerufen. Die winzigen Amplituden einer Gravitationswelle lassen sich nur durch eine höchst empfindliche Laserinterferometrie nachweisen. Bei LISA wird dieses Laserinterferometer durch drei baugleiche Sonden aufgespannt, die ein nahezu gleichseitiges Dreieck mit rund 2,5 Millionen Kilometer Seitenlänge bilden. Damit wird LISA das bei weitem größte je von Menschen gebaute Observatorium sein.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/EnVision_Venus.jpeg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="Heißer, von dichten Wolken verhüllter Planet. Die Venus ist der innere Nachbarplanet der Erde. Sie umkreist die Sonne in etwas mehr als 100 Millionen Kilometer Entfernung. Der Planet hat eine dichte Atmosphäre aus Kohlenstoffdioxid, die an der Oberfläche einen mehr als 90fachen Druck als auf der Erde erzeugt, was auf der Erde etwa dem Wasserdruck in 900 Meter Meerestiefe entspricht. In Höhen zwischen etwa 30 und 60 Kilometern existieren Dunst- und Wolkenschichten aus Schwefelsäure, die einen direkten Blick auf die Oberfläche des Planeten unmöglich machen. Die Untersuchung von Zusammensetzung und Dynamik der Venusatmosphäre ist ein Schwerpunkt der ESA-Mission EnVision (künstlerische Darstellung, Bild: ESA/VR2Planets/Damia Bouic)" data-rl_caption="" title="Heißer, von dichten Wolken verhüllter Planet. Die Venus ist der innere Nachbarplanet der Erde. Sie umkreist die Sonne in etwas mehr als 100 Millionen Kilometer Entfernung. Der Planet hat eine dichte Atmosphäre aus Kohlenstoffdioxid, die an der Oberfläche einen mehr als 90fachen Druck als auf der Erde erzeugt, was auf der Erde etwa dem Wasserdruck in 900 Meter Meerestiefe entspricht. In Höhen zwischen etwa 30 und 60 Kilometern existieren Dunst- und Wolkenschichten aus Schwefelsäure, die einen direkten Blick auf die Oberfläche des Planeten unmöglich machen. Die Untersuchung von Zusammensetzung und Dynamik der Venusatmosphäre ist ein Schwerpunkt der ESA-Mission EnVision (künstlerische Darstellung, Bild: ESA/VR2Planets/Damia Bouic)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/EnVision_Venus_462x260.jpeg" alt=""/></a><figcaption class="wp-element-caption">Heißer, von dichten Wolken verhüllter Planet. Die Venus ist der innere Nachbarplanet der Erde. Sie umkreist die Sonne in etwas mehr als 100 Millionen Kilometer Entfernung. Der Planet hat eine dichte Atmosphäre aus Kohlenstoffdioxid, die an der Oberfläche einen mehr als 90fachen Druck als auf der Erde erzeugt, was auf der Erde etwa dem Wasserdruck in 900 Meter Meerestiefe entspricht. In Höhen zwischen etwa 30 und 60 Kilometern existieren Dunst- und Wolkenschichten aus Schwefelsäure, die einen direkten Blick auf die Oberfläche des Planeten unmöglich machen. Die Untersuchung von Zusammensetzung und Dynamik der Venusatmosphäre ist ein Schwerpunkt der ESA-Mission EnVision (künstlerische Darstellung, Bild: ESA/VR2Planets/Damia Bouic)</figcaption></figure>



<p><strong>LISA – größtes Observatorium wird mit maßgeblichem deutschen Anteil entwickelt und gebaut</strong><br>LISA wird im Wissenschaftsprogramm der ESA unter Beteiligung der NASA und mit Beistellungen zur Nutzlast aus mehr als zehn europäischen Ländern unter anderem in Deutschland entwickelt und gebaut. Der industrielle Hauptauftragnehmer der ESA für die Gesamtmission wird im Januar 2025 aus einem deutschen beziehungsweise einem deutsch-italienischen Industriekonsortium ausgewählt: Airbus in Friedrichshafen und OHB in Bremen und Oberpfaffenhofen zusammen mit Thales-Alenia in Italien. Ein wissenschaftliches Konsortium ist maßgeblich an der Entwicklung von LISA beteiligt und baut zudem die Datenverarbeitung und -archivierung der Mission auf. Dabei kommt dem deutschen Beitrag zur Mission eine entscheidende und missionskritische Bedeutung zu. Dieser umfangreiche Beitrag zu LISA besteht wesentlich aus der führenden Rolle des<a href="https://www.aei.mpg.de/lisa-de" target="_blank" rel="noreferrer noopener follow" data-wpel-link="external"> Max-Planck-Instituts für Gravitationsphysik / Albert-Einstein-Institut (AEI)</a> in Hannover bei der Entwicklung des interferometrischen Nachweissystems (IDS – Interferometric Detection System), dessen Komponenten von verschiedenen Partnern in Europa bereitgestellt werden.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/EnVision_Understanding_why_Earth_s_closest_neighbour_is_so_different_pillars.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="Venus und Erde, ungleiche Geschwister. Die Venus hat fast die gleiche Größe und Masse wie die Erde, doch der Planet hat eine ganz andere Entwicklung genommen. Sie ist heute von einer Atmosphäre umgeben, die etwa 90-mal mehr Masse hat, als die Erdatmosphäre. Dichte Wolken aus Schwefelsäure verhindern eine Beobachtung in den Wellenlängen des sichtbaren Lichts. Mit Radar – bei der künstlerischen Darstellung der Venus rechts als farbkodierte, aus Daten der NASA-Sonde Magellan berechnete Radarkarte dargestellt – und in einigen Wellenlängen des infraroten Spektrums lässt sich die Venusatmosphäre jedoch untersuchen. Das ist die Aufgabe der Venusmission EnVision der Europäischen Weltraumorganisation ESA, die 2031 starten und mit ihren Messungen dazu beitragen soll, die Ursachen für die unterschiedliche Entwicklung beider Planeten herauszufinden. Bild: NASA/JAXA/ISAS/DARTS/VR2planets/Damia Bouic" data-rl_caption="" title="Venus und Erde, ungleiche Geschwister. Die Venus hat fast die gleiche Größe und Masse wie die Erde, doch der Planet hat eine ganz andere Entwicklung genommen. Sie ist heute von einer Atmosphäre umgeben, die etwa 90-mal mehr Masse hat, als die Erdatmosphäre. Dichte Wolken aus Schwefelsäure verhindern eine Beobachtung in den Wellenlängen des sichtbaren Lichts. Mit Radar – bei der künstlerischen Darstellung der Venus rechts als farbkodierte, aus Daten der NASA-Sonde Magellan berechnete Radarkarte dargestellt – und in einigen Wellenlängen des infraroten Spektrums lässt sich die Venusatmosphäre jedoch untersuchen. Das ist die Aufgabe der Venusmission EnVision der Europäischen Weltraumorganisation ESA, die 2031 starten und mit ihren Messungen dazu beitragen soll, die Ursachen für die unterschiedliche Entwicklung beider Planeten herauszufinden. Bild: NASA/JAXA/ISAS/DARTS/VR2planets/Damia Bouic" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/EnVision_Venus_Erde_475x260.jpeg" alt=""/></a><figcaption class="wp-element-caption">Venus und Erde, ungleiche Geschwister. Die Venus hat fast die gleiche Größe und Masse wie die Erde, doch der Planet hat eine ganz andere Entwicklung genommen. Sie ist heute von einer Atmosphäre umgeben, die etwa 90-mal mehr Masse hat, als die Erdatmosphäre. Dichte Wolken aus Schwefelsäure verhindern eine Beobachtung in den Wellenlängen des sichtbaren Lichts. Mit Radar – bei der künstlerischen Darstellung der Venus rechts als farbkodierte, aus Daten der NASA-Sonde Magellan berechnete Radarkarte dargestellt – und in einigen Wellenlängen des infraroten Spektrums lässt sich die Venusatmosphäre jedoch untersuchen. Das ist die Aufgabe der Venusmission EnVision der Europäischen Weltraumorganisation ESA, die 2031 starten und mit ihren Messungen dazu beitragen soll, die Ursachen für die unterschiedliche Entwicklung beider Planeten herauszufinden. Bild: NASA/JAXA/ISAS/DARTS/VR2planets/Damia Bouic</figcaption></figure>



<p>Das vom AEI entwickelte Herzstück des IDS ist neben dem optischen System, das vom Partner aus Großbritannien geliefert werden soll, das zentrale Phasenmeter der Mission. Dabei besteht eine enge Kooperation mit der Dänischen Technischen Universität (DTU) in Kopenhagen. Außerdem wird das Institut in Hannover in Zusammenarbeit mit niederländischen Partnern einen kritischen Mechanismus für die Nutzlast liefern. Das AEI unterstützt zudem die Mission und die ESA bei vielen Fragestellungen zum Systemdesign, wobei deren umfangreiche Erfahrungen aus der Entwicklung und dem Betrieb des <a href="https://www.dlr.de/de/ar/themen-missionen/weltraumforschung/erkundung-des-weltraums/entstehung-des-universums/lisa-pathfinder" target="_blank" rel="noreferrer noopener follow" data-wpel-link="external">Technologiedemonstrators LISA Pathfinder</a> einfließen. Mit dieser Vorläufermission wurden von 2015 bis 2017 die entscheidenden Messprinzipien für LISA sehr erfolgreich im All erprobt. Zusammen mit der deutschen Raumfahrtindustrie hat das Albert-Einstein-Institut auch bei dieser Mission eine führende Rolle gespielt. Die gesamte Beteiligung des AEI an LISA, das auch die wissenschaftliche Leitung (Principal Investigator) der Gravitationswellenmission stellt, wird maßgeblich durch Zuwendungen der Deutschen Raumfahrtagentur im DLR aus Mitteln des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) unterstützt.</p>



<p><strong>EnVision – eine vielfältige Mission zu unserem Nachbarplaneten Venus</strong><br>EnVision wurde im Juni 2021 als fünfte M-Mission im sogenannten Cosmic Vision Programm der ESA ausgewählt und wurde nun ebenfalls zur Umsetzung freigegeben. Im Laufe des Jahres 2024 wird sie dazu einen industriellen Auftragnehmer in Europa auswählen, so dass die Arbeiten zur Fertigstellung des Designs und zum Bau des Raumfahrzeugs bald beginnen können. EnVision soll im Jahr 2031 mit einer Ariane-6-Rakete starten. Die Mission wird die Venus von ihrem inneren Kern bis zur äußeren Atmosphäre untersuchen und wichtige neue Erkenntnisse über die Entwicklung, die geologische Aktivität und das Klima des Planeten liefern. Dadurch soll EnVision die vielen, seit langem offenen Fragen zur Venus beantworten, insbesondere, wie und wann der Zwilling der Erde so unwirtlich geworden ist. Das DLR in Berlin wird dabei helfen, diese Fragen zu beantworten, denn sowohl das DLR-Institut für Planetenforschung als auch das DLR-Institut für Optische Sensorsysteme sind dabei maßgeblich an einem der vier großen Instrumente der Mission beteiligt.</p>



<p><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=3365.msg558275#msg558275" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">DLR</a></li>



<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=1132.msg558144#msg558144" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">LISA/NGO &#8211; New Gravitational wave Observatory</a></li>



<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=18853.msg558177#msg558177" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">EnVision : ESAs Venus-Mission (M5) auf Ariane 62</a></li>
</ul>
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			</item>
		<item>
		<title>Wichtige Weichenstellung im Rahmen des Europäischen Raumfahrtgipfels 2023</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/wichtige-weichenstellung-im-rahmen-des-europaeischen-raumfahrtgipfels-2023/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 06 Nov 2023 21:30:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raketen]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Satelliten]]></category>
		<category><![CDATA[Top-Meldungen]]></category>
		<category><![CDATA[Anna Christmann]]></category>
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		<category><![CDATA[European Launcher Challenge]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Mehr Wettbewerb und mehr Nachhaltigkeit in der europäischen Raumfahrt. Eine Pressemitteilung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK). Quelle: Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) 6. November 2023. 6. November 2023 &#8211; Am 6. und 7. November 2023 treffen sich die Spitzen der europäischen Raumfahrt zum europäischen Raumfahrtgipfel (European Space Summit) in Sevilla. Die Koordinatorin [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Mehr Wettbewerb und mehr Nachhaltigkeit in der europäischen Raumfahrt. Eine Pressemitteilung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK).</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Quelle: Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) 6. November 2023.</p>



<p>6. November 2023 &#8211; Am 6. und 7. November 2023 treffen sich die Spitzen der europäischen Raumfahrt zum europäischen Raumfahrtgipfel (European Space Summit) in Sevilla. Die Koordinatorin der Bundesregierung für die Deutsche Luft- und Raumfahrt, Dr. Anna Christmann, vertritt Deutschland und führt auch den deutschen Vorsitz beim ESA-Ministerrat. Der Gipfel der europäischen Weltraumorganisation ESA, der Europäischen Union (EU) und ihren jeweiligen Mitgliedern soll dazu dienen die europäischen Raumfahrtaktivitäten besser zu koordinieren und die Möglichkeiten der Raumfahrt für Wirtschaft und Gesellschaft besser zu nutzen.</p>



<p>Koordinatorin für die Deutsche Luft- und Raumfahrt, Dr. Anna Christmann: „Von Sevilla geht ein starkes Zeichen für die Zukunft der europäischen Raumfahrt aus. Es freut mich, dass wir während des deutschen Vorsitzes des ESA-Ministerrats gemeinschaftlich neue Wege für einen starken souveränen Raumfahrtstandort gehen. Mit der European Launcher Challenge setzen wir auf Wettbewerb und Innovation bei Trägerrakten, das wird ein Meilenstein für den europäischen Zugang zum All. Gleiches gilt für die Zeit nach der Internationalen Raumstation ISS und die Nutzung von Raumfahrt für den Klimaschutz. Weltraumgestützte Daten und Dienste stellen hier ein entscheidendes Puzzleteil dar. Ohne unsere Aktivitäten im Weltraum könnten wir den Klimawandel nicht systematisch verfolgen und effektiv auf die Klimakrise reagieren“.</p>



<p>Gleich am ersten Tag haben sich die 22 ESA-Mitgliedsstaaten für einen autonomen Zugang Europas zum Weltall zur baldigen Inbetriebnahme der neuen Trägerrakete Ariane 6 sowie deren Betrieb in den nächsten Jahren bekannt. Gleichzeitig soll erstmals in der Geschichte der europäischen Raumfahrt ein Wettbewerb kommerzieller Trägerraketen initiiert werden, um Schritt für Schritt die nächste Generation europäischer Trägerraketen vorzubereiten. Um diesen Prozess zu unterstützen, haben Deutschland, Frankreich und Italien eine <a href="https://www.bundeswirtschaftsministerium.de/Redaktion/DE/Downloads/S-T/231106-trilateral-joint-statement-on-the-occasion-of-the-european-space-summit-2023.pdf?__blob=publicationFile&amp;v=4" type="link" id="https://www.bmwk.de/Redaktion/DE/Downloads/S-T/231106-trilateral-joint-statement-on-the-occasion-of-the-european-space-summit-2023.pdf?__blob=publicationFile&amp;v=4" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">gemeinsame Erklärung</a> unterzeichnet. Zukünftig sollen in einem kommerziellen Wettbewerb Konzepte für europäische Frachtflüge zu Raumstationen in der erdnahen Umlaufbahn erarbeitet werden. So soll Europa für die Zeit nach der Außerdienststellung der Internationalen Raumstation ISS Anfang der nächsten Dekade fit gemacht werden. Darüber hinaus wurde beschlossen, dass die ESA ihre Bemühungen, die Beiträge der Raumfahrt für eine nachhaltigere Umwelt- und Klimapolitik zu intensivieren, verstärken soll. Damit soll das Erreichen der Ziele des Pariser Klimaabkommen und des Green Deals der EU signifikant unterstützt werden.</p>



<p>Am zweiten Tag des europäischen Raumfahrtgipfels kommt es zu einem informellen Treffen der EU-Raumfahrtministerinnen und -minister. Hier soll der Fokus auf der Rolle der Raumfahrt für die Sicherheits- und Verteidigungspolitik liegen. Durch mehr Investitionen in europäische Weltrauminfrastrukturen, zum Beispiel für die sichere satellitengestützte Kommunikation, aber auch die bessere Nutzung marktorientierter Lösungen soll Europa bei wichtigen Fähigkeiten unabhängiger agieren können und somit im Krisenfall resilienter werden.</p>



<p>Zum Abschluss des Gipfels findet unter der Leitung Deutschlands als Vorsitz des ESA-Rates auf Ministerebene und Spanien als EU-Ratspräsident der sogenannte informelle Austausch gemeinsam mit den Mitgliedsstaaten von ESA und EU sowie der EU-Kommission und ESA-Führung statt. In einer Abschlusserklärung soll hier die enorme Bedeutung der Raumfahrt für eine nachhaltige Umwelt- und Klimapolitik festgehalten werden. Dabei soll das europäische Erdbeobachtungsprogramm Copernicus weiter gestärkt werden. Als ein weiterer Schwerpunkt des Abschlusspapiers sollen künftig dienstleistungsorientierte, kommerzielle Ansätze in der Raumfahrt noch stärker verfolgt werden, um die europäische Raumfahrt effizienter und wettbewerbsfähiger zu machen.</p>



