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	<title>Hauptantenne &#8211; Raumfahrer.net</title>
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	<description>Das Portal für Astronomie- und Raumfahrtbegeisterte</description>
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	<title>Hauptantenne &#8211; Raumfahrer.net</title>
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	<item>
		<title>Mars Odyssey: Sicherheitsmodus beendet</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/mars-odyssey-sicherheitsmodus-beendet/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 20 Jun 2012 17:43:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Hauptantenne]]></category>
		<category><![CDATA[JPL]]></category>
		<category><![CDATA[Raumsonde]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Raumsonde Mars Odyssey hat laut einer Meldung des JPL den Sicherheitsmodus am vergangenen Wochenende beendet. Die Wiederaufnahme des regulären Betriebes ist für die kommende Woche vorgesehen. Ein Beitrag von Ralph-Mirko Richter. Quelle: JPL. Die von der US-amerikanischen Weltraumbehörde NASA betriebene Marssonde Mars Odyssey hatte sich nach dem Auftreten eines Problems mit einem der drei [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Die Raumsonde Mars Odyssey hat laut einer Meldung des JPL den Sicherheitsmodus am vergangenen Wochenende beendet. Die Wiederaufnahme des regulären Betriebes ist für die kommende Woche vorgesehen.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Ralph-Mirko Richter. Quelle: JPL.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/20062012194321_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img fetchpriority="high" decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/20062012194321_small_1.jpg" alt="JPL" width="301" height="244"/></a><figcaption>
Eine künstlerische Darstellung der Raumsonde Mars Odyssey. 
<br>
(Bild: NASA, JPL-Caltech)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die von der US-amerikanischen Weltraumbehörde NASA betriebene Marssonde <i>Mars Odyssey</i> hatte sich nach dem Auftreten eines Problems mit einem der drei für die Lageorientierung im Raum benötigten Reaktionsräder bereits am 8. Juni 2012 in einen vorsorglichen Sicherheitsmodus versetzt (<a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/mars-odyssey-mit-reaktionsradproblem/" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net berichtete</a>). Dieser Sicherheitsmodus hatte zur Folge, dass alle nicht unbedingt erforderlichen Aktivitäten an Bord der Raumsonde vorübergehend ausgesetzt wurden und <i>Mars Odyssey</i> die Hauptantenne auf die Erde ausrichtete, um weitere Befehle abzuwarten. </p>



<p class="wp-block-paragraph">In den folgenden Tagen wurde das aufgetretene Problem &#8211; eines der drei Reaktionsräder fiel für mehrere Minuten aus und wurde daraufhin von dem Bordcomputer der Raumsonde als nicht mehr zuverlässig eingestuft &#8211; von den für die Kontrolle von <i>Mars Odyssey</i> verantwortlichen Technikern und Ingenieuren des Jet Propulsion Laboratory (JPL) ausführlich analysiert. Im Rahmen dieser Arbeiten wurde ab dem 12. Juni 2012 auch das vierte, zuvor noch nie eingesetzte Reserve-Reaktionsrad ausführlich getestet. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Seit dem 16. Juni hat dieses Reserve-Schwungrad die Aufgaben des zuvor ausgefallenen und jetzt deaktivierten Reaktionsrades übernommen. <i>Mars Odyssey</i> hat daraufhin den vorsorglichen Sicherheitsmodus beendet und die Ausrichtung im All dahingehend verändert, dass die Instrumente der Raumsonde jetzt wieder direkt auf den Mars zeigen. Gegenwärtig sind die für die Steuerung des Marsorbiters verantwortlichen Mitarbeiter des JPL damit beschäftigt, das Verhalten des neu aktivierten Reaktionsrades zu überprüfen und dessen Funktionalität zu bestätigen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Der erneute Vollbetrieb der Raumsonde &#8211; so die aktuellen Planungen des JPL &#8211; soll im Verlauf der kommenden Woche aufgenommen werden. Als ersten Schritt soll der Marsorbiter dazu wieder seine routinemäßige Funktion als Kommunikationsrelais für den Marsrover <i>Opportunity</i> erfüllen. Anschließend sollen auch die wissenschaftlichen Instrumente der Raumsonde reaktiviert werden und ihre Arbeiten fortsetzen. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><i>Mars Odyssey</i> soll neben der ebenfalls von der NASA betriebenen Raumsonde <i>Mars Reconnaissance Orbiter</i> (MRO) und dem von der ESA betriebenen <i>Mars Express</i> die am 6. August 2012 erfolgende Landung des Marsrovers <i>Curiosity</i> überwachen und während dessen Abstiegsphase zur Marsoberfläche wichtige Telemetriedaten an die Erde übermitteln. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die am 7. April 2001 an Bord einer Delta-II-Trägerrakete gestartete Raumsonde <i>Mars Odyssey</i> erreichte den Mars am 24. Oktober 2001 und trat unmittelbar darauf in eine Umlaufbahn um unseren äußeren Nachbarplaneten ein. Die Mission wird vom Jet Propulsion Laboratory (JPL) der NASA in Pasadena/Kalifornien, eine Abteilung des California Institute of Technology (Caltech), im Auftrag des Direktorats für wissenschaftliche Missionen der NASA in Washington, DC geleitet. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Raumcon-Forum</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=4101.30" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">2001 Mars Odyssey</a></li></ul>
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			</item>
		<item>
		<title>Venus Express: Orbitmanöver und Uhrensynchronisation</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/venus-express-orbitmanoever-und-uhrensynchronisation/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 17 May 2012 20:37:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumsonden]]></category>
		<category><![CDATA[Venus Express]]></category>
		<category><![CDATA[EADS]]></category>
		<category><![CDATA[ESA]]></category>
		<category><![CDATA[Hauptantenne]]></category>
