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	<title>GSLV Mk. II &#8211; Raumfahrer.net</title>
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	<description>Das Portal für Astronomie- und Raumfahrtbegeisterte</description>
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	<title>GSLV Mk. II &#8211; Raumfahrer.net</title>
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	<item>
		<title>Indien: (Auch) Elektrischer Antrieb für GSAT 9</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/indien-auch-elektrischer-antrieb-fuer-gsat-9/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thomas Weyrauch]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 07 Dec 2015 19:33:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Satelliten]]></category>
		<category><![CDATA[GSAT 4]]></category>
		<category><![CDATA[GSLV Mk. II]]></category>
		<category><![CDATA[Halleffekt Triebwerke]]></category>
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		<category><![CDATA[Kommunikationssatellit]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Nachdem der Start von GSAT 4 am 15. April 2010 nicht gelang, will die Indische Weltraumforschungsorganisation (ISRO) elektrische Triebwerke jetzt zum ersten Mal an Bord des neuen Kommunikationssatelliten GSAT 9 testen. Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: ISRO, Keldysch, The New Indian Express. Aktuell hofft die ISRO auf einen Start von GSAT 9 im Frühjahr [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/indien-auch-elektrischer-antrieb-fuer-gsat-9/" data-wpel-link="internal">Indien: (Auch) Elektrischer Antrieb für GSAT 9</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Nachdem der Start von GSAT 4 am 15. April 2010 nicht gelang, will die Indische Weltraumforschungsorganisation (ISRO) elektrische Triebwerke jetzt zum ersten Mal an Bord des neuen Kommunikationssatelliten GSAT 9 testen.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/redakteure/" data-wpel-link="internal">Thomas Weyrauch</a>. Quelle: ISRO, Keldysch, The New Indian Express.   </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><img fetchpriority="high" decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/gsat9artisro260x200.jpg" alt="" class="wp-image-10560" width="260" height="200"/><figcaption>GSAT 9 &#8211; Illustration
(Bild: ISRO)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Aktuell hofft die ISRO auf einen Start von GSAT 9 im Frühjahr 2017 auf der GSLV Mk. II mit der Flugnummer F09. An Bord des neuen Satelliten, der mit dem üblichen chemischen Apogäumsmotor und chemischen Triebwerken für Bahnkorrekturen und Lageregelung ausgerüstet sein wird, sollen elektrische Triebwerke als Alternative beim Bahnerhalt zum Einsatz kommen.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><img decoding="async" width="260" height="400" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/KM-45-Triebwerk.jpg" alt="" class="wp-image-10567" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/KM-45-Triebwerk.jpg 260w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/KM-45-Triebwerk-195x300.jpg 195w" sizes="(max-width: 260px) 100vw, 260px" /><figcaption>KM-45-Triebwerk auf GSAT 4
(Bilder: ISRO)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">GSAT 4 war unter anderem mit zwei Hall-Effekt-Triebwerken des Typs KM-45 für den Ausstoß von Xenon mit einem Nominalschub von 17 Millinewton vom staatlichen russischen Forschungszentrum&nbsp;<a href="https://keldysh-space.ru/en/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Keldysch</a>&nbsp;aus Moskau ausgestattet gewesen. Ergänzt wurden sie durch zwei in Indien konstruierte Triebwerke mit einem Nominalschub von jeweils 13 Millinewton. Zusammen sollten sie zweieinhalb Jahre die Manöver zum Bahnerhalt in Nord-Süd-Richtung übernehmen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zur Steuerung und Kontrolle der elektrischen Triebwerke war ein G4-PPCS für &#8222;GSAT 4 power processing and control system&#8220; genanntes System installiert. Der Speicherung von Xenon und der Versorgung der Triebwerke war eine als G4-XFS für &#8222;GSAT 4 xenon feed system&#8220; bezeichnete Baugruppe gewidmet. 27 Kilogramm Xenon führte GSAT 4 in der Anlage mit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Derzeit besitzen Satelliten der GSAT-Reihe mit Massen im Bereich zwischen 2 und 2,5 Tonnen Lebensdauern zwischen 10 und 12 Jahren. Mit Hilfe elektrischer Triebwerke soll sich die Einsatzdauer eines solchen Satelliten um bis zu 4 Jahre ausdehnen lassen, wenn keine chemischen Antriebssysteme mehr mitgeführt werden.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/ionsptandhetisro260.jpg" alt="" class="wp-image-10562" width="260" height="260" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/ionsptandhetisro260.jpg 260w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/ionsptandhetisro260-100x100.jpg 100w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/ionsptandhetisro260-150x150.jpg 150w" sizes="(max-width: 260px) 100vw, 260px" /><figcaption>beide Typen elektrischer Triebwerke von GSAT 4</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Bei den derzeitigen Satelliten macht getankter Treibstoff für chemische Triebwerke einen großen Anteil an der Startmasse aus. Die ISRO spricht von 40 &#8211; 50 Prozent. Wenn es nicht mehr erforderlich ist, solch eine große Menge chemischen Treibstoffs mitzuführen, sind für die dem Anwendungszweck des Satelliten gewidmete Anlagen und Geräte größere Massen möglich.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die für GSAT 9 vorgesehenen Triebwerke vom Typ KM-88 sind fertig entwickelt. Ihr Entwurf erfolgte nach einem Aufrag aus Indien wiederum beim Forschungszentrum Keldysch, das zwischenzeitlich eine Anzahl von flugtauglichen Exemplaren nach Indien geliefert hat. An Bord von GSAT 9 &#8211; welcher auf dem indischen Satellitenbus I-2K aufgebaut ist &#8211; werden die Triebwerke mit einem Schub von 72 Millinewton nur für den Bahnerhalt verwendet werden, bei zukünftigen indischen Kommunikationssatelliten könnten sie alle anfallenden Antriebsaufgaben bewältigen.