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	<title>Naturhistorisches Museum Wien &#8211; Raumfahrer.net</title>
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	<title>Naturhistorisches Museum Wien &#8211; Raumfahrer.net</title>
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		<title>Meteoriten-Sammlung des NHM Wien zählt zu den weltweit wichtigsten Sammlungen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 11 Sep 2024 14:40:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Erdwissenschaftliche Sammlungen sind Archive der Geschichte der Erde. Sie erlauben Rückschlüsse auf die Entstehung der Erde, auf die Evolution des Lebens und den Einfluss des Menschen auf die Biosphäre. Zugleich sind die Sammlungen oft von hohem kulturellem und historischem Wert und sind zentrales Mittel für die Vermittlung von Wissen. Eine Pressemitteilung des Naturhistorischen Museums Wien [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Erdwissenschaftliche Sammlungen sind Archive der Geschichte der Erde. Sie erlauben Rückschlüsse auf die Entstehung der Erde, auf die Evolution des Lebens und den Einfluss des Menschen auf die Biosphäre. Zugleich sind die Sammlungen oft von hohem kulturellem und historischem Wert und sind zentrales Mittel für die Vermittlung von Wissen. Eine Pressemitteilung des Naturhistorischen Museums Wien (NHM).</h4>



<p>Quelle: Naturhistorisches Museum Wien 11. September 2024.</p>



<p>11. September 2024 &#8211; Die International Union of Geological Sciences (IUGS) hat sich zum Ziel gesetzt, diese geologischen, paläontologischen und mineralogischen Sammlungen auf globalem Maßstab zu evaluieren, zu vernetzen und einem breiten Publikum bekannt zu machen. Für die weltweit wichtigsten Sammlungen wurde durch die International Commission on Geoheritage der Begriff der „IUGS Geocollection“ gleichsam als Goldstandard geprägt und definiert. Für die Definition dieses Standards und die Evaluierung der Sammlung wiederum ist die Subcommission on Geocollections zuständig, einer Gruppe aus 19 internationalen Fachleuten unter der Leitung von Univ.-Prof. Mathias Harzhauser, dem Direktor der Geologisch-Paläontologischen Abteilung des Naturhistorischen Museums Wien.</p>



<p>Ziel der Initiative ist es, neben den globalen Playern auch viele Sammlungen des Globalen Südens in den Fokus zu rücken. Letztes Jahr begann die Einreichphase für den ersten Call. Jede der eingehenden Bewerbungen wurde von vier unabhängigen Juror*innen nach einem Punktesystem bewertet. In dieser ersten Runde schafften es elf Sammlungen, alle Kriterien zu erfüllen. Die Gewinner wurden beim diesjährigen 37. Internationalen Geologischen Kongress im südkoreanischen Busan ratifiziert und vorgestellt. Unter den Top-Rankings fand sich die Meteoriten-Sammlung des Naturhistorischen Museums in Wien. „Die IUGS ist das wichtigste internationale Gremium der Erdwissenschaften. Die Anerkennung gerade durch diese Community ist für das NHM Wien eine besondere Bestätigung für die hohe Relevanz der Wiener Meteoriten-Sammlung,“ erklärt Mathias Harzhauser.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full has-lightbox"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2024/09/MeteoritensaalbNHMWienKKracher2k.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Meteoritensaal (Bild: NHM Wien, K. Kracher)" data-rl_caption="" title="Meteoritensaal (Bild: NHM Wien, K. Kracher)" data-wpel-link="internal"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="600" height="399" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2024/09/MeteoritensaalbNHMWienKKracher60.jpg" alt="Meteoritensaal (Bild: NHM Wien, K. Kracher)" class="wp-image-144352" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2024/09/MeteoritensaalbNHMWienKKracher60.jpg 600w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2024/09/MeteoritensaalbNHMWienKKracher60-300x200.jpg 300w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2024/09/MeteoritensaalbNHMWienKKracher60-272x182.jpg 272w" sizes="(max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Meteoritensaal (Bild: NHM Wien, K. Kracher)</figcaption></figure>



<p>Wie kaum eine andere Sammlung vereint die Meteoriten-Sammlung des Naturhistorischen Museums in Wien historische Bedeutung mit aktueller wissenschaftlicher Relevanz. „Die Sammlung reicht bis ins Jahr 1778 zurück und umfasst derzeit 10.825 Objekte. Die Ausstellung von etwa 1.100 Meteoriten (Funde und beobachtete Fälle) im Saal 5 des NHM Wien ist die größte öffentlich zugängliche Meteoriten-Sammlung der Welt“, betont Dr. Uwe Kolitsch, Direktor der Mineralogisch-Petrographischen Abteilung des NHM Wien.</p>



<p>In Hraschina bei Zagreb (Kroatien) kam es zu einem der ersten wissenschaftlich untersuchten Meteoritenfälle. Im Jahr 1751 wurde dort der Einschlag eines Meteoriten beobachtet und kurze Zeit später der Eisenmeteorit „Hraschina“ (benannt nach dem Ort des Falls) geborgen. 1778 wurde dieser Eisenmeteorit von Kaiser Franz I. Stephan in die kaiserliche Naturaliensammlung überführt. Das Sammeln von Meteoriten wurde und wird bis heute intensiv weiterbetrieben. Kurator*innen der Wiener Meteoritensammlung, wie Dr. Ludovic Ferrière (er ist derzeit im NHM Wien karenziert, um am NHM in Abu Dhabi eine Meteoritensammlung aufzubauen) und aktuell Dr. Andrea Patzer, die im August von der Universität Göttingen an das Haus kam, erweitern und beforschen die Sammlung kontinuierlich. Derzeit stehen zwei Forschungsprojekte zur Zusammensetzung von Chondriten sowie zu der Zusammensetzung von Metall in Steinmeteoriten auf der Agenda. Für ein weiteres Projekt mit Chondriten ist die Anschaffung einer wichtigen Probe, die es noch nicht in der Sammlung gibt, geplant.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full has-lightbox"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2024/09/MeteoritensaalaNHMWienKKracher2k.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="Meteoritensaal (Bild: NHM Wien, K. Kracher)" data-rl_caption="" title="Meteoritensaal (Bild: NHM Wien, K. Kracher)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="600" height="399" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2024/09/MeteoritensaalaNHMWienKKracher60.jpg" alt="Meteoritensaal (Bild: NHM Wien, K. Kracher)" class="wp-image-144350" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2024/09/MeteoritensaalaNHMWienKKracher60.jpg 600w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2024/09/MeteoritensaalaNHMWienKKracher60-300x200.jpg 300w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2024/09/MeteoritensaalaNHMWienKKracher60-272x182.jpg 272w" sizes="(max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Meteoritensaal (Bild: NHM Wien, K. Kracher)</figcaption></figure>



