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	<title>MERIS &#8211; Raumfahrer.net</title>
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	<description>Das Portal für Astronomie- und Raumfahrtbegeisterte</description>
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	<title>MERIS &#8211; Raumfahrer.net</title>
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	<item>
		<title>ENVISAT: Plankton wird aus 800 Kilometern Höhe erforscht</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/envisat-plankton-wird-aus-800-kilometern-hoehe-erforscht/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 13 Nov 2002 09:11:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Envisat]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Erdbeobachtung]]></category>
		<category><![CDATA[ESA]]></category>
		<category><![CDATA[Kanada]]></category>
		<category><![CDATA[MERIS]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der erst im März 2002 gestartete europäische Umweltsatellit Envisat beobachtet erstmals Mikroorganismen aus dem Erdorbit. Ein Beitrag von Karl Urban. Quelle: ESA. Aus 800 Kilometern Höhe ist für den größten europäischen Umweltsatelliten Envisat das möglich zu sehen, was nicht einmal ein Mensch einzeln mit bloßem Auge erkennen kann: Phytoplankton. Jedoch sucht Envisat nicht nach einzelnen [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Der erst im März 2002 gestartete europäische Umweltsatellit <em>Envisat</em> beobachtet erstmals Mikroorganismen aus dem Erdorbit.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Karl Urban. Quelle: ESA.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/06/021113c.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/06/021113c260.jpg" alt="Phytoplankton (hellblau) vor der kanadischen Küste, beobachtet vom Instrument MERIS des ESA-Umweltsatelliten Envisat
(Bild: ESA)"/></a><figcaption>Phytoplankton (hellblau) vor der kanadischen Küste, beobachtet vom Instrument MERIS des ESA-Umweltsatelliten Envisat<br>(Bild: ESA)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Aus 800 Kilometern Höhe ist für den größten europäischen Umweltsatelliten <em>Envisat</em> das möglich zu sehen, was nicht einmal ein Mensch einzeln mit bloßem Auge erkennen kann: Phytoplankton.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Jedoch sucht <em>Envisat</em> nicht nach einzelnen sondern nach großen Schärmen des Mikroorganismus&#8216;, der die Weltmeere bevölkert. Das Instrument <em>Medium Resolution Imaging Spectrometer</em> (MERIS) des Satelliten ist ein Sensor, der im vergangenen Sommer im Nordatlantik vor der Kanadischen Küste nach dem Phytoplankton Ausschau hielt und atemberaubende Bilder machte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der im Bild hellblaue Bereich ist ein über 300 mal 200 Kilometer großer Bereich, der von Phytoplankton bevölkert wird. Dies sind kleine Wasser-Organismen, die die Grundlage der Nahrungskette der Meere bilden. Sie bilden eine Schlüsselrolle im globalen Ökosystem.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Bereiche, in denen sich Phytoplankton in so großen Mengen aufhält, dass es den Ozean färbt und von Satelliten entdeckt werden kann, können erst seit wenigen Jahrzehnten ausgiebigst aus dem All analysiert werden. Das Instrument MERIS eröffnet dabei ganz neue Möglichkeiten, Phytoplankton-Kulturen und andere ozeanische Prozesse zu erforschen.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>ENVISAT: Oberflächenbeobachtung</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/envisat-oberflaechenbeobachtung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 27 Feb 2002 12:05:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Envisat]]></category>
		<category><![CDATA[Erde]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[ASAR]]></category>
		<category><![CDATA[Erdbeobachtung]]></category>
		<category><![CDATA[ESA]]></category>