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/indigTypThrusterISRO260.jpg" alt="" class="wp-image-10561" width="260" height="166"/><figcaption>In Indien entwickeltes Triebwerk für GSAT 4 (Bilder: ISRO)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Am Projekt beteiligt sind hauptsächlich das Satellitenanwendungszentrum der ISRO (ISRO Satellite Applications Centre,&nbsp;<a href="https://www.ursc.gov.in/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">ISAC</a>), das Zentrum für Flüssigkeitstriebwerkssysteme (Liquid Propulsion Systems Centre,&nbsp;<a href="https://www.lpsc.gov.in/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">LPSC</a>) und das Vikram Sarabhai Raumfahrtzentrum (Vikram Sarabhai Space Centre,&nbsp;<a href="https://www.vssc.gov.in/VSSC/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">VSSC</a>).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für GSAT 9 ist eine Auslegungsbetriebsdauer von 12 Jahren vorgesehen. Während seiner aktiven Einsatzzeit soll der Satellit neben der Bereitstellung unterschiedlichster Kommunikationsverbindungen mit 12 K<sub>u</sub>-Band-Transpondern auch eine Nutzlast für das indische System zur Unterstützung von GPS im Bereich Indiens durch zusätzliche Korrektursignale, GAGAN für &#8222;GPS Aided Geo Augmented Navigation&#8220; genannt, an Bord betreiben.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/KM45forISROKeldysh.jpg" alt="" class="wp-image-10563" width="260" height="200"/><figcaption>Aus Russland: KM-45 und &#8230;</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die kumulierte Nutzlastleistung wird auf rund 2,3 Kilowatt beziffert. Die Versorgung der Nutzlast und des raumflugtechnischen Teils von GSAT 9 mit elektrischer Energie erledigen nach Plan zwei Solarzellenausleger, die in Zeiten ohne ausreichende Sonneneinstrahlung durch Akkumulatoren unterstützt werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Als voraussichtliche Startmasse des dreiachstabilisierten Satelliten werden rund 2.330 Kilogramm genannt. Nach dem Start auf einer indischen Rakete des Typs GSLV Mk. II will man das Raumfahrzeug auf eine Position bei 48 Grad Ost im Geostationären Orbit (GEO) steuern, um von dort aus das gesamte indische Mutterland sowie die Inseln der Andamanen und Nikobaren zu erreichen.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/KM88forISROKeldysh.jpg" alt="" class="wp-image-10564" width="260" height="200"/><figcaption>&#8230; KM-88 für die ISRO
(Bilder: Keldysch)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die Konstruktion des neuen Satelliten gleicht nach Angaben aus Indien im Wesentlichen der von INSAT 4C. Letzterer wurde bei einem Fehlstart auf einer GSLV-Rakete am 10. Juli 2006 zerstört.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Den am GSAT-9-Projekt beteiligten Institutionen, Wissenschaftlern und Ingenieuren ist zu wünschen, dass der Raketentyp GSLV bzw. GSLV Mk. II nach einer langen Entwicklungs- und Testperiode, die von zahlreichen Schwierigkeiten gekennzeichnet war, zwischenzeitlich so weit gereift ist, dass auch GSAT 9 ohne Störungen auf den geplanten Erdorbit gebracht werden kann.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Indien: GSLV-D6 bringt GSAT 6 ins All</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/indien-gslv-d6-bringt-gsat-6-ins-all/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 28 Aug 2015 10:16:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raketen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Am 27. August 2015 brachte eine Trägerrakete vom Typ GSLV den indischen S-Band-Kommunikationssatelliten GSAT 6 von der Rampe Nummer 2 des Raumflugzentrums Satish Dhawan der indischen Weltraumforschungsorganisation (ISRO) auf der Insel Sriharikota an Indiens Südküste aus in den Weltraum. Autor: Axel Nantes. Quelle: ISRO, Raumfahrer.net, SAC. Der Flug der beim Start 49,1 Meter hohen, rund [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading"><strong>Am 27. August 2015 brachte eine Trägerrakete vom Typ GSLV den indischen S-Band-Kommunikationssatelliten GSAT 6 von der Rampe Nummer 2 des Raumflugzentrums Satish Dhawan der indischen Weltraumforschungsorganisation (ISRO) auf der Insel Sriharikota an Indiens Südküste aus in den Weltraum.</strong></h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Autor: Axel Nantes. Quelle: ISRO, Raumfahrer.net, SAC.   </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/gd61015i2egslvd6lau4isro.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/gd61015i2egslvd6lau4isro260.jpg" alt="" class="wp-image-17824" width="260" height="391" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/gd61015i2egslvd6lau4isro260.jpg 260w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/gd61015i2egslvd6lau4isro260-199x300.jpg 199w" sizes="(max-width: 260px) 100vw, 260px" /></a><figcaption>Gerade abgehoben: GSLV-D6
(Bild: ISRO)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Der Flug der beim Start 49,1 Meter hohen, rund 416 Tonnen schweren Rakete mit der missionsbezogenen Bezeichnung GSLV-D6 und GSAT 6 an der Spitze begann um 16:52 Uhr Ortszeit (IST) bzw. um 13:22 Uhr MESZ am 27. August 2015.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die 20,1 Meter lange Kernstufe mit der Bezeichnung S139, einem Durchmesser von 2,8 Metern und gefüllt mit festem Treibstoff wurde von vier zusätzlichen, seitlich angebrachten Boostern unterstützt, die integraler Bestandteil der zusammen GS1 für GSLV stage 1 genannten Konstruktion waren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die L40H genannten, 19,7 Meter langen Booster mit einem maximalen Durchmesser von 2,1 Meter wurden 2,7 Sekunden vor dem Abheben auf dem Starttisch als erstes gezündet. Sie verbrannten in ihren Vikas-Triebwerken UH25 (75% Unsymmetrisches Dimethylhydrazin (UDMH) + 25% Hydrazinhydrat) mit N<sub>2</sub>O<sub>4</sub>&nbsp;(Distickstofftetroxid). Die Triebwerke sind Ableitungen der in den Ariane 1 bis 4 verwendeten Viking-Triebwerke.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Unmittelbar nach der Zündung des Feststoffmotors der ersten Stufe S139 erfolgte 0,1 Sekunden später das Abheben der Rakete. Der anfangs mit 138,1 Tonnen Treibstoff mit Hydroxyl-terminiertem Polybutadien (HTPB) gefüllte Motor beendete 109 Sekunden nach dem Verlassen des Starttischs seine Arbeit.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/slidergslvd6lau1isro.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/slidergslvd6lau1isro260.jpg" alt="" class="wp-image-17830" width="260" height="149"/></a><figcaption>GSLV-D6 im Flug
