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	<title>habitale Zone &#8211; Raumfahrer.net</title>
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	<description>Das Portal für Astronomie- und Raumfahrtbegeisterte</description>
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	<title>habitale Zone &#8211; Raumfahrer.net</title>
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		<title>Hoffnung oder Verzweiflung: Ist irgendein Exoplanet wirklich bewohnbar?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 25 Feb 2026 11:11:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Idee, Leben auf anderen Planeten zu finden, fasziniert die Menschheit seit Jahrhunderten. Da wir immer mehr potenziell „habitable“ Exoplaneten entdecken, ist es vielleicht an der Zeit, unsere Vorstellung davon, was bewohnbar ist, zu präzisieren. Von unserer pessimistischsten bis zu unserer optimistischsten Sicht auf das Universum untersuchen wir, wie nah Astronomen der Entdeckung einer neuen [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Die Idee, Leben auf anderen Planeten zu finden, fasziniert die Menschheit seit Jahrhunderten. Da wir immer mehr potenziell „habitable“ Exoplaneten entdecken, ist es vielleicht an der Zeit, unsere Vorstellung davon, was bewohnbar ist, zu präzisieren. Von unserer pessimistischsten bis zu unserer optimistischsten Sicht auf das Universum untersuchen wir, wie nah Astronomen der Entdeckung einer neuen Erde sind. Ein Blogpost der Europäischen Südsternwarte ESO von Alejandro Izquierdo López.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: <a href="https://www.eso.org/public/blog/habitable-zone/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">ESO / Blogpost von Alejandro Izquierdo López </a>, 20. Februar 2026</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/02/1-0310_habitable_zone_cc_8bit.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Die bewohnbare Zone der Sonne: weder zu weit entfernt noch zu nah, sodass flüssiges Wasser existieren kann. Planeten wie Mars befinden sich am Rande der bewohnbaren Zone und könnten in der Vergangenheit Ozeane gehabt haben. Bildnachweis: ESO/M. Kornmesser" data-rl_caption="" title="Die bewohnbare Zone der Sonne: weder zu weit entfernt noch zu nah, sodass flüssiges Wasser existieren kann. Planeten wie Mars befinden sich am Rande der bewohnbaren Zone und könnten in der Vergangenheit Ozeane gehabt haben. Bildnachweis: ESO/M. Kornmesser" data-wpel-link="internal"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="400" height="235" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/02/1-0310_habitable_zone_cc_8bit-400x235-1.jpg" alt="" class="wp-image-150841" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/02/1-0310_habitable_zone_cc_8bit-400x235-1.jpg 400w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/02/1-0310_habitable_zone_cc_8bit-400x235-1-300x176.jpg 300w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><em>Die bewohnbare Zone der Sonne: weder zu weit entfernt noch zu nah, sodass flüssiges Wasser existieren kann. Planeten wie Mars befinden sich am Rande der bewohnbaren Zone und könnten in der Vergangenheit Ozeane gehabt haben.<br><mark>Bildnachweis: ESO/M. Kornmesser</mark></em></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Die bewohnbare oder &#8222;habitable&#8220; Zone verstehen</strong><br><a href="https://www.eso.org/public/blog/quest-for-other-worlds/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Jedes Jahr</a> entdecken wir neue Exoplaneten. Was vor 30 oder sogar 20 Jahren noch eine unglaubliche Leistung war, ist heute fast schon Routine. Wir haben über 6000 Planeten entdeckt, die andere Sterne als die Sonne umkreisen, mindestens <a href="https://exoplanetarchive.ipac.caltech.edu/cgi-bin/TblView/nph-tblView?app=ExoTbls&amp;config=PS&amp;constraint=default_flag=1&amp;constraint=disc_facility+like+%27%25TESS%25%27" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">330 davon mit ESO-Teleskopen</a> in den Observatorien La Silla und Paranal.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Was Astronomen und die Öffentlichkeit gleichermaßen davon träumen, auf einem dieser Planeten zu bestätigen, ist das, was als Schlüsselelement für Leben gilt: stabiles flüssiges Wasser an der Oberfläche des Planeten. Damit Oberflächenwasser in flüssigem Zustand vorliegt, darf ein Exoplanet weder zu weit entfernt (zu kalt) noch zu nah (zu heiß) an seinem Mutterstern liegen. Er muss in einer gemäßigten Zone umkreisen, die als „bewohnbare zirkumstellare Zone“ oder einfach „habitable Zone“ bezeichnet wird. Da Sterne unterschiedliche Typen, Größen und Massen haben, hat jeder Stern seine eigene bewohnbare Zone.<br>Teleskope auf der ganzen Welt haben etwa <a href="https://phl.upr.edu/hwc" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">70 Exoplaneten in der bewohnbaren Zone von Sternen gefunden, aber nur etwa 30 davon wären Gesteinsplaneten</a> wie die Erde, auf denen Ozeane existieren könnten. Das bedeutet jedoch nicht, dass dort garantiert Leben zu finden ist. Beispielsweise umkreisen Planeten wie Venus oder Mars die Sonne innerhalb der Grenzen ihrer bewohnbaren Zone, aber dort Leben zu finden, erscheint sehr unwahrscheinlich. Was brauchen wir noch, damit ein Planet wirklich bewohnbar ist?</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Das richtige Maß an Verzweiflung: Reicht die bewohnbare Zone aus?</strong><br>Selbst wenn sich ein Planet in der bewohnbaren Zone befindet, ist seine Oberflächentemperatur möglicherweise nicht immer so „gemäßigt“, wie wir es uns wünschen würden. Der Planet HD 20794 d beispielsweise ist eine „<a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Super-Earth" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Supererde</a>“, die 20 Lichtjahre entfernt ist. Er wurde im Januar 2025 dank einer Kombination aus Instrumenten des <a href="https://www.iac.es/en/outreach/news/iac-confirms-existence-super-earth-habitable-zone-sun-star" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Very Large Telescope der ESO und des 3,6-Meter-Teleskops</a> der ESO entdeckt. Die Umlaufbahn dieses Planeten ist jedoch so elliptisch, dass er sich im Laufe seines Jahres aus der bewohnbaren Zone herausbewegt, was zu einem extrem langen „Winter” führt, der, gelinde gesagt, nicht sehr lebensfreundlich ist. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Aber selbst bei einer perfekten Umlaufbahn wäre die Temperatur möglicherweise nicht angenehm. Im Jahr 2013 entdeckten Astronomen mit dem 3,6-Meter-Teleskop der ESO drei Planeten im 22 Lichtjahre entfernten System Gliese 667C, die alle innerhalb der <a href="https://www.eso.org/public/news/eso1328/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">habitablen Zone</a> liegen. Seitdem haben wir entdeckt, dass Gliese 667Cf gezeitengebunden ist: Obwohl er sich dreht, ist eine seiner Seiten immer dem Stern zugewandt, wodurch sie verbrannt ist, während die andere Seite permanent im Schatten liegt und kalt ist. Dort könnte Leben, wie wir es kennen, nur in einem Bereich zwischen der hellen und der dunklen Seite gedeihen oder wenn Windströmungen die Wärme gleichmäßig über den Planeten verteilen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wirklich bewohnbare Planeten sollten auch über ein Magnetfeld und eine Atmosphäre verfügen, die das Leben vor kosmischer Strahlung schützen, einschließlich der Strahlung, die vom Mutterstern ausgeht. Im Jahr 2016 entdeckten Astronomen mit dem TRAPPIST-Teleskop am La Silla-Observatorium der ESO drei Planeten in der bewohnbaren Zone des ultrakühlen Zwergsterns <a href="https://www.eso.org/public/news/eso1615/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">TRAPPIST 1</a>. Seitdem haben wir erfahren, dass der Planet TRAPPIST1b nicht nur gezeitengebunden ist und starker Strahlung ausgesetzt ist, sondern auch <a href="https://iopscience.iop.org/article/10.3847/2041-8213/ace03b/meta" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">keine Spur einer Atmosphäre</a> aufweist – nicht gerade der beste Ort für Leben. Es ist nicht bekannt, ob die <a href="https://www.nature.com/articles/s41586-023-06232-z#Sec1" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">beiden anderen Planeten</a> eine Atmosphäre haben, die die Strahlung ihres Sterns abhalten kann.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Strahlung ist auch eine der Gefahren für Planeten, die M-Sterne umkreisen, die häufigsten Sterne im Universum. M-Sterne haben bewohnbare Zonen, die sehr nahe an ihrer kühlen Oberfläche liegen, wodurch die Planeten den starken Sonneneruptionen ausgesetzt sind, die diese sehr aktiven Sterne häufig hervorbringen. <a href="https://www.eso.org/public/news/eso1629/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Proxima Centauri b</a>, unsere nächstgelegene potenzielle zweite Heimat außerhalb des Sonnensystems, umkreist einen solchen Stern. Dieser Exoplanet zieht aus unserer Sicht nicht vor seinem Mutterstern vorbei, sodass wir das Licht des Sterns nicht durch die Atmosphäre des Planeten hindurch sehen können, was uns daran hindert, seine Zusammensetzung leicht zu entschlüsseln.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Selbst wenn Planeten kreisförmige Umlaufbahnen in der bewohnbaren Zone und eine Atmosphäre haben, kann ein Exoplanet dennoch eine Höllenlandschaft sein – man denke nur an unseren Nachbarn Venus. Tatsächlich wäre Leben auf der Erde ohne viele Merkmale unseres Planeten nicht möglich gewesen: von der Plattentektonik, die Energie und Nährstoffe liefert, bis hin zum Alter unserer Sonne, die alt genug ist, damit ein Planet genügend Zeit hat, Leben zu entwickeln, aber nicht so alt, dass sich der Stern in einer stabilen Phase seines Lebens befindet, mit viel Zeit vor sich, in der Leben gedeihen kann. Manche fragen sich daher vielleicht, ob <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Rare_Earth_hypothesis#" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">die Erde einfach etwas ganz Besonderes ist</a>?</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/02/2-eso1312a.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="400" height="267" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/02/2-eso1312a-400x267-1.jpg" alt="" class="wp-image-150843" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/02/2-eso1312a-400x267-1.jpg 400w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/02/2-eso1312a-400x267-1-300x200.jpg 300w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/02/2-eso1312a-400x267-1-272x182.jpg 272w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><em>Das Atacama Large Milimeter/Submilimeter Array (ALMA) befindet sich auf einer Höhe von 5000 Metern in der Atacama-Wüste. Diese Bedingungen sind zwar ideal für die Beobachtung des Universums, aber gerade nicht gerade voller Leben. Könnte es jemals einen Planeten geben, auf dem überall Leben gedeiht?<br><mark>Bildnachweis: Clem &amp; Adri Bacri-Normier (wingsforscience.com)/ESO</mark></em></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Ein Hoffnungsschimmer: uns neuen Möglichkeiten öffnen</strong><br>Im Jahr 2007 entdeckte die ESO den habitablen Planeten <a href="https://www.eso.org/public/france/news/eso0722/?lang" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Gliese 581c</a>. Da es sich um einen der ersten habitablen Planeten handelte, der jemals gefunden wurde, und er nur 22 Lichtjahre von uns entfernt ist, waren die Astronomen voller Begeisterung. Spätere Messungen ergaben, dass sich der Exoplanet <a href="https://iopscience.iop.org/article/10.3847/2515-5172/acdf52/meta" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">am innersten Rand seiner habitablen Zone</a> befindet und daher wahrscheinlich sehr heiß ist. Gibt es noch Hoffnung für Gliese 581c?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn uns die Erde etwas gelehrt hat, dann ist es, dass Leben extrem widerstandsfähig ist. Auf unserem Planeten wurde Leben an unvorstellbaren Orten gefunden: in den Tiefen der Ozeane, in kochend heißen Quellen, tief unter der Erde, in sauren Gewässern… Diese Organismen, meist Bakterien oder <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Archaea" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Archaeen</a>, sind Extremophile, die sich auf Gliese 581c oder ähnlichen Planeten leicht zu Hause fühlen könnten. Tatsächlich sind viele Orte auf der Erde nicht gerade einfach zu bewohnen. In den eisigen Gebieten am Nord- oder Südpol gibt es keine einheimische Fauna oder Flora, und in den trockensten Teilen einiger Wüsten der Welt, wie der Atacama, kann das Leben ebenfalls nur schwer gedeihen. Das wirft die Frage auf: Könnte es etwas Besseres als die Erde geben? Einige Forscher glauben, dass ein bewohnbarer Planet mit kleineren Kontinenten, größeren Gebieten mit flachen Ozeanen und etwas wärmeren Temperaturen sogar noch <a href="https://arxiv.org/pdf/1401.2392" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">bessere Bedingungen als die Erde</a> bieten könnte, damit Leben gedeihen und sich entwickeln kann.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn wir offen für Möglichkeiten sind, könnte Leben sogar außerhalb der bewohnbaren Zone gefunden werden. Die Schwerkraft des Jupiter beispielsweise ist so stark, dass sie seinen Mond Europa erwärmt, sodass dort sogar in dieser großen Entfernung von der Sonne Ozeane aus flüssigem Wasser existieren können, wenn auch unter der Eiskruste des Mondes und nicht an seiner Oberfläche. Wir könnten uns sogar Lebensformen vorstellen, die sich völlig von unseren unterscheiden, die in Ozeanen aus Ammoniak leben und aus Molekülen bestehen, die wir noch nie gesehen haben, und die in der Lage sind, an Orten zu leben, die sich stark von der Erde unterscheiden. Die Erde bleibt unser einziges Beispiel für einen bewohnbaren Planeten, daher müssen wir unsere Suche vorerst vielleicht auf vertraut aussehende Organismen und Exoplaneten beschränken.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Neue Bemühungen jenseits der habitablen Zone</strong><br>Über die Suche nach Planeten in der bewohnbaren Zone hinaus konzentrieren sich Astronomen nun darauf, lebensbezogene Elemente nachzuweisen. Gase wie CO<sub>2</sub> und Methan können durch biologische Prozesse entstehen, müssen dies aber nicht unbedingt. Andere Gase wie Dimethylsulfid werden vermutlich ausschließlich von lebenden Organismen produziert – allerdings sind sich <a href="https://www.scientificamerican.com/article/what-is-dimethyl-sulfide-the-chemical-found-on-exoplanet-k2-18-b/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">nicht alle einig, dass dies als zuverlässiges Biosignal angesehen werden kann</a>. Dies ist ein zentrales Problem: Wie kann man mit Sicherheit nachweisen, dass eine bestimmte spektrale Signatur nicht durch nicht-biologische Prozesse verursacht wird?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zukünftige Einrichtungen wie das geplante Extremely Large Telescope der ESO versprechen <a href="https://elt.eso.org/science/exoplanets/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">reichhaltigere Daten für die Exobiologieforschung</a>. Es wird uns nicht nur helfen, mehr Planeten in der gemäßigten Zone ihrer Sterne zu finden, sondern auch dabei, die Merkmale aufzudecken, die uns sagen, ob sie wirklich bewohnbar sind. Bei der Interpretation der Daten müssen wir jedoch wachsam bleiben, da Bewohnbarkeit nicht garantiert, dass ein Planet tatsächlich Leben beherbergt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=8101.msg584309#msg584309" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Exoplaneten in habitabler Zone</a></li>
</ul>
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			</item>
		<item>
		<title>Keine erdähnliche Atmosphäre auf TRAPPIST-1d</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/keine-atmosphaere-auf-trappist-1d/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 13 Aug 2025 11:12:01 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Der Exoplanet TRAPPIST-1 d fasziniert Astronomen, die nach möglicherweise bewohnbaren Welten außerhalb unseres Sonnensystems suchen, da er ähnlich groß wie die Erde ist, aus Gestein besteht und sich in einem Bereich um seinen Stern befindet, in dem flüssiges Wasser auf seiner Oberfläche theoretisch möglich ist. Laut einer neuen Studie, die Daten des James-Webb-Weltraumteleskops der NASA/ESA/CSA [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Der Exoplanet TRAPPIST-1 d fasziniert Astronomen, die nach möglicherweise bewohnbaren Welten außerhalb unseres Sonnensystems suchen, da er ähnlich groß wie die Erde ist, aus Gestein besteht und sich in einem Bereich um seinen Stern befindet, in dem flüssiges Wasser auf seiner Oberfläche theoretisch möglich ist. Laut einer neuen Studie, die Daten des <a href="https://www.esa.int/ESA_Multimedia/Missions/Webb" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">James-Webb-Weltraumteleskops der NASA/ESA/CSA</a> verwendet, verfügt er jedoch nicht über eine erdähnliche Atmosphäre.<br>Eine Pressemitteilung der europäischen Raumfahrtagentur ESA.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: <a href="https://www.esa.int/Science_Exploration/Space_Science/Webb/No_Earth-like_atmosphere_on_TRAPPIST-1_d" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">ESA/Science&amp;Exploration/SpaceScience/Webb</a>, 13. August 2025</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine schützende Atmosphäre, eine freundliche Sonne und viel flüssiges Wasser – die Erde ist ein besonderer Ort. Mit den beispiellosen Fähigkeiten des Webb-Teleskops wollen Astronomen herausfinden, wie besonders und selten unser Heimatplanet tatsächlich ist. Kann diese gemäßigte Umgebung auch anderswo existieren, sogar um einen anderen Sterntyp herum? Das TRAPPIST-1-System bietet eine spannende Gelegenheit, dieser Frage nachzugehen, da es sieben erdgroße Welten umfasst, die den häufigsten Sterntyp in der Galaxie umkreisen: einen roten Zwerg.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Letztendlich wollen wir wissen, ob es anderswo eine Umgebung gibt, die der auf der Erde ähnelt, und unter welchen Bedingungen. weil das James-Webb-Weltraumteleskop uns erstmals die Möglichkeit gibt, diese Frage bei erdähnlichen Planeten zu untersuchen, können wir zum jetzigen Zeitpunkt TRAPPIST-1 d von der Liste der potenziellen Zwillinge oder Cousins der Erde streichen“, sagte Caroline Piaulet-Ghorayeb von der University of Chicago und dem Trottier Institute for Research on Exoplanets (IREx) an der Université de Montréal, Hauptautorin der in The Astrophysical Journal veröffentlichten Studie</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Der Planet TRAPPIST-1 d</strong></p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/08/Artist_impression_of_TRAPPIST-1_d_pillars.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="450" height="253" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/08/Artist_impression_of_TRAPPIST-1_d_pillars_450x253.jpg" alt="" class="wp-image-147723" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/08/Artist_impression_of_TRAPPIST-1_d_pillars_450x253.jpg 450w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/08/Artist_impression_of_TRAPPIST-1_d_pillars_450x253-300x169.jpg 300w" sizes="(max-width: 450px) 100vw, 450px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Künstlerische Darstellung von TRAPPIST-1 d<br>Bildbeschreibung: Illustration eines Planeten vor einem Stern. Der Stern zeigt auf der einen Seite eine große Eruption und weitere rote Strahlen, die von seiner südlichen Hemisphäre ausgehen. Im Hintergrund sind zwei weitere Planeten zu sehen.<br>Credit: NASA, ESA, CSA, J. Olmsted (STScI). License: CC BY 4.0 INT or ESA Standard Licence</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Das TRAPPIST-1-System ist 40 Lichtjahre entfernt und offenbarte sich 2017 dank Daten des außer Dienst gestellten Spitzer-Weltraumteleskops der NASA und anderer Observatorien als Rekordhalter für die meisten erdgroßen Gesteinsplaneten um einen einzelnen Stern. Da es sich bei diesem Stern um einen lichtschwachen, relativ kalten Roten Zwerg handelt, liegt die „habitable Zone“ – der Bereich in dem die Temperatur des Planeten genau richtig sein könnte, um flüssiges Oberflächenwasser zu ermöglichen – viel näher am Stern als in unserem Sonnensystem. TRAPPIST-1 d, der dritte Planet des Roten Zwergsterns, liegt an der Schwelle zu dieser gemäßigten Zone, doch sein Abstand zu seinem Stern beträgt nur 2 Prozent des Abstands der Erde von der Sonne. TRAPPIST-1 d vollendet eine vollständige Umlaufbahn um seinen Stern, sein Jahr, in nur vier Erdentagen.<br>Webbs NIRSpec-Instrument (Nahinfrarot-Spektrograph) konnte auf TRAPPIST-1 d keine in der Erdatmosphäre häufig vorkommenden Moleküle wie Wasser, Methan oder Kohlendioxid nachweisen. Piaulet-Ghorayeb skizzierte für den Exoplaneten jedoch mehrere Punkte, die für weitere Untersuchungen offen sind.<br>„Es gibt mehrere mögliche Gründe, warum wir um TRAPPIST-1 d keine Atmosphäre entdecken konnten. Er könnte eine extrem dünne Atmosphäre haben, die schwer zu erkennen ist, ähnlich wie beim Mars. Alternativ könnten sehr dichte Wolken in großer Höhe die Erkennung spezifischer atmosphärischer Signaturen blockieren – ähnlich wie bei der Venus. Oder es könnte sich um einen kargen Felsen ohne jegliche Atmosphäre handeln“, sagte Piaulet-Ghorayeb.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Die Stern TRAPPIST-1</strong></p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/08/TRAPPIST-1_star_system_pillars.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="450" height="261" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/08/TRAPPIST-1_star_system_pillars_450x261.jpg" alt="" class="wp-image-147725" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/08/TRAPPIST-1_star_system_pillars_450x261.jpg 450w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/08/TRAPPIST-1_star_system_pillars_450x261-300x174.jpg 300w" sizes="(max-width: 450px) 100vw, 450px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Bildbeschreibung: Das TRAPPIST-1-System besteht aus sieben erdgroßen Planeten, die einen roten Zwergstern umkreisen.<br>Diese Abbildung zeigt die sieben TRAPPIST-1-Planeten, wie sie von der Erde aus mit einem fiktiven, unglaublich leistungsstarken Teleskop aussehen könnten. Die Größen und relativen Positionen sind maßstabsgetreu: Es handelt sich um ein so kleines Planetensystem, dass seine Sonne, TRAPPIST-1, kaum größer ist als unser Planet Jupiter, und alle Planeten haben fast die Größe der Erde. Ihre Umlaufbahnen liegen alle genau innerhalb der Bahndistanz unseres innersten Planeten Merkur in unserem Sonnensystem. Mit solch kleinen Umlaufbahnen durchlaufen die TRAPPIST-1-Planeten ein Jahr in wenigen Erdentagen: 1,5 für den innersten Planeten, TRAPPIST-1b, und 20 für den äußersten, TRAPPIST-1h. Diese besondere Anordnung von Planeten mit einem Doppeltransit spiegelt die tatsächliche Konfiguration des Systems während der 21-tägigen Beobachtungen des NASA-Weltraumteleskops Spitzer Ende 2016 wider. Das System wurde durch Beobachtungen des NASA-Weltraumteleskops Spitzer, des erdgebundenen TRAPPIST-Teleskops (TRAnsiting Planets and PlanetesImals Small Telescope) sowie weiterer erdgebundener Observatorien entdeckt. Das System wurde nach dem <a href="https://www.eso.org/public/teles-instr/lasilla/trappist/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">TRAPPIST-Teleskop</a> benannt.<br>Credit: NASA/JPL-Caltech/R. Hurt (IPAC). License: ESA Standard Licence</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Was auch immer auf TRAPPIST-1 d zutrifft, es ist hart, ein Planet im Orbit eines roten Zwergsterns zu sein. <a href="https://www.esa.int/ESA_Multimedia/Images/2022/03/TRAPPIST-1_star_system" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">TRAPPIST-1</a>, der Mutterstern des Systems, ist bekannt für seine Unbeständigkeit und setzt häufig hochenergetische Strahlung frei, die die Atmosphäre seiner kleinen Planeten zerstören kann, insbesondere derjenigen, die ihm am nächsten kommen. Dennoch sind Wissenschaftler motiviert, nach Anzeichen von Atmosphären auf den TRAPPIST-1-Planeten zu suchen, da rote Zwergsterne die häufigsten Sterne in unserer Galaxie sind. Wenn Planeten hier unter Wellen harter Sternstrahlung eine Atmosphäre bewahren können, könnten sie es, wie man so schön sagt, überall schaffen.<br>„Webbs empfindliche Infrarotinstrumente ermöglichen es uns erstmals, in die Atmosphären dieser kleineren, kälteren Planeten einzutauchen“, sagte Björn Benneke vom IREx an der Université de Montréal, ein Co-Autor der Studie. „Wir stehen erst am Anfang, Webb zu nutzen, um nach Atmosphären auf erdgroßen Planeten zu suchen und die Grenze zwischen Planeten, die eine Atmosphäre halten können, und solchen, die das nicht können, zu ziehen.“</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Die äußeren TRAPPIST-1 Planeten</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Beobachtungen der äußeren TRAPPIST-1-Planeten durch Webb laufen noch, was sowohl Potenzial als auch Gefahren birgt. Einerseits, so Benneke, könnten die Planeten e, f, g und h aufgrund ihrer größeren Entfernung von den energiereichen Eruptionen ihres Muttersterns eine höhere Wahrscheinlichkeit für eine Atmosphäre aufweisen. Ihre Entfernung und die kältere Umgebung erschweren jedoch die Erkennung atmosphärischer Signaturen, selbst mit Webbs Infrarotinstrumenten.<br>„Für die Atmosphären um die TRAPPIST-1-Planeten ist noch nicht alle Hoffnung verloren“, sagte Piaulet-Ghorayeb. „Obwohl wir bei Planet d keine große, deutliche atmosphärische Signatur gefunden haben, besteht dennoch die Möglichkeit, dass die äußeren Planeten viel Wasser und andere atmosphärische Komponenten enthalten.“<br>„Unsere Detektivarbeit hat gerade erst begonnen. Während sich TRAPPIST-1 d als karger Felsbrocken erweisen könnte, der von einem grausamen roten Stern erleuchtet wird, könnten die äußeren Planeten TRAPPIST-1e, f, g und h dennoch dichte Atmosphären besitzen“, fügte Ryan MacDonald hinzu, ein Co-Autor der Studie, der jetzt an der University of St Andrews in Großbritannien und zuvor an der University of Michigan forscht. „Dank Webb wissen wir nun, dass TRAPPIST-1 d alles andere als eine gastfreundliche Welt ist. Wir lernen, dass die Erde im Kosmos weiter eine besondere Rolle spielt.“</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Links</strong>:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://esawebb.org/news/weic2516/" target="_blank" rel="noreferrer noopener follow" data-wpel-link="external">Release on esawebb.org</a></li>