<p><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=3426.msg555565#msg555565" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">ESA</a></li>
</ul>
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			</item>
		<item>
		<title>Mit elektrischen Raumfahrtantrieben sicher in den Weltraum</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/mit-elektrischen-raumfahrtantrieben-sicher-in-den-weltraum/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 24 Oct 2023 20:26:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumsonden]]></category>
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		<category><![CDATA[Universität Gießen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>„TÜV“ für Ionentriebwerke: Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) fördert Verbundprojekt unter Federführung der Universität Gießen mit rund 668.000 Euro. Eine Pressemitteilung des Forschungscampus Mittelhessen (FCMH). Quelle: FCMH / Universität Gießen 24. Oktober 2023. Gießen, 24. Oktober 2023 &#8211; Ein bemannter Flug zum Mars oder andere ehrgeizige Raumfahrtmissionen werden durch die Möglichkeiten elektrischer Raumfahrtantriebe erleichtert [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">„TÜV“ für Ionentriebwerke: Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) fördert Verbundprojekt unter Federführung der Universität Gießen mit rund 668.000 Euro. Eine Pressemitteilung des Forschungscampus Mittelhessen (FCMH).</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Quelle: FCMH / Universität Gießen 24. Oktober 2023.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/IonentriebwerkinTestanlageJLUAGIonentriebwerke.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Ionentriebwerk in der Testanlage am I. Physikalischen Institut der JLU. (Foto: JLU / AG Ionentriebwerke)" data-rl_caption="" title="Ionentriebwerk in der Testanlage am I. Physikalischen Institut der JLU. (Foto: JLU / AG Ionentriebwerke)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="260" height="200" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/IonentriebwerkinTestanlageJLUAGIonentriebwerke26.jpg" alt="Ionentriebwerk in der Testanlage am I. Physikalischen Institut der JLU. (Foto: JLU / AG Ionentriebwerke)" class="wp-image-132713"/></a><figcaption class="wp-element-caption">Ionentriebwerk in der Testanlage am I. Physikalischen Institut der JLU. (Foto: JLU / AG Ionentriebwerke)</figcaption></figure>



<p>Gießen, 24. Oktober 2023 &#8211; Ein bemannter Flug zum Mars oder andere ehrgeizige Raumfahrtmissionen werden durch die Möglichkeiten elektrischer Raumfahrtantriebe erleichtert oder technologisch überhaupt erst realisierbar. Die Entwicklung elektrischer Raumfahrtantriebe (Electric Propulsion, EP) schreitet derzeit rasch voran, auch beflügelt durch eine rasante Kommerzialisierung der Raumfahrt. Um den sicheren Betrieb von EP-Systemen im Weltraum zu gewährleisten, ist der Aufbau hochmoderner Instrumente zum Test und zur Qualifizierung solcher EP-Systeme dringend erforderlich. In dem Verbundprojekt „Ref4EP: Referenztriebwerke und Diagnosestandards für elektrische Raumfahrtantriebe für Kleinsatelliten“ unter Federführung der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) soll eine Standard-Testanlage für elektrische Raumfahrtantriebe entwickelt werden, mit denen diese auf der Erde für den Weltraum getestet werden können – eine Art TÜV für diese Antriebe. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) fördert das Verbundprojekt von November 2023 bis April 2025 mit rund 668.000 Euro, von denen rund 344.000 Euro auf das Teilprojekt an der JLU entfallen und rund 35.900 Euro auf das Teilprojekt an der ebenfalls beteiligten Technischen Hochschule Mittelhessen (THM).</p>



<p>Auf Initiative des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) hat sich für das Verbundprojekt Ref4EP ein Konsortium aus vier Partnern gebildet, die über einschlägige Erfahrungen auf dem Gebiet der Triebwerksdiagnose und der Entwicklung von Ionenquellen verfügen. Neben der JLU und der THM sind dies das Leibniz-Institut für Oberflächenmodifizierung e.V. (IOM, Leipzig) sowie die Christian-Albrechts-Universität zu Kiel. In dem Verbundprojekt sollen zwei Referenzdiagnostika für die Treibstrahlanalyse entwickelt und mit einer Referenzionenquelle verglichen werden. Die experimentelle Validierung der entwickelten Ionenquelle sowie der Diagnostika wird an verschiedenen Weltraumsimulationsanlagen in Form eines Ringvergleichs erfolgen.</p>



<p>In der Arbeitsgruppe Ionentriebwerke unter Leitung von Prof. Dr. Peter J. Klar am I. Physikalischen Institut der JLU stehen im Rahmen des Teilvorhabens „Entwicklung einer Festkörper-Ionenquelle hoher Energieschärfe zur Etablierung eines Energienormals für Energieanalysatoren“ der Aufbau eines Kalibrierstandes für Energieanalysatoren und die Entwicklung hochgenauer Energiespektrometer im Vordergrund. Dazu wird eine spezielle Ionenquelle auf Basis von Alkali-Aluminiumsilikaten entwickelt, die mittels thermionischer Emission einen Alkali-Ionenstrahl mit hoher Energieschärfe liefert und sich hervorragend für vergleichende Energiemessungen eignet.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/EntwicklungRadiofrequenzgeneratorTHMMelanieDiehl.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="Die Entwicklung eines Radiofrequenzgenerators wird als Teilprojekt des Verbundprojekts Ref4EP von der Arbeitsgruppe Raumfahrtelektronik an der THM bearbeitet. (Foto: THM / Melanie Diehl)" data-rl_caption="" title="Die Entwicklung eines Radiofrequenzgenerators wird als Teilprojekt des Verbundprojekts Ref4EP von der Arbeitsgruppe Raumfahrtelektronik an der THM bearbeitet. (Foto: THM / Melanie Diehl)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="260" height="200" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/EntwicklungRadiofrequenzgeneratorTHMMelanieDiehl26.jpg" alt="Die Entwicklung eines Radiofrequenzgenerators wird als Teilprojekt des Verbundprojekts Ref4EP von der Arbeitsgruppe Raumfahrtelektronik an der THM bearbeitet. (Foto: THM / Melanie Diehl)" class="wp-image-132711"/></a><figcaption class="wp-element-caption">Die Entwicklung eines Radiofrequenzgenerators wird als Teilprojekt des Verbundprojekts Ref4EP von der Arbeitsgruppe Raumfahrtelektronik an der THM bearbeitet. (Foto: THM / Melanie Diehl)</figcaption></figure>



<p>Die Arbeitsgruppe Raumfahrtelektronik des Fachbereichs Elektro- und Informationstechnik an der THM bearbeitet das Teilvorhaben „Entwicklung eines Radiofrequenzgenerators für eine Referenz-Ionenquelle“. Dabei soll eine Generatortopologie für die vom Projektpartner IOM entwickelte Referenzionenquelle gebaut werden, die sich durch hohe Qualität, geringe Exemplarstreuung und hohe Zuverlässigkeit auszeichnet, um reproduzierbare Ionenquellenperformance bei allen Projektpartnern – ganz im Sinne einer Standardisierung – zu ermöglichen.</p>



<p>Neben den etablierten Anbietern von EP-Systemen wie ArianeGroup, Sitael, Airbus oder Thales drängen insbesondere im Bereich der Kommunikationssatelliten viele neue Anbieter mit eigenen Produkten auf den Markt. Um den sich schnell entwickelnden Anforderungen der Raumfahrtindustrie im EP-Bereich gerecht zu werden und eine Vergleichbarkeit zwischen EP-Systemen herzustellen, sind Konzepte für Testanlagen zur Qualifizierung und Standardisierung von EP-Systemen erforderlich, wie sie im Rahmen von Ref4EP entwickelt werden. Dabei müssen sich die auf der Erde in Testanlagen ermittelten Leistungs- und Betriebsparameter von EP-Systemen auf den Betrieb unter realen Bedingungen im Weltraum übertragen lassen.</p>



<p><strong>Campus-Schwerpunkt „Raumfahrtanwendungen“</strong><br>Verschiedenste Fragestellungen im Umfeld elektrischer Raumfahrtantriebe auf Satelliten stehen im Zentrum der gemeinsamen Forschung des Campus-Schwerpunkts „<a href="https://www.fcmh.de/de/forschung/campus-schwerpunkte/raumfahrtanwendungen" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Raumfahrtanwendungen</a>“.</p>



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<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=5309.msg555056#msg555056" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Elektrische Antriebe</a></li>
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		<title>Habeck zu Gast bei drei deutschen Mikrolauncherfirmen</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/habeck-zu-gast-bei-drei-deutschen-mikrolauncherfirmen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 27 Jul 2023 17:05:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raketen]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>„Hightech-Startups aus Deutschland geben wichtige Impulse für die Raumfahrt in Europa.“ Eine Pressemitteilung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK). Quelle: Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) 27. Juli 2023. 27. Juli 2023 &#8211; Heute und morgen besucht Bundeswirtschafts- und Klimaschutzminister Robert Habeck drei aufstrebende deutsche Raumfahrtfirmen in Süddeutschland: die HyImpulse Technologies GmbH, die Rocket [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">„Hightech-Startups aus Deutschland geben wichtige Impulse für die Raumfahrt in Europa.“ Eine Pressemitteilung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK).</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Quelle: Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) 27. Juli 2023.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/download-pressefoto-habeck-querformat-2-2k.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Dr. Robert Habeck, Bundesminister für Wirtschaft und Klimaschutz. (Bild: BMWK / Dominik Butzmann)" data-rl_caption="" title="Dr. Robert Habeck, Bundesminister für Wirtschaft und Klimaschutz. (Bild: BMWK / Dominik Butzmann)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="260" height="200" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/download-pressefoto-habeck-querformat-2-26.jpg" alt="Dr. Robert Habeck, Bundesminister für Wirtschaft und Klimaschutz. (Bild: BMWK / Dominik Butzmann)" class="wp-image-129341"/></a><figcaption class="wp-element-caption">Dr. Robert Habeck, Bundesminister für Wirtschaft und Klimaschutz. (Bild: BMWK / Dominik Butzmann)</figcaption></figure>



<p>27. Juli 2023 &#8211; Heute und morgen besucht Bundeswirtschafts- und Klimaschutzminister Robert Habeck drei aufstrebende deutsche Raumfahrtfirmen in Süddeutschland: die HyImpulse Technologies GmbH, die Rocket Factory Augsburg AG und die Isar Aerospace Technologies GmbH. Alle drei Firmen entwickeln neue Trägerraketen, mit denen in Zukunft Satelliten in den Weltraum gebracht werden sollen. Anna Christmann, die Koordinatorin der Bundesregierung für die Deutsche Luft- und Raumfahrt, begleitet Minister Habeck auf der Mikrolauncher-Tour.</p>



<p>„Noch vor wenigen Jahren hätte niemand geglaubt, dass man in Deutschland eine Raketenfirma gründen kann – heute haben wir drei davon. Hightech-Start-ups aus Deutschland geben wichtige Impulse für die Raumfahrt in Europa!“ sagte Wirtschaftsminister Habeck im Vorfeld der Reise. „Deutschland und Europa brauchen einen eigenen Zugang zum All – auch dies ist eine Frage der Wirtschaftssicherheit. Derzeit hat Europa keine eigenen Startmöglichkeiten für Satelliten. Das zeigt, dass sich im europäischen Trägerbereich etwas ändern muss. Wir brauchen mehr Wettbewerb und privatwirtschaftliches Engagement. Private Anbieter treiben die Innovation, steigern unsere Resilienz und sorgen dafür, dass staatliche Akteure zukünftig als Ankerkunden Startdienstleistungen einkaufen können – und zwar günstiger, als wenn sie weiter alles selber machen.“</p>



<p>Alle drei besuchten Unternehmen fördert das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) im Rahmen seines Mikrolauncher-Wettbewerbs mit insgesamt rund 25 Millionen Euro. Mikrolauncher sind kleine moderne Raketen, die zunächst Nutzlasten in der Größenordnung von 150 bis ca. 1000 Kilogramm ins Weltall bringen sollen. Das Ziel der Förderung ist es, die Kommerzialisierung des Sektors voranzutreiben, also private Anbieter von Startdienstleistungen bei der Entwicklung ihrer Träger und beim Aufbau ihrer Firmen zu unterstützen.</p>



<p>Erste Station der Reise ist heute das baden-württembergische Neunstadt am Kocher, wo die HyImpulse Technologies GmbH ihren Sitz hat. Hier, in der Nähe des größten deutschen Raketentestgeländes im benachbarten Lampoldshausen, arbeitet ein Team von 55 Mitarbeitenden aktuell an der Höhenforschungsrakete „SR75“. Auf sie soll die Orbitalrakete „SL1“ folgen, welche Nutzlasten von bis zu 400 Kilogramm in den Weltraum bringen soll. Einen besonders innovativen Ansatz verfolgt HyImpluse beim Haupttriebwerk seiner Rakete: Ein fester Treibstoff, nämlich Paraffin (Wachs), wird mit flüssigem Sauerstoff kombiniert.</p>



<p>Im Anschluss geht es weiter zur Rocket Factory Augsburg AG im bayrischen Schwaben, einer Ausgründung des deutschen Raumfahrtkonzerns OHB und dessen Tochter MT Aerospace. 220 Mitarbeitende arbeiten an Standorten in Augsburg, Portugal und Schweden an der Trägerrakete „RFA One“. Mit ihr sollen bis zu 1,3 Tonnen Nutzlast in den Weltraum starten können. Auch hier kommt eine besondere Triebwerkstechnologie zum Einsatz: Eine in Europa einmalige, sogenannte „staged combustion engine“, welche als besonders treibstoffeffizient gilt.</p>



<p>Zum Abschluss der Reise besucht Minister Habeck am Freitag die Isar Aerospace Technologies GmbH südlich von München in Ottobrunn. 300 Mitarbeitende arbeiten hier an der „Spectrum“-Rakete. Diese soll Satelliten bis zu einem Gewicht von einer Tonne starten können. Isar Aerospace konnte bisher circa 330 Millionen Euro an privater Finanzierung einwerben. Das Unternehmen ist damit das am besten finanzierte neue Raumfahrtunternehmen in Europa.</p>



<p>Anna Christmann: „Im neuen Zeitalter der Raumfahrt ist es entscheidend, dass der Staat als Ankerkunde für neue Technologien auftritt und so privates Kapital anzieht. Das ist bei den drei Mikrolauncherfirmen hervorragend gelungen und wird auch ein Schwerpunkt unserer neuen Raumfahrtstrategie sein. Wir sind sehr gespannt darauf, den ersten deutschen Mikrolauncher von einem europäischen Startplatz aus ins All fliegen zu sehen. Grundlegend für den bisherigen Erfolg der Start-ups ist auch die Nachwuchsförderung durch die Deutsche Raumfahrtagentur im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt und die deutschen Hochschulen, aus deren Studierendengruppen die Unternehmen maßgeblich hervorgegangen sind.“</p>



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<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=5714.msg551857#msg551857" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Raumfahrt-Politik in Deutschland</a></li>
</ul>
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		<title>OHB: Erfolgreicher Start für Heinrich-Hertz-Mission</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/ohb-erfolgreicher-start-fuer-heinrich-hertz-mission/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 06 Jul 2023 21:59:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Kommunikationssatellit auf dem Weg ins All. Eine Pressemitteilung der OHB SE Bremen. Quelle: OHB SE 6. Juli 2023. Bremen / Kourou, 6. Juli 2023. Heute um Mitternacht Mitteleuropäischer Sommerzeit hob die letzte Ariane-5-Rakete (VA261) vom europäischen Startplatz Kourou in Französisch-Guyana ab. Gemeinsam mit dem französischen Kommunikationssatelliten Syracuse-4B startete der deutsche Technologiedemonstrator und Kommunikationssatellit Heinrich Hertz. [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Kommunikationssatellit auf dem Weg ins All. Eine Pressemitteilung der OHB SE Bremen.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Quelle: OHB SE 6. Juli 2023.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/HHprepOHBStefanGerding.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Kurz vor seiner Reise nach Kourou: der Satellit Heinrich Hertz bei OHB im Reinraum. (Foto: OHB, Stefan Gerding)" data-rl_caption="" title="Kurz vor seiner Reise nach Kourou: der Satellit Heinrich Hertz bei OHB im Reinraum. (Foto: OHB, Stefan Gerding)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/HHprepOHBStefanGerding26.jpg" alt=""/></a><figcaption class="wp-element-caption">Kurz vor seiner Reise nach Kourou: der Satellit Heinrich Hertz bei OHB im Reinraum. (Foto: OHB, Stefan Gerding)</figcaption></figure>



<p>Bremen / Kourou, 6. Juli 2023. Heute um Mitternacht Mitteleuropäischer Sommerzeit hob die letzte Ariane-5-Rakete (VA261) vom europäischen Startplatz Kourou in Französisch-Guyana ab. Gemeinsam mit dem französischen Kommunikationssatelliten Syracuse-4B startete der deutsche Technologiedemonstrator und Kommunikationssatellit Heinrich Hertz. OHB übernimmt in der Heinrich-Hertz-Mission die Gesamtverantwortung für die Entwicklung und den Bau des Satelliten sowie die Beschaffung und Koordination des Startsegments. Zudem verantworten wir den Aufbau des Bodensegments im Kontrollzentrum in Bonn. Die Heinrich-Hertz-Mission wird von der Deutschen Raumfahrtagentur im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Bonn im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) und unter Beteiligung des Bundesministeriums der Verteidigung (BMVg) geführt.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/A5VA261liftoff1ESASCorvaja2k.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="260" height="390" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/A5VA261liftoff1ESASCorvaja26.jpg" alt="" class="wp-image-128657" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/A5VA261liftoff1ESASCorvaja26.jpg 260w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/A5VA261liftoff1ESASCorvaja26-200x300.jpg 200w" sizes="(max-width: 260px) 100vw, 260px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Ariane-5-Start mit Heinrich Hertz an Bord. (Bild: ESA / S. Corvaja)</figcaption></figure>