		<category><![CDATA[Magnetometer]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>In den letzten Wochen führte die europäische Raumsonde Venus Express mehrere Manöver durch, um den Orbit um über 100 Kilometer anzuheben. Auch fanden weitere Operationen und Experimente an Bord statt. Ein Beitrag von Simon Plasger. Quelle: ESA. Da die Atmosphäre unseres Nachbarplaneten relativ weit nach außen reicht, wird die um diesen kreisende Sonde Venus Express [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">In den letzten Wochen führte die europäische Raumsonde Venus Express mehrere Manöver durch, um den Orbit um über 100 Kilometer anzuheben. Auch fanden weitere Operationen und Experimente an Bord statt.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Simon Plasger. Quelle: ESA.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/17052012223713_big_1.png" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/17052012223713_small_1.png" alt="ESA" width="276" height="154"/></a><figcaption>
Der Orbit von Venus Express im Laufe der Zeit 
<br>
(Bild: ESA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Da die Atmosphäre unseres Nachbarplaneten relativ weit nach außen reicht, wird die um diesen kreisende Sonde Venus Express ständig gebremst und sinkt dadurch ab. Um dies auszugleichen, fanden am 26. und am 28. Februar zwei Orbitkorrekturen statt, bei denen die Periapsis (der tiefste Punkt der Umlaufbahn) um mehr als 120 Kilometer angehoben wurde. Solche Operationen sind regelmäßig notwendig, um ein Verglühen der Sonde in der Atmosphäre zu verhindern. </p>



<p class="wp-block-paragraph">An Bord von Venus Express gibt es eine sehr simple Uhr, welche einfach die Zeit seit Missionsbeginn hochzählt. Sie hat den Vorteil, dass sie Gewicht und Kosten spart, jedoch ist sie relativ ungenau, so dass regelmäßig nachkorrigiert werden muss. Ein solches Kommando wurde am 28. Februar gesendet. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Instrumente des Planetenerkunders arbeiteten weitgehend normal, allerdings gab es einen Datenverlust, als Daten des Magnetometers zur Erde gesendet werden sollten. Aufgrund eines Servofehlers an der Antenne der Bodenstation in Spanien gingen einige Datenpakete auf dem Weg verloren. Da sie nicht an Bord zwischengespeichert wurden, sind die Daten verloren und können nicht wiederhergestellt werden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Aufgrund einer besonderen Orbitphase mussten bei der Kommunikation mit der Erde einige besondere Maßnahmen getroffen werden, um ein Beschädigen der Sonde zu verhindern, denn nur zwei Seiten („X+“ und „Z+“) der Oberfläche der Sonde dürfen durchgehend zur Sonne zeigen, ohne dass das Raumschiff überhitzt. Eine weitere Seite („X-“), hätte in der aktuellen Flugphase während der Kommunikation mit der Bodenstation zur Sonne gezeigt, was verhindert werden musste.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dazu wurde Venus Express während des Kommunikationsvorgangs gedreht. Jedoch wurde dabei die Hauptantenne (HGA, High Gain Antenna) so geschwenkt, dass sie nicht mehr zur Erde „schauen“ konnte. Dies wurde beim Design der Sonde berücksichtigt und es wurde Redundanz in Form einer zweiten Antenne (HGA2) geschaffen. Diese Antenne wurde dann für die Datenübertragung genutzt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Venus Express wurde von der europäischen Weltraumagentur ESA finanziert und von EADS Astrium und anderen Unternehmen gebaut. Der Start erfolgte am 9. November 2005 an Bord einer Sojus-Fregat von Baikonur aus. Seit dem 11. April 2006 befindet sich die Sonde in einem Orbit um den inneren Nachbarplaneten der Erde. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Raumcon:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=4138" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Venus Express</a></li><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=743" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Planet Venus</a></li></ul>
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Mars Reconnaissance Orbiter erfolgreich gestartet!</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/mars-reconnaissance-orbiter-erfolgreich-gestartet/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 11 Aug 2005 10:06:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumsonden]]></category>
		<category><![CDATA[Atlas V]]></category>
		<category><![CDATA[Centaur-Oberstufe]]></category>
		<category><![CDATA[Gyroskop]]></category>
		<category><![CDATA[Hauptantenne]]></category>
		<category><![CDATA[Kontaktaufnahme]]></category>
		<category><![CDATA[MRO]]></category>
		<category><![CDATA[Solarpanele]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Nach zwei Fehlversuchen ist die neueste und leistungsstärkste Mars-Sonde der NASA am heutigen Freitag um 13:43&#160;Uhr zum Mars gestartet. Hier können Sie noch einmal den Verlauf des Starts nachlesen. Ein Beitrag von Michael Stein und Gero Schmidt. Quelle: NASA. Ab Ende nächsten Jahres soll der neueste Mars-Orbiter der NASA unser Wissen über den Roten Planeten [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Nach zwei Fehlversuchen ist die neueste und leistungsstärkste Mars-Sonde der NASA am heutigen Freitag um 13:43&nbsp;Uhr zum Mars gestartet. Hier können Sie noch einmal den Verlauf des Starts nachlesen.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Michael Stein und Gero Schmidt. Quelle: NASA.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/11082005120615_small_1.jpg" alt="None" width="329" height="484"/><figcaption>
Die 
<i>Atlas 5</i>
-Trägerrakete beim Start von 
<i>MRO</i>
.
<br>
(Foto: NASA/KSC)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Ab Ende nächsten Jahres soll der neueste Mars-Orbiter der NASA unser Wissen über den Roten Planeten deutlich erweitern und gleichzeitig wichtige Erkenntnisse gewinnen, die für zukünftige Mars-Missionen bedeutsam sein werden. Neben einer extrem leistungsfähigen Kamera, die die Planetenobergfläche in ultrahoher Auflösung kartieren und dabei auch potentielle Landestellen für nachfolgende Mars-Missionen erkunden soll, ist der <i>Mars Reconnaissance Orbiter (MRO)</i> auch mit neuen Technologien ausgestattet, die auf dieser Mission für nachfolgende Lander und Orbiter getestet werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Start von <i>MRO</i> war eigentlich bereits für Mittwoch geplant, wurde aber zunächst um einen Tag verschoben, da es technische Probleme mit einem Gyroskop gab, von dem zwei baugleiche Exemplare auch in der <i>MRO</i>-Trägerrakete vorhanden sind (die beiden Gyroskope dienen der Lageregelung der <i>Atlas 5</i>-Rakete beim Flug). Nachdem sichergestellt war, dass die beiden in der <i>MRO</i>-Trägerrakete verbauten Gyroskope den an einem baugleichen Gerät entdeckten Fehler nicht aufwiesen, konnte der Countdown wieder aufgenommen werden.