<li><a href="https://iopscience.iop.org/article/10.3847/1538-4357/adf207" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Science paper</a></li>
</ul>



<figure class="wp-block-video"><video height="432" style="aspect-ratio: 432 / 432;" width="432" controls src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/08/2202_045_AR_EN.mp4"></video><figcaption class="wp-element-caption"><em>Videobeschreibung: Ein produktives Instrument von Webb: NIRSpec<br>Das NIRSpec-Instrument ist der wichtigste Nahinfrarot-Spektrograph an Bord des James-Webb-Weltraumteleskops und wird von der ESA bereitgestellt.<br>NIRSpec ermöglicht Wissenschaftlern die Untersuchung von Objekten, die in Gas- und Staubhüllen eingebettet sind, um mehr über die Entstehung und Entwicklung von Galaxien zu erfahren und die Atmosphären von Exoplaneten zu charakterisieren, um festzustellen, ob dort Wasser vorhanden ist.<br>Das Hauptziel von NIRSpec ist die Durchführung umfangreicher spektroskopischer Untersuchungen astronomischer Objekte wie Sterne oder entfernter Galaxien. Möglich wird dies durch den leistungsstarken Multi-Objekt-Spektroskopiemodus. Dieser nutzt etwa eine Viertelmillion winziger konfigurierbarer Blenden, die jeweils etwa so groß wie ein menschliches Haar sind, um gleichzeitige spektroskopische Beobachtungen mehrerer Quellen in einer einzigen Belichtung durchzuführen. In diesem Modus kann Webb Spektren von bis zu 200 Zielen gleichzeitig erfassen, was eine sehr effiziente Nutzung der wertvollen Beobachtungszeit von Webb ermöglicht.<br>NIRSpec bietet außerdem Integralfeld- und Festspaltspektroskopiemodi, die detaillierte Untersuchungen einzelner astronomischer Objekte ermöglichen.<br>Credit: ESA/ATG medialab. License: ESA Standard Licence</em></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Weitere Informationen</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Webb ist das größte und leistungsstärkste Teleskop, das jemals ins All gebracht wurde. Im Rahmen einer internationalen Kooperationsvereinbarung stellte die ESA den Start des Teleskops mit der Trägerrakete Ariane 5 bereit. In Zusammenarbeit mit Partnern war die ESA für die Entwicklung und Qualifizierung der Ariane-5-Adaptionen für die Webb-Mission sowie für die Beschaffung des Startdienstes durch Arianespace verantwortlich. Die ESA stellte außerdem den leistungsstarken Spektrographen NIRSpec und 50 % des Mittelinfrarot-Instruments MIRI zur Verfügung, das von einem Konsortium national finanzierter europäischer Institute (dem MIRI European Consortium) in Zusammenarbeit mit dem JPL und der University of Arizona entwickelt und gebaut wurde.<br>Webb ist eine internationale Partnerschaft zwischen der NASA, der ESA und der Canadian Space Agency (CSA).</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=483.msg577509#msg577509" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Exoplaneten</a></li>
</ul>
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]]></content:encoded>
					
		
		<enclosure url="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/08/2202_045_AR_EN.mp4" length="8728212" type="video/mp4" />