<p>„Aufgrund der sammlungsgeschichtlichen Bedeutung des Gründungsstückes nimmt der Hraschina-Meteorit nicht nur im Meteoritensaal einen besonderen Platz ein, sondern ist auch im künstlerischen Programm des Museums verewigt“, so NHM Wien-Generaldirektorin und wissenschaftliche Geschäftsführerin Dr. Katrin Vohland. „Er fand in das Ausstattungsprogramm des Hauses Eingang. Im Saal 4 (Edelsteinsaal) befindet sich eine Stuckfigur (Karyatide), ein Jüngling mit Sternenkrone. Er hält ein Modell des Hraschina-Meteoriten in Händen“, so die NHM-Wien Generaldirektorin, die die Schönheit des Museums und das Haus als Gesamtkunstwerk noch viel mehr zu betonen versucht und sich auch zum Ziel gesetzt hat, dies bei der laufenden Generalsanierung für die Besucherinnen und Besucher deutlich sichtbarer zu machen.</p>



<p><strong>Weitere Informationen auf der Homepage der IUGS (in Englisch):</strong><br><a href="https://iugs-geoheritage.org/subcomission-on-geo-collections/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">https://iugs-geoheritage.org/subcomission-on-geo-collections/</a></p>



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<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=747.msg566123#msg566123" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Meteoriten &#038; Co &#8211; Boten aus dem Weltall.</a></li>
</ul>
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		<item>
		<title>NHM: „Eisplanet und Hitzehölle – Klima-Extreme in der Erdgeschichte&#8220;</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/nhm-eisplanet-und-hitzehoelle-klima-extreme-in-der-erdgeschichte/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 21 Mar 2024 09:45:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astrobiologie/Leben]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Eine neue Sonderausstellung des Naturhistorischen Museums Wien in der Fossilienwelt Weinviertel. Eine Pressemitteilung des Naturhistorischen Museums Wien. Quelle: Naturhistorisches Museum Wien 21. März 2024. 21. März 2024 &#8211; Die Fossilienwelt Weinviertel öffnet mit einer vom NHM Wien kuratierten, neuen Ausstellung am Ostermontag, 1. April 2024, nach der Winterpause wieder ihre Türen. Die Schau „Eisplanet und [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Eine neue Sonderausstellung des Naturhistorischen Museums Wien in der Fossilienwelt Weinviertel. Eine Pressemitteilung des Naturhistorischen Museums Wien.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Quelle: Naturhistorisches Museum Wien 21. März 2024.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/FossileBlaetterFarnsamersNHMWienCPotter.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Fossile Blätter eines Farnsamers - Nýřany, Tschechische Republik, 310 Millionen Jahre alt. (Bild: NHM Wien, C. Potter)" data-rl_caption="" title="Fossile Blätter eines Farnsamers - Nýřany, Tschechische Republik, 310 Millionen Jahre alt. (Bild: NHM Wien, C. Potter)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="260" height="200" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/FossileBlaetterFarnsamersNHMWienCPotter26.jpg" alt="Fossile Blätter eines Farnsamers - Nýřany, Tschechische Republik, 310 Millionen Jahre alt. (Bild: NHM Wien, C. Potter)" class="wp-image-137683"/></a><figcaption class="wp-element-caption">Fossile Blätter eines Farnsamers &#8211; Nýřany, Tschechische Republik, 310 Millionen Jahre alt. (Bild: NHM Wien, C. Potter)</figcaption></figure>



<p>21. März 2024 &#8211; Die <a href="https://www.fossilienwelt.at/de/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Fossilienwelt Weinviertel</a> öffnet mit einer vom <a href="https://www.nhm.at/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">NHM Wien</a> kuratierten, neuen Ausstellung am Ostermontag, 1. April 2024, nach der Winterpause wieder ihre Türen. Die Schau „Eisplanet und Hitzehölle. Klimaextreme in der Erdgeschichte&#8220; entführt in eine tropische Vergangenheit, als Teile Österreichs von einem warmen Meer bedeckt waren, und man auch im Winter baden hätte können.</p>



<p>Im Vergleich zu den Klimaschwankungen der Erdgeschichte ist das tropische Intermezzo vor 16 Millionen Jahren aber kaum erwähnenswert. Über Milliarden von Jahren geriet das Klima der Erde immer wieder in Schieflage und reichte vom unwirtlichen Eisplaneten zur glühenden Hitzehölle.</p>



<p>Wir leben derzeit in einer warmen Phase einer Eiszeit, die vor 2,6 Millionen Jahren begann. Aufgrund der sich ändernden Umlaufbahn der Erde und durch Änderungen der Ausrichtung der Erdachse wechseln sich seitdem sehr kalte Perioden mit relativ warmen Phasen ab. Den letzten Kälte-Höhepunkt erreichte die Eiszeit vor etwa 25.000 Jahren, als sich Niederösterreich in eine karge Mammutsteppe verwandelte. Wesentlich dramatischer war aber die Eiszeit vor 700 Millionen Jahren, als sogar die Ozeane weitgehend zugefroren waren. Für das Leben war dieser „Snownball Earth&#8220; fast das Ende. Ursache war unter anderem die damals noch geringere Strahlkraft der Sonne. Gerettet wurde die Erde durch Vulkane, die das Treibhausgas Kohlendioxid (CO<sub>2</sub>) in die Atmosphäre bliesen und so wieder zur Erwärmung führten.</p>



<p>Ein krasses Gegenteil zum Eisplaneten war das Super-Treibhaus vor 250 Millionen Jahren. Damals vereinten sich die meisten Kontinente zu einem gigantischen Großkontinent, Pangaea. Wolken gelangten kaum auf den gewaltigen Kontinent, der extrem trocken wurde und sich bei Jahresdurchschnitts-Temperaturen von über 40° C enorm aufheizte. Wieder begann für das Leben eine dramatische Krise. Wälder verschwanden und in weiten Teilen Europas breiteten sich Wüsten aus. Mehr als 96% aller Tiere starben aus. Die harten Schalen der Eier von Reptilien erwiesen sich nun aber als Überlebensvorteil. Sie schützten vor der Trockenheit. Ohne die Klimakatastrophe vor 250 Millionen Jahren wären daher die Dinosaurier nie entstanden und letztlich hätte es auch uns Menschen nie gegeben. Denn wir stammen, wie alle Säugetiere, von einer urtümlichen Gruppe von Reptilien ab, die an die harten Bedingungen Pangaeas perfekt angepasst waren.</p>



<p>Im Wechsel an Kalt- und Warmzeiten würde in 15.000 Jahren die nächste Eiszeit folgen. Der Wienerwald würde Tundra und Steppe weichen, Innsbruck würde unter Gletschern begraben sein. Doch die vom Menschen ausgelöste Klimaerwärmung könnte diesen natürlichen Rhythmus schon unterbrochen haben. Wohin wird sich das Klima in geologischen Zeiträumen entwickeln?</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ModellRiesenlibelleNHMWienCPotter.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="Modell einer Riesenlibelle aus dem Karbon. (Bild: NHM Wien, C. Potter)" data-rl_caption="" title="Modell einer Riesenlibelle aus dem Karbon. (Bild: NHM Wien, C. Potter)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="260" height="200" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ModellRiesenlibelleNHMWienCPotter26.jpg" alt="Modell einer Riesenlibelle aus dem Karbon. (Bild: NHM Wien, C. Potter)" class="wp-image-137685"/></a><figcaption class="wp-element-caption">Modell einer Riesenlibelle aus dem Karbon. (Bild: NHM Wien, C. Potter)</figcaption></figure>