<br>
Doch auch der Startversuch 24&nbsp;Stunden später musste kurz vor Erreichen des nach zwei kleineren Verschiebungen auf 15:00&nbsp;Uhr festgelegten Starttermins abgesagt werden, da ein Treibstoffsensor der <i>Centaur</i>-Oberstufe irreguläre Daten meldete.
<br>
Beim dritten Anlauf am heutigen Freitag jedoch lief alles reibungslos, und auch der Himmel präsentierte sich strahlend blau, als die Trägerrakete um 13:43&nbsp;Uhr von der Startplattform 41 der <i>Cape Canaveral Air Force Station</i>abhob. Vier Minuten nach der Trennung der Raumsonde von der <i>Centaur</i>-Oberstufe der <i>Atlas&nbsp;5</i>-Trägerrakete um 14:44&nbsp;Uhr (und damit 61&nbsp;Minuten nach dem Start) konnte zum ersten Mal Funkkontakt mit dem <i>Mars Reconnaissance Orbiter</i> hergestellt werden. Der erste Kontakt zu <i>MRO</i> lief übrigens über eine Antenne des <i>Uchinoura Space Center</i> der japanischen Raumfahrtagentur <a href="https://www.raumfahrer.net/die-neue-japanische-raumfahrtagentur-jaxa/" data-wpel-link="internal">JAXA</a> auf der südlichsten Hauptinsel Japans, <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Kyushu" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">Kyushu</a>. Eine Viertelstunde nach der Abtrennung von der Oberstufe waren dann auch die beiden großen Solarpaneele des Orbiters entfaltet und begannen damit, elektrische Energie zu erzeugen. Auch die rund drei Meter durchmessende <i>MRO</i>-Hauptantenne konnte mittlerweile erfolgreich ausgefahren werden. Damit ist der neueste Mars-Orbiter auf dem Weg, um sich im März nächsten Jahres zu den drei bereits um den Roten Planeten kreisenden Raumsonden von NASA und ESA zu gesellen.    
<br>
Nachfolgend finden Sie die Live-Berichterstattung vom heutigen Starttag. Alle Angaben auf dieser Seite sind in Mitteleuropäischer Sommerzeit (MESZ). Die Ereignisse sind in chronologisch angeordnet, so dass Sie die neusten Meldungen immer oben sehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong><u>Freitag, 12.08.2005</u></strong>
<br>
<strong>14:44 Uhr</strong>
<br>
Ein erster Kontakt zur Raumsonde ist hergestellt worden! In den nächsten Minuten werden nun die beiden großen Solarpaneele des Orbiters ausgefahren und die rund drei Meter durchmessende Hauptantenne in Position gebracht.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Damit beenden wir unsere Live-Übertragung von dem erfolgreichen Start des <i>Mars Reconnaissance Orbiter</i>. Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit!
<br>
<strong>14:42 Uhr</strong>
<br>
<strong>Abtrennung der Raumsonde!</strong> Damit ist der Startvorgang erfolgreich abgeschlossen worden, und der <i>Mars Reconnaissance Orbiter</i> befindet sich nun auf dem Weg zum Roten Planeten! Die nächsten Minuten werden mit angespanntem Warten der Bodenmannschaft auf die ersten Signale der Raumsonde angefüllt sein &#8211; das wäre ein erstes wichtiges Indiz dafür, das <i>MRO</i> die enormen Belastungen des Starts gut überstanden hat.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>14:38 Uhr</strong>
<br>
<strong>Zweiter Brennschluß der <i>Centaur</i>-Oberstufe!</strong> In wenigen Momenten wird sie ihre Rotation in Vorbereitung der <i>MRO</i>-Abtrennung erhöhen.
<br>
<strong>14:32 Uhr</strong>
<br>
<strong>Zweite Zündung der <i>Centaur</i>-Oberstufe!</strong> Damit hat die letzte Phase des <i>MRO</i>-Starts begonnen.
<br>
<strong>14:05 Uhr</strong>
<br>
T+22 Minuten, unverändert sind alle Daten der <i>Centaur</i>-Oberstufe innerhalb der Toleranzwerte &#8211; bisher sieht alles nach einem gelungenen Start aus. Die zweite Zündung der Oberstufe wird rund fünf Minuten dauern, anschließend erfolgt die Abtrennung der Raumsonde. Danach wird noch ein kleines Ausweichmanöver durch die <i>Centaur</i> ausgeführt, damit die ausgebrannte Raketenstufe nicht ebenfalls im nächsten Frühjahr den Mars erreicht.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>13:56 Uhr</strong>
<br>
<strong>Erster Brennschluß der <i>Centaur</i>-Oberstufe!</strong> Bis zu diesem Zeitpunkt sind keine Probleme aufgetreten. Nun schließt sich eine rund 35-minütige Phase an, in der die Oberstufe gemeinsam mit <i>MRO</i> um die Erde treibt, bis die zweite Zündung des <i>Centaur</i>-Triebwerks erfolgt, um den <i>Mars Reconnaissance Orbiter</i> endgültig auf seine Reise zum Roten Planeten zu schicken.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>13:54 Uhr</strong>
<br>
Weiterhin arbeiten alle Systeme normal. In wenigen Minuten ist die erste Brennphase der <i>Centaur</i>-Oberstufe beendet.
<br>
<strong>13:50 Uhr</strong>
<br>
Das Triebwerk der <i>Centaur</i>-Oberstufe arbeitet planmäßig, bisher verläuft der Flug problemlos.
<br>
<strong>13:48 Uhr</strong>
<br>
<strong>Erste Zündung der <i>Centaur</i>-Oberstufe!</strong> bei T+252&nbsp;Sekunden! Insgesamt zwei Mal wird die Oberstufe während des Fluges gezündet, wobei zwischen den beiden Zündungen etwa 35&nbsp;Minuten liegen, in denen die <i>Centaur</i>-Stufe und der mit ihr verbundene <i>MRO</i> antriebslos in 185&nbsp;Kilometer Höhe um die Erde treiben. Bisher verläuft der Flug planmäßig.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>13:47 Uhr</strong>
<br>
<strong>Brennschluß</strong> der ersten <i>Atlas&nbsp;5</i>-Raketenstufe und anschließende Abtrennung bei T+245&nbsp;Sekunden! Bisher verläuft der Flug planmäßig.
