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	<title>Mars Global Surveyor &#8211; Raumfahrer.net</title>
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	<description>Das Portal für Astronomie- und Raumfahrtbegeisterte</description>
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	<title>Mars Global Surveyor &#8211; Raumfahrer.net</title>
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		<title>Kontaktverlust zu MAVEN und alternde Orbiter am Mars</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 13 Dec 2025 20:56:04 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Wie lange halten die Marsorbiter noch durch? Am 6. Dezember 2025 verlor die NASA den Kontakt zu ihrem Marsorbiter MAVEN. Sollte kein Kontakt mehr herstellbar sein, würde das die Datentransfermöglichkeiten von und zum Mars einschränken. Die Flotte der um den Mars kreisenden Orbiter kommt jedoch prinzipiell bereits stark in die Jahre. Wie hoch ist der [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Wie lange halten die Marsorbiter noch durch? Am 6. Dezember 2025 verlor die NASA den Kontakt zu ihrem Marsorbiter MAVEN. Sollte kein Kontakt mehr herstellbar sein, würde das die Datentransfermöglichkeiten von und zum Mars einschränken. Die Flotte der um den Mars kreisenden Orbiter kommt jedoch prinzipiell bereits stark in die Jahre. Wie hoch ist der Handlungsbedarf? Um einen Einblick zu erhalten muß etwas ausgeholt werden. <br>Ein Portalbeitrag des Raumfahrer.net Redakteurs James.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: ESA, NASA, Caltech, Wikipedia</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Erkenntnisse der berühmten Viking-Sonden, die im Jahr 1976 am Mars gelandet waren, waren nicht angetan Euphorie zu entfachen, und so dauerte es lange bis nach diesen der Mars wieder in den Fokus der Forschung gelangte. Im Rahmen des Planetary Observer Programms der NASA, einem Programm mit welchem nach den teuren Viking Missionen mit günstigeren Sonden die Planetenforschung wieder aufgenommen werden sollte, wurde 1992 Mars Observer gestartet. Jedoch wurde zu diesem schon 3 Tage vor Erreichen eines Marsorbits der Kontakt verloren, und das gesamte Programm fand damit ebenfalls gleich sein Ende.<br>1993 wurde das Mars Exploration Programm der NASA initiiert, ein weit in die Zukunft gerichtetes Programm zur Erforschung des Mars. Die Zielsetzungen waren weitreichend:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Gibt oder gab es jemals Leben auf dem Mars?</li>



<li>Wie läßt sich das Klima am Mars charakterisieren?</li>



<li>Welche Geologie herrscht am Mars vor?</li>



<li>Wie ist eine menschliche Präsenz am Mars möglich?</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Dies alles sollten die zukünftigen Sonden, die man Richtung Mars senden wollte, klären. Die Programme wechselten in der Zukunft, die Zielsetzung im Grunde nicht.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong><a href="https://science.nasa.gov/mission/mars-global-surveyor/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Mars Global Surveyor</a> (MGS)</strong></p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/12/Mars_global_surveyor.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Darstellung von NASAs Mars Global Surveyor Credit: NASA" data-rl_caption="" title="Darstellung von NASAs Mars Global Surveyor Credit: NASA" data-wpel-link="internal"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="400" height="250" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/12/Mars_global_surveyor-400x250-1.jpg" alt="" class="wp-image-149672" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/12/Mars_global_surveyor-400x250-1.jpg 400w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/12/Mars_global_surveyor-400x250-1-300x188.jpg 300w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Darstellung von NASAs Mars Global Surveyor<br><mark>Credit: NASA</mark></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">MGS markierte somit die Wiederaufnahme der Erforschung des Mars durch die NASA. Am 7. November 1996 stand eine Delta II am LC-17A des Capes und hievte MGS mit einer Startmasse von 1062 kg in Richtung Mars. Als Erstes sah man es als erforderlich an den Mars zu kartieren. Dazu verfügte MGS über einige Instrumente, darunter auch eine Kamera und ein Laseraltimeter. Denn das Programm sah ja auch Lander und Rover vor, und um geeignete Landestellen festlegen zu können, musste man den Mars etwas besser kennen. Und damit ergab sich eine weitere Anforderung an MGS. Die Oberflächeneinheiten würden aufgrund von Massenbudgets, Stromversorgung und Orbitalmechanik niemals in der Lage sein die anfallenden Datenmengen Richtung Erde zu schicken. Die Orbiter konnte man jedoch mit ausreichenden Sendeanlagen versehen, so dass nur der kurze Datenverkehr von der Oberfläche in den Orbit verblieb, welcher von leichten, trotzdem breitbandigen, aber energiesparsameren Funkeinrichtungen bewerkstelligt werden konnte.<br>Auch MGS war damit von Beginn an als Relaisstation im Marsorbit ausgelegt. Eine 1,5 m durchmessende Hochgewinnantenne (HGA) stellte mit nur 25 Watt Sendeleistung im X-Band bei 8,4 GHz den Datenverkehr mit der Erde her. Die Datenrate ändert sich dabei natürlich mit dem Abstand von Erde und Mars und konnten bei kurzer Entfernung 85,3 kbit/s erreichen. Zur Sicherheit war auch eine Niedriggewinnantenne vorhanden. Die Mars Relais Antenne stellte im UHF-Band bei 437.1 MHz die Verbindung Richtung Marsoberfläche her. Nur einen Monat nach MGS wurde die Mars Pathfinder Mission gestartet, mit dem der Rover Sojourner auf den Mars gebracht wurde. Da wurden diese Fähigkeiten von MGS bereits benötigt.<br>Am 2. November 2006 wurde der Kontakt zu MGS verloren. Anhand eines schwachen Signales konnte festgestellt werden, dass sich die Sonde im sogenannten &#8222;safe mode&#8220; befindet. Da durch einen Irrtum beide Kopien der Bordsoftware fehlerhaft waren, war der Orbiter verloren.<br>MGS steht nicht mehr zur Verfügung.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong><a href="https://science.nasa.gov/mission/mars-climate-orbiter/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Mars Climate Orbiter</a> (MCO)</strong></p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/12/Mars_Climate_Orbiter.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="Mars Climate Orbiter über dem Mars (künstlerische Darstellung) Credit: Wikipedia" data-rl_caption="" title="Mars Climate Orbiter über dem Mars (künstlerische Darstellung) Credit: Wikipedia" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="400" height="250" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/12/Mars_Climate_Orbiter-400x250-1.jpg" alt="" class="wp-image-149674" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/12/Mars_Climate_Orbiter-400x250-1.jpg 400w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/12/Mars_Climate_Orbiter-400x250-1-300x188.jpg 300w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Mars Climate Orbiter über dem Mars (künstlerische Darstellung)<br><mark>Credit: Wikipedia</mark></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Praktisch jedes Programm der NASA hat mit den selben Problemen zu kämpfen. Mit Budgetüberschreitungen oder Kürzungen von Budgets. Unter der Prämisse &#8222;cheaper, better, faster&#8220; wurde diese, sowie auch die Mission Mars Polar Lander (MPL), durchgeführt. Ob sie &#8222;schneller&#8220; oder &#8222;billiger&#8220; waren sei dahingestellt. &#8222;Besser&#8220; waren sie allerdings nicht. Mit 638 kg Startmasse war sie auch &#8222;leichter&#8220;, ganz im Sinne der Prämisse. MCO hatte auch über eine 1,3 m durchmessende HGA für das X-Band und über eine UHF Funkeinrichtung zur Bodenkommunikation verfügt.<br>Am 11. Dezember 1998, nur gut 2 Jahre nach MGS, wurde MCO gestartet. Die Flugbahn, in die MCO nach der Ankunft am Mars kommandiert wurde, war jedoch zu tief über der Oberfläche. Das konnte die Sonde nicht überstehen. Als Ursache konnte festgestellt werden, das Lockheed Martin imperiale Einheiten statt der von der NASA geforderten SI Einheiten verwendete, und die Diskrepanz und Missinterpretation der Zahlenwerte führten zu der fehlerhaften Kursänderung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der ebenfalls stattgefundene Verlust von Mars Polar Lander wurde übrigens nie endgültig geklärt. Als warscheinlichste Ursache nahm man an, dass durch ein Softwareproblem die Landetriebwerke bereits in einer Höhe von ca. 40 m deaktiviert wurden und MPL zerschellte.<br>Durch die beiden Misserfolge zerschellte aber auch der &#8222;cheaper, better, faster&#8220; Ansatz gleich mit.<br>MCO stand also nie zur Verfügung.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong><a href="https://science.nasa.gov/mission/odyssey/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">2001 Mars Odyssey</a> (ODY)</strong></p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/12/2001-Mars-Odyssey.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="Künstlerische Darstellung von 2001 Mars Odyssey Credit: NASA/JPL" data-rl_caption="" title="Künstlerische Darstellung von 2001 Mars Odyssey Credit: NASA/JPL" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="400" height="250" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/12/2001-Mars-Odyssey-400x250-1.jpg" alt="" class="wp-image-149676" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/12/2001-Mars-Odyssey-400x250-1.jpg 400w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/12/2001-Mars-Odyssey-400x250-1-300x188.jpg 300w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Künstlerische Darstellung von 2001 Mars Odyssey<br><mark>Credit: NASA/JPL</mark></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Bereits am 7. April 2001, also keine zweieinhalb Jahre nach MCO, startete die NASA ihren nächsten Orbiter. Die Startmasse von ODY betrug 758 kg. Ein Schwerpunkt der Aufgaben von ODY war die Suche nach Wassereis und die globale Kartierung von Mineralien am Mars. Zu diesem Zweck hat sie unter anderem eine Multispektralkamera, einen Strahlungsdetektor und ein Gammastrahlenspektrometer an Bord. Wassereis konnte übrigens klar nachgewiesen werden. 