<p>„Unseren Satelliten mit der letzten Ariane-5 ins All abheben zu sehen, war ein besonderer Moment – im doppelten Sinne. Mein Dank geht an alle bei OHB und an unsere Partner, die über Jahre so intensiv an der Mission und dem Launcher gearbeitet haben. Ich bin stolz und glücklich, dass wir dazu beitragen, nicht nur den wissenschaftlich-technischen Anteil der Heinrich-Hertz-Mission zu realisieren, sondern auch den passenden Satelliten für sichere Kommunikationszwecke gefertigt haben. Diese Mission demonstriert einmal mehr die Fähigkeiten des Systemhaus OHB komplexe Telekommunikationssysteme zu realisieren“, sagt der OHB-Vorstandsvorsitzende Marco Fuchs.</p>



<p>Nachdem der Satellit im All seinen Dienst aufgenommen hat, wird er rund 15 Jahre lang im geostationären Orbit auf einer Höhe von rund 36.000 Kilometern verbleiben. Ein Ziel der Heinrich-Hertz-Mission ist es, neue Technologien für die Satellitenkommunikation auf ihre Weltraumtauglichkeit zu testen.</p>



<p><strong>Die Heinrich-Hertz-Mission und ihre Partner</strong><br>Mit der Heinrich-Hertz-Mission startet erstmals ein eigener deutscher Kommunikationssatellit zur Erforschung und Erprobung neuer Technologien und Kommunikationsszenarien. Die Mission leistet damit einen Beitrag zur Informationsgesellschaft in Deutschland. Die Heinrich-Hertz-Mission wird von der Deutschen Raumfahrtagentur im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Bonn im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) und unter Beteiligung des Bundesministeriums der Verteidigung (BMVg) geführt. Mit der Entwicklung und dem Bau des Satelliten wurde die OHB-System AG beauftragt. An der Entwicklung und dem Test des Satelliten sind zudem die Firmen IABG GmbH, MDA AG und TESAT GmbH &amp; Co. KG beteiligt. Das Bodensegment wird von der OHB Digital Connect in Zusammenarbeit mit der Firma CGI verantwortet. Dabei wurde das Satellitenkontrollzentrum in Bonn realisiert. Die Standorte für die neuen Bodenstationen befinden sich in Hürth (Nordrhein-Westfalen) und Neustrelitz (Mecklenburg-Vorpommern). Für den Start der Mission an Bord der Ariane-5-Trägerrakete (VA261) ist Arianespace verantwortlich. An der Mission sind weitere 36 Partner beteiligt – davon 14 an der wissenschaftlichen Nutzlast.</p>



<p><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=9064.msg551411#msg551411" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Syracuse-4B und Heinrich Hertz auf Ariane 5 ECA+ von Kourou</a></li>
</ul>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/ohb-erfolgreicher-start-fuer-heinrich-hertz-mission/" data-wpel-link="internal">OHB: Erfolgreicher Start für Heinrich-Hertz-Mission</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
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		<item>
		<title>Arianespace: Deutsch-Französischer Erfolg beim letzten Ariane-5-Flug</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/arianespace-deutsch-franzoesischer-erfolg-beim-letzten-ariane-5-flug/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 05 Jul 2023 21:59:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raketen]]></category>
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		<category><![CDATA[Thales Alenia Space]]></category>
		<category><![CDATA[VA261]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.raumfahrer.net/?p=128712</guid>

					<description><![CDATA[<p>Auf ihrem 117. und letzten Flug hat die von Arianespace betriebene Ariane 5 zwei Kommunikationssatelliten in die Umlaufbahn gebracht: den Heinrich-Hertz-Satelliten für die deutsche Bundesregierung und SYRACUSE 4B für das französische Verteidigungsministerium. Damit geht die europäische Schwerlast-Trägerrakete Ariane 5, bei der ArianeGroup Hauptauftragnehmer ist, in die Geschichtsbücher ein. Eine Pressemitteilung von Arianespace. Quelle: Arianespace 5. [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/arianespace-deutsch-franzoesischer-erfolg-beim-letzten-ariane-5-flug/" data-wpel-link="internal">Arianespace: Deutsch-Französischer Erfolg beim letzten Ariane-5-Flug</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Auf ihrem 117. und letzten Flug hat die von Arianespace betriebene Ariane 5 zwei Kommunikationssatelliten in die Umlaufbahn gebracht: den Heinrich-Hertz-Satelliten für die deutsche Bundesregierung und SYRACUSE 4B für das französische Verteidigungsministerium. Damit geht die europäische Schwerlast-Trägerrakete Ariane 5, bei der ArianeGroup Hauptauftragnehmer ist, in die Geschichtsbücher ein. Eine Pressemitteilung von Arianespace.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Quelle: Arianespace 5. Juli 2023.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/VA261DecollageZL3110esacnesaspacecsg2k.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Ariane 5 mit Flugnummer VA261 verlässt die Startrampe. (Bild: ESA-CNES-Arianespace/Optique video du CSG/P. Piron)" data-rl_caption="" title="Ariane 5 mit Flugnummer VA261 verlässt die Startrampe. (Bild: ESA-CNES-Arianespace/Optique video du CSG/P. Piron)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="260" height="367" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/VA261DecollageZL3110esacnesaspacecsg26.jpg" alt="Ariane 5 mit Flugnummer VA261 verlässt die Startrampe. (Bild: ESA-CNES-Arianespace/Optique video du CSG/P. Piron)" class="wp-image-128708" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/VA261DecollageZL3110esacnesaspacecsg26.jpg 260w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/VA261DecollageZL3110esacnesaspacecsg26-213x300.jpg 213w" sizes="(max-width: 260px) 100vw, 260px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Ariane 5 mit Flugnummer VA261 verlässt die Startrampe. (Bild: ESA-CNES-Arianespace/Optique video du CSG/P. Piron)</figcaption></figure>



<p>Kourou, 5. Juli 2023 &#8211; Am 5. Juli 2023 um 19:00 Uhr Ortszeit hob die von Arianespace betriebene <a href="https://www.raumfahrer.net/?s=Ariane+5" data-wpel-link="internal">Ariane 5</a> erfolgreich vom europäischen Weltraumbahnhof Kourou in Französisch-Guayana ab. An Bord befanden sich der Heinrich-Hertz-Satellit für die deutsche Bundesregierung und SYRACUSE 4B für das französische Verteidigungsministerium.</p>



<p>Der nach dem Physiker <a href="https://www.raumfahrer.net/?s=Heinrich+Hertz" data-wpel-link="internal">Heinrich Hertz</a> benannte Satellit ist der erste deutsche Kommunikationssatellit zur Forschung und Erprobung neuer Technologien und Kommunikationsszenarien. Die Technologien an Bord sollen es ermöglichen intelligent und flexibel auf zukünftige Herausforderungen zu reagieren, neue Kommunikationsszenarien zu erproben und von der Erde aus an neue technische Anforderungen und Marktbedürfnisse anzupassen. Die Mission wird vom DLR im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) in Kooperation mit dem Bundesverteidigungsministerium (BMVg) durchgeführt. Der Heinrich-Hertz-Satellit wurde hauptsächlich von der OHB System entwickelt und gebaut.</p>



<p>Der <a href="https://www.raumfahrer.net/?s=Syracuse+4b" data-wpel-link="internal">SYRACUSE 4B</a>-Satellit ist Teil des SYRACUSE IV-Programms unter Leitung der französischen Rüstungsbehörde DGA, in Zusammenarbeit mit den französischen Luft- und Weltraumstreitkräften und für das französische Weltraumkommando (CdE). Zusammen mit SYRACUSE 4A wird er es den französischen Streitkräften ermöglichen, in ihren Einsätzen permanent in Verbindung zu bleiben. Ob auf See, in der Luft oder an Land – die Streitkräfte benötigen leistungsfähige und sichere Kommunikationssysteme, um Informationen mit der Kommandozentrale austauschen zu können. Dank seiner hochmodernen Ausrüstung, einschließlich einer Anti-Jamming-Antenne und einem digitalen Bordprozessor, wird SYRACUSE 4B selbst gegen größte militärische Bedrohungen vollständig resistent sein. Der Satellit wird dazu beitragen, die nationale Souveränität Frankreichs zu gewährleisten, und gleichzeitig NATO-Operationen unterstützen. Bei der Entwicklung von SYRACUSE 4A und SYRACUSE 4B haben sich Airbus Defence and Space und Thales Alenia Space zusammengeschlossen, um in dem Programm in vollem Umfang von ihrem gemeinsamen Know-how profitieren zu können.</p>



<p>&#8222;Diese 117. und letzte Mission von Ariane 5 ist in mehrfacher Hinsicht symbolträchtig. Zum einen hat Ariane 5 zwei Telekommunikationssatelliten, SYRACUSE 4B und Heinrich-Hertz, für Frankreich und Deutschland, die beiden größten Beitragszahler des Ariane-Programms, in die Umlaufbahn gebracht“, erklärte Stéphane Israël, CEO von Arianespace. &#8222;Diese Mission demonstriert aber auch die Fähigkeit von Ariane 5, Doppelstarts durchzuführen, was stets ein Kernbestandteil ihres Erfolgs war: 197 Satelliten von den insgesamt im All platzierten 239 Satelliten wurden in die geostationäre Umlaufbahn gebracht. In ihrer Laufbahn hat Ariane 5 insgesamt 65 institutionelle und kommerzielle Kunden aus 30 Ländern bedient. Dieser Erfolg von Ariane 5 ebnet Ariane 6 den Weg in eine vielversprechende Zukunft.“</p>



<p>Dieser Start krönt auch die außergewöhnliche Karriere des HM7-Oberstufen-Triebwerks, das schon die erste Ariane 1 angetrieben hat und das auch bei der letzten Ariane 5 zum Einsatz kam. Es hat damit 228 Mal zum Antrieb der Ariane-Trägerrakete beigetragen, ohne jemals zu versagen, und war als Veteran der Raumfahrt ein Kernelement des europäischen Weltraum-Abenteuers. Bei Ariane 6 wird es durch das wiederzündbare Vinci-Triebwerk ersetzt.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/VA261Decollage027esacnesaspacecsg2k.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="Der letzte Ariane-5-Start wird beobachtet.(Bild: ESA-CNES-Arianespace/Optique video du CSG/P. Piron)" data-rl_caption="" title="Der letzte Ariane-5-Start wird beobachtet.(Bild: ESA-CNES-Arianespace/Optique video du CSG/P. Piron)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="260" height="368" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/VA261Decollage027esacnesaspacecsg26.jpg" alt="Der letzte Ariane-5-Start wird beobachtet.(Bild: ESA-CNES-Arianespace/Optique video du CSG/P. Piron)" class="wp-image-128706" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/VA261Decollage027esacnesaspacecsg26.jpg 260w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/VA261Decollage027esacnesaspacecsg26-212x300.jpg 212w" sizes="(max-width: 260px) 100vw, 260px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Der letzte Ariane-5-Start wird beobachtet.(Bild: ESA-CNES-Arianespace/Optique video du CSG/P. Piron)</figcaption></figure>



<p>&#8222;Ariane 5 nimmt nun ihren Platz in den Annalen der Weltraumgeschichte ein. Diese letzte erfolgreiche Mission beweist einmal mehr ihre extreme Zuverlässigkeit im Dienste der europäischen Autonomie und bringt eine außergewöhnliche Karriere zum Abschluss, die sich durch eine Reihe von technologischen und industriellen Errungenschaften auszeichnet. Ich teile die Emotionen aller Mitarbeiter der ArianeGroup, von Arianespace, den französischen und europäischen Raumfahrtagenturen CNES und ESA sowie aller unserer europäischen Partner, die im Laufe dieser 27 Jahre zum Erfolg der Mission beigetragen haben&#8220;, sagte Martin Sion, CEO der ArianeGroup. &#8222;Gemeinsam stellen wir uns nun den Herausforderungen an <a href="https://www.raumfahrer.net/?s=Ariane+6" data-wpel-link="internal">Ariane 6</a>, die von den mit Ariane 5 gesammelten Erfahrungen profitiert. Vor dem Hintergrund großer strategischer, wirtschaftlicher und ökologischer Herausforderungen wird Ariane 6 in der Lage sein, sich weiterzuentwickeln und eine wesentliche Rolle bei der Sicherung eines unabhängigen und nachhaltigen Zugangs zum Weltraum für Europa zu spielen und den Bedürfnissen institutioneller und kommerzieller Kunden gerecht zu werden.&#8220;</p>



<p>Ariane 6 absolviert derzeit in Europa und in Französisch-Guayana wichtige Etappen auf dem Weg zu ihrem Jungfernflug. Als noch vielseitigere und wettbewerbsfähigere Trägerrakete wird Ariane 6 ihre ersten Missionen mit einer rasanten Erhöhung der Produktionszyklen ausführen, um Europas institutionelle Missionen zu unterstützen und den schnell wachsenden Bedürfnissen des kommerziellen Marktes gerecht zu werden.</p>



<p>Die Schwerlastrakete Ariane 5 ist ein Programm der Europäischen Raumfahrtorganisation ESA, das in Kooperation von öffentlichen Institutionen und Industrie in zwölf europäischen Partnerstaaten durchgeführt wird.</p>



<p>ArianeGroup ist Hauptauftragnehmer für die Entwicklung und Produktion der Ariane-Trägerraketenfamilie. Von Ariane 5 bis zu Ariane 6 ist ArianeGroup für die Vorbereitung der Trägerrakete bis zu ihrem Start verantwortlich. ArianeGroup steht an der Spitze eines Netzwerks von über 600 Unternehmen, darunter 350 kleine und mittlere Unternehmen (KMU). ArianeGroup liefert auf der Startrampe eine flugtaugliche Trägerrakete an ihre Tochtergesellschaft Arianespace, die Ariane 5 vom Raumfahrtzentrum Guayana (CSG) in Französisch-Guayana aus vermarktet und betreibt. Während der Ariane-5-Startkampagnen arbeitet Arianespace eng mit der französischen Raumfahrtagentur CNES zusammen, die für die Konzeption der Trägerrakete, die Einrichtungen zur Vorbereitung der Satelliten sowie den Startplatz verantwortlich ist.</p>



<p><strong>Kennzahlen zum Start</strong><br>347. von Arianespace durchgeführter Start,<br>Mehr als 1150 von Arianespace gestartete Satelliten,<br>2. Arianespace-Start einer Ariane 5 im Jahr 2023,<br>Start erfolgte am 5. Juli 2023 um 19:00 Uhr Ortszeit (10:00 pm UTC) am europäischen Weltraumbahnhof Kourou (Französisch-Guayana),<br>117. Start einer Ariane 5 vom Weltraumbahnhof Kourou in Französisch-Guayana aus,<br>7680 kg Gesamtgewicht der Nutzlast beim Start dieser Mission,<br>91. und letzter Start in Folge mit planmäßigem Betrieb des Hauptstufentriebwerks Vulcain 2,<br>117. und letzter Start in Folge mit planmäßigem Betrieb der EAP-Feststoffbooster,<br>157. und letzter Start in Folge mit planmäßigem Betrieb des HM7B-Oberstufentriebwerks;</p>



<p><strong>Über Arianespace</strong><br>Arianespace erschließt den Weltraum zur Verbesserung der Lebensbedingungen auf der Erde und sichert seit 1980 den Zugang zu Weltraum-Transportdienstleistungen und -lösungen für alle Arten von Satelliten, institutionelle und kommerzielle, in alle Umlaufbahnen. Arianespace ist für die Vermarktung und den Betrieb der von der ESA entwickelten Trägerraketen der neuen Generation Ariane 6 und Vega C verantwortlich, bei deren Entwicklung ArianeGroup bzw. Avio industrieseitig Hauptauftragnehmer sind. Das Unternehmen mit Sitz in Évry bei Paris verfügt über eine Niederlassung im Raumfahrtzentrum Kourou in Französisch-Guayana sowie über lokale Vertretungen in Washington D.C, Tokio und Singapur. Arianespace ist eine Tochtergesellschaft von ArianeGroup, die 74 Prozent der Anteile hält. Die übrigen Anteile sind im Besitz von 15 weiteren Vertretern der europäischen Ariane- und Vega-Trägerraketenindustrie. ESA und CNES sind im Verwaltungsrat vertreten.</p>



<p><strong>Über ArianeGroup</strong><br>ArianeGroup ist Hauptauftragnehmer für zivile und militärische Trägerraketen-Systeme und verantwortlich für die Entwicklung und den gesamten Produktionsablauf der europäischen Trägerraketen Ariane 5 und Ariane 6, die von ihrer Tochtergesellschaft Arianespace vermarktet und betrieben werden. Außerdem ist sie für die Entwicklung, den Bau, die Integration und die Wartung der Raketen der französischen See-Streitkräfte zur nuklearen Abschreckung zuständig. Als weltweit anerkannter Spezialist für innovative und wettbewerbsfähige Lösungen beherrscht ArianeGroup die ganze Palette der fortschrittlichsten Antriebstechnologien und Anwendungen in der Raumfahrt. Über ihre Tochtergesellschaften stellt sie anderen Industriezweigen ihre Fachkompetenz in Ausrüstung, Service, Weltraumüberwachung und sicherheitsrelevanten Infrastrukturen zur Verfügung. ArianeGroup ist ein 50:50-Joint Venture von Airbus und Safran und beschäftigt mehr als 8.000 hochqualifizierte Mitarbeiter in Frankreich und Deutschland. Der konsolidierte Umsatz der Gruppe im Jahr 2022 belief sich auf 2,4 Milliarden Euro.</p>