<br>
<strong>13:47 Uhr</strong>
<br>
Die Nutzlastverkleidung wurde erfolgreich abgesprengt. Sie wird nun, da die dichten Schichten der Atmosphäre durchflogen sind, nicht mehr benötigt.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/11082005120615_small_2.jpg" alt="None" width="377" height="251"/><figcaption>
Die 
<i>Atlas 5</i>
-Trägerrakete unmittelbar vor dem Start auf der Plattform 41.
<br>
(Foto: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>13:43 Uhr</strong>
<br>
<strong>T-0 &#8211; START!</strong> Die <i>Atlas&nbsp;5</i>-Trägerrakete erhebt sich donnernd von der Startplattform&nbsp;41 der <i>Cape Canaveral Air Force Station</i> und fliegt in einen strahlend blauen Morgenhimmel: Der <i>Mars Reconnaissance Orbiter</i> ist auf dem Weg zu unserem äußeren Nachbarplaneten!</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>13: 33Uhr</strong>
<br>
Der für den Start verantwortliche NASA-Manager Chuck Dovale hat sein Okay für den Start um 13:43&nbsp;Uhr gegeben!</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>13:25 Uhr</strong>
<br>
Alle Startvorbereitungen und Sicherheitsprüfungen sind abgeschlossen worden, in wenigen Minuten beginnt bei T-4&nbsp;Minuten noch einmal eine zehnminütige, planmäßige Unterbrechung des Countdowns, bevor er dann ab 13:39&nbsp;Uhr weiterläuft. Der Wetteroffizier hat endgültig grünes Licht für den Start gegeben, und auch für das gesamte, bis 15:39&nbsp;Uhr andauernde Startfenster besteht nur eine zehnprozentige Wahrscheinlichkeit, dass ungünstige Wetterbedingungen den Start verzögern könnten &#8211; es sieht gut aus!</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>13:13 Uhr</strong>
<br>
Noch eine halbe Stunde bis zum Start. Die Betankung der <i>Centaur</i>-Oberstufe mit flüssigem Wasserstoff ist mittlerweile erfolgreich abgeschlossen worden, und auch die Betankung der ersten Stufe der <i>Atlas&nbsp;5</i>-Trägerrakete nähert sich dem Ende. Alle Systeme stehen unverändert auf &#8222;Go!&#8220;, bis jetzt verläuft der Countdown reibungslos. Vor zwanzig Minuten ist die Sonne am Horizont über dem Atlantik aufgegangen, der Himmel über dem <i>Kennedy Space Center</i> ist strahlend blau &#8211; am Wetter wird der Start des <i>Mars Reconnaissance Orbiter</i> am heutigen Nachmittag also nicht scheitern.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>12:43 Uhr</strong>
<br>
Eine Stunde vor dem geplanten <i>MRO</i>-Start laufen die Vorbereitungen weiterhin nach Plan. Die Betankung der <i>Centaur</i>-Oberstufe mit flüssigem Sauerstoff ist mittlerweile abgeschlossen, die Betankung der ersten Raketenstufe zu gut 50&nbsp;Prozent. Mittlerweile hat auch die Betankung der <i>Centaur</i>-Oberstufe mit flüssigem Wasserstoff begonnen. Langsam überzieht sich die <i>Atlas&nbsp;5</i> mit einem dünnen Eisfilm.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>12:25 Uhr</strong>
<br>
Wie die NASA gerade bekanntgegeben hat sind die gestrigen Probleme mit dem Treibstoffsensor der <i>Centaur</i>-Oberstufe, die wenige Minuten vor dem geplanten Start aufgetreten waren und letztendlich zum Startabbruch führten, auf einen weniger als eineinhalb Kilometer von der Startplattform eingeschlagenen Blitz verursacht worden. Dadurch wurde der Software, die für die Auswertung der Daten des Treibstoffsensor verantwortlich ist, ein falscher Wert vorgegaukelt.
<br>
<strong>12:20 Uhr</strong>
<br>
Derzeit läuft die Betankung der ersten Stufe der <i>Atlas&nbsp;5</i>-Trägerrakete sowie der <i>Centaur</i>-Oberstufe mit flüssigem Sauerstoff. Die Betankung dürfte in wenigen Minuten abgeschlossen sein. Unverändert sehen die Wetterbedingungen gut für einen Start um 13:45&nbsp;Uhr aus, und auch technische Probleme sind bisher nicht aufgetreten.
<br>
<strong>11:03 Uhr</strong></p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/11082005120615_small_3.jpg" alt="None" width="324" height="496"/><figcaption>
Die 
<i>Atlas 5</i>
-Trägerrakete in der Nacht vor dem Start.
<br>
(Foto: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Der Countdown ist bei T-120 Minuten angekommen und planmäßig für 30&nbsp;Minuten unterbrochen worden, bevor er weiterlaufen wird. Der NASA zufolge sind bisher keine Probleme aufgetreten.
<br>
Eine zweite, zehnminütige Unterbrechung wird es unmittelbar vor dem Start bei T-4&nbsp;Minuten geben. Diese Unterbrechungen sollen der Startmannschaft die Gelegenheit geben, letzte Tests durchzuführen und bei Bedarf unvorhergesehene Arbeiten zu erledigen.
<br>
<strong>10:13 Uhr</strong>
<br>
Vom anvisierten Startzeitpunkt sind wir jetzt genau vier Stunden entfernt. Derzeit werden verschiedene Systeme und Batterien der Trägerrakete überprüft, des weiteren laufen Vorbereitungen für die später beginnende Betankung der beiden Raketenstufen. Unverändert sprechen alle Anzeichen für einen Start des <i>Mars Reconnaissance Orbiter</i> am heutigen Nachmittag.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>08:45 Uhr</strong>
<br>
Guten Morgen bei der Live-Berichterstattung von <i>Raumfahrer.net</i>! Die technischen Probleme vom Donnerstag sollen behoben sein, auch das Wetter soll den Starttermin um 07:43&nbsp;Uhr Ortszeit (13:43&nbsp;Uhr MESZ) nicht verhindern &#8211; die Zeichen für den ersten Start einer <i>Atlas&nbsp;5</i>-Trägerrakete mit einer NASA-Raumsonde als Nutzlast stehen wieder auf &#8222;Go!&#8220;.