2012 musste eines der Reaktionsräder abgeschaltet und durch ein Reserverad ersetzt werden. Das Partikelspektrometer ist bereits seit 2003 inaktiv.<br>Eine sehr wichtige Aufgabe fiel ODY aber auch mit der Weiterleitung der Daten der beiden Marsrover Spirit und Opportunity zu.<br>Die ebenfalls 1,3 m durchmessende HGA sendet wiederum im X-Band bei 8,4 GHz, mit der simultan Daten empfangen und gesendet werden können. Es stehen weiter eine Mittelgewinn- und eine Niedriggewinnantenne zur Verfügung. Zur Kommunikation mit den Bodeneinheiten wird wiederum ein UHF System benutzt.<br>2015 wurde der noch verfügbare Treibstoffvorrat auf ODY als ausreichend für einen Betrieb bis ins Jahr 2025 bewertet. Vielleicht konnte noch sparsamer mit diesem umgegangen werden, das Problem bleibt allerdings dass wir schon bald im Jahr 2026 stehen.<br>ODY ist nach wie vor im Einsatz, und gehört zum sogenannten Mars Relais Netzwerk, mit dem Daten der Marsrover zum Deep Space Network der NASA und an ESTRACK weitergeleitet werden. Mit 170,4Mbit/tag transferiert ODY einen relativ kleinen Teil der Gesamtdatenmenge.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong><a href="https://www.esa.int/Science_Exploration/Space_Science/Mars_Express" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Mars Express</a> (MEx)</strong></p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/12/Mars_Express.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="Mars Express Credit: Spacecraft image credit: ESA/ATG medialab; Mars: ESA/DLR/FU Berlin Licence: CC BY-SA 3.0 IGO or ESA Standard Licence" data-rl_caption="" title="Mars Express Credit: Spacecraft image credit: ESA/ATG medialab; Mars: ESA/DLR/FU Berlin Licence: CC BY-SA 3.0 IGO or ESA Standard Licence" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="400" height="250" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/12/Mars_Express-400x250-1.jpg" alt="" class="wp-image-149678" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/12/Mars_Express-400x250-1.jpg 400w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/12/Mars_Express-400x250-1-300x188.jpg 300w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Mars Express<br><mark>Credit: Spacecraft image credit: ESA/ATG medialab; Mars: ESA/DLR/FU Berlin;</mark><mark> </mark><mark>Licence: CC BY-SA 3.0 IGO or ESA Standard Licence</mark></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Nun wurde auch die ESA aktiv. MEx wurde am 25. Dezember 2003 bei einer Startmasse von 1120 kg von einer Sojus-FG/Fregat von Baikonur aus gestartet. An Board befand sich auch der Lander Beagle 2. Die Aufgaben solcher Orbiter sind immer vielfältig.<br>Die MARSIS-Antennen sollten bis in eine Tiefe von 5 Kilometer unter der Oberfläche nach Wasser suchen. Die hochauflösende HRSC Stereokamera kann den Mars mit einer Auflösung bis zu 10 m kartografieren; mit der Optik des Super Resolution Channel bis zu 2 m, was aber recht problematisch ist. Weitere Instrumente sind vorhanden um Atmosphäre und Mineralogie des Mars zu untersuchen.<br>Zur Kommunikation mit der Erde verfügt MEx über eine 1,6 m durchmessende HGA mit der im S-Band (2.1 GHz) und im X-Band (8,4 GHz) gesendet werden kann. Zur Sicherheit ist auch eine Niedriggewinnantenne vorhanden.<br>Um mit Beagle 2, und zukünfigen Bodeneinheiten kommunizieren zu können verfügt MEx über die Melacom UHF Sendeeinrichtung. Aber auch zu und von Bodeneinheiten der NASA, wie dem Rover Curiosity, können damit Daten transferiert werden. Auch MEx gehört zum Mars Relais Netzwerk, ist aber nur als Reserve vorgesehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Beagle 2 konnte übrigens gelandet werden, &#8222;gemeldet&#8220; hat er sich nie. Der Mars Reconnaissance Orbiter der NASA konnte ihn später lokalisieren und feststellen daß sich eines der Solarpanele nicht geöffnet hatte.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong><a href="https://science.nasa.gov/mission/mars-reconnaissance-orbiter/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Mars Reconnaissance Orbiter</a> (MRO)</strong></p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/12/Mars_Reconnaissance_Orbiter.jpg" data-rel="lightbox-image-4" data-magnific_type="image" data-rl_title="Der MRO in einem Marsorbit (künstlerische Darstellung) Credit: Wikipedia" data-rl_caption="" title="Der MRO in einem Marsorbit (künstlerische Darstellung) Credit: Wikipedia" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="400" height="250" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/12/Mars_Reconnaissance_Orbiter-400x250-1.jpg" alt="" class="wp-image-149680" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/12/Mars_Reconnaissance_Orbiter-400x250-1.jpg 400w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/12/Mars_Reconnaissance_Orbiter-400x250-1-300x188.jpg 300w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Der MRO in einem Marsorbit (künstlerische Darstellung)<br><mark>Credit: Wikipedia</mark></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Mit MRO plante die NASA wieder größer und leistungsfähiger. Am 12. August 2005, also bereits gut 4 Jahre nach ODY, stemmte eine Atlas 5 die 2180 kg von MRO vom SLC-41 der Cape Canaveral Air Force Station (CCAFS) nach oben.<br>Glanzstück des MRO ist wohl sein &#8222;High Resolution Imaging Science Experiment&#8220;, die HiRISE Camera die Auflösungen der Marsoberfläche mit bis zu 0,3 m pro Pixel ermöglicht. Natürlich verfügt er aber über ein ganzes Bündel an Sensorik, z. B. um Mineralien, wie etwa Hämatit, zu lokalisieren, Staub und Wasserdampf in der Atmosphäre zu untersuchen, Wasservorkommen zu lokalisieren und einiges mehr.<br>Der Datenmenge die durch die umfangreiche wissenschaftliche Tätigkeit anfällt, und jener die von Bodeneinheiten weiterzuleiten ist, musste auch Rechnung getragen werden. MRO verfügt über eine 3 m durchmessende HGA um im X-Band mit bis 100 W Sendeleistung Daten mit 500 kBit/s bis 4 Mbit/s zu transferieren. Auch das Ka Band bei 32 GHz für noch höhere Datenraten wurde erprobt, wird aber nicht mehr weiter genutzt, um es im Falle eines Ausfalles des X-Band Senders, der nicht mehr auf den Reserveverstärker umschalten kann, zur Verfügung zu stehen. Niedriggewinnantennen für Notfälle sind auch vorhanden. Die UHF Verbindung zu den Bodeneinheiten wurde weiterentwickelt und in das <a href="https://discovery.larc.nasa.gov/PDF_FILES/29Electra_Description.pdf" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Electra Proximity Link Payload</a> Package integriert. Datenraten von bis zu 2 Mbit/s zu den Bodeneinheiten können damit erzielt werden.<br>Auch MRO ist Teil des Mars Relais Netzwerks, und transferiert durchschnittlich 447.5 Mb/tag.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong><a href="https://science.nasa.gov/mission/maven/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Mars Atmosphere and Volatile Evolution</a> (MAVEN)</strong></p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/12/Maven.jpg" data-rel="lightbox-image-5" data-magnific_type="image" data-rl_title="MAVEN (künstlerische Darstellung) Credit: NASA/GSFC" data-rl_caption="" title="MAVEN (künstlerische Darstellung) Credit: NASA/GSFC" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="400" height="250" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/12/Maven-400x250-1.jpg" alt="" class="wp-image-149683" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/12/Maven-400x250-1.jpg 400w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/12/Maven-400x250-1-300x188.jpg 300w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">MAVEN (künstlerische Darstellung)<br><mark>Credit: NASA/GSFC</mark></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Diesmal dauerte es etwas länger bis zur nächsten großen Mars Mission. Am 18 November 2013, diesmal also gut 8 Jahre nach MRO, hob der 2454 kg schwere Orbiter wiederum auf einer Atlas 5 vom SLC-41 der CCAFS ab. Forschungsziel von MAVEN ist herauszufinden, warum und wie Mars seine Atmophäre an das Weltall verloren hat und Daten über die Entwicklung des marsianischen Klimas zu sammeln. Dafür sind eine Reihe von Instrumenten vorhanden. Die HGA hat 2 m Durchmesser, gesendet wird wieder im X-Band. Für die Bereitstellung der UHF Verbindung Richtung Mars kam wieder das Electra Package zum Einsatz.<br>Zwischen 19. und 28. November 2014 befand sich MAVEN im &#8222;Safe Mode&#8220;. Grund waren Synchronisationsproblem zwischen zwei Rechnern an Bord.<br>Im Jahr 2019 wurde der elliptische Orbit von MAVEN abgesenkt, um öfter und besser mit den Rovern am Mars in Kontakt treten zu können. MAVEN ist also sowohl als Wissenschaftsmission als auch als Teil des Mars Relais Netzwerks von Bedeutung. Über MAVEN werden durchschnittlich 897.5 Mb/tag an Daten transferiert.<br>Auch am 22. Februar 2022 versetzte sich MAVEN in den Safe Mode. Die Trägheitsnavigationseinheiten lieferten keine verwertbaren Daten mehr. Zur Behebung wurden nur noch Daten der Sternsensoren zur Lagebestimmung genutzt. Mit 28. Mai 2022 konnte MAVEN den Betrieb wieder aufnehmen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://science.nasa.gov/blogs/maven/2025/12/09/nasa-teams-work-maven-spacecraft-signal-loss/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Nun vermeldete die NASA</a> dass von MAVEN am 6. Dezember, nach der Funkstille beim Umrunden der abgewandten Seite des Mars, kein Signal mehr empfangen werden konnte. Die Telemetrie von MAVEN hatte gezeigt, dass alle Subsysteme normal arbeiteten, bevor MAVEN in den Funkschatten des Mars eingetreten ist. Die Operationsteams untersuchen den Vorfall.