			</item>
		<item>
		<title>Webb findet neue Hinweise auf einen Planeten in unserem nächsten Sonnensystem</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/webb-findet-neue-hinweise-auf-einen-planeten-in-unserem-naechsten-sonnensystem/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 07 Aug 2025 13:01:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Extrasolar]]></category>
		<category><![CDATA[James Webb Teleskop]]></category>
		<category><![CDATA[Sterne]]></category>
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		<category><![CDATA[Alpha Centauri]]></category>
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		<category><![CDATA[James Webb Space Telescope]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Astronomen haben mit dem James-Webb-Weltraumteleskop der NASA/ESA/CSA starke Hinweise auf einen Riesenplaneten gefunden, der einen Stern im sonnennächsten Sternensystem umkreist. Das nur vier Lichtjahre von der Erde entfernte Dreifachsternsystem Alpha Centauri ist seit langem ein interessantes Ziel bei der Suche nach Welten jenseits unseres Sonnensystems.Eine Pressemitteilung der europäischen Raumfahrtagentur ESA. Quelle: ESA/Science&#38;Exploration/SpaceScience/Webb, 7. August 2025 [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Astronomen haben mit dem James-Webb-Weltraumteleskop der NASA/ESA/CSA starke Hinweise auf einen Riesenplaneten gefunden, der einen Stern im sonnennächsten Sternensystem umkreist. Das nur vier Lichtjahre von der Erde entfernte Dreifachsternsystem Alpha Centauri ist seit langem ein interessantes Ziel bei der Suche nach Welten jenseits unseres Sonnensystems.<br>Eine Pressemitteilung der europäischen Raumfahrtagentur ESA.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: <a href="https://www.esa.int/Science_Exploration/Space_Science/Webb/Webb_finds_new_hints_for_planet_around_closest_solar_twin" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">ESA/Science&amp;Exploration/SpaceScience/Webb</a>, 7. August 2025</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/08/Artist_s_concept_of_Alpha_Centauri_A_and_planet_pillars.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="356" height="200" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/08/Artist_s_concept_of_Alpha_Centauri_A_and_planet_pillars_356x200.jpg" alt="" class="wp-image-147758" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/08/Artist_s_concept_of_Alpha_Centauri_A_and_planet_pillars_356x200.jpg 356w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/08/Artist_s_concept_of_Alpha_Centauri_A_and_planet_pillars_356x200-300x169.jpg 300w" sizes="(max-width: 356px) 100vw, 356px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Künstlerische Darstellung von Alpha Centauri A und seinem Planeten<br>Credit: NASA, ESA, CSA, STScI, R. Hurt (Caltech/IPAC); Licence: CC BY 4.0 INT or ESA Standard Licence</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Es ist nur von der südlichen Hemisphäre der Erde aus sichtbar und besteht aus den beiden sonnenähnlichen Doppelsternen Alpha Centauri A und Alpha Centauri B sowie dem schwach leuchtenden roten Zwergstern Proxima Centauri. Alpha Centauri A ist der dritthellste Stern am Nachthimmel. Obwohl drei Planeten bestätigt sind, die Proxima Centauri umkreisen, erwies sich die Bestätigung weiterer Welten um Alpha Centauri A und Alpha Centauri B als schwierig.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nun liefern Webbs Beobachtungen mit seinem Mid-Infrared Instrument (<a href="https://www.esa.int/Science_Exploration/Space_Science/Webb/MIRI_factsheet" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">MIRI</a>) den bislang stärksten Beweis für einen Gasriesen, der Alpha Centauri A umkreist. Die Ergebnisse wurden in zwei Artikeln in den Astrophysical Journal Letters veröffentlicht.<br>Sollte dies bestätigt werden, wäre der Planet der erdnächste Planet, der in der <a href="https://www.esa.int/Science_Exploration/Space_Science/Plato/Planets_in_the_habitable_zone" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">habitablen Zone</a> eines sonnenähnlichen Sterns kreist. Da es sich bei dem Planetenkandidaten jedoch um einen Gasriesen handelt, gehen Wissenschaftler davon aus, dass er kein Leben, wie wir es kennen, beherbergen würde.<br>„Da uns dieses System so nahe ist, würde jeder gefundene Exoplanet unsere beste Gelegenheit bieten, Daten über andere Planetensysteme als unser eigenes zu sammeln. Doch selbst mit dem leistungsstärksten Weltraumteleskop der Welt sind diese Beobachtungen unglaublich anspruchsvoll, weil diese Sterne so hell und nah sind und sich schnell über den Himmel bewegen“, sagte Charles Beichman vom Jet Propulsion Laboratory der NASA und dem NASA Exoplanet Science Institute am IPAC-Astronomiezentrum des Caltech, einer der Erstautoren der neuen Fachartikel. „Webb wurde entwickelt und optimiert, um die entferntesten Galaxien im Universum zu finden. Das Operationsteam des Space Telescope Science Institute musste eine maßgeschneiderte Beobachtungssequenz nur für dieses Ziel entwickeln, und ihr zusätzlicher Aufwand hat sich spektakulär gelohnt.“</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/08/Alpha_Centauri_in_data_from_DSS_Hubble_and_Webb_panel_pillars.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="600" height="200" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/08/Alpha_Centauri_in_data_from_DSS_Hubble_and_Webb_panel_pillars_600x200.jpg" alt="" class="wp-image-147760" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/08/Alpha_Centauri_in_data_from_DSS_Hubble_and_Webb_panel_pillars_600x200.jpg 600w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/08/Alpha_Centauri_in_data_from_DSS_Hubble_and_Webb_panel_pillars_600x200-300x100.jpg 300w" sizes="(max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Dieses Bild zeigt das Sternsystem Alpha Centauri aus der Perspektive verschiedener erdgebundener und weltraumgestützter Observatorien: dem Digitized Sky Survey (DSS), dem Hubble-Weltraumteleskop der NASA/ESA und dem James-Webb-Weltraumteleskop der NASA/ESA/CSA. Alpha Centauri A ist der dritthellste Stern am Nachthimmel und der der Erde am nächsten gelegene sonnenähnliche Stern. Das erdgebundene Bild des DSS zeigt das Dreifachsystem als einzelne Lichtquelle, während Hubble die beiden sonnenähnlichen Sterne im System, Alpha Centauri A und Alpha Centauri B, auflöst. Das Bild von Webbs MIRI (Mid-Infrared Instrument), das eine Koronamaske verwendet, um das helle Licht von Alpha Centauri A zu blockieren, zeigt einen potenziellen Planeten, der den Stern umkreist.<br>Credit: NASA, ESA, CSA, STScI, DSS, A. Sanghi (Caltech), C. Beichman (JPL), D. Mawet (Caltech), J. DePasquale (STScI); Licence: CC BY 4.0 INT or ESA Standard Licence</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Mehrere Runden sorgfältig geplanter Beobachtungen durch Webb, sorgfältige Analysen durch das Forschungsteam und umfangreiche Computermodellierungen führten zu der Feststellung, dass es sich bei der in Webbs Bild sichtbaren Quelle wahrscheinlich um einen Planeten und nicht um ein Hintergrundobjekt (wie eine Galaxie), ein Vordergrundobjekt (einen vorbeiziehenden Asteroiden) oder ein anderes Detektor- oder Bildartefakt handelt.<br>Die ersten Beobachtungen des Systems fanden im August 2024 statt. Dabei wurde die Koronamaske an Bord von MIRI verwendet, um das Licht von Alpha Centauri A zu blockieren. Obwohl die zusätzliche Helligkeit des nahegelegenen Begleitsterns Alpha Centauri B die Analyse erschwerte, konnte das Team das Licht beider Sterne herausrechnen und so ein Objekt enthüllen, das über 10.000-mal lichtschwächer als Alpha Centauri A ist und etwa die doppelte Entfernung zwischen Sonne und Erde von diesem Stern entfernt ist.<br>Obwohl die erste Entdeckung aufregend war, benötigte das Forschungsteam weitere Daten, um zu einem eindeutigen Ergebnis zu gelangen. Zusätzliche Beobachtungen des Systems im Februar 2025 und April 2025 (unter Verwendung der Director’s Discretionary Time) ergaben jedoch keine Objekte wie das im August 2024 identifizierte.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/08/Alpha_Centauri_as_seen_by_Webb_panel_pillars.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="600" height="214" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/08/Alpha_Centauri_as_seen_by_Webb_panel_pillars_600x214.jpg" alt="" class="wp-image-147763" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/08/Alpha_Centauri_as_seen_by_Webb_panel_pillars_600x214.jpg 600w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/08/Alpha_Centauri_as_seen_by_Webb_panel_pillars_600x214-300x107.jpg 300w" sizes="(max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Dieses dreiteilige Bild zeigt die Beobachtungssuche des James-Webb-Weltraumteleskops von NASA/ESA/CSA nach einem Planeten um den nächstgelegenen sonnenähnlichen Stern Alpha Centauri A. Das erste Bild zeigt das helle Licht von Alpha Centauri A und Alpha Centauri B. Das mittlere Bild zeigt das System mit einer Koronarmaske über Alpha Centauri A, die dessen helles Licht abschirmt. Die Lichtbrechung an den Rändern der Koronarmaske erzeugt jedoch Lichtwellen im umgebenden Raum. Die Optik des Teleskops (Spiegel und Trägerstrukturen) führt dazu, dass ein Teil des Lichts mit sich selbst interferiert und kreisförmige und speichenartige Muster erzeugt. Diese komplexen Lichtmuster sowie das Licht des nahegelegenen Alpha Centauri B erschweren die Erkennung schwacher Planeten enorm. Im rechten Bild haben Astronomen die bekannten Muster (mithilfe von Referenzbildern und Algorithmen) subtrahiert, um das Bild zu bereinigen und schwache Quellen wie den Planetenkandidaten sichtbar zu machen.<br>Credit: NASA, ESA, CSA, STScI, A. Sanghi (Caltech), C. Beichman (JPL), D. Mawet (Caltech), J. DePasquale (STScI); Licence: CC BY 4.0 INT or ESA Standard Licence</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">„Wir stehen vor dem nicht-mehr-sichtbar-sein eines Planeten! Um dieses Rätsel zu lösen, haben wir mithilfe von Computermodellen Millionen möglicher Umlaufbahnen simuliert und dabei sowohl die Erkenntnisse aus der Beobachtung des Planeten als auch aus der Zeit ohne Beobachtung berücksichtigt“, sagte Doktorand Aniket Sanghi vom California Institute of Technology in Pasadena, Kalifornien. Sanghi ist Co-Erstautor der beiden Artikel, die die Forschung des Teams behandeln.<br>In diesen Simulationen berücksichtigte das Team sowohl die <a href="https://www.nature.com/articles/s41467-021-21176-6" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Sichtung eines potenziellen Exoplanetenkandidaten durch das Very Large Telescope der Europäischen Südsternwarte im Jahr 2019</a> als auch die neuen Daten von Webb. Zudem wurden Umlaufbahnen berücksichtigt, die in Gegenwart von Alpha Centauri B gravitativ stabil wären, d. h. der Planet würde nicht aus dem System geschleudert.<br>Die Forscher halten eine Nichtentdeckung in der zweiten und dritten Beobachtungsrunde mit Webb für nicht überraschend.<br>„Wir stellten fest, dass sich der Planet in der Hälfte der simulierten Umlaufbahnen zu nahe an den Stern bewegte und für Webb sowohl im Februar als auch im April 2025 nicht sichtbar gewesen wäre“, sagte Sanghi. Basierend auf der Helligkeit des Planeten in den Beobachtungen im mittleren Infrarot und den Umlaufbahnsimulationen gehen die Forscher davon aus, dass es sich um einen Gasriesen mit etwa der Masse des Saturn handeln könnte, der Alpha Centauri A auf einer elliptischen Bahn umkreist, die zwischen dem ein- und zweifachen Abstand zwischen Sonne und Erde variiert.<br>„Dies sind einige der anspruchsvollsten Beobachtungen, die wir bisher mit dem Koronographen von MIRI durchgeführt haben“, sagte Pierre-Olivier Lagage vom CEA in Frankreich, Mitautor der Artikel und französischer Leiter der Entwicklung von MIRI. „Als wir das Instrument entwickelten, waren wir gespannt, was wir um Alpha Centauri herum entdecken würden, und ich bin gespannt, was es uns als Nächstes offenbaren wird!“<br>„Sollte sich die Existenz des potenziellen Planeten im Webb-Bild von Alpha Centauri A bestätigen, wäre dies ein Meilenstein in der Exoplaneten-Bildgebung“, sagt Sanghi. „Von allen bisher direkt abgebildeten Planeten wäre dieser seinem Stern am nächsten. Er ähnelt in Temperatur und Alter den Riesenplaneten unseres Sonnensystems am meisten und ist unserer Heimat, der Erde, am nächsten“, sagt er. „Seine Existenz in einem System zweier eng beieinander liegender Sterne würde unser Verständnis davon, wie Planeten in chaotischen Umgebungen entstehen, überleben und sich entwickeln, in Frage stellen.“<br>Sollten die Ergebnisse des Teams durch weitere Beobachtungen bestätigt werden, könnten sie die Zukunft der Exoplanetenforschung verändern.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Links</strong>:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://esawebb.org/images/weic2515a/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Release on esawebb.org</a></li>



<li><a href="https://esawebb.org/media/archives/releases/sciencepapers/weic2515/weic2515a.pdf" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Science paper</a></li>



<li><a href="https://esawebb.org/media/archives/releases/sciencepapers/weic2515/weic2515b.pdf" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Science paper</a></li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Mehr Information</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Webb ist das größte und leistungsstärkste Teleskop, das jemals ins All geschossen wurde. Im Rahmen einer internationalen Kooperationsvereinbarung stellte die ESA den Start des Teleskops mit der Trägerrakete Ariane 5 bereit. In Zusammenarbeit mit Partnern war die ESA für die Entwicklung und Qualifizierung der Ariane-5-Adaptionen für die Webb-Mission sowie für die Beschaffung des Startdienstes durch Arianespace verantwortlich. Die ESA stellte außerdem den leistungsstarken Spektrographen NIRSpec und 50 % des Mittelinfrarot-Instruments MIRI bereit, das von einem Konsortium national finanzierter europäischer Institute (dem MIRI European Consortium) in Zusammenarbeit mit dem JPL und der University of Arizona entwickelt und gebaut wurde.<br>Webb ist eine internationale Partnerschaft zwischen NASA, ESA und der Canadian Space Agency (CSA).</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=483.msg577660#msg577660" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Exoplaneten</a></li>
</ul>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/webb-findet-neue-hinweise-auf-einen-planeten-in-unserem-naechsten-sonnensystem/" data-wpel-link="internal">Webb findet neue Hinweise auf einen Planeten in unserem nächsten Sonnensystem</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Ein Exoplanet könnte lebensfreundlich sein</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/ein-exoplanet-koennte-lebensfreundlich-sein/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 03 Feb 2023 08:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Beobachtung]]></category>
		<category><![CDATA[Extrasolar]]></category>
		<category><![CDATA[Top-Meldungen]]></category>
		<category><![CDATA[Calar-Alto-Observatorium]]></category>
		<category><![CDATA[CARMENES]]></category>
		<category><![CDATA[Exoplanet]]></category>
		<category><![CDATA[habitale Zone]]></category>
		<category><![CDATA[Klimamodellierung]]></category>
		<category><![CDATA[MPIA]]></category>
		<category><![CDATA[Simulation]]></category>
		<category><![CDATA[Wolf 1069 b]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.raumfahrer.net/?p=121740</guid>