<br>
Das hohe Startgewicht des <i>Mars Reconnaissance Orbiter</i> hat es erforderlich gemacht, dass dieses Mal nicht die bewährte <i>Delta&nbsp;II</i>-Trägerrakete zum Einsatz kommt, sondern erstmals bei einer solchen Mission die erst seit August 2002 im Einsatz befindliche <i>Atlas&nbsp;5</i>. Mehr über die runderneuerte Ausführung dieser amerikanischen Trägerrakete können Sie in unserem Artikel <a href="https://www.raumfahrer.net/atlas-v/" data-wpel-link="internal">Atlas&nbsp;5 &#8211; Facelifting für einen Veteranen</a> erfahren.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong><u>Donnerstag, 11.08.2005</u></strong>
<br>
<strong>15:40 Uhr</strong>
<br>
Das Startfenster für einen erneuten Startversuch am morgigen Freitag erstreckt sich von 13:43 bis 15:43&nbsp;Uhr. Techniker der NASA prüfen derzeit, ob die fehlerhaften Werte des Treibstoffsensors der <i>Centaur</i>-Oberstufe tatsächlich auf eine Fehlfunktion des Sensors zurückzuführen sind oder ob es sich um ein Softwareproblem handelt.
<br>
Schon wieder macht also ein Treibstoffsensor der NASA zu schaffen, nachdem bereits der Start der Raumfähre <i>Discovery</i> wegen massiver Probleme mit zwei Treibstoffsensoren im externen Tank des Orbiters mehrfach verschoben werden musste.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>14:57 Uhr</strong>
<br>
<i>Raumfahrer.net</i> wird Sie beim nächsten Startversuch (in frühestens 24 Stunden) wieder live auf dem Laufenden halten.  </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>14:53 Uhr</strong>
<br>
<strong>Der Startversuch wurde wegen des Problems abgebrochen!</strong> Es gab ein Betankungsproblem mit der <i>Centaur</i>-Oberstufe, das anscheinend mit einer Sensorfehlfunktion in Zusammenhang stand.  </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/11082005120615_small_4.jpg" alt="None" width="337" height="266"/><figcaption>
<i>MRO</i>
 im Marsorbit.
<br>
(Grafik: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>14:50 Uhr</strong>
<br>
Der Countdown hat planmäßig bei T-minus 4 Minuten angehalten. Die Pause soll zehn Minuten dauern, doch könnte sie verlängert werden, da es scheinbar ein Sensorproblem gibt.              </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>13:05 Uhr</strong>
<br>
Die Betankung der Traägerrakete hat begonnen. Sowohl die erste Stufe der <i>Atlas 5</i> wie auch die <i>Centaur</i>-Oberstufe werden mit ihren extrem gekühlten Treib- und Oxidationsstoffen beladen. Die erste Stufe der <i>Atlas 5</i> arbeitet mit flüssigem Sauerstoff und einem kerosinähnlichen Treibstoff namens &#8222;RP-1&#8220;, die <i>Centaur</i>-Oberstufe mit flüssigem Sauerstoff und flüssigem Wasserstoff. Es sieht unverändert gut für einen <i>MRO</i>-Start am heutigen Nachmittag aus.  
<br>
<strong>12:45 Uhr</strong>
<br>
Die Startzeit des <i>Mars Reconnaissance Orbiter (MRO)</i> wurde noch einmal <strong>auf 15:00 Uhr verschoben</strong>. Die NASA betont, dass auch diese Verschiebung nicht durch technische Probleme verursacht ist, sondern nur mehr Zeit für die erforderlichen Startvorbereitungen geben soll. Unverändert stehen alle Zeichen für den Start auf &#8222;Go!&#8220;.
<br>
<strong>12:00 Uhr</strong>
<br>
Die <a href="https://www.raumfahrer.net/atlas-v/" data-wpel-link="internal"><i>Atlas 5</i>-Trägerrakete</a> steht auf der Startplattform 41 der <i>Cape Canaveral Air Force Station</i> zum Start bereit. Das Wetter spielt bei diesem Start offensichtlich mit, die Meteorologen der NASA melden nur eine 30-prozentige Wahrscheinlichkeit, dass Wolken den Start verhindern könnten. Die planmäßig 30-minütige Unterbrechung des Countdowns drei Stunden vor dem Starttermin wurde um weitere 30 Minuten auf insgesamt eine Stunde verlängert, um der Startmannschaft mehr Zeit für letzte Startvorbereitungen zu geben. Der Starttermin wurde deswegen von 13:50 Uhr auf den nun genannten neuen Termin 14:20 Uhr verlegt.  </p>
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		<item>
		<title>Spirit: &#8222;What a night!&#8220;</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/spirit-what-a-night/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 04 Jan 2004 11:06:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Spirit]]></category>
		<category><![CDATA[Fotos]]></category>
		<category><![CDATA[Hauptantenne]]></category>
		<category><![CDATA[Krater]]></category>
		<category><![CDATA[Landeplatz]]></category>
		<category><![CDATA[Marslandung]]></category>
		<category><![CDATA[NASA]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Auf einer Pressekonferenz um 09:30&#160;Uhr (MEZ) hat die NASA ausführlich über die geglückte Landung des amerikanischen Mars-Rovers Spirit informiert und erste Aufnahmen von der Marsoberfläche präsentiert. Ein Beitrag von Michael Stein. Quelle: NASA. &#8222;Das ist eine großartige Nacht für die NASA&#8220;, so NASA-Chef Sean O&#8217;Keefe. &#8222;Wir sind zurück. Ich bin sehr, sehr stolz auf dieses [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Auf einer Pressekonferenz um 09:30&nbsp;Uhr (MEZ) hat die NASA ausführlich über die geglückte Landung des amerikanischen Mars-Rovers <i>Spirit</i> informiert und erste Aufnahmen von der Marsoberfläche präsentiert.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Michael Stein. Quelle: NASA.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/04012004120647_small_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/04012004120647_small_1.jpg" alt="" width="555" height="173"/></a><figcaption>
Das erste Mars-Panorama, das 
<i>Spirit</i>
 nach der Landung zur Erde übermittelt hat.