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<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=3422.msg551445#msg551445" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Arianespace</a></li>
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		<title>Heinrich-Hertz-Mission kurz vor dem Start: Letzter Ariane-5-Flug bringt deutschen Kommunikationssatelliten ins All</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/heinrich-hertz-mission-kurz-vor-dem-start-letzter-ariane-5-flug-bringt-deutschen-kommunikationssatelliten-ins-all/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 15 Jun 2023 05:44:41 +0000</pubDate>
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<h4 class="wp-block-heading" id="am-16-juni-2023-soll-der-deutsche-heinrichhertzkommunikationssatellit-an-bord-der-letzten-ariane5rakete-starten-die-heinrichhertzmission-wird-von-der-deutschen-raumfahrtagentur-im-dlr-in-bonn-im-auftrag-des-bundesministeriums-fur-wirtschaft-und-klimaschutz-bmwk-und-unter-beteiligung-des-bundesministeriums-der-verteidigung-bmvg-gefuhrt-eine-pressemitteilung-des-deutschen-zentrums-fur-luft-und-raumfahrt-dlr--61ed8746-9778-49f9-96a6-643adbde6691">Am 16. Juni 2023 <strong>(Anm. d. Red.: Start verschoben!)</strong> soll der deutsche Heinrich-Hertz-Kommunikationssatellit an Bord der letzten Ariane-5-Rakete starten. Die Heinrich-Hertz-Mission wird von der Deutschen Raumfahrtagentur im DLR in Bonn im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) und unter Beteiligung des Bundesministeriums der Verteidigung (BMVg) geführt. Eine Pressemitteilung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR).</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Quelle: DLR 14. Juni 2023.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/HHaufZielposition.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Mit „Heinrich Hertz“ startet die Deutsche Raumfahrtagentur im DLR eine eigene nationale Kommunikationssatelliten-Mission, die nach mehr als 20 Jahren Abstinenz nationale Systemfähigkeiten auf diesem Gebiet wieder umfänglich demonstriert. Die Technologien an Bord sollen auf die künftigen Herausforderungen im Bereich der Satellitenkommunikation smart und flexibel reagieren und auch zukünftige Kommunikationsszenarien unterstützen können. Nach seinem Start soll der Satellit 15 Jahre lang in einer Höhe von rund 36.000 Kilometern auf einem geostationären Orbit – er befindet sich also immer über der gleichen Stelle der Erdoberfläche – kreisen. (Grafik: German Space Agency at DLR)" data-rl_caption="" title="Mit „Heinrich Hertz“ startet die Deutsche Raumfahrtagentur im DLR eine eigene nationale Kommunikationssatelliten-Mission, die nach mehr als 20 Jahren Abstinenz nationale Systemfähigkeiten auf diesem Gebiet wieder umfänglich demonstriert. Die Technologien an Bord sollen auf die künftigen Herausforderungen im Bereich der Satellitenkommunikation smart und flexibel reagieren und auch zukünftige Kommunikationsszenarien unterstützen können. Nach seinem Start soll der Satellit 15 Jahre lang in einer Höhe von rund 36.000 Kilometern auf einem geostationären Orbit – er befindet sich also immer über der gleichen Stelle der Erdoberfläche – kreisen. (Grafik: German Space Agency at DLR)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="600" height="338" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/HHaufZielposition60.jpg" alt="Mit „Heinrich Hertz“ startet die Deutsche Raumfahrtagentur im DLR eine eigene nationale Kommunikationssatelliten-Mission, die nach mehr als 20 Jahren Abstinenz nationale Systemfähigkeiten auf diesem Gebiet wieder umfänglich demonstriert. Die Technologien an Bord sollen auf die künftigen Herausforderungen im Bereich der Satellitenkommunikation smart und flexibel reagieren und auch zukünftige Kommunikationsszenarien unterstützen können. Nach seinem Start soll der Satellit 15 Jahre lang in einer Höhe von rund 36.000 Kilometern auf einem geostationären Orbit – er befindet sich also immer über der gleichen Stelle der Erdoberfläche – kreisen. (Grafik: German Space Agency at DLR)" class="wp-image-127813" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/HHaufZielposition60.jpg 600w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/HHaufZielposition60-300x169.jpg 300w" sizes="(max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Mit „Heinrich Hertz“ startet die Deutsche Raumfahrtagentur im DLR eine eigene nationale Kommunikationssatelliten-Mission, die nach mehr als 20 Jahren Abstinenz nationale Systemfähigkeiten auf diesem Gebiet wieder umfänglich demonstriert. Die Technologien an Bord sollen auf die künftigen Herausforderungen im Bereich der Satellitenkommunikation smart und flexibel reagieren und auch zukünftige Kommunikationsszenarien unterstützen können. Nach seinem Start soll der Satellit 15 Jahre lang in einer Höhe von rund 36.000 Kilometern auf einem geostationären Orbit – er befindet sich also immer über der gleichen Stelle der Erdoberfläche – kreisen. (Grafik: German Space Agency at DLR)</figcaption></figure>



<p>14. Juni 2023 &#8211; Am 16. Juni 2023 ist es soweit: Die letzte europäische Ariane-5-Trägerrakete soll voraussichtlich um 23:26 Uhr MESZ (18:26 Uhr Ortszeit) vom europäischen Weltraumbahnhof Kourou in Französisch-Guyana starten und den deutschen Kommunikationssatelliten „Heinrich-Hertz“ und den französischen Militärsatelliten „SYRACUS IVB“ ins All bringen. Der 117. Ariane-5-Flug VA261 wird den Heinrich-Hertz-Satelliten im sogenannten Geotransferorbit aussetzen. Von dort aus wird der Satellit dann mit seinen eigenen Triebwerken den Weg in den Geostationären Orbit antreten und seine Zielposition auf 0,5° Ost voraussichtlich Anfang Juli 2023 erreichen.</p>



<p>Heinrich Hertz wird dann in einer Höhe von rund 36.000 Kilometern in der Äquatorebene angekommen sein und immer über derselben Stelle der Erdoberfläche „stehen“. Diese befindet sich etwas südlich von Ghana im atlantischen Ozean. Die Heinrich-Hertz-Mission wird von der Deutschen Raumfahrtagentur im DLR im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) und unter Beteiligung des Bundesministeriums der Verteidigung (BMVg) geführt.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/HHwirdaufSYRACUSIVBgesetzt.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="Der Heinrich-Hertz-Satellit wurde auf den für Doppelstarts notwendigen Nutzlastadapter SYLDA montiert und mit der Nutzlastverkleidung – der sogenannten Fairing – verkapselt. Danach „schwebte“ dieser oberste Teil – das sogenannte „Upper Composite“ – zur restlichen Rakete, wo dieser Teil dem zweiten „Gast“ des letzten Ariane-5-Fluges „übergestülpt“ wurde. Heinrich-Hertz wird dann gemeinsam mit SYRACUS IVB in den Weltraum starten. Zuerst wird der deutsche Kommunikationssatellit ausgesetzt, woraufhin der französische kurz darauf folgt. (Foto: ESA-CNES-Arianespace/Optique video ou CSG - JM Guillon)" data-rl_caption="" title="Der Heinrich-Hertz-Satellit wurde auf den für Doppelstarts notwendigen Nutzlastadapter SYLDA montiert und mit der Nutzlastverkleidung – der sogenannten Fairing – verkapselt. Danach „schwebte“ dieser oberste Teil – das sogenannte „Upper Composite“ – zur restlichen Rakete, wo dieser Teil dem zweiten „Gast“ des letzten Ariane-5-Fluges „übergestülpt“ wurde. Heinrich-Hertz wird dann gemeinsam mit SYRACUS IVB in den Weltraum starten. Zuerst wird der deutsche Kommunikationssatellit ausgesetzt, woraufhin der französische kurz darauf folgt. (Foto: ESA-CNES-Arianespace/Optique video ou CSG - JM Guillon)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="600" height="338" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/HHwirdaufSYRACUSIVBgesetzt60.jpg" alt="Der Heinrich-Hertz-Satellit wurde auf den für Doppelstarts notwendigen Nutzlastadapter SYLDA montiert und mit der Nutzlastverkleidung – der sogenannten Fairing – verkapselt. Danach „schwebte“ dieser oberste Teil – das sogenannte „Upper Composite“ – zur restlichen Rakete, wo dieser Teil dem zweiten „Gast“ des letzten Ariane-5-Fluges „übergestülpt“ wurde. Heinrich-Hertz wird dann gemeinsam mit SYRACUS IVB in den Weltraum starten. Zuerst wird der deutsche Kommunikationssatellit ausgesetzt, woraufhin der französische kurz darauf folgt. (Foto: ESA-CNES-Arianespace/Optique video ou CSG - JM Guillon)" class="wp-image-127818" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/HHwirdaufSYRACUSIVBgesetzt60.jpg 600w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/HHwirdaufSYRACUSIVBgesetzt60-300x169.jpg 300w" sizes="(max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Der Heinrich-Hertz-Satellit wurde auf den für Doppelstarts notwendigen Nutzlastadapter SYLDA montiert und mit der Nutzlastverkleidung – der sogenannten Fairing – verkapselt. Danach „schwebte“ dieser oberste Teil – das sogenannte „Upper Composite“ – zur restlichen Rakete, wo dieser Teil dem zweiten „Gast“ des letzten Ariane-5-Fluges „übergestülpt“ wurde. Heinrich-Hertz wird dann gemeinsam mit SYRACUS IVB in den Weltraum starten. Zuerst wird der deutsche Kommunikationssatellit ausgesetzt, woraufhin der französische kurz darauf folgt. (Foto: ESA-CNES-Arianespace/Optique video ou CSG &#8211; JM Guillon)</figcaption></figure>



<p>„Mit dem letzten Start einer Ariane-5-Rakete geht eine Ära im Trägersektor zu Ende, während eine neue in der deutschen Satellitenkommunikation beginnt. Denn die Heinrich-Hertz-Mission versetzt die deutsche Industrie in die Lage, sich im internationalen Wettbewerb in der Telekommunikation auf Augenhöhe zu behaupten. Mit der Systemfähigkeit im hart umkämpften Markt der Kommunikationssatelliten geht Deutschland einen entscheidenden Schritt, eigene Programme in diesem Sektor zu gestalten und sich für eine federführende Rolle in europäischen Programmen wie der Konnektivitäts-Initiative IRIS² zu qualifizieren“, betont Dr. Walther Pelzer, DLR-Vorstand und Leiter der Deutschen Raumfahrtagentur im DLR.</p>



<p><strong>Heinrich-Hertz-Mission – Schub für den Raumfahrtstandort Deutschland</strong><br>Die Heinrich-Hertz-Mission gibt dem Telekommunikations-Satellitenmarkt im Technologiestandort Deutschland einen deutlichen Schub: Hauptauftragnehmer und Systemintegrator ist die OHB System-AG in Bremen, für die Nutzlastintegration zeichnet die TESAT GmbH &amp; Co. KG in Backnang verantwortlich. Darüber hinaus wurden 40 weitere Industrie- und Forschungspartner involviert. Von der Entwicklung dieses Zulieferökosystems profitiert die Raumfahrtökonomie am Standort Deutschland in ihrer ganzen Vielfalt.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ReisedesHHSatelliten12.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="Der Heinrich-Hertz-Satellit startet mit dem letzten Ariane-5-Flug vom europäischen Weltraumbahnhof in Kourou (1). Nach circa 30 Minuten Flug trennen sich die Oberstufe und der Satellit. Heinrich-Hertz wird in einer Höhe von 250 bis 300 Kilometern ausgesetzt. Die Nutzlastverkleidungsschalen der Ariane driften im Hintergrund davon (2). Die Oberstufe mitsamt der Trennstruktur SYLDA und dem Satelliten wird abgesprengt. Der Satellit taumelt noch leicht (3). Ein Solarsegel (von insgesamt dreien) auf jeder Seite wird ausgeklappt – die Energieerzeugung beginnt (4). Auf der Erde gibt es insgesamt sieben Bodenstationen, die alle versuchen Heinrich-Hertz zu erreichen. Die Antennen an Front und Rückseite des Satelliten empfangen das Signal einer Bodenstation (5). Wenn er erreicht wurde, beginnt die erste Zündung der chemischen Triebwerke. Alle kurzen, chemischen Burns (6-9) erfolgen vom weit entferntesten Punkt der Erde und formen die stark elliptische Bahn in die geostationäre Kreisbahn um. Erst im korrekten Orbit werden alle Solarpaneele ausgeklappt (10) und das Ionentriebwerk eingeschaltet. Dieses Triebwerk wird später auch zur Kurskorrektur genutzt, die circa einmal pro Woche über diese Ionentriebwerke erfolgen wird (11). Die Kommandos an den den Satelliten werden dann aus dem Kontrollzentrum in Bonn kommen (12). Heinrich-Hertz wird dann betriebsbereit sein. (Grafik: German Space Agency at DLR)" data-rl_caption="" title="Der Heinrich-Hertz-Satellit startet mit dem letzten Ariane-5-Flug vom europäischen Weltraumbahnhof in Kourou (1). Nach circa 30 Minuten Flug trennen sich die Oberstufe und der Satellit. Heinrich-Hertz wird in einer Höhe von 250 bis 300 Kilometern ausgesetzt. Die Nutzlastverkleidungsschalen der Ariane driften im Hintergrund davon (2). Die Oberstufe mitsamt der Trennstruktur SYLDA und dem Satelliten wird abgesprengt. Der Satellit taumelt noch leicht (3). Ein Solarsegel (von insgesamt dreien) auf jeder Seite wird ausgeklappt – die Energieerzeugung beginnt (4). Auf der Erde gibt es insgesamt sieben Bodenstationen, die alle versuchen Heinrich-Hertz zu erreichen. Die Antennen an Front und Rückseite des Satelliten empfangen das Signal einer Bodenstation (5). Wenn er erreicht wurde, beginnt die erste Zündung der chemischen Triebwerke. Alle kurzen, chemischen Burns (6-9) erfolgen vom weit entferntesten Punkt der Erde und formen die stark elliptische Bahn in die geostationäre Kreisbahn um. Erst im korrekten Orbit werden alle Solarpaneele ausgeklappt (10) und das Ionentriebwerk eingeschaltet. Dieses Triebwerk wird später auch zur Kurskorrektur genutzt, die circa einmal pro Woche über diese Ionentriebwerke erfolgen wird (11). Die Kommandos an den den Satelliten werden dann aus dem Kontrollzentrum in Bonn kommen (12). Heinrich-Hertz wird dann betriebsbereit sein. (Grafik: German Space Agency at DLR)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="600" height="351" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ReisedesHHSatelliten60.jpg" alt="Der Heinrich-Hertz-Satellit startet mit dem letzten Ariane-5-Flug vom europäischen Weltraumbahnhof in Kourou (1). Nach circa 30 Minuten Flug trennen sich die Oberstufe und der Satellit. Heinrich-Hertz wird in einer Höhe von 250 bis 300 Kilometern ausgesetzt. Die Nutzlastverkleidungsschalen der Ariane driften im Hintergrund davon (2). Die Oberstufe mitsamt der Trennstruktur SYLDA und dem Satelliten wird abgesprengt. Der Satellit taumelt noch leicht (3). Ein Solarsegel (von insgesamt dreien) auf jeder Seite wird ausgeklappt – die Energieerzeugung beginnt (4). Auf der Erde gibt es insgesamt sieben Bodenstationen, die alle versuchen Heinrich-Hertz zu erreichen. Die Antennen an Front und Rückseite des Satelliten empfangen das Signal einer Bodenstation (5). Wenn er erreicht wurde, beginnt die erste Zündung der chemischen Triebwerke. Alle kurzen, chemischen Burns (6-9) erfolgen vom weit entferntesten Punkt der Erde und formen die stark elliptische Bahn in die geostationäre Kreisbahn um. Erst im korrekten Orbit werden alle Solarpaneele ausgeklappt (10) und das Ionentriebwerk eingeschaltet. Dieses Triebwerk wird später auch zur Kurskorrektur genutzt, die circa einmal pro Woche über diese Ionentriebwerke erfolgen wird (11). Die Kommandos an den den Satelliten werden dann aus dem Kontrollzentrum in Bonn kommen (12). Heinrich-Hertz wird dann betriebsbereit sein. (Grafik: German Space Agency at DLR)" class="wp-image-127821" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ReisedesHHSatelliten60.jpg 600w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ReisedesHHSatelliten60-300x176.jpg 300w" sizes="(max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Der Heinrich-Hertz-Satellit startet mit dem letzten Ariane-5-Flug vom europäischen Weltraumbahnhof in Kourou (1). Nach circa 30 Minuten Flug trennen sich die Oberstufe und der Satellit. Heinrich-Hertz wird in einer Höhe von 250 bis 300 Kilometern ausgesetzt. Die Nutzlastverkleidungsschalen der Ariane driften im Hintergrund davon (2). Die Oberstufe mitsamt der Trennstruktur SYLDA und dem Satelliten wird abgesprengt. Der Satellit taumelt noch leicht (3). Ein Solarsegel (von insgesamt dreien) auf jeder Seite wird ausgeklappt – die Energieerzeugung beginnt (4). Auf der Erde gibt es insgesamt sieben Bodenstationen, die alle versuchen Heinrich-Hertz zu erreichen. Die Antennen an Front und Rückseite des Satelliten empfangen das Signal einer Bodenstation (5). Wenn er erreicht wurde, beginnt die erste Zündung der chemischen Triebwerke. Alle kurzen, chemischen Burns (6-9) erfolgen vom weit entferntesten Punkt der Erde und formen die stark elliptische Bahn in die geostationäre Kreisbahn um. Erst im korrekten Orbit werden alle Solarpaneele ausgeklappt (10) und das Ionentriebwerk eingeschaltet. Dieses Triebwerk wird später auch zur Kurskorrektur genutzt, die circa einmal pro Woche über diese Ionentriebwerke erfolgen wird (11). Die Kommandos an den Satelliten werden dann aus dem Kontrollzentrum in Bonn kommen (12). Heinrich-Hertz wird dann betriebsbereit sein. (Grafik: German Space Agency at DLR)</figcaption></figure>