(Bild: IRSO)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Nach dem Aufbrauchen des festen Treibstoffes in der ersten Stufe und dem nach 149,1 Sekunden erfolgten Ausbrennen der Flüssigkeitsbooster wurden diese zusammen als Ganzes in Flugsekunde 151,5 in etwa 72 km Höhe von der Rakete abgetrennt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In Flugsekunde 151,6 zündete die zweite GS2 genannte Stufe der Rakete, die eine Länge von 11,6 Meter aufwies, und ebenfalls mit einem Vikas-Triebwerk ausgerüstet war. Dementsprechend arbeitete auch sie mit UH25 und N<sub>2</sub>O<sub>4</sub>. Ihre nominale Brennzeit betrug 150 Sekunden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Beim Flug der GSLV-D6 wurde erneut eine Nutzlastverkleidung mit einem Durchmesser von 3,4 Metern verwendet. Eine Verkleidung mit einem Durchmesser von vier Metern war am 25. Dezember 2010 ursächlich mit Schuld für das Versagen der GSLV-F06 mit GSAT 5P an Bord. Die Nutzlastverkleidung der GSLV-D6 wurde 230,3 Sekunden nach dem Abheben in rund 116 km Flughöhe während der Arbeit der zweiten Stufe abgeworfen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die zweite Stufe schaltete 291 Sekunden nach dem Abheben ab. 2,7 Sekunden später wurde sie von der Rakete abgetrennt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In rund 132 km Flughöhe trat anschließend die kryogene, das heißt mit flüssigem Wasserstoff und flüssigem Sauerstoff betriebene Oberstufe mit der Bezeichnung CUS-06 in Aktion.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Zündkommando für das in Indien gebaute Wasserstoff/Sauerstoff-Triebwerk der 8,7 Meter langen Stufe erfolgte 295,5 Sekunden nach dem Start. 10,1 Sekunden später erreichten Signale, die eine erfolgreiche Zündung bestätigten, überwachende Kontrollstationen. Die geplante Brenndauer betrug 720 Sekunden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nachdem die CUS-06 ihre Arbeit erledigt hatte, erfolgte nach einer kurzen rund 12 Sekunden dauernden Freiflugphase rund 17 Minuten nach dem Abheben circa 215 km über der Erdoberfläche die Abtrennung des Kommunikationssatelliten mit einer Startmasse von 2.117 kg (unbetankt 985 Kilogramm). (Das Raumfahrtanwendungszentrum der ISRO (Space Applications Centre, SAC) nennt eine Satellitenmasse von 2.132 kg).</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/10aviewofgsat6satellitestructureisro.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/10aviewofgsat6satellitestructureisro260.jpg" alt="" class="wp-image-17820" width="260" height="371" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/10aviewofgsat6satellitestructureisro260.jpg 260w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/10aviewofgsat6satellitestructureisro260-210x300.jpg 210w" sizes="(max-width: 260px) 100vw, 260px" /></a><figcaption>GSAT 6 in Bau
(Bild: ISRO)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">GSAT 6 gelangte auf eine Erdumlaufbahn mit einem Perigäum, dem der Erde nächstliegenden Bahnpunkt, von rund 168 km (geplant 170 km), und einem Apogäum, dem erdfernsten Bahnpunkt, von rund 35.939 km (geplant 35.975 km). Ihre Neigung gegen den Erdäquator beträgt rund 20,01 Grad (geplant 19,95 Grad). Nach Angaben der ISRO wurde der vorgesehene Geotransferorbit (GTO) damit mit großer Exaktheit erreicht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein mit Monomethylhydrazin (MMH) als Treibstoff und einer Mischung aus Stickstoffoxiden (MON-3) als Oxidator betriebener, 440 Newton starker Motor (Liquid Apogee Motor, LAM) an Bord von GSAT 6 hat die Aufgabe, das Raumfahrzeug auf eine annähernd kreisförmige Bahn in rund 35.786 km über der Erde zu bringen und gleichzeitig die Neigung der Umlaufbahn gegen den Äquator, die sogenannte Inklination, auf 0 Grad abzubauen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Einsetzen will die ISRO den neuen Satelliten, dessen Bau bereits am 1. Dezember 2005 vom indischen Kabinett beschlossen worden war, an einer Position von 83 Grad Ost im Geostationären Orbit. Dort möchte man ihn in Kolokation mit GSAT 12, INSAT 4A, GSAT 10 und später mit GSAT 6A betreiben.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/gsat6horizontalisro.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/gsat6horizontalisro260.jpg" alt="" class="wp-image-17826" width="260" height="164"/></a><figcaption>GSAT 6 auf Transportwagen
(Bild: ISRO)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Für die Bahnanhebung, Bahnanpassungen und Lageregelung führt GSAT 6 1.132 kg Treibstoffe mit. Damit soll die Auslegungsbetriebsdauer des Satelliten von 9 Jahren abgedeckt sein. (Das Raumfahrtanwendungszentrum der ISRO nennt eine Auslegungsbetriebsdauer von 12 Jahren).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der dreiachsstabilisierte Satellit ist ein indisches Produkt und basiert auf dem Bus I-2K alias I2000. Seine Grund-Abmessungen (ohne entfaltete Solarzellenausleger etc.) betragen 2,1 x 2,5 x 4,1 Meter.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Raumflugtechnischer Teil und Kommunikationsnutzlast des Satelliten werden von zwei Solarzellenauslegern mit elektrischer Energie versorgt. Sie leisten zusammen maximal 3.100 Watt. Für einen indischen Kommunikationssatelliten neu ist die an Bord von GSAT 6 verwirklichte Stromschienenspannung von 70 Volt.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/15solarpaneldeploytestunderprogressisro.jpg" data-rel="lightbox-image-4" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/15solarpaneldeploytestunderprogressisro260.jpg" alt="" class="wp-image-17822" width="260" height="173"/></a><figcaption>Testentfaltung eines Solarzellenauslegers von GSAT 6