<br>
(Foto: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Das ist eine großartige Nacht für die NASA&#8220;, so NASA-Chef Sean O&#8217;Keefe. &#8222;Wir sind zurück. Ich bin sehr, sehr stolz auf dieses Team, und wir sind auf dem Mars.&#8220; Die Freude bei den sechs Teilnehmern auf der Pressekonferenz war nicht zu übersehen &#8211; kein Wunder angesichts der glücklich überstandenen, extrem riskanten Landephase. Letztendlich war es eine Bilderbuchlandung, soweit die bisher von <i>Spirit</i> empfangenen und ausgewerteten Daten diese Aussage zulassen. Gegen 08:15&nbsp;Uhr (MEZ) wurden die ersten rund 24&nbsp;Megabit Daten von dem Mars-Rover mit Hilfe des zu dieser Zeit über die Landestelle hinwegfliegenden amerikanischen Orbiters <a href="https://www.raumfahrer.net/category/mars-odyssey-2001/" data-wpel-link="internal"><i>Mars Odyssey</i></a> zur Erde übertragen. Außer technischen Daten über den Zustand von <i>Spirit</i> wurden auch erste Schwarz-Weiß-Aufnahmen sowie Bilder der Abstiegskamera, die während des Landevorgangs geschossen wurden, zur Erde übermittelt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Angaben von Dr. Steve Squyres, dem Hauptexperimentator der wissenschaftlichen Instrumente an Bord von <i>Spirit</i>, hoffen die Missionsspezialisten, durch einen Vergleich der Aufnahmen der Abstiegskamera mit hochauflösenden Bildern des Mars-Orbiters <a href="https://science.nasa.gov/mission/mars-global-surveyor/" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external"><i>Mars Global Surveyor (MGS)</i></a> in kurzer Zeit die genaue Landestelle des Rovers bestimmen zu können. Sicher ist jetzt schon, dass die Datenübertragung von <i>Spirit</i> zur Erde sowohl via <i>Mars Odyssey</i> wie auch <i>MGS</i> einwandfrei funktioniert hat &#8211; vor allem beim schon seit sieben Jahren (!) um den Mars kreisenden <i>MGS</i> war das nicht sicher, und ein Teilnehmer der Pressekonferenz kommentierte diese außergewöhnliche Leistung denn auch mit dem Ausspruch: &#8222;He works like a champ!&#8220;.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Mars Rover-Systemingenieurin Jennifer Trosper zufolge wurden bisher bei der Auswertung der von <i>Spirit</i> empfangenen Daten keine Hinweise auf Beschädigungen des Rovers oder einer seiner Komponenten entdeckt; &#8222;the vehicle is very good&#8220;, so die Kurzfassung ihres Statusberichts. Demnach haben sich die Solarpaneele wie vorgesehen entfaltet, der Kameramast wurde hochgeklappt und wie bereits berichtet wurden erste Daten zur Erde übertragen. Der Lander steht fast waagerecht auf dem Marsboden &#8211; die Sensoren zeigen eine Neigung von gerade einmal zwei Grad an -, was das in den nächsten Tagen folgende Herabrollen des Rovers vom Lander einfach machen wird. Erfreulicherweise kam der Lander auf seiner Bodenplatte stehend zur Ruhe, so dass eine Neuausrichtung nicht erforderlich war. Auf der ersten Rundum-Aufnahme von <i>Spirit</i> wurde ein größerer Felsbrocken genau vor der Rampe des Landers liegend entdeckt, über die der Rover eigentlich den Lander verlassen sollte. Das bedeutet, dass <i>Spirit</i> sich auf dem Lander drehen und eine der anderen beiden Rampen für das Herabfahren auf die Marsoberfläche benutzen wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Laufe von <i>Sol&nbsp;2</i> &#8211; dem zweiten Tag von <i>Spirit</i> auf der Marsoberfläche &#8211; wird die Hauptantenne des Rovers aufgeklappt und getestet werden. Dann wird der Mars-Rover in der Lage sein, auch ohne Zuhilfenahme von einem der beiden Mars-Orbiter Daten mit einer Geschwindigkeit von bis zu 11&nbsp;KiloBit pro Sekunde zur Erde zu überspielen, solange die Erde von der Landestelle aus gesehen über dem Mars-Horizont steht. Allerdings werden auch für den Rest der Mission wann immer möglich <i>Mars Odyssey</i> und <i>MGS</i> für die Datenübertragung zur Erde genutzt werden, da das Senden von Daten und Aufnahmen zu einem der beiden Orbiter deutlich weniger der kostbaren elektrischen Energie benötigt als das direkte Senden zur Erde.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch erste Teile des farbigen 360°-Panoramas werden am Abend von <i>Sol&nbsp;2</i> wahrscheinlich schon zur Erde übertragen werden können, so Jennifer Trosper. Schon gegen 16:30&nbsp;Uhr (MEZ) wird NASA-Angaben zufolge heute Nachmittag ein weiterer Überflug von <i>MGS</i> über die Landestelle von <i>Spirit</i> stattfinden, so dass neue Aufnahmen eventuell bereits am heutigen Abend präsentiert werden können.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für das wissenschaftliche Team von <i>Spirit</i> zeigte sich Steve Squyres begeistert über die Landestelle von <i>Spirit</i>: Es gebe ausreichend Felsbrocken für wissenschaftliche Untersuchungen und gleichzeitig nur so wenige, dass ein ungehindertes Fahren des Rovers möglich ist &#8211; &#8222;wie maßgeschneidert für unsere Fahrzeuge&#8220;, so kommentierte er das auf der ersten Rundum-Aufnahme sichtbare Szenario. Erfreut zeigte sich Squyres darüber, dass die Landestelle deutlich weniger mit dem allgegenwärtigen Marsstaub bedeckt zu sein scheint als erwartet, wofür er unter anderem einen in der letzten Woche beobachteten Sturm über dem Gusev-Krater verantwortlich machte.