					<description><![CDATA[<p>Astronomen finden einen seltenen Gesteinsplaneten mit Erdmasse, der sich für die Suche nach Lebenszeichen eignet. Eine Pressemitteilung der Max-Planck-Gesellschaft. Quelle: Max-Planck-Gesellschaft 3. Februar 2023. 3. Februar 2023 &#8211; Auf einem neu entdeckten Exoplaneten könnte sich die Suche nach Leben lohnen. Analysen eines Teams um die Astronomin Diana Kossakowski des Max-Planck-Instituts für Astronomie beschreiben einen Planeten, [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Astronomen finden einen seltenen Gesteinsplaneten mit Erdmasse, der sich für die Suche nach Lebenszeichen eignet. Eine Pressemitteilung der Max-Planck-Gesellschaft.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: Max-Planck-Gesellschaft 3. Februar 2023.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/whdmini1open32k.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Künstlerische Darstellung eines felsigen Exoplaneten, passend zu den ermittelten Eigenschaften von Wolf 1069 b, der einen roten Zwergstern umkreist. Flüssiges Wasser und lebensfreundliche Bedingungen über einen großen Bereich seiner Tagseite scheinen denkbar. (Bild: NASA/Ames Research Center/Daniel Rutter)" data-rl_caption="" title="Künstlerische Darstellung eines felsigen Exoplaneten, passend zu den ermittelten Eigenschaften von Wolf 1069 b, der einen roten Zwergstern umkreist. Flüssiges Wasser und lebensfreundliche Bedingungen über einen großen Bereich seiner Tagseite scheinen denkbar. (Bild: NASA/Ames Research Center/Daniel Rutter)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/whdmini1open326.jpg" alt=""/></a><figcaption class="wp-element-caption">Künstlerische Darstellung eines felsigen Exoplaneten, passend zu den ermittelten Eigenschaften von Wolf 1069 b, der einen roten Zwergstern umkreist. Flüssiges Wasser und lebensfreundliche Bedingungen über einen großen Bereich seiner Tagseite scheinen denkbar. (Bild: NASA/Ames Research Center/Daniel Rutter)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">3. Februar 2023 &#8211; Auf einem neu entdeckten Exoplaneten könnte sich die Suche nach Leben lohnen. Analysen eines Teams um die Astronomin Diana Kossakowski des Max-Planck-Instituts für Astronomie beschreiben einen Planeten, der seinen Heimatstern, den roten Zwergstern Wolf 1069, in der habitablen Zone umkreist. Das heißt, auf ihm könnten Temperaturen herrschen, bei denen es flüssiges Wasser geben kann. Außerdem hat der Planet namens Wolf 1069 b eine erdähnliche Masse. Es dürfte sich um einen Gesteinsplaneten handeln, der möglicherweise auch eine Atmosphäre besitzt. Das macht den Planeten zu einem der wenigen viel­versprechenden Ziele für die Suche nach Anzeichen für lebensfreundlich Bedingungen und Biosignaturen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn Astronominnen und Astronomen nach Planeten außerhalb unseres Sonnensystems suchen, haben sie es ganz besonders auf erdähnliche Himmelskörper abgesehen. Von den mehr als 5000 Exoplaneten, die sie bisher entdeckt haben, besitzen nur etwa ein Dutzend eine erdähnliche Masse und befinden sich in der habitablen Zone eines Sterns, also dem Bereich in einem Planetensystem, in dem flüssiges Wasser auf der Planetenoberfläche vorhanden sein kann. Mit Wolf 1069 b ist die Zahl solcher Exoplaneten, auf denen sich Leben entwickelt haben könnte, um einen Kandidaten gewachsen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Ein Planet mit ewigem Tag und ewiger Nacht</strong><br>Solche massearmen Planeten aufzuspüren, ist immer noch eine große Herausforderung. Diana Kossakowski und ihr Team vom Max-Planck-Institut für Astronomie in Heidelberg haben sich dieser Aufgabe im Rahmen des Carmenes-Projekts angenommen, in dem für die Suche nach potenziell lebensfreundlichen Welten eigens ein Instrument entwickelt wurde. Diese Apparatur setzt das Carmenes-Team am Calar-Alto-Observatorium in Spanien ein. „Als wir die Daten des Sterns Wolf 1069 auswerteten, entdeckten wir ein deutliches Signal mit geringer Amplitude, das auf einen Planeten von etwa Erdmasse hindeutet“, sagt Diana Kossakowski. „Er umkreist den Stern innerhalb von 15,6 Tagen in einer Entfernung, die einem Fünfzehntel des Abstands zwischen Erde und Sonne entspricht.“ Die Ergebnisse der Studie wurden nun in der Zeitschrift Astronomy &amp; Astrophysics veröffentlicht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Demnach ist die Oberfläche des Zwergsterns relativ kühl und erscheint dadurch orange-rötlich. „Dadurch verschiebt sich die sogenannte habitable Zone nach innen“, erläutert Kossakowski. Trotz der geringen Entfernung zum Zentralstern empfängt der Planet Wolf 1069 b daher nur etwa 65 Prozent der Strahlungsleistung, die die Erde von der Sonne erhält. Diese besonderen Bedingungen machen Planeten um rote Zwergsterne wie Wolf 1069 potenziell lebensfreundlich. Zudem teilen sie wahrscheinlich eine besondere Eigenschaft. Ihre Rotation ist nämlich vermutlich an ihre Umlaufbahn um den Zentralstern gebunden. Mit anderen Worten, der Planet wendet seinem Zentralstern immer dieselbe Seite zu. Dort herrscht also ewiger Tag, während auf der anderen Seite immer Nacht ist. Das ist auch der Grund, warum wir immer die gleiche Seite des Mondes sehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Klimasimulationen für Exoplaneten</strong><br>Nimmt man Wolf 1069 b als einen kahlen und felsigen Planeten an, so läge die Durchschnittstemperatur selbst auf der sternzugewandten Seite gerade mal bei minus 23 Grad Celsius. Nach allem was die Astronomie über Planeten weiß, ist es aber gut möglich, dass Wolf 1069 b eine Atmosphäre besitzt. Unter dieser Annahme könnte seine Temperatur auf plus 13 Grad gestiegen sein, wie Computersimulationen mit Klimamodellen zeigen. Dann bliebe Wasser flüssig und es könnten dort lebensfreundliche Bedingungen herrschen, weil Leben so, wie wir es kennen, auf Wasser angewiesen ist.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/mpia-pr-wolf1069b_kossakowski_2023_fig3_2k.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="Simulierte Oberflächentemperaturkarte von Wolf 1069 b, unter der Annahme einer erdähnlichen Atmosphäre. Die Karte ist auf den Punkt zentriert, der dem Zentralstern zugewandt ist. Die Temperaturen sind in Kelvin angegeben. 273,15 Kelvin entspricht null Grad Celsius. Innerhalb der roten Linie wäre flüssiges Wasser auf der Oberfläche des Planeten möglich. (Bild: Kossakowski et al. (2023) / MPIA)" data-rl_caption="" title="Simulierte Oberflächentemperaturkarte von Wolf 1069 b, unter der Annahme einer erdähnlichen Atmosphäre. Die Karte ist auf den Punkt zentriert, der dem Zentralstern zugewandt ist. Die Temperaturen sind in Kelvin angegeben. 273,15 Kelvin entspricht null Grad Celsius. Innerhalb der roten Linie wäre flüssiges Wasser auf der Oberfläche des Planeten möglich. (Bild: Kossakowski et al. (2023) / MPIA)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/mpia-pr-wolf1069b_kossakowski_2023_fig3_26.jpg" alt=""/></a><figcaption class="wp-element-caption">Simulierte Oberflächentemperaturkarte von Wolf 1069 b, unter der Annahme einer erdähnlichen Atmosphäre. Die Karte ist auf den Punkt zentriert, der dem Zentralstern zugewandt ist. Die Temperaturen sind in Kelvin angegeben. 273,15 Kelvin entspricht null Grad Celsius. Innerhalb der roten Linie wäre flüssiges Wasser auf der Oberfläche des Planeten möglich. (Bild: Kossakowski et al. (2023) / MPIA)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Eine Atmosphäre ist nicht nur aus klimatischer Sicht Voraussetzung für die Entstehung von Leben. Sie würde Wolf 1069 b auch vor hochenergetischer elektromagnetischer Strahlung und Teilchen schützen, die denkbare Biomoleküle zerstören würde. Die Strahlung und Teilchen können entweder aus dem interstellaren Raum oder vom Zentralstern herrühren. Ist die Strahlung des Sterns zu stark, kann sie wie beim Mars auch die Atmosphäre eines Planeten abtragen. Doch als roter Zwerg sendet Wolf 1069 nur relativ schwache Strahlung aus. Somit könnte sich auf dem neu entdeckten Planeten eine Atmosphäre erhalten haben. Es ist sogar möglich, dass der Planet ein Magnetfeld hat, das ihn vor geladenen Sternwindteilchen schützt. Viele Gesteinsplaneten haben einen flüssigen Kern, der ähnlich wie auf der Erde über den Dynamoeffekt ein Magnetfeld erzeugt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Die schwierige Suche nach Planeten mit Erdmasse</strong><br>Bei der Suche nach Exoplaneten hat es immense Fortschritte gegeben, seit vor 30 Jahren der erste solche Himmelkörper entdeckt wurde. Dennoch sind die Signaturen, nach denen Astronomen suchen, um Planeten mit erdähnlichen Massen und Durchmessern aufzuspüren, relativ schwach und schwer aus den Messdaten herauszudestillieren. Das Carmenes-­Team sucht nach kleinen periodischen Frequenzverschiebungen in den Spektren von Sternen. Diese Verschiebungen deuten auf einen Begleiter hin, der durch seine Schwerkraft an dem Wirtsstern zieht und diesen zum Taumeln bringt, sodass sich die Frequenz des auf der Erde gemessenen Lichts aufgrund des Dopplereffekts minimal verändert. Diese Schwankungen sind im Fall von Wolf 1069 und seinem neu entdeckten Planeten groß genug, um sie gut messen zu können, weil der Masseunterschied zwischen Stern und Planet relativ klein ist und der Stern deshalb relativ stark taumelt. Aus der Taumelbewegung lässt sich dann wiederum die Masse des Planeten abschätzen.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/mpia-pr-wolf1069b_kossakowski_2023_fig2_2k.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="Vergleich von drei bekannten Exoplanetensystemen um rote Zwergsterne mit Planeten von Erdmasse. Die grünen Bereiche entsprechen den jeweiligen habitablen Zonen. (Bild: MPIA-Grafikabteilung/J. Neidel)" data-rl_caption="" title="Vergleich von drei bekannten Exoplanetensystemen um rote Zwergsterne mit Planeten von Erdmasse. Die grünen Bereiche entsprechen den jeweiligen habitablen Zonen. (Bild: MPIA-Grafikabteilung/J. Neidel)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/mpia-pr-wolf1069b_kossakowski_2023_fig2_26.jpg" alt=""/></a><figcaption class="wp-element-caption">Vergleich von drei bekannten Exoplanetensystemen um rote Zwergsterne mit Planeten von Erdmasse. Die grünen Bereiche entsprechen den jeweiligen habitablen Zonen. (Bild: MPIA-Grafikabteilung/J. Neidel)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Nur eine Handvoll Kandidaten für die zukünftige Charakterisierung von Exoplaneten</strong><br>Mit einer Entfernung von 31 Lichtjahren ist Wolf 1069 b der sechstnächste Planet zur Erde, der sich in der habitablen Zone um seinen Wirtsstern befindet. Er gehört zu einer kleinen Gruppe von Objekten wie Proxima Centauri b und Trappist-1 e, die für die Suche nach Biosignaturen in Frage kommen. Solche Beobachtungen sind der astronomischen Forschung derzeit jedoch nicht möglich. „Wir werden wahrscheinlich noch zehn Jahre darauf warten müssen“, sagt Kossakowski. Das Extremely Large Telescope (ELT), das derzeit in Chile gebaut wird, könnte in der Lage sein, die Zusammensetzung der Atmosphäre von Exoplaneten zu untersuchen und dort molekulare Hinweise auf Leben aufzuspüren.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Originalveröffentlichung</strong><br>D. Kossakowski, M. Kürster, T. Trifonov, Th. Henning, et al.<br>The CARMENES search for exoplanets around M dwarfs – Wolf 1069 b: Earth-mass planet in the habitable zone of a nearby, very low-mass star<br>Astronomy &amp; Astrophysics (2023), dx.doi.org/10.1051/0004-6361/202245322<br><a href="https://arxiv.org/abs/2301.02477" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">https://arxiv.org/abs/2301.02477</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=8101.msg544313#msg544313" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Exoplaneten in habitabler Zone</a></li>
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			</item>
		<item>
		<title>ESO: Exoplaneten mit der halben Masse der Venus</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/eso-exoplaneten-mit-der-halben-masse-der-venus/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 05 Aug 2021 12:24:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Extrasolar]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Eine Gruppe von Astronomen hat mit dem Very Large Telescope (VLT) der Europäischen Südsternwarte (ESO) in Chile neue Erkenntnisse über Planeten um den nahen Stern L 98-59 gewonnen, die denen des inneren Sonnensystems ähneln. Eine Pressemitteilung des ESO Science Outreach Network (ESON). Quelle: ESON. 5. August 2021 &#8211; Zu den Entdeckungen gehört ein Planet mit [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Eine Gruppe von Astronomen hat mit dem Very Large Telescope (VLT) der Europäischen Südsternwarte (ESO) in Chile neue Erkenntnisse über Planeten um den nahen Stern L 98-59 gewonnen, die denen des inneren Sonnensystems ähneln. Eine Pressemitteilung des ESO Science Outreach Network (ESON).</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: ESON.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/eso2112aESOMKornmesser2k.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/eso2112aESOMKornmesser60.jpg" alt=""/></a><figcaption>Diese künstlerische Darstellung zeigt L 98-59b, einen der Planeten des 35 Lichtjahre entfernten Systems L 98-59. Das System enthält vier bestätigte Gesteinsplaneten und einen potenziellen fünften Planeten, der am weitesten vom Stern entfernt und noch unbestätigt ist.<br>Im Jahr 2021 nutzten Astronomen Daten des Echelle SPectrograph for Rocky Exoplanets and Stable Spectroscopic Observations (ESPRESSO) am VLT der ESO, um die Masse von L 98-59b zu messen, und fanden heraus, dass sie halb so groß ist wie die der Venus. Damit ist er der leichteste Planet, der bisher mit der Radialgeschwindigkeitsmethode vermessen wurde. (Bild: ESO/M. Kornmesser)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">5. August 2021 &#8211; Zu den Entdeckungen gehört ein Planet mit der halben Masse der Venus &#8211; der leichteste Exoplanet, der je mit der Radialgeschwindigkeitsmethode gemessen wurde. Zusätzlich befindet sich in dem Planetensystem eine Wasserwelt und ein weiterer möglicher Planet in der sogenannten habitablen Zone.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„<em>Der Planet in der bewohnbaren Zone könnte eine Atmosphäre haben, die Leben schützen und ermöglichen könnte</em>“, sagt María Rosa Zapatero Osorio, Astronomin am Zentrum für Astrobiologie in Madrid, Spanien, und eine der Autorinnen der heute in <em>Astronomy &amp; Astrophysics</em> veröffentlichten Studie.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Ergebnisse sind ein wichtiger Schritt auf der Suche nach Leben auf erdgroßen Planeten außerhalb des Sonnensystems. Die Entdeckung von Biosignaturen auf einem Exoplaneten hängt von der Fähigkeit ab, seine Atmosphäre zu untersuchen, aber die derzeitigen Teleskope sind nicht groß genug, um die für kleine Gesteinsplaneten erforderliche Auflösung zu erreichen. Das neu untersuchte Planetensystem, das nach seinem Stern L 98-59 benannt ist, ist ein attraktives Ziel für zukünftige Beobachtungen von Exoplanetenatmosphären. Es umkreist einen nur 35 Lichtjahre entfernten Stern und beherbergt nach bisherigen Erkenntnissen Gesteinsplaneten wie die Erde oder die Venus, die dem Stern nahe genug sind, um warm zu sein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit Hilfe des <a href="https://www.eso.org/public/teles-instr/paranal-observatory/vlt/" target="_blank" rel="noreferrer noopener follow" data-wpel-link="external">VLT</a> der ESO gelang es dem Team herauszufinden, dass drei der Planeten möglicherweise Wasser in ihrem Inneren oder in ihrer Atmosphäre enthalten. Die beiden Planeten im System L 98-59, die dem Stern am nächsten sind, sind wahrscheinlich trocken, könnten aber kleine Mengen Wasser enthalten, während der dritte Planet bis zu 30 % aus Wasser bestehen könnte und damit eine Wasserwelt wäre.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Darüber hinaus entdeckte das Team „versteckte“ Exoplaneten, die zuvor in diesem Planetensystem noch nicht gesichtet worden waren. Sie fanden einen vierten Planeten und vermuten, dass es einen fünften gibt, der sich in einer Zone befindet, die den richtigen Abstand zum Stern hat, damit auf seiner Oberfläche flüssiges Wasser existieren kann. „<em>Wir haben Hinweise auf die Anwesenheit eines erdähnlichen Planeten in der habitablen Zone dieses Systems</em>“, erklärt Olivier Demangeon, Forscher am Instituto de Astrofísica e Ciências do Espaço der Universität Porto in Portugal und Hauptautor der neuen Studie.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Studie stellt einen technischen Durchbruch dar, da die Astronomen mithilfe der <a href="https://youtu.be/UyiCEtfp0Gk" target="_blank" rel="noreferrer noopener follow" data-wpel-link="external">Radialgeschwindigkeitsmethode</a> feststellen konnten, dass der innerste Planet des Systems nur die Hälfte der Masse der Venus hat. Damit ist er der leichteste Exoplanet, der jemals mit dieser Technik gemessen wurde, die das Wackeln des Sterns ermittelt, das durch die winzige Gravitationskraft der ihn umkreisenden Planeten verursacht wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zur Untersuchung von L 98-59 verwendete das Team den Echelle SPectrograph for Rocky Exoplanets and Stable Spectroscopic Observations (<a href="https://www.eso.org/public/teles-instr/paranal-observatory/vlt/vlt-instr/espresso/" target="_blank" rel="noreferrer noopener follow" data-wpel-link="external">ESPRESSO</a>) am VLT der ESO. „<em>Ohne die Präzision und Stabilität von ESPRESSO wäre diese Messung nicht möglich gewesen</em>“, sagt Zapatero Osorio. „<em>Dies ist ein Schritt nach vorn bei der Bestimmung der Massen von kleinen Planeten außerhalb des Sonnensystems</em>.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Astronomen entdeckten drei der Planeten von L 98-59 erstmals im Jahr 2019 mit Hilfe des <a href="https://science.nasa.gov/mission/tess/" target="_blank" rel="noreferrer noopener follow" data-wpel-link="external">Transiting Exoplanet Survey Satellite (TESS)</a> der NASA. Dieser Satellit stützt sich auf eine Technik, die <a href="https://youtu.be/6GJaNJpoiBo" target="_blank" rel="noreferrer noopener follow" data-wpel-link="external">Transitmethode</a> genannt wird. Dabei wird die durch einen vorbeiziehenden Planeten verursachte Lichtschwächung des Sterns genutzt, um die Planeten zu finden und ihre Eigenschaften wie ihre Größe zu bestimmen. Doch erst durch die Hinzunahme von Radialgeschwindigkeitsmessungen, die mit ESPRESSO und seinem Vorgänger, dem High Accuracy Radial velocity Planet Searcher (<a href="https://www.eso.org/public/teles-instr/lasilla/36/harps/" target="_blank" rel="noreferrer noopener follow" data-wpel-link="external">HARPS</a>) am <a href="https://www.eso.org/public/teles-instr/lasilla/36/" target="_blank" rel="noreferrer noopener follow" data-wpel-link="external">3,6-Meter-Teleskop der ESO</a> auf La Silla, durchgeführt wurden, fanden Demangeon und sein Team weitere Planeten und konnten die Massen und Radien der ersten drei messen. „<em>Wenn wir wissen wollen, woraus ein Planet besteht, brauchen wir mindestens seine Masse und seinen Radius</em>“, erklärt Demangeon.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Team hofft, das System mit dem kommenden <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/James-Webb-Weltraumteleskop" target="_blank" rel="noreferrer noopener follow" data-wpel-link="external">James-Webb-Weltraumteleskop (JWST)</a> der NASA/ESA/CSA weiter untersuchen zu können, während das Extremely Large Telescope (<a href="https://elt.eso.org/" target="_blank" rel="noreferrer noopener follow" data-wpel-link="external">ELT</a>) der ESO, das derzeit in der chilenischen Atacama-Wüste gebaut wird und 2027 mit den Beobachtungen beginnen soll, ebenfalls ideal für die Untersuchung dieser Planeten sein wird. „<em>Das <a href="https://elt.eso.org/instrument/HIRES/" target="_blank" rel="noreferrer noopener follow" data-wpel-link="external">HIRES</a>-Instrument am ELT könnte möglicherweise die Atmosphären einiger Planeten des Systems L 98-59 untersuchen und damit das JWST vom Boden aus ergänzen</em>“, sagt Zapatero Osorio.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„<em>Dieses System ist ein Vorbote dessen, was noch kommen wird</em>“, fügt Demangeon hinzu. „<em>Die Menschheit ist seit der Geburt der Astronomie auf der Jagd nach terrestrischen Planeten. Jetzt kommen wir endlich der Entdeckung eines solchen Planeten, der sich in der bewohnbaren Zone seines Sterns befindet und dessen Atmosphäre wir untersuchen können, immer näher.</em>“</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/eso2112bESOLCalcadaMKornmesserAcknODemangeon2k.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/eso2112bESOLCalcadaMKornmesserAcknODemangeon60.jpg" alt=""/></a><figcaption>Diese Illustration zeigt einen Vergleich zwischen dem Exoplanetensystem L 98-59 (oben) und einem Teil des inneren Sonnensystems (Merkur, Venus und Erde) und verdeutlicht die Ähnlichkeiten zwischen beiden.<br>L 98-59 enthält vier bestätigte Gesteinsplaneten (oben farblich markiert), die einen 35 Lichtjahre entfernten roten Zwergstern umkreisen. Der Planet, der dem Stern am nächsten ist, hat etwa die halbe Masse der Venus und ist damit der leichteste Exoplanet, der jemals mit der Radialgeschwindigkeitsmethode entdeckt wurde. Bis zu 30 % der Masse des dritten Planeten könnten aus Wasser bestehen, so dass es sich um eine Ozeanwelt handeln könnte. Die Existenz des vierten Planeten wurde bestätigt, doch sind seine Masse und sein Radius noch nicht bekannt (seine mögliche Größe ist durch eine gestrichelte Linie gekennzeichnet). Das Team fand auch Hinweise auf einen möglichen fünften Planeten, der am weitesten vom Stern entfernt ist, über den das Team jedoch nur wenig weiß. Sollte er sich bestätigen, würde er in der habitablen Zone des Systems liegen, wo flüssiges Wasser auf seiner Oberfläche existieren könnte.<br>Die Entfernungen innerhalb der Planetensysteme in der Infografik sind nicht maßstabsgetreu. Das Diagramm wurde so skaliert, dass die habitablen Zonen sowohl im Sonnensystem als auch bei L 98-59 übereinstimmen. Wie aus der Abbildung hervorgeht, die auch eine Temperaturskala (in Kelvin [K]) enthält, erhalten die Erde und der fünfte (unbestätigte) Planet in L 98-59 ähnliche Mengen an Licht und Wärme von ihren jeweiligen Sternen. Unter der Annahme, dass ihre Atmosphären ähnlich sind, hätte dieser fünfte Planet eine ähnliche durchschnittliche Oberflächentemperatur wie die Erde und würde flüssiges Wasser an seiner Oberfläche tragen können. (Bild: ESO/L. Calçada/M. Kornmesser (Acknowledgment: O. Demangeon))</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Weitere Informationen</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Forschungsergebnisse wurden in einem Artikel mit dem Titel „A warm terrestrial planet with half the mass of Venus transiting a nearby star“ (Ein warmer terrestrischer Planet mit der halben Masse der Venus, der einen nahen Stern umkreist) vorgestellt, der in der Zeitschrift<em> Astronomy &amp; Astrophysics</em> erscheint (DOI: 10.1051/0004-6361/202140728).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Team besteht aus Olivier D. S. Demangeon (Instituto de Astrofísica e Ciências do Espaço, Universidade do Porto, Portugal [IA/UPorto], Centro de Astrofísica da Universidade do Porto, Portugal [CAUP] und Departamento de Física e Astronomia, Faculdade de Ciências, Universidade do Porto, Portugal [FCUP]), M. R. Zapatero Osorio (Centro de Astrobiología, Madrid, Spanien [CSIC-INTA]), Y. Alibert (Physikalisches Institut, Universität Bern, Schweiz [Bern]), S. C. C. Barros (IA/UPorto, CAUP und FCUP), V. Adibekyan (IA/UPorto, CAUP und FCUP), H. M. Tabernero (IA/UPorto und CAUP), A. Antoniadis-Karnavas (IA/UPorto &amp; FCUP), J. D. Camacho (IA/UPorto &amp; FCUP), A. Suárez Mascareño (Instituto de Astrofísica de Canarias, Tenerife, Spanien [IAC] und Departamento de Astrofísica, Universidad de La Laguna, Tenerife, Spanien [ULL]), M. Oshagh (IAC/ULL), G. Micela (INAF &#8211; Osservatorio Astronomico di Palermo, Palermo, Italien), S. G. Sousa (IA/UPortol &amp; CAUP), C. Lovis (Observatoire de Genève, Université de Genève, Genf, Schweiz [UNIGE]), F. A. Pepe (UNIGE), R. Rebolo (IAC/ULL &amp; Consejo Superior de Investigaciones Científicas, Spanien), S. Cristiani (INAF &#8211; Osservatorio Astronomico di Trieste, Italien [INAF Trieste]), N. C. Santos (IA/UPorto, CAUP und FCUP), R. Allart (Department of Physics and Institute for Research on Exoplanets, Université de Montréal, Kanada und UNIGE), C. Allende Prieto (IAC/ULL), D. Bossini (IA/UPorto), F. Bouchy (UNIGE), A. Cabral (Instituto de Astrofísica e Ciências do Espaço, Faculdade de Ciências da Universidade de Lisboa, Portugal [IA/FCUL] und Departamento de Física da Faculdade de Ciências da Universidade de Lisboa, Portugal), M. Damasso (INAF &#8211; Osservatorio Astrofisico di Torino, Italien [INAF Torino]), P. Di Marcantonio (INAF Trieste), V. D&#8217;Odorico (INAF Trieste &amp; Institute for Fundamental Physics of the Universe, Trieste, Italien [IFPU]), D. Ehrenreich (UNIGE), J. Faria (IA/UPorto, CAUP und FCUP), P. Figueira (Europäische Südsternwarte, Santiago de Chile, Chile [ESO-Chile] und IA/UPorto), R. Génova Santos (IAC/ULL), J. Haldemann (Bern), J. I. González Hernández (IAC/ULL), B. Lavie (UNIGE), J. Lillo-Box (CSIC-INTA), G. Lo Curto (Europäische Südsternwarte, Garching bei München, Deutschland [ESO]), C. J. A. P. Martins (IA/UPorto und CAUP), D. Mégevand (UNIGE), A. Mehner (ESO-Chile), P. Molaro (INAF Trieste und IFPU), N. J. Nunes (IA/FCUL), E. Pallé (IAC/ULL), L. Pasquini (ESO), E. Poretti (Fundación G. Galilei &#8211; INAF Telescopio Nazionale Galileo, La Palma, Spanien und INAF &#8211; Osservatorio Astronomico di Brera, Italien), A. Sozzetti (INAF Torino), und S. Udry (UNIGE).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Europäische Südsternwarte (engl. European Southern Observatory, kurz ESO) ist die führende europäische Organisation für astronomische Forschung und das wissenschaftlich produktivste Observatorium der Welt. Die Organisation hat 16 Mitgliedsländer: Belgien, Dänemark, Deutschland, Finnland, Frankreich, Großbritannien, Irland, Italien, die Niederlande, Österreich, Polen, Portugal, Spanien, Schweden, die Schweiz und die Tschechische Republik. Hinzu kommen das Gastland Chile und Australien als strategischer Partner. Die ESO ermöglicht astronomische Spitzenforschung, indem sie leistungsfähige bodengebundene Teleskope entwirft, konstruiert und betreibt. Auch bei der Förderung internationaler Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Astronomie spielt die Organisation eine maßgebliche Rolle. Die ESO verfügt über drei weltweit einzigartige Beobachtungsstandorte in Chile: La Silla, Paranal und Chajnantor. Auf dem Paranal betreibt die ESO mit dem Very Large Telescope (VLT) das weltweit leistungsfähigste Observatorium für Beobachtungen im Bereich des sichtbaren Lichts und zwei Teleskope für Himmelsdurchmusterungen: VISTA, das größte Durchmusterungsteleskop der Welt, arbeitet im Infraroten, während das VLT Survey Telescope (VST) für Himmelsdurchmusterungen ausschließlich im sichtbaren Licht konzipiert ist. Die ESO ist außerdem einer der Hauptpartner bei zwei Projekten auf Chajnantor, APEX und ALMA, dem größten astronomischen Projekt überhaupt. Auf dem Cerro Armazones unweit des Paranal errichtet die ESO zur Zeit das European Extremely Large Telescope (E-ELT) mit 39 Metern Durchmesser, das einmal das größte optische Teleskop der Welt werden wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Übersetzungen von englischsprachigen ESO-Pressemitteilungen sind ein Service des ESO Science Outreach Network (ESON), eines internationalen Netzwerks für astronomische Öffentlichkeitsarbeit, in dem Wissenschaftler und Wissenschaftskommunikatoren aus allen ESO-Mitgliedsländern (und einigen weiteren Staaten) vertreten sind. Deutscher Knoten des Netzwerks ist das <a rel="noreferrer noopener follow" href="https://www.haus-der-astronomie.de/" target="_blank" data-wpel-link="external">Haus der Astronomie</a> in Heidelberg.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Wissenschaftlicher Artikel</strong><br><a href="https://www.eso.org/public/archives/releases/sciencepapers/eso2112/eso2112a.pdf" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">https://www.eso.org/public/archives/releases/sciencepapers/eso2112/eso2112a.pdf</a></p>