<p>Darüber hinaus sind zahlreiche europäische Firmen am Projekt beteiligt. Die Erkenntnisse aus der Heinrich-Hertz-Mission können zusammen mit anderen technologischen Entwicklungen auch auf kleinere, tieffliegende Satelliten übertragen werden, die kostengünstig und in Serienfertigung hergestellt werden. Auch im Bereich sogenannter smarter Satelliten ist die Heinrich-Hertz-Mission ein wichtiger Schritt. Die Ergebnisse der Mission können dazu beitragen, die Flexibilisierung und Digitalisierung der Satellitenkommunikationstechnologie weiter voranzutreiben und für aktuelle Themen wie Künstliche Intelligenz, Quantenkommunikation und flexible Antennentechnologie der Megakonstellationen vorbereiten.</p>



<p><strong>Ariane 5 – eine Legende geht in den Ruhestand</strong><br>Was mit dem Start der Heinrich-Hertz-Mission endet, hatte 27 Jahre zuvor begonnen: Am 4. Juni 1996 schlug mit dem ersten Start die Geburtsstunde der Ariane 5. War der erste Flug noch ein Fehlstart, entwickelte sich die Ariane 5 in den folgenden 27 Jahren zu einer der zuverlässigsten und sichersten Trägerraketen mit bislang 111 erfolgreichen Starts von 117 insgesamt. Damit war Ariane 5 fast drei Dekaden lang die Garantie für Europas eigenständigen Zugang zum Weltraum: Mit dem Start der Weltraumteleskope XMM Newton (1999) sowie Herschel und Planck (2009) konnte die Erforschung des Ursprungs und Entwicklung des Universums maßgeblich vorangetrieben werden.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/HHundseinEinsatzgebiet.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="Der Heinrich-Hertz-Satellit wird seine Zielposition im Geostationären Orbit auf 0,5° Ost voraussichtlich Anfang Juli 2023 erreichen. Heinrich-Hertz wird dann in einer Höhe von rund 36.000 Kilometern in der Äquatorebene angekommen sein und immer über derselben Stelle der Erdoberfläche „stehen“. Diese befindet sich etwas südlich von Ghana im atlantischen Ozean. Von dort aus wird der Satellit seine Signale in Richtung Bodenstationen senden. Mit der Heinrich-Hertz-Mission sollen neue Technologien im Weltall unter realen Einsatzbedingungen erprobt werden. Darüber hinaus werden Experimente zur Kommunikations-, Antennen- und Satellitentechnik durchgeführt. (Grafik: German Space Agency at DLR)" data-rl_caption="" title="Der Heinrich-Hertz-Satellit wird seine Zielposition im Geostationären Orbit auf 0,5° Ost voraussichtlich Anfang Juli 2023 erreichen. Heinrich-Hertz wird dann in einer Höhe von rund 36.000 Kilometern in der Äquatorebene angekommen sein und immer über derselben Stelle der Erdoberfläche „stehen“. Diese befindet sich etwas südlich von Ghana im atlantischen Ozean. Von dort aus wird der Satellit seine Signale in Richtung Bodenstationen senden. Mit der Heinrich-Hertz-Mission sollen neue Technologien im Weltall unter realen Einsatzbedingungen erprobt werden. Darüber hinaus werden Experimente zur Kommunikations-, Antennen- und Satellitentechnik durchgeführt. (Grafik: German Space Agency at DLR)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="600" height="338" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/HHundseinEinsatzgebiet60.jpg" alt="Der Heinrich-Hertz-Satellit wird seine Zielposition im Geostationären Orbit auf 0,5° Ost voraussichtlich Anfang Juli 2023 erreichen. Heinrich-Hertz wird dann in einer Höhe von rund 36.000 Kilometern in der Äquatorebene angekommen sein und immer über derselben Stelle der Erdoberfläche „stehen“. Diese befindet sich etwas südlich von Ghana im atlantischen Ozean. Von dort aus wird der Satellit seine Signale in Richtung Bodenstationen senden. Mit der Heinrich-Hertz-Mission sollen neue Technologien im Weltall unter realen Einsatzbedingungen erprobt werden. Darüber hinaus werden Experimente zur Kommunikations-, Antennen- und Satellitentechnik durchgeführt. (Grafik: German Space Agency at DLR)" class="wp-image-127816" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/HHundseinEinsatzgebiet60.jpg 600w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/HHundseinEinsatzgebiet60-300x169.jpg 300w" sizes="(max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Der Heinrich-Hertz-Satellit wird seine Zielposition im Geostationären Orbit auf 0,5° Ost voraussichtlich Anfang Juli 2023 erreichen. Heinrich-Hertz wird dann in einer Höhe von rund 36.000 Kilometern in der Äquatorebene angekommen sein und immer über derselben Stelle der Erdoberfläche „stehen“. Diese befindet sich etwas südlich von Ghana im atlantischen Ozean. Von dort aus wird der Satellit seine Signale in Richtung Bodenstationen senden. Mit der Heinrich-Hertz-Mission sollen neue Technologien im Weltall unter realen Einsatzbedingungen erprobt werden. Darüber hinaus werden Experimente zur Kommunikations-, Antennen- und Satellitentechnik durchgeführt. (Grafik: German Space Agency at DLR)</figcaption></figure>



<p>Ariane 5 hat mit Rosetta und Philae (2004) die Mission ins All gebracht, mit der zum ersten Mal überhaupt in der Geschichte eine weiche Landung auf einem Kometen geglückt ist. Die Beförderung der europäischen Raumtransporter ATV 1-5 (Automated Transfer Vehicle) hat von 2008 bis 2015 die Versorgung der Internationalen Raumstation sichergestellt und damit auch zu Europas Beteiligung im Artemis-Programm beigetragen. Zudem hat Ariane 5 am 14. April 2023 die erste ESA-Großmission JUICE auf Kurs zum Jupiter und seinen Eismonden gebracht. Doch nicht nur institutionelle Starts hat das Zugpferd der europäischen Raumfahrt ins All geschickt. Fast 150 kommerzielle Satelliten sowie zwölf Galileo-Satelliten wurden mit der Ariane 5 sicher und zuverlässig im Weltraum ausgesetzt.</p>



<p>„Ariane 5 ist die erfolgreichste europäische Trägerrakete: Das macht der Start des James Webb-Weltraumteleskops in besonderem Maße deutlich. Die NASA hat uns Europäern anvertraut, das größte und teuerste Weltraumteleskop aller Zeiten zu starten. Und Ariane 5 hat James Webb so zielgenau ausgesetzt, dass das Teleskop deutlich weniger eigenen Treibstoff benötigte, um seine Zielposition zu erreichen. Dadurch wird es möglich, dass Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler nun deutlich länger als die geplanten zehn Jahre mit dem Teleskop Messungen durchführen können. Um diese Erfolgsgeschichte der Ariane-Träger fortzuschreiben und den Zugang Europas zum Weltraum zu erhalten, müssen wir jetzt schnellstmöglich in den Ariane-6-Betrieb kommen“, betont Walther Pelzer.</p>



<p><strong>Ariane – eine europäische Rakete mit deutschen Wurzeln</strong><br>Die Geschichte der europäischen Ariane-Raketen ist auch eine deutsche Erfolgsgeschichte: ArianeGroup in Bremen hat die Verantwortung für den Bau aller Ariane-5-Oberstufen. Dort findet auch ein Teil der Produktion und Integration der Stufen inklusive der Vehicle Equipment Bay (VEB), in der auch der Bordcomputer untergebracht ist, statt. ArianeGroup in Ottobrunn liefert mit den Schubkammern und weiteren Antriebstechnologien das „Herzstück“ für die Haupt- und Oberstufentriebwerke. Die Firma MT Aerospace in Augsburg baut wesentliche Strukturelemente wie zum Beispiel Tankdome und Boostergehäuse. Das DLR-Institut für Raketenantriebe in Lampoldshausen ist einer von zwei Standorten in Europa, wo die Flüssigtriebwerke der Ariane 5 und Ariane 6 auf Herz- und Nieren getestet werden. Weiter gibt es zahlreiche deutsche Zulieferer und Unterauftragnehmer.</p>



<p><strong>Die Heinrich-Hertz-Mission und ihre Partner</strong><br>Mit der Heinrich-Hertz-Mission startet erstmals ein eigener deutscher Kommunikationssatellit zur Erforschung und Erprobung neuer Technologien und Kommunikationsszenarien. Die Mission leistet damit auch einen Beitrag für die Informationsgesellschaft in Deutschland. Die Heinrich-Hertz-Mission wird von der Deutschen Raumfahrtagentur im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Bonn im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) und unter Beteiligung des Bundesministeriums der Verteidigung (BMVg) geführt. Mit der Entwicklung und dem Bau des Satelliten wurde die OHB-System AG beauftragt. An der Entwicklung und dem Test des Satelliten sind zudem die Firmen IABG GmbH, MDA AG und TESAT GmbH &amp; Co. KG beteiligt. Das Bodensegment mit dem Kontrollzentrum in Bonn wird von der OHB Digital Connect in Zusammenarbeit mit der Firma CGI verantwortet. Die Standorte für die neuen Bodenstationen befinden sich in Hürth (Nordrhein-Westfalen) und Neustrelitz (Mecklenburg-Vorpommern). Für den Start der Mission an Bord der Ariane-5-Trägerrakete (VA261) ist Arianespace verantwortlich. An der Mission sind insgesamt 42 Partner beteiligt – davon 14 an der wissenschaftlichen Nutzlast.</p>



<p>Der Start des Heinrich-Hertz-Satelliten auf Ariane 5 kann am 16. Juni 2023 ab 22:36 Uhr live bei Arianespace auf YouTube verfolgt werden.</p>



<p><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=9064.msg550381#msg550381" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Syracuse-4B und Heinrich Hertz auf Ariane 5 ECA+ von Kourou</a></li>
</ul>
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		<title>DLR: Erste deutsche Kleinsatellitenkonferenz in Berlin: Zukunftsmarkt Kleinsatelliten</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/dlr-erste-deutsche-kleinsatellitenkonferenz-in-berlin-zukunftsmarkt-kleinsatelliten/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 06 Dec 2022 13:54:42 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Kleinsatelliten (Satelliten mit einem Gewicht bis zu 500 Kilogramm) sind vielfältig und flexibel einsetzbar – für Telekommunikationsleistungen, die Erdbeobachtung und Klimaforschung oder die Erprobung neuer Technologien im All. Sie können in größeren Stückzahlen und damit günstiger und schneller als herkömmliche Satelliten produziert werden und eröffnen damit vielfältige neue Möglichkeiten für kommerzielle Dienste und Wissenschaft. Sie [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Kleinsatelliten (Satelliten mit einem Gewicht bis zu 500 Kilogramm) sind vielfältig und flexibel einsetzbar – für Telekommunikationsleistungen, die Erdbeobachtung und Klimaforschung oder die Erprobung neuer Technologien im All. Sie können in größeren Stückzahlen und damit günstiger und schneller als herkömmliche Satelliten produziert werden und eröffnen damit vielfältige neue Möglichkeiten für kommerzielle Dienste und Wissenschaft. Sie gelten daher als einer der wesentlichen Motoren des dynamischen Zukunftsmarkts Raumfahrt, insbesondere im Hinblick auf den Bereich New Space, also die Kommerzialisierung der Raumfahrt. Eine Pressemitteilung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR).</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Quelle: DLR 6. Dezember 2022.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/podiumsdiskussionauftaktkleinsatkonfdlr.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Podiumsdiskussion zum Auftakt der Kleinsatellitenkonferenz. (Bild: DLR)" data-rl_caption="" title="Podiumsdiskussion zum Auftakt der Kleinsatellitenkonferenz. (Bild: DLR)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/podiumsdiskussionauftaktkleinsatkonfdlr600.jpg" alt=""/></a><figcaption class="wp-element-caption">Podiumsdiskussion zum Auftakt der Kleinsatellitenkonferenz. (Bild: DLR)</figcaption></figure>



<p>6. Dezember 2022 &#8211; Um die deutsche Raumfahrtindustrie zu stärken und KMUs (kleine und mittlere Unternehmen) und insbesondere Start-ups im Bereich Kleinsatelliten zu fördern, hat die Bundesregierung die „Kleinsatelliten-Initiative“ ins Leben gerufen. Hierfür hat der Bundestag für 2022 insgesamt 10 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Am 6. Dezember 2022 trafen sich Vertreterinnen und Vertreter aus Industrie, Forschung und Politik in Berlin, um zu diskutieren, wie das Thema „Kleinsatelliten in Deutschland“ auch im Rahmen der neuen Raumfahrtstrategie des Bundes gestaltet werden kann. Auf der von der Deutschen Raumfahrtagentur im DLR und dem Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) veranstalteten Konferenz wurden auch die Gewinner des Mikrolauncher-Nutzlast-Wettbewerbs der Deutschen Raumfahrtagentur ausgezeichnet.</p>



<p><strong>Die nationale Kleinsatelliten-Initiative: Förderung von Kommerzialisierung und Forschung</strong><br>Kleinsatelliten (Satelliten mit einem Gewicht bis zu 500 Kilogramm) sind vielfältig und flexibel einsetzbar – für Telekommunikationsleistungen, die Erdbeobachtung und Klimaforschung oder die Erprobung neuer Technologien im All. Sie können in größeren Stückzahlen und damit günstiger und schneller als herkömmliche Satelliten produziert werden und eröffnen damit vielfältige neue Möglichkeiten für kommerzielle Dienste und Wissenschaft. Kleinsatelliten gelten daher als einer der wesentlichen Motoren des dynamischen Zukunftsmarkts Raumfahrt, insbesondere im Hinblick auf den Bereich New Space, also die Kommerzialisierung der Raumfahrt.</p>



<p>Dazu erläutert Dr. Anna Christmann (MdB), die Koordinatorin der Bundesregierung für Luft- und Raumfahrt: „Neue Raumfahrtanwendungen mittels Kleinsatelliten bieten enormes Potential für ein besseres Leben auf dem Planeten und eine intakte Umwelt. Durch die bessere Kosteneffizienz und den geringeren Ressourceneinsatz ermöglichen Kleinsatelliten deutlich mehr Datenerfassung aus dem All und damit mehr sogenannte Downstream-Anwendungen. Jetzt gilt es, mit der Kleinsatellitenstrategie den Markt für diese Technologie in Deutschland und Europa aufzubauen. Dafür bringen wir alle Akteure aus Wissenschaft, Start-ups, KMUs und Industrie zusammen.“</p>



<p>Die weitere Stärkung des Standorts Deutschland im Segment Kleinsatelliten soll über ein Programm mit mehreren Schwerpunkten erfolgen. Dazu zählen die Durchführung von Wettbewerben für die Entwicklung neuer Kleinsatellitenplattformen und für günstige Mitfluggelegenheiten, die gezielte Förderung von Kleinsatellitentechnologien an Hochschulen und KMUs sowie Start-ups und die Verbesserung des Technologietransfers aus Forschungsinstituten und Hochschulen in die Industrie. Zudem sollen regelmäßig Missionen für die Technologieerprobung im All durchgeführt werden. Mit dem zunehmenden Bedarf an Kleinsatelliten treten auch der Aufbau von Kapazitäten für die Serienproduktion und die Entwicklung von Technologien zur Vermeidung von Weltraumschrott in den Vordergrund sowie die Weltraumqualifizierung von bereits existierenden „EEE“-Bauteilen (elektrische, elektronische und elektromechanische Bauteile, zum Beispiel aus der Automobilindustrie).</p>



<p><strong>Mikrolauncher-Nutzlastwettbewerb: Mitfluggelegenheit für Kleinsatelliten</strong><br>„Technologische Exzellenz einerseits und kosteneffiziente Wertschöpfungsprozesse andererseits sind die Basis, um sich im dynamisch wachsenden Markt der Kleinsatelliten gut zu positionieren. Start-ups und KMU spielen dabei aufgrund ihrer Agilität eine wesentliche Rolle“, betont Dr. Walther Pelzer, DLR-Vorstand und Leiter der Deutschen Raumfahrtagentur. „Die verlässliche Aussicht auf öffentliche Aufträge hilft vor allem jungen Unternehmen, ihre Finanzierung zu sichern. Hier sind unsere Mikrolauncher- und Nutzlastwettbewerbe zentrale Bausteine“, ergänzt Pelzer mit Blick auf die Rolle des Staates als Ankerkunde.</p>