<br>
Einige Gebiete auf der Aufnahme des Landegebiets könnten Einschlagskrater sein, so Squyres, was aber vom Lander aus noch nicht sicher zu sagen sei. Für die nächsten Tage kündigte er farbige, hochaufgelöste Panoramaaufnahmen der Landestelle und erste Infrarot-Aufnahmen an. Die kommenden <i>Sols</i> werde er gemeinsam mit seinem Team mit der Analyse dieser ersten Aufnahmen verbringen, um dann entscheiden zu können, welches Ziel der Rover ansteuern wird. Ideal wäre es Squyres zufolge, wenn <i>Spirit</i> bei der Untersuchung von Gesteinsbrocken auf Sedimentgestein stoßen würde, das Informationen über frühere Wasservorkommen liefern könnte &#8211; die Suche nach Spuren von Wasser ist das große wissenschaftliche Ziel der Mission der beiden amerikanischen Mars-Rover.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wir werden Sie natürlich auch nach der heute für 18:00&nbsp;Uhr (MEZ) angesetzten Pressekonferenz zeitnah über die neuesten Daten und Aufnahmen von <i>Spirit</i> informieren &#8211; schauen Sie regelmäßig auf unserer <a href="https://www.raumfahrer.net/spirit-die-landung-auf-dem-roten-planeten/" data-wpel-link="internal"><i>Spirit</i>-Statusseite</a> vorbei. In unserem Bilderarchiv präsentieren wir Ihnen darüber hinaus ständig neue Aufnahmen von <i>Spirit</i>.</p>
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		<title>Stardust: Kometen-Vorbeiflug geglückt</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/stardust-kometen-vorbeiflug-geglueckt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 03 Jan 2004 00:25:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Fotos]]></category>
		<category><![CDATA[Hauptantenne]]></category>
		<category><![CDATA[Kamera]]></category>
		<category><![CDATA[Kometensonde]]></category>
		<category><![CDATA[Partikel]]></category>
		<category><![CDATA[Rückkehrkapsel]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Am Freitagabend gegen 20:44&#160;Uhr (MEZ) hat die amerikanische Kometensonde Stardust den Kometen Wild&#160;2 ersten Daten zufolge ohne Beschädigungen in rund 230&#160;Kilometer Entfernung passiert und dabei Kometenmaterie in Gestalt winziger Partikel eingesammelt. Ein Beitrag von Michael Stein. Quelle: NASA. Einige Minuten vor der nächsten Annäherung an Wild&#160;2 konnte auf der Erde nur noch ein Trägersignal empfangen [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Am Freitagabend gegen 20:44&nbsp;Uhr (MEZ) hat die amerikanische Kometensonde <i>Stardust</i> den Kometen Wild&nbsp;2 ersten Daten zufolge ohne Beschädigungen in rund 230&nbsp;Kilometer Entfernung passiert und dabei Kometenmaterie in Gestalt winziger Partikel eingesammelt.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Michael Stein. Quelle: NASA.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/03012004012502_small_1.jpg" alt="" width="333" height="295"/><figcaption>
Die erste zur Erde übermittelte Aufnahme des Kometen Wild&nbsp;2 von der Raumsonde 
<i>Stardust</i>
.
<br>
(Foto: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Einige Minuten vor der nächsten Annäherung an Wild&nbsp;2 konnte auf der Erde nur noch ein Trägersignal empfangen werden, da sich <i>Stardust</i> in eine optimale Position für den Vorbeiflug brachte und dabei die Hauptantenne der Raumsonde nicht mehr Richtung Erde zeigte. Fünf Minuten vor dem Vorbeiflug begann die Navigationskamera der Kometensonde &#8211; übrigens ein Ersatzinstrument der in den 1970er Jahren gestarteten <i>Voyager</i>-Raumsonden, ergänzt um einen von der Cassini-Huygens-Mission &#8222;übrig gebliebenen&#8220; CCD-Sensor &#8211; damit, alle zehn Sekunden eine Aufnahme des Kometen zu machen und im bordinternen Speicher abzulegen.
<br>
Schon Minuten nach dem Vorbeiflug war erstmals Applaus im Missions-Kontrollzentrum zu hören, denn das weiterhin empfangene Trägersignal deutete darauf hin, dass <i>Stardust</i> den gefährlichen Flug durch die Staub- und Gasjets des Kometen ohne gravierende Beschädigungen überstanden hatte. Kurz nach 20:00&nbsp;Uhr (MEZ) konnten die Missionsspezialisten nach einer erneuten Neuausrichtung der Raumsonde dann schon damit beginnen, erste Daten und Bilder vom Vorbeiflug zur Erde überspielen zu lassen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auf einer Pressekonferenz gut drei Stunden später konnte die NASA schließlich eine erste fantastische Aufnahme des Kometenkerns präsentieren, die viele Details der Oberfläche zeigt. Der Vorbeiflug ist den aktuellen Informationen zufolge bilderbuchmäßig verlaufen, und die Ingenieure und Wissenschafter der <i>Stardust</i>-Mission sind für ihre gute Arbeit auch mit dem notwendigen Quentchen Glück belohnt worden: Die Qualität der Aufnahme des Kometenkerns liegt am oberen Ende dessen, was sich die Wissenschaftler erhoffen konnten, und möglicherweise sind unter den Aufnahmen, die in den nächsten Stunden und Tagen zur Erde überspielt werden, noch mehr Details zu erkennen, als sie dieses erste Fotos bereits über den Kometenkern preisgibt.
<br>
Mit dem Vorbeiflug hat <i>Stardust</i> den mit Abstand gefährlichsten Teil der gesamten Mission hinter sich gelassen und fliegt nun dem Treffen mit der Erde im Januar 2006 entgegen. Dann soll die Rückkehrkapsel, in der die heute gesammelten Kometenpartikel verstaut worden sind, von der Raumsonde abgetrennt werden und in die Erdatmosphäre eintreten. Erst wenn die Kometenmaterie auf diese Weise ihren Weg in irdische Laboratorien gefunden hat wird das <i>Stardust</i>-Team vollends zufrieden sein &#8211; doch natürlich sind schon die heute gewonnenen Aufnahmen und Messdaten Grund genug, von einer erfolgreichen Mission zu sprechen.