</p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<p class="wp-block-paragraph">Die Frage ist nun, ob die NASA tatsächlich über &#8222;kein&#8220; Signal, oder nur über keine regulären Signale, sondern nur über Signale welche der Safe Mode sendet, verfügt. Auch im Safe Mode kann die Sonde über die HGA Statusdaten versenden, bzw. Kommandos erhalten. Sollte die HGA nicht verfügbar sein, so müssten über eine Niedriggewinnantenne zumindest schwache Lebenszeichen der Sonde empfangbar sein. Auch dann besteht Hoffnung. Ohne jeglichen Kontakt zur Sonde wäre diese auf alle Fälle verloren. Nicht übersehen kann man jedoch die Tatsache, das die NASA seit nunmehr 12 Jahren keine Erneuerung der Orbiterinfrastruktur am Mars durchführt. Auch wenn der Treibstoff anscheinend noch über das Jahr 2030 reicht, so ist es trotzdem so, dass die Orbiterflotte altert. Raumfahrzeuge altern auch durch äußere Einflüsse wie Strahlung oder hohe Temperaturschwankungen, was irgendwann zu Ausfällen führen kann.<br>Außerdem müssten, selbst wenn man Anfang der dreißiger Jahre einen neuen Orbiter Richtung Mars schicken wollte, wegen der langen Projektlaufzeiten, bereits Maßnahmen eingeleitet worden sein. Sehr vielversprechend sieht es da nicht aus.<br>Bau und Start des <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Mars_Telecommunications_Orbiter" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Mars Telecommunications Orbiter</a> wurden bereits 2005 abgesagt. Am 4. July 2025 wurde beschlossen das Projekt wieder aufzuehmen. Wann und ob überhaupt er sich wieder aus der Asche erhebt, bleibt abzuwarten.<br>Die <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/International_Mars_Ice_Mapper_Mission" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">International Mars Ice Mapper Mission</a> sollte ursprünglich 2026 gestartet werden. 2022 wurde die Finanzierung des Projekts von der NASA eingestellt. Ob er nun wie geplant im Zeitraum 2031-2033 gestartet werden kann, bleibt angesichts des frühen Entwicklungsstadiums ebenfalls abzuwarten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sollte MAVEN nicht mehr aktivierbar sein, so müßte ca. das doppelte der Datenmenge welche MRO durchschnittlich transferiert, zusätzlich auf ihn selber und andere Orbiter umverteilt werden, falls das möglich ist. Ein Ausfall von MAVEN ist also durchaus schwerwiegend.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zukünftig wird ja vom größten Startserviceprovider der USA beabsichtigt eigene Raumfahrzeuge, in der Folge sogar in bemannter Form, zum Mars zu schicken. Auch da wird man sich fragen müssen, inwieweit man sich da noch auf die bestehenden Orbiter stützen kann.</p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Orbiter ist jedoch noch unerwähnt, da er erst nach MAVEN zum Mars aufgebrochen ist:<br><strong><a href="https://www.esa.int/Science_Exploration/Human_and_Robotic_Exploration/Exploration/ExoMars" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">ExoMars Trace Gas Orbiter</a> (TGO)</strong></p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/12/ExoMars_Trace_Gas_Orbiter.jpg" data-rel="lightbox-image-6" data-magnific_type="image" data-rl_title="ExoMars Trace Gas Orbiter Credit: ESA–D. Ducros, Licence: ESA Standard Licence" data-rl_caption="" title="ExoMars Trace Gas Orbiter Credit: ESA–D. Ducros, Licence: ESA Standard Licence" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="400" height="250" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/12/ExoMars_Trace_Gas_Orbiter-400x250-1.jpg" alt="" class="wp-image-149685" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/12/ExoMars_Trace_Gas_Orbiter-400x250-1.jpg 400w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/12/ExoMars_Trace_Gas_Orbiter-400x250-1-300x188.jpg 300w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">ExoMars Trace Gas Orbiter<br><mark>Credit: ESA–D. Ducros, Licence: ESA Standard Licence</mark></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">TGO ist ein Mars Orbiter der ESA. Am 14. März 2016 wurde TGO mit einer Proton-M/Briz-M von Baikonur Richtung Mars gestartet. Es war ein Schwergewicht mit 4332 kg Masse. Darin enthalten war jedoch auch das Landeexperiment Schiaparelli mit 577 kg.<br>Die Landung von Schiaparelli ist im übrigen nicht geglückt, zumindest nicht in einem Stück.<br>Die Aufgabe von TGO war die Untersuchung der Atmosphäre des Mars, insbesondere das Aufspüren von Spurengasen wie Methan, da man dieses auch als Biomarker in Betracht zieht. Weiter sollte TGO auch als Relaisstation für den Rosalind Franklin Rover dienen. Der befindet sich weiter auf der Erde und der Einsatz erscheint ungewiss. Die HGA von TGO misst 2,2 m und wird im X-Band mit 65 W betrieben. Richtung Mars wird wiederum per UHF gesendet. Sehr sinnvollerweise steuerte die NASA das Electra Package bei. Dies erleichert nun die Interoperabilität mit den derzeitlich am Mars befindlichen NASA Rovern Curiosity und Perserverance.<br>Auch der ESA Orbiter TGO ist Teil des Mars Relais Netzwerks. TGO transferiert zusätzlich auch Daten zu russischen Bodenstationen. Mit 1562.7 Mb/tag fließt über TGO der größte Anteil am Datenaufkommen des Mars Relais Netzwerks.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die angeführten Datentransferraten entstammen Angaben der NASA von September 2025.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nur als Ergänzung: Die kürzlich gestarteten <a href="https://science.nasa.gov/mission/escapade/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">EscaPADE</a> Sonden, welche auch für den Marsorbit bestimmt sind, können keinerlei Relaisfunktionen übernehmen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=4087.msg582044#msg582044" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">MAVEN &#8211; Mars Atmosphere and Volatile EvolutioN</a></li>
</ul>
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			</item>
		<item>
		<title>Gibt es doch Wasser auf dem Mars?</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/gibt-es-doch-wasser-auf-dem-mars/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 07 Dec 2006 12:35:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[InSound]]></category>
		<category><![CDATA[Mars]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumsonden]]></category>
		<category><![CDATA[Sonnensystem]]></category>
		<category><![CDATA[Hangrinne]]></category>
		<category><![CDATA[Mars Global Surveyor]]></category>
		<category><![CDATA[MGS]]></category>
		<category><![CDATA[NASA]]></category>
		<category><![CDATA[Orbiter]]></category>
		<category><![CDATA[Wasser]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Auch wenn der Mars Global Surveyor (MGS) seit November verschollen ist, sorgen seine Forschungsergebnisse aus den vergangenen Jahren für Schlagzeilen: NASA-Forscher haben beim Auswerten seiner Bilder Unterschiede auf neueren Bildern des gleichen Ortes auf dem Mars entdeckt, die auf fließendes Wasser schließen lassen. Ein Beitrag von Maria Steinrück. Quelle: NASA. Bisher wusste man nur von [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Auch wenn der Mars Global Surveyor (MGS) seit November verschollen ist, sorgen seine Forschungsergebnisse aus den vergangenen Jahren für Schlagzeilen:  NASA-Forscher haben beim Auswerten seiner Bilder Unterschiede auf neueren Bildern des gleichen Ortes auf dem Mars entdeckt, die auf fließendes Wasser schließen lassen.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/verein-raumfahrer-net-e-v/ehemalige/" data-wpel-link="internal">Maria Steinrück</a>. Quelle: NASA.</p>



<figure class="wp-block-audio"><audio controls src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ismobil-2006-12-07-86987.mp3"></audio></figure>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/07122006133516_small_1.jpg" alt="NASA/JPL/Malin Space Science Systems" width="330" height="230"/><figcaption>
Die entdeckten Ablgerungen im Krater in der Region Centauri Montes im Vergleich zur früheren Aufnahme. 
<br>
(Bild: NASA/JPL/Malin Space Science Systems)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Bisher wusste man nur von der Existenz von Wassereis in geringen Mengen auf dem Roten Planeten. Die Oberflächentemperaturen am Mars sind eigentlich auch zu kalt für fließendes Wasser. Warum suchten dort bisher trotzdem Raumsonden nach flüssigen Wasservorkommen?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wasser ist auf der Erde lebensnotwendig, also könnte es auch die Lebensgrundlage für Lebewesen am Mars bilden. Natürlich keine grünen Marsmännchen, sondern Bakterien oder ähnliche Kleinstlebewesen. Daher gaben Forscher nicht auf, nach Möglichkeiten von flüssigem Wasser auf diesem Planeten zu suchen. Sie kamen zu dem Schluss, dass Wasser, das aus einer sich unter der Oberfläche befindenden Quelle ans Tageslicht kommt, lang genug flüssig bleibt, um Ablagerungen mit sich zu bewegen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Verdächtige Veränderungen</strong> <br>Um diese Theorie zu überprüfen, fotografierte die Raumsonde <i>Mars Global Surveyor (MGS)</i> Regionen mehrmals mit gleichen Kameraeinstellungen zu unterschiedlichen Zeitpunkten. Sie entdeckte tausende Rinnen auf steilen Abhängen in Kratern. Genau dort, vermuteten die Forscher, könnten sie solche Spuren von Wasser entdecken. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/07122006133516_small_2.jpg" alt="NASA/JPL/Malin Space Science Systems" width="330" height="177"/><figcaption>
Der Krater in Terra Sirenum im Jahr 2001 und 2005. 