(Bild: ISRO)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Ebenfalls neu an Bord eines indischen Satelliten ist die entfaltbare Gitternetzantenne von GSAT 6. Die Antenne mit einem Solldurchmesser von circa sechs Metern dient der Kommunikation im S-Band. Für C-Band-Verbindungen gibt es eine Antenne mit einem Durchmesser von 80 Zentimetern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die S-Band-Nutzlast an Bord ist Tests und Kommunikation mit mobilen Geräten (Satellite Digital Multimedia Broadcasting / S-DMB) gewidmet und soll Hub-Funktionalität für 2.5G/3G-Netzwerke zur Verfügung stellen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wichtig für Indien ist dabei die Nutzung der bei der Internationalen Fernmeldeunion (International Telecommunication Union, ITU) reservierten Frequenzbereiche, die sonst nach Ablauf einer gewissen Frist anderweitig vergeben werden können.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/pictgsat6bg.jpg" data-rel="lightbox-image-5" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/pictgsat6md260.jpg" alt="" class="wp-image-17828" width="260" height="200"/></a><figcaption>GSAT 6 im All &#8211; Illustration
(Bild: ISRO)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Als Verstärker im S-Band-Teil dienen 5 Wanderfeldröhrenverstärker (Travelling Wave Tube Amplifier, TWTA) mit einer Leistung von je 235 Watt. Der Umsetzung in das C-Band dienen 5 Transponder mit einer Bandbreite von je 9 MHz für Empfang im C- und Sendungen im S-Band, sowie weitere 5 mit einer Bandbreite von je 2,7 MHz für Empfang im S- und Sendungen im C-Band.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die fünf durch den Satelliten realisierbaren Ausleuchtzonen im S-Band werden zusammen das gesamte indische Mutterland abdecken. Die C-Band-Ausleuchtzone deckt auch das gesamte indische Mutterland ab.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Als Betreiber von GSAT 6 könnte die sogenannte indische nationale technische Forschungsorganisation (National Technical Research Organisation, NTRO), ein indischer Nachrichtendienst, fungieren. Neben Nutzern staatlicher und militärischer Stellen sollen auch solche aus dem zivilen Sektor von den Leistungen des neuen Satelliten profitieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">GSAT 6 alias INSAT 4E ist katalogisiert mit der NORAD-Nr. 40.880 und als COSPAR-Objekt 2015-041A.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Update:</strong><br>Seit dem Start wird GSAT 6 von einem als MCF für Master Control Facility bezeichneten Satellitenkontrollzentrum im indischen Hassan überwacht und gesteuert. Dementsprechend werden von Hassan aus die Brennphasen des Apogäumsmotors des Satelliten zur Bahnanhebung initiiert und kontrolliert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Apogäumsmotor von GSAT 6 absolvierte nach Angaben der ISRO am 28. August 2015 erfolgreich eine erste Brennphase. Diese dauerte 3.385 Sekunden und wurde um 8:35 Uhr IST (5:05 Uhr MESZ) begonnen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Update 2:</strong><br>Am 29. August 2015 meldete die ISRO den erfolgreichen Abschluss einer zweiten Brennphase des Apogäumsmotors von GSAT 6. Die 2.663 Sekunden lange Brennphase wurde um 11:10 Uhr und 53 Sekunden IST gestartet. Nach ihrem Ende befand sich GSAT 6 auf einer Bahn mit einem Perigäum von 26.998 Kilometern und einem Apogäum von 35.682 Kilometern über der Erde. Die Restinklination betrug laut ISRO 0,115 Grad (1,15 Grad?). Für einen Erdumlauf benötigte GSAT auf dieser Bahn rund 20 Stunden und 15 Minuten.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Update 3:</strong><br>Das dritte Bahnanhebungsmanöver von GSAT 6 wurde laut ISRO am 30. August 2015 um 07:52 Uhr IST initiiert und dauerte 580,32 Sekunden. Nach dieser dritten Brennphase des Apogäumsmotors war ein Perigäum von 35.634 und ein Apogäum von 35.681 Kilometern über der Erde erreicht. Die Inklination nach dem Manöver betrug 1,17 Grad. Von einer Position bei 78 Grad Ost im GEO driftet GSAT 6 in Richtung seiner Einsatzposition bei 83 Grad Ost.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die erfolgreiche Entfaltung der großen Gitternetzantenne von GSAT 6, von der ISRO als UFA für unfurlable antenna bezeichnet, fand ebenfalls am 30. August 2015 statt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=12257.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">GSLV-D6 mit GSAT 6 alias INSAT 4E</a></li></ul>
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Indien startet Kommunikationssatellit</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/indien-startet-kommunikationssatellit/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 05 Jan 2014 16:44:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raketen]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Satelliten]]></category>
		<category><![CDATA[C-Band]]></category>
		<category><![CDATA[GEO]]></category>
		<category><![CDATA[Geostationär]]></category>
		<category><![CDATA[GSAT 14]]></category>
		<category><![CDATA[GSLV Mk. II]]></category>
		<category><![CDATA[Indien]]></category>
		<category><![CDATA[ISRO]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunikationssatellit]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Mit einer weiterentwickelten Trägerrakete des Typs GSLV Mark II (Geosynchronous Satellite Launch Vehicle) wurde der Satellit GSAT 14 des indischen Betreibers Insat in einen Geo-Transferorbit transportiert. Ein Beitrag von Günther Glatzel. Quelle: ISRO, Raumcon, Skyrocket. Von hier aus soll er in den nächsten Tagen die Geostationäre Bahn erreichen. GSAT 14 ist mit je 6 Transpondern [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Mit einer weiterentwickelten Trägerrakete des Typs GSLV Mark II (Geosynchronous Satellite Launch Vehicle) wurde der Satellit GSAT 14 des indischen Betreibers Insat in einen Geo-Transferorbit transportiert.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Günther Glatzel. Quelle: ISRO, Raumcon, Skyrocket.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/05012014174441_small_1.jpg" alt="ISRO" width="260"/><figcaption>
GSLV Mark II auf dem Starttisch 
<br>