<p>Während der Konferenz in Berlin wurden auch die 17 Gewinner des DLR-Nutzlastwettbewerbs bekanntgegeben, deren Kleinsatellitentechnologien auf den Mikrolaunchern (kleinen Trägerraketen) der Raumfahrt-Unternehmen Isar Aerospace Technologies GmbH und Rocket Factory Augsburg AG eine kostenlose Mitfluggelegenheit erhalten. Bewerben konnten sich Firmen, Hochschulen und Forschungseinrichtungen aus Deutschland und Europa, die einen oder mehrere Kleinsatelliten für wissenschaftliche oder kommerzielle Missionen sowie zur Technologieerprobung im All starten wollen. Weitere Informationen zu den Gewinnern gibt es <a href="https://web.archive.org/web/20221207041734/https://www.dlr.de/rd/desktopdefault.aspx/tabid-18765/30054_read-80790/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">dort</a>.</p>



<p>Der Nutzlast-Wettbewerb ist eingebettet in den Mikrolauncher-Wettbewerb der Deutschen Raumfahrtagentur im DLR. Ziel dieses Programms ist es, die Kommerzialisierung der europäischen Raumfahrt voranzutreiben und die Autonomie und Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen und Forschungseinrichtungen, insbesondere im Bereich der kleineren Nutzlasten, zu verbessern.</p>



<p>Die deutschen Start-Ups Isar Aerospace Technologies GmbH (Trägerrakete Spectrum), Rocket Factory Augsburg AG (RFA One) sowie die HyImpulse Technologies GmbH (SL1) konnten sich in verschiedenen Phasen des Mikrolauncher-Wettbewerbs durchsetzen. Die beiden Raketen Spectrum und RFA One wurden für die Durchführung der insgesamt vier Missionen ausgewählt. Sie sind mit nur 28 beziehungsweise 30 Metern Länge und zwei Metern Durchmesser auf den Transport von Nutzlasten bis zu 1,5 Tonnen Gewicht ausgelegt und eignen sich damit ideal für den Start von Kleinsatelliten.</p>



<p><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=3365.msg541528#msg541528" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">DLR</a></li>
</ul>
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		<title>DLR: EnMAP – Start frei für die Wissenschaft</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/dlr-enmap-start-frei-fuer-die-wissenschaft/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 02 Nov 2022 19:25:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Am 2. November 2022 hat die deutsche Umweltmission EnMAP ihre Testphase abgeschlossen und ist in den Routinebetrieb gestartet. Die Mission wird von der Deutschen Raumfahrtagentur im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Bonn im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) geführt. Nutzer können ab sofort auf das stetig wachsende EnMAP-Datenarchiv zugreifen [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/dlr-enmap-start-frei-fuer-die-wissenschaft/" data-wpel-link="internal">DLR: EnMAP – Start frei für die Wissenschaft</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
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<h4 class="wp-block-heading" id="am-2-november-2022-hat-die-deutsche-umweltmission-enmap-ihre-testphase-abgeschlossen-und-ist-in-den-routinebetrieb-gestartet-die-mission-wird-von-der-deutschen-raumfahrtagentur-im-deutschen-zentrum-fur-luft-und-raumfahrt-dlr-in-bonn-im-auftrag-des-bundesministeriums-fur-wirtschaft-und-klimaschutz-bmwk-gefuhrt-nutzer-konnen-ab-sofort-auf-das-stetig-wachsende-enmapdatenarchiv-zugreifen-und-beobachtungsantrage-stellen-die-enmapmission-stellt-die-daten-kostenfrei-zur-verfugung-eine-pressemitteilung-des-deutschen-zentrums-fur-luft-und-raumfahrt-dlr--6611b811-edea-4997-bd12-0ce784174996">Am 2. November 2022 hat die deutsche Umweltmission EnMAP ihre Testphase abgeschlossen und ist in den Routinebetrieb gestartet. Die Mission wird von der Deutschen Raumfahrtagentur im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Bonn im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) geführt. Nutzer können ab sofort auf das stetig wachsende EnMAP-Datenarchiv zugreifen und Beobachtungsanträge stellen. Die EnMAP-Mission stellt die Daten kostenfrei zur Verfügung. Eine Pressemitteilung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR).</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Quelle: DLR 2. November 2022.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/EnMAPArtDLROHB2k.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Illustration des fliegenden Satelliten EnMAP. (Bild: DLR/OHB)" data-rl_caption="" title="Illustration des fliegenden Satelliten EnMAP. (Bild: DLR/OHB)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/EnMAPArtDLROHB26.jpg" alt=""/></a><figcaption class="wp-element-caption">Illustration des fliegenden Satelliten EnMAP. (Bild: DLR/OHB)</figcaption></figure>



<p>2. November 2022 &#8211; Seit seinem Start vor sieben Monaten hat der deutsche Umweltsatellit EnMAP (Environmental Mapping and Analysis Program) fleißig Daten gesammelt. Mehr als 11,4 Millionen Quadratkilometer unserer Erdoberfläche hat er aus circa 650 Kilometern Entfernung mit seinen 242 Spektralkanälen aufgenommen &#8211; eine Fläche größer als Europa. Doch diese Daten wurden noch nicht für die Wissenschaft erhoben. Sie wurden gebraucht, um das Hyperspectral Imager (HSI) Instrument optimal für den wissenschaftlichen Betrieb einzustellen und die Qualität der Daten zu überprüfen.</p>



<p>&#8222;EnMAP hat uns bereits in seiner sogenannten Kommissionierungsphase erstklassige Aufnahmen von herausragender Qualität von unserem Planeten geliefert. Wir freuen uns, dass wir diese Testphase im Oktober erfolgreich abschließen konnten und nun in den Routinebetrieb starten. Wir dürfen schon sehr darauf gespannt sein, welche neuen, spannenden Erkenntnisse die Wissenschaft in den kommenden Dekaden aus EnMAP-Daten für den Schutz unseres Planeten gewinnen wird. Denn sie können zum Beispiel dazu beitragen, die Erträge in der Landwirtschaft nachhaltig zu verbessern und damit die Ernährungssicherheit bei einer steigenden Weltbevölkerung sicherzustellen&#8220;, betont Dr. Walther Pelzer, DLR-Vorstandsmitglied und Leiter der Deutschen Raumfahrtagentur im DLR, die die EnMAP-Mission im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) führt.</p>



<p>Während der Kommissionierung mussten die verschiedenen Komponenten des EnMAP-Satelliten sowie das HSI-Instrument verschiedene Tests durchlaufen. In dieser heiklen Phase konnte das Deutsche Raumfahrtkontrollzentrum in Oberpfaffenhofen (GSOC) durch seine langjährige Erfahrung zum erfolgreichen Verlauf der Kommissionierung beitragen und wird auch weiterhin für den Betrieb und &#8211; wenn nötig &#8211; rund um die Uhr für die Sicherheit des Satelliten im All zur Verfügung stehen. Empfangen werden die EnMAP-Daten vom Deutschen Fernerkundungsdatenzentrum (DFD) und dem Institut für Methodik der Fernerkundung in Oberpfaffenhofen, die auch alle Bilder im Rahmen der Kommissionierungsphase kalibriert, auf die Eigenschaften des Instrumentes im Orbit optimiert und gemeinsam mit dem GeoForschungsZentrum Potsdam (GFZ) die Datenqualität so stetig verbessert haben. Denn die Daten, die der Satellit zur Erde schickt, sind für den Nutzer nicht direkt verwendbar. Nur wenn sie weiterverarbeitet, also kalibriert, mit Lage- und Positionsbestimmungen versehen sowie die Einflüsse der Atmosphäre korrigiert werden, können die Nutzer am Ende quantitative und qualitative Aussagen aus den Produkten ziehen.</p>



<p>Ab sofort können Forscherinnen und Forscher weltweit ihre Anfragen beim DLR einreichen. Auf archivierte Daten kann unmittelbar kostenfrei zugegriffen werden. Ein Konsortium unter Leitung der Deutschen Raumfahrtagentur im DLR und des GFZ prüft die Beobachtungsanträge, die aus den Bereichen Einflüsse des Klimawandels, Veränderungen der Landbedeckung und Oberflächenprozesse, Biodiversität und Ökosystem, Zugang zu Wasser und Wasserqualität, natürliche Ressourcen sowie Katastrophenmanagement kommen können. Auch für die &#8222;International Charter Space and Major Disasters&#8220; zur kurzfristigen Notfallunterstützung im Katastrophenfall wird EnMAP auf Anfrage wichtige Daten liefern und so die Rettungskräfte weltweit unterstützen. Besonders wichtig erachtet die Deutsche Raumfahrtagentur im DLR die langfristige Überwachung von Umweltveränderungen. Daher wird diesem Themenkomplex ab Start der Routinephase der Mission Priorität bei der Auswahl zukünftiger Beobachtungen eingeräumt.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/WegzunachhaltigererLandwirtschaftEnMAPCommiPhasdata2022DLRIGGFGEOLMU.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="Auf dem Weg zu einer nachhaltigeren Landwirtschaft. (Bild: EnMAP Commissioning Phase data 2022 DLR/IGGF GEO LMU München)" data-rl_caption="" title="Auf dem Weg zu einer nachhaltigeren Landwirtschaft. (Bild: EnMAP Commissioning Phase data 2022 DLR/IGGF GEO LMU München)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/WegzunachhaltigererLandwirtschaftEnMAPCommiPhasdata2022DLRIGGFGEOLMU26.jpg" alt=""/></a><figcaption class="wp-element-caption">Auf dem Weg zu einer nachhaltigeren Landwirtschaft. (Bild: EnMAP Commissioning Phase data 2022 DLR/IGGF GEO LMU München)</figcaption></figure>



<p><strong>Auf dem Weg zu einer nachhaltigeren Landwirtschaft</strong><br>Der Landwirtschaft kommt in unserer Gesellschaft eine bedeutende Rolle in den Bereichen der Nahrungsmittelversorgung, aber auch in der Baustoff- und Energieversorgung zu. Mit EnMAP eröffnen sich nun neue Möglichkeiten für die Präzisionslandwirtschaft und das landwirtschaftliche Monitoring. Denn seine spektral hochaufgelösten Daten enthalten wichtige Informationen über den Zustand und die Gesundheit von Nutzpflanzen. Am 28. Juli 2022 machte EnMAP bereits während der Kommissionierungsphase eine Aufnahme vom nördlichen Raum Münchens. Unter der Verwendung von effizienten Algorithmen und modernen Techniken des maschinellen Lernens konnten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Departments für Geographie an der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU) erstmalig biophysikalische und biochemische Pflanzeneigenschaften großflächig quantifizieren und kartieren. Durch eine wachsende Weltbevölkerung und gleichzeitig starke Umwelteinflüsse der Landwirtschaft, zum Beispiel die Emission klimawirksamer Gase betreffend, steigt die Nachfrage nach landwirtschaftlicher Produktion. Vor diesem Hintergrund können die neuen Informationen in landwirtschaftlichen Managementsystemen genutzt werden, um die Ressourceneffizienz und die Nachhaltigkeit der erforderlichen Ertragsoptimierung zu unterstützen.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/verraeterischeMethanfahnenEnMAPCommiPhasdata2022DLRIIAMAUnivPolitecnicadeValencia.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="Mit En­MAP &quot;verräterischen Methanfahnen&quot; auf der Spur. (Bild: EnMAP Commissioning Phase data 2022 DLR/IIAMA Universitat Politècnica de València)" data-rl_caption="" title="Mit En­MAP &quot;verräterischen Methanfahnen&quot; auf der Spur. (Bild: EnMAP Commissioning Phase data 2022 DLR/IIAMA Universitat Politècnica de València)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/verraeterischeMethanfahnenEnMAPCommiPhasdata2022DLRIIAMAUnivPolitecnicadeValencia26.jpg" alt=""/></a><figcaption class="wp-element-caption">Mit En­MAP &#8222;verräterischen Methanfahnen&#8220; auf der Spur. (Bild: EnMAP Commissioning Phase data 2022 DLR/IIAMA Universitat Politècnica de València)</figcaption></figure>



<p><strong>Mit EnMAP &#8222;verräterischen Methanfahnen&#8220; auf der Spur</strong><br>Die Produktion fossiler Brennstoffe &#8211; hauptsächlich Öl- und Gasförderung sowie Kohlebergbau &#8211; ist für große Teile der menschengemachten Methanemissionen verantwortlich. Sie treten häufig als &#8222;Methanfahnen&#8220; auf, die von punktförmigen Quellen ausgestoßen werden. Diese relativ kleinen Oberflächenelemente setzen verhältnismäßig große Gasmengen frei und hinterlassen damit eine verräterische Spur in der Atmosphäre. Erkennt man diese Spur schnell, dann kann man die Ursache rasch entfernen und damit die Konzentration von Treibhausgasen in der Atmosphäre bedeutend verringern. Mit weltraumgestützten, bildgebenden Spektrometern wie EnMAP lassen sich diese Methanemissionen am besten weltweit und flächendeckend überwachen. Das Potenzial der deutschen Umweltmission zur Kartierung dieser Methanfahnen wurde durch erste Messungen in der Kommissionierungsphase bereits bestätigt. Bei diesen Aufnahmen wurden Öl- und Gasförderbecken im südlichen Teil Turkmenistans von EnMAP am 6. Oktober 2022 erfasst. Gleich mehrere aktive Methan-Punktquellen in dieser Region haben Forscherinnen und Forscher vom Research Institute of Water and Environmental Engineering (IIAMA) der Universitat Politècnica de València anhand abgeleiteter EnMAP-Karten zur Erhöhung der Methankonzentration entdeckt.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ErosionskraterEnMAPCommiPhasdata2022DLRRemoteSensingLabTelAvivUni.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="Einblicke in die Geologie des größten Erosionskraters der Welt. (Bild: EnMAP Commissioning Phase data 2022 DLR/Remote Sensing Laboratory Tel Aviv University)" data-rl_caption="" title="Einblicke in die Geologie des größten Erosionskraters der Welt. (Bild: EnMAP Commissioning Phase data 2022 DLR/Remote Sensing Laboratory Tel Aviv University)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ErosionskraterEnMAPCommiPhasdata2022DLRRemoteSensingLabTelAvivUni26.jpg" alt=""/></a><figcaption class="wp-element-caption">Einblicke in die Geologie des größten Erosionskraters der Welt. (Bild: EnMAP Commissioning Phase data 2022 DLR/Remote Sensing Laboratory Tel Aviv University)</figcaption></figure>



<p><strong>Einblicke in die Geologie des größten Erosionskraters der Welt</strong><br>In der israelischen Wüste Negev liegt der größte, durch natürliche Erosion entstandene Krater der Welt &#8211; das Makhtesh-Ramon-Basin. In den letzten 220 Millionen Jahren hat sich das weichere Gestein wie beispielsweise Sandstein aus den Flächen härterer Sorten wie Kalkstein und Dolomit herausgewaschen, weggeschwemmt und einen einzigartigen Krater geschaffen. Dieser Nationalpark, der zu den trockensten Gegenden auf unserem Planeten gehört, ist ein Sammelbecken für Fossilien, urzeitliche Vulkankegel, Magmaspalten und -kammern sowie versteinerte Korallenriffe &#8211; aber vor allem für Mineralien, die in größter Vielfalt und Fülle dort im Gestein einlagern. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler interessieren sich besonders für diese geologische Einheiten einschließlich Sandstein, eisenoxidreiche Gesteine, Gips, Kalkstein, Dolomit, Tonminerale &#8211; wie das Schichtsilikat Kaolinit &#8211; und bereits tief in der Erde abgekühlte (plutonisch), kristalline Gesteinseinheiten. Mit dem bloßen Auge sind der Sandstein und die an die Oberfläche &#8222;gewanderten&#8220;, plutonisch kristallinen Gesteinseinheiten zwar sichtbar. Doch was verbirgt sich darunter? Welche Mengen an Gestein und Mineralien lagern dort im Felsen? Und wie sind diese Einheiten verteilt? Diesen Fragen ist EnMAP zusammen mit Forschenden des Remote Sensing Laboratory der Universität Tel-Aviv auf den Grund gegangen.</p>



<p>Deren Daten aus der Kommissionierungsphase des Satelliten, die vom DLR-Bodensegment prozessiert, bereitgestellt und mit dem GFZ zusammen aufbereitet wurden, geben einen guten Vorgeschmack auf die hohe Qualität der Daten, die wir während der Betriebsphase erwarten können. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler konnten sehr genau zwischen verschiedenen Gesteinsarten (zum Beispiel Dolomit oder Kalkstein) und Mineralien (wie Tone, Sulfate) sowie Variationen innerhalb von Mineralarten aus einem Streifen von vierzig mal sieben Kilometern unterscheiden und sich ein gutes Bild von der Menge und Verteilung der kartierten Einheiten im Vergleich zu flugzeug- und bodengestützten Daten machen &#8211; Wissen, dass ohne hyperspektrale EnMAP-Bilder aus dem All gar nicht möglich wäre.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/WasserqualitaetBodenseeueberwachenEnMapCommiPhasdata2022DLRAWI.jpg" data-rel="lightbox-image-4" data-magnific_type="image" data-rl_title="Wasserqualität im Bodensee vom All aus überwachen. (Bild: EnMap Commissioning Phase data 2022 DLR/AWI)" data-rl_caption="" title="Wasserqualität im Bodensee vom All aus überwachen. (Bild: EnMap Commissioning Phase data 2022 DLR/AWI)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/WasserqualitaetBodenseeueberwachenEnMapCommiPhasdata2022DLRAWI26.jpg" alt=""/></a><figcaption class="wp-element-caption">Wasserqualität im Bodensee vom All aus überwachen. (Bild: EnMap Commissioning Phase data 2022 DLR/AWI)</figcaption></figure>