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		<category><![CDATA[MWR]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Zur Beobachtung der Erdoberfläche stehen ENVISAT verschiedene Instrumente zur Verfügung. Ein Beitrag von Michael Stein. Quelle: ESA. Instrumente zur Beobachtung der OzeaneENVISAT wird etwa alle 35&#160;Tage einmal die gesamte Oberfläche unseres Planeten überfliegen, und zwei Drittel dieser Zeit wird er sich dabei über Ozeanen und Meeren befinden. Alleine schon wegen ihrer schieren Größe haben die [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Zur Beobachtung der Erdoberfläche stehen <em>ENVISAT</em> verschiedene Instrumente zur Verfügung.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Michael Stein. Quelle: ESA.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/06/EnvisatinESTECESAAVanDerGeest2k.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/06/EnvisatinESTECESAAVanDerGeest26.jpg" alt=""/></a><figcaption>Die Montage von ENVISAT bei ESTEC.<br>(Bild: ESA)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Instrumente zur Beobachtung der Ozeane</strong><br><em>ENVISAT</em> wird etwa alle 35&nbsp;Tage einmal die gesamte Oberfläche unseres Planeten überfliegen, und zwei Drittel dieser Zeit wird er sich dabei über Ozeanen und Meeren befinden. Alleine schon wegen ihrer schieren Größe haben die Weltmeere einen enormen Einfluss auf unser Klima, weswegen natürlich auch <em>ENVISAT</em> mit verschiedenen Beobachtungsinstrumenten einen genauen Blick auf die Ozeane werfen wird.<br>&nbsp;<br>Das auch für die Atmosphärenbeobachtung verwendete Beobachtungsinstrument <em>MERIS</em> (&#8222;<strong>Me</strong>dium <strong>R</strong>esolution <strong>I</strong>maging <strong>S</strong>pectrometer&#8220;) misst die Strahlung in fünfzehn verschiedenen Frequenzbändern im sichtbaren und so genannten &#8222;Nahen Infraroten&#8220; Wellenbereich. Es wird beim Flug von <em>ENVISAT</em> über die Ozeane dafür genutzt, um die Farbe der Meere zu registrieren.<br>&nbsp;<br>Das <em>AATSR</em> (&#8222;<strong>A</strong>dvanced <strong>A</strong>long <strong>T</strong>rack <strong>S</strong>canning <strong>R</strong>adiometer&#8220;) misst die Oberflächentemperatur der Ozeane mit einer Genauigkeit von 0,3°&nbsp;C. Dieser Parameter ist ein wichtiger Schlüssel bei der Beantwortung der Frage, ob und in welchem Maße eine globale Erwärmung stattfindet.<br>Die beiden genannten Instrumente zusammen werden wichtige Daten beispielsweise für Studien über Plankton und die Bewegungen von Fischschwärmen liefern können.<br>&nbsp;<br><em>RA-2</em> (&#8222;<strong>R</strong>adar <strong>A</strong>ltimeter&#8220;) und <em>ASAR</em> (&#8222;<strong>A</strong>dvanced <strong>S</strong>ynthetic <strong>A</strong>perture <strong>R</strong>adar&#8220;) sind zwei Radargeräte unterschiedlicher Funktionsweise, die unter anderem Wellenhöhen und -richtungen sowie Windbewegungen messen können. <em>RA-2</em> ist sogar in der Lage, Unterwasserwellen durch die von ihnen verursachten geringen Auswirkungen an der Wasseroberfläche zu entdecken. Der <em>MWR</em> (&#8222;<strong>M</strong>icro<strong>w</strong>ave <strong>R</strong>adiometer&#8220;) berichtigt dabei eventuelle Verfälschungen der Messergebnisse von <em>RA-2</em> durch die Luftfeuchtigkeit.<br>&nbsp;<br><strong>Instrumente zur Beobachtung der Erdoberfläche</strong><br>Das gerade schon erwähnte Radarinstrument <em>ASAR</em> spielt auch bei der Beobachtung der Erdoberfläche eine wichtige Rolle. So kann es beispielsweise die Landnutzung und Wachstumsformen erkennen und die Beschaffenheit der Erdoberfläche messen.<br>&nbsp;<br><em>MERIS</em> ist ebenfalls für die Beobachtung der Landflächen unseres Planeten zuständig, da es die verschiedenen Wachstumsphasen von Pflanzen erkennen kann.<br>&nbsp;<br>Das <em>AATSR</em> kann mit seiner Fähigkeit, Temperaturen hoch aufgelöst zu bestimmen, beispielsweise Wald- und Buschbrände erkennen und Pflanzenbewuchs registrieren.<br>&nbsp;<br><em>DORIS</em> (&#8222;<strong>D</strong>oppler <strong>O</strong>rbitography and <strong>R</strong>adiopositioning <strong>I</strong>ntegrated by <strong>S</strong>atellite&#8220;) schließlich erlaubt es, die Satellitenposition auf ca. 5&nbsp;cm genau zu vermessen. Durch diese Information können die mit Hilfe von <em>RA-2</em> und <em>ASAR</em> ermittelten Daten zur Meereshöhe und Oberflächenprofile verbessert werden.