<br>
(Bild: NASA/JPL/Malin Space Science Systems)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Und tatsächlich fanden sie an diesen Stellen Veränderungen in zwei Kratern. Der eine von ihnen befindet sich in der Region <i>Terra Sirenum</i>, der andere in <i>Centauri Montes</i>, beide auf der Südhalbkugel des Mars. Die Formen der neuen Ablagerungen sehen so aus, als ob sie von Wasser mitgenommen worden wären: &#8222;Sie haben fingerartige Verzweigungen am unteren Ende und wurden von kleinen Hindernissen leicht abgelenkt&#8220;, erklärte Michael Malin von <i>Malin Space Science Systems</i>, der sich mit diesem Thema beschäftigt.  <br> Die helle Farbe der Ablagerungen könnte bedeuten, dass die Ablagerungen innen mit Eis angefüllt sind. Es könnte auch eine Salzkruste sein, die auf einen Effekt des Wassers beim Konzentrieren von Salz hindeuten würden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Würden die Spuren von trockenem Staub stammen, wären sie dunkler, ähnlich den Spuren der Mars Rover.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Entdeckung dieser Ablagerungen, die höchstwahrscheinlich von flüssigem Wasser verursacht wurden, wirft viele neue Fragen auf. Zum Beispiel, wie könnte das Wasser unter der Oberfläche flüssig bleiben? Wie sieht es dort aus? Könnten dort Lebewesen existieren? Sind es nur kleine Wasserpfützen, die sich da unten verbergen, oder ist es mehr?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Antworten darauf werden uns hoffentlich weitere Forschungsmissionen zum Mars bringen.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="aligncenter size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/07122006133516_small_3.jpg" alt="NASA/JPL/Malin Space Science Systems" width="266" height="234"/><figcaption>
Die Ablagerungen im Krater in der Region Terra Sirenum im Detail. 
<br>
(Bild: NASA/JPL/Malin Space Science Systems)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Mars Express beteiligt sich an MGS-Suche</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/mars-express-beteiligt-sich-an-mgs-suche/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 28 Nov 2006 09:26:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[InSound]]></category>
		<category><![CDATA[Mars Express]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumsonden]]></category>
		<category><![CDATA[ESA]]></category>
		<category><![CDATA[HRSC-Kamera]]></category>
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		<category><![CDATA[NASA]]></category>
		<category><![CDATA[Störung]]></category>
		<category><![CDATA[Suche]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Nach den NASA-Raumsonden will nun auch das europäische Mars-Express-Team in die Suche nach dem verschollenen Mars Global Surveyor eingreifen. Ein Beitrag von Axel Orth. Quelle: Planetary Society. Vertont von Dominik Heidler. Bisher misslangen alle Versuche, Kontakt mit dem vermissten Mars Global Surveyor (MGS) aufzunehmen, dessen letztes Lebenszeichen mittlerweile drei Wochen zurück liegt. Insbesondere fragen sich [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Nach den NASA-Raumsonden will nun auch das europäische Mars-Express-Team in die Suche nach dem verschollenen Mars Global Surveyor eingreifen.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Axel Orth. Quelle: Planetary Society. Vertont von Dominik Heidler.</p>



<figure class="wp-block-audio"><audio controls src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ismobil-2006-11-28-77324.mp3"></audio></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Bisher misslangen alle Versuche, Kontakt mit dem <a href="https://www.raumfahrer.net/schwere-probleme-mit-dem-mars-global-surveyor/" data-wpel-link="internal">vermissten</a><i> Mars Global Surveyor</i> (MGS) aufzunehmen, dessen letztes Lebenszeichen mittlerweile drei Wochen zurück liegt. Insbesondere fragen sich die Ingenieure, warum der Orbiter selbst auf den 752 Bildern, die mit den <a href="https://www.raumfahrer.net/wenig-hoffnung-fuer-verschollene-marssonde/" data-wpel-link="internal">Kameras des <i>Mars Reconnaissance Orbiters</i></a> aufgenommen wurden, nicht zu sehen ist. Es gibt wenig Grund anzunehmen, dass der Orbiter von sich aus von dieser Bahn abgewichen ist &#8211; vor allem dann, wenn er wegen Energiemangel nicht mehr funktioniert. Aber selbst die Hochleistungskamera <i>HiRISE</i> zeigte keine Spur des Satelliten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Außer den drei NASA-Satelliten zieht aber auch seit 2003 eine Sonde der europäischen Weltraumbehörde ESA ihre Kreise um den Mars: <i>Mars Express</i>, die ebenfalls mit einer Hochleistungskamera ausgestattet ist. Dabei handelt es sich um die bekannte <i>High Resolution Stereo Camera</i>, die in Berlin gebaut wurde und von dort aus auch betrieben wird. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/28112006102641_small_1.jpg" alt="DLR" width="363" height="186"/><figcaption>
Auf dieser Aufnahme der HRSC-Kamera sind deutlich die Linsen für Aufnahmen mit höchstmöglicher Auflösung (unten) sowie mit mittlerer Auflösung (darüber) zu erkennen. Durch diese Kombination wird es möglich, die mit der besten Auflösung gewonnenen Aufnahmen genau einzuordnen. 
<br>
(Bild: DLR)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Nun wurde bekannt, dass sich auch das <i>Mars Express</i>-Team auf Anfrage der NASA an der Suche nach dem <i>MGS</i> beteiligen will. Spätestens im Dezember soll es alle zwei Tage Gelegenheiten geben, die Kamera in die Himmelsregion zu richten, in der laut Berechnungen der <i>MGS</i> in weniger als 1.000 Kilometern Abstand vorbei ziehen müsste. Zwar hat die <i>HRSC</i> weniger Auflösung als die <i>HiRISE</i>, aber allein schon aktuelle Bahndaten wären der NASA hoch willkommen. Und mit etwas Glück könnte man vielleicht sogar die Lage des Satelliten im Raum erkennen und daraus wertvolle Rückschlüsse auf seinen Zustand schließen. <br>Man vermutet ja, dass der <i>MGS</i> eines seiner beiden Solarpaneele nicht mehr bewegen kann und dass dies die Grundursache seines &#8222;Schweigens&#8220; ist. Nun haben die meterlangen Solarpaneele einer Raumsonde oft eine größere Ausdehnung als die Sonde selbst und sollten daher auch auf einem Bild aus großer Entfernung gut zu erkennen sein, je nach Lage im Raum und Lichtsituation. Wenn auf einem solchen Bild etwa erkennbar wäre, dass der <i>MGS</i> wenigstens eines seiner Solarpaneele nach wie vor auf die Sonne ausgerichtet hält, könnte man daraus schließen, dass er immer noch in Betrieb ist. Könnte man sehen, dass das andere Paneel in einer willkürlichen, &#8222;nutzlosen&#8220; Stellung steht, würde das die Theorie bestätigen, dass dieses Paneel nicht mehr bewegt werden kann und damit Ursache des Malheurs ist. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Würde man auf einem Bild, oder auch einer Folge von Bildern, aber sehen, dass der <i>Mars Global Surveyor</i> sich nicht mehr auf die Sonne ausrichtet, sondern in irgend einer beliebigen Stellung durch das All fliegt, oder sich gar schon in einer unkontrollierten Taumelbewegung befindet, dann kann man davon ausgehen, dass der Satellit elektronisch tot ist und dass es praktisch keine Hoffnung mehr gibt, ihn noch zu retten.    
</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Wenig Hoffnung für verschollene Marssonde</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/wenig-hoffnung-fuer-verschollene-marssonde/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 22 Nov 2006 00:31:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[InSound]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumsonden]]></category>
		<category><![CDATA[Mars Global Surveyor]]></category>
		<category><![CDATA[Mars Reconnaissance Orbiter]]></category>
		<category><![CDATA[MGS]]></category>
		<category><![CDATA[MRO]]></category>
		<category><![CDATA[NASA]]></category>
		<category><![CDATA[Orbiter]]></category>
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		<category><![CDATA[Suche]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Auf einer Pressekonferenz hatte die NASA keine guten Nachrichten über das Schicksal des Mars Global Surveyor (MGS), auch wenn die Suche noch nicht aufgegeben wird. Ein Beitrag von Axel Orth. Quelle: Spaceflight Now/Planetary Society. Vertont von Julian Schlund. Seit Ende letzter Woche hielten alle Kameras des Mars Reconnaissance Orbiters (MRO) Ausschau nach dem MGS: 750 [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Auf einer Pressekonferenz hatte die NASA keine guten Nachrichten über das Schicksal des Mars Global Surveyor (MGS), auch wenn die Suche noch nicht aufgegeben wird.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Axel Orth. Quelle: Spaceflight Now/Planetary Society. Vertont von Julian Schlund.</p>



<figure class="wp-block-audio"><audio controls src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ismobil-2006-11-23-70649.mp3"></audio></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Seit Ende letzter Woche hielten alle Kameras des <i>Mars Reconnaissance Orbiters</i> (MRO) Ausschau nach dem MGS: 750 Bilder mit den einfachen &#8222;Star Tracker&#8220;-Navigationskameras, die den MGS höchstens in der Größe eines einzigen Pixels zeigen könnten, wurden aufgenommen sowie je eine Aufnahme mit dem immer noch relativ weitwinkligen &#8222;Context Imager&#8220; und schließlich der Hochleistungskamera &#8222;HiRISE&#8220;.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Ergebnis gaben die Projektmanager Tom Thorpe, Fuk Li und Michael Meyer auf einer Pressekonferenz am Dienstag um 19:00 Uhr MEZ bekannt: Nicht eine einzige definitive Sichtung. Zwar läuft die Untersuchung der extrem großen Bilder der beiden wissenschaftlichen Kameras noch immer, aber viel Hoffnung besteht laut NASA nicht mehr, dass der <i>MGS</i> noch auf den Bildern gefunden wird. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/22112006013143_small_1.gif" alt="NASA/JPL/Malin Space Science Systems" width="260"/><figcaption>
Bild von 
<strong>Mars Odyssey</strong>
, aufgenommen 2002 vom 
<i>MGS</i>
. So ähnlich hätte auch das Bild vom 
<i>MGS</i>
 selbst aussehen sollen. 