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		<title>Lexikon: Planet Erde</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/lexikon-planet-erde-12/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thomas Geuking]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 13 Aug 2016 20:09:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Erde]]></category>
		<category><![CDATA[Lexikon]]></category>
		<category><![CDATA[Sonnensystem]]></category>
		<category><![CDATA[Erdatmosphäre]]></category>
		<category><![CDATA[Gesteinsplanet]]></category>
		<category><![CDATA[habitale Zone]]></category>
		<category><![CDATA[Planet]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Planet Erde Auto: Star-Light, Quelle: ESA, NASA Earth Fact Sheet (englisch). Nach heutigem Kenntnisstand ist die Erde, unsere Heimat, immer noch der einzige Ort im Universum von dem wir wissen, dass auf seiner Oberfläche Leben existiert. Unsere Heimat ist der größte der inneren Planeten und umkreist von der Sonne aus gesehen an dritter Stelle [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Der Planet Erde</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Auto: Star-Light, Quelle: ESA,  <a rel="noreferrer noopener follow" href="https://science.nasa.gov/earth/facts/" target="_blank" data-wpel-link="external">NASA Earth </a><a href="https://science.nasa.gov/earth/facts/" target="_blank" rel="noreferrer noopener follow" data-wpel-link="external">Fact</a><a rel="noreferrer noopener follow" href="https://science.nasa.gov/earth/facts/" target="_blank" data-wpel-link="external"> Sheet (englisch)</a>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach heutigem Kenntnisstand ist die Erde, unsere Heimat, immer noch der einzige Ort im Universum von dem wir <strong>wissen</strong>, dass auf seiner Oberfläche Leben existiert. Unsere Heimat ist der größte der inneren Planeten und umkreist von der Sonne aus gesehen an dritter Stelle sein Zentralgestirn. Er entstand &#8211; wie alle Planeten im Sonnensystem &#8211; vor etwa 4,6 Milliarden Jahren und umkreist die Sonne in der sogenannten habitalen Zone. Dieser Tatsache ist es unter anderem zu Verdanken, dass auf der Erde Leben existiert. Die Erdoberfläche besteht zu etwa 70% aus Wasser- und zu 30% aus Landflächen. Ihr heutiges Erscheinungsbild ist nur das vorläufige Ergebnis der permanenten Veränderungen durch innere und äußere Kräfte.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Aufbau der Erde</strong></p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/04/bild_005b.jpg" alt=""/><figcaption>Unser Heimatplanet Erde</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Das innere der Erde bleibt uns bis heute weitgehend verborgen. Nur indirekte (seismische, thermische oder magnetische) Methoden erlauben uns einen Einblick. Die tiefsten Bohrungen erreichten bisher Tiefen von ca. 15 Kilometern.<br>Nach heutigem Stand der Wissenschaft besteht die Erde aus einem festen inneren Kern, der von einem flüssigen äußeren Kern umschlossen ist. Darüber folgt der Erdmantel aus Silikatgestein, der an einigen Stellen geschmolzen ist. Die Erdkruste ist schließlich die Außenhülle der Erde auf der wir leben.<br><br>Über der Erdoberfläche dehnt sich die Atmosphäre aus, ohne die kein Leben auf der Erde möglich wäre. Sie erstreckt sich bis zu einer Höhe von etwa 2400 km in den Weltraum.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zahlen, Daten und Fakten zu unserem Heimatplaneten findet man im <a href="https://science.nasa.gov/earth/facts/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">NASA Fact Sheet Earth</a> in englischer Sprache.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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		<item>
		<title>Lexikon: Habitale Zone</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/lexikon-planet-habitale-zone/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thomas Geuking]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 13 Aug 2016 19:11:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Lexikon]]></category>
		<category><![CDATA[flüssiges Wasser]]></category>
		<category><![CDATA[habitale Zone]]></category>
		<category><![CDATA[Kepler]]></category>
		<category><![CDATA[Lebenszone]]></category>
		<category><![CDATA[Wasser]]></category>
		<category><![CDATA[Weltraumteleskop]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Habitable Zone (auch Lebenszone, bewohnbare Zone)&#160; Autor: Star-Light . Als habitable Zone (auch Lebenszone, bewohnbare Zone) bezeichnet man im Allgemeinen den Abstandsbereich, in dem sich ein Planet von seinem Zentralgestirn befinden muss, damit Wasser dauerhaft in flüssiger Form auf der Oberfläche existieren kann. Dies wird als wichtige Voraussetzung für die Entstehung von Leben angesehen. Insgesamt [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Habitable Zone (auch Lebenszone, bewohnbare Zone)&nbsp;</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Autor: Star-Light .</p>



<p class="wp-block-paragraph">Als habitable Zone (auch Lebenszone, bewohnbare Zone) bezeichnet man im Allgemeinen den Abstandsbereich, in dem sich ein Planet von seinem Zentralgestirn befinden muss, damit Wasser dauerhaft in flüssiger Form auf der Oberfläche existieren kann. Dies wird als wichtige Voraussetzung für die Entstehung von Leben angesehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Insgesamt wurden allein mit Hilfe des Weltraumteleskops Kepler bis dato 21 Planeten in der habitablen Zone eines Sterns bestätigt. Ob es dort aber tatsächlich Leben gibt, kann Kepler nicht feststellen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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		<title>Erdähnlicher Nachbar in 16 Lichtjahren Entfernung?</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/lexikon-planet-erde-3-12/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thomas Geuking]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 27 Apr 2016 20:46:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Exoplanet]]></category>
		<category><![CDATA[habitale Zone]]></category>
		<category><![CDATA[Radialgeschwindigkeitsmethode]]></category>
		<category><![CDATA[Supererde]]></category>
		<category><![CDATA[Transitmethode]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Möglicherweise hat die Erde einen Nachbarn in Form eines erdähnlichen Planeten in einem Sonnensystem nur 16 Lichtjahre von unserem entfernt. Der Planet könnte einen Stern namens Gliese 832 umkreisen. Autor: Star-Light, Quelle: Suman Satyal, J. Griffith, Z. E. Musielak / Evan Gough &#8211; Universe Today. Im Sonnensystem von Gliese 832 wurden bereits zwei andere Exoplaneten [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Möglicherweise hat die Erde einen Nachbarn in Form eines erdähnlichen Planeten in einem Sonnensystem nur 16 Lichtjahre von unserem entfernt. Der Planet könnte einen Stern namens Gliese 832 umkreisen.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Autor: Star-Light, Quelle: Suman Satyal, J. Griffith, Z. E. Musielak / Evan Gough &#8211; Universe Today.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Sonnensystem von Gliese 832 wurden bereits zwei andere Exoplaneten gefunden: Gliese 832B und Gliese 832C. Die Überlegungen zu einem weiteren Planeten in dem System, also einem hypothetischen Gliese 832D, wurden in einer neuen Arbeit von Suman Satyal an der Universität Texas und den Kollegen J. Griffith und Z. E. Musielak vorgestellt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gliese 832B ist ein Gasriese, ähnlich Jupiter, mit etwa 64% von dessen Masse und umkreist seinen Stern in 3,5 AE (<strong>A</strong>stronomische&nbsp;<strong>E</strong>inheit, entspricht etwa dem mittleren Abstand zwischen Erde und Sonne). G832B spielt wahrscheinlich die gleiche Rolle für das Gravitationsgleichgewicht wie Jupiter in unserem Sonnensystem.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gliese 832C ist eine Supererde mit ungefähr fünfmal so viel Masse wie die der Erde und umkreist den Stern Gliese 832 in einer geringen Entfernung von 0,16 AE. Gliese 832C ist ein Gesteinsplanet am inneren Rand der habitablen Zone, aber er ist seinem Stern zu nahe, als dass Leben wahrscheinlich ist. Gliese 832, der Stern im Zentrum, ist ein roter Zwerg mit ungefähr der Hälfte der Größe unserer Sonne, sowohl in seiner Masse, als auch im Radius.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Noch ist die Existenz des zusätzlichen Planeten nicht bewiesen. Die Forscher gehen von einer Masse zwischen 1 und 15 Erdmassen aus und einer Bahn in einem Abstand zwischen 0,25 und 2,0 AE von Gliese 832, seinem Zentralgestirn.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die zwei vorher entdeckten Planeten im System Gliese 832 wurden mit der Radialgeschwindigkeitsmethode entdeckt. Bei dieser Methode werden die Planeten durch das pendeln des Zentralsterns, ausgelöst durch die Massenanziehung von Planeten im Orbit, erkannt. Dieses Pendeln ist durch den Dopplereffekt erkennbar, da das Licht des betroffenen Sterns durch seine Bewegung eine Rot- und Blauverschiebung erfährt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Mannschaft hinter der neuen Studie hat die Daten zum System Gliese 832 basierend auf der Idee neu interpretiert, dass die riesige Entfernung zwischen den zwei bereits entdeckten Planeten einem weiteren Planeten Platz bieten würde. In Anbetracht der anderen von Kepler studierten Sonnensysteme wäre das Bestehen einer solchen Lücke sehr ungewöhnlich.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Laut ihrer Arbeit betrachtetet der Hauptteil der Studie die Gravitationswirkung, die der große Außenplanet auf den kleineren inneren Planeten ausübt, und außerdem auf die hypothetische Supererde, die im System vorhanden sein könnte. Das Team hat auf der Basis der bekannten Informationen über das Gliese-832-System numerische Simulationen durchgeführt und Modelle entwickelt, die zu dem Schluss kommen, dass ein erdähnlicher Planet Gliese 832 umkreisen könnte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dem wissenschaftliche Laien mag es suspekt erscheinen. Schnell ein paar Zahlen eingeben, bis es nach einem erdähnlichen Planeten aussieht, um dann Aufmerksamkeit zu bekommen. Aber so ist es nicht. Diese Art des Modellierens und des Simulierens ist sehr gründlich.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Berücksichtigung aller Daten über das System Gliese 832, einschließlich Umlaufgeschwindigkeiten, Bahnneigungen und den Gravitationsbeziehungen zwischen den Planeten und dem Zentralstern sowie zwischen den Planeten selbst, ergibt Wahrscheinlichkeiten, wo vorher unentdeckte Planeten existieren könnten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Ergebnisse verraten Planetenjägern, wo man anfangen könnte, nach Planeten zu suchen. In diesem Fall zeigen die Ergebnisse der Studie, dass “es ein schmales Fenster von ungefähr 0,03 AE gibt, wo ein erdähnlicher Planet in einem stabilen Orbit im System bleiben könnte.” Die Autoren weisen darauf hin, dass die Existenz dieses Planeten damit nicht bewiesen ist, aber sie ist möglich.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die anderen Planeten wurden mit der Radialgeschwindigkeitsmethode gefunden, die ziemlich zuverlässig ist. Aber die Radialgeschwindigkeitsmethode gibt nur Hinweise auf die Existenz von Planeten, sie beweist nicht, dass sie dort sind. Trotzdem glauben die Autoren der Studie, dass eine größere Zahl von radialen Umlaufgeschwindigkeitsmessungen die Existenz des zusätzlichen Planeten bestätigen könnte. Abgesehen davon kann entweder die Transitmethode, beispielsweise mit Hilfe des Kepler-Weltraumteleskops, oder die direkte Beobachtung mit sehr starken Teleskopen verwendet werden, um den positiven Beweis zu erbringen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bis jetzt konnte man mit Hilfe der Raumsonde Kepler die Existenz von 1.041 Planeten bestätigen. Aber Kepler kann nicht überall nach Planeten suchen. Studien wie die hier besprochene sind entscheidend für mögliche Anhaltspunkte bei der Suche Keplers nach Exoplaneten. Wenn ein weiterer Exoplanet im Gliese-832-System im vermuteten Bereich bestätigt werden kann, dann bestätigt dies auch die Genauigkeit der durchgeführten Simulation des Teams, das hinter dieser Arbeit steht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn er existiert, würde Gliese832D eine wachsende Liste von Exoplaneten fortschreiben. Vor nicht allzu langer Zeit wussten wir fast nichts über andere Sonnensysteme. Wir hatten nur Kenntnisse über unser eigenes. Auch wenn es immer unwahrscheinlich war, dass unser Sonnensystem aus irgendeinem Grund einmalig sein würde, hatten wir keine genauen Vorstellungen über die Anzahl von Exoplaneten in anderen Sonnensystemen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Studien wie diese tragen zu unserem wachsenden Verständnis der Dynamik anderer Sonnensysteme bei und der Kenntnis über die Anzahl von Exoplaneten in der Milchstraße, und wahrscheinlich überall im Weltall.</p>
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		<title>Leben auf Super-Erden</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/leben-auf-super-erden/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 17 Nov 2013 12:35:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Extrasolar]]></category>
		<category><![CDATA[Exoplanetenforschung]]></category>
		<category><![CDATA[habitale Zone]]></category>
		<category><![CDATA[Supererde]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>In einem Aufsatz der Fachzeitschrift Astronomy &#38; Astrophysics hat Yann Alibert von der Universität Bern eine Untersuchung vorgestellt, aus der hervorgeht, dass so genannte Super-Erden nur Leben tragen können, wenn sie nicht zu groß sind &#8211; selbst dann, wenn sie in der habitablen Zone ihren Stern umkreisen. Ein Beitrag von Hans Lammersen. Quelle: Universität Bern, [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">In einem Aufsatz der Fachzeitschrift Astronomy &amp; Astrophysics hat Yann Alibert von der Universität Bern eine Untersuchung vorgestellt, aus der hervorgeht, dass so genannte Super-Erden nur Leben tragen können, wenn sie nicht zu groß sind &#8211;  selbst dann, wenn sie in der habitablen Zone ihren Stern umkreisen.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/verein-raumfahrer-net-e-v/ehemalige/" data-wpel-link="internal">Hans Lammersen</a>. Quelle: Universität Bern, Welt der Physik.de.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/17112013133536_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/17112013133536_small_1.jpg" alt="NASA/Ames/JPL-Caltech" width="260"/></a><figcaption>
Der Exoplanet Kepler-22b (Illustration). Die Studie Aliberts könnte dabei helfen, potenziell Leben tragende Planeten schneller zu identifizieren. 
<br>
(Bild: NASA/Ames/JPL-Caltech)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Als Super-Erden bezeichnen die Astronomen Exoplaneten mit einem bis zu 2-fachen Erddurchmesser unabhängig von der Beschaffenheit ihrer Oberfläche.  </p>