<p>Für die Hitzehölle Pangaeas fehlt die passende Landmasse. Die Kontinente werden auch in einigen Millionen Jahren noch von Ozeanen umgeben sein, von denen Feuchtigkeit ins Land gelangen kann. Eine mögliche Zukunft zeigt der Blick zurück ins Karbon – dem Steinkohle-Zeitalter. Im heißen, feuchten Klima breiteten sich vor 330 Millionen Jahren in Europa erstmals dichte Sumpfwälder aus. Riesenlibellen mit über 80 Zentimeter Flügelspannweite flogen zwischen den Bäumen und plumpe Amphibien bevölkerten die Sümpfe. Damals schwankte der Kohlendioxid-Gehalt der Atmosphäre zwischen 400 bis 800 ppm. Schon heute haben wir die untere Grenze des Steinkohlen-Zeitalters erreicht!</p>



<p>Über Millionen von Jahren speicherten die Pflanzen das CO<sub>2</sub> in ihren Stämmen und Blättern, die in den Sümpfen zu Kohle wurden. In nur wenigen Jahrzehnten führen wir dieses in der Kohle gespeicherte Treibhausgas durch Verbrennung wieder zurück in die Atmosphäre – mit unübersehbaren Folgen.</p>



<p>Führt unser Weg zurück ins Karbon? Zeigt die Vergangenheit mögliche Szenarien für die Zukunft? Sich darüber Gedanken zu machen, dazu regt die von der Geologisch-Paläontologischen Abteilung des Naturhistorischen Museums Wien kuratierte Sonderausstellung in der Fossilienwelt Weinviertel an.</p>



<p><strong>Wo:</strong><br>Fossilienwelt GmbH, Austernplatz 1, 2100 Stetten<br>T +43 (0)2262/62409</p>



<p><strong>Öffnungszeiten:</strong><br>1. April bis 31. Oktober 2024<br>Di – So von 10 bis 17 Uhr,<br>letzter Einlass 15:30 Uhr<br>Montag Ruhetag (ausgenommen Feiertag).</p>


<p><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
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		<title>Einschlagkrater eines Meteoriten in Brasilien entdeckt</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/einschlagkrater-eines-meteoriten-in-brasilien-entdeckt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 12 Jul 2022 17:57:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Neuer Einschlagkrater eines Meteoriten in Brasilien entdeckt: Ergebnis einer brasilianisch-österreichischen Wissenschaftskooperation. Eine Pressemitteilung des Naturhistorischen Museums Wien. Quelle: Naturhistorisches Museum Wien 12. Juli 2022. 12. Juli 2022 &#8211; Der neunte Einschlagkrater eines Meteoriten in Brasilien wurde soeben im Rahmen einer internationalen Forschungszusammenarbeit entdeckt. Dr. Ludovic Ferrière, Kurator der Meteoritensammlung des Naturhistorischen Museums Wien, konnte als [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Neuer Einschlagkrater eines Meteoriten in Brasilien entdeckt: Ergebnis einer brasilianisch-österreichischen Wissenschaftskooperation. Eine Pressemitteilung des Naturhistorischen Museums Wien.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Quelle: Naturhistorisches Museum Wien 12. Juli 2022.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/12072022NHMWienLudovicFerriere.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/12072022NHMWienLudovicFerriere26.jpg" alt=""/></a><figcaption>Mikrofotografie eines geschockten Quarzkorns in einer Gesteinsprobe aus dem Nova Colinas-Krater. (Bild: NHM Wien, Ludovic Ferrière)</figcaption></figure>



<p>12. Juli 2022 &#8211; Der neunte Einschlagkrater eines Meteoriten in Brasilien wurde soeben im Rahmen einer internationalen Forschungszusammenarbeit entdeckt. Dr. Ludovic Ferrière, Kurator der Meteoritensammlung des Naturhistorischen Museums Wien, konnte als schlagenden Beweis geschockten Quarz entdecken.</p>



<p>Ein Impakt oder Einschlag bezeichnet den Zusammenstoß zweier Himmelskörper mit sehr hoher Geschwindigkeit. Zahlreiche Einschläge von Kleinkörpern wie Asteroiden und Kometen sind auf der Erde, dem Mond uns anderen Himmelskörpern belegt. Auf dem Festland bilden sich Einschlagkrater, sogenannte Impaktkrater, die vor langer Zeit entstanden sind. Diese kommen auf der Erde häufiger vor, als man denkt. Sie sind nur sehr viel schwieriger zu lokalisieren als die Krater auf der Mondoberfläche.</p>



<p>Ein internationales Team aus Wissenschafter*innen, dem auch der Wiener Meteoritenexperte Ludovic Ferrière angehört, berichtet nun über die Entdeckung eines Kraters mit einem Durchmesser von 7 km. Der Krater mit dem Namen Nova Colinas befindet sich im Bundesstaat Maranhão im Nordosten Brasiliens.</p>



<p>Von den heute rund 200 bekannten Einschlagskratern auf der Erde ist er der neunte in Brasilien und der elfte in Südamerika.<br>Eingehende Untersuchungen des Forschungsteams, das aus brasilianischen, österreichischen, deutschen, französischen und australischen Wissenschaftler*innen besteht, führten zum Fund von geschocktem Quarz, der eindeutig beweist, dass ein Meteoriteneinschlag für die Entstehung des Nova Colinas-Kraters verantwortlich ist.</p>



<p>Die Entdeckung neuer Krater auf der Erde hilft uns, die Geschichte unseres Planeten besser zu verstehen und die Physik dieser gewaltigen Einschläge besser zu begreifen. Nicht alle haben so eine gewaltige Auswirkung, wie der Einschlag, der vor 66 Millionen Jahren die Dinosaurier aussterben ließ, aber sie können zumindest auf regionaler Ebene zerstörerisch sein.</p>



<p>„An dieser neu bestätigten Einschlagstruktur müssen in Zukunft weitere intensive Forschungsarbeiten durchgeführt werden, um den Zeitpunkt der Entstehung zu bestimmen“, erklärt Ludovic Ferrière, „aber der Krater ist definitiv einige zehn Millionen Jahre alt“.</p>



<p>Österreich hat in der Meteoritenforschung eine jahrhundertelange Tradition. Das NHM Wien beherbergt die weltweit älteste Meteoritensammlung. Der Gründungsmeteorit der Sammlung fiel am 26. Mai 1751 in Hraschina bei Zagreb zu einer Zeit, als die Gelehrten sich noch weigerten, an Steine zu glauben, die „vom Himmel fielen. Jedenfalls wurde ein 39 Kilogramm schweres Eisenstück 1751 in die kaiserliche Schatzkammer gebracht und 1778 in das k. k. Naturalienkabinett überführt. Dort bildete es nicht nur den Grundstein zur ältesten Meteoritensammlung der Welt, sondern gab auch den Anstoß zum Sammeln weiterer „Himmelssteine” – Jahrzehnte, bevor die Wissenschaft die Existenz von Meteoriten offiziell anerkannte.</p>