<br>
Sobald neue Aufnahmen und Ergebnisse des Vorbeiflugs von <i>Stardust</i> an Wild&nbsp;2 vorliegen werden wir sie darüber auf <i>Raumfahrer.net</i> informieren.</p>
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		<item>
		<title>SOHO: Datenübertragung gefährdet</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/soho-datenuebertragung-gefaehrdet/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 24 Jun 2003 07:25:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[ESA]]></category>
		<category><![CDATA[Hauptantenne]]></category>
		<category><![CDATA[Lagrange-Punkt L1]]></category>
		<category><![CDATA[NASA]]></category>
		<category><![CDATA[Raumsonde]]></category>
		<category><![CDATA[Sonnenwind]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Probleme mit der Nachführung der Hauptantenne des Sonnenorbiters SOHO gefährden die kontinuierliche Datenübertragung zur Erde. Ein Beitrag von Michael Stein. Quelle: ESA. Seit 1995 kreist der europäisch-amerikanische Sonnenorbiter SOHO (= &#8222;Solar and Heliospheric Observatory&#8222;) in rund 1,5&#160;Millionen Kilometer Entfernung am so genannten Lagrange-Punkt&#160;1 um die Sonne. An diesem von der Erde aus gesehen in Richtung [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Probleme mit der Nachführung der Hauptantenne des Sonnenorbiters <i>SOHO</i> gefährden die kontinuierliche Datenübertragung zur Erde.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Michael Stein. Quelle: ESA.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/24062003092558_small_1.jpg" alt="" width="260"/><figcaption>
Die Raumsonde 
<i>SOHO</i>
 auf Beobachtungsposition.
<br>
(Grafik: ESA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Seit 1995 kreist der europäisch-amerikanische Sonnenorbiter <a href="http://sohowww.estec.esa.nl" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external"><i>SOHO</i></a> (= &#8222;<i><strong>So</strong>lar and <strong>H</strong>eliospheric <strong>O</strong>bservatory</i>&#8222;) in rund 1,5&nbsp;Millionen Kilometer Entfernung am so genannten <i>Lagrange-Punkt&nbsp;1</i> um die Sonne. An diesem von der Erde aus gesehen in Richtung Sonne liegenden Punkt gleichen sich die Gravitation von Erde und Sonne aus, so dass eine Raumsonde dort einen so genannten &#8222;quasi-stabilen Orbit&#8220; um diesen <i>Lagrange-Punkt</i> einnehmen kann; nur ab und an sind geringfügige Kurskorrekturen erforderlich, um den Orbit um diesen imaginären Punkt dauerhaft beibehalten zu können. Gegenüber allen früheren, die Erde umkreisenden Sonnensonden hat <i>SOHO</i> den unschätzbaren Vorteil, von dieser Beobachtungsposition aus die Sonne ununterbrochen mit ihren zwölf wissenschaftlichen Instrumenten beobachten zu können.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nun aber zeigt sich zum ersten Mal seit 1998, als der Funkkontakt zur Sonde aufgrund fehlerhafter Kommandosequenzen für mehrere Wochen komplett abgebrochen war, ein ernstes Problem an der Raumsonde. Vor einigen Tagen übermittelte Befehle zur Nachführung der Hochgewinnantenne von <i>SOHO</i> werden nicht umgesetzt, was auf einen Ausfall des für diese Aufgabe zuständigen Elektromotors schließen lässt. Um die wissenschaftlichen Beobachtungsdaten und Aufnahmen zur Erde zu übertragen ist jedoch eine exakte Ausrichtung der Parabolantenne von <i>SOHO</i> notwendig. Ein Verlust der Raumsonde ist aufgrund dieses Problems zwar nicht zu befürchten &#8211; <i>SOHO</i> verfügt über eine zweite, so genannte Niedriggewinnantenne, die weiterhin uneingeschränkt funktionsfähig ist und zur Übermittlung von Kommandos sowie Telemetriedaten genutzt wird -, aber der bisher kontinuierliche Datenstrom von der Sonde zur Erde wäre zukünftig periodischen Unterbrechungen unterworfen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sollte die Hauptantenne von <i>SOHO</i> auch weiterhin nicht mehr Richtung Erde auszurichten sein, dann würde dies zukünftig alle drei Monate eine rund zweieinhalbwöchige Unterbrechung der Datenübertragung zur Erde bedeuten. Der erste dieser &#8222;Blackouts&#8220; steht bereits am Ende der laufenden Woche an, wenn aufgrund der sich ständig ändernden Ausrichtung von <i>SOHO</i> relativ zur Erde keine korrekte Ausrichtung der Hauptantenne mehr gegeben ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zur Zeit prüft das <i>SOHO</i>-Missionsteam mehrere Möglichkeiten, um die Unterbrechungen der Datenverbindung zu minimieren. Angesichts der solitären Bedeutung, die <i>SOHO</i> bei der Erforschung der solaren Strukturen und Prozesse einnimmt &#8211; durch die aufwendige wissenschaftliche Instrumentierung von <i>SOHO</i> ist es möglich, gleichzeitig die Vorgänge im Inneren und in der Atmosphäre der Sonne wie auch den so genannten &#8222;Sonnenwind&#8220; zu beobachten -, wären die wissenschaftlichen Auswirkungen eines derartigen periodischen Ausfalls der Datenübermittlung sehr gravierend: Es gibt keine andere Forschungssonde, die bei Bedarf die Aufgaben von <i>SOHO</i> übernehmen könnte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Darüber hinaus sind die Daten von <i>SOHO</i> auch für die Betreiber von Satelliten im Erdorbit sehr wichtig. Wenn wieder einmal starke Sonneneruptionen Richtung Erde unterwegs sind erfahren die Satellitenbetreiber dies dank <i>SOHO</i> Stunden bis Tage vorher, so dass rechtzeitig geeignete Maßnahmen durchgeführt werden können: Durch die teilweise Abschaltung der elektronischen Systeme eines Satelliten sind sie bis zu einem gewissen Grad vor Beschädigungen geschützt. Darüber hinaus bietet die durch <i>SOHO</i> gegebene Vorwarnzeit die Möglichkeit rechtzeitig Überbrückungsmaßnahmen einzuleiten, um eine vorübergehende Deaktivierung beziehungsweise den Ausfall eines Satelliten kompensieren zu können.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für die nächsten Tage ist eine gemeinsame Presseerklärung von ESA und NASA angekündigt, die über das weitere Vorgehen informieren wird. Wir werden Sie natürlich zeitnah darüber informieren.</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/soho-datenuebertragung-gefaehrdet/" data-wpel-link="internal">SOHO: Datenübertragung gefährdet</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
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