<p class="wp-block-paragraph">Yann Alibert hat nun in seiner Studie „On the radius of habitable Planets“ den Schluss gezogen, dass Supererden dann, wenn sie einen bestimmten Durchmesser überschreiten, als potenzielle Träger von Leben ausscheiden. Die Grenze zieht Alibert, je nach der chemischen Zusammensetzung des Planeten, bei dem 1,7 – 2,2-fachen des Erddurchmessers. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit seiner Studie leistet Alibert auch einen Beitrag dazu, die Suche nach Planeten, die Leben tragen können, zu vereinfachen. Da die Bedingungen für Leben sehr komplex sind, ist es schwierig herauszufinden, ob auf Exoplaneten solche Bedingungen herrschen. Einfacher hingegen ist es, die Planeten auszuschließen, die kein Leben beherbergen können. Masse und Radius von Exoplaneten sind Parameter, die von Sonden gemessen werden können. Durch Aliberts Studie kann man nun den Kreis von Planeten, die man zwecks weiterer Suche nach Leben genauer unter die Lupe nehmen möchte, besser eingrenzen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Frage ist nun, was sich oberhalb der von Alibert festgestellten Grenzen auf den Planeten verändert und so potenzielles Leben unmöglich macht. Alibert führt zwei wichtige Zusammenhänge an: Zum einen die Existenz flüssigen Wassers, welches für die Existenz von Leben unabdingbar ist, zum anderen die Funktionalität des Kohlenstoffzyklus´. Dieser sorgt als geologischer Prozess auf der Erde für eine Regulierung der Temperatur. In den Ozeanen gelöstes Kohlendioxid wird infolge chemischer Verbindungen in das Erdinnere transportiert, dort wieder freigesetzt und gelangt durch Vulkanausbrüche oder sonstige tektonische Vorgänge wieder an die Oberfläche bzw. in die Atmosphäre.  </p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein zu großer Radius bei einer erdähnlichen Masse deutet nun aber darauf hin, dass der Planet entweder zu viel Gas oder zu viel Wasser enthält. Gibt es auf dem Planeten zu viel Gas, kann sich kein flüssiges Wasser bilden. Enthält der Planet hingegen zu viel Wasser, ist der Druck der Wassermassen zu groß. Dann bildet sich eine exotische Art von Eis, so genanntes &#8222;Eis VII&#8220;, welches sich dann auf dem Meeresgrund ablagert und den Austausch von Kohlendioxid (und somit den Kohlenstoffzyklus) verhindert. Besteht ein Planet also aus zu viel Wasser oder zu viel Eis, dann kann auf ihm kein Leben existieren. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Die Studie von Yann Alibert bei arxiv.org:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://arxiv.org/abs/1311.3039" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">On the radius of habitable Planets</a></li></ul>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=483.0" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">Exoplaneten</a></li><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=8101.0" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">Exoplaneten in habitabler Zone</a></li></ul>
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		<item>
		<title>Massenhaft erdähnliche Planeten?</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/massenhaft-erdaehnliche-planeten/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 07 Nov 2013 17:15:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Extrasolar]]></category>
		<category><![CDATA[Exoplaneten]]></category>
		<category><![CDATA[habitale Zone]]></category>
		<category><![CDATA[Kepler]]></category>
		<category><![CDATA[Weltraumteleskop]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=37580</guid>

					<description><![CDATA[<p>Amerikanische Wissenschaftler haben die Daten der Sonde Kepler einer statistischen Auswertung unterzogen und sind dabei zu dem Schluss gekommen, dass einer von fünf sonnenähnlichen Sternen in der Milchstraße von erdgroßen Planeten in habitablen Zonen umkreist wird. Ein Beitrag von Hans Lammersen. Quelle: University of California, Berkeley. Zwar ist das Kepler-Teleskop außer Betrieb, dennoch gibt es [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/massenhaft-erdaehnliche-planeten/" data-wpel-link="internal">Massenhaft erdähnliche Planeten?</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Amerikanische Wissenschaftler haben die Daten der Sonde Kepler einer statistischen Auswertung unterzogen und sind dabei zu dem Schluss gekommen, dass einer von fünf sonnenähnlichen Sternen in der Milchstraße von erdgroßen Planeten in habitablen Zonen umkreist wird.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/verein-raumfahrer-net-e-v/ehemalige/" data-wpel-link="internal">Hans Lammersen.</a> Quelle: University of California, Berkeley.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/07112013181545_small_1.jpg" alt="University of California, Berkeley/Erik Petigura" width="600" height="450"/><figcaption>
Die Habitablen Zonen um Sterne sind die Bereiche, in denen Wasser in flüssiger Form auftritt &#8211; eine notwendige Voraussetzung für Leben. 
<br>
(Bild: University of California, Berkeley/Erik Petigura)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Zwar ist das Kepler-Teleskop außer Betrieb, dennoch gibt es aus seiner aktiven Zeit noch so viele Daten, dass die Wissenschaftler noch auf lange Sicht mit ihnen zu tun haben werden. Das gilt sowohl für die Auswertung der Einzelbeobachtungen als auch für statistische Auswertungen. Eine Gruppe von Wissenschaftlern rund um Erik Petigura von der Universität von Kalifornien in Berkeley haben die Daten der Sonde mit Hilfe eines neuen Algorithmus ausgewertet um die Zahl der Planeten in der Milchstraße zu bestimmen, die potenziell Leben tragen können.  </p>



<p class="wp-block-paragraph">Dabei wurden im Gegensatz zu bisherigen statistischen Auswertungen versucht, die Zahl der von Kepler nicht festgestellten Planeten abzuschätzen. Dazu gehören solche, die bisher schlicht und einfach übersehen wurden oder auch solche, die gar nicht beobachtet werden konnten, weil sie von der Erde aus gesehen nicht vor ihrem Stern herziehen. Denn Kepler stellt die Anwesenheit von Planetensystemen fest, indem Veränderungen in der Lichtkurve der Sterne beobachtet werden, die dann auftreten, wenn ein vorüberziehender Planet die Lichtkurve beeinflusst. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Letztendlich gelangten die Wissenschaftler zu dem Schluss, dass 22% aller sonnenähnlichen Sterne in der Milchstraße Planeten in Erdgröße haben, die ihren Mutterstern in der habitablen Zone umkreisen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Studie ist insbesondere wichtig für zukünftige Projekte, bei denen es um die Untersuchung der Atmosphären von Exoplaneten geht um möglicherweise eines Tages den heiligen Gral der Exoplanetenforschung zu finden: Marker von Leben in den Atmosphären ferner Planeten. Falls die von Kepler untersuchten Himmelsbereiche repräsentativ für die Milchstraße sind, dann könnte der nächste potenziell Leben tragende Planet schon in einer Entfernung von 12 Lichtjahren zu finden sein. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Statistische Auswertungen der Daten der Sonde Kepler sind schon öfter vorgenommen worden. Vor einiger Zeit hatte eine Arbeitsgruppe des California Institute of Technology eine Studie veröffentlicht, in der versucht wurde, die Zahl der Planetensysteme um Rote Zwergsterne abzuschätzen. Diese Studie kam auf einen Wert von einem Planeten pro Zwergstern, wobei die roten Zwergsterne die am häufigsten vorkommende Art von Sternen in unserer Milchstraße sind. Nach dieser Schätzung gäbe es allein in unserer Milchstraße 100 Milliarden Planeten. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=645.0" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">Direkt beobachtete Exoplaneten</a></li><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=8101.0" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">Exoplaneten in habitabler Zone</a></li><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=483.0" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">Exoplaneten</a></li></ul>
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		<item>
		<title>Gliese 667C: Ein Stern &#8211; 3 habitable Planeten</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/gliese-667c-ein-stern-3-habitable-planeten/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 25 Jun 2013 17:15:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Extrasolar]]></category>
		<category><![CDATA[Exoplanetenforschung]]></category>
		<category><![CDATA[habitale Zone]]></category>
		<category><![CDATA[HARPS]]></category>
		<category><![CDATA[Keck-Observartorium]]></category>
		<category><![CDATA[Magellan-Teleskop]]></category>
		<category><![CDATA[VLT]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Bislang kannte man beim roten Zwergstern Gliese 667C nur drei Planeten sicher. Es gab zwar Hinweise auf weitere, aber erst mit jetzt erfolgten zusätzlichen Beobachtungen konnten weitere Planeten bestätigt werden. Insgesamt kommt das System jetzt auf sechs oder sieben Planeten, von denen drei flüssiges Wasser beherbergen könnten. Ein Beitrag von Stefan Heykes. Quelle: ESO. Das [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Bislang kannte man beim roten Zwergstern Gliese 667C nur drei Planeten sicher. Es gab zwar Hinweise auf weitere, aber erst mit jetzt erfolgten zusätzlichen Beobachtungen konnten weitere Planeten bestätigt werden. Insgesamt kommt das System jetzt auf sechs oder sieben Planeten, von denen drei flüssiges Wasser beherbergen könnten.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/verein-raumfahrer-net-e-v/ehemalige/" data-wpel-link="internal">Stefan Heykes</a>. Quelle: ESO.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/25062013191547_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/25062013191547_small_1.jpg" alt="ESO" width="300" height="196"/></a><figcaption>
Darstellung der Planetengrößen und Umlaufbahnen (Größen zueinander maßstabsgetreu, Umlaufbahnen zueinander maßstabsgetreu, aber nicht Umlaufbahnen und Größen). Grün markiert die habitable Zone 
<br>
(Bild: ESO)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Das Forscherteam mit Beteiligung der Universitäten in Göttingen und Dresden verwendete für seine Analysen Doppler-Spektren vom sehr erfolgreichen und bekannten Planetensucher HARPS in La Silla/Chile sowie von weiteren Spektrografen am VLT in Paranal/Chile, am Keck-Teleskop auf Hawaii und am Magellan-Teleskop, ebenfalls in Chile. Das Messprinzip dabei ist, dass an der durch den Dopplereffekt verursachten Verschiebung der Spektrallinien die Radialgeschwindigkeit des Sterns erkennbar wird. Planeten sorgen bei ihren Umkreisungen des Sterns dafür, dass die gemessene Radialgeschwindigkeit sich minimal verändert. Daher kann man aus dem Verlauf der Geschwindigkeitsmessungen auf die Masse und Umlaufbahn der Planeten eines Sterns schließen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Je länger der Zeitraum ist, in dem solche Beobachtungen durchgeführt werden, umso mehr Daten werden also gewonnen und um so mehr Planeten, vor allem mit längeren Perioden können entdeckt werden. So wurden jetzt bei Gliese 667C, einem kleinen Stern mit etwa einem Viertel der Sonnenmasse mindestens vier bislang unbekannte Planeten entdeckt. Diese tragen die systematischen Bezeichnungen Gliese 667Ce bis Gliese 667Cg (667Cb bis Cd waren bereits früher bekannt). </p>