<br>
(Bild: NASA/JPL/Malin Space Science Systems)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Dieses Ergebnis kann einerseits bedeuten, dass der <i>MGS</i> seit seinem letzten Funkkontakt am 5. November durch gravitative Bahnstörungen stärker als angenommen abgelenkt wurde oder gar durch Steuerdüsen-Zündungen aus seiner gewohnten Bahn abgewichen ist und sich dadurch nicht mehr dort befindet, wo man ihn vermutet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es kann andererseits auch einfach bedeuten, dass das MRO-Team seinen Satelliten noch nicht so perfekt beherrscht wie das MGS-Team den seinen, denn diesem war es 2002 sehr wohl gelungen, Bilder anderer Mars-Satelliten aufzunehmen. Allerdings hatten die Navigatoren da auch schon sechs Jahre Erfahrung mit der Feinsteuerung ihres Raumschiffs. Einfach ist die Aufgabe, ein Bild von einem sich schnell bewegenden, nur mehrere Meter großen Objekt an unsicherer Position in immerhin 100 Kilometern Entfernung aufzunehmen, jedenfalls ganz sicher nicht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">So oder so tappen die Ingenieure nun weiterhin im Dunkeln über die Lage der Sonde im Raum und die Stellung eines wahrscheinlich defekten Solarpaneels und können daher auch keine weiteren Schritte unternehmen, den Kontakt wieder herzustellen. Dass das letzte Funksignal vom <i>MGS</i> am 5. November sehr schwach war, und dass seitdem kein einziger Funkkontakt mehr zu Stande kam, ist ohnehin ungewöhnlich. Es lässt befürchten, dass der <i>Mars Global Surveyor</i> durch die Blockierung des Paneels in ungünstiger Stellung seine Batterien nicht mehr ausreichend nachladen konnte und ihm somit langsam die Energie ausging, bis der Bordcomputer und die Instrumente versagten.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/22112006013143_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/22112006013143_small_2.jpg" alt="NASA/JPL/Malin Space Science Systems" width="260"/></a><figcaption>
Eines der letzten Bilder des 
<i>MGS</i>
: Wolkenbildung über dem Nordpol des Mars&#8216;. 
<br>
(Bild: NASA/JPL/Malin Space Science Systems)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Aber noch hat die NASA die Hoffnung nicht ganz aufgegeben. Heute und morgen soll vor Allem ein Versuch unternommen werden, ein einfaches Testsignal über den <i>MGS</i> an <i>Opportunity</i> zu senden. Sollte dieser es empfangen, würde er es an <i>Mars Odyssey</i> weiter leiten und von diesem würde es zurück zur Erde gelangen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Falls dieser Versuch funktioniert, wäre es das ersehnte Lebenszeichen von der bisher erfolgreichsten Raumsonde, die je zum Mars geflogen ist. Fast auf den Tag genau 10 Jahre lang war der <i>MGS</i> in Betrieb, seine ursprünglich für zwei Jahre geplante Mission wurde mehrmals verlängert. Die NASA hat mit dem <i>MRO</i> zwar bereits den noch deutlich leistungsfähigeren Nachfolger des <i>MGS</i> vor Ort. Von daher ist der wahrscheinliche Verlust des <i>MGS</i> keine Katastrophe. Da der <i> MRO</i> aber den Mars quasi mit etwas anderen &#8222;Augen&#8220; sieht, lassen sich seine Beobachtungen nicht unmittelbar mit früheren Beobachtungen des <i>MGS</i> vergleichen. Optimal eignen sich dazu nur aktuelle Beobachtungen des <i>MGS</i> selbst. Der zunehmende Charakter dieser Mission als Langzeitbeobachtung der Marsoberfläche war es also, der sie immer noch so wertvoll für die NASA machte, dass sie die Mission gleich um weitere 10 Jahre verlängerte. Es sieht aber nun so aus, als ob die lange und hoch erfolgreiche Karriere des <i>MGS</i> ein jähes Ende gefunden hat.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>MRO sucht nach MGS</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/mro-sucht-nach-mgs/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 15 Nov 2006 21:17:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[InSound]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumsonden]]></category>
		<category><![CDATA[Mars Global Surveyor]]></category>
		<category><![CDATA[Mars Reconnaissance Orbiter]]></category>
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		<category><![CDATA[NASA]]></category>
		<category><![CDATA[Orbiter]]></category>
		<category><![CDATA[Störung]]></category>
		<category><![CDATA[Suche]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=30506</guid>

					<description><![CDATA[<p>Der Satellit Mars Reconnaissance Orbiter (MRO) soll nun benutzt werden, um den verlorengegangenen Mars Global Surveyor (MGS) zu finden und seinen Status herauszufinden. Ein Beitrag von Michael Aye. Quelle: Space.com. Vertont von Dominik Heidler. Mithilfe der Kamera des High Resolution Imaging Science Experiments (HiRise) an Bord des MRO will die NASA sich nun auf die [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/mro-sucht-nach-mgs/" data-wpel-link="internal">MRO sucht nach MGS</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Der Satellit Mars Reconnaissance Orbiter (MRO) soll nun benutzt werden, um den verlorengegangenen Mars Global Surveyor (MGS) zu finden und seinen Status herauszufinden.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/verein-raumfahrer-net-e-v/ehemalige/" data-wpel-link="internal">Michael Aye</a>. Quelle: Space.com. Vertont von Dominik Heidler.</p>



<figure class="wp-block-audio"><audio controls src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ismobil-2006-11-16-73015.mp3"></audio></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Mithilfe der Kamera des <i>High Resolution Imaging Science Experiments</i> (HiRise) an Bord des MRO will die NASA sich nun auf die Suche nach der Raumsonde MGS machen, der Sonde der NASA, die mit 10 Jahren am längsten am Mars im Dienst steht.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/15112006221741_small_1.jpg" alt="NASA" width="300" height="193"/><figcaption>
Mars Reconnaissance Orbiter: Auf der Suche nach der stillen Marssonde 
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die erste Schwierigkeit besteht darin, MGS überhaupt ins Blickfeld der HiRise Kamera zu bekommen, denn der Verbindungsabbruch mit MGS seit 10 Tagen bedeutet eine überdurchschnittlich große Unsicherheit im Wissen der genauen Position der MGS Raumsonde. Üblicherweise wird jede Kommunikation mit einer Raumsonde durch Doppler-Effekte auf den Trägerwellen der Kommunikation gleichzeitig für eine genaue Positionsbestimmung von Raumsonden herangezogen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Um dieses Problem anzugehen, haben die Ingenieure von <em>Lockheed Martin Space Systems</em>, die Erbauer beider Raumsonden MGS und MRO, einen Zwei-Punkte-Plan entwickelt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Zwei-Punkte-Plan</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Dann wird HiRise heute, am Mittwoch, dem 15.11.2006, dazu benutzt, anhand dieser Extrapolation der Bahn ein Bild aufzunehmen, und zwar mit einer sehr langen Belichtungszeit, da die Bahnfehler bis zu 45 Sekunden betragen können, so sagt Wayne Sidney, der Leiter des Lockheed Martin Ingenieur Teams der MRO-Raumsonde.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eventuelle Schlieren in diesem Bild durch eine schnelle Bewegung des MGS relativ zur MRO-Sonde machen in diesem ersten Schritt nichts aus, da trotzdem durch den Anfang und das Ende einer eventuellen Spur im Bild die Bahndaten der MGS Sonde genau genug berechnet werden können.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im zweiten Schritt, am Freitag, soll dann ein hochaufgelöstes Bild mit kurzer Belichtungszeit möglich sein, sollte man heute erfolgreich die MGS-Sonde im Bild sehen können. Mit diesem zweiten Bild hoffen die Ingenieure mehrere Dinge zu erfahren. Einmal einfach die Position der Raumsonde im Raum, um die bestmöglichen Zeiten zur Kommunikation mit den Notfall-Antennen der Raumsonde zu ermöglichen, sollte die Hauptantenne beschädigt sein. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Außerdem soll die Position der Solarpaneele bestätigt werden. Man kann damit zum Beispiel berechnen, wie viel Strom die Sonde in den letzten Tagen erzeugen konnte, um abschätzen zu können, wie ernst die Lage ist. Auch könnte es sein, dass die Sonde noch zuhört, aber aus Leistungsgründen nicht antworten kann. Dann könnte man bei Wissen der Position der Solarpanelen die richtigen Befehle zur Neuorientierung zur Sonde schicken.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nun heißt es abwarten, ob das heutige Bild der HiRise-Kamera Rettung für Freitag verspricht, oder ob wir uns vielleicht für immer von der treuen Sonde MGS verabschieden müssen.  </p>
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		<title>Schwere Probleme mit dem Mars Global Surveyor</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/schwere-probleme-mit-dem-mars-global-surveyor/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 09 Nov 2006 23:16:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumsonden]]></category>
		<category><![CDATA[Mars]]></category>
		<category><![CDATA[Mars Global Surveyor]]></category>
		<category><![CDATA[MGS]]></category>
		<category><![CDATA[NASA]]></category>
		<category><![CDATA[Orbiter]]></category>
		<category><![CDATA[Störung]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Zwei Tage vor dem 10jährigen Jubiläum seines Starts ist die Kommunikation mit dem ältesten Marssatelliten weitgehend abgerissen. Seine Ingenieure bemühen sich, ihn wieder unter Kontrolle zu bekommen. Ein Beitrag von Axel Orth. Quelle: NASA/JPL. Gerade ist die Phase der solaren Konjunktion heil überstanden, da beginnt der Mars Global Surveyor (MGS) seinem Team ernsthafte Sorgen zu [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Zwei Tage vor dem 10jährigen Jubiläum seines Starts ist die Kommunikation mit dem ältesten Marssatelliten weitgehend abgerissen. Seine Ingenieure bemühen sich, ihn wieder unter Kontrolle zu bekommen.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Axel Orth. Quelle: NASA/JPL.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/10112006001607_small_1.jpg" alt="NASA/JPL" width="260"/><figcaption>
Der Großvater unter den Marssonden: Mars Global Surveyor. 