<p>Und die Generaldirektorin und wissenschaftliche Geschäftsführerin des NHM Wien, Dr. Katrin Vohland, freut sich über eine weitere österreichisch-brasilianische wissenschaftliche Zusammenarbeit. „Seit den Expeditionen von 1817 bis 1821 besitzt das Naturhistorische Museum eine enge Verbindung zu Brasilien. Durch diese und zahlreiche bis heute durchgeführte Expeditionen und Forschungskooperationen befinden sich in den Beständen unseres Museums eine große Anzahl von bedeutenden naturwissenschaftlichen Objekten und Zeichnungen. Durch diese Sammlungsbestände und deren Beforschung besteht bis heute ein enger und fruchtbarer Kontakt”.</p>



<p>Auf Grund dieser historischen, unmittelbaren Verbindung beider Länder wurde der 200. Jahrestag der Unabhängigkeit Brasiliens von Portugal im Jahr 2022 zum Anlass genommen, die Beziehungen des Naturhistorischen Museums Wien zum Land Brasilien sowie die einzigartige Vielfalt der brasilianischen Biosphäre im Rahmen der Sonderausstellung „Brasilien. 200 Jahre Beziehungsgeschichten“, die noch bis zum 23. April 2023 läuft, aufzuzeigen.</p>



<p>Aktuelle Kooperationen zwischen dem NHM Wien und brasilianischen Institutionen betreffen neben der Erforschung und Beschreibung der Vielfalt von Pflanzen-, Tier-, und Gesteinsarten auch die Erforschung der Lebensweisen, der Umwelt, der sozialen Strukturen und der Krankheiten der Indigenen, die tausende Jahre vor der europäischen Kolonisierung lebten.</p>



<p>Einmal mehr wird das am 10. August 2021 zwischen dem Brasilianischen Wissenschaftsministerium und dem NHM Wien unterschriebene Memorandum of Understanding der wissenschaftlichen Kooperation mit Leben erfüllt. Es beinhaltet die gemeinsamen Ziele zur Unterstützung der Wissenschaft:</p>



<ul class="wp-block-list"><li>Teilen von Erfahrungen und Expertise zur Erhaltung, Beforschung und Vermittlung von Natur- und Kulturerbe</li><li>Unterstützung der Kooperation zwischen dem NHM Wien und brasilianischen Einrichtungen im Bereich Biodiversität und Nachhaltigkeit sowie der Sammlungsdigitalisierung</li><li>Austausch von Wissenschaftler*innen</li></ul>



<p><strong>Wissenschaftlicher Artikel</strong><br>Reimold W.U., Ferrière L., Crósta A.P., Vasconcelos M.A.R., Gottwald M., da Silva Borges M., Almeida T.I.R., Pereira F.L., Goés A. M., Jessell M., and Baratoux D. 2022. Nova Colinas, Maranhão State: A new complex impact structure confirmed in Brazil. Meteoritics and Planetary Science, doi.org/10.1111/maps.13833.<br><a href="https://onlinelibrary.wiley.com/doi/abs/10.1111/maps.13833" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">https://onlinelibrary.wiley.com/doi/abs/10.1111/maps.13833</a></p>



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		<title>Über die Wissenschaft von „Citizen Science“</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/ueber-die-wissenschaft-von-citizen-science/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 12 Jan 2021 13:54:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Teilchenphysik]]></category>
		<category><![CDATA[Naturhistorisches Museum Wien]]></category>
		<category><![CDATA[NHM]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Neue Publikation über die Wissenschaft von „Citizen Science“ veröffentlicht. Eine Pressemitteilung des Naturhistorischen Museums Wien. Quelle: Naturhistorisches Museum Wien. Am 12.01.2021 wurde das Buch „The Science of Citizen Science“ open access bei Springer veröffentlicht, zu dem über 100 Autorinnen und Autoren aus 22 Ländern beigetragen haben, darunter auch über zehn aus Österreich. Erste Herausgeberin ist [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Neue Publikation über die Wissenschaft von „Citizen Science“ veröffentlicht. Eine Pressemitteilung des Naturhistorischen Museums Wien.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Quelle: Naturhistorisches Museum Wien.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/0xDAB120082k.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="The Science of Citizen Science (Bild: Grafik: SPOTTERON Citizen Science | www.spotteron.net)" data-rl_caption="" title="The Science of Citizen Science (Bild: Grafik: SPOTTERON Citizen Science | www.spotteron.net)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/0xDAB1200826.jpg" alt=""/></a><figcaption>The Science of Citizen Science<br>(Bild: Grafik: SPOTTERON Citizen Science | www.spotteron.net)</figcaption></figure></div>



<p>Am 12.01.2021 wurde das Buch „The Science of Citizen Science“ open access bei Springer veröffentlicht, zu dem über 100 Autorinnen und Autoren aus 22 Ländern beigetragen haben, darunter auch über zehn aus Österreich. Erste Herausgeberin ist die Generaldirektorin des NHM Wien, Dr. Katrin Vohland. Das Buch spannt einen Bogen von der Definition des Citizen Science-Begriffs über deren Beitrag in den verschiedenen Wissenschaftsbereichen, ethische und zukunftsorientierte Aspekte, die Zusammenarbeit mit professionellen Forscherinnen und Forschern bis hin zur Schnittstelle mit der Politik.</p>



<p>„Dieses Buch ist ein wunderbarer Abschluss von vier Jahren intensiven Austausches im Rahmen eines europäischen Forschungsnetzwerkes zu Bürgerforschung, Citizen Science, und zugleich ein Anfang, da es in seiner Curriculum-artigen Struktur Universitäten und anderen die Möglichkeit gibt, sowohl die inhaltlichen Beiträge zur Forschung, als auch den gesellschaftlichen Mehrwert von Citizen Science zu reflektieren“, freut sich Dr. Katrin Vohland, Generaldirektorin des Naturhistorischen Museums Wien und erste Herausgeberin des Buches. „Darüber hinaus bietet es praktische Unterstützung zur Umsetzung von Projekten und adressiert auch neu aufkommende Themen wie beispielsweise Citizen Science und Künstliche Intelligenz“.</p>



<p>Bürgerforschung heißt, dass sich Menschen, die nicht als Wissenschaftlerin oder Wissenschaftler angestellt sind, an Forschung beteiligen können. Sie können an mehreren Phasen des wissenschaftlichen Prozesses teilhaben, vom Sammeln von Daten bis zur Teilnahme am gesamten Prozess von Anfang bis Ende. Viele Menschen engagieren sich, um Wissen über Tier- und Pflanzenarten zu vermehren, neue Galaxien zu entdecken oder Informationen aus Fernerkundungsdaten vor Ort zu überprüfen. Auch in der Geschichtsforschung hat ehrenamtliches Engagement eine lange Tradition. Citizen Science wird zunehmend von der politischen Ebene wahrgenommen. Zum einen werden die Daten geschätzt, zum anderen die Erhöhung der Wissenschaftsmündigkeit als solches. Citizen Science spielt entsprechend in nationalen Bildungsoffensiven und auch in der europäischen Forschungs- und Innovationspolitik eine Rolle.</p>