(Bild: ISRO)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Von hier aus soll er in den nächsten Tagen die Geostationäre Bahn erreichen. GSAT 14 ist mit je 6 Transpondern für das Ku-Band bzw. das erweiterte C-Band ausgestattet, über welche in der Hauptsache Fernsehprogramme ausgestrahlt werden sollen. Außerdem befinden sich zwei Ka-Band-Baken an Bord, mit denen man den Einfluss von Regen und anderen atmosphärischen Phänomenen auf den Empfang derartiger Funkwellen untersuchen möchte. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Experimentell ist auch die Verwendung eines Glasfaser-Gyroskops, eines neuartigen Sonnensensors, eines bolometrischen Strahlungssensors sowie Erdsensoren und Temperatursteuerung über im Feld programmierbare Logik-Gatter-Anordnungen (FPGA), wobei es sich praktisch um umprogrammierbare Prozessoren handelt. GSAT 14 hat eine Startmasse von 1.980 kg, verwendet Solarzellen zur Generierung elektrischer Energie mit einer Leistung von etwa 2,6 kW und soll 12 Jahre lang im All seinen Dienst versehen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Zum Start kam eine weiterentwickelte Rakete des indischen Typs Geosynchronous Satellite Launch Vehicle (GSLV) mit der Zusatzbezeichnung Mark II zum Einsatz. Diese Rakete verfügt in der ersten Stufe über ein Feststoffsystem, welches durch 4 seitlich angebrachte Flüssigkeitsbooster ergänzt wird. Die zweite Stufe besitzt ebenfalls ein mit Hydrazin (UDMH) und Distickstofftetraoxid arbeitendes Flüssigkeitstriebwerk, während die dritte Stufe die kryogenen Triebstoffkomponenten flüssiger Wasserstoff und flüssiger Sauerstoff verwendet. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit dieser Rakete möchte man in Zukunft größere Nutzlasten in den Geostationären Orbit und darüber hinaus befördern können. Außerdem soll eine weitere Entwicklung mit der Zusatzbezeichnung Mark III in der geplanten bemannten Raumfahrt Indiens zum Einsatz kommen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Pläne dafür gibt es seit einigen Jahren. Diese wurden jedoch durch zwei Fehlstarts der GSLV im April und Dezember 2010 behindert. Geplant ist auch, in den nächsten Jahren einen Marslander zu unserem äußeren Nachbarplaneten zu schicken, wie vor wenigen Tagen bekannt wurde. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Verwandte Meldungen:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/start-der-indischen-gslv-d5-im-dezember-2013/" data-wpel-link="internal">Start der indischen GSLV-D5 im Dezember 2013?</a></li><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/indien-testete-kryogenes-oberstufentriebwerk-ce-7-5/" data-wpel-link="internal">Indien testete kryogenes Oberstufentriebwerk CE-7.5</a></li><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/fehlstart-gsat-5p-auf-gslv-f06-zerstoert-2/" data-wpel-link="internal">Fehlstart: GSAT 5P auf GSLV-F06 zerstört</a></li><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/gslv-d3-mit-gsat-4-versagt/" data-wpel-link="internal">GSLV-D3 mit GSAT-4 versagt</a></li></ul>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=9955.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">GSLV-D5 mit GSAT 14</a></li><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=3801.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Indiens bemannte Raumfahrt</a></li></ul>
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]]></content:encoded>
					
		
		
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		<item>
		<title>GSLV-D3 mit GSAT-4 versagt</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/gslv-d3-mit-gsat-4-versagt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thomas Weyrauch]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 15 Apr 2010 12:25:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raketen]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Anomalie]]></category>
		<category><![CDATA[Flugbahnabweichung]]></category>
		<category><![CDATA[GSAT 4]]></category>
		<category><![CDATA[GSLV Mk. II]]></category>
		<category><![CDATA[Indien]]></category>
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		<category><![CDATA[Kommunikationssatellit]]></category>
		<category><![CDATA[Raketenstart]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Jungfernflug der indischen Rakete GSLV-Mk-II misslang, weil die dritte Stufe der Rakete nicht wie vorgesehen funktionierte. Die Nutzlast, der Kommunikations- und Technologieerprobungssatellit GSAT 4, konnte nicht auf eine Erdumlaufbahn gebracht werden und ging verloren. Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: ISRO. Die Mk-II-Version der GSLV unterscheidet sich von ihrem Vorgängermodell neben einem weiterentwickelten Bordcomputer [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Der Jungfernflug der indischen Rakete GSLV-Mk-II misslang, weil die dritte Stufe der Rakete nicht wie vorgesehen funktionierte. Die Nutzlast, der Kommunikations- und Technologieerprobungssatellit GSAT 4, konnte nicht auf eine Erdumlaufbahn gebracht werden und ging verloren.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/redakteure/" data-wpel-link="internal">Thomas Weyrauch</a>. Quelle: ISRO.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/onpad2gslvd3isro.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/onpad2gslvd3isro260.jpg" alt="GSLV-D3 auf der Startrampe
(Bild: ISRO)"/></a><figcaption>GSLV-D3 auf der Startrampe<br>(Bild: ISRO)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die Mk-II-Version der GSLV unterscheidet sich von ihrem Vorgängermodell neben einem weiterentwickelten Bordcomputer und neuem Telemetriedatensystem sowie einer größeren Nutzlastverkleidung aus anderem Material auch durch eine andere Drittstufe, die statt russischer Technik in Indien entwickelte Raketenmotore verwendet. Nach dem Start vom Satish Dhawan Space Centre auf der Insel Sriharikota an Indiens Südküste um 12:57 Uhr MESZ (16:27 Uhr Ortszeit) arbeiteten die ersten beiden Stufen der Rakete wie vorgesehen. Auf die Zündung der dritten Stufe folgten jedoch erhebliche Flugbahnabweichungen, und 505 Sekunden nach dem Start brach der Empfang von Telemetriedaten von der Rakete ab.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In einer erste Stellungnahme teilte der Vorsitzende der indischen Raumfahrtorganisation ISRO, K. Radhakrishnan, mit, die Zündung der kryogenen, d. h. mit flüssigem Wasserstoff und flüssigem Sauerstoff betriebenen dritten Stufe sei vom Bordcomputer der Rakete initiiert worden und Telemetriedaten würden die Zündung bestätigen. Anschließend sei die Rakete jedoch ins Taumeln gekommen, was vermutlich durch nicht gezündete oder nicht richtig funktionierende Lenktriebwerke der dritten Stufe verursacht wurde.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die tatsächliche Trajektorie der Rakete folgte nach dem Versagen der dritten Stufe vermutlich einer ballistischen Kurve, Rakete und Nutzlast stürzten zurück Richtung Erde. Die Rakete sollte, hätte sie wie geplant gearbeitet, den beim Start rund 2.200 kg schweren Kommunikations- und Technologieerprobungssatelliten GSAT 4 in einem Geotransferorbit aussetzen, von wo aus der Satellit unter Einsatz eigener Triebwerke eine Position bei 82 Grad Ost im geostationären Orbit hätte erreichen können.