<br>&nbsp;<br><strong>Ausblick</strong><br>Die ersten Monate nach dem Start werden dazu genutzt werden, um die Instrumente von <em>ENVISAT</em> zu kalibrieren und zu eichen. Dazu werden ihre Ergebnisse mit denen anderer Erdbeobachtungssatelliten verglichen, ebenso werden zu diesem Zweck Vergleichsdaten von Schiffen, Flugzeugen und festen Messpunkten am Boden herangezogen.<br>&nbsp;<br>Danach beginnt die Phase der Datenerhebung und -auswertung, die mindestens fünf Jahre lang andauern soll. Natürlich hoffen die beteiligten Wissenschaftler &#8211;&nbsp;alleine über 700 in Europa&nbsp;&#8211; auf eine möglichst lange Lebensdauer, denn die meisten Daten erhalten ihren Wert erst im Zeitverlauf, wenn Entwicklungen und Veränderungen erkennbar werden. Der begrenzende Faktor für die Lebensdauer von <em>ENVISAT</em> dürfte der Treibstoffvorrat für die Lagekontrolltriebwerke sein.</p>
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		<item>
		<title>ENVISAT: Atmosphärenbeobachtung</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/envisat-atmosphaerenbeobachtung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 25 Feb 2002 11:40:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Envisat]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Erdbeobachtung]]></category>
		<category><![CDATA[ESA]]></category>
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		<category><![CDATA[SCIAMACHY]]></category>
		<category><![CDATA[Spektralanalyse]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Mit einem ganzen Bündel hochentwickelter Beobachtungsinstrumente untersucht ENVISAT die verschiedenen Schichten der Erdatmosphäre. Ein Beitrag von Michael Stein. Quelle: ESA. Grundlagen der FernbeobachtungAlle Beobachtungsinstrumente an Bord von ENVISAT kann man zunächst einmal als Empfänger beschreiben, die von der Erde ausgehende Strahlung verschiedener Wellenlängen registrieren. Sie nutzen den Umstand aus, dass alle Objekte und Prozesse auf [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Mit einem ganzen Bündel hochentwickelter Beobachtungsinstrumente untersucht <em>ENVISAT</em> die verschiedenen Schichten der Erdatmosphäre.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Michael Stein. Quelle: ESA.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/06/envisat7esa2kjpg.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/06/envisat7esa260.jpg" alt=""/></a><figcaption>ENVISAT in Kammer für elektromagnetische Tests bei ESTEC.<br>(Bild: ESA)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Grundlagen der Fernbeobachtung</strong><br>Alle Beobachtungsinstrumente an Bord von <em>ENVISAT</em> kann man zunächst einmal als Empfänger beschreiben, die von der Erde ausgehende Strahlung verschiedener Wellenlängen registrieren. Sie nutzen den Umstand aus, dass alle Objekte und Prozesse auf der Erde &#8211;&nbsp;und natürlich auch in der Erdatmosphäre&nbsp;&#8211; elektromagnetische Strahlung mit verschiedensten Wellenlängen und Frequenzen aussenden, absorbieren oder reflektieren. Bei diesem Vorgang werden der elektromagnetischen Strahlung &#8222;Fingerabdrücke&#8220; in Form von spektralen Absorptions- oder Emissionslinien aufgeprägt, die für jedes Objekt und jeden Prozess charakteristisch sind. Ein Beispiel: Die Blätter von Pflanzen absorbieren (&#8222;schlucken&#8220;) das gesamte sichtbare Licht mit Ausnahme des von uns als &#8222;grün&#8220; bezeichneten Anteils &#8211;&nbsp;weshalb wir ihre Farbe als &#8222;grün&#8220; wahrnehmen. Aus dem Absorptionsspektrum eines pflanzlichen Blattes lässt sich sogar erkennen, ob die Pflanze an Trockenheit leidet, da sich dann dieses Spektrum geringfügig verändert. Eine genauere Beschreibung der so genannten <em>Spektralanalyse</em>, mit der die spektralen &#8222;Fingerabdrücke&#8220; registriert werden können, finden Sie in unserem Artikel zu diesem Thema.