<p>Es gibt allerdings verschiedene Rahmenbedingungen, damit Citizen Science die vielen Erwartungen auch erfüllen kann. Im Rahmen der COST (Cooperation in Science and Technology in Europe) Action[1], Citizen Science to promote creativity, scientific literacy, and innovation throughout Europe, haben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie Praktiker und Vertreter verschiedener Organisationen verschiedene Fragen zu Citizen Science diskutiert und im Rahmen von Workshopberichten, Guidelines und wissenschaftlichen Publikationen veröffentlicht. Themen umfassten die Qualität von Citizen Science, was sich sowohl auf die Daten, als auch die Einbindung von Bürgerinnen und Bürgern bezieht, Ontologien von Citizen Science, damit sich die internationalen Plattformen besser austauschen und Synergien nutzen können und Bildungsaspekte und beispielsweise die Zielkonflikte von Lehrerinnen und Lehrern, die ihren Schülerinnen und Schülern gerne lebenswirkliche Forschungsbeispiele bieten möchten, aber auch ihren Lehrplänen folgen müssen. Auch die Fragen, wie Citizen Science zum Umweltmonitoring oder zur gesellschaftlichen Transformation beitragen kann, wurden bearbeitet.</p>



<p>Die Gesamtheit der Ergebnisse wurden in dem Buch „The Science of Citizen Science“ open access veröffentlicht. Im einleitenden Teil wird die Frage nach einer Definition gestellt und herausgearbeitet, dass verschiedene Akteure unterschiedliche Interessen mit ihrer Definition verfolgen, seien es Forscher oder Geldgeber. Auch die verschiedenen Perspektiven und Funktionen in den Ländern Europas gilt es zu berücksichtigen. Im ersten Teil wird diskutiert, welchen Beitrag Citizen Science in den Natur-, Kultur- und Sozialwissenschaften leisten kann und wie die Rahmenbedingungen dafür aussehen. Dazu gehören beispielsweise auch ethische Aspekte, die den Umgang mit Daten und Persönlichkeitsrechten umfassen. Auch ein Blick in die Zukunft wird gewagt: Die zunehmende Nutzung von Algorithmen zur Mustererkennung verändert auch die Aufgaben der Citizen Scientists.</p>



<p>Der zweite Teil befasst sich mit den gesellschaftlichen Implikationen und der Gestaltung der Zusammenarbeit von professionellen – bezahlten – Forscherinnen und Forschern und den ehrenamtlichen. Dabei wird zum einen ein Augenmerk auf die Zusammensetzung der Citizen Scientists geworfen, die häufig eine Tendenz hin zu Akademikerinnen und Akademikern aufweist, und Vorschläge gemacht, wie Inklusion und Diversität erhöht werden können. Eine nicht unwesentliche Rolle spielen dabei zivilgesellschaftliche Organisationen. Im Hinblick auf die Schnittstelle zur Politik wird zwischen „policies“ – also inhaltlichen wissenschaftlichen Beiträgen von Citizen Science –, „politics“ als Veränderung von Prozessen wie beispielsweise Stakeholder-Einbindung und „polity“ als institutionelle Wechselwirkungen wie beispielsweise die Umsetzung von Responsible Research and Innovation (RRI) Prinzipien unterschieden.</p>



<p>Im dritten Teil werden praktische Instrumente vorgestellt und diskutiert. Dazu gehört ein Überblick über die verschiedenen Citizen Science-Plattformen in Europa, darunter auch die Vorreiter aus Österreich und Deutschland, <a href="https://www.citizen-science.at/start" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">www.citizen-science.at</a> und <a href="https://www.mitforschen.org/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">www.mitforschen.org</a>. Last, but not least wird die Frage angegangen, wie Citizen Science evaluiert werden kann – für die Beteiligten, für die Wissenschaft und die Gesellschaft als Ganzes. Die Zielgruppe des Buches ist die internationale Citizen Science Community (Scholars), die Praktikerinnen und Praktiker und insbesondere die Universitäten. Es soll ihnen erleichtern, einzelne Teile in ihr Curriculum zu übernehmen, oder vielleicht sogar Professuren für Citizen Science einzurichten.</p>



<p>Vom ersten Treffen des Herausgeberteams, bei dem die grobe Struktur des Buches erarbeitet wurde, bis zur Veröffentlichung ist ein gutes Jahr vergangen. Über 100 Autorinnen und Autoren haben sich am Schreiben und auch am Qualitätssicherungsprozess beteiligt. Aus Österreich haben Dr. Daniel Dörler und Dr. Florian Heigl, BOKU, insbesondere zur Frage der Definition beigetragen, und aufgrund ihrer großen Expertise über das Portal „Österreich forscht“ Beiträge zur Qualitätssicherung einbringen können. Einsichten und Tipps für die Evaluierung haben Dr. Barbara Kieslinger und Theresa Schäfer, vom Zentrum für Soziale Innovation (ZSI), beigesteuert. Schon sehr lange unterstützend im Bereich Citizen Science und mit Erfahrung in der Einbindung von Bürgerinnen und Bürgern in Fernerkundung haben die Autorinnen Dr. Linda See und Dilek Fraisl, IIASA, ihr Wissen eingebracht. Sozial- und kulturwissenschaftliche Kompetenz wurde gleich von mehreren Personen beigetraten: Dr. Katja Mayer und Barbara Heinisch, Universität Wien, Dr. Andrea Sieber, Universität Klagenfurt sowie Dr. Eric Senabre Hidalgo, ÖAW. Zur Frage des Mehrwertes von Citizen Science für Bildung hat Dr. Silvia Winter, BOKU, beigetragen. Die naturwissenschaftliche Forschung bei Citizen Science-Projekten hat einen hohen Stellenwert, hier hat Dr. Didone Frigerio, Universität Wien, entscheidende Beiträge geleistet. Die wunderbaren Erklärgrafiken im Buch wurden im engen Austausch mit allen Beteiligten von Philipp Hummer, SPOTTERON, und seinem Team entwickelt. Zusätzlich hat Philipp Hummer inhaltlich als Autor in Kapiteln zu Citizen Science Apps, Datenschutz und Kommunikationsdesign mitgewirkt.</p>



<p>Bei einem Autorentreffen Ende 2019 in Berlin wurden alle Kapitel von mindestens zwei anderen Autorinnen oder Autoren gelesen und in verschiedenen Gruppen diskutiert. Dies diente sowohl der Vollständigkeit und der Vermeidung von (zu vielen) Überschneidungen als auch der inhaltlichen und wissenschaftlichen Stringenz. Das Feld der Forschung über Citizen Science ist neu und am Wachsen, so dass in den nächsten Jahren mit einigen neuen Kapiteln und Erkenntnissen in diesem Wissenschaftsbereich zu rechnen ist.</p>