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Den Flug betrachtet die ISRO als Testmission, und bezeichnete den Träger daher auch als GSLV-D3, worin das D für Development -Entwicklung- steht. Der nächste Start einer GSLV in der Mk-II-Version soll innerhalb eines Jahres erfolgen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Update:</strong> Auf ihrer Internetseite teilte die indische Raumfahrtorganisation ISRO zwischenzeitlich mit, es müsse erst noch festgestellt werden, ob das kryogene (Haupt-)Triebwerk (tatsächlich) gezündet hat.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Raumcon:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=8013.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">GSLV-Mk-II-Jungfernflug mit GSAT-4</a></li></ul>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/gslv-d3-mit-gsat-4-versagt/" data-wpel-link="internal">GSLV-D3 mit GSAT-4 versagt</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>TAUVEX: Erneuter Aufschub in der Kritik</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/tauvex-erneuter-aufschub-in-der-kritik/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thomas Weyrauch]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 12 Apr 2010 17:05:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Satelliten]]></category>
		<category><![CDATA[GSAT 4]]></category>
		<category><![CDATA[GSLV Mk. II]]></category>
		<category><![CDATA[Indien]]></category>
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		<category><![CDATA[Kommunikationssatellit]]></category>
		<category><![CDATA[Satish Dhawan Space Centre]]></category>
		<category><![CDATA[TAUVEX]]></category>
		<category><![CDATA[Teleskop]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Über die Motive der indischen Weltraumorganisation ISRO, sich zu entscheiden, den Kommunikations- und Technologieerprobungssatelliten GSAT-4 ohne die UV-Teleskopeinheit TAUVEX zu starten, herrscht Uneinigkeit. Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: ISRO, PTI, Raumcon. Für die UV-Teleskopeinheit TAUVEX ist es bereits das dritte Mal, dass eine anvisierte Mitfluggelegenheit nicht wahrgenommen werden kann. TAUVEX als zunächst rein israelische [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/tauvex-erneuter-aufschub-in-der-kritik/" data-wpel-link="internal">TAUVEX: Erneuter Aufschub in der Kritik</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Über die Motive der indischen Weltraumorganisation ISRO, sich zu entscheiden, den Kommunikations- und Technologieerprobungssatelliten GSAT-4 ohne die UV-Teleskopeinheit TAUVEX zu starten, herrscht Uneinigkeit.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: ISRO, PTI, Raumcon.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/12042010190505_small_1.jpg" alt="Tauvex Group Tel Aviv" width="260"/><figcaption>
TAUVEX &#8211; Illustration 
<br>
(Bild: Tauvex Group Tel Aviv)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Für die UV-Teleskopeinheit TAUVEX ist es bereits das dritte Mal, dass eine anvisierte Mitfluggelegenheit nicht wahrgenommen werden kann. TAUVEX als zunächst rein israelische Nutzlast sollte ursprünglich an Bord eines israelischen Raumfahrzeugs aus der Serie der Ofeq-Satelliten fliegen. Im Jahre 1991 wurde beschlossen, TAUVEX an Bord eines russischen Röntgen- und Gammastrahlenobservatoriums auf einer Proton-Rakete ins All zu bringen. Eine erste Flugversion von TAUVEX entstand in den Jahren 1994 bis 1997, Hauptauftragnehmer war die israelische El-Op (für Electro-Optical Industries Ltd.) aus Rehovot. Da das Projekt des russischen Oberservatoriums mit der Bezeichnung SRG (für Spectrum-Roentgen-Gamma) auch 1999 noch weit von der Umsetzung entfernt war, gab man in jenem Jahr die Hoffnungen auf, mit SRG fliegen zu können. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Am 5. Dezember 2003 unterzeichneten die israelische Raumfahrtagentur ISA (für Israel Space Agency) und die indische Raumfahrtorganisation ISRO (für Indian Space Research Organisation) eine Vereinbarung, der zufolge TAUVEX Ende 2005 an Bord des Kommunikations- und Technologieerprobungssatelliten GSAT-4 ins All gebracht werden sollte. TAUVEX wurde zu einem Gemeinschaftsprojekt der Universität Tel Aviv in Israel und dem indischen Institut für Astrophysik Bangalore in Indien. El-Op wurde 2004 beauftragt, unter der Bezeichnung TAUVEX II ein neues Kamerasystem zur Verwendung auf GSAT-4 zu bauen. Nachdem sich der Start von GSAT-4 auf einer zum ersten Mal einzusetzenden Variante des GSLV-Trägers, der Version MkII immer wieder verzögert hatte, entschied die ISRO Anfang 2010 schließlich, TAUVEX nicht an Bord von GSAT-4 mit in den Weltraum zu nehmen. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/12042010190505_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/12042010190505_small_2.jpg" alt="ISRO" width="260"/></a><figcaption>
TAUVEX auf GSAT-4 vorn unten am Hauptkörper des Satelliten &#8211; Illustration 
<br>
(Bild: ISRO)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Der Vorsitzende der ISRO K. Radhakrishnan begründete die Entscheidung gegenüber der indischen Nachrichtenagentur PTI (für Press Trust of India) damit, dass man festgestellt habe, TAUVEX als astronomische Nutzlast sei zum Betrieb im geostationären Orbit, wo GSAT-4 arbeiten soll, nicht geeignet, da dort ausgesandte Signale viel schwächer seien, als solche aus einer niedrigeren Umlaufbahn. Auch die Empfindlichkeit von TAUVEX sei im geostationären Orbit geringer. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Wissenschaftler, die TAUVEX gerne einsetzen möchten, glauben dagegen, das Instrument auch mit herabgesetzter Empfindlichkeit im geostationären Orbit sinnvoll nutzen zu können. Es sei möglich, die Nachteile der geringeren Empfindlichkeit mit längeren Belichtungs- und Beobachtungszeiten auszugleichen. Mit der im Bereich des Ultravioletten arbeitenden Teleskopeinheit wollen die Wissenschaftler aus Indien und Israel Daten gewinnen, die bei der Beantwortung astrophysikalischer Fragen helfen sollen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Von offizieller israelischer Seite wird laut PTI angenommen, der tatsächliche Grund dafür, TAUVEX nicht an Bord von GSAT-4 zu fliegen, sei die mangelnde Fähigkeit der GSLV-Mk-II, bei ihrem Jungfernflug GSAT-4 mit der zusätzlichen Masse von TAUVEX erfolgreich in die vorgesehene Umlaufbahn zu bringen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In aktuellen Daten gibt die ISRO die Gesamtmasse von GSAT-4 mit 2.200 kg an. Davon entfallen 1.155 kg auf Treibstoffe, als Leermasse des Satelliten werden 1.063 kg genannt. Die UV-Teleskopeinheit wird mit 80 kg taxiert. Die GSLV-Mk-II sollte maximal 2.500 kg Nutzlast in einen geostationären Transferorbit (GTO) bringen können. Möglicherweise erreicht der neue Träger die einst erhofften Leistungsdaten nicht. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Einer der Leiter der indischen Wissenschaftlergruppe im TAUVEX-Projekt, Professor Jayant Murthy vom indischen Institut für Astrophysik berichtete der PTI, die ISRO habe versprochen, TAUVEX später auf einer PSLV-Rakete auf eine (erheblich niedrigere) Erdumlaufbahn zu bringen. Man erwarte gespannt konkretere Angaben der ISRO. Vorher wolle man nicht mit einer entsprechenden erneuten Überarbeitung von TAUVEX beginnen. TAUVEX befinde sich jetzt seit über zwei Monaten in einem Reinraum der ISRO. Die Bedingungen dort seien keine besonders kontrollierten, und Beschädigungen von TAUVEX seien zu befürchten. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die GSLV-Mk-II mit GSAT-4 an der Spitze soll nach dem derzeitigen Planungstand am 15. April 2010 um 13:07 Uhr MESZ vom Satish Dhawan Space Centre auf Sriharikota abheben. SRG wollte Russland nach Informationen der an dem Projekt weiterarbeitenden Arbeitsgruppe vom 15. September 2009 im Jahre 2012 auf einer Sojus-2-Rakete mit Fregat-Oberstufe ins All schicken. Wann TAUVEX den Weg in den Weltraum findet, ist zum gegenwärtigen Zeitpunkt völlig unklar. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Raumcon:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=8013.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">GSLV-Mk-II-Jungfernflug mit GSAT-4</a></li></ul>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/tauvex-erneuter-aufschub-in-der-kritik/" data-wpel-link="internal">TAUVEX: Erneuter Aufschub in der Kritik</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>GSAT-4 wird ohne TAUVEX gestartet</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/gsat-4-wird-ohne-tauvex-gestartet/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thomas Weyrauch]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 09 Mar 2010 09:16:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raketen]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Satelliten]]></category>
		<category><![CDATA[GSLV Mk. II]]></category>
		<category><![CDATA[GTO]]></category>
		<category><![CDATA[Indien]]></category>
		<category><![CDATA[Israel]]></category>
		<category><![CDATA[ISRO]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunikationssatellit]]></category>
		<category><![CDATA[Sriharikota]]></category>
		<category><![CDATA[TAUVEX]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=32987</guid>

					<description><![CDATA[<p>Am 7. März 2010 wurde bekannt, dass die indische Weltraumorganisation ISRO entschieden hat, den Kommunikations- und Technologieerprobungssatelliten GSAT-4 ohne die UV-Teleskopeinheit TAUVEX zu starten. Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: ISRO, tribuneindia.com. Die Entscheidung fiel nach Informationen der Onlineausgabe der indischen Tribune, nachdem die Tragstruktur für TAUVEX von GSAT-4 demontiert worden war, um an darunterliegenden [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/gsat-4-wird-ohne-tauvex-gestartet/" data-wpel-link="internal">GSAT-4 wird ohne TAUVEX gestartet</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Am 7. März 2010 wurde bekannt, dass die indische Weltraumorganisation ISRO entschieden hat, den Kommunikations- und Technologieerprobungssatelliten GSAT-4 ohne die UV-Teleskopeinheit TAUVEX zu starten.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: ISRO, tribuneindia.com.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/09032010101600_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/09032010101600_small_1.jpg" alt="ISRO" width="260"/></a><figcaption>
GSAT-4 mit TAUVEX vorn unten am Hauptkörper des Satelliten &#8211; Illustration  
<br>
(Bild: ISRO)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die Entscheidung fiel nach Informationen der Onlineausgabe der indischen Tribune, nachdem die Tragstruktur für TAUVEX von GSAT-4 demontiert worden war, um an darunterliegenden Komponenten des auf dem I2K-Bus basierenden Satelliten zusätzliche Arbeiten ausführen zu können. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Zwischen der ISRO und der israelischen Raumfahrtagentur ISA war am 25. Dezember 2003 die Vereinbarung getroffen worden, TAUVEX als zusätzliche Nutzlast an Bord von GSAT-4 mit ins All zu nehmen. Der <strong>T</strong>el <strong>A</strong>viv <strong>U</strong>niversity Ultra<strong>v</strong>iolet <strong>Ex</strong>plorer mit drei 20-Zentimeter-Teleskopen ist ein Gemeinschaftsprojekt der Universität Tel Aviv in Israel und dem indischen Institut für Astrophysik in Bangalore, der Hauptstadt des indischen Bundesstaates Karnataka.  <br>Von TAUVEX erhoffen sich Wissenschaftler aus Indien und Israel Daten, die bei der Beantwortung astrophysikalischer Fragen, die beispielsweise Sternenkonstellationen, Galaxien und schwarze Löcher betreffen, helfen. Ursprünglich sollte TAUVEX zur Ausstattung eines israelischen Satelliten aus der Reihe der Ofeq-Raumfahrzeuge gehören. 1991 wurde der Mitflug auf dem Röntgenteleskop Spectrum Roentgen-Gamma (SRG), einem Projekt unter russischer Führung, besprochen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Streichung von TAUVEX für den Start von GSAT-4 ist möglicherweise Folge von Bestrebungen, die Gesamtnutzlastmasse für die Rakete zu senken. Eventuell will man die Leistungsfähigkeit des dann zum ersten Mal verwendeten GSLV-Mk-II-Trägers nicht voll ausnutzen, oder ist sich hinsichtlich der zu erwartenden Performance des Trägers nicht sicher. Er sollte maximal 2.500 kg Nutzlast in einen geostationären Transferorbit (GTO) bringen können. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/09032010101600_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/09032010101600_small_2.jpg" alt="ISRO" width="260"/></a><figcaption>