<br>
(Bild: NASA/JPL)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Gerade ist die Phase der <a href="https://www.raumfahrer.net/solare-konjunktion/" data-wpel-link="internal">solaren Konjunktion</a> heil überstanden, da beginnt der <i>Mars Global Surveyor</i> (MGS) seinem Team ernsthafte Sorgen zu machen: Am 2. November, einen Orbit nachdem ihm Kommandos für ein Routinemanöver der Solarpaneele gesendet worden waren, meldete der Satellit fehlerhafte Daten von einem Motor, der eines dieser Paneele bewegt. Der Bordcomputer reagierte in der vorgesehenen Weise, indem er auf eine Reservemotorsteuerung umschaltete, dann auf einen Reserveschaltkreis.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach diesen ersten Anzeichen von Problemen fiel erst einmal zwei Tage lang das Signal der Marssonde komplett aus. Am 5. November gab es dann wieder ein Lebenszeichen insofern, dass auf der Erde vier Mars-Orbits der Sonde lang zumindest ihr Trägersignal empfangen wurde, aber keinerlei Daten von den Instrumenten. Die Frequenz des Signals zeigte an, dass der Bordcomputer in den sogenannten &#8222;Sicherheitsmodus&#8220; gegangen ist, in dem er nur noch lebenswichtige Aktivitäten durchführt und auf neue Instruktionen von der Erde wartet. Während der nächsten beiden Tage blieb wiederum jedes Signal aus. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Ingenieure deuten das Verhalten des <i>MGS</i> dahin gehend, dass das erwähnte Solarpaneel derzeit nicht mehr bewegt werden kann. In diesem Fall richtet sich der Orbiter so zur Sonne aus, dass eben dieses Paneel maximale Sonneneinstrahlung empfängt, um so die Energiezufuhr sicherzustellen. Dies geht aber nur auf Kosten der Ausrichtung der Funkantenne zur Erde, was die derzeit schlechte Funkverbindung erklärt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Die Raumsonde hat genug Reservesysteme, um sie wieder in Betrieb zu kriegen&#8220;, sagte Tom Thorpe, der zuständige Projektmanager. &#8222;Aber erst einmal müssen wir die Kommunikation wiederherstellen.&#8220;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der <i>Mars Global Surveyor</i>, der am 7. November 1996 in&#8217;s All startete, ist das älteste von derzeit sechs aktiven Raumfahrzeugen um den und auf dem Roten Planeten. Seine ursprüngliche Mission war für nur zwei Jahre bemessen, wurde aber angesichts seiner Erfolge immer weiter verlängert, zuletzt am 1. Oktober diesen Jahres. Er ist nun länger in Betrieb als jedes andere Mars-Raumfahrzeug vor ihm und hat mehr Daten zur Erde gesandt als alle seine Vorgängermissionen zusammen. Neben vielen anderen Entdeckungen fand er geologisch junge Wasser-Ablaufrinnen, entdeckte wasserrelevante Mineralienablagerungen &#8211; die jetzt <i>Opportunity</i> untersucht &#8211; und kartografierte zahlreiche mögliche weitere Landestellen auf dem Mars.        
</p>
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		<title>Erste Testbilder vom MRO</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/erste-testbilder-vom-mro/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 25 Mar 2006 14:31:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[InSound]]></category>
		<category><![CDATA[Mars]]></category>
		<category><![CDATA[Mars Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumsonden]]></category>
		<category><![CDATA[Sonnensystem]]></category>
		<category><![CDATA[JPL]]></category>
		<category><![CDATA[Mars Global Surveyor]]></category>
		<category><![CDATA[Mars Reconnaissance Orbiter]]></category>
		<category><![CDATA[MRO]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die ersten Testbilder der neuesten der NASA-Marssonden bieten eine verlockende Vorschau auf zukünftige Enthüllungen des Orbiters, sobald seine Primärmission im kommenden Herbst beginnt. Ein Beitrag von Eric Honstrass. Quelle: NASA. Vertont von Dominik Mayer. Während die Sonde 40 Minuten lang technische Testdaten sammelte, wurden drei Kameras des MRO am Donnerstag auf den Mars ausgerichtet. ”Diese [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Die ersten Testbilder der neuesten der NASA-Marssonden bieten eine verlockende Vorschau auf zukünftige Enthüllungen des Orbiters, sobald seine Primärmission im kommenden Herbst beginnt.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Eric Honstrass. Quelle: NASA. Vertont von Dominik Mayer.</p>



<figure class="wp-block-audio"><audio controls src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ismobil-2006-03-27-86690.mp3"></audio></figure>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/25032006153144_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/25032006153144_small_1.jpg" alt="NASA/JPL-Caltech/University of Arizona " width="260"/></a><figcaption>
Der rechts im Bild angezeigte Ausschnitt wurde hochauflösend von 
<i>MRO</i>
 fotografiert (siehe weiter unten) 
<br>
(Bild: NASA/JPL-Caltech/University of Arizona )
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Während die Sonde 40 Minuten lang technische Testdaten sammelte, wurden drei Kameras des <i>MRO</i> am Donnerstag auf den Mars ausgerichtet. ”Diese hochaufgelösten Marsbilder sind aufregend und einmalig im Bezug auf die Tatsache, dass sie den frühen Morgen zeigen. Die endgültige Umlaufbahn des <i>MRO</i> wird ihn ständig über die Nachmittagsseite des Mars führen, wie bei <i>Mars Global Surveyor</i> und <i>Mars Odyssey</i> auch,“ sagt Alfred McEwen von der Universität von Arizona in Tucson. “Diese Bilder geben uns die erste Gelegenheit, die Kameraeinstellungen und die Fähigkeit der Sonde zu testen, die Kamera so auszurichten, dass der Mars die Instrumente ausfüllt,“ sagt Steve Saunders, Missionswissenschaftler vom NASA-Hauptquartier. „Die erhaltenen Informationen werden wir nutzen, um die im Herbst beginnende Primärmission vorzubereiten.“  Der Hauptzweck dieser Bilder ist es, das Kamerateam zu befähigen, Prozesse der Kalibrierung und Bildbearbeitung zu entwickeln. Beispielsweise sind präzise Korrekturen für Farbbilder nötig und auch für auf Stereobildern beruhende, hochauflösende Oberflächen-Messungen.        
   
</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/25032006153144_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/25032006153144_small_2.jpg" alt="NASA/JPL-Caltech/University of Arizona" width="260"/></a><figcaption>
Dieses Bild zeigt den ca. 2,5 x 2,1 km großen hochaufgelösten Ausschnitt des im vorigen Bild markierten Bereiches.  
<br>
(Bild: NASA/JPL-Caltech/University of Arizona)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Um die richtigen Bedingungen für die Testbilder zu erhalten, programmierten die Forscher die Kamera, Bilder zu schießen, während sie sich etwa 2489 Kilometer über der Marsoberfläche befand. Dies entspricht etwa der neunfachen Entfernung des geplanten Orbits der Primärmission. Die höchste Auflösung von ca. 2,5 Metern pro Bildpunkt ist mit einigen der am besten aufgelösten, kürzlich erst aus dem Marsorbit gemachten Bildern vergleichbar. Durch die in den nächsten ein bis zwei Wochen stattfindende Weiterbearbeitung der Bilder erwartet man, schmalere Streifen in größere Ansichten einbinden und teilweise farbig darstellen zu können. <i>MRO</i> umkreist den Mars seit dem Eintritt in dessen Umlaufbahn am 10.03.2006 in einem stark elliptischen Orbit. Alle 35 Stunden entfernt sich MRO auf ca. 44.000 Kilometer und nähert sich dann bis auf etwa 425 Kilometer der Marsoberfläche. Verschiedene Missionsteams im Jet Propulsion Laboratory (JPL) der NASA in Pasadena und bei Lockheed Martin Space Systems in Denver bereiten sich weiter auf das aerobraking (Luftbremse) vor. Beim Prozess des aerobraking taucht die Sonde während der nächsten sieben Monate ungefähr 550 mal vorsichtig in die Marsatmosphäre ein, bremst dadurch ab und verkleinert somit ihren Orbit bis er fast kreisförmig und nur noch weniger als 300 Kilometer über der Oberfläche verläuft. Mehr als 25 Gigabit Bilddaten (entspricht der Datenmenge von fast fünf CDs) wurden von der  Deep Space Network Station in Canberra empfangen und an das JPL geschickt.   