<br>&nbsp;<br>Die meisten Instrumente an Bord von <em>ENVISAT</em> analysieren sichtbares Licht sowie das so genannte &#8222;Nahe Infrarot&#8220; (der sich am roten Ende des sichtbaren Lichts anschließende Wellenbereich) und Mikrowellen. Die Messung der infraroten Strahlung erlaubt zum Beispiel Aussagen über die Temperatur der Erdoberfläche sowie von verschiedenen Schichten der Atmosphäre.<br>&nbsp;<br>Die Beobachtungsinstrumente lassen sich in aktive und passive Instrumente unterteilen. Während die passiven Instrumente einfach die von der Erdoberfläche bzw. Atmosphäre kommende Strahlung registrieren, senden aktive Instrumente Strahlungspulse aus und registrieren anschließend die dadurch ausgelösten Reflektionen. <em>ENVISAT</em> hat Instrumente beider Typen an Bord.<br>&nbsp;<br><strong>Instrumente zur Atmosphärenbeobachtung</strong><br>Vier der wissenschaftlichen Beobachtungsinstrumente an Bord von <em>ENVISAT</em> sind ausschließlich oder teilweise für die Beobachtung von Zuständen und Prozessen in unserer Atmosphäre verantwortlich.<br>Da ist zum einen <em>MERIS</em> (&#8222;<strong>Me</strong>dium <strong>R</strong>esolution <strong>I</strong>maging <strong>S</strong>pectrometer&#8220;), mit dessen Hilfe unter anderem Daten über die Wolkenbildung und die Luftfeuchtigkeit der Atmosphäre gewonnen werden können. Auch das Ausmaß des von Wolken reflektierten Sonnenlichts im sichtbaren und infraroten Bereich des Wellenspektrums wird von <em>MERIS</em> bestimmt.<br>&nbsp;<br>Das Instrument <em>GOMOS</em> (&#8222;<strong>G</strong>lobal <strong>O</strong>zone <strong>M</strong>onitoring by <strong>O</strong>ccultation of <strong>S</strong>tars&#8220;) nutzt das Licht von über dem Horizont aufgehenden Sternen, um durch Analyse des Lichtspektrums nach dem Durchgang durch die Erdatmosphäre Aussagen über den Gehalt von Ozon und Wasserdampf treffen zu können. Diese Messungen sind in Höhenschichten von 20 bis 200&nbsp;km möglich und erlauben in Zusammenarbeit mit anderen <em>ENVISAT</em>-Instrumenten dreidimensionale Abbildungen der Ozonschicht.<br>&nbsp;<br>Der &#8222;<strong>M</strong>ichelson <strong>I</strong>nterferometer for <strong>P</strong>assive <strong>A</strong>tmospheric <strong>S</strong>ounding&#8220; (<em>MIPAS</em>) arbeitet im infraroten Spektralbereich und ist in der Lage, verschiedenste Spurengase zu erkennen und unterscheiden. Diese Fähigkeit ermöglicht es, sowohl die Verteilung und Konzentration von Industrieabgasen wie auch von Treibhausgasen zu ermitteln. Die Informationen über chemische und physikalische Prozesse in der Stratosphäre sind auch für Prognosen über die zukünftige Entwicklung der Ozonschicht von Bedeutung.<br>&nbsp;<br>Das vierte und letzte Instrument, welches die Atmosphäre als Untersuchungsgegenstand zum Ziel hat, ist das größtenteils in Deutschland entwickelte und gebaute <em>SCIAMACHY</em> (&#8222;<strong>Sc</strong>anning <strong>I</strong>maging <strong>A</strong>bsorption Spectro<strong>m</strong>eter for <strong>A</strong>tmospheric <strong>Ch</strong>artograph<strong>y</strong>&#8222;). Dieser leistungsfähige Atmosphären-Sensor nimmt Messungen sowohl in einem bis zu 960&nbsp;km breiten Streifen direkt unter <em>ENVISAT</em> wie auch in Richtung des Horizonts vor. Die annährend simultane Kombinationen dieser Beobachtungsmodi ermöglicht es, im Zeitverlauf ein dreidimensionales Bild der Atmosphäre zu erstellen. Dabei kann <em>SCIAMACHY</em> in Höhenschichten von bis zu 100&nbsp;km verschiedenste chemische Moleküle, Aerosole und Wolken registrieren. Dadurch soll das Wissen über Austauschprozesse zwischen den verschiedenen Atmosphärenschichten erweitert werden wie auch neue Daten über die Dotierung der einzelnen Atmosphärenschichten mit Spurengasen gewonnen werden. Auch die Auswirkung natürlicher Ereignisse auf die Atmosphäre (wie Vulkanausbrüche oder Veränderungen der Sonnenaktivität) können mit Hilfe dieses Instruments studiert werden.</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/envisat-atmosphaerenbeobachtung/" data-wpel-link="internal">ENVISAT: Atmosphärenbeobachtung</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
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