Triebwerkstest am 15. November 2007 
<br>
(Bild: ISRO)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Beim Jungfernflug der GSLV-Mk-II-Rakete soll zum ersten Mal ein in Indien entwickeltes Triebwerk zum Einsatz kommen, das flüssigen Wasserstoff und flüssigen Sauerstoff verbrennt. Ein solcher Motor war am 15. November 2007 über die gesamte geplante Brenndauer von 720 Sekunden in einem Teststand des Liquid Propulsion Systems Centre (LPSC) in Mahendragiri im Distrikt Thirnelveli im indischen Bundesstaat Tamil Nadu getestet worden. Ob die Schubausbeute des Triebwerks geringer als eigentlich geplant oder benötigt ist, wurde bis dato nicht mitgeteilt. Der Vakuumschub soll 69,5 kN betragen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Zu einem Start von GSAT-4 vom Startgelände der indischen Weltraumorganisation ISRO auf der Insel Sriharikota vor der Südostküste Indiens im Bundesstaat Andhra Pradesh könnte es nach letztem bekannten Planungsstand Ende April oder Anfang Mai 2010 kommen. Die Startmasse von GSAT-4 wurde bisher mit 2.180 Kilogramm angegeben. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Verwandte Website:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://web.archive.org/web/20220820184609/https://www.isro.gov.in/update/25-dec-2003/isro-to-launch-israels-scientific-instrument" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">TAUVEX An Indo-Israeli Mission</a></li></ul>
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Indiens Pläne für bemannte Kapsel werden konkreter</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/indiens-plaene-fuer-bemannte-kapsel-werden-konkreter/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 12 Feb 2009 10:33:24 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[GSLV Mk. II]]></category>
		<category><![CDATA[Hitzeschild]]></category>
		<category><![CDATA[ISRO]]></category>
		<category><![CDATA[Raumkapsel]]></category>
		<category><![CDATA[Raumschiff]]></category>
		<category><![CDATA[Servicemodul]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=32105</guid>

					<description><![CDATA[<p>Die indische Raumfahrtorganisation ISRO verfolgt den Plan, im Jahre 2015 ein eigenes bemanntes Raumschiff zu starten. Erste Details wurden soeben bekanntgegeben. Ein Beitrag von Günther Glatzel. Quelle: Space.com, Wikipedia. Demnach wird das Raumschiff mit russischer Unterstützung entwickelt. Es soll aus einer rückführbaren Kapsel und einem Serviceteil bestehen und etwa 3 Tonnen wiegen. Zum Start soll [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Die indische Raumfahrtorganisation ISRO verfolgt den Plan, im Jahre 2015 ein eigenes bemanntes Raumschiff zu starten. Erste Details wurden soeben bekanntgegeben.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Günther Glatzel. Quelle: Space.com, Wikipedia.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/12022009113324_small_1.jpg" alt="Mohanraj K via Wikipedia" width="346" height="272"/><figcaption>
Der Satellit SCRE 1 absolvierte im Januar 2007 erfolgreich den Wiedereintritt und konnte geborgen werden. 
<br>
(Bild: Mohanraj K via Wikipedia-cc)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Demnach wird das Raumschiff mit russischer Unterstützung entwickelt. Es soll aus einer rückführbaren Kapsel und einem Serviceteil bestehen und etwa 3 Tonnen wiegen. Zum Start soll eine weiterentwickelte Trägerrakete vom Typ GSLV Mark II (Geosynchronous Satellite Launch Vehicle) Verwendung finden. Eine Version davon ist bereits mehrfach eingesetzt worden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Jungfernflug eines bemannten indischen Raumschiffes soll eine bis zu 7 Tage währende Mission mit 2 Raumfahrern in etwa 400 Kilometern Höhe werden. Dies gab der Leiter der Indian Space Research Organisation (ISRO), Madhavan Nair, am 3. Januar auf einem indischen Wissenschaftskongress in Shillong bekannt. Später soll das Raumschiff durch ein Rendezvous- und Kopplungssystem weiterentwickelt werden. Für die bevorstehende Entwicklung der Trägerrakete, des Raumschiffes, den Bau einer neuen Startrampe, eines Kontrollzentrums sowie eines Ausbildungszentrums für die Raumfahrer stehen laut Beschluss der indischen Regierung von 2006 insgesamt 100 Milliarden Rupien (etwa 2 Milliarden US-Dollar) zur Verfügung. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Bereits im Januar 2007 absolvierte der Satellit SCRE 1 erfolgreich einen Wiedereintritt in die Erdatmosphäre. Der Satellit verfügte über einen wirksamen Hitzeschutz. Auch die Trägerrakete ist in wesentlichen Teilen bereits fertig.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/12022009113324_small_2.jpg" alt="ISRO" width="341" height="413"/><figcaption>
Eine Trägerrakete vom Typ GSLV Mark II 
<br>
(Bild: ISRO via Wikipedia-fair use)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Allerdings entwickelt die ISRO gegenwärtig noch eine eigene kryogene Oberstufe für die Steigerung der Nutzlast. Außerdem müssen Sicherheitssysteme entwickelt werden, um die GSLV Mark II für einen Flug mit Menschen an Bord zu qualifizieren. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Mittelpunkt steht aber die Entwicklung des eigentlichen Raumschiffes. Dabei arbeitet man mit der russischen Raumfahrtagentur Roskosmos zusammen. Eine entsprechende Vereinbarung war bereits Ende letzten Jahres getroffen worden. Außerdem soll 2013 ein indischer Raumfahrer mit einem russischen Raumschiff ins All gelangen. Dies wäre nach 1984 der zweite gemeinsame bemannte Raumflug. Vor 25 Jahren flog nämlich der Inder Rakesh Sharma für eine Woche zur russischen Raumstation Salut 7. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Falls der langfristige Plan gelingt, dann wäre Indien das vierte Land, das die Möglichkeit hat, Raumfahrer mit eigenen Mitteln auf Erdumlaufbahnen zu bringen. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Raumcon:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=3801.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Thread zu Indiens bemannter Raumfahrt</a></li></ul>
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	</channel>
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