<p class="wp-block-paragraph">Zusätzlich gibt es Hinweise auf einen siebten Planeten in diesem System. Ob dieser allerdings tatsächlich existiert, hängt von den Umlaufbahnen der anderen Planeten ab. Das gemessene Signal kann zum einen durch einen Planeten erklärt werden, wenn alle Planeten des Systems kreisförmige Umlaufbahnen haben, wenn diese Umlaufbahnen aber elliptisch sein sollten, wäre kein siebter Planet als Erklärung nötig. Um das sicher zu bestimmen werden weitere Messungen nötig sein. Derzeit lässt sich der Status von Gliese 667Ch nicht sicher bestimmen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Alle Planeten von Gliese 667C sind sogenannte Super-Erden, ihre gemessenen Minimalmassen liegen zwischen 2,6 und 5,6 Erdmassen. Da die Neigung des Systems gegenüber unserer Blicklinie unbekannt ist, lässt sich die exakte Masse nicht bestimmen. Dynamische Analysen des Systems zeigen allerdings, dass die Planetenmassen maximal etwa doppelt so groß sein können, da das System sonst instabil wäre. Insgesamt handelt es sich hierbei um ein dicht gepacktes Planetensystem &#8211; wenn der siebte Planet existiert, wären alle stabilen Umlaufbahnen besetzt, lediglich weiter außen wäre noch Platz für weitere Planeten. Das alles in einem Bereich, der nur wenig über die Umlaufbahn des Merkur hinausragen würde. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Besonders interessant sind dabei die Planeten c, e und f. Sie liegen definitiv in der habitablen Zone des Sterns, dass heißt, dass sie flüssiges Wasser beherbergen könnten und damit Leben, wie wir es kennen. Wegen der Ungenauigkeit der Orbitbestimmung des äußeren Planeten d ist bei diesem nicht sicher, ob er vielleicht mit großem Treibhauseffekt auch noch in diese Kategorie fallen könnte. Auf jeden Fall ist aber die Entdeckung von drei Planeten in der habitablen Zone eines Sterns eine absolute Premiere. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=8101.msg259655#msg259655" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Exoplaneten in der habitablen Zone</a></li></ul>
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		<title>Soll die Suche nach Aliens ausgeweitet werden?</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/soll-die-suche-nach-aliens-ausgeweitet-werden/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 05 May 2013 10:26:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Extrasolar]]></category>
		<category><![CDATA[erdähnlicher Planet]]></category>
		<category><![CDATA[Erweiterung]]></category>
		<category><![CDATA[Exoplanetenforschung]]></category>
		<category><![CDATA[habitale Zone]]></category>
		<category><![CDATA[Massachusetts Institut]]></category>
		<category><![CDATA[Suche]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Sara Seager, Astronomin am Massachusetts Institute of Technology regt in einem neuen Artikel des Fachmagazins &#8222;Science&#8220; dazu an, sich bei der Suche nach Leben im Weltall nicht nur auf erdähnliche Planeten in habitablen Zonen zu beschränken. Ein Beitrag von Hans Lammersen. Quelle: space.com, MIT, Science. Während zu Beginn der Entdeckungsgeschichte von Exoplaneten etwa in der [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Sara Seager, Astronomin am Massachusetts Institute of Technology regt in einem neuen Artikel des Fachmagazins &#8222;Science&#8220; dazu an, sich bei der Suche nach Leben im Weltall nicht nur auf erdähnliche Planeten in habitablen Zonen zu beschränken.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/verein-raumfahrer-net-e-v/ehemalige/" data-wpel-link="internal">Hans Lammersen</a>. Quelle: space.com, MIT, Science.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/05052013122600_small_1.jpg" alt="David A. Aguilar/Harvard Smithsonian Center for Astrophysics)" width="300" height="195"/><figcaption>
Ist Leben auch auf anderen als erdähnlichen Planeten möglich? 
<br>
(Bild: David A. Aguilar/Harvard Smithsonian Center for Astrophysics))
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Während zu Beginn der Entdeckungsgeschichte von Exoplaneten etwa in der Mitte der neunziger Jahre des letzten Jahrhunderts jedem neuen Exemplar noch verstärkte mediale Aufmerksamkeit gewidmet wurde, tauchen heute Meldungen über neu entdeckte Planetensysteme nur noch dann in Zeitungen oder im Fernsehen auf, wenn es sich dabei um in etwa erdgroße, felsige Planeten handelt, deren Umlaufbahnen sich in habitablen Zonen um ihre Heimatsterne befinden. Denn damit ist die Möglichkeit von Leben verbunden und mit solchen Meldungen lässt sich auch eine informationsübersättigte Bevölkerung vielleicht noch beeindrucken. Dieses Konzept ist auch jüngst bei einer Pressekonferenz anlässlich der Entdeckung einiger Planeten durch die Sonde Kepler aufgegangen, bei denen Neuentdeckungen im Sinne der oben genannten Merkmale verkündet wurden.  </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die amerikanische Astronomin Sara Seager vom Massachusetts Institute of Technology hat nun in einem Aufsatz der Fachzeitschrift &#8222;Science&#8220; darauf hingewiesen, dass es durchaus ein Fehler sein könnte, wenn man bei der Suche nach potenziell Leben tragenden Planeten ausschließlich nach erdähnlichen Welten in habitablen Zonen Ausschau hält. Damit würde man sich künstlich viel zu sehr auf einen Typus beschränken und  so vielleicht Planeten außer Acht lassen, die ebenso Träger von Leben sein könnten, obwohl man ihnen dies gar nicht zutraue. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Seager weist auch darauf hin, dass es den heute lebenden Astronomen nicht vergönnt sein werde, in ihrer Lebenszeit allzu viele Planeten und deren Atmosphären genau untersuchen zu können. Denn die heutigen Instrumente seien noch nicht in der Lage bei ihren Untersuchungen und Messungen über einen bestimmten, nach galaktischen Maßstäben recht kleinen Radius hinauszugehen. Daher, so Seager, sei man geradezu gezwungen, offener zu sein bei der Suche nach potenziell Leben tragenden Planeten. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Astronomin nennt auch Beispiele für Faktoren, die dafür verantwortlich sein können, dass Planeten inner- oder außerhalb der habitablen Zone um einen Stern Leben tragen könnten. Dazu gehören zum einen die Treibhausgase, die auf Planeten weit draußen für lebensfreundliche Temperaturen sorgen können. Umgekehrt können sehr trockene Planeten auch dann Leben beherbergen, wenn sie nah an ihrem Stern kreisen. Man müsse das Potenzial für Leben bei jedem Planeten einzeln untersuchen, so Seager. Je mehr Planeten man einzeln auf die Möglichkeit von Leben prüfe, je höher sei die Wahrscheinlichkeit, welches zu finden. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Verwandte Artikel auf Raumfahrer.net:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/exoplaneten-in-der-habitalen-zone-fremder-sterne/" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">Exoplaneten in der habitalen Zone fremder Sterne</a></li><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/exoplanet-fomalhaut-b-ein-ungewoehnlicher-orbit/" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">Exoplanet Fomalhaut b &#8211; Ein ungewöhnlicher Orbit</a></li><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/die-atmosphaeren-von-exoplaneten-teil-1/" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">Die Atmosphären von Exoplaneten &#8211; Teil 1</a></li><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/die-atmosphaeren-von-exoplaneten-teil-2/" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">Die Atmosphären von Exoplaneten &#8211; Teil 2</a></li></ul>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=8101.0" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">Exoplaneten in habitabler Zone</a></li><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=483.0" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">Exoplaneten</a></li><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=645.0" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">Direkt beobachtete Exoplaneten</a></li></ul>
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		<title>Exoplaneten in der habitalen Zone fremder Sterne</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/exoplaneten-in-der-habitalen-zone-fremder-sterne/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 19 Apr 2013 18:06:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Extrasolar]]></category>
		<category><![CDATA[Exoplaneten]]></category>
		<category><![CDATA[Gesteinsplanet]]></category>
		<category><![CDATA[habitale Zone]]></category>
		<category><![CDATA[Kepler]]></category>
		<category><![CDATA[NASA]]></category>
		<category><![CDATA[Transitmethode]]></category>
		<category><![CDATA[Weltraumteleskop]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Am gestrigen Tag gab die NASA bekannt, dass mit dem Kepler-Weltraumteleskop zwei potentiell erdähnliche Exoplaneten entdeckt wurden, welche ihren Zentralstern in dessen habitabler Zone umkreisen. Die ermittelten Durchmesser der Planeten führen zu dem Schluss, dass es sich hierbei um Gesteinsplaneten handelt. Sollte dies zutreffen, dann wären die beiden Planeten die bislang aussichtsreichsten Kandidaten für potentiell [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Am gestrigen Tag gab die NASA bekannt, dass mit dem Kepler-Weltraumteleskop zwei potentiell erdähnliche Exoplaneten entdeckt wurden, welche ihren Zentralstern in dessen habitabler Zone umkreisen. Die ermittelten Durchmesser der Planeten führen zu dem Schluss, dass es sich hierbei um Gesteinsplaneten handelt. Sollte dies zutreffen, dann wären die beiden Planeten die bislang aussichtsreichsten Kandidaten für potentiell lebensfreundliche Planeten. Dies bedeutet jedoch nicht, dass sich auf diesen Planeten auch tatsächlich Leben entwickelt haben muss.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/verein-raumfahrer-net-e-v/ehemalige/" data-wpel-link="internal">Ralph-Mirko Richter</a>. Quelle: Max-Planck-Institut für Astronomie, JPL, Science.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/19042013200621_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/19042013200621_small_1.jpg" alt="NASA Ames Research Center, JPL-Caltech" width="300" height="169"/></a><figcaption>
Eine künstlerische Darstellung des Exoplaneten Kepler-62e, welcher sich innerhalb der habitablen Zone um seinen Stern bewegt und somit zumindestens theoretisch flüssiges Wasser beherbergen könnte. 
<br>
(Bild: NASA Ames Research Center, JPL-Caltech)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Seit der Entdeckung des ersten <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Extrasolarer_Planet" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">Exoplaneten</a> im Jahr 1995 konnten Astronomen bis zum heutigen Tag <a class="a" href="	https://exoplanet.eu/catalog/" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">871 Exoplaneten</a> nachweisen. Der Wunsch eines jeden &#8222;Exoplanetenjägers&#8220; ist es vermutlich, bei seiner Suche eine &#8222;zweiten Erde&#8220; zu entdecken &#8211; also eines außerhalb unseres Sonnensystems gelegenen Planeten, welcher theoretisch über die Umweltbedingungen verfügen könnte, um dort die Entstehung und Weiterentwicklung von außerirdischen Lebensformen zu ermöglichen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Hierbei, so die Minimalanforderungen, müsste es sich um einen <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Terrestrischer_Planet" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">terrestrischen Planeten</a> handeln, welcher seinen Zentralstern im Bereich von dessen <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Habitable_Zone" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">habitabler Zone</a> umläuft und der somit theoretisch Bedingungen aufweist, welche das dauerhafte Vorhandensein von Wasser im flüssigen Aggregatzustand ermöglichen. Nur unter dieser Voraussetzung, so die gegenwärtig allgemein anerkannte Meinung, besteht die Möglichkeit, dass sich Leben bilden kann. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Jetzt scheinen die Astronomen diesem Ziel einen großen Schritt näher gekommen zu sein: Am gestrigen Tag gab die US-amerikanische Weltraumbehörde NASA im Rahmen einer Pressekonferenz bekannt, dass mit dem auf die Exoplanetensuche spezialisierten Weltraumteleskop <i>Kepler</i> die Entdeckung von zwei Exoplaneten gelang, welche als &#8222;potentiell erdähnlich &#8220; eingestuft werden und die ihren Zentralstern &#8222;Kepler-62&#8220; zudem innerhalb von dessen habitabler Zone umkreisen. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Das System von Kepler-62</strong> <br>Der im Sternbild Leier (lateinischer Name &#8222;Lyra&#8220;) gelegene und etwa 1.200 Lichtjahre von unserem Sonnensystem entfernte Stern Kepler-62 ist ein wenig kleiner und kühler als unsere Sonne ( <a class="a" rel="noopener noreferrer follow" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Spektralklasse" target="_blank" data-wpel-link="external">Spektraltyp</a> von Kepler-62: K2V; geschätzte Masse: 0,7 Sonnenmassen; geschätzter Radius: 0,63 Sonnenradien). Das Alter des Sterns wird auf etwa sieben Milliarden Jahre geschätzt. Zum Vergleich: Das Alter unserer Sonne beträgt etwa 4,6 Milliarden Jahre. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Orbit von Kepler-62 konnten die Astronomen jetzt mittels der sogenannten <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Transitmethode#Indirekte_Nachweismethoden" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">Transitmethode</a> fünf Planeten nachweisen. Das Planetensystem ist so ausgerichtet, dass die Planeten aus der Sicht eines auf der Erde befindlichen Beobachters in regelmäßigen Abständen vor ihrem Mutterstern vorbeiziehen. Dabei nimmt die Helligkeit des beobachteten Sterns bei jedem &#8222;Transit&#8220; eines Planeten um einen winzigen Bruchteil ab, da der den Stern bedeckende Planet einen Teil des von seinem Zentralgestirn ausgehenden Lichts abschirmt. Je größer der beobachtete Exoplanet ist beziehungsweise je enger dessen Umlaufbahn um den Stern ausfällt, umso größer fällt dabei der Anteil der verdeckten Sternoberfläche aus und umso stärker nimmt dadurch auch die Helligkeit des bedeckten Sterns ab. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="aligncenter size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/19042013200621_small_2.gif" alt="TEP-Network, H. Deeg, Carrido" width="500" height="350"/><figcaption>
Diese Lichtkurve des Exoplaneten HD 209458b wurde in der Nacht vom 26. auf den 27. Juli 2000 am 0,9-Meter-Teleskop in Sierra Nevada aufgenommen. 
<br>
(Bild: TEP-Network, H. Deeg, Carrido)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Auf diese Weise kann das <i>Kepler</i>-Weltraumteleskop, welches seit dem Jahr 2009 im Rahmen einer permanenten Himmelsbeobachtung im Bereich der Sternbilder Schwan und Leier einen Himmelsbereich mit einem Durchmesser von 12 Grad &#8211; dies entspricht in etwa dem 24-fachen Durchmesser des Vollmondes &#8211; abbildet und dabei extrem genaue Helligkeitsmessungen durchführt, Planeten um weit entfernte Sterne nachweisen. Die im Rahmen dieser Beobachtungen bei Kepler-62 nachgewiesenen Exoplaneten werden, den üblichen Konventionen folgend, als die Exoplaneten Kepler-62b bis Kepler-62f bezeichnet. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/19042013200621_big_3.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/19042013200621_small_3.jpg" alt="NASA Ames Research Center, JPL-Caltech" width="299" height="217"/></a><figcaption>
Ein Vergleich des Planetensystems um den Stern Kepler-62 mit unserem eigenen Sonnensystem. Die Planetenumlaufbahnen (oben und unten in der Grafik) sind relativ zueinander im richtigen Maßstab dargestellt. Die Planetengrößen selbst (Mitte) befinden sich untereinander ebenfalls im richtigen Maßstab. Die habitable Zone &#8211; sofern sich dort ein Planet befindet, kann auf dessen Oberfläche prinzipiell flüssiges Wasser existieren &#8211; ist grün eingezeichnet. Kepler-62e und Kepler-62f sind die bislang aussichtsreichsten Kandidaten für lebensfreundliche Planeten. 
<br>
(Bild: NASA Ames Research Center, JPL-Caltech)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Zwei Planeten in der habitablen Zone</strong> <br>Ein wichtiger Aspekt der Erforschung von Exoplaneten ist die Suche nach Planeten, auf denen die richtigen Bedingungen für die Entstehung und Weiterentwicklung von Leben herrschen <i>könnten</i>. Die Entdeckung solcher Planeten wäre ein Schritt in Richtung auf das Ziel, solches &#8222;außerirdisches Leben&#8220; dann tatsächlich auf fernen Planeten nachzuweisen. Gerade in dieser Hinsicht sind zwei der neu entdeckten Planeten &#8211; Kepler-62e und Kepler-62f &#8211; für die Astronomen und <a class="a" rel="noopener noreferrer follow" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Exobiologie" target="_blank" data-wpel-link="external">Exobiologen</a> hochinteressant. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Dr. Lisa Kaltenegger vom Max-Planck-Institut für Astronomie in Heidelberg und vom Harvard-Smithsonian Center for Astrophysics in Boston/USA ist eine Expertin für die Atmosphären insbesondere erdähnlicher Exoplaneten und war, obwohl sie kein Mitglied des <i>Kepler</i>-Teams ist, dafür verantwortlich, die potenzielle Lebensfreundlichkeit der Planeten des Kepler-62-Systems abzuschätzen. 
<br>
&#8222;Ich habe von dieser spannenden Entdeckung erstmals von William Borucki [der Chefwissenschaftler der <i>Kepler</i>-Mission] gehört, der mich im Oktober 2012 auf einer Konferenz ansprach. Das <i>Kepler</i>-Team hat mich dann gebeten, zu untersuchen, ob Kepler-62e oder Kepler-62f in die lebensfreundliche &#8218;habitable Zone&#8216; ihres Heimatsterns fallen. Wie sich herausstellt, ist das der Fall &#8211; und diese Planeten sind etwas ganz Besonderes, weil sie die bislang kleinsten sind, die wir in der habitablen Zone eines Sterns gefunden haben&#8220;, so Dr. Lisa Kaltenegger. 
<br>
Laut den bisherigen Analysen fällt der Radius von Kepler-62e etwa 1,61 Mal so groß wie jener der Erde aus, während Kepler-62f über einen 1,41 Mal so großen Radius verfügt. Der vorher kleinste bekannte Exoplanet, welcher sich in der habitablen Zone eines Sterns bewegt, war der Exoplanet Kepler-22b mit einem 2,4-fachen Erdradius. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/19042013200621_big_4.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/19042013200621_small_4.jpg" alt="Lisa Kaltenegger (MPIA)" width="300" height="268"/></a><figcaption>
Massen und Radien von verschiedenen ausgewählte Planeten. Die eingezeichneten Kurven zeigen den Zusammenhang zwischen der Masse und dem Radius (entspricht der mittleren Dichte) für verschiedene Arten von Planeten. Die blaue Linie entspricht beispielsweise Planeten, welche überwiegend (zu mehr als 75 Prozent) aus Wasser bestehen, die schwarze Linie solchen, die wie unsere Erde überwiegend aus Fels bestehen. Die gemessenen Radien von Kepler-62e und Kepler-62f plus eine Abschätzung ihrer Massen sind als blaue Flächen eingezeichnet und zeigen, dass es sich mit hoher Wahrscheinlichkeit um erdähnliche Planeten handelt. Der Exoplanet Kepler-11f, ein Mini-Neptun, zeigt dagegen, dass eine verhältnismäßig niedrige Masse alleine noch nicht heißt, dass es sich dabei um einen erdähnlichen Planeten handeln muss. 
<br>
(Bild: Lisa Kaltenegger (MPIA))
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Bisher waren alle interessanten Planeten in habitablen Zonen solche, die mit der sogenannten <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Transitmethode#Indirekte_Nachweismethoden" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">Radialgeschwindigkeitsmethode</a> nachgewiesen worden waren. Dieses Verfahren liefert aber naturgemäß nur eine Untergrenze für die Masse eines Planeten, und keine Information über seinen Radius. Allein aufgrund der Masse ist es aber schwierig zu beurteilen, ob es sich um einen erdartigen Planeten, also einen Planeten mit fester Oberfläche handelt. Ein Radius von weniger als dem Doppelten des Erdradius&#8216; ist dagegen ein deutliches Zeichen, das es sich um einen erdähnlichen Planeten handelt &#8211; es sei denn, wir betrachteten einen Planeten, der einen äußerst jungen Stern umkreist&#8220;, so Dr. Kaltenegger weiter. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Dass es sich bei den neu entdeckten Planeten tatsächlich um Felsplaneten mit einer soliden Oberfläche und nicht etwa um <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Gasplanet" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">Gasplaneten</a> wie zum Beispiel Jupiter oder Neptun handelt, ist ein Schlüsselaspekt der gestern bekannt gegebenen Entdeckung. Die interessantesten sicheren Kandidaten für &#8222;habitable Planeten&#8220;, welche zuvor bekannt waren &#8211; es handelt sich dabei um die Exoplaneten GJ 667Cc, Gl 581d, HD 85512b und Gl 163c &#8211; wurden durchweg mit der Radialgeschwindigkeitsmethode nachgewiesen. Diese Methode lässt jedoch lediglich Rückschlüsse auf die Mindestmasse der auf diese Weise entdeckten Planeten zu. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Wahrscheinlichkeitsüberlegungen zeigen jedoch, dass die tatsächliche Masse der so entdeckten Planeten in den meisten Fällen zwischen dieser Mindestmasse und dem Doppelten der Mindestmasse liegt. Für die erwähnten Kandidaten würde dies bedeuten, dass es sich um Felsplaneten, aber durchaus auch um Miniaturversionen des Neptun &#8211; also um Gasplaneten &#8211; handeln könnte. Ein Beispiel hierfür ist der Exoplanet Kepler-11f. Hierbei handelt es sich um einen &#8222;Mini-Neptun&#8220;, welcher trotz eines 2,6fachen des Erdradius lediglich über eine Masse von etwa 2,3 Erdmassen verfügt. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Könnte dort &#8222;Leben&#8220; existieren?</strong> <br>Ob ein Planet letztendlich jedoch wirklich lebensfreundlich ist oder nicht, hängt davon ab, ob auf seiner Oberfläche flüssiges Wasser existieren kann, denn dies ist eine der Grundvoraussetzungen für Leben, wie wir es kennen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Aussagen über die Lebensfreundlichkeit eines Planeten hängen immer von zusätzlichen Annahmen ab. Nehmen wir an, bei Kepler-62e und Kepler-62f handelt es sich in der Tat um Felsplaneten, wie ihre Radien nahelegen. Nehmen wir weiterhin an, dass es auf diesen Planeten Wasser gibt, und dass ihre Atmosphäre eine ähnliche Zusammensetzung hat wie jene der Erde, also vor allem Stickstoff, mit Anteilen von Wasser und Kohlenstoffdioxid. Unter diesen Voraussetzungen könnten beide Planeten flüssiges Wasser auf ihrer Oberfläche besitzen. Kepler-62f empfängt weniger Strahlungsenergie von seinem Stern als die Erde von der Sonne und würde dementsprechend mehr Treibhausgase benötigen als die Erde, etwa Kohlenstoffmonoxid, um nicht einzufrieren. Kepler-62e ist seinem Stern näher und benötigt eine hinreichend dichte Wolkendecke, mit der er Strahlungsanteile des Sterns reflektieren kann, damit flüssiges Wasser auf seiner Oberfläche möglich ist&#8220;, so Dr. Kaltenegger. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/19042013200621_big_5.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/19042013200621_small_5.jpg" alt="Lisa Kaltenegger (MPIA)" width="300" height="228"/></a><figcaption>
Die habitable Zone in der Umgebung eines Sterns, in der theoretisch flüssiges Wasser auf einer Planetenoberfläche existieren kann, wird in dieser Grafik für verschiedene Sterne dargestellt. Oben sind die inneren Planeten unseres eigenen Sonnensystems zu sehen, von denen sich die Erde und der Mars innnerhalb der hiesigen habitablen Zone befinden. Kepler-62 ist deutlich kühler als die Sonne, aber auch die dortigen Planeten Kepler-62e und -62f befinden sich in dessen habitablen Zone. Für Kepler-69c ist der Energieausstoß seines Sterns dagegen nicht ausreichend genug bekannt. Die Fehlertoleranz der erfolgten Messungen lässt es prinzipiell zu, dass sich auch dieser Planet möglicherweise in der habitablen Zone seines Sterns befindet. Kepler-22b, der bis zu den jüngsten Entdeckungen kleinste Planet in der habitablen Zone seines Sterns, ist mit großer Wahrscheinlichkeit ein Mini-Neptun und nicht etwa ein erdähnlicher Planet. Was in dieser Grafik als empirische habitable Zone bezeichnet wird bezeichnet den Abstandsbereich, in dem flüssiges Wasser auf der Planetenoberfläche existieren kann, falls der betreffende Planet eine ausreichende Wolkendecke besitzt. In der konservativen habitablen Zone kann flüssiges Wasser dagegen auf der Planetenoberfläche auch ohne das Vorhandensein einer abschirmenden Wolkendecke existieren. 
<br>
(Bild: Lisa Kaltenegger (MPIA))
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Der Planet Kepler-62e benötigt für einen Umlauf um seinen Stern 122 Tage. Die Umlaufdauer des weiter außen gelegene Kepler-62f beträgt dagegen 267 Tage. Die weiter innen gelegenen Planeten Kepler-62b, Kepler-62c und Kepler-62d umkreisen ihren Zentralstern dagegen innerhalb von fünf, 12 und 18 Tagen. Die sich daraus ergebende Nähe zu dem Stern führt bei diesen drei Planeten zu sehr hohen Oberflächentemperaturen, welche die Existenz von Lebensformen definitiv ausschließen. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Eine &#8222;zweite Erde&#8220;?</strong> <br>Eine eventuell gegebene &#8222;Habitabilität&#8220; eines Exoplaneten bedeutet jedoch nicht notwendigerweise, dass der betreffende Planet unserem Heimatplaneten bis ins letzte Detail gleicht. Vielmehr würde es sich bei Planeten, welche über einen hinreichend größerem Radius als die Erde verfügen &#8211; und dies ist bei Kepler-62e und Kepler-62f offenbar der Fall &#8211; bei gleicher chemischer Zusammensetzung höchstwahrscheinlich um <a class="a" rel="noopener noreferrer follow" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Ozeanplanet" target="_blank" data-wpel-link="external">Wasserwelten</a> handeln, deren Oberfläche von einem tiefen, globalen Ozean bedeckt ist. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Ergebnis einer Habitabilitäts-Analyse zeigt somit nicht zwingend, dass der betreffende Planet tatsächlich habitabel ist, sondern lediglich, dass er es &#8211; die richtigen Atmosphärenbedingungen vorausgesetzt &#8211; sein <i>könnte</i>. Eine detaillierte Untersuchung der Atmosphären von Exoplaneten ist mit den gegenwärtig zur Verfügung stehenden Teleskopen allerdings noch nicht möglich. Erst die nächste Generation von Teleskopen wird in der Lage sein, die hierfür erforderlichen spektroskopischen Analysen mit der erforderlichen Präzision durchzuführen, wobei dann auch eine Art &#8222;chemischen Fingerabdruck&#8220; des zu untersuchenden Planeten gewonnen werden kann.  <br> Ein wichtiger Teilbereich der Arbeit von Dr. Kaltenegger und ihren Kollegen besteht deshalb gegenwärtig darin, diverse Modelle anzufertigen, welche zeigen, wie die chemischen Fingerabdrücke bestimmter Planeten, eben beispielsweise auch von Kepler-62e und Kepler-62f, aussehen könnten. Letztlich, so das Ziel der Wissenschaftler, könnten zukünftigen Beobachtungen eventuell sogar die <a href="https://www.raumfahrer.net/das-vlt-entdeckt-einen-belebten-planeten-die-erde/" target="_blank" rel="noreferrer noopener" data-wpel-link="internal">chemischen Spuren von Leben auf einem fremden Planeten</a> zutage fördern. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Bis es jedoch soweit ist müssen sich die Astronomen damit begnügen, die potentielle Habitabilität neu entdeckter Planeten unter der Einbeziehung aller derzeit verfügbaren Daten abzuschätzen. Und die Bewertung von Dr. Lisa Kaltenegger führt zu dem Ergebnis, dass die beiden Exoplaneten Kepler-62e und Kepler-62f die derzeit aussichtsreichsten Kandidaten sind, von denen die Astronomen bislang wissen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Dr Kaltenegger: &#8222;Was Kepler-62e und Kepler-62f so spannend macht, ist zweierlei: Zum einen kennen wir ihren Radius, und der weist daraufhin, dass es sich in der Tat um erdähnliche Planeten handelt. Außerdem liegen diese Planeten in der habitablen Zone ihres Sterns. Das macht sie zu den besten Kandidaten für habitable Planeten, die wir kennen. Und es war sehr aufregend für mich, bei dieser bahnbrechenden Entdeckung der <i>Kepler</i>-Mission dabei gewesen zu sein.&#8220;  <br>Die Entdeckung der Exoplaneten im Bereich des Sternsystems Kepler-62 wurde am gestrigen Tag in der Fachzeitschrift &#8222;Science&#8220; unter dem Titel &#8222;Kepler-62: A five-planet system with planets of 1.4 and 1.6 Earth-radii in the Habitable Zone&#8220; publiziert. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Ein weiterer Planet in der habitablen Zone</strong></p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/19042013200621_big_6.jpg" data-rel="lightbox-image-4" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/19042013200621_small_6.jpg" alt="NASA Ames Research Center, JPL-Caltech" width="300" height="212"/></a><figcaption>
Diese Grafik zeigt den Aufbau des Systems Kepler-69 im Vergleich zu unserem Sonnensystem. Der Exoplanet Kepler-69c umrundet seinen Zentralstern am inneren Rand der dortigen habitablen Zone. 
<br>
(Bild: NASA Ames Research Center, JPL-Caltech)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Neben der Entdeckung der fünf Planeten im System von Kepler-62 wurden im Rahmen der gestrigen Pressekonferenz auch zwei weitere neu entdeckte Exoplaneten vorgestellt, welche den Stern Kepler-69 umrunden. Der Stern Kepler-69 gleicht in etwa unserer Sonne. Er verfügt über die gleiche Spektralklasse (Typ &#8222;G&#8220;) und weist in etwa 93 Prozent des Sonnen-Durchmessers auf. Kepler-69 befindet sich rund 2.700 Lichtjahre von unserem Sonnensystem entfernt im Sternbild Schwan (lateinisch &#8222;Cygnus&#8220;). </p>