<p><strong>Wasserqualität im Bodensee vom All aus überwachen</strong><br>Als größtes Wasserreservoir Europas spendet der Bodensee Millionen von Menschen Trinkwasser. Doch in den Monaten Juli und August 2022 erreichte der See einen traurigen Tiefststand: Bedingt durch eine lange Trockenheit in Zeiten des Klimawandels wurde am 9. August 2022 ein sehr niedriger Wasserstand von nur 3,05 Metern in Konstanz gemeldet &#8211; nur vier Zentimeter über dem saisonalen Rekord. Die Folge: Je flacher das Wasser, desto schneller erwärmt es sich. Daraufhin wurden an einigen Stellen Sedimente an die Wasseroberfläche gespült und es bildeten sich grüne Algenteppiche in riesigem Ausmaß.</p>



<p>Diese Teppiche wachsen besonders schnell, wo es viele Nährstoffe gibt und das Wasser warm ist. Um einen Überblick über das exzessive Algenwachstum zu bekommen, hat EnMAP am 1. August 2022 in der Kommissionierungsphase den Bodensee und seine Chlorophyll-a-Konzentration aus dem All unter die Lupe genommen. Die vom Alfred-Wegener-Institut (AWI) ausgewerteten Daten dieses wichtigen Pflanzenfarbstoffs geben Aufschluss über die Photosynthese und damit über das Wachstum der Algen. Die satellitengestützten Datensätze zur Verbreitung und Produktivität verschiedener Phytoplanktongruppen sind äußerst wertvoll für die Überwachung der Wasserqualität von Binnengewässern und deren Nutzung als Wasser- und Nahrungsquelle sowie als Naherholungsgebiet.</p>



<p><strong>EnMAP &#8211; die deutsche Umweltmission und ihre Partner</strong><br>Die Umweltmission EnMAP (Environmental Mapping and Analysis Program) wird von der Deutschen Raumfahrtagentur im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Bonn im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) geführt. Mit der Entwicklung und dem Bau des Satelliten sowie des Hyperspektralinstrumentes wurde die OHB-System AG beauftragt. Die Mission steht unter der wissenschaftlichen Leitung des GeoForschungsZentrums Potsdam (GFZ).</p>



<p>Mit dem Aufbau und dem Betrieb des Bodensegments sind drei Institute und Einrichtungen des DLR beauftragt worden: Das Deutsche Raumfahrtkontrollzentrum in Oberpfaffenhofen führt den Satellitenbetrieb durch und überwacht ihn. Das Deutsche Fernerkundungsdatenzentrum und das Institut für Methodik der Fernerkundung empfangen, kalibrieren und prozessieren, archivieren und machen die Satellitendaten der Wissenschaft zugänglich. Auch Firmen und Behörden werden die Daten verwenden und damit künftige Services vorbereiten. Die zukünftige Nutzung der EnMAP-Hyperspektraldaten durch Universitäten und wissenschaftliche Einrichtungen und die Entwicklung von speziellen Anwendungen werden durch BMWK-Förderprogramme unterstützt.</p>



<p><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=18078.msg539788#msg539788" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">EnMAP (Environmental Mapping and Analysis Program) auf Falcon 9</a></li>
</ul>
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		<title>BMWK: Deutsches Know-How als Motor bei der Rückkehr zum Mond</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/bmwk-deutsches-know-how-als-motor-bei-der-rueckkehr-zum-mond/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 29 Aug 2022 10:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Heute soll die Mission „Artemis I“ Richtung Mond starten. Es handelt sich um den ersten unbemannten Testflug des neuen Crew-Raumschiffs Orion der NASA. Das Service- und Antriebsmodul von Orion, das sogenannte „European Service Module“ (ESM), wurde hauptsächlich in Deutschland gebaut und trägt deshalb den Namen „Bremen“. Es wird über die europäische Weltraumorganisation ESA zu 50 [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Heute soll die Mission „Artemis I“ Richtung Mond starten. Es handelt sich um den ersten unbemannten Testflug des neuen Crew-Raumschiffs Orion der NASA. Das Service- und Antriebsmodul von Orion, das sogenannte „European Service Module“ (ESM), wurde hauptsächlich in Deutschland gebaut und trägt deshalb den Namen „Bremen“. Es wird über die europäische Weltraumorganisation ESA zu 50 Prozent aus Deutschland finanziert. Eine Pressemitteilung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK).</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Quelle: Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) 29. August 2022.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/Orionimg171nasa2k.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Bestandteile des Orion-Raumschiffs. Das Service-Modul des Raumschiffs kommt aus Europa und wurde von der ESA bereitgestellt. (Grafik: NASA)" data-rl_caption="" title="Bestandteile des Orion-Raumschiffs. Das Service-Modul des Raumschiffs kommt aus Europa und wurde von der ESA bereitgestellt. (Grafik: NASA)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/Orionimg171nasa26.jpg" alt=""/></a><figcaption>Bestandteile des Orion-Raumschiffs. Das Service-Modul des Raumschiffs kommt aus Europa und wurde von der ESA bereitgestellt. (Grafik: NASA)</figcaption></figure>



<p>29. August 2022 &#8211; „Zurück zum Mond, mit deutscher Beteiligung. Ohne das ESM kann das Orion-Raumschiff nicht fliegen. Es ist daher ein großer Vertrauensbeweis der Amerikaner gegenüber Europa und Deutschland, Entwicklung und Bau dieses wichtigen Missionselements in europäische und deutsche Hände zu legen. Das macht uns außerordentlich stolz und zeigt, welche ausgezeichnete Arbeit die deutsche und europäische Industrie und Wissenschaft leistet“, sagt Dr. Anna Christmann, Koordinatorin der Bundesregierung für die Deutsche Luft- und Raumfahrt. Sie ist beim Start heute vor Ort in den USA dabei.</p>



<p>Außerdem fliegen an Bord der noch unbemannten Orion-Kapsel auch zwei menschenähnliche Puppen mit, die vom Institut für Luft- und Raumfahrtmedizin des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt e.V. in Köln gefertigt wurden. Für das Projekt MARE (Matroshka AstroRad Radiation Experiment) werden sie die Strahlenbelastung innerhalb der Kapsel während des 42-tägigen Flugs von „Artemis I“ messen.</p>



<p>Im Rahmen der Reise zum Start von „Artemis I“ führte die deutsche Delegation unter Leitung von Dr. Christmann am Kennedy Space Center in Florida auch Gespräche mit NASA-Administrator Bill Nelson und seiner Stellvertreterin Pamela Melroy. Themen waren eine engere bilaterale Kooperation im Bereich Raumfahrt sowie die sogenannten Artemis Accords, eine Zusammenstellung der US-Regierung von Regeln und Best Practices im Zusammenhang mit der Erforschung des Mondes. Hierzu sollen die Gespräche weiter vertieft werden, auch im Rahmen eines strukturierten Raumfahrtdialogs zwischen den beiden Ländern.</p>



<p>Mit dem „Artemis-Programm“ will die NASA erstmals nach mehr als 50 Jahren wieder Menschen auf die Mondoberfläche bringen. Neben ESM und Orion gehört zum „Artemis-Programm“ auch die Schwerlastrakete „Space Launch System“ (SLS), welche ebenfalls bei „Artemis I“ ihren Jungfernflug absolviert und eine kleine Raumstation, das „Lunar Gateway“, welche noch aufgebaut werden muss und in Zukunft in der Nähe des Mondes als Umsteigebahnhof dienen wird. Hier ist die ESA an zwei Modulen beteiligt.</p>



<p>Die aktuelle Mission, „Artemis I“, testet die Komponenten noch ohne Menschen an Bord. 2024 sollen bei „Artemis II“ erstmals wieder Astronautinnen und Astronauten um den Mond fliegen. Frühestens 2025 sollen mit „Artemis III“ wieder Menschen auf der Mondoberfläche landen. Auch für diese Missionen und kommende Missionen wird Europa ESMs liefern, welche vom industriellen Hauptauftragnehmer Airbus Defence and Space in Bremen endmontiert werden. Aber auch bei den anderen Elementen der Artemis-Missionen ist Hightech „Made in Germany“ an Bord: Die Endkappen der Treibstofftanks der SLS-Rakete werden vom Augsburger Unternehmen MT Aerospace AG geliefert. Die Jena-Optronik GmbH aus Thüringen liefert für die Orion-Kapsel sogenannte Sternensensoren, die die Navigation des Raumschiffes im All ermöglichen. In Zukunft wird das Unternehmen auch die Sensoren liefern, die das Docking der Orion-Kapsel mit dem „Lunar Gateway“ und einem Mondlander steuern werden.</p>



<p><strong>Update der RN-Redaktion:</strong><br>Wegen technischer Probleme konnte der Start am 29.08.2022 nicht erfolgen. Eine neuer Startversuch ist derzeit für Samstag, den 3. September 2022 geplant.</p>



<p><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=11841.msg536857#msg536857" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Artemis I Mission &#8211; Orion auf SLS</a></li></ul>
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		<title>DLR: Deutscher Umweltsatellit EnMAP sendet erste Bilder</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/dlr-deutscher-umweltsatellit-enmap-sendet-erste-bilder/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 22 May 2022 06:09:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Erde]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
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		<category><![CDATA[Umweltsatellit]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der deutsche Umweltsatellit EnMAP (Environmental Mapping and Analysis Program) hat einen Monat nach seinem Start seine ersten Bilder geliefert. Schon die ersten Daten zeigen die Leistungsfähigkeit des Hyperspektralinstruments HSI. Eine Pressemitteilung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR). Quelle: DLR 4. Mai 2022. 4. Mai 2022 &#8211; Seit ihrem Start am 1. April 2022 [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Der deutsche Umweltsatellit EnMAP (Environmental Mapping and Analysis Program) hat einen Monat nach seinem Start seine ersten Bilder geliefert. Schon die ersten Daten zeigen die Leistungsfähigkeit des Hyperspektralinstruments HSI. Eine Pressemitteilung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR).</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Quelle: DLR 4. Mai 2022.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/enmapverschiedinfDLRCCBYNCND30.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/enmapverschiedinfDLRCCBYNCND3026.jpg" alt=""/></a><figcaption>EnMAP &#8211; ein Bild viele verschiedene Informationen. (Bild: DLR (CC BY-NC-ND 3.0))</figcaption></figure>



<p>4. Mai 2022 &#8211; Seit ihrem Start am 1. April 2022 ist die deutsche Umweltsatellitenmission EnMAP (Environmental Mapping and Analysis Program), die von der Deutschen Raumfahrtagentur im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Bonn im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) geführt wird, gut einen Monat im All und hat jetzt die ersten hochaufgelösten Satellitenbilder geliefert. Nachdem die Mission die &#8222;Launch and Early Orbit Phase&#8220; erfolgreich abgeschlossen hatte, wurden Stück für Stück die einzelnen Subsysteme des hochkomplexen Hyperspektral-Instrumentes unter Kontrolle des Deutschen Raumfahrtkontrollzentrums (GSOC) in Betrieb genommen. Nun hat EnMAP erstmals einen Streifen von etwa 30 Kilometern Breite und 180 Kilometern Länge über Istanbul am Bosporus in der Türkei mit Europa und Asien aufgenommen und die Daten dann über die DLR-Bodenstation in Neustrelitz zur Erde heruntergesendet.</p>



<p>&#8222;Schon die ersten Daten von EnMAP zeigen, was der deutsche Umweltsatellit leisten kann&#8220;, freut sich Dr. Sebastian Fischer, EnMAP-Gesamtprojektleiter in der Deutschen Raumfahrtagentur im DLR. Zwar befinde man sich mit der Mission erst in der ersten Phase, in der das Instrument kalibriert und exakt eingestellt werde. &#8222;Diese ersten Bilder geben uns aber schon einen sehr guten Vorgeschmack darauf, was Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler auf der ganzen Welt erwarten dürfen. Sie zeigen, dass EnMAP einen großen Beitrag dazu leisten kann, die Folgen des Klimawandels aufzuzeigen und der fortschreitenden Umweltzerstörung entgegenzuwirken.&#8220;</p>



<p>Empfangen wurden die ersten Daten vom Deutschen Fernerkundungsdatenzentrum (DFD) sowie dem DLR-Institut für Methodik der Fernerkundung, die die Bilder auch prozessieren und archivieren. Denn die Daten, die der Satellit zur Erde schickt, sind für den Nutzer nicht direkt verwendbar. Nur wenn sie weiterverarbeitet, also kalibriert, mit Lage- und Positionsbestimmungen versehen sowie die Einflüsse der Atmosphäre korrigiert werden, können die Nutzer am Ende quantitative und qualitative Aussagen aus den Produkten ziehen. Dabei wurde die Kalibration dieser ersten Aufnahmen mit Daten, die vom Instrument im Labor gemessen wurden, durchgeführt. Im Rahmen der sogenannten Commissioning Phase, die sechs Monate dauert, werden diese Kalibrationen nun noch auf die Eigenschaften des Instrumentes im Orbit optimiert und die Datenqualität weiter verbessert.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/enmapfirstlightspektrenDLRCCBYNCND30.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/enmapfirstlightspektrenDLRCCBYNCND3026.jpg" alt=""/></a><figcaption>Ein Pixel &#8211; viele Spektren. (Bild: DLR (CC BY-NC-ND 3.0))</figcaption></figure>



<p><strong>Erste EnMAP-Bilder machen Unsichtbares für unsere Augen sichtbar</strong><br>Doch was ist in den EnMAP-Bildern eigentlich sichtbar? Jedes Material auf der Erdoberfläche reflektiert das Sonnenlicht in einer für ihn charakteristischen Art und Weise und hinterlässt so eine sogenannte Spektralsignatur. Diesen &#8222;farbigen Fingerabdruck&#8220; kann EnMAP mit Hilfe seines Messinstruments erkennen, unterscheiden und abbilden. So steht die Mission unter dem Motto &#8222;Unsere Erde in mehr als allen Farben&#8220;, weil jedes EnMAP-Bild in ganz viele kleine Wellenlängenbereiche zerteilt wird &#8211; viel mehr, als unsere Augen wahrnehmen können. &#8222;Die hohe Qualität der Daten in allen Kanälen wird gut sichtbar zum einem in typischen Spektren wie für Vegetation und zum anderen in geringem Rauschen und störenden Bildstreifen bei dem umfangreichen Dynamikbereich, welches gerade in dunklen Bereichen wie Wasser deutlich wird. Bereits basierend auf diesen ersten Daten konnten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Earth Observation Center im DLR nach Atmosphärenkorrektur und mittels inverser Modellierung vorläufige Resultate zur Verteilung der Chlorophyll-a Konzentration an der Wasseroberfläche ableiten&#8220;, ergänzt Dr. Tobias Storch, Projektleiter des EnMAP-Bodensegments am Earth Observation Center im DLR.</p>



<p><strong>EnMAP &#8211; die deutsche Umweltmission und ihre Partner</strong><br>Die Umweltmission EnMAP wird von der Deutschen Raumfahrtagentur im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Bonn im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) geführt. Mit der Entwicklung und dem Bau des Satelliten sowie des Hyperspektralinstrumentes wurde die OHB-System AG beauftragt. Die Mission steht unter der wissenschaftlichen Leitung des GeoForschungszentrums Potsdam (GFZ).</p>



<p>Mit dem Aufbau und dem Betrieb des Bodensegments sind drei Institute und Einrichtungen des DLR beauftragt worden: Das Deutsche Raumfahrtkontrollzentrum in Oberpfaffenhofen wird den Satellitenbetrieb durchführen und überwachen. Das Deutsche Fernerkundungsdatenzentrum und das DLR-Institut für Methodik der Fernerkundung werden die empfangenen Satellitendaten archivieren, prozessieren, validieren und für die Wissenschaft zugänglich machen. Auch Firmen und Behörden werden die Daten ausprobieren und damit künftige Services vorbereiten. Die zukünftige Nutzung der EnMAP-Hyperspektraldaten durch Universitäten und wissenschaftliche Einrichtungen und die Entwicklung von speziellen Anwendungen werden durch BMWK-Förderprogramme unterstützt.</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-rich is-provider-handler-einbetten wp-block-embed-handler-einbetten wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe loading="lazy" title="The first images of our environmental satellite #EnMAP!" width="1200" height="675" src="https://www.youtube.com/embed/NF4CXPfGFZ4?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe>
</div><figcaption><em><strong>Die ersten Bilder von Umweltsatellit EnMAP</strong><br>Der Hyperspektralsatellit EnMAP hat die ersten Bilder von der Erde geliefert. Projektleiter Dr. Sebastian Fischer erläutert die Aufnahmen und erklärt, welche Rückschlüsse bereits jetzt daraus gezogen werden können. (Credit: Deutsche Raumfahrtagentur im DLR)</em></figcaption></figure>