<p><strong>Weiterführenden Links:</strong><br>Open Access Publikation des Buches: <a href="https://link.springer.com/book/10.1007/978-3-030-58278-4" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">The Science of Citizen Science</a> bei Springer</p>



<p>COST Action 15212: Citizen Science to promote scientific literacy, and creativity throughout Europe (<a href="https://web.archive.org/web/20221207170857/https://cs-eu.net/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">https://cs-eu.net/</a>)</p>



[1] COST Actions sind ein von der europäischen Kommission seit über 40 Jahren gefördertes Programm zur Stärkung des europäischen Forschungsraumes.</p>



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<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=18458.msg499627#msg499627" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Citizen Science &#8211; Bürgerwissenschaften</a></li></ul>
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		<title>Neues Mineral in einem Mondmeteoriten entdeckt</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/neues-mineral-in-einem-mondmeteoriten-entdeckt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 01 Nov 2020 23:00:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Sonnensystem]]></category>
		<category><![CDATA[Meteoriten]]></category>
		<category><![CDATA[Mond]]></category>
		<category><![CDATA[Naturhistorisches Museum Wien]]></category>
		<category><![CDATA[NHM]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ein europäisches Forscherteam entdeckte im Mondmeteoriten Oued Awlitis 001 ein neues Hochdruck-Mineral namens Donwilhelmsit [CaAl4Si2O11], das eine wichtige Rolle bei plattentektonischen Prozessen im Erdinneren spielt. Eine Pressemitteilung des Naturhistorischen Museums Wien. Quelle: Naturhistorisches Museum Wien. Nicht nur die 382 Kilogramm Mond-Gesteine, die durch die US-amerikanischen Apollo-Missionen, und die insgesamt 301 Gramm, die bei den sowjetischen [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Ein europäisches Forscherteam entdeckte im Mondmeteoriten Oued Awlitis 001 ein neues Hochdruck-Mineral namens Donwilhelmsit [CaAl<sub>4</sub>Si<sub>2</sub>O<sub>11</sub>], das eine wichtige Rolle bei plattentektonischen Prozessen im Erdinneren spielt. Eine Pressemitteilung des Naturhistorischen Museums Wien.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Quelle: Naturhistorisches Museum Wien.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/11/a159850514350015.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Oued Awlitis 001 Meteorit. (Bild: NHM Wien, Ludovic Ferrière)" data-rl_caption="" title="Oued Awlitis 001 Meteorit. (Bild: NHM Wien, Ludovic Ferrière)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/11/a1598505143500260.jpg" alt=""/></a><figcaption>Oued Awlitis 001 Meteorit.<br>(Bild: NHM Wien, Ludovic Ferrière)</figcaption></figure></div>



<p>Nicht nur die 382 Kilogramm Mond-Gesteine, die durch die US-amerikanischen Apollo-Missionen, und die insgesamt 301 Gramm, die bei den sowjetischen Luna-Weltraummissionen von Robotern aufgesammelt wurden, sondern insbesondere auch Mondmeteorite liefern wichtige Hinweise zur Entstehung und Entwicklung des Mondes.<br>Wenn sich Einschlagskrater auf dem Mond bilden, werden Gesteine von der Mondoberfläche in den Weltraum geschleudert, und einige wenige davon landen später als Mondmeteorite auf der Erde. Bei diesen Einschlägen treten extrem hohe Temperaturen und Drücke auf, und in mikroskopisch kleinen Bereichen innerhalb des geschockten Mondgesteins bilden sich Schmelztaschen oder Schmelzadern. Diese winzigen Schmelzzonen sind von großer Bedeutung für die Forschung, weil dort für den Bruchteil einer Sekunde jene Druck- und Temperaturbedingungen aufgetreten sind, die im Inneren der Erde herrschen. In diesen natürlichen Schmelztiegeln bilden sich Minerale, die ansonsten unerreichbar im Erdinneren verborgen sind.</p>



<p>Minerale wie Wadsleyit, Ringwoodit und Bridgmanit bilden große Teile des Erdmantels und wurden zuerst durch Hochdruckexperimente synthetisiert und später als natürliche Minerale in Meteoriten gefunden.<br>Das neue Mineral Donwilhelmsit besteht aus Kalzium-, Aluminium-, Silizium- und Sauerstoffatomen und ist damit das erste Hochdruckmineral in Meteoriten mit Bedeutung für terrestrische Sedimente, die in sogenannten Subduktionszonen in große Erdtiefen verfrachtet wurden.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/11/b15985051435012000.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="Dr. Ferrière &amp; Oued Awlitis 001 Meteorit. (Bild: NHM Wien, Kurt Kracher)" data-rl_caption="" title="Dr. Ferrière &amp; Oued Awlitis 001 Meteorit. (Bild: NHM Wien, Kurt Kracher)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/11/b1598505143501260.jpg" alt=""/></a><figcaption>Dr. Ferrière &amp; Oued Awlitis 001 Meteorit.<br>(Bild: NHM Wien, Kurt Kracher)</figcaption></figure></div>



<p>Gefunden wurde Donwilhelmsit in winzigen Schmelzzonen des Mondmeteoriten Oued Awlitis 001. Dieser 2014 in der West-Sahara entdeckte Mondmeteorit hat chemische Ähnlichkeiten mit den Gesteinen unserer Kontinente. Sedimente dieser Kontinente werden durch Wind und Flüsse in die Ozeane getragen und durch plattentektonische Prozesse zusammen mit der dichten ozeanischen Kruste tief in den Erdmantel hinabgezogen. Ab einer Tiefe von 460 bis 700 km wandeln sich die Minerale durch hohe Druck- und Temperaturbedingungen in dieser Tiefe in dichtere Minerale um. So auch der neu entdeckte Donwilhelmsit. Im Gesteinszyklus der Erde ist Donwilhelmsit wichtig für den Transport kontinentaler Sedimente durch die Übergangszone des Erdmantels (460 bis 700 km Tiefe).</p>



<p>Über das neue Mineral Donwilhelmsit berichteten heute in der Fachzeitschrift „American Mineralogist“ Jörg Fritz (vom Zentrum für Rieskrater und Impaktforschung Nördlingen, Germany) und die Kollegen*innen vom Museum für Naturkunde Berlin, dem Naturhistorischen Museum Wien, dem Physikalischen Institut der Tschechischen Akademie der Wissenschaften, dem Helmholtz-Zentrum GFZ Potsdam, dem Naturhistorischen Museum Oslo, der Universität von Manchester und dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt Berlin. Diese paneuropäische Zusammenarbeit war nötig, um Material vom Mondmeteoriten zu bekommen, das neue Mineral zu entdecken, die wissenschaftliche Bedeutung zu verstehen, und die Kristallstruktur der winzigen, nur ein Tausendstel Millimeter breiten Kristalle genau zu bestimmen.<br>Mariana Klemantova nutzte die technisch anspruchsvolle Methode der 3D-Elektronen-Streuung (3DED), zusammen mit einem speziell entwickelten Computerprogramm, um zum ersten Mal die Kristallstruktur eines außerirdischen Minerals genau zu entschlüsseln. Das neue Mineral wurde nach dem amerikanischen Mondforscher Don E. Wilhelms benannt. Er arbeitete bei den Apollo-Missionen mit, die erste Gesteine vom Mond zur Erde brachten.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/11/c15985051434992000.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="Fragmente von Oued Awlitis 001 Meteorit. (Bild: NHM Wien, Ludovic Ferrière)" data-rl_caption="" title="Fragmente von Oued Awlitis 001 Meteorit. (Bild: NHM Wien, Ludovic Ferrière)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/11/c1598505143499260.jpg" alt=""/></a><figcaption>Fragmente von Oued Awlitis 001 Meteorit.<br>(Bild: NHM Wien, Ludovic Ferrière)</figcaption></figure></div>