<p class="wp-block-paragraph">Einer der beiden im Bereich dieses Sterns entdeckten Planeten, Kepler-69c, verfügt über einen etwa 70 Prozent größeren Durchmesser als die Erde und umkreist seinen Zentralstern ebenfalls in der habitablen Zone. Für einen Umlauf um seinen Stern benötigt dieser Planet 242 Tage, was in etwa der Umlaufdauer der Venus um unsere Sonne entspricht. Ob es sich bei Kepler-69c ebenfalls um einen Gesteinsplaneten handelt, können die Astronomen zum jetzigen Zeitpunkt allerdings noch nicht mit Sicherheit sagen. Eine Publikation über das System Kepler-69 wird demnächst in der Fachzeitschrift &#8222;Astrophysical Journal&#8220; veröffentlicht. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Durch die Verwendung der Transit-Methode konnte das Weltraumteleskop <i>Kepler</i> bisher 2.740 Exoplaneten-Kandidaten ausmachen. Im Rahmen weiterführender Beobachtungen konnten 122 dieser Objekte als tatsächlich vorhandene Planeten bestätigt werden. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=483.870" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Aktuelle Diskussion zu Exoplaneten</a></li><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=8101.75" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Exoplaneten in habitabler Zone</a></li><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=630.135" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Planetenentstehung</a></li><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=1184.120" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Kepler</a></li></ul>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Fachartikel von William J. Borucki et al.:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://www.science.org/doi/10.1126/science.1234702" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Kepler-62: A five-planet system with planets of 1.4 and 1.6 Earth-radii in the Habitable Zone</a> (engl.)</li></ul>
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			</item>
		<item>
		<title>Die Aliens von nebenan</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/die-aliens-von-nebenan/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 09 Feb 2013 14:20:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Extrasolar]]></category>
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		<category><![CDATA[Harvard-Smithsonian Center for Astrophysics]]></category>
		<category><![CDATA[Kepler]]></category>
		<category><![CDATA[Roter Zwerg]]></category>
		<category><![CDATA[Statistik]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>US-amerikanische Wissenschaftler rund um Courtney Dressing vom Harvard Smithsonian Zentrum für Astrophysik haben Daten der Keplersonde ausgewertet. Schlussfolgerung: Möglicherweise existieren belebte erdähnliche Planeten in weitaus größerer Nähe zur Erde als bisher gedacht. Ein Beitrag von Hans Lammersen. Quelle: Welt.de/Harvard Smithsonian Center for Astrophysics. Die Wissenschaftler nahmen bei ihrer Auswertung so genannte Rote Zwerge unter die [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">US-amerikanische Wissenschaftler rund um Courtney Dressing vom Harvard Smithsonian Zentrum für Astrophysik haben Daten der Keplersonde ausgewertet. Schlussfolgerung: Möglicherweise existieren belebte erdähnliche Planeten in weitaus größerer Nähe zur Erde als bisher gedacht.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/verein-raumfahrer-net-e-v/ehemalige/" data-wpel-link="internal">Hans Lammersen</a>. Quelle: Welt.de/Harvard Smithsonian Center for Astrophysics.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/09022013152001_small_1.jpg" alt="David A. Aguilar/Harvard Smithsonian Center for Astrophysics" width="400" height="260"/><figcaption>
Exoplanet bei einem Roten Zwerg 
<br>
(Bild: David A. Aguilar/Harvard Smithsonian Center for Astrophysics)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die Wissenschaftler nahmen bei ihrer Auswertung so genannte Rote Zwerge unter die Lupe, die am häufigsten vorkommende Sternenart im Universum. Dabei stellten sie bei den bisher von Kepler untersuchten Systemen mit Roten Zwergen 95 Planetenkandidaten fest. Drei davon werden als erdähnlich angesehen mit einer Oberflächentemperatur, die flüssiges Wasser ermöglicht. Weiterhin gingen sie davon aus, dass Kepler nicht alle Planeten beobachten konnte, weil die Transitmethode nur solche Planeten erfasst, die direkt vor dem Stern herziehen. Bringt man dies in Zusammenhang mit der schieren Zahl der Roten Zwerge sowie der Berechnung, dass sechs Prozent aller Roten Zwerge Planeten besitzen, kommen die Wissenschaftler zu dem Schluss, dass der nächste bewohnbare Planet vielleicht nur 13 Lichtjahre entfernt ist. In kosmischen oder auch nur galaktischen Maßstäben ist das ein Katzensprung. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Allerdings gibt es bei Planetensystemen von Roten Zwergen noch eine kleine Schwierigkeit. Planeten, die flüssiges Wasser und damit Leben ermöglichen, müssten in solchen Systemen recht nahe am Stern stehen, da Rote Zwerge eine niedrige Oberflächentemperatur aufweisen. Dadurch kommt es zwischen Stern und Planet zu einer gravitativen Bindung, was dazu führt, dass der Planet seinem Stern immer die gleiche Seite zuwendet. Daraus resultieren große Temperaturunterschiede auf dem Planeten, was wiederum zu heftigen Ausgleichsströmungen führen kann, insbesondere an der Tag-Nacht-Grenze. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Für die Wissenschaftler ist dies kein Problem. Ozeane oder dichte Atmosphären könnten dennoch zu einer weitgehend homogenen Temperaturverteilung führen. Weiterhin verweisen sie darauf, dass Rote Zwerge eine höhere Lebensdauer haben als Sterne anderer Spektralklassen. Damit hätte das Leben viel länger Zeit, sich zu entwickeln und auch bei ungünstigeren Bedingungen als auf der Erde Fuß zu fassen. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=483.0" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">Exoplaneten</a></li><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=8101.0" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">Exoplaneten in habitabler Zone</a></li></ul>
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			</item>
		<item>
		<title>Klare Kante</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/klare-kante/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 20 Jan 2013 13:46:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Extrasolar]]></category>
		<category><![CDATA[Sterne]]></category>
		<category><![CDATA[ExoMonde]]></category>
		<category><![CDATA[Exoplaneten]]></category>
		<category><![CDATA[habitale Zone]]></category>
		<category><![CDATA[Studie]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Über 800 Exoplaneten hat man bisher entdeckt, bei den allermeisten davon handelt es sich um Gasriesen. Nun haben zwei Astronomen genauer untersucht, inwiefern Monde, die um solche Planeten kreisen, Möglichkeiten für Leben bieten können. Ein Beitrag von Hans Lammersen. Quelle: Leibniz-Institut für Astrophysik, weltderphysik.de. Wenn es um Leben in anderen Sonnensystemen geht, standen bisher die [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Über 800 Exoplaneten hat man bisher entdeckt, bei den allermeisten davon handelt es sich um Gasriesen. Nun haben zwei Astronomen genauer untersucht, inwiefern Monde, die um solche Planeten kreisen, Möglichkeiten für Leben bieten können.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/verein-raumfahrer-net-e-v/ehemalige/" data-wpel-link="internal">Hans Lammersen</a>. Quelle: Leibniz-Institut für Astrophysik, weltderphysik.de.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/20012013144630_small_1.jpg" alt="Rene Heller, Leibniz-Institut Potsdam" width="400" height="301"/><figcaption>
Ist Leben auf Exomonden möglich? (künstlerische Darstellung) 
<br>
(Bild: Rene Heller, Leibniz-Institut Potsdam)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn es um Leben in anderen Sonnensystemen geht, standen bisher die Exoplaneten im Zentrum des Interesses. Dagegen hat man der Bewohnbarkeit von Monden derartiger Planeten kaum Aufmerksamkeit geschenkt. Durch eine Veröffentlichung in der amerikanischen Fachzeitschrift „Astrobiology“ haben zwei Wissenschaftler, Rene Heller vom Leibniz-Institut für Astrophysik in Potsdam und Rory Barnes von der Universität Washington in den USA, nun den Fokus auf potenzielle Monde solcher Planeten, so genannte Exomonde, gelenkt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Beispiele für Monde, die um Gasriesen kreisen und ein Potential für Leben haben, findet man schon in unserem Sonnensystem: Die Jupitermonde Ganymed, Europa, Kallisto, die Saturnmonde Titan und insbesondere Enceladus könnten flüssiges Wasser als unabdingbare Voraussetzung für Leben aufweisen.
<br>
Die beiden Forscher haben ihre Berechnungen für zwei erst vor kurzem entdeckte Exoplaneten angestellt: Kepler-22b und KOI211.01. Zwar ist nicht bekannt, ob diese Planeten Monde besitzen, aber die Berechnungen wurden auf diese Planeten bezogen.
<br>
Exomonde sind weitergehenden astrophysikalischen Einwirkungen unterworfen als Exoplaneten, weil sie nicht nur um einen Stern kreisen, sondern auch noch um einen Planeten, also quasi von zwei Seiten Einflüssen ausgesetzt sind.  Die wichtigsten sind:     </p>



<ul class="wp-block-list"><li>Die hochenergetische Strahlung des Mutterplaneten, die insbesondere die oberen Atmosphärenschichten beeinflusst und dafür sorgen kann, dass sich die Atmosphäre schon früh verflüchtigt.</li><li>Die Auswirkungen der so genannten gebundenen Rotation, die dazu führt, dass der Mond seinem Mutterplaneten immer die gleiche Seite zuwendet, was starke Auswirkungen auf die klimatischen Bedingungen auf dem Mond haben kann.</li><li>Die Tatsache, dass der Mond von zwei Körpern Strahlung erhält: Von seinem Stern und von seinem Planeten.</li><li>Die so genannte Gezeitenheizung: Damit sind die starken Auswirkungen der Gravitationskräfte des Mutterplaneten auf die Monde gemeint, die z.B. beim Jupitermond Io das Gestein bis zu 300 Meter hoch auftürmen können. Gezeitenkräfte sorgen für eine Aufheizung der Monde.</li></ul>



<p class="wp-block-paragraph">Die beiden Forscher schlagen in ihrer Studie in Analogie zum Konzept der habitablen Zone von Exoplaneten (also der Zone um einen Stern, innerhalb derer auf einem Planeten Wasser im flüssigen Zustand existieren kann) eine so genannte „habitable Kante“ vor. Um bewohnbar zu sein, muss sich die Umlaufbahn eines Exomondes um seinen Planeten außerhalb dieser habitablen Kante befinden. Damit ist also der innerste mögliche Orbit gemeint, den ein Exomond noch einnehmen kann, damit auf ihm potenziell Leben existieren könnte.     Nimmt man für den oben genannten Planeten Kepler-22b eine Masse von 10 Erdmassen an, dann bedeutet dies für einen eventuellen Exomond, dass dieser dann bewohnbar ist, wenn      </p>



<ul class="wp-block-list"><li>die große Halbachse des Mondes mindestens 10 Planetenradien beträgt,</li><li>seine Bahnexzentrizität kleiner ist als 0,01. Zum Vergleich: Die Bahnexzentrizität der Erde auf ihrer Umlaufbahn um die Sonne liegt bei 0,017. Wäre die Exzentrizität zu hoch, dann würde der Mond durch die Gezeitenkräfte so durchgeknetet, dass er durch übermäßige vulkanische Aktivitäten unbewohnbar würde.  Andererseits sind auch Szenarien denkbar, in denen ein Exomond gerade erst durch die Gezeitenkräfte bewohnbar würde (genau das vermutet man auch bei Monden im Sonnensystem, z.B. bei Enceladus oder auch bei Europa),</li><li>die Masse des Exomondes innerhalb bestimmter Grenzen liegt: Sie dürfte nicht weniger als ein Viertel der Erdmasse betragen (damit der Mond ein eigenes Magnetfeld besitzt, welches die gefährliche Strahlung des Mutterplaneten abschirmt und er eine tektonische Aktivität aufwiese) andererseits aber zwei Erdmassen nicht überschreiten (dann würde der Druck im Inneren zu groß und der Hitzetransport käme zum Erliegen).</li></ul>



<p class="wp-block-paragraph">Weist der Planet eine größere Masse auf, muss der Mond weiter außerhalb seine Bahn ziehen, um noch bewohnbar sein zu können.     Kreist ein Mond  innerhalb der habitablen Kante um seinen Mutterplaneten, dann kommt es aufgrund der dann zu stark werdenden Gezeitenkräfte zu einer Überhitzung und damit zu einem galoppierenden Treibhauseffekt, der die Atmosphäre zerstören würde.          Natürlich muss auch die Umlaufbahn des Planeten innerhalb der habitablen Zone liegen.     
<br>
Am Schluss geben die beiden Forscher ihrer Hoffnung Ausdruck, dass die bevorstehende ESA-Mission JUICE (Jupiter Icy Moon Orbiter) neue Erkenntnisse erbringen wird, die sich dann auch auf Exomonde übertragen lassen. Dies betrifft insbesondere die Stärke und Auswirkungen der Gezeitenkräfte, die Oberflächenchemie und den Aufbau des Gesteinsmantels, der Eisoberflächen und der Kerne.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Die Studie von Heller/Barnes in arXiv.org:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://arxiv.org/abs/1209.5323" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">Exomoon habitability constrained by illumination and tidal heating</a></li></ul>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=8101.0" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">Exoplaneten in habitabler Zone</a></li><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=483.0" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">Exoplaneten</a></li><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=645.0" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">Direkt beobachtbare Exoplaneten</a></li></ul>
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