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<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=18078.msg532519#msg532519" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">EnMAP (Environmental Mapping and Analysis Program) auf Falcon 9</a></li></ul>
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		<title>Fraunhofer IOF lieferte Spiegel für EnMAP</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/fraunhofer-iof-lieferte-spiegel-fuer-enmap/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 22 May 2022 05:45:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Kürzlich ist der erste in Deutschland entwickelte und gebaute Hyperspektralsatellit ins Weltall gestartet. Sein Name: EnMAP. Vom All aus soll er künftig unsere Umwelt analysieren und damit nicht nur Folgen des Klimawandels, sondern auch potenzielle Naturgefahren sichtbar machen. Eine Pressemitteilung des Fraunhofer-Instituts für Angewandte Optik und Feinmechanik IOF. Quelle: Fraunhofer-Institut für Angewandte Optik und Feinmechanik [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Kürzlich ist der erste in Deutschland entwickelte und gebaute Hyperspektralsatellit ins Weltall gestartet. Sein Name: EnMAP. Vom All aus soll er künftig unsere Umwelt analysieren und damit nicht nur Folgen des Klimawandels, sondern auch potenzielle Naturgefahren sichtbar machen. Eine Pressemitteilung des Fraunhofer-Instituts für Angewandte Optik und Feinmechanik IOF.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Quelle: Fraunhofer-Institut für Angewandte Optik und Feinmechanik 5. Mai 2022.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/EnMAPlightweightmirrorfraunhoferiofIOF2k.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/EnMAPlightweightmirrorfraunhoferiofIOF26.jpg" alt=""/></a><figcaption>Für EnMAP wurden am Fraunhofer IOF Metallspiegel hergestellt. (Bild: Fraunhofer IOF)</figcaption></figure>



<p>5. Mai 2022 &#8211; Insgesamt elf Spiegel sowie diverse optische Schichten für Teleskop- und Spektrometer-Optiken wurden dafür am Fraunhofer-Institut für Angewandte Optik und Feinmechanik IOF in Jena hergestellt. Einen Monat nach dem Start liegen nun die ersten Aufnahmen aus dem All vor.</p>



<p>Es ist eine der wichtigsten Fragen unserer Zeit: Wie können wir unsere Umwelt und unser Klima besser schützen? Antworten darauf soll eine neue deutsche Satellitenmission liefern: Das »Environmental Mapping and Analysis Program« – kurz: EnMAP – ist der erste deutsche Hyperspektral-Satellit. Die Mission wird vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) geführt.</p>



<p>Ziel ist die Bereitstellung exzellenter Bilder kombiniert mit Spektraldaten, um diagnostische Informationen über den Zustand unserer Erde und Gewässer, zu sammeln. Auch die Auswirkungen menschlicher Eingriffe auf Ökosysteme kann damit betrachtet und die Verwaltung natürlicher Ressourcen, z. B. in der Landwirtschaft, erleichtert werden.</p>



<p>Am 1. April 2022 ist der EnMAP-Satellit vom Gelände der Cape Canaveral Space Force Station in Florida aus mit einer SpaceX Rakete Falcon 9 erfolgreich ins Weltall gestartet. Mit an Bord: Metallspiegel, hergestellt und optisch vergütet am Fraunhofer IOF in Jena.</p>



<p><strong>Fraunhofer IOF lieferte Metallspiegel für das EnMAP-Messinstrument</strong><br>Aus ca. 650 Kilometern Entfernung soll der Satellit in den nächsten fünf Jahren unsere Erde beobachten – und das auf 242 Spektralkanälen. Sein zentrales Messinstrument ist dabei der sogenannte Hyperspectral Imager (HSI). Er ist in der Lage, die von der Erdoberfläche reflektierte Sonnenstrahlung als kontinuierliches Spektrum im Spektralbereich von 420 nm bis 2.450 nm zu messen, mit einer spektralen Abtastung von 6,5 nm (VNIR) und 10 nm (SWIR). Gleichzeitig liefert das abbildende Spektrometer brillante Bilder mit einer räumlichen Auflösung von 30 m x 30 m auf der Erde.</p>



<p>»Für den HSI haben wir am Fraunhofer IOF insgesamt elf plane, sphärische und asphärische Metallspiegel entwickelt. Die Entwicklung beinhaltete dabei das Spiegeldesign bis hin zur Herstellung und die Vergütung der Spiegel sowie die Charakterisierung mit optischen und taktilen Messverfahren«, erklärt Dr. Stefan Risse, Leiter des Projektes am Fraunhofer IOF.</p>



<p>Anwendung finden die Spiegel im visuellen sowie infraroten Spektralbereich. Die Herstellung erfolgte daher durch die Kombination von ultrapräzisen Verfahren der Diamantbearbeitung mit Poliertechniken zur lokalen Formkorrektur und Glättung der Oberflächenrauheit. Abschließend wurden die optischen Flächen mit Vergütungsschichten – geschütztes Silber für den visuellen Spektralbereich und gesputtertes Gold für den infraroten Spektralbereich – versehen.</p>



<p>»Eingesetzt werden Metallspiegel aus einer Aluminiumlegierung kombiniert mit einer röntgen-amorphen Dickschicht aus Nickel-Phosphor. Damit konnten modernste Verfahren der Optikfertigung auch für Metalloptiken angewendet werden. Im Ergebnis wurden Spiegel mit einer Mikrorauheit von kleiner 0,8 nm rms und Formgenauigkeiten von kleiner 12 nm rms erreicht«, so der Forscher weiter.</p>



<p><strong>EnMAP sendet erste Aufnahmen aus dem All</strong><br>Hyperspektrale Analysen zerlegen das Licht in viele, eng beieinanderliegende Wellenbereiche. So tut es auch der HSI an Bord von EnMAP: Er betrachtet das Sonnenlicht, das von Materialien auf der Erdoberfläche reflektiert wird. Da jedes Material dabei seine eigene Art und Weise hat, Licht zurückzuwerfen, entsteht eine sehr spezifische, farbige Spektralsignatur, die für das menschliche Auge nicht sichtbar ist. Nicht umsonst beansprucht EnMAP daher das Motto für sich, »unsere Erde in mehr als allen Farben« sehen zu können.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/enmapfirstlightchlorophykonzenDLRCCBYNCND30.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/enmapfirstlightchlorophykonzenDLRCCBYNCND3026.jpg" alt=""/></a><figcaption>Chlorophyll-Konzentration im Bosporus. (Bild: DLR (CC BY-NC-ND 3.0))</figcaption></figure>



<p>Einen Monat nach dem Start hat EnMAP nun die ersten Aufnahmen aus dem All nachhause geschickt. Sie zeigen einen Streifen von etwa 30 Kilometern Breite und 180 Kilometern Länge über Istanbul am Bosporus in der Türkei. Die Daten wurden über die DLR-Bodenstation in Neustrelitz zur Erde gesendet. In weiteren fünf Monaten soll die Mission planmäßig in die operationelle Phase übergehen. Dann können Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler beginnen, Daten über spezielle Gebiete der Erde zu sammeln.</p>



<p>»Das abbildende Hyperspektralinstrument der EnMAP-Mission wurde in Verantwortung des DLR mit deutscher Technik realisiert und bildet aktuell in seiner spektralen Breite und exzellenten Abbildungsqualität eine Instrumentierung der Spitzenklasse«, erklärt Prof. Dr. Andreas Tünnermann, Leiter des Fraunhofer IOF. »Ultrapräzise Optiken des Fraunhofer IOF haben dabei einen entscheidenden Anteil. EnMAP liefert einen ganz herausragenden Beitrag, um Deutschland und die Welt auf die Herausforderungen des Klimawandels vorzubereiten. Als Fraunhofer IOF sind wir daher sehr stolz darauf, Teil dieser zukunftsweisenden Mission zu sein.«</p>



<p><strong>Partner der deutschen Umweltmission EnMAP</strong><br>Die Umweltmission EnMAP wird von der Deutschen Raumfahrtagentur im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Bonn im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) geführt. Mit der Entwicklung und dem Bau des Satelliten sowie des Hyperspektralinstrumentes wurde die OHB-System AG beauftragt. Die Mission steht unter der wissenschaftlichen Leitung des GeoForschungszentrums Potsdam (GFZ).</p>



<p>Mit dem Aufbau und dem Betrieb des Bodensegments sind drei Institute und Einrichtungen des DLR beauftragt worden: Das Deutsche Raumfahrtkontrollzentrum in Oberpfaffenhofen wird den Satellitenbetrieb durchführen und überwachen. Das Deutsche Fernerkundungsdatenzentrum und das DLR-Institut für Methodik der Fernerkundung werden die empfangenen Satellitendaten archivieren, prozessieren, validieren und für die Wissenschaft zugänglich machen. Auch Firmen und Behörden werden die Daten ausprobieren und damit künftige Services vorbereiten. Die zukünftige Nutzung der EnMAP-Hyperspektraldaten durch Universitäten und wissenschaftliche Einrichtungen und die Entwicklung von speziellen Anwendungen werden durch BMWK-Förderprogramme unterstützt.</p>



<p>Die Spiegel wurden am Fraunhofer IOF im Auftrag der OHB System AG hergestellt.</p>



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<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=18078.msg532518#msg532518" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">EnMAP (Environmental Mapping and Analysis Program) auf Falcon 9</a></li></ul>
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		<title>DFKI: Ansatz zur quantengestützten Weltraumerkundung</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/dfki-ansatz-zur-quantengestuetzten-weltraumerkundung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 02 May 2022 09:45:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Roboter lernen mit Qubits: Bremer Forschende entwickeln innovativen Ansatz zur quantengestützten Weltraumerkundung. Eine Pressemitteilung des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz GmbH (DFKI). Quelle: DFKI. 2. Mai 2022 &#8211; Quantencomputer bergen ungeahntes Potenzial für zahlreiche Anwendungsfelder – auch für die Robotik. Doch noch steckt die Forschung in den Kinderschuhen. Im nun abgeschlossenen Projekt QINROS ist es [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Roboter lernen mit Qubits: Bremer Forschende entwickeln innovativen Ansatz zur quantengestützten Weltraumerkundung. Eine Pressemitteilung des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz GmbH (DFKI).</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Quelle: DFKI.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/DFKISherpaTTFlorianCordes.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/DFKISherpaTTFlorianCordes260.jpg" alt=""/></a><figcaption>Welches Potenzial bergen quantenmaschinelle Lernverfahren für die robotische Navigation im Weltraum? Im Bild: DFKI-Roboter SherpaTT auf Erkundungsmission bei Feldtests in Marokko 2018. (Foto: DFKI / Florian Cordes)</figcaption></figure></div>



<p>2. Mai 2022 &#8211; Quantencomputer bergen ungeahntes Potenzial für zahlreiche Anwendungsfelder – auch für die Robotik. Doch noch steckt die Forschung in den Kinderschuhen. Im nun abgeschlossenen Projekt QINROS ist es Forschenden des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz (DFKI) und der Universität Bremen gelungen, bestärkende Lernverfahren mit Quantenalgorithmen erstmalig für die Roboternavigation im Kontext der Weltraumexploration einzusetzen. Damit schaffen sie wichtige Grundlagen zur Erforschung der Zukunftstechnologie für robotische Anwendungen. Das Vorhaben wurde vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) über das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) gefördert.</p>



<p>Die größte Herausforderung im Bereich der autonomen Robotik ist die riesige Datenmenge, die in kürzester Zeit verarbeitet werden muss, damit Roboter selbständig agieren und schnell auf unvorhergesehene Situationen reagieren können. Quantencomputer sind in der Lage, eine Vielzahl von Lösungswegen parallel zu berechnen, weshalb sie Informationen deutlich schneller verarbeiten, und sehr viel komplexere Aufgaben bewältigen könnten als klassische digitale Computer. Doch die Erforschung quantengestützter Berechnungsverfahren in der Robotik steht noch ganz am Anfang. Diese voranzutreiben, haben sich das DFKI Robotics Innovation Center und die Arbeitsgruppe Robotik der Universität Bremen auf die Fahne geschrieben und eine Forschungsagenda definiert, um quantengestützte Konzepte und Lösungen für Anwendungsfelder in der Künstlichen Intelligenz (KI) und Robotik zu erarbeiten.</p>



<p>Prof. Dr. Dr. h.c. Frank Kirchner, Leiter des DFKI Robotics Innovation Center: „Die Quantentechnologie, insbesondere das Quantenmaschinelle Lernen, hat das Potenzial bedeutende Entwicklungen im Bereich der effizienten Berechnung hoch komplexer Prozesse zu ermöglichen. Gerade in der Robotik haben wir das Problem, dass wir immer am Limit der Computer arbeiten – je mehr Rechenkraft uns zur Verfügung steht, desto besser. Allerdings gilt es hier noch sehr viel grundlegende Forschung zu betreiben und entsprechende Ausbildungsarbeit zu leisten. Dazu möchten wir mit aktuellen und zukünftigen Projekten beitragen.“</p>



<p>Im Mittelpunkt des im September 2020 gestarteten Projekts QINROS (Quantencomputing und quantenmaschinelles Lernen für intelligente und robotische Systeme) stand die Frage, ob und in welchem Ausmaß sich Rechenprozesse für robotische Navigationsaufgaben bereits heute auf Quantencomputer auslagern lassen. Die Verteilung von Rechenprozessen ist deshalb von besonderer Relevanz, weil die Rechenkapazität aktueller Quantencomputer noch nicht für eine vollständig quantenbasierte Verarbeitung ausreicht. Zudem wollten die Bremer Forschenden herausfinden inwiefern die quantengestützte Ausführung maschineller Lern- und Optimierungsverfahren Vorteile gegenüber klassischen Verfahren birgt. Dies untersuchten sie am Beispiel eines mobilen Turtlebot-Systems, dessen Aufgabe es ist, mithilfe von Reinforcement Learning eine unbekannte Umgebung eigenständig zu erkunden. Dabei erfasst der Roboter sowohl Sensorwerte der Umgebung als auch Informationen zu seinem internen Status, die als Datenbasis für das bestärkende Lernen dienen, das erwünschtes Roboterverhalten wie das erfolgreiche Umfahren eines Hindernisses belohnt. So lernt das System, sich nach und nach in der ihm fremden Umgebung zurechtzufinden.</p>



<p>Ausgehend von diesem Szenario wurde zunächst theoretisch evaluiert, welche Anteile des Reinforcement Learning sich mithilfe von quantengestützten Verfahren berechnen lassen, und welche sinnvollerweise, aber auch notwendigerweise mit klassischen Verfahren vorverarbeitet werden müssen. Die Umsetzung erfolgte in der simulierten Umgebung mit steigender Komplexität. Hierfür entwickelten die Forschenden Algorithmen für parametrisierbare Quantenschaltkreise, die u.a. die Berechnung neuer Trajektorienziele mit Qubits ermöglichen. Dabei zeigte sich, dass sich mithilfe der Quantenschaltkreise äquivalente Ergebnisse wie mit klassischen neuronalen Netzen erzielen lassen. Darüber hinaus deuten erste Ergebnisse darauf hin, dass sich Probleme deutlich kompakter darstellen lassen: So benötigten die Wissenschaftler zur Lösung ein und desselben Problems anstatt 2000 Parameter im neuronalen Netz nur 200 Parameter im Quantenschaltkreis. Die Projektergebnisse veröffentlichten die Forschenden in dem Paper „Quantum Deep Reinforcement Learning for Robot Navigation Tasks“ (<a href="https://arxiv.org/abs/2202.12180" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">arXiv:2202.12180</a>)</p>



<p>Ein weiterer wesentlicher Bestanteil von QINROS war ein zweitätiger virtueller Workshop am 17. und 18. Februar 2022, der darauf abzielte, Interessierten aus der (KI-)Software-Entwicklung, Führungskräften aus Industrie und Forschung sowie Studierenden und Promovierenden einen ersten Einblick in die komplexe Thematik zu geben. Mit insgesamt 150 Teilnehmenden, einem durchweg positiven Feedback sowie dem Wunsch nach weiteren derartigen Weiterbildungsmöglichkeiten war die Veranstaltung ein voller Erfolg.</p>



<p>Frank Kirchner: „Mit QINROS ist es uns erstmalig gelungen, quantenmaschinelle Lernverfahren für Roboterverhalten in einer simulierten Umgebung zu demonstrieren und so die Leistungsfähigkeit parametrisierbarer Quantenschaltkreise in einem Anwendungsfall der Weltraumrobotik darzustellen. Wir freuen uns sehr über die vielversprechenden Ergebnisse, die wir nun weiterverfolgen wollen. Die rege Teilnahme an unserem Workshop hat uns den Bedarf und das enorme Interesse an dem Thema nochmals vor Augen geführt.“</p>



<p>Das Projekt QINROS wurde vom 1. September 2020 bis zum 28. Februar 2022 vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) über das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) gefördert.</p>



<p><strong>Paper:</strong><br>Quantum Deep Reinforcement Learning for Robot Navigation Tasks Dirk Heimann, Hans Hohenfeld, Felix Wiebe, Frank Kirchner: <a href="https://arxiv.org/abs/2202.12180" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">https://arxiv.org/abs/2202.12180</a><br>pdf: <a href="https://arxiv.org/pdf/2202.12180" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">https://arxiv.org/pdf/2202.12180</a></p>



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<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=17463.msg531530#msg531530" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">KI und Raumfahrt</a></li></ul>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/dfki-ansatz-zur-quantengestuetzten-weltraumerkundung/" data-wpel-link="internal">DFKI: Ansatz zur quantengestützten Weltraumerkundung</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
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