</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Das dritte Jahr für Opportunity</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/das-dritte-jahr-fuer-opportunity/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 26 Jan 2006 18:36:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumsonden]]></category>
		<category><![CDATA[Rover]]></category>
		<category><![CDATA[Endurance Krater]]></category>
		<category><![CDATA[Mars]]></category>
		<category><![CDATA[Mars Global Surveyor]]></category>
		<category><![CDATA[Mars Odyssey]]></category>
		<category><![CDATA[NASA]]></category>
		<category><![CDATA[Opportunity]]></category>
		<category><![CDATA[Victoria-Krater]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die NASA Marsrover Spirit und Opportunity machen weiter Überstunden, um der Wissenschaft ein besseres Bild der ursprünglichen Umweltbedingungen auf dem Roten Planeten zu liefern. Die Rover fördern außerdem die Spannung der Wissenschaftler auf weitere Marsmissionen, die im Rahmen der Vision for Space Exploration angekündigt wurden. Ein Beitrag von Ingo Froeschmann. Quelle: NASA. Die Rover finden [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Die NASA Marsrover Spirit und Opportunity machen weiter Überstunden, um der Wissenschaft ein besseres Bild der ursprünglichen Umweltbedingungen auf dem Roten Planeten zu liefern. Die Rover fördern außerdem die Spannung der Wissenschaftler auf weitere Marsmissionen, die im Rahmen der Vision for Space Exploration angekündigt wurden.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Ingo Froeschmann. Quelle: NASA.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Rover finden immer noch neue Gesteinsarten in ihren Landegebieten auf gegenüber liegenden Seiten des Planeten. Die gesammelten geologischen Daten liefern Hinweise auf frühere Umweltbedingungen, die feuchter waren und während der Leben möglich gewesen sein könnte. 
<br>
Die dritte Missionsverlängerung für die beiden Rover endet im September 2006, vorausgesetzt sie bleiben bis dahin einsatzfähig. Während der ersten, drei Monate langen, Missionsphase fuhren die Rover weiter als geplant und untersuchten mehr Gesteinsproben, als zuvor für eine erfolgreiche Mission vorgesehen waren. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/26012006193648_small_1.jpg" alt="NASA/JPL" width="260"/><figcaption>
Panoramablick des Rovers Opportunity vom Rand des Kraters Erebus 
<br>
(Bild: NASA/JPL)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Opportunity steht nun am Beginn seines dritten Jahres auf dem Mars. Der Rover untersucht freiliegendes Gestein zwischen den beiden Kratern „Endurance“ und „Victoria“. Opportunity hat Beweise für ein vor langer Zeit existierendes stehendes Gewässer auf dem Mars gefunden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Am 3. Januar feierte Spirit seinen zweiten Geburtstag innerhalb des Kraters „Gusev“. Anfangs hatte Spirit kaum Hinweise für Wasser gefunden und Erhebungen, die mehr über die Vergangenheit des Kraters hätten zeigen können, waren nur am Horizont zu erkennen. Inzwischen hat Spirit diese Erhebungen erklommen und eine Reihe von mineralischen Fingerzeigen für ehemalige Wasservorkommen gefunden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die beiden Rover sind zwar inzwischen etwas in die Jahre gekommen, werden aber immer noch bis zum Limit ihrer nun eingeschränkten Möglichkeiten genutzt. Das Instrument zur Untersuchung von Gestein (Rock Abrasion Tool) ist inzwischen so abgenutzt, dass es keine Oberfläche mehr schleifen kann, seine Drahtbürste kann aber immer noch lockere Ablagerungen entfernen. Das Instrument sollte drei Steine untersuchen, am Ende wurden 15 geschafft. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Opportunity hat bereits vor acht Monaten die Steuerung des rechten Vorderrades eingebüßt, außerdem zeigt ein Motor an einem Gelenk des Roboterarms Symptome eines Kabelbruchs. Opportunity ist auch mit drei lenkbaren Rädern beweglich und der Gelenkmotor reagiert noch, wenn eine höhere Spannung durchgeleitet wird. Selbst ohne den Motor könnte der Arm noch eingesetzt werden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Neben den beiden Rovern gibt es drei weitere aktive Marsmissionen, die NASA Sonden Mars Odyssey und Mars Global Surveyor sowie den Mars Express der ESA. Die Orbiter und die Landemissionen ergänzen sich auf vielfältige Weise. Beobachtungen am Boden liefern eine weitere Einsicht, um die globalen Beobachtungen der Rover zu interpretieren. Neben ihren wissenschaftlichen Aufgaben übertragen die Sonden Daten von der Marsoberfläche zur Erde. 
</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/das-dritte-jahr-fuer-opportunity/" data-wpel-link="internal">Das dritte Jahr für Opportunity</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Aerobraking: Der Tritt auf die Luftbremse</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/aerobraking-der-tritt-auf-die-luftbremse/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 10 Oct 2002 14:57:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumsonden]]></category>
		<category><![CDATA[Aerobraking]]></category>
		<category><![CDATA[Mars]]></category>
		<category><![CDATA[Mars Global Surveyor]]></category>
		<category><![CDATA[Mars Odyssey]]></category>
		<category><![CDATA[NASA]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>In diesem Artikel &#8211; der Übersetzung eines Features auf den Internetseiten des Mars-Forschungsprogramms der NASA &#8211; berichten zwei leitende Mitarbeiter über das Aerobraking von 2001 Mars Odyssey und den Umgang mit den damit verbundenen Risiken. Ein Beitrag von Michael Stein. Das Abbremsen eines Raumfahrzeugs mit Hilfe des Luftwiderstands hoher Atmosphärenschichten ist bisher zwei Mal durchgeführt worden: Als [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/aerobraking-der-tritt-auf-die-luftbremse/" data-wpel-link="internal">Aerobraking: Der Tritt auf die Luftbremse</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">In diesem Artikel &#8211; der Übersetzung eines Features auf den Internetseiten des Mars-Forschungsprogramms der NASA &#8211; berichten zwei leitende Mitarbeiter über das Aerobraking von <em>2001 Mars Odyssey</em> und den Umgang mit den damit verbundenen Risiken.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/verein-raumfahrer-net-e-v/ehemalige/" data-wpel-link="internal">Michael Stein</a>.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/risiken_01.jpg" alt="" class="wp-image-69542" width="220" height="246"/><figcaption>Die Marsatmosphäre (Aufnahme des Viking 1-Orbiters).
(Foto: NASA)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Das Abbremsen eines Raumfahrzeugs mit Hilfe des Luftwiderstands hoher Atmosphärenschichten ist bisher zwei Mal durchgeführt worden: Als Experiment bei der Venus 1994, nachdem die eigentliche Mission der Raumsonde&nbsp;<em>Magellan</em>&nbsp;abgeschlossen war, und bei der&nbsp;<em>Mars Global Surveyor</em>-Sonde, als sie 1997 beim Mars eintraf. Diese Technik nutzt die Solarpaneele eines Raumfahrzeugs wie Flügel oder einen Fallschirm, um es abzubremsen und die Umlaufbahn zu verkleinern, wodurch sich der Treibstoffbedarf deutlich reduziert, der zum Erreichen des gewünschten Orbits ansonsten erforderlich wäre. Bei&nbsp;<em>Mars Global Surveyor</em>&nbsp;erschwerte ein defektes Gelenk an einem der Solarflügel das &#8222;Aerobraking&#8220;. Besondere Sorgfalt war notwendig, um das Abreißen zu verhindern, wodurch sich die Aerobraking-Phase dieser sehr erfolgreichen Mission um 18&nbsp;Monate verlängerte.<br><br>Marsforscher haben sich für ihre Instrumente schon lange eine niedrige, kreisförmige Umlaufbahn gewünscht, die günstige Lichtverhältnisse und eine gleichmäßige Höhe für Bildaufnahmen und andere Datenerhebungen bietet, und die Aerobraking-Phase von&nbsp;<em>Mars Odyssey</em>&nbsp;soll genau dies liefern. &#8222;Aber besonders beim Mars ist das Aerobraking mit eigenen Risiken verbunden&#8220;, sagt Charles Whetsel, Chefingenieur des Mars-Programms, der mit seiner bei&nbsp;<em>Mars Global Surveyor</em>&nbsp;gewonnenen Erfahrung vielleicht der routinierteste Aerobraking-Spezialist im Sonnensystem ist.<br><br>&#8222;Aerobraking basiert auf einem einfachen Prinzip&#8220;, sagt Whetsel: &#8222;Nicht zu viel, nicht zu wenig, nicht zu tief, nicht zu flach; denn wenn es zu tief geht werden Sie die Raumsonde beschädigen, und wenn [die Flugbahn] zu flach ist werden Sie nicht in der vorgegebenen Zeit den gewünschten Orbit erreichen.&#8220;<br><br>&#8222;Wenn das Aerobraking begonnen hat, fliegen Sie das Raumfahrzeug mehrere hundert Mal durch die Atmosphäre. Der Trick ist, dies tief genug zu machen, damit die Umlaufbahn reduziert wird und man in einen günstigen Orbit gelangt, aber nicht so schnell vorzugehen, dass die Solarzellen zu heiß werden,&#8220; so Whetsel.<br><br>Das wäre einfach, sagt Whetsel, wenn die Marsatmosphäre einer gleichförmigen Kugel ähneln würde, &#8222;aber es gibt dort Ereignisse wie Wetter und Staubstürme, die eine Auf- und Abwärtsbewegung der Atmosphäre verursachen.&#8220;<br><br>Tatsächlich tobt schon seit Wochen ein gigantischer globaler Staubsturm auf dem Mars. Wissenschaftler des&nbsp;<em>Mars Global Surveyor</em>-Teams benutzen die Instrumente der Sonde, um ihn ständig zu überwachen. Ein sorgfältig geplanter Flug durch die Atmosphäre könnte die Mission zum Scheitern bringen, wenn ein den Planern vorher nicht bekannter Staubsturm die Atmosphäre anschwellen lässt und&nbsp;<em>Mars Odyssey</em>&nbsp;vom Himmel fängt. Deswegen werden die Daten vom&nbsp;<em>Mars Global Surveyor</em>&nbsp;so wichtig sein, um&nbsp;<em>Mars Odyssey</em>&nbsp;durch die Aerobraking-Phase zu führen.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><img decoding="async" width="220" height="165" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/risiken_02.jpg" alt="" class="wp-image-69543"/><figcaption>Charles Whetsel ist der Chefingenieur des Mars-Programms der NASA.