<p>Das untersuchte Fragment des Meteoriten Oued Awlitis 001 wurde 2015 vom Naturhistorischen Museum Wien im Rahmen einer von Ludovic Ferrière, dem Kurator der Meteoritensammlung, organisierten Crowdfunding-Aktion &#8222;Helfen Sie uns, den Mond zu bekommen!“ angekauft. Aktuell ist ein 31,58 g Stück dieses Meteoriten im Meteoritensaal Nummer 5 des NHM Wien ausgestellt.</p>



<p>Obwohl täglich rund hundert Tonnen außerirdischen Materials unseren Planeten erreichen, schafft es nur ein verschwindend kleiner Teil als Meteorit auf die Erdoberfläche. Entsprechend begehrt sind die Steine bei Forscher<em>innen ebenso wie bei Sammler</em>innen. Früher wurden die Steine nur gefunden, wenn ihr Fall beobachtet wurde oder sie per Zufall entdeckt wurden.<br>Meteoriten fallen zwar gleichmäßig überall auf die Erde, trotzdem gibt es Orte, an denen sie häufiger zu finden sind als an anderen. Während sie in unseren Breiten recht schnell verwittern, können sie in trockenen Gegenden wie den nordafrikanischen Wüsten und im Eis der Antarktis Jahrtausende überdauern. Hier werden sie in so großer Zahl gesammelt, dass sie nur eine Nummer bekommen – im Gegensatz zu den sonst üblichen Namen der Fundorte. Die genauen Regeln der Namensgebung wurden von der Meteoritical Society, einer internationalen Fachgesellschaft, aufgestellt.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/11/d1598505143502.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="Donwilhelmsit Kristalle im Elektronmikroskop. (Bild: Museum für Naturkunde Berlin, Ansgar Greshake)" data-rl_caption="" title="Donwilhelmsit Kristalle im Elektronmikroskop. (Bild: Museum für Naturkunde Berlin, Ansgar Greshake)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/11/d1598505143502260.jpg" alt=""/></a><figcaption>Donwilhelmsit Kristalle im Elektronmikroskop.<br>(Bild: Museum für Naturkunde Berlin, Ansgar Greshake)</figcaption></figure></div>



<p>Viele Meteoriten sind steinerne Zeugen des frühen Sonnensystems – und von entsprechender Relevanz für die Wissenschaft. Solche Stücke, die mögliche Lebens-Vorformen enthalten könnten, kommen gar nicht in den kommerziellen Handel. Ihr virtueller Wert ist astronomisch, der Preis aber unbestimmbar. Bei dem im Internet, auf Börsen oder in Auktionshäusern real gehandelten Material ist die Preisspanne extrem hoch: zwischen wenigen Cent pro Gramm bis zu vielen Hundert Euro ist alles möglich. Entscheidend ist die Seltenheit eines Stücks, aber auch sein ästhetischer Reiz.</p>



<p>Das Hauptexemplar des Meteoriten Oued Awlitis 001 wurde von einem Privatsammler erworben. „Für das NHM Wien ist es schwierig, die weltgrößte Schausammlung noch weiter zu vergrößern“, betont Ludovic Ferrière, „doch wenn die Stücke an Privatsammler gehen, sind sie meist für die Wissenschaft verloren“.</p>



<p>Zum wissenschaftlichen Artikel: Jörg Fritz, Ansgar Greshake, Mariana Klementova, Richard Wirth, Lukas Palatinus L, Reida G. Trønnes, Vera Assis Fernandes, Ute Böttger, and Ludovic Ferrière (2020) <a href="https://www.degruyterbrill.com/document/doi/10.2138/am-2020-7393/html" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Donwilhelmsite, [CaAl4Si2O11], a new lunar high-pressure Ca-Al-silicate with relevance for subducted terrestrial sediments</a>. American Mineralogist.</p>



<p></p>



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<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=747.msg492755#msg492755" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Meteoriten &amp; Co &#8211; Boten aus dem Weltall.</a></li></ul>
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		<item>
		<title>Yuris Night 2017 in Wien – Eine Retrospektive</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/yuris-night-2017-in-wien-eine-retrospektive/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 18 Apr 2017 22:07:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Veranstaltungen]]></category>
		<category><![CDATA[Juri Gagarin]]></category>
		<category><![CDATA[Naturhistorisches Museum Wien]]></category>
		<category><![CDATA[ÖWF]]></category>
		<category><![CDATA[Samantha Cristoforetti]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=8104</guid>

					<description><![CDATA[<p>Ein Gastbeitrag von Monika Fischer und Eugen Reichl mit Fotos von Karola Riegler. Quelle: www.der-orion.com &#8211; mit freundlicher Genehmigung. Es war insgesamt schon die neunte „Yuris Night”, die der Förderkreis Astronomie und Raumfahrt „Der Orion” am 12. April in Wien ausrichtete. Zum zweiten Mal war sie dabei im Naturhistorischen Museum der Stadt Wien zu Gast. [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/yuris-night-2017-in-wien-eine-retrospektive/" data-wpel-link="internal">Yuris Night 2017 in Wien – Eine Retrospektive</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Ein Gastbeitrag von Monika Fischer und Eugen Reichl mit Fotos von Karola Riegler.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Quelle: www.der-orion.com &#8211; mit freundlicher Genehmigung.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/06/yn17nhmausgebuchtkarolariegler800.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/06/yn17nhmausgebuchtkarolariegler260.jpg" alt=""/></a><figcaption>eine ausgebuchte Veranstaltung<br>(Bild: Karola Riegler)</figcaption></figure></div>