(Foto: NASA)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Das Team muss diesen Prozess täglich verfolgen um zu sehen, ob die Atmosphäre sich ausdehnt, wie die Raumsonde reagiert, ob die Temperaturen [an Bord] in Ordnung sind, ob wir schnell genug vorankommen, und ob das Raumfahrzeug in einem guten Zustand ist&#8220;, sagt Whetsel.<br><br><em>Odysseys</em>&nbsp;Aerobraking wird schnell voranschreiten. Schließlich wird die Bodenkontrolle täglich bis zu zwölf Bremszyklen durch die Atmosphäre ausführen. &#8222;Aerobraking ist eine sehr entscheidungsintensive Angelegenheit&#8220;, so Whetsel. &#8222;Es gibt viele Daten, über die Entscheidungen getroffen werden müssen. Und es ist ein Prozess, den man zu Ende führen muss, wenn man ihn einmal begonnen hat.&#8220;<br><br>Whetsel vergleicht das Aerobraking mit dem Anhören von &#8222;Bolero&#8220;: &#8222;Es beginnt mit großen Umlaufbahnen, und es gibt einen Rhythmus, wann man die Atmosphäre das nächste Mal treffen muss.&#8220; Er trommelt auf den Schreibtisch, um den Takt zu verdeutlichen. &#8222;Es gibt einen Rhythmus für alles, was bis zum nächsten Orbit abgeschlossen sein muss. Wenn die Umlaufbahn kleiner wird, beschleunigt sich alles und die Dinge passieren schneller, und entweder man bleibt im Takt oder man schafft es nicht.&#8220;<br><br><strong>Bleib Deinen Prinzipien treu</strong><br>Während der Countdown für&nbsp;<em>Odysseys</em>&nbsp;Ankunft beim Mars voranschreitet und neue Mars-Missionen für 2003, 2005, 2007 und darüber hinaus Gestalt annehmen, sind die Probleme der letzten Jahre den Design-, Montage-, Test- und Flugkontrollteams noch sehr gut im Gedächtnis. Die Leitung des&nbsp;<em>Jet Propulsion Laboratoy (JPL)</em>&nbsp;hat neue Mechanismen eingeführt, um die bei diesen bitteren Lektionen [der fehlgeschlagenen Missionen] gewonnenen Erfahrungen zu bewahren und zu institutionalisieren.<br><br>Matt Landano, leitender Projektmanager für&nbsp;<em>2001 Mars Odyssey</em>, sagt dazu: &#8222;Üblicherweise lernt man sehr viel mehr von Fehlschlägen als von Erfolgen, hauptsächlich, weil man nach einem Fehlschlag intensiv und tiefgehend ermittelt, um die Ursache des Misserfolgs herauszufinden.&#8220;<br><br>Im Jahr 2000, nach dem Verlust von zwei&nbsp;<em>Mars Surveyor</em>-Missionen, wurde Landano gebeten, die Entwicklungsprinzipien formal niederzulegen, die frühere&nbsp;<em>JPL</em>-Erfolge charakterisierten. Weiterhin identifizierte er das Ausmaß vertretbarer Kompromisse und die Auswirkungen, wenn Entwicklungsprinzipien umgangen wurden. In diesem Prozess, sagt er, &#8222;schaute ich mir die Ursachen für unsere vergangenen Misserfolge an, und dabei handelte es sich nicht um High-Tech-Probleme.&#8220;<br><br>&#8222;In einem komplexen System wie einem Raumfahrzeug müssen ungefähr eine Million Kleinigkeiten richtig funktionieren. Das sind die richtig komplexen Angelegenheiten, auf die jeder achtet. Teile, die eine neue Technologie darstellen, werden üblicherweise von hundert Augen überwacht.&#8220; Aber er weist auf nicht beachtete Grundsätze hin, wie eine gute Kommunikation zwischen den Mitgliedern der Teams oder einem verborgenen Fehler an einem scheinbar weniger wichtigen Teil, als Beispiel für gefährliche Fehlerquellen. &#8222;Es sind die Sachen, die man schon oft gemacht hat, von denen man denkt man weiß, wie sie gehen&#8220;, sagt Landano. &#8222;Irgendwie sind das die Sachen, an denen man scheitert.&#8220;<br><br>&#8222;Es ist ein riskantes Geschäft. Und wenn man seine Wachsamkeit sinken lässt, wenn man sagt &#8218;Wir wissen, wie man das macht&#8216;, wird man nachlässig im Kopf oder in der Ausführung. Aber wenn man scheitert zwingt es einen, erneut alles durchzugehen und man sagt: &#8218;Wow, schau wie knapp das war, obwohl ich hier erfolgreich war. Hier bin ich gescheitert, und dort hätte es mir auch passieren können.&#8216; So etwas bringt einem eine erhöhte Aufmerksamkeit für Prozesse, Vollständigkeit, Durchdachtheit und die Umsetzung bei allem, was man tut.&#8220;<br><br>Obwohl noch nicht endgültig fertig, sind die &#8222;Design-, Prüfungs-, Test- und Operationsprinzipien&#8220; &#8211; in der Space-Community besser als &#8222;Die Landano-Prinzipien&#8220; bekannt &#8211; mittlerweile die Entwicklungs- und Managementrichtlinien, nach denen sich das&nbsp;<em>JPL</em>&nbsp;und seine Auftragnehmer richten, um Risiken zu minimieren und die Zuverlässigkeit von Missionen zu erhöhen.<br><br>Den Kern der Anstrengungen beim&nbsp;<em>JPL</em>&nbsp;zur Risikoverminderung, sagt Landano, ist eine erneuerte Aufmerksamkeit für Toleranzen bzw. Sicherheitsmargen, die in alle Elemente eines Projekts eingebaut werden müssen. &#8222;Beispielsweise bietet in einem Zeitplan vorgesehene Pufferzeit die Möglichkeit, Probleme zu lösen, ohne wegen eines nicht mehr einzuhaltenden Termins in Panik zu geraten. Eine von Beginn an vorgesehene Marge für die Gesamtmasse einer Raumsonde kann nützlich sein, wenn während des Entwicklungs- oder Montageprozesses eine zusätzliche Komponente hinzugefügt werden muss. Finanzielle Mittel als Reserve für zusätzliches qualifiziertes Personal, falls erforderlich, kann einem Projekt unter Umständen schneller über eine möglicherweise auftretende schwierige Phase hinweghelfen.&#8220;<br><br>&#8222;Es geht immer um Margen&#8220;, sagt er, &#8222;besonders wenn man versucht, in einem engen Zeitrahmen zu arbeiten, wenn wir versuchen, ein Projekt in zwölf oder achtzehn Monaten weniger als früher durchzuführen.&#8220;</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><img decoding="async" width="220" height="165" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/risiken_03.jpg" alt="" class="wp-image-69545"/><figcaption>Matt Landano, Projektmanager der Mission 2001 Mars Odyssey.
(Foto: NASA)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Man weiß nicht, was man nicht weiß</strong><br>&#8222;Landanos Prinzipien&#8220; werden als ein Versuch angesehen, die Erkenntnisse aus Erfahrung, Erfolg und Misserfolg an jüngere Entwickler weiterzugeben, die an neuen Missionen zum Mars und anderen Zielen beteiligt sind. Der Schlüssel für richtige Entscheidungen bei der Raumfahrtentwicklung, sagt Landano, sind nicht nur die auf der Universität gewonnenen Kenntnisse, sondern auch das aus der Erfahrung täglicher Arbeit bei einer Raumfahrtmission gewonnene Verständnis.<br>&nbsp;<br>Wie Whetsel sagt: &#8222;Es ist wichtig, sich ein gesundes Maß an Paranoia zu bewahren. Die Leute, die man wirklich in seinem Team haben möchte, sind diejenigen die sich Gedanken machen um Sachen wie: &#8218;Wieso liefert ein Sensor ständig etwas verschiedene Werte als der andere? Bedeutet das etwas?&#8216; oder: &#8218;Was habe ich nicht getestet? Welche Folgen hat es, wenn dieses und jenes passiert?&#8216;. Das ist die Sorte von Fragen, die man gestellt haben möchte. Aber man muss eine Balance halten zwischen den Dingen, die man weiter hinterfragt, und jenen, die man akzeptiert&#8220;, sagt Whetsel.<br>&nbsp;<br>&#8222;Dann&#8220;, sagt Landano, &#8222;wenn man wie ich und andere hier älter wird und zwei, drei oder sogar vier und fünf Mal das Ganze durchlaufen hat, denken wir, dass wir es verstehen. Und dann entdecken wir, dass trotz all&#8216; dessen, was wir zu wissen glauben, ein ganzes Bündel von Dingen da ist, von denen man nicht weiß, dass man sie nicht weiß. Das sind die Sachen die einen fertig machen können. Nun beginnt man das zu erlangen, was man Weisheit nennt. Man hat es oft genug durchlaufen um zu sagen: &#8218;Weißt Du, ich bin nicht so clever wie ich denke. Ich sollte besser eine Methode finden um mit den Dingen umgehen zu können, von denen ich nicht weiß, dass ich sie nicht kenne.'&#8220;<br>&nbsp;<br>Aber wie soll man Umstände, von denen man nicht weiß, dass man sie nicht kennt, berücksichtigen? Landanos Antwort: &#8222;Margen, Margen, Margen.&#8220;</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Verwandte Webseiten:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://web.archive.org/web/20220629095322/https://mars.nasa.gov/spotlight/risksAll.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener follow" data-wpel-link="external">NASA-Feature &#8222;Exploring Mars: Mars Mission Risks&#8220; (englisch)</a></li></ul>
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