<p>Es war insgesamt schon die neunte „Yuris Night”, die der Förderkreis Astronomie und Raumfahrt „Der Orion” am 12. April in Wien ausrichtete. Zum zweiten Mal war sie dabei im Naturhistorischen Museum der Stadt Wien zu Gast. Yuris Night ist Teil einer weltumspannenden Veranstaltungsreihe mit – im letzten Jahr &#8211; 273 Veranstaltungen in 62 Ländern der Erde. Sie findet stets entweder genau am oder um den Jahrestag des ersten Weltraumflugs in der Geschichte der Menschheit statt: Juri Gagarins historischer Orbitalmission mit Wostok 1 vom 12. April 1961. Mit einer Zahl von 270 Besucherinnen und Besuchern war der Veranstaltungsraum des Naturhistorischen Museums bis auf den letzten Platz gefüllt, inklusive der kurzfristig noch aufgebauten Zusatzbestuhlung. Eine größere Anzahl weiterer Interessenten fand leider keinen Platz mehr. Die Moderation des Abends lag, wie in den Jahren zuvor, in den bewährten Händen von Monika Fischer vom „Verein Förderkreis Astronomie und Raumfahrt ‚Der Orion‘“. Begrüßt wurden die Weltraumbegeisterten von Dr. Franz Brandstätter dem Direktor der Mineralogisch- Petrografischen Abteilung und Kurator der Meteoritensammlung des Museums.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/06/yn17weiseraumconkarolariegler800.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/06/yn17weiseraumconkarolariegler260.jpg" alt=""/></a><figcaption>Andreas Weise<br>(Bild: Karola Riegler)</figcaption></figure></div>



<p>Als erster Redner des Abends berichtete Andreas Weise aus Berlin über eine Verschwörungstheorie, die so alt ist wie die Geschichte der bemannten Raumfahrt. Es ist die Geschichte der sowjetischen Phantom-Kosmonauten, die angeblich schon vor Gagarin in den Weltraum geflogen und dabei allesamt ums Leben gekommen sein sollen. Andreas Weise nahm sich für seinen Vortrag beispielhaft eine dieser sagenumwobenen Gestalten vor: den Testpiloten und Ingenieur Pjotr Dolgow und analysierte dessen wirkliches Schicksal (das im Übrigen kaum weniger spektakulär war, wie das von Juri Gagarin). Das Fazit (die Zuschauer hatten es nicht anders erwartet): Gagarin war tatsächlich der erste Mensch im Weltraum.</p>



<p>Aktive und „pensionierte“ Astronauten und Kosmonauten waren Thema eines Film-Projektes der „fti remixed“ (kurz für Forschung, Technologie und Innovation) Initiative des Bundesministeriums für Verkehr, Innovation und Technologie (BMVIT), das Christa Bernert präsentierte. Im Rahmen des Projektes sprachen Jugendliche mit diesen Raumfahrern und gestalteten dabei kurze Filmbeiträge. Ein Ausschnitt gab einen guten Einblick in das dokumentarische Material, das dabei erarbeitet wurde. Die Zuschauer konnten sich die Filme in der Pause in voller Länge ansehen.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/06/yn17gudrunwannerkarolariegler800.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/06/yn17gudrunwannerkarolariegler260.jpg" alt=""/></a><figcaption>Gudrun Wanner<br>(Bild: Karola Riegler)</figcaption></figure></div>



<p>Ein sehr junges Gebiet der Weltraumforschung präsentierte danach Dr. Gudrun Wanner vom Max Planck Institut für Gravitationsforschung Hannover. Sie sprach über Gravitationswellen, die erstmals vor einem Jahr durch die US-amerikanischen LIGO-Forschungseinrichtungen (Laser Interferometer Gravitational-Wave Observatory) nachgewiesen werden konnten. Wanner führte ihr Publikum anschaulich und humorvoll durch dieses der Allgemeinheit wenig bekannte und doch äußerst spannende Forschungsgebiet. Sie erklärte das Ereignis der ersten Messung von Gravitationswellen und den theoretischen Hintergrund des Phänomens, das bereits von Einstein postuliert wurde. Gudrun Wanners mitreißender Vortrag löste zahlreiche Fragen im Publikum aus, die sie bis weit in die Pause hinein beantwortete.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/06/yn17samanthacristoforetticreditkarolariegler800.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/06/yn17samanthacristoforetticreditkarolariegler260.jpg" alt=""/></a><figcaption>ESA-Astronautin Samantha Cristoforetti (vorne) und Monika Fischer<br>(Bild: Karola Riegler)</figcaption></figure></div>



<p>Nach dieser Unterbrechung mit Schnittchen und Wein sprach Monika Fischer mit der italienischen ESA-Astronautin Samantha Cristoforetti, die sechs Monate an Bord der Internationalen Raumstation ISS verbrachte. Sie erzählte – übrigens in perfektem Deutsch &#8211; Anekdoten von der ISS und schilderte anschaulich und humorvoll das Leben und Arbeiten in der Schwerelosigkeit. Auch hier waren die Fragen des Publikums zu Auswahl, Ausbildung, Arbeit und Risiken der bemannten Raumfahrt schier unerschöpflich. Cristoforetti brachte ein besonderes Souvenir aus dem Weltraum mit: drei so genannte „Tiuterra Kristalle“, die der Kristall-Hersteller Swarovski im Auftrag des Österreichischen Weltraum Forums (ÖWF) aus irdischen Gesteinsproben und einem Marsmeteoriten gefertigt hatte. Sie waren im persönlichen Gepäck der Astronautin zur ISS geflogen, hatten die sechs Monate mit ihr im All verbracht und waren danach wieder mit ihr zur Erde zurück gereist. Nun erfolgte die feierliche Rückgabe an das ÖWF. Dabei schilderte Christian Nagele, Vizepräsident Produktentwicklung bei Swarovski, die Herausforderungen der Einbindung dieser exotischen Materialien in einen Swarovski Kristall. ÖWF-Vorstandsmitglied Dr. Norbert Frischauf nahm die Kristalle sodann entgegen.</p>



<p>Wie jedes Jahr verlieh auch heuer gegen Ende der Veranstaltung das ÖWF den „Polarsternpreis” des Jahres 2017. Dieser Preis geht an Menschen, die sich um die Verbreitung von Astronomie und Raumfahrt besonders verdient gemacht haben. In diesem Jahr wurde der Amateurastronom Johannes Stübler geehrt, der als Vorstand der Linzer Astronomischen Gemeinschaft „Johannes Kepler“ an der Errichtung der Kepler Sternwarte Linz wesentlich beteiligt war und als „Fellow of the Royal Astronomical Society of London” und als Botschafter und nationaler Koordinator der weltweiten Organisation „Astronomers without Borders“ seit vielen Jahren die internationale Zusammenarbeit von Astronomen fördert. Zum Ausklang des Abends öffnete das Naturhistorische Museum den Gästen exklusiv die Sonderschau „Wie alles begann“ über Urknall und Kosmische Hintergrundstrahlung und bot Vorführungen im neu errichteten digitalen Planetarium an.</p>



<p>Sollten Sie nach diesem Bericht Lust bekommen haben, die Yuris Night in Wien persönlich zu erleben (die Veranstaltung hat inzwischen auch viele deutsche Stammgäste) dann haben Sie im kommenden Jahr die nächste Gelegenheit dazu. Das Orion-Team um Maria Pflug-Hofmayr, Monika Fischer und Eugen Reichl schmiedet jedenfalls schon die Pläne für die Yuri‘s Night 2018. Das Programm und der Veranstaltungsort werden wie immer rechtzeitig auf <a href="https://www.der-orion.com" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">www.der-orion.com</a> bekannt gegeben.</p>



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<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=14782.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Yuri&#8217;s Night &#8211; Veranstaltungen</a></li></ul>
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